Gebruckt mit Edlen von Kleinmayer'schen Schriften. Freytag den Z. Februar ' 8 l Z. Oesieneichische Staaten. W l c n, «^m den Waffenbrüdern der zwey Hieher in Besatzung gekommenen Italienischen Grena« dier «Bataillons, einen Beweis von Zuneigung und Achtung zu geben, bat das biesige Off'» zierkorps, den Offiziers von besagten Batail» lonen am 24 y. M. in den beyden k. k Ne« douttnsälen ein feierliches und freundschaftliches Mabl gcqcben, wozu der F. M.Herzog vo>5 Würtembcrg, die 3 itasj^,, scheu Generäle, die Depiltirttn der Italiänis^en Provinzen, lo we der bevollmächtigte Münster pvn Par« ma / geladen waren. Im gan;en war an " tafeln für 260 Personen gedeckt. Auch die gemeine Mannschaft dieser 2 Grenadier «Ba» taillons wurde Tags darauf von dem nemlichen Offizierskorps reichlich bewirthet. (W- Z.) Vom 26. Iäner. Gestern war bey Hose, zur Feyer des Gc, vurtsfesies Ihrer Maj, der Kaiserinn von Nuß. land, große Mittagstafel, an welcher sammt« liche bier anwesende Oouveraine, Erzberzoqe und Fürsten in Galla Ttietl nahmen. Abends war Konzert im Zeremonien.Saale, wobey «uch der sämmtliche appartementmWge Adel erschien. (A5. Z.) Der General Kutschern hat das erledigte Regiment Fröhlich, Fürst Wied.Runkel das Regiment Davidovich, Graf Nugent das Re. giment de Ligne, Fürst Paar ein italienisches Regiment, Graf Nostitz das italienische Ka. valleriercgiment/ Graf Klebelsberg d«s neu errickttte Regiement Kaiser Uhlanen, General Mohr das Regiment Savoyen Dragoner er» halten. Auch sollen die Generale Prohäska und Wimpfen ebenfalls Regimentsinhaber ge, worden seyn. sV. v. T.) Die Schweitzer Angelegenheiten sollen nun beendigt seyn; die bisherigen Kantone bleiben; und dem Kanton Bern wird, wie man versi. chert, das Bisthum Basel:ugewiesen.(B.v.T.) K l a g e n f u r t. Die Lage unserer Stadt in der Nähe des grossen Werther-Sees, und der sumpfigen Gegend zwischen diesem, der Gtadt und Vik» tring, bringt, zumahl i«i Spätherbste und Winter Ansang , häufige Nebel mit sich, wel-cke sich Vormittags gewöhnlich b s gegen ^l Ut>r balten, und Abends schon oft um 5 Uhr wieder einstellen. Viele Tage hindurch bleibt die Stadt mit ihren Vorstädten ailch wohl ganz vom Nebel bedeckt, während die anstei, gerben Gegenden rings herum der schönsten Herbst» und Winter «Sonne geniessen, weil die Höhe der Nebelschichte, oder besser zu sagen, die Tiefe des über die Stadt ergossenen Nebel, sees meistens nicht weiter, als etwann 10 bis 2a Klafter über die Häuser hinauf reicht. Diese Nebel, deren Einfluß auf die Gesundheit nicht fühlbar wird, sind eine gewöhnliche Er. scheinung; aber etwas ganz Ungewöhnliches und Ausserordentliches war der N dcl, wel. cher sich am »7- Dez. v. I einstellte. Die Mittagsstunden dieses Tages waren heuer, die Temperatur auf 2 Grad Rcaumür cber u, der Barometter stand auf der höchsten in die. sein Jahre beobachteten Höhe, nemlich auf 27 Zoll, ^ und 4 Linien Pariser, oder 27 Zoll, 1^ und 4 Linien Wiener Maß. Schsn um 2 Uhr Nachmittags kehrte der Nebel zurück, und um 6 Uhr Abends, da das Thermometer « zeigte, hatte er sich zu emer Dichtheit an> geschicktet, von der man sich nickt wühl, obne sie gesehen zu haben, einen Begriff machen kann, Obschon die Stadt, wie gewöhnlich beleuchtet war, so war es d^ch oon 6 b.s 8 Uhr unmöglich das Licht einer Laterne wahr, zunehmen, und Fußgänger so w?e Wägen ver. irrten sich in Gässen und auf Plätzen, ohne den Ort ihrer Bestimmung finden zu können. Doch ereignete sich kein Unglück, und diese Er» scheinung hatte keine weiteren Folgen. (W. Z.) Deutschland. Hamburg, den 8. Iäner. Nachdem die Schiffahrt auf der Elbe seit May im vorigen Jahre wieder hergestellt w>ir, sind bis verflossenen «». D?,;., weil von die. ser Zeit «n die Elbe wegen des Eises umfahr, bar ist, in allem 87Z großl Seeschiffe und »046 kleinere Fahrzeuge hier angekommen. Unter den ersten waren 2 von Brasilien, 2 von der Haoannah, l von Porto «Ricco » von St. Domingo, l von Blicks» 2yres, 4 von den Canarischen Inseln, ^4 aus dem Mittelländi, schen Meere, 27 von Spanien, >3 von Portu. gall, 57s von England, H8 von Frankreich, 1 von Neapel, 44 von Schweden und Norwegen, ^2 von Archangel, »03 aus der Ost» see :e. Abgegangen sind L50 große und 1124 kleine Schiffe. Die. größte Kätte, die wir bisher gehabt haben, betrug «m 4. >« Grad. Die Elbe gewährt jetzt ln unserer Nachbarschaft auf ihrer Eisdecke das Schauspiel eines lebhaften Ge. wimmels von Fußgänger»/ Wagen und Schlit, ten. (P. Z ) ' Cs ist i„ Hannover ein Zug auserlesen ^o,,er Pfe^e, Unqa',ischer Nacc, aus dem "elterre?chl,che„ angekommen. Ein Thcil ttl- selben fist für ten Prinz. Regenten, der andere furden kölngl.Hannöverschen Marstall bestimmt. , In MiM>:berg nuWn alle im verflossenen ^ahre in hmhalt zu thun. Man weiß nickt, welcher Uriacke man diese plötzliche Krankheit zuschreiben loll lc." Arezzo (im Florentinischen) vom2,. Dez. Wir sind den Finanz. >md Militärgesetzen, die unter der kaiserlichen Regierung so streng waren, nickt mehr untfrwolfen, und außerdem ist wenig m dem, was damals bestand, abaean. dert worden. Die nämlichen Personen beklci-den noch die nämlichen Stellen. Wer sollte glaube,,, daß, bey dem neuen Zustand von Ruye mio Behaglichkeit, unsere Sicherkeit dennoch bedroht seyn konnte? Da die vormalige Genödarmene aufgehoben, und die Oraani. satlon der neuen bewaffneten Macht noch nicht vollendet lst, so nimmt das Naubwese,, auf eine fürchterliche Vlrt uberhmid, und Banden von Z, 4 bls Fvo Mann durchstreifen verschiedene Ge- genden bes Großherzogthums. Diese Menschen, «uter denen sich viele Deserteurs und ehemalige Ronjcrlblrte befinden, haben keine politischen Zwecfe, w,e man zum Theil glauben machen wollte; sie gehen blos auf Raub aus. Die Reg.erung hat drey österreichische Bataillons requtt'.n, um, m Verbindung mit dcn Vür. hen, und es, wo mogl.ch, auszurotten, :c." l^^ Ne^ss!,.'.^!. ^. ^^'k luchts anders als Vol^^,^,^r die Erhaltung 'Ws daselbst d.c en^er'/^^w'rgttan^ anz^pf^n."" (t7^^" ^'"'" '^^ P_F/l'ls aus Nom versichern, es sey dem sen^'o..5^"^"'cl"'den Friedensfürsten, des. W A llcscrung Fernand Vli. «ls die eines ^b^c, und Verrachers forderte, den aber de Komg Karl VI. und die Königin, seiue ^wahl.n.n, Schutz nahmen, Gnade auszn. "wloza, Vechsvater d?s Kö-igs Ferdinand ^l,'-, emen sehr dl'in^nd?n Brief deswegen «etthrieben. Dcr FriedcnZfü.st hat von seiner ^emaylm eüier gebornen >nfantin von Opa. ^« ^,?" <"^''- ^kläe den Titel Prinzess-n im S^. ."/"'"' "-'"die Nl Nom, wo sie s br ^?n^^^"''^ spanischen Familie lebt, -> , _ F ra n k r e i ch. l,ereis erklirr w^ Buonoparte babe sich l ^ - a //'/^^' stelle eines Mitglieds « . ?"^-> , ^'"^'s ""Üuqeben , und sich Emköings. Vefchl entM, baß, da Sc. Vaj. Ibre sämmtlichen muerthanen aufmuntern wol. len, der ihnen so natürlichen, Neigung zu dem Militär.Dienste zu folgen, und zugleich soviel es von Ihnen abhängt, die Nckrutirung des Heeres, durch fteiwllllge Anwerbung zu sichern wünschen, der König emcm jeden, mit den erforderlichen Eigenschaften versehenen Mann, welcher sich verbindlich macht, bcy einem der Armee »Corps durch 6 Jahre zu dienen, eine Summe von 50 Franken als Handgeld bewil» ligt, worauf kein Abzug Statt finden soll. Die eine Hälfte dcr 50 Franken wird beyder Hlnese, die andern Hälfte bey der Ankunft bey dem Corps bezogen. Ausserdem werden ei« nem jeden, der sich frey^lllig anwerben läßt, 15 Zensimen als Reisekosten für jede Stunde Wcgcs, die selbiger von dem Hauptort? des Bezirks, wo er sich hat anwerben lassen, bis zudem Armce Corps, das er sich gewählt hat, zu machen kaben wird, vcrgület. (W. Z.) Paris vom 9. Iän Vor einigen Tagen hat unsre Regierung alle bewegliche und unbewegliche Güter, welche den Mitgliedern der Familie Bonaparte z»hören, mit Sequester belegen lassen. Von dieser Maaß« rcgel ist jedoch das Eigenthum des Prinzen Eugen und seiner Schwester, der Herzogin von St. Leu, ausgenommen. Diese Verfügung kat hier viel Aufsehen gemacht, indem dazu wichtige Grülldc d.e Veranlassunz gegeben haben müssen, welche aber bis jetzt nicht ins Publi« kum gekommen sind." (K. Z:) Fürst »on Taiicyranb ist uun in die Kapelle des Königs als Gra,id Aumonicr gewählt mit dem Beinamen; Erzbischot, Herzog von Nheims. (P. Z) Der vormalige K»nig von Schweden hat in einem Briefe an das Institut, mit welchem er demselben aus Basel eine Äcnkschrist übersandte, die Absicht gc -ußert, el esiens nach Paris zu kommen. Nach der pausaner Zeitung will er sich in Frankreich ganz niederlassen. 'Der König hatte der Herzogin von Wel« lington ein prächtiges Porcellainservice von Seyrcs zum Geschenk gemacht. (B. v,T.) Holland. Schreiben aus Amsterdam, vom Z. Iän. Am 22. Dezember sind 6 Holländische Fre. galten unter Commando des Schnt'by »Nacht Tullekcn mit eiüer NauffahrteiMne aus dcm Texel nach dem Mittelländischen Meere unter Segel gegangen. Gedachter Eontte-NdlNiral hat Ordre, die Algierisckel. Schiff? an^rei' sen, sails der Dcy die in Gefangenschaft befindlichen Holländischen Matrosen nicht ausliefern soll e. (P. Z) Großbritanien Die neulich aus dem Texet nach dem mit» tella>1 bischen Meere Abgesegelte holländische Es-kadre war durch ^turm gezwungen worden, .qwßenthcils in englischen Häfen Schutz zu su> chen. (P. Z.) Westindische Inseln. Das Journal des Debats liefert, nach der Aussage eines Schiffskapitans, der St. Do. mingo im September verlasse«, folgende Nach« richt über den Zustand dieser Insel: „Pethion und Christophe scheinen ungefähr gleiche Streitkräste zu haben; beyde zusammen etwa 4"/oao Mann, die wohl bewaffnet und seil 10 Jahren an den Krieg gewohnt sind. Christophe ist wilder und übt oft die Polizcy mit eigener Hand aus. Wenn er in seiner rotben Staats «Uniform und mit einem hohen rothen Fedeibusche durch die Strassen seiner Hauptstadt gebt, werden alle Laden verschlossen, und alles versteckt sich vor ihm. Pethion, der in Frankreich gut er;ogcn wurde, ist viel gebil« deter. Ole Fluß Arribonite trennt ihre Staa« ten. Eine der Hauptstädte ist das Cap, die andere Port»au < Prince. Außer 40,000 Sol, daten kann man auf Et. Domingo noch 2^0,000 schwarz? Arbeiter zählen, welche noch immer eine große Ehrfurcht für die Weißen hegen. Die Scladerey har fast «nr den Namen ge<5n, dert, und Sclaven si.ld nun eine Art Leibeigene f^wdae ^ä^ciip'i) geworden. Uebrigens sind diesen schwarzen Arbeiter ihre schwarzen Herren oder Müsatteii viel härter als die Weißen. Fast allenthalben ist ber Ertrag des Bodens folgendermaßen vertheilt: Ein Viertel für den Eigenthümer oder dessen Stellvertrcter; ein Viertel für Abgaben an den Staat; ein Viertel für den Unterhalt und die Nahrung der Arbeiter; ein Viertel für ihren Ge< halt." Das Schiff/ welches diese Nachrichten mitbrachte, hat seine Ladung Kaffee ungefäür zu dem Preise von i» bis 12 Sous (das Psund) an Ort und Stelle gekauft. Zucker wird fast gar nickt mehr auf St. Domingo gebaut/ weil dazu weit mebr Maschinen mehr Capital Industrie u. s. w. erforderlich ist (K, Z.) M i s z e l l e n. Man gibt die Zahl der preußischen Krieger vom weiblichcu Geschlecht, welche im letzten Kriege mitkämpften, auf mehr als 60 an. (G. Z.) Wechsel , Cours in Wien am 28. Iäner !8'F. ''^ Zol H,4 2Mvn konventionsmünze von hundert ^ ü 26 i M"nosemmcl . . . 1 —! 2 5H Kukliruz ... — — - — — — , ord. delto .... , »^ 4 2H Korn . ... 666-—— 1 Laib.Waihenbrod . 8152 Gersten ... — «------------------------- ' d'tlo Schorschizkulaig 8 l ,Z ^ HirS .... 4 '6----------------------- 1 delio delto ... 12 2 7 Z Halden . , . 6^0»»'—— — Haber .... 2ll8l 2ji2l 2 6« » Rindfieisch .... 7-----------—