^str. 100. Freitag, 2. Mai 189U. 109. Iahr^uss. Zeitung. --__> «/^.""!"al«°n5hst!l!: Mlt Postvf rl e »du !! g : ganzMr!« st, 15. hlllbjähllc, ft, ? 2», Im (lomplolr: V,"?,^^, ", halbjährig st, .'.-s><>. ,7>,r die ZuslsUmia in« Hau« nnüziähriss st, 1, - Insest«onS„cl>ür: ssiir Die »Laibachfv Zritüiiss» ssscheint tässüch mi< llulnahmr brr To»»- u»d ffrirrtagr Dir Vldininislrnüon bcsiüdl! sich Co»grs!«»'Iah il. dil Medactlon Bllhuhosna^r 84, Sprechstunde,! der Nrbnttwn lnnlich von lU bii lü Uhr «»rim««,«?, ^ Ul>sranlier!t Äriesr werbs» nicht aiMiwmmtn »»d Mn»u!criple »ich! zxlÄclgfltfllt, Umtlicher Theil. ^.^ Se. l. und l. Apostolische Majestät hab.'n mit uerhijchst unterzeichnetem Diplome dem Hauptmanne .''"Classe des Infanterie. Regiment« Ludwig Prinz ^A"disch-Graeh Nr. 90 Johann Zemlicka den in^'land mit dem Ehrenworte «Edler» und dem ^radicate «Pilsen stein, allerguädigst zu verleihen All A' k. und l. Apostolische Majestät haben mit "ktyijchster Entschließung vom 26. April d. I. den bell 'k ^'^^ "nd Charakter eines S^ctionsrathes lleweten Ministerial-Secretär im Illstizministcrium l-Mert Ritter Holzlnecht von Hort zum nousrathe und den Ministerial-Vicesecr.tär im Ee''^"lsterium Witold Hausner zum Ministerial. Nenn '" ^rsem Ministerium allergnädigst zu er- ""l geruht. Schön born m. ,1. ü> N Iustizminister hat den im Justizministerium No^wendung stehenden Beurksgcrichts-Adjuncten in serial?? ^^^ ^'"'^ ^^"^ Smecchia zum Mini-l^oncipisteu im Justizministerium ernannt. sold!,»» ^' ^' 2andespläsident in Kram hat den ab-plariz ' ^rchtshürer Johann Kresse zur Concepts. ^^M, politisch.administrativen Dienste zugelassen. Nichtamtlicher Weil. ^ Rede des Abg. ßullje "' n, bey Nudget.Lcbatk' des Abgeordnetenhauses am 1i). April 1890.) der A?si^^" böhmischen Ausgleich betrifft, bin ich Unchgl,!^'. dass er wünschenswert ist, aber dass es ^lniebs ?'>^' ^Hk sein Zustaudekumlnen und noch scheii,^' '"ne Dauerhaftigkeit denn doch fraglich er-auch,'^>>en. Ich will mich nicht in eiuc Kritik der Ulerili, "3 meinem Dafürhalten wenig geschickten Re-^llttcl^ ^' "le sie in Böhmen, insbesondere den 5ir ah?"' gegenüber, befolgt wird. einlass, u. Ich will ^tunap ?""ben, meine Stellung gegei'übrr den Aus-">K l>. . "^ verehrten Herrn Aba/ordnelcu aus Raud" !^^n«zkichn^ " Drr Herr Abgeordnete Dr. Gilsgr hat uns zu beweisen versncht, wie verdlrblich der böhmische Aus» gleich für die Interessen seines Volkes wäre. Er hat sich in einem großen Theile seiner Ausführungen mit dem Staatsrechte beschäftigt; es ist ihm diesbezüglich schon geantwortet worden, und ich möchte nur eine kurze Bemerkung mir erlauben. Es ist ein Wort Mirabeau's bekannt, welches er in der ^»semblse <:on8tituLnt6 äußerte, als man einmal Robespierre, dessen kommendes Ansehen in der Constituante noch niemand geahnt hat. geradezu verlachte, verhöhnte. Der berühmte Ma»n sprach folgendes Urlheil aus. das von seiner tiefen Menschenkeuntuis zeugt: «Der Mann glaubt, was er spricht.» Ich muss aufrichtig gestehen, ich habe der Rede des verehrten Herrn Abgeordneten Dr. Gregr aufmerksam zugehört; ich zähle zu den warmen Verehrern seines ungewöhnlichen oratorischen Ta» lentes; aber diese eine Ueberzeugung, dass er dasjenige, was er vom Staatsrechte gesagt hat. auch wirklich glaubt, habe ich nicht gewinnen können. Bei dieser Gelegenheit hat er aber ein Citat ange« wendet; dies kommt in vorbereiteten Reden sehr häufig vor; doch denke ich, dieses Citat war wohl nicht am Platze. Er citierte in Verbindung mit dem böhmischen Staatsrechte das Dichterwort.- «In kaltrn Herzen gefriert die Treue!» Ich möchte dieses Wort relevieren. und da werden Sie mir eine persönliche Reminiscenz verzeihen. Im nächsten Jahre wird es ein Vierteljahr, hundert, dass ich als blutjunger Soldat das erstemal den böhmischen Boden betrat. Ich habe Böhmen im Jahre 1866 mitten iu den Schrecken des Krieges und dann wieder unter der Preußischen Occupation gesehen. Die Erinnerung an jene Zeit steht mir ja noch lebhaft vor der Seele; das ist ja begreiflich. Aber, meine Herren, so ungezählte Beweise einer geradezu rühren« den Anhänglichkeit und Treue an Kaiser und Reich fand ich damals unter dem böhmischen Volke, dass ich dem Herrn Abgeordneten Dr. Grigr gegenüber mit voller Bestimmtheit die zuversichtliche Erwartung aus-spreche, dass im Herze» drs böhmischen Volkes die An-häi'glichkeit an Staat und Dynastie nirmals und unter keinen Umständen auf d>n Gefrierpunkt herabstuken wird. (Lebhafter Beifall rechts.) Der Herr Abgeordnete Dr. Gregr hat sich auch darüber geäußert — ich weiß nicht, war es mehr Dank oder war es mehr Vorwurf — dass man die Jung« czechen nicht zu deu Confcrenzen eingcladl'N habe. Ja. von vielen Seiten wird dil's als Fehler bftrachtct und merkwürdigerweise selbst die altczechischen Blätter sind in letzter Zeit dieser Ansicht gcwordm. Mir kommt vor. das wäre ganz aussichtslos gewrsen. Die jungczechische Partei ist vielzusehr eine Partei des Kampfes — die Unruhe ist ihr belebendes Element — als dass sie in den Friedensschluss einwilligen, als das« sie selbst die Bedingungen ihrer Existenz untergraben könnte. (Abgeordneter SaläZ l: Sehr richtig!) Im wesentlichen sp!tz?n sich die Ausführungen des Herrn Abgeordneten für die Rauduitzer Landgemeinden dahin zu, das« der Ausgleich für die böhmische Nation eiuen unendlichen Schaden, geradezu ihr Verderben l»e. deute. Meine Herreu. Sie verzeihen, dass ich auch hier uusere Anschauungen darüber zum Ausdruckt! bringe. Es ist die Differenz zwischen den Alt« uud Inngczechrn längst schon über die Bedeutung rines Familienzwistes hinausgewachsen. Wir alle werben von ihr betroffen. Es handelt sich dabei auch »m unsere Angel?gfnhe,ten. Wenn ich auch nicht die entsprechende Detailkenntnis besitze, über welche die Herreu aus Böhmen verfügen, fo sehen wir doch die Dinge von der Ferne und sehen sie deshalb vielleicht klarer und objectiver als mancher, der iu dem Trubel, in dim Gcwühle und Elewirre mitten darin steht. Ich würde mir nun an dln Herrn Abgeordneten Dr. Grögr, der die AusgllichspumtalionlN als ein reines paelum leonmum hinstellt und be« hauptet. auf der einen Seite hätten die Deutschen nur Gewinne zu verzeichnen, die Czechen anderseits nur bittere Verluste zu beklagen, einfach die Frage erlauben, ob er denn der Ansicht ist, dass man die Deutschen vor 12 oder 15 Jahren je dazu hätte bringen können, diese nämlichen Vertragsstipulationen zu unterzeichnen? (Abgeordneter Freiherr vou Hacket« berg: Niemals!) - Meine Herren! Ich bin überzeugt, niemals! Damals trugen sie sich noch mit der Hoffnung, die Herr« fchaft in Böhmen und im böhmischen Landtage be> Häupten zu können; damals wären sie niemals zu ge« wiunen gewesen für eine Zerleguug bes nichtfidkicom. missarischen Großgrundbesitz!s in einzelne Wahlkreise; damals hätten sie niemals anerkannt, dass diese Frage nicht vor den Reichsrath, sondern vor das Forum des böhmischen Landtages gehöre. Heute aber. meine Her« ren, haben sich die Dinge geändert und so wie die Sache gegenwärtig liegt, glaube ich, da^s auf die Be« hcrrschung Böhmens dnrch das deutsche Element a.e< Feuilleton. Zerstoßen nnö verlassen. lNoman von Emile «ichebonrg. ^ (17. Fortschung.) nicht i,'! ^heuchelt« Freundschaft hatte Daraß es lN sei,, l verstände«, ihn zu täujcheu. soudern sich auch leicht , ""es Vertrauen cinzuschmeichelu, und nur zn ""lie a? ... " unglückliche Gatte Gabriele's in eine hehr?eh 9?'' aus der es für ihn lein Entrinnen lehrte d<3'w^^ Daraß die junge Frau verlassen, KlN y,it ^'comte nach Hause zurück. Gabriele kam ne veraesl '"" ^""" eutgegen. Noch einmal wollte ^ssttuni ""b °Ues verzeihen. Er bereute, er gelobte ?'l 'tun. " ""aoss heiße Thränen, uud sie weinte '^lttn ä '"^" Küsseu und leidenschaftlichen Schwüren Ue ,hle Wiederversöhnung .. . Ni "' ^Utez ^/"t.en in ein einfaches, aber bequem ge- " Vlarl n 'll^ Haus. welch.s, etwa eine Stuude ^"ppen ^ e entfernt, sich hinter üppigen Baum« "llch lilckm^. bm Blicken Vorübergehend« verbarg; >n bot p«?. ä" l°ll dasselbe an einem Hügel, nach ^"l umt^, ^"ssicht auf das Meer; ein kleiner ?N Pier"? °!^ das Gebäude. Hicrh-r hatte Ernst l. l 3Lie^/'".k l'mge Gattin etwa eine Woche nach " wita^ll'^ung geführt, nachdem er ihr tags-""Wit. dass er die Verwaltung dieses Land' Hauses für ein ausländische« Handelshaus angetragen bekommen habe, welches von hier aus zugleich ihre Warenimporte bewerkstelligte. Gabriele, darin den Beginn der ihr von Daraß vorausgesagten bessern Zukunft sehend, fühlte sich wie neu'belebt uud war m hohem Grade befriedigt von ihrem Heim, welches, wie sie wähnte, sie Pierre Daraß' Bemühnngen zu verdanken hatte uud desseu ihr bald vertrauten Raume sie vera/ssen ließen, was die Vergangenheit in ihrem Schoße barg. Ernst und ihr Kind machten ,hre ganze Welt aus; so fühlte sie die abg.fchiedene Lage des Haufes gar nicht. Außer Pierre Daraß. der auch nur schr selten sich blicken ließ, war ein etwa zwölfjähriger Knabe, welcher die Stelle eines Wächters auf der einsamen Küstcnbcsitzung versah, der fast einzige fremde Hausgenosse. Paulo war ein junger Italiener der als kleines Findelkind mit einem Schiffe nach Marse'lle gekommen und — so zu sagen ^ am Hafen auf. gewachsen war. wo Pierre Daraß ihn eines Tages entdeckt und in seine Dienste und zu sich genommen hatte. ^.., ., .,.. ,., Paulo's Züge waren von jener Gleichmaßlgkelt, die sich bei einer gewissen Gattuug von Lazzarom zu-weilen zu finden pflegt und die an gnechlschc Abstam. mung erinnert; fein äußeres Ausfehen aber hatte nichts mit seinem innern W sen gemein, und so jung er aucy noch war, war er doch bereits der geborene Komödiant von cynischer Unverschämtheit, verstand es aber vortress ich. Theilnahme uud Sympathie zu erwecken. So tauschte er auch mit leichter Mühe Gabriele, welche mcht ahnte, dass er nichts anderes war. als ciu gefügiges Werkzeug Pierre Daraß'. welch?« dieser als Spwn ,n chre Nähe gebracht hatte. In ihrem neuen Glückswahn sah sie überhaupt nichts, kam ihr kein Verdacht, dass sowohl sie als ihr Gatte ein bloßer Spielball iu den Händen eines Elenden waren. In ihrem neuen Glück! Ach. dasselbe sollte nur zu bald wieder schwinden. Dasselbe Elend, welches sie bereits einmal hatte durchkosten müsse», sollte in noch erhöhtem Maße von neuem begiuuen. Hatte ihr Gatte zuerst kaum Frau und Kind verlassen, so blieb er bald Stunden, dann halbe, ganze Tage und endlich sogar die Nächte aus dem Hause fort. An Vorwänden für sein Fernbleiben fehlte es ihm nicht. Geschäfte für das ausländische Handelshaus waren allemal die Ursache, und Gabriele ergab sich seufzend, ohne ihm Glauben scheukrn zu können. Sie wusste, wacher Dämon ihn von ihr und seinem Kinde fern hielt; es war da« Spiel, jene entsetzliche Leidenschaft, welche schon ungezählte Tausende von Menschen zugrunde gerichtet hat. Aber kein Verdacht, dass sie in Pierre Daraß den Urheber dilser neuen Prüfung zu suchen hude. tam über sie. Wusste derselbe ihr doch stets so überzeugend seine Theilnahme auszudrücken und das Benehmen ihres Gatten, indem er scheinbar für denselben zu sprechen suchte, so zu vcrurtheilen, dass kein Argwohn in ihr anftauchen konnte, dass von ihm all ihr Leid ausgieng. Für sie existierte auch einzig die eine Thatsache dass sie aufs neue sich selbst bltrogeu. indem sie geglaubt hatie. dass ihr noch einmal das Glück blühm könne. Es war ein Traum gewesen, ein kurzer, sonn,', gcr Traum, und sie erwachte zu der Wirklichkeit, die ihr Leben ausmachte. (ForchtzM'g solgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 100. 812 2. Mi Ml). ^ rade dnrch den Ausgleich Verzicht geleistet wurde und dass die Böhmen nicht mehr in die Lage kommen wer« den, eine deutsche Majorität im böhmischen Landtage zu sinken. Und was dies auch für uns übrigen bedeutet, wissen wir ja gut genug. Jeder Umschwung zu unseren Ungunsten wurde dadurch eingeleitet, dass der Prager Landtag der böhmischen Mehrheit verloren gieng und in den Besitz einer deutschen Mehrheit gelangte. (Sehr richtig! rechts) Ich gebe zu. vielleicht wird das böhmische Element durch diesen Ausgleich am Vordringen gehindert, aber die Vrtheidigungsposilion, die es durch den Ausgleich erhält, die Sicherung seines Besitzstandes ist eine so wert« volle Errungenschaft, dass wir, objectiv urtheilend, nur dahin kommen können, diesen Gewinn weit höher zu veranschlagen als die Verluste, welche natürlich dabei auch mit in den Kauf genommen werden müssen. Aber stellen wir uns einmal auf den Standpunkt des Dr. Gre'gr und concedieren wir ihm vorderhand, es sei richtig, nur Verluste hätten die Böhmen bei diesem Nusgleichswerke gehabt. Ja, meine Herren, dann er» laube ich mir aber die Anfrage an ihn: Wer trägt denn vor allem die Schuld daran? (Sehr gut! rechts.) Durch wessen Zuthan ist denn jene Situation geschaf« fcn worden, welche diese Ausgleichsverhandlungen, diese Couferenzcn uud dieses Resultat geradezu geboren haben? (Sehr richtig! rechts.) Ist jene Partei unschul« dig daran, welche die Disciplin im böhmischen Volke gerade in dem Momente lockerte, als man auf der Gegenseite wirklich das Beispiel bewundernswürdiger Schulung, welch erückhaltslose Anerkennung von unserer Seite verdient, gegeben hat? (Bravo! Bravo! rechts.) Sehen die Herren nicht ein, dass der Autoritätsglaube für jedes Volk eine Nothwendigkeit ist und dass es gefehlt war von ihnen, in ihrem Volke den Glauben an eine hochgeachtete Autorität in dem Momente zu untergraben, wo dieser feste Glaube geradezu die Bürgschaft des Erfolges gewesen ist? (Beifall rechts.) In einem Augenblicke, wo die Zusammenfassung der gesammten nationalen Kraft noththut, wo niemand hätte entfernt werden sollen, hat man sich in unbegreiflicher Verblendung daran gemacht, social wichtige Classen anzugreifen, sie vor den Kopf zu stoßen, während auf der andern Seite der Gegner gerade seine Reihen zum An» griffe geschlossen hatte. (Sehr richtig! rechts.) Das sind die Urtheile, wie wir sie fällen. Meine Herren, sie sind der Ausfluss meiner innersten Ueberzeugung. Ich stehe auch für die Form ein; sie hängt zusammen mit meiner vielleicht etwas scharfen, kantigen Individualität. Aber was den Kern der Sache betrifft, versichere ich die Herren aus Böhmen, dass sich die gesammte slo» venische Delegation des Reichsrathes diesbezüglich im vollsten Einklänge mit mir befindet. Und, meine Herren, wir haben einen Anspruch darauf, als die treuesteu und verlässlichsten Bundesgenossen des böhmischen Volkes anerkannt zu werden. (Beifall rechts.) Gehen wir nun einen Schritt weiter. Die jung-czechische Bewegung ist heute in Böhmen wahrscheinlich die stärkere. Es ist möglich, und ich will es hoffen, dass sich die Dinge wieder ändern und dass man in Böhmen wieder zu einer ruhigeren Ueberleguug, zu einer nüchternen Erwägung zurückkehren werde. Ich glaube nicht, dass die Opposition der Iungczechen dem Ausgleichswerke und seinem Bestände dauernd gefährlich werden kann. Aber, meine Herren, auf eines verweise ich. Der Frieden wird auch in Böhmen nicht gewahrt werden, wenn Sie ihn auf Böhmen beschränken. (Abgeordneter Dr. Ferjankic: So ist es!) Das ist unmöglich. Ich müsste einen viel zu geringen Begriff von der Lebens» kraft des böhmischen Volkes haben, wenn ich annähme, dass die Böhmen im Königreiche Böhmen gleichgiltig zusehen könnten, wie es ihren Connationalen in Mähren und Schlesien geht. Ich müsste es ferner als eine Art Widersinn auffassen, dass man auf der einen Seite die Wahlordnung in Böhmen auf gerechte Grundlagen stellen will, auf der anderen Seite aber jene — ich gebrauche nicht gerne starke Worte — jene Absonder» lichkeit ruhig hinnimmt, die zur Folge hat, das« ganz das nämliche Volk in der benachbarten Markgrafschaft Mühren, wo es drei Viertel der Bevölkerung bildet, sich unter der Herrschaft einer Minorität befindet, die nur 25 Procent der Bevölkerung ausmacht. (Sehr richtig! rechts.) U»d schließlich glaube ich. dass nicht einmal das Schicksal der kleinen slovcnischen Nation den Böhmen gleichgiltig sein kann. So klein wir sind. so haben wir doch etwas Zähigkeit uns bewahrt, und wir binden immerhin einen nicht unbedeutenden Theil der Kraft« entfaltung unserer Deutschen. Wenn aber wir einmal unterlegen sind, dann, meine Herren, ist es natürlich, dass sich diese frcigcwordencn Kräfte Ihnen gegen» über äußern werden und Sie werden dann mit jener! Schwierigkeiten zu kämpfen haben, mit jener Erschwerung Ihrer Lage, die sich als Resultat einer der-artigrn nationalen Katastrophe, die uns betroffen hätte, ergeben müsste. Ich glaub»! nicht, meine Herren, dass ich aus memcr Rolle e'meK Veneralredners falle und meine Aufgabe als solcher vernachlässige, wenn ich Sie bitte, einmal einen Blick auf unsere Gegenden zu werfen. (Hört! rechts.) Betrachten wir jene Länder, in welchen Slovenen wohnen, und zwar in compacten Beständen. Was glauben wohl die Herren, in welchem Lande herrscht in der That die größte Annäherung zwischen den Nationalitäten? Meine Herren! Ich zögere keinen Augenblick, es ruhig zu sagen: in Krain. in unserem nationalen Centrum, und zwar eben deshalb, weil man hier unsere nationale Rechtssphäre am wenigstm eingeengt, am wenigsten beschränkt hat. Die Sache mag paradox klingen — die Herren sind eben an die Hetzartikel ihrer Blätter allzusehr gewöhnt — aber ich werde Ihnen ein paar Beweise vorführen, denen Sie, wie ich glaube, die volle Beweiskraft nicht absprechen werden. Nehmen wir zum Beispiel den einzigen wirklich gemischtsprachigen Bezirk, den wir im Lande haben, die Bezirkshauptmannschaft Gottschee. In derselben ist etwas mehr als die Hälfte slovenisch, elwas weniger als die Hälfte dentsche Bevölkerung, und ich muss her° vorheben, dass beiderseits ein sehr entwickeltes kräftiges nationales Bewusstsein, beiderseits Verständnis für die Situation und ihre Aufgaben vorhanden ist. Vor verhältnismäßig wenigen Jahren hat es des öfteren heftige Reibungen zwischen beiden Nationa« litäten gegeben, aber wissen Sie, welches Resultat gerade bei den vorjährigen Landtagswahlen zustande kam? Da ereignete es sich, dass sämmtliche deutsche Wahlmänner von Gottschee, 31 an der Zahl, wie Ein Mann auf dem Wahlplatze erschienen und für zwei streng slovenische Candidaten stimmten, welche unter dem nationalen slovenischen Programme auftraten. (Hört! rechts.) Und einige Tage später hat bei der Wahl in der Städtecurie der reinslovenische Markt Reifnitz. welcher mit der Stadt Gottschee wählt — hier halten sich die Stimmen ziemlich das Gleichgewicht, der letzte Vertreter war ein Slovene — dieser ganz slovenische Markt hat ebenso einstimmig einen deutschen Candidaten gewählt. (Hört l) Keiner von diesen Theilen hat seiner Nationalität, seinem nationalen Bewusstsein etwas vergeben, aber sie haben praktisch gezeigt, wie man derartige Conflicte ans freundnachbarliche Weise zu lösen hat. (Bravo! Bravo! rechts.) Und wem das nicht genügt, der möge sich einmal zu uns in den Landtag bemühen, wo ja die Slovenen die überwiegende Majorität besitzen, nämlich 25 slovenische gegen 11 deutsche Stimmen, und möge sehen, wie dort Slovenen und Deutsche miteinander aus» kommen. In der früheren Zeit, namentlich unter dem System nationaler Repression, war unser Landtag die Tummelstätte der heftigsten nationalen Ausbrüche, des heftigsten nationalen Kampfes uud heute — ich wende mich an die verehrten Herren College» von der Linken, welche mit mir im krainischen Landtag sitzen — heute werden die Berathungen bei uns so sachlich, so ruhig geführt! Wir arbeiten gemeinsam zum Vortheile des Landes, so dass man sagen muss: es ist eine ganz unvergleichliche Besserung in diesen Verhältnissen eingetreten. Das ist eben die Folge davon, dass man die Rechte der Slovenen, wenigstens zumtheile, bei uns in Krain thatsächlich anerkennt. (Bravo! Bravo! rechts.) Redner besprach hierauf die Verhältnisse im Küstenlande und in Kärnten. _______ ____ Verhandlungen des Neichsrathes. -- Wien, 30. April. Das Haus sehte in der heutigen Sitzung die De-batte über das Erfordernis des Unterrichtsministeriums fort. Zunächst kamen die beiden Generalredner für den Titel «Mittelschule» zum Worte. Abg. Edlbacher wünschte die Neuactivierung der Oberclassen an der Realschule zu Steyr, da die Frequenz dieser Anstalt sich bedeutend gehoben habe. Dasselbe gelte vom Staatsgymnasium zu Roveredo. Abg. Dr. Ritler von Tonkli beschwerte sich darüber, dass im Küstenlande de» Schülern slovenischer und italienischer Nationalität der Unterricht in deutscher Sprache ertheilt werde. Man möge durch die Verlegung des Griechischen ins Obergymnasium Naum für den Unterricht einer zweiten Landessprache schaffen. Redner wünschte ferner, dass beim Unterricht mehr Gewicht auf das erziehliche Moment gelegt werden möge, und erörterte hierauf die Nothwendigkeit der Errichtung slovenischer Parallelclassen a>, den Gymnasien Marburg. Cilli, Görz, Trieft und Pisino. Schließlich besprach er die Aufhebung des Gymnasiums zu Krainburg und forderte dessen Re-activierung. Nach dem Schlussworte des Referenten Dr. Kathrein, der sich für die Pflege der classischen Sprachen an Gymnasien aussprach, wurde Titel «Mittel« schule» angenommen. Beim Titel «Industrielles Bildungswesen» besprach Abg. Edlbacher den Rückgang der Eisenindustrie im Sleyrer Bezirke und beantragte eine Resolution, welche die Re° gierung zur Hilfeleistung auffordert. Abg. Nabergoj for» derte die Errichtung einer Fachschule für Steinindustrie in Prosecco. Abg. Czartorysli erörterte die induslnellen Verhältnisse in Galizien und forderte die Negierung aG die gewerblichen Fortbildungsschulen nach Möglichst z« unterstützen und zu fördern. Dasselbe gelte von der Haus' Industrie, die von außerordentlicher Wichtigkeit sei """ der die Regierung die größte Aufmerksamkeit MM'-'" sollte. Titel «Industrielles Viloungswesen» wurde so5a"> angenommen. Bei Titel «Special-Lehranstalten» !" „ Abg. Türk eine Reform der Thierarzneischulen. Vor all-" möge man an eine Reorganisation des Professoren^' legiums an diesen Anstalten gehen. Er forderte sodann die Errichtung von niederen ärztlichen Schulen, ^, e'^ dringendes Bedürfnis seien, und warnte vor einer ube -mähigen Pflege der humanistischen Fächer. Abg. V'lM forderte die Errichtung von nautischen Schulen. "G Tausche wandte sich gegen die gestrigen Allsfiih"U>>g des Abgeordneten Adämek über die Musikschule in PetW" und verwahrte sich gegen die wider diese Schule ^ gebrachten Anwürfe. Abg. Adämek erwiderte, dass ^ nur die unverhältnismäßig hohe Subventioniern»^ Schule hervorgehoben und erklärte, dass die aus dc selben hervorgegangenen Musiker eine Landplage für " ' men bilden. Der Titel «Sftecialschulen» wurde hierauf ""A" men und mit der Berathung über den Titel * .,.» fchule» begonnen. Abg. Hofrath Beer besprach 3«"^ die Vorgänge in der Commission des Herrenhauses ^ legentlich der Berathung über die Schulvorlage des Um richtsministers, die er als sehr auffällige und «ngew^ liche bezeichnete. Der Abgeordnete Kathrein habe Namen der Moralität und Religiosität die "„Wo" Schule verlangt, aber auch die heutige Schule s> Religion und Moral. Merkwürdig sei die Verwa^u der Clericalen, dass sie das Bildungsniveau ber :^ schule nicht herabsetzen wollen. Aber so lange ^ '' ^ ^ die Mittel angeben, wie man in sechs Jahren e viel lernen kann wie in acht, müssten sie si mats zugeben, dass an der freien Schule gerüttelt w ^ , (Lebhafter Beifall links.) Abg. Rozloschny eMftW l Regierung die Pflege des landwirtschaftlichen F"tbu°"H ! Unterrichtes. Abg. Kaiser sprach sich für die '<"" Schulaufsicht aus. Aber in vieler Beziehung besing I sich nach der Ansicht des Rebners in falschen ^y ^ , Es sei nothwendig, dass man mehr Gewicht au, ^ - Unterricht der Religion lege, welche die Ideale h^ », , ebenso nothwendig sei die Gleichstellung des ^^ d^ lehrers mit den übrigen Lehrern der Schule. (^ ^ l neter Heinrich: «Sehr richtig!») Ferner forde" ^ ! Redner die Trennung der Kinder nach Confess^" „g » den Schulen, sprach sich aber gegen eine H^^ M^ ! des allgemeinen Bildungsniveaus aus. Schließlich ^ , wortete er die Pflege des Zeichen- und Turnunter ^ : und betonte das Interesse, das seine Partei an > gedeihlichen Entwicklung der Schule nehme. A.he Abg. Pater spelina sprach sich in länger" ^ , zunächst gegen die achtjährige Schulpflicht auS, d>e! ^ - auf dem Lande wie in der Stadt undurchführ .^ i Man würde durch die Statuiernng der sech^ ^ch ! Schulpflicht einen ungesetzlichen Standpunkt "",^ige" > einen gesetzlichen ersetzen. Er empfahl den Hal ^ ! Unterricht sür die Wintermonale und ftlaidierte l ^g > strenge Durchführung der Sonntagsruhe. Der ^^, sei der rinzige Tag der Woche zur Erholung des ^^ Vor allem sei aber dem Volle die confessioneue ^ nöthig. Der Staat sei aber nicht imstande, ^ch sittlich'religiös zu erziehen, sondern allein die K^'^ic"! einer Berichtigung des Abg. Heinrich ergr'n ^ W- ' Dr. Kalhrein das Schlusswort. Er erklärte, da's .^eii ! nähme der Schulvorlage der Regierung den ^ A, , unmöglich gewesen sei, und es sei daher P"«cYl ^^. ! schüfe gewesen, die Forderungen der Kathol'le" ^e ! bringen. Man wollte hiedurch eine Klärung /> ^te' . herbeiführen. Zum Schlüsse erklärte er, dass s"" ^ > die Frage der confcssionellen Schule wieder vo ^ > bringen werde. Der Abgeordnete Beer habe gei ^^ ! die Linke der Kirche keine Concessionen ""^ " f lve"" ! Machen Sie uns aber dann auch leinen Vor»"'^^ > wir unserer heiligsten Sache wegen U'^" genossen auf der Rechten suchen und finden wer - «Volksschule» wurde hierauf angenommen, ^^zwi"'' l Das haus zog fodann den Elat des ^' ^ ,^ ! sleriums in Berathung. Abg. Türk leitete se"" ^ d>e : einer Erörterung darüber ein, wie die Anlcye> z ^ , Nlilhschildgruppe und die Creditanstalt durchge' ^ ^ , den. wobei ihn der Vice-Präsident Zeithamn ^ ^r - Bemerkung unterbrach, dass die Vesprech""N ^M^ > hältnisse von Actiengesellschasten nicht zur ^ ,yM > Türl sprach sodann über das Äörsesteuergc,e^^^s,s ' . der «reine Spinat» sei. Durch das jeh'ge ^ ^r^ werde nur der kleine Mann getroffen, wahren" ^hM i dic Champagner.Frühstücke und Austern eM"^^slc>^ c seien. Er urgierle sodann eine Reform !.",„ „„enste",'' ° plaidierte für eine durchgehende Personal ^'"^^ ^ . wünschte eine Erniedrigung der Salzprene ^seß e gelte einige Vestimm'.ngen deS Vrantivel", ^aibachcr Zeitung Nr. 100. 813 2. Mai l«W. ",«,Präsident Dr. geithammer ruft den Abgeord- ,» <^ ^^" ""kl von ihm gemachten Aeußerung °"l Uldnung. Abg. Kaiser kritisierte sodann die Steuer. °"Muna, hie er als ungerecht bezeichnete. — Nächste nyung morgen 10 Uhr vormittags. Saatenstand. Troja na, 30. April. um ,^'l. Wandeln schon seit 10 Tagen im Grünen; z» ... ^^^ 6eit ist heuer gegen das vorige Jahr die sere« n ^^^ch"""!. Der altehrwürdige Patron un-Vie n '^^ ^ ^ "'^" "nmal glänzend bewährt, bes ^^"^' "°'" Ucal^Berge gesehen, bietet ein reizen-^ ?' ^ iarte Grün der Buchenwälder, schattiert ly die dunklen Nadelhölzer, erfreut das Auge nicht um« "^ ^^ üppigen, saatgrünen Wiesen und Aecker, zäunt und bespickt mit zahllosen Kirschen, welche mit dcn w ^"' "l° angehauchten Blülen der Landschaft llleik ^"" ^^"ö verleihen. Doch reicht dieses grüne died i!."" ""^ ^ ö"r Seehöhe von 750m; Berge, und ^ hinausragen, cntbehren noch diesen Schmuck °us l, ^" " ^"" dunkelbraunen Habit düster herab G^. s bereits belaubten Vorberge. Doch rückt der grüne ^"el tiigiich hoher empor. >»eit n ^ ^"^^^" auf die kommende Ernte sind, info» diel c>"^? ^^" ^^ ö« prognosticieren vermag, entschieden Wer,«2" °^ '" Vorjahre. Die Wiesen und Klee« tnitlle ""' "'^ schöner stehen, der Weizen, in den skhcn"" Lag" h^ Hauptfcucht, hat ein gesundes Aus-"nd >l,"^ '^ ^^ ^^' dagegen hat der Roggen hin °"erailck ^^ überwintert, zumal dort. wo er des Me« ?? Herbstes wegen in einem nassen und dazu 3l>ll , k" untergebracht worden war; wo dies nicht der °", hält er sich gut und schießt schon in Aehren. ">osern?^ ^ letzt zeigt, verspricht auch das Obst, ei«« li . b°" der Ungunst des Wetters verschont bleibt, in he ^ UM Ernte. Pflaumen und Zwetschken haben ^ge»ch"l?^" gut angesetzt. Die Birnen, in dieser gro^r N^ ^^ verbleitet und daher für dieselbe von verhört - ^"6' waren im vorigen Jahre nach dem die Lanl>l^^^" Segen, welchen sie anno 1888 über ^lchödst ^ ausgeschüttet halten, voriges Jahr ganz zeigt. ^« ^"" jedoch haben sie, wie der Blutenstand ^z'llwek^ Anlauf genommen, die Scharte des Vorjahres "och H"' Die Aepfel haben zwar ihre Blutenknospen linen sultf."^^^"' gleichwohl nehmen wir an ihnen U""I ür ^ ^"^"b wahr, dass wir auf eine Enlschädi. ^'chttbp. bedauerliche Fehlschlagen anno 1869 mit H" hoffen können. »'aiines^, dieses ^°^ den gesunkenen Muth des Land-jede ster» ?" ausgerichtet, gleichwohl beengt seine Brust 3urcht ^"^° Nacht und erfüllt ihn mit Besorgnis und der Unheil, froste, und zwar nicht ohne Grund, denn ^statte! '^ ^' der Reif. hat uns schon zwei Besuche ^""gen k ^^' d' waren beim Tagesgrauen die Nie» bereift , Volska-, Orehovica» und Radomlja.Thales dollslü^-'"'" Glück hat sich beim Sonnenaufgang ein llesogen v?" "der den Reif gelagert und ihn auf« ohne ein"» s,^"^ ^""^" ^'^^ ^^^^ ^" gleichen Besuch, iu ^h. dlö jetzt wahrnehmbaren Schaden angerichtet «. politische Uebersicht. reuzri,'/^^^'"'.^f" samen Minister - Confe -^"^ Bnd l /^nistcrConfereiizen über das gemein-»>cht drsi.^- ^'^ Montag zwar beendet, aber noch ^»/"""abgeschlossen wurden. Die endgillige Fest-über die Nr !" ^"sitionen llnd die Vefchlnfsfasfung "s'h ^^^'fseru sind in dem Ministerrathe unter ^staa s ^ers noch in drr Schwebe geblieben, "ach ^ "^ebeu sich d-e ungarischen Minister wieder äeblirh "- "nd ei! werden dann die in der Schwebe der Ell°5: ^"dgetposteu in einer weiteren Verathimg . (A?Ä ö"gesührt werden. c"^ffel,tl / ^ ljh >ne n.) Die Prager «Närodny Listy. ^Udlaaz??!/'^ Kllndgebung der Wühler auS Rirgers ^'"'^ylbezlrke Semil Elscnbrod. in welcher Doctor U'lbtrauk? )""^ Haltung in der Ausgleichsfrage ein t ^älile , '" ""^cfprochen wird. Der Äezirl zählt 'Mrbr/,. " brnen 5« das Mlsslruuensvotnm unter- ^ Üps, Blazer Handelskammer) beschloss Mfe s^ ?""^u der Trieste Kammer um ausgiebige llr den A,?. "l^sl" Hafen zu unterstützen. speciell ?°ch die ct >>" ^" drecke Divaca-Lack einzutreten. Mleh^uv.tdcrnlig ^^^ Herstellung der Tauernvahu ^ress^ '»/" dieselbe in erster Linie ausländischen . (Pennen Würde. ^l< Nrib. ^'"zer Ocmc inderath) beschloss ?'^eil^is, "' ^yalitätekundgebmigen und Wohl-^zhrn^ jungen anlässlich der Vermählung der . (Z?.^arie Valerie. ^lü'M deutsch-czechischen Ausgleich.) ,'"'ge Eir.i.. ". ^'"b wieder bezüglich des Ausgleichs d^^'"ertrn ""^ aufstaucht, wie sie bei einem so ' s>»d. N;-""" schwierig»-,! Werle kaum zu vermei-"achtrn es aber ka,nn uothwrndig, auf die Erörterungen über diese Controversen einmgehen, und glauben, dass auch die patriotische Presse gut daran thäte, dieselben vorläufig auszusehen. In zwei Wochen tritt ja ohnehin der böhmische Landtag zu feiner außerordentlichen Session zusammen, nnd dort ist der Ort, wo diese Fragen vorzubringen und zu be« sprechen sind, wo sie aber auch hoffentlich im gemeinsamen Einvernehmen werden gelöst werben. (Oesterreichisch-un'garischcZoll-Con' ferenz.) Die Verhandlungm der österreichisch-unqa rischen Zoll-Conferen; sind in Budapest beendet. Dieselben haben bekanntlich die Angelegenheit des Abschlusses des türkischen Handelsvertrages zum Gegenstände gehabt. Wir haben schon unmittelbar nach Abschluss der Conventionen zwischen England und Bulgarien und Tgypten darauf l^ugewieftn, dass auch unserseits be« züqlich der Ergänzung unserer handelspolitischen Be» ziehung mit diesen beiden Staaten Maßnahmen ergriffen werden müssen. Auch bezüglich dieser Angelegenheit wllrde in Budapest berathen nnd werden diesbezüglich übereinstimmende Anträge der beiden Regierungen vorgelegt werden. ' (In Belgrad) sind Nachricht..'» eingetroffen, denen zufolge der Director der Aerqbau.Gesellschaft, Finet, und der Ingenienr Kruszewski nebst Begleitung, wrlche aus Macedonian kamen und nach Serbien reisen wollten, drei Stunden von der Grenze entfernt von einer stark.n Arnautenbande überfallen wurden, welche einige Schüsse auf die Reisendm abgab. Die letzteren ergriffen die Flucht, wurden jedoch von den Arnauten. welche immer wieder auf die Reisenden schössen, verfolgt. Es gelang den Flüchtigen, die Grenze zu erreichen und den Grenzfluss zu durchschwimmen, sie wurden jedoch auch auf serbischem Gebiete von dem Feuer der Arnauten verfolgt. So gelangten sie endlich infolge der Ausdauer ihrer Pferde nach Raschka, wo sie in Sicherheit waren. Der englische Gesandte wurde seitens des Herrn Finet telegraphisch von dem Vorfalle verständigt. (In der italienischen Kammer) beant» woitete der UnterstaatissM'tar des Innern die Interpellation wegrn dcs Verbotes jeder öffentlichen Kund' gebmui am 1. Mai, indem er das Verbot vom gesetzlichen Standpunkte rechtfertigte. Infolge d^r aufrühre, rischen Manifeste und der Propaganda für eine allge^ mcine Arbeitseinstellung sei die Lage exceptionell. Die Regierung, welche den arbeitenden Classen stets zuhilfe komme, that nur ihre Pflicht, indem sie die Freiheit drr Arbeit und die öffentliche Ruhe sicherte. (Der bulgarische Hof inPhilippopel.) Fürstin Clementine hat einen Ausflug nach Adrianopel gemacht und mit dem Vali dieser türkischen Provinz eine Unterredung gehabt, welcher politische Bedeutung beigemessen wird. Nach dieser Unterredung mit dem 9(1i.ähliqen Gcneralgoiwerneur der Provinz, der das besondere Vertrauen des Sultans genießt, schickte derselbe einen Special-Courier nach Constantinopel. Fürst Ferdinand bleibt bis Ende des Monats in Philippopel. (In Frankreich) geht die Regierung sehr energisch gegen die Anarchisten vor. welche den Isten Mai zu allerlei Frevel zu benutzen beabsichtigten. In Paris und Umgebung, ferner in Lyon wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Hauptfächlich war das Streben der Anarchisten dahin gegangen, die Treue der Truppm ins Wank.n zu bringen. Als einer ihrer thäligsten Genossen entpuppt sich der Marquis von Mores. (Russische Heiraten.) Der «Kölnischen Zeitung' znfolge scheiterte der Plan der Vermählung des russischen Thronfolgers mit einer Prinzessin eines westeuropälschcn Fürstenhauses endgiltig daran, dass der Synod die Genehmigung der Trauung vor Ueber« tritt der Prinzessin zur griechisch-orthodoxe» Kirche verweigerte, das Oberhaupt j^es Fürsteuhauses aber diese Bedingung zur Genehmigung der Heirat auf. rrchthirlt. (Ein religiöser Conflict.) I" Lariffa ist die Moschee der umhamedanischen Bevölkerung durch die griechische Behörde geschlossen worden, worüber bei der Psoite große Ausr.'glma herrscht. Ei wlrd hier-über von der griechischen'Regierung eme Auftlärung verlangt werden. (Rnstcm Pascha) unterbreitete Salisbury die Vorfchläge der Pforte bezüglich der Räumung Egyptens seitens der britischen Truppen. Salisbury behielt sich die Verantwortung vor. (Eisenbahnban in Persien.) Der Schach von Persian hat das von Poljaloo und Genossen chm vorgelegte Project des Baues einer Eisenbahn von Ensrli nach Rescht verworfen. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben der Pfarrgemeinde Martinswg im politischen Bezirke Zwcltl m Nieder-österreich zur Anschaffung von Kirchenglocken eme Spende von 100 fl. aus der Allerhöchsten Priratcasse aller-gnädigst z» bewilligen geruh», — (Zur Arbeiterbewegung) erhalten wir unterm Gestrigen folgende telegraphische Nachrichten: Wien, 11 Uhr vormittags. Wien bietet im ganzen das alltägliche Aussehen. Es ist ein Prachtvolles Weller, keinerlei Stockung des Verkehres ist wahrnehmbar; sämmtliche Läden und Magazine, wenige Ausnahmen abgerechnet, sind offen, die öffentlichen Märkte wurden wie immer abgehalten. Kleine Arbeitergruftften in Festtag?gewänbern begaben sich zu Versammlungen, deren etwa vierzig vormittags abgehalten wurden behufs Berathung üb?r die vom Parser vorjährigen Socilllisten-Congresse beschlossenen Programm-Punkte. Die dienstfreie Polizeimannschaft ist ronsignierl, das Militär in den Kasernen ist in Bereitschaft. Auf den Straßen und Plätzen ist nirgends militärisch?« Aufgebot bemerkbar, nur in den aus den letzten Excessen bekannten Stadttheilen Nculerchenfelo, Ottalring und Hernals patrouillieren kleine Caballerielörper. Der Prater ist auch durch Infanterie und Cavallerie in voller Feld» ausrückung beseht. Morgens kamen die Erzherzoge Albrecht, Rainer und Wilhelm, um sich über die Vorkehrungen zu informieren. Das herkömmliche Praterleben am ersten Mai beginnt sich, wie alljährlich, zu entwickeln. Bisher wurden aus dem Wiener Polizei Nayon nirgends Orbnungsstörungen signalisiert; alle Arbeitcrversammlungen Verliesen ruhig. — Budapest, 1. Mai. Heuts morgens durchzogen die Militär-Musik« lapellen, wie am 1. Mai üblich, unter klingendem Spiel bei herrlichem Wetter die Stadt. Das Aussehen der Straßen wie gewöhnlich. Arbeilergruppen ?ilen zu V?r-sammlungen in den Vereinslocalitäten. Der Arbeiter-aufzug nach dem Mcetingsplatz findet erst nachmittags statt. Das Arbeiterromilr ist fest entschlossen, jeder Demon« stration nachdrücklichst entgegenzutreten. — Lemberg. 1, Mai. Hier herrscht vollständige Ruhe. Im Hosraume des Rathhauses findet die Arbeiterversammlung statt. Aus Galizien werden Hieher weder Ruhestörungen noch Demonstrationen gemeldet. — Troppau, 1. Mai. Alle Fabriten, eine ausgenommen, arbeiten, es herrscht vollständige Ruhe. — Brunn, I. Mai. Heute nachts brach in einer hiesigen Schnswollfabril ein anscheinend gelegter Brand aus. Der Schaden ist beträchtlich.— Protzn itz (Mähren), 1. Mai. Bei Einlifferuog der gestern ver« hasteten Arbeiter wurde heute vormittags das Gefängnis von etwa 4000 Arbeitern gestürmt. Das Militär greift ein. — Vrbovsla, I.Mai. Ule Gegendemonstration bekränzten die Arbeiter dcr hiesigen Holzmanufactur die Maschinen und verwandelten die Fabrik in einen Blumengarten. An der Fabrik war die Inschrift «Hoch Fabrik!» angebracht. — Trieft meldet theils Arbeit, theils F«>ier, ebenso Salzburg ; in Pola wird gearbeitet, in Bielitz-Viala und Umgebung gefeiert. Kralau ergriff für die letzte Nacht Vorsichts» maßregeln wegen beunruhigender Gerüchle betreffs Ausschreitungen gegen die Juden, doch wurde die Ruhe nicht gestört. Heute arbeiten in Krakau alle Werkstätten und Fabriken. — Budapest, I. Mcn, nachmittags. Es sind allerlei Anzeichen excesswer Tendenz bemerkbar. Morgens griffen 100 fremde Mühlenacbeiter die zur Arbeit erscheinenden Genossen an. — Rom, I. Mai. Die Stadt ist vollkommen ruhig, die Geschäfle theils geschlossen, theils g'öffliet. Das Wetter ist regnerisch. Der Vatican ergriff gleichfalls Vorsichtsmaßregeln und con-signierte die Schweizer Geodarmen. »Capita« Fracassa» dementiert die angeblichen Verhaftungen von Anarchisten in Rom sowie das Gerücht wegen Einkerkerung einiger Militärs wegen einer aufrührerischen Rede. — Jägern-dorf, 1. Mai. Die Textillnanche feiert fast gänzlich, ebenso andere Fabriken. Vormittags fand eine Albeiter-Versammlung statt, welcher an 3000 Theilnehmer anwohnten; dieselbe verlief in voller Ordnung. Die Ruhe wurde bisher nicht gestört. — Piivoz, 1. Mai. Ausgenommen zwei Gruben, wo die Belegschaft mit Bewilligung feiert, sind die Bllkgschasten aller Gruben des Ostrau-Karwiner Kohlenreviere« eingefahren. In Witlo-witz, Ostrau, Natimau, Hruschau und Friedet sind die Fabriken in vollem Betriebe. Der Tag verläuft voraussichtlich ruhig im gesammten Streilgebiele. Fabrikant Vumbala in Franlstadt fchätzt den erlittenen Schaden auf beiläufig 12.000 Gulden. Die Arbeiter der Saybu. fcher Tuchfabrik stellten in ruhiger Weise die Arbeit ein. — Rom, 1. Mai, abends. Nachrichten aus Puma, Mantua, Turin, Neapel, Rimini und San Pier d'Alrna melden volle Ruhe; überall regnet es. — (Größe dcs Menfchen.) Ueber die mütlere Größe des Menschen in den verschiedenen Ländern Europa's hat das Comilö der anthropologischen Gesellschaft «Äritish Association» nach eingehenden Untersuchungen Folgendes festgestellt: Die größten Menfchen find die Engländer; sie erreichen durchschnittlich eine Hohe von 1 74 Metern, doch rechnet man die Atl^iterclassen nicht mit, so fällt der Duichschnilt auf 1 70 Mcler, so hoch ist auch die Größe der Norweger. Die Dänen, Holländer und Ungarn haben 16? Meter, die Schweizer, Russen und Belgier ü Millimeter weniger. Der Franzose ist ge> wohnlich 1 66 Meter hoch, der Deutsche ist erstaunlicherweise nicht größer, denn zwischen Nord und Süd, zwischen Pommern und Vaiern sind wesentliche Unterschiede zu Gunsten des Nordens. Die Kleinsten von ollen Nationen Europa's sind die Italiener und Spanier: ihre Mittelgröße beträgt nur 1' 65 Meter. Betrachtet man die Laibacher Zeitung Nr. 100. 814 2. Mai 1890. Arbeiterclassen in Frankreich, so bemerlt man gerade das Gegentheil zn dem in England stattfindenden Verhältnis. In Frankreich sind die Mitglieder der wohlhabenderen Stände um zwei Centimeter größer als die Arbeiter, in England hingegen hat der Arbeiter den durchschnittlich höheren Wuchs. — (Die russische National.Kapelle.) Im Stefaniensaale zu Graz wird heute die bekannte russische Vocal-National-Kapelle des Dimitrij Slavjanski d'Agrenjev ihr drittes und letztes Concert geben. Das Programm enthält säst durchgehend« neue Nummern, nur das prächtige Lied: «Ni Iluolmom» wird wiederholt. Im russischen Liede: «Die Himmelswolken» wird Fräulein Nadine Slavjansli, deren romantische Geschichte vor kurzem viel besprochen wurde, das Sopransolo singen. — (Zu den Pvbelexressen in Wien.) Vorgestern standen vor dem Wiener Landesgerichte 55 Per« sonen, welche wegen Theilnahme an den Excessen in Neulerchenfeld und Ottakring angeklagt waren. Fast alle wurden verurtheilt, darunter 16 wegen Plünderung zu drei Jahren bis acht Monaten schweren Kerlers. Die meisten sind Handwerlsgehilfen und Leute im jüngeren Alter. Doch sind es nicht die Anstifter und Haupt« schuldigen der Plünderungen, deren man nicht habhaft werden konnte. — (Assicurazioni General!.) In der am 29. v. M. in Trieft abgehaltenen Generalversammlung der Assicurazioni Generali wurden die Rechnungsabschlüsse für 1889 genehmigt und nach Vermehrung der Reserven um 2,410.07? st., wodurch sich die Gewährleistungsfonds auf 40,759.238 st. erhöhen, die Vertheilung einer Di-vidende von 265 Francs in Gold auf jede Actie be» schlössen. Die im Jahre 1889 bezahlten 38.787 Scha-denposten betragen 10,114.545 st., jene seit Bestehen der Gesellschaft 227,371.940 fl. Der Stand der in Kraft befindlichen Lebensversicherungen steigerte sich auf 116,904.648 st. — (Scheintodt.) In Gran wurde diesertage eine arme Frau anscheinend todt auf der Straße auf« gefunden und in die Leichentammer transportiert. Vald entstand jedoch ein Lärm in der Kammer, und als man die Thüre öffnete, stand die Todtgeglaubte in der Nähe derselben. Die arme Frau leidet an einem schweren Herz« übel und war in einem neuerlichen Anfalle desselben zu» sammengebrochen. — (Dr. Smolla schwer krank.) Der Prä« fident des österreichischen Abgeordnetenhauses Dr. Smolk a ist bekanntlich an einer Lungenentzündung erkrankt. An« gesichts seines hohen Alters, Dr. Smolka ist 80 Jahre alt, und des fortwährenden soporösen Zustandes, werden ernste Besorgnisse gehegt. — (Die Bevölkerung Italien«) betrug mit 1. Jänner 1890, wie die «Italic» meldet, 30,947.306 Seelen. Im Jahre 1889 gab es 1.148.24S Geburten und 766.131 Todesfälle. Vom 1. Jänner 1662 bis 31. December 1889 vermehrte sich die Bevöl« kerung durch den Ueberschuss der Geburten über die Sterbesälle um 2,487.678 Einwohner. — (Brand in Lemberg.) Die Waggonbau« Werkstütte der Karl-Ludwigs«Nahn in Lemberg ist vor» gestern nachmittags ein Raub der Flammen geworden. Bei dem Brande war der ganze Bahnhof gefährdet, doch konnte das Feuer — von welchem abend« verlautete, dass es von verbrecherischer Hand gelegt worden sei — rechtzeitig localisiert werden. — (Hinrichtung mittels Elektricität.) Der Oberste Gerichtshof der Union entschied, dass das Tongressgeseh des Staates Newyork, welches die Hinrichtung mittels Elektricität gestattet, der Verfassung der Union widerspreche, weshalb die Hinrichtung Kemmlers, welche diese Woche mittels Elektricität erfolgen sollte, verschoben wurde. — (1860er Lose.) Die Kundmachung, welche die Frage der Couponsbogen-Erneuerung regelt, ist vorgestern erschienen. Es werden an Stelle der alten Lose, deren letzter Coupon am 1. Mai fällig wird, neue Stücke mit derselben Serien« und Nummer-Bezeichnung ausgegeben. Die Ausgabe der neuen Stücke beginnt am 12. Mai. — (Jagd un glück.) Der Hermannstädter Waldheger Koman war mit drei Bekannten auf die Bärenjagd gegangen. Koman hatte sich im Gebüsche versteckt und als derselbe seinen Platz verlassen wollte, kroch er auf allen vieren hervor. Einer der Gefährten, der kurz« fichtig ist, hielt ihn für einen Bären und schoss auf ihn. Der Schuss hatte so gut getroffen, dafs der Waldheger am nächsten Tage starb. — (Heirat im Gefängnisse) Wie die «Independance Velge» unter Reserve mittheilt, soll der gegenwärtig bekanntlich in Hast befindliche Herzog von Orleans um die Ermächtigung einkommen wollen, sich im Gesängnisse mit seiner Cousine, der Prinzessin von Chartrcs, vermählen zu dürfen. — (Massenmord an Kindern.) Aus Wilna wird telegraphiert, dass in einem Hause daselbst in der Abortgrube sechzehn Leichen neugeborner Kinder vorgefunden wurden. Die Polizei ist in reger Thätigkeit, um die Verbrecherinnen zu ermitteln. — (Fataler Druckfehler.) Die Größe des Vermögens, das der unlängst verstorbene Weinhändler Schlaucherl zurückgelassen, hat allgemein Staunen hervorgerufen. Jetzt erst sehen wir, wie viel dieser Mann in seinem Berufe verdünnt hat. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Unterkrainer Bahnen.) Der Begründung zu dem Gesetzentwurf?, betreffend die Unterlrainer Bahnen, entnehmen wir folgende Mittheilungen: Behufs Realisierung des fraglichen Nahnprojectes hat sich ein ans Vertretern der Interessenten im Lande Krain zusammengesetztes Consortium gebildet, welches nach länger fortgesetzten Bemühungen, eine geeignete Basis für die Financierung des Unternehmens zu gewinnen, schließlich ein concretes, von der Regierung als annehmbar befundenes Programm für die Aufbringung der erforderlichen Geldmittel in Antrag gebracht hat. Diesem Programm zufolge hätte die Staatsverwaltung sich an der Beschaffung des mit dem Maximalbetrage von 10 Millionen Gulden veranschlagten cffectiven Vaucapitals mit einer gegen Uebernahme von Stammactien in mehrjährigen Raten zahlbaren Capitals»Subvention im Netrage von 2'/« Millionen Gulden zu betheiligen. Der durch die erbetene Staatssubvention nicht bedeckte Rest des Vau> capitals im effectiven Maximalbetrage von 7'/, Millionen Gulden soll durch Ausgabe weiterer, von den Interessenten und eventuell vom Lande Kram zu übernehmenden Stamm-Actien, dann unter erst später festzusetzenden Modalitäten durch Emission von Prioritätstitres unter Heranziehung des Geldmarktes aufgebracht werden. Die bereits ge» sicherten, gegen Uebernahme von Stammactien zu bewirkenden Veitragsleistungen der Interessenten erreichen derzeit schon den Effectivbetrag von 550.000 fl,, welcher bei Fortsetzung der Verhandlungen voraussichtlich noch eine namhafte Erhöhung erfahren wird. Der krainische Landtag hat in seiner Sitzung vom 19. October 1888 auf Grund einer eingehenden Würdigung der wirtschaft» lichen Bedeutung und der Ertragsfähigkeit der projectierten Bahnen den Beschluss gefasst, Stammactien in einem weiteren, in mehreren Jahresraten einzuzahlenden Netrage von 500.000 fl. zu übernehmen. Es wird jedoch von Seite der lrainischen Landesvertretung auch die Eventualität ins Auge gefasst, dass an Stelle der gedachten Landessubvention vom Lande Krain die Garantie für die vierprocentige Verzinsung und Tilgung der auszugebenden Prioritütstitres übernommen würde, wodurch die Begebung dieser Wertpapiere zu einem beträchtlich höheren Course ermöglicht und die Aussicht auf eine baldige ausreichende Verzinsung des gesammten im Bahnbaue zu investierenden Anlagecapitals, somit auch der vom Staate zu übernehmenden Stammactien, aus den Erträgnissen der Bahnen wesentlich gebessert würde. — (Der erste Mai.) Der erste Mai, dem man von vielen Seiten mit Besorgnis entgegensah, ist in Laibach ohne die mindeste Ruhestörung verlaufen. Die Stadt hatte ihr gewöhnliches Ausfehen, und der Regen, der den ganzen Nachmittag und abends niederriefelte, vereitelte auch alle Nnfammlungen im Freien. Was die Arbeits« ausstände am gestrigen Tage anbelangt, so sind solche nur in einzelnen Etablissements, und da überall mit Genehmigung der betreffenden Arbeitgeber eingetreten. In den meisten Etablissemens aber wurde wie gewöhnlich gearbeitet. Von den feiernden Arbeitern machten einzelne Gruppen morgens Ausflüge in die Umgebung und fanden sich dann um halb 10 Uhr zur Arbeiterverfammlung im Restaurant «Europa» ein. Die Versammlung war von etwa 400 Personen besucht und verlief ohne Störung. Die Redner erklärten die bekannten Forderungen des Pariser Congresses und betonten sämmtlich, dass die Arbeiter ihre Forderungen nur auf gesetzlichem Wege erreichen könnten und daher bei der Feier des 1. Mai alle Ausschreitungen sorgsam vermeiden mögen. Schließlich wurde eine Resolution, betreffend den* achtstündigen Arbeitstag, ein» stimmig angenommen. Nachmittags versammelten sich die Arbeiter im Gasthause «Zur Vereinigung» in Schischla; abends fand eine Unterhaltung mit Musit, Gefang und Tanz in der Restauration «Europa» statt. Auch die Unterhaltung verlief in schönster Ordnung. Vom Lande sind keinerlei beunruhigende Nachrichten eingelaufen. — (Personalnachrichten.) Die hochwürdig-sten Herren Fürstbischöfe Dr. Johannes Zwerg er und Dr. Michael Napotnik sind gestern von Laibach nach Klagenfurt abgereist. — (Theater frage.) Der lrainische Landes-ausschuss hat dem hiesigen Stadtmagistrate die Pläne des projectierten neuen Landestheaters mit dem Ersuchen übermittelt, auf dem von der Stadt zum Zwecke des Theaterbaues überlassenen Terrain auf dem Kaiser-Ioscf-Platze sür den Theaterbau die Naulinie zu bestimmen. Der commissionelle Localaugenschein wirb morgen vorgenommen werden. Die Eigenthümer der benachbarten Häuser sind zum Localaugenschein eingeladen, um etwaige Einsprüche vorzubringen. — (Arbeiter-Unfall-Ve'r sicherungS-Anstalt.) In der am 27. v. M. abgehaltenen Vor-standssihung der Arbeiter-Unfllll°Versicherung«.Anstalt für Trieft. Küstenland, Krain und Dalmatien wurden die für verunglückte Arbeiter laut Gefetz zu leistenden Entschädigungen in folgender Weise festgesetzt: Dem Io^>"" Lcuc, Arbeiter bei der krainischen Industrie-GesM^ wurde unter gewissen Modalitäten eine jährliche Invmi' ditäts-Rente von 100 fl, 55 kr., der Marie M"/"/ Arbeiterin bei der Firma Schwarz . eine solche von 20 pCt. ihres Iahreslohnes und den« Zimmermcmn Anton Stoftar eine Invaliditäts'3i-^ von 30 pCt. seines bisherigen Iahreslohnes, und ^ im Vetraae von jährlich 69 fl., zugesprochen. NilcksMl^ der Arbeiterin der Spiellartenfabrik S. Modiano in Trie', Elvira Vuttinar, und des Arbeiters im Swlii!''""" tunica trw»t,ilw in Trieft, Josef Santin. war der Erstand nicht in der Lage. irgend eine Beeinträchtigung ^ Erwerbsfähigkeit anzunehmen, weshalb denselben ""! Rente angewiesen werden konnte. Im weiteren ^^ ^ der Sitzunq wurden die Normen festgesetzt, nach w"H die dem Ministerium des Innern vorzulegende B'tr«^ rechnung und der Nericht über die bisherige ThüM" der Anstalt zu verfassen ist. Dieser Nericht enthält >"" anderem nachstehende statistische Daten: Die angemeldet Netriebe erreichten die Zahl von 1975, von denen lb^ als versicherungspflichtig anerkannt wurden. Vis E>' December 1889 kamen 119 Unfälle zur Anmelduw wovon 1 den Tod, 7 eine dauernde und 16 eine v übergehende Erwerbsunfähigkeit zur Folge gehabt tM ' Die Einnahmen an Versicherungsbeiträgen für die er^ zweimonatliche Aetriebsperiode beläuft sich auf ^ , Gulden. Zum Schlüsse wurde Herrn Heinrich <^" dolini, Buchhalter bei der Firma P. Majd" ' Krainburg, die Stelle eine« Buchhalters der Anstalt ve Uchen. A, — (Ein hoffnungsvoller Ten or'st)" bekannte Prager Knnstlritiler Novotn/ schreibt im der Mietzinsbücher, worin die neue Mietzinsordnunu ^ die Bestimmung über die Wasserabgabe "M" ^. erscheint, ist eben im Drucke und wird denmaa?! scheinen. ^ Ml — (Aus St. Veit ob La» bach) "re" man uns unterm Vorgestrigen : Die hochwürdigsten v ^ Fürstbischöse von Graz und Marburg, welche '^ ^„ Tagen Gäste Sr. Excellenz des Herrn iMstbll^l ^ch Laibach sind, haben auf der Rückfahrt von ^> i"es heule das Vereinshaus des katholischen Geselle" ^. in St. Veit besucht. Das Haus war beflagg/' "^sie" ordnung des Herrn Pfarrers wurden die ""H Die durch das allbekannte harmonifche Geläute begruv' ^ hochwürdigsten Oberhirten wurden am Vestibüle »^ M-einspräsidenten Herrn Andreas Volc, Kapla" " .^o" kinec und Postmeister Friedrich Tomec ^1^,,^", empfangen. Nach einem Aufenthalte von zeyN . M wobei fich die hohen Kirchenfürsten sehr """"" ^M das Haus des katholifchen GesellenvereincS „<>ch fuhren diefelben, abermals ehrfurchtsvoll begr"v ^tt'" Laibach. Diefer Tag wird für den katholischen WA^elM in St. Veit in fortwährender angenehmer bleiben. >,-«allss^ — (Ernennung.) Der lrainische """ ^We""'' hat den Herrn Dr. P. De franc eschi ö"'" ^ng ^ und Secundarius an der gynäkologischen w^ Landessftitales ernannt. , Mgn^^ — (Concert.) Die erste ungarischeste kapelle, welcher ein guter Ruf vorausM, ^,ie heute abends unter der Leitung der be'den "^al""" Ge-za Känya und Josef V"jda "^ ^ tletc «Europa, ein Concert. Die Mitglieder der z^ ^sa"U in elegantem ungarischen Nalionalcostüi" '' um 6 Uhr. c-^lialeit.),.,^ — (Schreckliche U „ vor slch t»» zM 2«. v. M. bekam das drei Jahre alte K"'v " ^e,e> Josef Suet in Locice bei Cilli währe"v <. ^ " heit feiner Eltern ein Fläfchchen mit Karo ^aibacher Zeitung Nr. 100. 815 2. Mai 18li0. lam ? "" daraus. Als die Eltern nach Hause «men fanden sie das Kind todt am Fußboden des gim< ">"» ltegen. h.. 17 (Anlage von Fabriken.) Die kürzlich ilbe N, ^" Sanitätsrathe stattgehabten Verhandlungen de/ ^ ^" ^^" mehrfacher namhafter sanitärer Schä' ". herbeigeführt durch Fabrilsbetrieb. boten auch dem besatt ^^ I"""" Anlass, sich mit der Sache zu Wen. Gz sj„h ^^.,z ^.^ „forderlichen Weisungen er-u"8en, um bestehenden Uebelständen in der erwähnten von ^ .abzuhelfen. Aber auch bezüglich der Neuanlage leil-? " ""^" den betreffenden Unlerbehörden jene 'enden Grundsätze bekanntgegeben, welche sie bei der ^7'lung der bezüglichen Bewilligung slricte zu beob. NM^ ^" künftigen Fabrilsanlagen sollen wo« isj V^ "ußerhalb ber bewohnten Orte gelegen sein, und llw/'«, Situierung auch auf die herrschende Windrich-""9 Rücksicht zu nehmen. dlam ... (Dl" nlatischer Verein.) Der slovenische w 8 n^ ^"'" '" ^'bach hält am 10. Mai abends jilbii Ä^ '"' ^aale der hiesigen Citalnica seine dies-siebt ^"""l^ersammlung ab. An der Tagesordnung eins/13'' ^" "blichen Berichten die Neuwahl des Ver-'«nusjchusf^ in den ^"6rwalt unterdrückt wurden. In Proßnitz ^eutschla,,?"^'"drnten verhaftet. Nachrichten aus m ^M mi/ ben günstigen Verlauf des heutigen A Fran? ^"bedeutungslosen Zwischenfällen. Auch Aris lan^ ^ '^ ber Tag ruhig verlaufen. Nur in AlNonsUM abrnds rin größerer Zwischenfall vor; die Mizei'w/I" '"^ten zum Palms EM ziehen. Die Z°ll von, M 'utervenierte, traf auf Widerstand und , "'on llanl ' ^^ Municipalgardisten griffen die ^en n /" a", wobei viele Verwundungen vor-"ie iibe^n^ ?^^ Demonstranten wurden verhaftet, '"en «^ "" abgehaltenen Arbeiterversammlungen nah» >^^"lh,gel, Verlauf, und gelangten Resolutionen zur Annahme betreffs Durchführung der Beschlüsse d?s Pariser Congresses. Fcrlllch. 1. Mai. Die Werksarbeiter in Ferlach, Waidisch und Unterloibl arbeiten alle; die des genossen» schaftlichen Maschinenhauses und sämmtlicher Gewehr« fabriken feiern, jedoch mit Bewillign^ der Arbeitgeber. Auch die Dran« und die Straßenarbeiter in der Nähe arbeiten, bis auf sechs, alle. Vliitln, I. Mai. Nachts halb zwölf Uhr brach in der Schafwullwarenfabrik Pazoftzly Carl Galle > W heute vormittags um halb 12 Uhr nach srhr lange», ^ ^ schmerzvollen Leiden, versehen mit den Tröstungen ^ ^ der heiligen Religion, im 61. Lebensjahre zu sich zu ^ « rufen. ^ ^ Die sterbliche Hülle des theuren Vn-blichenen ^ ^U wiid Sonnlag am 4. Mai um 1 Uhr mitta,s in ^> ^> Freudrnthal feierlich eingesegnet, hieraus nach Laibach ^» ^> überführt, nm 5 Uhr vor der deutschen Ritterordens ^W ^> lirche abermals eingesegnet und sodann auf dem W Friedhofe zu St. Christoph in der Familiengruft ^ beigesetzt. Die heiligen Seelenmessen werben in de» Patro- ^W natslirchen sowie in der Pfarrlirche zu Oderlaibach ^R ^D und in der Domlirche zu Laibach gelesen werden. ^ ssreubenlhal am 2. Mai 1890. W W Marie «alle, geb Mahr, Gattin — Ninla M W Lnckmann, geb Galle; Kranz, «nton, Hu. M M bcrt und Karl »alle, Kinder - Union t?n<»- ^ M mann, Schwiegersohn. — Kritz nnd Hubert ^ ^W «ee,digun8»!,!iftal! be» zfrinz Dodtllel. ^^ ^ Danksagung. W ^ Für die vielen Beweise inniger Theilnahme W während der Kranlheit der Frau ^» > Jeannette Wnig geb. ßokalj > ^ wie auch für die prachtvollen Kranzspenden, schlirh- ^ lich allen jenen, die zahlreich aus nah und fern W> lamen, um der theuren Verstorbenen das letzte Geleitc W zu geben, sagen herzlichen Danl ^ W bic trauernden Hinterbliebenen. W W Iauerburgami. Mai 1880. W Course an der Wiener Börse vom 1. Mai 1890. «^demom^uen<" ^ » N... <«" 3' '»«20!,.,« «0 Vclb Ware Grundentl.-OblilllltiontN <1at!lche und slavonische . o?— 99-- 5"/., slebenbüryischc .... — — —-- b"/„ lemeser «ana< . , . . —-— —>— b"/n »üssorilckr...... 88'8U 89'40 Andcrc öffrntl. Anlehcn. Tonau-Meg, Lose k°/„ l<«> ft. , lLN 75 <21'«ö dlo. «nleihe ,«?« . . lo« — »07 — «»lehr» del Otabt Vürz . . lln — — — «»ley,!! d. Ktllbinemrlübe Wien ,N5'" WN - Pläm.°«»l. d. Gtadlaem, wlen zzz 25, >« ?l» iÜü>-!>»l'a>!°AnIeh.'» vcrlo«, ü°/, »« 5l> 89 — Pfandbriefe Oeft,'UNs,. »anl verl, 4'/,"/» . ,0, — l», !iy dttlu » 4"/^ . . l«o lu laa-70 betto »<»j«hr, » 4"/„ . , ,00 l<» 1U<» 7U Pllorilüts-Obligationen (!Ül l!»» Nindbalm h Luk «> fl, , . bU'b" bl» zo Vew.°Ech. b,»'V„Präm,'3chuld' versch d. «odencrebltanftalt ,7-^ l»'^ «llnl - Actien (per Etück), «ngl° Oci«, Va»l «><» st. N0"/„ »0 Vdl!cr..«üst. üst, 20« fl. 3. 40°/« «16 - i<17 ^-llit'!.killst. f.Hllnb. », «, lüOfi. 2l»«ü,» «»7 -llredilbniil, «U„, »,,«. i!<»0 fi. , »»5 75 «3« L5 Depolileübanl, All«. !<00 fi, . 'W '- l»e b« ««c°mfttr'«ss,,^dsosl. 500 fl, . i?b — 58» — «irv- u, «i« „» veNell.-unglll. Van! 600 fl. . 943 — s44 - Uüionbllül 200 fi...... «I? - L87ü„ Verlehrlbani, «lllg, 140 fi. . , ,»«50 l«i — Nctien von Transport. Unternehmungen. !03 — «<»4 — !U0hm. Nvldbllhn 150 fi, . , ^>»l» 50 KI« — » Westbllhn »00 fl, . , 3!!S - 3'» - »ulchtiehiader fl, . z>9 - <2I — Donau' Dampsschifllahi« ^ «c,., Otsterl. 50<1 ft, b. Vlf.-A. 200 sl. s, — —^43«!- Feld!nllnb««orbl,. I»»»» fl, CM, 25 2670 «al.larl Ullbw..Ä. »!0«fl, yd,t»s».-un«.,Tl>rst500ft.«Hi, »SU ^3<:4 — Oeft:rr, Nordwestb, 200 fl. Sllb, !iU2 75 2li4 »5 dt°. (Nt, u.) 20!» fi. ö. .2!? 75 218 75 Oraa-Duzer ltisenb. 150 fl, Ollb, 07 —, «8 — Nt°a««e!Irnbahn 200 fi, Silber 215 ?5>«ie »5 Kübliali» 2<»,> f>, Lllber . , . l«l'2,i^Ll 7> NÜdNurdb,,Usib,'>U.20«st,!IM, 1?N 75!i?1'^> Iiaulway VcI.,Wr,,170ft.».W. 213 75 2<4 i! > . »eue Wr,, PrlocltHt!- «ctien 100 ft...... »8 l.0 »9 — Un» »u°ttz, «tllenb. »W fl. sllb« 19i - 1»6 - Geld 4Uarr Unss, «ordoNbah» 2«, sl, Villxr <»^ — l?«- - Un«,Westb,s«aab »ra,»»<«»!1.3, »V8 75 «U4 5» Iudustric-Actlcu (per Ntücl), «llilges,. «llg. Oes«. 100 fl. . «i-. «4^-«M>sl «lsen. und Stllhl.Inb. al,,!!t>Ueihg,, erste, »<» fl. 9i?«) z,» 50 ««tlbemilb!., Pllplerf. u, H.H. 4<; — 47 - lilrN,!!,!! ^rnüere! »00 ff. . . 93 — 94 -, i)iul,tld,'l> fi, »7« - 379 - -algU'Iarj, Klrittlutilei, »0 fl. 43» > 442 — «schlüzlmlil,!», Papiers, 2l>0 N, » »» - »01'— »Ltenrermü!,!.,Paniers,u,«,.«. 1«« üi> 12« 75, trüailer »tolilcnw V?l, 70 fl. . — — —^ - WllN«ns,'H,,t)efl.) 75 8l «5 «»r, «aligelelllchatt »4< Deulschr öielchlbinlnotin . , 5»'»>>s,»<0 Pllpiel.!»ub?1...... i»«2.l l'«2,n >It«lttn«ch» «anwoten (tO« ii) «'<>> « »5