Wr. 88. poimetHag. den 2. Movcmver 1882. VII. Jakrganq. Cillier Jciliin rndjeint jtben Tonnerttag nnb Eonnla,, WJorgtn*. — Priinvmkrationsbrdikffuvfltli: Äslt Cilli jammt Zusltllunq in« HauS aanz,ähr,g fL 6.—, halbiahrig ft. .i — iextetiäbsig fl. 1.50, monatlich 5.'. tr. Mit Postversendung ganzjühng fl. 0.4«, halb^ädrifl st. 3.20, vierteljälmg st. 1X0. — Redaction nnb Adminijtratl»»: Herren-ostt Rr. o. Sprechsiunben des Redacteur» läglich. mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, von N—IS Udr Bor- unb von :i—6 Uhr Nachmittags. — «jiifcratc werben billiqsl ttrectiict. AnSwürt« n sinnen Inserate fslr bie »Cillier Zeitunq" alle debeuienb^ren Annoncen Srpebitionen an. Das Kaiser Jolefs-Aest in Killi. Die herrlichen Festtage sind vorüber. Die edle Begeisterung, die sie weckten, zittert in uns nach, und wir finden unsere liebe deutsche Sprache zu wortarm, um die Extase der Freude um den Jubel des pochenden, übervollen Her« zens in die richtigen Formen zn kleiden. Cilli hat seinem weitbekannten Rufe, daß es die süd-lichste Stadt des Reiches sei. welche, unbeirrt durch die böswilligsten Anfeindungen, stets mit unerschütterlichem Stolze ihr deutsch-nationales Banner schwingt, welche eS sich zur höchsten Ehre anrechnet, ein uneinnihmbaresVorwerk gegen sarmatische Ueberflutuug. ein brennender Dorn-bufch für perwakische Propheten zu sein, — einen so kräftigen Ausdruck gegeben, daß eS wohl mir hirnverblendeten Wühlern einfallen könnte hier ihr Schlageisen, ihre Fußangeln zu stellen. Das kleine Corps der Blamirten. das den traurigen Muth besaß gegen die angeordnete Beleuchtung der Stadt zu agitiren. mag sich nun —wir gebrauchen die Worte eines BankettrednerS — in seine lichtscheuen Schlupfwinkel zurückziehen, in Cilli selbst aber, wo eS ohnedies nie eine Geltung fand, kann es für die Folge gänzlich ignorirt werden. Und.mich jener Geschäftsmann, der feiner Apathie gess?n da?^Fefl dWimf) einen besonderen Ausdruck zu verleihen suchte, daß er am Sonntage den ordinärsten Trödelkram, über den er versügt. vor seine Thüre hing, daß er, wir möchten sagen den Kehricht, den sein Geschäft besitzt, zur Schau stellte, um nach feinoffltt zil zeigen wie enragirte Slovenen über das Fest denken, — mag sich mit dem Lächerlichkeits-Erfolg. den er errang, begnügen. Die Berechnung dieser dunklen Liga jedoch, unsere heißblütigen Deutschen wür-den mit einer Gegendemonstration antworten, war auf eine falsche Hypothese gestellt, denn nicht der leiseste Hauch eines Mißvergnügens wurde vernehmbar, ja man constatirte es allgemein mit lebhafter Befriedigung, daß diese Herren, die im gewöhnlichen Leben mit schein-heiligem Augenverdrehen sich als echte versöh-nungSdurstige Biedermeier geriren, ihre Alltags-larve umzuhängen vergossen. Wir möchten bei dieser Gelegenheit unsere Leser auf die Jubel« fcier, welche der greise Canonicus. Hauptpfarrer Cchufcha, in Tüffer beging, hinweisen. Trotzdem die Feier zu einer eminent slovenisch-nationalen ausgeschraubt wurde, ließen sich unsere wackeren Gesinnungsgenossen im freundlichen Markte keinen Augenblick beirren, ihre Häuser nicht zu beleuchten oder zu beflaggen, und selbst der lächerliche Popanz, der in Gestalt der Praß-berger Falken zur Schau getragen wurde, konnte sie nicht hindern ihr Gefühl der Ver-chrung für den Jubilar zu manifestiren. — Doch fort mit diesen Reflexionen, die eigentlich zu der Stimmung die uns noch immer mächtig durchzieht nicht passen. Die Leutchen sind über-dies zu unbedeutend, als daß es sich verlohnte, viel von ihnen zu sprechen. Wie eine Rose, über deren vollentsaltete Blüthe eine Raupe.hinkriecht. nichts von ihrem Dufte verliert, so verlor auch die Festfeier durch diese Demonstration nichts von ihrem Glänze, und Jedermann, der den 23. und 29. Oktober hier miterlebte, wird gleich uns behaupten, daß es nicht leicht mög-lich wäre, stimmungsvoller und begeisteter ein Fest zu begehen. Und Leute, die die Local- geschichte der Stadt durch eine Reihe vou fünfzig Jahren kennen, gestehen, daß sie »och nie etwas großartigeres in unseren Mauern gesehen haben. Der Gemeinsinn unserer Bürgerschaft, die Hoch-Herzigkeit der Frauen und die nationale Be° geijterung der Jugend, feierten einen Triumph der kühnsten Erwartungen übertraf, der bei der heutigen Jugend in den spätesten Tagen, wenn das Haar schon lichter und mit den fehlgeschlagenen Hoffnungen auch die JdeHe «bleichen, eine rosige anheimelnde Erinnerung an eine bewegte Zeit, in der das deutsche Herz in so raschen «chlägen oulsirte, — bilden wird. Die deutsch-nationale Begeisterung, von deren Erwachen im steirischen Unterlande wir so oft schon meldeten, sie hat sich in hinreißender, enthusiastischer Weise, mc»m-sestirt. Sie glich einem Frühlingsgewitter. das gewaltsam des Winters starre Fesseln bricht und die organische Welt zu neuocrjüngten Leben erwärmt. Wir wollen nun versuchen im Nachstehenden ein übersichtliches Bild der Feier wiederzugeben. Sollten wir dabei vielleicht manches Moment übersehen, dann mögen die verehrten Leser es verzeihen, denn die einzelnen Phasen des Festes wechselten in zn rascher £ kaleidoskopartiger Schönheit. Die Beleuchtung der Stadt. DaS Regenwetter, welches im heurigen Cometjahre aus unversiegbaren Quellen seine feuchte Nahrung schöpft, ließ die Aspecten ans ein Gelingen des Festes und auf eine zahlreiche Betheiligung an demselben zu einem Minimum zusammenschrumpfen. Am Nachmittage bereits begannen sich die Berge, welche unsere Stadt einrahmen, in Nebelschleier einzuhüllen; bald öffnete auch Pluvius seine Schleusen und in Strömen plätscherte der Segen, der Heuer durch seine elementare Consequenz und durch seine monotone Aufdringlichkeit Wiesen und Felder vernichtete. Brücken und Dänime zerstörte, und fast überall die Ernte beeinträchtigte, unermüd-lich nieder. Die Festftimmung, welche sich schon mehrere Tage vorher lebhast regte, sank um mehrere Grade. Mit Hangen und Bangen wartete man auf die ersten fremden Festtheil-nehmer. Als man jedoch sah, daß unsere wackeren Gesinnungsgenossen sich durch die finstere Miene des ungezogenen Firmamentes nicht abhalten ließen schon am Vorabende des Festes zu erscheinen, als mit den Nachmittags' zügen Deputationen aus den größeren Orten des steirischen Unterlandes eintrafen, als der Pettauer Männer-Gesangsverein in stattlicher Anzahl mit seiner Vereinsfahne erschien und auch die Abgeordneten Dr. Foregger und Dr. Schmiederer anlangten, da begannen die Sorgen bezüglich des Gelingens zu schwinden. Aber auch der Himmel schien endlich besänftigt zu werden. Gegen sieben Uhr hörte der Regen auf, und in den Straßen begann sich das regste Leben zn zeigen. Nach und nach erhellten sich die Fenster und mit aufrichtiger Genugthuung wurde constatirt, daß anch die öffentlichen Gebäude, (Bezirkshaupt-Mannschaft, Kreisgericht, k. k. Gymnasium :c.) beleuchtet waren! ES war rührend zu sehen, wie die Fenster ganz bescheidener Wohnungen im Lichtglanze erstrahlten, wie Leute, die gewiß mit den Alltagssorgen schwer zu ringen habe», ihren Tribut der Dankbarkeit dem Andenken des großen Monarchen zollten. Prachtvolle Transparente in noch nie dagewesener Anzahl wurden sichtbar. Kurz es ivar wohin das Auge blickte ein Meer des Lichtes zu sehen. Und als endlich die Mnsikkapelle umgeben von Hunderten von Fackel-Lampions- und Transparententrägern daS Stadt-, Haus verließ, als die gedrängte Menschenmenge des transparenten Bildes Kaiser Josef II. an-fichtig wurde, da begann das Herz zu sprechen; jubelnde sich stets erneuernde Hochrufe pflanzten sich durch die Straßen, welche der imposante Zug durchzog, fort. Jung und Alt enthujias-mirend. Es mag vielleicht dem Anschein local-patriotischer Ueberschwänglichkeit haben, wenn da behauptet wird, daß der Fackelzug an Großar-tigkeit alle Erwartungen übertraf, daß Cilli nie etwas ähnliches gesehen habe, und doch muß Schreiber dieses unumwunden constatiren. daß er in den größten Städten, bei den feierlichsten Anlässen keine größere Manigfaltigkeit. kein ge-lungeneres 'Arrangement gesehen habe. Darum sei auch an dieser Stelle Herrn Mayer, welcher die diesbezüglichen Anordnungen leitete, welcher in wochenlanger emsigster Arbeit, die Transparente fertig stellte, der wärmste Dank ausgesprochen, wie denn auch die musikalischen Leistungen, die, nebenbei gesagt, wahre Kraft- und Geduldproben der Musiker waren, die höchste Anerkennung ver-dienen. — DaS Regenwetter, das durch eine kurze Siesta, die Entfaltung des Fakelzuges er-möglicht hatte, trat knapp vor der Beendigung desselben mit erneuter Vehemenz auf. Ein gera-dezu wolkenbruchartiger Regen ging nieder, so daß die Sann, welche am Vormittage einen fast normallen Wasserstand zeigte, binnen wenigen Stunden ihre Ufer inundirte und anch den Stadt-park und die Tüfferer Bezirksstraße überschwemmte. Doch die Feststimmung war nun einmal entfes-seit, sie konnte nicht mehr abgekühlt oder einge-dämt werden. Der Herrenabend in» Löwen, an dem sämmtliche bereits eingetroffenen Fest-gaste und ein großes Contingent unserer Ein-wohnerschaft Theil nahmen, so daß der geräumige Saal gänzlich überfüllt und bis auf das letzte Plätzchen besetzt war, steigerte durch deutsche Lieder und Weisen, die durch die Eindrücke des Abends bereits ohnedies hochgehenden Wogen der nationalen Begeisterung. Mit dem deutschen Liede, das mehrfach wiederholt werden mußte und von den Verfammelten stehend mitgesungen wurde, eröffnete die Musikkappelle den Reigen ihrer Programmnummern. Der Pettauer sowie der Cillier Mänuergesang-Verein überböte» sich im Lieder-Vortragc und ernteten den stürmischsten und wohlverdientesten Beifall. Nach einer noch-maligeu in herzlichen Worten gesprochenen Be-grüßung des Pettauer Gesangvereines durch den Vorstand des Cillier MännergesangS-Ver-eines, Herrn Fritz Mathes, ergriff der Vorstand des ersteren Vereines Herr Schul sink das Wort, um für den freundlichen Empfang, welcher den Sangesgenossen schon am Bahnhofe durch deu Vicebürgermeister Dr. Higersperger und nun neuerdings durch Herrn MatHes zu Theil wurde, zu danken. Mit dem Hinweise auf das weißgrüne Banner mit schwarz roth-goldener Schleife, das die deutschen Sänger Steiermarks hoch halten, schloß Redner seinen Tank, der von lebhaftester Acclamation und den Rufen „Hoch Pettan" begleitet wurde. Dann sang der Cillier Männergesang-Verein, der diesmal durch seine alten Herren mächtig verstärkt war, das Lied „deutsche Worte hör ich wieder." Man merkte es an dem Vortrage, daß das Herz mitsang, sowie man es an dem Beifalle, der nicht enden wollte, sah, daß die Begeisterung keine gewöhnliche, keine alltägliche sei. Im Fluge verrauschte die Zeit und eine bereits vorgeschrittene Nachtstunde erinnerte die Festtheilnehmer die Ruhe zu suchen uud sich für den kommenden Tag vorzubereiten. Tagreveille u. Beflaggung der Stadt. Als am Morgen des 29. Octobers Böller-schüsse den Festtag ankündigte» und die Vereins-kapelle patriotische Weisen spielend die Stadt durchzog, hatte sich die Miene des Firmamentes nicht im Geringsten geändert. Düstere Wolken-schleier. die einen unfreundlichen Sprühregen niederrieseln ließen, lagerte» über der Stadt und ließen für den Festzug das Schlimmste befürchten. Allein mit trotzigem Muthe schien man sich allenthalben in das Unvermeidliche fügen zu wollen. An den mit Kränzen, Reisig guirlande» oder anderen Festons geschmückten Häusern, wurden große und kleine Fahnen mit vorherrschend schwarz - roth - goldenen Farben sichtbar. In den Straßen wogte in srendiger Erwartung eine zahlreiche Menschenmenge, die von Stunde zu Stunde sich verstärkte. Auch die Landbevölkerung war in großer Anzahl vertreten. Mit den Vormittagszügen trafen noch weitere Deputationen aus den unterstes-risqen Märkren und Städten ein. Unter klingendem Spiele marschirt?n die Bete-ranen von Gvnobitz mit wehender Fahne, gefolgt von der freiwilligen Feuerwehr von Hochenegg »ach dem Platze vor dem Bahnhöfe, woselbst der Festzug zusammengestellt wurde. Inzwischen waren mit der Bahn die letzten Fest« gäste, darunter eine Deputation des Marburger Gesang-Vereines mit der Fahne eingetroffen und begrüßt worden. Das Regenriesel hatte mit-lerweile aufgehört das Publikum weiter zu be-lästigen. Mit wehenden Fahnen. Kränze von gewaltigen Dimensionen tragend, sammelten sich die einzelnen Bereine und Deputationen. Der Festzug wurde geordnet, und unter klingendem Spiele ging es nach dem Festplatze. Der Festzug. Es war ein prächtiges, farbenreiches Bild, das sich entrollte, als die vielen Vereine mit ihren Fahne«, die Deputationen mit ihren Krän-zen durch die von einer nach Tausenden zählen-den Menschenmenge beengten Gassen nach dem Festplatze zog. An der Töte marschirte die freiwillige Feuerwehr von Cilli, ihr folgte der Turnverein, diesem die Gesangvereme von Marburg, Pettau und Cilli. nach diesen kamen die einzelnen De-putationen der politischen und Volkswirtschaft-lichen Vereine des steirischen Unterlandes, dann die Vertretungen verschiedener Gemeinden. Den Schluß bildeten die Vetcranen-Vereine von Cilli und Gvnobitz. Aus dem durch das Geschick der Herren Fritz und Carl Mathes prachtvoll decorirten Festplatze hatte sich als der Zug an-langte bereits ein zahlreiches Publicum eingefunden. Auf der Sitztribüue, rechts vom Denk-male, hatten Domen Platz genommen. Auf der Stehtribüne erwartete der Gemeinderath mit dem Bürgermeister an der Spitze den Fest-zug. Dank der Umsicht der freiwilligen Feuerwehr von Cilli, welcher die Rolle des Ordners zuge-fallen war, ging die Aufstellung der Kommenden oh >e alle Stockung von statten. Auf der für die Ftstgäste bestimmten Tribüne nahmen die Reichs-raths-Abgeordneten Dr. Foregger, Dr. Schmie-derer und Baron Hakelberg sowie die einzelnen Deputationen Platz. Die linksseitige Tribüne wurde von den Gesangvereinen und der Musik-kapelle occupirt. Die Turner hatte» sich neben der Tribüne aufgestellt. Vor dem Denkmale längst der ganzen Breite des Platzes standen die Veterancn-Vereine und die freiwilligen Feu-erwehren und hinter ihnen die Landbevölkerung, Im Rücken des Monumentes war die Jugend der städtischen Volksschulen mit ihren Lehrern und Lehrerinnen postirt. Die Enthüllung des Denkmales. Die Enthüllungsfeier selbst wurde mit einem vom Kapellmeister Mayer componirten Festmarsche eingeleitet. Nach demselben sangen die Männergesangvereine unter der Leitung des Cillier Chormeisters, Herrn Oberlehrer Josef Weiß, die Hymne von Herzog von Coburg Gotha. Als die mächtigen Tonwellen derselben verklungen waren, fiel auf ein Zeichen des Bür-germeisterS Dr. Neckrrmann die Hülle. Die Musikkapelle intonirte die Volkshymne, und in das Gedröhne der Böllerschüsse mengte sich der Jubel und die begeisterten Hochrufe des von der weihevollen Feier tief ergriffenen Pnblicums. Nun bestieg der Bürgerschullehrer, Herr August Tisch die Rednertribüne, um fol-gende Festrede zu halten: Mitbürger! Hochgeehrte Festtheilnehmer! Wahrhaft großen Männern war von jeher bei ihren Völkern ein dankbares Andenken ge-sichert. Wen» die Menschheit in der ältesten Zeit in ihrer Dankbarkeit "so weit ging, ihre Wohl-thätn zu Halbgöttern zu erheben, um bei den nachfolgenden Geschlechtern die Pflicht, dank-barer Erinnerung wach zu erhalten, so ist dies ein rührender Zug des unverdorbenen, mensch-lichen Herzens, den wir anerkennen, wenn auch uicht in dieser Weise nachahmen werden. Mit den» Fortschritte cnltureller Entwickelung ergaben sich ander« Formen, um dem Dränge, große Namen der Vergessenheit zu entreißen, gerecht zu werden; man wählte andere Mittel, um den kommenden Geschlechtern zn sage»: „Gedenket dankbar des Trägers dieses RamenS; denn er war ein Mensch, dem die Gottheit an seiner Wiege den Weihekuß gab, auf daß er befähiget werde. Großes zu vollbringe»!" Clio's ehrener Griffel übermittelt den spätesten Enkeln solche Namen nicht nur dem ei-genen Volke, sonder» allen Culturvölkern deS Erdballes. Denkmäler anS Erz und Stein, sie sprechen in diese»! Sinne zu den spätesten Geschlechtern, zu allen Schichten deS Volkes. Auch uns hat der heutige Tag versammelt, um in feierlicher Weise ein Erinnerungszeichen eines dankbaren Volkes zu enthüllen. Nach dem schönen Vorbilde, das uns un-sere Stammesbrüder in den Kronländern nördlich der Donau gegeben, fanden sich auch in unserer engsten Heimat Männer, die begeistert für den großen Namen die Anregung zur Errichtung dieses Denkmales gaben, und ihr Aufruf fand begeisterte» Wiederhall bei den Bewohnern un-serer Siadt, bei den Stammes- und Gesinnungs-genossen des Unterlandes. Und so erhebt sich denn vor uns das Standbild des unvergeßlichen Kaisers Josef II., des edelsten Menschen, dessen Haupt je die deutsche Kaiserkrone gezieret. Nahezu au des Jahrhunderts ernstem Ende, das verstrichen, seit seine große Seele heimging zu den Vätern, sehen wir allerorten, seiner Erb-lande, wo noch ein deutsches Bürgerthum selbst-bewußt und pflichttreu die Scholle schützt, die es überkommen, derartige Denkmäler erstehen. Wir brauchten nicht erst zu fragen und zu sagen, was Josef II. seinen Völkern gewesen; schmücket ja doch sein Bild selbst du entferntesten Hütten der Hochthäler und der Ebenen, ziert es ja doch häufiger die schlichte Wohnung des Bürgers, als die stolzen Hallen der Paläste. Wenn wir dessenungeachtet bei diesem feier-lichen Anlasse, der uns hier vereint, einen Rück-blick werfen auf das Wirken dieses großen Volks-kaisers, so gehorchen wir dem Drängen unserer Herzen, deren freudiges Pochen uns gebietet, den Worten unseres Dichters gerecht zu werden, der da sagt: „Den schlechten Mann, muß man verachten, der nie bedacht, was er vollbringt. Das ist's ja, waS den Menschen zieret und dazu ward ihm der Verstand, daß er im innern Herzen spüret, was er erschafft mit seiner Hand." WaS Josef's II. erhabene Mutter, die große Kaiserin Maria Theresia vorbereitet hatte, den österreichischen Staat durch weise Reformen zu kräftigen und zu stärken, das führte Josef II. im höheren Stile und mit männlicher Entschlos-senheit aus. In der Erkenntniß seiner hohen Mission, in der Erkenntniß, daß die gut qe-meinte aber der Aufgabe nicht gewachsene Bil-dung seines Geistes, die ihnl sein Erzieher Fürst Batthyani geboten hatte, nicht hinreichen werde, um die seinem großen Geiste vorschwebenden Ziele zu erreichen, benutzte er uoch selbst die Zeit seiner Mitregentschaft zu Studien und Rei-sen, um durch Selbstbildung durch eigene An-schauung sich zum ersten Beamten seines Reiches, als den er sich stets mit Vorliebe betrachtete, tüchtig zu machen. Wenn Josef II. uns auf seinem Bildungs-gange hohe Achtung abringt, um so mehr müssen wir ihm zujubeln, wenn er im Vollbesitze der Souveränität mit den Ueberlieferungen alter-thümlicher und mittelalterlicher Herrscher brach, wenn er beseelt von dem Wunsche, die Zeit, die ihm verloren schien, einzuholen, sein großes Re-formwerk niit einer Raschheit und Thatkraft begann, die seine Zeitgenossen in Erstaunen setzte! Sein heller Geist nahm freudig die Ideen auf. welche die Eneyclopädisten verbreiteten. Für Josef II. bedürfte es nicht erst der Erklärung der Menschenrechte.. Fast ein Decennium vorher führte er diese Grundzüge des modernen Staates in practischer Weise dadurch aus, daß er die Leibeigenschaft in seinen Staaten, besonders aber in Böhmen, Mähren, Galizien und Lodomerien völlig aufhob, und seinen bisher leibeigenen Unterthanen das volle Eigenthumsrecht über ihre Güter verlieh; wir müssen ihn bewundern, wenn er zum wuchtigen Schlage anshub, um diejenigen mittelalterlichen fesseln zu sprengen, welche den besten Theil seiner Unterthanen. Bürger und Bailern, in ihrer intellektuellen Entwickelung hemmten, in seinem Kampfe gegen Adel und ClentS. Diese Bastille des Mittelalters vermochte auch der Riesengeist Josefs nicht zu sprengen, wohl aber legte er eine gewaltige Bresche in diesen mit Blut und Thränen deS Volkes gekitteten Bau, eine Bresche an deren Ausbesserung, wohl vergeblich, selbst unser« Zeitgenossen der bedrohten Stände rührig thätig sind. Der Ausfluß dieser seiuer Bestrebungen war daS Toleranj'Edict welches deS Lutheranern. Reformirten, nicht unirtem Griechen die Privat-Übung ibres Glaubens, das Recht, Bürger zu werden, Grundstücke zu erwerben, zu Staats-ämtern zu gelangen, so wie selbst den Juden beträchtliche Freiheiten und Erleichterungen er-theilte. Aber auch auf seinen katholischen Unter-thanen lastete mönchischer GeistcSzwang und römische Besteuerung. Gegen beide U?bel erhob sich Joses eifrig und standhaft. Um insbesondere von unserer engeren Hei-mat, von Steiermark zu sprechen, sei erwähnt, daß J«sef It. daselbst 31 Klöster aufhob, die ohne dein Volke etwas zu bieten, an seiner Marke zehrten, und ihr Vermögen theils dem Normal-schul- theils dem Armensonde zuwandte. Diese Verfügung war auch die erste Ver-anlassung, daß sich heute in Cilli durch deut-schen Bürgerfleiß, durch Sparsamkeit unv Um-sichtbegünstiget ein stolzerBau erhebt, in dessen dem religiösen Gefühle geweihten Hallen uns noch auf dieser deutschen Insel die Religion der Nächsten-liebe in unserer lieben Muttersprache verkündet wird. Di-'se Maßnahmen bethätigten die Liebe deS großen Monarchen für Aufklärung und duldsame Gesinnung, sein Streben, Bürger und Bauern gegen die Anmaßungen und Privilegien der höheren Stände zn schützen. Er sah in dem Menschen nur den Menschen und sprach es offen aus, daß Geburtsrechte ohne Verdienste keine Bevorzugung verdienen. Wahrend rings im deutschen Reiche jeder kleine Fürst den Despoten spielte, suchte er in seinem Lande mit eigenen Augen die Noth der untersten Volksklassen auf, half, besserte, ermun-terte. wo er konnte, kam jedem mit Menschen-sreundlichkeit entgegen. Es war bei ihm tiefge-fühlte Wahrheit, wenn er über den bisher ver-schlossenen Augarte» die Worte setzen ließ: „Allen Menschen gewidmeter Belustigungsort von ihrem Schätzer." Kaiser Josef, persönlich aufgeklärt, war Freund auch der Aufklärung seines Volkes. Verbesserter Unterricht war hiezu die erste Be-dingung. Also gründete er Normalschulen, deren Vortrefflichkeit selbst daS Ausland anerkannte vermehrte allenthalben, dotirte und regelte fr-i-sinnig niedere und höhere, gelehrte und Volks-schulen und öffnete durch Aufhebung der Censur-tyrannei dem Gedankenverkehre eiu bisher in Oesterreich unbekanntes Feld. Rasch und freudig, aber auch der Ungewohnheit willen noch unge-lenk, bewegte sich jetzt in seinen Staaten die freie Presse» zu unschätzbarem Vortheile — wenn die Vergünstigung länger gedauert hätte — für die Geistesbildung der Nation und zur Erleuchtung der Regierung. Verfolgen wir Josets II. Reformen auf dem Gebiete der Verwaltung nnd Gesetzgebung so müssen wir ihm auch hier unsere volle Be-wunderung zollen. Ein Hauptgebrechen der früheren Staats-Verwaltungen war die Pernachläffigung der Finanzen gewesen. Kaiser Josef kündete sich sofort als sparsamer und strenger Staatswirth an, und reformirte den Hof. sowie den Stand der Pensionisten und Beamten. Alle Zweige der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben wurden einer sorgfältigen Regelung unterworfen, ein strenges Rechnungswesen ein-geführt, und die Füllung der Staatseaffen emsig auf jede Weise betrieben. Mit militärischer Strenge wurden die Beamten an den Vollzug feiner Befehle gebnnden. Ackerbau, Gewerbe und Handel erfreuten sich natürlich der sorgsamen Pflege des gleich verständigen als eifrigen StaatswirteS. Die Consulatsposten des Auslandes wurden beträcht-lich vermehrt und in ein System gebracht. Er hob den Seehandel auf dem adriatischen Meere erklärte Ostende zum Freihafen und richtete seine Blicke selbst auf die Erwerbung von Colonien in Ostindien. Durch hohe Schutzzölle suchte er in väterlicher Weise den Wolstand und den Schaffensdrang der innländischen Gewerbetreibenden und Industriellen zu vermehren und zu hebeu. Der vorzügliche Erfolg dieser Bestrebungen Josefs ergiebt sich am deutlichsten daraus, daß alle steiermärkischen Stadt" und Märkte ohne Aus-nähme mit jedem Jahre des josefieischen Jahrzehntes an Aufklärung, Volksmenge, Häuserzahl Gewerbefleiß. Wohlstand und Verschönerung stiegen. Auch an die Verbesserung der gerammten polizeilichen und Reichsgefetzgebung^legte Josef II. die sorgsame und »»ermüdete Ha»d. Die Gesetz-gebung schritt unter ihm jener der meisten anderen Ländern voran, und die Civil- und Criminal-gerichtSordnung erschienen als würdige Früchte jener erleuchteten Zeit. Josef'S II. warmfühlendes Herz beschäftigte sich auch mit dem Schicksale derer, die dem Strafgesetze verfallen waren. Die Todesstrafe wurde beschränkt, die furchtbaren Kerker deS Spielberges bei Brünn schloß er mit den Worten: Ich schritt der letzte Mensch hinein, Laßt ewig ihn verschlossen sein. ES war unvermeidlich, daß die Wiederher-stelluug natürlicher Rechte gegen das seit Jahr-Hunderten bestandene historische Recht den Haß aller derer aufregte, welche auS den barbarischen Einrichtungen Vortheil gezogen. Hochmuth und Habgier der Herren schlössen den Freundschafts-bund mit der Lichtscheu und Herrschsucht der Dunkelmänner und erklärten den Krieg wider Joses. Der Hinterlist und Macht dieser ergrimmten Feinde gelang es selbst das bethörte Volk aufzuwiegeln gegen seinen Vater und Wohl-thäter; und die demüthigen Sklaven der Feudal-zwingherren und der finsteren Mönchsgewalt erhoben sich klagend, schmähend, endlich in den Waffen wider ihren rechtmäßigen Beherrscher, wider ihren liebevollen Schätzer und Wohlthäter. Dazu kamen erfolglose Kämpfe, welche der Kaiser nach außen zu führen hatte. Unter dem Gewichte so vieler Schläge die von allen Seiten auf ihn eindrangen, brach das Herz des edlen Kaisers. Bereits schwer erkrankt, erfuhr er den Abfall der Niederlanden; mit den Niederlanden standen die Ungarn auf; mit den Ungarn die Tiroler; alle verlangten das Alte zurück; der Geist der Empörung stellte sich drohend an fein Krankenlager und verlangte den Widerruf aller Neuerungen, Da zagte der todtkranke Kaiser und von feinem Sterbelager aus erließ er ein Edict, worin er in der Reichsver-faßung nnd Justizpflege alles wieder auf den Fuß setzte, wie es beim Tode Maria Theresia's gewesen. Nur zwei Verordnungen — und was zeugt lauter für den edlen Geist deS menschenfreundlichen Fürsten? — sollten in Kraft bleiben: das Toleranzediet und jenes über die Minderung der Leib- und Grundherrlichkeitsrechte. Wie schmerzlich, wie bitter enttäuscht mußte der sterbende Kaiser gewesen sein, als er die Worte sprach: „Man schreibe aus mein Grab, hier ruht ein Fürst, dessen Absichten rein waren, der aber das Unglück hatte, alle seine Entwürfe scheitern zu sehen. Und als dieser große Geist unerwartet abbrechen mußte, weil die Hand der Pirze frühzeitig ein edles Leben durchschnitt, das seine großartigen Geheimnisse mit sich ins Grab nahm, da verfiel dessen hohes Walten der eng-herzigen Kritik der zurückgebliebenen Pygmäen, welche nach Erfolgen urtheilten und den mäch-tigen Trümmern des unvollendeten Baues keinen Znsainnienhang zu geben verstanden. Wenn Josef in kühner Ungeduld häufig dem Gange der natürlichen Entwickelung voran-eilte; wenn er bisweilen baute, ehe noch der Grund feststand; wenn Saat und Ernte zu-farnnuntreffen sollten; wenn er die Geqenwart znr Erbin der Gegenwart mache» wollte: so erblicken wir darin den ungleichen Kamps eines titanischen Strebens mit den ewig unverrückbaren Gesetzen der Zeit und der Dinge. Aber die große Idee seines Lebens und Wirkens ist un-verloren geblieben, und unauslöschlich leuchtet Josefs Name als Morgengestirn der Humanität und Aufklärung dem gegenwärngen und den kommenden Jahrhunderten vor. Mitbürger und Gesinnungsgenossen! In unseren Tagen kämpfen wir einen harten Kampf um di* Errungenschaften unserer Zeit. Wir ringen um die höchsten Güter, um Sprache, Nationalität, um den Fortschritt der geistigen und materiellen Kultur. In diesem Kampfe sehen wir in den Reihen unserer Gegner die Nachkam-men derjenigen, die einst gegen Josefs Schöpfungen und Ideen anstürmten. In diesem Kampfe leuchtet uns aber der Genius Josefs II. nieder, wir schöpfen aus der Geschichte dieses Unsterbli-chen die Begeisterung, auzuharren bis zum Ende. Diese Gedanken haben die Männer beseelt, die eS auf sich nahmen, auf dieser Scholl?, die des Edlen Fuß betreten, ein Denkmal zu er-richten und mir den ehrenvollen Auftrag gaben, dasselbe in das Eigenthnm der Stadt Cilli zu übergeben. Dem Auftrage nachkommend übergebe ich das Unterpfand der dankbaren Verehrung für den großen Kaiser der löblichen Gemeindevertretung als Repräsentantin der Stadt in ihr Eigenthum. Sie möge das Kleinod alle Zeiten erhalten und schützen! Möge es bis in die entferntesten Tage auf glückliche Epigonen niederschauen, die unter der weisen Führung der erlauchten Enkel dieses großen Kaisers jenes Glück voll und ganz genießen mögen, mit dem Josef so sehnlichst seine Völker beglückt hätte." Als Herr Tisch seine Rede, welche die An« wesenden tief ergriff, beendet hatte, brach das Publicum in erneute Hochrufe aus. Darauf er-griff der Bürgermeister Dr. Neckermann das Wort, um im Namen der Gemeinde das Denk-mal zu übernehmen und den Spendern, welche echt patriotischen Impulsen folgend, aus ei-genster Initiative die Errichtung des Monu-mentes förderten, zu danken. Nun bettat der Gutsbesitzer Herr L e n k o aus St. Peter die Tribüne und richtete an die Landbevölkerung folgende Anrede in flovenifcher Sprache: „Theure Freunde und Bauern ! Vor hundert Jahren, als die Kaiserin Maria Theresia starb, fah es in Oesterreich recht ttanrig aus. Jedes einzelne Land unseres Reiches hatte seine eigenen Gesetze. Der größte Theil der Rechte lag in den Händen des Adels. Die Städter hatten wenig, die Bauern nichts zu reden. Zudem bestand in dem größte» Theile des Reiches die Leibeigenschaft. Der Bauer wurde von dem Gutsbesitzer gedrückt und wie ein Sklave be-handelt. Handel und Gewerbe standen fast ganz still. Der Handel war zumeist in den Händen einiger Reichen, die dem Bauer die Haut über die Ohren zogen, weil sie wohl wußten, daß er bei Gericht nichts ausrichte, wenn er klagbar werde. Ebenso schlecht sah es mit den Schulen ans. Der Unterricht wurde von ungebildeten Lehrern ertheilt. Fast kein Bauer verstand zu lesen oder zu schreiben. In dieser für Oesterreich so traurigen Zeit bestieg der große Kaiser und noch größere Menschenfreund Josef II., dessen Statue wir heute vor uns haben, den Tron. Ein Freund d?s LichleS. suchte er auch Licht zu verbreiten und die Finsterniß und die geistige Nacht, in welcher sein Volk vegitirte, zu verscheuchen. Kaiser Josef II. hat ehrlich an der Verwirklichung seiner schönen Ideen gearbeitet. Er sorgte für die Verbreitung allgemeiner Aufklärung und Bildung in allen Schichten der Bevölkerung. Herstellung der Gleichheit aller vor dem Ge-setze, für die Beförderung des Handels und der Gewerbe, für gerechte Vertheiluug der Steuern, für die Vermehrung und bessere Ausbildung der Wehrkraft des Reiches und Hebung des Bauernstandes. Er gcb allen seinen Ländern gleiche Gesetze und ließ sie von einer Stelle aus regieren. Das beste aber was er für uns Bau-ern that, war die Aufhebung der Leibeigenschaft. Leider Gottes, hat ein zu früher Tod Kaiser Josef II. seinem dankbaren Bauernvolke entri-ßen. Wenn das österreichische Volk damals nur einige Jahrzehnte in dem gleichen Sinne fortregiert worden wäre, fo würde es heute bei Äil§ auch besser aussehen. Wir würden gar nicht den ganz überflüssigen bei den Haaren her-beigezogenen nationalen Hader kennen und Jeder-man» ob nun da oder dort in Oesterreich ge-boren, würde mit Stolz sagen: Ich bin ein Oesterreicher. Lassen wir diesen Hader bei Seite und arbeiten wir mit vereinten Kräften und un-ermüdet im Sinne des großen Kaisers. Damit werden wir unser schönes Oesterreich mächtig und reich und des alten Ruhmes würdig machen. Mit diesem werden wir den großen Volkswohl-thäter Josef II. am meisten ehren uns selbst aber und dem Reiche am meisten nützlich sein." Mit lebhafte» Beifalle wurden die in über-zeugender Weise gesprochenen Worten von den Versammelten ausgenommen. Nun sangen die Gesangsvereine das Seylersche Lied „Hoch vom Dachstein an", und als dasselbe verklungen war begannen die Deputationen ihre Blumenspenden niederzulegen. Die Pracht der Kränze, deren Zahl sich auf 42 belief, übertraf alles bisher Gebotene. Es waren zumeist Kunstwerke die aufs Neue von der Munificenz der nntersteirischen Einwohner-schaft ein beredtes Zeugniß gaben. Man soll zwar nicht von den Kosten eineS Geschenkes reden, allein diesmal können wir nicht umhin zu bemerken, daß die Merthsumme der Kränze jener der Anschaffungskosten des Monumentes gleichkam, wahrscheinlich sogar letztere überstieg, Kränze wie Dr.Schmiederer, die deutschen Frauen von Gvnobitz, die deutschen Frauen von Cilli:e. niederlegten, hat man hier noch nie gesehen. Wir geben nachstehend ein Verzeichnis der Spender: L a n d w i r t h f ch a f t l i ch e Filiale Cilli. Markt Hohenegg. Die deutschenSchüler desGym-n a s i u m s. Die evatigel^ische Gemeinde (Jh- rem Befreier. B i en enz uch t - V e r ei n, Filiale Cilli. Deutscher Verein, Cilli. Cillier Aerzte-Verein, (dem humanen Kaiser). Stadtgemeinde Cilli. Meilenstein. (Dieses Diadem will ich mit der Liebe meines Volkes zieren, dem großen Schätzer der Menschheit). Marburger Männer-Gesangs-Verein, (dem Förderer freier Ideen). Pettauer Fortschritts-Verein. Deutscher Schulverein, Orts-gruppe Cilli. Gesinnungsgenosse» in Wi,ndisch-Landsberg. Dr. Foregger, (dem Vater deS Volkes, ein Sohn des Volkes.) Freiwillige Feuerwehr in Cilli, (dem Schätzer der Menschheit.) Männer-GesangS-Verein in Roh i ts ch. Sämmtliche Bewohner von R o h i t s ch. Freiwillige Feuerwehr von R o h i t s ch. Dr. S ch in i e d e r e r, (Dem großen Kaiser, dem edlen Kämpfer für Fortschrit und Ausklärung.) Club der Gemüthlichen in Cilli. (Aus hoher Verehrung). Turnverein Pettan. Gemeinde L f. Markt Tüffer, (dem edlen deutschen Kaiser') Cillier Männergesangverein. (Dem unvergeßlichen Andenken.) Die Frauen von Gvnobitz. D i e Redaction der „Cillier Zeitung." (Dem Schützer des freien Wortes.) Die Frauen der Stadt Cilli. (Dem edlen Menschenfreunde Kaiser Josef II.) Cillier Turnverein. Cillier Veteranenverein. Franz Josefs-Bad, Tüffer. Josef Peinak in Fiume. Adolf B e n d i e n e r. (Dem edlen Spender des Toleranz-EdicteS.) Die übrigen Kränze hatten theils Schleifen ohne Aufschriften, theils keine Schleifen, theils hatte der Regen den leichten Golddruck zur vollen Unkenntlichkeit verwaschen. Ganz besonders rührend anzusehen war es, als zwei kleine Kinder, Zöglinge deS Kinder- f artenS, zum Schluße einen Kranz an die Stu-en des Monumentes niederlegten. In der gleichen Ordnung, wie der Auf-marsch der Vereine, fand auch der Abmarsch unter klingendem Spiele statt. DaS Festbankett. Das Festbankett fand um l Uhr im großen Casinosaale statt. An demselben nahmen 160 Festgenossen theil. ES war vorauszusehen, daß in einer CaScade markiger Toaste der Eindruck der Feier zum Ausdrucke gebracht werden wurde, daß trübeReflexionen und doch auch wieder Humor-volle Anschauungen dem übervollen Herzen ent-strömmen und alles zu Beifallsstürmen hin-reiffen werde. Den ersten Toast brachte Bürgermeister Dr. Reckermann auf seine Majestät Kaiser Franz Josef auS. Die Musikkapelle intonirte die Volkshymne und die Festgäste acclamirten mit begeisterten Hochrufen. Josef Rakusch toastirte in hinreißenden Worten auf das öfter-reichische Volk. Dr. Higersperger brachte in von leisem Humor angehauchter Rede sein Glas auf Steiermark aus. Damit wurden die officiellen Toaste ge-schlössen. Nun ergriff der Abgeordnete Dr. Foregger das Wort zu folgender Rede, die natürlich mit dem dankbarsten Beifalle aufgenommen wurde: „Was ist es, daß bei der Erinnerung an den längst Heimgegangene» Volkskaiser die Hdee -es deuticken Oesterreichs in uns wachruft, — 4 — was hat eben den Sturm der Begeisterung ent-fesselt, als Deutschösterreichs gedacht wurde? Sprechen wir es offen aus. Die Fackel seines Geistes leuchtet hierin bis in das Dunkel unserer Tage, um so greller, je tiefer sich die Schatten ringsum lagern. AuS dieser Fackel ist in Oesterreich ein Funken ge-fallen, der nie erlöschen wird, der Funken ent-zündet in unseren Herzen die Flamme der Vaterlandsliebe, der Begeisterung für das Oesterreich seiner Schöpfung, für das d e u t-s ch e Oesterreich. Daß diese Bedeutung uns Allen klar und aller Welt verständlich werde, haven jene besorgt, welche sich ausschlössen, als die Bürger von Cilli zur dynastisch gedachten Feier rüsteten, welche sich mitten im Lichter-glänze der Stadt in nächtiges Dunkel hüllten, weil sie sich abwenden von der Strahlenkrone des josefinischen Oesterreich. Und war»», das? War er nicht mit gleicher Liebe Vater aller seiner Völker? Doch er war's, der trug Den Spiegel deutscher Lehr' in Kunst und Wirken, Vor keinem Unterschied gehemmt, Bis zu den letzten dämmernden Bezirken. Wo noch der Mensch sich selbst und Andere fremd." Das ist es, wie der vaterländische Dich-ter singt: „Ueber seine Völker, vieler Z»mgen Flog hin des deutschen Adlers Sonnenflug, Er hielt, was fremd, mit leisem Band umschlungen, Vereinend, was sich thöricht selbst genug. Nun aber tönt's in wildverworr'nen Lauten, Wie Trotz und Rohheit sie der Menge beut. Dem Thurme gleich, den sie bei Babel bauten. In Folge, daß die Menschen sich zerstreut." AuS edler Menschenliebe wollte er alle seine Unterthanen beglücken, wollte ihnen die Segnungen der Aufklärung und Cultur zuführen, und ein Reich, innen kräftig, nach außen mächtig, wollte er gestalten durch Zusammenfassung aller unter dem Scevt-r HabSburgs verbundenen Völkerschaften und Landschaften jju Gesain m t-O e st e r r e i ch. MU klarem Herrscherblick erkannte er die einzig richtigen Mittel zur Durchführung seiner Pläne. Auf die mächtigen Pfeiler eines freisinnigen. von seinem Geiste erfüllten Beamtenthums stützte er fein stolzes Gecäude, sollte es aber Bestand haben, so mußte deffen Fundament das deutsche Volks-t h u m bilden. Und darum ward daS einheit-liche josefinische Oesterreich zugleich ein deutsches Oesterreich; darum huldigt der Bauer und Bürger, sowie der Diener des Staates, dank-baren Sinnes heute noch seinem Wohlthäter auf dem Throne, dämm erhebt und begeistert das Andenken an den Menschen auf dem Throne alle Söhne des Volkes, die dem Lichte und der Freiheit zustreben, die ein einiges, mächtiges Vaterland lieben, darum scheucht sein Name schon alle Widersacher, die in verborgener Maulwurfsarbeit den Bau des Kaisers eifriger als je untergraben, und darum schlagen unsere Herzen in verwandter Gesinnung allen Mit-bürgern entgegen, die gleich uns ihre Heimstätte mit dem Stand bilo des geliebten Fürsten zieren, ein sichtbares Denkmal ihrer Reichstreue, eine Mahnung kommenden Geschlechtern, aber auch eine Drohung allen Feinden deutscher Cultur. Und vor diesem Bilde laßt uns geloben: So wie nach mehr als hundertjähriger Wieder-kehr des Tages, der Dir zuerst oas Licht der Sonne zeigte. Deine Rechte die deutsche Fahne trug,*) so bleibst Du unser Fahnenttäger auch in alle fernste Zuknnft! Du warst ein Einzelner, Deine Kraft, reichte nicht gegen den Ansturm, der in ihrem Eigennutz Bedrohten, wir aber sind ein Volk, einig und geschlossen, treu und ungebrochen; deutschen Muthes voll werden wir, werden unsere Enkel hinter dem Banner einherziehen, das Du voranträgst, dem Banner: schwarz-roth-gelb. Einen wahren Orcan von Beifall entfesselte die Rede des Abgeordneten Baron H a ck el b e r g, der folgendermaßen begann: *) Am 13. März, dem Geburtstage Kaiser Joses U. im Jadre ts-»ö, drückte die academische Jugend der Reiterstatue aus dem Joscfplatze in Wien die deutsch« Fahne in die Hand. „Im eigenen Namen, sowie in jenem der Gemeinde, welche ich vertrete, danke ich für die freundliche Einladung der Stadt Cilli zu dem echt patriotischen Feste. Wir sind der Einla-dung gern gefolgt und als Erinnerungszeichen an gemeinsames Fühlen. Denken und Handeln überreiche ich Ihnen mein Beglaubigungsschrei-den!" — „Ein Jahrhundert ist in dem Strom der Zeiten versunken, seitdem der große Sohn der großen Kaiserin bahnbrechend vom Throne herab, jene Ideen zu verwirklichen strebte, welche nach ihm die glorreiche Revolution vom Jahre 1789 als siegreiches Banner für das kommende Jahrhundert entrollte. — Die Geschichte zeigt uns, daß große Thaten der Heroen nur dann von weltuinstaltender Bedeutung waren, wenn die Größe der Ideen, welche den Thaten zu Grunde liegen, auch von den Mass«» erfaßt und gettageu waren. — Die großen Ideen eines Kaiser Josef konnten sich in seiner Zeit nicht entfalten, weil sie von den Massen nicht als die ihrigen aufgeno»tmen wurden; sie wurden nicht Fleisch und Blut, weil sie die Con-reption eines großen Cäsar waren, der seinem Jahrhundert vorauseilte, als er den Staat der Finsterniß zu stechen versuchte und das lichtscheue Auge mit dem Strahle der Aufklärung blendete. — Und heute! Vor Allem meine Verwunderung, daß heute bei diesem patrioti-scheu und dynastischem Feste die hohe Regierung durch ihre Abwesenheit glänzte! ? — Wohin Aufklärung gedrungen — jubelt das Volk Oesterreichs in dankbarer Erinnerung an feinem großen Kaiser dem einheitlichen österreichischen StaatSgedanken zu. unbekümmert um das Ge-krächze der Raben. Dohlen und Krähen, welche aus dem Leibe deS Volkes aparte Leckerbissen für ihre Sondergelüste heranshacken. — Dieses Bild erinnert Sie vielleicht an das Mythos des Prometheus, aber eS gleicht ihm nicht. Denn Prometheus war ein gefesselter Titan, der die Leuchte des Himmels herabholte und auf dem Erdballe aufpflanzte, während unser Riese zum Theil schläft, zum Theil erst erwacht. — Auch vermiß« ich in dem Bilde den Zeus und seinen Adler! — Was ich aber heute vor Allem be-dauere ist, daß nicht blos auf Seite unserer politischen Gegner, sondern auch auf unserer Seite in Folge der Corruption der politischen Parteien, welche von den Regierungen in ganz Europa systematisch betrieben wird, ein niederer Knechtsinn intmer tiefere Wurzeln schlägt. — Der Bizantinismus ist ein Verbrechen am Staate, denn er erzeugt den Marasmus im Leben deS Volkes und in der Untergang und das Ärab der Könige! — Diese Seuche, sie breitet sich immer weiter und weiter aus. — Wurde nicht von freien deutschen Bürgern ihren Abgeord-neten empfohlen, craffe AportunitätSpolitik nach Oden zu treiben, um in den Wiederbesitz der verlorenen Macht zu gelangen? — Bedürfte eS nicht mannhafter Worte der Erwiderung: „daß ein kritikloses Zustimmen ,u den Anfor-derungen der Heeresverwaltung eine schwere Pflichtverletzung gewesen wäre." — Stürmischer Beifall lohnte die Worte des Ihnen allen be-kannten, nach oben wie unten unabhängigen freien deutschen Mannes. — DaS z«igt Ihnen, daß wahrer Ausklärung das Volk willig folgt, denn das Auge, dessen Staar Josef gestochen, ist nicht mehr lichtscheu für den Strahl derselben. — Wer vermag aber stets sicher zu erkennen, ob der Lichtstrahl geradeher aus dem Born wahrer sittlicher Ueberzeugung fließe, oder ob er durch absichtliche Vorspiegelungen verfälscht sei? — Selbst der grübelnde Verstand führt uns oft absichtlos auf Abwege — aber ein sicherer Compaß im Labyrinthe der Mei-nungen ist, wie die Liebe bei den Frauen, so — das Herz des Volkes. — Es fühlt eS richtig endlich heraus, wer ihm wohl will, und läßt dann die Raben krächzen und die Dohlen ziehen und verjagt die fraßgierigen Krähen von der goldenen Saat seiner Wecker. — Nicht höfischer Knechtsinn also ist die Treppe zu wahrer sittlicher Macht! DaS Herz des Volkes ist das Fundament dauernder Macht: eS ist der Sockel jenes Denkmales, das sich Josef für ewige Zeiten im Andenken feines Volkes gesetzt hat. — Und deshalb erhebe ich mein Glas und lade Sie ein, zur würdigen Feier der Manen des großen Mannes in den begeisterten Ruf einzustimmen: „Josef, großer Kaiser, Dein österreichisches. Dein gutes Volk: ES lebe hoch!" Weiters toastirten noch mit nachhaltiger Wirkung Professor M a r e k auf die anwesenden Festgenossen, Bürgermeister A m o n von Tüffer auf die deutschen Frauen von Steiermark, Dr. Äusserer unter demonstrativem Jubel auf die deutsche Stadt Eilli als die Führerin im Streite, Dr. Neckermann auf den deutschen Schulverein und Dr. Äusserer, Dr. G l a n° t s ch n i g g auf die befreundete slovenische Bauerns aft, Dr. S ch u r b i auf den Obmann des Fest-EomitL'S, dessen Initiative wir das Monument danken, Jnfpector R a v e a u x feierte die Sänger-,Turn-,Schützen- und Feuer-wehrvereine. Herr W i t t h a l m gedachte des Erzherzogs Johann, Herr Sonnen-b e r g trank auf die deutschen Abgeordne-ten, Dr. Foregger auf die muthige liberal? Presse des Unterlandes, namentlich auf die „Cillier Zeitung" und den .Kmetski pri-jatel". Herr Lutz brachte sein Glas der studi-renden Jugend, Dr. Neckermaun toastirte weiterS auf die Städte Marburg, Pettau und Cilli und die mit ihnen festverbündeten Gcsin-nnngSgenoffen, die getreue» Märkte, Redacteur Bejozzi auf die anwesenden Abgeordneten na-mentlich auf Baron H a ck e l b e r g, der durch sein Erscheinen und noch mehr durch sein Verhalten bewiesen, daß auch die Deutschen einen mitfühlenden Adel besitzen, Professor L e w i t s ch-n i g g auf daS Zusammengehen der verschie-denen Corporationen. Zum Schlüsse unseres Berichtes über das denkwürdige Fest, das die kühnsten Erwartun-gen übertraf und in allen seinen Phase,» von rein patriotischem Geiste durchweht war und gewiß jedem Theilnehmer unvergeßlich bleiben wird, seien noch folgende Beglückwünschungs-Schreiben und Telegramme veröffentlicht: Durch Pflichten allgemeiner Natur hier zurückgehalten ist es mir leider unmöglich Ihrer werten Einladung zu folgen zu einem Feste, welches — der Vergangenheit zugewendet — einem edlen, deutschen Manne und Kaiser im Zeichen verehrungsvoller Dankbarkeit gewidmet, wie selbe in den Herzen von Millionen lebt; — zugleich aber auch ein Fest, um der Gegenwart ein leuchtendes Vorbild hinzustellen, wie edler deutscher Sinn segenvoll noch wirkt durch Jahrhunderte, endlich siegreich, wenn auch heute der Kampf noch widng und schwer ist. Treu und fest wollen wir zusammenstehen für deutsche Art und deutschen Geist — das heißt in Einem für Freiheit und Fortschritt. Mit Gruß und in gleichen Sinne mit Ihnen vereint Wien, am 27. October 1882. Heilsberg m. p, Verhindert am Feste persönlich theilnehmen zu können, übersende ich im Namen der Ver-tretung der Stadtgemeinde Windischgraz einen Kranz, welchen diese anläßlich der Monuments-Enthüllung des großen VolkskaiserS in Erfurcht niederlegt. Nachdem wir Windifchgrazer bei diesem An-laße unsern vollsten Simpathien für unsere Nach-Karstadt Cilli Ausdruck geben, betheuern wir, — stets und immer die tteuen Kameraden unserer gleich gesinnten deutschen Parteigenossen zu bleiben. Stadtgemeinde Windischgraz, 28. Octbr. 1882. Bürgermeister abwesend Adolf Bouvier, G.-Rth. Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank für die freundliche Erinnerung und in hohem Grade mich ehrende Einladung. Wenn mir's mein Leiden — ich mache meine gewöhnliche Herbstverschlimmerung durch — nur halbwegs gestattet, so komme ich. Sollte mir's nicht gegönnt sein, so mache ich von früh Morgens bis spät in die Nacht den Festtag der mir so tief in'S Herz gewach-senen Stadt Cilli im Geiste mit. Es ist ein Festtag Oesterreichs. Hoch lebe die wackere Bür-gerschaft, die in dieser Zeit der Unklarheit so richtig erkennt, daß das Wiedereinlenken in die Bahn, die der große Kaiser vorgezeichnet hat. das Heil unseres geliebten Baterlands bedeutet! Halten wir tapfer aus, und die heute unS nicht verstehen, werden Eines TageS uns danken. Genehmigen Sie die Versicherung vorzüg-lichster Hochachtung, mit der ich zeichne F. Carneri. Die Eröffnung der Schul? in Pickerndorf hindert mich leider an dem schönen Feste theil-zunehmen, welches die Stadt Cilli am nämlichen Tage begeht. Es tröstet mich dabei nur der Gedanke, daß mit der Eröffnung der genannten Schult eine That geschaffen ist, die den echten, tteuen Stempel des josefinischen Geistes trägt, jenes Geistes, vor dem heute sich Cilli'S wackere Bürgerschaft huldigend bengt. Seien Sie. hochgeehrter Herr Collega, überzeugt, daß ich in jedem andern Falle Ihrer freundlichen Einladung mit voller Sympathie gefolgt wäre. Ich versichere Sie, es wird mir stets warm ums Herz, wenn ich auch nur den Namen Cilli vernehme, denn der Klang dieses Namens bedeutet deutsche An und Treue. I o s e f s B i l d a u f dem B u r g p l a tz, Josefs Geist in den Herzen möge Cilli für alle Zukunft bleiben, was es uns längst war; an Oesterreichs Südgrenze eine starke Burg des Deutschthu ms und damit des Fortschritts. U n d w i e sich die Geschichte deS deutschen Cilli verknüpft niit den Erinner-ungen an das römische Celeja, so möge Cilli'S Bürgerschaft den Kampf für die deutsche Sache fortführen mit deutscher Kraft und altrömischer Würde. Der deutschen Bürgerschaft Cilli'S bringe ich an ihrem Ehrentage aus ganzem Herzen ein freudiges Hoch! Marburg, 28. October 1882. Anton Nagele. L a i b a ch. Herzlichen Gruß den versammelten Festgenosse»! Das Denkmal des großen Kaisers erinnere immerdar an ein einheitliches mächtiges Oesterreich, an deutschen Geist und deutsche Art. Deschmann, Schrey, Schaffer. L a i b a ch. Unsere Sympathien weilen bei Euch und nehmen Theil an Eurem deutschen Feste, welches dem Andenken des großen unver-geßlichen Kaiser Josef II. gewidmet ist. Wir wünschen der deutschen Sache Glück und Heil! Deutscher Turnverein Laibach. Leoben. Den deutschen Männern an der Sann, welche den Manen des erhabenen und unvergeßlichen Wohlthäters und Schätzers der Menschheit, des großen Kaisers Josef ll. in dankbarer Erinnerung deutscher Herzen an die Bezwingung der Knechtschaft und an die Schaf-fung von Freiheit und Licht ein würdig Denk mal von Erz und Stein d-r Nachwelt schufen, aus der urdeutschen Bergstadt Leoben ein hoch-begeistertes Glück auf! Diareck, Bürgermeister. Leoben. Den wackern Kämpfern an der Grenzniark deutscher Cultur Glückwunsch, deutschen Gruß und Handschlag von der Ortsgruppe des deutschen Schulvereins. Leoben. Wir beglückwünschen die Stadt Cilli zur erhebenden Feier deS heutigen TageS-unv bringen ein Hoch aus auf die wackeren Bewohner derselben, dieser deutschen Wacht an der Sann. Tischgesellschaft im Casino Leoben. V o i t S b e r g. Ein dreifaches Hoch dem Gelingen deS schönen Wirkens bringt in beson-derer Verehrung Ein Cillier. G r a z. Im Geiste bei dem erhebenden patriotischen Feste, sendet deutschen Gruß Der Grazer Männer-Gesang Verein. M a r b u r g. Durch Eröffnung der Pickern-dorfer, vom deutschen Schulvereine geförderten Schule am persönlichen Erscheinen gehindert, bringe ich meine wärmsten Sympathien den ver-sammelten Festgenossen und den Gesinnungen, welche dieselben vertreten. Dr. Duchatsch. Marburg. Die Ortsgruppe des deutschen SchulvereinS begrüßt durch ihren Vorstand die Festversammlung aufs herzlichste und lebhafteste. Die Schule war eine der ersten Herzenssorgen des edlen unvergeßlichen Volkskaisers. Indem wir für die Freiheit und Selbstständigkeit der Schule kämpfen, folgen wir am schönsten und kräftigsten seinen Intentionen. Das ReichSvolks-schnlgesetz sei das Banner, unter das wir uns stellen wollen freudigen Herzens und unwandel-baren Sinnes. Für den Vorstand der Ortsgruppe Professor Nagele. Marburg. Marburg's Turner grüßen mit kräftigem Gut Heil die Verehrer des un-vergeßlichen Kaisers, des Förderers deutschen SinneS, des unlösbaren Bandes unseres Vater-landes. Turnverein. G o n o b i tz. Zur Enthüllungsfeier des un-vergeßlichen Monarchen bringt die Gemeinde-Vertretung Gvnobitz den Festgenoffen und wacke-ren Cilliern ein dreimaliges Hoch! Die Gemeinde-Vorstehung. Windischgraz. Die Stadt Windisch» graz entbietet ihre Glückwünsche der Stadt Cilli zum ehernen Denkmale des erlauchten Deutschen und Volksbefreiers und den wackeren, that-kräftigen deutschen Männern zum Gelingen des hehren Werkes. Dr. Tomscheg, Bürgermeister, Windisch-Feistritz. Dank den Be-wohnern von Cilli für die That, welche heute zu Ehren des unsterblichen Kaisers Josef voll-zogen wird. Stadt Windisch-Feistritz. Windisch-LandSberg. Festgenoffen! Bei Enthüllung deS Kaiser Joses-DenkmaleS, de« Schätzers der Menschheit dreimaliges Hoch und Zustimmung von Gleichgesinnten aus Windisch-Landsberg. Drachenburg. Gemeinde - Vertretung Drachenburg bringt dem Andenken des unver-geßlichen Schätzers der Menschheit ein dreimaliges Hoch! Windisch-Feistritz. Die patriotische Erinnerungsfeier an Kaiser Josef begrüßen wir als ei .e dem FoUschritte, der Cultur dankbarst gebrachte Huldigung mit einem Glückauf aus vollem Herzen an Cilli und seine wackeren Be-wohner. LandwirthschastS-Filiale Windisch-Feistritz Vorstand Gottlieb Beyer. R o h i t s ch. Unsere herzlichen Grüße zu dem deutschen Feste! Nehmt zum Dank für die weihevollen Stunden die Kränze von Frauen-Hand gewunden für Josef, mit unseren Herzen allein, soll Ausdruck für unsere Gefühle sein! Für die Bewohner: Josef Sporn. Für den Männergefangverein: Holzinger. Für die Feuerwehr: Jelovsek. Pettau. Der Verein der freiwilligen Feuerwehr ist leider nicht in der angenehmen Lage an Euerem so schönen Feste theilnehmen zu können, kann aber nicht umhin, die Stadt Cilli zum heutigen Ehrentage herzlichst zu be-glückwünschen. Gut Heil! Hauptmann Kaiser. W i n d i s ch - F e i st r i tz. Bei hehrer Feier geistig anwesend! möge selbe allseits stärken die Ltebe zum Vaterland, Fortschritt, Freiheit, Gei» steslicht! Kräftiges Gut Heil! Feuerwehr-Verein: Baumannn, Hauptinann. G o u v b i tz. Die Festgenoffen und wackeren Cillier beglückwünscht die Fenerwehr Gvnobitz zur heutigen erhebenden Feier mit einem don-neruden Gut Heil! Der Vorstand. Bad Sauerbrunn. Geschäftlich ver-hindert dringen auf diesem Wege dem wackeren Comite Grüße und Zustimmung. Den vertretenen Feuerwehren und Gesinnungsgenossen dreimaliges Gut Heil! Donnerndes Prosit dem guten Ge-lingen unserer Sache. Für'S Feuerwehr-Commando: Miglitsch. Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kaufmann KSimon in Hamburg besonders aufmerksam. ES handelt sich hier um Original-Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Gewinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhafte Betheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch vorbenaniiteS Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.) — 6 — Ollen© Stelleu. ' ~ ~ Louis ßreslauer'sche Placirungs-Institut Admiralität-Strasse Nr.l, Hamburg-, Admiralität-Strasse Nr. 1, wird für STULLENSUGHENDE «ller Bmuelien nnsii Bote empfohlen. 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Seit 2 Monaten bin ich von einem Mngen-leiden gequält, und trotzdem ich verschiedene Mittel angewendet habe, war es mir nicht, möglich. mich zu heilen, aber kaum nachdem ich 0 Flaschen Dr. Kosa's Lehen.'halsam genommen habe, bin ich gänzlich hergestellt, weshalb ich es als meine Pflicht betra, htc, diesen Balsam jeder Person, die das Unglück hat. magenleidend zu sein, warm zu empfehlen. Mit besonderer Achtung Luigi Pippan, Kaufmann in Triest. W^rnnnnY 1 ln unliebsamen Missverständ-»U »» »lUIiy • nis-en vorzubeugen, ersuche die P. T. Herren Abnehmer überall ausdrücklich: Dr Rosa« l.rhenshiilsuni aus B. Fragner't Apotheke in Prag zu verlangen, denn ich habe die Wahrnehmung gemacht, dass Abnehmern an manchen Ort-n. wenn selbe ein» Inch Lebensbalsam und nicht ausdrücklich Dr. Rota't Lcbentbaltam verlangen, eine beliebige nichts wirkenZ u In den unten angeführten Depots. Cilli: Apotheke ,.Baumbach"; J. Kupferschmied, Apoth. Ornat: J. Purgleitner. Apoth., Job. Eichler, Apoth.; Wend. v, Trnkotzy, Apoth.; Adolf Jukii, Apoth; Ant. Nedwcd, Apoth zum Mohren; liich. Hanzlik, Apoth.; Dr. A. Wunder, Apoth.; Anton Reichet. Apoth.; Fr. X. Gsehihay. Apotheke der barmherzigen Brüder; Admoiit: U. Seherl, Apoth.; Deutsch Lindsberg: H. Möller. Apoth.; Feldbach: J. Kocnig. Apoth.; tionohitz; J. Pospisil. Apoth.: Leilmitx.: Ottmar Kusslieiui, Apoth.: Leoben: Karl Filipek, Apoth.; Marburg: Wenzl Konig, Apoth; J. d. Bancalari. Apoth.; Jos. Nohs, Apoth.; 3Iiirzzuschlag: .1. Dnnzer; Pettau: Tg. Betabalk, Apot . z. gold. Hirschen; Hugo Eliusch, Apoth.; Kadkersburg. C. Andrien, Apoth.; Rottenmann: Fr. Xav Illing. Apoth.: Stainz: V. Tiiuouhe , Apoth.; Wildon : Otto Schwarzl, Apoth.; AVindischgratz: G. Kor-dik, Apoth, Kiimmtlirh* Apntliekeu In Oesterreich, sowie die meisten Material-Handlangen httira Depots dieses Lebeasbalsam». Daselbst L2 Gew. a M. 20.000 1073 Gew. ä M. 500 2 Gew. ä M. 15 000 27069 Gew. ä M. 145 1 Gew. a M. 12 000 18.136 Gewinne äM. 300. *Jt Gew. ä M. 10000 20!). 150, 124, 100, 94. 3 Gew. a >L 8000 67. 50. 40, 20. Von diesen Gewinnet gelangen in erster Classe •1000 im Gesatumtbetrage von M. 116.000 zur Ver-loosnng. , Die Gewinnziehungen sind planmässig amtlich festgestellt. Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate garantirten Geldvcrloosung kostet 1 ganze» Orig.-Loos nur M. 6 oder fl. 3'/t 0. B.-N. 1 halbes „ h > ■' ,i ,.1 ^ ,, 1 viertel „ „ „ l'/i „ 00 kr. Aile Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Potteinxahlung oder Nachnahme des Betraget mit der grössten Sorgfalt ausgeführt und erhält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen Original-Loate selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis beigefügt, uns welchen sowohl die Eintheilung der Gewinne auf die resp. Classen, als auch die betreffenden Einlagen zu ersehen sind und senden wir nach jeder Ziehung unseren Interessenten an-aufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan franeo im Voraus zur Einsichtnahme und erklären uns ferner bereit bei Nicht-Convenienz die Loose gegen Rückzahlung des Betrages vor der Ziehung zurückzunehmen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt planmässig prompt iin/er Staats-Garantie. UnseTe Collecte war stets vom Glücke besonders begünstigt und haben wir unseren Interessenten oftmals nie grössten Treffer ausbezahlt, u. A. solche von Mark 250,000. 100,000. «0,000. 60,000, 40.000 etc. Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der MOtrn RrmIm gegründeten Uttiemehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um ulle Auftrüge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst u. jedenfalls vor dem 15 1%o-trmlirr <1. J, zukommen zn lassen. 547—19 Kaufmann & Simon, Rank- und Wechsel-Geschäft in Hamburg, P. 8. Wir danken hierdurch für das un* seither ge-schenkt« Vertrauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheiligung einladen, werden wir uns auch fernerhin bcMreben, durch stets prompte und re«l« Bediennng die volle Zufriedenheit unnerer geehrten Interessenten su erlangen. I>. O. in Ylsilkarlen der Buchdruckerei Rakusch, Cilli. Das bekannte nnd beliebte (früher von Herrn Roh. Jud in Cilli verkaufte) welches von der Fabrik rhenilsrher Produkte in llra«tniffir unter der Controlle der k. k. Finanz» behörde erzeugt wird, und von der k. k. landwirth-schaftl. chemischen Versuchsstation in Wien untersucht wurde, ffelatifßtM'ieder zutu Verkauf. Lager bei Daniel Rakusch in Cilli. Abgabe nicht unter 50 Kilogramm. Princessen - Wasser von August Renard in Paris. Dieses rühmlichst bekannt« Waschwasser gibt der Haut ihre jugendliche Frische wieder, macht Gesicht, II ils und Hände blendend weiss, weich nnd zart, wirkt kühlend und erfrischend wie kein anderes Mitt l; entfernt alle Hautausschläge, Sommersprossen u. Falten u. erhält den Teint u. eine zarte Hait bis in's späte Alter. Per Flasche sammt Gebrauchsanweisung ä 84 kr. ö. W. Princessen-Seife. Diese durch ihre Milde, selbst für die zarteste Haut wohlthätig wirkende Seile per Stück nebst Gebrauchsanweisung 35 kr. österr. Währ. Die beiden durch ihre Solidität so beliebt gewordenen Präparate sind allein echt zu haben bei A. Baumbach's Erben, Apotheke, CIIJLL Z. 3058. 584—3 Oirt. Vom f. k. Bezirksgerichte Franz wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des M. E d l i tz durch Herrn Dr. R i n t c 11 it in Graz die executwe Versteigerung der dem Hrn. E. I. S e e d e r, Sägewerkbesitzer in Hei-lenstein gehörigen, mit exekutivem Pfandrechte belegte», gerichtlich auf 2503 fl. 1 l kr. geschätz« ten Fährnisse als: Hiilz-Schiebkarren, Eisenvor-räthe. Haus.Zimmer-Einrichtung, Schmiedewerk« zeug u. s. w. bewilliget zur Vornahme derselben 2 Tagsatzungen auf 28. November und 7. December 188-2 jedesmal von 9 bis 12 Uhr Vormittags, wenn erforderlich auch von 2 bis 5 Uhr Nachmittags am Wohnorte des Erckuten in Heilenstein mit dem Beisatze bestimmt worden, daß die Pfandstncke bei der ersten Feilbietung nur um oder über den Schätzungswerth, bei der zweiten Feilbittung aber auch unter demselben gegen sogleich« Bezahlung und Wegschassung hintangegeben werden. K. k. Bezirksgericht Franz, am 17. October 1882. Der ft. ß. Wezirksrichter. Authentische , »ar-w' Soeben erschienen: Das Buch der' Alfred Schönwald s Theiss-Lose.... 10 fl. Bereits erschienen: Das Buch der Wr. Gommunal-Lose . 8 fl. Rudolf-Lose. . . . 8 fl. !. Credit-Lose . . . . 10 fl. 4° o Bodencredit-Lose . 10 fl. Prospecte gratis — Prob .bQcher auf Wunsch zur Ansicht. Bestellungen werden erbeten an die Expedition Wien, I., Bauernmarkt 7. Anerkannt vorzüglichste und billigste Los-Nachschlagbücher ! — 8 — KAISER JOSEF-DENKMAL. Forderungen für geleistete Arbeiten wollen bis längstens Donnerstag, den 2. November d. J. zur Anmeldung gebracht werden. Später einlangende Rechnungen oder Ansprüche könnten nicht mehr berücksichtigt werden, weil das Comite mit dem genannten Termine Das Finanz-Comite. Tlirkenberffer Most, sehr »Qs«. der Liter 32 kr., lH0M>r FlnftrlM'iiwt'iii, grosse Bouteillo 70 kr. 1879er schwarzer Sanritscher, Liter 40 kr. lMTO«>r NaiiritHCher. der Liter 40 kr. l*«Oer l »tercolosto> der Liter 32 kr. iNMlcr l'ufercoloiier, der Liter 28 kr. JKlffcn Im ii-TI owt. i der Litd 20 kr. im A u m m c li u u k n bei E. Faniii^cr. Cilli-, 11 Hll|lt |»lltt£. 591—1 Z. 3213. Bekanntmachung. Das Königs. Aezirksgerichl i» Ktanjec bei ZSise? gib« hiemit bekannt, daß es Hinsicht-lich des AescheidtS der königl. Gerichts-Tafel in Warasdin vom 30. September 1882, Z. 2573 civ. zur öffentlichen Äersteigermig der gerichtlich beschriebenen und auf 1520 fl. 15 kr. geschätzten Fahrnisse der ConcurS-Massa der Handels-Firma ^»ainlchul & Homp. beit| Ter. min auf den 29. November f. A. festgesetzt hat. Die Fährnisse werden dem Meistbietenden um baares Geld auch unter dem Schätzungs-werthe verkauft. 592—l Pas Königt. Mezirks-Äericht Ktanjec, ant 25. Aerober 1882. Der königl. Bezirksrichter. Tapeten iifurRttr C.nttiiiicr in stylvollen, Blumen und orientalischen Dessins, ron den einfachsten bis elegantesten, in Naturell, Glanz, matt, Gold, Velour. Leder-und Stoff-Imitationen mit passenden Plafonds, und allen nöthigen Decorations-Gegenständen in grösster Auswahl zu streng reellen Fabrikspreisen bei | iil L t pr. Mibe! Stoss- & TeppiGhfatrils-Niederlace Herrengasse, Landhaus. NB. 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Eigenthum, Druck nnd Verlag von Johann Kakum-h in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max ßeaozzi.