—.—_____ ^W^ ^------------------ N5 "^ ^»„.^ 5m. l» lr. u. l.». Iu,«rt«onHnnpel jebe««. w l». ^gu!>z !I!^^, ' ^"l >Ul d°« Jahr 1873 die Nichtamtlicher Theil ^ ^«m Tage. . ? "fahren 3? '«^ ^^^en, widerspruchsvolle ssri< "^f°la nl./r ^7?/ "^"«" Abendbl." tritt letzteren in N^°H '"°"^ l°>'st Mich.- I>chp!.l««,is/'A„ , °°°n, «°ch »' einiaen » „" N,m,!7« »Uchl schwer „« D»« ,,El»»^. lch„ll>! i!b< ^° H^"' "°ll>°," Beseitigung der früheren Reichsraths-Wahlordnung auch fur die polnischen Agitatoren die Concessionen den Werth verl.eren werden, die ihnen zum Nachtheile d-r Vevöl-lerung Galgens gemacht wurden " Ein wiener Correspondent der „Bohemia" bespricht ster ^"^"/""5"' ausgestreute Gerücht, der Mi-7 .! Putzern habe sich für die Polen derart engagiert daß durch emen Exodus derselbm seine Stellung futtert werden müßte. Dieses Gerücht wird an der ?n7^ ? k'?' '" Commissäre haben diese Anträge, wie ich höre, l" ^ annehmbar erklärt, haben vielmehr daraus bestandel»' ^ durch eine folche Einrichtung die im Pumte pester Abmachungen vorausgesetzte ungleiche Oetve ^ der in d:r Monarchie circulierenden OelolMtM verhindert werden könne, indem die Forderung °^ garischen Finanzministers, wie dieser ja M n'chl ^, die Bildung einer eigenen, von einen» anderen v ^ tungslörper zu leitenden Bank involviere, lv»"" ^. Möglichkeit einer verschiedenartigen Bcweithung ° ^ culierenden Notcn der österreichischen und u^.^ Bank im vorhinein als selbstverständliche F°lse"M ergäbe. Oesterre'ch sei gcrue bereit, der M'"^ gegenüber innerhalb dcr die Gleichartigkeit der ,^ thung sichernden Bedingungen die ColistitllieluNs .^ in Pest exmittierten Leitung zu vertreten, wllche ^,, der Generalversammlung in Wien theilweise aU' ^,, rischcn Nationalen zu wählenden Direction i" ^ stehen hätte. Doch müßte, wie gesagt, diese ^ zugleich mit der wiener Direction ein uM ^ Ganzes bilden, damit die Einheit der Verwalt"^ die Einheit der Grundsätze gewahrt bleibe. ^ «Fi> lürlich, daß in den Gründen für und wider d>t^lle der ilidirecten Steuern und der Zollinie eine s^M spielten, und es ist vielleicht cii, BewliS slir/H< keit, mit.welcher Herr v. Knlapolyi auf sc>nl" ,, sitionen beharrt, daß er, wie ich bestimmt lMl> österreichischen Colle^en unter andercm auch d"', gestellt haben soll, die ungarische Quote und ° ^ rccten Steuern in Slaatanoten abzuführen. / cinzuheben, waS natürlich eine förmliche "v^, erllärung der Staatsnotenwirthschaft bedculen "^ Neben dicser Hauptsache hat es natürlich ^ untergeordnetes Interesse, wenn ich Ihnen ""^5 die ungarische Regierung die Veränderungen '^/ occkungSmethooe auf der Gasts der Eindrillet'"" ßL tierung vorgeschlagen hat. Auch die W°MilW""F hat zu einer bestimmten Einigung nicht 6^"^/ es allen Anschein hat, daß man gerade in diese"! ^F soweit ts sich um die Anerkennung dieser Sap. ^ Ungarns für den Fall des ZustandctoM^^ Einigung in dcr Vanlfrage handeln sollte, si^e ^ ließe in dem Momente, als auch der Mod"' s/ Mig dieser Schuld in einer acceptable» Folw^F Ich schließe das daraus, weil ich höre. daß °'^ M^ dieser Schuld aus einer bestimmten Quote V^ nisses der österreichischen und ungarischen ^l^ beiden Commissüren, rüclsichllich Minister" h^"' worden ist, ohne daß man aber natürlich <^ , einer bestimmten Einigung gekommen wäre- ^M In einem dritten Punkte, nämlich bcl ^e»^. hat man übrigens den beiden Ministern und . Oß. tretern unrecht gethan, insoweit als bcha^ ^l ^ daß sie die Frage beiseite gelassen hätten. ^"^ «leuilletml. Pas vergrabene Testament. Erzählung von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) ..Ah, Miß Rosamunde!" sagte Iason. „Ich habe nicht einmal daran gedacht, mich nach ihr zu erkundigen!" „Du hast wirklich nicht an deine zukünftige Frau gedacht?" rief Hadd verwundert. .Aber ohne Zweifel hast du früher oft an sie gedacht. Du hast, seitdem du alt genug warst, das Geheimnis zu bewahren, alle meine Pläne für dein Wohl gekannt. Du bist für diefe Verbindung erzogen worden.; deshalb wünschte ich, daß du dir durch deine Reisen im Auslande die feineren Sitten aneignen solltest. Und." schloß er, seinen Sohn wohlgefällig betrachtend. ..ich weiß wirklich nicht, wel« chen Fehler die stolze Rosamunde Wilchester an dir finden könnte." ..Sie ist also stolz? Nie sieht sie auS?" „Sie ist ein schönes, geistreiches Mädchen und be» sitzt eine aufopfernde Liebe zu ihrem Vater und ihren Bruder. Sie hat ihrer Mutter Zartheit u.ld Feinheit und ihres Paters edlen Charakter. Kurz, sie ist ein hübsches, gutherziges Mädchen mit klarem Verstand; — aber sie hat einige Schwächen, von welchen d» sie kurieren mußt: Sie besucht die Armen, da« mußt du verhindern; sie blickt auf mich mit Zorn und Verachtung. daS mußt du ihr abgewöhnen. „Aber warum soll ich sie überhaupt heiraten?" fragte er, unruhig auf dem Sopha hin» und herrückend. ..Warum willst du nicht von dem Schloß Besitz er-»reisen und Sir Archy und daS Mädchen gehen lassen?" ..Weil ersten« das ganze Land davon sprechen und mich beschuldigen würde, den Baronet betrogen zu haben; nicht einer würd« mir die Thür öffnen und mich in seine Gesellschaft aufnehmen, überall würde ich ausgeschlossen werden wie ein räudiger Hund; — und weil zweitens ich mich selbst mit der Familie Wilchester zu verbinden wünsche; die WilchesterS sind geehrt und geachtet, so weit ihr Name bekannt ist. Es wird für dich ein ssroßer Vortheil sein. Miß Rosamunde Wil« ehester zu heiraten." Wieder rückte Iason unruhig auf dem Sopha hin und her. wieder flog ein Schatten über sein Gesicht. Der Administrator, welcher seines Sohnes Frage beantwortet halte, ohne sie völlig begreifen zu können, wurde jetzt aufmerksam und starrte den jungen Mann betroffen an. „Willst du Miß Wilchester nicht heiraten?" fragte er. „Das habe ich gerade nicht gesagt," erwiderte Iason; „aber ich erinnere mich ihrer kaum. Sie hat mich auch nie leiden mögen, und — und ich habe ein Mädchen gesehen, das ganz und gar für mich passen würde." Hadds Gesicht flammte plötzlich vor Wuth. „So! Hast du wirklich?" rief er mit fast zillern« der Stimme. „Wo denn?" „In Deutschland," antwortete Iason ruhig, ohne seine Augen zu erheben. „Sie ist schön, und ich liebe sie'." „Hast du dich in irgend einer Weise festgemacht?" fragte Hadd mit erzwungener Ruhe. „Bist — bist du mit ihr verheiratet?" Iason schwieg einen Augenblick, sein Gesicht wurde blaß, und aus seinen Augen leuchtete Unwille, als er aufblickte und trotzig erwiderte: „Nein, ich bin nicht mit ihr verheiratet!" Der Administrator stand auf und streckte drohend seinen Arm aus, indem er wild und mit finsterm Blick rief: ..Hör', was ich dir sage! Deine Heirat mlt Rosa- ff ......^,<. qF'l« munde Wilchester ist mein Streben so """ "^ durch gcwesen. Wenn du daS nun verellel!^^ eine andere Liebe aufkommen läßt zwische" ^ / werde ich dich gänzlich im Stich lassen; '^B i enterben lmo meinen Reichthum Fremde" ^ das schwöre ich dir!" ^ lv^ Iasons Gesicht wurde noch bleicher. ^ß ^ sein Vater cS meinte, wie er es sagte, ""55^,/ Wort halten würde. Er hatte gayz seines a^ >'« gier, und Armuth schien ihm viel schlim"^ .^ ^ ein Verlust an Liebe. - ^ lv'U t.! „Wenn mich das Mädchen haben w'"' ' B>.^ wohl heiraten!" rief er in gänzlicher 25^ l, a"^ darfst nicht denken, daß ich selbst einen ^„lgH ^ machen will. Ich will Rosamunde sü°" heN ^ M Besuch abstatten ,md in dem ersten pa>" .^HW ihr meinen Antrag machen." s,j„e ^.l^ Des Administrators Arm sank ""^tz lv'^i athmete erleichtert auf und nahm se""" ^< el,I si ! ..Du erschrecktest mich, Iason," s"a, ^ ' ^ der junge Mann. indem er seim W'6' ^ » > »Gewiß nicht! Sie wird dicy ^ ! ..Und nach unserer Heirat," !"'" ^l". bann?" ,z genieß „Dann werben wir. du und »w. ^M « Besitzer von Wilchester TowerS s""' ^. W vergnügt im Zimmer auf- und abge^ ^M Eortsetzu», fohl' 385 ist das Gegentheil richtig, und ebenso richtig, daß dle zwei Minister gleichfalls zu einer Einigung in ihren Ansichten nicht gelangen lonmen. Herr v. Kertapolyi — ! und die Erklärung dafür liegt in seiner Absicht, M fot mZcriwinÄ i-ormu eine eigene ungarische Bank zu gründen — dafür, daß Oesterreich - Ui'garn, jedes für seine Ouote, zusammen aber cin Silberanlchen von circa 30(' Millionen Gulden aufnehme und die Staats« note sofort entweder fundiere oder aus dem Verkehre ziehe. Sein österreichischer College, bedächtiger — vielleicht weil er mit sofortiger Herstellung dcr Valuta indirect der Gründung einer eigenen ungarischen Vanl in die Hände arbeiten und damit zu einer Zmeitheilung Oesterreich-Ungarns die Handhabe geben würde, die Oesterreich ebenso tief schädigen müßte wie Uugarn — erklärt sich fiir die Durchführung dcr Valutaregulierung auf einem längeren Wege, insbesondere aber mit dem Ausschlüsse jeder Finanzoperation. Er soll sich dahin ausgesprochen haben, daß vor allem über die Quote, welche jedes der beiden Reiche zur Tilgung der Staats« notenschuld un den Rcichs, denselben wirken (mit Ausschluß aller Nush.lfslehrer;) 60 Oberlehrer, 2 Oberlehrerinnen, 257 hehrer, 17 Lehrerinnen. 37 Unterlehrer. 1 Unter, lehren«. ' ^ (Zur Justiz,GeschäftSgestion iu Un. gärn.) Dem GesammtgeschäflsauSweise der königlichen Ger.chtShöfe erster Instanz entnehmen wir folgende inter, essante Daten: Rückstände übergingen mit 1. Jänner 1872 auf die neuorganisterlen königlichen Gerichte 183.370 Stücke; emgelangt sind im Jahre'1872 1,658.046 Ge-schäflsstücke. es waren demnach in. ganzen zu erledigen 1,841.416. Hievon wurden iu. Jahre 1872^ erledigt 1,652.966 ; iu, Rückstände verbleiben also 166.450 Stücke. D.e kgl. Bezirksgerichte Übernahmen 239.304, hatten im Laufe des Jahres 1872 2,104,063 Stücke; die Anzahl der zu erledigenden Gegenstände war also zusammen 2.343.367. Hievon wurden erledigt bis Ende des IahreS »Muck ^'^' ^" Nucksiande verblieben 206.514 Ge- ^ (Stand der Cholera.) Wir registrieren Hnden Rapport: I« Mahren waren mit 9. Februar be /2 ^ ^l°ncn, v°m 9. bis 16. zugewachsen 30, 18 in N s 3' ^°" ^'s". sind genesen 14, gestorben ^' '" Behandlung verblieben 10. - In Schlesien bis 16^n^)^^."7 " Behandlung 6, noch zugewachsen 7 ^- '"d 21, daher 29 Kranke. Von diesen sind genesen /, Morden 8, verblieben 14. — In Ungarn waren nnt Ende Jänner in Behandlung 253. vom 1. bis 16ten Februar zugewachsen 2940, dohcr in Summa 3193 Kranke Von diesen sind genesen 1657, gestorben 964, in Be« Handlung verblieben 572. Schon länger erloschen ist die Seuche in 167 Ortschaften; in 746 noch jungst von der Cholera heimgesuchten Ortschaften ist vom 16. Februar gleichfalls lein Nrkraulungsfall mehr vorgekommen. — In Galizien ist die Seuche dem Erlöschen nahe. Vom 1. bis 16. Februar erkrankten nur mehr 750 Personen. Dazu die mit Ende Jänner verbliebenen 300, ergibt einen Kranken» stand von 1050 Personen, von denen 604 genasen, 296 starben und 148 in Behandlung blieben. — (Selbstmord.) Baron Josef Vornemisza l«n., der Sohn der Gräfin Ludovica Toldy, hat sich, wie „Kelel" erfährt, am 21. v. M. in einem Zimmer des Gasthoses „zur Krone" in M.-Vasarhely mit Cyancali vergiftet. Die Ursache des Selbstmordes ist unbekannt. — (Gesetz gegen Säufer.) Die französische Nationalversammlung hat folgendes Gesetz beschlossen: Jede Person, die betrnnten getroffen wird, zahlt eine Buße vou 5 Frcs. (2 fl.). Im Mckfalle wird sie vor das Zucht-polizeigericht gestellt und mit einer Strafe von 16—300 Ircs. oder Gefängnis von 6 bis 30 Tagen bestraft. Die dritte Verurtheilung zieht den Verlust der bürgerlichen Rechte nach sich. Eine ähnliche Strafe trifft die Wirthe, welche Betrunkenen oder Minderjährige» Getränke verabreichen. Der Betrunkene wird auf seine Kosten nach den. nächsten Orte geführt und dort beHallen, bis er wieder zum Verstand kommt. Das Gesetz ist in allen Wirthschaftslocalen aufzuhängen und dessen Zerreißen mit 5 Frcs. Vuße bedroht. — (Erdbeben,) Die Stadt San Vincente in Sal. vador wurde durch ein Erdbeben zerstört. Die Stadt zählte ungefähr 10.000 Tinwohner. Locales. Zur Weltausstellung. Der Tag der Eröffnung der Weltausstellung rückt allmälig an. Die Frage: „Wird der Besucher derselben in Wien die gewünschte Wohnung und eine solche zu nicht Überspanntem Preise finden?" -_ ist bereits als eine im bejahenden Sinne erledigte anzusehen, denn in Wien hat sich ein Weltauchcllungs-Centralbureau sür ..Reise und Wohnung" etabliert, dessen Zweck in folgenden besteht : 1. Den von nah und fern zur Weltausstellung reise«.' den Fremden durch beschleunigte Eisenbahnzüge mit ermäßigten Fahrpreisen den Verkehr nach Wien zu erleichtern. Mit den, Fahrbillet ist di« Anweisung auf eine feste, namhaft gemachte Wohnung während einer bestimmten Dauer verbunden. 2. Für die Reisenden, welche die Weltausstellung«, züge dieses Bureaus nicht benutzen, Wohnungen in Wien zu miethen und ihnen die Anweisungen darüber zuzusenden. DaS wiener Centralbureau hat zur Bequemlichkeit der an dem Besuche der Weltausstellung theilnehmenden Ve-völterung aus Kr a in eine eigene Generalagentur für Krain mit dem Sitze in Laibach errichtet und mit den Functionen derselben das Annoncenbureau in Laibacb, Hauplplatz Nr. 313, betraut. Das bezeichnete Annoncenbureau ist bereit, schon von heute an feste Bestellungen auf Wohnungen in Wien unter Angabe der Zeit, fUr welche die Wohnung gewünscht wird, gegen Empfang fixer Miethpreise entgegenzunehmen. Die Wohnungen bestehen aus vier Klassen: I. Klasse: Preis für 1 Zimmer 6 bis 10 fi. per Tag; möbliert mit 1 Bettstätte sammt Bettzeug, Ueberzug, Federneinfatz, Malratze, Oberbett, weichem und Roßhaarpolster, 1 Waschlasten mit Porzellaneinrichtung, 1 Nacht-läftchen, 1 Leuchter, 1 Kasten zum Hängen und Legen, 1 Schreibtisch, 1 Sophatisch, 1 complete Garnitur (Sopha, Balzak oder Ottomane mit je 2 Fauteuills und 4 Sesseln), 1 Spucknapf, 1 Wandfpiegel, Vorhänge, 1 Fuß-teppich, 1 Tischdecke, geschliffenes Glasservice, Glockenzug, 1 Schreibzeug, 1 Lampe, 1 Luster, Fensterpolster, Rou-letten, Nippsachen. (Möbel poliert.) II. Klasse: Preis für 1 Zimmer 4 bis 6 fl. pr. Tag; Möbel und Einrichtung wie Klasse I, nur anstatt der Garnitur Sopha, Balzal und 2 Fauteuills. III Klasse: Preis für 1 Zimmer 2 bis 4 fi. per Tag; möbliert mit 1 reinem Bett, 1 Kasten, 1 Wasch-tasten oder Waschetagore, 1 Tisch und 3 Sesseln (poliert.) IV. Klasse: Preis für 1 Zimmer 1 bis 2 fi. per Tag; möbliert mit 1 reinem Bett, 1 Waschtischchen sammt Service, 1 Kleiderrechen, 1 Tischel, 1 Stuhl, 1 Truhe. Das Centralbureau in Wien ertheilt jedem Fremden während seiner Anwesenheit in Wien alle UnSlünfte, verschafft jede wie immer mögliche Erleichterung im Verkehre und offeriert Programme. Das Centralbureau befindet sich in Wien im IX. Bezirke, Liechtensteingasse 9 ; zur Zeit der Weltausstellung werden auch ZweigbureauS auf dem Welt-ausstellungSplatze selbst nnd auf sämmtlichen Bahnhöfen fungieren. — (Allerhöchste Verleihung.) De« Herrn l. l. Finanzsecretär Josef Ertl in Laibach wurde der Titel und Rang eines t. l. Finanzrathes taxfrei verliehen. — (Ernennungen.) Das l. l. Oberlandes, gericht in Graz hat den GrundbuchsfUhrer Eduard Gratzer in Mottling Über sein Ansuchen aus die bei dem l. l. Bezirksgerichte Gottfchee erledigte Grundbuchfllhrers - Stelle übersetzt und die hiedurch bei dem l. l. Bezirksgerichte Mottling in Erledigung gekommene GrundbuchfllhrerSftelle dem Josef Lampe, Official bei dem k. k. KreiSgerichle Rudolfswerlh, verliehen. — (Die VersicherungSbant „Slovenija") erhielt auch von der lönigl. ung. Regierung die Concession zur Geschäftsausübung in den Ländern der ungarischen Krone. — (Die steiermürlifche ESc ompt cb anl) hat zum Zwecke der Unterbringung ihrer hiesigen Filiale das Aichholzer'sche Haus auf dem Hauptplatze in Laibach angekauft. — (Die sloven ische VU Hne) bringt am 10. b. daS fünfaltige Vollsorama „Marie Jeanne" zur Aufführung. — (Die lrainische Lan dwirthscha f t Sge, fellschaft) verabfolgt aus ihrem Garten vorzüglichen Lu« zernerllee- und Burgunderrüben-Samen. — (In derCitalnica zu K rainbu rg) findet am 9. d. eine Befeda mit theatralischer Vorstellung statt. — (Auswanderungen) stehen dem Vernehmen nach aus Oberlrain, namentlich Göriach, nach dem Staate Minesola in Nordamerika, wo der Landsman« Pirc als Missionär lebt, in Aussicht. — (Unglück sfall.) In Djalovar kam dieser, tage ein trainer Waldarbeiter in das Geschäft der Kaufleute K. und F., um einen Revolver zu laufen. Herr K. packte soeben eine größere Quantität solcher Schußwaffen auS, die er gerade auS der Fabrik erhalten hatte, zeigte den Mechanismus einiger Revolver dem Käufer und drückte zu diesem Behufe mehrere male loS. Plötzlich krachte ein Schuß nnd der Kramer fiel so schwer getroffen nieder, daß er schon lagsdarauf starb. Den Kaufmann trifft kein Verschulden, da er die Revolver eben erst erhalten hatte, wohl aber jene Fabrik, und speciell jenen Bediensteten, der sie im geladenen Zustande verpackt und abgeschickt halte. — (Ein großer Ein bruchSdieb stahl) wurde lant telegraphischer Anzeige der dortigen Stadlhaupt-mannschaft geste.n am 5. d. in Pest verübt. Es wurden entwendet 5 Stück Kassenscheine k 5000 fi. des pester Spar-und Creditvereins, und zwar die Nummern 520 521 522, 523 und 524; b Stück ebensolche Kassenscheine u 1000 fl. Nr. 2305, 2306, 2307. 2316 und 2317 - 8 St Metalliques u 1000 fi. (Nr. unbekannt); ein Elfenbein-Operngucker; eine goldene Platte; eine Anker-Reperlierubr nebst goldener Schlangenletle mit Buchstaben Dor N F -eine goldene flache Anleruhr mit kurzer Goldlelte der 386 Uhrschlüssel einen Hundslopf darstellend; ein silberner Becher, innen vergvldet, außen RialtobrUcke graviert nebst gräflicher Krone mit I. L.; ein silbernes Eßbesteck, mit R. V. F.; ein Dolchmesser mit wellenförmiger Klinge und Llfenbeinheft. Dem Zustandebringer sind 500 st. Belohnung ausgesetzt. — (Die Handels- und Gew erb ela mmer in Laib ach) hat ihren 401 Druckseiten umfassenden statistischen Bericht über die Handels-, Industrie- und Ver« tehrsverhällnisse in Krain pro 1870 der Oeffentlichleit übergeben. Das voluminöse Operat enthält 1. den Kam. mer bericht pro 1870 an das hohe l. und k. österreichische Handelsministerium, worin betont wird, daß bei dem Klein» gewerbe ein Rückschritt eintrat, hervorgerufen durch die Ausbreitnng der Großindustrie, in deren Händen sich Ka« pital und Maschine befinden. Die Kammer befürwortet die Herabsehung der Frachtgebühren für Steinkohlen, die Einführung durchlaufender Tarife für directe Sendungen auf der Südbahn nach Stationen anderer Bahnen, die Herabsetzung der Eingangszölle für Erfordernisse zur Papiererzeugung, die Herstellung gut fahrbarer Straßen, den Vau der Eisenbahnlinie Laibach'Karlstadt, die Verbindung des wippacher Thales mit Trieft und Kärnten. 2. Eine topographische Slizze von Kram und lurze Dar« ftellung des laibacher Hochmoores (von Fr. Schollmayer); hiernach umfaßt Kram einen Flächenraum von 173 Qua» dratmeilen und zählt 463.273 Einwohner; vor 50 Jahren nah« der laibacher Morast noch eine Nera von 4 Quadratmeilen oder 40.000 Jochen ein; heute flehen hievon bereits zwei Drittel in Kultur. 3. Die Beschreibung des Umfanges des Kammerbezirtes, Bevölkerung und deren Vertheilung nach Beruf und Beschäftigung. Hiernach zählt Krain 12 politische, 30 Gerichlsbezirle und 347 Ortsgemeinden. Es beschäftigen sich 145 Firmen mit Baugewerben; 103 mit Erzeugung von Transportmitteln, Maschinen, Apparaten und Instrumenten; 874 mit Erzeugung und Handel von Metallwaren; 253 mit Erzeugung und Handel von Gyps, Kalk, Ziegeln, Töpfer« und Glaswaren; 160 mit Erzeugung und Handel von chemischen Producten Salzen, Fett», Leucht-, Zünd« und Farbwaren; 7693 mit Gewerben für Nahrungsmittel; 421 mit Erzeugung und Handel von Garn,, Woll-, Tuch- und Hanfwaren; 1807 mit Erzeugung und Handel von Arbeiten aus organifchen Stoffen (Pelzwert, Papier, Stroh, Holz); 162 mit Erzeugung und.Haudel von Kunstgegenständen, mit dem Betrieb von Sanitäts» und Unterrichtsgegenständen; 65 mit Trans-porlunternehmungen; 1001 mit Gewerben für Handel« und ! Creditwesen ; 9 mit Vergnügungsgewerben und 8 mit dem ! Berg« und Hüttenwesen. Mit Schluß des Jahre« 1870 befanden sich in Krain 344 protokollierte Firmen. 4. Einen Aufsah über die Entwicklung der Privat-! industrie, Fabriten und Gewerbe mit Rücksicht auf den, Zuwachs und Abfall der industriellen Unternehmungen, wornach mit Schluß des Jahres 1870 Hierlands 66 Fabriken bestanden. 5. Den Stand der Genossenschaften (Bäcker und Schuhmacher) in Krain. 6. Die Beschreibung der geologischen Gebirgsformationen in Krain (vom l. l. Oberbergrathe Markus Lipold.) 7. Die statistischen Tabellen über Bodenkultur: a) die statistische Uebersicht über daS productive Flächenmaß in Krain. Krain umfaßt 229.623 Joche Acker, 223.090 I. Wiefen, 1771 I. kleine und 908 I. große Gärten, 16.763 I. Weingärten. 266.595I.Huthweideu, 41.606 I. Alpen, 646.681 I. Hoch- und 58.463 I. Niederwaldungen, 164 I. Auen, 85.393 I. unproductive Flächen; ein Gesammlstächenmaß von 1,731.204 Jochen; d. den H a up t-K ulturs aus-weis; c) die Tabelle über den durchschnittlichen Joch« ertrag; ä) die Zusammenstellung des Ernteerträg-nisse« pro 1870. — 8. Die Nachweisung über die Ver« Wendung der Staatssubven lionen zur Hebung der Landwirthschaft, u. z. Viehzucht 5000 fl., Seidenzucht 900 fl., Obst, und Weinbau 1000 fl.. Flachsbau 300 ft.. Maschinen 1000 fl., Prämien 1600 st., Statistik 1000 fl., Unterrichtsbuch 1l00 fl,, Forstwirthschaft 500 st., Bienenzucht 450 fl., Wanderpredigten 300 ft., 8. Rapporte über Gelreidehandcl (mit den Markt-Durchschnittspreisen), Samen, Hülsen-. Hirse- und Vuchwelzen-Fruchtbau, Knollen« und Wurzelgewächse, Grünwaren, Obstlullur, Weinbau (im I. 1870 — 261.984 Eimer), Heu-, Stroh-, Holz., Holzkohlen, und Torfpreise. (Schluß folgt.) — (Für tt andwirthe.) Zur Härtung von Pflugscharen wird folgendes Verfahren empfohlen: Man nehme ein dünnes, schmales, altes Stück Gußeisen, halte solches in die stärkste Hitze des Schmiedefeuers, lege dann das betreffende Pflugschar unter dasselbe und lasse das durch die Hitze bald flüssig werdende Gußeisen namentlich auf die Stelle auftröpfeln, welche bei dem Gebrauche am meisten angegriffen wird, und härte dann, wie gewöhnlich, das Schar im Wasser. — (Aus dem Amtsblatte.) Concursaus« fchreibung betreffend die Vefehung einer Rathsstelle beim hiesigen Landesgerichte. — (Theaterbericht vom 5. d.) Der von I. Neftroy bearbeitete Schwant «Hinüber — Herüber" erheiterte ungeachtet seines Alters immerhin noch das wohl nur schwach besuchte Haus. — Durchschlagenden Erfolges lann sich das Willbrandt'sche Lustspiel „Unerreichbar" rüh« men. Feine Sprache, gesellschaftlicher Ton und amufante Situation wirkten wohlthuend, ja zündend. Die Aufführung war eine derart gerundete, daß fämmlliche Buhnen« lräfte — die Herren Carode (Leonhard), Wauer (Sommer), Röder (Adalbert) und die Damen Bram-billa (Eugenie). Brand (Hedwig) und Krofeck (Kühl) — zweimal beifällig gerufen wurden. — Die Posse „Servus Herr Stutzer!" von L. Flerx wurde recht lebhaft, mit Humor und naturgetreu abgefpielt. Die Nclionen des Quacksalbers v. Salm (Herr Hofbauer), der verliebten Matrone Eulalia (Frau Kroseck), des munteren Schwätzers Franzl (Herr Nufim), des gemüthlichen Papas Slutzerl (Herr Zwerenz) und der furchtfamen Seferl (Fräulein Hardt) gaben dem heuligen Theaterabende einen recht freundlichen Anstrich. Neueste Post. (Driginal'Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Wien, 5. März. Der Klub verfassungstreuer Abgeordneten einigte sich einhellig dahin, bei Anwesenheit von 89 Mitgliedern, die Beschlüsse des VerfassungSauSschusses bezüglich der TÜahlreformvorlage bei der morgigen Verhandlung im Abgeordnetenhause ohne jede Debatte anzunehmen. l Paris, 4. März. Bei der Discussion über das Elaborat der Dreißigercommission in der Nalionalver< sammlung erklärt Thiers, daß er das Elaborat als Mittel annehme, seiner Pflicht gegen das Land nachzulommen und die Ordnung aufrecht zu halten. Die aufrichtigen entgegengesetzten Meinungen erfordern politische Toleranz. Die Regierung hat leine zweideutige Stellung, sondern ist unparteiisch; sie verlangt nicht die Proclamierung der Republik, sondern die Festigung des Provisoriums, um die Räumung des Gebietes zu beschleunigen. (In beiden Centren vereinigen sich die der Rechten uüd die der linken.) Die Einleitung des Elaborats wird mit 475 gegen 199 Stimmen angenommen. Paris, 5. März. Der „Messager oe Paris" versichert, vor Irun fand eine förmliche Schlacht zwischen den Truppen und Earlisten statt. Die Carlisten sollen den Kampsplatz behauptet haben. Anderen Nachrichten aus Spanien zufolge, beabsichtiget die spanische Regierung, Serrano die Dictatur anznbictcn. Washington. 4. März, Die Botschaft des Präsidenten anläßlich des Beginnes der zweiten Plast» dentschaflsperiode betont, er werde auch künftig die Lan-deSintevesscn bestens fü>dern; er sei überzeugt, die civil!« sierte Welt neige zur Republik. Die Ausdehnung des amerikanischen Gebietes wurde die Militärmacht lW erhöhen, sondern im Gegentheile die Armecvermmdenm erleichtern. Die noch bestehenden Ungerechtigkeiten »e» Sklaven müssen aufhören. Er werde in sew" N!" bungen fortfahren zur Herbeiführung innerer 6'"'^7 Erhaltung freundschaftlicher Beziehungen zu den benn^ barten und fremden Ländern, zur Civilisation der e> geborenen Indianer, und wenn dies unmöglich, e Ausrotlungstrieg gegen sie führen. Er überlasse Zukunft die Gebietserwerbungsfragen. die er nurd'"'^ werde, wenn das Voll zustimmt. Er glaube, Mii^ reite die Welt vor, eine Nation zu werden, dtt Sprache spricht und leine Armeen und Flotten n> braucht. Telegraphischer Wechselkurs vom 5. März, ^ Pavier-Reute 7190.— Silber-Rente 74 50. ^«^,, Staats-Nnlehen 10575. - Vanl-Actien 985, - ^"° W>i,. 339 25. — London 109. — Silber 107-40. — «. l> ^ Ducaten. — Napoleonsd'or 8 68. Handel und MkswirUchaM ! Uaibach, 5. März. Nuf dem heutige» MarNH^ i schienen : 10 Waffen mit Velreibr. 5 Wagen mit H^^lffe l>' (Heu 36 Ztr.. Stroh 25) Ztr.), 28 Wagen und 2 V«," Klafter) nut Holz. Durchschnitts-Preise. Weizen pr. Metz?» 6 20 7 50 Vntter pr. Psund ' A^ «orn „ 4 —! 4 28 Eier ftr. StUlk ""." ^ Ecrsl: .. -------3 30 Mllch pr. Mc>8 H4^' Hafer „ 190 2 4 Rindfleischpr M ^^ Halbfrucht „ -------> 5 24 Kalbfleisch „ D^ Heideu ,. 3 20 3 76 Schweinefleisch,. ^ Hirse « 3—312 Schöpsenfleisch,, ^4^ Kulurutz « 3 60 3 65 Hendel pr. 2:ljll ^ ^ 54------ - wcichS. 22" ^ , ll' Schweillüschmal, „ - 40------- ??c,'ii. roth., Vimer - ^ jj - Speck, frisch, „ - 80------ Weiher ,. ^ > - geräuchert ,. — 42.------- Angekommene Fremde. Am 4. März, Al'< »«,<«., «>es«„«. Pavlii, Natschach. - Unsb"'"' M/ - Leopold, Wien. ^ Dudcrlaiu, Mttnchcn. ^ 3/ll "' ^F' Trebelno, — Thomann, Steinbilcdel. — HasN'l»' St. Georgen. — Kartin, Kfm., St. Georgen. ^, U »«,««> ««»«,« W««n. ssischer, Kfm./Mien.^>l!!^ Neumarltl. — Obermann, Adelsberq. — Äöthel, ">M^ - Braune, jtfm., Gottschee. - «ärthelme, Ks"''', z M"' Oswald, Steicrmart. ~ Koschier, TrieN, - ^ M< Milan, kfm., Wien. ^F «»«5>»«»,«r ,,»s. Mornig, Steinmetz, M^ ß"" gainig, Äladmamlödorf, — Simonlit, Holzhä"" ^, nai, Vtalrl. Theater. ^ s^! Heute: Zum Vortheile des Opernsänger« N u« ^ t»^ Undine. Romantische Zauberoper in 4 AufM"^>^7 Meteorologische Hieoliachlungen ^^ H ' ^ U lz ' ft!Z _____^.^553^..^^________^-M7,^l o,K «U.Mg. ?32,«g 4. 1.« , windstill H7,jtt< . 5 2 „ N, 732». ^11.« ,SW.schwach,z'H°>ell F l0„M. ?83.<, >4,, 'SW.schwach. TageSmittel der Wärme »- k.8". um '^^' " ",cinl"^< Verantwortlicher Redacteur: Agnaz"-^- ^Hvspl>pvit^<' Wien, 4. März. Die heute bekannt gewordene Dividende der Crcditaustalt wurde mit Befriedigung aufgenommen, Vauoanl slieaen msolac Vildu'lg c>"^ ^?vzfrvt«.z»ä,)z. soitmm« um 10 fl. Im ilbrigen war die Bürse fest, aber wenig belebt. ' u ' u ^. Allgemeine Staatsschuld M 100 si. G«ld Ware VinhciUiche Staatsschuld zn b pCt.: in Noleu verzin«l. Mai-November 71.75 7l.«5 . ^ « Februar-August 71.75 71.85 » Silber „ Iänner-Iuli . 74.50 74 60 . « „ »pnl-Ollob« . 74.50 74.60 »nllhen v.1839......316.— 319.— , ^ l»54(4pß/ SUdb..V°n« 6«/.(i"0 "/ ^- ^ i^ 500 Fr. pr. Stuck - ' . ?^, ^ Ung. Ostbahu fllr 1l'0/' ^r ^'K Creditanilalt fUr H°"del « ^"'1^ >' zu 100 fl. ö. W. ' f.' . - .<). ^ jl'/ Rudolf-Stiftung zu 10 l>. ^nale^ .,. ,. Wechsel ^ ^F ^, Aug«burg.filrl00^^^.A ^H/ Franks, a. M.. flir 'Wft-' ^^,co ^ /^ Hambnrg. fNr 1<^ Mr^^g I^g London, fllr 10 Ps»"° . ' ^,^< «, Paris. fi.r 100 Franc« ^ds"-" V K. Munzducaten - H "'58 - l 'Zl, Napoleonsd'or .. - 1 . 63 "F " e». Preuh. K°ff«'sch"Nt ^ ^ 60 ' ^ Silber . - ^ » «a« ^ ^A^ «..much. »r«»°HHÄ>" Privatnotierunsi: