für Annst, Wijsenschatt und geselliges Leben. Nedigirr von Franz Hermann von Hermannsthal. ^7 OI. Freitag am Z.8. Mär) 2G4H. ^^ ^ No» dieser Zeitschrift er,che,nen wöchentlich zwei Mummern, icdesNal ein halber Bogen. Der Preis des Blattes ist in Laibach «»n,!»br>qci, «°»^"" ialbjäbrig ,^ ,!. Durch die k. k. Host unter Onuverr inn porioireier Zusendung ganzjäbrig «, ialbiäbrig 4 sl. C. M., und wird balbjiihria «°r»u»i bezahlt. Zilie l.l. Postämter neomen Pränumerat,»,, an. In Laibach pränumerirl man beim Verleger am sloan, Nr. lyu, «n ersten Nlocle. Epigramme. Von Rudolf Lables. ?. Der Wechsel. ^ins t sah man den Herrn H. im Netlelstan». Zum Handel ward ihm dann der Weg gebahnt. Von diesem ist er rasch zur Herr!ichfeit gestiegen. Er kroch, er stieg, er lief, jetzt will er fliege». 8. Die ungerathenen Kinder. Als ich jüngst zu Rambold sagte, daß man es bedauern müsse. Daß er einst hei seine», Tode keine Kinder hinterließe. Sprach er prahlend: »Seht als diese meine viele,! Schriften an.« Was für ungenuh'ne Kinder hinterläßt der arme Mann ! 9. Die Gerechtigkeit des Glückes. Gut und gerecht ist das Glück, es spendet die «oben mit Weisheit: , Reichen wagt es die Furcht, Hoffnung den Dürftigen zu. 10. Das älteste Turnier. Graf Sohn. Man,», ich möchte doch'vor allen «»der» Namen Bekannt mit jenen uns'rer Ahnen sein. Gräfin Mutter.Wohlan, mein Sohn, so höre denn: wir stamme». I n ganz gerader Linie von Kain. Graf Sohn. Von Kain? Der tödicte den Bruder ohn' Erbarme». Man heißt den ersten Morder ihn dafür. Gräfin Mutler. Das glaubt der Pöbel nur, da lästern ste den Armen; Nein, Abel fiel in, älteste» Turnier. Graf Sohn. Ein Nieter nur turnicrt, iion Adam's Ritteistande Hat meiner Lehrer keiner was gelehrt. Gräsin Mutter. Auf seiner Wanderung nus Lden's schönem Lande Schlug ihn dazu der Cherub mit de», Flammenschwert. Der Ginsiedler bei Möttling. (Beschluß.) 3. An der äußersten Gränze Illyriens, in Unterkrain, an der Gränze Civil-CroatienZ, in dem landesfürstlichen Städtchen Möttling angelangt, machte unser Pilger sofort bei dem damaligen Propste seinen Besuch, dessen Folge es war, daß der Pilger einige Zeit an diesem Orce zuzu­bringen beschloß. Die Gefälligkeit und die ungeheuchelte Theilnahme, welche er im Umgang mit den Bewohnern des Städtchens und der Umgebung an den Tag legte, er­warben ihm alsbald das Zutrauen des Volkes, welches ihm bald mit aller Liebe zugethan war. Da unser Pilger bei seinen täglichen Fußwanderungen in die Umgebungen des Städtchens dem Landvolke durch kluge Rachschläge anfangs nützlich geworden war, und endlich unentbehrlich erschien, so entschloß er sich, dem allgemeinen Wunsche zu folgen, und diesen Ort zum beständigen Aufenthalte zu wählen. Um jedoch möglichst zurückgezogen zu leben, äußerte er den Wunsch, außer der Stadt an einem etwas abgelege­nen Orce seinen Wohnsitz aufzuschlagen, und bezeichnete bei der Wallfahrtskirche Drei-Pfarren, wo ein Kloster der Tempelherren stand, den Platz, auf dem seine Einsiedler? Hütte zu stehen kommen sollte. An diesen Ort wurde er wie durch eine höhere Gewalt gefeßelt; eine geheime Ein­gebung schien ihm zu sagen: hier sollst Du das Ende dei­ner Tage abwarten. Schnell war der Vorsatz gefaßt, hier bis an das Ende seines Lebens zu verharren, sich dem Dienste der Mildthätigkeit und seinen Bußübungen zu weihen. Kaum war das Volk von dem gereiften Ent­schluße des Pilgers unterrichtet, als schon alle Anstalten zur schleunigen Errichtung einer Einsiedelei getroffen wur­den. Schnell war eine Klause aufgeführt, und der fromme Einsiedler mit den nörhigsten Lebensbedürfnissen versehen. Gerührt von dem Wetteifer, den das Volk bei diesem An­laße entwickelte, konnte der gute Einsiedler nur mit Thrä­nen danken; er war überglücklich in dem Gefühle, daß die Menschen nunmehr so aufrichtig ihm geneigt geworden, er mit wiederkehrender Gewissensruhe seine irdische Lauf­bahn fortsetzen und beschließen tonnte. Mehre Jahre er­freute er sich hier der allgemeinsten Theilnahme; er gewann durch Humanität und leutseliges Betragen allmählich im­mer mehr Zutrauen bei dem Volte, und wenn der Herbst kam, versorgten ihn die guten Leute mit allen Lebensbe­dürfnissen, vorzüglich aber mit Wein, von dem in der Um­gegend viel erzeugt wird. Es ward ihm hierdurch Gele­genheit geboten, sich gegen Arme mildthätig zu zeigen, welche auch in Tagen der Noch bei ihm reichliche Unter­stützung fanden. Das Bewußtsein, seine Pflichten als Mensch und Christ zu erfüllen, machte ihn vollkommen 3OO glücklich. — Aber wie die Haare des Menschen gezählt sind, so sind auch seine Tage gezählt; die Parzen hatten seinen Lebensfaden ausgesponnen. Es kam ihm die Lust an, vor seinem Hinscheiden seine Heimath, den Schauplatz seiner ehemaligen Wirksamkeit, noch einmal zu besuchen, zu welchem Ende er vom Prop­ste zu Möttling die Erlaubnis; erwirkte, seine Einsiedelei auf kurze Zeit zu verlassen. Als sich nun das Gerücht unter dem Volke verbreitete, der fromme Einsiedler werde seinen bisherigen Aufenthaltsort verlassen, und in sein Vaterland ziehen, eilte Jung und Alt zur Einsiedelei, um ihrem Bewohner ihr Lebewohl zu sagen, und zugleich auszudrücken, wie dessen Rücklehr für die Leute erfreulich und beglückend sein würde. So viel aufrichtige Teil­nahme rührte ihn, und in dem Gefühle diefts Ueberglü­ckes versprach der fromme Mann, in einem bestimmten Zeiträume zurückzukehren. Das Volk jauchzte vor Freude, den so geschätzten Rachgeber in den verwickeltsten Ver­hältnissen des Lebens, den ausgezeichneten Menschenfreund in kurzer Zeit wieder in seiner Mitte zu besitzen, denn es hatte seinen Werth bereits erkannt und nach Gebühr gewürdiget. Bevor jedoch der Einsiedler seine Reise nach Ungarn antrat, erbot sich, aus großer Theilnahme für seine Per­son, des dortigen Meßners Weib, ihm ein künstliches, durch verschiedene Ingredienzen und Kräuter bereichertes, mit Wein verstärktes Bad zuzubereiten, um seinen durch mancherlei Entbehrungen geschwächten Körper zu stärken, und denselben für die Mühseligkeiten der Reise gerüsteter zu machen. Willig bezog der Einsiedler das Bad, durch welches er Stärkung seiner Glieder zu erlangen hoffte, und wurde mir mehrfach zusammengelegten Tüchern bedeckt. Als nun nach einem angemeßenen Zeiträume die Decke gelüftet wurde — welch' ein Anblick bot sich den Augen der Anwesenden dar! — der fromme Einsiedler lag ohne Lebenszeichen vor ihren Augen — ein Schleimschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht — er war todt; nicht mehr sehen sollte er sein irdisches Vaterland, er war bereits in das jenseitige eingegangen, sein Geist wandelte über den Sternen. — Das Entsetzen, das bei diesem Anblicke die Umstehen­den ergriff, liegt außer dem Bereiche genügender Schilde­rung; sie starrten Einer den Andern an, als wollten sie sich fragen, wer dieses schaudererregende Unglück verant­worten werde. Alsbald erscholl die Kunde von dem betrü­benden Hinscheiden des Einsiedlers in der ganzen Umge­bung; Alles eilte herbei, um dem Verblichenen noch die letzte Ehre zu erweisen, und ihm Thränen des stillen Dan-k?s für die empfangenen Wohlthaten zu weihen, deren Quelle nun versiegt war. Aufrichtig beweint von Allen, die ihn kannten, wurde er zu Grabe geleitet. Kein Monument bezeichnet die Stelle, wo seine irdi­sche Hülle der Verwesung anvertraut war, jedoch lebt sein Name im Munde des Volkes, welches treuherzig von sei­ner wirksamen Lebensweise und bekannten Freigebigkeit zu erzählen weiß; gewiß das schönste Denkmal, das er sich durch Menschenfreundlichkeit und leutseliges Betragen bei der Nachwelt setzte. Als die betreffende Obrigkeit das Inventarium über die Nachlassenschaft des Abgeschiedenen erhob, fand sich unter anderen werihlosen Gegenständen, die sein Habe ausmachten, auch ein goldenes Besteck vor. Die Ränder seines Pilgerkleides sollen ebenfalls mit Goldstücken ver­sehen gewesen sein. Nach vielen Jahren, als sein Grab wieder für andere Leichen in Anspruch genommen wurde, fand man mehre Goldstücke darin, die aus seinem zerfal­lenen Gewände an'Z Licht gekommen waren. Noch bezeichnet eine weiße Stelle an der Kirchhof­mauer der Drei-Pfarren den Ort, an welchem die ehema­lige Einsiedlcrhütte angebaut war. Aus dem später ver­kauften Bauholze, woraus die Hütte bestanden, besitzt noch heutiges Tagö ein Bauer aus dem Dorfe Swerschak bei Möttling ein recht geräumiges Haus, welches oft ge­nug Stoff zu langwierigen Discussionen über dessen ur­sprüngliche Benützung gibt, und dem Eigcnchümer dessel­ben um so mehr Interesse darbietet, als er hierdurch an eine in ihrer Art merkwürdige Geschichie erinnert wird, welche der Verfasser, um sie der Vergessenheit zu entrei­ßen, wie solche ihm erzählc wurde, hier wieder nacher­zählt hat. Johann Kapelle. Unordentliche Vemevkungeu über den Vortheil, sich das Leben nicht zu verderben. Der blinde Baczl'o, dessen geistiges Auge aber sehr hell sah, hat eine Novelle geschrieben, oder vielmehr die­tirt, worin der Teufel eine bei weitem geistreichere Me­thode, als Göthe's Mephisto, anwendet, um einen Mann zum Candidaten der Holle zu machen) der dazu wenig angelegt schien: er gewohnt ihn an das Häßliche; mit dem ästhetischen Gewissen fängt er an, überzeugt, wenn er es da frisch wagte, so hätte er mit dem mora­lischen zur Hälfte gewonnen Spiel. Ich weiß nicht, ob es den Moralisten oder den Aesthetikern weniger Ehre macht, daß dieser alte Kniff des Teufels zuerst von Baczko ucrrathen wurde, und auch seitdem so zu sagen nur eine geheime Oessentlichkeit hat. Denn jene Novelle ist vergessen; die Aestheciker denken nur an Musik, Bilder und Lieder, als ob sie es nur mit dem Echo des Lebens zu thun hätten; die Moralphilosophen denken nur an die Tugend, als ob diese ohne Form erscheinen könnte, oder als ob bei ihr nicht wahr wäre, was bei dem gemeinsten Naturproducte der Fall ist: daß nämlich die wirkende Kraft sich ihre Form erschafft, welche eben nur die Erscheinung von jener ist. I m Leben endlich gesteht jeder theoretisch, und nach augenblicklicher Laune auch praktisch, den Ein­fluß des Schönen und Häßlichen in der Umgebung auf unser Gemüth zu, geht aber achtlos über die nothwendige Consequenz hinweg, daß ein Einfluß, der andauert und immer wiederkehrt, zuletzt gestaltend auf den ganzen Cha­rakter einwirken muß. Ich sage, man gehr in der theo­ 3O? retischen und praktischen Pädagogik, in der Moral und im Leben achtlos weg über diese Consequenz; denn etwas Neues enthält sie freilich nicht; Jeder kennt sie und fuhrt sie ge­legentlich im Munde, man thut nur, als ob man sie nicht kannte; man ignorirt sie, und verdirbt sich und Andern das kurze, ohnehin geplagte Leben. Es geht mit dieser Wahrheit wenig ärger, als mit so vielen andern, die doch seit manchem Jahrtausend in allen möglichen Formen wie­derholt werden. Aus dem Zimmer einer Frau schließt man auf ihren Charakter, noch weit mehr aus ihrem Anzug. Auch wer nicht viel Welt hac, präsentirt sich leichter in einem an­ständigen Kleid, das ihm wohl sitzt; es gehört schon viel Tact und Lebensgewandtheit dazu, um in einem schlecht gemachten Rock min bequemer Sicherheit aufzutreten, und man muß ein Aristipp sein, um ungestraft zu thun, was Horaz von ihm rühmt: HuiäliKet indutuZ celederrlml» per loc« vn^et. II creclerZ! perLun» ä' impnrtünlÄ. Auch Von den 22 französischen Pyrenacnsänacrn, die durch einen error cniculi zu 4» multiplicirt wurden, tonnte ich Dir Einiges milthcile», ,d»bei mit einer Abhandlung über die nordfranzösischen Trauvirs und die prooencalischen Troubadours gelehrt thun, dann einen Witz machen, und vom Unkenruf im Teiche reden, aber zu Was? so lange es in Neustadt! Harfenisten gibt, ist jedes Wort überflüssig, das ich darüber verliere. Wollte ich aber «on den Norzüglichteiten des »Losers« oder des «Fasseis" >c. >c,, Etwas auftischen, s» würde man mich als Deinen Nachbeter aus, schreie»; es bleibt mir also nur das interessanteste und neueste Thema übrig, der Frühling. Er ist da! Er ist d»! der Schnee ist verschwunden, der Weizen schaut verwundert in alle vier Wilttheile, die riesigen Wächter uon Siein schauen mit weißen Scheiteln neidisch auf das sich regende Lebe» zu ihren Füßen, und «roß und Klein eilt hinaus in's Freie, denn wenn fröhliche Menschen und schöne Natur zusammen kommen, so freuen sie sich über einander. (Beschluß folgt.) Aufklärung. Unterm in. d. M., Nr. 5y, ist im »A d lei-Nachstehende« zu lesen: »(Mod. Nosner), Primadonna »us Laibach, ist in stiller Nacht tovongereist, u„d hat dadurch bewiese», daß auch mittelmäßige Künstlerinen bei einer einiger Massen günstigen Konstellation ihr Fo r t t o mm en finden.» Wir sind nun durch die in diesen, Falle berufenen löblichen Be­hörde n er,«ächtiget worden, folgende Aufklärung zu veröffentlichen: Nachdem, mit Norwisscn der hiesigen löblichen Theaterobcrdircctio», Mad. Nosner (nicht Nosner) noch vor Ablauf der Saison ihre Ent­laßung vom hierortigen Theater auf ihr Ansuchen erhalten hatte, ist sie, versehen mit einem für das Ausland lautenden Passe, am 22. u. M . u»> l Uhr Nachmittag mittels des »ach Salzburg gehenden k. k. Mallewagcns abgereist, um sich uon dort über München nach Stuttgart zu begebe», wo­hin ihre Angelegenheiten nach dem kurz vorher daselbst erfolgten Ablebe» ihres Gatten sie riefen. Dies wird genug sein, um den obigen Artikel, der den Abgang die­ser Sängerin uon hier in einem verdächtigen Lichte erscheinen zu lassen beflissen ist, als eine» lügenhaften und böswilligen zu bezeichnen. Wir ersuchen die löbliche Redaction des »Adlers", diesen Zeilen in ihren Spalten Raum gebe» zu wollen. Laibach am »4. März »842. Die Redaktion der »OrniuÜÄ.« Historisches Tagebuch. Zusammengestellt «on eine,» Landpriester. «5. März l»Z8 brannten zu Visnern im Bezirke Lack in Dberlrai», wo auch im Jahre l7yü oder l7y?, dann <822 eine verderbliche Feuersbrunst wü­lhetc, wieder mehre Häuser ab. «ü. März 1423 stiftete Herzog Albrecht V. von Oesterreich wider die Verbreitung der Irrlehren den Ritterorden vom Adler, mit dem Motto: Thue recht und scheue Niemanden. 1826 hat es in Obertrain geblitzt und gedonnert. t?. März lb?4 wurde Johann Seifried Fürst von Eggenber g zum Landeshaupt­mann in Kiain ernannt. l»l4 starb der in Idria geborne Anton Koutschi«, Bischof von Laibach, in seinem 72. Lebensjahre am Schlagflusse. Er war ein zwar stren­ger aber gerechter und gewissenhafter Mann, der bei seinem Grund-­satze: »Lieber keinen als einen schlechten Priester", die Diöces in den besten Ruf brachte. 182? konnte man in Obertrain, nachdem es einige Tage früher und an diesem geschneit hatte, noch in Schlitten fahren. »8. März !8!y feierliche Wiedereinführung der trainischen Stände. Laib ach. Druck uud Verlag des Joseph Vlasnik.