Nr. 16. Freitag, 21. Jänner 1887. 106. Illhrsslma.. OMlher Zeitma. ,»»«"'""?"""M,^!! k!«"«!,''^UXi,,,!!"'^'!« «!°, h,»ij»h,i, ,1,7,«,, ,m L»,„p>»,,! Die ,,Vaibacher Zeitung" erscheint täglich mit Ausualune der Suxn- und Feieitage. Die «bminiftraiilln befindet sich Bahnhos>,asse lö, die Redaction Wienerstraße ,5. - llnfrcinlicrte Vliese werden nicht angenommc« und Manuscnvlc nicht z»rilckgcstcNt. Umtl'icher Theil. ! . . ?" Finanzminister hat den Concipientcn der mederosterrelch.schen Finanzprocuratur Dr. Alexander Furien L o d z i a P ouinski znm Finanzsecretär für den Bereich der Fmanzdirectiou in Trieft ernannt. ^ - ^ Z'nanzminister hat den Rechnnngsrevidenten Fr.edr.ch Bayer znm Rechnunqsrathe bei d „ 2 mm^partement der Fmanz^.desdirc^n 7n G^ HerzHm K^ ^sgege^ f"r dos unter ""«gegeben und versendet. Dasselbe enthält "" " d^n^o?^W^Ni7 cl?' b^^w'd einige Aen-grunbes. ^ '" b" Cultur des Laibacher Mom- ^°" "la?^"'^ d«s «andesgesetzblattes iiaibach am 21. I^ner 188?. Nichtamtlicher Weil. Die Vallau-Staaten. - « Wien, 19. Jänner, bedenw/de Mn,'"?5^c" '" Griechenland haben eine qb vie^"7'^/" das Ministerinm Triknpis Di WaX n w k^ °"H ""lit zu erwarten war. WahlNes ? ^' ^?' ""^ ^'""^ "'"s "e.ien icrnti „m/' '""l'ch ""^' dem Prmcipe des Listen. Vl'ln, ^ ^rgeuommen. und gewiss hat auch die ^ ^aeslei^ Deputiertenzahl 'den' WaKm ""d die ubri^^?'"^' ^lraden glauben mögen. lop"l0s und N. ".^"'' ^^ Opposition, wie Soti-'trcbtcn :H„., , ^,ö.P^pamichalopnlos n»d Griuas. __ ,a)on vor den Wahlen die Bilduna kleiner Fractionen an, um ihre persönlichen Ambitionen in umso helleres Licht stellen zu können. Der Wahlsicq ist Trikupis nicht nur zu gönnen, weil er der tüchtig und begabteste unter den lebenden griechischen Staatsmännern ist, sondern weil da^ > durch einige gegründete Aussicht auf die Stabilisierung der parlamentarischen und Plüschen Verhältnisse eröffnet wurde. Griechenland ist bekanntlich das Land. in welchem seit jeher die halbjährigen Cabinetswechsel die Regel waren, denn seit zwei Decennien haben sich in Athen über dreißig Ministerien abgelöst. Es wäre zu wünschen, dass endlich einmal eine Regierung zustande käme. die sich nicht nnansgesetzt in der Kammer an kleinen, ambitiösen Parteikämpfen abzunützen braucht, sondern an durchgreifende innere Reformen und an eine vorsichtige, stetige Politik nach außen denken darf. Gerade Trikupis hat schon einige gute Proben in dieser Richtnng abgelegt, als er kurze Zeit nach der Verliner Conferenz das seltene Glück hatte, sich drei Jahre laug im Minister-Fauteuil zu behaupten. Beson ders die Erwerbuug der südlichen Theile von Epirus und Thessalien hat der griechischen Negierung eine Reihe von Aufgaben verschiedenster Art in den Schoß gelegt, ohne deren Bewältigung die schönsten Pläne Griechenlands fromme Wünsche bleiben müssen. Wie sehr Klugheit u«d weises Maßhalten dem Athener Cabinet noththut, das beweisen am besten die bitteren Conseqnenzcn jener chauvinistischen Bewegung, in die ganz Griechenland geratheu war, als sich selbst so alte und erfahrene Politiker wie Dcluannis zu Anfang detz vorigen Jahres zu vorzeitiger Actions-Politik hinreißen ließen. Griechenland wird noch lange Jahre an den Folgen der damaligen Mobilisiernng lind der Kriegsanlchen zu leiden haben, mit denen von Europa die sogenannte «Berliner Linie» abgetrotzt werden sollte. Und gewiss gibt es heute keinen halbwegs ernsthaften Politiker in Griechenland, der, eingedenk der Flotteudemonstration, meinen könnte, die Orientfrage ließe sich anch gegen den Willen der Berliner Signatarmächte ins Rollen bringen oder gar der Lösnng zuführen. Wie ganz anders stünde heute Griechenland da, wenn es vor Jahr uud Tag seine Kräfte gespart und gesammelt hätte, statt sie in nutzlosen Agitationen und Demonstrationen zu zersplittern. Ohne Zweifel kommt dem griechischen Elemente uicht nur anf der Balkanchalbin'scl. sondern auch in der gesummten Orientfrage eine bedeutende Rolle zu. Als die geschicktesten Seefahrer nnd Handelsleute haben die Hellenen ein naturgemäßes Recht, sich um das zukünftige Schicksal der Inseln und der Küsten des Mittelländischen Meeres zu bekümmern; und auf der Balkan-Halbinsel selbst nehmen die nach allen Windrichtungen zerstreuten Griechen überall eiue geachtete oder doch einflussreiche Stellung ein. Diese rührt nicht allein von der commerciellen nnd sonstigen Begabung dieser Rasse, sondern auch uon der geistlichen Macht des ökumenischen Patriarchats uud von jenem Theile der ottomanischcn Bureaukratie her. in welcher das griechisch? Element mit der Zeit so maßgebend geworden ist. Da3 forcierte nnd dnrch die Natur der Verhältnisse durchaus nicht gerechtfertigte Anschwellen der bnl-qarischen Aspirationen fordert namentlich die Bewohner des westlichen Theiles der Balkan - Halbinsel znm Widerstände auf, deu die Serben bereits begonnen haben und all dem die Griechen im Interesse ihrer staatlichen und nationalen Zukunft in hervorragender Weise theilzunehmcn berufen sind. Es ist, wie man der «Presse» berichtet, eine durch unwiderlcgliche Thatsachen erhärtete Erscheinung, dass die Bulgaren, ganz bejonders in Macedonicn, im Laufe der letzten dreißig Jahre in ethnographischer Hinsicht ganz unglaubliche Fortschritte gemacht haben. In Gegenden, wo es in den fünfziger Jahren niemandem eingefallen wäre, einen Bulgaren zu suchen, wo serbische Lehrer oder griechische Popen an der Spitze des Volkes standen, iiekenut sich dasselbe heute ganz ungescheut zum Vul-garenthnm und begründet so die bekannten Aspirationen anf das ganze Gebiet zu beiden Seiten des Wardar, das beiläufig unter dem Namen Macedonien bekannt ist. Gewiss sind diese Fortschritte in erster Linie der russischen Unterstützung und der jahrelangen nnermüd-lichcn Agitation zu danken, doch beweisen cmck solche Wandluügcu, wie stark und wie gefährlich d'.^ !a.itcn-bildenden Keime sind, welche der nationalen Pyysis der Aulgaren innewohncn. Soll das Princip de8 Gleichgewichts nntcr den Valkanvölkern und Staateu, wie es in Belgrad nnd Athen schon seit Jahren mit besonderem Nachdruck do-ciert wird. nicht zur landläufigen und bedeutungslosen Phrase hcrabsinkcn. dann müssen die Staatsmänner an beiden Orten über die Mittcl nnd Wege im klaren sein, JeMeton. Menuet. aus nich" nied«^^'^"sichläge schmettern mich dnrch-Hagestolz, der auck'siiv ?^ 3"" Aridcll.'. "u alter "'"- den Krirg von d K^ ^'^ '^t. .Ich habe ow Mitleid' auf menl'd trat Narlen Vrl.talitäte.. V K? ^v"" herum. Die Ausrufe des Schreckens und de5 l^"^'" "»s wohl versetzten nicht jenen Stoß ins ^"^''!""".. aNein sie Me Schauder empfinden, welche b?V^' ^'" "icht llemen Elends die Seele Mreiw """icke d's WWW 5" «lt!«r!ei ,,,,k ,, <« «F°5 ""'" Nachgeschmack '°''un«>m.g/":ch7H^^,,^^ch.ern«a,derm "" 'Neu ,,',"!?" '" °^ dm d«a«l,,er '',„Mc. einen einzigen zu schildern, der zwar sehr alt, aber noch immer so lebhaft ist. wir au dem ersten Tage. Möglich, da^s meine Phantasie auf Kosten meiner Empfindung mit im Spiele war! Ich bin jetzt fünfzig Jahre alt. doch damals war lch noch jung uud Hörer der Rechte. Von Natur ein wenig melaucholisch. der Träumerei zuneigend, liebte ich nicht die lärmenden Kameraden nnd mied die geistlosen Dirnen. Ich stand früh anf. und mein köstlichstes Vergnügen war es, lmnu ich g?geu acht Uhr morgens ganz allein in den Alleen des Luxemwira. spazieren gehen konnte. Ihr kanntet diese Alleen nicht mehr, ihr jüngeren Leute? Sie repräsentierten ein Stückchen vergangenen Jahrhunderts und hatten etwas von der Anmuth des Alters an sich. Dichte Hecken umsäumten die Laub-gange, und man gieng einher, wie zwischen lebenden Manern. Die große Schere des Gärtners hielt Ordnung zwischen den emporstrebenden Zweigen nnd duldete keine Unregelmäßigkeit. Dazwischen lugten kleine Zwergbäume, wie die Schüler eines Institntes beim S^aziergange nach Reihen geordnet, ganze Fluchten von hevrlichcn Nosenstöcken und wahre Regimenter edler Obstbäume. Ich kam jeden Morgen hiehcr. sehte mich anf eine Bank nnd las. Manchmal legt.' ich das Buch beiseite, um zu träumen, um Paris' ans der Ferne leben zu hö,vn nud die unendliche Ruhe dieses Zaubergartens nach altem Stile zn genieße»,. Doch bemerkte ich bald, dass es mich nicht allein hicher zog. denn manchmal erblickte ich in einem verlorenen Winlel einen Greis von seltsam fremdartigem Anssehen, Er war klein, sehr mager, ccklg und lächelte in einemfort. Seine lebhaften Augen zwinkerten ohne Aufhören infolge eines ner-uo,eu Leidens. Er kleidete sich nach einer lüngstver- gangem'u Mode uud trug in der Hand einen prachtvollen Stock mit kostbarem Griffe, welcher ein Sonuenir zu sein schien. Das Männchen setzte mich Anfangs in Erstaunen, dann fieng es an, mich zu interessieren. Ich beobachtete es durch die Blätterwand, spähte ihm ans der Ferne nach. wobei ich sorgsam darauf achtete, dass es mich nicht erblickte. Und' sieh, eines Morgens, da er sich ganz allein glaubte, fieng der Mann an, seltsame Be wegungen zn machen. Erst einige kleine Schritte, dann eine Verbeugung, hierauf schlug er mit seinen dünnen B^inchen ein Entrechat; bald kamen einige drollige Sprünge ail die Reihe, dann lächelte er, als stünde er vor eiin'ln Pnblicum, verdrehte seinen armen Körper wie eine Marionette und entsandte mit den Fingerspitzen zärtliche (^riiße an ein unbekanntes Ziel. Er tanzte. Ich blieb stehen, starr vor Erstaunen, uud frug mich, wer denn von uns beiden ein Narr sei; ich oder er. Doch plötzlich blieb er stehen, kam nach vorne wie die Schauspieler auf der Bühne, verbeugte sich graziös und warf den zugestutzten Bäumen Küsse zn, als wären es lebende Wesen. Hieranf sehte er gravitätisch seinen Spaziergang fort. Von diesem Tage an verlor ich ihn nicht mehr aus dem Auqc, und jeden Morgen war ich unsichtbarer Zuschauer seiner absonderlichen Uebuugen. Dann erfasste mich eiue närrische Lnst. seine Bekanntschaft zn machen. Ich riskierte daher einen Gruß und sprach: 'Ein schöner Tag heute, mein Herr.» Er verneigte sich. ^Ia, mein Herr, ein Tag wie ehemals.» Eine Woche später waren wir Freunde, und ich kannte seine Lehensgeschichte. Er war Tanzmeister an der Oper gewesen, noch znr Zeit Lndwigs XV. Der >piachtvolle Stock war ein Geschenk des Grafen Eler Lllililicher Zeitung Nr. 16 128 21. Jänner 1887. wie der bulgarischen Hochflut zu begegnen wäre. Aus der chauvinistischen Perspective, welche der Präliminar Friede vun San Stefano und der Philippopcler September-Putsch vom Jahre 1885 den Serben wie den Bulgaren eröffnet haben, sind alle politischen und ethnographischen Gefahren mit einer geradezu schreckhafteil Deutlichkeit zu erkennen, von welchen die im Westen der Balkan-Halbinsel wohnenden Völker einmal durch den Vulgarismus bedroht weiden könnten. In Belgrad wie in Athen hat man diese Gefahren ziemlich spät erkannt, aber es scheint nach unserem Dafürhalten noch immer im Bereiche der Möglichkeit, denselben zu begegnen. Bulgarien und Ostrumelien dürften wahrscheinlich in nächster Zukunft mit ihren häuslichen Angelegenheiten so viel zu thun haben, dass sie an Macedonien zu denken schwerlich viel Zeit finden werden. Diese Frist sollte von Seite Serbiens nnd Griechenlands redlich und nachdrücklich benützt werden, wenn in der ferneren Zukunft die gleichmäßige und gesunde Entwicklung der Balkanstaaten auf Grund des Berliner Vertrages, wenn das angestrebte Oleichgewicht unter ihnen einmal zur vollen Wahrheit werden soll. Politische UelierNcht. (Neue Pairs.) Zu Herrenhausmitgliedern wurden ernannt: Der Abt von Kremsmünster nnd Landeshauptmann in Oberösterreich Leonard Ach-leutner; der berühmte Chirurg nnd Professor Hofrath Dr. Theodor Billroth; der Hofrath uud Präsident des evangelischen Oberkirchenrathes Dr. Rudolf Franz; der infulierte Propst des Chorherrenstiftes in Klosterneuburg Ubald Kostersitz; der Großindn-strielle Ludwig Lobmayr; der Landeshauptmaun in Salzburg Oberlandesgerichtsrath Karl Graf Cho-rinsty; der Kämmerer und Großgrundbesitzer in Böhmen Theobald Graf Czerniu; die Neichsraths-Abgeordneten Franz Graf Deym und Dr. N. von Arom; der Senatspräsident des Verwaltnngsgcrichts-hofes Moriz Baron Ender; der Großgruuobesitzer iu Niederösterreich Franz Graf Kuefstein; der pensionierte Sectionschef im Handelsministerium Baron Pußwald; der Landeshauptmann iu Tirol Franz Baron Napft; der Oberlandesgerichtspräsident in Lemberg Josef Baron Schenk; der Großgrundbesitzer und galizische Landtagsabgcordnete Stanislaus Ritter von Starowiejski-Biberstein, (Die Durchführungs-Vorschrift zum Lanostnrmgesetze) wird wahrscheinlich heute pu-bliciert werden. Die Publication dieses umfangreichen Schnftstückes wird nicht auch im Wege der «Wiener Zeitung», sondern nur mittelst Reichsgesctzblatles erfolgen, doch auch durch dieses werden nur die wichtigsten und die mehr allgemeinen Bestimmungen der Durchführungsvorschrift zur allgemeinen Kenntnis gebracht werden, die speciellen und zahlreichen Detailvorschriften werdm lediglich den betreffenden Behörden zugehen uud die Durchführung von denselben sofort in Angriff genommen werden. (Die Schulfrage.) Der Vegiun der Reichs-raths-Session wird diesmal, da die meisten der noch versammelten Landtage Ende dieser Woche geschlossen wrrden dürften, von dem Schlüsse der Landtags Session nur noch wenige Tage getrennt sein. Die Reichsboten kommen also noch unter dem frischen Eindrucke der Landtags - Verhandlungen in das Central-Parlament. Voraussichtlich wird im Reichsrathe neben der Sprachenfrage anch die Schulfrage zur Discussion gelangen, welche seit der Einbringung der Tiroler Schulgesetz-Vorlage allerorten anfgeworfen wird. Das Schulcomite' des Tiroler Landtages ist mit der Berathung des Schulaufsichts-Gesetzes vollauf beschäftigt. I„ den zwei letzten Sitzungen dieses Comites wurden zehn Para-graphe des Gesetzes ohne Schwierigkeiten erledigt. Bei ^ II beantragte die Maiurität, dass der Ortsseelsorger in dieser Eigenschaft als Ortsschuliuspector zu wirken habe. Da erklärte der Regierungsvertreter aufs bestimmteste, dass die Regierung diese oder ähnliche grundsätzliche Zugeständnisse, die dem Neichs-Volksschiil-gesetze zuwider siud, nicht zu machen in der Lage sei. — Wie nun telegraphisch berichtet wird, hat der Schul» ausschuss des Tiroler Landtages eudlich seine geheim> nitzvollc Thätigkeit geschlossen. Er beantragt, die von der Regierung eingebrachte Schulvorlage abzulehnen und eine Resolution anzunehmen, in welcher die Aenderung des Reichs-Volksschulgesetzes im katholischen Sinne verlangt wird. (In Steiermark) rührt sich wieder die antisemitische Agitation lebhafter wie früher und verbreitete in den jüngsten Tagen massenhaft einen Pctitionsent« wurf in deutscher und auch in slovcnischer Sprache gegen die Einwanderung ausländischer Juden. Die Staatsanwaltschaft Cilli fand sich anch veranlasst, diese Flugblätter zn confiscieren. und das dortige Kreis-gericht bestätigte auch die Beschlagnahme mit der Begründung, dass sowohl die Petition selbst als auch die dieselbe begleitende Currende geeiguet seien, zu Feindseligkeiten wider eine Neligionsgenossenschaft und überhaupt die Einwohner des Staates zu feindseligen Par-teiungeu untereinander aufzureizen, was deu Thatbestaud des Vergehens gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung begründet. (Die Session der Landtage) geht ihrem Ende entgegen. Die Landtage vun Mähren uud Vorarlberg wurden bereits geschlossen. Der niederösterreichische Landtag hat sich gestern mit der Frage der Wien-flussreguliernng beschäftigt und wird spätestens am Samstag seine Verathungen beschließen. Der galizische Landtag wird außer dem Budget nur noch die Resolution in Angelegenheit drö Grundeutlastuugsfonds erledigen. Der böhmische Landtag hat gestern die infolge des Austrittes der deutschen Abgeordneten nothwendig gcwoldenc Wahl dreier Landesausschuss-Veisitzer nnd deren Ersatzmänner vorgenommen. (Die bulgarische Deputation iuCon' stantinopel.) Nach brieflichen Mittheilungen, die der «Pol. Corr.» aus Constantinopel zukommen, wird die Ankunft der bulgarischen Deputation daselbst für den 25). d. M. vi:l Arindisi erwartet, Bekanntlich hatte ursprünglich auf der Pforte die Absicht bestanden, die Deputation nicht zu empfangen. Nachdem aber die Spannung in der bulgarischen Frage gewichen und bei den meistinteressierlen Mächten die Tendenz einer Annäherung zum Zwecke einer versöhnlichen Lösung hervorgetreten ist, glanbe auch die Pforte nicht zurückbleiben, vielmehr das Ihrige zum Behufe einer allgemeinen Verständignng thun zu solleu. Man erwarte nun in Pfortenkrelfen, dass gerade durch die ^ zeitige Anwesenheit der Deputation einerseits und ^ Cankovs anderseits die Aufgabe, zwischen diesen Ele^ wi eine Verständigung zu erzielen, erleichtert ^ könnte. ^ (Russische Finanzpolitik.) Nach P/ burger Berichten sieht man daselbst infolge der A', Verschiebungen im Cabinet heftige Kämpfe inbetres^ russischen Finanzpolitik sowohl im Ministerinn! als ^ in der Presse voraus. Finanzminister Vi^ug^ dürfte die «Moskovskija Vjedumosti' und die a»^ Orgaue gleicher Richtung für sich haben, dagegen^ von den Journalen bch-hdet werden, die Katkov M risch gesinnt sind. Bunge soll sich vor seinem NlM in einem Finanzrapporte entschieden gegen das T<^ und Spirituosen-Monopol, sowie gegen die VerslA lichung der Bahnen ausgesprochen haben, lautn ^ sichten, die dem neuen Finanzminister zugeschl^ werden. (England.) Ueber den jüngst in Londons Umwandlung des Cabinets abgehaltenen ersten M sterrath wird berichtet, dass Lord Salisbury del'^ sammelten Ministern mittheilte. Lord Iddesleigh ^ einen am leyten Tage seines Lebens geschrieben unvollendeten Brief hinterlasseil, in welchem er ^ Premier seiner unwandelbaren Freundschaft verficht Lord Salisbury soll auch das Programm der Vorla! gegeben haben, welche in der mit dem 27. d. V^ ginnenden Parlaments Session eingebracht werden.. (Zur Situation in Bulgarien.) ^ bulgarische Regieruug wurde benachrichtigt, dass ^ rere am Staatsstreiche betheiligte Officiere ans ^ in Constantinopel eingetroffen find. Von der ErnM ausgehend, dass die Absichten dieser Officiere ^ den gegenwärtigen Stand der Dinge gerichtet,k könnten, ließ die Regierung an die Civil- und M'^ behördcn an der Grenze die strengste Weisung ^ geheu, jedes verdächtige Individnum zu verhaften" die strengsten Maßnahmen gegen jene bewaffnete»! dividuen zu ergreifen, welche die Grenze zu üvcrschll' beabsichtigen. > TlMsllemgleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Vlil^ Zeitung, meldet, der Gemeiude Hliusko zum Kn'A baue W0 fl., der Gemeinde Lipowa zum Sch^l 150 fl.. ferner den Gemeinden Lhotta, Noch Lotta 5 Dutkovic zur Bestreitung von Schulbaukostcu je ^ zu spenden geruht. - (Marquis von Bacqnehem als D^ scher Ordensritter,) Wie mitgetheilt wird, ist ^ gestern durch den Landcomthur der Ballet Oestc^, FML. Max Grafen Coudenhove, der HandelsM^ Olivier Marquis von Vacqueheni ins Novizin,' Deutschen Ritterordens feierlichst eingeführt worden> ' dessen Novizenmeister ist der Pater Ja near c^a worden, der bisher auch als Novizenmcister bei z Erzherzog Eugen fungierte. Während der Segens,, w^chc der Nottizemncister celebrierte, empfieng dcr ^ Professritter-Candidat das Abendmahl. ^, — (Eine Liebes trag odie.) In Ergii^, unseres Berichtes über dieses traurige Ereignis wirb> mont. Fieng man an, mit ihm vom Tanze zu sprechen, so war sein Redestrom entfesselt, nnd eines Tages machte er mir folgendes Geständnis: «Ich habe die Castris geheiratet, mein Herr. Ich würde sie Ihnen vorstellen, allein sie kommt nur später Hieher. Dieser Garten ist unser einziges Vergnügen und alles, was uns aus früheren Zeiten geblieben. Es scheint, als könnten wir ohne ihn nicht mehr leben. Nicht wahr, er ist ehrwürdig und distinguiert? Ich glaube dieselbe Lust zu athmen, wie in meiner Jugend. Meine Frau und ich bringen deu ganzen Nachmittag hicr zn; doch ich komme schon des Morgens, denn ich stehe früh auf. Nach dem Frühstück kehrte ich in den Luxembourg zurück und erblickte sogleich meinen alten Freund, der eine kleine, schwarzgekleidete alte Dame voll Anstand führte. Ich wurde ihr vorgestellt. Es war die Castris, jene große Tänzerin, die einst Könige nnd Prinzen liebten, ja, das ganze galante Jahrhundert anbetete. Wir setzten uns auf eine Steinbank. Es war im Monat Mai, nud in den Vaumgängen wogte ein Dnft, wie von frische», Blnmen. Die Sonnellstrahlen glitten durch das Laub und tauchten nnsere Glieder in ein Meer von Licht und Wärme. «Erklären Sie mir doch,» redete ich den alten Tänzer an, «was war denn eigentlich das Men net?» Er bebte zusammen und sah mich lange an. «Das Menuet, mein Herr, war die Königin der Tänze und der Tanz der Königinnen. Seitdem es leine Könige gibt, existiert anch das Menuet nicht mehr.» Und dann begann er eine lange, in pompösem Stile gehaltene Lubeshymne, vou der ich kein Wort verstand. Ich wollte mir die Pas, die Bewegungen, die Posen erklären lassen, er vermochte nicht, mir zu Willen zu sein. Doch plötzlich wandte er sich an seine Gefährtin, welche stille und gravitätisch dagesessen. «Elise, willst du. sag doch, willst du so gut sein und diesem Herrn zeigen, was das Menuet gewesen?» Sie blickte ein wenig beunruhigt nach allen Seiten, dann erhob sie sich wortlos üud stellte sich uns gegenüber. Und ich sah etwas, was ich niemals vergessen werde. Sie kamen und giengen mit kindlichen Geberdcn, lächelten sich zn, verneigten sich, hüpften gleich zwei alten Puppeu, welche ein geschickter Mechaniker angefertigt nnd ein anderer ausgebessert hat. Ich betrachtete sie, das Herz voll Riihruug und mit einem Gefühle der Melancholie, welches mir bisher fremd geblieben. Es kam mir vor, als sähe ich das klägliche und komische Gespenst eines außer Mode gekommenen Jahrhunderts vor mir. Ich hatte Lust zum Lachen, lind es drängte mich zum Weinen. Plötzlich hielten sie ein, der Tanz war beendet. Einige Augenblicke standen sie noch einander gegenüber und schnitten absonderliche Grimassen — dann umarmten sie sich schluchzend. Drei Tage später reiste ich ab und habe sie seitdem nicht mehr gesehen. Als ich nach Paris zurückkehrte, war die Allee zerstört. Was aus den beiden Alten geworden, nachdem sie ihren liebeil Garten verloren hatten, weiß ich nicht. Sind sie gestorben? Oder irren sie iu den Straßen umher, gleich Geächteten, die aller Hoffnung entsagt haben? Tanzen sie vielleicht ein gespenstiges Menuet unter den Cypressen des Friedhofes bei Mundesschein? Ihr Andenken aber verfolgt und quält mich, gleich einer nie vernarbenden Wunde. Warum? Ich weiß es nicht! Nicht wahr, Sie finden dies sehr lächerlich? Guy de Maupassant. (Nachdruck »erb»" Zis Ml'ntne bes OMäw. Roman von Mat vou WtisMthurn. (10. Fortsetzung.) Die Geschichte des Grafen von Alm^ Minuten vergiengcn, ohne dass Graf A^ oder Cora sich geregt hätten; dann zog er plötz^ heißer Leidenschaft ihre Hände an seine zuckenden 2>^ um sie mit glühenden Küssen zu bedecken. / «Gestatten Sie mir, dass ich Ihucu alles I^ stammelte er, «und Sie werden mich bemitleide» mir verzeihen!» ^ Ihre Hände in den seinen haltend, die Aüg^ verwandt auf sie gerichtet — so sprach er u" lauschte das juuge Mädchen seinen Worten. .^ «Sie haben heute Abend sehr hart über nU^ urtheilt, Cora,» hob er mit leiser Stimme an, ,^ Ihr Bruder mir zu meiner Verlobung Glück wi"^ zu dieser unseligen Verlobung, die wie ein DaN^, schwert über mir schwebt nnd alles erstickt un?^ mir feril hält, was einen Anspruch auf den?l? «Glück» haben könnte. Sie werden sagen, ich s^'Fi Herr meines Willens, dass niemand mich zu ein^ lobung oder Heirat zwingen könnte. Es gibt ^,/ nisse, welche zwingender sind als Ketten, Verh^ ^ bei deuen ein Mann ebenso wenig Freiheit bes'^c' der Gefangene hinter Kerkermauern. Lncie iö^ ist meine Cousine, ihre Mutter nnd die meine ,^ Schwestern, nnd ich kenne Lncie seit meiner un^^ frühesten Kindheit. Sie ist eine Waise und wa^ ^ meine Mutter alls unserm Stammschloss erzöge"^' Ll'eblingswnnsch der alten Frau bestand voll jehel Laibllcher Feitung Nr. Ill 129 2l. Jänner 1887. Klagenfurt noch berichtet: Am 16. d. M. nachts hat! sich der Oberlieutenant Gustav Haller vom Infanterie-Regimentc Freiherr von Tahlen Nr. 7 mit Fräulein L. von Maschle, die zu ihm in zarten Beziehungen stand, auf einem Kahne unfern von Krumpendorf am Wörthersee das Leben genommen. Am 17. morgens fand man bei der Villa Scherl einen Kahn, in dem sich eine Officicrsmühe, ein Damenshawl, ein Damenfacktuch und eine Kotze befanden, T>ie Sihbretter ini Kahne waren stark mit Blut befleckt, ebenso die Pferdedecke. Auch der Shawl trug Blutspuren an sich. Man vermuthet, dass sich die Liebenden erschossen und in den See gestürzt haben. Von beiden ist keine Sftur vorhanden. Der Bursche des Obcrlieutcnants fand zu Hause einen schwarzgeränderten Brief, in welchem ihm sein Herr anzeigt, dass er zwischen dem 111. und 17. Jänner sterben werde. Er dankte seinem Diener für die Liebe und Treue, mit welcher er ihm gedient hat, legte seinen Monatslohn per IN st. nnd 1 st. Trinkgeld bei, sowie seine Photographie mit dem Bemerken, dass er stets, wo immer er im Leben einen wahren Freund gefunden habe, er demselben seine Photogrrafthie übergeben habe. Er (Bursche Lackner) möge diese Photographie als Erinnerung an seinen Herrn aufbewahren Weiter empfahl Oberlieutenant Haller diesen Burschen auf das wärmste seinen Kameraden, da derselbe ein sehr treuer und verlässlicher Diener sei. Da der Unglückliche am Tage vor der That eine größere Anzahl von schwarzgeränderten Converts nebst Briefbogen in einer hiesigen Papierhandlung laufte, su dürften noch andere Personen Briefe von ihm erhalten haben. Auch Fräulein von Mafchle hinterließ ein Schreiben an ihren Vater, der pensionierter Oberstlieutenant ist, in dem sie demselben anzeigt, dass sie sich den Tod gegeben, da sie vom Leben nichts zu hoffen habe, und ihn bittet, er möge ihr den Schritt vergeben. Man sagt, dass sich die beiden im Tode vereinten, weil eine Vereinigung im Leben ob des Mangels einer Caution nicht möglich war. Fräulein von Matschte, vor Jahren eine gepriesene Schönheit, war 28 und Oberlicutenant Haller 35 Jahre alt. Interessant ist die Thatsache, dass die Mutter und ein Bruder des Fränleins von Maschte ebenfalls durch Selbstmord ihrem Leben ein Ende gemacht haben. Fräulein von Maschke war vor einigen Jahren der Anlass zu einem Pistolenduell zwischen einem deutschen Officier und einem höheren Vahnbcamten, dessen Ausgang aber unbekannt blieb, obwohl es hier, und zwar seltsamerweise ebenfalls in der Nähe von Krumpendorf, ausgcfochten wurde. Beide Gegner wollten das Fräulein heiraten, fie schlug jedoch, wie damals erzählt wurde, beide Anträge aus. — (Ein verspäteter Glückwunsch.) Ueber emen verspäteten Glückwunsch wird aus Pola gemeldet: Der wackere Veteranenvercin von Pola hat am St. Ste-fanstag zu Weihnachten ein Glückwunschtelegramm an die Kronprinzessin Stefanie gerichtet und vom Obersthof meisteramte des Kronprinzenpaares aus Wien folgende Antwort erhalten: «Ihre k. und k. Hoheit die Frau Krön» Prinzessin Stefanie dankt bestens für die loyalen und wohlgemeinten Glückwünsche zu ihrem Namensfeste, das alljährlich auf den 20. August fällt. Bombelles.» — (Staats - TelePhonbetrieb.) Im k. k. Handelsministerium finden unter dem Vorsitze des Ge-neraldirectors des österreichischen Telegraphenwesens, Sec-tionschefs Baron Dewez, Berathungen über die Ein> führung des allgemeinen Staats-Telephonbetriebes statt, in Bezug auf welche demnächst ein Erlass des Handelsministers zu gewärtigen ist. Es heißt, dass der Tarif lediglich auf die Deckung der Selbstkosten der Staatsverwaltung berechnet sein werde. Für das laufende Jahr ist zunächst die Errichtung staatlicher Telephonnetze in Salzburg, Wiener-Neustadt, Baden und Reichenau beschlossen worden. Außerdem sind Telephon-Anlagen für Bozen, Nregcnz, Budweis, Eger, Gablonz, Görz, Iglau, Innsbruck, Klagenfurt, Krakau, 3 aibach, Olmütz, Spa-lato, Troppau, Znaim u. s. w. in Aussicht genommen. Ueberall wird das Telegraphenamt die Centrale bilden. — (Die Ernennnng des neuen Fürstbischofs von Klagenfurt) soll - wie die «Tagespost» meldet — eine vollendete Thatsache sein. Wie es heißt, stand die Reise des Grazer Fürstbischofs Dr. Zwerger nach Wien mit dieser Ernennung im Zusammenhang. Der Nachfolger Funders soll ein Mitglied des Clerus der Grazer Diocese sein. ~- (Zwei Menschen durch einen Schuss getüdtet.) Man berichtet der doch ich sah sie wlche mit j° r b"7 V""Ar °" .""d "ebte sie als Fühlen üb^r "ht m "^'"^"he. dle nie zu heißerem ""denschaft. welche ^ f^ ^"" ^ "°" ^r mächtigen biel. br sÄtte ihr ^"'Sle «m Herzen trage. CoraV in ' 7' v°nseiue"K?b, "l. ^"'" ä'""" ""d '"' He, ." fortfuhr '"^" "berwältigt, minutenlang «Mem Vater N war. Meine noch ein kleines Kind e...^5 ^""" neunzehnten " eme Cousine zu Verwandten Z/^? Tode siedelte aber re.ste ms Ausland. A ls 1^ ^"ers über, ich Mwk,enhett zurückkehrte, fmd 3 ^ ^jähriger de^w Ä ""lasse" hatte, ich in^in H ^ Kind. des Madchen umgewaudel atte Lu ,^.°"lblühen- °"« ihren A,.,«« zu stch bescheiden und theilte mir mit, dass meine ^oustne mich liebe und dass die einzige Möglichkeit, ste am Leben zu erhalten, darin bestünde, dass man chr dle Gewissheit meiner Liebe geben könne. Hätte icy ^ ^ ^ >^"" "'^ lioften. jemals glücklich zu w^d.». Ich werde vou Ihuen hören: glücklich, geliebt j und liebend, so werden Sie leben, vereint mit einem andern. Aber nicht mehr kann er Sie lieben, als ich Sie liebe, der Ihr Andenken heilig halten wird. der sich sagen wird: Sie ist glücklich, sie hat vergessen, während ich--------------» Wie von seinen Gefühlen überwältigt, brach er plötzlich ab. Sie hatte ihr Haupt an seine Schulter gelehnt und schluchzte leidenschaftlich. Stanley Saint Roger Graf von Almaine athmete den aromatischen Duft ihres Haares ein, fühlte ihre fieberhaft brennenden Hände in den feiuen. wnfste. dass sie litt, aber er empfand kein Mitleid; er sagte sich nur, dass sie sein werden musste, um jeden Preis, und damit dies geschehen konnte, galt es jetzt Trennung, aber in Freundschaft. Der Zauber, welcher ihn in den Augen des Mädchens umwob. durfte nicht zerstört werden, wollte er des Sieges gewiss sein. Sie an sein Herz drückend, trachtete er, sie mit leise geflüsterten Worten zu beruhigen. Und sie stand regungslos, sich nur der ma» gischen Gewalt bewnsst. welche dieser Mann auf sie ausübte. «Verzeihen Sie mir, Cora?» flüsterte er leise. Sie entwand sich seinen Anueu uud trachtete danach, ihre Ruhe einigermaßen wiederzugewinnen. «Es kann zwischen uns von Verzeihuug nicht die Rede sein., sprach sie sanft. «Wir müssen trachten, zu vergessen. Lady Lucie liebt Sie und Sie sind an Ihre Vraut gebunden. Machen Sie dieselbe glücklich und auch Ihnen wiid eili Olück werden, Wir wollen alles Ge« wesene vergessen, und wenn wir uns wieder begegnen, so darf es nur in Freundschaft sein.» (Fortsetzung fohl.) Laibacher Zeitung Nr. 16 130 21. Jänner 188?. Stande von 300 Zöglingen und die technische Militär-Akademie in Wien mit einen« Stande von 200 Zöglingen, — (Die Kälte.) Heute morgens vor Sonnenaufgang hatten wir bisher in diesem Winter wohl die stärtste Kälte: das Thermometer zeigte ein Minimum von —18 Grad Celsius. Der hohe Barometerstand und die ungewöhnlich reine und klare Luft lassen erwarten, dass diese Kälte noch längere Zeit anhalte. Die Bevölkerung unserer Landeshauptstadt ist sich unter solchen Umständen der Pflicht bewusst, auch der Frierenden und Hungernden nicht zu vergessen und den guten Ruf, den das wohlthätige Laibach genießt, neuerdings zu bekräftigen. — (Todesfall.) Wie aus Luttenberg telegraphiert wird, ist der Bczirkshauptmann Herr Karl Trautvetter nach längerem Leiden vorgestern mittags gestorben. Nezirkshauptmann Trautvetter war erst vor kurzem in deu Ruhestand getreten. — (Vom Eislaufplatze.) Der Dezember des verflossenen Jahres war für unsere «Eismänner» sozusagen verloren; umso größere Hoffnungen setzten sie in das neue Jahr und erwarteten von ihm das Beste, das heißt: das kälteste Wetter! Sie haben sich nicht getäuscht. Aei einem Wetter, wie wir es gestern hatteu und wie es auch heute anhält, muss einem jeden echten Eisläufer das Herz im Busen lachen. Dieser gehobenen Stimmung Rechnung tragend, veranstaltet der Eislaufoerein - falls die Witterung es zulassen wird - morgen auf dem Eis-laufplatze unter Tivoli neuerdings ein Concert. Die Bekanntgabe der Stunde erfolgt durch die Aushängetafeln des Vereines. — (Der Schleppsäbel des Feldwebels.) Er war bisher nur ein bcfonders «privilegierter» Säbel, der Feldwebels-Schleppsäbel; die «alten» Militärzöglinge wissen davon zu erzählen, sie kennen den Säbel des Inspections-Feldwebels. Außer dieser historischen Feldwebels-Species aber war der Schleppsäbel bis zum heutigen Tage nur das Privilegium der dienstergrauten Stabs-, Bau- und sonstiger Feldwebel; das gestrige Armee-Verordnungsblatt bringt nun aber eine große und freudige Ueberraschung allen «dienstthuenden Feldwebels, respective Oberjägern> der Fußtruppen, d. h. also dem Gros aller Feldwebel; sie erhalten anstatt der Bewaffnung mit Feuergewehr und Bajonett den Infanterie-Officierssäbel und Revolver. Mit Neid wird nun der kleine Nest der Feldwebels, die Rechnungs-, Musik- und sonstigen Feldwebel, auf ihre schleppsäbel-bewaffneteu College« blicken, denen allerdings bei ihren vielfachen, einer Ofsiciers-Vertretuug gleichkommenden Ofsicien die lang ersehnte blanke Waffe nach Recht und Verdienst gebürt. — (Vom Theater.) Von einem eifrigen Theaterbesucher erhalten wir folgende Zuschrift: «In früheren Jahren war es üblich, dass im strengen Winter die Theaterzettel mit der Bemerkung herausgegeben wurden: ,Das Theater ist geheizt!' Möchten Sie, Herr Redacteur, nicht veranlassen, dass die erfrorenen Theaterbesucher wenigstens diesen gedruckten Trost hätten?» — Bei aller Sympathie, die wir eifrigen Theatcrbefuchern entgegenbringen, sind wir außerstaude, in dieser Angelegenheit etwas zu thun. Wir empfehlen jedoch diese gerechtfertigte Beschwerde der löblichen Theaterdirection zur thunlichsteu Berücksichtigung. — (Aus Fiume) berichtet man uns: Der langjährige Director des kroatischen Staatsgymnasiums in Fimne, Herr Ludwig Slamnik, ist iu den Ruhestand getreten. Dem scheidenden Director wurden aus diesem Anlasse sowohl seitens der Schüler als auch seitens mehrerer tüstenländischer Vereine Ovationen dargebracht. Mit der Leitung der Anstalt wurde Professor Krsnik provisorisch betraut. — (Der Vereiu der Aerzte in Krain) wird Mittwoch den 26. d. M. um 6 Uhr abends seine Monats-sitzuug abhalten. Tagesordnung: ^. Innere Angelegenheiten, ll. Vorträge: 1.) Negierungsrath Dr. Kees-bacher wird seinen Vortrag über die Cholera-Epidemien in Krain im Jahre 1886 fortsetzen. 2.) Primararzt Dr. Vosnjal wird über die Cholera-Epidemie im Zwangs-arbritshause zu Laibach berichten. — Nach der Sitzuug findet eine gesellige Zusammenkunft der Mitglieder in der «Rose» statt. — (Für Modistinnen.) Das k.t. Ministerium des Innern hat im Einvernehmen mit dem Handels' Ministerium entschieden, dass die Modistinnen auch zur Haltung und zum selbstäudigeu Verkaufe von künstlichen Blumen und Federn, sowie zur Führung entsprechender Firmatafeln berechtigt sind. Aunst und AitevatttT7. — (Uesthetil. Grundzüge dcr Wissenschaft des Schönen und der Kunst. Das Wissen dcr Gegenwart. 55—56 Band. Prag: F. TemPsl Y.) Die Aesthetik ist ein wesentlicher Bestandtheil der modernen Bildung geworden. Eine Verhältnis^ mäßig noch junge Wissenschaft beherrscht sie heute bereits das gesummte geistige Leben der Zeit. Eine großartige Literatur hat sich allmählich angesammelt' auch an Versuchen vollsthüinlicher Darstellung fehlt cs nicht. Aber lein einziges dieser Vücher vermochte sich jene Verbreitung zu erringen, welche dem betreffenden Verfasser wohl als ideales Ziel vorschwebte. Immer noch war die Sprache infolge des abstracten Stosses zu hoch gehalten, zu schwer; auch die Preise all dieser Weile waren zu kostspielig. Um so höher ist das Verdienst dcr Verlagshandlnngen Freytag und Tempsty anzuschlagen, welche für ihre vorzügliche Ssmmlung einen Mann von der wissenschaftlichen Be» beutung Schaslers gewonnen haben, dcr das überaus schwic-rigc Problem, eine Aesthetik populär zu schreiben, meisterhaft gelüst hat, wie eine Durchsicht der oben genannten Leistung lehrt. Für geringen Preis erhält man da ein vorzügliches Buch, elegant und dauerhaft gebunden, mit einem Inhalte, wie er nicht besser gewünscht werden kann. Dcr erste Theil beschäftigt sich mit dcr Idee des Schonen in ihrer Allgemeinheit und Bc-sonderung, dcr zweite Theil führt uns in das herrliche, große Neich der Knnst; er weist uns die Elemente des Kunstschönen nach und bietet dann eine äußerst freifinnig gehaltene ästhetische Betrachtung der Architektur, Plastik, Malciei. Musik, Mimik und Poesie in all ihren Untcrablhcilungen. Die Sprache ist gehoben, edel und dabei körnig einfach. Kein Wort ist zu viel, keines zu wenig. Wer immer sich mit Kunst und Philosophie beschäftigt oder irgend ein Interesse für dicfrlben hat, wird das Buch mit größtem Nutzen lesen ; es ist wie fetten eines bestimmt, den Sinn für das Schöne und Edle in die weitesten Kreise zu tragen, Weltgemeingut des deutschen Volles zu werden. . * . 2. Verzeichnis der beim l. l. Landespräsidium für die Abbrändler von Kutezevo eingegangenen Sammelgrlder. N. lr. Uebertrag aus dem 1. Verzeichnisse........ l44 16 Pfarramt Osilnica.............. 4 — Großlaschitz............. 3 30 » Zaplana.............. l.0 50 » Tschcrnutsch............. 5 — » St Katharina............ 5 — » Altlag «Vezirl Gottschee)........ 4 — » Niederdorf.............. 1 25 ' Ulrichsberg............. 6 30 » Mautschitsch............. 6 — » Nallas............... 17 50 , St. Georgen............. 36 50 » Predaßel.............. 4 50 » Bukovsica.............. 1 20 Altohlitz.............. 10 — Michelstetten............. 4 38 Gorice............... 33 — » Terstenik.............. 4 — St. Ruprecht............. 9 50 » St. Margarethen........... 3 — » Tschatesch.............. 3 25 Landstrass.............. 8 84 » St. Cantian.... -........ 13 — » Hl. Kreuz.............. 8 — > Tirnau............... 10 — » Töplitz............... 10 — » Maihau.............. 1 — . Pöllandl.............. 2 - » St. Lorenz............. 5 23 Ainüdt............... 2 50 » Neudegg.............. 1 15 » Zagrac............... 4 — » St. Michael bei Seisenbcrg....... « — , Hönigstein.............. 2 — » Waltendorf............. 3 10 » Unterwarcnberg........... 1 12 » Haidowih.............. 3 — » Wrusnih.............. 2 — » St. Michael bei Rudolfswert...... 6 — » Selo bei Schönberg.......... 9 40 » Tschermoschnitz............ 2 — Summe . . 416 68 Neueste Post. Original -Telegramme der Laib. Zeitling. Prag, 20. Jänner. Als LandesausschusK-Beisitzer aus der Curie der Städte, Industrialorte und Handels kammern wurden Professor Albin Braf und Dr. Johann Ierabek gewählt. Als Landesmisschuss - Beisitzer aus dem ganzen Hause wurde Graf Adalbert Schönborn gewählt. Berlin, 20. Jänner. Die «Nurdd. allg. Ztg,» con-statiert den Ankauf großen Garackenmaterials seitens Frankreichs behufs Errichtmia. von Militärbaracken an d.'r deutschen Grenze. Frankreich ziehe somit zweifellos größere Truppenmasscn an der Grenze zusammen, als in den Festungen nnd Garnisonen dastlbst unterzubringen sci. Von gut unterrichteter Scite wird gemeldet, dass Frankreich enorme Mengen Pikrinsäure in Deutschland kauft, welcher Stoff ebenso wie Schwefeläther zur Fabrication des Melinits erforderlich ist. Nom, 20. Jänner. Der bulgarische Delegierte Kalcev reist morgen ab, mn in Sofia Bericht zu erstatten und Beschlüsse der Regentschaft seinen College» nach Constantinoftel zu überbringen. Es kann nunmehr fast als sicher angenommen werden, dass die Pforte nach Empfang der drei Abgesandten Vermitt-lungsvorschläqe erstatten wird. Nom, 20. Jänner. Der Papst nahm die Demission des Smatssccrctärs Iacobini an. Dessen Nachfolger wird zunächst uur provisorisch ernannt, während nach dem Cunsistorium am 7. März die definitive Ernennung des Nuntius ill Lissabon zum Staatssecretär erfolgt. Paris, 20. Jänner. Der Mimsterrath beschloss, den vom Finanzmiuister Danphin vorgelegten Budget-Entwurf aufrechtzuhalten. — Nach hier eingelangten Privatnachrichten wäre Cankov bei seiner Rückkehr aus Constantinopel in Burgas von den bulgarischen Behörden verhaftet und misshandelt worden. landschaftliches Theater. Heute (ungerader Tag) - s' Nullcrl. Volköstück mit Gesang in 5 Aufzügen von Karl Morre. — Musik uon Vinccnz Bertl. Lottozichlmg vom !9. Jänner. Prag: 59 72 89 «9 17. Volkswirtschaftliches. Rudolfswert, 1«. Jänner. Die Durchschnitts-Preise st^ sich auf dein heutigen Markte wie folgt: Weizen per Hektoliter 7 49 Eier pr. Stück ...""! Korn . — — Milch pr. Liter . . . ^ ^ Gerste »-------- Rindfleisch pr. Kilo . ^ H Hafer » 2 61 Kalbfleisch » - ^ ! Halbsrucht » 5 86 Schweinefleisch » . -" Hnden > 4 6 Schöpsenfleisch . . ^ < Hirse » 4 55 Hähndel pr. Stück. . "^ 3 Kukuruz » 4 55 Tauben » . . — Erdäpfel pr. Metcr-Ctr. 3 — Heu pr. 100 Kilo ..-"'' Linsen pr. Hektoliter . — — Stroh 100 , . . - ^ Erbsen » — — Holz, hartes, pr. Cubil- ^ Fisolen . --------Meter . . . . ^ Nindsschmalz pr, Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Cubik. Schweineschmalz » — 80 Meter..... -^ Speck, frisch, » — 52 Wein, roth., pr.Heltolit. 16 ^ Speck, geräuchert, » — 80 Wein, weißer, » 1^> Angekommene Fremde. Am 19. Jänner. Hotel Stadt Wien. Wagner, Kaufm., Berlin. — MelhH ssrniud, Marks, Recker, Popper, Nerad, Robitschck und ^ nelck, kNnlslelile, Wien. Hotel lflesailt. Ärunbauer, Kaufmann, Wien. — Glaße, M' Instrumcnleninacher, Schonbach. — Fasoll, Privatier, i^ bad. — Herzenjal, Reisender, Graz. — Dauourek Maria»' sihers-Gattin, Cabar. — Olakar, Besitzer, Savenstein-' Doltoric, Gastwirt, Wocheincr-Fcistrih. — Goldschmidt, ^ mann, Trieft. ^. Gllsthof SUdbahichof. Neumann, Kaufm., Wien. — Iost, ^ vaticr, Trieft. Mctcoroloffijche Beobachtungen in Kaibach^ ? Ü. Mg. "?45M'I^14,6 winWll Nebel' «.' 20.2. N. 744,52 -10.7 W. schwach heiter 0.' ^ . Ab. 746,51 —14,0 NW. schwach sternenhell Morgens Nebel bis gegen Mittag anhaltend, dann A Höhenreif. Das Tagesmittel der Temperatur — 13,4", m» ^ unter dem Normale. ^ Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö. . ________ _________________________^< Danksagung. Für die häufigen Beweise aufrichtigster Theil" nähme während dcr Krankheit, für die vielen schö»«^ gespendeten Kränze und für die zahlreiche Vechcilv gung an» Leichenbegängnisse meines theuren Gatten Zoljaun Kafner k. k. Briefträgers sage ich im eigenen sowie im Namen meiner Ä"' gehörigen allen Freunden nnd Bekannten, insbesoN' dere aber dem hiesigcu t. l. Postamte, desgleichen auch dem hochwürdigen Herrn Stadtpfarrer IohanU R 0 5 m a n für seine wahrlich aufopferungsvolle Aul" merlsamkeit als Seelsorger und dem löblichen Vetc-rancncorps den innigsten Dank. Laibach, 20. Jänner 1887. Iosefine Haslicr. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem un^ furschlichen Rathschlusse 'gefallen, unseren innig"' geliebten Vater, beziehungsweise Schwieger- tt»° Großvater, Herrn Vartholomimö Nämlicher k. t, Steueramtsadjuncten i. R. heute um halb 1 Uhr mittags nach längeren, schwere" Leiden, versehen mit den heiligen Sterbcsacramcüt/^ im 83. Lebensjahre in ein besseres Leben abzubcnlf^. Die irdische Hülle des theuren Dahingeschieden^ wird Samstag den 22. Jänner um 3 Uhr nachtu, tags vom Trauerhause Aemonastrahe Nr. 10 "". auf den Friedhof zu St. Christoph überführt und z" ewigen Ruhe bestattet werden. , Die heil, Seelenmesse wird Montag den 2M Jänner um 6 Uhr vormittags in der Pfarrlill" zu Tirnau gelesen. ,,, Der theure Dahingeschiedene wird dem fron«"" Andeuten empfohlen. Laiba ch am 20. Jänner 1887. Naimnnd Raunicher, t. t. Steuereinnehmer >- ^ Sohn. — U,,na Raunicher, Schwiegertochter., C'navlbcrt Nannicher, k. l. Steueramtspraktua'^ Raimund Naunlcher, Gymnasialschüler, ^' U«rdinu»l,«>>nis!alt des ffianz Dobelllt. 131 Course an der Wiener Börse vom 20. Janner 1887. Nach dem officiellen Toursblatte. Etallts'Nnlthen. L^^e ' . '------- Z"° " «l, ^ 4°^. V.«°t«l°,e ' 25° fi' >'U ^ Lom°.«enttn,che!ne '. . p„ ^'l. '^^" ung. Volbrente 4»/ ' Papierrenle /°/ ' ' ' ' ^' w ioz-ob Prämien H«,^"' ^- ls'° . 117 ec.'n» 10 ^ °/« döhm,sche . 5> »"iztlche......."»------------ °°° Mähi,,chl ...... >0<—104 70 b°/° NlcdcroNeiieiäiii'a,/ ' ' ' ^«75107 2b ib°«,N°/° i°i - i"-b° »^eN.Hypothekenbank loj.b'/,°/n 101—,01?^ '» Pef! m 1.18U3 Verl. 5'/,°/» --_______ Prioritlltd.Obliglltione» Hran,.Io,cj,it?ahn " lvo zo ioo 70 Valiz'llde «au»Ludwig.'«ähn ^-------^ Lm, il!8i Zu« ft. S 4?, 0"°^" ! Qeslcrr, Norbweftbahn ' ^<>—.!<,<, 50 ^iedenbulger ..'''» 10« —^il>«>40 Geld ^!aie Etaat«bahn Immission . . zoo-201- EÜdbahn^»°/,.....15S'd0!5? 50 ^ , . ^ ü°/,.....128?b1«82k Nng..galiz. «ahn.....100 —,01 — Diverse Lose (per Stlllk). «rebitlose 100 fl. . . . . . 174.00,7b-- «llar^Lose 40 fi...... 44- 4z— 4°/, Donau.Dampssch. loo fl. . 114-70,16- LalbacherPlämien,Unleh.lofi. »o---------— Ofcner v°,e 40 sl..... 4? l!> Walbftein«l.'ose 30 fl. ... »b— «5 L0 Winbischgräh'Lofk »0 fl. . . -— 45 - Vanl.Nctien (l>er Etüll). Nnglo°Oefleri. Van! L00 fl. . 110 75 ill 25 Baulvercin, Wiener, 100 fl. . 10z ?o ioi< — Vdncr,°Anst,,Oeft.2UUfl.S.4a°/<, ,46—^L<« 50 Crdl,,Nnft, f. Hand. u. G. l6U sl. ,88'8»^«9'2« lireditbanl, Mg, Ung, »uosl. . z»7'75.!2!»8'25 Dcpofileiibanl, Ällg, 200 fl. . !i7^ _ l«c> — 2sclUlple«!i>ef,,«iedeiöfl.5oo!I. '555—^g-— Hypoihclcnb., öst.üUu U,i!b"/„E, «4— «5 — ^,'andclv., oft. ;0Nsl. V. b«'V» lll0 75 Beileliisbanl, ÄUg. 14U fl. . 15z-—^153'— acher E.o«. L00 fl.S. —'----------- «lisabeth-Vohn 200 fl. «Vl. . —--------— „ l.'inz«Vudwei« 200 fl. . —--------— «Sl,b.-T!r.HI,E.i«?8uaafl.S. —--------'- sserd,na»d«-Nordl,. 1000 fl. 6M. «542 2347 Frai!j»Iojef'^ahn »00 sl. Silber 218—21« — FÜnflirchen.!8aic)er-------— Gla,.KöfcachcrE.<Ä,xu0fI,ö.W.-----------'— »ahlcnderg-Eisenbahu ioa fl. . — — — — «ay «isen« dahN'Geselljchaft i!uu fl. ö. w. »31^5 23z — Lloyb,öft.°u»g., Trieft 500 fl.2H)t. 55z—554— Oesterr. Vtllldwcftb. 0 !l. Silb. 25 — 2?.— Nubolf««ahn 200 fl. Silber . 18V?5186'35 Siedciibilrgcr itifenb. 200 sl. . ».-— ^ -Stllatl>e>i>,'u!,^v» ^^u jl, ö, W. . z— „Vlbcmühl", PHpierf. u. «.«G, SU— ««L» «lontan'Äesellsch., öfterr.-ilvine »5-75 «6l!5 Prag« Eilel^Ind.-Ges. »00 ft. . 181-5018» 50 Salgo-Tarj. Eisenraff. 100 fl. . —— —'— Trifmler itohlenw.» 3° London.........l«»85l»7 45 Üaris .........50 — 500k Petersburg .......—.— — — Valnte». Ducaten........L'95 l-97 liN.yrancs-Stlllle.....1000,1001. Lilber.........—--! —-— Deutsche Meichsbanlnolen . «ziol S»zo