' * halbj.zo^ Ml ^, ^ .Zustellung in« Ha«« ^Nl»»«<»^H^ , ^ ^-»f ^^«.^...^^ Inltll«°»»,eb<>h» bi« Igelit»: ,»al <-5»K Amtlicher Theil. 3e. l. und l. Apostolische Majestät haben die nachstehenden Allerhöchsten Handschreiben allergnädlgst zu er. ReichSrathe auf Grund des Gesetzes vom 21. Dezember 1867 für das Jahr 1873 zu «^"de Delega.on und die vom ungarische« Reichstage auf Grund deS XII. G. A. 186? fur das Jahr 1873 zur Behandlung der geme.n-samen Angelegenheiten zn entsendende Delegal.on nnt den in Abschrift beiliegenden Handschreiben auf den 2 April o. I. nach Wien einzuberufen befunden und beauftrage Sie, wegen Einbringung der betreffenden Vorlagen das Erforderliche zu veranlassen. Wien, 21. ffebruar 1873. Franz Joseph m. p. Andrässy m. p. Lieber Fürst Anerspergl Ich finde Mich bestimmt, die vom Reicbsralhe auf Grnnd des GescheS vom 21. Dezember 1867 für das Jahr 1873 zu wahlende Delegation und die vom ungarischen Reichstage auf Grund deS XII. G. A. 1867 für das Jahr 1873 zur Behandlung der gemeinsamen Angelegenheiten zn entsendende Delegation anf den 2. April d. I. nach Wien zur Aufnahme der ihrem Wirkungskreise gesetzlich uorbehaltenen Thätigkeit einzuberufen. Indem Ich gleichzeitig Meine Ministerien für gc° nmnsamc Angelegenheiten zur Eindringung der verfassungsmäßigen Vorlagen anweise, beauftrage Ich Sie, wegen der Wahl und Einberufung der Dclcgationsmit-glieder das Entsprechende zu veranlassen. Wien, 21. Februar 1873. Franz Joseph m. p. Auersperg m. p. Se. l. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Februar d. I. den Kunstmeister und Markscheider der tiroler Staatsbergwerle Franz Röchelt zum Professor der Bergbau- und Marlscheidelunde an der l. l. Bergakademie zu Lcoden allergnädlgst zu ernennen geruht. Chlumecly m. p. Nichtamtlicher Theil. Geletzentwurf, betreffend die Wahl der Mitglieder des Abgeordnetenhauses des Neichs-rathes. (Schluß.) § 51. Nach vollendeter Wahlhandlung wird das darüber geführte Protokoll geschlossen, sammt dem Ab-slimmungsvcrzeichnisfe von den Mitgliedern der Wahl-commlssioti. dem Wahlcommissär und dcm Schriftführer unterschrieben, gemeinschaftlich unter Anschluß der Wäh» lerliste, des AbstimmungsverzeichnisseS und der unterfertigten Stimmlisten, der giltigen wie anch der für ungiltig erkannten Stimmzettel, bei Wahlen des großen Grundbesitzes (der Hochbesteuerten) unter Beilegung der "'"°'gen Vollmachten und WiderrufSurlundeu und bei a^n? ber Landgemeinden unter Anschluß der Wahl-b ick«/«. ^'"^""' versiegelt, mit einer den Inhalt ""fschrift versehen und dem Wahlcommissär 3lbae°?d!lt^7?"'^^ h°t den Wahlact, falls die an den ^ die Wahlhandlung vollendet ist. "er dic Stimmabgabe für eine v7rU" Lan'desbehörde der ^au^ ?,^. f'^m /aW außerdem aber an lmen politisch^ Beam cn ein use ! den, welchem die Ermtttlung desGew^ aller zusammengehönaen ^bsUnunungm ^M"^ ^ ^f Werden die Wahlacten nicht von alle Mtalledern der Wahlcommissio,, unterfertigt, so ist d? Grund nie oon im Wahlprotokolle anzuführen. """ me^ § 52. In jcnen Fällen, in welchen die Stimm< Nebung für eine und dieselbe Abgcordnetenwahl in mehr nls einer Wahlversammlung stattfindet, ist im Haupt-lvahlorte von dem hiezu berufenen Beamten aus den «ingelaugteu Wahlacten (§ 51) das Gesammtergcbnis aller zusammengehörigen Abstimmungen zu ermitteln und schriftlich darzustellen. Diese Ämtshandlung obliegt am Sitze der politi- chen Lanbesbehlilde dem vom Landeschef damit beauf. lragtcn Beamten, an anderen Hauptwahlorten aber dem Gezlitshauptmanne. in dessen Bezirke dieser Ort liegt, oder dcr vom Landeschef hj-z« anniesen worden ist. ...^ <^^ 0 ^"°^^ anzusehen ist, bestimmen die §§ 49 ^^' K°mm es dabei «us die Entscheidung durch Äe°ml- ^/ '° V ^ zu obiger Amtshandlung berufene .äbln^ ^l^'"' b°t das Resultat der Stimmen. lück ü 2"^^c'''' L°»ung an den Landeschef so-a r^Wabl i^ ^' " °"erlichen Falles (§ 49) die en-v a^nlnn^ '" stressenden Wahlorten und Wahl' e be?^ und P,ch Durchführung der- cher Mise7o^^^ in glei. nisses^ist' ^^^«^ bc« schließlichm Gesammtergeb-lln v dn M?" °us«enomnen? Schlußact sammt en Lan^ch f ^ 7">nlssi°nen eingelangten Acten an a re W^ ?n„ i" lnten. Dies gilt auch, falls die en- großen "es "sten Wahltärpcrs des Lan'csord nm. '^ ^'" d" Bukowina, bann die in dcr e^w,"^ ^ 3. 1 aufgeführten Wahler ibre eil ^«^ . . ^°" ^ndeschcf bestimmten Termins deschef'İusende^7"''"^ Slimmzettel an den Lan- chef o?c? sein',^!^ z" betrachten ist, ist vom LandeS-der s^ 49 "^"'"rcter nach den Bestimmungen Falles sind vo l,m .' ^". "nstaticren. Erforderlichen fordern D s ^?'^^^'" ^' °"«ercn Wahl auf. durck sino« ^ .> '^' wenn >.s darauf ankommt, zu ,.!,/., c-, °"' ^andtSchcf hiezu bestellten Commissär chef , .,s.5^" s^b zwei der Wähler vom Landes-M nis« de/^"" 'st über die Losung ein an den nehmen ^"""" ""zusendend Protokoll aufzu- 1!^«.^^, ^'^ Handels, und Oewetbekammeln voll» zlenen die Wahl in Gegmwart des für diesen Act vom ^andcschef bestimmten Wahlcommissärs. jede in dcr Ple-"arversammlnng ihrer willlichcn Mitglieder mittelst Stimmzettel nach den über die Gcfchäftsführung dicfer Kammern bestehenden Vorschriften ui,d nach den Gcstim. munncn dieser Wahlordnung, ohne Rücksicht auf die Zahl dcr erschienenen Mitglieder. Das Pi'otololl über die Wahlhandlung ist von dem Secrctär dcr Kammer zu führen und sammt den Stimmzetteln und sonstigen auf die Wahl bezüglichm Schrift-stücken dem Wahlcommissär zu übergeben, welcher damit nach § 51 vorzugehen hat. § 55. Dcr Landeschef hat nach Einsichtnahme in die nach §§ 51 und 52 an ihn gelangten Wahlactcn I-bcm gewählten Nbgcmdmtcn, gegen den nicht einer der ^.^t. ^ frswsctztcii Nusschlicßul,gt.gründc von dcr Wahlbarkctt vorliegt, ein Wahlccrtificat auszufertigen und zustellen zu lassen, welches Certificat dcn gewählten Abgeordneten zum Eintritt in das HauS dcr Adaeold. neten des Neichsrathes berechtigt. ^ ^ Die Wahlactcn sind an dcn Minister des Innern emzusenden. welcher sie dem Präsidium des Hauses der Abgeordnelen übergibt. cÄ'mFs^ 2W'" Doppclwahlen vorkommen, so ist der Gewühlte durch den Landeschef aufzufordern, sich bin« älmimml.^'" ^"" '" """"'' Elches Mandat «r ein ^ diese Erklärung nicht innerhalb deS Termines e>n. so wlrd angenommen, daß der Gewählte leine der auf chn gefallenen Wühlen annimmt °^" «lne der S!.ll° Mtt,l.., !°' ist l!t °»! G.m,d d"1.i d"r !.«.. Insolange daS Haus d e Wal,s pl.,^ »,l ^ ttn^t ,^^ erklär.^ Zur Wahlresorm. Die wiener Glätter fahren fort, ihrer Gefriediaun« über dcn günstigen Verlauf der Vcruandlun^en im Schoße des Vers assu ngsa uS schusseS Ausdruck zu ver» leihen. Das „Fremdenblall" schreibt: „Der Eifer, mit welchem sich der Verfassungsaueschuß des Abgeordneten« Hauses der burchuus sachgemäßen Berathung der Wahl» rcformvorlagcn widmet, verdient unsere vollste Anerkennung. Die Beschlüsse, die der Aueschuß faßt, lassen dic Prinzipien der Vorlagen unberührt und sind zum Thtil geeignet, einzelne Bestimmungen der Entwürfe zu verbessern. Mehreren dieser Beschlüsse konnte die Regierung sofort vcitreten. Die Mühiaung beS Ausschusses äußerte sich insbesondere darin, daß er es unterließ, an bcm System der Delegationswahlen nach Ländern zu rütteln. Die Verhandlungen werden eben von dem richtigen Gedanken beherrscht, daß von verfassungstreuer Seile nichts geschehen dürfe, waS geeignet wäre, di« Aufgabe der Re-gierung zu erschweren, die Wahlrcform zu verzögern oder neuc langwierige Ve-Handlungen nothwendig zu machen. Es ist zweifellos, daß biefe einsichtsvolle patriotische Stimmung von Dauer sein wird. Sie wird auch im Plenum deS Abgeordnetenhauses herrschen und dasselbe aencigt machen, von dcr wiederHollen Discussion Um« anng zu nehmen. Muß doch dcm Herrenhausc genügende Zeit gegönnt werden, seinen verfassungsmäßigen Einfluß w der für die Zukunft des Reiches geradezu entsche». denden Frage gellend zu machen. Die conservative»« Prinzipien der Vorlagen werden im Herrcnhause keinem Widersprüche begegnen, die staatsrechtliche, auf die Kräftigung dcr ReichSeinhcit gerichtete Tendenz dcr Wahl-reform wird die wärmste Anerkennung dieser ausgezeichneten Versammlung finden. Wir dürfen erwarten, daß auch in diesem Hause daS beschleunigt! Verfahren, das die Gründlichkeit der Berathung nicht aueschlilßt, angewendet werden wird." Das „Neue Frcmbenblatl" äußert sich, wie folgt: „Mit aroßer Genugthuung erfüllen uns und alle verfassungstreuen Organe dic Vorgänge im Verfassung«. auSschusse, welcher die Wichtigkeit seiner Mission begreift und auf dcr Höhe der Situation steht. Die Verhandlungen sind kurz nno sachlich. Jedes Mitglied macht seine Erfahrungen geltend, um das Gesetz so klar und gut als möglich zu gestalten, doch ohne unnuthigrn Wort-reichthum." Die „Morgenpost spricht sich folgendermaßen aus: „Das Wert dcr Wahlreform schreitet im Verfassung«, ausschufse rüstig vorwärts. Satz um Satz, Paragraph um Paragraph werden durchberalhcn und einer raschen Erledigung zugeführt. Mit einer anertcnnenswerthen Selbstverleugnung sehen wir die Abgeordneten ihre Sonderwünsche und Bestrebungen dem großen Ganzen unterordnen." In ähnlicher Weise sprechen sich die Wochenblätter, der „Correspondent" . die „Glocke" nnd di: „Neue Wochenschrift für Politik und VollSwirthschafl" aus. Parlamentarisches. Die ..Deutsche Ztg." meldet unterm 25. d. - „Heule fand ein mehrstündiger M inisterra th statt, dem auch Graf Go^uchowsli beigezogrn wurde. Grgrnstano der Verhandlung war der Beschluß des Polcntlubs, den Be-ralhungcn über du Wahlresorm fernzubleiben. Dcr Po-lenllub einigte sich darüber, die Abgeordnclcn EzeilawSli, horodysli, Grocholeli, Iaworsli. Smarzewsli, Wodzicli und Zibliliewicz zu Candidate« sür die östcrreihische Delegation aufzustellen. Die »Presse" bringt nachstehenden Bericht: Die Berathungen über die Wahlreform nahen im Ver-fassungsaueschussc ihrem Ende; in einer der nächsten Sitzungen des Abgeordnetenhauses beginnt die Discussion der Vorlage; daS gute Einvernehmen, das zwischen den Führern dcr Majorität und dcr Ncaieru»'« übrr alle wichtigen Punkte des Nlfolmei'lwulfes eiziclt woiden, läßt einen kurzen und für die Versassungspallci in jcdrr Weise befriedigenden Verlauf der Debatte erwarten. Noch rascher werden die Vclhandlungcn im Herrenhause sich durchführen lassen; dann aber bedarf es für das große Reformwerk nur mehr dcr Sanction der Krone um e« zu einem intergricrenden Bestandtheil unscrir Veisassnnas-gesetzt zu machen und damit sür immcr dem v Nebten Ueberrumplungesystcim dcr Fördcralisten einen Rieael vorzuschieben. Kein Wunder, wenn da v!n Seile der 344 Gegner der Verfassung und einer strammeren Concentration der Kräfte dcs weiches verzweifelte Anstrengungen gemacht werden, den normalen Verlauf der parlamen« tarischen Action mit allen erdenklichen Mitteln zu stören, um aus dieser Störung, falls sie gelingen sollle, gegen Parlament und Regierung Kapital schlagen zu können." In der am 23. d. stattgefunbenen Berathung des VerfassungsausschusseS wurde der Anhang zur ReichSrath «»Wahlordnung berathen. Bezüglich Böhmens. Niederösterreichs, SalzburaS. Steiermarts, Kärntens, Schlesiens. Istrüns. Gör; und Gradiscas wurden in den Gruppeneintheilungen einige Aenderungen vorgenommen; betreffs Dalmatien, Oberösterreich, Mähren und Galizien blieb die Entscheidung offen; bezüglich Ti' rols und Triests fand keine Aenderung statt. Zur Action in Preußen. Der preußische Finanzminister Eamphausen ergriff am 20. d. im preußischen Nbgeordnetenhause das Wort zu folgender Darstellung: „Meine Herren! Nach den Einrichtungen, die in Bezug auf das Kassenwesen im preußischen Staat be» stehen, wird dir Abschluß der Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 1872 in der Mitte des Monats März erfolgen. Ich werde daher erst zu dieser Zeit in der Lage sein, eine vollständige Uebersicht über die Einnah, men und Ausgaben des Staates mittheilen zu können. Indessen, wenn auch namentlich hinsichtlich der Ausgaben noch viele Dispositionen in Frage stehen, so bin ich doch schon heute in der Lage zu übersehen, wie viel die Ueberschüsse des Jahres 1872 betragen werden, und ich glaube eine angenehme Pflicht zu erfüllen, wenn ich hier mittheile, daß der Minimalbertrag dieser Ueberschüsse sich auf 20 Millionen belaufen wird (große Sensation) und daß der wirkliche Abschluß diese Summe noch bedeutend übersteigen wird. (Hört! Hört!) Es wird sich much, maßlich herausstellen, daß wir nicht einen einzigen Ver. waltungsMig haben, der nicht größere Erträge aufzu» weisen hat, als veranschlagt worden. Eine ganz beson» dere Stelle nimmt der Ertrag der Stempelsteuer ein. Dieselbe war für das Jahr 1872 mit sieben Millionen veranschlagt und hat erreicht die Summe von 13,740.000 Thaler. (Hört! Hört!) Infolge dieser glänzenden Re» sultate, die das Jahr 1872 aufweist, hat die königliche Staatsregierung geglaubt, von dem sonst gewöhnlichen Verfahren noch mehr abzuweichen, als es schon geschehen, und sie hat Ihnen deshalb in dem vorgelegten Nach-tragsetat vorgeschlagen, die Einnahmen der Stempelsteuer für das Jahr 1873 noch um die Summ« von 1.600.000 Thaler zu erhöhen und dieselbe dadurch auf die runde Summe von zehn Millionen zu bringen. Ich glaube, daß wir die Hoffnung hegen dürfen, trotz der Erlässe, die bei der Stempelsteuer in Aussicht genommen sind. auch diese Einnahme vollständig zu erreichen, obwohl die vielen Gründungen und die bedeutenden Umsetzungen städtischer Grundstücke, wie sie im Jahre 1872 in so großem Umfange stattgefunden, sich in so ahnlicher Weise für die Zukunft wohl nicht erneuern werden. (Zustimmung.) Nach den Stempelabgaben nimmt ferner die VergwerlSverwaltung eine ganz aparte Stellung ein, die an Mehrüberschüssen mehr als sechs Millionen er« reichen wird. Ebenso werden sich die Erträge bei den olrecten Steuern auf ein Mehr von anderthalb Millio» nen herausstellen, als in Aussicht genommen waren. — Die Staatsregierung hegt nun den dringenden Wunsch, daß die großen Geldmittel, die ihr infolge dieser Ab« schlüss« zur Verfügung stehen, möglichst bald dem Lande zum Nutzen ihre Verwendung finden mögen, und sie schlägt Ihnen deshalb vor. von diesen Ueberschüssen den Betrag von 12,774.000 Thalem zur extraordinären Schuldentilgung zu verwenden. Wenn das Haus geneh. migt. baß die Anleihen, die wir schon früher bezeichnet haben, getilgt werden, würden wir darauf rechnen dürfen, den Etat um die Summe von Einer Million jähr-lich entlastet zu haben, und eS würden dadurch sammt, liche 4V,Percentig? Restanleihen (niederschlestsch-märtische. hamm-soester, nassauer) getilgt werden, so daß nur die consolidierte Schuld übrig bliebe. Es würde der künig. lichen Staatsregierung sehr erwünscht sein, wenn dieser Gesetzentwurf mit Beschleunigung berathen werden möchte, ebenso wie sie die Hoffnung hegt, daß die Feststellung deS EtatS, in dem die Ermächtigung zur Tilgung der sieben Millionen Thaler enthalten, nunmehr sobald wie irgend möglich erfolgen werde. ES liegt im Interesse des Landes, daß sich nicht solche große Summen in der Staatskasse anhäufen, anstatt sie dem Verkehre zurück» zugeben. UebrigenS habe ich von den Crediten, die der Staatsregierung zu Gebote stehen, noch keinen Thaler verbraucht. Ich werde darüber auch erst Entschließungen fassen können, wenn der Reichstag sich mit dem Kaiser und den verbündeten Regierungen verständigt haben wiid, wie über die Contributionsqelder verfügt werden soll. Bekanntlich ist die weitere Verfügung über diese Gelder dem Reichstage vorbehalten, und wir werden abwarten müssen, wie derselbe beschließen wird. Indessen liegt die Sache doch so, daß uur zwei Wege eingeschlagen werden können. Entweder werden die Gelder für den Invalidenfonds fundiert oder aber es findet eine Vertheilung der Fonds unter die Particularstaaten statt. Im letzteren Falle würden wir in der Lage sein. mit einer Schul« dentilgung noch weiter vorzugehen. Ich beehre mich nunmehr, dem hohen Hause den Gesetzentwurf und die Mo' tive zu überreichen." PolitischVÜebersicht. «aibach, 26. Februar. „Pesti Naplo" bemerkt zu dem Beschlusse der Polen, den ReichSrath zu verlassen : „Die Polen dürfen niemals vergessen, daß sie leinen Platz unter den Czechen und Slovenen, unter den Feudalen und Föderalisten haben. Die sicherste Zuflucht für ihre Fleihcit und ihre 'staatliche Individualität ist derzeit jenes Oesterreich, mit welchem Ungarn verbündet ist. Die Abwesenden haben niemals recht, und die Polen werden ihr eigenes Interesse nicht fördern, wenn sie es ermöglichen, daß man über sie zur Tagesordnung übergehe." Der l. ungarische UnterrichlSminlster Trefort sprach sich im ungarischen Abgeordnetenhause für die Berufung ausländischer Lehrkräfte an die unga« rischen Universitäten aus. Die Rede des Unterrichts« Ministers wird von den meisten ungarischen Blättern sehr günstig beurtheilt. „Pesti Naftlo" constatiert die beachtenswerthen Erfolge des Unterrichtsministers in so kurzer Zeit. Seit seiner Leitung mildern sich die confes-sionellen Reibungen und nehmen die Zustände des össenl« lichen Unterrichtes einen erfreulichen Aufschwung. — Die „Reform" schreibt: „Die Rede war leine Programm« rede, sie berührte nur die Bedingungen des kulturellen Fortschrittes. Der Minister brachte aber alles mit solcher Aufrichtigkeit und Klarheit vor, daß ein Zweifel über feine Absichten gar nicht bestehen kann." — „Magyar Politila" ist vollkommen befriedigt, daß er sich über daS Verhältnis zwischen Staat und Kirche nicht geäußert habe. — „Ellenür" hebt gleichfalls den liberalen Stand» punlt der Rede anerkennend hervor. — »Hon" findet die Rede ganz correct, doch seien nur einige Ideen er« wähnenswerth Staunenswttth sei es, daß den Kultus« _____ angelegenheiten absichtlich aus dem Wege geM" ^ Der ..Pester Lloyd" schreibt: „Trefort hat !"" reits vollständig auf seinem Gebiete o»ienliert; M^' lräfle und Lehrmittel können uns vorwärts bringe«. Der „Ungarische Lloyd" schreibt: Die Prog""' z,j des Unterrlchtsministers machte e« jedermann llar,^ Herr o. Trefort der Mann der Besonnenheit, dee lernen Verstandes. der Offenheit und deS M^, Sinnes ist." — Das Budget des Handels steriums wurden erledigt. — Das l. und l. s ^, same Ministerium des Aeußern hat dem l. unAH Ministerium ein Exemplar dcs am 3l. Juli 18"'"e^ Die rumänische R e a i e r u n N V Kammer eiren Gesetzentwutf betreffs Ausstellers scher Agenten in Rom und Washington zuni H Gefestigung politischer und vollswirthschafll»<" hungen mit Italien und Nordamerika vor. ., Eine Proclamation des Präsidenten O^° j ruft den Senat der Vereinigten S t a a ^ den 4. März ein. — Die Subskriptionen a"l ^/ banische Anlehen habcn fast ganz aM^l In der Stadt Arecioo auf Poltorico ",^ >' Aufstand gegen Spanien aus. — Eine ^!"^ Präsidenten an den Congreß verlangt dringt,^ nähme eines Gesetzes über die Fischere > t ^, nada. um Differenzen mit England zuvec^> Wiener Weltausstellung 1s^' Organisation der Jury. (Schlnß.) ,/ 11. Organisation und Wir5"NS ^ derGruppen.Iurys. Jede GruPPtN',^'/, aus den sämmtlichen Mitgliedern der Sect'^N treffenden Gruppe. Der Präsident und die ^ M Präsidenten jeder Gruppen«Jury werden- vo^sel^, lichen Hoheit dem Herrn Präsidenten del,^/^ AuSstellungscommission berufen. Die ^^l>>! werden von den Mitgliedern der Gruppe"'^ ? ihrer Mitte gewählt. Die Gruppen^ F.. scheidet über die Vertheiluna der Arbeiten °V'> Sir Archy lachte bei den letzten "^ V° worauf ein kurzes Schweigen folgte, b"Ml:,. l^ brach, indem er in verändertem Tone f^'zch ^ »Rosamunde, daS Schlimmste habt ^ nicht erzählt." ^"l>3 ,sse"' leicht, daß wir das Schloß bald verlast^ Der Baronet nickte stumm. /, .Wie bald. Papa?" . «M ^/ Ein Fieber schien plötzlich S»r "^cfel l, schauern. Er blickte nicht auf, als er «w ^ Merle: -„ o>e>" , ..Er gibt uns eine Woche Ze"' " /" das Schloß verlassen müssen, RosaM^' H.K ^ „Eine Woche!" wiederholte das ^ ^//,j „DaS ist alles. Er wird un^^lM ' außer unseren Kleidern irgend etwas ^ V nicht ein Buch. nicht ein Bild, "«/ unserm prachtvollen ererbten Mobilar. 345 Ratb der Präsidenten entscheidet über prinzipielle Fra» am welche von den Gruppen - Juries nestellt werden, bescüließt über die Änträae auf Zuerlennuna. des Ehi-en-diploms und nimmt die Schlußberichte der Gruppen. 'VlrieS zur Vorlage an Se. kaiserliche Hoheit den Herrn Präsidenten der kaiserlichen Ausstellungscommission ent' neaen. 13. Verhandlungen der Iury. Der Prä« sident oder in dessen Verhinderung der Stellvertreter beruft tm Mitglieder zu den Versammlungen, leitet die Verhandlungen, überwacht die Eintragung der Anträge und Veschlüsje sowie der Motivierung derselben in daS Sihungsprotokoll durch den Berichterstatter. Das Pro-totoll wird nach erfolgtcr Verification dem General-Director vorgelegt. 14. Beschlüsse der Jury. Zur Beschluß-fiiljigleit jeder Sections, und Gruppen-Jury sowie des Rathes dec Präsidenten muß außer dem Vorsitzenden wenigstens die Hälfte der sämmtlichen Mitglieder an' wesend sein. Die Beschlüsse der Jury werden mit ab< soluter Majorität gefaßt; im Falle der Stimmenglelch. heit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag, 15. Ausschließung der Iu ry.M italic» del' undExperten vonderPreisvewerbung. Aussteller, welch? als Iury-Mttglieder fungieren, verzichten völlig auf die Preisbewerbung, Erperte jedoch nur für die betreffende Section. Diese Verzichtleistung darf an den Ausstellungsobjccten ersichtlich gemacht werden. Diese Bestimmung gilt auch für die Theilnehmer und Leiter der ausstellenden Firmen. 16. Freiwillige Verzichtleistung der Aussteller aus die P re isbewerbu na. Es steht jedem Aussteller frei, seine Exposition der Beur« theilung der Jury zu entziehen; cs muß jedoch diesci Wunsch des Ausstellers auf dem Fragebogen mit den Worten „außer Prcislmverbung" ausdrücklich erklärt werden. Unterbleibt die Erklärung, ob ein Aussteller lieuttheilt sein will oder nicht, so wird der erste Fall angenommen und seine Exposition beurtheilt. Die Aussteller haben hinsichtlich solcher Objecte, welche in mehrere Gruppen oder Scctioncn eingereiht werden tonnen, auf den Fragebogen die Gruppe und Section zu bezeichnen, in welche sie ihre Objecte für die Beurtheilung eingereiht zu sehen wünschen. 17. Beurtheilung der Collectiv»Ausstellung e n. Collectivausstellungen werden in der Rege! als ein Ganzes beurtheilt, und haben hiefür die früheren Bestimmungen volle Geltung. Wenn jedoch einzeln« Theilnehmer an einer solchen Ausstellung einzeln beurtheilt sein wollen, so haben sie die für die Iuty erfor< derlichen Daten auch einzeln abzugeben. 18. Vorarbeiten für die Verhandlungen der Jury. Jedem Aussteller wird durch seine Aus< stellungscommission ein Fragedogen zugestellt werden, um ihm Gelegenheit zu bieten, die Imy bezüglich seiner Exposition eingehend zu informieren. Es liegt im Interesse der Aussteller selbst, daß sie diese Fragebogen so vollständig als möglich beantworten und rechtzeitig einsenden, weil sie sonst Gefahr laufen, daß ihre Ausstellungs' obieclc wegen mangelhafter Information von der Jury Nlcht entsprechend gewürdigt werden könnten. Die Aus-stellungscommissionen werden ersucht, die ausgefüllten magebogen dem Generaloirector spätestens bis 1 Mai vorzulegen. 19. Termin für die Arbeiten der Jury. ^le internationale Imy tritt am 10. Juni 1873 zu« sammen. Ihre Arbeiten müssen Ende Juli geschlossen sein. ^.Veröffentlichung der zuerkannten Auszeichnungen. Die den Ausstellern zuerkannten «uSzeichnungen werden am 18. August 1873 in fcler., licher Versammlung bclannl gegeben und nach diesem, Tage an den ausgestellten Objecten ersichtlich gemacht. 21. Verschiedenheit der Auszeichnungen. Von der Jury werden fönende Auszeichnungen zurr. nlllnnt: l. das Ehrendiplom der Weltausstellung 1873 in W'en; 2. die FortschrittSmedaillc; 3. die Verdienst« mcdalllc; 4. die Kunstmedaille; 5. die Medaille für guten Geschmack; 6. die Medaille für Mitarbeiter; 7. das Anctlennungsoiplom. Em Aussteller kann für Leistungen m Elnem Industriezweige nur Eine Auszeichnung derselben Kategorie erhalten. 22 Bestimmungen für die Zuerlen. nung der Auszeichnungen. Als Grundsätze haben w Zuer cnnuna der «usze.chnungen zu gelten: 1. DaS Chrend.plom der Weltausstellung 1873 in Wien hat als eme bcsondere AuSzeicht.ung zu gelten für hcivor« ragende Verdienste um die Wissenschaft, ihre Anwendun-?/"/ u'" d'e Voltsbildung, die Förderung des geistigen, l 'chen "Nd materiellen Wohles der Menschen Diese ^ 7 m".""a kann nur von dem Rathe der Präsidenten uver Antrag emer GruppeN'Iury zuerkannt werden. !u^ "°r l.chnttslnedM? ist fur Aussteller in den Grupften 1 b.s 23 und in der Gruppe 2tt bestimmt, N' scgenuber den Leistungen bei früheren WellauS-n Ki -^'"^lte Forlschritte durch neue Erfindun. ,5 n.^l N. "U" Matcrialicn und Einrichtungen rn ,V^ ^ Die Verdienstmedaille kann AuSstel. m A. ." """er, welche ihre Ansprüche durch Güte E üssm.. ""^ der «rbeil, Umfang der Production. Ä Wert! tes °el^ n^?""' ""d Preiswürdigteit des Produc» 4. Die Kunstmedaille bleibt hervor- 5 D Md ' '""^" der Gn.PPe 25 vorbehalte... bestimmt m^ /"/ ä"len Geschmack ist sür Aussteller ^r'Att ^^/3' Industrie-Erzeugnisse in hervor. ür d e Äe..^ s ^""'' l"i wclchcn Form und Farbe n n ", erster Linie maßgebend erschei- Persön ickkeit , ?^ll' für Mitarbeiter ist für jene le als ^ ! .l?'""l. welche von Seite der Ausstel. ellnire ^ s"7"' Werlsührer. Musterzeichner. Mo. ich n An les"« "5 H'lf«°rbciter wegen ihres wesent-"" dm Vorzügen der Production oder a^ber Ausd hnung des Absatzes namhaft gemacht wcr-luer,<,nnl 1« ^ AnertennungS.Diplom lann Ausstellern ""che «erdienstliche Leistungen nach. schritt °^''^ m dem Grade, daß ihnen die Fortkönnte.' Neldltnstmcdaille zugesprochen werden soraun5^"^°l-Bureau der Jury. Zur Ge. N «. ". °"l die Constitnierung, Arbeiten und Ver-sowie ^'^! ^"^1 bezüglichen Agenden und Geschäfte, ^ m r Evldenzhaltung derselben bilden die Delegierten ° v ^eneraldlreclors (siehe ß 7) cin Bureau, welches nue sur die Jury eingehenden Documente sammeln und oerselben vorlegen, die Einladungen der Iurymitglieder zu den Versammlungen besorgen, die auswärtigen Eom« Missionen und die Aussteller von der jeweilig bevorstehen, den Besichtigung ihrer Objecte durch die Jury benach. richtigen, die Protokolle der Iuryoersamrnlungcn sowie das gesummte Schriflwcscn in Evidenz halten, die Erlheilung der verlangten Aufschlüsse und Auskünfte so wie die Veistellung der gewünschten HilfSvorrichtungen für die Aufnahme und Beurtheilungen veranlassen soll. ItWsueuigkeiten. — (Das Testament weiland IhrerMa. lesta't der Kaiserin Carolina Augusta) ent. i" t ne"r M lem Herz ist hättcr °la ^ > ^"""« jit-rlchtlich ^°He nicht friedlich ^ ^^'"' Wenn wir L»?»«,,'""^ ^' !'r°ck!e die Hand »«, . «'K« l««,« '"''w"nd«VmN »77°" «°!""""d.,« 1°».. slhln h»,!l, .Ich ,»»„ llinei, Sinn !>mr d.e Fleiheil nchmen. nach Tische auf dem Schloß (.»zusprechen um Ihnen cincn Plan mitzutheilen, wclchcr, wie .ch zu hoffen wage. Ihren Beifall finden Achtungsvoll Ihr Rosamnnde zerknitterte das Papier'"und hielt eS " " d«« 3euer. während sie gedankenvoll zusah, s vollMldlg verbrannt war. dann sagte sie V^'^°/ ^"^. ^"" "°^ "sich ausgedacht haben. Vil'^ wor^«^HK^ schw.eg, bis plötzlich die Thür «eö'ffnet wurde und ein D ener mel ete, aß Mr. Hadd in der Bibliothek sei und den Varonct zu sprechen wiinsche Arm ?-! ^!^, 7^"a«b seiner Tochter den (Fortsetzung f„lgt.) hält die Ernennung Sr. lais. Hoheit des Herrn Erzherzogs > Carl Ludwig zum Universalerben, hiernach die folgenden > Verfügungen zugunsten öffentlicher Anstalttn und frommer ß Stiftungen: Den barmherzigen Schwestern m Wien, deren Schuhfrau die hohe Verblichene gewesen, 30.000 ft. — den Schulschwestern in Wien 40,000 fl. — der Urbeits« scbule in Wien 1000 fl. — den Kinderbewahranstalten zu Wien und Umgebung zusammen 17.000 fl. — der Kin» derbewahranstalt in Baden 1000 fl. — der wiener Gesell» schaft adeliger Frauen zur Beförderung deS Gulen und NUtz» lichen 0000 fl. — dem Verein sUr NrbeitSfchulen 1000 ft. — den Arbeitsschulen der wiener Wohlthäligleilsvereine 1000 ft. — zur Unterstützung einer alten und kränklichen Erzieherin die Zinsen eines Kapitals von 4000 ft. — den salesianer Frauen in Wien 25.000 fi. und denen m Thurn« felo 3000 st. — den Schulschwrftcrn in Reindorf 1000 ft. — den Schwestern der armen Kindheit Jesu 1000 ft. — den Schwestern vom heil. FranciScus 1000 fl. — den Schwestern von guten Hirten 1000 st. — dem ersten wiener Gesellenverein 10.000 fl. — und den Elisabeihinerin-nen in Wien 1000 ft. Diese Legate betragen zusammen die Summe von 299.000 Gulden. — (Se. l. Hoheit der Herr Feldmarschall Erzherzog Albrecht) hat am 21. d. in Graz Se. E^c. den Herrn Commandierenden General FMK. Frh. v. John empfangen; zum Diner dei Sl. lais. Hoheit hallen die Ehre beigezogen zu werden: Se. lönigl. Hohcil General» majcr Prinz Würtemderg. Se. Exc. der Herr Comman« dierende MtV. Freih. v. John, die l. l. Generale der Garnison, der Herr Brigadier Oberst von Tegetthof. im gan» zen 12 Personen. Mit dem vorgestrigen Fruhzuge lehrte Se. lais. Hoheit wieder nach Wien zurUck. (Für daS Tegetlhoff. Denkmal) wurden infolge des im Nplil 1872 velöfsentlichten ConcurSpiogramms 22 Enlwurfe eingesendet. Der erste Preis wurde dem Bild« Hauer Ferdinand Schlöth in Rom, der zweite Preis dem Bildhauer Leopold Rau in Berlin und der drille Preis dem Bildhauer Martin Paul Otto in Berlin zuerlannt. — (Converlierung der Staatsschuld.) Von den auf Grund deS Gesetzes vom 20. Juni. 1868 zu converlierenden Effecten der allgemeinen Staatsschuld wurden, auf Schuldtilel der einheitlichen Cchuld umge» rechnet, im Monate Jänner 1873 convertiert und als solche verbucht: 505,327 si. 50 kr. in Noten und 154.565 fl. in Silber verzinslich, zusammen 659.892 si. 50 lr. ö. W. Im "'ganzen wurden bis 31. Jänner 1873 convertiert 1,025.056,357 ft. 84 lr. in Noten und 969.774.853 ft. 24'/x lr. in Silber verzinslich, zusammen 1.994,831.211 ft. 8'/, lr. ö. W. Zu convertieren sind noch 32.062.822 ft. 67'/, lr. in Nolen und 5,711.942 fl. 38'/, lr. in Silber verzinslich, zusammen 37,774,765 st. 6 kr. ö. W. — (Zum Wagn er. Fest spiel inBayreuth.) Der Präsident des VerwallungSralhes deS Nichard Wagner. Vereins in Bayreuth, Banquier Feustl, kam nach Wien, um mit den Vertretern dcS Wagner.BcremS die Schluß« Verabredungen im Interesse des Festspiels in Bayrcuch zu pflegen. Herr Feustl bewnle, daß das Unternehme» voll« ständig gesichert ist. Nicharo Wagner Hal 25.000 ft. als Ertrag seiner lehlen Concerte nach Bayreuth gebracht. Locales. — (Fräulein I. Ielouschel Edle von Fichtenau), unsere Landsmännin, hat sich als Sängerin in Italien einen so glanzvollen Namen errungen, daß sie am 17. d. M. für daS Cooentgalben.Theciler in London als „prima doima 3,88owt..l" engagiert wurde. Dem Vernehmen nach wird sie nor ihrer Abreise nach London in unseren Mauern Mitte März concerlieren. — (Herr R. Dolenec) wohnt als Delegierter der lrainischen LandwirlhschaftS.Gesellschast den Berathungen über die Leinlullur in Wien bei, — (Für das Pre iirn album) sind bisher dem slovenischeu Schrifstcllervereine 8 größere lilerarifche Nrbei. ten zugekommen. — (StaatSprei se fur Käse r e i.Geno s» sensch asten.) Um die Gründung von Käsercigenossen« schuften, welche die gemeinsame Verarbeitung und Ber-werlhung der Milch zum Zwecke haben, in den Alpen, ländcrn Oesterreichs zu befördern, werden vom Ackerbau. Ministerium folgende Preise (vierte Pleisausschrcivunq) auS» geschrieben: a) Zwei Preise von je 6lx> ft, ü. W. und je einer goldenen Medaille fur Käscreigenofsenschasten, welche täglich mindestens 400 wiener Maß Milch zu fettem Käse verarbeiten und gemeinschaftlich verwerlhen; K) drei Preise von 300 ft. ö. W. und je einer silbernen Medaille für Kasereigcnossenschllflen, welche entweder nur Halbfelle und magere Sußmilchlä'fe bereiten oder unter 400 Maß Milch im Tage verarbeiten und das beste und zugleich meiste Pro» duct liesern und dasselbe gemeinschaftlich verwerthen. Um diese Preise lu'nnen sich sowohl die in de» öfieireichischen Nlpcnländern schon bestehenden als auch solche Käserei» genofsenschaften bewerben, welche fpäieslenS im Sommer 1873 ihre Thätigkeit begonnen haben. Die Gesuche sind bis längstens 15. November 1873 im Wege der belrefsenoen Stallhallerel, Landesregierung oder Landwinhschafts O. Ma'rz R R Uhr vormittags, und zwar in den Locali« täten deS k. k. Finanz Vlechnungsdepartements (früheres Polizeidirections'Gebäude) anzuberaumen, und er gibt sich — indem er hinzu alle seine Mitglieder iu colle« gialer Weise einladet — der sichern Erwartung hin, dieselben recht zahlreich erscheinen zu sehen. Die Tagesordnung der Generalversammlung ist folgende: 1. Verification des Protokolls der letzten Generalversammlung: 2. Verlesung des Rechenschaftsberichtes des Localaus« schusses pro 1872; 3. Neuwahl der statutenmäßig austretenden vier Mit» glieder und eines Ersatzmannes in den Localausschuß; 4. Besprechung über eine allfällige Betheiligung des hiesigen Localausschusses an dem Bauactien-Unternehmen des I. allgemeinen NeamtereineS; 5. Anträge einzelner Mitglieder. Unmittelbar vorher, und zwar um 10 Uhr vormittags wird in demselben Locale die Jahresversammlung der Theilhaber deS hiesigen VorschußEonsor, tiums abgehalten werden und folgende Tagesordnung zum Gegenstand haben: 1. Vorlage des Rechnungsabschlusses; 2. Bericht der Revisoren: 3. Wahl dreier Ausschuhmitglieder; 4. Wahl dreier Revisoren; 5. Wahl des Kassiers; 6. Festsetzung des Zinsfußes pro 1873; 7. Mfällige Anträge. Hievon wollen insbesondere noch die Eonsortial-Thell-Haber gütigst Kenntnis nehmen. Laibach, am 14. Februar 1873. Der Obmann deS Consortiums Der Obmann des Localau«lchui!" Finanzrath Bauer. Hofrath Fürst L. M etter«»«- Neueste Post. Wien, 26. Februar. Im VerfasfungSauSMb fortgesetzte Gerathung des Wahlordnungsanhangs. ^ Gestimmunytn desselben bezüglich Oberösterreichs, A° matiens und Mährens sind erledigt. Riictsichtlich D" maticns wurde nach längerer Debatte und nachdem Glslr seinen von Danilo, Ljubissa und dem Minister des Inn"" bekämpften Antrag. auS den dalmatinischen Hände" tammern eigene ReichsrathSwahlgluppen zu bilden, zul" gezogen hatte, der Antrag Coroninis angenommen, ^ nach in der Gruppe der Hüchstbesteuerten für 2«'" Risano. Budua, Eastclnuovo ein eigener Wahlort (>»« taro) festgesetzt wlrb. In der Nbendsitzung wurde u" dit Eintheilung der galizischen Wahlbezirke berathen. ^ Veschluß wurde nicht gesaßt. Telegraphischer Wechselcurs oom 26, Februar. ,Ml Papier-Rente 70 85. — Silber-Rente 7505. ^, N Staat« - Nnlehen 105. - Vanl. Actien 990. — lreditH' 339 50. — London 109 05. — Silber 108 35. - K- l i"" Ducaten. - Napoleonsd'or 8 70'/,. _^ Mndel und MkswiMchastM «aibach, 26. Februar. Die DurchschnitlS-Preist ^ auf dem heutigen Marlte, wie folgt: _^^«i^ Vllt.. »t»,.. M^ "', fl. k. fl. ir. ^Ü'-<. Weizen pr. Mehen 6 20' 7 30 Vutter pr. Pfund ^ ^j^ Korn „ 3 90 4 27 Eier pr. Stllll "3.^ Gerste „ S— 3 37 Mllch pr. Maß ^i?^ Hafer « 1 80 2 9 Rindfleisch vr, Pfd, ^ ^^ Halbfrucht .. -------5 10 Kalbfleisch „ '"s^' , Heide» „ 3 10 3 40 Schweinefleisch „ ^ A ^ Hirse .. 3- 3 12 Schöpsenfleisch „-'», Kuluruh ,. 3 40 8 7b HUHnbel pr. Stllcl - A ^ Erbäpfel ,. 190------- Tauben „ ^ !^ -" Linsen ,. 5 50------- Heu pr. Zentner 1^^ Erbse» „ 5 60— Stroh „ ^"" «<0 Fisole» „ 490------- Holz. hart.,pr.Klft. .--" j«0 RindSschmlllz Pjt», — 54------^ weiches, 22" ^^,^ Schweineschmalz „ — 40------- Min, roth., Eimer ^, Speck, frisch, „ - 30------- — weißer „ - ^' — ncräuchert „ — 42 — — Angekommene Fremde. Am 25. Februar. ^,,^ «lote! «>«s»n«. Dr. Olivo, Heide»schaft. ^ "^ Lack. -- Dr, K^pat, Ngram. — Kanitz, Kfm., Wien ^ heim, Kfm., Wieu. B^ »lot«» »<»««« NV««n. Naglil. Lack, — Hock, Kf^ - Pfa,il?r, Kfm., Wicu. — Gollob, Kfm., Oberlaib^ Theater. <«!>' Heute: Zum Vortheile dc« Opernsänger« Iohau« ^„l"' Uinda von t5hamounix. Oper in 3 Abtheilu"^" ^ tano Donizetti. ^^»^ 3Neteorologisch^Ne^üchtullgen in^i^i H 8 HZä 8 " « 3 B -s .^^ ^!___^____________^^^» 6U Mg. 742.z» -l-0.. NW. schwach trübe ^ 26. 2« N. 735,7 f 2.. NO. chwach «ilb« " 10 «Ab.i 721.«. ^0.4 NO. schwach i»""' ^, Morgens Schneegraupen, tagllber tril^e, abwech!' ^ >< Da« Tagesmittel der Wärme »- 10', um 01' «"" ^ male^___ ^^^l^ > ^BerantwörMcher «edäcleur: Illna^ K^sel^^f,' HH^vso^ovi^i' Wi«n, 25. Februar. Die Vürse war ziemlich malt; sowohl Speculationswerthe als auch Anlagepllpiere erlitten Curseinlmben; gleichwohl suchte man mil "^ ,. "Vß/lfkvkt^U,)^« auswandt einer durchgreifenden Verftauung entgegenzutreten. Valuten steifer. ^^ ^U. VUgemeine Vtaatsschnld fur 100 fl. Geld Ware VinbMiche Staatsschuld zu 5 Pb«»sterr«ich . . ^ b ^ 90. - 91__ SitbenbUranl . ,. 5 » 77.25 78.— Slnermall ... ^ 5 , 90- 91.— Ungarn .... ^ 5 ^ 81.— 81.50 D. «ndere öffentliche Vnlehen. Geld Ware Vonau«quli«n«8«-Lolezu5p- «eiser Strecke).....—.— —.— ßtrdinands-Ilordbahn. . . 2277.. 2278 — Fünftirch»«Varcser,V«hn 188. 188 50 Gelb Ware Fianz-Ioseph-Vahn .... 222.50 223.50 Lemb.-Ezern.-Iassy-Vahn . . 15250 153.— Lloyd, üsterr.......587.— 590.— Oesterr. Nordweftbah» . . . 2l8.- 218.50 Rudolfs-Vahn......,71... 171 .A) Siebenbllreer-Vahn ... 175.— 176.— Slaatsbahn.......330 50 831.50 Slldbahn........190,50 19!.— Südnorbd. Verbindungsbahn . 176— 177.— Theiß-Vahn.......243.- 244.— Ungarische Nordostbahn . . . 155,50 156.-Ungarische Ostbahn .... 129.— 129.50 Tramway.......379. - 380.— «>. Pfandbriefe (für 100 fl.) Geld Ware Nllgem. Vfterr. Vodencreditanstalt verlosbar zu 5'/. in Silber . 100.- 10050 dto. in 33 I. rückz. zu 5'/. in «. W. 88.— 88.50 Natioiialbanl zu 5'/. ü. N. . . 90.50 90.75 Ung.Vodencredilanftaltzu5'/,"/, 86.50 86.75 «. Prioritätsobligationen. Geld Ware Elis.-Westb. in S. verz. (l. Em.) 92.50 93.-Ferd.-Norbbahn in Silber verz. 102.- 102.50 ßrz.-Ios.-Vabn ^ „ . i Slldb..E. i^ 200 ft. zu 5<7. f"^ Zb.^ Slldb.-Von« 6°/,'(1870-74) ^.^ ^' i^ 500 Fr. pr. Stück . > ' 78,^ . Ung. Ostbahn fur 100 ft. - /^M, B' «. Privatlose (p" ^ Kel» , «^ «reditanNalt für Handel u. sew- ^.^ ^ zu 100 ft. ti. W. . . ' Ib-^ . Augsburg, für 100 fl.sudd.O^ 92^' ^.' Yranlf. a. M.. fur 10U fl. sUdd-A ß4,^ ,^ Hamburg. fl»r 1W Marl«««" ^F ^ London, für 10Pfu.ch Slerl'"« 4^ Pari«, für 100 Franc« ' ,^r"l>^ « "-«urs derH-^ ^.^ ^ «. Mttnzducatm . bfi- 'H , ^^ ^ Napoleonsd'or - - 6 ^ ^, ^ b" Preuß. Kassenscheine 1 " U ^ l^ ^, Gilber . . 108-^ ^lls^ ! «rainlsche Ornndenllaft""^, S^ Privatnotiernng: 8b.7b "