Nr. 260 Montag. 13. November 1916. l35 Jahrgang. Mbacher Zeitung P»z««»«?»«o»»««»<«: Mit Poftvtllendun«: ganzjährig 3« 5, lialbjähri« ,5 X Im Kvntor: ganziährig » «. halbjährig <1 X, Für die ^uftellunz ie Parlamenrskok'reff sftondcnz meldet: Was die Haltung der deutschen Abge» ordneten gegenüber dem neuen Ministerium anlangt, so ist wohl die von der größten Gruppe des Teutschen Na-tionalverbandes, nämlich der Deutschen Arbeitsgemeinschaft, ausgesprochene Anschauung, daß dem ncucn Ministerium gegenüber eine freundlich zuwartende Haltung cinzunchmcu sei, richtunggebend. Bei den ztonfercnzcn der Vertreter der Parteien, mit dem Ministerpräsidenten sind vor allcm dic Angelegenheiten der Vollsernährung zur Sprache gekommen, weiter im besonderen die Staatssprache, die Sonderstellung Galiziens, die Kreiscintei-lung in Böhmen (Ausgleich) und die Wiederherstellung dcs Parlamentes in Österreich. D^ese letzte Frage ist eine Angelegenheit von eminent wirtschaftlicher Bedeutung. Der Ministerpräsident hat sich über dicse Fragen zu den Vertretern der parlamentarischen Parteien in dem Sinn geäußert, daß alle dicsc Fragen so beantwortet werden müssen, wie es das Staatsinteresse erfordert. Zu weiteren Konferenzen werden die Einladungen dcs Ministerpräsidenten in der nächsten Zeit ergehen; in diefen wird man sich init der Reichsratstagung befassen. Es werden hichci die notwendigen Voraussetzungeil und möglichen Vorbedingungen für die Tagung des Reichs-rates festgesetzt werden. Im Zusammenhanssc damit ^ird dann auch eine vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses einberufene' neuerliche Sitzung der Parteienvcrtreter die endgültige Beantwortung der Frage der Einberu» fung des Neichsrates herbeiführen. Das Wolff-Vurcau meldet: Von zuständiger militärischer Seite wird berichtet: Nach dcn neuesten Verlusten der Engländer und Franzosen bei ihrem großen Durch-bruclMersuch im Frontabschnitte Le Sars—Vouchaves-ncs am 5). November, wobei sic sechs englische und 4^2 Gedenket der Umuenstags-und der Geburtstagsspende! Feuilleton. — (Kaiser Franz Ioseph-Iubiläumsthealcr.) „Kabale und Liebe". Ein bürgerliches Trauerspiel von Fr. v. Schiller. — Es ist immer wieder ein Festtag, wenn 'sein geharnischter Geist über die Bretter hinweggeht", oder sollte es wenigstens sein. Und der Besuch der Donnerstagvorstellung zeigte, daß die Gemeinde bedeutend größer ist, als man annehmen zu müssen geglaubt hat,, Man glaube nur ja nicht, Schiller sei tot und begraben; noch lebt und wirkt er; man glaube' nur ja nicht, er sei pathetisch und rührsam. Schiller, namentlich der junge Schiller der Sturm- und Drangzeit, ist eitel! Lebcn und Vildkraft; er ist die lohende Leidenschaft und fressende Flamme, von der Wir in dieser Aufführung leider zu wenig bemerken. Nur wenige Szenen: im Hause der Miller, die Brieffzenc und der Schluß wuchsen etwas an Schiller heran. Es war nicht die rechte Farbe, nicht der Schillersche Ton. „Das ist moderne Auffassung," wird mmi sagen, -ich weiß. Aber Schiller ist eben kein Mo-berner. Was uns als Pathos, als Verstiegenheit und Schönrednerei erscheint, das ist in hicscr „empfindsamen" Seit Natur Wvesen, einfache, uollsaftige Natur, und! so muß es auch gegeben werden. Die unvergleichliche Spra- che dieses Sängers muß blühen und leuchten, nicht zur Hälfte im Halse stecken bleiben. Die Worte müssen nicht nur da sein, sondern auch wirken. Stellen, w,ie: „Wer kann den Bund zweier Herzen lösen. . ." oder „Gib Mir den Mann, den ich jetzt denke . . ." können doch nicht nur hergesagt, sondern müssen doch auch empfunden !ver-den. „Wahrheit und Ausdruck" sind die Grundsätze cincr guten Schiller-Wiedergabe! Der Ferdinand des Herrn Unger war eine tüchtige und ehrliche Leistung, ein anerkennenswerter Farttschritt des Darstellers, aber ejin Ferdinand Schillers war es nicht. Dieser ist nicht nur ein schwärmerischer Jüngling und ein sentimentaler Redner, dessen Worte z. B. im ersten Akte! nicht einmal in den vorderen Reihen verstanden wurden, sondern auch eine Feue nigfaltigkeit in Stimme und Ausdruck zu geben, freilich scheinen die Farben nicht immer .'ofun Abend an und endeten ohne Erfolg für die Franzosen. Unter den 17 feindlichen Flugzeugen, die an der Westfront abgeschossen wurden, befindet sich auch ein feindliches Großkampf-flugzeug, das mit zwei Motoren und drei Maschinengewehren ausgerüstet war, sowie drei. Mann Besatzung enthielt, und das unversehrt gchorgen wurde. Nach den vieltätigen Kämpfen an der Narnjowka, die unter den blutigstn Verlusten für die Russell mit einem bedeutenden deutschen Sieg endeten und die Nüssen auf das Oftufer Zunickdrängten, gingen nunmehr nördlich von Va-ranowitschi brankenburgische Truppen nnd das Infanterieregiment Nr. 401 zuttr Angriff, überrannten die russischen Stellungen in vier Kilometer Äreite und warfen die Nnsscn in mächtigem Vorstoß über den Strobowa-Vach zurück. Außer 2? Maschincngoivehren und 1s Minenwerfern blieben 49 Offiziere und 3380 Mann in den Händen der Sieger. Die blntigen Verluste der Nüssen sind außergewöhnlich groß. Der Erzbischof von Polcn-Gnosen Dr. Dnlbor hat lalit Berliner Meldung ein Telegramm an Kaiser Wilhelm gerichtet, worin er zugleich namens seiner in unverbrüchlicher Treue zum Kaiser verharrenden Diözesa-ncn für die Wiederherstellung des selbständigen polnischen Königreiches seinen untertänigsten Dank anssprach. Der Kaiser antwortete: Eure bischöfliche Gnaden haben zugleich im Namen Ihrer Diözesanen anläßlich der Vev-kündnng der Errichtung des polnischen Staates in den bisherigen ntssisch-polnischen Gebieten Mich erneut der unverbrüchlichen Treue dcr preußischen Polen zu ihrem Lanocsherrn versichert. Ich dnnk!c heitzlich für dliese Kundgebung. Sie soll mir in diesem historischen Augenblicke eine Gewähr dafür sein, daß der gefaßte Entschluß zum Segen des Deutschen Reiches und des neuen Staates, wie zur dauernden Sicherung der europäischen Kultur gereichen wird. Die reichtsdrutschen Blätter veröffentlichten cin^e Erklärung des deutschen Ostmarkcn Vereines zur Vev-tündnng Polens, worin betont wird, daß der Verein mit der Tatsache der Proklamierrmg rechnen und seine fernere Tätigkeit darauf einrichten muß. Die Erklärung fährt fort: Die Art der Arbeit wird wesentlich davon abhängen, in welcher Noise das Polentum innerhalb und a-ußerhalb unserer Grenzen die großen Pflichten anerkennt, die ihm aus der unvergleichlichen Aufgabe erlvachsen, die Deutschland ihnl heute mit seinem Verbündeten alZ Ergebnis namenloser Opfer bietet. Damit gewinnen die Polen eine Freistätte reichlicher Äetätigung, die sie sich nach ihren Wünschen lverden tunlichst einrichten können. Wir dürfen in Deutschland die bestimmte Erlvartung hegen, daß die Polen nach einers solchen Erfüllung ihrer heißesten Wünsche den Fordetungen lverden gerecht werden, die Deutschland im Interesse, seiner militärischen Sicherheit nnd einheitlichen poli'tischen und wirtschaftlichen Entwick, lung stellen muß, und daß unsere polnischen Mitbürger dem Nationalitätenstreit in unseren Ostmarien dadurch ein Ende bereiten, daß sie sich auf den Boden der geschichtlich gegebenen Verhältnisse stellen und an der gemeinsamen Wohlfahrt des Reiches mitarbeiten. Je unzweideutiger sie dieser Erkenntnis in Wort und Tat Ausdruck geben, desto schneller wird dieses Ziel erreicht lverden, und um so leichter wird sich die Zukunft gestalten, die dem neuen Staa»te erblühen lann. Wie aus London gemeldet wird, hielt beim Festmahl in dcr Guildhall der erste Lord dcr Admiralität Balsonr eine Ncde, in dcr er sagte: Einige Kritiker denken, daß die englische Flotte zu einer passiven Rolle verurteilt sei. Tas ist uurichtig. Sie hat viel schwierigere Aufgaben als die bloße Verteidigung der Küsten; sie hat für die SicherlM der Verbindungslinien der Armee über See zu sorgen, die Blockade ausrecht zu erhalten, die die Hilfsquellen des Feindes verstopft. Ich lann versprechen, daß Me Pflichten, die auf der Flotte ruhen, sowohl was Angriff als auch Verteüoigung betrifft, in der Zuümft ebenso erfolgreich erfüllt nxrdcn wie in der Vergangenheit. Aber ich will nicht vorsprechen, daß die Sorgfalt in der Wachsamkeit und in der Zusammenziehung der Kampfmittel vorübergehende, allcidinos vergebliche Angriffe unmöglich macht, wie den jüngsten Angriff im Kanal. Derartige Überfälle haben mit dem großen Problem der Beherrschung der See nichts zu tun. Deutschland hat jetzt die Hoffnung aufgegeben, unsere Seeherrschaft durch eine Flottenaltion anznfcchlen. Es ist zu erbärmlichen, verbrecherischen Methoden übergegangen, inoem es die R>c!l,klngsbo!ol>e d^er versenkten Dampfer einfach ihrem Schicksal überläßt. Valsour erinnerte dann an die Erklärung des Frciherrn von Marschall auf einer der Haager Konferenzen, wonach die dentschen Flottenosfizicre die Pflichten der Menschlichkeit und der Zivilisation immer genau erfüllen würden (Heiterkeit) und sagte: Was sollen wir von einer Nation sagen, die durch den Mund ihres auserkorenen Vertreters solche Reden hält und schoil zwei Jahre später Medaillen für die „Lusitania" prägen läßt? (Hört! Hört!) Wir alle wissen, was das heißt. Es bedeutet, daß die Deutschen zum wohlüberlegten Schluß gelangten, daß der beste Weg zum Erfolg der ist, Schrecken einzuflößen, was sie in Belgien taten oder anderswo getan hubeil und überall tun werdeu, wo sie die Macht haben. Die Londoner „Daily Mail" schrei veil über die Zukunft Polcnö: Das Angebot der Uimbhängigtcit kann nicht als bloßes papierenes Manifest ignoriert werden, das keine praktische Wirkung für den Krieg hätte. Wenn man glaubt, daß die Untertanentreue der Polen an Nußland so tief eingewurzelt wäre, daß sie notwendig gegen alle Umwcrbungen der Zcntralmächie tanb bleiben müßten, würde man sich irren. Die Bewohller Russisch-Polens sind vor allen Dingen Polen, die ihre unerschütterliche Hoffnung in die Errichtung' des selbständigen einigen Polens setzeil. Deutschland bietet ihnen zwar keine Eini-gnng, aber Selbständigkeit, während Rußland nur Selbstverwaltung bot. Man darf nicht annehmen, daß die Polen in dem deutschell Geschenk nur ein wertloses Zugo-ständnis erblicken würden. Das Reuter-Bureau erfährt, daß zwischen dcr britischen Negierung und dem Landwirtschafts Ausfuhp-bureau der Niederlande ein Handelsvertrag abgeschlossen wurde. Das Abkommen, das vor einigen Tagen unterzeichnet wurde, sicher Großbritannien regelmäßige, beträchtlich erhöhte Zufuhren von, niederländischen Land-wirtschaftserzeugnisscn. Es sei zu hoffen, daß der niederländisch-großbritannische Handel infolge des Abkom?-mens zumindest auf die frühere Höhe gebracht werde. Der Sonderberichterstatter dcr „Times" im russischen Hauptquartier an der Südwestsont hatte eine Unterredung mit General Brusilov, der u. a. sagte: Die Alliier» tm hätten den Krieg gewonnen. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der Feind das selbst einsehen würde. Während die Mittelmächte Schwierigkeiten hätten, ihre Reihen zu füllen, hätte die Russen den Höhepunkt der Macht noch nicht erreicht. Sie würden ihn erst im nächsten Jahre erreichen und dann würden sie die größte und beste. Armee seit Kricgsbeginn haben. Selbst heuer hätten sie die Offensive mit zu wellig Material und schweren Geschützen führen müssen. Im nächsten Jahr« würden sie den Feinden an Material ebenbürtig, an Menschen überlegen sein. Die Niederlagen Nnmänienis hätten nicht die geringste Bedeutung. Die geringfügigen Fortschritte des Feindes ill der Tobrud/.a seien zwar bedauerlich, würden aber die größeren Kriegsfragen nicht beeinflussen. Ernst wäre die Lage geivesen, wenn es den Deutschen gelungen wäre, von den Karpathen aus in Rumänien einzufallen. Rumänien müsse einsehen, daß seine Fehl' schlage nur untergeordnete Kriegszwischcnfälle seien lind daß es das große Rußland hinter sich habe. Vrusilov schloß, es sei schwer zu bereifen, Icke di.e deutschen Publizisten die dunkle Zukunft noch länger vor dem Volke verbergen können. Wie der Bericht des bulgarischen Generalstabes vom 10.. d. M. meldet, geht aus den Aussagen eines in die bulgarische Küshe getriebenen Russen eines Kreuzers des russischen Dreadnoughts „Imperatrice Maria" mit Sicherheit hervor, daß dieser Djreadnought bei Sulnui (FcodosichInseln) durch eine Minenexplosion versenV worden ist. Wie die. Maiiländcr Blätter aus Athen erfahren, wurden ein italienischer und ein französischer Offizier, die im Automobil nach Ianina fuhren, von einer Gruppe» Bewaffneter angehalten, zur Entladung ihrer Revolver genötigt, durchsucht und dann gezwungen, nach Prevesa zurückzukehren. Die Angreifer erklärten, daß der kpirns von den Italienern nichts wissen wolle. Nach dem g,rie-> chischcn Blatte „Eleutheros Typos" war der Angriff von, den Deputierten Kanzanzis und Xontos inszeniert worden, die sowohl die Italiener als auch die veniseli-stische Bewegung treffen wollen. Indessen sollen die beiden Offiziere doch auf einem anderen Wege nach Ianina gelangt sein. bung doppelt wirksame Schwärmern, die allein oea «^tz-lichen Übergang zur Entsagung erkläck. -1erlde >)io "^r-nehmheit der ErsclMmng und Haltung, ^ie 'vir i 'er Künstlerin oft gerühmt hal^n, trat hier der „bürgerlichen" gegenüber nicht deutlich genug heruojr. Hcry Heinz gab den Hofmarschall von Kalb sehr wirkungsvoll und Schillers Geist entsprechend. Daß er Heiterkeit auslöste, wo er nicht sollte, lag diesmal an dem Dichter, der sich in demokratischem Zorne diese höfische Draht« puppe etwas zu scharf aufs Korn nahm. Das alles sei gesagt, nicht um die Darsteller zu kränken, die mit sichtlichem Eifer bei der Sache waren, sondern um der Sache zu dienen. Hier war einmal eine schwere und ernste Aufgabe, die wir auch ernst betrachtcn nmßwl. Es genügt nicht, wenn auf dem Theaterzettel steht: „Schillerfeier", es imlß auch Schiller unter uns wohnen! Noch auf eine Kleinigkeit sei verwieseil! Es fehlte cine wichtige Szene: die Hauptsache! Kürzungen unt> Striche sind berechtigt, wenn das Stück nicht 'ermüden soll. Schiller rechnete eben mit anderen Nerven und einer anderen „Sitzsam-keit" seiner Zuhörer. Dauerte doch die Aufführung ohnedem statt bis zehn bis elf Uhr! Aber »nan muß doch unterscheiden! Man gestalte mir eille Begründung: Das Stück heißt: „Kabale und Liebe" und wird so, erklärt, daß gegen die rauhe Gewalt zwar die Liebe siegt, aber gegen die Kabale unterliegt. Ferdinand trotzt dem Zorn seines Vaters, der Gewalt der Lady, ja er tritt dem Vater feindlich gegenüber, aber der teuflische Plan gelingt und die Liebenden gehen unter. Das ist gewiß menschlich traurig, aber nicht dramatisch tragisch. Wenn Ferdinand die feindliche Gesinnung des Vaters kennt, wenn er weiß, daß man ihn mit allen Mitteln von Luise trennen will, so nmß er, wenn er den erzwungenen Brief erhält, doch zunächst an einen Betrug glauben. Er muß doch seiner Luise, die er so genau kennt, mehr trauen als einem Stück Papier. Ein Jüngling, der so handelt, ist nicht nur sinlüos verliebt, sondern einfach lächerlich! Anders liegen aber die Dinge, wenn wir die Eifersucht als mitbestimmenden Eharakterzug heranziehen, lind das wollte der Dichter. Die ersten Worte Ferdinands in dem Stück sind: „Luise, du bist blaß?" und darauf: „Mein Herz ist das gestrige, ist's auch das deine noch^" Kann man, mit einem schärferen Akkord einen Charakter einleiten als den, immer zur Eifersucht neigenden? Das steigert sich bis zur Stelle: „Ich fürchte nichts — l ichts — als die Grenzen deiner Liebe!" Und nun folgt unmittelbar vor der Briefszene die entscheidende Unterredung zwischen Ferdinand und Luise, die eben weggelassen wurde. Ferdinand sucht Luise (wohlgemcrkt, nachdem die Eltern bereits verhaftet sind!) zu überreden, mit ihm zu fliehen. Aber Luise, die „nur zwei tödliche Seite.« hat, nmt denen man ihr Gewisseil bestürmen kann, den Vater und den Major", kann in dieser Lagei nicht den Vater sitzen lassen. In ihrer Weigerung sieht Walter „nur kalte Pflicht gegen feurige Liebe" und versteht dies nicht (s. 1. Akt: „Siehst du, auf welchem Kallsinn ich dich ertappen muß?"). Luise will aus PflichtgeM lieber auf Walter verzichten als ihren Vater schädigen. Man beachte aus dem szenischen Angaben, welche erschütternde Wirkuug diese Worte auf Ferdinand ausüben! Und dann die Worte: „Schlange, du lügst! Ein Liebhaber fesselt dich und Wehe über dich.und- ihn, wenn mein Verdacht sich bestätigt!" Mit diesem Gefühl geht er hinweg, in diesem Gefühl bekommt er den Brief! Er wartet nur noch auf eine Bestätigung dieses Verdachtes: hier hat er ihn! Daß er nnn an ihre Ermordung denkt, erklärt sich. Er kommt zu Luise, nicht um Aufklärung zu suchen, sondern um den Verdacht bestätigt zu finden. „Überraschtes siiewissen, habe Dank! Dein Bekenntnis ist schnell, aber gewiß!" Also nicht an der Kabale gehen die Liebenden zugrunde, sondern an Ferdinands eigener zu empfindsamer, zn liebevoller Seele, an dcr Eifersucht, die ein solches Glück für zu groß ansieht, als daß es rein bleiben könnte! So ist diese weggelassene Szene keine Nebensache. Wie könnte auch ein so Misterhafter Dramatiker zwischen den teuflischen Plon und dessen Ausführung eine nichtige Szene hineingeschoben haben? Diese Szene ist vielmehr der Angelpunkt des Charakters, das Mittel zur Verständigung seiner Handlung, mit einem Worte: der Höhepunkt des Stückes! Das durfte am wenigsten fehlen. Es ish ein Zeichen für die Äußerlichkeit, mit der mail all ein Knnstwcn herangeht, daß lnan nur die theatralisch wirksamen Szene für wichtig hält! Es muß dies um so 'nehr hervorgehoben »»erden, als dieser Fehler schon vor Jahren hier gemacht und vor dessen Wiederholung ausdrücklich gewarnt wurde. Dr. Janker, , 3aibacher Zeitung Nr. 260 1849 13 November 191 <> Lola!- und Provinzilll-Nllchrichtcn. — lKriegsauszeichmln«en.) Seine Majestät del Kaiser hat anbefohlen, daß dcm Oberleutnant in der Rcftxve Julius Vulerlasses weiterhin zutreffen, vorläufig bis zum 31. März 1917 verlängert werden. Die Feststellung der weiterhin zu Enthebenden erfolgt durch die politischen Bezirksbehörden am dcr Hand dcr diesen Behörden von den «Zkmeindcn vorliegenden Verzeichnisse, beziehungsweise auf Grund des eigenen verantwortlichen Gutachtens. Für alle über den 31. März 1917 noch weiterhin befristeten oder auf unbestimmte Zeit zu land- und forstwirtschaftlichen Zwecken zu Enthebenden wird bis zu diesem Tage eine allgemeine Nachprüfung stattfinden, für welche die Anordnungen, später erfolgen werden. Für alle von den vorstehenden Bestimmungen nicht Betroffenen sind die Enthebungsgcsuche »oic bisher vorzulegen. — (Mißbräuchliche AdnMnmn. von priunl.n Frachtsendnngen.» Tie l. k. Polizeidircktion in Laibach hat folgende Kundmachung erlassen: Wicoerholt wmde beobachtet, daß private Frachtsen düngen unwahr dekla-riert werden oder aber mißbräuchlicherweise on militärische Dienststellen des Bestimmungsortes der Sendung adressiert 'werden, um sie dann bei der betreffenden mili-lärischen Stelle zu reklamieren. Diese Vorgangsweisc wird hiemit ausdrücklich untersagt. Übertretungen dieses Verbotes werden, soweit nicht die strengeren Bestimmungen des Strafgesetzes Platz greifen, nach der Ministerial-Verordnung von, 30. September 1857, N. G. Bl. Nr. 193 mit Geldstrafen von 2 bis zu 200 K oder mit Arrest oon scchs Stunden bis zu 14 Tagen geahndet werden. — (Vier Söhne im Felde., Der Gerichtsofsizial Balthasar Vaebler in Idria hat vier Söhne im Felde, von den Schwcfelns im kommenden Jahre. Die ersten drei Waggons sind nach den eingelangten Bestellungen folgendermaßen an die M'meindeämter her w>einvau!treibcnd?n Bezirke verteilt worden: im Bezirke Adelsberg (Wip-> pachtal) 23.520 Kilogramm, im Bezirke Tschernembl 3462 Kilogramm, im Bezirke Nudolssnnrt 1536 Kilogramm, im Bezirke Gurkftld 1382 Kilogramm, im Bezirke Gottschee 100 Kilogramm. Der überwiegende Teil ist ins Wiftpachtal abgegeben worden, wo die Weinbauer gegen die jährlich auftretende Oidiunrkranlhcit am meisten zu seidcu haben. Alle anderen Bezirke huben sich mit ssMercn Mcngcn zufticheiuMellt, obwohl ».s geraldel. heuer nnd speziell noch für Weißkoain sehr notwendig gewescn wäre, dcr Nebenschwcfelung ein größeres Augenmerk zu widmen. Der vierte Waggon Schwefel ist den Bestellungen nach folgendermaßen verteilt worden: a^ den Bezirk Adclsbcrg mit 1^33 Kilogramm, an den B l00 Kilogramm. Kaffccprcisc. Noch immer herrscht bei manchen Kaf-> fcchäudlern die Ansicht, es könne Kaffee besscrcr Sonen auch teurer als Zu dein verordnungsmäßig festgesetzten Höchstpreise von 8 K Per Kilogramm, gebrannt, verkauft werden. Diese Ansicht ist irrig. Gebrannter Kaffee darf nicht teller als mit 8 K im Kleinverkauf abgegeben werden. Händler, die cincn höheren Preis fordern, machen sich strafbar und es sind bereits mehrere Anzeigen wegen solcher Zuwiderhandinngen erstattet worden, di? zu einer strengen Bestrafung führen werden. Ebenso darf ein Zurückhalten von Knffecvonäten unter keinen Uniständen. Treibende Kräfte. Roman von E. Grabowsli. l12 Fortsehnn«.) (Nachdruck vrrbolen.) Der Abmd fand das Guldenstück in der Lade des Schankwirts draußen im Ort — in der Küche aber gab's ein fröhliches Trinken. Bis in die Nacht hinein erzählte Marti^ck seine Schnurren, und zuletzt gar stand er auf und tanzte. Auch Schelmenlieder sang c,'.,- — die Mägde wurden rot — da gab ihm Marka einen Puff in die Seite: „Schämt Euch — alter Sünderl" Am anderen Morgen stand die „Kalesche" schon zeitig eingeschirrt im Hofe. Die jungcn, ausgeruhten Pferde stampften unacouldi» mit den Hufen, und Marti^k saß verschlafen auf dM Bock. Die lustige Nacht stak ihm noch in den Glidern. In der Tür des Wohnhauses stand Strobel im 2ci-nenmantel, der seine behäbige Figur noch umfangreicher erscheinen ließ. Er blieb auf den niederen Treppenstufen stehen und ließ seine Augen suchend über den Hof schweifen. „Wo der Bursch wieder bleibt?" Er! niachte ein ärgerliches Gesicht. „Immer ist er verschwunden, wenn ich ouf ihn warte." Vor den Ställen stand Iutka und schnitt Häcksel. Sie hatte nur einen kurzen, roten Nock an nnl, das leinene lose Hemdchen. Ihr dunkles Haar verhüllte ein rotes Tuch. Sie sprach wiederholt ill den Stall hinein nnd lachte wohl auch, so breit, baß ihre weißen Zähne sichtbar wurden. Strobel ließ seine Blicke flüchtig über sie, gleiten -^ er suchte seinen Sohn. Alle Winlel^m Hose suchten seine Augen ab unb fielen wieder auf das Mädchen. ! Martwek spielte mit der Peitsche, die Pferde wieherten und scharrten ungeduldig .ttit den Hufen. Da ging Stiobcl langsam zu seinem Wagen. „Wo nur dcr junge Herr steckt?" fragte cr Markn, die mit Schirm und Neisebcckc ankam. Sie znckte verlegen die Achseln. Strobel pfiff ein paarmal durch die Finger - da kam Anton aus der Stalltür. Er war rot und verlegen. Der Müller machte ein langes Gesicht, sah noch einmal nach Iutka hinüber, die ihrcn 5!opf jetzt tief über die Arbeit beugte. Da legst dich nieder . . . ich ,m,in gar, dcr Bub bandelt mit dem Mädchen an. No... das wär. . ." Es ging ihm heiß durch nie Adern. „Eine höllische Tirn' . . . was wahr is, is wahr" — Anton war gleich auf den Bock gestiegen. Er hatte durchaus leine Lust, sich jetzt nA dem Vater auseinanderzusetzen, hatte im Augenblick ganz anderes im Sinn. Iutka wünschte sich ein seidenes Brusttuch und rote Perlen und ein Herz von Pfefferkuchen, so groß wie ein Klettcnblatt. Strobel steckte sich eine Pfeife an und vergaß bald das kleine Intermezzo im Hofe über den Gedanken an seine Zusammenkunft mit dem Schwager. „Wie wird er sich zu meinem Vorschlag stellen? Hof-fmtlich kommen wir bald ins Reine... ich mächt' die letzten Wochen nicht noch einmal erleben." Langsam rollte dauf das Staatsgynmasium mit deutscher Unterrichtssprache in Laibach 27, auf das Staatsgymnasium in Goltschee 6, alif das Staatsgynniastum in Krainburg 17, auf das SwatKgymnasium ill Nudolfswert 12, auf die Staats-ooerrcal schule in Laibnch 13 und auf die Staatsovcrreal-schule in Idria 3. — (Aus der Diözese.) Ernannt wurden die Semi-naryeistlichen: Herr Johann Kalan zum Kaplan in Adelsberg, Herr Josef Hren zum Kaplan in Hinje und Herr Franz Osolnik zum Kaplan in (>em5e,ük. Herr Thonms Tavüar, Kaplan in ^emlenik, 'urde nach Laibach (Pfarre St. Jakob) Zersetzt. — (Persieigernng cincr Brüste.) Die eiserne Brücke über den Savefluß bei St. Jakob wurde bei, der am 10. d. M. stattghabtcn Zwangsversteigerung vom kraini-schen Lllndesausschusse erstanden. — lMwerbebewenung i„ Laibach.) Im Oktober wurden in Laibach 20 Gewerbebetriebe angemeldet und 12 Gewerbebetriebe aufgelassen, bczw. abgemeldet: Angemeldet wurden folgende Betriebe: Josef Oluft, Gaft- und Schankgewerbe, Alter Markt 1; Ella Kaiser, Gemischtwarenhandel ausschließlich der im tz 38/5 GO. genannten Ware, Pre^erengasse 5; Alois Mohork", Verkauf von Schuhen und fertigen Kleidern, Nadctzkystrahc Nr. 2; Maria Po5ar, Schuhputzftasweczcugung, Einöd-yasse 10; Aloisia Zupancw,, Gennschw lr^Handel auö-schNehlich der im s 38/5GO. genannten Ware, Frosch-Platz 7; Johanna Ianc, Handel mit ^cbensmitteln, Kon-ferven, Käse, Delikatessen und Bier in verschlossenen Flaschen, Wolfgasse 1; Finna Hcd^et ^ "oritnik, Handel mit Manufalturwarcn, Iakobskai 33; .nlon Wisiok, Handlelsagenlur und Kommissionsgeschäft, Herrcnaasse Nr. 3; Franziska Lindwer, Geniischtwarenhandel, Vo-I)ori, Ge-inischtwarcnhandel mii Ausschluß der Sftezerciware, Römerstraßc 16; Alois Drnfovka, Handel mit Lcder und Schuhmachcruntensilien, Bahnhofgasse 3; Berta Medica, GcmischUvarenhandel, Triester Straße 4; Alois Lombar, Schncidergicwlerb^, Unter^ilka 95; Heinrick) Kcmetcr, Zuckerbäcker ei, Unte^i^ka 33; Luise Bauer, Lederhandcl, Knafflgasse 4. — Abgemeldet wurden folgende Betriebe:. Johann Bahovec, Gast- und Schankge-werbe, Alter MarN ^; Paul Knapi^, Verkauf von Brot, Zuckerwaren, Sodawasser lind Bier, in verschlossenen Flaschen, Unter-Wka 42; Maria Benkovn', Geflügel-und Eich verkauf, Veliki stradon 5; Franz Toberlet, Möbelhandlung, Franziskanergafsc ^; Johann 5trcgar, Kcinhandel nüt Bier nnd Branntwein in verschlossenen Flaschen, Poljanastraße 71; Franz Gor^e, TiMcrgc-werbci, Tirnauer Gasse 5; Lucia Icsih, Verkauf von Lebensmitteln, Obst sowie Bier und Sodawasser in verschlossenen Flaschen, Poljanastraße 18; Ianto Pogcwar, Gemischtwarenhandlung en gros, Fllyrisch?. Gasse 29; Johann Simons, Geniischtivarenhandlling, Unter->^i>ka 2; Johanna Ianc, Handel mit, Sclchniaren und Bier in verschlosseneu Flaschen, Wo'fgnsse ^; Johann ^knrjev«, Zinlmermalergcwcrbe, Kongrcßpiatz ^6; Alois Drofenig, Handelsagentur un,d Kommissionsliejchäft, Nesselsrraßc 13. ke~. — (Der Hanbelslranken- und -Unterstutzungsverein in Laibach) hielt am 9. d. M. abends im städtischen Rathaussaale seine 78. ordentliche Hauptversammlung ab. Vereinsdirektor Herr Alois Lilleg widmete zunächst den seit der jüngsten Hauptversammlung verstorbenen Vor° emZmitgliedern Ignaz Kehler, Alfred Ledenig, Leopold Legat, Konvad Lisac, Josef Pleitveih, Emil Ranohartin-ger, Ludwig Vasiö, Karl Weber und dem gewesenen Vereinsdirektor und Ehrenmitglied Emerich Mayer eine-n warmen Nachruf. Die Versammlung ehrte deren Andenken durch Erheben von den Sitzen. Wie loir dein vom Vereins-kassier vorgetragenen Rechenschaftsberichte, entnehmen, lann der finanzielle Erfolg der Vereinsgcbarung im abgelaufenen Jahre als recht günstig bezeichnet werden. Die Einnahmen der Kvankenabteilung bezifferten sich aiuf 15.729 K. 89 H., die Ausgaben auf 12.432 K. 9 H., die Einnahmen der Unterstützungsableilnng auf 10.082 K. 18 H., die Ausgaben auf 8100 K. 9b H., während der Ter-öetsche Nachlaß 2404 K 1 H. Einnahmen und 1000 K. Aus« gaben ausweist. Der Gesamtüberschuh beläuft sich somit auf 6682 K. 54 H. Das Gesamtvcrmögen des Vereines beziffert sich mit 277.064 K. 71 H. über Antrag des Nech-nungsrebisors Herrn I. Kostevc wurde dem Nechnnngs-leger das Absolutorium erteilt. An einmaligen Unterstützungen wurde im abgelaufenen Vereinsjahve der Betrag von 505 K zur Verteilung gebracht. 5 Mitgliedern wurden ordentliche Unterstützungen zu 60 K monatlich, 4 Mitgliedern zu 50 K. und 1 Mitgliedc zu 40 K. monatlich bewilligt. Der Rekurs der Erben des verstorbenen VereinZmit-gliedes Erian in Villach, betreffend die Flüssigmachung der ärztlichen Behandlungskosten vor Anmeldung der Erkrankung im Vetrage von 135 K., wurde abschlügig beschieden. — (Verurteilungen wegen Preistreiberei.) Der Besitzer und Zwischenhändler Johann Lampe in Schwan zenbcrg kaufte im Mai einen Ochsen angeblich Zu Mili-tärMecken um l430 K und verkaufte ihn dann mstt eincni Gewinn von 500 K. Er wurde vom Bezirksgerichte in Idria der Preistreiberei schuldig erkannt und zu einer Geldstrafe von 500 5k, eventuell zu sechs Wochen Arrest verurteilt, wobei auch die Veröffentlichung des Urteiles in der Gemeinde vcrsügt wurde. Das Urteil wurde von der Bernsungsinstanz bestätigt. — Zu vier Tagen strengen, mit einem harten Lager verschärften Arrest wurde die Inwohnerin Agnes Mulcj in Zabreznica verurteilt, weil sie im September zu 26 H eingekaufte Milch um 37 H per Liter an Abnehmer veräußerte. — Am 3. v. M. brachte der Besitzer Josef Aeleznilar aus Su.^1 Bündelholz nach Laibach und verkaufte ein Aün del, das vor dem Kriege 10 H gekoM hatte, um 40 H. Das Urteil lautete auf 48 Stunden mit Fasten vcr<° schärften Arrest und 10 K Geldstrafe. * lLizitalion einer gestohlenen Üdcrjacke.) Dicser-tage trieb ein Einschleicher sein Unwesen in unserer Stadt. Am 1. d. wurde aus dem Schankzimmer des Gasthauses in der Hcrrengasse ein auf 250 K bewerteter Winterrock, am folgenden Tasse! an der Resselsttaße aus einem Vorzimmer ein Männerübcrcock im Werte von 120 Krollen, am dritten Tage aus dem Arbeitszimmer ei>>er Modistin in der Iudengasse eine Üb^rjite im > L'Nte von 50 K gestohlen. Die Ülxrjacke brachte an diesem Tage ein Soldat in ein Geschäft am Krakiuer Damm und bot sie dort zum Kaufe an. Da mehrere Frauen anwesend waren, wurde durch diese eine förmliche Lizitation veranstaltet, bei der eine Schornsteinfegersgattin die ^bcr jacke um 11 K erstand. * (Ein ertappter Getreidedieb., Als an cinemj der letzten Abende ein Sicherheitswachmann in der Metclko-g,asse patrouillierte, sah er einen Mann, der einen vollen Sack forttrug. Der Mann wurde angehalten und auf die Sicherhettswachtstube gcbracU, wo er nach längerem Leugnen gestand, den mit Weizen ^füllten Sack am Haufttbahnhofe entwendet zu haben. Der Angehaltene ist der 34jährige Eismbahnarbeiter Johann Ruzzicr aus Trieft. Die Polizei nahm bei ihm und seiner Mutter eine Durchsuchung vor und entdeckte hiebei 15 leere Säcke sowie eimn halben Sack Weizen. Der Weizen war am Hauptbahnhof von einem der nach Donckale bestimmten Waggon gestohlen wvrden. Nuzzier, der noch anderer am Haufttbahnhofe verübter Diebstähle beschuldigt wird, wurde dem Landcsg'erichte. eingeliefert. * (Ein empfehlenswerter Knecht.» Gelegentlich einer Übersiedlung wurde, einem evakuierten Besitzer aus seinem Stulle an der Maria Theresienstraße ein Sack mit 73 Kilogramm Hafer entwendet. Ms tatv^rhächtih wurde dqr 32jährige Knecht Josef Kocmur aus Weixel-burg verhaftet. Der Knecht, mit der Überführung von Heu beschäftigt, hatte den Sack Hafer gestohlen, ihn im Heu versleckt und noch am gleichen Tage um 44 K verkauft. Der Knecht hatte überdies einem Spezcreiwarenl-händler zwei Kilogramm Tcnlon-Tee, mehrere Flaschen Kognak und eine große Flasche Speiseöl, welters einem anderen Dionstgeber Steinkohle und Holz gestohlen. Er wurde dem Landcsgerichte eingeliefert. — (Tödlicher Unfall.) Der Besitzer Johann I Pristava geriet das Gespann, da, die Wagenbremse mangelhaft funktionierte, in rasendem Tempo in den Straßengraben und stürzte um. Das Pferö zog die Kalesche in dieser Lage noch einige Schritte weiter. Hiebei brach sich die Makovec den linken Oberarm. Sie bestieg jedoch wieder die aus dem Straßengraben herausgezogene Kalesche und fuhr mit Iakse lveiter. Nach Iurücklegung einer Strecke von einem halben Kilometer aber starb sie plötzlich im Wagen. Sie dürfte außer dem Armbruche innere Verletzungen erlitten haben. Iaköe loird sich toegen fahrlässiger Unterlassung, zumal er es auch unterließ, den Fall der Behörde anzuzeigen, so daß die Leiche ohne Vornahme der gerichtlichen Totenbeschau beerdigt wurde, zu verantworten haben. H. — (Anfnrfundcnc Viencnstöcte.) In der Waldung zwischen Flö'dnig und Slaru«na wurden dicsertage zwei, leere Bienenstöcke ausgefund>.'N, Sie wurden als Eigentum dcr Besitzerin Agnes Pustavrh in Skaru<"na erkannt, der sie vor vier Wochen samt Bienen und Honig aus dem versperrten Bienenhause entwendet worden waren. — (Vcrstuirbene in Laibach.) Josef Kne,, AesitzerZ-sohn, 29 Jahre; Georg Jaskow, Gefreiter; Albinci Märn, PhotographenMttin, 34 Jahre; ^iukas ^» elj, Tischler und Besitzer, 67 Jahre; Maria Mart>lj, Tog-lo'hnerin, 34 Jahre; Josef Smr.'tir, Fabriksarv:it?rs-sohn, 7 Jahre. Kino „Central" im Landcstheater. Heute Montag um halb 6, 7 und halb 9 Uhr abends der sensationelle Kriminalfilm mit Stuart Webbs: „Das Spiel mit dem Tobe". Ein Film, der überall die größte Anziehungskraft ausübt. Das heutige Programm im Kino Central im Lan» destheater: 1.) Die neueste Sascha- und Mcilter-Woche. 2.) ttber alles das Recht. Berlins Luna-Film. Nach dem Drama „Fiat justitia" non Walter Schmidthähler 3.) Liebe und List. Lustspiel in zwei Akten mit Manny Zicner in dcr Hauptrolle. 4.) Zwischen zwei Fcncrn. Lustspiel mit Teddy. — Morgen neues Programm: Er« ster Zanaenberss Film. „Die Tragödie cineö Lebens." Einar Zangenberg in der Hauptrolle!. Der prächtige Film: Die Donau von ihrem Ur< spnmsse l»is Mr Mündung, kommt mir noch heute um 4 Uhr nachmittags im Kino Central im Landestheater zur Vorführuny. Ein großer Genuß für Naturfreunde und für die studierende Jugend. Die Erstaufführung des Filmwerles „Homunkulus", erster Teil, im hiesigen Kino „Ideal". — Wir müssen go stehen, daß der erste „HomunkuIus"°Film unsere Erwartungen weitaus übertroffen hat und es uns überrascht, in der Bearbeitung dieses heiklen Stoffes keine erkünstelten Momente zu finden, die scheinbar vom Wege der Logik abweichen. Zumindest wurden wir es in oer atemlosen Spannung, mit der wir den Geschehnissen auf den Filmbildern folgten, nicht gewahr uni> als der Film zu Ende gerollt war, hatten wir das Bewußtsein der Vorfüh. rung eines Werkes beigewohnt zu haben, das unbedingt einen Markstein auf dem Gebiete moderner Filmkunst bedeutet. — Heute kommt dieser Senfationsschlager zum letztenmal zur Vorfllhruna. — Morgen Dienstag den 14. d. M. Crstauftreten der allbeliebten Künstlerin Dorrit Weizler im Qustspielschlager „Hilda und Hulda" oder „Da» Necht der Erstaeborencn". — „Ideal"-Ki»o. ^ Laibacher Zeitung Nr. 260_____________________________!351__________________________________13. November 1916 Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Vureaus. Oesterreich, Ungarn Der Kaiser leicht erkrankt. Wien, 11. November. Die Korrespondenz Wilhelm meldet: Wie wir erfahren, ist Seine Majestät der Kaiser seit einigen Tagen von einer leichten katarrhalischen Affektion befallen. Der Kaiser, dessen Tageseinteilung keine Veränderung erfahren hat, nimmt die, üblichen Vortrage entgegen. Von den Kriegsschauplätzen. Wien, 11. November. Amtlich wird ucrllUübarl: 1l Norember. Östlicher Kriegsschauplatz: Hceresfront 5es (-'<'nenils der Kavallerie Erzherzog Ka'l. Unirrc "ln-griffe »»eid'erseits des Olt-Flusses Mt-?-'z"'sei<, haben ?wcit«c Forischritte gemach. Westlich des Predeal-Vastrs erstürmten österreichisch-ungarische ».nd dentsche Trnftpcn sechs hintereinander liegende rumänische 3tsllungc,i »>nd behaupteten diese gegen zwei feindliche Angriffe. An diesen Frontteilen wurden 3l>0 ^efangene eingebracht und zwei Maschinengewehre erbeutet. Im Gyergyo-M-birge überschritten wü nördlich Hollo das Bistriciora-Tal. Am Siuotrcc in den Karpathen hatte ein Borftoß deutscher Jäger vollen Erfolg, wobei der Feind 00 05c. fangeuc einbüßte. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern: Qsilich der Narajowla nahmen deutsche Tn,ppcn im schneidigen Angriff ein 13U Meter breites lyrabcnstüct der feindlichen Hauptftcllung. Fünf russische (Gegenangriffe an dieser Stelle blieben ebenso erfolglos wie jene, die der Feind gegen die neuen deutschen.Gräben bei Strobowa richtete. — Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz: Keine Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, > yeldmarschalleutnllnt. Wien, 12. November, Amtlich wird Verlautbart: 12. November. Ostlicher Kriegsschauplatz: Hecresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl: Bei Or» sova und südlich des Szurdut-Passco haben wir Gelände newonneu. Im Olt (Alt)-Tale wurde dem Fciude abermals einige Stellungen entrissen. Nordwestlich von Soos-uwzoc «ersuchten dio Numäuen achtnuil unsere Stcllllw< gen anzugreifen, wurde« aber stets restlos abgewiesen. Im Sndteile der Waldtarpathen erhöhte Gcfechtötätig-leit. Die Beute aus den Kämpfen am Roten Turm-Pasz seit 10. November beträgt 18 Offiziere, über 1000 Man« und sieben Geschütze. Heercsfront des Gencralfcldmar-schalls Prinzen Leopold von Bayern: Östlich der Na-rajowla blieb ein russischer Vorstoß erfolglos. — Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz: Lage un> verändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalities: v. Höfer, FML. deutsches Reich Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 11. November. Das Wolff-Vureau meldet: Großes Hauptquartier, 11. November. Westlicher Kriegs schauplny: Klares .Herbstwettor begünstigte die beiderseitige' Artillerie- und Fliegestätigkeit. Heeresgruppe des Kronprinzen Ruftftrecht von Vayern: Nördlich der An-cre brachte eine unserer Patrouillen aus der feindlichen Stellung zwei Maschinengewehre zurück. Bei einem Nachtangriff gelang es den Engländern, nordöstlich von Courcelette in geringer Breite in unseren vordersten Graben einzudringen. Den Franzosen brachte Häuser, lamps bei der Kirche von Sailly-Saillizel llcine Vorteile, im übrigen scheiterten die dort auf breiterer Frout geführten Angrisse. Den Vombcnangrifftn der feindlichen Flieger gegen Ortschaften hinter unserer Front sind gestern nenn Einwohner des besetzten Gebietes Zum Opfer gefallen; der angerichtete >nßlitärischc Schade ist gerinn, geblieben. Im Lufttampf und durch Abwehrfeuer sind gestern wiederum zehn feindliche Flugzeuge abge« schössen worden. — Östlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Vayern: Mit starlen, neu herangeführten Kräften versuchten die Nüssen vergeblich, uns die bei Slrobowa gewonnenen 3tcll»ngcn zu entreißen. Ihre Angriffe brachen verlustreich zusannnen. An der Narajowtn drangen deutsche Truppen in die russische Hauptstellung südwestlich von Folw. Krasnolesie ein u,,d wiesen nachts fünfmalige hef» tigc Gegenstöße des Feindes ab. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl: Am Snchtrec in den Karpathen hatte ein Vorstoß deuschcr 3ägcr volle,! Erfolg; sie führten l!0 Nnssen gefangen aus den genonnnenen und zerstörten Stellungen zurück. Die Angriffe« deutscher und üfterrcichisch-ungat-ischcr Trnppvn an der Nordoftfrunt von Siebenbürgen sind erfolgreich weitergeführt worden. Westlich der Straße von Prcdeal auf Sinai« wurden mehrere verschanzte rumänische Linien im Sturm ge-noichnen uud 1l>0 Gefangene gemacht. Au den Paßstraßen weiter westlich spielten sich gestern um kleinere Kämpfe ab, bei denen einige Höhenstellungen von uns gewomtcn und 200 Gefangene eingebracht wurden. -Nal^nkriesssschauftwtz: Heeresgruppe des Generalfclb-marschalls von Mackensen: Unverändert. Mazedonische Front: Südlich von Korea haben sich Gcfcchie nnsercr Seitenabtcilungcn mit französischen Truppen entwickelt. I,n östliche« Teile der Ebene uon Monastir und auf den Höhen nördlich der Ccrna wurden von französischen und serbischen Kräften mehrmals Angriffe unternmmncn, die verlustreich scheiterten. Nur südlich von Polog hat der Feind in die vordere Stellung einzudringen vermocht. An der Strumn Front lebte die Artillerictätigleit beiderseits des Buttovo-Sces auf. Der Erste Generulquartier-mcister: von Ludendorf f. Berlin, 12. November. Das Wolff>Vureau meldet: Großes Hauptquartier, 12. November. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Kronprinzen Nuftprecht: Auf dem Nordufer der Somme war die Artillorietntig« lcit nur zeitweise starter. In Sailly-Saliscl sind gestern abends neue Kämpfe entbrannt, die noch im Gange find. Südlich des Flusses verstärkte iich das Feuer im Abschnitte Fresnes-Ehaulncs, Beiderseits von Ablaimourt verhinderte unsere Artilleriewirluug d!ie Entwicklung eines sich vorbereitenden Angriffes. — Ostlicher Kriegsschauplatz: Front des GeneralfcldmWschalls Prinzen Leopold von Bayern: Auf dem Ostufer der Narajowta scheiterten südwestlich von Fol. Krasnolesiej erneute Angriffe der Russen gegen die von uns gewonnenen Stek lungen. Hecresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl: Im Südtcile der Waldtarpathen lebte das Artilleriefeuer auf. Dort fanden für uns günstig verlaufene Gefechte statt. An der siebenbürgischen Ostfront wurden von dcutschcu Truppen uördlich des Oitoz-Passes achtmalige Vorstöße des Gegners abgeschlagen. Bei der Abweisung rumänischer Angriffe am Monte Fruntu u"d Monte Sate sowie bei 'Wegnahme feindlicher Stellungen beiderseits des Alt wurden einschließlich der gestern gemeldeten 2NN Gefangenen l8 Offiziere, über 1000 Mann und sieben Geschütze eingebracht. An der PredcalStraßc, am Szurduk-Paß und bei Orsova schoben wir unsere Truppen vor. — Nalkankriegsschauplatz: Heeresgruppe des Generalftldntarschalls von Mackensen: In der Do« vrudia und von der Donau-Front nichts Neues. Mazedonische Front: Im Wcftteile des C^erna-Bogens wurden starke serbisch-französische Angriffe durch deutsch-bulgarische Truppen abgewiesen. Bei Polog gewann ein feind' licher Vorstoß Boden. Der Erste Generalquartiermeister: von Ludcndorff. Der See, und der Luftkrieg. Ein erfolgreicher Angriff unserer Flieger auf Padua. Wien, 12. November. Amtlich wird Verlautbart: Ereignisse zur See: Unsere Secflugzeugc haben in der Nacht vom 1l. auf den 13. November Padua angegriffen und schwere Vombenvolltrcffer im Militärlommando-gcbäude, Bahnhof und Infanterielascrnc erzielt, in letzterer sowie in der Stadt Brande hervorgerufen, die noch auf 40 Kilouwter sichtbar waren. Trotz heftiger Veschie, ßnng und ungünstiger Witterung lerhten di« Flugzeug« unversehrt zurück. Flottenkommando. Feindliche Flieger im Saar»(ijebiete. Berlin, 12. November. (Amtlich.), Feindliche FluF-Zcuge griffen am 10. November zwischen i,1 und 1 Uhr mittags Ortschaften und Industrieanlagen im Saar-Gebiete an. Die Ortschaften Völklingc», Wehrden und Forbach wurden mit Vomb'.'n belegt. Drei Einwohner wurden getöiot, zwei leicht und zwei schwer veTetzt. Militärischer Sachschade wurde nicht angerichtet, anderer Sachschnde ist gering. Hie Vereinigten Staaten von Amerika Wilson endgültig gewählt. Newyort, 10. November. Funtenspruch des Vertreters des WolfsMureans: Wilson ist zum Präsidenten wiedergewählt. Zwei große Truppend amp fer vom Stunne zusaunncn-geschleudert. Bern, 11. November. Dem „Petit Journal" zufolsse war der gestrige Sturm im Mirtelmcere so stark, daß im Hafen Uon Marseille zwei große Truppcndampfer zu-sammxngeschleudert wurden, wobei beide! schwere Havarien erlitten, Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Theater, Kunst und Literatur. — (Kaiser Franz Ioseph-Inbiliu,mstheater.) „Ehe- urlaub." Schwank von Iul. Horst. — Es sei feme von uns, von einem Schwank Natürlichkeit der Voraussetzungen und Vernunft der Handlung zu verlangen. Wer im Theater denken will, soll nicht in Schwanke gehen. Aber ein gewisses Mindestmaß von Wahrscheinlichkeit muh doch vorhanden sein, wenn das Stück nicht! eine Veleil-diauna, des Zuschers vorstellen soll. Dcr Schwank „Ehe-urlaul," geht von unmöglichen Voraussetzungen aus, die nicht nur der weiblichen Klugheit, sondern unseren ein- K I N O Dienstag 14. Doritt Weixler im Lustspiel Hilda und Hulrta 3 Akte 3 Akte außerdem Das steinerne Würfelspiel Nordiskdrama 3 Akte 3 Akte Freitag 17. Sonderabend! Zirkusblut Amerikanisches Sensations - Drama 5 Akte Samstag 18. Henny Porten Das ttksal der (jaule Stark Drama in 4 Akten I D E A L Laibacher Zeitung Nr. 260 1852 13. November 1916 fachslcn Anstanosanschauungen widersprechen. Nir sind durch die Entwicklung der modernen dranuitischen Tich-rung ßewiß nicht zur Prüderie erzogen worden, aber etwas Feingefühl für Sitte und Sittlichkeit müssen wir uns! doch noch festhalten. Dieses Stück ist nicht nur unfein in Wort und Gedanken, sondern auch unsittlich, ebcn weil es so morallisch tut! Dabei weist man mit uatc» länoischcm Pathos die. Ausländer von der Vühnc, über behält die französische vergröberte Unmoral ruhig bei. Hat doch vor recht langer Zeit Vicwrien Sardou in sci-nem feinen Lustspiel „(5yftri,enne" („Divo^ons") den Gedanken der bedingten Scheidung mit viel mehr Witz und vor allem mit mehr Anstand behandelt. Mer er ist ein Franzose! — Pfui! — Die Ausführung war gut, die Besetzung günstig und auch die Stimmung, die sich namentlich im zweiten Akte austoben konnte, >v»irfsam5. Wenn aber einmal Schleppungen und Verzögerungen eintreten wie, im letzten Alt, greift sofort Ermüdung und Enttäuschung um sich. Manche Stich vorlc hätten schärfer gebracht, wanche Wirkungen durch flotteres Tempo besser herausgearbeitet werden können. Die beiden Seitcw sprütlssler Vollmann und Mannhart wurden von» Hcirn Spielleiter Göttler und Herrn Heinz mit viel Humor und drastischer Komik gegeben. Namentlich Herr Göttler hatte den dankbareren Teil und setzte mit breiten Strichen «ine sehr wirksame Gestalt hin. Seine Frau gab Frl. Wolf mit deutlicher Hervorarlmtung der „beiden Seelen", der schwärmerisch, mannsnchtigcn und der hausdrachenartigcn. Das sichere Spiel und ein gutes Ausarbeiten der Spitzen in Spiel u. Sprache machte diese Gestalt unbedingt humoristisch wirksam. Frl. Kar neu hatte auch hier den undankbareren Teil, mit dem sie sich recht gut abfand. Herr Nnger als Badearzt Mayer, Herr Sodek als biederes Lämmchcn und Frl. Mark! als gefallsüchtiige Vlanka waren gut auf ihrem Platze. Herr Riemer gab den Lehmann mit starker Mertrelw bung, aber anf ftossenartigc Wirkung scheint ja die Gestalt auch berechnet. Frl. Altringen hatte ihren guten Tag und gab die Erni munter, beweglich und liebenswürdig; auch in der Sprache war bei langsamerem Zeitmaß auch eine merkliche Besserung wahrzunehmen; freilich wäre noch manches zu wünschen. Herr Gallina stellte mit dem Dicnstmann Stieglitz eine ganz köstliche Figur auf die Bühne»; gerade das ruhige Phlegma und die etwas linkischen Bewegungen allein waren komisch, der aber in jeder Faser „echte" Wietürlich dic ganze schloerc Artillerie. So wurdc, ausgerechnet, daß mit Abnützuiigskoften ein einziger Schuß der schnell verbrauchten franzüsiscl>en 320er-Kanone nicht weniger als 6410 Franken lostet. Vei Bevech-nnng des Gebrauchs sowohl der großen wie der mittleren und kleinen Geschütze, der Maschinengetochre und Infan-teriegetoehre, und nach der französischen Annahme auch des deutschen Verbrallchs hat in den hundert Tagen der Schlacht von Verdun der Tod eines Soldaten anf der einen Seite die Heeresleitung der anderen Seite 75.000 Franken ge» tostet. Die Engländer sollen aber im Vurenkrieg noch viel teurer gekälnpft habcn, da bei ihrer Gesamtberechnui^ auf den Tod eines Buren nicht weniger als 200.000 Frnnten entfielen. Die Balkankriege lvaren „billiger", da damals das Fallen eines Soldaäen nur 50.000 Franken kostete. Der Geldwert der Geschütz- und Munitionsausgaben in den ersten hundert Tagen der Schlacht vor Verdun würde, M Gold umgewechselt, 80 Kubikmeter Goldstücke ausmachen Bei Milchmangel! Malztee Marke Sladin ist die KeflmideHttt und auch bllligftte Sr Säuglingsnahrung. ^ Durch SlHdin wird dem Milch- nnd Zuckermangel leicht abgeholfen, denn man erspart bei seinem Gebrauch zwei Drittel an Milch und ein Drittel an Zucker. — Von vielen Anerkennungen hier nur eine der Frau Emmn v. Trnköcsy, A|iotlickers-irattin *» Gra«: Lieber Schwager! Ich will Dir mitteilen, daß Elsas Kleiner mit Sladin (Malztee) aurgeiogen wird und prachtig gedeiht, daher Sladin würmstens empfohlen werden kann. Zu haben übe all. Apotheker Trnkövzy In L,nihn<;h. Hauptdepots: In Wien In den Apotheken Trnköczy: Sctaöubnmner-straOe 109, Josefstädterstr. 25, Radttikypl. 4. In Oraz: Sackstrafte 4. _________________________________ 101» S« / EiNzia rnrnfi bestes \ / IN SEINER UHU ALTBEWÄHRTE» /ANALYTISCHEN ggS^l FAMILIEN- 1 [BESCHAFfENHEIT.|g|g GETRÄNK. 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