MnlmtherZcitmH. ^ 3H Dinstag am «3. Februar ____________ »8HK D" „Laibachcl ZcitttMl" crschciitt, niit ÄuHnahmc v.r So,ni^ und Fn^taae, täglich, und kostet sammt d^n Vcila^n in, Coinpiolr g,i nzj.ihrg 1l st-, hall'iahvig ^ ft. -^ kl., mlt Kreuzband im Conyttoir q.in^jährlii lÄ ff., halbjähriq li fi. Mr die Zi^llun^ ln^i H>ius sino hall'jähci,; W kr. mehr zu cnkichtm. M>t der ^vft Porto, frei ganzjährig, mit« Knnlband mid gedruckter Adresse 1Z ss.. halbiäl,ria 7 f!. 3<» sr. — In scrationsgcbilhr für nnc Spaltm^.ilc oder w, Naum dcr,M'm, M ">,. »nalige Ginfch.iltung 3 kr,, für zweimalige 4 fr., fiir dn'imaliqe 5» kr. E. W, Inftratc bis 13 Zrilcn fostni l fl. für 3 Mal, 5N kr. für 2 Wal und 4<1 lr. fur l Mal emzMMM!. Z» dil'sf», Gebiihrc» iss „ach den, „provisorische« Gesetze vo>» 6. Rouembcr <,«',« für IüseratilNisst.^':;'^" noch W kr. für ciue jedesmalige Einschaltung hinzu zu rcchnnl.______________________ MMch,'! Theil. <^e. f. f. apostolische Majestät haben dem Del» gationstommissär Ludwig Ritter u. Ceschi a Sta. Croec die k. k. Kännuercrswürde allcrgnädigst zu verleihen geruht. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Erschließung vom 2U,. IHmer d. I. dem Festnugssträflinge, Mathias ^cuard, acht Jahre von seiner Strafzeit allergnädigst zlc erlassen uud zu< gleich zn gestatten geruht. daß ihm die Untersuchuugs. haft in die Strafdaner eingerechnet werde. Veränderungen in dcr k. f. Arnu'c. B e f ö r d e r u n g e n ' Im Infantcric^egiüu'üic (^^I'c'.^'g '^van^ ^er» bimnb d'(5sle Nr. :;2: der H.>«PII'.U1UN ,N)^'dor vou W a c q n a u t>G r^^ o >i ^ ^ des Infaltterlc.RlginieMö Varon Tlirszky Nr. b2, znm Majore im Infanterie »Neglincute Prinz von Preuüeu Nr. 3^: der Major Vasilius Iovic des Infanterie» Regiments Erzherzog Franz Ferdinand dMcNr. 32, znm Obcrstlielitenant^ im Infanterie ^'egilneme Ä'aron ,^u^^kn ^i'v. Vangenl'erg, c»e^ gcnamttcil !42. Iüf.^Xc^iinen!^ zum Ä)üijor,' i„ dem. »eu Allerhöchsten Namen Sr. ?. k. a^!?< stolischen Majestät führenden Tiroler IägwNegimcnt, der Hanptmann Augnst Lorcnz, zum Major; bei den Fcldjägcr-Vataillons: der Obcrstlieute« n,n,t Moriz Nitter u. Pcßlcr, Kommandant des N., zn,n Obersten; der Major Friedrich Süsi v. Rhcinhanscn, Komnlandant des l2. Iägcr Vataillo,ls, zuiu Oberst-licMuant; der Hailfttnlaml Nikolans Ma rko uie, des 16,.. zum Major und Kommandanten des 20. Jäger«Va« taillous; dann zu Majors! d?r Hauptmann Eduard Pcchmann des Militär-IugcnienrMcogmphen.Korps nnd der Rittmeister Hilarins Schindler des Mili> litär.Fnhrwesen-KorpS. 3fichta>nend« nnd Sonntags» s^l'nlc!! an !i!im s>!l>'lftändigen Nltterrealscbnlen anzu-ori>nen l'e'unrm, imd ,llglcich folgende leilende Gnmd» fät?e l'iefnr ans^esorochcn: 1. Der grfc^lich >.'orgeschrie^'lie Wicderholnngö« unterricht fi'Ir dic der Echlllc eMlv.ichsene Ingcnd nl'crhnilpt, „uo fiir bic ^chrlinge i^^l'esonderc, hat ulibeirrt fortzul'rslchr,!, und blcll't wie l'ishcr mit der Hanptschule ucrl'unden. Es ist uoit den betreffenden Schnk'Mänden mit allem Ernste darauf zu scl'^i, daß diese Wisderyolnii.pschnle fü^ Velnln^e zn'ecknn'i. M'g eingerichtet ivevde, w dai' sie na^l' überstaudencr Vel'r;eir iic ?ic Sonittaq^ nnd Äbeudsth^lle eiütiel^^ nnd ihrc gr>oerblichc Vildlllig vervollkommnen können. 2. Die Al'end» nnd Sonntagcschulc ist fnr Gc> scllen nnd solche Gcwcrbslcntc nnd Hilfsarbeiter be« stimmt, die einc wcilrrc Ansbildnng fnr ihr Gewerbe nnd il>re Veschämgnna. anstreben. Lehrlinge werden in dielen Untervieln nur anfgell^mmen. wenn sie ->) zur '!^iedcrl'^ui?g0!chnlc nich! gelblich verpflichtet find, oder !») Me Gelicl'migung zi'in B^'uch der Schule siir Gen'erbetieibende von dem Vorstände der Wieder» holnngsschnle erlang! haben. Diese Genehmigung ist keinem Lehrlinge zn ertheilen, der die drei Klassen einer Hauptschnlc nicht mit gntem Erfolge znrnckgc« legt hat. 3. Der fragliche Unterricht fur Gewcrdslcute hat an attcn Sonntagen, mit Ausnahme der hohen Fest' und der in dic geschlichc Fcrialzclt fallenden Sonntage stattznfiudeit. Er mnß dlirchans popnlär nnd in Hinsicht des Lehrstoffes lind dessen Vehand. lung den speziellen gewerblichen Verhältnissen der Schüler angemessen sein. 4. Welche Lehrfächer zu wählen sind, ferner,, ob auch in Wcndstnuden an Wochentagen Unterricht zu ertheilen sei, wirb nach den Bedürfnissen und Verhältnissen der Gewcrbsklasse, für welche der Unterricht bestimmt ist, zn benrtheilru sein. K. Di^ UmerrichtösNinden sind s» zu wählen, daß dic Schnler ilnen religiösen ^fiichleu genügen können. :e o!v' ^>!lb^ii:g die ftohe >timde einlangle. das^ Krieger-nu>? V^irgerlreüe unter dem Schunc re^ ^innne!^ den ^re^l gel^'»,!^ daß für Oesterreich's Volk die üchere Hoffnung vorhanden sei, den z.'andesvaler, den edelsten der Fürsten erhalten zu sehen' da flammten in der von Illbel gehobenen Vrnst die heiüestei'. (^'bne empor znm Throne des .^bü^i, und in diese? Tanl'gel'et M'ügte siel' ein fr^.ldlg dankbares Ge''>!!'! ^r zene Wackern, dene» di,rch eii.e bol'ere ^ilgui^g e<< vcr-gönnl »oard, mr Millionen ihrer Mitbürger einzn-sieben fen O'Donelt den Anvdruck liefen Daukgefübles nnd '.oärnlster Anerkennling^ — ein Graf aus unserer Mme stellte sich an die Spipe, 5em B ü v g er (? l t e n ^ reic-l, den Dauk unserer Heimat in entsprechend '^.'eife auözüvrmteu. 7ul dieser siilnigeu Verbindung unl> Verschmelzung aller Stände Krains stclu sich der Gcsannntallsdrltck der Gefühle aller Bewohner des Landes dar, das fast durch sechc« )abrbunderte seine Trene nnd Anhänglichkeit au daö angestaminle HerrscherhiUi^ jederzeit und glänzend beir'äl'rl l'al, das niemaw in zi^^nsy ^i^!^ stand, wo eö gall, seine Gefühle durcb ix'e Tbat ^> bekräfiigen. Der vom k. f. H^fraty mW Kämmerer, Herr» ttndreas Grafen v Hohenwart au oic hoch herzigen Vcwohner Krains gttichtetc Aufruf von: 28, Februar 18«3, hatte kaum dic Presst verlassen, als dcr Vorschlag, dem biedern Wiener-Bürger ein Ebreu - Andenken ans Silber anfertigen zu lassen, m allen Schichteil der Bevölkerung mächtigen Anklang fand. Au? allen Gegenden W'ains, von ^ung und Alt, vou Reichen und Armen wurden Beiträge dem genannten Herrn Grafen eingesendet, m>d wer. wenn anch ausserhalb des l'aiwes Krain wobneud, demlel-ben nur in entfernter Beziehung angehöne, wollte hieroou nicht ferne bleiben. Gras Hohenwari, von dem dic Ioec aus. gegangen, nnd der nuermübet für die Verwirklichung derselben il'äug war, wofür ihm der wärmste Dank von Seite seiner Laudslentc mit Recht gezollt wird, Graf H o b e n w a r t sctzle lick niln mii- dem Bild» l'-.mer, zugleich Miigliede der kaiserlichen Akademie der bildenden dünste in Wien, Herrn Johann Prc» leuthller, zur Durchführuug des Ehren ^ Andenkens in Verbindung. Geschmeichelt durch das ihm zugewendete Vertrauen hat Hr. P relc n t h n e r die ilmi gestellte Auf« gäbe mit künstlerischer Vegei'sternng evfam llnd durchgeführt, und so ist nach dein von ihm geschaffenen 'Modelle unter seiner Leitung lind Ueberwachnug cin Ehren«Pokal verfertiget worden, der seiner Be< stimmung würdig ist, und den wir zu beschreiben vcr-suchen werden. Dcr m dcr Wohnung des Herrn Andreas Grafen v. Hohcnwart zur Ansicht aufgcstettte KHD 9. Zeugnisse werben über Verlangen nach ordnungsmäßiger Prüfung ausgestellt. 10. Für dic nöthigen Schnlcrfordernissc sorgen die Schüler; mmm Schülern sind sie aus den In> nnngsmitteln beizn schaffen. Gs ist zugleich in Ueber, legnng zu nehmen, ob die durch diesen Unterricht veranlaßten Ausgaben, z. V. auf Experimente und Unterrichtöbchclfc, überhaupt den Inmmgsmittcln ganz zur Last fallen sollen, oder ob zur thcllwcism Deckung derselben ein maßiger Veitrag von den Schülern zu leisten wäre. Von diesen Beiträgen sind jedoch ganz arme Gcwcrbslclite zu, befreien. !l1. Diese, Beitrage sind beim Beginne des Kurses zu, leisten. 12. Schulgeld wird nicht gezahlt. (Austrla.) Oesterreich. 'Wien, 9. Februar. Der Wortlaut der kaiset> lichen Verordnung vom 2. Okrober M»3, in Betreff des provisorischen Wiederauflebens der vor und bis zum 1. Jänner 1848 bestandenen, die BcsitM'igkcil der Israclilen beschränkenden Vorschriften, bcrcch-tkgct, wie wir ans einer dicüMiglu Weisung dcs !'. k. Flnan;ministcriums crscben, nicht z>i der Folgeni'.ig, daß hierdurch dic im Sinne des Patentes vom 20. Oktober 1^l8, ^m 1. November ll^ft an als aufgehoben zu betrachtenden Bestimmungen, bezüglich der uon den Isracliteu als solcher zu leistenden Tann, wieder in Wirksamkeit zn treten baben, »vei! diese Taxvorschriften an und für, sich keine die VeWähia/ feit beschränkenden Normen waren. ' Ueber cine Anfrage wurde im Vernehmen mit dem Handelsministerium erklärt, daß auch Uhren mit goldenen oder silbernen Gehäusen nach §. 12 M. Il des kaiserlichen Patentes vom 4. September 18l>2 vom Hausirhandel ausgeschlossen sind. W l e n, 11. Februar. Die k. „Wiener Zig." enthalt folgende K n n d in a ch u n g. Aus Anlaß ^orgckommcner Zweifel und Anstände wird in Erläuterung dcs ^. li Allerböchs! gcnchniig-ten Eisenbahn < Betriebs > l^rdnlüi^ von» li',. Nl.^?»^ ber 18.')1 hiermit ausdrücklich festgesetzt, daß von den Eisenbahnzügen. welche uicht schon durcl> die allgemein kundgemachten Fabrordnungcn als Personcu-, als gemischte oder als i'astcuzügc bezeiehuct sind, dicjeni-gen, bei welchen der Hauplgcgcnstand des Transportes die Personen bilden, als Pcrsonenzügc, diejenigen aber, bei denen die Fracht, Pferde oder Fuhrwerke als der Hauptgrgenstau!) des Transportes crschciüt-als Lastenzüge anzusehen sind. In lcytcrer Begehung wird nichts geäildcrt, wenn, mir einein selchen Trans- porte auch allfällig Personen, mögen dieselben zur Vc» dicnung oder Begleitung dcr Sachen gehören oder nicht, befördert werden. Im Zweifel entscheidet dcr Betrag der tarifmäßigen Gebühr bcr Personen und dcr Sachen, ob die ersteren oder die letzteren den Hauptgegcnstand dcs Transportes bilden. Nücksichtlich der Sachen ist dcr Berechnung, die nach dcn verschiedenen Waren-klassen des Frachlcmarifs entsallendc Gebühr, bezüglich des Militärgcpäcke<< aber das ermäßigte Porto zum Grunde zu legen. Die Gebühr für die Pcrsoneu ist nach dcn verschiedenen Wagenklaffcn mü Berücksichtigung der zugestandcncil Porto-Ermäßiglmgcn zli bc-rechnen. Stellen sich dic bciderthciligm Gebühren gleich, so ist dcr Zug als ein Persoucnzug zu behandeln. Wien, am 39. Jänner 18ll6. Brunn, 8. Februar. Um cine glückliche Entbindung für Hre Majestät die Kaiserin vom Him< mcl zu erstehen, hat der hochw. Herr Fürstcrzbischof von Olmüß, Friedrich Landgraf zu Fürstenbcrg, bereits unterm 17. v. M. eine Kurrcude an die Ol« mützer Diözcsan'Geistllchkcit mit der Wcisnng erlasse», , vom l. Februar angefangen, bei jeder heil. Messe dic für solche Fälle vorgeschriebene (5ollcktc niit dei^ dazu gehörigen Gebeten zu dcm Zwecke cmzuschaltcn, daß der allinächtige Golt dcr erhabenen Frau in der Stunde der (s'nlbllidung gnädigst be>flehen und durch dcn hciö erflehten Sprossen das Heil dcs Vaterlandes > reichlich vermehren wolle. Nil einem gleichen Anf. trage hat sich auch Sc. Erzcllcnz dcr Herr Bischof ! von Brunn iil einer Kurrende vom 14. v. Mts. au die DiözcsaN'Geistlichkcit gewendet und Überbiest ein besonderes Gebet bezeichnet, welches nach der Psarr-messt und beim nachmittägigen heil. Segen jedes Mal in der Volkssprache mit dem Volke zu beten ist. Deutschland. Zum Vollzug der" zwischen dcr großbcrzoglichcu badischen Regierung und dcm päpstlichen Stuhl g> rroffencn Vereinbarung wegen der intcriniistischen (,w lediguüg dcs Kirchcustrcils ist dicfcr Tage ans dem gu^ßl'crzoglicl'cn S^al^mimsterünu rine Ent!el'll,'^i^>^ ergangen, ivoilach die mcislen dcr ans Aillai! dc5 .^ircheustrcilö aubängigcii Unicrslichnngcn gcgcil Geistliche und ^aicn eingestellt, l'czichungöwcisc dic gegen sie erkauntcn Stra>'en nachgelassen wlirdcn. So sind aus dem Seettcis? namentlich dic Uittersuchungen ge< gcn dic Pfarrvcrwestr Iochum zu Hcrdwangcn und Pfarrvcrweser Hagg zu Mrßkirch (beide Orstcrreichcr), Pfarrer Kerker von 2^öl'ringrn und De^ui Knittel von ^mincildingcn, ^arl ^'^»1^1^ Glockengießer von ^onstaitz. wegen Vcrl'reüung von ^lugschriflcn, ciügc^ Itelll und dic gegcu Pfarrer Baader von ^nedenwci-ll'i'. P''.irrer ?!ei?ha!» von Gr^iingm, i>,w Pfarrver- weser Standara von Rast, vom großherzoglichen Hof« gcricht in Konstanz erkannten Strafen gänzlich nach« gelassen worden. Dagegen wurde höheren Orts die Genehmigung zur Einstellung dcs Strafverfahrens gegen Pfarrumvescr Maier von Ücipferdmgen, und Pfarrvcrwcscr Wolf zu Donaueschingen (Letzterer eben. falls ein Oestcrrcicher) nicht ertheilt. Aus Frankfurt a. M.. 0. Februar, schreibt man der „^eipz. Ztg.:" Gestern hatte eine SilMlg der verelnigtell Ausschüsse der Bundesversammlung für die orientali« sehen und die militäriscbeu Augclcgechciten Statt. Es wurde in derselben der Bericht der Vundesmili. tärkoinmissioll in Bezug auf dic Ausführung des von dcn ver.iüigten Ausschüssen m ibrer Hißimg voin 30. Jänner gefaßten Beschlusses für beschleunigte Kriegs» bcrcilschast der gcsammtcn Vuudeskontingente vorge-lcgt. Vo«: dcn militärischen Bevollmächtigten mehre, rcr Vundcsstaaten wurden im Auftrage ihrer Negie-rungeu vcischiebene Separatanträgc gestellt, welche eine Entscheidung dlnch dic Bundesversammlung er» fordern. 0) ivuroe deßhalb, zuverlässigcin kernch. -men nach, von den vereinigten Ausschüsscn der Be> -^ ! schluß gefaßt, in dcr nächsten Sismng der Bundes- ' vcrsammlung diefc Angelegenhcil "zur Vorlage zu bringen. ^ Hcute vcttalninclt sich dcr Ausschuß der Vlmdes. ! vcrsanlmlioig sür die t.ülitärischen Angelegcnheitm abermals zu einer Sitzung, in wclchn- siber die zu ^ crgrcifci'.dcn milliärischen Maßnahmen weitere Vem^ thiing gepflogen werocn wll. Wie verlautet, wird uon mehreren Vundesregie. rungcn beantragt werden, die k. k. österreichische Nc> gicrung zu ersuchen, der Bundesversammlung nähere Mittheilung darüber zu machen, in wie weit die Gefahr dcr Lage sich gemehrt habe, um außcrgewöbnli« chc mililärischv' Vorkehrungen von Seitcn des deut« scheu Zundes zu ^heischen. Dasselbe Blatt bemerk! in cinem Artikel aus Süd^entfchland, ^. Februar, die erste Anregung zu dcm Vorschlage, statt dcr Proposition Oesterreichs für ci»e s^'onige Mobilmachung dcr Hälfte der Bnndcs. ^koiuiligeiile einen Antrag auf bcschlmmgle Kri^öbc. renschasi dcr ganzen Bnudcskonlingcntc zn stcllcn, sei bei den Präliininarvcrbandlungcn zwischcn dcn denl< schcn Kabinett n von der Rcgicrnug bcs Großhcrzog> thnms Baden gegeben worden. Die baier'schc Rcg«c< ruug habc sich dieseln Vorschlage mit voller Bercitwil- !ligkcit angefchlosscn. Preußen wie Oesterreich M" oann dclnfelben bcigetrctcn. Dev .Karlsruhcr Zig." >uird ans Stuttg,ir<, .'^. Februar, geschrieben - „So viel man hört, liegen bei dcr Infantcric dreierlei Vorschläge vor.- Vcrmchruug dcr bestehen« Ehrcn.Pofal ist aus lcinem Silber. Das Silberor^d verlilbt dem .^uiuliveike ciucn amilcu (>'l)ara?>er. >vo° mit der in allen ,N'ci!en kousc^neiu duvchq^üln!,.' rcmc gothische St!^l barmonin, z:ig!cich trcrcii n'cgen dcs matten Glanzes dic ein^clnm ^hcile Narer der-vor. Beim ersten Anblicke schon überrascht dic Masse des bis in die kleinsten Einzelheiten mit bewnn-dernswerthcm Kunstsiciß ansgcführtm Lanbwcrkcs und ber Arabesken, welchc in künstlerischer Verthcilung ohne Ueberladung die majestätischen gothischen Bauten im Kleinen uns vorführen. Die sinnig gedachten und' rein durchgefübrien (''mblcmc bekunden sow^l für sich allein, wie aneh in der Anordiliinq unter einander . und ^um Ganten dcn füblciwen, dcuklndcn Mcistcr, der scin Pl'antasiegcbiioc uüt ergrcifendcr WabNieit niw naturgetreuer Schonhcij ^u vcllorpcrn im Siiuidc ist. An der Spiye d!"^ Dcckcl,? stcyr rcr schilpende Genius, dcr Ocsterl'eich'o Wappcu ,'cgüeno schirntel: ein Svmbol des göltlichcn Sehn^^, ocr in ,5agcn der Gefahr so siclnbar über nnscrcm Hcrrscl'crl>a>lsc waltete, ein Symbol der Idee.' „Dcr Scgcn kommt von obcn!" Am Fnßgcstclle des ^ngcls schlingt sich durch dic Ornamente, cin trefflich gearbcitcs Band, das in gothisch geformten Schriftzügcn die Rundschrift trägt: „Nkcn's biederem Sohne, Herrn Josef Ritter von Ettenrclch«; dic Flächc unter Ocstcrreich's Wappen und übcr do,n Namcn i'lle.!n>^!,' dntl da^Wappcnsll'iIr dcs wackeln ^ctt.'vs, üno ^'nilnelnsel' inil diesem ^cstelli vlit^l ^>, der N>^ sciic dao ^'^apvcn des Hcr^qüiuni^ v^lain. Die ^cl^'kronc wird ouvä' die mit vaubge>vin-dcn vcriicrten Säulcn in l.'ier Felder cingcthcilt, an'' ocncn dic vicr Bürgcrmgciwcn: Trene, Flem, Gc-horsani und Goltc^'iirchi in sinnbolischer Darüclüing in I'albcrbabcncr Arbeil prangcn. Wc:m wir sagcn, daß jcdc dieser Figurcn init ihren angcmcsscncn Attri' bntcn schon für sich ein Knnstwerk genannt zu werdcu verdient; so svrcchcn wir nur dic Ucbrrzenguug aller Kunstkenner aus. Dic oberwäbmcn Sälilcn sind ge-schiuiickt mit dcn Wappen dcr vicr ^onigrcichc.- Böh^ nic„. Ungarn, Galizicu und dc^ lonibaroiscb-vennia' nischcli 5ioÜ!gre!l'I'5. Das Innere der ^elchfr^nc ist reiä' verg.'irc!. Del Gli?i' rc<- ^'i-cher^ nii^ seiiicil Spii^'^i.en und Sällleu und ^.irlc!u Laubwerk crwcckl i» i,U'5 dav Gcfühl. da? ivir bciiil Aiiblicke cincs gochisel'cn Do>uc.> iiü Großen empfinden. Wer bar den St. Stefan^-Dom betreten, ohne von dcr Allgcwalt dcs präebs-^ gcn, imposanten Baucs, der alsel'riviirdigen Bögen nnd Säulen nnd Arabern nicht niächrig ergrisfcn nnd dadurch zu criister, heiliger Andacht tief im Innersten hingerissen zn wcrdcn! Es ist ein ergreifender, gewaltiger Eindruck, dcn ein gothischer Don: selbst anf hie Scclc des minder Gebildeten ausübt; diese orga- niscbc Glicdcrimq mw .'!,^'üu^cl-.s,e Harinonie, u^ dcücn die I^hsie Gescylicl'^eit llar ^ind verständlich >um Beivilnder-r redci, wird mit Neckt „dic ticssillU'gstc ^m'ui'g div Probleius der Arel'i:^tur°' genannt. Ist auch die Arbeit, dic wir au dcm Becher bctrachten, in kleinen Dimcnsioncn ennvorfen und ausgeführt, so weht uns doch dcr einbeitlichc harmonische Geist dcs Ewlcs übcrall an, uno wir fühlen uns hingerissen, i»n Kleinen dic große Kunst ;n bcwundcrn. An den Säulcn des Griffes sind bic Wappen von Steiw mark und .ftäruten — auf einem Schilde — von Tirol, Siebenbürgen und. Illm'icn, und an dem, mit dcm Gau^cn in Einklang auögeiNbeitcten Fuße des« selben jene von Oesterreich, Kroatien, Dalmatien, Slavonien, dcr Wolch nicht mehr bloü um eine Belagening, sondern um ""cn ;n unterilehmenden großen Fcldzug, wie wir es vor zwei Monaten sagten. Die Belagerung von Sc-bastopol wird ein denkwürdiges Ereiguiß werden, und wir kennen keine Vclagernng in der Geschichte, die man an Schwierigkeiten jeder Ari mit derselben vcr< gleichen könnte. ' Diese Schwierigkeiten entstehen nicht etwa einzig aus der Strenge der Iabrcszcit, wahrend bereu man die Vclagernng fortzusein genöthigt ist, denn viele andere bcrühmlc Belagerungen sind im Winter ausgeführt worden, ur.d ui'.ter anderen die Belagerung vou Danzig, in eü'em ri^I stvengevcn Klin^v als ds,y h^. K,,^,^ 7,^^,, h^- nissige Hilfs'Arnice hennm odrr hindert ?ic B^laq^ndcn. Diese Annce Ut be, ri„c„, ^,^^^ q,,i^>sf d^„ si^ „ich! Ivil'^eiholt )" ' N^lageu wordeu. Was die verbündeten Är- nicen int vil>^ m, baftovol " -"wnalcn unter den Mallern von Sc< Vedentnn^ma^"' ^"' l'"d Befestigl.ngen, von deren MMare Menge v"' ^-7'" ^'""" "" '"" ^"" ""' gestattet, ihre Vatte'.^'^'"^' "^^' ^' ^"^" lässig das heftigste ^^/" "'vielfältigen und unal" gesagt, daß <ülc Welt si, i ^'5"^"'" ^^' ^"" getuscht habe. selbst ,ie ^' ^ ^Ü7e Sewastopols 1^^^^^^^^ >v^.c sich im An^ gesicht des PlatM befallbell. Ma» war bei der Abfahrt von Varna sehr schlecht unterrichtet. Die Reisenden, welche nicht rund um die Stadt ungeheure Forts von drei Stockwerken kasemattirtcr Batterien erblickten, wic bei der Einfahrt in den Hafen, hielten sich zu der An« nahmc berechtigt, baß die Stadt nur unerhebliche Ver> cheidigungswerkc auf der Südseite habe. Zur Zeit dcr Laudung dcr eugl.'ftanzosischen Armee warm die Vc» fcstigungeu gewiß noch nicht, was sie heute sind, wo oie Russen, sie vervollkommnet und seit Beginn der Belagerung vermehrt haben. Gleichwohl war die Stadt durch die kreuclirtc Malier geschützt, weiche eine RingmMer bildet, vor der scholl das Quarantäne.Fstt, die TlMwibastwn, die Mastbastiou lind der Thnrin Malakow standen Ein einfacher Graben mit einem erst angefangenen Erdauf' wurs verband diese selbst unvollendeten Werke, die mcht das Profil hatten, das man ihnen seitdem gege-ben, und die nichtsdestoweniger augenblicklich in wohl. M'mirle Batterien verwandelt werden könnten, «'on dcm Gipfel der Hngcl aliö, welä'c Eebastopol beHerr, scheu, erblickte ma» in n^r ^ulonenschnsiweii'e die g^'^zc Stad!. Vei der Anf.lnst dcr Verbündeten hatte der Anblick dieser Erdbefefjigungm oo-l unvollständiger Anlage uud schwachem Profil nichis Imposaimc-. Auch crmnevt man sich aus Vuefm >'on der Armee, das! 0s-si^ierc damals den Nalb gegebe», den Sieg an der Alma nnb dic augenblickliche Verwirrung der Mssen ;ll einem sofortigen Stnrm zu beimhen. und daß die lange Dauer der Belagerung sic eö sel,r beklagen läül, daß dieser Naih nicht befolgt wurde. Man darf aus vielen Gründen mmehmeu, daß ein so verwegener Versuch wenig Chancen des Gelingens hatte. Wir sind überzeugt, daß die Rekognoszmmg des Plahcs weder aufmerksam noch nahe geuug vorgcuom< men war. Scbastopol konnte nicht mit Feldartillerie "ngegrchfn, noch mit ciilem Handstreiche genommen werdcn; man im'Irde dabci ohne Orfolg viele Mrnschcn vcrlorell hab<^n, es wäre einc beklagens,uerthc Nieder-l^ge im Veginn dcr Velagcrung geweftn. (^ ,'l? also dal?ci nach unserer Ansicht nichts ;u bedalleri,. Van ei'inuen «'ich Sar^gonas uind b'onstaütinen^. Dcr Ge-in'ral Vefel're'Desn^nette^ und I'alo nachher dcr Mar--schall Moncey wollleu dic Stadt Saragossa, dic keine aildcrcil Festlingswerke hatlc als il'vc cnornieil, in Zitadellen umgewandelten 5Noskr und in der Eile crrich. teteu und mit rinigen Kanonen anuirten Äainkadeu, mit einem Handstreiche nehmen. Sie wurden MÄcb geworfen und man mußte sogar, sechs Monate später, die Belagerung der Stadt mit allen Regeln dcr Kunst, mit sehr grosien Mitteln und mir einer voll dem Marschall Lannes kommandirlen Armee, welche dcr Marschall Mortier deckte, untemelünen. Der Marschal! Klausel wollte auf dieselbe Wch'c den Angriff von Con» ^ stantme brüskircn - sei« Versuch schlug wegen Mangels an großen Kanonen fehl. Die großen Handstreiche dürfen im Kriegs nur unter vernünftigen Vedingun« ^ gen versucht werden, von denen selbst die Verwegen« heit anocre Chancen für sich hat. als die des Zufalls. Man hat zwar bisweilen die Soldaten einer Kolonne sich auf ein einziges Ziel, z. V. den bedeckten Weg einer Festung, stürzen und im Sturm darüber hin« weggeben und üch noch der Lünettc bemächtigen oder selbst bei der Verfolgung des Feindes in daö Innere der Festmig eindli^cn seben. Es sind oas jene Hand« streiche, die man lallen Vlnts für unmöglich hält und welche die Hitze des Kampfes, der Pnk'eminsch, die Begeisterung eines bcgonnencn Sieges und die durch dic Gesahr selbst verursachte Aufregung gelingen lassen. Dinge dieser An sind in allen Kriegen vorgekommen. Aber wo ist dcr General, der daranf rcchnen kömite, und dcr den Vefehl, das eben Beschriebene Punkt für Punkt auszuführen, dlktiren wollte? Er würde sich einer Niederlage und dcr unvorsichtigen Ailwpferung vieler Tapferen aussehen. Jedermann fühlt, baß ein schwerer Unfall im Beginn eines Feldzngcs schlimme ^lgen nach sich zicbt; aukcr einem großen Verlust an Menschen gefährdet er den Wassenrnf, schwächt den Muth der Tvnppcn, indem er den des Feindes steigert, und set)< den General der Gefahr aus. seinen Namen aufs Spiel zu sel)ru. Mail kaun daher glauben, daß 9ord Raglan weise handelte, als er dem Marschall St. Arnand wider« riech, den Slnrm auf Tebastopol gleich am crstcn Tage zu unternehmen. Die beiden Armeen mnöteu bci ihrer Ankunft ihre wgcr einrichten, die Lanfgrabcn cröff' ncn, Batterien «richten. Man mußte dann mit großer Anstrengung das Velagcrnngsmatcrial von dcr Küste bis zu den Laufgräben transportircn und es in Post» twn bringen. Diese schwere Arbeir erforderte 14 Tage. Wäbrend dieser Zeit arbeiteten die Nüssen nimnfhörlich. Tag und Nacht an ihren Vefefligun.^n. Das Profil der Wälle erhob sich und wmde sichtlich von Tag zu Tag grosser. Das hat ;u d^r Annal'me verfuhrt, daß zacher k^iiic' Bcfl'sn'gimg <,'M>>'l l>abe. Die I^nsscil arbeiteten obne Gefahr, denn unser ^m'v >uar nicht eröffnet, lind ;u gleicher ^'^'il schlenderl^i sie fortwäl>> renc ^adling^'.l von Boinbeil und Angeln auf lit>s, ein Beweis, daß ihre Pastionen bereits gut armirt waren. Endlich wurde unser Fener mit großer Kraft eröffnet und die Armee, saßte dic Hoffnung, dkc Vertbeidignngs' werko der Festung/bald zli zerstören lind mehrere Bre« scheu darin zu schießen, eine Hoffnung, die sich in allen in dieser Zelt ans der Krim geschriebenen Arie« fcn knnd gab. Da aber trat ein in dcr Geschichte der Belage-rungeu gan; neuer Umstand c!n, der nämlich, daß das Feuer der Belagmcn zchxfach stärker war. als das dco Poststmcntes in seiner Totalitäi ,.'^'^---------"" wollen, es iür cin ^u.^n^tt ci. '! ^'""""" "' z„ halten; s. bel.^n si„ ^ch /7"" ?"'"" bei genauer Bmael'tnng. n..,,,,, ' '^"! '^'"l^ mächtige bis in....^ Detai^i'^^^,:^ Genaulgkelt un. .^n.'ett, mit wabrhaft volle.^del" Mistcrschast an5gearbe;lcte Eichonkran^ der wio nne reiche Krone oas Po,tameut llmschiingt m,o de,ll ganzen Eht-c,Mndcnken den Stempel deutschen Stykö aufdrückt. Vker von den acht Seitenflächen tragen smnmetri. schc Arabesken; ans die andrrn vcrtl'ciltr dcr Künstler-Das Siilnbild des Ritterkreuzes votn f. f. ^srr-'' chischcn Frmlz-IoswOiocn mit oer Umschrift: „^^,l>n b c s M o n a r ch c n," und ielics der Sal!)ator"ar in den Annalen dcr Geschichte unseres Vaterlandes, das sollte der 18. Februar 18M zu Tagc fordern. Der ritterlichste, hoffnungsvollste Monarch Europa's, unser heißgeliebter Kaiser wllte dahingerafft u'erc>en voil dem Mordstablc des Vcrratbes, in dem Beginn? scineö thatenreichcn Wir. k"l^iü der Bliitl,'..' sciner Iugeno! So hatte, es bc-'chlo,,cn das menschenwürgl-noe Sck'enml der nimnicr "'bc'ndcu Hi.^a de^ 1Iinstur;cs, da^ im Finstem schlei-'^'"d, ric Bande der Ordnung, der Trene und 5es "laubcns zu vcrnich^n sircl^ Das! der frevel niel,s gelang, daü der verrnäne Unn uch nichl ;uni ^.veittll tö'olllcherm Stoße erbob, daß Ocsterrcich's ^i,^> cg^^. ^^ lie^eincil^ dürften den besten Herrscher, und dic Blätter der vaterlän^ sibcu Geschichte rein blieben von den blutigen Schrift» zügrn dcs Kaiscrmordcs —das haben zwei edle, biedere, entschlossene Männer gehindert. Anf dcn Basteien Wien's, an denen in vergangenen Jahrhunderten zwei Mal der Christen feindliche Würgengel zum Heile des ?>aterlanoes an der Treu. biedcvcr Krieger mw Bürger cilag, auf denselben Basteien waren es ain l?. ^elnüar 1«l!3, als dl. Vcrratl, Hano anlegte an die geheiligte Person des Monarchen, ivieüer ein Krieger l>er Gesal,r oic rettende That „ut ^olll'rachte, dercll Bewmldenmg ill aller Herzen dankbar lodert. Daruni, wackerer <5ltenreich, schinnckcil nun „lil Neä't höbe ssbrcn Ihre Brnst, darum bicst Sie unser allergnädigster Kaiser tretell in die Reihe seiner ssdlen, darnin sind Sie gegrüN, gechrt und'gefeiert von Millionen Ihrer Mitbürger. Uud wenn die Bewohner Krain's in nicht genug zu hegender Dankbarkeit für des geliebten Herrschers Rettung es sich nicht versagen konnten, die Gefühle «SV Belagerers. Gleichwol'! ballen die Verbündeten damals ein Belagernngsmall'rial ^'^u Ilw bis l7>^ Geschünen V»» 24. bis ll<» psmwigem Kaliber, cm Malerial, das gegeu die stärk»e Fcstnng ftliropa's ausreichend sein würde. Aber die Nusü-n, loclchc bekanntlich ihre Flotte drsarmirt und Marine-Kanoneu voll l»0- und harrlichkekt ihre schweren Arbeiten, troß des grausa» inen Wknterwetters. Die Laufgräben sind bis auf weniger als 100 Mctrcs uon der Festung vorgerückt lmd neue Batterien vom stärksten Kaliber, auf neuen Platzen errichtet, von wo aus man die Festungswerke in furchtbarer und entscheidender Weise zu beschießen hofft. Für den Augenblick sind die Operationen, sowie das Fener der Kanonen unterbrochen. nnd man be« schrankt sich aus das Feuer der Mörser, welche Nacht und Tag Bomben gegen die Stadt schlendern. Ein dicker Schnee, welcher gegenwärtig die Erde bedeckt, steht jedem andern Uniernehmru im Wege, nichl, als ob er dem Marsche dcr Truppen, wenn man sie in Be> wegung setzen müßie, hinderlich sein würde, sondern weil er den Boden und die Wälle mit einem gleichförmigen Maiuel bedeckt, der die Unterscheidung der Honfiguralion des Bodens unlnöglich macht. Die englischen Plätter meldeten, dap die Wie« deraufuabme i^e^ Feuers und der Sturm aus den 7. Februar N'stglscyt scm,. ä^ii können darüocr nichts Vestimmll'ö inil l heil eil. Wir wissen nur, daß zwei Projekte in Frage sieben: dao eine, zum Sturme zu schreiten, sobald die ^erslöuing der Mauer es gestat» ten wird; das a.idsie, zunächst auf die rnssische Ar-mee lo^zugebrn, sie zl> Ablagen und doi.n inich Seba» stopol znrnckzurVhven, da^ nian alsdann ^ollstmidig blo-firell wülde, indem n>an dir nördlichen Föns zn gleicher Zeit mit der Sladl belageril würde. Wie di.-m anch sei, eiue große Kriegsoperalion bereitet sich vor, ein gewaltiger Plan ist im Werke, sei! man beschlossen httt. in Eupawria eiue liirl'. Armre unier dem Befehl des Geueralisslunls Omer Pascha auszustellen. Die verbünde! en Armeen werden bald ilMMO Mann in der Krim babm. Anch die Nüssen verdoppeln ihre An-sirengungen. Die Belagerung von Sebastopol wird die Ner» anlassllug zu einem denkwüroige» .ftampf, in welchen ganz Enropa verioickell iverdeu kaun, und welcher die Aufmerksamkeit der Welt fesselt." Türkei. Das „Iourn. dc Const." meldet, daß die hohe Pforte den Vertretern von England und Frankreich eine Denkschrift über die wesentlichen, in dem pro-jektirtcn Haudelsvcrtrage, mit Griechenland vorznnch» inenden Veränderungen und Zusätze mitgetheilt habe, uub hofft, balo die Wiederaufnahme der diplomatischen und kommerzicllcn Verbindungen zwischen beiden Staaten verkündigen zu können. Die «Trieft. Ztg." sagt hierüber i Die Pforte hat den ihr von Athen zugesandten Vertragsentwurf mit der Bemerkung zurückgeben las< sen, baß vor jeder andern Stipulation drei Punkte festgestellt werden müßten, 1) mnß der türkischen Regierung das Necht eingeräumt werden, bei der Verfolgung der Räuberbanden, gleichgültig ob sie griechischer ober türkischer Nationalität sind, auch in das griechische Gebiet einzudringen und die Verfolgung innerhalb desselben so lange fortzusetzen, bis die verfolgende Truppe auf eine kompakte griechische Macht stoßen würbe, woran,f sie von der Verfolgung abstehen und stc der griechischen Macht überlassen wird. Dasselbe Recht wird auch der griechischen Regierung eingeräumt. Ä. Dal< die Ueberläufer, sie mögen Militäroder Zivilpersonen sein, 24 Swnden nach der zugekommenen Aufforderung auszuliefern sind. ,l. Daß Griecheuland smic Gesetzgebung über dao griechische Indigenat beschälten oder abändern könne, jedem unter türkischer Oberherrschaft gebor-neu Griechen das griechische Illdlgcnat zu geben be> rechiigt in, daß aber die Pforte jede» nicht in den Provinzen des griechische» Staates Geborenen als Tüttischm liniertem behandeln werde, dcr sich in der Türkei befindet oder dahin kommen würde. Rußland. Warschau, K. Februar. «Der Fürst - Stall. haller von Polen ist aus persönlichen Wunsch Sl'. Ma^släi des ttaiserö si rüebte kciue Erwälmnug thun. " Paris, Sonnabend. Der „Monilenr" inel-dst- 30.000 Türken sin? bis zum 4. o. ^>.^. m En< patoria au^geschlffi ivovden. " Odessa, 2<». Immer (7. ,^'bruar). Mimer Nachrichten reichen bi^ ^nnl 2t. Jänner (7, F^l'vual). ^s. V. F. Klu,'^ Druck und Verlag von I. v. Kleinmayr A F/Vamberg in^aib^ v. Kleinmayr H- F. Vamberg.