(Poltnini plftfaa« t gotonßl.) Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat — — •4riftl«ttvng »nb Beroaitung: Preiernova nlka 6, Xeltphon St. 21 (inttrnrban) t Bezugspreis« für da, Inland: Bierteljährig 40 Din, halbjährig 80 Din, gait|-«utündigungen »erden in der Verwaltung p billigsten Gebühren entgegengenommen f jährig 160 Din. gär da» Ausland entsprechende Erhöhung. Einzelnummer Din l.M) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Tonntag Nummer 75 jj Telje, Donnerstag, den 18. September 1830 J 55. Jahrgang Die deutschen Reichstagswahlen Die durch den Friedensvertrag von Versailles geschaffene Lage des Deutschen Reiches bringt es mit sich, daß die innenpolitischen Dinge des Reiches vom Ausland, in erster Linie von Frankreich, mit schärfstem Interesse und mit Schlußfolgerungen be-gleitet weiden, die uns fast vergessen lassen, daß es eine deutsche Staatssouveränität gibt. Dies ist ganz natürlich, denn die deutsche Innenpolitik ist faktisch so sehr von der Außenpolitik abhängig oder umgekehrt, die deutsche Außenpolitik ist mit den Gewichten ungeheurer Vertragsverpflichtungen aus dem verlorenen Kriege so sehr belastet, daß jedes innenpolitische Ereignis des Deutschen Reiches im Siegerausland immer gleich die Besorgnis auslöst, es könnte dadurch das eine oder andere Gewicht abgehängt werden wollen. Daß schon die unselige Parteienzersplitterung des deutschen Bürgertums sozusagen automatisch eine Verschiebung der Parteikräfte nach der äußersten Linken und Rechten mit sich bringen mußte, war auch vor dem Wahlausgang klar. Trotzdem hat dieser Ausgang eine große Ueberraschung gebracht, weil man ein solches Svahlphänomen wie den Sieg der Hakenkreuzler, d. i. der nationalsozialistischen Partei Adols Hitlers, denn doch nicht erwarten konnte. Diese Partei ist von 809.000 Stimmen im alten Reichstag auf 6,401.210 Stimmen und von 12 Mandaten auf 107 Mandate angewachsen. Aon einer zahlenmäßig belanglosen extremen Zwerg-gruppe ist sie an die Stelle der zweitstärksten Partei im Reichstag vorgesprungen und steht bloß um 37 Mandate hinter der vorzüglich organisierten sozial-demokratischen Partei. Dieser in der Geschichte der Parteien einzig-artige Erfolg ist das allein Wesentliche der sonn-tägigen Reichstagswahlen. Richt die Zunahme der Der deutsche Vater der amerikanischen Armee Zum 200. Geburtstage von General Steuben am 17. September 1930 Von Walter vloem In diesem Jahre feiern Deutschland und die Vereinigten otaaten von Nordamerika den 200. Ge-burtstag eines großen Deutschen, der sich in beiden Ländern bewährte, drüben aber sein eigentliches ^.'ebenswerk geleistet und sich die Unsterblichkeit ver-dient hat. Friedrich Wilhelm Rudolph Gerhard Augustin von Steuben wurde am 17. September 1730 in der Festung Magdeburg als Sohn eines verdienst-vollen Offiziers Friedrich Wilhelms l. geboren. Er erwählte gleichfalls die Soldatenlaufdahn und focht als Premierleutnant im siebenjährigen Kriege mit Auszeichnung. Als Brigade-Adjutant geriet er mit einem ganzen Truppenteil in russische Kriegsge-angenschaft. In St. Petersburg konnten er'und eine milgefangenen 27 Offtzierskameraden Friedrich II. einen wesentlichen Dienst leisten: sie gewannen ihm die Zuneigung des Thronfolgers Peter III. Kaum zur Regierung gelangt, schloß er mit Preußen kommunistischen Stimmen, sosehr dies die Macht-Haber der europäischen Politik nachdenklich stimmen müßte, denn diese Zunahme (um 1,324.000 Stimmen und 22 Mandate) ist nicht verwunderlich, wenn man die in der letzten Zeit angewachsene Arbeits-losigkeit in Deutschland betrachtet, deren Zunahme gleichzeitig die Zunahme des Kommunismus sein muß. Was bedeutet nun der Sieg Hitlers? Vor allem bedeutet er, daß in den breiten Schichten des deutschen Volkes, und besonders auch in den Ar-beitermassen, ein deutsches Volksbewußtsein aufge-wachsen ist, wie es das Deutschland vor dem Kriege nicht gekannt hat. Das Verdienst, ein solches Volks-bewußtsein erweckt und emporgetrieben zu haben, fällt zweifellos den Vätern des Friedensvertrages von Versailles zu. Die französische Presse erblickt im Siege Hitlers die Abkehr des deutschen Volkes vom sogenannten Erfüllungswillen und fordert den Abbruch der bisherigen französischen Politik, die als Versöhnungspolitik ausgegeben wurde. Das heißt, in Frankreich sieht man bloß die Wirkung, ohne sich dessen bewußt zu sein, daß die Ursache durch-aus in französischen Händen liegt. Konnten die Franzosen wirklich glauben, daß die unter dem Druck unerbittlichen Zwanges entstandene offizielle deutsche Erfüllungspolitik auch in einer allgemeinen freien Wahl ihre Bejahung durch das Volk finden müßte? Heute, in der Zeit einer allgemeinen Welt-Wirtschaftskrise, der auch unbelastete Staaten, mit alleiniger Ausnahme Frankreichs, kaum und kaum standhalten? Es besteht ein kaum faßbarer Wider' spruch darin, daß die gleichen Männer, die sich zu beständigen Konferenzen zusammensetzen, um der Weltwirtschaftskrise beizukommen, es gleichzeitig als selbstverständlich annehmen, daß Deutschland neben seiner Wirtschastsnot, die allein alle Kräfte in An-spruch nimmt — im heurigen Winter wird die Zahl der Arbeitslosen die furchtbare Ziffer von S Millionen erreichen! — auch noch gigantische Tributabgaben an das übrige Eurpa leisten kann! Frieden und alsbald ein Freundschaftsbündnis. Steuben wurde nach seiner Freilassung zum Stabs-kapitän und Flügeladjutanten ernannt und machte den Rest des Krieges in der unmittelbaren Um-gebung des Königs mit. Stach dem Hubertusburger Frieden schied er aus der Armee und trat als Hofmarschall in die Dienste des Fürsten von Hohen-zollern-Hechingen. Nach zehn Jahren gab er auch diese Stellung auf und lebte auf Reisen. Während des Sommers 1777 besuchte er in Paris einen Be-kannten, den französischen Kriegsminister Grasen St. Germain. Dieses Wiedersehen entschied sein Schicksal. Seit dem Jahre 1644 war unter den abend-ländischen Völkern mit der englischen Revolution eine politische Bewegung in die Erscheinung getreten, die noch heute nicht zum Abschluß gekommen ist: der Kamps zwischen Lbrigkeitsstaat und Volksstaat, zwischen automatischem und demokratischem Prinzip. In England endigte das Streben nach dem inner-politischen Selbstbestimmungsrecht im Jahre 1714 mit dem Siege des durch eine monarchische Fassade verkleideten Parlamentarismus. Aber dasselbe Volk, das sich die eigene Freihett so willensstark erkämpft hatte, verweigerte sie seinen Kolonien, auch jenen dreizehn, die als schmaler Streifen die Ostküste des amerikanischen Kontinents säumten. Sie hatten vor Die Wahlen in Deutschland haben gezeigt, daß bei aller vernünftiger Ueberlegung außenpolitischer Zwangsverhältnisse das alte Sprichwort zurecht besteht: Not bricht Eisen. Das deutsche Volk in seiner Not hat seine Stimme dorthin gegeben, von woher ihm gesagt wurde, daß diese unerträgliche Not nicht verewigt werden könne. Freilich hat der Ausgang dieser Wahlen die polittsche Lage in Deutschland noch bedeutend verschlechtert. Aber es gibt in der Seele eines Volkes eine äußerste Grenze, wo Verschlechterungen keine Rolle mehr spielen. Die Herren in Europa, die gerade heute soviel von Frieden, Versöhnung und Völlervereinigung sprechen, sollten aus den deutschen Reichstagswahlen die Lehre ziehen, daß alle diese Dinge solange Blendwerk bleiben müssen, als man im Herzen Europas finstere, hoffnungslose Verzweiflung bestehen und einsichtslos weiter wachsen läßt. Nur beim deutschen Volke konnte es solange dauern, bis die Zeichen der Ver-zweiflung so zu tage tragen, jedes andere Volk hätte schon lange in ganz anderer Weise als bloß durch solche Wahlen gegen seine Not demonstriert. Politische Rundschau Inland Sachliche Kritik der Behörden ist erlaubt Die Agentur. „Avala" berichtet: Minister-Präsident General Zivkovic erhielt von gewissen Seiten die Verständigung, daß in der Presse die Tätigkeit der Organe der Staats-, Banal- und Gemeindebehörden nicht kritisiert werden kann. Damit in Verbindung wurden wir benachrichtigt, daß mit keinem Gesetz, auch nicht mit dem Presse-gesetz die objektive Kritik der Tätigkeit und des Verhaltens der behördlichen Organe verboten ist, sondern es steht jeden, frei, im Wege der Presse auf jede Unrichtigkeit behördlicher Organe hinzu-weisen unter persönlicher Verantwortung für die anderthalb Jahrzehnten dem Mutterlande tapfer kämpfend geholfen, Frankreich aus dem vierten Erd-teil zu verdrängen. In diesem Krieg hatte ein vir-ginischer Pflanzersohn, George Washington, sich außerordentlich hervorgetan und es in jungen Jahren bis zum Obersten der englischen Kolonialarmee ge-bracht. Aber das Aufblühen der Kolonien erweckte an der Themse Besorgnis und Neid. Die Regierung belegte sie mit drückenden Steuern und Zöllen, ohne ihnen die ersehnte und leidenschaftlich geforderte Vertretung im Parlament zu gewähren. Dieser Kolonialabsolutismus Englands sollte der Unab-hängigteitsbewegung der Völker einen neuen mächtigen Antrieb geben. Unruhen entstanden und führten Ende 1775 zu bewaffneten Zusammenstößen. Nun schlössen die Kolonien sich zu einem engeren Bunde zusammen, erklärten sich am 4. Juli 1776 als „Ver-einigte Staaten von Nordamerika" für unabhängig und stampften unter George Washingtons Ober-befehl eine Revolutionsarmee aus der Erde. Diese kecke Auflehnung erregte den Anteil Eu-ropas. Zumal der Hof Ludwig XVI. beobachtete die amerikanische Freiheitsbewegung mit Spannung. Er erhoffte von ihrem Erfolg eine Schwächung Englands, das Frankreich aus der Hegemonie über Europa verdrängt hatte. Doch verhielt er sich einst-wellen abwartend, bis die Aussichten des Freiheit»- Seit« 2 Deutsche Zeitung Nummer 75"V Wahrheit der Veröffentlichung. In diesem Smn hat der Ministerpräsident auch die notwendigen Austräge und die Anleitungen für die richtige fln< wendung des Pressegesetzes hinausgegeben. Ein Gesetz über die staatliche Gesundheitsfürsorge der Schuljugend Die „Sluzbene Novine" haben am 12. September das neue Gesetz über die staatliche Gesund-heitsfürsorge für die Schüler der Volks-, Mittel-und Hochschulen veröffentlicht. Damach muh der Schulart alle Schüler mindestens zweimal im Jahr untersuchen, ebenso das Lehrerpersonal. Die Lehr-zimnier müssen licht und luftig sein, mindestens ein Fünftel ihrer Fläche müssen die Fenster einnehmen. Der ununterbrochene Unterricht durch mehrere Stunden ist streng verboten: zwischen jeder Unter-richtsstunde muß eine entsprechende Pause sein. Beim Unterrichtsministerium wird ein besonderer Gesundheitsfond errichtet, in den die Eltern jedes Schulkindes zu Beginn des Schuljahres 20 Din einzahlen müssen. Aus Staatsmitteln werden in diesen Fond je 500.000 Din solange beigesteuert werden, bis er wenigstens 10 Millionen Din erreicht. Bis dahin ist er unantastbar. Aus dem Fond werden dann die Kosten für Kinderferienheime. Sanatorien. Erholungsheiine u. f. w. bestritten werden. Dr. Ninko Peric Präsident des Staatsrates Mit Ukas S. M. des Königs wurde der ehemalige Justizminister Dr. Ninko Peric zum Prä-jidenten des Staatsrates ernannt. Ausland Das Ergebnis der deutschen Reichstagswahlen Nach einem Wahlkampf, der in seiner Art ameri-konischen Wahlvorbereitungen gleichkam, haben die am vergangenen Sonntag durchgeführten Wahlen für den deutschen Reichstag nachfolgendes Resultat ergeben: Für 576 Abgeordnetenmandate wurden 34,942.854 Stimmen abgegeben. Die Stimmen verteilen sich aus die einzelnen Parteien, wie folgt: Sozial-demokratische Partei «.572.016 (im alten Reichstag 9,151.533) 143 Mandate (im alten Reichstag 153); Nationalsozialisten (Hitler) 6 401.210 (809.989) 107 Mandate (12); Kommunisten 4,587.708 (3,263.354) 76 Mandate (54); Katholisches Zentrum 4,128.929 (3.601.980) 68 Mandate (61); Deutschnationale Volkspartei 2,458.497 (4,380.196) 41 Mandate (78); Wirtschaftspaktei 1,379.359 (1,395.684) 23 Mandate (23); Deutsche Staatspartei (Demokraten) 1,322.608 (1 Mill. 594.148) 20 Niandate (25); Deutsche Volks partei 1,657.757 (2,678.207) und christlich-soziale Volksgemeinschaft 81.558 zujam-rnen 29 Mandate (45); Bayrische Volks-partei 1,058.556 (945.304) 19 Mandate (16); Deutsche Landvolkpartei 1,104.727, Deutschhannoveraner 154.242 und Konservative kampfes sich geklärt haben würden. Heimlich jedoch trat er in Verhandlungen mit Benjamin Franklin, den die Union zur Anknüpfung eines Waffen-bündnisfes nach Paris gesandt hatte, und unter-stützte ihren Kampf mit Waffen und Material. So begrüßte denn auch der französische Kriegsminister mit Freuden den Glückszufall. der ihm einen be-währten und zurzeit unbeschäftigten Offizier der preußischen Armee zuführte, deren Wert Frankreich bei Roßbach zu fühlen bekommen hatte. Er schien als ehemaliger Angehöriger des Königlichen Haupt-quartier? besonders geeignet, der jungen und jeder Friedens- wie Kriegserfahrung entbehrenden amen-kanischen Armee anzuerziehen, was ihr fehlte: Dienst-kenntnis, Disziplin und Organisation. Steuben ließ sich bereit finden, sich dem Kongreß der Vereinigten Staaten zur Verfügung zu stellen. Bei seiner An-kunst an der nordamenkanischen Küste empfing chn die Nachricht, daß es einem der Unterführer Washingtons gelungen sei, eine englische Armee, die von' Kanada aus gegen die Hochlande um den Hudson, das Zentrum des amerikanischen Kampf-systems, in Marsch gesetzt war, bei Saratoga ge-fangen zu nehmen. Washington selber halle weniger Waffenglück entfaltet. In wechselvollen Kämpfen hatte er nach spärlichen Siegen und vielen Niederlagen, von dem Volk sparte! 313.874 zusammen 26 Mandate; DeutscheBauernpartei 339.072 mit 6 Man-daten (8); Volksrechtspartei 271.931 mit 0 Mandaten: Landbund 193.899 mit 3 Man-daten (3); Christlichsozialer Volksdienst 867.377 mit 14 Mandaten; n a t i o n ale M in der-heilen 76.438 mit 0 Mandaten; sonstige Parteien 64.654 mit 0 Mandaten. Verlauf des Wahltages Die Wahlen in Deutschland sind Verhältnis-mäßig ruhig verlaufen, trotzdem besonders die ertremen Parteien eine nie gesehene Propaganda mit Automobilen, Lautsprechern, Sprechchören usw. entfalteten. Zu Zusammenstößen kam es bloß zwischen Hakenkreuzen, und Kommunisten. Im Berliner Vorort Wittenau stürmten die Kommunisten die Wohnung eines nationalsozialistischen Führers, den sie zuerst barbarisch verprügelten und dann er-stachen. Im Vororte Lichterfelde fuhren zwei Kom-munisten auf ihrem Motorrad an einem ihnen be-kannten Nationalsozialisten vorüber. Der eine der Motorradfahrer sprang ab und versetzte dem Nationalsozialisten von rückwärts einen Stich in den Rücken, so daß dieser sterbend ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Die Polizei nahm in Berlin 480 Verhaftungen vor. Die Forderungen der Nationalsozialisten Während der Siegesfeier der Nationalsozialisten, die am Sonntag spät nachts im Berliner Sportpalast abgehalten wurde, verlangte der nationalsozialistische Führer Dr. Goebbels für den Fall einer Regierungs-beteiligung seiner Partei das Reichsinnenministerium, das Reichswehrministerium, die Auslösung des preußischen Landtages, das preußische Innen-Ministerium und den Berliner Polizeipräsidentenposten. Der Führer der nationalsozialistischen Partei nicht im Reichstag Interessant ist, daß der Führer der national-sozialistischen Partei, nunmehr der zweitstärksten Partei in Deutschland. Adolf Hitler, nicht im Reichs-tag sitzen wird, weil er Oesterreicher ist und daher kein passives Wahlrecht besitzt. Dieser zur Zeit po-pulärste Parteiführer Deutschlands konnte bisher die reichsdeutsche Staatsbürgerschaft nicht erreichen, obgleich er in der deutschen Armee den Krieg als Kriegsfreiwilliger mitgemacht hat. Hitler war ur-jprünglich Handwerker. Abgeordneter der Partei ist auch General v. Epp, der im Jahre 1919 den Kommunistenausstand in Bayern niederwarf. Ein anderer Abgeordneter ist der bekannte frühere kon-jervative Außenpolitiker Graf RevenUow. Grohe Koalition? Der Ausgang der Reichstagswahlen hat die Möglichkeit einer tragfähigen Regierung sehr er-schwert. Die früher der großen Koalition an-gehörenden Gruppen (sozialdemokratische Partei, Zentrum, Voltspartei, Staatspartei und Bayrische Volkspartei) würden vereint mit jenen bürgerlichen Parteien, die jetzt die Regierung unterstützen (Wirtschaftspaktes Landvolk und Konservative), 321 Mitglieder haben, also die absolute Mehrheit, jedoch nicht die qualifizierte Mehrheil von Zweidrittel des Hauses, die zur Durchführung Verfassung»-ändernder Gesetze notwendig ist. Dieser Koalition würden die 224 Stimmen der Nationalsozialisten, Kommunisten und Deutschnationalen gegenüberstehen. Die außerordentlich starke Wahlbeteiligung hat die Zahl der Reichstagsabgeordneten um 81 vermehrt. Die Fortsetzung der bisherigen Außenpolitik des Reiches erscheint nach Ausfassung Berliner politischer Kreise als durchaus gesichert, da die entscheidende Opposition gegen die Außenpolitik bloß die obgenannten 224 Stimmen beträgt, also weitaus weniger als die Hälfte aller Abgeordneten (r»75) des Reichstages. Der deutsche Außenminister für die Lösung der Minderheitenfrage Der deutsche Außenminister Dr. Eurtius er-klärte in seiner Rede vor der Völkerbundversammlung in Genf am 16. September u. n. folgendes: Ein weiteres Problem, dem — neben der Abrüstung die deutsche Regierung große Bedeutung beimißt, ist die Minderheitenfrage. Ich erachte es für not wendig, daß die Völkerbundoersammlung nicht noch weiter einfach auf die fernere Entwicklung warten darf, sondern daß sie sich schon jetzt und künftig mit der Regelung dieser Frage beschäftigt. In der Kommission ist Gelegenheit geboten, Stellung zu den einzelnen Punkten des Minderheitenschutzes zu nehmen, namentlich bezüglich des Verfahren» mit den vorgelegten Petitionen. Bei der Behandlung des Minderheitenproblems Handell es sich nicht um irgendwelche Sonderinteressen, sondern um ein wichtiges Element der Friedensgarantie. Der übertriebene nationale Chauvinismus bildet eine Gefahr neuer Kriege Am 15. September hiell der jugoslawische Außenminister Dr. Marinkovic vor der Völkerbund-Versammlung in Genf eine Rede, in der er erklärte, daß sich Europa 10 Jahre nach dem Weltkrieg schon wieder auf einen neuen Krieg vorbereite. Er betonte, daß an diesem Zustand in erster Linie der übertriebene Nationalismus einzelner Staaten schuld sei. Ohne Abrüstung steht der Völkerbund in Frage Der englische Außenminister Henderfon hielt auf der Sitzung der Völkerbundversammlung am 11. September eine Rede, in der er betonte, daß sich die Völker Europas vor einem künftigen Krieg nicht sichern könnten, sola»«e die militärischen Vor-bereitungen in derartiger itoJje betrieben werden, wie es heute der Fall sei. Der ganze Völkerbund steht dabei in Frage. Die Ziele des Völkerbundes werden niemals erfüllt werden, wenn man nicht ein internationales Abkommen über die allgemeine Abrüstung schließt. Kongreß und den Regierungen der Kolonien nur mangelhaft unterstützt, schließlich sogar die Bundeshauptstadt Philadelphia den Briten Überlassen müssen. Er lag mit den jammervoll verkommenen Trümmem seiner Armee in der heute so berühmten Waldeinöde von Valley Forge im Winterquartier. Hier meldete sich Steuben als Freiwilliger. Bald hatte Washington seine Verwertbarkeit erkannt und beauftragte ihn, die bisher jedes militärischen Aufbaues und jeder eigenllichen Kriegstauglichkeit entbehrende Armee nach friderizianischen Grundsätzen aufzubauen. Dieser Ausgabe entledigte sich Steuben, den alsbald ein-setzenden Jntrigen seiner neuen Kameraden zum Trotz, mit unermüdlicher Tattraft und entsagungs-voller Apassungsfähigkeit. Die verdiente und um der Sache willen benötigte Anerkennung ward ihm zuteil: er wurde zum Generalinspektor der Armee ernannt mit dem höchsten ihr bekannten Range, dem eines Generalmajors. Das zweite beglückende Ereig-ms, das die tragische Nacht von Vally Forge erhellte, die Auswirkung des Sieges von Saratoga: das Zustandekommen des langersehnten Waffen-bündnisfes mit Frankreich, blieb einstweilen Papier. Schon der nächste Frühsommer vergönnte es Steuben, den Erfolg seiner Reform auszuwerten. Am 28. Juni 1778 vermochte jeine junge Schöpfung bei Monmouth zum ersten Wale der englischen Be, Nissarmee in offener Feldjchlacht siegreich entgegen-zutreten. Aber eine neue Aufwallung von Eifersucht bei der Generalität zwang Washington, die Be-fugnisse seines Generalinspektors erheblich zu beschränken. Wiederum ließ Steuben sich nicht ver-bittern. Er vollbrachte seine zweite Großtat: er schuf der Armee das „Blaue Buch", einen umfassenden Leitfaden von Dienstvorschriften über das ganze Gebiet der Heeresorganisation, der Ausbildung und der Taktik. Es bildete seitdem für Jahrzehnte die Grundlage des amerikanischen Heerwesens und be-fähigte die Armee der Freiheit, sich auch weiterhin siegreich zu behaupten. Auch als Truppenführer bewährte sich Steuben im wechselvollen Ringen. Schließlich gelang e» Washingtons Feldherrngenie, im Bunde mit der endlich eingetrosfenen Hilfsarmee und Flotte, das englische Südkorps in dem befestigten Städtchen Porktown zu umstellen. Nach einer hartnäckigen Be-lagerung, deren Leitung der Erfahrung Steubens anvertraut wurde, kapitulierte der eingeschlossene britische Kommandant am 19. Oktober 1781. Nun konnte auch der Rest des englischen Erpeditionsheere? keine weiteren Angriffe mehr wagen. Nach zwei-jährigen Verhandlungen kam am 3. Dezember 1783 der Friede'.von Versailles zustande. England mußte die Unabhängigkeit der Kolonien anerkennen. Nummer 75 De»tsche?3»lt«ng Seit» S Bundeskanzler Dr. Schober über Paneuropa Am 12. September hielt der österreichische Bundeskanzler Dr. Schober vor der Völkerbund-Versammlung eine Rede über die Paneuropa Idce, die mit großem Beifall ausgenommen wurde. Der Redner betonte, daß gerade Oesterreich, das früher mit 10 anderen Völkern in einem gemeinsame» Wirtschaftsverbande lebte und durch die Zerstörung dieses Wirtschastsverbandes schwer gelitten habe, volles Verständnis für Bestrebungen besitze, die auf eine Vereinigung der europäischen Völker auf wirt< schaftlichem Gebiete abzielen. Nach seiner Meinung gebe es hiefür zwei Wege: der eine wäre die Ab-schaffung aller Ein- und Ausfuhrverbote und ein gemeinsamer Zolltarif, der andere ein Abkommen wischen den Staaten, die sich wirtschaftlich ergänzen. Huf dem ersteren würde das Ziel erst nach langer Zeit zu erreichen sein, während der zweite, für den gerade in letzter Zeit die osteuropäischen Agrarstaaten die Initiative ergriffen hätten, rascher ein Zusammen-arbeiten der Staaten bewirken würde. Oesterreich sei gerne bereit, sich an den weiteren Verhandlungen dieser Staaten zu beteiligen, weil aus ihnen eine bessere Wirtschaftslage für alle beteiligten Staaten und die Grundlage für die Durchführung der großen Idee Briands entstehen werde. Ä Aus Stadt und Land Tödliches Eisenbahnunglück zweier Mädchen. Am Sonntag nachmittags fielen die 13-jährige Besitzerstochter.Ella Kerzan und ihre 3 jährige Richte Franziska Znidar in Strmole bei Lilija aus dem überfüllten Eisenbahnwaggon, indem sie bei einer Kurve gegen die Waggontür geschleudert wurden, die sich plötzlich öffnete. Beide Kinder fielen so unglücklich, daß sie sofort tot waren. Der slowenische Tenor Ado Darian, der für die neue Saison an die städtische Oper in Königsberg (Ostpreußen) verpflichtet wurde, erhielt nach seinem ersten Austreten schmeichelhafte Kritiken der Königsbergs Tagblätter. Wie man aus diesem und aus anderen Beispielen ersieht, erfreuen sich jugoslawische Künstler besonders in Deutschland un-voreingenommener Förderung. Deshalb muß es doppelt verwundern, daß die slowenische Presse in vielen Belangen nach wie vor eine unnötige ge-hässige Haltung gegenüber Deutschland einnimmt. «rtcritnvrrkallunn M l?rnS und bti Herzen» laßt sich durch täglichen Gebrauch einer kleinen iltmat natürlichen .Franz Jöses".B>tterwasserZ die Absehung de« Stichle« ohne starte* Pren>n erreichen. l5eschable Nintsche Lehrer der inneren Medizin haben selbst bei halbseitig ge-lahmten «ranken mit den, Zranz-Ioses Wasser nach die besten Erfolge sür die Tarmrnmgung erztelt. Gelse 260 Jahrfeier der Josefikirche. Am Sonn-tag wurde unter großer Teilnahme der Bevölkerung von nach und fern der 250-jährige Bestand der Josefikirche, die unsere Vorfahren vor einem Viertel-jahrtausend zum Dank für das Erlöschen der Pest Steuben fand zu Lebzeiten nicht die verdiente Anerkennung. Es dauerte sechs Jahre, bis ihm eine bescheidene finanzielle Vergütung seiner Dienste zuteil wurde. Er starb in dürftigen Verhältnissen am 28. Rovember 1794 auf einem Gütchen, das der Staat New Pork ihm geschenkt hatte. Dort liegt er auch bestattet. Erst 1870 wurde ihm ein anständiges Grabmonument errichtet. Am 17. Dezember 1910 aber wurde sein Standbild in Washington gegenüber dem Weißen Haus enthüllt. Einen Abguß schenkte die Union dem deutschen Kaiser und dem deutschen Volke. Sie wurde auf dem kleinen Platze neben Friedrichs II. Stadtschloß aufgestellt und am 2. Scp-tember 1911 enthüllt. Ein Teil der amerikanischen Geschichtsschreibung steht so sehr unter dem Einfluß angelsächsischer Ge-meinschaftsgedanken, daß sie Steubens Ruhm ge-flissentlich verdunkett hat. In neuester Zeit aber hat sich drüben die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß Steuben, der „Vater der amerikanischen Armee", als erster Mit-kämvser der schwer errungenen Freiheit dicht neben Washington selbst steht, dem .Vater seines Landes". Verlanget Orangeade - FJ^Jt^-Citronade überall! r-r 50^ M M erbaut hatten, gefeiert. Am Tag vorher traf Fürst-bischos Dr. Karlin in Celje ein, der am Sonntag in der Jubiläumskirche ein feierliches Pontifikalamt darbrachte. Todesfall. Am vergangenen Samstag nach-mittags, an dem Tage der Vorfeier für den 250-jährigen Bestand unserer Josefikirche, hat ein edles Mensckenherz. das nur selbstlose Liebe für die bedrängten Mitmenschen gekannt hat, für immer zu schlagen aufgehört. Frau Anna Filipic — wer hat die stattliche Erscheinung mit dem stets freundlichen Blick von der älteren Generation wohl nicht aekannt ? -entstammte der altbürgerlichen Familie Karl Sima von der Mühle unter dem Iosefiberg. Räch dem Tode ihres Gatten Herrn Dr. Filipic hat sie sich im hiesigen katholischen Frauenverein seit mehr als zwei Jahrzehnten als Präsidentin ganz im chari-tativen Dienste für die Armen, insbesondere für die vielen verschämten Armen in unserer Stadt und ihrer nächsten Umgebung unermüdlich betätigt. Die Verstorbene wird in diesem Amte sehr schwer $u ersetzen sein. Ein Berg von Blumen, in dem sie in ihrem schönen Heim in Zavodna aufgebahrt war, sandte letzte Grüße. Das Leichenbegängnis fand am Dienstag nachmittags unter großer Beteiligung der Bevölkerung auf dem städtischen Friedhof statt. Der Familie, insbesondere dem Bruder der Heimge-gangenen Herrn Brauereidirektor Sima aus Donau-ejchingen, einem warmen Freunde unserer Stadt, unser herzliches Beileid! Todesfall. Am 17. September um 1 Uhr früh ist im Isolierpavillon des hiesigen Kranken-Hauses Herr Franz Lebitsch, Leiter der Kleinver-schleiß abteilung des Kohlengroßhandlungshauses Mai Oswatitsch, im jugendlichen Alter von 27 Jahren an Typhus gestorben. Der im blühenden Jugend-alter Abberufene erfreute sich in unserer Stadt und weit darüber hinaus allgemeiner Beliebtheit. Wer diesen immer liebenswürdigen, hilfsbereiten Mann kannte, mußte ihn lieb haben. Bei der Frw. Feuer-wehr war er ein stets opferbereites Mitglied, das mit ganzem Herzen bei der Sache war. Im Ge-schäft war er die Treue in Person, ein eifriger und auf das Gedeihen der Firma seines von ihm tief verehrten Onkels unermüdlich bedachter Mitarbeiter. Wir beklagen schmerzlich den so plötzlichen Verlust dieses unseres gutherzigen jungen Freundes! Der schwer betroffenen Familie unser herzliches Beileid! Der städtische Autobus Celje-Ljubno, der aus Celje vormittags um 11 Uhr 10 abfährt und nachmittags um 15 Uhr 35 zurückkehrt, verkehrt ab Montag, dem 15. September, bloß bis Nazarje (Turnöek) und nicht mehr bis Ljubno, während die anderen Strecken in das obere Sanntal und in das Logartal bis auf weiteres unverändert bleiben. Bei der gegenwärtigen Herrichtung unserer Strahen in der Stadt wäre nach un-serer Meinung namenttich auch daraus zu sehen, daß die Gehsteige, soweit sie zu den hergerichteten Straßen gehören, durchwegs in vollkommen gleicher Weise hergerichtet werden, so daß nicht asphaltierte Stücke mit Steinplatten abwechseln. Dies würde erstens viel zur Schönheit des Straßenbildes bei-tragen, zweitens geht es jetzt in einem und würde viel billiger kommen, als wenn später die Gehsteige wieder aufgerissen werden müßten. Auf dem Wetterhäuschen im Stadt-park ist der für das Thermometer bestimmte Platz noch immer leer. Wenn schon ein „Wetterhäuschen" existiert und man sich sogar die Arbeit der Ueber-tragung an einen neuen, erhöhten Ort leistete, so gehört doch jedenfalls zu den dort befindlichen In-ftrumenten, die übrigens auch schon sebr fraglich aussehen, auch ein Thermometer. Schon wegen der Vollständigkeit. Die Kleinigkeit, die das An-bringen eines'Wärmemessers kosten würde, steht in keinem Verhältnis zum Eindruck der Nachlässigkeit, den die vielen Wetteryucker infolge des Fehlens dieses Instrumentes gewmnen müssen. Aufgehobene» Geschworenenurteil. Im Herbst 1928 bejahten die Geschworenen des da-maligen Geschworenengerichts einstimmig die Schuld-frage bezüglich des Viehhändlers und Gastwirtes Mathias Brecko aus TrSla-Gorca-Kalobje und der Besitzerin Anna Rajh aus Vezovje, daß nämlich die beiden einen Schuldschein über 53.300 Din fingiert hätten. Vrerko hatte diesen Betrag auf den Besitz der Rajh intabulieren lassen, wodurch der Kaufmann Michael Salobir aus So. Jakob um seine Forderuna von 63.000 Din verkürzt worden war, die er irrtümlicher Weise nicht mtabuliert hatte. Auf Grund des Geschworenenverdiktes waren damals die Rajh und Vrecko zu je 1 Jahr schweren Kerkers und zur Zahlung von 10.000 Din an Salobir verurteitt worden. Später bewilligte das Kreisgericht in Celje die Wiederaufnahme des Sttaf-Verfahrens und nach Einvernahme zahlreicher Ent-lastungszeugen wurde das Geschworenenurteil gegen Vrecko aufgehoben. Stadtkino. Heute Donnerstag zum letzten Male der 2. Teil des Großfilms „Der Graf von Monte Christo". Auch wer den l. Teil nicht gesehen hat, kann den 2. Teil besuchen, weil in dessen Ein-leitung das Vorangegangene beschrieben wird. — Freitag, 19., Samstag, 20., und Sonntag, 21. Sep-tember: „Die letzte Warnung", großer Kriminal-film mit Laura Ia Plante in der Hauptrolle. t Erschüttert und fassungslos über die Tücke des Geschicks geben wir die Nachricht, dass unser brarer, geliebter Sohn, Herr Fran/i Lebitsch am 17. September um 1 Uhr nachts im blühenden Alter von 27 Jahren einer Todeskrankheit zum Opfer gefallen ist. Unseren Franii werden wir am Freitag, dem 19. September, um 5 Uhr nachmittags auf dem städtischen Friedhofe, wohin er zur AufbahruDg gebracht wurde, zur ewigen Ruhe legen. Celje, den 17. September 1930. Familie Franz Lebitsch für alle Verwandten. Im Namen meiner Firma und meiner Angestellten gebe ich die schmerzliche Botschaft vom erschütternd unerwarteten Verluste meines treuen, eifrigen Mitarbeiters, Herrn Franz Lebitsch jun. Leiter der KleinverschleiBabtellung der Firma M. Oswatitsch. Das Fehlen seiner frohen, hilfsbereiten Jugendkraft bedeutet eine arge Lücke unter uns und die Erinnerung an diesen jungen unternehmungslustigen Jungen wird stets in unseren Herzen leben. Ehre seinem Angedenken I Celje, den 17. September 1930. Max Oswatitsch. Sehe 4 Deutsch» Zeitung Nummer 75 Maribor Der Mörder des Generals Ttramlitsch verurteilt. Wie noch allgemein erinnerlich, ist vor einigen Monaten General Stramlitsch in seiner Wohnung in Manbor vom Maschinsührer Baleskini durch 5 Pistolenschüsse ermordet worden. Diese Mordtat hatte seinerzeit groszes Aufsehen erregt und wurde von der Presse in langen und zum Teil auch etwas ungewöhnlichen Aufsätzen be-sprachen. Der Mörder wurde nun vom Fünfersenat zu 8 Jahren und einem Monat schweren Kerkers, dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und Entlassung von der Ttaatsbahn verurteilt. Die beiden Verteidiger haben Berufung eingelegt. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 21. September, findet um 10 Uhr vormittags in der Christuskirche in Maribor der evangelische Gemeindegotlesdienst statt. 5» Jahre im Dienste der Nächsten» liebe. Am vergangenen Sonntag ist im hiesigen Allg. Krankenhaus die barmherzige Schwester Plazidia Perdeller im Alter von 71 Jahren ge-storben. Die Verstorbene, die schon im Jahre 1882 aus ihrer Heimat Tirol nach Maribor gekommen war, weihte die lange Zeit von 50 Jahren der Pflege der Kranken, davon 25 Jahre als Schwester Oberin. Sie besitzt im Herzen unzähliger Kranker, denen sie ihre warme Fürsorge angcdeihen lies;, das schönste Denkmal. Todesfall. In Ataribor ist der frühere Hauptschriftleiter des eingestellten slowenischen Tag-blattes „Edinost" in Trieft Herr Mar Cot« im Alter von 70 Jahren gestorben. Todesfall. Der 55-jährige Monteur des städtischen Gaswerkes Herr Michael Weiß ist in seiner Wohnung verschieden. Das Leichenbegängnis fand Mittwoch um 3 Uhr nachmittags von der Aufbahrungshalle des städtischen Friedhofes in Pobrezje aus statt. Ptuj Professor Strohschneider in Ptuj. Der von den Vorführungen in den Städten Ltubljana, Celje und Maribor rühmlich bekannte ^-eilkünstler Prof. Strohschneider ist hier eingetroffen. Die Vor-stellungen finden am Minoritenplatz täglich um 20 Uhr abends statt. Nach einem dreitägigen Gast-spiel reist der Künstler nach Varazdin ab, wo be-reits am Samstag abends die erste Vorstellung stattfinden wird. XIV. ZAGREBER MESSE 13. bis 22. September 1930. Allgemeine internationale Mustermesse mit Spezial-Messen 1. Bauwesen 4. MI- und Pelzmesse 2. Hotel, Haus und Küche 5. Leder 3. Lebens- und Genussmittel 6. Papier 7. Landwirtschaft Ausserdem Ausstellung u. Wesso von Zuchtvieh Heimische Ausstellung 13. u. 14, IX. Internat. Ausstellung 20. u. 21. IX. Auf Eisenbahnen und adriatischen Schiffsfahrten 60*,, KriuKwiguug für Besucher und Ware (Kostenlose Rückfahrt). Sport Tennisturnier in Maribor. Das am Sonntag zwischen der Tennissektion des Athletik-sportklubs in Celje und dem Sportklub Rapid (Maribor) gespielte Turnier endete mit einem Siege 9:2 für Ataribor. Es wurden folgende Resultate erzielt: Herreneinzel: Hitzl (Maribor): Zng. Rakusch < Celje) 2:6, 6:2, 6:4; Leyrer (M): Baron Huben Warsberg (C) ft:l, 6:1; Baron Oskar Warsberg (C): Hofer (M> C: 2,2 :6, 6:4; Zimmer (C): Hol-zinger (M) 6: t, 6: 3; Dr. Blanke 03, neu bereist und repariert, im guten Zustande. Anträge unter ,Autoverkauf 3fi714* an die Verwaltung des Blattes. V jfinion Sinkovec j (früher Kranj, Qrosuplje) beehrt sich bekannt zu geben, dass er seine i'Jrxeuyu iiys-ircrkstdttc für SeUerwaren und Ixtger in | Celje, Gosposka ul* 3 eröffnet hat. EmpfeJde alle Arten Seilerwaren, SptlQtll, Seile in allen Stärken, (Hurten, Hanf-, flach«- und Juteleinen, Säcke und StrohMücke, Secyran und haar, Peitxchenxtitcke und Kiemen, Pferdekotxeu und -Decken, zu billigsten und konkurrenzlose» Preisen. ttiflentftiwr, fyrauifttbrr und &£btt!.tifl(sp: Fran» Schauer in tftlit. — $rud und Verlag: Ber«>n»buchdnulne> »Seleja" in Eelj». g-ir | u Xrufltm verantwortlich: Euido vchidlo in »elj«.