Ni. 150. Dienstag, 4. Juli 1893. 112. Iahlgan». Mlmcher Zeitung. Prilnumer««°n«P«ls: Mi« Poftvei sendu »g: «aiizMlw fi. ll>. halbM,!« ft, ? l»N, Im «omploir: ^ D «aüzlährlg st, il, halbjährig st l> ü<>, ssiir d!e ^»stt'llung <„« Hau« gan,!äl,,!g f>, «, - Inlertlonsaebnr: ssür 3 befinde! slch ',a>s l>i« ,,u 4 ^i!s» ü5 l>,, n,üw'll' pc» Zrilf ri os!«^!, Wil'bnl,!»»»^!'» M ^>'il>' 3 ll, ^ « b<« l<> UI»r vonnltlag«, — UnfranlieN, Ulieie wssbe« nlchl «»genommel! und Vlll»»!rlip folgreiche Thätigkeit der gewerblichen Lehranstalten, welche für Nordtirol in Innsbruck, für das deutsche Südtirol in Bozen ihre Zentralstellen besitzen. Diese Schulen, die sich heute wie ein Netz über das ganze Land erstrecken, haben ein Hauptoerdienst daran, dass das tirolische Gewerbe heilte mit Ehren in der Ausstellung bestehen kann, was vor 30 Jahren, als die erste Anregung zu einer Landesausstellung gegeben wurde, wohl nicht der Fall gewesen wäre. Wer die Schülerarbeiten und die aus der betref senden Ausstellungsabthe^lung direct ersichtlichen Leistungen der gewerblichen Schulen aufmerksam besich-tigt. der muss seine helle Freude haben an diesen treffe lichen Erzeugnissen, welche vielfach als wahre Pracht» stücke bezeichnet werden müssen. Bedeutungsvoller jedoch für Land und Volk ist der Geist, der, von diesen Lehrstätten ausgehend, wie ein guter Same wirkt überall dort, wo er auf empfängliches Erdreich fällt. Wir können nur wünschen, dass eine möglichst große Anzahl von Besuchern aus unserem schönen Nlpenlande in diesem Sommer über den Brenner pil- Feuilleton. Ueber die Mulmigen nnd Urfachen der erhöhten Phantasie. Von Prof. A. Derganc. III. In nenester Zeit hat der berühmte Pariser Psychologe de Rochas über seine Erfahrung berichtet, dass ^on ihm hypnotisierte Personen die Gefühle der ^raurigkeit und der Freude, die er hatte, mit ihm theilten. Endlich haben auch die modernen Forscher dir Möglichkeit der Einwirkung der Willenskrast auf Meu-ichen und Thiere in größerem und geringerem Grade erwiesen. Anch die sogenannten spiritistischen Phänomene und dle der Mystik überhaupt stellen sich im Lichte der Modernen Psychologie durch Willensfernwirkung als , M natürlichem Wege vor sich gehende Vorgänge dar. Was die Ursachen der erhöhten Phantasie betrifft, mlden neben dem Geiste die natürlichen Verhältnisse l,c. ^v^ch'"rganischen Functional eine Hauptquelle dcr-Mben. Man hat diese physiologische Seite bisher viel zu Wenig beachtet, ja zum Theile ganz hmtangcstellt, wen die Lebhaftigkeit der Vorstellungen des inneren Kinnes über die'gewöhnlichen Empsi'ndimgen so hervorragt, dass man nur das Geistige als Erscheiuuugs-gegeustand im Auge behielt und' auf den Grund der Empfindung nicht achtete. Den natürlichen Verrichtungen des Leibes muss aber ein ebenso großer Antheil zur Erzeugung der Phantasie eingeräumt werden, wie den geistigen. Die ersteren gehen' nach den in der Natur überhaupt geltenden physiologischen Gesetzen der Gleichräumigkeit und Gleichzeitigkeit vor sich. die geistigen aber nach dcn psychologischen Gesehen der Ursächlichfeit, der Anreihung und der Aehnlichkeit als Folgen des regierenden Geistes. Die materiellen physiologischen Bedingungen liegen vor-' züglich in der Beschaffenheit und Circulation des Blutes, in der Wirkungsart des Gehirnes und des Nervensystems, von welchen Grundbedingungen alle übrigen abnormen Bestimmungen abgeleitet werden können. Eine zu langsame oder gehemmte Blutbeweaung, Schwäche und Stocknngcn in den Eingeweiden können wie die zu starken Bewegungen durch ihren Reflex und Antago-' nismus auf das Gehirn Visionen erzeugen. Stockungen im Pfortadersystem in der Leber und Milz. Circula-tionshemmungeu und Functionsstörungeu in den Geschlechtsorganen sind sehr ergiebige Quellen von Visionen. .^. ^. . Infolge eines Reizes auch aus d»e Smneswerkzeuge, eiue Entzündung des Sel> und Hürorgnns und chrer Nerven, stellen sich Seh- und Hörbilder jeglicher Art 'ein. Hierin liegt häufiger als mau glaubt der Grund zu den bizarre!,, schwärmerischen, silenischen und dämonischen Begeisterungen, zu den Gaukelspielen des Hexenwesens und des'GeistersPllls. Venöse Äwtkvcmlhe ten und die Affectionen des Gangliensystems veranlassen Visionen, die zuweilen während des wachen Bewusstseins sich in aufeinanderfolgenden Reihen einstellen. Die Phantasmen krystallisieren sich dann zuweilen so bestimmt, dass ein in allem seinem übrigen Thun nnd Lassen sonst ganz verständiger Mensch dahin kommen kann. diese Scheingestalten als willliche Objecte an^ zusehen und sich durch kein Gegenreden von feinem Wahn überzeugen zu lassen. Noch ergiebiger und zu Täuschungen fruchtbarer fcheinen die Gehörempfindungen zu sein. Der Ton ist schon ohnedies etwas sehr Unbestimmtes und erscheint immer aus einer ungewissen Ferne, und je größer diese ist oder je leichter die Töne werben, umso schwieriger werden sie von den Allernächsten und von unserem Inneren selbst unterschieden werden. Das Gehör ist der Gemüthzsiim, der in die Tiefe des Herzens und der Gefühle dringt, welche daher auch in ihrem Uebermaße unmittelbar in Laute und Töne ansbrechen. Ein wilder Plllsschlag, ein fremder Körper, ein verhärtetes Ohrenschmalz verursachen ein Sausen und Klingen in den Ohren; der Hörnerv wird sehr leicht verstimm! und es entstehen Klänge und eine tönende Musik, wie nach lange durchwachten Nächten. So fest hält der Hörsilm den Nachhall, wie das aus der Tiefe des Leibes tönende Gefühl, das wohl an keinem anderen Sinne äußerlich sich so das innere Spiel der Phantasi,' reflectieit, wie an dein Gehörsinn. ! Viel mehr als an den einzelnen Organen wird dies alles vom Gehirn gelten müssen, denn noch leichter Lalbachrr Zeitung Nr. 150 _________________________^l 290 4 I«li 1893 gern. Sie werden dort nicht nur Vergnügen, sondern auch Belehrung finden. Vielleicht wird auf diese Weise die Anregung zu manchem Gedanken gegeben, der sich später nutzbringend für das Land verwirklichen lässt. Ein vergessenes Stück Krain. In den soeben erschienenen Denkwürdigkeiten von Alfred Arneth finden sich interessante Hindeutungen auf Verhandlungen, welche im Jahre 1871 bezüglich eines Landstriches geführt wurden, der seinerzeit ein Theil von Krain gewesen war, nunmehr aber zur ungarischen Krone gehört. Der Verlauf dieser Angelegenheit bietet manche'merkwürdige Seite. Arneth sagt: »Es war nicht Hohenwart, sondern sein Vorgänger Potocki gewesen, der schon im November 1870 dem Abgeordnetenhause den bereits unter dem Ministerium Hasner zustande gekommenen Entwurf eines zwischen der österreichischen nnd der ungarischen Regierung abzuschließenden Uebereinkommens über die Beitragsleistung zur Bestreitung der gemeinsamen Angelegenheiten vorlegte, welche durch den beabsichtigten Uebergang eines Theiles der Militärgrenze in die Civilverwaltung eine gewisse Veränderung erlitt. Unter dieser bescheidenen Bezeichnung war nichts Geringeres, als die Einverleibung der gesammten Militärgrenze in die Länder der ungarischen Krone zu verstehen. Hiegegen etwa von dem Standpunkte der Wehrmacht des Reiches aus Einsprache zu erheben, während der vor allem zur Wahrung derselben berufene oberste Kriegsherr seine Zustimmung zu dieser Maßregel gab, wäre wohl nicht nur thöricht, sondern auch ganz unberechtigt gewesen. Und ebenso hätte schon die geographische Lage des größten Theiles der Mi-litärgrenze eine andere Zutheilung derselben als an die ungarische Reichshälfte unausführbar gemacht. Wurde aber für die letztere von Ungarn aus, um jedem doch irgendwie möglichen Widersprüche zu begegnen, die staatsrechtliche Seite der Frage, und zwar der Umstand hervorgehoben, dass alles Land, welches vor der Eroberung durch die Türken zu Ungarn gehörte, nach seiner Wiedererwerbung durch Oesterreich neuerdings mit Ungarn vereinigt werden müsse, so gieng hieraus gleichsam von selbst hervor, dass Landstriche, welche vor jener Katastrophe nachweisbar nicht einen Bestandtheil Ungarns, sondern den eines österreichischen Kronlandes gebildet hatten, an das letztere zurückzufallen hätten. Einen solchen Landstrich gab es denn auch wirklich; er umfasste den Sichelburger District und die Gemeinde Marienthal, das Kronland aber, zu welchem diese Gegend früher gehörte, war das Herzogthum Krain. Es ist wahr, dass der Sichelburger District wegen der Oede und Unwirtlichkeit seines steinigen, unfruchtbaren Bodens, wegen seiner wenig civilisierten Einwohnerschaft, der sogenannten Uskoken, vielleicht kein gerade sehr wünschenswertes Erwerbungsobject für Krain gewesen wäre. Dennoch war die Sache im Landtage zu Laibach zur Sprache gebracht und der Wunsch nach der Wiedervereinigung Sichelburgs mit Krain ausgesprochen worden. Noch weiter war das Abgeordnetenhaus gegangen, indem es dem Ministerium die verlangte Ermächtigung zu dem Abschlüsse de2 Uebereinkommens mit Ungarn nur mit dem ausdrücklichen Vorbehalte ertheilte, dass dadurch dem Ansprüche des Landes Krain auf den Sichelburger District und die Gemeinde Marienthal in leiner Weise präjudiciert werde. Diese Angelegenheit wurde im Herrenhause mit jenem Ernste und jener gewissenhaften Gründlichkeit behandelt, die man allem widmete, das seiner Wichtig« keit wegen hierauf Anspruch besaß. Die Vorberathung wurde der zu diesem speciellen Zwecke vereinigten politischen und finanziellen Commission übertragen; der damalige Präsident des Herrenhauses, Anton von Schmerling, erschien in der ersten Sitzung des Ausschusses persönlich und betheiligte sich eifrig an der Discussion. Er erörterte besonders die staatsrechtliche Seite der Frage, welche nach seiner Ansicht keineswegs so ausschließlich zugunsten Ungarns spreche, als dies sogar die österreichische Regierung anzunehmen scheine. Solches lebhaft bedauernd, äußerte er den Wunsch, dass wenigstens die Seite der Angelegenheit in dem zu erstattenden Berichte klargestellt werde. Ich kann natürlich nicht die ganze, überaus interessante Discussion, die sich über diesen Gegenstand entspann, hier wiederholen und beschränke mich darauf zu sagen, dass ich für meine Person auch diesmal wieder für die Anfchauungen Schmerlings eintrat. Mir schien aber die von ihm befürwortete, bloß theoretische Er> örterung der staatsrechtlichen Seite der Frage nicht hinreichend zu sein, und ich stellte nach einer eingehenden, durch zwei sehr lange Sitzungen fortgeführten Berathung den Antrag, es sei dem Herrenhause vorzuschlagen, der Regierung die nachgesuchte Ermächtigung zum Abschlüsse der Uebereinkunft mit Ungarn nur uuter der ausdrücklichen Bedingung zu ertheilen, dass hiebei der Anspruch des Herzogthums Krain auf Einverleibung des Sichelburger Districtes und der Gemeinde Marienthal Befriedigung finde. Dieser Antrag wurde mit sehr großer Majorität angenommen und hierauf an die Wahl eines Berichterstatters geschritten, welche, mit Ausnahme einer einzigen Stimme, auf mich fiel. Durch Einfluss des Grafen Andrässy wurde dieser Antrag vereitelt. Von einer Einverleibung des Sichelburger Districtes und der Gemeinde Marienthal in Krain war in der Oeffentlichkeit nie mehr die Rede und sie ist auch bis heute nicht geschehen. Politische Uebersicht. Die Antisemiten wollen sich die deutsche Reformpartei nennen. Es heißt, dass Ahlwardt, Böckel, Liebermann und Leuß bei dieser Partei nur hospitieren wollen. Böckel erklärte nämlich im «Reichsherold», dass er außer in der Iudenfrage mit derselben nicht zusammengehen könne. Mit einer geschlossenen Antisemiten-fraction ist es also vorläufig noch nichts. Der junge Herzog von Uzes ist, wie Pariser Telegramme melden, in Cabinda in Westafrika gestorben. Derselbe zählte erst einige zwanzig Jahre und war der älteste Sohn jener Herzogin von Uzes, die als Freundin Boulangers bekanntlich die Geldgeberin der «Boulange» gewesen war und den politischen «Idealen« ihres Freundes einige Millionen geopfert hatte. Der Herzog von Uzes (der Familienname ist Crussol) ist dem Range nach der erste Herzog und erste Edelmann Frankreichs, doch ist die Familie Crussol keineswegs die beglaubigt älteste, vielmehr beruht ihr hoher Rang nur auf der unter Ludwig XIII. vorgenommenen Registrierung der französischen Adelstitel, bei der nach dem Grundsatze: «Wer zuerst kommt, malt zuerst», vorgegangen wurde. Der hochrothe Pariser Gemeinderath, der sonst mit besonderer Vorliebe socialistischen Bestrebungen seine Unterstützung zutheil werden lässt, hat sich ausnahmsweise auch einmal des Capitales und der Capitalists angenommen, wahrscheinlich weil die betreffende Angelegenheit das materielle Interesse so manches eon»6i!l6r municipal berührt, der zwar mit socialistischen Phrasen paradiert, daneben aber als Hausund Geldbesitzer sein Schäfchen ins Trockene zu bringen weiß. Der Gemeinderathspräsident Alphonse Humbert begab sich nämlich heute in Begleitung dreier College« zum Conseilpräsidenten und Minister des Innern und sodann in die Sitzung des Vudgetausschusses der Kammer, um wegen der Abschaffung der Thür- und Fenstersteuer Vorstellungen zu machen. Diese Steuer wurde bisher von den Hausbesitzern auf die Mieter vertheilt, wenn sie nun wegfiele, wie es geplant ist, und dafür der Grundbesitz höher besteuert würde, so hätten fortan die Hausbesitzer die ganze Last zu tragen,' die umso drückender wäre, als Paris neuerdings für die Provinz mit aufkommen und 7 Millionen mehr liefern foll. Das städtische Budget schließt schon mit einem Deficit, das einen neuen Steuerzuschlag für 1899 nothwendig macht, so dass jede neue Last als ungerecht und unannehmbar abgelehnt werden muss. Der Zustand des greisen Ferdinand v. Lesseps, welcher noch immer in Chesnaye weilt, hat nach einer Pariser Meldung eiue Verschlimmerung erfahren. Man hatte ihm den Besuch seines Sohnes Charles angekündigt, der auf baldige Freilassung gehofft hatte. Das vergebliche Harren hatte schließlich Ferdinand v. Lesseps in furchtbare Aufregung verseht und es trat eine Nervenkrise ein, die für fein Leben fürchten ließ. Wiewohl die unmittelbare Gefahr geschwunden, ist doch sein Zustand noch immer sehr ernst. Eisenbahn Piräus - Larissa. Eine der drastischesten Illustrationen zu der griechischen Finanz' misswirtschaft und Unzuverlässigkeit bietet die Geschichte der Eiseubahn Piräus - Larissa, dereu Fortsetzung dereinst den Anschluss Griechenlands an das europäische Eisenbahnnetz bewirken soll. Die für deren Bau aufgenommene Anleihe, mit welcher leider auch Deutsch« land beglückt wurde, sollte nach ausdrücklicher Zusage der griechischen Regierung keinen, anderen Zwecke dienen. Trotzdem ist das Geld fast vollständig anderweitig aufgebraucht worden. Die Bahn, seit vier Jahren begonnen, ist nicht einmal so weit gediehen, dass wenigstens eine kleine Theilstrecke eröffnet werden könnte; wohl sind die Erdarbeiten in einer Länge von 2lX) Kilometer fertig, aber die schwierigen Partien des Baues, als Brücken, Tunnels, Einschnitte u. s. w., harren noch immer der Vollendung. Alle Augenblicke treten Zahlungsstockungen ein, deren Ursache sich Unternehmer — eine englische Gesellschaft — und Regierung gegenseitig zu< schieben, und letzthin haben die Arbeiter, des ewigen Zuwartens müde, auf der ganzen Linie die Arbeiten eingestellt und sind nach Athen gezogen, um dort zu demonstrieren. Tagesneuigleiten. — (Einen gründlichen «Kehraus») hat am Mittwoch der Gerichtsvollzieher Gutjahr im Auftrage des Pferdehändlers Richter im Berliner Hippodrom vor' genommen. Er pfändete siebzig Pferde, einen Esel und einen Bären und brachte die Thiere im Laufe des Tages nach dem Lehrter Viehhofe. Die Erregung der Künstler, die seit etwa einer Woche von dem Director Cool kein Gehall empfangen haben sollen, war sehr groß. Die Ve-sucher des Circus konnten am Mittwoch nur durch Con-cert unterhalten werden. In dichten Haufen zogen dle Künstler nach dem nahen Circus Ciniselli. — (Eine reizende Geschichte), wie au« einem Rubel nach zehnjähriger Wanderung schließlich eine Kopeke wurde, die dann in den Besitz der Krone über-gieng, erzählen russische Blätter, Im Jahre I«8:t hatte ein Petersburger Gerichtspristav zugunsten eines gewissen Ilja Semenow auf gerichtlichem Wege die Summe von 1 Ereditrubel eingetrieben. Als es sich erwies, dass Semenow nach Kasan abgereist war, wurde der Rubel und häufiger werden Phantasiebildcr erscheinen, wenn dasselbe selbst erkrankt. Krankheiten des Gehirnes werden nicht weniger falsche Empfindungen. Bilder und Vor-stelluugeu erzeugen. Eine im Innern des Gehirnes angehäufte Erregung oder Stoffüberfülluug wird sich nach außen entladen, und die lebhaften inneren Sinnesbilder werden sich an der äußeren Sinnespolarität reflectiereu, dafs der wache Mensch deutlicher seine Wahnbilder als die äußeren Gegenstände wahrnimmt. Aus derselben Ursache uud wegen der Nähe des inneren Ursprunges der Nerveuwurzelu erhellt die Mitleidenschaft und die gemeinschaftliche Thätigkeit der verschiedenen Sinne. Das Gesichtsbild, das aus den Wurzeln der Sehnerven auftaucht, wird zugleich den Hörnerven und die übrigen Sinnesnerven afficieren, und es erscheint ein sprechender Geist, der sich fühlen und tasten lässt. «Geister kommen, Geister auf, sie haben plumpe Glieder.» ^ r ^ Erscheinungen von Todten oft mit den sonderbarsten Nebenumständen zauberischer Spectakel dürfte wohl oft chren Grund in den natürlichen Folgesätzen der Gwchnanugwt und Gleichzeitigkeit hab^,. welche in der Memwelt des Gehirnes nicht weniger ae en als in der Großwelt der Natur. Wenn ^an nach allen diesen Rücksichten nicht mehr anstehen wird den natürlichen Verrichtungen des Lebens einen sehr großen und mächtigen Antheil zur Erzeugung von Phantasie. Vorstellungen einzuräumen, so muss man dabei auch dem Geiste als Mitbildner seinen Antheil zugestehen. Denn wie die Ideen rein geistiger Abkunft zu Vorstellungen als Bilder zur Anschauung gleichsam aus dem Uebersinnlichen in die sinnliche Welt herabsteigen, so ist der innere Genius als bildender und ausschmückender Dichter der Geist selbst. Es lässt sich aus den Erscheinungen entnehmen, was etwa der mehr natürlichen Wirkuug des Leibes zuzuschreiben ist oder was geistiger Abkunft ist. Wo eine gewisse Harmonie der Ordnung und Schönheit, wo moralische Motive den Willen bestimmen, wo Symbole die Ideen der Wahrheit enthalten und wo überhaupt zusammenhängende Werke des inneren Wachens jene des äußeren Tages übertreffen, da sind es vorwaltende Wirkungen des Geistes. Wie die Seele eine objective psychologische Richtung zu der äußeren Natur hat. so dass sie durch die Sinne die äußeren Einflüsse negativ einerseits in sich aufnimmt und in die subjective innere Welt der Gefühle und der Vorstellungen leitet, anderseits durch die Willensmotive der subjective« inneren Triebe und Verstandesentschlüsse positiv nach außen wirkt, so ist die Phantasie nur die Wiederholung einer ganz ähnlichen Thätigkeit des rein idealen Geistes auf dem absolut inneren subjective» Boden des Uebersiunlichen. I)ie Keirnat des Olucks. Roman von Vlax von Weihenthurn. (A. Fortsetzung.) Da — mit kräftigem Griff umschloss er ihre kleine Hand und sprach in ermuthigendem Tone: «Ihr Fräulein Schwester hat Ihnen zweifellos die Kunde von dem Glück, welches Ihnen zutheil ge-wordcu ist, gebracht! Das ist die Wahrheit! Sie sind die Herrin eines prächtigen HeimS, kurzum, eine reiche Erbm geworden!» Und schlicht und einfach berichtete er ihr die Geschichte von Adam Maquoils Testament. Als er ihr mittheilte, dass er von dem Verblichenen zu ihrem Vormund bestellt worden sei, war es ihm, als ob ein Seufzer der Erleichterung ihren Lippen entschliipfte. Als er mit seinen Erklärungen zu Ende gekommen war. stand Henry Clyde plötzlich auf und sprach, sich m conventionell höflichem Tone an seine jüngere Tochter wendend: «Du wünschest zweifelsohne, meine liebe Hetty, ,mt Herrn Vandergrift dich zu besprechen, zum Beispiel betreffs der Besitzergreifung von Clyst-Hazcl. Als dein testamentarisch ernannter Vormund wird er dir natür- ^ lich besser rathen können, als ich es vermöchte, selbst wenn man die Gerechtigkeit gehabt hätte, auch mir in dieser Sache eine Stimme einzuräumen. Ich will dem- ! Laitmcher Zeitung «r. 150. ______ 1291 4 Juli 1893. an den dortigen Polizeimeister gesandt mit der Bitte, ihn nach Abzug der Postgebüren dem Adressaten zuzustellen. Semenow war jedoch bereits nach Orel weitergefahren. Der lasansche Polizeimeister sandte nun nach Abzug von 19 Kopeken Postgebüren den Rest an den Polizeimeister von Orel, der seinerseits 19 Kopelen Postgebüren abzog und die übrigen 62 Kopelen dem Ilja Semenow zugehen lassen wollte. Allein letzterer war von Orel nach Twer, von dort nach Petersburg und schließlich nach Pargolowo gefahren. Das Geld wanderte ihn, nun von Stadt zu Stadt nach, wurde dabei bei jeder Reise um 1!) Kopeken geringer und schmolz schließlich zu 1 Kopeke zusammen, die nicht weiter geschickt wurde, sondern mit einem be« sonderen Bericht der Reichsrentei zugieng, um dort aufbewahrt zu werden, «da sie von Ilja Semenow jederzeit verlangt werden könnte». Von 1884 an bis zu diesem Jahre hat nun der Gouvernements-Rentmeister in den monatlichen Abrechnungen diese Kopeke jedesmal an besonderer Stelle als «bare Hinterlegung» vermerkt, bei der Revision den Conlroloren vorgestellt und eingetragen. 120mal im Laufe der zehn Jahre ist diese Kopeke be< rilcksichtigt worden, und erst in diesem Jahre, als die zehnjährige Verjähruug eintrat, wurde sie gestrichen und den Kroneinnahmen hinzugefügt! — (Der Untergang der «Victoria».) Einige Newyorler Blätter wissen noch weitere Einzelheiten über den Zusammenstoß zwischen den Panzerschiffen «Victoria» und «Camftcrdown» zu melden, doch bleibt abzuwarten, ob sie Bestätigung erhalten. So weiß die «Evening World» das Folgende zu berichten: Die Disciplin an Bord war ganz vorzüglich. Fünf Minuten nach dem Zusammenstoß wurde ein Taucheranzng an Deck gebracht, mit dem sich ein Taucher bekleidete, um den Umfang des Schadens unter Wasser festzustellen. In demselben Augenblick wurde der Bug des Schiffes dem Lande zugewandt, und die «Victoria» dampsie nach dem Zusammenstoß noch zwei Seemeilen. Plötzlich versank der Bug unter fürchterlichem Ueberholen des Schiffes in die Tiefe, man hörte einige laute Schreie, das Schiff erzitterte und kenterte, so dass der Kiel hoch emporragte. Beim Kentern sprangen die Leute an Deck über Bord. Commandeur Iellicoe lag am Fieber erkrankt in seiner Cabine, war aber fast un< bekleidet hinaufgestürzt und ins Meer gesprungen, wo ihm ein anderer Officier half, sich aus der Nahe des sinkenden Schiffes zu entfernen. Als dieses sich überschlug, wurden mehrere hundert Mann vom Deck geworfen und in den Wirbelstrom hineingezogen. Aber die im Wasser um das Leben lämftfenden Leute sahen sich einem noch größeren Schrecken gegenüber. Die in wasserdichten Abtheilungen untergebrachten mächtigen Maschinen arbeiteten noch weiter, die ungeheuren Flügel der Doppelschrauben drehten sich noch mit ungeheurer Geschwindigkeit, auch dann noch, als sie schon wieder im Wasser und rund herum von Menschen umgeben waren. Ali das Schiff in die Tiefe gieng. drehten die Schrauben sich noch wie scharfe Messer herum und zerschnitten und töbteten die armen Opfer, welche in ihre Nähe gezogen wurden. Den Leuten auf den anderen Schiffen bot sich ein schauerlicher Anblick. Man hörte Geschrei und sah dann die Wellen und den Schaum gc-rvthet von dem Blut von Hunderten von Menschen; einzelne Arme und Beine, kopflose Leiber wurden aus dem Strudel emftorgeschleudert, trieben einige Augenblicke an der Oberfläche und verschwanden dann wieder. Alles, was sich in der Nähe des Wirbels befand, schien die Geistesgegenwart verloren zu haben; geübte Schwimmer hörten mit Schwimmen auf, einer suchte sich an dem anderen zu halten und ein aus dieser schrecklichen Scene Geretteter will gesehen haben, dass sich wenigsteus 5,0 Mann im Wasser bekämpft hätten. In kaum zehn Minuten war der Tod in dreierlei Form eingetreten: ein Theil der Leute ertrank, andere wurden durch die Schrauben, noch andere durch das kochende Wasser der explodierten Kessel getödtet. Die Boote der anderen Schiffe waren rasch zur Stelle und nahmen diejenigen auf, welche sich der Gewalt des Wirbelstromcs hatten fernhalten können; mehrere waren durch das lochende Wasser auS den Kesseln fürchterlich verbrüht. Der eingangs erwähnte Taucher war auch auf dem Deck geblieben und würde mit feinen mit Blei beschlagenen schweren Schuhen jedenfalls mit in die Tiefe gezogen fein, hätte ein Matrose ihm den Taucheranzug nicht vom Leibe geschnitten; der Helfer in der Noth be« findet sich infolge dieses Aufenthaltes unter der Zahl der Umgekommenen. — (Landes - Ausstellung von Hilfs-maschinen, Motoren und Werkzeugen für das Kleingewerbe in Troppau.) Die Ausstellung dauert vom 1. bis AI. August 1893 und gliedert sich in vier Hauptgruppen. Die Hauptgruppe ^ hat drei Abtheilungen: I. Gewerbliche Hilfsmaschinen für Schmiede aller Art, Schlosser, Spengler, Gürtler, Büchsenmacher, Uhrmacher, Töpfer, Dachdecker, Glaser, Steinmehe, Bildhauer, Tapezierer, Riemer, Sattler, Tischler, Bäcker, Fleischer, Gastwirte, Färber, Seifensieder, Seiler, Buchdrucker, Buchbinder, Gerber u. s. w. N. Uebersicht für Gründungen von Productions - Genossenschaften innerhalb der handwerksmäßigen Genossenschaften durch com-plet fabrilsmäßig eingerichtete Werkstätten für Schlosser, Spengler, Gelbgießer, Gürtler, Bäcker (besonders für Lieserungszwccke), Tischler. III. Ausstellung von Motoren bis zu vier Pferdclrästen für Dampf, Gas, Petroleum oder Elektricität sowie Vorführung moderner Feuerungen und Gebläse. Die Hauptgrupfte It enthält: Maschinen und Nebenbehclfe sür Schneider, Bandagenerzeuger, Hutmacher, Kürschner und Schuhmacher. Die Hauptgruppe V Ausstellung von Werkzeugen, Gerathen und sonstigen Behelfen sür alle handwerksmäßigen und freien Gewerbe. It. Ausstellung von Roh- uud Hilssftoffen sowie Halbfabrikaten für das Kleingewerbe. — (Auckland), drr ausgezeichnete amerikanische Naturforscher, gab eines Tages, nachdem er kurz zuvor einen Mississippi-Alligator zerlegt, ein Essen, zu dem er eine zahlreiche und angesehene Gesellschaft eingeladen hatte. Sein Haus und alles in diesem zeichnete sich durch Feinheit und Geschmack aus. Seine Gäste kamen. Die Tafel fah köstlich aus und fchimmerte von Silber, Krystall und China-Porzellan, und das Mahl begann mit einer ausgezeichneten Suppe. «Wie finden Sie die Suppe?» fragte der Doctor, nachdem er mit seinem eigenen Teller zu Ende war, eincn neben ihm sitzenden bekannten Feinschmecker. «Wahrhaftig sehr gut,» war die Antwort. «Schildkrötensuppe, nicht wahr? Ich frage nur, weil ich lein grünes Fett darin finde.» Der Doctor schüttelte den Kopf. «Ich finde, sie hat einen Geschmack, der mich an Moschus erinnert,' sagte ein anderer, «nicht unangenehm, aber eigenartig.» «Alle Alligatoren haben diesen Geruch,» erwiderte Auckland — «der Kaiman besonders — den ich diesen Morgen secierte, und von welchem Sie eben gegessen haben». Alle Gäste geriethen in Bewegung, alle erbleichten. Ein halbes Dutzend erhob sich sofort von der Tafel, zwei odcr drei stürzten auS dem Zimmer und nur jene, die einen besonders «guten» Magen hatten, blieben bis zum Ende der ausgezeichneten Tafel. «Sehen Sie, was die Einbildung vermag,» sagte Nuckland. «Hatte ich ihnen bemerkt, dass es Schildkröte sei oder Flussschildllöte oder Vogclnestersuppe, Sie würden sie alle ausgezeichnet befunden haben, und ihre Verdauung wäre die beste gewesen. So mächtig ist da« Vorurtheil. > «Aber war es wirklich ein Alligator?, fragte schüchtern eine Dame. «Ach, nicht doch, ein ganz guter Kalbslopf war es, nichts weiter», antwortete der Gelehrte. Local- und Provinzial-Nachnchten. — (Personalnachricht.) Der Herr l. l, Landes-Präsident Baron Hein hat sich heute früh nach Oberlrain begeben. — (Zur Regulierung der Wasserläufe.) Einer uns zugehenden Mittheilung zufolge wird inbelreff der Regulierung und Verbauung der Wasserlüuse im Wippacher Thale der technische Consulent des l. k, Acker bauministeriums, Herr Eduard Markus, im Lause der nächsten Tage an Ort und Stelle eintreffen, um das vom krainischen Landesausschusse vorgelegte diesbezügliche Pro< ject einer localen Ueberprüfung zu unterziehen. Wie wir ferner vernehmen, wird sich dem genannten Staatstechniler der Herr Lanbesingenieur Hrasky in Laibach anschließen *(Cigarrenverlauf in Gast- und Kaffee-Häusern.) Bekanntlich wurde von der hiesigen Finanz behörde vor einiger Zeit den Laibacher Gastwirten und Kaffeesiedern die Provision für den Verlauf von Cigarren und Cigarretten entzogen, worauf die Mitglieder der Ge nossenschaft der Gastwirte einen Streik inscenierten und vom Cigarren- und Cigarretlenvcrlauf zumeist ganz ab sahen. Für die Gäste war dieser Zustand allerdings nicht sehr angenehm und die Genossenschaft entscbloss sich da-her, den Streik beizulegen. Gleichzeitig richtete dieselbe an das l. k. Finanzministerium das auch von der Hanbels-und Gewerbelammer befmwortete Ansuchen, den Gast wirten und Kaffeesiedern in Laibach für den Verlauf von Cigarren dieselben Begünstigungen zu gewähren, wie sie den gleichen Gewerbetreibenden in Graz, Klagenfurt und Trieft bewilligt worden sind, ^(Krai nische Mü h le n i n d u st r ie.) Im kl. Handelsministerium wird demnächst eine Enquete abgehalten werden, welche über die zur Unterstützung der österreichischen Mühlenindustrie nothwendigen eisenbahn' tarifarischen Maßnahmen verhandeln soll. Da auch die krainische Mühlenindustrie bei den gegenwärtigen Eisen-bahnlarisen kaum concurrenzsühig erscheint, hat die Han dels- und Gewerbekammer in Laibach das l. l. Handels-Ministerium ersucht, der erwähnten Enquete auch Indn strielle aus Krain, und zwar die Herren Franz Galle, Joses Kuiar, Karl Luckmann und Vincenz Majdic beizuziehen. — (Di st anzmarschLittai« Sittich.) Ueber Anregung einiger unternehmungslustiger Herren der hie-sigen Gesellschaft wurde am 29. d. M. ein Distanzmarsch von Littai nach Sittich insceniert. Um halb 5 Uhr früh erschienen am Start 7 Herren, welche von 5 zu 5 Mi-nuten abgelassen wurden. Als erster erreichte das Ziel Dr. Poogorsel. l. l. Auscultant, welcher die 2li Kilometer lange Strecke in 2 Stunden 49'/.^ Minuten zurücklegt Als zweiter traf der gewerlschaflliche Chemiker Herr Kinschner mit einem Record von 2 Stunden 59'/, Mi' nuten und als dritter Herr Oberlehrer Slanc mit einem Record von 3 Stunden 2 Minuten in Sittich ein. Die übrigen an dem Distanzmarsche sich betheiligenden Herren benöthigten etwas längere Zeit, doch die schwächste Lei^ stung konntr einen Record von nur 3 Stunden 31 Mi nuten ausweisen. Hiebei sei bemerkt, dass sämmtliche Theil nehmer in bester Condition zum Ziele gelangten. Die siii- nach nicht stören und entferne mich. Sollte ich dir aber von dem geringsten Nutzen sein können, dann rufe mich. Ich empfehle mich Ihnen, Herr Vandergrift! Komm, Barbara!» fügte er, zn seiner älteren Tochter gewandt, hinzu. Hetty neigte zustimmend das Haupt; sie hielt Vater und Schwester nicht davon ab, sich zu entfernen. Erst nach einer Pause fand sie die Worte, wie ge-danlenbetäubt zu fragen: «Herr Vandergrift, wenn Sie mir einige Augenblicke Ieit schenken wollen — ist es denn wirtlich Wahrheit und kein — kein Traum?» Er schob sich einen Stuhl herbei und nahm ihr gegenüber Plah. «Gewiss lst es Wahrheit., redete er ans sic ein. «und nichts weniger als ein Traum. Sie sind zur Stunde bereits Herrin von Clyst-Hazel und Besitzerin eines ansehnlichen Vermögens!» «Eines Vermögens!» wiederholte sie, wie selbstverloren. «Dann brauche ich hinfort nicht mehr um kargen Lohn zn arbeiten?» «Sie haben gearbeitet, Kind?» forschte er mit« leldsvoll, ihre hilflose Schönheit musternd. Sie sah ihn so offen an wie ein Kind. «Natürlich habe ich gearbeitet, Stickereien für ein großes Handarbeitsgeschäft, aber dafür belonnu! man so wenig gezahlt!.' antwovlete sie. «Der Musilnnter richt wm- ,wch einträglicher!» «Sie gaben auch Musikunterricht?» «Ja, aber nur Kindern, denn meine ganze Ausbildung war nnd ist eben nur ein kümmerliches Stückwerk, nnd wer weiß, was noch aus uns hätte werden sollen, wenn dies, dies — noch fasse ich es kaum! — nicht gekommen wäre! Ich kann es nicht helfen, dass es mir wie ein Tranm ist. Wie kommt denn dieser Herr Maqnoil. dessen Namen ich nie znvor hürle, dazu. gerade mir sein Geld zu hinterlassen?» Vandergrist erklärte ihr mit vieler Schonung auch das, nnd er sah, wie Thränen in ihre Augen traten, während er ihr von der trenen Liebe des Verblichenen für ihre Mutter erzählte «Er mufs sie sehr innig geliebt haben!» sprach Hetty leise, als Vandergrift schwieg. «Ich glaube nicht, dass Männer hänfig solche Liebe hegen, sie in solcher Weise verlieren und sie doch ein ganzes Menschenleben in treuer Erinnerung bewahren. Das wird selten vorkommen! Ich wollte, ich hätte ihn gekannt. Ich würde versncht haben, wenigstens theilweise das gut zu machen, was meine Mntter an ihm verbrach. Wie seltsam, dass nicht auch sie ihn liebte! Wie merkwürdig, dass sie anstatt dessen —» ^ Sie brach ab, nm erst nach Minuten zu vollenden : «Hat er Ihnen meine Mutter geschildert, Hcrr Vandergrift? Ich weiß nicht, wie sie ausgesehen hat. Mein Vater hat es mir nie gesagt, obschon ich ihn un-zähligeuial danach fragte, nnd Barbara war bei meiner Mutter Lebzeiten natürlich anch noch zu jung, um sich dessen zu entsinnen; sie ist nur um vier Jahre ältei als ich. Ich mochte wissen, ob ich meiner Mutter ähnlich bin!» Sie sprach es mit sehnsuchtsvollem Ausdruck. «Ich glaube kaum!» verneinte Vandergrift. «Herr Maqnoil hat mir Ihre Mntter zwar nicht genau si« schildert, aber er redete mehr denn einmal von ihiln dunklen Angen,» «Ach, nnd die meinigen sind blau!» rief sie lebhaft. «Wie mir das leid thut! Ich wollte, ich wäre ihr ähnlich! . . . Aber, wie kommen Sie dazu, mir das alles zu überbringen. Herr Vandergrift? Sind anch Sie am Ende mit Herrn Maquoil verwandt gewesen? Und waren Sie vielleicht in dem Glauben, dass Sie sein Erbe werden würden?» Er schüttelte liichelnd den Kopf. «O nein, durchaus nicht!» erwiderte er ihr. «So sind Sie selbst rl'ich?» fragte sie. «Nicht halb so reich wic Sie!» antwortete er ihr wieder. ^^ A''' ^ ^' ^'" "ach. -0. wie seltsam das kllngt! Aber. wenn nicht an sich selbst, an wen sonst haben Sie dann als an Herrn von Maquoils Erben gedacht.''» 'Nicht au Sie,, antwortete Vandergrift offen herzig, «sondern einzig an den Neffen des Vnslml»t>i,!>l, ^ Edgar von Selwyn. Derselbe war drr einzige ihm direct Verwandte!. 'Fortjehong folgt.) L«ibllcher Zeltung Nr. 150 _________________________________1292________________________________ 4. Juli 1893. Dr. Podgorsek abgeschlossenen Wetten standen 1: A. Ganze Wagenreihen aus Littai und Umgebung gaben den Distanzgehern das Geleite. In Sittich angelangt, wurden sowohl Distanzgeher als sonstige Gäste, deren Ankunft mit Pöller-schüssen angekündigt wurde, von dem a<1 koc> eingesetzten Comity an dessen Spitze der unermüdliche Förderer aller geselligen und sportlichen Unternehmungen, Herr k. l. Notar Stanlo Pirnat, stand, in der herzlichsten Weise begrüßt. Selbstverständlich prangte Sittich im Flaggenschmucke. Ein gemeinsames Bankett zu 50 Gedecken in dem glänzend decorierten Restaurationsgarten bei «Fortuna» vereinigte mittags die Theilnehmer. Nach einigen Trinksprüchen wurden die Preise ausgefolgt, welche gemeinnützigen Zwecken gewidmet wurden. Nei Musik, Tanz und so ip»o Speise und Trank blieb die Gesellschaft noch bis in die späte Nacht in frühlichster Stimmung brisant men und als man sich trennte, war der Wunsch aller, dass demnächst ein neuer Distanzmarsch arrangiert werden möge, jedoch nunmehr in der umgekehrten Ordnung: Sittich-Littai. — (Mit Veginn der Reisen im Orient) — Anfangs September — veranstaltet das Fahrtarten-Stadtbureau der königlich ungarischen Staatseisenbahnen, dessen Specialität das Arrangement von Orientreisen ist, einen großen Elitezug nach dem fernen Osten. Es soll nur Exquisites in Bezug der Beförderung und Verköstigung geboten werden. Ein hochelegant eingerichteter Salon, Eildampfer mit elektrischem Licht, Bädern, vorzüglicher Küche und übrigem ausgesuchten Eomfort wird die Gesellschaft von Fiume, Abbazia, Ragusa nach Athen (Piräus), Constantinopel, Smyrna, Rhodus, Beyrut, Jaffa, Jerusalem, Bethlehem, Port-Said, Ismaila-Kairo; von Kairo mit Berührung von Alexandrien, Catania, Corfu retour nach Fiume bringen. Die correcte Durchführung des Arrangements überwacht der Chef des Fahrkarten-Bureaus der königlich ungarischen Staatsbahnen persönlich. Eigener neuartiger Dienst im Interesse der Reisenden. Abhaltung von Fachvorlesungen an Bord durch bekannte Orientalisten. Die Reisedauer wird mit 40 Tagen bemessen. Preis der Fahrt inclusive Verpflegung erste Classe s,00 fl., zweite Classe 450 fl. Beschränkte Anzahl von Reisenden. Anmeldungen, bei welchen eine Anzahlung von 150 fl. zu leisten ist, sind bis Iten August l. I. zu richten an das Fahrkarten-Bureau der königlich ungarischen Staatsbahnen in Budapest (Hotel Hungaria) oder in Wien (Grand Hotel) oder an die Provinz-Bureaus. Daselbst ausführliche Programme und Reisebeschreibungeu ab 1. Juli. — (Das Leichenbegängnis des Herrn Josef Ranzinger), welches nach Ueberführung der Leiche aus Graz am 28. Juni in Gottfchee stattfand, gestaltete sich zu einer erhebenden Kundgebung der Liebe und Achtung, welcher sich der Verstorbene allerseits erfreute. Als Mitbesitzer und eigentlicher Leiter der bestandenen Glasfabrik hatte er den wesentlichsten Antheil am Verkaufe der Gottscheer Kohlenlager und damit am Zustandekommen der Unterkrainer Bahnen. Welche trefflichen Eigenschaften ihn sonst noch auszeichneten, ist im heurigen Jahrgange des «Deutschen Kalenders für Krain» ausführlicher geschildert worden. Er machte auch die bosnische Occupation mit, wo er sich wegen seiner Verläss-lichleit und Fertigkeit als Schütze der besonderen Gunst des Herzogs von Württemberg erfreute. — (Typhus.) Einer uns zugehenden Mittheilung zufolge ist vor kurzem in der an einer Bergkuppe gelegenen Ortschaft Grohzirnik im politischen Bezirke Gurk-seld die Typhuslranlheit ausgetreten. Zuerst erkrankte ein 59jähriges Weib und ihr IKjähriger Sohn, welche aber eine ärztliche Hilfe nicht in Anspruch nahmen, da der Verlauf der Krankheit nur ein milder war; in den letzten ncht Tagen erkrankten aber fast zu gleicher Zeit noch weitere zehn Personen, von denen eine nach fünftägiger Krankheitsdauer gestorben ist; unter den gegenwärtig in ärztlicher Behandlung stehenden Kranken sind 3 Männer, 2 Weiber und 6 Kinder, zusammen 11 Personen. — (Masern.) Wie uns mitgetheilt wird, hat sich die im Bezirke Goltschee herrschende Masernepidemie nunmehr ziemlich ausgebreitet, und sind es außer der Gemeinde Gottschee und Umgebung die Ortschaften Kerndorf. Nesselthal, Vüchel, Alt- und Neufriesach, welche von derselben heimgesucht wurden; bisher erkrankten im ganzen 81 Kinder, von denen jedoch 40 bereits genesen sind oder sich in Reconvalescenz befinden, während 32 in ärztlicher Behandlung stehen. Die Krankheit ist im ganzen eine gutartige, verläuft bei mehreren Kindern schon in der Dauer von 5 bis 8 Tagen und tritt nur in wenigen Fällen nnt erheblichem, mit Fieber begleitetem Unwohlsein aus. Der rüthliche Ausschlag erreicht seinen Höhepunkt fast regelmäßig schon nach 48 Stunden, worauf er all-mahllch unter Nachlas» des Fiebers und anderer Symptome verblasst. ^ ^ . "/^"«^^^'^auerbru wird uns unterm 1. Iull geschneben: Kurz nach 9 Uhr vormittags ertönte das Horn der Feuerwehr und signalisierte einen Brand »m Curorte. Im Keller des «Hotel garni lkurova. hatte sich beim Abziehen von Spiritus derselbe entzündet und rasch alles in Flammen geseht. Bei Abgang des Berichtes drängten sich noch immer dichte Rauchwollen aus allen Spalten der Kelleröffnungen. Wir hoffen, dass es zu leiner Explosion der noch in dem Keller befindlichen Fässer mit Sftirituosen kommen werde. Leider wurde der Hausdiener des Hotels, welcher beim Abziehen des Spiritus mitthätig war, von den Flammen ergriffen und schwer verletzt. — (Wette.) Herr Hans Meiringer hat die Strecke von Laibach nach Trieft (Cafe' Specchio) in 5 Stunden 30 Minuten zurückgelegt. Die Fahrzeit war folgende: Abfahrt von Laibach um Mitternacht, Ankunft in Planina um 2 Uhr 8 Minuten, in Nbelsberg um 2 Uhr 35 Minuten, in Präwald um 3 Uhr 45 Minuten, in Seno-setsch um 4 Uhr, in Opcina um 5 Uhr, Caft Specchio um b Uhr 30 Minuten. Die Rückfahrt erfolgte nach 1'/^ stündiger Rast ebenfalls mit Rad. * (Unglücks fall.) Am 25. v. M. nachmittags ist der 62 Jahre alte Kaischler Martin Grabrijan aus Dolence im politischen Bezirke Tschernembl von einem Kirschenbaume herabgestürzt, hat sich dabei einen Bruch der Gehirnschale zugezogen und ist nach zwei Stunden gestorben. ^r. * (Brand.) Am 25. v. M. brannte in Vir die isoliert stehende Mühle und das Wohnhaus des Johann Guardia ab. Der Schade beträgt 8000 fl,, doch ist der Besitzer für den ganzen Wert assecuriert. Das Feuer soll infolge Trockenheit der Walzvorrichtungen entstanden sein. — i'. — (Die Mittheilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereines) bringen in ihrer letzten Nummer zwölf interessante Berichte über neue Wege auf den Suhi Plaz und Triglav. Die Besteigungen wurden von Herrn Dr. Julius Kugy und Herrn Albert Bois de Chesne ausgeführt. — (Iahresschluss an den städtischen Volksschulen.) Der l. k. Stadtschulrath hat angeordnet, dass das laufende Schuljahr an den hiesigen städtischen Volksschulen Samstag den 15. Juli zu schließen ist. * (Großes Schadenfeuer.) Am vergangenen Freitag um 3 Uhr nachmittags ist in Bischoflack, Karlo-witzer Vorstadt, ein großes Feuer ausgebrochen. Zwölf Gebäude sind zerstört. An der Bewältigung des Feuers ist allseits energisch gearbeitet worden. Der Schaden ist noch unbekannt. —r. * (SelbstmordeinesOendarmen.) Gestern früh um 6 Uhr hat sich in der Gendarmerie-Kaserne der Gendarm Johann Petkovschek des Postens Ndelsberg mit seinem Dienstgewehre erschossen. —r. — (Cyrill- und Methodi - Fest.) Die Schischkaer Citalnica arrangiert heute den 4. Juli abends das obligate Cyrill- und Methodi-Fest mit Abbrennen des Freudenfeuers, Pöllerschießen, Gesang, Musik lc. auf der Dreniks-Höhe.____________________________________ Neueste Post. Driginal-Telegramme der Laibacher Zeitung. Wien, 3. Juli. Graf Taaffe ist nach Ellischau abgereist. Wien, 3. Juli. Einbrecher Groschl stürzte sich heute während des Spazierganges im Landesgerichts-gebäude vom Corridor in den Hofraum und blieb sofort todt. Graz, 2. Juli. Wie das letzte Bulletin über das Befinden des erkrankten Fürsterzbischofs Zwerger besagt, dauern die Erscheinungen des Darmschlusses fort. Der kranke Kirchenfürst hat sich die Vornahme von größeren Operationen wiederholt verbeten. Prag, 3. Juli. Die Anzahl der in Straschnitz verhafteten beträgt 93. darunter ein Handelsalademiker und ein Schulknabe. Die übrigen sind Arbeiter. Sie wurden dem Strafgerichte eingeliefert. Budapest, 3. Juli. Budapester Blätter melden vier verdächtige Erkrankungen in Szatmar. Von autoritativer Seite werden diefelben als unbedenklich erklärt, nur eine Wöchnerin sei von Erbrechen befallen worden. Sanitätspersonal ist zur Untersuchung abgegangen. Berlin, 3. Juli. Das Staatsministerium hielt heute vormittags eine Sitzung ab, an welcher Graf Caprivi theilnahm, Es verlautet, dass die Fassung der Thronrede festgestellt wurde. Köln, 3. Juli. Die «Kölnische Zeitung» meldet aus bester Quelle, dass eine Zusammenkunft des deutschen Kaisers mit dem Carevic bei der Rückkehr des letzteren aus England stattfindet. Rom, 2. Juli. Gestern fand in Monte Saracino abermals ein starkes Erdbeben statt, durch welches fast der ganze höher gelegene Theil des Marktfleckens mit Einschluss der Finanzwachkaserne zerstört und in der benachbarten Ortschaft Mattinata viele Häuser be« schädigt wurden. Paris, 2. Juli. Die Rückzahlungen der Sparcassen in der letzten Juni-Dekade überstiegen die Einlagen um 574.000 Francs. Paris, 3. Inli. In der Kaminer interpellierte Milnerand über das polizeiliche Einschreiten gegen die Studenten, tadelt die Roheit der Polizei-Organe nnd fordert die Absetzung des Polizeipräfecten. Der Minister-Präsident verspricht die Ausforschung nnd Bestrafung' der Schuldigen. Hierauf wird Ueberqanq zur Taaes-' oronung angenommen. -, " " " , Paris, 2. Juli. Anlässlich der Studenten-Demonstration gegen den Senator Berenger fand heute nachts zwischen den Demonstranten und der Polizei ein heftiger Zusammenstoß statt. Mehrere von den Studenten wurden verwundet. Einer ist den Verletzungen erlegen. Unter der Studentenschaft herrscht lebhafte Erregung. Sofia, 3. Juli. Generalinspector Nikolajev und Oberstlieutenant Tantilov verließen demonstrativ beim letzten Empfange das Palais, weil sie sich dnrch die Reihenfolge der ihnen angewiesenen Plätze zurückgesetzt glaubten. Der Prinz legte jedem einen 48sti'mdigen Hausarrest auf und ließ beide des Dienstes entheben. Angekommene Fremde. Den 1. Juli. Hotel Stadt Wien. Maditsch, Magazineur; Mrouer, Iallic und Merhar, lUottschce. — Ehrhard. Kfm., Nnlun. — Machnih, (iiendarm, Klagenfnrt, — Schnelbier, l. und l. Oberlientenant, (Mrz. — Rechfeld und Eisl, Private, (vraz. - de Lichten» berg, Major a. D., Kopenhagen. — Vloechger, Reif.; Wolf, Langraf und Meißner, Kflte,. Wien. — Mayer, Kfm., Marburg. — Vrasadolv, Reis., Innsbruck. — Marti. Trieft. — Mandl, Kfm., Budapest. Hotel Elefant. Damaslo u. Koblmüller, Kflte,, Wien. — Rossi, Seidl, Schuh u. Tedeschi; Dnser, Lieuteuant, Trieft. — Pomjeuil, Lieuteuant, PrzennM. — Erna n. Anna Rieger, St. Anna. — Pater Sales Tiefenthal u. Pater Oregor von Holtum, Rom. — Bock, Kfm., Mohlen. — Eimenc, Kfm,, Udine. — Ritter v. Hentzi; Arthurn, Oberstlieutenant, Linz. — Eder, Oberstabsarztens-Oattin, Oraz. Hotel Vllirischer Hof. Schuh, Zimmcrmeister, Iudenburg, — Nusale: Kanitsch, Kfm,, s. Kinder, Cham. — Handler u. Hutter, Seele. — Sumperer, Göttenih, — Pleslo, Beamter, s. Frau, Laibach. — Zwetlo, Cilli. Hotel Siidbllhnhof. Manloc, Beamter, Trieft. — Orünwald, St. Martin. — Majaron, ssranzdorf. Oasthof Kaiser von Oesterreich. Semleitner, Private, Linz. — Pollal, Gayn. — Dragon, Wutsbesiher, Liediug, — Dolenz, Prawald. — Virl, Zalog. — Tiulel, Ksu»,, Oniunden. Verstorbene. Den 2. Iuli. Ursula Etrnsj, Private, 8» I., Linaer. Nasse 7, Altersschwäche. "' ^ ^' " D e n 3. Inli. Maria Koman, Inwohnerin, lN I., Ilovca 15, Altersschwäche. Im Spitale: .^^" 3ll. Juni. Katharina Iaveränil. Inwohnerin, 52 I., Mutterlrebs. Volkswirtschaftliches. Lllillllch, 1. Juli. Auf dem heutigen Marlte find er-schienen: 4 Wagen mit Getreide, 8 Wagen mit Hen nnd Stroh uud 14 Wagen nnd 2 Schiffe mit Holz. ______________Durchschnittspreise. Mlt,- M«z.< Ml». M«,,< st- ! lr, fl. , tr, st, ^, fi, 5.' Weizen Pr.Meterctr, 8 25 U 50 Nutter pr. Kilo . . - «2____ Korn . «90 7 50 Eier pr. Stück . . - 2------- Gerste » 6^— ti 50 Milch pr. Liter . . - 10------- Hafer » 7 257 80 Rindfleisch pr. Kilo - 64 - -Halbfrucht » ---------------Kalbfleisch . — 50____ Heiden » 10 — 10 50 Schweinefleisch » — 64------- Hirse » 6—5 50 Schöpsenfleisch » — 38------- Kukuruz » 6 15 6 20 Hähndel pr. Stück — 40------- Erdäpfel 100 .Mlo 5-----------Lauben » — 17------- Linsen pr. Heltolit. 15-----------Heu pr. M.«Ctr. . 3 38------- Erbsen » 14-----------Stroh » . . 2 95------- Fisolen » 10-----------Holz, hartes pr. Rindsschnllllz Kilo — 96------- Klafter 6 40------- Schweineschmalz » - 70-------— weiches, » 5_______ Specl, frisch . — 62-------Wein,roth.,100 Lit.-------24 — — geräuchert . — 66-------— weißer, » —!— 30 — Meteorologische Beobachtungen in Laibach. «KZ DZ6 IZ ««!,.,. «"ft«« ?5Z " "Z ßL" ^ *""" dt« H,mm„« H nZ _.^ ^U_^^,__________________ k6 " 7A7M^Z6^^ss1-'0" NO7^'nWs shelter "" ^ A. 2.N. 734 5 29 0 SW. schwach theilw. bew, 0 N0 9 . Ab. 7366 17 6 windstill heiter Vonntitags heiter, nachmittags nach 3 Uhr schwaches Gewitter in SO. mit einzelnen Regentropfen, dann «nfheilernng, lebhaftes Netterleuchten in NO. — Das Tagesmittel der Tem< peratur 22 5«, um A-5" über dem Normale. Für die Redaction verantwortlich: Ottomar Vamberg. Ganz seid. bedruckte Foulards vou 85 kr. bis fl. :j' p. Met. sca. 450 versch. Disposit.)^ sowie schwarze, weiße und farbM Seidenstoffe von 45, tr. bis st U- per l?A"' ^U^"' ycsttcht, larriert, gemustert. Damaste :c. (circa , 240 uersch. Qnal. und 2000 uersch. ssarben. Dcssins ,c.),porio- nnd zollfrei. Muster umgehend. Briefe losten 10 lr. u. Post< karten 5 lr. Porto nach der Schweiz, (64) 16-8 5s,llon-ssalii-ilc L. »Slmobol-y, K u. k. Uon., ?üsioli. Für die vielen Beweise so auszerorden,licher Theil^ nähme au den, unersetzlichen Verluste, den wir durch den Lud uuscreö so unendlich geliebten Hugo erlitten, danlen wir aus tiefster Seele. Valentin und Serafine Zcschlo. Laibacher Zeitung Nr. 150 1293 4. Juli 1893. Course an der Wiener Börse vom 3. Juli 1893. ««« ^m oMenen Com-blaue. Zlaat°.Anleh«n. «"b W°« s>"/„ ll'llchnMche Neule i» Note» t>erz. Mai NuUemb.',- , , . «? «b »7 85 !»N°tt!!»i»'lz,ssel!r»ar A»«»« i<< 65, »?»?> ,. Silber verz. Jänner Inli «? 55 »7 75 „ „ „ NprilOctuber »? l.', 97 75. »854rr 4"/,. Staasslose . 25« fl, —'- -'-- 1»U0er .V/„ ., ganze 500 fl, 147 »48 - l^'Un „ .. ssünftelwn l, l«4 — IN5 '»«4er Etaatslose - . 100 l. '93 50,84-25 dto. ,, . . KN fl. 193,50 »94 «f. l'^„ Dom. Pfbbr. ll 120 fl, . . <55 «u st. G. 4"/,. l2',2N ,8, 2«, "sanz Joseph Aahn in Silber U(d!u. L!,)s, 100st,Nl»u,5>/.°/„ 123 »" 1<4 "0 4'/<"/.,Nndolph Ä, i, S, (diu. St.) für 1000 st. «om, . . l0U — »0« 20 4°/« blo, !,llronrnw,ste!lerf,(b«v, Cl, für 200 «r. Nom. »?'- - 98 — ü°/„ Vorarlberaer «ah» I» Sllb. '-»<»>!,, 1000 fl, s, 100 st. NllM, !NN'— «Nl>-20 4"/„ b!u, !i! Nrunenw, steners, 400 " 20<>0N'r, f, 20U»r, Nom. «? »" M 80 ^u Vtaalsschuldvtrslhrelbu». a»n ubgeftp. Elsenb.. «ctll» lilisabelhbahn 200 st, IM, 5'/.°/« von 2<»<> st, ü. W. pl, Stück »59'— 2L2 dto, LlnzWudwei« 2l»N fl, ». W, ! b'/<°/°......23S -,240 - bto, Ealzb,-TIr, 20«st. ö, W. 5'/« 22«'?5 829 -vom Ttaatt zur Zabl»«ll übernummene ^isd. .Prlor.» Obllll»tl°nen, ltlisabcthvahn «au u. 8lX)U M. lül 200 M, 4°/„, . . . ll«»t,«?»5 Gelb «La« Elllabcchbah». 4UN i>, LN»N Vl. 200 Nt, 4"/n...... 12V5" l2< 50 ssranz Iolepl, Ä, — —— bto, «ente «ronfliwähr,, 4°/«, steuerfrei jiil 200 Kronen Nom, U4z0 94 ?0 b<0,2t,E.Nl,GolblO0fl,,4>/,<>/„ 124 10 125-10 dtu, dto, S, 100 st., 4>/,"/si 101 10 102 10 dto, Ttaat«-Oblig, (Ung. Obs«,,) v. I. 187«, b°/, . . 1»<»60 »21 4« dto.4>/,°/<,Vchllnlre8lll°«bl.'0bl. ll)0 70 50, 50 dt°, Urb..«bl,.Obl, 5°/., . . —--—-— dto, Präm-Nnl, K10NN,«, W, l48«!l<95N dto, b<0. ll 50st,t>, W, 14!<ü0 149ü<' Iheih Reg, L°!e 4°/<> 10» st, . I4l-« 142 50 Grundentl.'Vbligaliunen (für 100 fi. -----------— b°/n N!cber0sterrc! »8 ?i<> 4°/n unssarlschc (100 st. W,) . WOü »7 05, Ändert öffentl. Anlehen. Donau Nrg, Lose 5«/« , . . 12? 75 I2i'.?5 dto, «»leihe 1878 . . 108 75 1<»9 2^» Nnlehen der Ntadl "/„ 1<»N!,0 I0l 50 4"/„ ltralller Lande« Anl, , , »?'75> 9« 75 Pfandbriefe (für 100 st,), Vobcr. »U«. öst. in 50 I, Vl.4°/G, 121 75 »22 7l> dto. „ in 50 „ 4'/,°/, — — Velb Ware «odcrallg, östr, IN50I, Vl,4°/„ 98 8« 99 80 dto, Präm,-Schldv, 3"/n, l.Em, !»»4?t. 115- dto. ., 3vl. »oz-h«, .— Pri«silä»Vbligalionen (für 100 st,), Ferdi»a»ds Älirdl>al,n20»«»»0 Ung.«gllllz. Nahn .... »08- »09 b<' 4"/^ Unterlrainer Vahnrn . . 98 50 9« — Divers, zsse (per Ctüll). Vubaprst Vasilica (Dombau) . S'- - 9-»>, Lreditlole 10« fi...... »9«— »90 ?.«> «llary Loir 40 fl. IM. . . . b» 40 5«— 4°/<,Do»ll» Dampfsch.l00fi,«z», -'— —- Osr»el Lose 4« fi..... b? 5o Palffy Lole 4« fl. llM, . . . 57-50 5850 «otye» N-lfuz. ös«, Ves, v., 10 fi, 1l<-50 ,« 90 Rothe» »reuz, »»g Ve!. v,, 5 fi, -^ - '- Nubolph iiole 10 st..... »«3-»o 24-3» Salm llose 4« fl, ew,'»ch,d, 3" „Präm.-Lchuldv, d. «obencrebltanst. IVm »I— »2 — hiu, ll. 75 «elb Ware Vodencr. «»s!,bst,200fi,3,4« >13» Dsposltenbanl, «llg. «<»« fi. . l2„2 ,224 -(tscompte Ges,, Ndrüft., 500 fl. ««5 — !S7i» — «iro- u. llllssenv,, Mener, »uofi. »4«-—!»5» -Hl!po!l,flel>b..est,.200fl,25"/,«, ??'- - 79--Lünd,rba»l. »ft, 200 fl, . . , »4«-9N «47 !»0 Oesterr, Ungai Vanl «00 fi , 984 — 9W Unionbaiil 2 st......«50-50 »5» ü<» Verlehrlbanl. «llg,. «40 fi, . »7» 75 »?S, - Hllien von ^ranspori-ßnl >>lII0lb sfium.Vllhi! 2<»0fi, Nilb, — — — — «»jstg tepl, ltiknb, 3W fl, , . 17»5 ,7!« Uöhui, «urbbllhii »50 fl, . . 20»!»« 209 .. Westbahn 200 fi . . »7» i872 Vuschtithrabtl Vrau.Nfi.S. —-— —-— Frrdinanbl Nordb. »00U fi. IM. »875 «885 «ali,.Karl°Uubw.lV,200fi.«M, »,« l.0 Lemb,' Izernow-Iassv. «ttsenb,. »esellsch. 200 fi, V. . . . 257 5" 25« 50 Ll°hb.Merr,.Irirst,500fi.IM, 445-44» Oesterr Norbweftb »oust. Vilb »»4 50 «,', k« bto. (M, L) »00 fl. V. . . —— — — Vill8°Duler«!!enb.»5«fi, Vilb. 94« 95»» Eiebenbürger Eisenbahn, erst« . — — — — C!aa»»ei!enbllbn 200 st, 3. . . —— - - ^ Südbahn 200 fl, Silber . . . ---- - - Sübnorbb. Verb..«. »00 fi. IM. 19775 1l»8 75 Tiam»lly-»es.,wr.,l?0fl.e.V. »«o — »6» „ »m,l!»7,»00fi. —-- — — »,ld !»»« Iramway Ves , neue Wl.VriH» rilül« «ctieii »00 fi. , . . 95'- 97 — Uii« aal» «tisenb 20« fi Silber !«»» «> »0«^" UngWsstl, OXaab «rllj)2(»0fi,S, 20/- !2U» 5« Wiener Local bahnen r«c>,-Gts, «'^-— — — Industrie-Attinl (per Gtüs). Vauges,. »ll«, Oeft,. »Oft fi, . »»><-- »04 -ltgybier Visen- und Vtahl-Ind. in Wien »00 fi..... »4 — «!i- «tilenbahnw.Üeihg , erste. 80 st. l»l 50 p» «» „«lbemühl". Papleif. u. «.^». 4« - 5<» - Liefinger Uiouerei »00 fi, . . l»» . l,4 vlonwn> Präger Vsen-Inb.-Ves »«0 fi. 4«3 — 4«l Salao'Iarj Steinlohlen «0 fi. ?»>-—74ü.- ..Schlüglmühl", Papiers, »UV fi, «» — »<»ü -. ..Vteurerm ", Paplerf, u, «.-«, »50 >. 152 ^ Iriiailer l»ohlenw, fi ,»5«-. »z< . wllfien<-»,,0tst,inWitn.i0ufi. 2«7 -«»».. Wazgon «eihanfi , «llg, in Pest, 80 fi......... «!>- - »2550 Wr, Vaugelellichatt »00 fi . . «9 - ,»> — Wlenerber«er6!tgel-«ct?» - - «?4 Dessen. Amsterdam....... i 25>^ft« 4<> Deutsche Slähr..... ^ 00 ?li,, ,;<»>«» London . , . »»»««'»24 1" Pari» ... . 4»»7»«2,z Vl,°Veter«buru . —-— - - Valuten. Ducalen........ 5 «»y, 5»? 20°ssranc«'Vtü> 9 8», Silber........ ——, - -- Deutsch, «eichlbanlnoten . . <«» 7»»«??, Papier-Viubel.....l »0 l.»», (2856) 3—2 Si. 13.405. Oklic. Na prošnjo Josipa Ložarja iz Do-brunj (po dr. Papežu) vrSila se bode izvrftilna dražba zemljiisèa Josipa Bri-oelja h Hizovika St.. 100 vlož. St. 292 kat. obèine Bizovik, cenjenega na 280 gold., dne 2 6. j ulij a in dne 26. avgusta 1893, dopoldne ob 10. uri pri lem sodisèi. Zemljišèe bode se le pri drugi dražbi oddajalo pod cenitveno vrednosljo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je vsak ponudnik dolžan, položiti pred ponudbo 10 °/o varšèine, cenilveni zapianik in zemljeknjižni izpisek so v lusodni registraturi na upogled. C. kr. z. m. d. okrajno .sodišèe v Mubljani dne 10. junija 1893. I m ad iLandcMal'fi eetinäntte. Saifeaofv am 4. Sufi 1895. S St«tt jeder hesondoron Anzei(ie. f29H3) ^___________________________________________________________<2a (2879) 3—2 Nr. 4941. Curatorsbcstclluttst. In der Exkcutionssache des Ver-zehrungssteuer Solidarabfindlingsvereines von Illyr.-Feistritz durch Mathias Va^ lencic in Dorneqg gegen die mj. Amalia nnd Iosefa Staver als Rechtsnachfolger des Franz Staver von Zagorje pl!!o. 9b fl. 50 kr. s. A. wurde der unbekannt wo in Bosnien befindlichen Tabulargläubigerin Maria Staver, wiederverehl. Primc, von Zagorje Josef Gärtner in Illyr.-Feistritz zum Curator »6 af:lum bestellt und dein-selben der hiergcrichtliche Meistbots-Ver-theilungsbescheid von« 30. December 1892, Z 6619, eingehändigt. K. l. Bezirksgericht Illyr.-Feistritz am 25. Juni 1893. Bel J. 8. Benedikl mr^ werden vom 5. bis 15. Juli *^PG| wie alljährlich, sämmtliche von der Saison zurückgebliebenen Hüte* Schirme, Re^te von Seiden - Changeant, Foiilanls, Kloiisen in allen Seiden- und Stoilgattungen und von modernster Machart; ferner Herreil-und Knaben-Touristen-Hemden, Gürtel, Strümpfe, Handschuhe, wie auch eine grössere Partie unbedeutend von der Auslage makulierter feiner Mietler zu so enorm billigen l*rei*en wie bisher nie dagewesen ^md ausverkauft.