PrSmimrrationS-Preise: g ti r Laibach: Vanzjithrig ... 8 ft 40 It. Halbjtthrig ... 4 „ 20 „ Lierteljiihrig . . 2 „ 10 „ Monatlich „ 70 „ Laibacher M i l b cr Post: Saiizj8hr,g. . . 11 fl — lr. Halbjiihrig ... 5 „ 50 „ HiitteljShtig . 2 „ 75 „ gtiv Zustellung in« HauS vier-teWhrig 25 !r., monotl. 9 ft. ttinjelm Nummrrn 6 ft. tj KebtuUtn: Bahnhofgaflr Nt. 135$. Expedition- & J«serate»-Bureau: Eongrchplatz Nt. 81 (Buch. handlung von Jgn. v. 8Uin» mayt & Fed. »Bamberg.) Jusrrlionspreife: Flic die >i»Ipaltige Petitzeil« L 4 tr., bri ,weimaliget Sin fcholtnng Š 7 ft., bt'imalig« & 10 ft. JnsrttivnSstcmpel jebeemel 30 ft. 18 ci gttSBrttn jnfttattn unt bftrrrt Einschaltung entspre-chenbet Rabatt. Anvnyme Mittheilungkn werden nicht beriicksichligl; Manuscriple nicht zuritckgesendel. Nr. 107. Samstag, 10. Mai 1873. Morgen: Gangolph. Montag: Pankraziu?. 6. Jahrgang. Tie machen gricbcn. Seit Monaten herrschte in unsern klerical-nationalen Kreisen cine hartnackige Fehde, beren inntre Ursachen in letzter Linie in dem Ehrgeiz und der Eifrrsucht einiger jungerer Parteigenossen lagen, Sie wohl daS Entwurdigende des selbst auferlegien Joches fiihlen mochten und ebenfalls Verlangen trugen, sich auf den Schultern der Masse zu Macht und Einfluh emporzuschwingen. Davon sollten aber die Leser der nationalen Blatter, so wie das Publicum uberhaupt nichts erfahren; deswegen gingen Me beiden tonyngebenden Organe den eigentlichen Streitursachen hfibsch aus dem Wege und fuhrten btn Kampf in der allhergebrachten, von den Vor-bildern an der Moldau erlernten Weise, indent fie stch gegenseitig schmahten und zu Personlichkeiten khr« Zuflucht nahmen. Nun scheint wieder einmal das Schimpfwvrterlexikon erschopst zu sein, und da die Herren autzerdem ftrchten, bei dem ohuehin ge-grn seine Bersfihrer miStrauisch gewordenen Volke das Vertrauen vollstiindig einzubuhen, liegen fie sich wieder einmal in den Armen und ffihren vor allem Bolke eine Bersshnungsszene auf. Dieses Schau-spiel erlebten wir wahrend der letzten Jahre schon ju oft, alS dah eS uns noch einer besondern Be- achtung wurdig erschiene. Wir wollen hier ein der. bes Sprichwort, womit der Volksmund derlei Vor-86nge bezeichnet, nicht wiederholen, Thatsache ist, Venn sich die Herren die grSbsten Dinge, die ver-^tzendsten Anzfiglichkeiten an den Kopf geworfen, Wtgen sic sich jedesmal jedesmal wieder auszussh-ntn und die „Jungen" spielen dabei stets die Ver- sohnerrolle, indem fie pagodenarlig zu alien Matz-nahmen der „Alten" ihr Ja nicken. Noch vor wenigen Tagen machten beide Frac-tionen der National-klericalen verzweiselte Anstren-gungen, die Leitung der Wahlen ausschlietzlich in ihre Hand zu bekommen. Wie wir nun erfahren, kommen die „Jungen" schliehlich zur Einsicht, dah sie ohne den Beistand der „Alten" und der fieri* eaten Cohorte auf dem Lande ohne jeden Einfluh seien; tein Psarrer, tein Kaplan — so drohten »Danica" und „Novice" unt die Wette, — wiirde eine Hand ruhren oder ins Feuer gehen fiir einen von den „Jungen" aufgestellten Candidaten. Und wie sollte eS auch anders sein? Was haben die „Jun- gen" gethan fiir die Weckung des BoltsgeisteS, fiir die Befreiung der Masfen aus der ultramontanen Hvrigteit? Haben sie nicht vielmehr mit eingestimmt in daS pfsffifche Gezeter von der GefShrdung der Religion und Sitle dutch die neuen Gesetze? Haben sie nicht um die Wette mitgeschimpst auf die Ver-sassungSpartei und die Regierung, so oft sie ul-tramontanem Aberwitze nicht zu willen waren? Waren -fie nicht die eifrigsten Mitstreiter fiir die Verdummung der Massen, fur bit Unterwiihlung der staatlichen Autorilat, die Untergrabung der ge« setzlichen Ordnung und der Verfafsungsrechte des Voltes? Die Herren haben sich eben ben Boden selbst unterwiihlt und find nicht mehr im stande, auf anderer Grundlage zu bauen, mit andern Bun-desgenoffen zu roirten alS ben bishetigen zur ewigen Schmach und Schande ihrer Volksthum«. ES ist eben „drr Fluch der bbsen That, dah sie fortzen gettd bosts muh gebaren". Also bit Einigung zwischen ben Jung- und Altslovtntn ist witbtr tinmal tint vollstSnbigt. In dtr Vtrsammlung tltricaltr Landtagsabgeordneten am 6. b. trochtn bie Herren Zarnit, Graselli, Col* njat u. s. w. bemflthig zu Krtuzt, thatcn Buht und leisteten Abbitte fiir das tecke Untersangen, auf eigene Faust tin Wahlcomit^ begtiinden zu wollen. Sit sanbtn Gnabe ob ihrer Zerknirschung vor ben Halb-gottern Costa und Bleiweis, ja sie rourbtn fogat ins kltricalt WahlactionScomit^ aufgtitontmtn und ziehen nun mit Monsignor Jeran von ber violetten Vauchbinbe unb bent Domkaplan Klun an einem Strange. So ist benn nun bie fantose Allianz wit-dtr befeftigt, beren alleiniger Ziveck bie Niederhal-tung btr tirchlichen unb polttischen Frtihtit im tianbt ist, bit in letzter Linie nichts anderes bedeutet, als bit Knechtong unb BethSrung ber Gtwifftn, bit Auslitftrung bts Voltes an bit Romlingt. Dtnn lttzttrt machen, wit die Srfahrung (ehrt, fiir ihre Zugestanbnisse an bit fbberatiflischen Schrulltn btr Nationalen nicht nur von ber Unterstiitzung btr letztern in ihrtm Wibtrstandt gtgtn bit Ntgitrung ben weitestgehenden Gebrauch, sonbtrn trloubtn fich auch auf kirchlichent Gtbittt imgthinbtrt alltrlei Uebergriffe zur Ausbeutung bentsauler Masien unb beanspruchen aus ber Allianz den Lswenantheil fttr sich. So oft man aber einem Mitgliedt dtr nationalen Partei das Nachtheilige und GefShrlicht dit-ser Politit, die das Volt unaufhaltsam dem Ruint entgegensflhren muh, vor Augen halt, ist bit Ant-wort stets tin vtrlegtneS Achsrlzucten unb bit Er» kliirung: „Ja was wollen Sit, wir kSnntn jttzt in ber ©ache nichts thun, wir finb eben auf bas Zu-sammengthtn mit bem Kkeru« angmiesen. Haben wir aber mit befftn Hilft unset Ziel erreicht unb Ieuilleton. Die Beschreibung Khiwas. (Schluh.) Die Ortschasten unttrschcibm sich grShtentheilS ®*«i0 von btn gewohnlichtn mittelasiatischen Dor fern i>nschlatS) und bestthen aus frummtn, schmutzigen ?«* staubigen Strahen, bit aus SehmhQtten ge-oudtt werben. Fast allt find mit Walltn, bit oft frtilich in Trllntmtrn liegen, unb von GSrten um« Btbcn. Die Hauptstadt Khiwa liegt in zwei Jrri-8ationstanalen unb ist mit einem fiber sechs Werst ‘ongtn Lehmwalle von 10 Fuh Hohe umgebeit. Im \S»ncrn unigibt eine endtrt zwei Werst lange Mauer 3'/, Faden Hbhe unb vier Faden Dicke bie voliiste bes Khans, bit Hauser ber Wiirdentriiger einige MedreffeS (hbhere geistliche Schulen), Ztth Khiwa ilberhaupt 22 ziihlt. Diese innert ^todt bilbtt tine Art fiitabtllt mit brti Thortn, :n btrtn ©eiteit ungefiihr 20 Kanontn auf Lafftlten ’te9tn. (AuHerbem lagrn 1869 in einem Schuppen ber Citadelle noch 60 Kanonen, die in letzterrr Zeit gegossen zu sein scheinen.) Die SuHcre Stadt hat einen grohen Bazar, und in der Umgegend liegen viele Garten und die Sommer-Residenzen des Khans. Die Stadt hat ungefLHr 20.000 Einwohner. Kun-grad am Taldyt hat in semen trfimmerhaslen Hau« fern 6- bis 8000 Einwohner unb treibt einen ziem-(ich bebeutenden Vieh- unb Productenhandel. Khod-fheiti, 65 Werst fubflftUch von Kundrad, soll 8000 Einwohner ziihlen, wobei man wahrscheinlich bie um« liegtnden DSrfer mitgezahU hat. Kunja-Urgtntsch am alttn Amubelte war sriiher tint ausgedrhMe Stadt, deren Bewohner jtdvch der hiiufigen Slngriffe der Turtomanen wegen grShtentheils ausgewanbert find. Bent ist tint fltint elende Festung, bit bret Kanonen haben soll. TamauS, 61'/, Werst nord-westlich von Khiwa, ziihlt wetiige Bewohner, hat aber eine start bcoMterte Umgebung. Now-Urgenrfch, 10 Werst vom linten User des Amu, hat eine ztetn« lich flute mit Slrlifltrie armierlt Mautr und zahlt circa 3000 Einwohntr. Khanti, an btr Uebtrfahrt fiber btn Amu, soll 5000 Einwohner zijhltn unb tine gutt Mauer haben. Khasar-Asp, 57 Wtrst Sstlich von Khiwa, nachst biesem die beftbefeftigte Stabt, hat ungefahr 4000 Einwohner. Viele anbtrc Ortschafttn, von btntn mehrtrt alS fltint Fottt bitntn, tragtn tbtn nur btn Numtn von Sltidttn. Dit Gtwalt des KhanS ist tint vollstSndig bkS-potischt. Die Sintheilung des LandeS richttt sich nach btr Zahl btr Stable, beren jeder eine be* stimuite Zahl von DSrfern zugetheilt ist. Die Stable werben von ©eamten bes Khan« vollstSndig willtitrlich verwalttl. Dit Justiz wird entweder von dem Khan ptrsSnlich oder von btn Richttrn gtfibt, die, da bit BevSlttrung bem sunnitischtn 93eteimt* niffe anhfingt, theilS nach bem geschritbenen Gesetze (©chariot), theilS nach dem flberlitferten (Adat) ent-scheiden. Oft wird auch tin RechlSsall ber vvll-stanbigen Willkfir ber HSchsten Abministrativ-Beam-ten anheimgegeben. Die bestehenben Steutrn find »as Ssalgyt, daS von jedem Hausbesitzer mit 4 6ie 20 Rubel jShrlich unb zwei Ffinfteln ber Ernte tr-hoben wird, roenn bet Ackerbau auf bem 8anbe be# Khans betrieben wirb; bie Takapnaja, bie in ver« schiedtnen BclrSgen von btn Garten zu entrichttn ift. Von ben nomabisierenben Vbitem jahten dir brauchen mir die Allianz mit den Schwarzen nicht mehr, dann werden wir schon ihren Anmatzungen Schranken zu setzen und mit ihnen fertig zu werden verstehen." Dies der Trost und die Hoffnung der Nationalen. Aber es wird anders fommeii. Der Grundsatz, von welchem ste ubrigenS aus-gehen, ist ein ganz richtiger, und unsere eigenen Parteigenossen wurden gut tfjun, sich denselben je eher desto besser zu Gemfilhe zu fuhren. Anf dem Šmide bet den Bauern und bei der Masse der klci> nett Gewerbetreibenden in ben Stadten und Mark-ten ist mit Tinte und Druckerschwarze weit weni-ger zu richlen, als durch personlichen Einfluh und unmittelbaren Berkehr. Und diesen Einfluh besitzen alle jene, die hn Wahlkreise leben, die den Wahlern personlich bekannt find, in weit hoherem Grade als die Fernstehenden. Tritt dazu noch der sich mit dem Nimbus der ..Unsehlbarkeit" umgebende geistliche Einfluh, wird an das Heiligste in der Menschen-brust, an das religiose Gesuhl appelliert, werden die Begriffe verwirrt, der IDienge Sand in die Au-gen gestreut, unter der Heuchlermaske vom bedroh-ten Gottesreiche noch unverschamt gelogen und be-trogen, wird dem Bauer auherdem noch gehorig die Holle heitz gemacht oder die Steuerschraube ange-wendel, so kann es nicht sehlett, derselbe wird hin-gehen und deit vout Psarrer anempsohlenen Candida-ten wahlen. Man wird uns da nicht eitireden roollett, dah solche von Kaplanen und Pfarrern angefuhrteu Mahler sich wirklich mit staatsrechllichen Fragen abqua-len, dah sie sorgsaltig zwischen Versassungsstaat, FSderalismus und Fundamentalartikel-Politik unter-scheiden, dah sie uberhaupt zugunsten eiues politischen Programmes ihre Stimme abgeben wollen. Die Scute wollen cbcn ihrem drangenden Pfarrherrn einen Gesallen erweisen, sie wollen nicht in Widerspruch mit der Kirche getalhen, sich vor der ewigen Ver> dammnis bewahren, Seele und Seligkeit relten. Sie werden in heiliger Einsalt alles gutheitzen, was ihnen von ihrem Serlsorger als niitzlich und heilsam euv pfohlen wird. Wie man die idhllischen Zustande unserer „biederen Landleute" beurtheilen mag, das muh man doch zugeben, datz das Geschick eittes Groh-staates nicht durch Elemente bestmjmt werden konne, tiber deren Willenlosigkeit und Urzurechnungss-ihig-keit in politischen Dingen fcin Zweisel besteht. Um so unverantwortlicher, urn so schmachvoller fiir die uationale Partei ist es, dah sie selbst an den geistigen Fesseln, in denen das Volk schmachtet, schmieden geholsen, datz sie noch immer dem klericalen Schwindel vorschubleistet und das Volk immer liefer in Nacht und Unwissenheit versinken macht. Noch vor roentgen Jahren war es den Nationalen moglich gewesen, sich aus dem gefiihrlichen Netze zu retten und durch Etngehen aus die con-fessionellen und Schulgesetze sich den gesahrlichen Karakalpaken ein Stuck von je 100 Schasen, ‘20 Rindern und 6 Kameelen, die Kirgisen etwas we-niger. Diese Abgabe wird in Geld berechnet. Von den importierten Waren werden 2l/2 Perzent des Werthes erhvben. Trotz der Hiihe dieser Steuern roirb die Bevolkerung noch oft genug mit auher-ordentlichen Abgaben bei allerlei besonberen Gelegen-heiten heimgesucht. Der Khan Muhamed-Rachim ist ein junger Mann von 25 Jahren und mit schwachem Charak-ttr, der sich wenig um die Regierungsgeschaste lumrnert und seine Zeit im Harem oder aus der Falkenjagd zubriugt. Sein eiuflutzreichster Rathgeber war bis zur letzten Zeit der Diwan-Begi Mod, Murad, der hauptsachlich gegett die Auslieserung der russischen Gefangenen war, die er als Geiseln zuruckzubehalten rielh. Nasar-Jarym, der Kusch-Begi (erster Minister), ist zwar dev oberfte Be» amte im Staat, aber durch Murad mehr in ben Hitttergrunb gedrangt worden, woher zwischen bei-den gerade feine Freundschaft herrscht. Polwan-Dshan, der Mursa-Baschi (etwas wie Minister des Auswartigen), ist tin gewandter Mensdj, bet viele Folgen ihres Bundnisses mit dem Klerus zu ent-ziehen. Die ernste Handhabung bieser Gesetze ware fur bie Entwickluug bes VolkeS von unberechenbarem Vortheile gewesen. Allein in nationaler Borniertheil wurbe biefe Gelegenheit zu ersprietzlichem Wirken fur bie Hebung der Volksdildung versaumt, statt dessen lief man mit dett Ultramontanen um die Wette gegett bie tteuen Gesetze sturm, aus bah ja bas „beutsche Schulgesetz" ein tobter Buchstube bliebe unb bie Verfassuugspartei bamir zuschaubeu wurbe. Nun, bas letzlere ist nicht gescheheu, bie neuen Schulgesetze sinb enblich auch in Krain in ihren wesent-licheu Theilen zu Ehren gekommen, alles Toben unb Demonstriereu bagegett half nichts. Wohl aber sinb bie Nationalen im lhorichten Kampfe gegett bitselbett uuvermerkt von Bunbesgenossen zu willenlosen Werk. zeugen, zu geprehteu Hanblangecn bes Klerus ge-worben, wohl befinden sie sich so stark verstrickt in ben Netzen ber Jesuilensippschafl, bah, wie bie nevesten Vorgange beweisen, an fcin Entkommen mehr zu benten ist. In bent Buche ber Bucher heiht es: „Wor- att ber Lleusch gesiinbigt, baratt wirb er gezUchtigt." Die nationalen Parleimanner Krains haben durch ihr Bfinbnis mit ben Schwarzen an ber Wahrheit gcfrevelt, fie haben die Wohlfahrt und die Zukunft ihrer Volksgenofsen dem Moloch ber klericalen Luge geopfert; fie werden an der Luge zugrunbe geheii. Politische Rundschau. Laibach, 10. Mai'. Die Partei bes „Vaterland" will die T a g e des Min t st erium s Auersperg wieder eiu-mal gezahlt haben! Dieses Ministerium werde nicht (anger bauern als bie Weltausstellung — es sei ttur bas Weltausstellungs-Ministerium. Die Tha-tigkeit, welchc bie Versassmigsgegner mittlerweile inbezug attf bie nachsten Reichrathswahleu ent-wickeln, floht bettt „Vaterlanb" solche Hoffnuug ein. Die Plane unb frommenWfinsche ber Wappen-schilb- unb Weihwasserpartei tonnten nur burch bie organisterte Macht ber Manner bes Fortschriites zu nichte gemacht werden. Ueber den Zeitpunkt ber birecten Reichsr athswahlen tauchen Melbungett wiber-sprechenbster Art aus. Nad) ber einen Version htitte bas Ministerium beschlossen, ben Wahlielbzug aus ben Monat Juli zu tierlegen, ttach einer anberen selbe erst im Herbste eintreten zu lassen. Alle biefe Melbungen sinb nur als blohe Mnlhmahungen an-zusehen, nachbem bie Regiernng bisher noch gar feine EMscheibung getroffcn hat. Trotz bieser Un-gewihheit, bie auch fautti sobalb gelost roerben biirste, gehen bie Wahlvorbereitungen in ben ein-zelnett Kronlanbern riistig ihren Gang. Versassungs-treue Lanbes-Wahleomit^s wurden bisher ausgestellt in Dberofterreich, Salzburg, Steiermark, Karntcn asiatische Sprachen unb auch russisch spricht. Auch sinb noch zwei Kirgisen zu nenncn, bie sich ber besonberen Guttst bes Khans unb einer grohen Popu« (aritat erfreuen. Es find dies Sfadyk und Asbergen, zwei heillose Rauber unb geschworn- Feinbe Ruh-lands. Die regulare Truppeumacht bes Khans besteht aus 500 Mann zu Fuh unb 1000 Reitern, bie mit Pcrcussionsgewehren bewaffnet unb uniformieet find. Als Artifleristen bienen meift Hinbus unb Afghamn. An irregularen Truppen kann Khiwa vielleicht 2000 Reiter ins Feld ftellen; btefelben roiirbctt aber grotztentheils aus Turkomanen beftehen, bie ein auherft unzuerlaffiges Element sinb. Was bie nach Khiroa fiihrenben Wege beirifft, so sinb berett folgenbe zu nennen : 1. Bom Fort Alexandroroski (auf Mangifchtaf) burch Bisch-Akly, fiber ben Brunnen Tabynhn, Aibugir unb Kunja-Urgentsch, 300 Werst. 2. Von Krahnowobsk fiber bie Brunnen Ssnlmen, Tschaqyl, Dachli, Usun-Kuju unb Tiktscha, ungesuhr 750 Werst. 3. Vom Posten Tfchikischljar burch MuUafari, fiber die Brunnen Gesli-Ata, Tschagyl u. s. w., wie in und Mahrett. Nach bent Schlusse ber Delega-tionen biirste sosort in allett Provinzen zur Bilbung von Wahlcomit^s geschritten werbett. Als einen neuertichcn Beweis basfir, bah sich unter dem c z e ch i s ch e n Volke immer mehr die Erkenntnis bahnbricht, wie sehr es von feinen Ffihrern auf Jrrwege geleitet worden, citieren wir eitiige bezeichnende Stellen aus einer von einent cze-chifchettt i'andtnantte in Padaroro trfchtettetten Bro-fchixre: „Zur Schulfrage". „Wir Czechen" — so erflart unverholen der Autor — ..mtterstfitzen durch die Verbindung unserer Ffihrer mit ber reaclio-ttareit oder ber fogenannten Rechtspartei bie Reaction, fchaben uns materiel!, schaben uns aber auch morali)ch bei ber ganzen gebilbetcn Welt." Unb an anberer ©telle sagt er: „Man beginnt bei mis an-zuerfenttett, bah wir nicht auf bent richtigen Wege zu unserem Heile sinb. Es ist bies allerbings viel, sehr viel. Nun fornnit es nur noch baraus an, zu erfentten unb sich beffen bewuht zu roerben, roorin diese Abirrung unfercs Volkes von bent richtigen Wege besteht." AusllMd. Der ..Vossischen Zeitung" zusolge behalt ber Reichs-Pretzgesetzentwurs bie Pflichtexemplare, bas Verbot auslanbischer Zeit-fchriften unb bie Beschlagnahme bei, bemiht aber bie Fristett fiir bie erforberliche Bestatignng bet Beschlagnahme burch bie Gerichte enger als bas pteuhische Prehgesetz, verfcharft bie Verantwortlichkeit ber Rebacteure, fchneibet bie Einrede des Nichtfcnnens des Jnhalts eines Artikels ab unb fchlietzt die Schliehung der Buchdrnckereien dutch Richterfpruch aus. Unter fotchen Utnstanden dlltfte due Verstandigung zwischen Bnndesraih und Reichstag fiber das Reichsprehgefetz ebenfotoenig wie fiber das Civilehegefetz in Aus-sicht stehen. Die im Herbste ftattfinbenben Wahlen zum dcutschen Reichstage und zum preuhifchen Landtage werfen beretls ihre Schatten voraus. In ben katho-lischen Lanbestheilen roerben angesichts ber bevvt--stehenben Reichstags- unb Lanbtagswahlen bie Be-antteit vor Theilnahme an Agitationen verwarnt werden, welche ber Regiernng seindlich sinb. Schon hat bie oberfchlesische Regiernng von Oppeln ben (Slcmentarlehrern, bieroeil sie auch Staatsbeamte sinb, eingefcharft, sich von ultramomanett Agitationen sorglichst fernzuhalten. Die Vollziehungsvetorbnung zum Beschlusse bes berner Regierungsrathes vom 18. Marz 1873, be-tressettb bie „E in ft el lun g11 ber f a t h o l i f ch e n Pfarrer im Jura, batiert vom 28. April. Sie umerfogt ben „in ihren amtlichen Fnnctionen eingeftetitctt katholischen Pfarrern" alle geistlichen Fnnctionen in bctt zum offentlichen Gotlesdienste bestimtmen Kirchengebauden, fertter alle Fnnctionen MS" Forlfctzung m der Beilage. "MS —— aw ^^^^^^^mmgssSSSSESSBSSSSSSSSSSt Nr. 1, 900 Werst. 4. Von Orenburg fiber Ak-Tjnbc unb ben Embaposten, tangs be« Users bes Atalsees fiber Aibngit unb Kunja^Urgentsch, 1395 Werst. 5. Atts Kasalinsk tiber Irbai unb Jrkibai nach Dan-Kata, 725 Wctst. 6. Von Pewowsk nach Jrfibai unb dann toeiier, wie in Nr. 5, 750 Werst. 7. Aus Dshifak fiber Ufchma, Temir-Kobuk, tangs ber Norbgrenze Bokharas bis Mynbulak unb zum Amu, 800 Werst. Der Weg von Tfchikischljar langs bes techie" Mrekusers. butch das Ssumbarathal, fiber das F'' ftorte Turkomanensork Kisyl-Arwat, die Brunnen Dinar, Jgdy (am alien Belle des Amu), Orla--kuju und Dudut und fiber Jsmychs4it, ungesahr 765 Werst, ist in zwei Dritteln noch nicht er-forscht. Alle biefe Wege setzen bent Marsche grbheret Truppenabtheilnngen wegen bes Mangels an Wasstr unb Grunfuttcr gtohe Schwierigkeilen entgegen. Das wiffcn bie Khiwesen auch sehr gut, unb bahtt haben sie bis jetzt ber Ueberzeugung gcletit, dah die Heiligen das alte KhareSm vor einer feindlichen I"" vafion bcfchutzen werden. Beilage ;«m „Laibacher Tagvlatt" Nr. 107 Horn 10. Mai. in den Schulen und in den Behiirden dec Sffent-lichen Schulen, alle anderen Functionen vffentlichen Charakters, wie namentlich die Theilnahme im Ornate an Processionen und Begrdbmffen, sowie das Predigen und Kaiechisieren, soferne es dffentlich ge-ichieht, endlich das Erscheinen beim Leichengeleite und bei Leichenfeiern. Jede Nichtbeachtung des Ver-boteS wird mit Geldbutze geahndet. Letztere trifft auch jeden Geistlichen, welcher offentlich die vor dem burgerlichen Beamten abgeschlossene Civile he alS blotzes Concubinat, die daraus entstehenden Kinder als unehliche erklart oder eine Ehe kirchlich einsegnet, bevor die Civiltrauung vollzogen ist. Nach allem zu schlietzen, was sich jetzt in den poiitischen Kreisen F r a n k r e i ch s kundgibt, werden nach Erosfnung der Nationalversammlung die verschie-denen Borlagen iiber die von der Regierung in Vorschlag zu bringenden Versassungs-Abanderungen der Haupt-tummelplatz des monarchistischen Zornes werden, der jetzt nur muhsam sich zuriickhalt, um angesichts der bereits vollzogenen und noch zu vollziehenden Wahlen die thatsachliche Ohnmacht der Rechten nicht allzu grell hervortreten zu lassen. Der gewaltigste Sturm wird wohl durch den Antrag Berengers hervorgeru-fen werden, der die baldigste Verkiindigung der definitiven Republik verlangt. In Bezug auf die Re-gierungsvorlagen selbst foil, namentlich was die Wahl-reform anbelangt, Thiers der Linken einige Zuge-gestandnisse zu machen beabsichtigen. Er wurde, wie dies fur die Municipalwahlen bereits der Fall ist, nur ein einjahrigs Domicil an dem Wahlorte als Bedingung der Wahlberechtigung aufstellen. Gegen-wartig wird ein halbjahriges Domicil erfordert, wahrend Thiers anfanglich an dem zweijahrigen Domicil festhielt. Auch soll Thicrs eifrig mit den Vorarbeiten zur Vertheidigung seines volkswirth. schaftlichen Systems beschaftigt fciit und mit Hilfe des Herrn Ozenne eine Masse Material zusammen-tragen, um den voraussichtlich sehr scharfen Angrif-fen der Freihandler wic der extremen Prohibitionisten begegnen zu konnen. Das Manifest der spanischen Regierung, welches die absoluteFreiheit der Wahlen zusichert, constatiert die bisherigen Misbrauche und verspricht, unnachsjchtlich gegen alle Beamten vorzugehen, welche ihre Stellung dazu gebrauchen sollten, um die Wahlen in ihrem Sinne zu beeinflussen. Die „Times" schlagen urplotzlich gegeniiber der russischen Expedition nach Khiwa einen wohlwollenden Ton an. „Eiu Studium der Karte", bemerkt das Blatt, „wiirde hauptsachlich, wenn es mit einiger KenntniS asialischer Geschichte vereinigt ist, die mei-sten Personen zu dem Schlusse fuhren, dah, wenn Ruh-land irgend etwas wie Civilisation in Khiwa ein-sUhren (aim, dies von unendlichen Vortheilen fur die umliegenden Lander fcitt wurde. Wir haben", fahrt das Blatt fort, „ohne Zweifel eigene Jnter-effen im Orient zu schutzen, und wir werden hossent-lich wissen, wie und wann zu ihren gunsten einzu-schreiten; aber die Sache der Russen ist auf deren Dberflache so gut, und ihre unmittelbaten Resultate stiffen fur die Humanitat so vortheilhaft fein, dah fettic leichte Sache fein wiirde, dieselbe in Ver-ruf za bringen und zu misbilligen." Man darf ^ugierig sein, welche Motive das leitende englische ®r8(tn zu einer so auffallenden Schwenkung ver-anlaht haben. Die letzten vom khiwesischen Expedition s c o rp s eingegangenen Nachrichten melden, datz die Avantgarde desselben, nachdem sic am 7. April das Fort Emba verlassen, am 16. in Tschaska-Kul angelangt ist. Das Hauptcorps, welches von Emba „ diet Tage spater als die Avantgarde abgegangen war, befand sich am 16. bereits in Namas-Tau, etwa 40 Werst von Tschaska-Kul. Die Entsernung zwi-fchen Emba und Namas-Tau betragt 106 Werst (15 Meilen); das Corps hat bemnach taglich 21 ^erst zuruckgelegt. Der Gesundheitszustand der Truppen soll, trotz der Schwierigkeiten des Marsches, kin besriedigender sein. Zur Tagesgejchichte. — Minister-Anekdote. Die „Koln. Zig." schreibt: H58om Minister-Prcisidenlen CiSleithanienS, FUrsten Auersperg, erzahlt man sich einen hUbschen Zng, von be lit wir iibrigens nicht Diet AufhebenS machen mochten: „AlS er baraus aufmerksam gemacht rourbe, batz eS am zw-ckmdtzigsten sei, ben Leuten ber verschiebensten Nationaliiat, bie ihm Besuche gemacht hatten, zur Erwiberung franjbslfche Karlen mil ber Aufschrisi: „Le prince d'Auersperg'• zuzusenben, wetgerteer sich beffen entfchieben unb bemertle, batz, wenn er heute nach Paris fame, bie ftanzbsischen Minister bei ihm schwerlich Karten mit beulschen Titulaturen abgeben lasien wllrben" — 933 i e bie F r o m m en liigen fbnnen. DaS ,JnttSbrucker Tagblatt" theilt fotgenbe Geschichte als verbiirgte Thalsache mit: Ein „Seelsotger" Jnns-bruckS kam vor furzem zu einem HauSbesitzer unb ver-langte von ihm bie Beichtzeltel. Dieser, ein junger, intelligenler Mann, gab in artiger, aber enlschiebener Weise zur Aulroort, batz er sich eine Beaussichtigung iiber seiu religitifeS Leben nicht gefaUen lafse. DarauS chlotz ber geistliche Herr mit Belrtibni«, aber nicht mit Unrecht, batz er ba in einem ehemalfl sehr con-ervativen Hause einen ganz offenen unb enlschiebenen Liberalen angetroffen Habe. WaS war zu thun? Der Seelenhirt wollle bieseS HauS unter feinec Bebingung netSgeben unb machte sich nun an bie Mutter be« jungen Manne«, in bem er sich so bitter getiiufcht. Welche Ersolge er bei ihr mit ber Einsammlung ber Beichtzeltel erzielte, ist nebensdchlich, benn jetzt spielt bie Geschichte auf ein ganz andereS Gebiet hin-ttber. Mit liesbefiimmerler Miene stellle ber SDiener GotteS ber alien guttaUthigen Frau -baS „Ungliick" Vor, datz ihr Sohn bereits auf bie Abroege beS Li-beratismus gerathen fei, unb bat sie, um boch roenig* stens baS Enisetzliche zu verhUten, benfelben ja von ber WeltauSstellung in Wien zuritckzuhalten, benn dor! fei auf aSeranlaffung be« mobernen LiberaliSmuS in ber Mine be« AuSstellungspalasteS ein ungeheurer, runber, halbounfler Raum, in welchem 3000 Freu-benmabchen ben Jiinglingen bie Unschulb, ben MSn-nern bie Treue zu rauben beftimmt seien." Local- unb Provinzial-Angelegenheiten. — (SehtbefdhigungSprtt-fung.) Von den 28 (Sanbibaten unb Santibatinnen, bie sich im Apriltermine b. I. bei ber laibacher PriifnngScorn-miffion zur Lehramispctifung fUr Volfs- unb Btirger-fchulen gemelbet haben, trat etn Sanbibat noch vor berfelben JutUd; 7 tourben zutUcfgeroiefen, 20 stir befdhigt erklart. Bei zwei Canbibaten unb einer Can-bibatin laulet bie Besahigung auf BUrgerfchulen. In Bezug auf Qualification erhielten von ben fianbiba* ten 1 ein ZeugniS mit Nr. 1, 3 mit Nr. II, 9 mit Nr. Ill, 7 mit Nr. IV; von ben Sanbibatinnen 2 mit Nr. I, 4 mit Nr. II, 1 mit Nr. III. Von jebet Nummer lautet ein Zeugnis auf Btirgerfchulen. — Bei roeitem starker war bie Belhetligung an ber LehramteprUfung in Klagenf urt, wo sich 42 Gan-bibaten unb 29 Sanbtbatinnen bei ber Commission melbeten, von benen 3 Canbibaten noch vor ber Prll-fung zurtidftraten, 12 reprobiert, 56 fUr befdhigt er-flart wurben? Unter letztern befanben sich sdmmlliche Ganbibatinnen, von benen auch brei bie Lehrbesdhi-gung stir BUrgerschulen erhielten. — (Die Forstausstellung KrainS.) Der f. f. LanbeSsorstinspecior unb AusstellungScor-responbent Lubwig Dimitz wurbe von ber f.f. Welt-auSfteUungscomtniffion in Laibach bamit betraut, eine Gesammlausstelluug von frainischen Forsterzevgniffen Dorzubereiten unb zu orbnen. Krain, als eineS ber reichstbewalbeten Kronldnber ber Monarchie unb erheb-lich betheiligt bei bet Lsterreichifchen HolzauSfuhr, burfte auf einer bfterreichifchen AuSstellung (eine Fvrstwirth-fchaft nicht unvertreten lasien. Da jeboch bie AuS-stellung einzelner, rdumlich unbebeutenber Forstgegen- fidnbe unbanfbar gewefen ware, mutztc sich alsbalb' bet Gebanfe eine« ZusammenwirfenS ber korstliche« AuS-fteDer nahe tegen, unb so entstanb eine Colleetivau«. stellung, in welcher Art unb Umfang ber verfchiebenen AuSstellungSobjecte bem Theilnehmer moglichst freige-losien blieb. Sie sollte ohne Prunf zur Anschauung bringen, was ba« Lanb on sorstlich wichiigem unb be« achtenswerthem aufzumeifen hat. Forstinfpector Dimitz hat aber auch baftir gesorgt, batz butch einen „Katalog ber sotstlichen Colleclivauestellung Krain«" (gebrudft bei Kleinmayt & Bamberg in Laibach) das Jotstwesen biefe« LanbeS, wie e« auf ber WeltauSstellung sich bar-stellt, in weiten Kteifen befannt, ba« VerstandniS be« ganjen vermittelt unb ein Seitfaben fiir bie Beurthei-lung biefer AuSstellung geliefert roerbe. Die altherge« brochte Einlheilung be« LanbeS in Oder-, Inner- unb Unterfroin ist babei fowohl im Kataloge at« in ber ©tiquettenfarbe: broun, weitz unb gtttn, zum AuSbrucke gebracht. Wit entnehmen bicfem fleitzig gearbeileten unb ttberfichtlid) georbneten Kataloge folgenbe Einzel-heiten iiber KtainS forfttiche Verhaltniffe. Ob e r» train, ber norbwestliche, am HLchsten getegene Lan-beStheil gehtirt geolozifch ben Kalfalpengebiele an. 47 Prozent ber fulturfdhigen Bobenfldche, b. i. 273.485 Joch sinb mit 2Balb beftanben. Namhafte Etsen- unb Slahlinbnstrie, Holzhanbel, bebeutenbe Biehzucht unb Alpenwirthschast sinb bie HilfSquelleu beS LanbeS. Seit bie Rubolfsbahn ba« Lanb burch* fchneibet, sinb auch bessen rornantisch-groleSfe Gebirg«* lanbschasten, inSbefonbere ber reizenb getegene Kalt-wafser-Kurort Belbe«, ba« wocheiner unb fronauet Thal, von bem engtifchen Naturforscher Sit Humphry Davy als cine ber fchbnfien Gegenben EutopaS ge« prtefeti, in weiten Kretfen befannt geworben. Der mach. tigfte Walbbesitzet OberfrainS ist bie ftainische Jnbusttiegesellschast, bie gegenroartig eine Walbfldche von 42.000 Joch befitzt. Die Wdlber stehen burchgehenbS aus Alpenkalf unb sinb Uberwiegenb im Hochgebirge, um ben Hauplstock be« 9500' hohen Triglav gruppien. Die Holzarlen sinb: Fichle, Buche, Ldrche; cingefprengt unb untergeorbnet: LegfLhre, Tanne, Weitzfbhre, W-itzbuche, Alpenerle, Ahorn, Schwarz, buche, Kleebaum; von Strduchern (Unterholz)>au«gebehnt vvrkommenb : Wachholber, Hafcl, Heibelbete, Alpentose. (Fvrtsetzung folgt.) — (We in.) Au« Unterfleiermarf witb ge-schrieben: Man hbrt vielfach bie Besorgni« Sujjern, batz ba« rauhe Frtihjahr, welches bie Wemgarten-Be-sitzer burchtnachen mutzten, einen Ubten Einflutz auf ben Stanb threr Pflanzungen au«geUbt Habe unb batz wir einem sehr schlechten Weinjahre enlgegengehen. In unferer Gegenb ist baS inbeflen nicht ber Fall. Die Unbitben bet Witterung haben namentlich in ben Weingdrten von Luttenberg unb ber KollvS (befannt* lid) bie beften beS LanbeS) gar feinen Schaben an« gerichtet, unb auch im Sanlhale soll betselbe fetn nennenSwerther fein. Tteten baher nicht befonber« wibrige Zufdlle ein, so hat man alle Urfache zu ber Anuahme, bah wit einem sehr ertrdgniSreichen Wein» jahte enlgegengehen. Im benad)barten Ktootien steht e« beildufig ebenfo, wogegen in Ungatn bie Au«sichle« adetbing« trttbere sinb. — (Erstet allgem. B e a m t en ver e i» bet ostett.-uug Monarchie.) Im Monate April b. I. wurben 445 BersichetungSantrdge pet fl. 467.550 Kapital unb si. 700 Rente eingebrachl. Zum Abschtusse getangten 396 Vertrdze iiber ein VersicherungSkapilal von fl. 426 345 unb verfichert* Rente von fl. 530. Der Gesamwistanb bet Veisiche« rungen bezifserte sich am 30 April mit 18.995 Po« lizzen, einer VersicherungSsumme on Kapital von Gulden 16,904.148 unb einer Derftcherten Reute von fl. 39.496. Von biefem Tolale sinb fl. 450 800 Ka-pital unb fl. 5600 Rente in Riickversicherung gcge-ben. Die Ptdmieneinnahme pro April war im Be« trage von fl. 53.785 vorgefchtieben. Die Ptdmien« teferve bettdgt iiber fl. 700.000. In ber Vorschuh-abtheilung befanben sich mit Schlutz 1872 8978 Theilhaber, beren Einlagen bie Summe von Gulden 883.638 erreichten. Vorschiiffe wurben im Jahre 1872 im Gefammtbetroge voo fl. 1,110.140 bewilligt. — (Feuergefahr durch Kinder unb Erwachscne.) Der „Deutsche ReichSanzeiget" eni-nimmt den Mittheilungen fUr die Lffentlichen Feuer-versicherungS-Anstalten einen Aufsatz „Uber die Brande, welche durch Spielen der Kinder unb geistesfchwachet Personen, sowie durch fahrlasiiges Umgehen Erwachsenen mit StreichzUndhLlzchen entstehen." Demselben zufolge erhalt man als Betrag des durch Spielen der Kinder mit Streichziindholzchen in Deutschland wiihrend der 10 Jahre 1862—1871 Uberhaupt entstandenen Brand-schadeng 6 Millionen Thaler. Nun beschrSnkt sich aber das Unheil, Welches die Streichziindholzchen verursuchen, uicht allein auf die durch Spielen ter Kinder unb geisteSschwachen Personen mit solchen Ziinbholzchen entstandenen Briinde. Sehr viele Fenersbriinste werden auch durch fahrlassiges Umgehen Erwachsener mit dem Material, durch Fortwerfen der HLlzchen in brennen-dem oder noch entMdbarem Znstanbe, durch Verlieren derselben verursacht. JnSbesondere bleiben weggewot-fene oder verlorene PhoSphor-Streichhiilzchen immer sehr gesiihtlich, weil sie durch irgend welche zusiillige Reibung enizitndet werben unb so Veranlassung zu Branben geben kvnnen. Mannigsache Ersahrungen bestiitigen bieS. So ftnb z. B. mehrfach Branbe ba-durch entstanben, bag bergleichen Ziinbhiilzer mit ben Getreibegarben in bie Dteschmaschinen gerathen waren unb beim Betriebe ber Maschinen Sever gesangen hatten. Gemeinderathssitzung am 9. Mai 1873. Anwesenb 27 Gemeinberathe. Nach Verlesung beS ProtokollS ber letzten Sitzung wird die Angelobung von vier Blitgern, unb zwar ber Herren: Karl Recher, Mathias Horwath, Schuhmachet, Eduarb Kottek, Uhrmacher, unb Math. Joras, Rea-litiitenbesitzer, burch ben Herrn Biirgermeister vor-genommen. Sobann bringt bet Biirgermeister baS allerhLchste Hanbschreiben anlLhlich ber loyalen Kunbgebungen ge Itgentlich ber Vermahlung bet burchlauchtigsten Frau Eczherzogin Gisela zur KenntniS bee Gemeinberathes Hierauf gibt ber Slirgermeifter bie allerhLchste Sanction beS LotterieanlehenS-Gesetzes stir bie Stabt Laibach lunb unb banft alien ©emeinberathen, bie sich aus biesem Anlatz urn bie Gemeinbe verbient gemacht haben, unb beantragt anherbern ben Dank ber Gemeinbe anSzufprechen ben Herren R. v. Savinschcgg unb Abgeorbneten Graf Hyacinth Thutn, welche sich fiit bas Zustanbekommen bes Lottetieanlehens lebhaft unb ersolgreich verwenbet haben. (Geschieht unter Bei-fallSrusen.) Der SBlirgermeifter zeigt an, bah er den pen-fionietten BuchhallungSbeawten Thomas provisorisch im Einne bes letzten GcmcinbcralhSbefchlusses ausgenommen Habe. ' Hierauf toibmet bet BUrgermeister einen Nachruf dem verstorbenen Professor unb Ortsschnlinspector LeSjak, alS Mitglied des OrtSschulrathes; an Stelle bcejelbcn wird Herr Sinharbt, Profesior an ber Lehrer-bildungsanstalt, gewahlt. Es wird bann zur TageSorbnung geschritten. 1. Beschluhsasiung Ubet bie eingebrachten Recla-mationen gegen bie Utlifle bet Geschwornen fUr Preh. delicte. 2. Antrag bes Gcmeinberathes Dr. Suppan auf Aufertigung beS Stabtplanes unb Beauftragung ber Baufection mit bet Votbetathung unb Antragstellung detreffs ber nothwenbigsten offentlichen Bauten unb ©tabtoctfchijnetungen. Redner crortert, bah, als ber gegenmatttge Gemeinberath im Jahre 1869 die Lei-tung bet Gemeinbe Ubernahm, die finanzielle i!age ber Stabt cine drlickenbe war, baher vieles nothwendige auheracht gelafien werden muhlc. Anbers fei es hcute, wo bie Bewilligung bes Lotterieanlehens bie Mittel an bie Hanb gibt, wenigstenS baS Dringliche zu thun. Die Hoffnungen auf das Lotterieanlehen seien zwar Lberschwenglich unb werben da gewih viele Erwartun-gcn gettiuscht werden, allein es folle (chon jetzt vor-bereitet werben, waS burch die gegebenen Mittel zu rrreichen woglich ist. Er stellt bahet folgende Antriige: 1. ES werde ein Stabtplan angesertiget unb bie Bausection beaustragt, bereits in ber nachsten GcmciuOe-rathSsitzung bie biessalls erforberlichen fpeciellen Antriige vorzulegen. 2. Die Baufection werde beauftragt, im Serein e mit ber Polizei- unb Finanzfection bie Ftage zu slubieren, ob sich nicht sowohl aus sanitatlichen als si«an-ziellen Griinben ber Ban von Arbeitshansern burch bie Gemeinbe selbst ewpfehle, unb Habe bie biesfalligen An-trage wo mijglich schon in ber nachsten Gemeinberaths-sitzung vorzulegen. 3. Die Bausection werbe beaustragt, im Ver-eine mit ber Polizeisection bie Frage wegen ©rbauung eineS ©chlachthauses allenfalls in Serbinbung mit einent Zinsgebiiude in Ecwagung zu ziehen unb bie biesfalligen Antriige ehemLglichst dem Gemeinberathe vorzulegen. 4. Die Baufection werbe beauftragt, bie Frage wegen Erbanmig eiltet Schwimmfchule unb eiues Frei-babes in bet Richtung wieber aufzunehmen, ob nicht unter ben jetzigen Verhciltnisieii biefet Bau auf Kosten ber Gemeinbe herznstellen, fei unb es seien bie Antriige hieriiber ehemoglichst bem Gemeinberathe vorzulegen. 5. Der Tivoli-VetwaltungSausschuh werbe beaustragt, im Vereine mit ber Bausection einen um> fafsenben Plan tiber die wiinschenSwerthen Verschone-rungen unb bie Erweiterung ber Garten- unb Part-anlagen in Tivoli anzusertigen unb liingstens Enbe bieses JahreS bem Gemeinberathe zur Schluhfasiung vorzulegen. 6. Die Bausection werbe beauftragt, in Erwagung zu ziehen, ob nicht bie schon liingst beschloffene, allein wegen Mangels an Gelbniitteln bisher unter-blicbcne Herstellung ber Quaistrccke von bet Hrabetzly-briicke bis znm Theater, so wie bie Anlegung bes Trol-toirs vom Casino bis zur Theatergasie sosort in An-griff zn nehmen fei, unb Habe bie dieSfiilligen Antriige ehemtiglichft vorzulegen. 7. Die Bausection werbe beaustragt, in Ettva- gutig zu ziehen, ob sich nicht bie Herstclluug euies Sieges liber ben ^aibachflutz nachst dem Theater auf Gemeinbelosten empfehle, unb hade die Antriige hieriiber dem Gemeinberathe vorzulegen. 8. Bei ben umfasfenben unb wichtigcn Wrbeiten, welche der Bausection in ben nfichslen Jahten bevor-stehen, werbe bieselbe urn zwei Mitglieder vermehrt. GR. L a s ch a n begtiiht die Antriige bes Dr. Suppan als ben Wiinschen bet Bevolkerung burch-wegS enisprechenb, unb beantragt bie Fortsiihtung des Ouais auch von ber Htabetzkpbriicke bis zur Raan-briicke unter gleichzeitiget Ablragung des Zollwagamts-gebaudes am Raan. GR. Biirger wiinscht eine Beriicksichtigung bet Pstasterung ber Strahen unb bie Erweiterung ber Gasbeleuchtnng auf ben ganjen Stabtrayon, fcruers ventiliert bctfelbe bie Wafferversorgnngsfrage, zum milt* beflen bie Nenanlage von Brunnen. GR. LaubeShauptrnann K alien eg get 6egrU§t ebenfalls die Antriige bes Dr. Suppan unb erweitert selbe bahin, bah die Bausection beauftragt werbe, auch selbfltinbig roeilere Antriige einzubtingen, beantragt jedoch bie Antriige bes Dr. Suppan eu bloc anjunehmen. GR. ©chaffer meint, batz sich bie Baufection auch felbstanbig beliebig Derftarfen tonne. GR. H auffen macht auf ben Zustanb bes Schlohbetges aufmerffam, ber sich fiit Anlagen eignen wiitde. GR. Pirfer macht anfmetkfam auf bas Be-bUrfnis cinct Mabchenfchute, welches nicht nnbetiick-fichtiget bleiben tiinne. GR. Schtey will cine Vetstiirkung bet Baufection burch 3 Mitglieder. GR. Latznik wiinscht die Zuziehnng t»ot\ Ex-pcrten antzerhalb des Gerneinderathes in die Baufection. Die Antriige des Dr. Suppan werden einstim-raig angenommen, beziiglich bet Verstiirtung werben bie Antriige bes Dr. Schtey unb Lahnik ange-nommen. In die Bausection werden gewiihlt: Dr. Suppan, Dr. Keesbacher und Terpin. Antriige der Rechts - unb Personal* section. Referent: GR. Ritter von K alte n egg er beantragt betrcffs ber Erhaltnngskostcn ber Lippetstrahi: Die im Protokolle bes StabtmagistratcS vom 9. Juni 1871 enthaltene unb von ben betheiliglen Gtunb* bcsitzern angenommene BeitragSleistnng fiit die Erhal-tung ber Lipperstrahe wird auch als Richtschnnr flit die Zukunft unb bis zn einet etwaigen gcfcylichen 5Ienberung bes Sachvcrhaltcs genehrnigt. (Wird ange> nommen). Antriige ber Finanzfection. GR. Schoppl beantragt, bah zur ErmLglichung bes Besnches ber wiener WeltanSstellnng flit GewctbS-lente, Sehrer u. s. w. 20 Stipenbien a 50 fl. be-willigt unb dah diese Stipendien vom magistrat« lichen Oremium Verliehen werden; das LicitationSergebnis von 4 Anlheilen der „Burgarski deli“ werbe genehrnigt. (Wirb angenommen.) Antriige ber Bansrction. GR. Ziegler stellt ben Antrag a) auf gliiffiginachung der Schotterlieferunglosten pro 200 fl. pro 1873 flit bie Mattinerfirahe von Joh. Cernak; b) slit Grnben- unb Dolomitschotier pro 1873 mit 1412 fl. toon Franz Peterca. c) flit geliefertes Ban- unb Schniiiholz bom Iten Jiinnet bis Enbe Miitz 1873 pro 1410 fl. 70 It. von Karl tatoder. d) bes RestbetrageS toon 628 fl. 89 ft. vom namlicheii im Jahre 1871 an bet Cafernenbriicke ausgeflihtle Reconflructionsarbciten. — (Angenommen.) e) Hintanaabe ber SHauchfangfchrctarbciter in bett magistratlicheu Gebiiuben von 1873 bis 1876 (nach Antrag). t) Einfriebung bes KoSlcr'fcheu AckergrnnbeS an bet Zufahrtstratze znm RubolfSbahnhose. (Bewilliget.) g) Reconfirudiou eineS Hanfes in ber St. Peters* vorstabi (nach Antrag). Antriige ber Schulfection. GR. Dr. Suppan referiert betrcffs ber Presentation flit bie Schneib'fche Stubentcnstiftung. (Nach Antrag.) Schluh ber offentlichen Sitzung um 1/i 8 Uhr abenbs. Beginn ber geheimen Sitzung. Wittemng. Laibach, 10. Mai. Morgens ga»z bewolkt, gegen Mittag Aufheiterung, Wolkcnzug aus Nordost. W a r m e: Morgens 6 Uhr + 9'80-nacbmittags 2 Uhr + 18'6* 6. (1872+ 20 6°, 1871 +16 8). Barometer im Steigen, 731'62 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der WSrme + 9 5°, urn 3 3“ miter bent Normale. Der gestrige" Nieberschlag I'lO Millimeter.________ Berstorbene. Den 9. Mai. Margaretba Tanko, Arbeiterin, 30 I, Civilspital, Abzehrung. — Michael Snwle, Fleischergeseue, 34 I., Civilspital, Typhus. — Karolina Klobučar, t.J-Strashausverwalters-Witwe, 68 I., Stadt Nr. 273, a ' qeineine Eiitkraftung. — Anton Zois, Herrschaftsbesch«, 64 I. Stabt yir. 174, Eutkriiftung. — Gregor Sever, Oebstl'er, 50 I., Civillpilal, Herzentzlinbung. — Martin Mavric, Arbeiter, 46 I., Civilspital, Lnngcniidem.______ Telegraph! fcker (Lursbericht am 10. Mai. Papier-Rente 68.— — Silber-Rente 71.50. — I860-* Staats.Anlehen 98.—. — Santaetien 930. — Credit 309." London 108.45. — Silber 107.60. — St. k. Miin,-Ducate» — — 2V-Franc-Stltcke 8.71. ___________ Eingesendet. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Biedizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry 0011 London. Keine Krankheit vermag der delicaten Revalesciere du Barry 8^ wlderstehen, unb veseitigt dieselbe ohne Medizin unb ohne Koften Maaeu-. Nerveu-. fflrufts. ttphpr-: ©(bletlUv^ # usten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhoen, chwiiche, Hamorrhoiden, Wassersncht, gieber, Schwindel, SBlutauin gen, Ohrendrausen, U-b-lkeit unb Lrbrechen selbst wiihrend bet Schwan-' gerfch-lft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rb-um-itiSmuS, Gicht, Bleichfucht. - Ausziigc au« 75.000 Certificate,! liber Genelungen, bie •Det Mebizin toiberftanben, toctben auf Verlangen franco eingesenbet. Nahrhaster a!6 Fleisch erspart bie Revalesci&re bei Erwachsene» Httb flinbern fllnfzigmal ihren PreiS in Arzneien. In Blechbiichsen von ein Halb Pfund fl. 1-50, 1 Psd. ft. 2 50 r Psb. fl. 4'SO, 5 Pfb. 10 fl., 12 Pfb. 20 fl., 24 Pfb. 36 fl. - Ke-Talebcičre-Biscuiten in Biichfen L fl. 2 50 unb fl. 4-50. - Bevalesci&re Chocolatee in Pulver unb in Tabletten fiir 12 Taffen fl. 1-50, 24 Taffeu H. 2-50, 48 Taffen fl. 4-50, in Pulver fiir ,20 Taffen fl. 10, fiir 28-Saffen fl. 20, siir 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen burch Barry bu Barrh & 6 o m ». in Wien, Wallflsohgasse Nr. 8, mLaibaob 6ti E. Mahi', fowie in odeti Statten bei guten Apoth»Iern lmd Sre. tereihiinblern; auch verfenbet baS wiener HauS nach allen Gegenben gegen Pofianweifnng obet Nachnahme. Promeffen ouf unflorifebe Prcimientose sitr die Ziehuiig om13 Mai V. J., Hauptireffer fl. 130.000 a fl. 1 73 unb 50 kr. Stempel unb Cofe der XV. Staats-Wohlthcirigkeits- Lotterie, (Ziehnug am 26. I»„i d. 3„ Hanpitrkfscr 100.000 fl. ©ilberrcnte L 2 fl. 50 tv.) sini, zu beziehen durch Kudoir Fluek, W echselstube, (219-iz) G raz, Sackstratze Nr. 4. Briefliche Anstrage merben prompt effectuiert. Angekommene Fremde. Am 9. Mai. llolel Eipfnnl. Hubencg, Jngenienr, Tarvis. — Gorjup, Private, Gvrz. — Lcngycl, itfm-, Kanischa. — Klemenčič, Pest. — Ruzicka, Hanschcl, Kanflente, Wa-rasdin. — Vlaz, Finme. — Kenda, Rudolfswerth. — Hočevar, Gurkfeld. Hotel Wtaul«t Wlcn. Birner, Kfm ; Gewitsck, Wien. — Schmid, Kfm., Bregenz. — Gorjup, Private, Triest. — Dr. Richl, Gaspinger, Veldes. — Steimventer, Major, Mit Familie, Zara. — Pearson, Sheffield. Steriroarte. StronZek und Vatovic, Padna. Iial#er von Oesterrelcl«. Koch, Holzhcindler, Lack. — SaloZcck, Kfm., Ratfchach. — Janeschitz, Trisail. Hloliren. Scrim Kfm., Jftrien. — Dietfche, Kfm., Siffek. — Miiller und Eckl, Kaufl.,Triest — Wernberger, Kfm., _ Vraz._________________________________________________ Telegramme. Wien, 9. Mai. Eine Versammlung der Bankhaufer beschloh behufs der Behebung der Borsen-krisis Hintanhaltung der Executionsverkaufe durch Feststellung eines CompensationScurses und schonend-sten Vorgang bei Kundigungen und Zuschuhforderun-gen. Ein Fond von zwolf Millionen rourbe zur Er-leichterung der Prolongation sofort subscribiert. Naturliehes JHinevatmalfer frisch von heuriger Fiillnng stets zu haben in der Specerei-Material-, Farb-, Wein-, Samcn &, Delicatesscn-Handlung dcs Peter Lassnik, Theatergasse Nr. 18. 20 Um Mohilungm in Laibach merben zur Vermiethung iibernom-mett bom Aniioiicen-Buieaii, Hauptplatz 313. (263) Gedcnktafel fiber die am 14. 3)i ai 18 7 3 stattfindenden Li-citationen. 8. Seilb., Stalzer'sche Real., Nesselthal, BG. Tscher-»embl. — 2. Feilb., Peter,in'sche Real., Nidem, BG. Grotz-laschitz. — 1. Feilb., Laus'sche Real., Betzniz, BG. Laibach. 1. Feilb., 6ut’(die Real., Some, BG. Jdria. — 3te Feilb., Heme'sche Real., Schleinitz, BG. Laibach. — lte Feilb., Grnm'sche Real., Zadvor, BG. Laibach. JnBischvflack wird ein gatij ttcites §m mit zwei Zimmern, Kiiche und Keller auf 5 bi« 6 Jahre, auch noch liinger zu verpnchten gesucht. Dasselbe eignet sich ganz befonberS zum WirthS-hauSbetrieb ooer als KaufmannsgewLlbe. Nahere Auskunft ertheilt der Besitzer des Haujes Nr. 15 in Bischoflack. (253 — 2) C. J. 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Scholz, Apolheker in Villach; Baumbach’scbe Apoiheke in Lilli; Ignaz Fischer, »Bazar zum PHSnix" in Triest. (126-6) jTlUt) IJivlU’t, Speditions- uitb Commissionsgeschaft in Laibach, Magazine & Geschaftslocalc vis-a-vis dem Sudbahnhofe, empfiehlt sich zur Atbernahme von Speditions- und Commifstousgntern alter Art. Beforderung von Speditions-Gutern prompt und billigst nach allen Richtnngen des In- nnd Auslaudes nebst Besorgung beziiglicher zollamtlicher Erpc-bitionen. Dafelbst find stets Fuhrwerke nach Stein, Krainburg, Bischoflack, Sei-senberg, Hof, Rudolfswerth, Mottling, Gottschee vorhanden, und werden Nach diesen Orteu bestimmte Giiter entgegen mcitet besordcrt. Uebernahme von Depot- und Commissions-Gutern (dieselben sind Jom Tage der Einlagerung an einen Monat lagerzinsfrei) unter billigsten 'vedjngungen. Antzerdem find daselbst nack'stehende Artikel vorziiglichster Qualitat in Ori-3 n“1['-5SevpaCfung stels vorrathig und billigst zu haben: Alaun doppelt rafftniert Meersalz aid Kochsalz 1». in Fiissern a 1 Zentner. in Sacken a 1 und 2 Zcntner, y?venbitriol (griiner Bitriol) wird auch ohue