^111^ Mltmoch am I^. 3Nai 1864. Die „Laibache, Zeitimg" erscheint, «nit Ausnahme der Sonn- mid Feiertage, ttiglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-jührtg 5 fl. 50 lr., mit Hrcuzvand im Comptoir ganzj. 12 fl., halbj. 6 fl. Für die Zustcllmig in'S Haus siild halbj. 50 lr. mchr zn entrichten. Mil der Post portofrei ganzj., uittci Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fl., haloj. 7 fl. 50 lr. Insertionsgcdilljr filr elne Garmond - Spaltenzeile oder den Nanm derselben, ist für imaligc Einschaltung 6 kr., fitr 2malige8tr., für 3maligc 10 lr. n. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stemptl per 30 lr. filr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen kosten 1 fl. 90 lr. fllr « Mal, 1 fl. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 lr. fitr 1 Mal (mit Inbegriff des InsertionöstempelS). Nichtamtlicher Theil. ! Ergebnisse des vom li. Landtage genehmigten Rechnuugsabschlusseö drö kraiuischen G.'E.'Fondes für das Verwaltungs« Jahr 1862. I. Kassagebahrung. ^,. Einnahmen. 1. Von den Verpflichteten . . 333,617 fi. 27 kr. 2. Vom Lande mittelst Stcucrzn. schlagen.......276.270 . 41 « 3. Vom Staate an Landcmialc . 49.284 ,. 94z « 4. An verschiedenen Einnahmen 872 „ 60). ., 5. Zurückersctzte Vorschüsse . . 204 « 82/. « 6. Fremde Gelder . . . . . 52.408 ,. 73 « Einnahm«.Snmme . . 712.658 fl. 78h kr. U. Ausgaben. 1. Kapitalszahluugen an die Be« zugsbcrcchligten.....114,296 fi. 35 kr. 2. Renten und Intcressenzahlnn« yen an Dieselben .... 477.604 „ 38 ,. ^' Passivzinsen für erhaltene Vor« schüsse........4.540 « 30 « 4. Nückbezahltc Acrarial « Vor« schlisse........51.252 „ 3 « 5. Negirkosten der k. k. Grnndla« sten.Al,lös»i,nö. mW Nsguli. rungs-Landes-Kommission nnd der k. k. Lokal-Kommissionen, so wie der also fungircnden k. l. Bezirksämter .... 39.471 « 44 . 0. Verschiedene Auslagen ... 16 » 16z „ 7. An Vorschüssen..... 2.328 « 82z « 8. Rückerstaltcle fremde Gelder . 18 « — « AnsgabS-Summe . . 689.527 ft, 49 kr. wornach sich im Entgegenhalte znr Einnahms.Summe pr. . 712,658 « 78.^ « ein Einnahmsübcrschuß pr. . . 23,131 ft. 29,^ kr. ergibt. II. Vermögensstand. ä. Aktiu « Nückstäudc: 1 bei den Verpflichteten . . 2.178.109 fl. 59 kr. 2. beim Lande.....5.790.679 . 36 „ 3. beim Staate an Laudemiale 1.009.374 « 17 „ 4. sonstige verschiedene Rück« stände.......217 082 , 47 « 5. Eiuuahmsüberschuß . . . 23.131 « 29,^ ^ 6. an Vorschüssen . . . 2.139 „ — „ Snmme der Alliv.Nückständc 9.220.515 ^ 88.1 kr. U. Passiu - Rück stäudc: 1. Kapitalien der Bezugsberechtigten ....... 9.476.449 ft. 11,'. kr. 2. an Nenteu derselben . . . 220.950 « 60z,. 3. Passwziusen für Vorschüsse . 761 „ 50 « 4. Regiekosten...... 1.978 « 33.; « 5. verschiedene Ansgaben . . 20 ^ 77 « 6. fremde Gelder . . . . . 53.536 « 78 .. Summe der Passiv . Rückstände 9.753,717 ft. 10.^ kr, wornach sich im Entgegenhalt zn den Akliv^Rückstäuden pr. . 9.220,515 ,, 885, kr. ein schlicßlichcs Passivum pr. . 533.201 ft. 22 kl. herausstellt. Vom kram, Landesanöschusse. Laibach am 3. Mai 1864. «aibach, 17. Mai. Mittheilungen französischer Blatter zufolge hätten Preußen und Oesterreich s>l,nc!>!«0 iiill, die ^ man kennt sie ja scil Jahren — für jeden Vnrgstcckcn. Wäbler. dcr jährlich 40 Thalcr Micthzins zahlt. daS Stimmrecht in Anspruch nimmt. Dagegen ttattn, ihrem alten Grundsatz treu bleibend. die Konservativen N'ic Eiu Mann auf. Palmcrston war »ichl zngea.cn, Gladstone. nach ihm das augcschcnslc Kal'inctsmitglied im Unterhausc. führte das Wort von dcr Miuisterbank und ob im Namcn dcrsclbcn odcr bloß ans persönlicher Ueberzen» gung. das ebcn ist die große Frage dcs Tages. Deim er sprach zil Gunsten der Bill. warm nnd eifrig für das Recht der Arbeiterklassen, im Parlamente cnt-sprcchcnd ucrlretcn zn scin; er sprach, nm mit den Toric > Biältcrn zn rcdcn. wie ein Demokmi vom reinsten Wasscr. wie ein profcssioncllcr Umsturzniann, wie dcr gcschworne Bllndesgenossc von Bright nnd Cobdcn. Endrcsnllat: die Regierung wnrdc in cincm vollen Hanse n,il 216 gcgcn 272 Stimmen gcschla« gen. Majorität der Opposuion 56, Die französischen Vlätlcr lriumpl'ircn über die Rede Gladstone's, sic sehen in dechlbcn den Sieg reS Prinzips des allge» meinen Stimmrechts. Die Moldo-W^lachen sind bekanntlich l'cmüht. den Franzosen in allem nachzuäffen, und Fürst Ale» xandcr Cusa fühlt sich offenbar bcrnfcn, den Nap». Iron dcr Domnifürstenthnmer zu spielen. Die nach uierzehütägiger Vertagung zusammengesetzte Kammer weigert sich. das Rural« und Wahlgesetz, durch wcl< ches dic Intelligenz kcs Bandes unter den Terroris-mns dlr Banernbevölkcrnng gestellt werde» sollte, zu bewilligen und wird aufgelöst. Für dcu kleinen Na« polcon in Bukarest war dcr 'Augenblick gekommen, die Moldo^Walachen mit einem Staatsstreiche zu l)c-glücken. Gcstcrn wnrde eine Ndditional'Akie znr Ve,< fassuug lcö Landes, daö neue Wahlgesetz und der linvrrmcidlichc Appel an die Massen (man muß nur wlsscn. wic diese in den Douaufürsttnlhümcrn beschaffen sind) proklamirt. In Konstantinopel ist in-zwischen die Konferenz zusammengetreten, welche dir Klosterfragc regeln und ras Verhältniß dcr Donau» fürstrnwnimr zur Pforte definitiv feststellen soll. Wir stehen wol'! am Vorabende dcr definitiven Al'schaf« fuug rcr Suzcränetäl dcs Sultans, nämlich der Los« reißun^ der Donaufüvstenthümcr von der Türkei, Daö Tnilerien'Kabinct fcicrt an dcr untern Tonali cimn großen Sieg. Die Nachrichten alls Bukarest verspreche',» iu dcr nächsten Zelt recht interessant zu wcrreu. DaS Seegefecht bei Helgoland. Berichte von Augenzeugen geben ein lebendiges Vild dcs zwischen dem österreichisch - prenßischen Geschwader und den dänischen Schiffen am 9. Mai stattgehabten Seegefechtes. Es war Vormittags 9 Uhr 15) Mmnlcn; daS aliiirte Geschwader wollte, von einer RllognoSzirungSfahrt gegen Helgoland zu» rückkrhrcnd, eben in die Elbe einlaufen, als demsel» ben von cincm dcr Feuerschiffe mitgetheilt wurde, daß drei dänische Frcgaltcn in Sicht seien. Sogleich er« Weilte der Kommandant. Kapitän u. Tegetthof, den Befehl zum Wenden, die rolhe Flagge, die Signal» flagge für das Gefecht, wurde aufgehißt nno die Schrauben.Dampffregatte »Schwarzenberg", auf wel» chcr sich Kapitän v. Tegelthof. Schiffslieutcnant Hen» riquc und Valterieoffizier Schiffslicutcuant Pascher befinden, das schnellste Schiff dcs Geschwaders (l,3 Seemeilen pr. Stunde) ging vor. die übrigen Dam» pfer folgten. Die drei dänischen Schiffe lagen westlich, ungefähr in 15) Seemeilen Eulfcrnnug. Eine andere Fregatte, die untcr Helgoland iu nordwest» lichcr Richtung sich vor dem alliirtcn Geschwader bc< fallo. hätte Besorgniß einflößen können. wenn es auch ein Däne gewesen wäre. Doch erkannte mau, als man näher lam, die englische Fregatte »Aurora." Dieselbe hat lange Zcil gar kcinc Flagge anfgehißt. Vald nach 1 Uhr wirbcltcn die Trommeln; die Miirlcn stcucrlcn in Schlachtordnung nördlich.«Schwar> zeubcrg" (50 Kanonen), »Ravetzky" (31 Kanonen). »Adler" (4 Kanonen), „Basilisk" (3 Kanonen). «Blitz" (3 Kanonen.) Nun hielten die dänischen Schiffe — es waren die Schraubcnficgatle „Niels Incl" (42 Kanonen), „Iyllano" (44 Kanonen) und oic Schraubcnkorvctte „Heimdal" (16 Kanonen) — auch auf das Geschwader zu, dcu entgegengesetzten Curs. also südlich steuernd. Als beide Linien sich nähcrtcn und die ersten Schiffe sich anf etwa 2000 Schritt gegenüber befanden uno an einander vorüber» dampftcn. fiel dcr erste Schuß vom „Schwalzcnberg" um 2 Uhr Nachmittags, der von den Dänen erwidert nnd sofort zum anhaltenden Glschützfcner sämmtlicher Schiffe wurde. Momcntau sah man nur Blitz und Pulvcrdampf und das züngelnde Fcucr dcr in dcr Luft platzenden Bomben, Nach tiucr Stunde ungc. fähr änderten die Däncn ihren Curs mehr westlich und bekamen dadurch die Elbe in ihre Gewalt, stcner» len dann nördlich und dic Alliirlcn südlich, so daß bcidc Gcschwadcr in uiugckchrttr Ordnung in Schlacht-linic wieder in derselben Lage sich befanden als An-fangs, «Schwarzcnbcrg" und «Radchly" gingen dießmal jedoch auf 200 Schritt au den Feind. Während der «Schwarzenderg" von zwei däni> scheu Fregatten an beiden Seiten, von dcr dritten von vorn mit glatten Lagen beschossen wird, die er natürlich ebenfalls mit glaltcn Lagen beantwortet, griff der „Radetzly" den «Niels Iucl" au, so daß dieser jetzt zwischen deu beiden österreichische»! Schiffen zu liegeu kommt. Später laugte noch ein preußi« schcs Kanonenboot an, legte sich auf 400 Fuß von der dänischen Fregatte und gab mit seinem Achtzig« pfünder 27 Schuß ab, die fast alle trafen. Die Ocsterrcicher kämpften mit dcu Däncn fort. indem sie nur drei Schiffüläugcn von ihnen culfcrut lagcu. Das will etwas sagen, namentlich, wenn man die kurze Zeit dcr Indienststellung unserer jungen Mauuschaft in Betracht zieht. Endlich hat einem Berichte des »Drcöoelier Journals" zufolge der «Niclö Iucl" die eMM gestrichen und sein Feuer eingestellt. Um die» selbe Zeit aber (2 Uhr 45) Minuten) brannte plötzlich der Fockmast des „Schwarzcnberg". Das Feuer war im Bug des Vor-Marssegels ausgekommen und halte bald die ganze vordere Takelage ergriffen; Rauch stieg vom ganzen Vorderdeck auf. Der «Schwarzen-berg" hielt nun von dem Winde ad, damit Rauch und Flammen nach vornc schlagen konnten, um da» durch möglicherweise daS ganzc Schiff zu retten. Die blulrothe Lohe. die bald hier, bald dort sich immer wieder frisch verbreitete, bot einen furchtbar schönen Anblick in dem hellen, aber fahlgelben Sonnenlicht dar; — nnd dabei hörte der Kanonendonner nicht auf. Die beiden anderen dänischen Fregatten schn^ ten jetzt den «Niels Iucl" gcgen den „Nadctzky". und da dcr «Schwarzcubcrg- die Hilfe des „Ra» dchky" brauchte, so folgte auch dieser und ras übrige Gcschwadcr in dcr Richtung nach Helgoland; um 4 Uhr (also nach zwei Stunden Gefecht) fiel der letzte Schnß und Alles war todtcnstill. Einige Minuten nachher brach dcr ganzc brennende Vortopp heruntcr und richtete unter der Mannschaft noch entsetzliches Unheil an. Um 5 Uhr 15 Minntcn lag das verbündete Geschwader dicht hinter der Düne, östlich davon vor Anker. Nur dcr „Schwarzenberg" mußte sich unter Dampf herninquälen. immer so manöurircnd, daß der Wind entweder von der Seite odcr von hinten wehen mußte. Ictzt eilte Alles iu Pöien zur Hilfe mit Spritzen, uno die Aerzte von deu preußischen Böten begaben sich an Boro dcs „Schwarzcubcrg" „nd „Radetzky", um dott zu hclfcn, Schreckliche Schildernngcn, vie sich nachhcr entwarfen! Bis nach 10 Uhr in »er Nacht lief „Schwarzcnbcrg" mit noch immer glimmendem Untermast umher, weil in seiner Höhe nicht zn löschen war; dann crst gelang es. ihn über Bord zu kappen. Darauf folgte Slockrunkclhcit. Mit der Zeit war das ganze Geschwader wieder untcr Dampf; ,nn 10. Mai um halb 5 Uhr Morgens kam eS in Cuxhavcu vor Anker. Der «Schwarzenberg" . der arg zugerichtet ist, hat 31 Todte. 44 Schwcivcrwnndete nno ungefähr noch 50 leichter Vcrwnndete. „Nadctzky" hat 5 Todte, 8 Schweroerwlmdcte, verschiedene leichter Ver» ivnndctc. Die Preußen haben nichts von dem zn beklagen, was hauptsächlich darin seinen Grund hat, daß die Däncn die Oestcrreichcr von vorne herein durch ein wohlgezicltes konzentrirtcö Fencr beschossen; nur als die Däncn nördlich sich wandten, bekam der prcnßische Dampfaviso «Adler" (Kapitän Klatt) deren ganze Lage. Die Kanonenboote haben das Glück gehabt, ganz stille See zu treffen, haben sich schr gnl ge« macht und mit ihren gezogenen Geschützen gut gewirkt. Die Däncn müssen auch jämmerlich zusammengeschossen worden scin. sie verließen sofort den Kampfplatz in größter Eile in nördlicher Richtung und in circa fünf Vicrtclstundcu war nichts mchr von ihnen zu sehen. Hätten sie nicht schwer gelitten, so hätten sie den Alliirtcn in der Nacht den Weg nach der Elbe streitig gemacht. Von Helgoland aus will man beobachtet habcn, daß später eines der dänischen Schiffe, wahr« scheinlich „Niels Iuel", iu Schlepptau genommen worden ist; diese Fregatte soll ein Loch uou 14 Fuß gehabt habcu und im smkcndcu Zustand nach Norden gegangen sciu. Die Dänen habcn gut geschossen, sie scheinen diese Schiffe eigens für d.cscn Fall. leider wahrscheinlich genug, mit fremder Umerstützung ausgerüstet zu haben. DaS Gefecht steht für beide Theile gleich an Erfolg. Am 10. Nachmittags fand in Cuchaven die feierliche Beerdigung eines der gefallenen Offiziere nnd am 11. die elncs Kabeten und 36 Matrosen der ES-kadre statt. Unter Trauclinnsik wurden die zum Theil schrecklich verstümmelten Leichen in langer Reihe nach dem Rützebülteler Friedhofe gebracht; junge Mädchen bestreuten den Weg dabin mit Blumen; sämmtliche Särge waren reich mit Kränzcn geschmückt nnd wurden gefolgt von dcm Offizierskorps der Eskadre, einem Theile der Besatzung, dem Bürgermilitär. sowie elnel zahlreichen, tief ergriffenen Menschenmenge. lende Historiker dnrch Mittheilung der Aufzcichunngcn über die Verwüstungen nnd Plünderungen des armcn Landes duvch die Türken arg betrübt, mit trancr-vollem Blicke uor dem Schmelztiegel deS Müuzamtes und bei dcm Marmmstein des Goloschlägers stehen bleiben und dcr Kunstwerke aus Golo und Silber und der Pcrgamcnlfolianten mit ihrem unschätzbaren Inhalte an Minialnrcn gedenken, die hier unrettbar verloren gingen. Aber wir wollen nicht länger bei dcr Klage über das unwiederbringlich Verlorene verweilen, sou. dern auf das uoch Erhaltene und zn Rettende tue Aufmerksamkeit auswärtiger Kunstfreunde lenken, in« dem wir >— freilich für heute und auf dcm karg zu« gemcsscueu Raume dieser Blätter nur in ein Paar andeutenden Zügen — jene Reste namhaft machen, die den Zwecken deS k. k. Kunst, uud Kuustindnstiic. Museums dienen können. Wir beginnen mit der Hauptstadt Laibach. Das Nationalmuseunl bewahrt nntcr Andern»: Das historische Vild, die Schlacht von Sissck 1593. gleichzeitiges Oclgemälbe anf getriebener Kupferplatte — eine Kopie davon ließ auf Leinwand uor Knrzcm der hohe Kunstfrennd und scit wenigen Tagen Kura» tor des k. k. Museums, Se. Durchlaucht Fürst Vin-ccnz Aueröpcrg für sciu Palais in Wien anfertigen; Holzschuitzwcrkc des Jesuiten I>. Gruber (Schiffs, modclle); Waffen aus dem Mittclaltcr und den OSmanenkämpfcn; Gcfässe (Majoliken); Minialu. ren li. s, w. Die k. k. Studicnblbliolhck: Eine Pergament» Handschrift ^u^tiims cla oivit^t« Dvi 1347 mit prachtvollen Miniaturen; einen höchst interessanten l Kalender aus den, Jahre 1415. ebenfalls anf Perga» mcnt mit Miniatnren der Heiligen nnd andere Mannslripte; dann Stereotyp - Tafeln mit altslavi« schen Gebelformeln und Heiligenbildern in griechischer Manier. Die bischöfliche Pfalz: Die ans deS 1593 bei Sissek gefallenen Hassan Pascha Prachlmanlel gefer-ligte Casnla und Stola; dcr Stoff ist rother Damast mit reicher Gold- nnd Seidenstickerei (Blumen grün und blan), Die fürstlich Anerspcrgische Bibliothek: Codices aus dem XlV. und XV. Jahrhundert auf Pergament und Papier mit Minlatnrcn nnd illnminirten Feder-zcichnungcn, Bilder anf Seide und Knpfcr, Majoliken, Ueberdieß treffen wir Sammlungen von Gegen, ständen älterer Knnst nnd Knnstindustric bei cincm und dem andern Privaten (Dr. Costa, k. k. Oberamtö-Direktor — Fran v. Stöckl, Gattin des k. k. Direktors der WohlthätigkcitSanstaltcn, l)»'. »nell. Emil Ritter v. Stöckl n. f. w,). Auf dem Lande. In Oberkraln: Schloß LnNthal bei Laibach. Museum, Bibliothek und Gemäldegallerie, gegenwärtig im Besitze der Frau Gran" Antonie Altems, Tochter des Gründers und Sammlers dcr hier bewahrten Knnstschätze deö Freiherr» Josef von Erberg, weil. Obcrsthofmcistcrs Sr. Majestät dcs Kaisers Fcr» dinand. Das Museum enthält Knustwerke aus GlaS. Alabaster nnd Elfenbein, meist Gegenstände ans Italien; die Bibliothek interessante Manuskripte mit Miniatnr« (Glagolitica) Stahlstiche älterer Meister; der Gemäldesaal Bilder von den ersten Künstlem Italiens, Dentschlands und dcr Niederlande, sowie auch Werke heimatlicher Maler. Krainburg in dcr Dompfarrc ein Missale nnd 2 Bilder auf Holz, die Märtyrer Cantins, Canlia-nuS nnd Canlianilla darstellend. Ehrcngrnbcn (bei Lack — früher mit dicscn unter den Freisingcrn) ein Frcskobild des heil. Christoph an der Außenwand der Kirche. In Uuterkraiu: Gotlschec silberueS Stadtsiegcl 1471. Göltenitz silberne gothische Monstranze, Gurkfeld silbernes Stadtscepler, Mitterdorf (bci Gotische?) bisher unerklärte sehr alte Glockcninschrifl, Morowitz Freökobild dcs heil. Christoph, St. Ruprecht bei Nassenfuß elfenbeinenes Sakramentcnhänschcn. Sittich Portraite dcs bei Scmpach gefallenen Herzog Leopold nnd scincr Gemalin Viridis von Mailand. In Innerkrain, Altenmarkt bei Laas, silberner Kelch ans dem Miltelaller. Diese Aufzählung kann aus dem doppelten Grunde keinen Anspruch auf Vollständigkeit machcn. einmal weil ich hicr nur die vorzüglichsten Fundorte nnd daS werthuollste von Kunstgcgenständtn ans ihnen angeführt, zum zweiten, weil ich leider selbst noch nicht in dcr Lage war, alles davon im Lande erhaltene durch Entdcckungswandernngen vou Haus zu Haus kennen zn lernen. Ich wiederhole, was ich in meiner übersichtlichen Darstcllnng dcr allcn Kirchen, dcr römischen Fnnre nnd dcr römischen Slraßcnzngc in Kram (>n dem archäologischen Anhange zn meiner durch die Ungumt ocr Verhältnisse in ihrem Neitcrcrschcincu leider so schr verzögerten Geschichte Krainö) Eingangs ausgesprochen habcn, daß nämlich, wenn Kram crst l>» 443 Ausland. Die in Hannover tagende Vundeskommission fur deutschen Zivilprozcß ist jetzt mit dem letzte,, Ab-schnitt des Prozeßordluingsentwurfcs, uäinlich mit dem Abschnitt über das gerichtliche Et'ekuliousucrfahrcu beschäftigt. Mit dem Ende deö lanfenden Monats wird dicscr Abschnitt erledigt nnd damit die erste Lesung des ga»zcn Prozcßordnungsentwurfcs beendet sein. Einige prinzipielle Differenzen, welche bei cin-zelnen der vorhergehenden Abschnitte nntcr den einzelnen Bevollmächtigten sich erhoben haben, sind er» ledigt. Nach dem Schluß der ersten Lcsnng wird der Entwurf der Vunccsucrsammlung vorgelegt werden. Die Kommission hat bislier. wie man versichert, mit wahrhaft aufopferndem Fleiße gearbeitet, In Folge dessen ist der Entwurf, im Vergleich mit den Arbti« len verschiedener ähnlicher Gssctzgcbnngökomm'ssiouen. vcrhältnißmäßig sehr rasch fortgeschritten. Aus Lübeck wird vom 12. Mai geschrieben: Briefe ans Stockholm, die bis zum 9. d. M. reichen, erzählen von deu maritimen Rüstungen, welche mit ungewöhnlicher Energie betrieben werde» und vcr-muthen lassen, daß Schweden sich vorbereite, nöthi-genfalls thatkräftig zur See Partei für Dänemark zn ergreifen. Ein Ncskript dcö Königs Karl XV. ord-net die Konzcutrirung der schwedisch » norwegischen Flotte im Hafen von Gothenburg an, die bis zum 16. d. M. vollständig secfcrtig sein soU. Gegenwärtig liegen bereits in Gothenburg von schwedischen Fahr« zeugen die Kriegsschiffe .Stockholm" und „CarIXlV.«. die Korvetten «Thor", Orradd« und „Geffle" und die Fregatte «Vanadis". Von norwegischen Fahr« zeuge» dic Fregatten «Mong Soeuve" (mit 52 Ka-Honen), «St. Olaf" und „Hidara"; den Oberbefehl hat Prinz Oskar erhalten, während General Ehren« svarrd zum Gouverneur von Gothenburg ernannt worden. Ferner ist auf Befehl des Königs auf Nord» gens im Kategat zwischen den dänischen Inseln und Schweden eiil Sccspital errichtet worden, um Ver-wundetc anfznncluucn. Man legt hier diesen stillen Vorkehrungen größeres Gewicht bei, als all' den lau« ten Gerüchten, die bis jcht über die bevorstehende Unterstützung Dänemarks durch Schweden verbreitet waren. Genua, '.). Mai. Was anch «II Diritto", der Monitcur der Alliouspartci. gegen die Werbungen sagen mag. welche, »ach seiner Versicherung, nicht im Auftrage Garibaldi's und Genossen betrieben werden, so steht doch fest. daß sowohl hier, wie in Turin und ucischiedcucn Städten der Lombardei Werbebureaur errichtet sind. ivclche es namentlich anf ungarische und polnische Flüchilmge al'gesel'en haben, die sich hier in auffallend großer Zahl cinfandcn. Ein Paar österreichische Deserteure, welche in Folge begangener Verbrechen in's Lager der Italianissimi übergelaufen sind. wurden von deu Werbern bevorzugt, welche ihre Schlupfwinkel am Hafen in der Via Carlo-Alberto lind vor der Porta»Pila aufgeschlagen haben. Die Polizei kümmert sich um dieses Treiben wenig oder gar nicht, was zur Vermuthung führt, daß oaö Werbe« geschäft im stillschweigenden Eiuvcrsiändniß mit der Regierung getrieben wird. Bezeichnend ist aber, daß die Angeworbenen behaupten, sie seien Freiwillige Garibaldi's, welcher sie bald nach Veueticn uud durch archäologischen Interesse planmäßig und vollkommen dnrchwandcrt und erforscht sein wird, sich auch hier wird herausstellen müsseu (wie vor nicht Langen« in Stcicrmmk). daß das Land einen ganz beträchtlichen Hort von altcrthümlichcn. bcsondcrs mittelalterlichen Denkmalen und Knnsl werken verborgen balle, die nur des entgegenkommenden Forschers bedürfen. Nir wünschen und bosscn, daß ciue derartige Erforschnng recht bald geschehen möchte, wodnrch in tlllcr Linie das Nalionalmnscum und durch dasselbe ^"s Land Krain. dann in weiterer Folge das k. k. ""llst. und Kuustlndustriemusenm, uud durch dieses der lMze Kaiferstaat für den Zwcck der Förderung des Kunstsinnes und erhöhten Kunst- und Gcwcrbeflcißcs in Oesterreich nenc Gewinnste zögen. Wir wnnschci, und hoffen ferner, daß zwischen dem nengeschafflnen Neichsinstitnlc und dem Lande Krain eine lebendige fruchwarc Wcchsclbcziehung Play greifen möchte, was bei Nealisirnug der proiektirlen periodischen Elpositionen von Gegenständen des k k MnscumS in den Provinzen gewiß auch eintreten wird. wir wünschen uud boffen. daß die Laibacher Oberrcalschulc durch rege Tbeilnadmc an der Erwer« buug der photographischcn Mittheilungen nnd gelehr. tcn Abhandlungen des „Wiener Museums" ihren Unterricht — den einzigen für Verbrcitnug der Kunst in Kraiu — hebcu und veredeln, daß schließlich jeder krainische Patriot jede Gelegenheit gerne ergieifeu wird: die Interessen des k. k. Knust« und Kunstindu. ÜriemuscumS zn fördern zum Vestcu des Km'scrstaatcs und der eigenen Heimat! Dalmaticn nach Ungarn und Polen führen werde. Die Leute werdcu in sogenannten Ostcrien verköstigt und empfangen täglich 40 Ecntesimi Warlcgelo. Für die Polen sorgt Herr Orrega. Mitglied deS polnischen Zentral'Comil(!'s in Paris, der schon seit län-gercr Zeit seineu Anfcnchalt in hiesiger Stadt genommen hat. Die Lage in Mexiko ist nach den lehte» Nach. richten schlechter geworden. Die Guerillas mehren sich. Einige Orte mußten deßhalb von den Franzosen geräumt werden. Der Gesundheitszustand verschlimmert sich. Zählt man dlizu. was in der fran« zösischen Kammer über daS neue Anlehen gejagt wurde, so sieht mau. welch' schwere Aufgabe der Kaiser Mari» millcm übernommen hat. Mal- un> VrovinM-Nachnchlen. Laibach, 18. Mai. Der Grundbesihcr Romance aus Podlippc bei Oberlaibach, welcher sciucu Bruder mit Strichnin vergiftete, um die demselben schuldenden 100 fi, nicht zahlen zu müssen, ist vom hiesige» k. k. LandeSgerlchte zum Tod durch den Strang verurtheilt worden. Das Urtheil liegt bereits Sr. Majestät zur Bestätigung vor. — Iu der heutigen „Novice" tritt Dr. E. H. Costa als Kandidat für die Vertretung der Land-gemciudeu Planina, Scuosetsch ?c. im Landtage auf, — Aus Trie st. 16. Mai, wirb uns geschrieben: Die Laibacher Säuger scheinen wirklich Glücks-kinder zu sein. wir haben heute wieder deu prachtvollsten Tag hier. etwas Bora Vormittags, doch dient die nur dazu. dcu Himmel von Wolken rein zu fegen, Der Kommers im Salon Berger gestern Abend ver< einigte besonders die Säuger und Turner und war äußerst gemüthlich. Bei kalten Speisen uud gutem Bier gab es Gesangschöre, Deklamationen nnd Toaste, und ging die Verbrüdcruug iu herzlichster Weise vor sich. Die Laibacher ernteten besonders mit den «Lenzfragen", die Tricficr mit zwei komischeu Chören großen Bei-füll. Den höchsten Grad von Begeisterung aber rief der Toast eines Vorstandsmitgliedes des Schillcrver-eins auf deu Contre-Admiral Tegetlbof, Mitglied des Schillervereius, hervor, der auch sofort an den tapferen Sechelden telegrapyirt wurde. Heute Vormittag war Schauturucu iu der Turnhalle des Vereins «Eintracht". Es hatte sich hierzu ciu ziemlich zahlreiches Pnblilum ciugefundcn. welches die Leistungen der beideu Vereine, namentlich aber die einzelner Tricsler Tnrncr mit verdientem Beifall begleitete. Der Tricster Verein leistete wirklich Aus« gezeichnetes. — Mittags velsanimelten sich die meisten der fremden Gäste beim «Tiroler Wastl" zum Miltagmahle. wobei cö wieder schr heiter zugiug uud Toaste in Menge gab. Nachmittags zog wiederum Alles auf den «Jäger". Es war eine große Schaar von Spaziergängern, welche dem reizenden Punkte zueilten. Die Mitglieder des Schilleroereins, die Schüheu nnd die fremden Gäste, obgleich nach Huuderteu zählmd. waren doch nur ein kleiner Vruchtheil der Menschenmenge, welche sich oben versammelte. Die Musikbaude vom Negi« mcutc Franz Karl spielte zuerst von 4 Mir an im Freien; um 6 Uhr war Concert und Fahnenweihe im Saale, wozu nur Vcreinsmitglicoer Zutritt hallen «Nachtgesaug im Walde", gesnugen vom Mäunerchor der Laibacher philharmonischen Gesellschaft, uud «Mein Oesterreich", Cl>or von N.dwcd. gesungen von allen drei Vereinen (die Görzcr waren jedoch nur iu klei-uer Anzahl erschienen) errangen den Preis. Die Fahnenweihe war ein recht feierlicher Akt. die Fahne selbst, ein Geschenk der Frauen, ist ein Prochtstück von Slickerci. Schiller's Büste, in grauer Scidc ge< stickt, schmückt die eine Seile, auf der anderen befiu-det sich der Wahlsprnch der Liedertafel des Schiller« vcreins. Während des Concertes trafen Begrüßungs» Telegramme von Neumarkll uud Wien ein. „nd wur-den vorgelesen. — Um 9 Uhr wird der Ball begin-neu; ich aber eile, um Ih»en diese Zeilen noch recht-zeilig senden zu löni'eu. Das Urweil uusercs Pu» blikums lautet: es ist ein schönes Fest. Die Auf« „ahme der Laibachcr Gäste ist eine durchaus herzliche. — Die Gemeinde Optschma h^t mit vielen au-deren Gemeinden der Umgebung au die Direktion der Südbahugesellschaft das Gesuch gerichtet, daselbst eine Eiseubahustation zu errichte,,. Optschina war vor dem AnSbau der Triest'Laibacher Sektion eiu blühe,,-der Ort, da der ga»ze Verkehr der Post-, Fracht» und Transport-Wäge» über deusclbcu giug. Ieyt 'st diese Ortschaft in gänzlichen Verfall gerathen "und hat. obwohl für den Verkehr mit dem Wippacher« Thal uorlheilhaft gelegen, nicht einmal eine Eisen-bahnstlilion. Man erwartet von der Umsicht der Bahnoileklion. daß sie diesem Ansnchcn Nechnuug tragen werde, zumal da es in ihrem eigcueu Iutcr-csse liegcu dürfte. Wiener Nachrichten. Wien, 16. Mai. Gesteru Abend starb Herr Kaspar Erdl. k. k. Nath, Direktor der Nalionalbank. Direktor der Sparkasse. Vcsißer der Spinnfabrik in Stuppach bei Gloggnih. — In Bezug auf die im August oder September begiuende Beförderung der für Mexiko bestimmten Truppen von Tricst nach Vera - Crn; ist eine freie Konkurrenz eröffnet, und es soll von der mexikani-scheu Negierung derjenigen Gesellschaft der Vorzug gegeben werdcu. welche deu Truppentransport am sichersten, schnellste,, und wohlfeilsten zu besorgen unternimmt. Bei gleichen Preisen nnd Vortheilen soll jedoch den österreichischen Konknncntc» der Vorzug eingeräumt werben. Vislier habcn sich drei Gesellschaften gemeldet: Toncllo-Nevoltella; das tttudili-immto t(.'0!li(,'0 in Triest mit einigen englischen Hänscrn. und ein Verein von Industriellen Mährens un» Nicdcr-österrcichs. Alle Monate soll eiuc Fahrt nach Vera-Cruz stattfinden, und zwar wird der Vertrag für zwei Jahre abgcschlosseu. Durch den Trnooculranöport allen wird im ersten Jahre eine Einnahme von mehr als einer Million Gnlden erzielt, und auch die Lie» ferung von Armaturen :c. wird im Offerlwcge abge-schlösse,, werdcu. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. <5uxhaven, 14. Mai. Abends. Das östcrrci-chischc Kauouenboot «Seehund" ist hier angekommen und auf der Nhede vor Anker gegangen. <5uxhaven, 15. Mai. Ein preußisches Avisc>> schiff, welches clbcabwärts gekommen, hat hier geankert. Lübeck, 15). Mai. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Preußen werden beute Abends hier erwartet. Flensburss, 16. Mai. Das „Pcrorduuugö-blatt für Schleswig" enthält folgenden, von den Zivil-kommissärcn publizirten Armeebefehl: Während der Dancr der Waffenruhe werdcu den alliirtcn Armeekorps nachfolgende Rayons behufs der Truppcudis-lozirulig in weiteren Kautouirnngcn znr Disposition gestellt: Dcn Ocstcneichcrn dic Aemter Hadcrölebcn, Tondcru uud Lügumklostcr. Dem ersten "komliinirten preußischen Armeekorps das übrige festländische. Schlcö» wig. Dic Verpflegung iu Jutland uud Schleswig erfolgt durch dic Wirthe, nur iu Städten, wo ctwa stärkere Garnisonen erforderlich sind, sowie für cin-zclnc behufs dcr nöthigen Küstcusperre zu besetzende tlciucrc Ortschaften taun die MlMzinövcrpflegnug blcibcu. Kopenhagen, 14. Mai. Gestern sind auf dcr hitsigcu Nhcde folgende Kriegsschiffe angekommen: «Rolf Krake", die Kriegsdampfcr «Geiser", «Krieger" und .Marslrand", dauu die Schraubeufregaltc „Tor« dcuSkiold." ^Faedrelandel' meldet: Der bisherige Aalborger Stiftsamtmanu Dahlström ist zum außerordentlichen Ncgicrlmgskommissär iu Jutland eruauul worden. Warschan, 14. Mai, Abends. Bci den gestrigen Wahlen des LandschaftS-Krcditvercines beschlossen die Versammelten eine Loyalitätsadresse ver« mittelst einer Deputation von drei dcr hervorragcnd-stcu Mitglieder nach Petersburg zn schicken, Bukarest, 15. Mai. Heute wurde das Wahlgesetz uno cin Zusah-Statut zur Konvention vom Jahre 1858 proklamirt. In der bezüglichen Prokla-matiou des Fürsten Couza wird das gesammte Volk aufgefordert, sich über die Annahme oder Nichtan-uahmc auszusprecheu. Das Statut seht fest, die Konvention bleibe Grnndgescy. Calcutta, 2s. April. Dcr brittischc Gesandte iu Bhortau wurde durch dcu dortigen Gewalthaber iusultirt, ciugcspcrrt uud zur Uutcrzeichnllng ciucs Vertrages gczwuugcn, die Proviuz Assam an Bhor-tan abzutrctcu. Markt- und Geschäftsbericht. Krainburg, 17. Mai. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 40 Wagen mit Getreide. (Wochcnmarkt - Prcisc.) Wcizcn pr. Mchcn si. 5.85; Korn fi. 3.50; Gerste fi. —.—; Hafer fi. 2.70; Halbfruchl fl. —.-; Heiden fi. 2.80; Hirse fi. 3.10; Kukuruh fi. 3.60; Erdäpfel ft. —.—; Linsen fl —.—; Erbsen fl. —.—; Fisolen ft, 4,30; Rinds» schmalz pr. Pfund kr. 50, Schwciucschmalz kl'. 44; Speck, frisch kr. 29. detto geräuchert kr. 40; Butter kr. 38; Eicr pr. Stück kr. 1; Milch pr. Maß kr. 10; Rindfleisch pr. Pfuud kr. 18, Kalbfleisch kr. 17, Schweinefleisch kr. 20, Schöpscnficisch kr. —; Halm» del pr. Stück kr. 30. Tauben kr. 15; Heu pr. Ztr. fi. 1,80. Stroh kr. W; Holz hartes, pr. Klafter ft. 5.10. delto weiches, ft. 3.50,- Wein, weißer, pr. Eimer fl. 7. ^^______ Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Bamberg in Laibach. 444 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der t. f. öffentlichen Börse in Wien dcii 17. Mai 1W4. 5'/. M.'taslic,l,ts 72.75 i8«0-er Aüllih, 96.25> 5«/« Ncit.'?l!il,h. W5>0 Eill'tr . . . N3.75> «ansastic» . 782.— L^idm, . . 113 W .ssrtditaktlttl . 194.10 K. f. Dusate» 5.45 Frcmden-An.u'ige. Den 15. Mm. Stadt Wien. Dic Hellen: Pl)chlin, Handcllimaini. vo» Klagcnfiüt. — Durst, Gcncral-N'präs,nt>n>t dcr ungal, Asscluvaii^ vo» Wi>u. — lliriß, Ä.nlflinn,». Von Siffes. — Haag, Vcrw.iltcr, vo» '.^l^'i^'iir. — Vn'cN'lwitsch, l, s. Stcu^r-Ixspclt^r. von Narasdi». — i.'awrc»zc. Privat, »o» i!l!!dl,'», — Dr. (5c>z,;i von Adclstrc!^. Elephant. Tic Hcrreu: Sal^adori, Kallfina»!! , vo» Villach. — Goldschiüid, K.msiüaüii. von Pra^. — Schnscha vl^n S,chsl!if>ld, — Wodic^fci, Gilt!?l'csitzc,, v^i (5,lli. — Ierinann, Hcrrschastlf,!>a»!l. von Marburg. — v. Padovi^h. SUihlnchter, vo» Czubar. — Mliiiarizl, . Piobs!, ro» Noin. — Lang,Pnrtifulicr, ,!»dMllI,.ssaiifma»»,vol>Tr!cst. Venerischer Hof. Dic Hcrrcn: Tusches, Scnsal, vcn Tri.sl-— Pclso, Notarials-Bcamts, von Franz. Mohren. D> Hcrrc» : Hlatsy, I»gs»icur. von i'icht,n-Wald. — Schai», Handclömann, von Mrz. Dcn 16. Mai. Stadt Wicn. Dic Hcinii: v, Cvcst, s. f. Major, v>n G>a; — WrabiN'itsch, ?ldvosal; Schwarz Kalis'j mn»>!, und Schwarz, Dr. dcr Mrd>,<>», von Vlgram. — Schwarz Notar, von G. .ssanischa. — v. Dadcl^zrn von (^n^land, — Dic Frann,: Elisabeth Hartmann nnd Äal'^tt»,' Salnsly vo» ?igia»'. Elephant. Dic Hlrr,!! : Wiiv', Privat; Hostiiig^, Kaiis» niann; Koosi, Geschäflsrcisendcr, und Oppenheim, Wciühändlcr von Wic». — Chicgura, Fabrisant, u»d ^>,lrbc»li, privat, vo» i^lNtdig. — Snsa, Privat, vo» Sachftnfcld — Kosler. Ha»bs!e<' ?lgüit. von Tlicst. — O»ttma»!l, GütSl'esitzer, von P>st. — Hodiu'Ohcr, Kanfilian», vo» Graz, Wilder Mann. Die Htl-rrn: Äivaf, Kansmann, von Trilst. — Fcrctti, Handclöinanl!, vr» ?lncl,'na Vaierischer Hof. Die Hcrr.n: Zainpirri, Mencghlui und plüdnola von Vllicdig. Mohre». Die Herrm: Micolanich, Golbarl'fiter, von Finml. — Strrincr, GrschäslSinann, von Plst. Hlaiser von Oesterreich. Hcrr ')lovotüy, f. f, Oorlfllcgs-Lonmussar, von HcMm. (986) Ein verlaufener Pintsth kann von ftinrnl Ei^cllthnmcr Wiencr« prasse Nr. 64 abgeholt wcrc>cli. (976—1) Grstes llnd größtes Lager. Decimal- Vagen-u«> Gewichte in größter Auswahl stets vorräthig bei Jos. Florenz Wien, Stadt, Adler^asse (91,9—3) Zur Nachlicht. Indcin der Gefertigte fnr das ihm bi^hcrige Zutrancn bei der hochwürdigcn Geistlichkeit, den I'. 'I'. Herren Offiziere!!, Beamten nnd Bürgern den wärmsten Dank cuisspricht, beehrt er sich hicmit anzuzeigen, daß er von Georgi d. I. angefangen seine Kleideruieder läge im Franz 3^av. Sovan schen .Hause, vi«-ü,-vi« dem Casino, d. i. im Hanse der s'it«v»». '1'. Herren Knndcn gcnan zn entsprechen bemühet sein wird. Zugleich beehrt er sich hicmit anzuzeigen, daß sich da«? Mli'clumä« d« NoäW-Gcschäft seiner Fran nnnmchr in dcr Gradischa Vorstadt, im R. Stocke des HauseS zum „(Härtner Wirth" befindet, in wclchcr Hinsicht cr im Namen seiner Fran um einen geneigten Znsprnch bittet. Laibach am 9. Mai 1864. Anton Agrikoln, M tt n n r r t l c i d r r m a ch < r. Mis Mebri. Geschäftsführer. («7«) Dank allen Freunden nnd Kriegskameraden aller Grade für die vielseitige Theilnahme während dcr Krankheit meiner unvergeßlichen Gattin, nnd für die Bcthcilignng an deren Leichenbegängnisse, mit dcr Persichcrnna, daß diese freundlichen Kundgcbnngcn nur einen großen Trost in meinem Kummer gewähren. Laibach den 17. Mai 1864. l. l. Major in Pension. (947) Bei >jr»>. v. Ii.>Sl««,«)»» «,Q »'«>«>. «««»»,«5»»«,- in Laibach ist zu haben, und ,im in lnr;cr Zeit cm ^cliildeter Kmifinann zu werden, für angehende Handlnngöbeflissenc in zehnter Auflage zu empfehlen: Dir HlNldlungswijstnschaft für Handlullgslehrlillste und Handluugsdiener, zur leichten Erlermms, l) dei< Vriefwechselö, 2) der Hlullstau^drücke, ^) dcr Han-del^aeostraphie, "!) des kaufmällttischeu Nechnens, 5) der Buchhaltuttss, (!) dcr Astio- und (^ourS-Nechnttllss, ?) dcr Staatspapier-, Actien- und Vankenknnde, 8) deö Vpeditionsweseus. Mit I Vorschriften ;nr Erlernung cincr schönen Handschrift. Von F. Bohlt. Zehnte vrrb. Aufl. Prciö 2 fi. ^<0 kr. Angehenden Kaufleuten können wir zur Erwerbung merkantilischer Kenntnisse kein besseres als das vorstehende Buch empfehlen , welches die wichtigsten Handlungskcnntnis.se, wie auch das fVUsenswerthcste von den Staats papieren, von dem Acticnwcsen und den Banken und dazu Anweisung zur ö h onschreibekunst in 10 Lectioncn enthält. ° (735—9) " ~ ~—------¦----------- Kurort Neuhaus in Steiermark, eine Stunde nächst der EiscnlüchnstMn Cilli. Dic Quellen vou allbrwährter Wirfsamlcit gegen die »erschicdcustcn 3lcrUeulrankhcitcu dcr Männer mid Franen, Hysteric uud^ Hypochondrie, gegen Migräne, allgcmcinc Ncrticn-lind Kärperschwäche, ^ähmnng, Krampfe, ^chleinifliissc nnd Gedärmlraulheitcu :c. Rcizcnd, gcgcu Nordcu uollkommru geschütztes, gcgcu Sitdeu offenes Alpcnthal. Mit allcm modernen Comfort ausgestattete sehr billige gauze Appartements und einzelne Zimmer vou 40 lr. aufwärts (in den Mouatcu Mai nnd September zu noch giiustigcrcu Prci'sc») iu großer Auswahl iu dcr mnniltclbar ucbcu dem Äadhansc gclegeueu reizcudcu 9^" Vcstelluugeu sind bis Ende April in Graz uud vom I. Mai iu Neunaus — bei III-. Brun u zu machen. üsf § § ff §.!§ of Ms # ## # # § # si© t f# f #i® 1 Lokal-Veränderung. | § Die Kleiderreinigungs- ^ ^ nud ^ z Appretur-Anstalt ^ ^ der Vcsrrtigtcn A I befindet sich vom Ätt.Maijau am Hauptplatz ^r. R nnd Tpitzen-Tiicher, Sammt-, ^' A Seide«, IVoll- und Möbelstoffe, Teppiche nud Sonnenschirme, ^' ^ so wie lichte nud dunkle (Hlat'e < ö>andschnhe, welche wie ncn gc« A H putzt werden. Auch wird für jede Stofffarbe garautirt. ^ >^ Zli^lcich crlaulie nur, die geehrten Daincn iu Kcuutuiß zn setzen, 3 ^ daß ich, wie zuvor, trotz dem obigen Geschäfte alle Gattungen ^ H Damen-Putz Arbeit, so nie Strohhüte zum Putzen nnd Vto- ^ H dernisiren übernehme. ^ :§ Auswärtige Aufträge werden bcrcilwilliast cutgcgcusscuonuncn. A Z C. Wessunschsl^. ^ H Anch werden Mädchen in Kost nud Quartier aufgenommen, A H welche znglcich verschiedene Handarbeiten lernen können. A ^»)) W ^,!? ^l!>' Äl' 'Ä^ '«? '<0 '«!!» >.!!< 'i!.'» V V 'Ä!» Ä/ '«>' '' 1!/ '«U k!Üi (2441—24) Der getreueste Freund. HollowlN)'s Salbo. Iedcrmaun, der in de» ^esiß dicscs Miltels geliiugt nub selue Aliwelidnl'e zu hant>l)absu verlieht, ist sicher der Arzl ftiucr Fcimilic. Wsuu die Symplom« ocr Haulkrankhtiten bei riurm F^milieuglirdc zum Vorschein kommen, oder mil Schmelzen. Geschwulst,n. Halsichmerzen. Asthma oder wclchcr auch immcr an> Dlreu Art drr Kraukhlit ei»e Pcrsou Glastet wirb, so ist sie am schuclist,,, lml sicherstcu durch s,i, brständiaen Gebranch dieser Salbe uon aUci, diesen Uel'cli wieder befreit. FuftfSwuiMleii u»«l llriiHtgcMcItwülste. ES Hal sich noch keil, Fall tlli^uet. doü durch Amvenduug dicser S.ilbe Fllliwunden nnd Vrustgeschwülste uichl gchsilt wordcu wärcl,. Tauscuoc Menschen j.deS Alters wurden durch di.scö Mitlcl wieder hcrgcsttltt. uachdcm uiclc von ihnen vou deu Spitälcru. a!S unheilbar erklärt, cutlassen worden silii» — Wenn sich aber rie Wassersucht der Füße bemächtiget, so geschieht die Heiluug derselbe,, am sicherste», dadurch, daß mau dic Salbe u„d Pilleu zualcich iu Auweudu,., l,ri.m. -— - u - - - . - y _ HaiitkraiikJielten noeh no ficilroliemler Art, kSnne» völlig geheilt wcrderi. V a> dwu d,n auf dcm ^pse. K,ß.l. Vla.teru. kropfartige Schmcrzeu oder elu cihnl.chcS Uebel. ^^schw.»dcn sm.rloS uuler dem mächtige» E,nfil,ß dieser Salbe wcuu ma>, uaml.ch dle affcclittc» StcUcu zwei. oder drcim«! dc/T.gcs mit dcrftlben gut eiurelbt. uud zugleich z»r Ncluigmia des Mutes die Pillen elunimmt. <;roK*artltt<>« IVIlUel sttr «II» Fnmlli«». Icuc Hautkrankheit, deue» die linder lim meislcu uulerworfcu si»d wie' ssopf- uud Gcsichtökcnlw,. Pllstsl» . ^räi)c, Trocl^uheit drr Haut u a m lu>d durch dicscS auSgezeichnctc Millll schnell erleichtert uud gcheils. ohuc iracud iue Narbe oder auderr Svureu dersclbeu zurückzulasst'N. Sowohl die Pilleu als auch dic Salbe si»d iu folgcuden Fälleu gauz besondcls anwendbar: " " ^ ,Au^spnmg. Hand« Häuwrchmdc» Nbc»mc,tl^.mls' Al.ttcrn Hu ).,n.»^» ^^ ^ /^,^ ^"' ..'..^>.,..>, Kalte u»d Maogcl de. Wärme „ an dcr Sc.te ErM'lWo trcülüätcil Scl'llitlwlOldcli Fistrln am A.,,ch, Traufe Vr>.,Nvarzc.. Ssrof^l, " ""^>^"l Kr.1tze ^ Sfo!n,t a... Mastdani, ^rebs Tic Dmllo»rcnr Gssch""Ult Krumme u»d varicose Venn, bcr Vtiietifchc Anschwelln»« N'cht Fi,ßc ^ ssllckc mid (3vcr.Scc»z ^'llud Lüinl'^,' .. Geschwüre Vmlt'laj», !)lsN'.»zittcr>, Wassersucht .Pautfranshnttll ,m Allqcmcmcn Pusteln Diese Salbe >st im Haurtglschäft^loclil zu Loudon. Nr. 244 S>ra,'d. nud bei alien Apothekern nud sousti^cil Mediciühäudlcru aller Wtlllhcile zn habeu. Hanptu iederlaqe bei Herru Scrravallo, Apotheker iu Trie st u>'0 in Laib ach bei Herrn V. (5ggenberger, Apotheker „zum goldeuen Arler am Kundschaftsplah. ___________^. Hiezu ein Bogen Amts- und Intelligenzblatt.