Vrimmerationö-PreUe Fl'.r Laid ct: *aozMrig - - 8 fl. 40 kr. Halbjährig ■ ■ 4 „ 20 ,, vierteljährig , 2 „ 10 „ ^oitotlid) . - — " 70 „ Mit der Post: ^«ttizjShrig............12 fl. Halbjährig............... 6 " vierteljährig............ 3 „ Kjtr Zustellung ins Hau« 25 fr., mvnatl. 9 fr Einzelne Nummern 6 tr. SrTISa Laibacher Nedactron Bahnhofgaffe Nr. 132. Eogbtatt. Expedition- L Inseraten-Bureau: Lvngreßplatz Nr. 81 (Buch. Handlung von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg.) JnsertionSvreife: Für die einfpaliige Petitzeilr, ä 4 ft., bei wiederholter En> sckaltung L 3 h.v i'\ Anzeigen bis ö Zeil« SR hr..-: ViAW Bei größeren Inseraten'^, öfterer Einschaltung entsprr> chender Rabatt. Für complicierten Satz beson. dere Vergütung. Lnvnyme üütrtbeilungert werden nicht berückfichrigt; Manuscrivle nicht zurück.lesender. Dinstag, 6. Juli 1875. — Morgen: Willibald. 8. Jahrgang. I. t. Kaiser Ferdinand (Schluß.) Während in Wien ein Sicherheitsausschuß an Svitze trat und der polnische General Bern und ^ssenhauser die Leitung der militanten Ungelegen* C Übernahmen, hatte sich die fatfetltche bewaff-tttt, Macht unter Auersperg erst auf das Belvedere ^tückgezogen, bann, als Jelaöit bei Mor von den ^garn geschlagen, sich gegen Wen gewendet, verträte sich Auersperg mit diesem. um etwaige Der-WZ d r Ungarn zur Unterstützung Wiens abzu-Ägen Zugleich näherte sich Fürst Windischgrätz Marchfelde her mit einer Armee und erklärte %n in Belagerungszustand. Als sich die Stadt einer Ausforderung zur Unter-Vfunq nicht fügte, begann am 23. Octvber der Äiote Angriff. Die Wegnahme emes Theiles Vorstädte bewog die Leiter des Kampfes am Oltober sich zur Uebergabe zu entschließen; %eV auf die Nachricht von der Annäherung eines un-rischen Entsatzheeres, das jcdoch bei «chwechat ^rückgeschlagen wurde, (30. Oktober) entflammte V Kampf aufs neue, der dann am folgenden ^age ^it der Unterwerfung der Hauptstadt endete. Die Züchtigung derselben war eine furchtbare. Knasten Maßregeln wurden vom Fürsten Win-Ägrätz angeordmt, eine ungezählte Schar Führer ^d Theilnehmer, unter ihnen der deutsche R-.chtags-»^geordnete Robert Blum, in den w.ener Stad^raben ^rechtlich erschossen. Schon vor dem Beg.nn IeuWon. Die Thronentsagung des Kaisers Ferdinand. (Fortsetzung.) , Da sich aus den Staatsschriften nicht erweisen daß in Monarch in Oesterrelch mit dem voll. Xtm achtzehnten Lebensjahre m°l°renn werde, wie Damen m Schöße der kaiserlichen Familie vor. &S t i*®6 m«n, jebtm Sch-M. btt üb iakeits-Erklärung des Herrn Erzherzogs K Bf voranzuschicken. War doch m diesem hil aröfite Vorsicht geboten; ein Erzherzog ^ Oestmeich wird mit 16. d« »ünig m Bl-h«-» if Sten volljährig - aber gerade bezüglich V 1 Vf/Mt iebc vräcise staatsrechtliche Be,tun. X9 nidits a S der allgemeine Ausdruck „aetas Alter) findet sich. Der % Xfanittr Siebenbürgen-, Baron Jostka. ward bes&ieben. um bezüglich Ungarns con-'Ä 5 werdet Er fand die Fassung der Pro- V'l “ Ungarn viel zu scharf und verscherzte mit dem Minister-Präsidenten, als er tfcSn am Schluffe einer langem Unterredung des Kampfe« hatte ein kaiserliches Manifest den Reichstag vertagt und ihn auf den 15. November nach Kremsier in Mähren berufen. Jetzt folgte am 22. November die Bildung eines neuen Ministeriums in welches Fürst Felix Schwarzenberg, Graf Stadion, Bach, Bruck, Kraus u. s. w., später auch Schmerling eintraten. Die energische Politik der Reaction, die nun beginnen sollte, hatte bisher nur in einzelnen Persönlichkeiten am Hofe, namentlich im Erzherzoge Ludwig und der Erzherzogin Sophie eine kräftige Vertretung gefunden; die milde und nachgiebige Natur Ferdinands widerstrebte ihr. Auch in Olmütz noch kam Ferdinand mit den aus Wien um Amnestie und Rückkehr bittenden Deputationen wiederholt in Berührung. Als eine Reichstagsdeputation, deren Sprecher der gewesene Minister Pittersdorf war, um Zurücknahme der harten und inconstitutionellen De-crete des Fürsten Windischgrätz bat, brach der Kaiser, dessen Wahrspruch gewesen: ,Jch lass' nit schießen auf mein Volk," in lautes Schluchzen aus, und wer weiß, welche Entscheidung getroffen worden wäre, wenn der im Aufträge des Fürsten Windischgrätz nun stets an der Seite des Monarchen sich befindende Generaladjutant Fürst Lobkowitz den Kaiser nicht beim Arm genommen und in ein Nebengemach geführt Hätte. Am 6. September Hatte Fürst Windischgrätz der Kaiserin die Entwürfe zweier Proclamationeu für die Abdankung Ferdinands und die Thronbesteigung „Franz II.," übersandt. Nach der Bezwin- gung Wiens und da der Hof in dem befestigten Olmütz in Sicherheit war, legte der Fürst kein großes Gewicht mehr auf Thronwechsel, ja er schien sich in der Rolle eines Diktators ganz gut zu ge» fallen, und schlug sich auf die Seite derer, die da meinten, es sei besser, vorher die Niederwerfung Ungarns zu vollenden, damit der neue Kaiser nicht mit einem Bürgerkriege sein Regiment zu eröffnen brauche. Jetzt aber drang sein Schwager Fürst Schwarzenberg beim Familienrath in Olmütz durch und so trat die Abdankungsfrage in ihr letztes und entscheidendes Stadium. Wessenberg, Stadion und Schwarzenbergs Factotum Hübner wurden ins Vertrauen gezogen, Windischgrätz und Jelakic aus bem Hauptquartier in Schönbrunn ans Hoslager nach Olmütz berufen; einen Moment dachte man daran Radetzky zu den feierlichen Staatsacten einzuladen, indessen schien seine Entfernung aus Mailand doch zu bedenklich. Am Morgen des 2. Dezember 1848 endlich war der entscheidende Moment erschienen. Gegen 8 Uhr Hatten sich im großen Thronsaale der erz-bischöflichen Residenz alle in der Stadt weilenden Mitglieder des Kaiserhauses, der gesammte Hof» staat, die Minister, die in Olmütz anwesenden höhern Staatsbeamten und Militärs, desgleichen der Feldmarschall Windischgrätz, und der unlängst zum Feldzeugmeister beförderte BanuS, sowie zahlreiche geistliche Würdenträger versammelt, die Flügelthüren der kaiserlichen Gemächer öffneten sich und unter Vortrilt des Gcneraladjutanten Fürsten Lobkowitz böhmischen Majestätsbrief, aber erst nach, nicht vor der Weißenberger Schlacht!" Wie JelaLic und Windischgrätz, so dachte man einen Moment daran, auch Radetzky zu den feierlichen Acten nach Olmütz zu berufen, indessen schien dessen Entfernung aus bem Hauptquartier doch zu bedenklich. Unter dem 30. November fertigte der Kaiser Ferdinand ein Handschreiben an den Marschall in Italien aus, worin es hieß: „Ich verlasse den Thron meiner Väter mit bem beruhigenden Bewußtsein, nie etwas unterlassen zu haben, was zum Wohle meiner Völker beitragen konnte; auch mein gegenwärtiger wohlerwogener Entschluß ist auf dies Gefühl gegründet. Indem ich ihn vollziehe, will ich noch ein Wort an den Mann richten, dem ich cs verdanke, daß ich die Monarchie in ihrer vollen Integrität meinem geliebten Neffen und Nachfolger übergeben kann. Empfangen Sie dafür meinen wiederholten und tiefen Dank." Aber wenn auch im ganzen regierungsmüde und ruhebedürftiger als je, hatte Kaiser Ferdinand doch wieder Augenblicke, in denen er vom „Bleiben" sprach; es kamen eben allerlei Einflüsterungen an ihn heran. Da wendete die Kaiserin sich am 24ten November nochmals an Windischgrätz; sie fühle sich nicht beruhigt, ehe sie nicht ein letztesmal, feinen RatHschlag vernommen — car c’est en vous. mon priuce, quo je mets toute ma confianco (denn Sie, mein Fürst, sind es, auf den ich mein ganzes Vertrauen setze). Ein Diener der „Landgräsin," wie man bei Hofe die Obersthofmeisterin Therese Fürstenberg schlechthin nannte, brachte das Billet in tiefstem Geheimnisse nach Schönbrunn ins Hauptquartier. Er brachte die Antwort des Marschalls zurück: „Der jetzige Augenblick könne als günstig betrachtet werden; er selbst befinde sich mit den Ministern in vollem Einklänge sowol über die Vornahme de« Actes, wie über den Gang, der dabei einzuhalten sei." Endlich, mit dem Acte vom 2. Dezember, erreichte die Passionszeit ein Ende, die Ferdinand I. vom 13. März bis zum 14. Oktober, dem Tage seines Einzuges in Olmütz, durchgemacht und deren schmerzliche Aufregungen auch dort fortbauerten, bis er der Last der Krone enthoben, sein Asyl in der Kaiserburg auf dem Hradschin zu Prag beziehen konnte. Am Morgen des 2. Dezember 1848, es war ein Samstag, hatte Olmütz ein ungern ein bewegte« Aussehen. Zu Fuß und in Kutschen sah man Herren und Damen in großer Gala der fürst-erzbischöflichen Residenz zueilen; Ordonnanzen auf Ordonnanzen flogen ab und zu; festlich geschmückte Truppenkörper erschienen die beiden Majestäten, der Bruder des Kaisers Erzherzog Franz Karl, die Erzherzogin Sophie, der Erzherzog Franz Josef. Unter athcm-loser Spannung der Gemüther verlas der Kaiser die Lntsagungsurkunve, die dann von ihm und seinem Bruder unterfertigt» vom Minister des kaiserlichen Hauses gegen gezeichnet wurde. Der junge Erzherzog Franz Josef trat vor seinen Oheim, bat kniefällig um feinen Segen. Dieser umarmte und segnete ihn in seiner gutmüthig schlichten Weise mit den Worten: „Gott segne dich! sei nur brav, Gott wird dich schützen; es ist gern geschehen." Noch am selben Tage verließ Kaiser Ferdinand-Olmütz und wählte die kaiserliche Burg zu Prag zu seinem bleibenden Aufenthalt, die er — eine kurze Zwischenzeit während der preußischen Invasion im Jahre 1866, wo er sich nach Innsbruck zurückzog, abgerechnet — bis zu seinem Tode nicht mehr verließ. Länger als ein Vierteljahrhundert hat der vielgeprüfte Monarch dort den Frieden und die Ruhe stiller Zurückgezogenheit genossen. Wie er über die Gestaltung der Dinge in Oesterreich seit feiner Abdankung urtheilte, ob er feine Thronentsagung bereute, wie er über die Aufhebung der verfassungsmäßigen Zustände zu Ende des Jahres 1851, wie er über die Orgien der Reactivn während der fünfziger Jahre, über den endlichen Zusammenbruch des Systems u. f. w. gedacht, es sind nie Aus-sprüche des Kaisers bekannt geworden, welche im Sinne eines Urtheils über die damals ober später herrschenden Regierungssysteme gedeutet werden konnten, am wenigsten Aeußerungen des Bedauerns über feinen Rücktritt. In dieser Beziehung gestand er vielmehr offen, daß die Zeit ihn überholt habe und daß er noch immer in den Anschauungen der Vergangenheit lebe. Inniges Gefühl hatte der greise Herr stets für feinen kaiserlichen Neffen wegen der Sorgen und schweren Aufgaben, die demselben schon in jungen Jahren geworden. Sonst aber kümmerte sich Kaiser Ferdinand nur wenig um politische Zustände und Entwicklnngen, bewies aber fortwährend reges Interesse für die materiellen Verhältnisse der Bevölkerung, für den Erwerb und Wohlstand im Lande, für den industriellen, gewerblichen und landwirtschaftlichen Fortschritt. Von den großen historischen Ereignissen, die während seiner letzten Lebensjahre Europa umgestalteten, speciell von dem deutsch-französischen Kriege und dem Sturze und Ende Napoleons III. erfuhr Kaiser Ferdinand nichts mehr. Seit dem schrecklichen Ende des unglücklichen Kaisers Max in Mexiko, dessen Geschick ihn aufs tiefste betrübte, verhehlte man ihm aus Schonung und Rücksicht die letzten Todesfälle in der kaiserlichen Familie, wie das Ab leben der Erzherzogin Sophie und der Kaiserin Mutter Karolina August». Den wohlwollenden Sinn, die Güte des Herzens, das ftctß hilfsbereite Ge müth bewahrte er auch in seiner Zurückgezogenheit, und gewiß ist es bezeichnend für den Verewigten wie für sein Verhältnis zum Volke, daß dasselbe für seinen letzten absoluten Machthaber, dessen Regierung in einer blutigen Revolution, in den Greueln von Bürgerkriegen ihren Abschluß fand, nur den Beinamen des „Gütigen" hatte, den ihm die Geschichte noch in den spätesten Jahrhunderten bewah reit wird. Politische Rundschau. Laibach, 6. Juli. Inland. Nachrichten aus Pest bringen die Versicherung, daß die Berathung über die Revision des Zoll- undHandelSbundnisses endlich aus dem Stadium der Vorverhandlungen in jenes der eigentlichen Transactionen übertreten werden. Infolge Aufforderung des österreichischen und mit Zustimmung des ungarischen Ministeriums trat nemlich mit Beginn dieser Woche die im Artikel XXI. des bestehenden Zoll- und Handelsbündnisses vorgesehene gemeinsame Zoll - und Handels» confe r enz zusammen, welcher nach Maßgabe dieses Artikels die Vorbereitung und Vermittlung gleichartiger Grundlagen für die internationalen Handelsverträge, für die Gesetzgebung und Verwaltung der Zölle, der indirecten Abgaben und der sonstigen Angelegenheiten, auf welche sich das Zoll-und Handelsbündnis bezieht, obliegt. Die ungarische Regierung, welche das ihre principiellen Ansichten enthaltende Memorandum dem österreichischen Ca-binete übermittelt hat, entsendet zu der Eonserenz die schon an den Vorverhandlungen betheiligten Sectionsräthe Merfort und Matlekovich. Die Vertreter der österreichischen Regierung sind noch nicht bekannt; es muß ferner bemerkt werden, daß auch das Ministerium des Aeußern, da es sich in erster Linie um die Erneuerung ober Kündigung der Handelsverträge handeln wird, seine Vertreter zu entsenden hat, und daß im Gesetze auch die Betheiligung von Experten, namentlich aus den Handelskammern, an der Zoll- und Handelsconferenz vorgesehen ist. Die prager Altczechen hätten gern die Leichenfeier für Kaiser Ferdinand in die Hand bekommen, um den „letzten gekrönten König von Böhmen" in ihrer Weise auch beim Begräbnis zum Gegenstand einer staatsrechtlichen Demonstra- zogen durch die Stadt auf das Exercierfeld hinaus. Bald wußte man, daß alle in der Stadt weilenden Glieder des Kaiserhauses, der gesatnmte Hofstaat, die Minister, der Gubernial-Präfident Graf Lazansky, der Kreishauptmann Graf Mercandin, die in Olmütz anwesenden höheren Staatsbeamten und Militärs für 8 Uhr vormittag an den Hof beschicken waren. Desgleichen der Feldmarschall Windischgrätz und der erst unlängst zum Feldzeugmeister beförderte Bonus, die am Abend zuvor, jeder mit einer kleinen Suite, aus Wien eingetroffen waren. In später Nacht-stunde, 2 Uhr nach Mitternacht, war in alle Kasernen der Befehl gekommen, die Garnison habe um 9 Uhr zu einer feierlichen Parade auszurücken. Darauf glaubte man in militärischen Kreisen erst, es gelte der unerwarteten Ankunft der beiden Feldherrn aus Wien: aber die Herren und Damen vom Hofe, kamen sie auch, um Windischgrätz und Jelaöik zu sehen oder ihnen ihre Aufwartung zu machen? Eine halbe Stunde nach sieben Uhr begannen sich dir zu dem großen Thronfaale führenden Räume mit einem von Minute zu Minute dichter werdenden' Gedränge zu füllen. Der schwarze Frack, der geistliche Talar, Uniformen aller Art in buntem Gemisch trab lebhaftem Durcheinanderwogen boten ein bewegte« Bild. Neugierde, gespannte Erwartung spiegelten sich auf allen Gesichtern; man drängte sich an solche, die man für besser unterrichtet hatten konnte, die jedoch ebensowenig Auskunft geben konnten ober mochten. Die Eonverfation, anfangs mehr abgebrochen und halblaut, wurde allmälig belebter, unb es mußte Ruhe geboten werden, damit der Lärm nicht in den anstoßenden Thronfaal dringe. In diesen letzteren wurden nur wenige der Ankömmlinge eingelassen; die Erzherzoge und die Erzherzoginnen, doch ohne ihre Begleitung, die Minister Windifch-grätz und Jelafif, Graf Grünne, LegationSrath Hübner. Letzterer machte sich um einen mit einem Tintenfaffe versehenen Tisch, der offenbar feint Rolle zu spielen hatte, allerhand zu schaffen. Von den Angehörigen des Kaiserhauses fanden sich ein: die Erzherzoginnen Maria Dorothea, Witwe des Palatinos Erzherzog Josef, unb Elisabeth, Gentalin des Erzherzogs Este, dann die Erzherzoge Ferdinand Max, Karl Ludwig, Karl Ferdinand, Wilhelm, Josef und Ferdinand Este. Auch diese insgesammt befanden sich in völliger Unkenntnis dessen, was da kommen solle. Erzherzog Karl Ferdinand trat an den Kriegsminister heran: „Aber, sagen Sie mir nur, was geht denn heute los, daß man uns schon um acht Uhr hieher bestellt hat?" — „Belieben sich Euer kaiserliche Hoheit nur einen Augenblick zu gedulden, man wird e» gleich erfahren." (Fortsetzung folgt.) ! tion machen zu können. Das Hosceremoniel h-t ihnen freilich einen Strich durch diese Rechn»»; gemacht. Um so größer ist aun ihr Aerger. Der Fall beweist wieder einmal, daß bei den czechiM Politikern alles auf die Demonstration hinausläajl um sich selbst wichtig zu machen. Denn aus Loyi> tität ober Pietät echauffieren sich denn doch dich Herren nicht. Sie stellen die unmöglichsten Forderungen, von denen sie vorher wissen, daß biestlba abgewiesen werden,, nur um dann daraus kaM zu schlagen. Aus diesem Grunde verlangte im pti» ger Stadtrath der Bürgermeister-Stellvertreter uni und „Pokrok"-Redacteur, das Militär möge an bat Eonduct der Kaiserleiche in Prag nicht theilnehma und der „Ezech" schlägt sogar vor, man möge nrf im letzten Momente die Beisetzung der Leiche bd Kaisers Ferdinand in der böhmischen KönigsMl auf bem Hrabschin fordern. Die in den letzten Tagen über den brünnct Arbeiter st rike eingelangten Nachrichten bete» ben eine theilweise Wendung zum Bessern. 33« dortigen Blätter conftutieren, daß täglich mehr uti mehr Arbeiter in die Fabriken zurückkehren, uti schöpfen daraus die Hoffnung, daß die ganze 8f wegung nunmehr in entschiedenem Niedergange begriffen sei, nicht wenige Arbeiter, denen ihre jetzi-Situation unbehaglich zu werben begimtnt, die obtr doch von ihren Forderungen nicht abstehen roote schicken sich an, Brünn zu verlassen unb anderem Beschäftigung zu suchen; die überwiegende Mehr» heit der Weber scheint jedoch das NichtSthan zu haben unb zur Wiederaufnahme der Arbeit bereit zu fein. In der Umgebung Brünns ist bich« die Arbeitseinstellung nur ganz vereinzelt aufgetrt« ten; in Brünn selbst wird bereits in siebzehn I» briken vorläufig allerdings mit einer sehr gering Anzahl von Händen gearbeitet. Ausland. Die in Berlin eingelauM Nachrichten über das Befinden des deutsch'' Kaisers sind so zufriedenstellend, daß von ntats das italienische Reiseproject diScutiert wird. SW glaubt nicht mehr daran zweifeln zu dürfen, Ni Kaiser Wilhelm im Monate September den (»# gehegten Wunsch eines Ausfluges Über die W ausführen werde. Gleichzeitig kommen auch & Varzin über Bismarcks Gesundheitszustand? beruhigendsten Meldungen. Es ist sogar frag!» ob der Fürst Heuer überhaupt noch eine BadE ontreten wirb. Dagegen soll es sicher sein, dfl§ ^ Kanzler noch vor bem Zusammentritte des Rav tages alle feine Amtsgeschäfte wieder aufnelp wird. Die russische Regierung hat ihrem tretet in Athen, Saburoff, Erlaubnis ertp feinen Posten für längere Zeit zu verlassen, jjjj überdies dem einzigen Kriegsschiffe, das sie ior räus hat, bem „Fürst Pofchansky", Befehl ertt* nach Malta abzusegeln. Dies wirb, dem berti^ Correfpondenten der „Morning Post“ Jz ein beruhigendes Zeichen dafür acceptiert, daß^ Grund vorhanden ist, Unruhen ober eine pelE Krisis in Griechenland zu besorgen. Aehnliche Uiv zeugungen scheinen sich auch anderer Diplo^^ bemächtigt zu haben, fintemal sämmtlichk ftt®* Gesandte, mit einziger Ausnahme deS törhlv1 Athen auf Sommerurlaub verlassen haben. In England dürfte mit Beginn btf® Monates sich eine Art Kulturkampf gegen titi* v listifche Geistliche entwickeln. Das mtt E ? Mühe zustande gebrachte Kirchen - Disciplinar^ ist intraft getreten. Ein Ritualist, welcher anglikanischen Gemeinde zweimal die SPfofft ottreg« wurde bereits von regierungswegen auf sechs vom Amte suspendiert, und der Bischof von K*» verschärfte die Maßregel durch eine Bttwarmm» Seitdem werben von realistischen Amtliche» aufreizenbsten Predigten gehalten. Conslicte w« Staate werben provociert. ES werden megtrw Uebertritte berselben zur römischen Kirche em»»j um bafl ConflictSgefchSft mit vermehrte« fortzufetzen. ti Die Meldung, daß Montenegro seinen Bei-ttitt mm Weltpostvertrage erklärt hat. ist wichtiger, auf den ersten Blick scheinen möchte, denn sie »itbVicht nur die Eifersucht der Rumänen erregen, ttttn Fürst es sich gefallen lassen mußte, daß der ^Uietön in Konstantinopel seinen Beitritt zum Welt» HtKtMe für ungiltig erklärte, sondern auch m S Schwarzen Bergen die Neigung, die Kunst des NtcibtnS zu erlernen, erhöhen, da sonst der Bei-ganz unnütz wäre rettungs-Lostüm den Rhein hinauf- und die Donau binab-schwimmen und später Lord Byron nachahmen und ohne sein Costiim über den HelleSponl schwimmen.__________________ Zur Tagesgeschlchte. ^Vewitterverheerungen. Aus Luttenberg * Unterfteiermad wird geschrieben: In dem benachbarten ^ichlsbezirke von Fridau ist ein furchtbares Gewitter “deaanaen das einen sehr bedeutenden, zur Stunde ziffermäßig genau festgestellten Schaden Achtet hat. Der Hagel zerstörte ebenfowol tote Feld-^ als einen großen Theil der W-mgarten. deren Er-^4». L Bekanntlich zu den besten der Steiermark gehört. N mci(tm haben die Weingärten von Luttenberg. Kum-Picheldorf. Pressika. Rindscheid. Pcrstova Noch viel bedeutender als erg. und in den 4 " wo das herabströmende Wasser denn doch nur > gu chen riß und dazwischenliegende Kulturstücke ge unbeschädigt ließ, sind indessen tote Berwüstnnger I* v - ^ te. Ebene ausgefallen. Hier wurden tue - ■ - ■ für heuer Sil *fo vollständig zerstört, daß die Landleute -.„-sicht auf irgend einen Ernte-Ertrag mehr haben. ""Mi Uär Heirat scaut io ne n. Mit Bezug N vT fläch,«che Defraudation, welche der Kasiendirector £ ^ « ?Äe Jmim^iion *. °. Mengele der be-Xd, durch einen Selbstmord endete, seinerzeit veru te. die ..Wiener Abendpost" eine für d.e mrt Schaden le„ Parteien beruhigende amtliche Erklärung Diese , . Ruck sichtlich der vor einiger Zeit bei der Unwer- ^' Är'ilitär.Deposttenadministration conslatierten Abgange .«. awrttttt der in toet tatbos mol sagen, . . ■ ' 6ieIt fcen Papst für ebenso Witi halten, im Gegentheile, Jl mi(rh, h,r nrn6, wie jeden anderen Menschen- Was würde der große wenn er erfahren müßte daß in Rom Anzahl Bischöfe den Einfall hatten, zu besten, daß « Ttttidbe Eigenschaft der ..Unfehlbarkeit» f». die göttl £r jj^hoiik bleiben und S' w*6 tf" i ««nfaci»« M » ^ — üer Yi- fteiiiae vor der Er< Apostel der Deutschen der Unfehlbarkeit der große Heilige geworben ist; wenn der hl 'anerkannten Unfehlbaren verdammt und t als «eher eo ipso der Hölle verfallen, un . « ovton. Der amerikanische Schwimm- ‘Ä » Ä* «, »« i«, ? Lnritimen Ausstellung im ffitfolge des Lord ion am 12. August nach der französischen von vtpadt begeben Hierauf wird er in feinem Lebens Local- und Provinzial-Ängelegenheittn. - (Landesirrenanstalt.) Ju der Sitzung des Landessanitätsrathes für ftraiu am 8. Juni l. I. wurde übet ein vom Landesausschufse erbetenes Gutachten betreffs der Umwandlung des Landeszwangsarbeitshauses in eine Landesirrenanstalt verhandelt. Ler Referent Dr. Keesbacher ipricht sich gegen die Adaptierung des Zwangsarbeitshauses aus und stellt schließlich folgende Anträge: 1. Der k. k. Landessanitätsrath spricht sich principiell gegen jede Adaptierung irgend eines ursprünglich anderen Zwecken gewidmeten Hauses zu einet Irrenanstalt aus. 2. Der k. k. Landessanitätsrath erklärt das Zwangsatbeitshaus speciell vermöge seiner Lage, in der Nähe des Flusses, Fabriken bewohnter Stadttheile, des städtischen Schlachthauses, überhaupt wegen zu naher Lage bei der Stadt und wegen der Unmöglichkeit, dasselbe rings mit Gärten zu umgeben, aber auch wegen der übrigen, den Heilzweck störender Mängel für durchaus unpassend zu einem Jrrenhause. 3. Der k. k. Landessanitätsrath spricht es aus, daß er mit den im vorliegenden Referate eventuell ins Auge gefaßten Grund« täufen, Neu-, Zu* und Umbauten zwar sich einverstanden erklären würde, daß aber trotz alledem ein Irrenhaus resultieren würde. welches weder den Ansprüchen der Wissenschaft noch des Heilzweckes entsprechen würde. 4. Der k. k. Landessanitätsrath hält die finanzielle Ersparnis dieses projezierten Adaptierungsbaues gegenüber einem Neubaue für illusorisch. zum mindesten nicht im Verhältnis stehend mit den Nachtheilen, die eine Adaptierung des Zwangsarbeitshauses dein künftigen Landesirrenhanfe zufügen würde. 5. Die hohe k. k. Regierung wird ersucht, diese Beschlüsse« des k. k. Landessanitätsrathes dem Landes, ausschufse mit der Intention, die darin ausgesprochenen Anschauungen aufs kräftigste zu unterstützen, zu übermitteln. An diese Anträge knüpfte sich eine kurze Debatte, in welchem Sanitätsrath Dr. Schiffer zur Illustrierung der Ersparungen bei Adaptierungen daraus hinweist, daß das Schloß Vigaun um 65,000 fl. als Zwangsarbeitshaus an gekauft wurde, daß aber die Adaptierungen 85,000 fl. kosten. Eine längere Debatte entjpinnt sich über die vom Landes-ausfchuffe gestellte Frage, ob für den Fall des Ankaufes des Thiergartens, die dort bereits vorfindliche Se pariernng der Directionswohnuug überhaupt erwünschter sei, und ob die Teichanlagen daselbst nicht doch bedenklich seien und ob dagegen und welche Vorkehrungen zu treffen wären. Refrrent hält die Separierung der Directionswoh-nung nicht für den Heilzweck abträglich und Die Gefahren der Teichanlagen für leicht zu beseitigen. In gleichem Sinne sprechen sich die Sanitätsräthe Dr. Bleiweis und Dr. Schiffer aus. Schließlich werden sämmtliche Anträge des Referenten einhellig angenommen. — (EisenbahnTarvis-Ponteba.) Wir haben neulich den wesentlichsten Inhalt einer Petition veröffentlicht, welche die Handelskammer von Kärnten an die Regierung gerichtet hat und in welcher sie aufs dringendste den Ans bau der Ponteba-Bahn fordert. Es scheint aber, nach einer Mittheilung der „N. Fr. Pr.", als ob die Regierung nicht entschlossen wäre, diesen Wünschen so bald gerecht zu werden, und zwar aus dem Grunde nicht, weil sie der Ansicht ist daß es der Südbahn, welche den Anschluß von Udine nach Pontafel zu bewerkstelligen hat, bei den finanziellen Ber hältnissen dieses Unternehmens kaum möglich sein werde, die italienische Anschlußlinie innerhalb der nächsten Jahre her zustellen. Unter solchen Verhältnissen — so scheint man in Regierungstreuen zu glauben — sei Gefahr vorhanden, daß die Eisenbahn Tarvis-Ponteba eine Sackbahn bilden winde welche ohne jeden Durchzugsverkehr bliebe und nur localen Verhältnissen zu dienen hätte. Wir wollen hoffen, daß die Regierung es bei diesen Zweifeln nicht bewenden lassen, sondern bestrebt sein wird, nach der einen oder anderen Richtung sich Gewißheit zu verschaffen. — (Begräbnis der Selbstmörder imMi Iitärstande.) Eine principiell intereffante Verordnung, welche sich auf die beim Militär vortommenden Selbstmorde bezieht, ist vom Reichstriegsministerium erfloffen. Die ree fenllichste Neuerung gipfelt in der Bestimmung, daß von nun ab alle Selbstmörder, mit Ausnahme solcher, welche zum Tode rechtskräftig verurteilte Verbrecher waren oder durch eine mit der Selbstentleißung in Verbindung stehende strafbare Handlungsweise bedeutendes öffentliches Aergernis geboten haben, mit militärischem Conduct auf den Friedhöfen beerdigt werden, daher bei der Leichensection die bisher gebräuchliche Erhebung, ob der Selbstmord im zurechnungsfähigen Zustande erfolgt sei oder nicht, zu entfallen hat, außer wenn dieselbe zum Behufe der Würdigung der Ansprüche auf Versorgung und sonstige Gebühren seitens der Hinterbliebenen erforderlich wäre. Zum Tode rechtskräftig verurtheilte Selbstmörder werden bei Nacht o£me militärischen Conduct an einem besonders dazu bestimmten Platze begraben, während die Beerdigung der eben ermähnten Selbstmörder, welche Aergernis erregt haben, ordnungsmäßig, jedoch ohne Conduct zu geschehen hat; den kirchlichen Organen bleibt es unbenommen, die Bestattung der Selbstmörder auf den Friedhöfen mit rituellen Functionen zu begleiten ober die Vornahme solcher Functionen abzulehnen. — (Umrechnung der EifenbaHntarife nach dem metrischen Maß.) Die Umrechnung der EisenbaHntarise nach dem metrischen Maß involviert naturgemäß eine nicht zu unterschätzende Arbeit, zu deren Beendigung bis Schluß dieses Jahres die Eisenbahnverwaltungen bedeutende Anstrengungen werden machen müssen. Es finden demzufolge seit mehreren Tagen Conserenzen von Fach-reserenten der österreichischen Bahnen statt, welche sich namentlich aus die Feststellung der umzurechnenden Einheitstaxen sowie aus Fixierung der Frachtsätze für die sogenannten Knotenpunkte des internen österreichischen Verkehrs beziehen. Daß die betreffenden Arbeiten nicht schon früher ausgenommen wurden. hat feine Ursache zumeist darin, daß bezüglich des Umrechnungsmodus zwischen den Bahnen und der Regierung Differenzen bestanden haben, welche nunmehr geregelt erscheinen. Es liegt übrigens bei den Bahnen die Intention vor. anläßlich der Umarbeitung der Tarife nach dem metrischen Maße eine thnnlichfle Vereinfachung des Tarifwesens eintreten zu lassen. In welcher Ausdehnung dieses an und für sich anerkennenswerthe Bestreben reali-iert werden wird, laßt sich vorläufig noch nicht beurteilen, da die bezüglichen Vorverhandlungen noch nicht genügend weit gediehen sind. — (Sand - und Staubtheile in den Lun» g e n.) Nach Mittheilungen des Professors Gorup-Befanez and man in der Lunge einer Arbeiterin in einer Fabrik, welcher die zum Einlegen des seinen Blattgoldes be-Iimmten, durch Einreiben mit Englischroth rothgefärbten Büchelchen von Fließpapier angefertigt werden, 10—11 Gramm @isenroth, also in beiden Lungen 20—22 Gramm. In einem zweiten Falle bei einem Arbeiter, der in einer Ultramarin-Fabrik mit der Mischung von feinem Thon- und Ouarzfand beschäftigt war, konnte man die Menge von Thon- und Quarziheilchen die sich in beiden Lungen an» gesammelt hatten, aus beinahe 30 Gramm schätzen. Diese Thatsachen find eine Mahnung in Fällen, wo man gezwungen ist, sich in Räumen aufzuhalten, in welchen be-ländig derartige seine Mineralstoffe in der Luft herumliegen, die nöthigen Vorfichtsmaßregeln nicht zu versäumen und die Lungen durch Borbinden eines Respirators oder feuchten Schwämmchens vor Mund und Nase vor solchen gefährlichen Eindringlingen zu schützen. — Auf die heutige Annonce des Bankhauses Isen-t h a l & Comp, in Hamburg wird hierdurch besonders aus« merfsam gemacht. Mngesendet , Der Thierschutzverein entfaltet seine segensreiche Tätigkeit zugunsten der Thiere, wann wird endlich ein Verein erstehen, der die Menschen gegen die Thiere in Schutz nimmt, mit anderen Worten, der es fich zur Ausgabe macht, der Unsitte des Mitnehmens von Hunden in öffentliche Loca-litäten energisch entgegenzutreten ? Man braucht kein Thier» feinb zu sein, um über die Rücksichtslosigkeit der meisten Hnnde-Eigenthümer in Harnisch zu gerathen, welche jeden Gasthausgarten als Privatdomäne ihrer vierfüßigen Lieblinge betrachten und anderen Gästen den Aufenthalt daselbst verleiden. denn wie kann man sich dem Genüsse der milden Abendluft oder einer anregenden Conversation ganz hinge-ben, wenn man jeden Augenblick Gefahr läuft, daß irgend ein „Hector" fich der lichten Hofe eines Herrn als Serviette bebient ober ein verwöhnter „Ami" das Seidenkleid einer Dame als Anstandsort benützt! In der Thal, hier thut Abhilfe dringend noth und nachdem bisher bie Republicie-rungen des betreffenden Verbotes meist ohne nachhaltige Wirkung verblieben find, so wird das Publicum in irgend einer Weise zur Selbsthilfe schreiten müssen, welche anzure-gen die vorstehenden Zeilen den Zweck haben Witterung. Laibach, 6. Juli. Anhaltend heitere Nächte und Morgen, tagüber theil-weise leicht bewölkt, mäßiger SW. Wärme: morgens 6 Uhr + 17 7°, nachmittags 2 Uhr + 29 4- C. (1874 4- 28 4°; 1873 + 264» C.) Barometer im Fallen 73761 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 22 3°, um 3 5° über dem Normale. Jg. v. Klcinmayr & /ed. Damberg in Laibach. In unserem Verlage ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Verstorbene. Den 4. Juli. Anna DolnHar, Taglöbnerstochter, 6 I. Civilspital, Erschöpfung der firäfte.______ Telegramme. Wien, 6. Juli. Kaiserin Elisabeth» die Erzherzoge Franz Karl und Ludwig Victor sind gestern abends hier eingetroffen. Der russische Thronfolger ist um halb 6 Uhr in Wien angekommen, wurde am Bahnhofe vom Kaiser, dem Kronprinzen, den Erzherzogen und Spitzen der Behörden empfangen und stieg in der Hofburg ab. Lemberg, 6. Juli. Das Befinden Golu-chowski's hat sich bedeutend gebessert. Wiener Börse vom 5. Juli. Staatsfonds. Lperc. Rente, öst.Pap. bto. bto. oft. in Silo. Lose »ott 1854 . . . . Lose von 1860, ganze kose von 1860, Fünft. Präuiiensch. v. 1864 . Ornndent.-Obl. Eiebenbürg. Ungarn Actien. Anglo-Bank......... Crebitanstalt ex. . . . Derofitenbank . . . . E«comvie-Anstalt ex. Franco - Bank . . . . Handelsbank........ Nationalbank ex. . . Oest. Bankaesells. . . Union-Bank......... DereinSbank........ Berkehrsbank...... Alfvld-Bahn ex. . . «arl-Ludwigbahn ex. Kais. Elis.-Bahn ex. Kais. Fr.-JosefSb.ex. Etaarsbahn......... Eüdbahn............ Geld Ware Pfandbriefe. ©elb; Ware 70-30 70*40 Ällg. öst. Bod.-Credit. 97-25 97-75 73-80 73 90 bto. in 33 I 88 — 8850 103-50 104- Nation, ö. W 98*75 98-90 112-15 11230 Ung. Bod.-Creditanst. 86*75 87.- 117-75 134.50 118-25 134-80 Prioritäts-Obl. Franz-IosefS-Bahn . Öest.-Nordwestbahn. 9460 94*80 94-10 94.30 Siebenbürger .... 73.25 80'— 80*50 Staatsbahn 138*25; 13S*75 81*75 82-25 Südb.-Ges.zu 500 Fr. 101‘5C|102’ — fcto. BonS 221-5(i 222-50 Lose. 112.50 £15 25 112*75 215-50 Credit * Lose 164*- 164 50 Rudolfs - Lose .... 1325 13-75 135 — 136- 740*— j 7ÖO*— 38 50 38.75 Weche. (3Mon.) 53 50 54'— Augsb.iovfl.südd.W^ 92*60 62 70 935'— 937'— Rranlf. IOC Mark. . Hamdarg „ „ 54.20 54-30 166.-- 167'— 54*15 5425 95*80 96'— Üonbon 10 Psd. ©trat. lll-45;11155 89— 89-50 Paris 100 Francs . . •13-90, 43*95 126*- 126 50 Münzen. 220 50 221 - 1 172*50 173 - Kais. Münz»Ducaten 5*23 5 5-L4 157 — 157*50 20-FrancSstück . . . . Preuß. Kassenscheine. 8-89» 8-90 274*— 275 — 1-64 161" 91-75 92-25 Silber . . 100-30,100-40 Der telegraphische Wechselcurs ist uns bis zum Schlüsse des Blattes nicht zugekonrmen. Sank nttb Anempfthlllllg! Der ergebenst gefertigte Handelsgärtner erlaubt sich den geehrten- p. t. Kunden für das geschenkte Vertrauen zu Lanken, und wird stets auL weiter sein Bestreben sein, dies Vertrauen zu rechtfertigen und sich dafür dankbar zu erweisen. Alle in dieses Fach einschlagende Artikel als: Dekorationen für Bälle, Leichen rc. rc. Kränze, Bouquets, in allen gewünschten Größen werden anss Schönste und Schnellste hergestcllt und aufs Billigste berechnet. Achtungsvoll (452) 2—1 Aiois Korsika, Kunst- und Handelsgärtner Polanavorstadt Nr. 69, Laibach. S/fT Aiköwärlige Aufträge prompt gegen Nachnahme. Rußland Ein Uniurvlitiitiiliiirrv wünscht während der Ferienmonate entsprechende Beschäftigung. Am liebsten in Krain. Geneigte Anträge an: Johann Gollob, stud. phil, Universität, Graz._(454) 3—1 Bei J. Kariiiger frisch angelangt: Prinzessen-Wasser von A. Ueniiartl in Paris Pr. Flacon 84 kr. seit üufhcBunq der ücibciflcn|dmft. Von Dr. Fr. J. Celestin. 25 Bogen gr. 8°. Preis 4 fi. Der Verfasser obigen Werkes, ein ö|lcrr. Slaoe, der mcBretc 3aftct in Jlord-, Kittck- and Siidrufltuiul im ruffifificn Slauliditnflc, mit allen Ständen in Jkrüfirnag kam und |i(ft eine genaue fienntni* der ruffifcficn £ilerulnr und ©ofcfiüAle, euifi der geheimen, besonder» der des 19. 3abrbnnderti erwarb, schickt in der Einleitung seines Werkes in gedrängter Kürze eine kulturhistorische Skizze Rußlands unter Alexander I. und Nikolaus zum Verständnisse der gegenwärtigen großen Reorganisationsperiode voraus, bespricht in den folgenden Abschnitten mit vollkommener Beherrschung des Stoffes die wichtigsten Reformen, die Aushebung der Leibeigenschaft und ihre Folgen, die Reformen im Finanz-, Justiz-, Admini-strations- und Unterrichtswesen, und im letzten Abschnitte endlich bietet der Autor eine vorzügliche Studie der russischen Gesellschaft, worin alle Stände sowie politischen und literarischen Parteien besprochen werden, so daß dem Leser ein getreues Gesarnrntbild der russischen Gesellschaft geboten wird, wie in keinem zweiten ähnlichen Werke. (451) 3—1 österr.-nngar. Nordpol-Expedition 1872-74 nach dem Gemälde von A. Dbermüllcr Cabinetformat mit eleganter Enveloppe fl. 7.20. Einzelne Blatter 60 kr. Das IngcMi des JlordpoffaFircrs ©tio Ärifü 50 kr. (453) Zur gefälligen Abnahme empfohlen durch Georg L e r ch e r's Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung in Laibach. I Amtlich feftgestellt am 14> Juli d* J«1 beginnt die Ziehung zweiter Abtheilung | der von der hohen Regierung concessio-[ nieten und gur.mtirten Geldlottme. — l Samnitliche Gewinne werden innerhalb «Niger I Monate durch 6 Ziehungen endgültig ausge-I looft und betragen zusammen 7 MilHontn 720,818 Reiehwmark baares Geld, der Hauptgewinn beträgt ev. ^ zx zx § ff 5,000- 214300 Rllchömarl (giittni o. -2. Ferner Gewinne von: 250,000, 125,000, 80,000, 60.000, 50,000, 40,000, 36,000 und viele B90 30.000, 24,000, 20,000, 18,000, 15,000, 12 0«0. 10,000 je. rc. zusammen 70O Gewinne. wie die välfte aller Loose müssen laut amtlichen Plan gewinnen. Gegen Einsendung des «elrager von ö. W fl.«. «i> kr. für ein a * n-cS Ongmalloos. o. W. fl.3_3t) kr. für ein i'aUn> midfl.'«5kr. ö. W, für ein viertel Lriginalloos versendet bie Jsenthal & Co. ,ln Hamburg2 L«» I Diese Finna legt bei Effectuirung einer jeden I ^ Bestellung den aintliciien .-iolinngs-Plan I aller 6 Ziehungen bei und ertheilt n£*,lL— I Ziehung an ic5cn_ Theilnehmer die amtliche 6H I roiiinlifte. Durch die Berbindungen dieses Hauses Imt allen Plätzen werden die gewonnenen -öetraze j I sofort itadh jederZieliung gegen Aushündigwig i | dUewinnlooses nnSbezahlt- , Für die pünktliche Ausbezahlung! Iber gewonnenen Beträge haftet dieÄegie-!rung der freien Stadt Hamburg nuts«1, | gesummten (itaaismmögen. ^ I Firma (254) 15 Ausstellung Welt /m «» fei 1873 Wien (167) Frische Füllung: aus der iKgg Ofner Räköczy-Mineral-Bittersalz-Quelle. Dieses Mineralwasser, wo loh es im Laboratorium der konigl. ungar. Universität Professoren chemisch genau untersucht wurde, enthält im mineralischen Bcstandtheilcn ia 1 Pfand 1 32 Loth oder 7680 wiener Gran : Schwefelsäure Magnesia................. Schwefelsaures Natron ................. Schwefelsaurea Kali ................... Clomatrium ............................ Kohlensäuren Natron.................... Kohlensaurer Kalk...................... Eisenoxyd und Thonerdo................. Kieselsäure............................ Freie und halbgohundeno Kohlensäure 159*017 111-071 1*167 12 »72 4*496 8‘867 0051 0*996 1 96 sowie durch berühmte in- and ansländi^' Das natürliche Ofner Räköczy-Mineral-Bitterwasser wird von Dr. Walla, l’rimarant zu St. Rochus, und von ^ Frenreisz, ofner Stadt-Oberpbysicus, mit ganz besondern folg au gewendet: _ v %. 1. bei Unterleibskrankheiten, nemlich Leber- und Milzansc i? pungen, Hämorrhoidalleiden, Stuhlverhaltung; 2. bei chronischem Magen- und Dannkatarrh, Gelbsucht« ^ 3. bei CirculationsstÖrungen, Athmungebeschwerden, ^ment^ wenn selbe Congestionen nach verschiedenen Organen 4. bei Gicht, nm die Aus- und Absonderungs-Thatigkeit ö hiemit den Stoffwechsel zu beschleunigen; Tat 5. bei chronischen Hautaasschlägen, leichteren Skronhulose; 6. bei fettiger Entartung dos Herzens; 7. gegen Fettunsainmlnng überhaupt; . 8. bei Erkrankungen der weiblichen Sexualorg • wegen «einem unübertreffllchet‘ 300-335 In Anbetracht, dass dieses ausgezeichnete Mineralwasser omuoiu »uuwiurvunv-uw- Magnesia (Bittersalz) bis heute alle in- und ausländischen Bitterwässer weit iibertrifft, kann es einem leiaenuen den 1‘ublicum bestens und gewissenhaft empfohlen werden. _ Hanptdepot Die Brunnen-Verwaltung j f bei den Eigenthümern Gebrüder Loser der Rdköczy-Quelle in Budapest und Triest. bei Ofen. , fl Ilauptnicderliiife für (Ins Immliiml Kruin bei Herrn Peter Liissnik in Laiuiuu^ ^ Sonst za hüben bei den Herren : Jakob Schober, Miohftel Kästner and Pohl & Suppanin . Johann Carl_Bchaunlgr in Krainbnrg; _Franz Pauaer in Reifnlz ; Jul. Plautz and *aumbaoh sohe^AP' Apotheker in Stein. Barthelme in (iottschee; Eug. Mayr in Wippach; J. Konda in Hudolfswerth; Adolt dann. I Druck von Jg. v. »Ieinmayr * Fev. Bamberg. Verleger Ottomar Lawberg. gilt die Redaction verantwortlich: Franz Spitaler.