Nr. 212. Freitag, 17. September 1909. 128. Jahrgang. Mtmcher Zeitma PrännmerattonSpriiS: M>< PoNvrrsrnbuiin: nanzjähriq 30 li. halbjährin 15«, Im »vntor: ssanziährif, «X. halbjuhria n K, ssül die huslsllunn ,»« Hnus l,c>nzjäl,ri« 2 li. - Insertlonsgebühr: ssNr llrioc Injeratt b>« ,!! < »eilen 50 l,, arvkcle ftor ^rilr lü l,; bei öfteren W>ederh°l»nn!>!! pi-r Zeile «»,. Dir »Lailmcher Zeitu»»» erschrint lüsslick, ml! Ai>ilnal,m<> di-r Sonn und Heisliays, T:e Ädministllltion brftüdet sich Mllouiösllake Nr 2«: die Mldattion MillozicNiahe Nr, 20, Epreäiftüübe» der Medallion lwn 8 bie lO Uhr vormiOani«, Unsranlirr tembrr 1ij<^ ,^s. ^),l) ^„^^ ^. Wl'itt'rurrbreitunn folq^uder ^rrhcr^ussnissl' verboten: Nr. Ä)5 «Ostdeutsche Rundschan, uom 8. September 1909. Nr, W5 .Viecon8 v /i/.llov^. "»lcilrim I«'.r(I Dndrovninv. ^ä.kl8 I.ist)" (?lbe»dausgabc) uom 9. Sep< tembcr U)0!>. Nr. 17 «/^,»z »l^tnicl! /ii/eliett» vom 10. Sept. 1909. Nr, 5> ,i„d ti «I'o/äl-uv /c, l>tär6 vlu»<>» von, 5, Sep> tcmber 1909, Nr. 18 19 «lutil»!» I'r-ll.»,' uom 10. September 1909. Nr. 3tt «8t.r^ I^ill," vom U). Septeniber 1909. Nr. 205 «Deutsches Voltsblatt» vom 7, September 1909. Nr. 18 I«t,ui'» vom 10. September 190!). Nr. ''»«<. l^vc,. vom 10. September 190!». Nr. 104 ..Freiheit» vom 7. September 1909. Nr. 37 «Oeull^ ^'»p»,.!» vom «September 1W9. Nr. 37 «1'i»ook^ Xi-us^ vom 1l. September 190!». Nr. 38 .^lnrllv'8llv .li'li» vom 10. September 1909. Nichtamtlicher Heil. Griechenland. Aus Alhen wird über die Kundgebungen der ^'völterung, die anläßlich dcr ^ldn'ist- dcs Kron-pl>nz>.'n Konstsinliü inich dem ^luslnlidc stlillslindoil, dl'richtrt: In Pliilonpriii,z, alö cv ^»s dciil Vnhnhofc rinlms, lwn l'incr dichlcn Volt^ ^^o stürmisch mil dcm Rufen dcqrus^: „(55 k'bc dcr Kronprinz! Hoch der Oderlommandnnt des Hccrcs! Er soll bei uns dlfibm! Vr soll nicht sori-lU'hcn! Wir werden Dich nicht im Stiche lassen!" Vor dem Hoiel, in dem der Kronprinz libstie^ er-nenerten fid) die Ovationen der Bevölkerung. Ter Kronprinz erschien schließlich auf dein Ballon und danlle für den (impsana,, der Balsam in sein Herz qeiräufelt hade. Wenn ein Teil des Ttaatswesens oder der (Gesellschaft sich in üblen Umständen befinde, so zeiqe sich. das', der >iöniq auf sein Volk verlrauen dürfe. Er, der.Kronprinz, habe seinerzeit in Volo ssesaql, >töniq und Volk seien Eins. Die Volksmenge erwiderte diese Worte mit stürmischen Hochrufen auf den Könia, und den Kronprinzen. Der Kronprinz soll später geäußert haben, dast, da5 Voll durch seine Haltung ihm habe (^erechlissleit widerfahren lassen. Denn er habe niemanden je ein Unrecht zufügen wollen, niemals (Günstlinge gehabt und stets nur das Interesse von Voll uud Heer im Auge beHallen. In Korsu, wo der Kronprinz am folgenden Tage landele und wo sich i'.nler anderen Theototis und der Bürgermeister Nollas zu seiner Begrüßung eingefunden hatten, fanden gleichfalls Sympathiekundgebungen der Bevöllerung stall. Bürgermeister Nollas sagte in seiner Ansprache, daß er diesmal ganz besondere Freude empfinde, dem Kronprinzen namens der Bevöllerung Korsus ohne Unterschied der Parteistellunss den Ausdruck der Liebe und Dantbarkcit entgegenbringen zu dürfen, welche die Korfioten fowohl für den König fühlen, der unermüdlich bis zur Stunde für dav Valerland tätig fei, als für den Thronfolger, der unablässig für das Hccr und dessen Reformen seine Bemühungen eingeseht habe. Auf dem Wege zum Schlosse begab sich der Kronprinz in die Kirche des heiligen Tpl)ridion, wo die Bevölkerung nachdrängle und dem Kronprinzen die Hände lünle. Der Kronprinz weinte vor Rührung. Das Voll rief: „Bleib bei uns!" „Es lebe der Reorganisator des Heeres!" Vom Ballon des königlichen Schlosses erwiderte später der Kronprinz auf die erneuten Sympalhielundgebungen der Bevölkerung: Die herzlichen Kundgebungen der Liebe des lorfiotischen Volles hätten ihn aufs liefftc bewegt. Wie in Palras erkläre er auch hier, daß der König sich auf die Liebe des Volles sti'chen lönne und daß diese wechselseilige Liebe dem Vnlerlande und dem Volle zum Besten gereicheil werde. Der Kronprinz schloß mit einem Hoch auf den Königs das griechische Volt und die Bevölkerung von Korfu. Rußland. Das russische Laudwirtschaftsministerium wird im Herbste in der Reichsduma einen (Gesetzentwurf einbringen, welcher die (Gründung einer Agrilullur-banl bezweckt, oereu Hauptausgabe darin bestehen soll, die (Grundbesitzer durch Darlehen in die Lage zu versetzen, die Prooultivilät der Landwirtschaft und der mit ihr zusammenhängenden Erwerbszweige zu steigern. Diese Darlehen sollen unmittelbar von der Banl und durch Vermittlung der Landschaften, Landwirtschaftstorporationen uud Kleinkredilcinstal-len ersolgen, denen zu diesem Behufe Kredite er-öffuet werden. Die Landschaften sollen den Kredit zum Verkaufe landwirtschaftlicher (Geräte und Maschinen sowie anderer in der Landwirtschaft erforderlichen Gegenstände aus ihren Lagerhäusern gegen Teilzahlungen verwenden. Die von der Bank selbst verabfolgten Darlehen sind durch Verpfändung unbeweglichen oder beweglichen Vermögens sowie auch durch persönliche Verpflichtungen sicherzustellen- im letzteren ^alle würden höchstens 5><»l» Rubel an eine Person und nur aus ein Jahr ausgeliehen. Die durch bewegliches Vermögen sichergestellten Darlehen gelten ebenfalls nur für ein Jahr, werden ie- Feuilleton. Schuld hat keiner! Hmnoresle lwu ^l.'c, M. T'tosch, ^il' silberne Hochzeitsgesellschaft war vollzählig " mnmelt — bis auf Taute Amalie. Wo nur Tante . ' '"lie blieb? Nervös zerrte die Hau5frau und Til> ""naul au ihrem Tpitzenlüchlein: Der Puler "Mit an. Ungeduldig trat der Hausherr von einem Mlj; auf den anderen: Die festgesetzte Dinerstunde "l gekommen, und man halle noch nicht einmal ,'l den unvermeidlichen Deklamationen beginnen !),,/'/ "ul welchen die sonst nicht unerwünschten lgedinde nuu einmal gewürzl werden mußten. ,5 "^bith!" rief die korpnlenle Jubilarin endlich, ',^'oith!" < Die elfjährige sichle im weißen Kleide mit Nl ^'" Lockenfülle aufgeplusterlen spärlichen ^wndlMl, lam herbeigesprungen. „Ja. Tante Elsa! ""' Ul) aufsagen?" Schon knickst die Kleine. „^ein, nein," wehrte die Gefeierte erschrocken. "I ""läge mir, Kind, du hast doch alle Eiuladun--un richtig in den Briefkasten gesteckt?" "Natürlich, Tante!" ^... '^"d uiemaud vergessen aus der Liste, die ^l'lel dir gab?" .Ich habe," sprach die Kleine mit Wichtigkeit uo »ah sich um, ob man ihr auch zuhöre, „alle d. >>!' "^ der Liste auf die Kuverts geschrieben. gedruckten schönen >ianen hineingesteckt, zu- Kasten^ ^"ck "" ""Ms'ebl »nd die Briefe in den „Den tin Großtante Amalie auch?" .Großtante Amalie war nicht dabei." d„ ^"'^"^^.^..... war nicht dabei? Dann hast d" die Liste nicht ordentlich angesehen." „Hu — hu ^ hu — ich habe sie angesehen, ich kann nichts dafür." „Liebe Elsa," mischte sich die Schwägerin de5 Jubelpaares und Mutter hes kleiuen Mädchens Pikiert ein, „Edith ist sehr gewissenhaft, das steht auf allen ihren Zeugnissen." „Dann war sie diesmal aber doch fludderig." Erregt rief es die Silberbraut, während die Schwa-gerin achfelzuckend das heflig weiuende >t,nd an die Hand nahm und im Nebenzimmer verschwand. „Adolf, Adolf," rief die Hausfrau, „hast du gehört?" „Ja," lam es gepreßt aus der Kehle des eng« brüstigen Jubelbräuiigams. „Du mußl sofort einen Wagen nehmen, Adolf, zur Tante Amalie fahren..." „Ich felbst — im ^rack . . .?" „Mann. denle doch an die Erbschaft," raunle ihm zürnend die weitblickende Gattin zu. Lallt fuhr sie etwas sanfter fort: „Natürlich du selbst, lieber Adolf. Es handelt sich um deine leibliche Tanle, eine alte Dame. die wir hoch verehren, ohne die uuser ^est lein Aest ist. Edith hat ein unverantwortliches Versehen begangen. Du mußt der Tante das vorstellen, mußt ihr sagen . . ." Es folgte wörtlich die von ihm zu hallende Entschuldigungsrede. Ein und eine halbe Stunde später hielt der ansgesandie Wagen wieder vor der Haustür. Gleich darauf komplimentierte Adolf mit zahllosen Bücklingen die schwarzseidene Erbtante ins Zimmer. „Liebe Elsa," begann sie nach der ersten Begrüßung, „ich muß sagen, daß ich erst wirklich nicht lommen wollte. Euer Versehen . . ." „Edith — Edith hat's gelan, verehrieste Tante." „Nun, Euch trifft die Verantwortung." „Tante Elsa - seh mal!" schrie in diesem Augenblick die arg beschuldigte lleiue Nichte und stürzte, einen weißen Bogen über dem Lockenkopf schwin- gend, auf die Gruppe zu. „Sieh mal. hier ist die Einladung5liste und Großlanle Amalie steht wirtlich nichl darin." Laut knisterte und rauschte das Tchwarzseidene. Jäh wandte Fräulein Amalie sich herum. „Was sagst du, Kind? — Gib her." „Ich kann also wirklich nichts dafür," triumphierte die Kleine lind übereichte mit Hochgefühl der puierrolen Großtante die Liste. Das Silberbrautpaar erbebte, die Schwägerin lächelte malitiös und die Gäste starrten sensationslüstern auf die Großtante, ihr Lorgnon und den verhängnisvollen Bogen in ihrer Hand. Die Si-lualion war hochtritisch. „Wer hat die Liste gemnchl?" hauchte die Plötzlich ganz matt dreinschauende ^-rau Elsa und starrte, Rellung heischend, auf ihren Gatten. „Du doch, Adolf?" „Nur einen Teil, nur einen Teil, liebe Elsa," stammelte dieser. Tame Amalie halle die Namenreihen durchflogen und ließ das Blatt und die Lorgnette sinken. „Ich stehe wirklich nicht darin," sprach sie langsam, mit vernichtender Schärfe und ließ die funkelnden Augeu von einem zum anderen gleiten. Dann wandte sie sich mit hoheitsvoller Miene zui ^ur. Anf einen hastigen Wink der Hausfrau zwar legte ihr iubilierender Neffe mit TodesverackMng die Hand auf die Klinke, die Taute somtt noch zum Verweilen nötigend. Frau Elsa, abwedelnd bleich und rot werdend, stieß hervor: „Teuerste Tante, em Irrtum, wahrhaftig, ein Irrtum." Uud zum Ehegatten gewendei mil wieder energischerem Ton: „Nur einen Teil, sagtest du, aber Adolf, wer hat die Liste denn fertig gemachl?" „Das mußt du doch wissen, liebste Elsa, du hast sie mir weggenommen. Ich kann wirklich nichts dafür," wehrte sich der Angegriffene. (Schluß solgt.) Laibacher Zeitung Rr. 212. 1898 17. September 1909, doch auf 100»» Rudel erhöht, während die durch eine Hlipothekenbank auf unbeweglichen Besitz sichergestellte Anleihe auf acht Jahre und ein Fünftel des Schätzungswertes des belehnten Objektes ausgedehnt werdeit kann. Tas Projekt des Mitgliedes des Reichsrates W. M. Andrejevstii, betreffend die Einführung des neuen Kalenderstils in Rußland, soll in einer der ersten Titzungen des Reichsrates wieder behandelt wcrden. Tie Proposition hat, nach der „Petersburger Zeitung", in beiden gesetzgebendeit Kani-lnern viel Beifall gefunden. Tcr Preiliierininister Siolypin soll sich nach der genannten Quelle zu dem Projekte sehr wohlwollend verhalten; die Initiative zur Durchführung haben Graf Witte und Jermolov auf sich genommen. Tie Industriellen, hauptsächlich das Politische Element, versprechen, ihr Möglichstes zu tun, um für die Einführung des neuen ^tils Propaganda zu machen. Von sachkundiger Seite wird darauf hingewiesen, daß im Interesse der ausländischen Beziehungen die rasche Turchführung sehr erwünscht sei. Tie Aussichten auf ein günstiges Re-sulial seien jetzt um so mehr gestiegen, als Andre-jevskij wieder zum Mitglied des Rcichsrates auf weitere drei Jahre gewählt worden sei. Politische Ueberttcht. Laib ach, 1<> September. Gegenüber der Belgrader Meldung, das', der österreichisch-ungarische Gesandte Graf Forgach nach Wien abgereist sei. um dem Minister des Äußern über die dynasticfeindliche Agitation in Tcrbicn zu bericdlen, stellt die „Budapcstcr Korresponoeuz"^auf Grund einer kompetenten Mitteilung fest, das; For-gach bereits ant 29. Juni einen dreimonatigen Urlaub angetreten hat. Es entfallen daher alle an die angebliche Wiener Reise geknüpften Kommen-tare. Räch einer Mitteilung der ,.M. R. R." hat die besondere .Commission, die im deutschen Ncichsjustiz-amtc zur allgemeinen Turchsuln des Strafgesetzbuches eingesetzt war, nach jahrelangen eingehenden Beratungen den Entwurf eines neuen Ttrafgejch-buchcs nebst Begründung fertiggestellt. Tcr Entwurf soll noch im Laufe dieses Herbstes amtlich bekanntgegeben und damit zur öffentlichen Kritik gcftellt werden, Auf Grund der Krilil wird dann der Entwurf einer Durchsicht unterzogen und an den Bundesrat gebracht, jedoch dem Reichstage in dieser Legislaturperiode nicht mehr vorgelegt werden. Tas von der türkischen Kammer und dein Senate genehmigte und durch eineil kaiserlichen Irade sanktionierte Budget für das Jahr N'.2!> (vom 14. März IWli bis l4. Februar !910) weist eine - Gesamtsumme der Einnahmen von 25,078.962 Pfund und eine Gesamtsumme der Ausgaben von .'!>»,',.')9..')4.', türkischen Pfund auf. ^.as unbedeckte Tefizit für das Jahr 1^25 beträgt demnach -l.4l)0.')^'i türkische Pfund. Bei der Herstellung des Voranschlages für die Einnahmen wurde nut wenigen Ausnahmen das Mittel der Einnahmen der vorausgegangenen fünf Jahre gezogen, und zwar weil der größte Teil der Einnahmsquellcn des Staates aus den direkten Steuern beruht, deren Er-lrag in großem Maße von der Fülle oder dem Mißraten der Ernte abhängt. Tie direkten Abgaben bilden jetzt mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen des Staates. Die Ausgaben für das Jahr 1'')24 stellten sich um ungefähr 2:5 Millionen niedriger als die Ausgaben des laufenden Jahres. Ungeachtet der Ersparungen, die durch die Außerdienststellung von Beamten aller Kategorien erzielt wurden, sind die Ausgaben fortwährend im Wachsen. Einige Zweige der Staatsverwaltung erforderten dringend eine Vermehrung der Auslagen, so namentlich Straßenbau. Unterricht, Post und Telegraph, Kriegsmiuisterium, Polizei usw. Es ist übrigens, nach der „P. K." mit Sicherheit vorauszusehen, daß auch die Einnahmen wachsen werden, da in den ersten vier Monaten des Finanzjahres I.".25, die Steuereingänge sehr beträchtlich gestiegen sind. Ter in Genf jagende jungägyptische Kongreß hat an das britische Parlament ein Telegramm gerichtet des Inhalts, das Parlament möge dafür sorgen, daß die britische Armee Ägypten räume. England erfülle damit nur ein von Gladstone gegebenes Versprechen. Ein weiteres Telegramm wurde von dein .Kongreß an Hilma Pascha nach Konstantinopcl gesendet und dieser ersucht, seinen Einfluß auf England dahin geltend zu machen, daß Ägypten geräumt würde. - Aus Kairo wird gemeldet, daß sich am siebeliundzwanzigsten Jahrestag der britischen Okkupation etwa lililX) Personen zu einer Protestvcr-sammlung vereinigten, die eine Depesche alt den englischen Premierminister richtete mit dem Inhalt, das ägyptische Voll zähle mit Sicherheit auf das feierliche Versprechen Englands und rechne damit, daß das Land endlich an seine Eigen!inner zurückgegeben werde. Aus Eharbin wird gemeldet, in Peking habe eilte geheime Konferenz über eine Reform der chinesischen flotte statlgefuuden. In Sanwei werden fünf Kreuzer und 50 Torpedoboote gebaut. Tic chinesische Regierung habe beschlossen, die allgemeine Wehrpflicht durchzuführen, .'l.'» neue Tiviswnen sollen gebildet werden. Alt der russischen Grenze werdeil die Garnisonen verstärkt und die Grenzorte belustigt._________________________________^ Tagesueuigleiten. — sDer Ursprung dco türkischen Halvmonbeü.j Ter Halbmond ist so sehr zum Wahrzeichen des türkischen Islam geworden, das; man ohne weiteres geneigt ist, ihn sin das Crgebnis einer urallen Cille z» halten. Professor Ridgeway aber hat im Journal des Anthlc». pologischen Instituts von Großbritannien, dessen der» .'.eiliger Prästden.l er ist, den Nachweis geführt, daß der Halbmond durchaus nicht ein alles mohainmedanisches Symbol gewesen ist. Er war anch den Arabern und anderen Böllern, die »rspriinglich der Lehre des Pro» pheten anhingen, unbekannt. Ebenso wenig führten ihn die Sarazenen, die gegen die europäischen Kreuzritter im heiligen Lande kämpften. Erst, nachdem die Osmanli» Türken, vu» denen noch heule die Türkei als das osma» »ische Reich bezeichnet wird, den Schanvlcw der Well» geschichle betreten hatten, wurde der Halbmond zum Wahrzeichen des Islam erhoben. Zur Zeit der Kreuz» ziige nnd schon lange zuvor war höchstwahrscheinlich oer Halbmond in ^erliindung mil dem Stern das gewöhn-liche Abzeichen von Byzanz l^vnstantinovel) nnd seiner Baiser gewesen. Tie Frage bleibt nun zu lösen, woher der Halbmond stammen mag. Prose>sor Ridgeway meint, daß er nichl nnmiltelbar ein Abzeichen des Mondes sein sollte, sondern auf eiu alles Amnlet! aus einem halbmondförmig gekrümmten Värenzahn zurück» znsühren ist. Solche Amulette, die oft anch ans zwei Bärenzähnen bestanden, fanden die Osmanen liberal! in ihrem neuen Reich vor, nnd sie wurden von ihne» möglicherweise als Urbild für Halbmond und Stern genommen. Es soll dabei nichl gelengnet werden, das; auch schon von den Psahlbaueru der Schweiz ähnliche Tarstellungen des Mondes verehrt nnd daß anch z" anderen Zeiten nnd in anderen Gegenden die Bären» zahne wegen ihrer ^orm mit dem zunehmenden Mond verglichen wurden. Ein derartiger Schmuck ans Bären» zahnen lieg! in den Ausgrabungen aus alter Zeit an der Donau nnd sogar von Sparta vor, nnd damit ist der Nachweis erbracht worden, daß dieser Branch in ein hohes Aller zurückreicht. Die Türken übernahmen ih» wahrscheinlich, als sie ihre erste Bekanntschaft mit den Bären machten. — <(3in Meisterstück der Polizei.j Ein lrimina» lislisches Meisterstück hat, nach der „B. Z.", anscheinend die Pariser Sicherheitspolizei vollbracht. Vor einigen Monaten wurde,',n Paris ein Engländer, angel'lich ein Advokat, in seiner Wohnung durch Nevoloerschüsse ge-li,'>le> anfgefnnden. ^>n oer Wohnung des ^mordeten fand man als einzigen Anhallspunkl eiuen offenbar von dem Mörder herrührende»' Anzng, den dieser gegen einen Anzug des Ermordeten nmgelauschl hatte. Nach monalelangen Bemühnngen war es der Polizei gelim» gen, die Fabrik ausfindig zu machen, in ».'elcher das ansgefundene Salto angefertigt wnrde. Die Fabrik be» findet sich in Belgien; ans Ansuchen nannte sie ihre Kunde», denen sie von dem betreffenden Stoffe geliefert hatte, und unter diesen befand sich ein Schneider in der Nähe von Brüssel. Dieser Schneider gab an, daß er einen solchen Anzng vor vielen Jahren sür einen in den Diensteil des Prinzen Chimay stehenden Mann an» gefertigt hatte, der aber inzwischen von Brüssel nach Buenos Aires ausgewandert war. Aus polizeiliches An> suche» ermittelte» die Behörden den betreffenden Mann i» Buenos Aires, und dieser gab an, er habe den Sakko« anzng einem armen Teufel, einem ^andsmann namens (5nockaerl aus Mitleid geschenkt, Er habe anch de>" Enockaerl Geldmittel znr Heimfahrt nach Belgien zur Verfügung gestellt. Die belgische Polizei forschte dann Weiler nach dem Aufenthalt Enockaerts, und man fand Hirkuöleutc. Roman von Karl Muusman«. Emzige autonsiertc Übersetzung. (2. Fortsetzung.) Flachdruck nn Bravanl, >vo l'r als ehemaliger Deserteur eine z>veijahrige Strafe oerbüßl. Cinem langen Verhör nnlerzogen, gestand Cnockaen ei», daß er tatsächlich der Mörder des' Advo-saien sei. — ie Sonnlagsjäger darin, auf jeden 7vall mil Beule hc'imznkehre». Jüngst lain >>»» ein solcher Nimrod stolz cm das ^allauU der Heilnalstadt, naclidem er den ganzen "'ag die Tierwell der Umgegend in Schrecken verseil halle. Cr gibt an, das; er in seinem Jagdfack zwei Hasen Wt und verzollt sie. Aber sein Begleiler, der ein weuig zuriiclqebliebeil ist, sliislert dein Zollbeamten ins Ohr-»Cr hat drei Hasen mit." Der Beainle ries nnn den >viger zurück und forderte ihn ans, seinen Jagdsacl "nfzumachen. Dem liengierige» Blick bietet sich aber nur ''7 eine Menge allen '^eitnngspapiers dar. „Cnlfchnl. d'gen Sie," sagl der Beamle ironisch, und der Unglück-llche, der nmso>,sl zwei Hasen verzolll Hal, zieht ge. Ickilagen ab, ivährend die Gescl,icl)le natürlich wie ein ^anfsener dnrch die ganze Slad! gehl nnd überall Stoss .'»>» ^acl>en gibt. ^ lDns Monte Carlo der Chiuesln.j Die Chinesen stud leidenschaftliche Spieler, aber nicht nnr in ihren '^'imalslädle» genießen sie die Freuden nnd beiden des ^pi>'Ies- sie haben ihr regelrechtes Monle Carlo, wo '^>ese>wermügrn verloren nnd gelvon>,en werden. In scharen ziehen die Spiellustigen nach Macao, der Hong. l'>>g benachbarten lleineu porlngiesische» Kolonie, »in h>er d^ie Aufregnngen des „Baeonan" durchzukosten, ^as Spiel isl einfach: Ans einen Tisch wird ein Hansen von Münze» geworfen. Mit einein kleinen Stocke enl-ll'lnt nun der Croupier oie Münzeii, immer vier ans "Mim!, ^nni Schlüsse bleiben enlN'eder vier oder weni° sll'r Münzen znriick. Die Anzahl der znrüclgebliebenen Miinzen ist die gewinnende ^iahl. Eine ^1,'eihe von Spiel-"Ueu isl eingeführt, >oo man gerade fahlen oder nn° gerade spiell, vertikal oder horizontal, anch zusammen 'langende ^)ahlen. Niesensnminen werden oft nmgesetzl, ,'»»r Freude der portngiesischen Behörden, die dnrch eine hohe Steuer ans der Cpiellvnl der Chinesen alljährlich "nen hiibsche» Neiugewinn erzielen. ^ iDas höchste Telephon der Wcltj isl diesertage dem Netrieb übergeben worden. Cs handelt sich nm ^uen Fernsprecher, der ans der Gnisetli.Spitze des '-'lonte Nosa, also in einer Höhe von 45)00 Metern an-^bracht wnrde nnd der mit anderen Apparaten in der Capanua Guiselli >.A>5i<» Meter), in den, wissenschasl. l'chen Institut Mosso ans dem Colle dOIe» >295)<> Dieter) sowie „,>t dem Dörfchen Alag>,a in Verbindung Ncht. Dem ehemaligen UnlerslaalSselreiär sür Post-lveen, Senalor Nertelli, gebührt das Verdienst, das ^'lephon i,^ h^>^> ^^h,^^.„^„ Alvenregionen verpflanzt )u haben znni Nutzen der 7onris!>f nnd der Wissenschasl, l»r die das genannte Inslitnt schon Hervorragende? ans dl'» Gebieten der Physiologie, Meteorologie nnd No-l"'uk geleistet Hal. "" '' ' — Der Slaal Iolva in l!^ ''"^"'Uerilanischen Union ist ein Mnckerstaat erster ^>te. ^,n vorigen Jahr drang in der dortigen ^egis» '" ur ein ftjesel'. durch, wonach nicht nur der Verlaus 'uler geistigen l^elränle im Bereich Iowas strengstens ll'riwleu Uniroe, sondern össenlliche Beamte sogar ihres ^mles entheben »oerden tonnen, >r>enn ihnen Bier- oder "emgenich nachge»viesen »verden lann. ^um erstenmal '^'d sl^genloärlig die leMere Bestimmung gegen den "'"germeister der Stadt Marenge augeioendel. Cr ttu^ . ^'"^'' klönen Tages dabei ertappt, wie er ein "laschen Milwaul'eer Bier hinler die Binde goß. Dar- ""?hm wird ihm schl der Prozeß auf Amtsenlselning ?' ^"" beiden Seiten lvird jetzt der ,^all anfs ^'U^Ne vcrsochien. Der Vnrgeruieister, Henderson mil ml?. «'"!^,^ su<> "aliirlich, dein Amt zn entsagen, 7 - ""' "l'griindnng, seine persönlichen (^elvohuheilen ." dl'r^ Büvgerschafl belann« gelvesen, als sie ihn im ^"gen Jahre zum Mal,or wählte, nnd als freier Mann ' sleieu Amerila lönne er seinen mäßigen Trinl» ^'vuhnheilen unbeschadet seines Ainles nachleben, sosern , ""tl'r die Verwaltung der städtischen Keschäfie nichl .'.^'- Man ist in allen Slaaleu mi< „blauen" Gesetze» 'llpaunl auf den Ausgang dieses Prozesses, der selbst " ^auoe der unbegrenzten Möglichseilen nichl erwarlet worden wäre. b'i - ^"^b'krrctlnmc.j Cine eigenarlige Nellame >,,, >^. u» den, ^risierraum des .^offriseurs Slang in -.'cemmgen. Sie beslehl in einem'Ölbild. das den Tod ^ l'ialuns darstellt, der mit seinen langen Haaren in l" Asten hängj und von dem ihn verfolgenden An. ' )rer der Soldale,, erstochen wird. Dariiuler stehen >"lgende> Perse: Hier häng, der schöne Alisalon, oes großen Bönigs David Sohu, >oar' er vorher zu Slang gegangen, wnrd' er an diesen, Baun, nichl hangen. ^>er Versasser dieser humoristischen ^eiie» ist sein ""derer als Nnd. Banmbaeh, der Dichler des .„Ilalorog". „.. .^' <>«ostn„ds Unterschrift.» Iiingst desnchle der ?,. ^''cr des „Cyrano de Bergerae" einen Verioandleu '"uer/leinen Provinzstadl. bei dem gerade ein Meines '!^slrator, ' l1"msse»haster Mann, «rng das ttiud ein nnd »vandle !'ch dann an Nostand als ersten Tauszeugen. „Ihr ^ame ,nem perr?" ..Cd'uond Nosland." ..^hr l^.< " V "Schrislsleller nnd Mitglied der Alademie." ..GX, anNoorlete der Neamle, ..S.'e haden Ihren Na-u z» nnler^hreil'en, sönnen Sie sel,reiben? Wenn Mchl. machen Sie rin Kreuz!" LolaI- und Proliillzial-Nachrichten. Zur Geschichte der Luftschiffahrt. Von HV ». Hlcit>icc.. (Fortsetzung.) ,Nnchdr»,d dem ^usl. senate eii'verslaiiden. daß sie in herrschaftlichen Diensten eine Ansnnhme von der Cntfliigelnng des Volles in der ^Ingordnnng eigeii^' festsetzen. Nach Ähnlichleii der Tanzsronen niiiiinl die Xammer anch ^lngsronen aii nnd allerdings lau» eiu Postzug geflügelter Fronbauern einen, Gnlsbesitzer nngemeine Vorspanndienste in einem lersl noch zu erfindende») Steigsuhrwert tun, worin er steilrecht in die Höhe... geht. Künftig wird es etwas Gewöhnliches sein, daß die Bauern die Herrschaft er» hlben. Vielleicht auch bei ^euersbrnnsten dürften so. wohl del, steigenden Handwerlern," als den Angslopsern im fünslen Slockwerle Nellungsfitliche nachzulassen sein, vielleicht so bei Erdbeben, bei Überschwemmungen als Notruder, sogar den Vogelnester.Aus. nnd Cinnehmern in Island, so den Schauspielern, wenn sie in ^pern zn fliegen habe», so Dichter», wen» sie eine begeisternde Idee noch höher als unter dem Dache anszubrülen wü». sehe», sogar einem Musilchore, nicht von Vögeln, son-dern von ^onsünstlern, das gern, »m eine nene über» raschende Wirsnng, z. Ä. inil Taselmusil aus die ossene ^asel z» machei,, oben herunter die Sphärentöne mit anderen gefiederten Singstimmen fallen lasse» will!... Die Luslordnnng, welche zn den Gesetzen der fallenden Körper die der steigenden nachträgt, ist reich an gnten Paragraphen. Tafel, nnd slügelsahige Personen sind eins. Wer sich geistig erhoben, betoinmt sörperliche Chrenflügel . .., befondere Cour» und Galaflügel lönnen noch nicht festgesetzt sein. Gichlbrüchige und zipperlein. behaftete Geschäftsmänner hal'e» von Natur das Pri. vilegium der Flügel als eine unentbehrliche Molioiis» maichine. Auch nimmt man deii Graduni und den Flügel zugleicl) an." - „Gleichwohl sind ichs gut" sagt Jean Pan! serner — „daß die ^uflinspellion des Mißbranchs wegen verordnet, daß im Nebel nie-mand oben schwimme uard dev Versasser dieses, der zn seinem Glücke schon ein Dichler ist, sonn es lanm erwarten, was er wird, wenn " Zur Zeit Iccm Pauls gab es noch leine freiwilligen Feuerwehren. ^ Num. oes Verfassers. er sliegl. Gmi gebe nnr' -- schlief ^ean Panl — „daß ans dem ganzen fliegen etwas wird, oder wenig, stens, daß die Heilungen die Nachricht nicht eher wider-rufen, als bis dieser Aufsatz im Morgenblall abgedruckt ist." Ter Arlise! des so geistreichen Talyrilers, den wir in vorslel)enden feilen "i>li^i> <,min<'» wiedergege. ben, erschien denn auch mil dem vollen Namen- ^,ran Pnnl ^r. Richter unterzeichnet, wie bereits oben er» ioähiu, scho» in der Nummer vom 8. Juni Itt<>8 im mehrgenannteii „Morgenblatl für gebildete Stände", lFortsetzung folgt.) Das (Hcwcrbcwcscu iu >traiu. (Fortictzll!,g.> Überfüllte Arbeilsränme wnrden >n ^! Schnhwaren. erzeugungen aiigetrosse»: in einer derselbe» entfiel in einem mit 20 Hilfsarbeitern befetzten i^olal ein ^»fl-rnnn, vo>, iiur 5» s! Kubifmeter, in der anderei, in einem ^olale lnit I^i Arbeitern li 7 kubilmeler und >n e>l'.(M zweiten mil l<» Arbeitern sauni 8 Kubismeler ^uftrau», auf die einzelne Person. Dabei besaß seines dieser ^olale irgendwelche Venlilatiousvurrichlung. Das Preßlola! eii,er ^eiuölerzeugnng halle durch. Wegs vergitterte Fenster, nnd »var nnr durch eine an der Decke angebrachte hölzerne Galerie und Stiege zngäng. lich- mit Nuckficht aus die besondere ^euerSgesahr wnrde ein direlt ins ^reie führender und im ^uybudenniveau gelegener Ausgang verlangt. Sowohl in diesem Betriebe als auch in zwei Kunstmühlen ergab sich die Notwendig, leit, mangels feuersicherer Stiegen die Anbringung oon Notleitern für die oberen Clagen zn fordern. Bei den ausgedehnten Trockenanlagen über den Ningöfen zweier Maschinenziegeleien mnßtt-n gleichsalls die in zu grrin. ger Anzahl angelegten Stiegen bemängelt und ans sener. »nd sicherheitspolizeiliche» Gründen eine enjsprechende Vermehrnng derselbeii verlang! ioerden. In der Färberei einer Tuchfabril wurde die i/us!. beschnfsenheil dnrch Hebung der niedrigen Decke über den ^ärvelesseln uud Herstellung eines Abzug seh acht es sür den Broden, wesentlich verbessert. Cine gnt suns, lionierende Slaubabsnuguug »ourde in einer lienen che» mischen ^abril bei dem Steinbrecher und den Kugel» mühien angebracht. Hingegen mußte in einer zweiten chemischen ^abril in der Abteilung für Knochenmehl, erzeugung wegen großer Slnubbeläsligung der Arbeiter ein dichler Abschinß der ^erlleinernngs. und Sieb» Maschinen nnd die Ableilniig des Tlanbes an der Cut» stehungsstelle dnrch eine Absaugeanlage verlangt werden. Auch in einigen Holzbearbeitnngsanslallen gab das ^eh» len von Stanbabsaugevorrichlungen Veranlassung zu Bemängelnngei,. Ciiie unzureichende Ventilation wurde in dem Papiermaschinensaal einer Papiersnbril wahr. genommen, woselbst eine Temperatur von !Z8 Grad Cel' sins herrschte; ähnliche Verhältnisse waren auch in eini» gen Kesselhäusern zu beanständen. In der Verzinlerei einer Drahlstifleusabril »oaren die Arbeiter, da entspre» ckiende Tchwndensänge fehlten, dnrch die entlveichenden ^)inldämpfe bedeutenden Beläsligniigen alisgesetzt. In volllommen unbrauchbarem Auslande befanden sich bei dem Dampfsessel einer Kasseesurroqalsabril di? Vorrichtn!,gen znr Crleiinung des Wasserstnndes' das zerbrochene Wasserstandsglas loar vom Kessel abgesperrt und die Probierhähne waren verstopft, so daß der Grad der Kesselspeisung nnr mehr vom persönlichen Crmessel, und Gutdünfen des Kesselwärlers abhing. ^ In wlal vernacl,!ässiglem ^nstnnde befand sich die von ein^r An». Unternehmung zum Betriebe einer Pumpe verweudete ^otomobile, welche infolge Undichtfeins aller Packungen und Ventile von einer förmlichen Dcimpswolle umgeben ^isn. — In einer Dampfsäge wurde der ^olomubilen. räum gleichzeitig zur Unterbringung des in eine»! Holz. verfchlag aufgestellte» Azelylengasapvarales benützt, während in einer Moloreulischlerei die früher zwischen dem Kesselhause und der anschließenden Schlosserei uud Schmiede bestandenen Trennuugsmaner entfernt wurde, so daß sich nunmehr die lü 111' ^osoiuobile im Arbeits-räume befand. — In 2 Tampfsägeu und einer Dampf-möllere» wurden die Kessel durch nngeprüste Wärter bedien l. Sehr gut bewährte» sich bei einer großen, aus 5, ^isshbeinlesseln bestehende» uud mit !<>'5 Atmosphären Spannnng arbeitenden Kesselanlage einer chemischen /sabris die bei jedem Kessel eingebauten Nohrbruch» Ventile, welche gelegentlich des Bruches des Haupt-absperrventils den weiteren Dampsaustritl aus der Kesselcmlage verhmderte», wodurch der gerade nm Hc>ui>>. absperrventi! hantierende Arbeiter vor Verletzungen be» »vahrt »vurde. Auck) eine andere chemische ^nbris l)at bei ihren neu ausgestellten Dnmpssessel» ^ Nohrbruchvenlile angebracht uiid dainil der seitens der Gewerbebehoide in den Konsensbedingungen über Antrag des .'Imtes gegebenen Anregung in bereitwilliger 3ge,,e entsprochen. Die in eiiier Papierfabril ,chm, ,eil ihrer Mou-tierung mit vielen Fehlern bchastete TranSsormatoreu. anläge einer elektrischen Hochipannungs.^ernleMme; besaß »och immer die hinter den Tra»ssormaturrn an« geordnete,, deren Nedieuunq mit Nücksicht auf den engen Nanm zwischen den Trans-fm'matoren »nd den aus der gegenüberliegenden Wand verlegten Hochspannungsleitungen mit großen Gefahren ocrbnndeu war. Cine Isolierung der Transformatoren, glstelle snchte man durch Aussetzen der Transformatoren auf je ^ weit auseinander liegende Holzunlerlageu her-beiznsnhren, loaS jedoch eine ungünstige BleaungS-bean,pruchuug der Gesiellplalten zur ^olgr hatte. H)ir Ausgabe der iu die Celundärwickluugeu der Transfor. inaloreu einzubauenden, jedoch hier fehlenden Span. Laibacher Zeitung Nr. 212 1W0 17. September 1909. »u»gssicheru»ge» gegeil Erde sollle» nach Ailsichl der ^abrilsleitung die lediglich gegen atmosphärische Ext» ladungen sicherudeil Blitzschutzapparate übernehiue». Was die unter 3000 Volt stehende Hochspan!lungs»^ern. leituug aubelaugt, so barg dieselbe iufolge hiileingewach. sener Baumäste namentlich bei feuchtem Wetter nicht nur eine ständige Gefahr des Erdschlusses und einer Verletzung vorübergehender Persouen in sich, sondern bedrohte auch die am selbeu Gestänge montierte nnd gleichfalls durch Vanmzweige alterierte Telephoilleilnilg. Hieraus ergab sich die Möglichkeit, daß bei regnerischem Wetter ein Übertritt des hochgespannten Stromes in die als Niederspannungganlage ausgeführte Telephonleitnng stallfindet, welcher um so gefährlicher erschien, als die Hörmuscheln des Telephons mit eisernen Handgriffen versehen waren. Über Veranlassnng des Amles wurde die Errichtuug eiuer Hochspannilngs.TelephonanIage be» reits in Angriff genommen und dürste auch die Äbstcl» llmg der übrigeil Übelslände den Zusicherungen der ^abriksleituug zufolge demnächst zu erwarten sein. lFortsetzung folgt.) " sK. k. Lehrerbildungsanstalt in Laibach.) Der k. k. Laudesschulrat für Krain hat die Bestellung des im Schuljahre 1908/1909 an der k. f. Lehrerbilduugs. anslalt in Eapodistria als Supplenten in Verwendung gestandenen, geprüften Lehramtskandidaten Herrn Dr. <5ranz Oadcx an Stelle des für das Schuljahr 1909/1910 beurlaubten k. k. Professors Herrn Dr. Va> lenlin Ku^ar znm Supvlenten au der t. f. Lehrer, bildungsanstall in Laibach gellehmigl. —i-. ^ Der Gürtler Herr Leopold Tratnik beabsichtigt sein Hans in der Peterstraße Nr. 27 in Laibach in ein Hotel „I^i-i xluti I<:lpl^'i«i" nmznbanen nnd hat deshalb allen Mietpartcien ihre Wohnungen gekündet. s>. — sDas neue Anstaltsssebäuoe in Kroiseneck,) d. i. das Schulgebäude, ivoriil die dortige Volks» lind Hand» Werkerschule untergebracht werden soll, ist in baulicher Richtnng insoweit fertiggestellt nnd mit den nötige» Einrichtnngsslücken ausgestattet, daß der ordentliche Schulunterrichl zu Beginn Oktober wird aufgenommen werden können. — Bei der Kirche werden die Maurer» arbeiteil fortgesetzt, aber es wird noch geraume Zeit bedürfen, bis dieser Bau vollendet dastehen wird. Die Anstalt hat für die Eiuführung der Wasserleitung ans dem städtischen Wafferwerk und für eigene Zentral» Heizung vorgesorgt. Der Garten vor dem Gebäude wird seinerzeit wieder instand gesetzt werden. x. — Mir unsere Picperfängerj scheint lein Kraut mehr gewachsen z» sei». Schon einige Jahre hindurch sind die einst so beliebten Pieperfänge fast ganz ans der Mode gekommen und haben den größten Teil ihres Reizes eingebüßt — aus dem einfachen Grnnde, weil sie sich nicht mehr lohneu. Vor Zeiten gab es einzelne Tage, an denen der Pieperfänger ohne viel Mühe 200 bis 300 Pieper fing- jetzt sind es kaum 10 bis 15 Stück, und zwar nur dann, wenn das Geschäft besonders gut geht. Pieper werden auf den hiesigen Markt fast nicht mehr gebrach», da sie leicht früher unter der Hand ver» tauft werden. Es scheint, daß sich der Pieper im Ans-sterbestaoium befindet, da er in allzu grober und scho» nungsloser Weise vertilgt und gefangen wnrde. Hiebei trifft die größte Schuld die Landbevölkerung Italiens, wo diefer Vogel vor Jahren in geradezu uuglanblichen Massen gefangen wurde. Bei uns werden wohl einige Passionierte Pieperfänger ihr Glück versuchen, doch ist "" ein Aufblühe» dieses Sportes unter den gegebenen -kcrhaltmsscn kaum mehr zu denken. ' 1«'—. ^, ^ ^Todesfall.) Am 15. d. M. ist die Lehrerin in ^^ ^"u Lud'mNa Pleni^ar geb. Kappus Edle von P'ch'lNein im 26. Lebensjahre gestorben. ^o ^. vormittags ,n ^teinblichel beerdlgt werden. <^. ^plosion einer Postsendung.) Unter den am 7. d. M. abends aus dem Briefeinwnrfskasten des Hauptpostamtes iu Laibach ausgeyobeue» Vriespost-sendnngen befand fich auch eine Mustersendnng, adrcs« siert an Vetoslav Vidie bei Herrn Gregore, in Rudolfs» wert. Bei der Abstempeluug durch den Aufschlag des Orts. uud Datumsstempels explodierte sie mit solcher Gewalt, daß der aus Kurt bestehende, Inhalt heraus» geschleudert wurde. Die Korke sind nahezu alle voll gleicher Größe und am zugespitzten Ende durchbohrt' die Löcher waren mit irgendeinem Sprcngmillel gefüllt. Nur wenige Korke blieben unversehrt' die meisteu wur» den bei der Explosion in Stücke gerissen. Der Poslaus. Helfer, der die Sendung abstempelte, wurde am rechten Arme verbrannt, indes sind dle Verletzungen leichten Grades. Die gerichtlichen Erhebnngen gegell den u»> bekailllte» Täter sind im Zuge. —"-^ — sVercinowescn.) Das k. k. Lcmdesprä'sidium für Kram hat die Bildung des Vereines 'I^luvullliu !n!<), oli^!!,!':>5>'V!l!lu) sli-u^lvo" mit denl Sitze in Dravlje und eines ebensolchen Vereines mit dem Sitze in Tomi^elj zur Kenntnis genommen. —c — Medizinische Dottordiplomc.) Das medizinische Prosessoren-Kolleginm der Wiener Universität Hal, »vie die „Hochschnl.Korrespondenz" berichtet, die kompetenten Behörden darauf auslnerksam gemacht, daß es »ach de» heule besteheuden Einrichln»ge» leicht gejchehe» könne, daß medizinische Doktordiplome gefälscht werdeil uud daß es möglich sei, daß auf Grund solcher gefälschter Diplome uicht zur ärztlichen Praxis berechtigte Per» sonen anstandslos zur ärztlichen Praxis zugelassen wer» den. Außerdem wnrde daraus hingewiesen, daß es vor» kommen könne, daß Ansländer, die zur Praxisaus, libilng in Österreich nicht berechtigt sind, doch zur Pra-xis zugelassen werden könnten, wenn auf ihre» Dip!» men nicht durch eine ausdrückliche Klausel die Ungültig» keil dieser Diplome für Österreich ausgesproche» wird. — lltine fruchtbare Weinrebe.) Herr Max Z in»» a u e r , Vertreter der Sleiufelder Brauerei Brüder Reiuinghaus, hat im Hofe des Hauses Nr. 61 in U»ler» 8i3ta eine Weinrebe herangezogen, die bei mäßiger Größe, eine bedeutende Anzahl Traubcu zu liefern pflegl. Auch heuer ist sie weil mil Früchte» überladen nild dürfte gegen 1500 Trauben geben. Die sehenswerte Rebe kann von jedermann in Augenschei» genommen werden. ^. — Wn' neues Geläute) erhielt die Pfarr. und Tekanatskirche zu Moräutsch in« Bezirke Stein. Die große Glocke wiegt 52 alte Zentner, die zweile 28. Die alten Glocken wurdeu veräußert. x. — sDer Krantexport in .Kraiu.j Infolge besonders günstiger Witterung ist das Kraut in Kram sehr gut geraten uno die Erwarluugen uusereS Landmannes sind nm vieles übertroffen worden. Das meiste nnd beste Kraut wird in der Umgebung von Laibach nnd Ober» laibach produziert, während andere Landteile nnr ge» ringere Krautfechsung, zumeist für Eigenbedarf auf. weisen. In den letzten Tagen hat bereits der Kraut» export seineu Anfang genommen. Die exportierteil Men» gen sind — zu Beginn der Saison — allerdings noch in bescheidenen Grenzen gehalten, werden aber demnächst bedenlend steigen nnd mehrere Waggons betragen. Das Kramer Kraut wird zumeist nach Trieft, Italien, Griechenland, nach der Levante und Ägypten ausgeführt. Auch iil England hat sich unfer Krant Ansehen nnd Wertschätzung erworben. — In Laibach werden znr Zeit ganze Wagenladungen von Halls zu Haus geführt und die Ware zum Vcrkanfc angeboten. Die Preise sind sehr niedrig gehalten, da man um 4 !> schon einen schö» ne» Kranllopf saufen ka»», !«>—. " l'jur Volkobeweqlinq in Krain.j Im politischen Bezirke K r ainb u r g i'^.027 Einwohner) fanden im zweiten Quartale des laufenden Jahres 80 Trauungen statt. Die Zahl der Geboreilen belief sich ans 449, die der Verstorbenen auf 359, darnuter 168 Kinder im Alter vou der Geburt bis zu 5 Jahren. Ei» Aller von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 56, von über 70 Jahren 55 Personen. An Tuberkulose starben 56, an Lunge», entzüudung 17, an Diphtheritis 3, an Keuchhusten 5, a» Maser» 26, au Scharlach 1 und durch zufällige tödliche Beschädigung 6 Persone»- alle übrigen an so», sligen verschiedene» Krankheiten. Ein Selbstmord, Mord oder Totschlag ereignete sich nicht. —r. — sWicdertehr des Halleyschen Kometen.) Wir lesen in der „Nenen freien Presse": Schon ziemlich lange ist es her, daß einer der großen Kometen sicht-bar war' man könnte höchstens den vor zwei Jahren im August am Morgenhimme! sichtbaren Kumeleu zwei» ler Güte noch dazn rech»e», nnd so ist es nicht zu wundern, daß die Astronomen nach dem einzigen großen Kometen, der zu den periodischen zählt nnd daher von Zeit zu Zeit zur Sonne wiederkehrt, eifrigst Umschau hielten. Es handelt sich um den sogenannten Halleyschen Kometen, der zuletzt im Jahre 1835 gesehen nud dessen Rückkehr für das Jahr 1910 erwartet wurde. Seitdem es der Photographie gelnngen ist, Kometen, lauge be> vor sie in den stärksten Fernrohren sichtbar geworden sind, aufzufinden, hat man sich beeilt, anf Grund von Vorausbcrechnungeu schon im vergangenen Winter dies. bezügliche Versnche zn machen, aber damals noch ersolg» los. Vor einigen Tagen ist es endlich gelnngen, das interessante Objekt wiederzufinden, und man braucht nicht erst zu sagen, denn es ist sozusagen selbstverstäiid. lich, daß es wiederum die Heidelberger Sk'rnwarte war, der die Aufsmdimg gela»g. Vorderhand ist der Komet noch sehr weit weg vo» der Sonne nnd änßerst schwach. Die Größenschätznng 16 sagt, daß es »och eiilige Zeit dauern wird, bis es möglich sei» wird, ihn selbst in den größten Fernrohren direkt mit dem Ange zn beobachten. Er stand am 11. September, am Tage seiner Auf» findnng dnrch Professor Wolf, i» 94 Grad 33 Minuten Rektaszensiun uud 17 Grad 11 Miuuteu uördlicher Dc< llinalion uild wich nur 6 Minute» vo» einer Ephe» meride ab, die von einem englische» Astronomen ge» rechnet wnrde, der wegen einer Preisansschreibung noch a»u»y!» bleibt. Der Komet bewegt sich znnächsl sehr langsam gegen Westen, wird Ende November in Oppo-sition znr Sonne stehen und sich dann immer rascher der So»»e »äher»' gege» de» 23. März 1910 wird er etwas »örolich vo» der Soime passiere», um dann am Morgenhimmel zu erscheinen. Am 16. April erreicht er seine Connenncihe ill eiuer Distauz vo» 90 Millio« »eil Kilometer, aber der Erde nähert er sich noch weiter »nd kommt ihr uni de» 20. Mai in einer Distanz vo» nur 20 Millionen Kilometer am nächsten. Erst we»» er in« April wieder am Morgeuhimlnel erschieuen sein wird, bietet sich dem Beobachter eine große Nalnrerschei» nnng. Am hellsten wird der Komet, wenn man nnr de» Einfluß der Distanzen berücksichtigt und vou der Wir» kuug der Sonnennähe absieht, gegen den 18. Mai sein. Von Wichtigkeit für den Laien ist die Kenntnis der Zeit» inlervalle, lim die er früher ausgeht oder später uuter» geht als die Sonne. So gehl er am 22. April 1 Stunde 50 Miiluteu, am 6 Mai 2 Stunden 9 Miuuten und am 14. Mai I Stunde 23 Minute» vor der Sonne ans. Um diese Zeit bewegt er sich iusolge seiner Aüilähe« rung a» die Erde am Himmel nngemeiu rasch, deiiu am 18. Mai ist er schoil am Abendhimmel zu sehen und geht 52 Miunteu und am 22. Mai 3 Stunden 18 Minn» teil nach der Sonne unter. — Mnc Niesenkartosfel.) Der Besitzer ^ranz Nizjan in Unler.^i^la besitzt eine Kartoffel, die 99 Deka« gramm wiegt. Der heurige Herbst verspricht eine außer» gewöhnlich starke Kartoffelernte. -<>— " iKrankenbewequnq im Monate Auqust l. I.) Im Landesspitale in Laibach sind im Monate Juli 410 kranke Persone», u»d zwar 211 mä»»Iiche nnd 199 Weib« liche Personen verbliebe». Im Monate August wurden 825, liud zwar 444 männliche und 381 weibliche Per» souen aufgenommen. In Abgang wurdeu gebracht, und zwar als geheilt 288 mänuliche und 224 weibliche, als gebessert. 149 männliche nnd 100 weibliche, als un» geheilt 18 männliche nnd 13 weibliche, lransferiert wur» de» 37 männliche nnd 26 weibliche Personen. Gestorben sind 19 männliche und 14 weibliche Personen. Mit Ende des Monates August verblieben daher »och 204 mann» liche nild 203 weibliche Personen in ärztlicher Behand« lung. ^ .>-. — ^Fremdenzimmer iu der Station Abbazia» Mattu.qlie.) Um den in der Station Abbazia-Malluglie mit den Abe»ozüge» ankommenden Reisenden die ^ahrt von der Station »»d das Quarliersuche» i» der Nacht oder bei schlechtem Wetter z» ersparen, stellt die Süd» bahndireklion im Slationsgebände ^remdenzimmer zum Preise von 3 !< 60 !. für eine Person, bezw. 7 K 20 >> für zwei Persuiie» zur Verfügung. Bestellungen übernehmen die Zngskondnkteure ab St. Peter znr nnentgelt» lichen telegraphischen Besörderimg. ^ lDie Answandcrunq über Trieft im Monate sln.qust.) Im letzte» August 'siud aus Trieft uach Nord» amerika 928 Auswanderer gegen 316 in derselben Zeit des Vorjahres abgereist. Auch i» der Auswauderuug nach Südamerika ist eine erhebliche Steigernng zu ver» zeichnen- in demselben Monate sind näm'lich von Trieft 348 Passagiere gegenüber 252 im Vorjahre «lach La Plata abgereist. Vom I. Iäimer bis 31. August I. I-betrug die Auswanderung aus Triest uach Nordamerika 10.963 Passagiere gegen 2759 Passagiere in denselben Muiialen des Jahres 1908; die Neweglmg nach Süd» amerika betrug 3199 Passagiere gege'uüber 2960 i" demselben Zeiträume des Vorjahres^ Von den »ach Nordamerika abgereisten Passagieren wurde» über W ^, mit den Dampfern der „Austro»Americana", die übrigen von a»slä»dische» Liiiien befördert. Das Kon-lmgenl nach Südamerika wurde zur Gänze mit der „Austro.Americcma" trailsportiert. " lAbyänssia..) An, 1. d. M. gi»g die »euujährige Maria ^tajer aus Oberlaibach vu» der Ortschaft Verd ab, nm mit den» Zuge nacl) Laibach behufs Schulbesuches zu fahren. Seil der Zeit lsl sie abgängig. Das Mädche» trägt einen blauen Rock, eine schwarze Schürze >»>> gelben Spitze», blaue Strümpfe, Tuchschuhe und ei» weißseidem'S Kopftuch. ' sArbeitertransPorte.j Vorgestern reiste» voü> Südbahiihose »ach Amerika 80 Kramer u»d 24 Maze« doilier, »ach Agram 48 n»c> nach Tirol 65 Kroate» uud nach Wien !5 Gottscheer ab, während 24 Kramer !i»d Kroate» a»s Amerika zurücklehne». " iTierquälcrei.j Gester» abends wnrde der Knecht Michael ^ujdiga dnrch eine» Sicherheilswachma»!, be-a»slä»del, weil er a»s der Römerstraße sei» Pserd mit der Peitsche so mißhandelte, daß es a» >lopf und Körper voll Strieme» war. " lNaushandcl.) Heule nachts fand am Petersdam"! zwischeu drei Persone» ei» Rausexzeß statt, wolxi nw' Ohrseigen verabreicht wnrden. Ei» Sicherheilswach-manll machte dem Treibe» ei» E»de u»d zeigte die Beleiligle» wegen »ächllicher Ruhestörung an. " lGefunden) »vnrde ei» Sparlassebuch der Krai' Nischen Sparlasse mit einer lleine» Einlage. Laibacher Zeitung Nr. 212. 1901 17. September 1909. Theater, Kunst und Literatur. . . -^ lDer Aordpolj wild cilso wirtlich, wu' in Schau» jPu'k'N'rchl'i, sch^ii nach dcn cvstl'n Nl'richtl'n über (5ool und Pc>ilcl. Dr. Alsn'd Scmcrau in Traunstl'in zci^i ">i, daß er das ^ilnclto ciiu'r Operette! „Dir ^tard-Polbran!" qcschricbcn habe »nd das; dieses Bilch, om> ""ein nliinhaflcn ,^o>np!.,nistc» verluiil, schmi i,wr Weih. »achlon ,-,ur Anssichninq qelliiiqeil ».'erde. ^ sDic Mllsitschulcn Baiser in Wien> cröfsncn M 36. Tchnljal)v a»> !. ^lll'ber. Der Unterricht er» strectl sich ans sämlliche ^)».'e!fte der Tmttnnst inllnsioc ^r und Operelle »md loird lwn 3! !^el)rerii erteilt. Aus dem Tlaat^priifnnlpl'nrs sind lusher 289 staatlich Upriisic Äl'usillehrer nnd .^ehreriülieii henwrqeqanqeii. ubllnricnlrn des ,^cipelll»eisters»rses nnirdcn als ^cipell. Meister nach Ziirich, Pilsen, Nilch, Pmhnln, ^iaidach, ^l'plit.,, ^ranlsurt nsw. enqciqierl. - Alisfiihrliche Prl). Iprlte gratis dnrch die Direfti^», Wien V I I/I. — !Der j,l«„stwart,j Ha!l>nn.'natschan für Aus. ^»ckc'!>i!l»r aus allen ^ebeiis^edieleii. Herausgeber: Ferdinand Aoenarius. Verlag lwn (^elnq T>. W. ""llloey ,n München. IVierteljährlich 4 Mars.' das ein-5l'lne >>'fl 75 Pfennig.) — Inhalt des 24. Heftes 1909: ^huma: ^» seiln',,, 7l>. Geburtslage. Vo»i Heransgeber. ,^„ ^"se Blätter! Aus Haus ?hl,n»as (iriunernngs» nlattern „Im Herbste des Bebens": Aus >larl Maria von Webers Schriften. — Nundschan: Voui Hnnwr l^- ^alfschiuidl). Sonderbare Geschichlen W. Michel nnd ^denarius). Vom Berliner Msengarlen )ur Pslichologie des Kaufmanns <Ä. Grabanistys. Pil->awr ,,^. Pol'eusfe). Vmn Vierwmment <^r. Karlfladt). Hainen wir uns nichl? sAvenarins). Asketische Äslhe-uk. Von T^vau vl,ni Stein und anderem !,',on,'chen Ceidenhändler ist in der Lage, alischlie->i"»de ^».'erlassige fahlen iilier die Welt-Seidenpro-dultil)!-, im Vorjahre geben ,zu lönuen. Sie betrug ius» Nl'laml 2i,<,8<>.<,<><> Kilogramm, die sich, wie wlgt, der-leilen^ ^ranlreich, Italien, Spanien nnd Österreich-Ungarn brachten zusammen 5,551.l»0l» .^ilograinm Seide lirnwr; die Levante nnd ^enlral-Asien 2,093.l«»l> <,vilo. Pamn^. ^n Japan allein wnrden 7,5?l>.<«>l> Kilogramm, '" M,ina 8,(»ll).<)s»,» Kilogramm Seide erzeugi, wäh-Nud auf Inoieu 25l».<»l»<» Kilogramm entfallen. Nach u^rjelben Quelle betrug in den Jahren 19<»3 bis l9<»7 °U' durchschnittliche ^ Well-Seidenprodultw» nur ^",<»88.!>(»<, Kilogramm. Die vorjährige Welt-Seiden» rrute war „m rund 2 Millioue» Kilogramm größer "'^ d>e des Jahres !9<»7 und übersteigt die des Jahres ^"b um 3,167.<)l!„ Kilogramm. Telegramme bes l. k. Telegraphen-zkoriespondenz Bureaus. Ncratnngcn der christlich-sozialen Mqcurductcll. livi.'^'^' ^' September. Nlättermeldul'gen zufolge ^'"le h^nlc Dv Lueger, welcher gestern aus "mana hier eingetroffen ist, vier Stunden der Ver-nl'mluug der christllch.foziale» Abgeordnete» und '^lnde mittags plötzlich von einem hessigen Unwohlsein "l alle,,. Er ,„„^> ^, ^z^^. ^'bracht »verdeu, erholte u) ledocl, bald. Der Hausarzt erllarte das Aesiude» ""l"^lür beunruhigend. Wicn, 16. September. Einem ausgegebenen Kom-d M)"'' !^'l"l^' hielten vor der heutigen Haussilmug u Mitglieder der niederösterreichischen Landtagsmehr. Vl't cult,' Beratung ab. Im !^aufe der Äeratuug lain ^cr M ^' September. Die Mitglieder der christlich. "Mien Vereinigung des Reichsrates uud des Laud-s !, ss " '" "'^' !i"»l''usame Beratung ab und be-i''^' "5V ?^'!>.'lution, loori». ohne auf die inner-PMl >,chen Verhällniss, Ungarns den geringsten Einslnft ?',"'"'""', u»l aller Entschiedenheit gegen die von a',"! ^wun,ch!e Ai.fnahuie der Barzahlungen und weü' /^ " ""»zessionen aus de.u Gebiete des Heer-N. .'., -""^'''^ ""^ll'gt wird. Die Nesoluliou a> s. . ' ' l"'""' ^'^» die von ungarisclier Sei>e ge-r > ii'! "'''""a"',)'l"spr>iche. betreffend die staats. chwe^ .^ Vosniens, aus. Be üglich der Be- u >mV./ "' ^"""lluugsgerichtshof über die Schüe-'U'"g dcr freien Schule wurde beschlossen: Der christ ich. soziale Neichsralsllub nimmt die Enlscheidnng des ^aiidesschulrates uud des Ministeriums mit Vefrie. digung zur Ktenulnis, erwartet, daß der ergriffenen Beschwerde leine ^olge gegeben werdeu wird, uud er^ u.'arlel desgleichen, daß der gegeu die Schließllug der 5.iomeusll)schule in Unter.Temenan nnd im dritten Wiener Gemeindebezirle ergriffenen Beschwerde leine ausschiebeude Wirlung zuerlannl wird. Der dalmatinische ^andtaa,. ^jara, 16. September. Heute faud die Eröfsnungs-sitzung des dalmatinischen Landtages stall. Statthalter Nardelli stellte dein Hause den nenernaunlen Landtags. Präsidenten Dr. Iv<''evi<^ und dessen Stellvertreter Simi<"-vor uud begrüßte deu nengewähllen Landtag. Als der Statthalter seine Ansprache in italienischer Sprache zn wiederholen begann, erhoben die Abgeordneten der kroatischen Rechtspartei einen ohrenbetäubenden Lärm, der solange andauerte, bis der Statthalter seine Gliede beendet hatte. Die Italiener protestierten lebhaft. Hier» auf wnrde die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung morgen. Die Nciscn dcs Zaren. j,lollstln>ti»oprl, 15. September. Gegenwärtig sin. den Verhandlungen zwischen der russischen Botschaft und dem lürsischeu Ministerium des Äußeru behufs T^est» setzilug eines Einzelprogrammes für die Zusammen, tnnft des Snltans mit Baiser Nikolaus statt. Hienach soll der Sultan den Zaren aus der „Standard" be» snchen. Es verlautet, daß der Naiser von Nußland anf der Nüclreise von Italien fich drei 5age in Klonstan. tinopel aushalten werde. Tofia, 16. September. Die bulgarische Tele» gravheN'Ageutur stellt gegenüber der im Auslaude ver» breiteten Nachricht von einer augeblich bevorstehenden Zusammenlnnft des Kaisers Nilolans niit dem König von Bulgarien fest, daß in Negiernngssreisen hievon niclits belanni is>. Der Fcldzug in Marokko. Madrid, l(>. September. Ans Penop de Gomera N'ird genieldel: Heule herrscht hier Ruhe. Gestern be-schössen die Eingeborenen die Stadt. Die Spanier er-widerten das ^euer uud brachten anscheinend dem feinde Verluste bei. Um '/^7 Uhr wurde das Theuer eingestellt, nm halb 9 Uhr jedoch wiedr aufgenommeu. Schließlich inußten die Mauren dem heftigen ^euer der Spauier »veichen. Räuberbanden an der russisch-persischen Grenze. Tiflis, 15. September. Aus Belesuvar au der per» fifchen Grenze wird das Erscheinen zahlreicher persischer Räuberbanden gemeldet. Der Brigadelommandant der Grenzwache telegraphierte an den Bezirlsches, daß 4(>li Alarier sich einige Werst voni Bergwachlposten entfernt gelagert hätten und deu russischen Posten zu überfallen drohen. Gliechzeilig treffen beunruhigende Berichte von der Administration in Balu ein. Infolgedessen erteilte der zeitweilige Truppentommandani dem Saljanregi. ment den Befehl, dem Grenzwachlposten ausreichende M,i,,,!n>',i!! ',,,, Unterstützung zu senden, Japan. Petersburg, 16. Seplember. Die „Novoje Vremja" veröffentlicht eiü Intervielv mit einer leitenden Person, lichleil in der oslasiatischen Polilif. Diese uieinl unter anderem, daß die Tarispolilil fich eiltfchiedeii gegen Rnß. land richte. Es sönule z» einer Katastrophe sühren, lvenn man opliuiistisch auf die japanische Aufrichtigleil gegen» über Rnßland bauen würde. AIs Tasl in Petersburg lveilte, fei iu leitenden Kreifen der Plan eines rufsisch. chinefiscli'amerisanischen Ablommens envogeu worden. Dieser Plan soll jetzt wieder ausgenommen werden. Japans Tendenz, Ehina zu erdrücken nnd zu seinem Werlzenge zu zwingen, sei offenbar. Zusssentssleisung. Budapest, 16. Sepleinber. Eine Mitteilung der Claalsbahndireftion besagt: Am 15. d. entgleiste auf der Strecke Almas—^üzitö—Grau der Gemischte Zug Nr. 4314 infolge Unlerwaschung des Geleises durch eiueu Wolleubruch. Die Lolomotive, der Gepäckswageu und drei Persouenwageu siud zwischeii den Stationen Meszleny uiid Sütlö eutgleist. Der Lokomotivführer wnrde schwer, der Zngssührer leicht verletzt. Von den T^ahrgäslen erlitt niemand eine Verletzung. Lembcrq, 16. September. Wie aus Bon,slaw tele, graphierl lv'ird, ist heute vormittags ein Erdreservoir der galizischen Rohöl-Transporl» uiid Magazinierungs. gesellschast aus unbekannter Ursache explodiert. Der Brand griff ans die Nachbarreservoirs der Gesellschast über. Die Petroleumreservoirs sind nicht gefährdet. Nio de Janeiro, N». Seplember. Die amtlicheu Be-richte stellen eine Zunahme der Einwanderung, ins» besondere von Deutschen, fest, was in erster Liilie auf die Ermäßigung der Fahrpreise zurückzuführen fei. Im Jahre 1909 sind 5823 Personen, nnl,'r denen sich 1542 Teutsche uud 1426 Österreicher befanden, eingewandert. Uonstantiuopcl, 16. September. Die Blätter melden einen siegreichen Kamps der türkischen Truppen gegeu die Beduinen unweit von Medina. ___^ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. «^ ves ^inllergatten ^ llez evangel, frauenverein« wird Samstag nm lk. September Mff^ wieder eröffnet. ^Mß Anmeldungen ^reitast den 17. September vormittags von 9 bis 11 und nachmittags von 3 bis 5 Uhr im Pfarrhausc ebenerdig linls. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Köniss W,, Streiflichter zur Theorie der Banknote, Iv -80. - Swett Mardcn O., Frohsinn - eine iiebensliaft. ii 120. — Hai« Dr. Med. Ä,, Diät und Nahrungsmittel, Ii l-^0, — Moral ss., Ing,, Die Taxation maschineller An-lassen, X 4-20. — Pohlmann Dr. ?l,, Zwei Ta«e und zwei Nächte im Luftballon. Il -60. — Dreff er H. W,. Ein Buch der Geheimnisse, K -^60, — Racowiha Helene v., Non Anderen und mir, Erinnerungen aller Arl tier, Fiume. — Rohrman, Pnv., Grm. — Suäa, Kfm., Senosetsch. Klarii, Kfm,, Ereß. — Lichtenbergee, jtfm,. Oberstein, Drarlcr, Kfm.. Littau. ttonnne, Nes,. Zeticna. — Polihrr. Rsd,. Graz. - Iaidos, Rsd., Budapest, - Zweig, Rsd, Proßnih. - Neuner. Rsd., Trebitsch. Mehlo. Rsd., Vilitz. — Pande, Rsd., Marburg. Verstorbene. Am Ib. September. Viktoria Ielenc, Kassienn, 35 I., Polllnaftrahe 31. Im Iivilspitale: Nm 1 4. September. Franzisla ssapus, Private, 27 I. Meteorologische Vcobachtunssen m vaivaly. Seeböhe 306 2 m. Mt ' heiter 17.j 7 Ü. F T^c» ^ ^'^ ' Nebel ^0-0 Pas Tllgesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 15 4°, Normale 14-8°. Wettervoraussage für den 17, September für Steier. mark. Kanten nnd k rain: Wechselnd brwöltt, mäßige Winde wenig verändert unbestimmt, herrschender WitterunaScharalter anhaltei^b; fur Trieft: schönei Wetter, mäßige Winde, mäßig warm, Trübung. > "» Laibacher Zeitung Nr. 212. 1902 17. September 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aurslilatte) vom 16. September 1909. Die notierten Kurse »erstehen f!ch in Kronenwährima, Die Nolieruna sämtlicher Nltien und der „Diversen Lose" versteht stch per Lnicl Oeld Nare «Ugemeine Staats« schuld. Einheitliche Rente: p'. lonver, steuerfrei, Kronen (Mai-Nou.) per «ui,e . . 95 6« 9b l,0 detto (Iünn.-Iuli) per Kasse 9b bb 9b 7ü 4^"/« ü. W. Noten (Febr.-Nua,., per Kasse......9U 70 98 9« i 2« „ ö, W. Silber (April VN. per Kasse......98 7b »8 95 l8«««r Ttaatslose 500 fl. 4"/„ ^«3 7b l«? 7b 1860er ,. 100 fl. 4°/<,2»/,°/l> »4 6b 84 8b Gistnb»hn»3tllllt»schnld> nerschrtibunzn». ilisabeth-Vahn i, G., steuerfr., zu 10,000 fl.....4°/„ — - --- Zranz Ioseph-Vahn in Silber (biv. Et,) . , , . b'/«"/^ 118 50 l is'b« «aliz. Karl Ludwig-Uahn (diu, stücke) Kronen . . . 4"/„ 94 »0 9b «« «udolf-Vahn in Kroncnwähr. steuerfr. (diu. Et.) , . 4"/, 95 0ö 9k 05 «orarlverger Bahn, stfr,, 400 und 2«X> Kronen , . 4"/^ 94 9L 9b sb Hn ltaallschnldoelschllidnngtn ib«t «istubahn.Prloritiit,- ßlillgaliünln. Bühm, Westbahn, Em. 189b, 400, 2000 u. 10.000 Kr. 4"/» 96lb 97 1b Elisabeth «ahn «00 u. 300« M. 4 ab 10"/„......116 05 «17 05 Elisabeth Aahn 400 u. 2N00 M- 4"/n........11b'4/,»/<, 87 4b ««'4b Nornrlberger Äahn Em, 1884 ,di«. St.) Silb, 4°/„ . . W'I5 97 1b, Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"„ ung. Gllldrente per Nasse . 113 40113«« 4°/„ detto per Ultimo 113 4« N3 60 4"/^ ungar. Nente in Kronen- wäyr. stfr. per Kasse , . »^ 3l> 92'bl, 4",„ detto per Ultimo 92'3b 92 i»b 5'/,"/n detto per Kasse «2-2V «2 4« Ungar, Prämien,AnI. ii 100 fl. 213 7l,üi?'7l> detto k 5« fl 2122521« 2b Iheiß-Ncg.-Losc 4^?,, . . , . 14«, - 152 — 4°/„ ungar. Vrundcntl.'Oolig. 92 bÄnl. (div.) 4^/<> 92'5l> 93 b<> Busn.-Hercen Hiscnb.-Landes- Anlehen ^dlv,> 4>/,"/„ . . U9S0100-e<» 5",,i Donau Neg,-Anleihe 1878 102-7«'03 70 Wiener Verlehrs-Anl. . . 4°/„ 95-40 96 40 detto 1W<> 4°/, 9b 40 «<>'" Nnlehen der Stadt Wien . . l0l'7blc>2?b detto (S. oder G.) 1874 120-- >21 — detto (1894).....93-40 94' 95 bo »e-bu, dettll sInv.-«l.)V,I,19O8 9e-5b 97-05 Börsebau-Anlehen verlosb. 4"/„ 9« ?b 97 7b Russische Staatsanl. v, I. 190« I. 100 Kr. P. /,»/„ 9.'! 50 », - Pfandbriefe usw. Vubenlr.,alla..öst.i. 5UI.nl. 4"/„ 9ü>- 96- Äühm. Hlipothelenb. verl. 4"/„ 97ÜD 9?-7b Zcülral-Vud.-Krcd, Ä!., ostcrr., 45 I, ver!.. . , , 4'/,"/» 101'bn wiib« detto «5 I. vcrl, , , . 4"/« »7-- 98'-llrcd. Intt., österr., f.lücrl.-Unt, u, üffcntl. «rd, Kat, ^, 4°/„ 9b'40 9S-40 Lanbeib, d. nön. Galizien und liodom. 5?'/, I. ructz, 4"/^, 94b« 25-f><> Nähr. Hhpotlielenv. verl, 4"/^ 9«-:<ü 9? 2!> N.-iifterr, Landcs.Hup.-Anst.4"/, 9?'- »«-— detto inll. 2"/„ Vr. verl. 3>/,"/° »?'b0 8« b0 detto K.-Schuldsch. verl, 3>/,",n 87b0 8«-K« detto uerl......4"/° 96'7b 97-75 Österr, uiigar, Vanl 50 Jahre uerl, 4"/„ ö. W..... 9^-ib 9N-1K dclto 4'Vn Kr...... 9«'20 99 20 Tpart., Erste oll,, N0I. Verl. 4"., l»9'2b i>,0'25 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. bstcrr. Äordwestb, i!uu si, S. , 103 >o 104-w Ltaati>'50 pn»erz fl, 85'— 3»-- Rudolf-Lvse 10 sl...... 67'- ?»-- Salm Lose 40 fl. KM , , , 2«b— 27b--Türi, E.-V.-A»!, Präm.-Oblig, 400 Fr, per Kosse . . . 2l>3-7t> 2»>4'7b detto per Medio . . . 2(18>lb 20425 Meld Ware Wiener Komm.-Lose v. I, 1874 b24 — b3t- ~ Gew..Eck- d. 3"/« Präm. Schuld d. İdenlr.-3lnst, Em, I«8!» 87-- »»'- Altien. H«n»P»ll>zinteml!i«nngrn. !/liississ-Tepliyer Eisenb, 500 ». !i2Uü- !^24ii'- Böhmische ^iurdbahü 15» sl. , —-—^ -— Viischürlirader >t, li> 200 sl. per UN, v«2 - »9!» — Donau - Tamftüchisfahrtz.Ges,, :,, l, l, priu,. 500 fl, KM, 1020-— 1NZ0 - T»l «ubeübacher E. Ä. 400j»r, l>?»-— 584-- ^erdinandö-Nordb. 100« sl, NM, 53««'- b4iu--kaschan -Oberberger ltisenbahn 200 !!. S....... 366- ,67 ^eml>..Czes!,,-Iüss»i Eikübahü Gesellschaft. 200 fl. V, , bb-i'— b60-- loud, ost., Trieft. 500 !l., ,'lM, b««--- l>04 - Öslerr, Nurdwestbal)!! 200 fl, Z, ------- —-— det!« (üt,, li) 20<>fl, S. p. Ult. —-— —'- Plasi-Nurcr Eisenb, K»»»fl.abäst, 224'bu L2b-b0 Liaaiscisenb, 200 27 40 12«'4? HÜdiiorddelilschc Berblnduiigsb. 200sl,ilM...... - —'. Iraulport Ges,, inter»,, N.-G. 200 Kr........ 9b lib — Uüssar. Westbahn (Raab-Hraz 2»0 fl. S....... 410-- 412-. A!:. Lolalb.-Altlen we!, »oo fl. 225- 2«b- »llnlen. ^lnalo-Oslerr. Haul. l20 tl. . 332 7b 393-7.', Vanlverei», Wiener vcr itassr - - - —>— detto per Ultimo b«8'?b K39-75 lUodcutr.-slust. üst,, 300 Kr. , N77- - il8»'- Zen>r,-Uod.-Nrebbl. üst, 200 sl, l>79 - b8l-llrcditllnstal! sül Handel und Oewerbe. 320 Kr, per Kasse —-.- —-— veltu per Ultimo 6«N 7b « 3b> bO Inl>uftrlt»Vn!lin«h«ungNl, Bauaesellsch,, allss. üst., «N0 II. 1««— st., l 100 fl........ 433- 435^ Eise»l)llh!iw,-Leil,!,,, erste, 100sl. 21»— 2l2'— .Elbemühl", Pnpicrs. ». V-V. 100 fl........ 188'— 191 -^ Elcltr.-Ges,. alln, oslcrr.. 200 fl. 38b' ! 387— (l'ttltr.-Melcllsch,, intern. 200 sl. —'-! ^-'" Elcllr. Gesellsch,. Wr. i» Lian. 2»'!'- L3S — Htrlenberaer Pal».-, Mndh. u, Vte!, Fabrik 4<>0Kr. , , !0b7'— 1063 - Liesmner Brauerei 10« fl, . . 21b'- 21<>— Äioitta»-!«es., öst. alpine u>0 fl. 724 40 72b 4» ,,Polbi-H!!tt>-", Ileaelalihstahl- ! F,-A,-O. 200 . Nleinlohle» 1W sl. «00'— »0?^ ,,Sch!üglmttlil", PaP>erf.,200ll. 30«'— 822- „Schodnica". «.-«. s. Petrol.- > Industrie, 500 kr, , , . b.',o -> 5«0 — ,,E!eNrer,l!!»!l",Pap>erf,»,V.G. 442- 448-- Trisaüer,Nol,lenw,-G. 70 fl. . »u»< — 3,2^ Türl. Tabalirssic-Äes, 20» ssr. per Kasse..... —'- , — — delto per Ullimo . , , N72 — j n?3 — Waffeiif.-Oel,. üsterr,. 100 fl, , ««ü- ö8« b0 Wr, Vaunesellschast. ION sl. . . <6b— 1«« — Äiciierlü-rac ^lcaeIs,-Alt,-GeI. 747- i ?b»- Devisen. Kurze Klcht»» uul» Kchtck». i Amsterdam....... «98-25 !i 9« 4» Deutsche Vanlplähe . , , N7'4? !1'/'67' Italienische Äanlplätzc . , , 94'8l> «K — London........ 239 6?''25N92' Pari«......... »5^7^ 9ft'42' St. Petersbnrc,...... 255 b" 2.',«' — Mrich und Na!c> , . , 9b^2 95^7' Valuten. i Dulaten . , , , , 11'37 1, 40 20-ssranlen-Gtücle..... 19 <>? 19 <0 20Marl Vtücle...... 23-b« 2»'b4 !Te,i»sche Reichsbanlnote» , '1? 47» 1,7 «7- Italienische «anlnoten . . , 9b 05 9ü Ü0 Rubel-Äoten....... »-b«^ ii-b?-'"' I Aktien. Loten etc., JJevlsen und Valuta*, -*- Bank- «rid WechslerKcschAft "£" unter ebenem V«r>ehluS d«r Part... |