PrSnumerationS - Preis«: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 . 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 » Monatlich . „ 70 „ Mit der Posl: Banzjährig...............12 fl. Halbjährig ..... 6 Vierteljährig . . . . ' 3 ' Für Zustellung inS HauS viertelj. 25 kr., monatl. S kr. Einzelne Nummern kr. Laibacher Tatzblaii Rnonvme Mittheilnngen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht znrückgeiendel._ 4- Nr. 265 Samstag, >8. November 1876. Morgen: Elisabeth. Montag: Felix v B «ediktt», Bahnhvsgafle Nr. 1ö. »rpediti-us- L z«ier,tev-Burra«: Lougretzplatz Nr. 2 (Buch. baMung von Jg. v. Klein» mayr L Arb. Bamberg) —— . Jnsertions-reise: Für die einspaltige Petti L 4 lr. bei wiederholter sckaltung L 3 kr.' Anzeigen bis 5 Zeilen 20M>M Bei größeren Inseraten und Öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz bessn» der« Vergütung. 9. Jahrgang. Zur Leidensgeschichte Sei Banlsra»e. Die Bank frage bietet eine Serie von Ueber-raschungen. Nachdem die Mai-Punctationen zustande Manien, gab man sich der Hoffnung hin, daß bei der Durchführung der neuen Bankorganisation manche Uebelstän-e beseitigt werden würden; im abgelau-frnen Sommer jedoch tanchte die Nachricht auf, daß die Rkdaclion des Bankprogramme« Schwierigkeiten bereit, und auch die in den siaecikel der Vergessenheit gerathene Frage über die Achtzig Millionen Schuld geregelt werden müsse; endlich nach vielen Beratungen und Erörterungen wurden die Regnicolar-Deputa-tionen und da« in der Verfassung nicht gegründete Institut de« Schiedsgerichtes accepiiert. In volks-wirrhschastlichen Kreisen schlug d?e Ansicht Wurzel, daß nach diesen schweren Geburten ein Hindernis mcht mehr obwalte, die eigentliche Organisation der Bank in Angriff zu nehmen. Das Organisationsstatut der neuen National-Bankgesellschast wurde mittelst einer Collectivnote der beiden Landest finanzminister der Bankleitung )ugestellk. Von maßgebender Stelle wurde erklärt, daß es gar nicht der. Kenntnis des der Bank vor-Programme« bedürfe, um nahezu mit Entschiedenheit zu dem Urtheile zu gelangen, daß auf °er von den beiden Regierungen errichteten Grund-unmöglich ein gemeinsames und zugleich ein-y Nichxz Bankinstitut geschaffen werden könne. In ^er Erklärung liegen die Gedanken des leitenden lÄe>stcS der Nationaibank, jedoch hält man sich zur Annahme berechtigt, daß dir Spitzen der Bank-direction diese Anschauungen unter allen Verhältnissen nicht aufrecht erhalten wollen. Wie Schönbergers „Pandels- und Börsebericht" erfährt, wäre von österreichischer Seite der ungarischen Regierung angedeutec worden, es werde kaum gelinge-i, die getroff-ue Vereinbarung bei der Nationalbank und dem Rcich-rathe durchzubringen. Es wurde der Erwägung anheimgestcllt, ob es nicht »weckmäßig sei, sich schon jetzt über Concessivnen, welche eine entschiedenere Centralisation der neuen Bankgesellschaft in sich schließen, zu verständigen. Diese Andeutung gab Anlaß zur vertraulichen B^ sprechungen und Berathungen der beiderseitigen Mi nister mit einigen leitenden Persönlichkeiten der Nationalbank. Das österreichische Cabinet soll bereit sein, seine Existenz an die Durchführung de« getroffenen Uebereinkommen« zu knüpfen. Die Bankleitung macht sicherem Vernehmen nach nicht unschätzbare Anstrengungen, um das österreichische Ministerium auf seine Seite zu ziehen und dadurch angeblich auf Ungarn einen Druck auszuüben. Der Schwerpunkt der ganzen Angelegenheit liegt nun in dem Referate, welches Herr v. Lucam über die der National-bavk zugestellten Entwürfe des BankorganisationS-statuteS abgeben wird. Dir beiden Regierungen haben ein Ueberein-kommen abgeschlossen, nach welchem das Zettel- wesen geregelt werden soll; ein ciuicuigeü Vorgehen ist unzulässig, unberechtigt. Es soll eine gemeinsame Bank errichtet werden; Ungarn hak kein Rech! auf Ereierung einer selbständigen Zettelbank. In ungarischen Finanzkreisen verlautet, man möchre in Wien die gegenwärtige Organisation so gerne weiter aufrecht erhalten, K h die National» bank betreibe wie bisher ihre Geschäfte in Ungarn, abkr die ungarische Regierung möge sich ja nicht beifalle,, lassen, für die Interessen ihre« Lande-Änsprüche und Zumuthungen zu erheben (?); die Nationalbank wisse scho,, wie sie in Ungarn zu operieren habe. Würden die ungarischen Verkehr«» Interessen eine Förderung erheischen, so habe die ungarische Regierung, wie bisher, sich bittlich an die Gankdirection zu wenden. ^ In ungarischen Kreisen werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das neue Bankstaiut den ungarischen Jntereffrn entsprechend zu formulieren. Ungarn gibt sich der sichern Hoffnung hin, daß nachdem die derzeitige Bankorganisation absolut nicht mehr zu retten ist (?), die neue Bank erstehen werde. Zum Glück halten die Mitglieder de« österreichischen Reichsrathes „die Wacht an der Leitha." Zur Zusammenlegung der Grundstücke. Zu den vielen ungelösten Fragen, deren Fort» bestand jede intensivere Kulturentwicklung namentlich JeuilleLon. Murilly's Mulatte. Novelle von Rubols Müldener. (Fortsetzung.) II. könn. > 2^' was ist Ihnen denn geschehen? Man e wir»,.vermuthen, es sei im Atelier Feuer rief eine harte, abgemessene Stimme, aus*. vermuthen, es sei im Atelier Feuer welche K.!!!?" eine harte, abgemessene Stimme, tr„ fig, » gebot. Alle Zöglinge verbeug- von una Hereintretenden. Es war ein Mann waren .^rzig Jahren; seine Gesichtszüge schmackvvkl ^ ^ r. Anzug reich und ge- vlcem'i^iÄ"' Meister Murillo!» sprach Villa-. ^ " °us seinr Staffrlki brütetet scheinl'i». ^ Villavicemio! Du machst augen- sprach drr M-istrr. der Schül» ' gemalt," sagtr wesen«. ^ Ausdrucke des tiefsten Leid- Muriv^"^ ^r alsdann?' begann wieder ..Es ist bewmid^«"' hinzu, eine Frische' w,s^. ^Edig! welch'ein Ton! welch' V'n,et,ir,ch. Wer von euch, meine Schüler, diesen Kopf malte, wird noch der Meister von uns allen werden! — Wie? Keiner sagt auch nur ein Wort? Jeder schweigt? Keiner von euch gesteht es ein? — Ich, Murillo, würde es eingestehen, wenn ich diesen Kopf gemalt hätte, und beim heiligen Ja-cobus von Cvmpostella! ich möchte denselben gemalt haben! — Bist du es, Raba?" — .Nein Herr!" war dir Antwort. „Und du, SonareS?" „Ach, ebensowenig!" „Wäre rs am Endr GaSpard?" „Er hat r« geleugnet, Meister Murillo," schal-tete Chavi« ein. „Wenn er nein sagt, so muß man es glauben/ antwortete Murillo. „Aber wer hat rS denn gemalt?" Da entgegnrte Cordova, der Jüngste au» der Klasse, schüchtern: „Wenn man Eome« und dem kleinen Sebastian glauben sollte, so wäre e« Zombi." Cordova endete nicht, da er augenblicklich von allen Schülern aoSgelacht wurde. Er fügte lebhaft hinzu: „Es scheint mir doch, daß Comes recht hat! Lacht, spottet nur! Dennoch könnt ihr nicht leugnen, daß seit einiger Zeit hier sehr außerordentliche Dinge Vorgehen, welche sich nicht alle Tage ereignen." „Nein, weil es alle Näch'e stattfindet", antwortete Villavicemio. „Was geht alle Nächte vor?" fragte Murillo, ohne seine Blicke von dem so bewunderungswürdigen Kopfe der heiligen Jungfrau abzuwenden. Cordova nahm wieder das Wort:, „Nach eurem Befehle, Meister, verläßt keiner von uns das Atelier, ohne wieder alles in Ordnung zu bringen, feinr Palette abzuwischen, seine Pinsel zu waschen und sie abzutrocknen, seine Staffelei zu richten, die Leinwand umzukehren — und nun, Meister Murillo, seit ungefähr einem Monate findet einer von uns jeden Morgen seine Palette ganz mit Farben besetzt, der andere seine Pinsel beschmutzt, und bald da, bald dort auf unserer Leinwand eine Figur gemalt, einen skizzierten Arm vollendet, einen Teufel, welcher seine Hörner zeigt und den Hinzutretenden lächelnd anblickt das Profil eine» jungen Mädchens ; oder das possierliche Porträt eines Mannes, der am Vorabende das Atelier besucht haben mochte. O ich würde noch lange nicht enden, wenn ich alles, was sich in diesem Atelier zuträgt, erzählen wollte." „Ist GaSpard etwa ein Mondwandler?" fragte Villavicemio seinen Meister. „Nein, und dann wäre es doch zum Erstaunen, wenn er nachts mit geschlossenen Augen besser, als des Tages mit offenen arbeiten würde. Nein, meine jungen Freunde! Jener, welcher diesen Kopf malte, ist mehr als ein Schüler, mehr als ein Nachahmer l auf wirthschaftlichem Gebiete hindert, gehört in Oesterreich auch die sogenannte Cr,mmassierungs. frage. Nur za häufig entbehrt nemlich der Grund-besitz ves EiMlnen des zu einer rationellen Bewirth-schaftung erforderlichen Zusammenhanges. Er ist in kleine, vft^ weil auseinander gelegene Parzellen zersplittert, die nicht einmal immer a» die Flur-wege anstoßen, ApdererfeitS har sich noWn vielen Fällen das alte Gemeinde-Eigenthnm, wenigstens in. betreff einzelner Arten von Grundstücken, wie der Weiden und Wiesen, erhalten, an denen dem Ein» zelnen nur gewiffe Nutzungsrechte nach jährlich wech-ftüiden Losen zustehen. Wer sich irgendwie dir Mrtheilung von Grund und Boden innerhalb der Dorf-Gemarkungen in der Mehrzahl der österreichi-schen Länder angesehen, wird dies bestätigen. Daß ein; solche Gemenglage der Grundstücke dem Uebergange zu einer höhern Kulturstufe große, fast unübersteigliche Schwierigkeiten bereitet, liegt auf der Hand. Stößt z. B. die Parzelle des Ein-zelnen .nicht an den Flurweg an, so ist ihre beliebige Benützung geradezu Unmöglich und der Besitzer ge. nöthigi, sich dem Flurzwangr zu unterwerfen, d. H. der Fruchtfolge seiner Nachbarn zu folgen, mag auch seine Einsicht diese noch so sehr verwerfen. Wo noch die Brach- und Stoppelweide ausrecht-erhalten wird, kann er das Brachfeld nicht bestellen und perennierende Futterkräuter oder solche Früchte aybautn, die später reifen als das Getreide. Zur Fruchtwechselwirthschaft überzugehen, wo die Drei-feldrrwirthschast noch besteht, ist dadurch absolut verwehrt. Allein auch wo die Parzellen an die Flurwege angrenzen und das Brachland in Kultur genommen ist, verursacht das Auseinanderliegen derselben oder ihre Entfernung von Hofe höhere Arbeitskosten ; erschwert schleunige Hilfe bei Elementarereignissen; macht. Ameliorationen, die nur im großen durchführbar sind, unmöglich; bringt nicht unbedeutende Verluste an nutzbarer Fläche und hindert nicht selten die sorgfältige Bestellung des Ackers, gDz abgesehen davpn, daß mitunter die Nachlässigkeit eines einzigen schlechten WirtheS genügen kann, um die Vertilgung von Unkraut zu vereiteln. Eine zweckmäßige Arrondierung der Grund stücke ist deshalb eine der wesentlichsten Bedingungen einer rationellen Landwirlhschaft und erhöht zugleich den LerkehrSwerth. L. Frankl, dessen Ausführungen wir hier im wesentlichen folgen, schätzt die Stei> gerung des letzteren auf nicht weniger als 25, durch schnittlich auf 50, in vielen Fälle» sogar aus 100 Perz So einleuchtend aber auch diese Vorthcile der Commajsierung sind und so energische Anläufe zu ihrer Sicherstellung auch schon in Oesterreich am Ausgange des achtzehnten Jahrhunderte« gemacht wurden, so entbehren oe noch bislang die im Reichs» rathe vertretenen Länder der gesetzlichen Möglichkeit der Arrondierung , eS fehlt ein Commassierungsgesetz. Josef H. ordnete zwar mit den Patenten vom 5.en November 1768^uno 23. August 1770 die zwangsweise Austheilunss der Gemeindeweiden una Umwandlung der getheilten Stücke in Fcld oder Wiese innerhalb zweier Jahre^pei sonstigem Verluste »n, und erklärte mit Patent vom Jahre 1769 alle in der Brache gebauten Futtetkräuler für zehemfrei; er hob ferner die Leibeigenschaft auf und verbot durch Patent vom 11. Mai 1789 die „Abstiftung" der, Bauern, außer in gesetzlich bestimmten Fällen uÄ unter Einwilligung des KrriSamte«. Allein da« sind einerseits bloS vorbereitende Schritte; andererseits machte sich nach dem Tode Josefs II. »fort eine entgegengesetzte Strömung geltend, und elbst bei der nach der österreichischen Sturm- und Drangperiode erfolgten Aufhebung der Robot und Ablösung der grundherrlichen Lasten wurde eines zweckmäßigen Arrondierungsgesetzt- vergessen. Die Nachtheile hiervon träfkn nicht allein die „oberen Zehntausend", sondern mehr oder weniger alle Klassen der landwirihschastlichen Bevölkerung. Mit dem Linlenken in verfassungsmäßige Bay nen gelangte indeß auch das Bedürfnis nach einem Commassierungsgesetze zu wieverholte^malen zum Ausdrucke, zumal durch einzelne Landesgesetzgebun gen das Prinzip der Freitheilbarkeit des Bodenö durchgeführt wurde, wodurch die Nolhwendigkeit oer Arrondierung einzelner Grundbesitze nur noch klarer hervortrat. 8 9 des Reichsgesetzes vom 9. Februar 1869 über das abgekürzte Verfahren bei grund-bücherlicher Zcrtheilung von Liegenschaften bestimmt zwar zur Förderung des Tausches von Grundstücken zum Zwecke besserer Arrondierung oder Bewirth-schastung, daß der Einspruch eines Gläubigers durch Erkenntnis der Tabularbehörde für unwirksam er klärt werden kann, wenn die Sicherheit seiner For derung durch den Tausch nicht gefährdet wird; das Gesetz vom 3. März 1868 gewährt bedingungsweise Stempel, und Gebührenfreiheil für Grundlauschungen zu Arroiidierungszwecken, allein alle diesc Maßregeln entbehren des durchgreifenden Erfolges und können ein eigentliches CommassierungSgesetz nicht ersetzen. Das Mißtrauen und die Abneigung der ländlichen Bevölkerung gegen alle Veränderun gen, der Legalisierungszwang und die damit ver bundenen Kosten, endlich die Langwierigkeit und Umständlichkeit des Verfahrens machen die Möglich keit von iirrondierungen im Wege freier Vereinba rung geradehin illusorisch. In Berücksichtigung dieser Umstände hat daS^ «bgeordneienhaus des ReichSkathes wiederholt die Vorlage eines CommassationSgesetzeS angeregt und chließlich in einer Resolution die Regierung aufge-ordert, die Ausarbeitung eines entsprechenden Gesetzentwurfes zu veranlaffen. Wie bereits gemeldet, hat sich dir Regierung nicht allein dieser Ausgabe unterzogen, sondern auch den fertig gebrachten Entwurf den Länderchefs, den Lanvesausschüssen und einigen hervorragenden landwirthschaftlichen Vereinen zur Prüfung und Begutachtung miigetheil'. Da«, Rundschreiben des Ackcrbaunnnisteriums, in dessen Ressori die Angelegenhell gehört, wünscht neben der Begutachtung d»S Gesetzentwurfes im allgemeinen ins->>efondere Auskunft über die Frage, ob u»d unter welchen Voraussetzungen die dem CommassalionS-antrage widersprechende Minderheit gesetzlich verhallen werden könne, sich dem Mehrheitsbeschlüsse zu fügen. Parlamentarisches. Wiener Blätter signalisieren die Bildung einer neuen Fraction der Berfassungspartei, welche bald als „Fraction Skene," bald als „Club der Unabhängigen" bezeichnet wird. Die neue Fraction soll sich vornehmlich die Bekämpfung der von den beiden Ministerien geschlossenen Ausgleichsvereinbarungen zur Aufgabe machen. In der vorgestrigen Sitzung des Ausschusses zur Berathung des Antrages des Ab,l. Foreggeps wegen Revision des Pr eßge setzes beantragte der Abg. Foregger, die bisherigen in den Sitzungen dieses Ausschusses vorgeschlagenen Anträge fallen zu lassen, und legi: einen neuen Antrag vor in Form eines Gesetzentwurfes, betreffend die Beseitigung des objectiven Verfahrens und Einschränkung der Zulässigkeit der polizeilichen Beschlagnahme auf eine geringere Zahl von Fällen, ferner die Annahme einer Resolu-lion, durch welche die Regierung aufgefordert werden soll, zu dem Entwürfe des neuen Strafgesetzes auch einen Entwurf «ines neuen Preßae>etzes vorzulegen-Jm BudgetauSschusse brachte Abg. Dr> Giskra zur Kenntnis, daß ihm von den verfassungstreuen dalmatinischen Abgeordneten eine Peti-tion an das Abgeordnetenhaus zugesendet wurde. In derselben wird Klage geführt über dir Vergewaltigung bei den eben in Dalmatien stattfindrnden Wahlen, unr> schließlich an das Abgeordnetenhaus das Ansuchen gerichtet, es wolle die Regierung veranlassen, die Wahlen in Dalmatien insolauge zu sistieren, als Baron Rodich Statthalter von Dalmatien sei, Fortsetzung tu der Beilage. Die Zeichnung hat ihre Mängel, sie ist nicht vollendet; aber eS liegt ein höherer Funken darin ver. borgen. Doch ich denke» es wird leicht sein, dem Geheimnis auf hie Spur zu kommen. — Sebastian I" „Meister!" sprach der kleine Mulatte, der beim ersten Rufe herbeigeeilt war. „Habe ich dir nicht befohlen, jede Nacht hier , zü Wäie« ^. ' .7.' , ^' "",7^..,'.' „Ja Herr!" ..Und schläfst du daselbst?« i.p/-M. „Dann antworte. — Wer kommt während der Nacht ins Atelier, oder am Morgen, ehe die Schüler «,>i, nn» n»wv,r'1 .Wer?» — Niemand I" antwortete der kleine Mulatte, indeß er mit seinen Fingern an den Eicheln seines spanischen Haarnetze« drehte. „Niemand I Du lügst, unartiger kleiner Sklave. Du lügst I Siehst du nicht, gleich uns, dir Erfolge?" Und Murillo bezeichnete dem Mulatten den Kopf drr heiligen Jungfrau. .Niemand als — ich — Herr! Ich sage die reinste Wahrheit,' — versicherte Sebastian, der seine Hände flehend emporhob. „Nun höre mir aufmerksam zu," sprach Mu rillo, indeß sich Strenge in Stimme und Augen aüsdrückle. „Ich will wissen, wer diesen Mutter gotteskopf malte! Ich will e«! — verstehst du? Diese Nacht wirst du wachen, statt zu schlafen, und wenn du morgen den Schuldigen nicht entdeckt hast, so kannst du dich auf deine Strafe gefaßt machen» Wie, du murrst? — Wenn du einige Bemerkungen zu machen hast, so sage sie! — Sprich! — ich erlaube e« dir." „Ich wollte nur sagen, Meister," sprach Se-bastian, mit thränenvollen Augen — „wenn — allr« auf derselben Stelle bliebe — und sich mor-gen nichts neues auf der Leinwand zeigte." — „Dies ist ein anderer Fall! Statt der kleinen Strafe würde dir dann einr größere zutheil. Ich habr grspxochrn! Nun zur Arbeit, meine Herren!" Der Unterricht begann, und so lange dieser währte, herrschte eine völlige Stille, denn Murillo duldete währrnd der Arbeit keine unnützen Plaudereien. III. ES schien, als ob die Schüler sich skr daS lange Stillschweigen entschädigen wollten, denn so bald Murillo das Atelier verlassen hatte, ließ als bald ein Gewirr von Stimmen sich hören. „Sage mir doch, Sebastian," sprach Villa» vicemio, „warum hast du dem Meister auf seine Frage nicht dieselbe Antwort wie uns gegeben? der Zombi!" .Weil ich eine Strafe fürchtete," entgegnete Sebastian, dem Murillo'S Entfernung gleichfalls die Zunge gelöst halte. „O, die. Strafe! mich dünkt, du wirst ihr morgen doch nicht entgehen können!" ries Mondes auS-„Reden Sie dem Zombi nicht üble« nach," sprach Sebastian mit einer erheuchelten Schrecken«-mienr. »Er rächt sich synst an Ihnen und zieht am Arme Ihre« heiligen Jacobu«; wenigstens ist der linke um einen Zoll länger, als der rechte." .Wahrhaftig!" rief Raba, sich lachend über die Staffelei seines Nachbars lehnend. „Dieser Arm ist zu lang! Sag mir doch, Sebastian, wer ist denn eigentlich der Zombi?" „Ja Sebastian, wer ist der Zombi? ' tönte es qu» jeden». Muqi>e. ,,, . . „Ehrlich gestanden, ich sah den Zombi niemals; aber mein Vater, dem er auch niemals er« schienen, hat von seinem Vater, welcher denselben gleichfalls niemals sah, vernommen, rr sei ein G«' spenst, ein böser Geist, der eigens des Nachts die Erde heimsuche, um Streiche auszuüben." „Wenn ich nur bei Tageshelle so gut malen könnte, wie der Zombi bei Nacht," schaltete Tobar rin. „Reiche mir neapolitanisches Grlb, Sebastian.^ „Findrn Sie denn nicht, daß es ohnedrm W" hinliinglich gelb ist, Herr Tobar ?' entgegnete Sebastian. Beilage zum „Laibacher Tagblatt" «r. 365 dom 18. November 1876. und falls die Bewilligung dieses Ansuchens nicht möglich sein sollte, möge das Abgeordnetenhaus de-schließen, es sei zur Untersuchung der Wahlzustände in Dalmatien eine Euqußte einzusetzen, deren Mitglieder nicht au- Vertretern der Regierung in Dalmatien gewählt werden sollen. Vom Steuerreform-Ausschüsse wurde folgender Antrag genehmigt: „Die Mitglieder und deren Ersatzmänner werden au- der Mitte der Personalsteuerpflichtigen zur Hälfte gewählt, zur Hälfte vom Finanzminister ernannt, der überdies »och den Vorsitzenden der Commission bestimmt." Die „Times" betrachten den Zusammentritt der indem er mit den Achseln zuckte und mit der rechten Hand Conferenz trotz der KriegSvorbereilungen ver-§ gesticulierte. Spätere Antworten ertheilte er mit deutlicherer Politische Rundschau. Laibach» 18. November. Julan- Die Nachricht von der Verlängerung des Zollbündnisses mit Ungarn bis Ende Juni 1877 wird bestätigt. „Pesti Naplo" fordert die unverzügliche Mo« bilisierung Oesterreich-Ungarns behufs Sicherung der galizifchen und der siebenbürgischen Grenze. „Pesti Naplo" constatiert, die russischen Rüstungen besprechend, dah Siebenbürgen und Galizien vollkommen wehrlos gegen den russischen Einmarsch seien, und verlangt, es mögen in den genannten Kronländern mindestens so viel Soldaten ausgestellt werden, damit die Pässe verlheidigt wer. den können, bis größere Streitkräfte concentriert sind. .Naplo" begehrt die« energisch von der militä rischen und Civilregierung. Man habe verschwendet in Friedenszeiten und knausere jetzt im Augenblicke der Lebensgefahr. Wie die „B. L." erfährt, steht die Erlassung eines Pferde-Au-fuhrverbote- aus Oester« reich-Ungarn bevor. Die Verhandlungen darüber »wischen den beiden Regierungen mit dem Mini> sterium de« Auswärtigen sind ihrem Ende i ahe. Dem „P. Lloyd" wird aus Wien berichtet «Auf der hiesigen englischen Botschaft macht man kein Hehl daraus, daß ein Compromiß zwischen dem englischen und russischen Standpunkte in der Orientfragr als gescheitert zu betrachten sei." Im ungarischen Abgeordnetenhaus, wurde vorgestern das Budget für 1877 berathen. «uSlailL. Den intimen Verhandlungen zwi scheu Oesterreich und England legt man in Peiersiurg keinen besonder» Werth bei, da man darauf vorbereitet gewesen und sich beizeiten mit Deutschland und Italien vorgesehen hat. Im Plenum des deutschen Reichstage- hat b>e zweiie Lesung der Justizgesetze begonnen. Der französische Senat begann die Diskussion über die zweite Lesung des Gesetzes bezüglich der Armeeverwaltung. chiedener Mächle für gesichert und halten darauf est, daß die Erhaltung des Friedens der Wunsch; aller Mächie sei. Die Pforte müsse überzeugt werden, daß eine hartnäckige Verweigerung gründlicher Garantien sie isoliere. Wenn indeß alle Vorstellungen Stimme. AlS die Polizeinote auS Padua von dem Dolmetsch verlesen wurde, blickte er zum erstenmaie in den Zu-hürerraum. Aengstlich zuckte er zusammen, als der Dolmetsch ohnmächtig niederstllrzte. Die Zwifchenfragcn deS Staatsanwaltes beantwortete er gefaßt und überlegt. Wäh- let der Pforte fruchtlos bleiben sollten, so könne krend der Verlesung der verschiedenen Protokolle verharrte er auch England in die Lage kommen, ein Ultimatum »mit niedergeschlagenen Augen in unbeweglicher Haltung. in Konstantinopel zu überreichen. Die rumänische Regierung legte den Kam- Nur als der Präsident die Aussage der Geliebten verlas, blickte er aus und starrte scheu nach dem Bortragenden. mern eii'Grünb ch vor, welches die diplomatische 8 Dieselbe in sich zusammengesunkene Haltung bewahrteer Lorrespondenz enthält. In der Kammer fand eine! bei den Depositionen der Berichtsärzte. Er drehte sein Ta-Debatte über die Adresse statt, deren Entwurf eine schentuch in den Fingern. Die Wichtigkeit des einzigen bei Umschreibung der Thronrede ist, die Nothwendigkeit diesem Prozesse diScutierbaren Momentes, ob sich Guga im einer stricken bewaffneten Neutralität hervorhebt und Augenblick des Angriffes hätte wehren können, ob das Ver-alle diesbezüglichen Maßregeln der Regierung billigt. I brechen demnach als meuchlerischer oder al« gemeiner Raub- Der spanische Congreß zog den Gesetzvor- mord zu qualificieren sei, schien FranceSconi i» vollem Umschlag über daS literarische Ligenthum in Erwägung, sänge ersaßt zu haben, da er alle diesbezüglichen Fragen Ueber die Stellung Rußland- zur orien- dkS Präsidenten und des Staatsanwaltes anfangs answei-talischen Konferenz wird der „N. fr. Presse" I chend beantwortete und sich gegenüber der Uebermacht der berichtet: Mit einiger Bestimmtheit verlautet, daß! Judicien nur schwer eine zust»mmende Kopfbewegung ab-Rußland, obgleich der Ezar selbst den Zusammentritt I zwingen ließ. Wie verlautet, wird der oberste Gerichtshof der Conferenz angekündigt hat, auf das Ntchlzustande. kommen derselben zu rechnen scheint. Sollten allel eine kaiserliche Begnadigung nicht beantragen. Jagdunglück. Bei einer Jagd in der Gemeinde sür diesen Zweck versuchten Anzettelungen nicht zum Folgitsch, nächst Wildon. ging einem Jäger beim Abspannen Ziele führen, so soll man russischerseilS noch einigeres Gewehres der Schuß los, und traf die volle Ladung Trümpfe in Reserve haben. So z. B. die Forde rung, daß Vertreter Serbiens und Montenegro'« beigezogen werden, was zu neuen Controverfen An laß bielen werde. Man wird Übrigens, wenn es aus diese Weise nicht möglich sein sollte, eine Slö rung herbeizuführen, noch auf andere Versuche ge saßt sein müssen, und könnte sich leichl der Fall er-eignen, daß die Conferenz schon in ihrer ersten Sitzung durch das Hervortreten de» Generals Jg natiess mit Versuchen, Fragen zur Disrussion zu bringen, deren Erörterung die ändern Vertreter als außerhalb de« Programmes liegend perhorreScieren müßten, gesprengt würde. An Präcedenzsällen, daß die bet Sir Henry Ellwt zu Beratungen zusammen getretenen Botschafter auSeinandergegangen, weil Ge neral Jgnatieff solche Versuche gemacht, hat es nicht gefehlt; nur waren die« eben Berathungen, die kei nen solennen Charakter halten und einfach abgebrochen werden konnten. Von anderer Wirkung würde es aber sein, wenn die ofstcielle Vorconferenz in solcher Weist auseinanderstiebe. den Grundbesitzer Josef Totter in HalS und Nucken, fo, daß derselbe bewußtlos zusammenstllrzte. Der Zustand des allgemein geachteten ManneS ist beinahe hoffnungslos. Jubiläum Schlossers. Vor hundert Jahren wurde Friedrich Christoph Schlosser, der berühmte deutsche Geschichtschreiber, geboren. Sein wichtiges Werk, die „Weltgeschichte sür daS deutsche Volk-, hat er im Jahre 1844 alS KSjähriger GreiS begonnen und zwölf arbeitsreiche Jahre später ruhmreich zu Ende geführt Unterstützt durch außer? ordentliches Wissen, ausgezeichnet durch Ernst und Freimuth der Gesinnung, geleitet von einem hohen WahrheitSgefühl und, mehr alS daS, von einem fein ausgebildeten Wabr-heits Jnstinct, hat Schlosser sich muthig an die groß? Ausgabe gemacht, alle Theile, Zeiten und Verhältnisse der Ver-gangenheit durch eigene Anschauung, das heißt durch unmittelbare- Quellenstudium kennen zu lernen. Erhabene Gesichtspunkte leiten ihn bei dieser Arbeit. Den Werth einer Negierung bemißt er nach dem Wohlbefinden deS betreffenden Volkes, jenen eines Charakters nach dem Grade seiner Moralität. Gewissenhaft, unbefangen und redlich, erblickte er in dem Geschäfte deS Geschichtschreiber- eine heilige Pflicht, einen hvhern Beruf: Sucher und Finder, Hüter und Erhalter der Wahrheit für die Welt zu sein. Ein wesent-tz^I licheS, wenn nicht daS größte Verdienst Schlossers ist eS, daß er zuerst versuchte, die Kulturentwicklung in ihrem Zur Tagesgeschichte. Zum Prozeß FranceSconi. Bei Bernchmung über die Richtigkeit der Anklage sprach Fran , ceSconi so leise, daß er, gefolgt von zwei Dienern, dicht an i"nern organischen Zusammenhänge darzustellen, daß er de» Tisch deS GerichtshoseS treten mußte. Er begleitete I Ph"°'°pd>-. Meratur und Kunst mit der Darstellung der seine Antworten mit einer ziemlich lebhaften Weberdenfp.ache, historischen Thatsachen stets zu verbinden trachtete, und daß I er ein «»ge hatte sür dir materiellen Interessen der Völker, „Und was mich betrifft, Sebastian, ist meine Färbung auch eine gelbe?" fragte ihn Charis. „O, bei Ihnen verhält e« sich ander«. Ihre Hauptfarbe ist bläulich, ja sogar von einem starken Blau. Ihre Gewässer find blau, Ihre Bäume sind °^u, Ihre Wiesen sind blau; Sie müssen sich vor» Srnommen haben, blau zu malen." . «Wie eigenthümlich ist doch dieser kleine Sklave!" 'prach Raba. „Mit seiner nichtssagenden Miene ist « schelmisch wie ein Affe.» sr» ."^bastian, was sagst du zu diesem Kopfe?" sragte Fernande«. "Warum ist er nicht rund, mein Herr?" ent-segnete ihm der Mulatte. «Und wie findest du den meintgen?" forschte Sonarrs. r ii. Ihrige ist so platt, al« ob Sie den- '«ben mit Fleiß zerdrückt hätten?" ^te Schüler bei jeder Bemerkung des rief Raba"^"en in «in lautes Gelächter au«brachen, Änderbar, meine Herren, wir scheinen . ^ Fragen nur an Sebastian zu stellen, um »ustig zu machen, und dennoch ist der Blick diese» Knaben so scharf und richtig, daß sich jkder von uns beeile» sollte, die gerügten Fehlers im Grunde doch die Welt regieren zu verbessern. Was mich betrifft, ich halte viel auf! ------------- -------------- eine Bemerkungen; er versteht sich auf die Farben." M>Ü- UUÜ Pk0viuziül-Aküeleaeuheiteu. „Ja, da- kommt vom vielen Aufreiben her,"' sagte Sebastian, den ein Scherz unerschütterlich sand, ein Lob erröthen machte, der dem Tadel und der Strafe Trotz bot und dessen Herz sich durch ein gute«, sanfte« Wori gerührt fühlte. „Und wa« da« Zeichnen betrifft?" befragte ihn Villavicemio. (Der hiesige Militär-Vetera ne nv»r. ein) feiert daS Namensfest der Kaiserin Elisabeth morgen vormittags Lurch Gottesdienst und abends durch ein Fest-concert im Gasthause „zum Stern.* (Wünsche und Beschwerden.) Ein uuS soebe» zugekommeneS „Eingesendet" constatiert, daß im Laufe „O, ich wiederhole Ihnen nur die Worte de« dieser Woche die Leicheubestattungsanstalt Do beriet Gelegen- Meisters," sprach Sebastian mit gutmüthiger Miene. „Denn ich bin ja, wie einige von Ihnen oersicher- , heit gab, die Fortschritte bei pompöser Ausstattung, daS geschmackvolle Arrangement bei Aufbahrung und Ueber- ten, nur ein Affe — und besonders nur ein Sklave," filhrung der Leichen bewundern zu können und der Firma setzte er mit einem so eigenthümlicheu Tone bei, Doberlek die vollste Anerkennung zu zollen ; nur vermisse daß alle Zöglinge sich bewegt fühlten. >man bei größeren Leichenbestattungen den sogenannten „Komisches kleines Geschöpf," sagte Raba, während er denselben freuudfchafllich am Ohr zupfte. „Gott empfohlen! entdecke den Zombi, oder mache dich auf deine Strafe gefaßt!" Jeder wiederholte ihm dieses, und es klang immer wieder: „Gott empfohlen, Sebastian, meine Empfehlung dem Zombi!" (gorts. folgt.) ofsiciellen Arrangeur lHauSoffizier. Ordner,) welcher, durch entsprechende Adjustierung kenntlich, mit geübter Hand die Reihenfolge der Leichenzug.Theilnehmer ordnet und hiedurch jedem störenden Durcheinander die Spitze abbricht. UeberdieS möge in Fallen, wenn dem Dahingeschiedenen an der Ruhestätte von einem Slingerchor der Scheidegruß gewidmet wird, während de» GesangeS das störende Glocken-geläute eingestellt werden. - Die insolge nebeliger und regnerischer Witterung in den elendesten Zustand versetzten Straßen und Passen in der Gtadt und in der Vorstädten mögen ohne Verzug fahr» und gehbar hergestellt werden. Dm mit dem Kothabjiehen beschäftigten Arbeitern hätte der Kothabsuhr-«agen aus dem Fuße zu folgen. Durch das Liegenlassen deS auf Haufen zusammengezogenen Kothes wird der Straßenverkehr noch mehr beeinträchtigt. — (Sterbefall.) In Weixelburg starb am 17. d. der in dortigen Bevölkerungskreisen geachtete, versassungs-freundliche Postmeister Herr Andreas Bregar. — (Zur Affaire Suklje.) „Novice" stellen die Krage, ob Ouklje beim Ministerium deshalb in Ungnade gefallen ist, weil ihm dies auch beim „Laib. Tagbl" geschah? — Bon unserem Standpunkte finden wir aus diese humoristische Anwendung der „Novice* zu bemerken, daß eS „cynische Frechheit" wäre, wenn da» „Laib. Tagbl.* sich da» Recht der Gnaden- oder Ungnadenaustheilung anmaßen würde; es bringt, seiner politischen Farbe entsprechend, nur jenem Lager Sympathien entgegen, auf dessen Zelten das Banner der Reichseinheit und Berfafsung weht. — (Gegen den Preß-Ukas.) In Bezug auf das gegen die Presse gerichtete Rundschreiben des Ministerpräsidenten äußern sich „Novice" dahin, daß über die Frage, w e'r daS Volk mehr aufrege, ob die Presse oder ob das Verfahren der Diplomatie, welche die wichtigen Ereignisse verhandelt, eine lange Debatte geführt werden könnte. — (Zur Schillerfeier.) „Slovenec" erhielt aus Wien einen Bericht über die Enthüllung des Schillerdenk. mals, in welchem gegen das „officiöse" „Fremdenblatt" deshalb loSgezogen wird, weil dieses Blatt die Schillerseier als eine kosmopolitische, internationale bezeichnete und betonte, daß der Geist Schillers über den Nationalitäten stehe und die Schillerfeier nicht als eine deutsch-nationale Demonstration, sondern als die Verherrlichung eineS Genius anzusehen sei. „Slovenec" sagt, indem er sich aus den Stuhl des Propheten setzt, ungefähr folgendes: „Die Sprache des . „Fremdenblatt" ist ein Borbott, daß das Ministerium sich allmälig dem Standpunkte Hohenwart- nähert, um sich am Ruder zu erhalten; jedoch insolange die Deutschen nicht zur Erkenntnis gelangen, daß es ein Unrecht ist, wenn sie nnS ihre Sprache ausdrängen wollen, können wir mit derlei Feierlichkeiten nicht sympathisieren. Goethe lernte in seinen alten Tagen die böhmische Sprache; lebte Schiller noch, sähe er, wie in seinem Namen (?) andere Nationen unterdrückt werden, so müßte er dagegen entschieden protestieren." — Wir zollen der Jdeenassociation des „Slovenec" volle Bewunderung! Schillerseier, Ministerium im Geiste Hohenwart-, Ausdrängen der deutschen Welt- und Bildungssprache, Goethe Slavist, Protest Schillers — dieses alleS reimt sich so vortrefflich, daß die Manen des großen Dichters daran ihre Freude haben müssen! — (DaS Wort de- Czaren), welches vor kur-zem an die moskauer Deputation gerichtet wurde, gibt dem „Slovenski Narod" Anlaß zu einer schar sen Kritik. „Slov. Narod" sagt: „Das weiße Väterchen an der Newa nannte die Serben „Feiglinge." Diese Bezeichnung wird sicher von der ganzen gebildeten (?) russischen Nation, vom gesammten Slaventhume bevauert werden. Die Serben mögen sich damit trösten, daß sie vom deutschfreundlichen Ezaren und nicht von der russischen Nation, nicht vom Slaventhume beschimpst wurden." — So lohnt der auch in hiesigen nationalen «reisen hochgeseierte, angebetete Protektor an der eisigen Newa die glühenden Sympathien der Südslaven. Die Hiebe der nordischen Knute werden bereit» schmerzlich fühlbar I — (PreiS-Lertificate.) DaS Handelsministerium theilte die vom RrichS-KriegSministerium an sämmtliche General» und MilitSrcommanden behufs Regelung der Lerti-ficiernng von Preisen durch die Handelskammern zu beob-achtenden Normen mit. Darnach ist eine Bestätigung von Preisen durch die Handelskammer nur dann einzuholen, wenn der Preis der Leistung in den Tarifen für die Militär-Bau-Adminisiration gar nicht enthalten sein soll, oder ein Accordschluß ungeachtet entsprechender Behandlung um mehr als 10 Perzent den bezüglichen TarisS-EinheitSpreis übersteigt. Jede so zur Bestätigung mitgetheilte Rechnung muß von der bezüglichen BerwaltungS- oder AdministrationS-Lvmmission bereits unterfertigt sein. Einer von der Kammer nothwendig befundenen Beaugenscheinigung der bezüglichen Leistungen ist ohne Zeitverlust zu entsprechen. Handelt e» sich um Ermittlung von Preisen sür erst zu bewirkende Leistungen, um Anhaltspunkte sür Accordabschlüffe und Vor- anschläge zn gewinnen, wenn die vorhin erwähnten oder die für specielle Bauten contractlich festgestellten Preistarife nicht ausreichen, so sind Len bezüglichen Kammern stets ge-nane — wo nöthig mit Zeichnungen instruierte Beschreibungen so wie die vorläufig erhobenen Einheitspreise zur Begutachtung und Richtigstellung der letzter« mitzutheilen. — (AuS der B ü h n e,n we l t.) Herr Lemaitre, hier bekannt durch seine unfreiwilligen Spaziergänge, ist derzeit an der marburger Bühne beschäftigt und genießt dort den Ruf eines verständigen Schauspielers. (Sie crssoit zlori» munliil) — (Dieflovenifche Bühne) gibt den nationalen Blättern Anlaß zu gerechten Klagen. Die Aufführung der „Zigeuner" war eine mißlungene; keine einzige Rolle wurde entsprechend auSgesührt, der „HanSwurst" zog in das Hau» ein und die Couplets entbehrten des Witzes. Die „Novice", welche bei ihren Urtheilen nachsichtig vorgeht, bemerkt, es habe den Anschein, als befinden sich einige Schauspieler nicht auf der Bahn des Fort-, sondern des Rückschrittes; so dürse es nicht fortgehen; ungeachtet der sogenannten „neuen" Kräfte bekommt da» slovenische Publikum die slovenische Bühne satt. S o sieht es auf der slovenischen Bühne aus l Was sagt Monsignore „Slovenec" zu dieser Kritik aus nationalem Munde? — (Landschaftliches Theater.) Die gestrigen Productionen der Gymnastikerges.llschast Suhr erjolgten vor schwach besuchtem aber beisallslustigem Hause. Die Posse: „Bersolgte Unschuld" ging klappend in Scene. Die Herren Zwerenz (Lorenz Maier), Mailler (Isidor Maier), Laska (P.-ters) und Frau Zwer e» z (eine Dame) execu-tierte» ein animierendes Qnartett-Ensemble. Aus der Gemeinderathssitzung. Laibach, 16. November. (Schluß.) Nachdem sich der in der national-ktkricalen Fraktion bei jeder Gemeinderathssitzung in den Vordergrund tretende JnterpellationSstnrm gelegt hatte, wird zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. 1. GR. Dr. Suppan reseriert namens derSchul -section über den Voranschlag des städtischen Volksschul s o n d e S sür daS Jahr 1877. Der Antrag deS GR. Regali auf Streichung de» Beitrages sür die gewerbliche BorbereitnngSschule wird abgelehnt und der Sectionsantrag auf Passierung des Betrages von 660 fl. angenommen. Es werden, nachdem der Boi sitzende dem den Sitznngsverlauf störenden GR. Si e g a l i das Wort entzogen hatte, folgende Beschlüsse nach Antrag der Section gefaßt: 1. Der Voranschlag des städtischen Volksschnlfondes pro 1877 wird im Erfordernisse von 19,647 st. genehmigt. 2. Der Magistrat hat die definitive Pensionierung des ehemaligen Lehrers an der lirnauer Schule Lukas Suschnik einzuleiten. 3. Der Magistrat hat den bereits abgesorderten Bericht inbetreff der Loncurrenz zur Ursuliuerinnen-Mädchenschule in Laibach dem Gemeinderathe vorzulegen. II. GG. Dr. Suppan referiert namens der Schn l» section über die Rechnungen, betreffend die Anschaffung von Requisiten sür die städtischen Volksschulen sür die Jahre 1875 und 1876. Diese Rechnungen werden debattelos genehmigt. III. GR. Laßnik reseriert namens des Tivoli-Lomites über die Petition mehrerer Ansassen am Rain um Belas-suug der Mittelstiege am Laibachflusse. Der Gemeiudeiath lehnt mit Bezug aus den bereits vorliegenden Beschluß die Willfahrung dieser Petition ab. IV. Der angemeldete selbständige Antrag des GS. Po-toknik, betrkffend die Regulierung der Usergelände am Laibachflusse und Gradaschzabache, wird bis zur nächsten Sitzung vertagt. V. GR. Dr. Suppan reseriert namens derFinanz -section über den Rechnungsabschluß der Stadtkasse pro 1875 und stellt solgende Anträge: I. Der Rechnungsabschluß der Stadlkaffe für das Jahr 1875 wird mit den baren Empfängen per 179,069 fl. 76 kr. und den baren Ausgaben Pr. 175,129 fl. 66 kr., sohin mit dem schließlichen Barreste per 3940 fl. 10 kr., dann mit dem Einkommen in Werthpapieren per 32,729 fl. und mit den Ausgaben hievon per 31,416 fl., sohin mit dem schließlich«» Stande der Werthpapiere per 1313 fl.; endlich mit dem Aetivrückstande per 27,220 fl. 84*/, kr. und dem schließlichen Passivrückstande per 105,743 fl. 50 kr. genehmiget. 2. Der Rechnungsabschluß des Loncnrrenzsondes pro 1875 wird mit den Einnahmen in Barem per 7075 fl. 10 kr. und in Obligationen per 100 fl., dann den Ausgaben in Barem per 5059 fl. 75'/, kr., sohin mit dem schließlichen Kasserest in Barem per 2015 fl. 34'/, kr. und in Obligationen per 100 fl. genehmiget. 3. Die Depositenrechnung pro 1875 wird mit den Einnahmen in Barem per 2120 fl. 73 kr. in Banknoten und 150 fl. in Silber, dann per 26,651 fl. in Werthpapieren; serner der Ausgabe in Barem per 834 fl 80 kr. und in Werthpapieren per 8100 fl, sohin mit dem schließlichen Depositensonde von 1286 fl. 25'/, kr. in Banknoten und 150 fl. in Silber, dann 18,551 fl. in Werthpapieren ; endlich den Wertheffecten, bestehend aus einem silbernen Gerichtsstabe und einem silbernen AmtSsiegel aus dem Jahre 1k>00, genehmiget. 4. Die Armeninstituts-Foiidsrechnung für das Jahr 1875 wird mit den Einnahmen per 15,754 fl. 47 kr. und den Ausgaben per 19,051 fl. 39'/, kr., sohin mit dem ans der Stadtkaffe gedeckten Abgange per 3296 fl. 92'/, kr genehmiget. 5. Der Magistrat wird ermächtigt, der Stadtkaffe hierüber das Absolutorium zu ertheilen. 6. Der Magistrat wird beauftragt, über die seit Beginn der Desinficiernng hiesür bestrittenen Auslagen und die bisher hievon eingebrachten Ersatzbeträge, sowie über die noch anshastenden Rückstände umer möglichster Detaillierung derselben ehestens Bericht an den Gemeinderath zu erstatten. 7. Der Magistrat wird beauftragt, über die noch aushastenden Morastconcurrenzbeiträge und den aus der Stadt-kaffe verausgabten Vorschüssen unter specieller Bezeichn» lg der einzelnen Rückstandsbeiträge und der zahlnngspflichligen Parteien ehestens an den Gemeinderath Bericht zu erstatten. 8 Die Ueberficht über die Gebarungsresnltate sämmtlicher städtischen Kaffen und Fonde wird zur Keunlnis genommen. Sämmtliche acht Sectiousauträge werden angenommen- VI. GR. Dr. Suppan reseriert namens der genannten Sectio» Uber die RkchnungSablchlüfse der stsvti-schen Fonde für das Jahr 1875 und stellt folgende Anträge: 1. Der Rechnungsabschluß deS allgemeinen Stiftungs-sondes, einschließlich der Franz Metelko'schen Waisenstiftnng pro 1875, wird mit dem Empfange in Bare», per 11,770 fl. 22 kr. und den Ausgaben in Barem per 10,133 fl. 12 kr., sohin mit dem Kassereste per 1637 st. 10 lr. und dem schließlichen Obligationsstande per 145,796 fl. 4 kr. genehmiget und der Magistrat beaustragt, der Stadtkasse hierüber daS Absolutorium zu ertheilen. 2. Der Magistrat wird beauftragt, den künftigen Rechnungsabschlüssen hinsichtlich der Franz Metelko'schen Waisen-stlstung und der Franziska v. Stnbenberg'schen Armenstis-tung detaillierte Ausweise über die Empfänge und Ausgaben dieser Fonde beizulegen. Beide Anträge werden genehmiget. VII. Ueber Antrag der Finanzsection (Referent GR. Dr. v. Schöppl) werden dem Kaiserin Elisabeth-Kinderspitale eine Subvention von 300 fl. und jedem der drei städtischen Detectivs sür die Revision der Hunde eine Remuneration von 10 fl. bewilligt. VIII. GN. Ziegler referiert namens der Bau -section über das Projekt der Erbauung einer hölzernen Brücke mit steinernen Widerlagern am Gradaschzabache, welche nach dem «ostenüberschlage aus 3485 fl. zu stehen käme. Nach längerer Debatte, an welcher die GRR. Po-toönik, Bürger, Gorsii, Horak, Dr. Suppan und Regali theilnehmen, wird der Sectionsantrag mit dem Zusatzantrage Potokniks, wornach der linke Brückenpfeiler aus zwei Schuh zu verschieben sei, angenommen. IX. Der genannte Referent erstattet Bericht über die erfolgte Lollaudierung des stefansdorfer Brückenbaues und beantragt die Auszahlung des Kostenbetrages mit 5950 st., welcher Antrag genehmigt wird. X. Ueber Antrag der Perfonalfection (Referent GR. Dr. v. Kaltenegger) werden die GRR. Mahr, v. Zhuber, LeSkovic, die Lehrer Eppich uud Linhart als Mitglieder und die Lehrer R. v. Gariboldi und Znpaniii als Ersatzmänner in den OrtSschulrath gewählt. Wegen vorgerückter Stunde wird hieraus die Sitzung geschloffen. Zur Laudeskultur. (Fortsetzung.^, In der Folge wurde in dieser Lokalität die Stadt Laibach gebaut, man hatte aber die Unvorsichtigkeit, die Häuser zu nahe am User zu sttuieren, womil der Querschnitt zu viel verengt wurde und womit böse Folgen silr daS Thal entstanden. Die« hatte zur Folge, daß daS Thal van Lai-dach nicht mehr wie früher einen See, sondern einen ausgedehnten Sumps. welcher die Lust verpestet, bildet. Daß das Thal in srüheren Zeiten ein See war, beweist die Torsschichte, welche dunganze Ebene bedeckt, und die vom Herrn Peruzzi letzthin gemachte Entdeckung einer lacustren Wohnung bei Babna Worica. Es scheint, daß in vorgeschichtlicher Zelt hier Menschen gewohnt haben, welche die Sitte hatten, auf Seen zu woh-"eu. und wurden diese Wohnungen vermulhlich in der Bronze» Periode ausgegeben, alS man nemlich bessere VertheidigungS-"ittel halle und bereits mit der Landwirthschast sich besaßte. Die sumpfige Lage deS Thales Lauerte lange Zeit, bevor man an Abhilse durch Verbesserung der hydraulischen Zustände dachte. Bor beiläufig zwei Jahrhunderten hatte man die Idee, zu diesem vehuse einen Iblaßkanal hinter dem Schlosse °u»zugraden. Es überrascht mich, daß diese gute Idee selbst von berühmten Hydrotechnikern bekämpft wurde. Trotzdem «baute man später den Kanal, welcher dem Thale besonders nach einigen nachträglichen Verbesserungen desselben «rohe Vor,heile brachte. ^"sere Studien, obwol nur allgemein gehalten, haben uns überzeugt, daß trotz des Ablaßkanals das Thal noch gänzlich entwässert und manchesmal Ucherlchwemmun-8M ausgesetzt ist, so daß noch heute ein Theil desselben E Tors bedeckt ist und sich sumpfig hält. Daraus folgt, daß das Regime des Flusses Laibach weitere Verbesserungen ersordert, denn eS zeigen sich entlang seinem Lause Fehler, welche bchit'.gt werden müßten. Der Fluß entspringt oberhalb Verb und Oberlaibach aus zwei Schluchten, wo sich das Wasser uns vielen Quellen ergießt. Alle diese Quellen vereinigen sich in zwei Zweigen er erste und wichtigste ist oberhalb Verd, Wroßlaibach de» nannt, und der zweite befindet sich bergseils von Oberlaibach, seillich und nilbl weit von der Postslraße, unb sührt ^>en Namen Kleinlaibach. Anderweite Quellen bilden die kleinen Flüsse Lobia und Bistra, welche gleichsalls im Laibachfluß enden. Fernere Zuflüsse sind der Brannischza, welcher von den Gewässern Acquisilion des Laibachflusses, welche durch Infiltration statlfindet, vor, während d» .-bxsvrochenen Wildbäcte und Wassergräben die Acquisttionen durch ZuHrß porsteUrn. Wir gesagt, ° »vifluß. ersieht matt, daß Ki,se Gewässer Bei der Prüfung deS öängenprofi! seine Länge vom Ursprung bis zum Einlause des Ablaß-, kanals bergseitS der Stabt 83,100 Meter, von hier durch die Stadt selbst dis »allen^runn jEÜ Meter, und von Kaltenbrunn bis zur Mündung >» die Save 930» Meter beträgt. Die Gesammtlange ist somit 39 Kilometer, weicht, n großen Umrissen betrachtet, Heu drei verschiedenen Gefällen entsprechend in drei Strecken eingetheilt wird. ÄuS dem Längenprofil geht hervor, daß die erste Strecke ein «Lesälle von OLO Meter...oder uOt?, «ilometer, die zweit« von 5 70 oder 0 8üü Momeier und die dritte von 12-40 oder > 33 Kilometer hat. So besitzt die erste Strecke em sanstes, die zweite eui größeres und die dritte ein starles Wesälle. Zu den hydraulischen Zuständen des Flusses zuriickkehrend, ersieht man auS dem Gesagten, daß infolge des unbedeutenden Wesälles der ersten Strecke die erwähnten Ueberschwem» mungen staltfinden und daß es die Ursache der nichl vollständigen Trockenlegung deS Thales ist. Ohne Zweisel arbeitet der Äblaglanal gut, aber un-seres Erachtens nach ist seine unvollständige Herstellung und die Hindernisse, welche den freien Abfluß des Wassers in den Strecken II und III hindern, die Ursache, daß der Zweck, welchen man mit der Erbauung des Kanals erreichen wollte, nicht ganz erreicht wurde. Wir geben nun die Maßregeln und die Bauten an, welche nach unserer Meinung zur Erreichung des Zweckes angezeigt wären. In der ersten Strecke muß vor allem die Eisenbahn« brücke über den Laibachsluß reconstruiert und die zehn pro visorischen Joche, welche im Flußbette zur Unterstützung der bebrohien «rücke liegen, beseitig! werden, denn sie be> schränken in auffallender Weise den Querschnitt. Dann wäre zu prüsen, ob eS möglich wäre, den Fluß bis zum Einlauf des ÄblaßkaualS mit Dämmen zu versehen, indem man ein entsprechendes Inuiidationsgebiet mit Rücksicht Udovik'sche Peak., Sevce, «merdu'sche^ Pel«l,y Delost'sch-' Wolodii' BW. LdelSbera. ^ L. Feilb., erouz, VW. Möttling. — 3. F-ilb., berna'sche Real., Senoselsch, BW. Senosetsch. — 3. Feilb., Ieromen'sche Real., MalOws bei Ielch»aj! BW. LqibaE — >SKal.> ÄL Ä»A»i»ch?— ! Real., Se-dors, UW. Laibach. — 3te Flb7, Tancig'sche Real., Oberigg, BW. Laibach. — 3. Alb., Stpvak'sche Real., Pieca'^he Real., Laie Fisch'sche Real., MiMnik'. —3. Feilb., Kikel'sche Real, Zapoiol, Mbachl — !i. Flb-, Saooru-sche Real., Möltl»ig, BW. Möltltng. 2. Flb., Rejek'sche Real., Ärabrouz, VW Möttling. — I. Flb, Krasovec'sche Real, Oberlaibach, BW. Oderlaibach. — 1. Feilb., Anton Bartl'sche Real., Oberlaibach, BW. Oberlaibach. Flb., Feilb., Penko'sche Real., Slavi»äj VW. AdelSderg. _____________________ Dijak'sche Real., J^reka, BW RadmannSbors. — 1. Flb., Lovsche'sche Real., Prevole, BW. Seisenberg. — 1, Feilb.» Smecdn'sche Real., Wkdb. Herrschaft AdilSberg^ BW. Senp> selsch. — 1. Feil^., Malii'sche Reak., Weiniz, BW. Tscher-nembl.: Briefkasten der Redaction. „Ofen, 100V." Ihre geschätzten Miilheiluugen sind nnS jederzeit erwünscht. Theater. Heule: Zur Vorfeier de« Allerhöchsten NamrnSfeste« Ihrer Majestät der Kaiserin Elisaoeth, bei seitlicher Beleuchtung de« äußern Schauplatzes: Zum Beuefice de« musikalischen Clowns Mr. John Price: Eigensinn, oder: Gott sei Dank, der Tisch ist gedeckt. Lustspiel in 1 Acl vou R. Bencdix. Hierauf« Unwiderruflich letzte große Vorstellung d?r größien Künstler der Jetztzeit ans dem Lrrcu« Suhr in Graz. aus die Hochwässer beibehäli. (Schluß solgt.) Lvittervatz. Laibach, 18. November. Trübe, schwacher SO. Temp-ratur: morgens 7 Uhr -j- 4'8', nachmittags 2 Uhr -j- 6 0' 6. (1875 -f- 8 6»; 1874 — 1 2« 0.) Barometer im Steigen, 739 21 ww. Das gestrige Lagetmillel der Temperatur -j- 5 8 um 2 5» Uber Schluchten der Berge vinni und Pnesonze erhalten dem Normale; der gestrige Nieverschlag 6 40 mm. Regen U^rd, dic Bäche oberhalb Podpeisch (Kauienski-Graben rc.) uud der Wildbach Jschza. Diese und andere Wewässer von stufst" Bedeutung liegen am rechtseitigen Ufer deS Laibach Nun ^"ken User dagegen gibr es nur sehr wenig Zu- . » Eommt daher, weil die Save, von den «inen Laus „ ^ ^bachflufses gedrängt, sich zurückzog und W-- ' seiner Stabilität mehr entspricht. Ich«» Ob», ^ wafferreichflen Quellen jene zwi- >» vier Frrubenthal sind. Diese lasten sich von Oberlaida^" »usammenfassen, und zwar die Wruppe Lobia und die,.». Verd, die des kleinen Flusse» Dorf gegen Dulle °!rstreS?"'^"^°'' von ^itlck, die Wewässer der höheren THLler Loitsch, Planina und girkniz ab nnd stellen die größte LuyeLommcvc fremde am 18. Novemoer. dotet LtaSl W»«n. Hofsmann. Luliia und Wellisch, Kauf-leule; Harowitz, Reis.; KoM unb Lusluer, Wien. -Goldmann. Ksm., Hamonrg. — vieuburger, Federsee. Hotel Olejnnl. »ußmann, Kfm., LandSberg. — Poher Helena, Unterkrain. - Vlbitz, Hauptmann, Stein. — Knall, Weschästssührer, Graz. M-»rcn. Zwiebel, Save. — Mebved, Reisender, Nassensuß. ttstjer »o« Lesterretch. Stein. v.lerischer Hss. Jaschauz, Sle„,. Weißkirchen. Telegramm. Budapest, 17. November. Unterhaus. TiSza, die Interpellationen betreffs der orientalischen Angelegenheit beanlworlend, verweigerte die Vorlage der aus die Ocienlpolitik bezüglichen Schriften. DaS Regurungsjystem erlitt keine Aenderung. Dir Regie« rung wünscht jetzt keine Orienldebalte, wegen ihrer großen Verantwortlichkeit. In der Rede de« Clären !omme kein Wort von Oesterreich-Ungarn vor, da-also nicht bedroht sein könne. Das äußere Amt habe bestimmte Stellung gegenüber der Orient-Frage, ivoran eö fernerhin festhalten werde. Auch auf der Conferenz, der es beigetreten, würde eS seine Pflicht darin erblicken, das möglichste zur Wahrung deS Friedens aufzubieten und alles nothwendige zu thuu, damit die Interessen der Monarchie, unter welchen Verhältnissen immer, geschützt werden. Die Antwort wird einstimmig zur Kenntnis genommen. Perschak, Marburg. — Maas, Fogl, Graveur, Verstorbene. Den 15 November. Loses «orjii, UhrmacherSkiud, 3 I. 8 Mon., FlorianSgasse Nr. 23, Wasserkops. — Anton Kausch, k. k. Lelegraphenamts-Ausseher, 4S I., Judensteig Nr. 3, Lungenlähmung. _______________ Gedenktafel aber die am 2 1. November 1876 stattfindenden Mitationen. 1. Feilb., Petai'sche Real., Moschese, B». »rainburg 1. Feilb., Mustar'sche Real., «ujelovec, «W. Seisenberg. -- 1. Feilb., BeuLir'sche Real., ZurSii, «W. Feistriz. — 1. Feilb. Smerdu'sche Real-, Prem, BW. Feistriz. — 1. Feilb., Skok'sche Real., Mereke, BW. Feistriz. — 1. Flb Dougan'sche «eal.. tzambije, «W. Feistriz. Am 22. November. S. Feilb., Mih'lcii'sche Real., Bertaie, BW- Möttling — S. Flb., Reisner'sche Real., «rdb. »6 Sittich, BW. Littai — 2. Feilb., »erin sche Real., Haselbach, BW. «urkfrld. - 2. Feilb-, Radkovit'sche Real., Möttling, «W. Möttling. -2. Feilb., Pirc'sche Real., PredgriZe, BW.Jdria. —2. Flb., Sprinaer'sch- Real., Tschernembl, BW. Tscheruembl. — 2te Flb., Zorz'sche Real., Mitterdors, BW. Oberlaibach. — 2. Flb Wiener Börse vom 17. November. St»»t»ka»L» Sperr. Rente, dto. dt«. Sst. iü >°ole von 1854 . koje »on r»s«, »ai Ll — 885'- 810 — 4S— 7S.— ISS k>0 ISS IZ8 S« 13? S0 »S8.—',5Sk0 7» is so «llg. öft. »od.-Sr-dit. dto. in »i I. ... . Nation. S. w........ Uug. B?d.-2rediiank. l-rtortt»t»-0k1. r»nz Iolesr^Bah» . )ck- NordwestLah» „ Eirbenbürger . . . . EtaarSbahn.......... Eltdbahn » 5 Per,, dro. B«»S 1.0»« Lrcdit. Lol« . . . . . «udols« - L»s, . .- ^aoL». (3Mon.) «ug»burg luo Mark Kraul». UN w-rl. . Hamburg, , Loudou 10 Md.Sterl. Pari« 10» Frauc« . - »i»««I». - «all. Mün,-Duca«,u «>-Nranc»Mlck. . . . Deutsche «elch»b,nk. Silber . . Belt War« t«« - »»«.bi» »S 7» W S0 Ä7-— «»«> Sb'75 l»7-i,s» «115 so «»»l! 8 loo« Sl »b tw»7« I5L-»»»» li7«> l« — «1« li»- »s sa «-0L «1-g» »o».» Telegra-Hischer Lursdericht am 18. November. Papier-Rente 60 üb — Silber-Rente 6ü 40 — 18S0» Staat»-«nleben 107 50. - «ankactien 816 - rredit 13850 - London 12675. — Silber 111-50 - «. k. Münz-dukaten 6 11. - 20-Franc« Stücke 10 14. - 100 «eich»-mark 62 40. Unterricht für Zither in und außer dem Hause ertheilt 108. ?8okisbl, Petersstraße 45 (neu). Methode leicht faßlich. Honorar sehr billig. Zithern neuester Lonstruction sind daselbst zn haben. (633) 2 —2 (I'Lllsuedt) dsilt brieilicb äer SpeciLlsrnt vr. ILMtiivd, ^leustuilt, Orescleu (Lktekseu). kvrvils üboi 8000 mit Lrtolx dvliuuüilt. >^l UI»»tr1rt« Lv»x»do, »UsQ Lr»nkoi» vrit LsoLt^ L^s oin vorlrvMlekv» poi»uI»lr-moSl> rlLiset»«» ^VsrlL oinpkoMsQ vsräsu. — VorrLttü« 1i» ttUvn LnokdairäluQgoQ. 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' (590> 3-3 ssün Ki-sin vinrig unü allvin sokt beim Kofsi'ligivn! Xebst «len OriHiniil Klink Ilnne NLSeliinen sincl elEiitaUs s.u«-bei mir Original - Singvi- unö Ks'oven L öa^en- ^ut äer kliilLäsIx^iL - sltLiisstslluLA eiraogen äis LDLsrillallisoliöv Orißival ^Lbrilrspreisen en ssrns L eu üötuil erlmltlieb. ^nsseriiew tUiii-e 8tvt8 nur i>este »asILn- M,äisoks Nssetlinen UN sekr Ler-. ^ »dgesetrten kreisen, uncl rvs.r: "Wkeeler L Mleon. kraver L Lrtker >sr. 1ü, l'be I^ittle WLN-rer (let/.tere auk Vsunseli «.nie-^ rilianisede), 1's.^lor, OermLiÜL, 'Wiicox L 6idd», Lxpress, eolu, VMnäer Llastio, 'Ws.lk-inLsobinen etc. M ^ÄedxeLkiute oäer gebrLuebte «mseelimksoe Ll»sel»i»en vLren unter vmstLväell um 20 dis 30 kern. billiger r« b»l>en, er-' A ?I scheinen äs.ker momentan preis- ' vüräigsr, siucl ».der äsgegeu uw ^0 kern, weniger vertd, »ls «den angetükrte >VLre. — vs.ber Vorslvki iu äer ^USVLdl l ^Ver »Iso eine 8o»llo gut« Nitscbiue vlwsokt, vencle sied vertrsuensvoll an mied, ick bin wie seit .Ikbren bemübt, äurcb reelles ^uktreteu rusineu xutev liuk Lu vktdren «.iünmii« lt-c-II. — ^uvit »uk LatenruIiIuliNvu. LalkLek, IlauptplLlr ^r. 168 im Alttllz^eken ItL»86. HoobLodtiiuxsvvIl Franz D-tt-r. Auswärts nimmt mein Reisenäer Herr 4nt«n (irvbonr ^utträge K kereitvillizst eutgexeu unü ertdeilt »ueb rugleiol» äeu erkoräer- iielien Ilnterricbt. 8«ille. 2«Irn, ^Isilvln, ^ppsrste, krustfLltvnstrelfer etc. stets iu grösstvr .^usvüLI billigst vorbLnclen. UW^ r»v ^WU Var cd LUkLUix »u« Lvävrsr tzuollv »uktLuvLsL macht sie fein, verhindert zu frühe Falten und > macht Runzeln verschwinden. , 1 Flasche I'fl. b. W.' I Nnrbki I Apolhtker, 'Lienerslraße, Laibach. (86> I0-8> 0<»<2<20«<2<2<20<> 2—2 f Mer mul lrsktigster ^rt W " « beseitigt ä»uernä äus be- rüdwtv pariser venu kein ».näeres Llittvl kiikt I klLvov L SO Kr. bei llerrn Lpotdelrer »>^««1,1««. (52l, 7- 7 («lpdenid,. bestes wiener Fabricat.ausgezeichnet durch Schönheit und große Dauerhaftigkeit; von dem echten Silber gar nicht zu unterscheiden: 6 feine Eßlöffel nnr ü fi., 6 Tiscdmefser oder Gabeln fl. 2'80, 6 Kaffee- oder Tbeelöffel fl. l'5v, Radmschöpfer 80 kr., ^ Suppenschöpflöffel fl. 2'Ltz. Besonders bemerkenS-werth : 1 elegant eingerichtetes Etui mit 6 Messern, 6 Gabeln, 6 Löffeln und 6 Kaffeelöffeln, alles zusammen nur fl. tv. I Stück Silberseife 25 kr. Einzig und allein pr. Nachnahme oder Vorhersendung des Betrages zu beziehen durch das Exporthaus Wviddurss-»«»« Nr. 14, «ussührlicbe ' Preiscourante gratis. (610) 12 - 3