H. 33. Montag, 1ft. Februar 1896. Jahrgang 115. Mbllcher "M^»"°neprel«: Mit Pn stversendung: ganzMrig fi. l5, halbjubrlg st, ?'5«. Im «omptoir: «ei»« c»«i ' halbjährig fl. 5-50. Mr die Zustellung ln» Hau« gc>nzjühr^K>i" .' der Pfarrer an der k. und k. Hof. und ^ fitssltllrche zu St. Augustin in Wien Karl Z Killen I ^^ Commandeurkreuz des Ordens vom ! ^Is zg^lübe, der Universitäts - Professor Phil. Dr. ^ llchmann in Prag den königlich preußischen M^" dritter Classe, der Polizei.Obercommissär M>, z, Freiherr Gorup von Bes<5nez in ! ?Ül uni> ^^'^ preußischen Kronen - Orden dritter > ?>„i^ b°s Olsicierstreuz des Ordens «Stern von i 3k» h"'' der Fabriksbesitzer Karl Ellis sen in ?^l s "ittertreuz des Ordens der französischen > ?"M A der freiherrlich Liebig'sche Oberförster und ) lt^"s-By^^ ^^ Freiherr von Klinß-)^>^en^.^nau in Borynia das Ritterkreuz des ,N^h bitter-Ordens (Ballei von Utrecht), der !^ !>h, am Kathedral-Capitel w Pola Emanuel ^ ?^^c.""d der Domdechant daselbst Anton 3, Fl^nlisco, ferner die Priva'e Anka Freiin ^ ?^0nn"^al geb. Freiin von Maroici«! di ß 3^; bel Monte in Wien das päpstliche ^ ' !^ ^?^ 6cd«8ia st pontiücL, der Realitäten« ^ ^U^3 Löti in Wien den kaiserlich ottoma-^ ^ ß-7'chldje-Orden vierter Classe, der Mercantil-L Dentin?" Gelalia in Bianca den fürstlich k »tz?'^" Danilo-Orden vierter Classe, der V ^Vli?"" F»-'lil Ritter von Weil in Veldes ff ^ Alberne Verdienst-Medaille und der ^ ! ^^ranzD w o lzak in Olmütz die silberne Medaille des königlich serbischen Hauses mit der Krone annehmen und tragen dürfen; ferner, dass der Waffenfabrikant Karl Grass er in Wien den Titel eines königlich preußischen Hoflieferanten, die k. und k. Hof-Optiker Franz und Karl Fritsch in Wien den Titel eines königlich serbischen Hoflieferanten, endlich der k. und k. Hoflieferant Alexander Förster in Wien den Titel eines königlich rumänischen Hoflieferanten annehmen und führen dürfen. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 30. Jänner d. I. die Wahl des Fürsten Hugo zu Salm-Reifferscheid zum Präsidenten, dann des Dr. Anton Zoebl und des Johann NozkoZny zu Vizepräsidenten der mährischen Gesellschaft zur Beförderung der Landwirtschaft, der Natur- und Landeskunde allergnädigst zu bestätigen geruht. Ledebur m. p. Den 7. Februar 1896 wurde in der l. f. Hof- und Staats» bruckerei das LXXXVll. Stück der italienischen und das XN. Stück der böhmischen Ausgabe des Reichsgesehblattes vom Jahre 18^)5 und das l. Stück der italienischen und ruthenischen Aus« gäbe des Reichsgesetzblattes vom Jahre 1896 ausgegebm und versendet. Nichtamtlicher Theil. Die Lage der Türlei. Der «Pol. Corr.» schreibt man aus Constan« tinopel, 3. Februar: Die kritische Lage, in welcher sich die Türkei während der letzten drei Monate des abgelaufenen Jahres befand, hat sich allem Anscheine nach gebessert, wenn auch nicht geleugnet werden kann, dass die Hauptursachen, aus welchen sich die bedauerlichen Vorgänge in Anatolien entwickelt haben, nach wie vor weiter bestehen. Zu den Momenten, welche die jetzige Detente in der armenischen Frage herbeiführten, zählt auch der Umstand, dass die Aufmerksamkeit der Mächte sowie der politischen Welt überhaupt, auf verschiedene andere wichtige Ereignisse abgelenkt und zum Theile lebhaft in Anspruch genommen wurde. Zu der abwartenden Haltung, die man gegenwärtig der Türkei gegenüber beobachtet, mag vielleicht theilweise auch die während der letzten Ereignisse bei einigen der maßgebenden Factoren zum Durchbruche gelangte Erkenntnis beigetragen haben, dass der türkische Regierungsapparat in seiner jetzigen Verfassung und mit seinen Hauptelementen eine gründliche Reform nicht verträgt, ohne dass die Gefahr ernster Erschütterungen des ganzen Staatsgebäudes mit unabsehbaren Consequenzen heraufbeschworen werden würde. Die Pforte hat nun selbst den Veweis zu liefern, dass sie noch genügende staatliche Leistungsfähigkeit besitzt, um die schweren Wunden, die durch die vorjährigen Ereignisse dem Reiche auf den verschiedensten Gebieten geschlagen wurden, langsam zu hilen und Reformmaßregeln wenigstens insoweit durchzuführen, dass einer Wiederholung der vorjährigen Wirren vorgebeugt wird. Dies setzt selbstverständlich den ehrlichsten Willen und eifrige, ernste Arbeit der Verwaltung voraus. Mit völliger Ableugnung des Geschehenen, wie dies von gewissen türkischen Kreisen versucht wird, wird dieser Sache gewiss nicht gedient. Ergibt sich doch schon aus den seitens aller Botschaften veranstalteten, sehr gewissenhaft ausgearbeiteten Zusammenstellungen der Berichte ihrer Consularvertretungen, der in Kleinasien wirkenden katholischen Geistlichen und anderer verläss« licher Personen, welche Berichte jedoch selbstverständlich nur einen Theil des Gebietes der Ereignisse umfassen konnten, dass die Unruhen 22.000 armenische Opfer gefordert haben. Die Versuche, die man von türkischer Seite zur Erklärung und Beschönigung der beklagenswerten Zustände in Kleinasien unternimmt, werden keinen Menschen überzeugen, vollends jene Darstellungen in der türkischen Presse, welche in echt byzantinischem Stile die Verhältnisse in der Türkei in die günstigste Beleuchtung rücken, sind so grelle Uebertreibungen, dass sie wohl selbst von den Naivsten als solche erkannt werden müssen. Auch die in der letzten Zeit inscenier« ten Ergebenheits- und Loyalitäts'Kundgebungen, die im Tone und Inhalt vollkommen den 1878 von der mu« hamedanischen Bevölkerung behufs Einwirkung auf die Beschlüsse dts Berliner Congresses veranstalteten glei-chen, sind gewiss nicht ein Heilmittel für die Uebel, an denen die Türkei krankt. Eine derartige Methode gegenüber einem so ernsten Problem kann begreiflicherweise von niemandem mit Wohlgefallen beobachtet werden. Alle der Pforte freundschaftlich gesinnten politischen Kreise wünschen, dass man an den maßgebenden türkischen Stellen zu einer richtigen Beurtheilung der erwähnten Thatsachen gelange und dass die weiteren Bemühungen zur Besserung der Situation von einem andern und bessern Güiste als bisher geleitet sein mögen, da nur in diesem Falle halbwegs dauernde Erfolge zu erhoffen sind. Politische Uebersicht. Laib ach, 8. Februar. Zu den Nusgleichsverhandlungen in Budapest wird nachträglich noch Folgendes gemeldet: Hinsichtlich der Verzehrungssteuern, namentlich der Spiritus-, Bier- und Mineralölsteuern, hat eine wesentliche Annäherung stattgefunden, ohne dafs jedoch ^ ^ Feuilleton. ) ^tzängnisvoN'er Zrrthnnr. 3 "n von »lax von Neißenthur«. ^ ^az 5, . ^- Fortscvung. ^?n^"?nst du damit, Alice? Du sprichst in ! . A deHM doch, dass ich nie geschickt war im ^" 2p"'^ b°s mindeste Räthselhafte in meinen l ^', ^lch?.«^ Alice. «Du musst doch recht gut !l k/3 ^ ^"^ ^"0' welche er für fr°gte Ella nachlässig, mit l ^ 'VMi"^d '5"s Kleides spielend. > ?>si'' «lg s^ wiederholte Alice mit größerer Leb- ll3<<>!," Ml eigen zu sein pflegte. «O, Ellal. ü'hMer U liebevoll ihre Arme um den Nacken V ^le/^ ist zu gut, zu edel, als dass du ^ '""test! Verwunde ein so treues Herz Schmerzempsindung blickte Ella / >^ ^s^ Nilllz ? gezwungen. / ^?. ? thüri^un jeder Mann, der zufällig mit ! '! sie ^ genug sein, sich in mich zu ver- «Leonhard Grieves liebt dich, Ella, und du weißt es!» entgegnete Alice ernst. «Er hat es mir nie gesagt!» warf Ella hin. «Als ob das erst in Worten ausgesprochen werden müsste! Du weißt es, Ella!» beharrte Alice. «Ich will es aber nicht wissen, bevor er es mir nicht klar und deutlich sagt!» rief das junge Mädchen heftig. «Ich werde fürwahr fchon müde, seinen Namen zu hören! Es wird von morgens bis abends nichts anderes gesprochen hier im Hause!» «Ella, ich danke ihm mein Leben!» «Unsinn! Jeder andere Doctor würde das Gleiche gethan haben, das gesteht er selbst zu!» «Weil er zu edel ist, um sich selbst zu loben. Ella, lasse ihn nicht leiden, wie du schon manchen anderen hast leiden lassen! Er verdient ein besseres Los!» «Mache mich doch nicht verantwortlich für seme Thorheit!» Alice löste die Arme von dem Nacken der Schwester und wandte sich ab. «Ich kenne dich nicht mehr, Ella — du bist so eigenthümlich verändert!» sprach sie langsam. «Wirklich?» fragte Ella und in ihren Augen blitzte es wie mühsam zurückgedrängter Schmerz, während sie die widerstrebende Schwester abermals leise an sich zog. «Wirklich, Alice? Inwiefern?» «Du gibst dir den Anschein, kalt und herzlos zu sein! O, Ella, ist es denn möglich, dass du ihn nicht liebst, während er doch mit ganzer Seele an dir hängt?» «Muss Liebe denn durchaus Gegenliebe erzeugen?» «Aber er ist so edel und gut!» rief Alice ganz außer sich. «Nicht edler, nicht besser denn viele andere!» «Ella, du hast lein Herz!» rief die ältere Schwester, die Hand des jungen Mädchens zurückstoßend; als Ella zu ihr emporblickte, lag soviel wilder, verzweiflungs-ooller Schmerz in den, Ausdruck ihrer Züge, dass Alice's Unwillen gleichsam dahinschmolz. «O, Ella, was ist dir?» forschte sie ängstlich. «Ich wollte dich ja nicht verletzen!» Eine Secunde lang ruhte Ella's Haupt an der Schulter ihrer Schwester, große Thränen standen in ihren Augen und ihre Lippen bebten, dann aber richtete sie sich empor. «Lass mich!» sprach sie heiser. «Du kannst es nicht verstehen! Fasse ich selbst es doch kaum. Du brauchst aber Doctor Grieves nicht zu beklagen!» fügte sie mit Bitterkeit hinzu. «Nicht er ist es, der Mitleid verdient, wenigstens nicht er allein!» Leise hauchte sie einen Kuss auf die Wange der Schwester und war aus dem Gemach verschwunden, ehe Laibacher Zeitung Nr. 33. 256 10. Februar 1696^ diesbezüglich ein endaMiges Abkommen getroffen worden wäre. Desgleichen können die Verhandlungen über die Veterinärsragen nur als unterbrochen, keineswegs aber als gänzlich abgebrochen betrachtet werden. Diese Fragen waren es auch, wegen welcher Graf Badeni dem Ackerbauminifter Daranyi einen anderthalbftündigen Besuch abgestattet hat. Einige Blätter verbreiten die Meldung, dass Staatssecretäre in der III. Rangsclasse bei den österreichischen Ministerien als Stellvertreter der je» weiligen Minister geschaffen werden sollen; es werden sogar schon die Namen der zukünftigen Staatssecretäre genannt. Dem gegenüber versichert das «Fremdenblalt», dass diese Mittheilungen der thatsächlichen Grundlage entbehren, da der Plan, bei uns Staatssecreta're ein« zuführen, gar nicht bestanden hat. Im Landordnungsausschusse des nieder öfter« leichischen Landtages behielt sich Referent Dr. Weitlof vor, dem Landtage eine Resolution zu empfehlen, in welcher der Landtag die Nothwendigkeit der Erweiterung des Wahlrechtes auch auf die bisher nicht vertretene Bevölkerungsclasse ausspricht. Der Ausschuss beschloss nach langer Debatte, dem Bürgermeister von Wien leine Virilstimme zu geben, hingegen die Virilstimme für den Wiener Erzbischof, den Bischof von St. Polten und den Recwr der Wiener Universität beizubehalten. In den Städten, Märkten und Handelskammern sind 38 gegen bisher 34, in den Landgemeinden 21 gegen bisher 20, im Großgrundbesitze 16 gegen bisher 15 Abgeordnete zu wählen. Der böhmische Landtag nahm gestern den Commissionsantrag betreffend die Schiffbarmachung der Elbe und Moldau in der Strecke Prag-Aussig und die Beitragsleistung hiezu mit einem Drittel der Baulosten seitens des Landes an. Der Antrag bezüglich des Zoll-und Handelsbündnisses mit Ungarn wurde einstimmig angenommen. Abg. Adamek erstattet den Bericht der Budgetcommission betreffs Durchführung des Modells einer St.°Wenzel«Reiterstatue vor dem neuen Museum» gebäude auf dem Wenzelplatze. Abg. Heinzel verweist auf die drückende Finanzlage des Landes sowie auf die hohe Schuldenlast und erklärt namens der Deutschen außerstande zu sein, für den enormen Aufwand eines solchen, lediglich für die Stadt Prag bestimmten lo-calen Statuenschmuckes zu stimmen. Der Antrag der Budgetcommission wird mit allen gegen die Stimmen der Deutschen angenommen. Der mährische Landtag nahm den Antrag des Abg. Proslovetz an, welcher die Regierung auf« fordert, dem Reichsrathe ehestens einen Ges tz« entwurf betreffs Erbauung des Donau - Oder ° Canals vorzulegen, dessen Zustandekommen ein würdiges Andenken an das 50jährige Kaiserjubiläum wäre. Im I st rianer Landtage wurde der Landesvoranschlag pro 1896 nach dem Berichte des Abgeordneten Vernier mit einem Gesammterfordernisse von 486 567 fl. bewilligt. Der galizische Landtag genehmigte die Anträge des Ausschusses betreffs des Landesbudgets und der Bedeckung des Deficits, sowie den Antrag auf Vermehrung des Stammcupitals der gallischen Landes-bank durch Emission von vielprocentigen Landes-Schuld-verschreibungen und nahm eine Reihe von Resolutionen an, darunter eine, durch welche die Negierung aufgefordert wird, die verderbliche Wirksamkeit der Getreidebörse durch ein Gesetz hintanzuhalten. Der Antrag des Landesculturrathes, die Regierung sei aufzufordern, bei den Ausgleichsverhandlungen mit Ungarn die ölono« mischen Interessen der diesseitigen Reichshcilfte zu wahren, wurde einstimmig angenommen. die Erstaunte wusste, wie ihr geschah. Ella aber eilte in ihr eigenes Gemach und brach dort in einen leiden« schaftlichen Thränenstrom aus, über dessm Veranlassung sie sich selbst keine eigentliche Rechenschaft zu geben wusste. Arme Ella! Schon jetzt machte sich die Bitterkeit ihres Irrthums an ihr selber geltend. Ihre Rache war auf sie selbst zurückgefallen. Mit eigener Hand legte sie den Grundstein zu ihrem Elend, brachte sie um ihres Gelöbnisses willen ihr eigenes Glück zum Opfer. __________ 14. «Will nicht jemand barmherzig sein und etwas musicieren?» Das Mittagsmahl war vorüber und man saß in dem kleinen, gemüthlichen Wohnzimmer, welches in das Gewächshaus mündete. Zwei Diener servierten mit ernster Miene den Kaffee, der Herr des Hauses lehnte bequem in Kßem Halbschlummer in einem Fauteuil, und Ella, allerliebst aussehend in einer weißen, reich mit Spitzen gezierten Toilette, saß auf einem Schemel zu seinen Füßen und hielt seine Hand umschlungen. Alice und Madame Aubrey beschäftigten sich angelegentlich mit leichten Handarbeiten, während die beiden jungen Leute, Doctor Grieve» und Edgar Thornton, mit ihren Kaffeetassen in der Hand, plau dernd in einer Fensternische standen, als Ella jene Bemerkung leicht hinwarf. (Formung folgt.) Im Bukowinaer Landtage wurde zu dem Berichte des Verwaltungsausschusses ein Antrag angenommen, wonach die Regierung aufgefordert werden foll, bei den Ausgleichsverhandlungen dahin zu wirken, dass die Beitragsquoten beider Rtichshälften zu den gemeinsamen Ausgaben, ferner der Auftheilungsmodus der Zolleingänge und die Verzehrungssteuerrückzahlungen mit den geänderten wirtschaftlichen Verhältnissen in Einklang gebracht, jede einseitige Begünstigung der Production in beiden Ländergebieten vermieden und endlich beim Abschlüsse der neuen Handelsverträge den wirtschaftlichen Interessen Oesterreichs das gebürende Gewicht eingeräumt und die stricte und loyale Durch' führimg der bestehenden Handelsverträge in beiden Reichshälften gleichmäßig gesichert werde. Das ungarischeAbgeordnetenhaus sehte gestern die Verhandlung über den Cultus» und Unterrichts Etat fort. Gabriel Ugron sprach über die Katholiken Autonomie und unterbreitet einen Beschlussantrag, Welcher die Regierung auffordert, einen Gesetzentwurf behufs Regelung des Verhältnisses sämmtlicher auf der Basis der Autonomie stehenden und auf diese Basis zu stellenden Kirchen zum Staate einzubringen, sowie dafür zu sorgen, dass gegen jene Nationalitätslirchen, welche staatsfeindliche Bestrebungen unterstützen, von Fall zu Fall die gesetzlichen Verfügungen getroffen werden. Die Fortsetzung der Debatte wird alsdann auf heute vertagt. In der gestrigen Sitzung der Budgetkommission desbeutschenReichstages erklärte Slaatssecretä'r Marschall bei Berathung des Etats des auswärtigen Amtes, dass dem Reichstage in dieser Session keine Über den gegenwärtigen Etat hinausgehende Forderung für Marinezwecke zugehen werde. Vine Verlängerung derbulgarischenKammer« Session um einige Tage gilt als sehr wahrscheinlich, damit die Kammer in ihrer Eigenschaft als legislativer Körper den bevorstehenden Feierlichkeiten anwohnen könne. Aus Const antinopel wird vom gestrigen gemeldet: Der bulgarische Ministerpräsident Stoilow wurde heute nach dem Selamlil in einviertelstündiger Audienz vom Sultan empfangen, der ihm den Gioß« cordon des OsmanwOrdens mit Brillanten verlieh. Die Gemahlin Stoilows wurde mit dem Schefehat« Orden decoriert und auch die Suite des Minister« Präsidenten erhielt Ordensauszeichnungen. Stoilow ge° denkt morgen abzureisen, doch wird ein Aufschub der Abreise für wahrscheinlich gehalten. Der Exarch reist! einen Tag später als der bulgarische Ministerpräsident von Constantinopel ob. Reuters Office meldet aus Prätoria: Bei der Untersuchung gegen die unter der Anschuldigung der Erregung eines Aufstandes und des Hochverrathes stehenden Gefangenen stellte der die Untersuchung führende Beamte in Johannesburg fest, dafs dort niemals eine Gefahr für Leben und Eigenthum bestanden habe und dass kein Anlass zu lrieqerischen Vorbereitungen seitens eines Th?iles der Einwohner vor« gelegen sei. Der Geschäftsführer der Standavd'Vanl erklärte, dass 70.000 Pfund als Hilfsfonds hinterlegt gewesen seien. Tagesneuigleiten. — (Jubiläums.St,stung.) Wie aus Bara« jetvo berichlet wird, beabsichtigen anlässlich des fünfzigjährigen Regierungs - Jubiläums des Kaisers Frauen bosnisch»hercegovinlscher Veamten ein d?m Officers» Witwen- und Waisenheim in Lainz ähnliches humanitäres Institut ins Dasein zu rufen. Genauere Angaben über das schöne Project liegen noch nicht vor. — (Saaten st andsbericht ansangs Februar in Ungarn.) Pas Getreide ist bisher zu» friedenftellend. R p« hat stellenweise, namentlich längs der Theiß und dem Alfvld arg glitten. Ebenso schwach flehen die Saaten in einigen Theilen des Pressburger Comitales. Futter stellenweise schlecht, stellenweise aber großer Ueberfluss. — (Trauer- Gottesdienst.) Anlässlich des Jahrestages des Todes des Papstes Piu« IX. celebrierle Cardinal Prinz zu Hohenlohe am 7. d. M. in der fixtinischen Kapelle einen Trauer«Gottesdienst, welchem der Papst, die Cardinale, Prälaten, das diplomatische Corps, Mitglieder des Adels und zahlreiche Fremde beiwohnten. Das Befinden des Papstes ist ein vorzügliches. — (Vergrabene Schatze.) Die spanischen Schwindler, die seit Jahren schon die alte Geschichte mit dem «vergrabenen Schatz» aufwärmen und sich in letzter Zeit wiederholt auch nach Wien gewendet haben, sollen, wie auf eine diesbezügliche Nachfrage bei der Polizeibehörde in Barcelona einem Dresdener Kaufmann mitgetheilt wurde, zwei Deutsche sein, die schon seit Jahren daselbst ansässig, früher als Kellner bedienftet waren, jetzt aber nur von den Geldeinsendungen ihrer Opfer leben. Die Gauner sollen 30 bis 40 Vriefe und vier bis fünf Postanweisungen täglich aus Deutschland erhalten. Es erscheint jcdenfall« ausfällig, das« die dortige Vehürde die Betrüger nicht verhaftet. — (Die japanischen Gesetze)find belang äußerst streng bezüglich des Verkaufes und des Ge"^ von Opium. Im «Voy?ki Shimbun» liest man: ^fte wurde das Uttheil gefüllt Über den Chinesen Tel ^ und den naturalisierten Japaner von chinesischer """ Misawa Hatsugord, welche neulich verhaftet worden »«^ als fie dem Opiumgenus« in der Wohnung des W" 3tzo.zei frühnten. Der letztere erhielt eine sech^ Zuchthausstrafe, weil er das verwendete Opium ve" hatte. Die anderen beiden kamen mit einer zweijM härteren Gefängnisstrafe davon. , — (Stürme.) Ein gewaltiger Sturm richte« 6. d. M. abends an der atlantischen Küste bedem" Schaden an. In Newyorl und Brooklyn sind "">» . Gebäude eingestürzt. Boundbroock in New - Ie^y ^ theilweise unter Wasser und ist abgeschnitten. Viele wohner sollen um das Leben gekommen sein. 3"/^ anderen Orte in New-Jersey ist ein Damm geb"^ und 25 Personen werden vermisst. In New-»"^ im Staate Connecticut stürzte eine Brücke ein, "^ dreizehn bei einer Reparatur beschäftigte Arbeit" tranken. Local- und Provinzial-Nachrichten. Krainischer Landtag. Nierzehnte Sitzung am 8. Februar 1996. Vormittagssitzung. Vorsitzender: Landeshauptmann Otto Detel^ Regierungsvertreter: Landespräfident Baron V Vezirlscommissär Baron Rech bach. ^l Das Protokoll der letzten Sitzung wirb verlest" verlficiert. ^ «bg. Lenartic berichtet namens des VerN"""^ ausschusses über den selbständigen Antrag des A"" ^ Hribar und Genossen in Angelegenheit der ^M einer öandes'Viehveificherungsanstalt und den sel^ gen Antrag des Herrn Abgeordneten Dr. Ig"^H und Genossen, betreffend die Errichtung einer >° ^ Versicherungsanstalt gegen Feuerschaden, HagelsW Viehlrankheiten. ^j Der Verwaltungsausschuss beantragt, die ^ ständigen Anträge Werden dem Landesausfchufst ^/ Auftrag? überwiesen, die Angelegenheit einem eing^ Studium zu unterziehen, in der nächsten Session ?'' zu berichten und concrete Anträge zu stellen. ^ Abg. Dr. Schaffer betont die auß""^ Wichtigkeit der Angelegenheit wegen ihres s"" / ' Hanges mit den agrarischen Maßnahmen. Er tv> jp weiter in die Frage eindringen, da jedes merilorW^ ^ terial hiezu fehlt, die Angelegenheit sich daher ^ l auch der meritmischen Verhandlung entzieht, «nb / ^ Hand die Fragen, ob obligatorische, ob Rechts- obel ^ l Versicherung und dcrgl. offen bleiben müssen. ^ ^ .' drmnach namens seiner Partei, dieselbe werde > ^ Nusschussantrag stimmen, ohne sich in ihre«« über die einzelnen Fragen schon jetzt zu binden- ^ Die großen Agrarfragen find es überhab ^ s. engsten Zusammenhange mit der socialen 3^«^, ^. sie beanspruchen daher mit Recht das größte ^i> ^ und es ist erfreulich, das« sich alle Parteien °° l ^ ^ schattigen und trachten, Material zu ihrer ""! > ^' sammeln. ^ ^ Auch seine Partei bemüht sich der 2ösu"g ^ ^ treten und er findet es natürlich, wenn übe^ ^e^ ^ Parteien hiezu Stellung nehmen, weil jede, ^ «^! ^ meiden würde, weder eine Gegenwart noch ö^lu ^ ^ Vielleicht wird die nationale Frage doch "^^,„<^ Mols bilden, und es wird den Redner freuen, ^L x in Krain diese Frage durch die großen agrar-^ff .H Fragen abgelöst würde, da sich dann alle vi" » ^ 8 blfinden Werden. . ^ ^z, Die beklagenswerte Lage des Äauernp ^ ' gewiss nicht neu, aber der heutige Zustand s" ^ !^ ^ besser Wie ehedem; die dermalige Lage bietet ".Fj ^> Schattenseiten, was aber nicht hindert, die eW ss, , " zu erfüllen, dem Bauernstände zuHilfe zu «" F ,^ eine natürliche Erscheinung, dass sich die ««' ^ " Vorschläge in dieser Richtung überhäufen, aber ^ ^ nicht verwirklicht werden und man muss ^ d>e ^"l scheiden zwischen solchen, die realisierbar " . ,.3 nicht find. f.hel'/ z? Redner führt Vorschläge an, die im 2aU ^ s ^ in dieser Hinsicht gemacht worden find; jeder ^ < ^ >l selben gehö,t zu den schwierigsten Pcoblen»^ ^ ^. gibt sich die Nothwendigkeit, weise die richt'» ^,, ^'l< einzuhalten. Man müsse sich daher auf "^ ^ Zustände beschränken und erörtern, was zur " < ^e bäuerlichen Standes hier zu thun sei. «iste^!/! ^ ^ D°s erste und wichtigste sei die Orga"' /,s ^ bäuerlichen Genossenschaften, wozu bereits ° ^ ^ ergriff.»« wurde, weiter die Organisierung ^ ,^l ^/ I^ Credites: diese Frage kann und muss ^gu^ Il^ Auch in dieser Richtung sei eine zwar nur p F^ osj ' aber schätzenswerte Anregung in Form "" ^ .,^ ^ , anlässlich der Verlängerung des Credites A^j' ^ des Wippacherflusse« beschlossen worden. ^ ^, »^ ^ nun die Möglichleiten der Hebung deS l" b« ^ sonalcredltes; letzterem werde am wirlsaw? ^ Laibacher Zeitung Nr. 33. 25? 10. Februar 1896. ,H Veiseisen'scher Cassen, welches das ganze Land durch-^l' yrholsen werden. ^, Nn bitter richtiger Factor sei der entsprechende , ."stusz des Versicherungswesens im Dienste der land» Amtlichen Entwicklung. Damit soll vorläufig der . lchlusz gemacht werden, denn die erwähnten Fragen h,"" s° große Aufgaben zur Lösung, die auf Jahre ^°u« die volle Thätigkeit aller betheillgten Factoren "NsPruch nehmen wird. H Nenn man noch die wohlmeinenden Anregungen des ^>t« z„r Hebung der Industrie in Betracht zieht, muss Meben werden, dass für die Wohlfahrt der Be. Idtl?^ außerordentlich viel gethan werden lann, Er-^ Mches jedoch nur dann, wenn sich die Action frei h» «chlagworten gestaltet, wenn insbesondere die Vor« H^ gegen das mobile llapital aufhören, denn das Antheil wäre der Ruin des Landes, lick ^ Abgeordnete lommt zur Besprechung der Ver-^ "2- Das Gebiet der Studien, das der Landesausschuss ^sbklreten habe. müsse sich auch aus die Lebens-^ llcherung ausdehnen. Eine Hauptursache der Nolhlage ^Bauernstandes find die familienrechtlichen Ver-W sen. Ein Bauerngut, das laum eine Familie er. ,^kn kann, soll zwei oder mehr ernähren. Eine Lösung H "ur im zwangsweisen Sparen gesucht werden. Das bl!t '»iie2 ^" wirtschaftlichen Nothlage im Bauernstande, !k ^lbel ^°""^ biese durch das Anwachsen der " jedenfalls die Versicherung gegen Feuer, > ^nen ^, "Uhlrantheiten, und damit müsse zuerst .,: x tz "erden. ^ ^3/"^"" Abg. Leuarcic spricht in seinem ^! ^r Z^ "amcns des Vcrwaltungsausschusscs dem ,l< ' 5 ^er Ns^" sler deu Dant für seiuc Ausführungen aus. ji'' '^bg^utrag des Ausschusses sowie die Resolution !^,, ^ ^b« ^^>affcr wcrdcu sodann einhellig augcnommcu. ^ b,. gillliz!'^' lunger berichtet namens des Ver, s>z ^>Uh^usses über den selbständigen Antrag der Kl <" in ^kneten Franz Povse, Karl Klun und Ge. '^ ^ezirl^legenheit des Sichclburger« und Marien- "' ^ ^et ^/ ^" ehemaligen Militärgrenze. ^ ^^^sch "Ordnete erweist vor allem, dass es oocu- ./> '^ck ""d die?^""^^" crschciut, dass der District Sichel« ,l^ ^ ^errity .^Nleiudc Äiarienthal von altersher lraini- kl«^ !^> u^'unl waren, von den Landständcn als solches >^/ ^ ^NIatt^^^ wurden und von den niaftgebendeu ^,ii ^>n "^ der f? ^^ trainischcs Gebiet betrachtet lvurdeu c»^ ^/^ ^. ^ntstehungsart der Militärgreuze sei es b" i>l ^ ^rselh^ ^' eine ungarisch-kroatische Militärgrenze, / ^^letztm.^" ""e tramische Äiilitärgrenze gab, lf/ ^ ^"l, ^. " ^unstitnicrung die Herrschaft Sichelburg, 3^) ^iis?tt di»s '-'""n, "'st angekauft werden nmssle und ^ ^ i,l, "dft^^ train, Äiilitärgrenzc auf Vorschlag der l ^ !°>e l ^'e i ^°" Äionarcheu ernaunt wlirden. Durch '^,^ ^lid!'^l"Nn^^ "folgte schärfere militärifche Zu» ^ ^ >tl" ^eo.," Viilitärgrenze. der militärisch-admini- M )^!° ^^?'Wion derselben verwischte sich im cl ^ ^."is^, "stsein der Unterschied zwischen krainischcr ") ^V^ Mitärgrenzc. was jedoch bei der Pro- b" ^, "Kllieu im Jahre 1«69 sofort wieder zlir Durch das Gesetz vom Jahre 1871 über die Veränderung des Quotenverhältnisses zwischen der diesseitigen Reichshälfte und Ungarn, zufolge Einverleibung der kroatischen Militärgreuze, wurden die Rechtsansprüche Krams auf die Territorien Sichelburg und Marien» thal insofern berücksichtiget, als deren Regulierung vorbehalten wurde. — Im Jahre 1881 hat die ungarische Regierung durch Note vom 4. Juni 1881 principiell die Zugehörigkeit Sichelburgs und Maricuthals zu Kram anerkannt, einen Monat später aber bei neuerlicher Anerkennung derselben administrative und opportunäre Bedenken gegen die Ncincorporierung besagter Districte zu Kram vorgebracht. Redner bekämpft unter Beifall des Hauses in schla» gender Weise die Ansichten der ungarischen Regierung, legt dar, dass die ungarische Negierung unrichtig informiert ist und gerade, was dieselbe vorbringt, zu Gunsten der Rcincorporicrung benannter Districte zu Kram spricht. Aber selbst, wenn die ungarischen administrativen Bedenken richtig wären, meint Redner, hätten dieselben nur Geltung auf die Verwaltung der Bevölkerung und nicht auf die Eigenthumsfrage der dortigen ärarischen Wälder, wo ungerechtfertigt Holzabstockungen geschehen. — Unter großem Beifalle des Hauses appelliert Redner den Landtag, das gutc alte Recht itraius auf Sichclburg und Maricnthal uueutwcgt zu wahren, jenes Recht, das durch die Geschichte erwiesen, von der ungarischen Regierung anerkannt ist, sowie deren Bedenken gegen die Wiederherstellung desselben ganz unstichhältig erscheinen. Redner beantragt folgende Rcfolution: Gestützt auf das Memorial vom 26. April 1831 der l. l. Regierung an die königlich ungarische Regierung, durch welches die Rechtsansprüche des Landes Krain auf die Zugehörigkeit des Districts Sichelburg und der Gemeinde Mariathal unanfechtbar nachgewiesen erscheinen; als auch gestützt darauf, dass die königlich ungarische Regierung im Sinne diese« Memorials in ihrer Note vom 4. Juli 1831, I. 2265, an die k. l. Negierung die Ansprüche Krains auf die Zugehörigkeit des Districtes Sichelburg und der Gemcindc Mariathal im Principe anerkennt, wodurch insbesondere auch das Eigenthums» recht auf die dortigen ärarifchen Wälder zugunsten der diesseitigen Reichshälfte im Principe anerkannt erscheint, sowie in Erwägung dessen, dass die in der Note der königlich ungarischen Regierung vom ?. August 1881, Z. 2565, ausgesprochenen opportunären und administra-tiven Bedenken gegen die Reincorporierung des Diftrictes Sichelburg und der Gemeinde Mariathal zu Krain den thatsächlichen Verhältnissen nicht entsprechen, es vielmehr wahr ist, dass 1.) die Gemeinde Marialhal sowohl geographisch wie auch in ihren Verlehrsverhältnissen von Kroatien ganz abgetrennt erscheint und demselben administrativ weit entlegen ist, dagegen mit allen ihren wirtschaftlichen und socialen Interessen ausschließlich nach Krain gra« vitiert und trotz der griechisch-nichtunierten Religion seiner Einwohner pfarrlich nach Krain hineinreicht; 2.) Der District Sichelburg sowohl nördlich als auch westlich, wie auch größtentheils südlich durch lrainisches Gebiet umschlossen ist, der größere Theil seiner Einwohner erst durch lrainisches Territorium zu seinen weit entfernten gerichtlichen und administrativen kroatischen Ve° Horden gelangen lann, dagegen 28 Ortschaften Grundstück«! in Krain besitzen, und das ganze Sichclburger Gebiet mit demselben und namentlich mit dem Gerichtsbezirke Möltling durch sieben Straßenzüge verbunden ist, demnach der geschäftliche Verkehr des größeren Theiles der Slchelburger Bevölkerung ausschließlich mit Krain stattfindet, von dessen Einwohnern sie sich religiös schon deshalb nicht getrennt fühlen lann, da im District Sichelburg selbst die römisch-katholische und griechisch-unierte Religion friedlich nebeneinander bestehen — und 3.) sowohl die Marienthaler als auch die Sichel« burger Bevölkerung an der Weißkrainer Bevölkerung, von gerade deren Territorium sie größtentheils umschlossen ist, einen verwandten Stamm findet; Hält der Landtag des Herzogthums Krain an den in der Landtagssitzung vom 21. October 1881 gefassten Resolutionsbeschlüssen fest, betont neuerlich sein unent-wegtks Flsthalten an den nie erschütterten Rechtsansprüchen des Landes Krain auf die Reincorporierung des Districtes Sichelburg und der Gemeinde Mariathal, protestiert gegen die Holzabftockungen in den dortigen ärarischen Wäldern und fordert die l. l. Regierung wieder-holt und dringend auf, in Befolgung des Gesetzes vom 8. Juni 1871, R. G. Bl. Nr. 49, Absatz 1, die Rechte des Landes Krain zu schützen und zu wahren, demnach die Reincoiporierung des Districtes Sichelburg und der Gemeinde Mariathal, also der ehemals lrainischen Mllität-grenze, zu Kcain endlich und ehestens zur Durchführung zu bringen. Der Landesausschuss wird beauftragt, diese Resolution der k. l. Regierung zur Kenntnis zu bringen. Abg. Dr. Tavtar berichtet namens des Ver-tvaltungsausschufs s über den selbständigen Antrag des Herrn Abgeordneten Ivan Hribar und Genossen bc-treffend die Steuer° und Gebüren-Erleichterungen für neu zu errichtende Industrie »Unternehmungen in der Stadt Laibach und in deren nächster Umgebung. Nbg. Dr. Tavcar bemerkt, dass diese Frage schon öfters Gegenstand der Erörterung im Landtage war und es nothwendig erscheine, den Standpunkt zu präcisieren, den die nationale Partei gegenüber derselben seinerzeit eingenommen habe und den veränderten, den sie jetzt einnimmt. Redner vertritt die Ansicht, dass Kroatien das gleiche historische Recht auf Tichelburg in Anspruch nehmen könne, wie Kiain, die kroatische Bevölkerung dieses Territorium« gcgen die Nngliederung an Krain sei, die Incorporierung dem Lande Krain aber groß- Opfer aufbürden würde, denen gar keine Vortheile gegenüberstanden. Es gche nicht an, wegen Sichelburg sich in Gegensatz zu den Wünschen ganz Kroatiens zu sehen, denn das wirklich Wertvolle, die Nerarialforste, inter« essieren bloß den Staat nicht das Land. Damit jedoch einmal die Sache geordnet werde, stimme seine Partei und er für den Nntrag. Abg. Kalan bemerkt, dass die Angelegenheit keinen Anlass zu einem Zwiespalt zwischen der slovenischen und d?r kroatischen Nation biete, denn es handle sich nur um Gutmachung eines alten Unrechtes. Es biete sich bei Erneuerung des Ausgleiches die Gelegenheit, die Sache zur Sprache zu bringen und eventuell auszutragen, daher werde seine Partei sür den Antrag stimmen. Abg. Schweiger widerlegt die Bedenken des Abgeordneten Dr. Tavtar hinsichtlich der Forderungen der Bewohner des strittigen Territoriums und bezüglich de« Religionsunterschiedes. Aus eigener Erfahrung weiß der Abgeordnete, base die Bevölkerung Sichelburgs die An-gliederung an Krain lebhaft wünscht; er tritt für den Ausfchufsantrag ein. Berichterstatter Abg. R. v. Langer constatiert vor allem mit Befriedigung, dass auch die national-liberale Partei im Gegensatze zu ihrer Stellung in derselben Frage im Jahre 1861, wo ein Mlnorilätsvotum gegen die Resolution der damaligen Majorität, welche für das Recht Krains eingestanden ist, angemeldet war, heute diesen Standpunkt verlassen hat und für die, die Rechte Krains auf Sichelburg und Marienthal noch viel schärfer als 1381 pointierende heutige Resolution stimmen wird. Der Abg. Dr. Tavcar — meint Redner — sagt, auch ungarischerseits werden Daten angeführt, welche das Gegentheil dessen beweisen, was zugunsten Krams spricht. Redner bedauert, dass Abg. Dr. Tavlar wohl davon erzählt, aber nicht eine einzige solche Date vorzubringen in der Lage ist. Die Bevölkerung Slchelburgs stehe in viel regerem Geschäftsverkehr- mit Mißlrain als mit Kroatien und gravitiert dorthin, wo ihr Interesse es hinlenkt. Redner protestiert gegen die Bemerkung Dr. Tav -kars, das Einstehen für das Eigenthum der dortigen ärarischen Wälder sei nur im Interesse des Staates; «wo ist die Grenze zwischen Staats« und Landesinteresse!» ruft Redner; «was dem Staate frommt, frommt auch dem Lande!» Und für den Fall als wirklich Sichelburg und Marienthal der ungarischen Krone abgetreten würde, sei denn dieser District dann Kroatien abgetreten? Es ist die Frage, ob dann dieses anerkannt lrainische, also nicht kroatische Territorium zu Kroatien geschlagen und nicht unter den Gouverneur von Flume gestellt würde. Fiume bedarf eines Tauschobjectes, um ein Territorium zu erhalten. Wa« den Wunsch des Nbg. Dr. Tavcar betrifft, dass Slchelburg und Marienthal Kroatien bliebe, so erklärt Redner, dass es Ehrenpflicht jedes Landes sei, seine Rechte, seine Grenzen zu wahren. Eine Ehrenpflicht findet jedoch an der Freundschaft zwischen zwei Nationen seine Grenze nicht. «Halten sie fest an dieser Ehrenpflicht,» — ruft Redner — «ebenso fest, wie es seit Jahrhunderten unsere Väter gethan haben!» Allgemeiner Beifall folgt dieser Rede. Der Redner wirb vom ganzen Hause beglückwünscht. Bei der Abstimmung wird die Resolution einstimmig angenommen. Der Berichterstatter bemerkt, die sür Trieft und Umgebung gewährten Begünstigungen haben außerordentlich zum Aufschwünge der Industrie dortselbst beigetragen; es wäre daher höchst erwünscht, wenn Krain gleicher Be« günftigungen theilhastig würde. Redner verweist auf die Ausführungen des Abg. Baron Schwegel über die wichtige Stellung Krains als Hinterland Triests und die schon hiedurch nöthige Hebung der Industrie des Landes. Ein weiterer wichtiger Umstand, der für die Gewährung von Begünstigungen spreche, seien die Folgen der verheerenden Erdbebenkatastrophe. Es muss alles geschehen, dass sich Laibach von seiner traurigen Lage erhole und das lünne in erster Linie durch Förderung seiner Industrie und Gründung neuer Industrien geschehen. Der Berichterstatter beantragt namens de« Ner« wallungsausschusses: Die Regierung wird gebeten, dem Reichsralhe einen Gesetzentwurf zu unterbreiten, mit dem sür industrielle Unternehmungen, welche in Laibach und in den Catastralgemeinden Unter-Schischla, Udmat und Glcinitz im Verlause von fünf Jahren neu gegründet werden, jene Steuer- und Gebürenerleichterungen bewilligt werden, wie sie mit dem Gifehe vom 10. August 1895, N. G. Nr. 131, für Trieft und die Eataftralgemeinbe Muggia bewilligt wurden. Angenommen' Laibacher Zeitung Nr. 33. 258 10. Februar 1896. Abg. Globocnil berichtet namens des Verwal-tungsausschussez inbetreff der Abänderung der §§12 und 36 de« Kelches vom 15. September 1881, L. G. Bl. Nr. 14, betreffend die Feuerpolizei» und Feuerwehrordnung für das Herzogthum Krain, mit Ausnahme der Lande?-Hauptstadt Laibach. Der Nusschus« des Feuerwehr-Verbandes Kram wünschte in einer an das l. l. Landespräfidium in Lai» bach gerichteten Eingabe, es mögen alle Gemeinden, welche eine eigene Feuerwehr nicht besitzen oder eine solche nicht erhalten lönnen, verpflichtet werden, sich mit der nächstgelegenen Feuerwehr gegen eine jährliche Veitragslelftung zu vet einigen und im Unglücksfalle der hilseleiftenden Feuerwehr die Auslagen zu vergüten. Vei Uebermitllung dieser Eingabe ersuchte das l. k. Landeöpräsidium den Landesausschuss, in Anbetracht der desolaten Zustände betreffs der Handhabung der Feuerpolizei auf dem Lande wenigstens betreffs der Gemeinden, welche ihrer Verpflichtung der Ocdnung des Feuer« löschwesens nicht nachgekommen sind und eigener Feuerwehr« und Löschn qulsiten entbehren, das Geeignete zu veranlassen, wobei fich eine zeitgemäß- Reform der Ve-stimmungen der §§ 12 und 36 des obbezogenen Gesetzes als dringend empfehle, nachdem sich viele Gemeinden zur Einführung eigener Feuerwehren aus dem Grunde nicht herbeilassen, weil die Löschkosten und erlittenen Veschä» digungen der Löschrequifilen die auswärts hilf^leiftende Gemeinde selbst zu beftreiten hat. Auch der Landesausschuss lonnte sich der Erleuntnis nicht verschließen, dass eine Abänderung der §§ 12 und 36 der Feuerpolizei- und Feuerwehrordnung für Kcain im Interesse der Sache dringend geboten sei, er glaubte jedoch von eine« directen Iwange auf die Gemeinden im Sinne des obgedachten Einschreitens des Ausschusses des Feuerwehrverbandes sür Kcain absehen zu sollen. Der Verwaltungsausschuss theilte jedoch nicht diese Anschauung und beantragt die Abänderung des § 36 wie folgt: § 36. Die Auslagen der Gemeinden und der Feuer« wehren für die Bespannung zum Zwecke auswärtiger Hilfsleistung sowie die Kosten für die Wiederherstellung ihrer hiebei schadhaft gewordenen Lilschmlttel werden von der vom Vrande getroffenen Ortsgemeinde getragen. Diesfällige Ansprüche müssen innerhalb 8 Tagen nach erfolgtem Brande bei der zahlungspflichtigen Gemeinde angemeldet werden und entscheidet im Streitfälle hierüber endgiltig der Landesausschuss. Die Ort«gemeinde ist nicht berechtigt, den Ersatz der ihr aus der obigen Verpflichtung erwachsenen Kosten von den durch den Brand Beschädigten zu verlangen. Abg. Dr. Schaffer erklärt, gegen den Antrag des Vcrwaltungsausschusses zu stimmen, denn die Unzu-kömmlichkeit des gegenwärtigen Gesetzes sei nur eine scheinbare, da § 36 auf dem Principe der Gegenseitigkeit beruhe. Eine Aenderung wie sie der Verwaltungsausschuss beantragt, ist in keinem Gesetze eines anderen Landes enthalten. Er wäre daher eigentlich dafür, dass gar keine Aenderung vorgenommen werde; sollte das Haus dennoch eine solche beschließen, möge die vom Landesausschusse beantragte Fassung des Gesetzentwurfes accefttiert werden. Tie vom Verwaltnngsausschusse beantragte Fassung werde eine Quelle großer Streitigkeiten bilden und viele Er« Hebungen zur Folge haben. Er stellt demnach den Antrag, den vom Landesausschussc verfassten Gesetzentwurf anzunehmen, eventuell die ganze Vorlage zur nochmaligen Berichterstattung an den Landesausschuss zurückzuleiten. Landespräsident Baron He in erklärt, er sei ein warmer Freund der Feuerwehr und erachte daher den Antrag des Verwaltungsausschusses für zweckmäßig, jenen des Abg. Dr. Schaff er müsse er aber als geradezu gefährlich bezeichnen. Das jetzige Gesetz bilde eine Prämie für die Gemeinden, die nichts thnn, denn bisher haben die Feuerwehren auch dort Hilfe geleistet, wo sie keine Entschädigung erhielten. Das haben fich die Gemeinden zugute gemacht, und die misslichen Folgen haben gelehrt, wie hoch esan der Zeit war, das Gesetz zu ändern, eine Vertagung wäre ein Schade für das ganze Land. Der Antrag des Landesausschusscs differiert von jenem des Verwaltungsausschusscs in der Anschauung, die Reciprocität thcilweise aufrecht zu erhalten. Dieselbe hat aber thatsächlich nie bestanden, da die eine Gemeinde etwas gethan hat, die andere nichts. Der Landesausschuss hat die Bestimmung beantragt, dass die Auslagen der freiwilligen Feuerwehren für auswärtige Hilfsleistungen, wenn die Hilfsleistung solchen Gemeinden zustattcn kommt, die eine freiwillige Feuerwehr besitzen, von jenen Gemeinden getragen werden, aus welchen die bezügliche Hilfe gekommen ist. Was wird mm die Folge davon sein? Die Gc meinden werden sehr bald zur Einsicht kommen, dass, wenn sie irgend eine Feuerwehr besitzen, sie nichts zu zahlen haben; sic werden daher scheinbar Feuerwehren gründen, die ganz mangelhaft sind und deren Mannschaft znm grüßten Theile ans dem Papiere verzeichnet, und nie abgerichtet wird. Die größten Opfer erwachsen durch die Kosten der Bespannung, und diese Kosten bilden in allen Kronländern das Haupthindernis, nut dem die freiwilligen Feuer-wehren zu kämpfen haben. Weun solche Bestimmungen heute noch tentiert werden, hat das seinen Grund darin, dass gleiche auch von anderen Ländern aufgenommen erscheinen, wo das Gesetz geändert wurde und man glaubt, diese Bestimmungen nachahmen zu müssen. Der Landtag solle aber einmal seinen eigenen Weg gehen, dann werden auch andere Kronländer unseren Weg gehen. Der Landespräsident befürwortet schließlich die Annahme des Antrages des Verwaltungsausschusses. Nach einer persönlichen Berichtigung des Abg. Dr. Schaffer, nachdem Abg. Dr. Tavka r sür die Zurückweisung des Antrages an den Landesausschuss eingetreten und der Berichterstatter nochmals das Eingehen in die Specialdebatte befürwortet, wird der Antrag des Abg. Dr. Schaffer abgelehnt und der Gesetzentwurf nach der Fassung des Verwaltungsausschusses in zweiter und dritter Lesung angenommen. — (Landtagssihung.) Die heutige Sitzung hat bereits um 9 Uhr vormittag« begonnen. Nebst anderen wichtigen Gegenständen gelangt die Bauordnung für Laibach zur Verhandlung. * (Nadina Slaviansky-Concert.) Vei ausverlauftem Hause fand vorgestern das Concert der unter Leitung des Frl. Nadina Slaviansly stehenden russischen Vocallapelle im Theater statt. Der äußere Er« folg lässt fich nicht in Abrede stellen, denn ein Theil des Publicum« gab nach den einzelnen Nummern in mehr oder minder kräftiger Weise seiner Befriedigung durch lauten Beifall lund. Vielleicht galt aber dieser Beifall in erster Linie den Gästen selbst, nicht aber deren Produc» tionen, in zweiter Linie den gemüthstiefen zum Vortrage gebrachten russischen Nationalliedem. Die künstlerischen Leistungen stehen jedoch bei diesem Nruchtheile des seinerzeit so ausgezeichneten Chores keineswegs so hoch, dass sie eine eingehende Kritik vertragen würden. Abges.hen davon, dass der Chor nicht au« 42 sondern 32 Mit» gliedern besteht, von denen die Damen nur als stumme Staffage, jedoch nicht im Sinne des Aufputzes dienen, sind die Stimmen weder llangschön noch künstlerisch ausgebildet, die Einsähe unsicher, und die dynamischen Schattierungen halten leinen Vergleich mit den ent» zückenden Nuancen de« einstigen großen Chores aus. Lobenswert erscheint die Leistung des Fräuleins Nadina, deren Stimme noch immer angenehm und sympathisch klingt. Wer die Leistungen hierzulande aus dem Gebiete des Chorgesanges kennt, wer die Wiedergabe flooenlscher nationaler Lieder durch den künstlerisch geschulten Chor der Glasbena Matica gehört hat, wird zugeben müssen, dass wir leine Veranlassung haben, die Vorträge des Vruchtheiles der SlavlanslY'Kapelle als nachahmenswert noch weniger aber als staunenswert zu bezeichnen. Nach dem Gesagten erscheint es daher erklärlich, dass die gestrige Ptvduction in der Tonhalle minder gut besucht war, weniger erklärlich dagegen die Nichteinhaltung und Kürzung des Programmes, infolge dessen das ganze Concert kaum eine Stunde dauerte. ^. — (Centralcomm ission für Kunft« und historische Denkmale.) In der am 20. December staltg»fundenen S'hung reservierte Regierungsralh Rad-nihly über den Bericht des Conservator« Ioh. Franke in Laibach betreffend dcn Stand der Reftaurierutig«'' Uibeiten an der durch Erdbeben beschädigten Wallsahrls-lirche zu Slarucina, Pfarre Vodice, in Ktain. Der Be-ticht wurde zur befriedigenden Kenntnis genommen und befchlofsen, den Herrn Conservator zu ersuchen, die bezüglichen Arbeiten insbesondere hinsichtlich der Wieder« Herstellung der Fresken lhunlichst zu überwachen. — (Viehmartt.) Auf den vorgestrigen monatlichen Viehmarlt wurden aufgetrieben: 846 Stück Ochsen und Plerde, 255 Stück Kühe und 39 Stück Kälber. Der Verkehr in Rindern war äußerst lebhaft, indem die vielen Käufer aus Mähren, Tirol und Kärnten beinahe alle Ochsen aufkauften. Der Verkehr in Pferden war ein mittelmäßiger. — (Benefizvorftellung.) Morgen gelangt die Oper «I'roäuiia novsstu,» zur Aufführung. Das Publicum wird Gelegenheit haben, Fiäulein Aevcil, zu deren Vortheile die Vorstellung stallfindet, durch einen vorzüglichen Besuch auszuzeichnen und der allgemein beliebten und stets gefeierten Primadonna auch weitere Beweise seines Wohlwollens zu erbringen. Wir unserer« seits haben die ausgezeichneten Eigenschaften, welche Fräulein Seucil als Sängerin und Schauspielerin besitzt, fo oft hervorgehoben, dafs unS jeder weitere Hinweis auf tnren bishelige Thätigkeit überflüfsig erscheint, umsomehr als das Publicum dieselbe zu wiederhollenmalen durch äußerst sympathische Kundgebungen gebürend anerkannt hat. —n— — (Unvorsichtige Handhabung mit einem Revolver.) Am 3. d. M. zechten im Gast-Hause des Franz Kopac in Medno die Burschen Jakob Kopac, Lorenz und Joses «Zustarsic und Franz Vergant aus Medno. Franz Kopaii zeigte den Vurfchen einen geladenen Revolver, wobei der Schuss losgieng, dem Vesitzerssohn Jakob Kopac in das Gesicht drang und ihn an der rechten Gesichtsseite schwer verletzte. —1. — (gur Voltsbewegung.) In dem 40.273 Einwohner zählenden politischen Bezirke Loitsch fanden >m vierten Quartale des verflossenen Iahic« 51 Trau» ungen statt. Die Zahl aller Geburten belief fich auf 368 und jene aller Verstorbenen auf 308, unter welchen 148 Kinder im Alter von der Geburt b:s zu 6 Jahren ss-wesen sind. Ein Alter über 70 Jahre erreichten 52 P"' sonen. Verunglückungen find zwei, Mord, Todtfchlag 0°" Selbstmord leiner vorgefallen. An Tuberculofe sind ^ an Lungenentzündung 14, an Dysenterie 19 Personen gestorben Die Diphtherilis forderte 36 und der Scha"^ 10 Opfer. ^ — (Gemeindevorstands-Wahl.)Am 2Sft< November 1895 ist Peter Gilly, Bürgermeister in ^ Stabtgemeinde Weixelburg gestorben. Bei der am l!" December vorgenommenen Wahl wurde der bishe^ zweite Gemeinderath Anton Stepic, Kaufmann, i". Bürgermeister und zum zweiten Gemeindeiathe 3^ Dolenz, Hausbesitzer in Weixelburg, gewählt. Neueste Nachrichten. Wels, 9. Februar. (Ong.-Tel.) Se. Majestät 0" Kaiser traf heute um 12 Uhr 18 Minuten nachnntW in Begleitung des General-Adjutanten G. d. E. O^' Paar hier ein und wurde auf dem Bahnhöfe, da I"', officielle Empfang abgelehnt war, von Ihren k^' Hoheiten dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog 3^1 Salvator und der Frau Erzherzogin Marie V^' begrüßt. Se. Majestät begab sich fofort mit Ihren k."' Hoheiten nach Schloss Lichtenegg. ^ Lemberg, 8. Februar. (Orig.-Tel.) Der MM wurde geschlossen. . London, 9. Februar. (Orig.'Tel.) Präsident AM wird England besuchen, um mit der britischen Reg'^" die Angelegenheit Transvaals zu berathen. ^ Sofia, 9. Februar. (Orig.«Tel.) Der Fürst emp^ gestern die Sobranje corporativ, welche den Danl . den staatsklugen Act des Fürsten abstattete. Der 3" schloss: «Der Occident sprach über mich das Ml,^ aus, das Morgenroth des Orients umstrahlt ^5. Dynastie und leuchtet über unserer Zukunft». 6H H lich theilte der Fürst das Telegramm des Czars bet ^ der Entfendung des Generals Golenifchtschew als ^, Vertreter mit. Der Fürst war Gegenstand enth",''?' sch.r Ovationen. Der Sultan sprach in der fre>t^A Audienz dem Minister-Präsidenten Stoilow sk^^ frieoigung über die weise Politik der bulgaH Regierung aus und sagte die Einführung von Msol in den europäifchen Provinzen zu. ^ Belgrad, 9. Februar. (Orig.-Tel.) Zum sewH. Geschäftsträger in Athen foll der jetzige Sectl« Stellvertreter Marinkooiö ernannt werden. «^ Blätter melden, König Alexander werde Ende F^ü mit der Königin Natalie zu einmonatlichem Aufe^ nach Biarritz abreisen. F Brindisi, 9. Februar. (Orig.-Tel.) FreihA/ Hammerstrln ist heute früh 6 Uhr unter einer ^i von italienischer und deutscher Polizei über M H< Berlin abgereist, woselbst er Dienstag früh "w wird. . A Coustantinopel, 9. Februar. (Orig.-Tel-^ Sultan dülfte einen hohen christlichen Cwil-V^ und seinen Flügel-Adjutanten anlässllch der E"^ des Prinzen Boris nach Sofia entsenden^^--^ Lottozlcyung vom 8. Februar. Wien: 35 52 2 63 ^- . Graz: 8 89 73 82 ^A-^ ^____________ ^. "T^ž. Meteorologische Beobachtungen in^M^ n 2 Ü.N7"P?4'5 -1 ^4^8 M'O. schwach ' "W^ > _ ".'Ab. ?45-b -1-7 O. schwach ^O^,,, 7U.Mg, 746-3 -67 windstill"^ NA l> 9, 2 . N. 745 3 ^45 N. schwach h«!" ^/ 9 . Nb. 745^^-1-3 wmdstill ^^sb', 10,7 U.Mg. 746 3,-7-5, windstill > ^z^,^ Das Tagesmittel der Temperatur vom M»^ ^ Sonntag —1-2" und — 1 - 2«, beziehungsweise um "'/ unter dem Normale. ^-^""""^ Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm«IanU<">^ ^ Ritter von Wissetzrad. ^-^^« < DanlsWUlg. I Für die liebevolle Theilnahme währe^M» ! Krankheit und bei dem Tode unferes ii'MgM^l^ Gatten, beziehungsweise Vaters, Bruders u"" des Herrn l i Anton Frischtovitz ! l. l. Gerichtslanzlist im Ruhestände ^ > > sowie für die Betheiligung am Leiche"beg" > ! sagen wir unseren tiefgefühlten Danl. V ! Laibach am 7. Februar 18?6. > ! Die trauernden Hinterbliebc^ ^bacher Zeitung Nr. 33. 259 10. Februar 1696. Course an der Wiener Börse vom 8. Februar 1896. Na« d«m «gellen Eoursblane ^ U« I^knte w Noten ^kn^Mel . . . laiio l0130 " 3!lb^ ^ ^ebnlar-Nugust 10115 101 35 ,, ^ °crz. Iü,u,er'Iul! iol »0 101 40 3^^/ <5." 'lPrll-October 10120 101-40 ^"l° °""°'t - »50 ft, ibi—152— Mtt z°, " ,s»nze 500 st. 14? 75 14«?5 i)" «'°«t«l°l?""^ 100 st. 1b? - 159— ' ^"N -U».^ x ' ^ p- ^2 50 188 50 A» L«st ».« 3'0ch.'N"nt°, steuerf«! «8 40 122 65 ^b<,,z5°enrn,te. steuerfrei------------— ^- kt° ^, ^"'"nNoin. 101-30 101 50 pkr Ultimo . . 101 3U 101-50 KZ'^vl, ^?" ^ «' "/° 121'70 122 70 u^.Llss^ah» in Silber ^^b^st,3°« 5>/<°^ 125-30 126,0 ^""i^^w- - - »S-100-^ ^>0^ « ?" fteuerf.,400 A ^ ^-l-w0Nl.«°m. . sseoioo«« Vo« Staate zur Zahl«»g vbll»atto»en. «lisabethbahn «0« u. 3000 Vl. für 200 M. 4°/»..... 118 — 118S0 Eltsllbethbahn, 400 u. 2000 M. 200 M. 4»/„..... 1832b —-— F,anz'IoftpliÄ., Em. 188t,4°/« 100 — 100-85 Galizijche Karl-Ludwig-Aahn, Em. l«8I, UU0 fl. S. 4°/^ . 9s'2b 10025 Vorarlberg» Äahn, , st>-ucrsreijür2WKronenNmii. 99 15 99-35 4°/„ dto, dt«. per Ultimo . . 9920 99-40 dtll.Lt.E.«l.Golt>10Ufl.,4'/,°/<> 124-80 125 »0 dto. dto. Silber 100 fi., H'/,"/« 10215 108-15 dto. Ltaals-Obllg. (Ung. ONb.) V, I. 187S, 5°/«..... 121-45 122-45 dtll.4V,°/<>SchanlreaaI«AbI,.ObI. 100-10 101 10 dto. Prüm.Hnl. ^ 100 fl. ü. W. ib3 7b 154 75 dto. dtv. ll bO fi. ü. W. 153-50 lb4— Thelß-Ueg.'vose 4«/» lOO fl. . 141- 143— G rnndenU.«Gbligatisntn (für 100 fl. CM.). 4°/„ troatlsche und slavonische . 98— 99 — 4»/, ungarische (ioo fi. ö.W.) . 9740 98-40 Ander« «ffentl. Hnlehen. Donau-3ie«,°L°se 5»/,. . . . 12825 129 — dtu. -«„leihe 1878 . . io? —108 — NnlebM der Stadt Görz. . . 112— — — «nleben d. Stadtgemeinoc Wien 105-25 10« 25 Nnleben d. Ttadtgemeindc Wien (SWer ober Gold) . , . . I29-— 12350 Prämlen-Anl. d, Stabtgm. Wien 168 — 16850 Uörsebau Anlehen, verlo«b, 5°/, 100 — 101 — 4°/» Kralnei üandt^Nnlehen . 9860 »»'— V«lb Ware ßsandbri 100—!io07O Oest.'ung, Vanl Verl. 4°/« . . 10020 101 — dto. bto. öOjähr. „ 4°/, . , 100 20 101 — Vp»«asse,l.2ft.,3OI. 5'/,°/»vl, 10150 — — Vrioritäw«Vbligationtn (für 100 fi,), sssrbwanbs-Norbbatm Em, 188« 10070 101 70 Oefterr. «ordwestbahn . . . Ii0«5!iii85 Etaatsbadn....... 224 — 220 — EÜbbahn ll 3«/,..... 169 7b 170-75 dto, 5 ü°/u..... 180 HO 131 90 Ung.-gallz, Nah»..... 108 — 10865 4°, Untertratnef Vahnen , . 9950 100 — Divers» Kose (per Stück), «udapest-Basilica (Dombau) . 720 7 60 üreditlosc 100 st...... 197 — 198— Clary'Losc 40 st. ampfsch.I00fl,«M. 135 — 188" Offner Lose 40 fi...... ««-25 61 25 PalffU'Lose 40 fl. CM. . . . 5«'— 58 — «otben «tteuz, Oest.Oes. v.. 10 ft. 18'bO 19— Rothen Kren,, Una,Ges,v,, 5 fl. 11'— 11'80 ssiudulpd Lose 10 fl..... 2375 2475 Salm Lose 4N fl, CM. , , . 6750 6850 St.'Geiwis-Uose 4» fl, LM. . 72— 74 — Walbstein Lose 2N fi. CM. . . 53— b?— Wlnd'schglätz-llose 20 fl. CM. . d. Äooencrebltanstalt,I.Lm, . 1625 17 25 bto. dto. ll, Em, 188«, . . »8-50 30— Lalbacher üo«e...... 23 85 23 7b Gelb «are (per Stuck). «lnglo-vtst. »anl 800 fi. 60»/<,«. 1?42b 17450 Vanlverein, Wiener, 100 fi. . 149 20 150 — V°dcr..«lnft,,Oeft,.20»fl,N.4O»/, 482 — 484 — «rbt.'Nnst.f, Hand. u,G, 160 fi. —— — — bto. dtu, per Ultimo Eeptbr. 382-25 383 — Eredittmnl, «Hg. UN«,, 20N ss. . 435-50 43N-50 Depositenbaul, All«,, 200 fl, . 242 — 244 — E«compte-Ves., Ndroft,, 500 fi. 340 — 850— Olro«u. Easlem!,, Wiener, 200N. 2»4— 23s — Hhpothelb.,0est.,200si. 25<>/„E. 90— «2 — llünderbanl, Oeft., 200 fl, , . 25175 252-35 Oestei-r.5iina.ai. Vanl, 600 fi, , 1016 1020 Unlonbant 200 fl...... 318-50 319 50 Nerkehrsdanl, «llg,, 1«> fl, . 181-50 133 5« Artien von tzransporl« Mnternehmnng»» (per Stück), «llbrecht-Vahn 200 fi. Silber . - — — «lusfig'Tepl. Eisenb. 300 fi.. . 168b 16»5 BOlim. Norbbahn 150 fi, , . 277 — 2?» — Vuschtiebrader Eis. 500 fi. «M. 1485 I486 dto. dto. (lit. U)200fi. . 550—553 — Donau < Dampfschiffahrt«»Ges., Oefterr., 500 fi. EM, . . . 474 — 475— Dui-ÄobnibacherV G,200fl.T. 73— 75— Ferbinaudö-Nnrdb, lOOO fl. EM. 3455 3470 Z«nb.°Czernow. Iassn - Visenb.» Gesellschaft 20« N. O. . . . 298 50 29950 Lloyb, 0eft., Trieft, 500 fl. «M. 471 —'473— Oesterr. Üiordwestb. 200 fi. Z. . 277-50 27850 dtll. bto. (Ut. ll) 200 fl. T. 279-50 280 — Prag-Dur« «ttsenb. 150fi.E, . 95-75^ 96 75 Etaateelsenbahn 200 fi. S. . . 872-25 373 25 Sübbahn 200 ft. S..... 102-75 1O3'75 Südnmbd. «crb.-Ä. 200 fl. «M. 219— 21380 Tramway Ges.,Wr.,i7Nfl.ö.W. 487— 489 — bt«. V».l88?.lwO«l. . . . —---------— V«w Wan l«un»at^«ef., Neu« Nr., Prto« ritHt»»«ct<«n lOO fl. . . . 10« 50 10« — Ung.H»llz.«rsenb. 800fl. K«lb« 208 — 2O8'7b Ung.westb.(Raab'Graz)200fi.V. LOS — 206 ?b Mener üon>lbahnen-»ct.-«es. «5 — a? — Industrl<«Atti»n (per Stück). «auges., «lllg. «st., 100 fl. . . S8'b0 „>5<» «gudier Visen' und Ltahl.Inb. in Wien 100 ft..... 63-75 64-»z Eisenbahmv.-Üeihg., Erst«, 80 fi. 124 — „5 — ,,«lb«mübl", Papiers, u. V. ». 6150 62— Ülestnger «Sauerei 100 fi. . . 11450 115 — Monta»°G<-seNsch., Oest.«alpine 8720 88 — Prager VUen'Iild.-Ves. »00 fi. 688- - «91 — Salao-Iarj. Vtelntohlen 60 st. 637 —L41-— ,,SchlöglmÜhl", Papiers., 200 fl. 809 — 211 — Ste«erm." Papiers, u. «.'«. 16K-— 168-— Trtfaller Kohlenw.»«el. 7« fl. 171 — 172 50 W«ffenf.°«.,Oeft.inWlen.1»0st. 89» — lloi — waggon-lkHanft., «llg., in Ptft, 80 st......... 450— 4Ü0-— Wr. Vaugesellschaft 100 ft. . . 188-— iz,-»z Wienerbn<,erglegel'ttctlen «es. «20-50 8«»50 z»«is». Amsterdam....... 99 65 S»'8O Deutsch« Plihe...... 50 17z b9 37» London........ i2l 05 121 40 Pari»......... ! 4795 «Oll^ Vt. Petersburg...... i ^'^ ^'"" Daluten. Ducalen........ 570 5?« 20-Franc»-Etücke..... 959» 9«l Deutsche Reichsbanlnoteu . . 59-i?> 59-»0 Italienische Vanlnotcn . . . 44— 44-10 Papier««ub«l...... 1 88,,» l»8,,»