Nr. 14«. Dienstag !. Juli 1^13. 13^. Jahrgang, Zejtuna Pvi»nun»»ratton««rei«: littl Pos>t"'rle!lt>»ng: «an^jäbrin ««» X, Iialbjäliiiss 1t> K Im Noxlor: ^aüziäliri^ » ll. ^nlbiähiiz n li, ^fur b,r ZusleNiiiig int Hau« ganzjähriu !i K, — A»s»ptl»n»g«b»tzr: ssür llci»! I»!clais bi« zu vier Zeilen i,0 l,, größeie per Zeile 1» b; bel öfteren W,ed,rliol»n«en per ljeile « l,. Vil Laidacliir Zsitmifl. crjchsin« lnü^M^» ^>WW>^M i/i„tV»H .'^irrlußs, H,s AV«»nMr»««» bfsintxl sich MMoüiöslln,«' Ni,1«i dir Pedttki^^A^llHMMH^ ,«W^«Fi,Minidr«! t>fl »irbnliil,!! vm, !< bit K'Uhl vormittag«. Unsrn»l,!-N!' Bri^1v,^>!!^«^Manuskripte nich< zunielgeftellt. Telephon-U^. der Aedaktio« 52. AnrtNchsr Geil. Seine k. und l. Aftojlolifchc Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Inni d. I. dem Legationsratc erster .Kategorie in Disponibilität Gottfried Prinzen zu H o h e n l o h c ^ S ch i I l i n g s fü rst die Würde eines Geheime», Rates mit Nachsicht der Tcrxc allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Juni d. I. in Anerkennung hervorragend verdienstvollen Wirkens aus humanitärem Gebiete der Georgine Ncade Markgräsin von P a l l a v i c i n i, geb. Crowe, Gattin des außerordent lichen und bevollmächtigten Botschafters in Konstantino-pel, und der Marie Gräsin T a r n o w s l a, geb. Prinzessin Swiaiopoll Ezctwcrlynsla, Gattin dee. außeror deutlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers in Sofia, den Elisabeth Orden erster Masse und der Gene rallonsuls-Gattin Augnstc Kral, geb. Drechsel, in Sa-lonlchi den Elisabeth Orden zweiter Klasse allergnädigst zu verleihen geruht. Heute wird das XII. Stml des Laudesgesehblattes für das Herzog/um Kraiu ausgessebeu und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 22 das Gesetz vom 31. Februar 1912. wirtsam für dns Herzogtum ilrain, betreffend den Ban und t»> Crhnltuuss der üsssntlichen nichlärarischen Ttraßrn und Wege, lind nnter Nr, 23 die Verordnung der t. t. Landesregierung für Kram vmn li, Juni 1813, Z, 14b5/?r., im Eiuueruehmen mit dem traiuischeu Landcscmsschusss, betreffend den gcitpuutt der Neuwahlen der Straßenbezirlsausschüsse sowie betreffend d(N Zlltpilnft und die Äiodalitätcu der ilbenwhmc der Bezirlsstraßrn iu dir Lmidesverwaltuug. Von der Medaltion dcö Landeössesrtzblatteö für Krain. Nach dem AmtM.atte zur «Wiener Zeitung» vom 25<. Juni 1813 (Nr. 148) wurde die Meitcrverbreitung folgender Preß. «Zeugnisse verboten: Drei kleine uud eiuc große Ausichtslarte von Creto uud Umgrbunq. Druckschrift: I1o l»»,c> «Illorxw pcvikUi tromkavolglli^ssl». Nr. 837 'Ill-vl^Ilz,. Ili^M!, vm» U». Iuui 1!)13. MchtamMchsr Geil'. Die Entrevue in England. Aus Paris wird der „Pol. Korr." berichtet: Die Befriedigung über die außerordentliche Wärme des dem Präsidenten Poincar/' in England vom Hofe und von der Bevölkerung bereiteten Empfanges ist in Frankreich eine allgemeine und große. Die Annahme, daß die Quelle dieser Empfindung im aggressiven Drängen der Franzosen zu suchen sei, wäre Unrecht und gefehlt. Man gibt sich in allen politischen Kreisen Frankreichs vollkommene Rechenschaft, daß ein cngcs Verhältnis zu England nichi bloß leine Förderung, sondern einen Hemmschuh fur Kriegsgelüste bilde und daß die franzosischenglische Entente geradezu als Bürgschaft für den europäischen Frieden wirke. Die Betonungen, welche der Fricdcnsgedantc für Vergangenheit und Zukunft in den Toasten des Königs Eduard und des Präsidenten Poincar^ gefunden hat und die Bemerkung des letzteren im Guildhall, daß das englisAfranzösifche Zusammenwirken die Mitwirkung keiner anderen Macht ausschließe, bilden das eigentlich kennzeichnende Moment sür das Wesen der Entrevue. Jene Kommentare der englischen Blätter, welche Mißdeutungen durch die öffentliche Meinung in Deutschland hintanzuhaltrn suchen, werden denn auch in Paris nicht als Arcinlrächtigung des ausgezeichneten Eindruckes c-nipsimdl'!!, dl'li der Verlauf der Entrevue !n Frankreich hervorruft; die Erreich»»« des erwähnten Zweckes taun auch der französischen Politik nur erwünscht sein. D>e Entrevue bedeutet sür Frankreich und England die endgültige Liquidierung aller Mißverständnisse und die Befestigung einer engen Freundschaft, die sich für beide Tcilc, für ihre Geltung in der Welt und ihre Interessen als gleich wohltätig erwiesen hat; für Europa bedeutet sie die Fortsetzung der Tendenz zur Kooperation zwischen den beiden Mächtegruppen und dadurch ein wertvolles Fricdenspfand. Politische Wberficht. Malbuch, W. Juni. In Ärad fand am 28. Juni die Wahl eines Reichs-tagsabgcordneten statt, da sich der bisherige Abgeordnete der Stadt Graf Stephan Tisza wegen seiner Ernennung zum Mmisterpräsidenien einer Neuwahl unterziehen mußte. Die vereinigte Opposition hat den Grafen Aladar Szccheny als Gegenkandidaten ausgestellt. Gras Tisza ging mit einer Majorität von 907 Stimmen als gewühlt hervor. Wie die „Vosf. Zeitg." meldet, wird das italienische Köniffspaar am Abend des 2. Juli in Kiel eintreffen und sich sofort an Bord der königlichen Jacht „Trina-eria" begeben. Reichskanzler von Bethmann-Hollweg und Staatssekretär ors Auswärtigen v. Jagow werden sich zur Begrüßung nach Kiel begeben, ebenfo der italienische Botschafter in Berlin. Die „Voss. Zeitg." fchreibt: Mit besonderer Herzlichkeit begrüßt das deutsche Vol^ mal den König und bic Königin des verbündete,! tes, denn das Bündnis der europäischen Zentralmächte, das ein Vicrlcljahrhundert überdauert hat, ist in bewegten Zeiten erprobt und vor kurzem erneuert worden. Der Festigkeit desselben ist nicht zum mmdcsten die Erhaltung deö Friedens zu verdanken. Enger als je find durch die Ereignisse des letzte» Jahres die freuüdschaft-lichcn Beziehungen der Drcibundmä'chtc geworden, und die Zusammenkunft der Herrscher bekräftigt nur em segensreiches Verhältnis, das für die friedliche Forteilt-Wicklung der europäischen Staaten nachgerade lmnit-bchrlich geworden ist. Aus Belgrad wird gemeldet: Del , vinsli Glasnik" führt aus, daß in der Schiede^e, fraflc eine fvmilichc Verwirrung herrsche, da dir ^ lichkeit über einzelne Phasen de^ schiedsrich!'., Verfahrens nicht im klaren sei. Es muß, sagt das Vlatl. zuuächst festgestellt werben, daß nach dem serbisch b,! 0s, rischcn Bündnisvertrag zwei schiedsrichterliche Enw.^ düngen vorgesehen werden, und zwar jene des nissiscnen Kaisers über definitive Grenzlinien und jene der russischen Regierung über alle sich ergebenden Ttreifragen. Demnach hat das Schiedsgericht der russischen Reyic Feuilleton. Die Wahrheitsbrille. Eine Phantasie von ßitgeliio 'Mc-lltrci.'.cc». (Schluß.) Der König verabschiedete den Künstler, der stch demütig, gesenkten Hauplcs entfernte. Und ernst und würdevoll trat der Gelehrte ein. Er begann: „Die Liebe zur Wissenschaft wurde mit mir geboren! Ich hatte keine Kindheit, ich kannte keine Spiele! Als ich zwölf Jahre alt war, bildete die Logarithmen lafcl meine einzige Lektüre! Im Gymnasium unterhielt ich mich mit meinen Professoren über die schwierigsten Probleme der Trigonometrie. Und nie zog ich den Kürzeren! . . . Unablässig arbeitete mein Geist, denn die Wissenschaft ist eine gar strenge Herrin, die volle Hingabc ihrer Diener verlangt, ihnen aber dafür tröstlichen Lohn b>ictxl! . . , Als ich an die Universität kam, da wurde meine «icvc zur Wissenschaft zur Leidenschaft! ... Sogar das Essen vergaß ich ob der Arbeit!" Und der König las: „Nie werde ich mir darüber klar werben können, wie cs kam, daß ich, der ich zum Geistlichen geboren bin, mich der Wissenschaft zuwcudete. Tat ich cs vielleicht nur deshalb, „m mcinm Jugendfreund Minctto zu übertrumpfender immer der eifrigste Schüler war? I" der Volksschule, im Gymnasium, '""„er war dieser boshafte Teufel mir voraus! Immer saß er über die Bücher gebeugt, wcnu die Sonne auch noch so schön schien, wenn Verwandte und Freunde dem Vergnügen uachaMc". Wahrend der Univcrsitälsjahre war Minelto so in scmc Vüchcr vergraben, daß er sogar vergaß sein mitgebrachtes Frühstück zu verzehren, und ich cs mir aneignen konnte, ohne daß er es merkte! Jetzt hat sich dieser Geselle durch die Entdeckung, gewisse Schlangenarten trügen ein gewisseo Gift mit fich herum, berühmt gemacht! Aber ich werde nicht eher rühm, als bis es mir gelungen sein wird, den Menschen einzureden, der Regenwurm zähle wegen seiner zahlreichen Giftdrü' sen zu den gefährlichste» Tieren!" Und dann slschicn der große Politiker vor dem .Honig. „O, König, nicht ich bin cs, der hier zu dir spricht! Durch meinen Mund ruft dein Volk und dein Jahrhundert dir zu: ,Käuig, hüte dich!' Eiu neues Licht ist in der Welt aufgegangen, neue Horizonte haben sich er öffnet, und über die Lande hin schallt ein einziges Wort: Gleichheit! Zu viel Leid hat die Menschheit schon geduldig ertragen müssen, zu sehr hat das Schicksal deine Brüder geknechtet! Aber endlich haben fich die gefesselten Kräfte losgerungen, cndlicl» ist sich die Menschheit ihrer selbst bewußt geworden! König, dcr du die Vcrlörpe rung der Ungerechtigkeit bist, ich rufe dir zu: ,Hütc dich!'" Uud der König las: „Wie müde bin ich es, Partei sührcr zu sein! Immer flammenden Zorn heucheln zn müssen, immer die Zähne knirschend vor Entrüswng zu sammenbcißen, während die Lippen sich doch so sehr nach einem Lächeln sehnen! Mc gerne hätte ich auf diese Audienz verzichtet! Denn sie wird doch ganz erfolglos verlaufen, und dann Adieu Lachen, Schlaf uub Froh lichlcit für lange Zeit! . . . Waruni? Die Zeitungen werden sich des Falles bemächtigen, sie werden mich bis aufs Älui verfolgen und mich anklagen, ich sei ein Verräter an ihrer Sache, da cs mir nicht gelang, einen günstigen Augenblick zu benutzen . . . Und welchen Wert hat denn meine Stellung sür mich? . , . Füllt sie mir vielleicht die Taschen? . . .O, ganz im Gegenteil! . . . Um mich der Interessen so vieler unbekannter Kanaillen an- zunehmen, vernachlässige ich meinen Beruf, benachteiligc meine Familie! Mein Sohn muß auf die neue ,Ficn Maschine', die er sich schon fo lange wimfcht, verzichten, mcinc Tochter wirft ganz vergebens sehnsüchtige Blicke auf den Ring ,Art nouoeau' in der Auslage des Inwr licrs! . . . Schöne Resultate hat meine Tätigle,t <,^' weisen! . . . Und so viel Opfer sür den mesquine» (^ ^ geiz, Führer einer Partei zu sein, einer Partei, die jetzt cbcn in der Mode ist?" . . . Der Liebende trat em, ein wenig traurig, ein wenig blaß. Und er sagte: „Mein ganzes Leben ist in zwei Worten enthalten: „Ich liebe!" Und der König las: „Ich liebe!" Als sich auch der Liebende entfernt hcmc, ^m immg traurig, ein wenig blaß, sagte der König lachend: „Welche Betrüger, die Menschen! . . . Nichts als Lüge und Heuchelei!" Dann dem Arzte die Hand schüttelnd, fuhr er fort: „Vielen Dank für dein Geschenk!" Und ein wenig ernster werdend, fügte er hinzu: „Fast mühte man glauben, die einzige Wahrheit der Welt liege in der Liebe! . . . Wenigstens eine Möglichkeit, das Glück zu sinden!" „O, Majestät, nicht so voreilig! Auf einen, der wahrhaft liebt, kommen Tausende, die betrügen ober betrogen werden!" Da wurde der König wieder traurig. „Aber dieser Eine gilt!" sprach der Arzt tröstend. „Daran muß man sich halten! . . . Herr, wollt Ihr noch wissen, aus welchem Material ich meine Vrille erzeugt habe? . . . Aus den vielen Erfahrungen, die mir das Lcben brachte! Die machten sie so durchsichtig! Aber den Glanz erhielt sie von Tränen, die wahre Liebe darauj geweint hat!" Laibacher Zeitung Nr. 14«. 1384 1. Juli 1913 rung den Charakter eines crstinstanzlichen Gerichtshofes, welchem beide Prozehparteicn ihre Anklagen und Rechte fertigungcn ohne Einschränkung zu unterbreiten haben, und dessen Urteil von keinem der beiden Parteien angenommen werden muß, da die Appellation an die höhere Instanz, den russischen Kaiser, ausdrücklich vorgesehen ist. Erst das Urteil dieser höheren und gleichzeitig höch-sten Instanz ist für beide Parteien bindend und uiappcl-label. Es muß strenge daran festgehalten werden, daß durch Meinungsverschiedenheiten zwischen den verantwortlichen Ministern Nußlands und der NMUlMaten die Person des russischen Kaisers' in keiner Weise berührt wird. Sollte das russische Schiedsgericht erfolglos sein, dann erübrigt nur mehr das äußerste Rechtsmittel, der Krieg, für welchen Serbien leine Verantwortung tres« fen kann. Der provisorischen Regierung in Palo na ist eb wie von albanischer Seite mitgeteilt wird, gelungen, das zur Errichtung einer modern geführten Staatsdructerei in Valona erforderliche Kapital zu beschaffen, wodurch die geplante Herausgabe eines Amtsblattes in Valona sichergestellt erscheint. Die Motoreil der zu errichtenden Staatsdnlckerei werben zugletch für elektrische Beleuchtung der Stadt Valona vorzusorgcn haben. Man stellt in albanischen Kreisen mit Befriedigung fest, daß die provisorische Regierung auch für andere von ihr für Albanien geplante Unternehmungen gemeinnütziger Natur zwischen verschiedenen Anträgen finanzieller Kreise des Auslandes, insbesondere Österreich-Ungarns und Italiens eine Wahl zu treffen in der Lage sei. " TMstlcllifftcitcn. — iAbenteuer einer Varut, slinnerin.) Die italienische Vari/'t^sängerin Maria Flcur hatte in Genua ein böses Abenteuer zu bestehen. Als sie nach Hause zurückkehrte, wurde sie von zwei Räubern überfallen, die ihr das Handtäschchen zu entreißen suchten. Die Sängerin, eine energische Dame, wehrte sich heftig, worauf die Diebe ihre Revolver zogen und die Sängerin am Arm und am Knie verwundeten. Vei dem Handgemenge zerriß eine kleine Tasche und ihr Inhalt — Juwelen im Werte von über 100,00t) Franken,— rollte auf den Boden. Aber die Dame warf sich schnell entsonnen über ihre Brillanten und die Diebe mußten, da Passanten dazukamen, ohne Beute fliehen. — (Studentenlnndssebunnen mit Siphonflaschen.) Aus London wird berichtet: Während der jüngsten Promotionen an der Universität Glasgow fpielten sich Szenen ab, wie sie bis jetzt in englischen Hochschulen noch nicht vorgekommen sind. Als die feierliche Handlung unter dem Porsitze Sir Donald Macalisters eröffnet werden sollte, betrat auch Lord Provost Stevensons der sich bei den Studenten leiner Beliebtheit erfreut, den Saal. Kaum war er erschienen, als die Studenten in den Ruf aus-brachen: „Werft Lord Stevenson hinaus!" Zahlreiche Professoren begaben sich zu den Studenten und baten sie, die Promotion nicht zu stören. Die Studierenden beantworteten diese Mahnung damit, daß sie Siphonstaschen aus den Taschen zogen und die Mitglieder des Lehrkörpers so lange bespritzten, bis diese ganz durchnäßt waren und sich eiligst auf die Esttade flüchteten. Auch Lord Stevenson wurde mit einigen Ladungen aus den Flascken bedacht. Erst als sich die Ursache des allgemeineil Unwillens entfern! halte, konnten die Promotionen ungestört vorgenommen werden. «Tic Hexe im Backofen.) In dem Dorfe Gra villa unweit Florenz Hal sich vor einigen Monaten ein, Fall ereignet, der an die Zeiten des mittelalterlichen Hcxenaberglaubens erinnert. Eine Bäuerin namens Faustina Bulli geriet dort wegen ihrer Häßlichkeit in den Verdacht, eine Hexe zu sein. AIs sich einmal zwischen ihr und der Bäuerin Maria Secci ein Streit entspann, sprach Faustina den Wunsch aus, ihre Gegnerin möge erblinden. Dieser Wunsch ging tatsächlich infolge eines Zufalles in Erfüllung, und jetzt unterlag es im Dorfe keinem Zweifel mehr, daß Faustina mit dem Teufel im Blinde sei. Pas-cmalc Secci, der Gatte der Erblindeten, schleppte die vermeintliche Hexe eines Tages vor seine Frau und verlangte drohend, daß sie sie wieder sehend mache. Faustina beteuerte, an dem Unglück keine Schuld zu haben und auch nicht imstande zu sein, der Erblindelen das Augenlicht zurückzugeben. Aber der Mann wollte diesen Versicherungen nicht glauben und rief drei Nachbarn herbei, die Faustina fesselten und in einen Backofen steclien. Das Feuer halte bereits die Schuhe der „Hexe" verbrannt, als die vier Männer durch das Erscheinen des Gemeinde-schreibcrs gestört wurden, der Faustina aus ihrer schrecklichen Lage befreite. Ihre vier Peiniger wurden den Behörden übergeben. Dieserlage standen sie vor dem Florenzer Strafgerichte und wurden zu der verhältnismäßig milden Strafe von sechs Monaten Kertcr verurteilt. DaS Gericht hatte eiue verminderte Zurcchnungsfähigkeit angenommen und als Milderungsgrund gelten lassen. — (Der kostbarste Teppich der Welt.) Das Vittoria-llnd AlbertMuscum in London Hal als Leihgabe eines der vier Stücke erhallen, die den berühmten „Perlen-iepftich von Baroda" bilden, diesen kostbaren Schatz der indischen Kunst, den die Kenner sür die wunderbarste Stickerei halten. Er ist aus vier symmetrischen Flächen zusammengesetzt, deren jede 20,55 Meter im Quadrat mißt und die genau zusammenpassen. Die Ausführung dieses Teppichs wurde, von einem der Vorgänger des gegenwärtigen Maharadscha bestellt, der ihn als Decke für das Grab des Mohammed in Medina stiften wollte. Tie besten Sticker und Juweliere von Varooa mußten drei Jahre daran arbeiten und das verwendete Material kostete etwa 20 Millionen Kronen. Nach der Fertigstellung erhielten die ausführenden Künstler ein Geschenk von 48.000 /v. Das ausgestellte Stück zeigt in der Mitte eiue Blume, die aus vier oder fünf Diamanlen gebildet ist und 24 Rosetten als Rahme», von denen jede 5,2 Diamanten erforderte. Rubine, Smaragde und Saphire sind von Arabesken umrahmt, die aus schöllen Perlen gestickt sind. Man begreift, daß der Hindu-Prinz, der, von seiner Lieblinsssfrau zum Mohammedanismus betehrt, in seiner ersten Begeisterung dieses Meisterwerk dem Gedächtnis des Propheten weihen wollte, sich schließlich eines anderen besonnen und die foslbare Arbeit behalten hat. — (Rockefellers Tchafc.) John T., Rockefeller, wohl der reichste Mann der Welt, ist immer noch derselbe gewiegte Geschäftsmann, der cr von Anbeginn seiner Karriere bis zu seiner Etablierung als Pctroleumkönig war. Als er kürzlich auf seinem Landsitze mit seinen Freunden Golf spielte, fragte ihn einer von ihnen, warum er sich denn nicht 400 Schafe anschaffe, die da Gras abfressen könnten. Dadurch könnte er doch die Kosten für das Schneiden des Grases fparcn. Sosort erkundigte sich Rockefeller natürlich, was die 400 Schafe losten würden. Und als er vernahm, daß die Auslagen vielleicht l0.000 Mark betragen würden,, schüttelte er den ktopf und meinte: „Das ist mir zu teuer". Die Anregung ließ ihn jedoch nicht in Ruhe schlafen, und eines Tages kaluliertc er die Kosten seines großen Dampfgrasschneiders und verglich sie mit den Anschaffungslosten und Unterhal- tungsspcsen der 400 Schafe und sah schließlich ein, daß sein Freund recht hatte. Sofort ließ er sich 400 South-down-Schnfc verschreiben, lind die letzte Sendung ist jüngst in Pocantico Hills eingctroffem — (Die Uhren.) Der französische Musikkriliker Ro-mien war ein Freund von Scherzen. So Pflegte er oft in irgend einen Laden zu treten, wo er nicht belannt zu sein glaubte, und den Besitzer durch seine Fragen in Verlegenheit zu bringen. Eines Abends, als er einen tüchtigen Posten Wein genossen hatte, betrat er den kleinen Laden eines Uhrmachers, gebärdcte sich wie ein Laild-inann und sagte: „Ach, Herr, wie nennen Sie diese kleinen Masch^.en, die hier hängen?" — „Uhren", ant-worlete der Uhrmacher. — „Wozu sind sie denn?" -«Um die Zeit anzuzeigen." — „Wirtlich? Wie viel kosten sie denn?" — „Je nachdem, 200 Fr., 100 Fr., auch 50 und 25 Fr." — „Hm, gibt es gedruckte Gebrauchsanweisungen dazu?" — „Nein, sie müssen jeden Tag mit einem Schlüssel ausgezogen werden." - „Würden Sie mir wohl mal zeigen, wie, Herr?" — „Bitte, so. Sie sehen, es isl nicht schwer." — „Und muß ma» sie abends oder nwrgens aufziehen?" — „Sie müssen die Ihrige morgens ausziehen," — „Warum morgens?" — „Weil Sie abends betrunken sind, Herr Romien, und daher das Wel'l beschädigen kömilen," ^ (Ein sslänzcndrs Geschäft.) Alis Newyorl wird der „Frkf. Ztg." folgende lustige Geschichte erzählt: In den Orlslarzer von Cushing (Oklahoma) wurde vor einigen Tagen ein Stromer eingeliefert, der sich der „unordentlichen Ausführung" schuldig gemacht hatle. Gegen Abend brachte der Stadtmarschall eine von ihm konfiszierte Kiste Kornschnafts und stellte sie in vcn einzigen Raum des Gefängnisses, wo der Stromer logierte. Der Bitte des letzteren, ihm eine Herzstärlung aus der Kiste zu gewähren, setzle der Beamte Hohnlachen entgegen und legte der größeren Sicherheit halber deren Deckel noch mit einem Vorhängeschloß fest. Der Stromer sann nun anf Mittel, wie er doch zu dem Trunk kommen länne, und entdeckte schließlich einen rostigen Nagel, mit dem er an dem Schloß herumarbeitele. Es gelang ihm schließlich auch, die Kiste zu öffnen und sich nach Herzenslust zu er lUücken, Einem an dem Gitterfenster des Karzers Vorübergehenden teilte er dann mit leiser Stimme mit, er habe eine famose Sorte Kornschnafts, die er geneigt sei, zu einem Dollar per Flasche abzugeben. Cushing ist ein arges Prohibitiousnest, und da kann es nicht wundernehme», daß sich in der Dämmerstunde allerlei Gestalten an das Fenster schlichen, ihre Flasche Schnaps entgegenzunehmen lind den verlangten Dollar bezahlten. ?lls der Stromer später Kasse machte, entdeckte er, daß er 50 Dollar eingenommen halte. Die Kiste wind«,' von ihm sorgfältig wieder verschlossen. Am andere», Moraen brachte der Sladtmarschatt den Stromer vor den Richter, der ihn zu zehn Dollar Strafe verurteilte. Als der Gefangene diesen Netraa prompt erleglc, schöpfte der Stadtmarschall Verdacht und eillc zurück ins Gefängnis, wo er das Verschwinden des Schnapses entdeckte. Der Stromer aber halle sich indessen „verspurlosl", wie deutsch-amerikanische ÄläNer so schön zu sagen Pflegen. 3M- nnd PiMnzial-Nllchrilhtm. Der Landesverband der slovenischen Gewerbegenossenschaften in Laibach beging gestern die Feier seines zehnjährigen Bestandes. Nach der Hauptversammlung, auf die wir morgen zurückkommen wollen, fand um l l Uhr im Sitzunnssaale des Magistrates eine Jubiläumsfestsitzuna statt, au der außer Das Nachbarhaus. Roman von A. A. Oreen. Autorisierte Übersetzung. (69. Fortsetzung.) .Nachdruck «erböte,,.! Das war aber doch zu stark! Jetzt schien er mich noch zu protegieren! Und zwar infolge gewisser Resultate, zu denen ich nichts beigetragen hatle. Verspottete er mich, oder irrte er sich in jeder Beziehung über den Zweck und die Richtung meiner letzten Bemühungen? Diese Frage mußte ich gleich beantwortet haben. Ersah-7ungsgemäh war es mir bis jetzt immer am besten durch ^ile zweideutige Haltung gelungen, etwas aus Herrn Grhce herauszulocken. Deshalb blickte ich jetzt freundlich auf die kleine Vafc, die Herr Gryce bei seinem Eintritt in die Hand genommen hatte, und an die er die ganze Zeit über seine Worte gerichtet zu haben schien. Dann sagte ich: Ich möchte um alles in der Welt nicht als diejenige gelten, die Franklin Van Burnams Schuld entdeckt hat. Aber immerhin wäre es mir angenehm, wenn die Polizei meine Bemühungen anerkennen würde, sei es auch nur, weil Sie, Herr Gryce, mit solcher Mißachtung meine Hilfe abgelehnt haben. Deshalb will ich gern Ihre Entschuldigungen annehmen, soweit sie nämlich aufrichtig gemeint sind. Denn ich weiß, wie begierig Sie sind, zu erfahren, was ich entdeckt habe, sonst würden Sie nicht Ihre kostbare Zeit bei mir verlieren. Ich fange an zu glauben, geehrte Miß Butterworth, daß die Mitteilungen, die Sie mir so lange vorenthalten, ganz außerordentliche Bedeutung haben müssen. In diesem Falle wäre es besser, wenn nicht ich allein Ihre Mitteilungen entgegennehmen würde. Ah! Da höre ich ,nen Wagen kommen! Wcnn er den Herrn Kriminalin- sftektor bringt, den ich erwarte, so haben Sie gut getan, solange mit Ihren Aussagen zu zögern. Der Wagen hielt vor meinem Hause, und es war wirtlich der Krimmalinspcttor, der ausstieg. Ich fühlte, wie die Wichtigkeit, die meinen Aussagen beigemesscu wurde, mich eitel und stolz machte. Ich mußte mich gewaltig zusammennehmen, um einen letzten Versuch zu macheil, noch rasch elwas von Herrn Gryce zu erfahren, ehe dcr Inspektor hereintrat. Daher fragte ich ihn schnell: Herr Gryce, warum sprechen Sie einmal von meinem Stubenmädchen, und dann wieder von einem Mädchen in einem grauen Kleide? Glauben Sie denn, daß Lena? — Pst! machte er. Wir werden später Zeit genug haben, uns über diesen Punkt auszusprechen, ' So, bist du dieser Meinung! dachte ich. Ich kann dir nur sagen, wir werden uns über nichts aussprechen, ehe ich nicht ganz genau weiß, wo ihr eigentlich hinauswollt. In meinem Gesicht war aber von diesen, festen Entschluß nichts zu lesen. Im Gegenteil, ich wurde sehr liebenswürdig, als der Inspektor ins Zimmer trat. Herr Gryce jedoch starrte wieder wie vordem in die Vase hinein. Miß Nutterworlh, wandte sich der Inspektor zu mir, ich habe gehört, daß Sie sich für den Mord der jungen Frau Van Burnam sehr interessieren und sich sogar bemüht haben, diesbezügliche Tatsachen zu sammeln, die Sie bis jetzt der Polizei nicht mitgeteilt haben. Sie sind gut berichtet, erwiderte lch. Ich habe wirklich einige Tatsachen gesammelt, die ich bis jetzt noch keinem Menschen mitgeteilt habe. Ich wäre nicht zu einem so vollständigen Resultat gekommen, hätte ich mir den Luxi-ö eines Vertrauten geleistet. Die Bemühungen, denen ich mich unterzogen habe, konnten nur dann zu'einem guten Ende führen, wenn sie vollständig geheim gehalten wurden. Niemand wußte, daß die Mordangclegeiiheit mich überhaupt interessicrlc, - mit Ausnahme des Herrn Gryce, dem ich gefagt hatte, daß, fobald Howard Van Purnam verhaftet würde, ich alles tun würde, um den Mord aufzuklären. S»ie glauben also nicht an Howard Van Vurnams Schuld? Nicht einmal an seine Mitschuld? fragte der Inspektor. Was seine Mitschuld anbelangt, so weiß ich nichts davon. Aber ich bin überzeugt, daß nicht er seiner Frau den tödlichen Stoß versetzte. Ich verstehe! Ich verstehe! Sie glauben, daß sein Bruder es getan hat? Ehe ich antwortete, warf ich Herrn Gryce einen verstohlenen Blick zu. Er hatte jetzt die Vase umgedreht und Prüfte aufmerksam die Fabrikmarke: aber durch dieses Manöver konnte er mir doch nicht verbergen, wle gespannt er auf meine Antwort wartete. Diese Überzeugung war eine große Erleichterung sür mich; mit fester, sicherer Stimme konnte ich jetzt sprechen: Die Talsachen, die ich zu wissen glaubte, ven^ren nichts von ihrer Bedeutsamkeit, wenn ich mit molner Antwort noch zehn Minuten zögere. Ich möchte zuerst er- , fahren, welche Beweise Sie selbst für Franklin Van Äur- H nams Schuld gesammelt haben, ehe ich Ihnen die mci-»lgen sage. Ich habe sicher mehr Verdienst an der ganzen Sache, als zum Beispiel die Zeitungsreporter, denen Sie doch zweifellos binnen kurzem alles mitteilen werden. Z Alfo bitte, sprechen Sie! « lFortsehuna, folgt.) « Laibacher Zeitunq Nr. 148. 1385 I.Iuli 191!< den Vertretern der dem Verbände angegliederten krai-nischcn Gewerbegenossenschaften Abordnungen der Gewerbegenossenschaft in Eilli nnd des Verbandes der lroa-tischen Gcwerbsleute „Savcz hrvatslih obrtnila" ,n Agram teilnahmen. Die Festsitzung, deren Vorsitz der Vcrbnndsobmann, Herr E. Franchetti, führte, beehrten »nil ihrer Anwesenheit die Herren: Landcsrcgic-rungssckretär Dr. K ordin ill Vcrlrctuiig der Landes regicnma, Lnndcsansschußbcisitzcr Dr. Novak in Vcr trctung des krainischcil Landesaussä)usses und des Lai-bachcr Gcmcinderateö, bczw. der durch Abwesenheit von Laibach verhinderten Herren Bürgcrmcistcr Dr. Tav-<- ar und Nizcbürgcrmcister Dr. T r i l l c r, Dr. Vcrcc als Vertreter des Stadtmagistratcs, Handels- und Gc-wcrbelammcrpräsideilt K u ez mit .Kammersclrctär Doltor Murnil, Negierungsrat Staalsgewerbeschuldircktor 5> ubic, die Handclskammerräte F ü r s a g c r, S ch r c y und Star <-, der Obmann des Gewerbesördcrungsamtes in Laibach Kammerrat Kregar mit dem Gewcrbc-sörderungsamlsdireltor Ing. R e m e c, der Obmann des Gremiums der Kaufleute in Laibach S a m e c, Ge-mcindcral Dimnil, Gcuosscnschaftsinstruktor Doltor Nlodig, Magisttatsdircltor >', R. t^c^ek, die Magistratsräte Lah und Lauter sowie der Vorsitzende des Verbandes der Gastwirte Ogorelec. — Ihr Fernbleiben hatte» schriftlich folgende Herren entschuldigt: Seine Erzellcuz Landespräsident Naron Schwarz, Hofrat Graf (5 h o r i n s l y, die Landesregicrungsräte Killavics und Praxmarcr, Haudeslammcrvizc-Präsident Pammcr sowie die Gcmeinderätc Doktor Ambrositsch und Elbcrt. Nachdem der Vorsitzende die Teilnehmer begrüßt hatte, erbat er sich die Zustimmung, an die Allerhöchste Kabinettslanzlei Seiner Majestät des Kaisers ein Huldiaunnstelcgramm abzusenden. Die Versammlung härte die von aufrichtiger Danlcmpfindung getragene» Worte, mit denen der Vorsitzende den erhabene» Herrscher als unermüdlichen Schirmherrn des Gcwerbewcsens pries, stehend an, und stimmten in den dreifachen „Slava"-Nus ein, mit welchem der Redner seine Worte schloß, mit Begeisterung ein. Darauf ergriff Herr Landcsausschuhbeisitzcr Doltor Novak das Wort, um dem Verbände im Namen des lrainischcn Landcsausschusscs sowie im Namen der Sladt-gemeindc Laibach, bezw. des durch ?Ibwescnheit von Laibach verhinderten Herrn Bürgermeisters Dr. Tarn-ar und des ebenso verhinderten Herrn Vizcbürgcrmcistcrs Dr. Triller Anerleiinung und Danl sür die bisherige ersprießliche Tätigtcit auszusprcchen und ihm für die Hinkunft die herzlichsten Glückwünsche zu entbieten. Veide Nchördcn seien sich dcr Bedcutfamlcit des Gewcrbcwcscns für Stadt, Voll, Land und Ncich vollauf lniliußt und wüßten die enormen Verdienste, die sich der Verband für dic Hebung des lramischen Grwcrbcwcscns nnd sür die Organisierung des heimische» Gcwerbeslandes erworben habe, nach Verdienst zu würdigen. Dcr Präsident der Handels und Gclverbelammcr, Herr K n e z, überbrachte Glückwünsche der Handels- und Gcwcrbelammcr, verwies auf die großen Erfolge, aus die dcr Verband schon jetzt zurückblicke» lönnc, und beglückwünschte ihn vor allem dazu, daß er in Herrn Fran-chctti an leitender Stelle einen Mann oesitze, dessen rastloser nnd umsichtiger Tätigkeit das Gewerbewesen in Kram den weitaus größten Teil seiner ersprießlichen Entwicklung zu verdauten hnbe. Der Vorsitzende, Herr Ncrbandsobmann Fran-chetti, ergriff das Wort zu einer Festrede, worin er zunächst dc» Entwicklungsgang dcs Gewerbes in Kram schilderte, das sich bei dc» Slovene» »icht aus dem Volle heraus entwickelt habe, sonder» vo» außm zur Enlfal tung gebracht worden sei. Seit dcr Blütezeit der Innungen und Zünfte sei für die Organisierung dcr Hand werlcr und Gcwerbsleutc nichts vo» größerem Belang getan wordc». Ein ausgesprochener heimische Handwerker und Gcwcrbestand sei bei uns erst in Entwicklung begriffen, doch dürfe für die Hinkunft angesichts dcr Fürsorge für den gewerblichen Nachwuchs und der zweckmäßigen Schnlcinrichtiillg sowie i» Anbetracht des geordnete» u»d gclräftiate» Geldwesens der gewerblichen Vercniiglmgc» ci»c ungleich raschere Entwicklung eines aus Einheimischen zusammengcsetztcn Handwerker und Gewcrbcstandcs gcwärtigt werden. - In seinen ferneren Ausführungen schilderte Herr Franchetti die Schwierig. feiten, gegen die dcr Verband bei derOrganisicrungstätig-lcit anzulämpscn hatte. Der Fortbestand der geschaffenen (wwerbcorganisalionen sei nunmehr soweit gesichert, daß Kleinmut nicht mehr am Platze ist. Ans dcr im ablaufenden. erste» Dezennium geschaffenen Grundlage weiter-bauend, wird die Folgezeit nnter ungleich günstigeren ^eihällnissc» die fachliche Ausbildung eines tüchtigen, stcmdcsbl'wußte» Nachwuchses lciteu und die Gcwerbs-lcute zu einem cigcncn Stande organlstcrcn können, dci sich der Solioarität bewußt sein u»d sich zu einem wc scntllchcn Bestandtcilr des in der Entfaltung begriffenen hcnmschc" ^'lrgerstaudes ansgcstaltcu werde - Nach einigen fernere» Ausblicken in das lünftigc Organisa-tionsgcbaren legte Herr Franchctti die Bedeutsamkeit dcr Organisicrnng des Gcwerbcslandcs dar, die bei dc» Anforderungen der auf Sozialisierung ausgehenden Zeitläufte unabwc'slich erscheine. Das Gesetz gewährleiste den Genossenschaften fchon heute mcht zu unterschätzende Vorrechte und werde sic in Hmkunst sicherlich auch den freieren Slandesveremigungen gewähren. Als anregendes Beispiel ftuchtbringcnder Orgamsierung stelle sich dem Gewerbe die Organisation dcr heimischen Handelswelt dar, die sich durch Einrichtung von Fachbilduugslurscn uud durch Herausgabe stovenischer Fachtttcratur auf kulturellem Gebiet dauernde Verdienste erworben habe. Den kräftigsten Ansporn zum engeren Zusammenschluß der Gcwerbsleute und dcr Handwerker müsse schließlich d,c Tatsache geben, daß sich die OraanijaUon dcr Arbeitnehmer schon heule als kräftig uud erfolgreich erweist und in fortschreitcnocr Machtenfallung begriffen sei. Dcr gc schlössen sür ihre Interessen eintretenden Arbeiterschaft lönnc dcr Gewerbehcrr und Arbeitgeber nur in Form einer gleichfalls planmäßig durchgeführten Organisation erfolgreich gcgenübcrtrcten. Einen engeren Zusammenschluß der Gewerbetreibende!», bczw. ihrer Vereinigungen fordere aber auch die Tatsache, daß die Organisierung nur dann ersprießlich werden tonne, wenn sie von einer einzigen Zentrale aus geleitet werde. Dies sei gerade bei uns ganz besonders vonnöten, wo in Anbetracht der Iugendlichlcit u»d dcr dadurch bcdmgten Schwächlichkeit der Gcwerbcorganisatio» jedes überhastete Wagnis vci hütet wcrdeu müsse. Dem Volte, dem Lande wie dem Staate müsse es daran gelegen sein, daß sich auch bei den Slovcncn ei» auf gcfunde Grundlage» gestellter Wohlstand dcr Mittelklassen einstelle. Zu diesem Zwecke aber müsse mit allen Mitteln darauf hingearbeitet werven, datz gewerbliche Ansbildungsgclcgenheilen, vor allem Bürger-jchulcn, geschaffen würden. - Eine weitere günstige Folge dcr Organisation dcr Produzcntcu sei dic Fähig-teil, fremder Konlurrcnz standzuhalten. Doch werde sich cine Solidität dcs Gewcrbcstandes nicht eher cmslclle», als bis dcr Gcwcrbsmann gelernt haben werde, sein Gewerbe mit Hochschätzung uud Hiugabc zu pflegen uud daraus zu fehcn, daß auch Sohu und Tohncssohn beim Gewerbe dcs Vaters bleibe. Ein danlliarcs Arbeitsfeld eröffne fich dcr Gcwcrbcorganisation in dcr Ausgestaltung dcr fachlichen Ausbildung in dcr Schule und in dcr Lchrc, in dcr Fürforgc für geordnete Lehrlingsverhält-nissc und in dcr Obsorge für eine» gedeihlichen gewerbliche» Nachwuchs. — Sohiu gab Herr Franchetti einen Umriß dcr Tätiglcit des jubilierenden Verbandes >n defscn erstem Bcstandcsdczcnnium, woraus folgende Hauptdalcn hervorgehoben werden mögen: Begründet wurde der Verband auf cinrr Zusammcnlunst von Gewerbetreibenden im Laibachcr „Mestni dom" am 8. Dezember 19(11. Nachdem die vom Vorbcrcitungsausschuß unter Mitwirkung dcs damaligen Gcnosscnschaftsinstrul-tors Dr. Roller aus Graz verfaßten Verbandssatznn-gcn vo» dcr Landesregierung genehmigt worden waren, erfolgte ein Jahr später am selben Tage und im selben Saale die gründcndc Versammlung. Der Verband entwickelte sofort eine rege propngatorische Tätiglcit, leitete die Neuschaffung von (Gewerbegenossenschaften und verstand cs in der Folge, die Organisierling trotz orr Un-guiist dcr Verhält»issc auf die jetzige Höhe zu bringe». Der Verband war von allem Anfana bestrebt, den Genossenschaften die Führung dcr einschlägige» <«cschäftc zu erleichtern, und besorgte ihnen deshalb eine leicht faßliche und durchführbare Buchführuug. die von Herrn Franchetti verfaßt und vom Vcrbaude in geciguelen Druckschriften verlegt wurde. Der Verbund kam wieder holt in die Lage, aus cigcncr Initiative oder über Aufforderung dcr Gcwcrbcbchörden über gewerbliche Frage» unter Berücksichtigung dcr Interessen des heimischen Gc wcrbestandcs im allgemeinen und der angegliederten Genossenschaften im besonderen in jedem Falle gewürdigte Fachmeinullgen abzugeben. Auf sozialem Gebiete bclä-tigtc sich dcr Verband dnrch die im Iahrc 1905» erfolgte Schaffung cincr Krankcnlasse sür selbständige Gewerbe lreibcnoc, dic jedoch wegen nicht zureichenden Inicresscs bcoauerlichcrwcisc schon nach turzcr Zeit untcr fühlbaren Verlusten eingehen mußte. Tic Folge dieses Zusammcn-bruchcs ist, daß altersschwache Gewcrbslcule noch heutigen Tages au von Haus zu Haus gesammelte Unterstützungen angewiesen sind, während sic im Falle einer rechtzeitigen Wahrnehmung ihrer Interesse» jetzt aus einer eigene» geldkräftigen Kraute»- und Unterstützungs-kassc schöpfen könnten. Das Verabsäumte soll jetzt, da die Verhältnisse günstiger geworden sind, unverzüglich nachgetragen weiden. Die Herausgabe eines vom Ver bände begründeten Fachblattcs „Slovcnsli obrtnil" mußte schon »ach dcr l3. Nummcr eingestellt werden, weil es wegen Abnehmermangcls an Geldmitteln gebrach. Verdienste erwarb sich der Verband durch seine Mitwirkung bei dcr Schaffung cincs Gcwcrbegerichtes in Laibach so-wic bei der Krcierung dcs Postens eines eigenen Ge-wcrbcinstrultors für Kram, der sein Amt in Laibach in dcr lürzcstcn Zeit eröffnen wird. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist es ferner, daß dem Verbände im Gcwcrbcrate dcs l. l. Handelsministeriums Sitz und Stimme eingeräumt wurden. Der Delegierte hatte darin schon oft Gelegenheit, mit Erfolg für die Interessen des lrainischen Gewerbes einzutreten. Hinsichtlich der organisatorischen Tätigkeit dcs Verbandes ist zu erwähnen, daß er dic Landsgcnosscnschnft der Photographen schuf, die Genossenschaft der Modistinnen begründete und die eine wie die andere zur gedeihliche» Entfaltung brachte und auch sonst die Neuschaffung von Gcwcrbegcnossciischaftcn ausgiebigst förderte. Gegenwärtig ist er daran, einc La», dcsgenosscnschaft der Buchbinder und Genosscnschasten dcr Saltlcr, Riemer und Tapezierer zu schaffen. - Wci tcrs grüudcte der Vcrbaud eine eigene Vermittlungsstelle für männliche und weibliche Lehrlinge und beschäftigt sich mit dcr Schaffung cines Hcimcs für Gewerbclehr-lingc und ciner genossenschaftliche» Zcntrallanzlci i» Laibach. Fcr»cr bereitet er die Herausgabe einer belehrenden Druckschrift über die Abhaltung von Gesellen- und Meisterprüfungen vor und beabsichtigt, die zu solchen Prüfungen notwendige» Formularicn zu verlege». Endlich gab der Verband die Initiative zu den in den Jahren 1904 und 1913 erfolgten Ausstellungen von Lehrlinys-arbeiten, die allseits mit großem Beifalle aufgenommen wurden und die günstigsten Resultate versprechen. Während sich an der ersten Ausstellung .';()() männliche und weibliche Lehrlinge beteiligten, zählte die zweite sheurige) schon 000 Aussteller. Während im Jahre 1904 nur 45 Aussteller mit Preisen ausgezeichnet wurden, erhielten heuer schon 82 männliche und weibliche ausstellende Lehrlinge Preise zuerkannt, die ihnen in Form von Fachbehelfen verabreicht wurden, wozu sich ein instruktiver Frciausflug nach Agram gesellte. — Herr Fra » chetti schloß seine mit großem Beifall aufgenommene Rede mit dcm Wunsche, der Landesverband möge sich in absehbarer Zeit zu einem Verbände höherer Ordnung umcicslcülen, dessen Tätigkeit sich aus alle sloucnischen Genossenfchaften lind Verbände in Krain, in Untersteiermarl und im Kü-stcnlande erstreckte. Sodann machte Herr Franchetti die Mitteilung, daß der Landesverband der Genxrbcgenossenschaf-te» i» Krain anläßlich der Jubelfeier in seiner heutigen Hauptvcrfammlung in dankbarer Anerkennung dcr für das Gewerbewefcn überhaupt und für den Landesverband im besonderen erworbenen Verdienste folgende Herren zu scmen Ehrcnniitgliedcrn ernannt habe: Regie-rungsrat Staatsgcwerbeschuldircltor >^> u b i c, Magi-stratsdircitor i. R. K e ^ c k, Genossen^chaftsinfw,f!or Dr. B l o d i g, Handels- und Gewcrbeiamü Dr. W i n d i s ch e r, Obmann der Schneidcrgenl^ ,..,.,..,! Ielo <- nik und Verbanbsobniann Franchetti. Die Mitteilung wurde mit Beifall zur Kenntnis genommen. Schließlich feierte Herr Kav5i5, Obmann der Gastwirtegcnossenschast, Herrn Franchetti als ' organisator uud überreichte ihm als bescheiden. ^ der Danlbarlcit der organisierten liaimschen Gcwe.lvb-lcute rin schmuckes Angebinde. Nachdem .Herr Franchetti für die Ehrung gedankt hatte, wurde die Festsitzung mit Worten des herz lichstcn Dankes an alle Teilnehmer geschlossen. iSwunsi des l. l. itandcoschulllltes fi» Kram am Ai. Juni.» Definitiv angestellt wurden die V»'l schullchrpcrsonen: Isidor T mole m Franzdorf, Ai^ < Stare in Präwcilb, Karoline G omil > c l, M Ko^ak und Paula Mar.nlo in Waitsch, Ml Schwaiger in Iohcmniswl, Ursula Poreutn ,:, Moräutsch und Leopolbinc 5t o s i» Oblal. - Vladimir Poxar wurde zum Oberlehrer in Äudanje ernannt. -Versetzt wurden die Lehrer, bczw. Lehrerinnen: Fr Maria Dsrnik in Kal bei Johannistal und "'? Garbe is in Töplitz-Sagor wnrbcn in den gen Ruhestand versetzt, — Beschlüsse wurden ,, ,, züglich der Besetzung je einer Lehrstelle am Ersten und Zweiten Ttaatsgymnafium in Lllibach, bezüglich der Sy jkmisierung einer Lehrstelle am Staatsgymnasium in Ruoolfswert und bezüglich der Errichtung eines Ncal gmnnasiums. — In betreff der Auflösung eines j><-schulrates und des Baues des neue» Schulhauses in Golo wurden Beschlüsse gefaßt. — Militärisches.» Ernannt wird der l-freiwillige Mediziner Dr. Karl Brabec d< tcricregiments Nr. 7 anläßlich der Ableistung d dirnftcs zum Verussmilitärarzt zum Assistenz „ ^.-Vertreter bei dcr Militärärztlichen Applilationsschule. — Dcr Oberleutnant Franz Mühl Hof er des Infanterieregiments Nr. 97 lzugctcilt dem Kriegsarchiv) wurde vom t. und k. Kricgsmmisterium in Anerkennung vor züglichcr Dienstleistung mittelst Dekrets belobt. — In Anerkennung vorzüglicher Dieustleistung wurde der A»s druck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekannt f,^»'"!! dcm Oberleutnant Karl Adrario des In>> mcnls Nr. 97. - Transferiert wurden: der »ant Karl Kaiser des Infanterieregiments Nr, 27 zum Infanterieregiment Nr. 93 irrstes Bataillon in Biha<'), die Militärrechnungsoffiziale Ernst l^eleko v i <^ der Militärbauabteilnng dcs 3. .Korps und Erwin Salier der Militärbauabteilunn des 15). Korps ae genseitiy. ^ ^Vom ssinvnzdicnfte.) Das Präsidium dbal,ndirnfte.j Im St«tus I wurde dem Bauobcrtolimiissär und Vorstande der Nahnrl!«,! tuugssektion Aßling Adalbert Grün walk der ?>>cl cines Inspektors verliehen. Der Äautommissär u»b ^r.r ftandftcllvertrcter dcr Nahnerhaltungsseltion Laibach ^ Anwn Kos wurde zum Bauobcrlommifsär ernannt. Im Status Hl, wurde dem Oberofsizial und Vorstände des Bahnbetriebsamtcs Aßling Viktor Ie^minek der Titel eines Inspektors verlnche». — . h. sie sind für Böhmen bercils gegen Belgien, England, Frankreich uud Spanien aufgetreten. Die meisten baben außerdem im Jahre 1911 in Noubaix um die Weltmeisterschaft im Fußballsporte unter den Amateuren getämpft und sie auch mit dem schließlichen Siege 2:1 über die Engländer gewonnen. Über die einzelneu dieser Spieler berichten die Sportzeitungen folgender-maßen: Goalman Karl Pimmer ist ein außerordentlich flinker und ausgezeichneter Tormann. Der rechte Verteidiger Rudolf Krummer hat in diesem Jahre bereits das 300. Match für „Slavia" gespielt. Er fällt durch sein ruhiges und entschlossenes Spiel sowie durch das ausgezeichnete Koftfspiel auf. Der linke Verteidiger Richard Vcsclti, zugleich Kapitän der Mannschaft, ist einer der besten Verteidiger unter den Böhmen, der heuer bereits das 400. Mal die Farben seines Klubs vertrat. Er ist der Liebling des Publikums, insbesondere der Damenwelt. Er zeichnet sich durch seinen fabelhaften Start auf den Ball und durch das genaue Zuspiel dem Forward aus. Der rechte Läufer Emanuel Venda, der auch als Ver^ioiger gut ausgeübt ist, zeichnet sich durch schnellen Start auf den Ball und durch vorzügliches Zuspiel des Balles an den Flügel aus. Der Mittelläufer Rudolf Holn hat erst tieuer diese Stelle inne. Bisher spielte er die beiden Außenstürmer ausgezeichnet. Eharakterisiert wird er durch den schnellen Vallstart, die große Energlc und das ausgezeichnete Laufen. Der linke Läufer Vogo-mil Ma<^oun ist durchwegs an seinem Platze. Seine guten Seiten sind das ausgezeichnete Zuspiel dem Forward, die brillante Technik uud das sehr gute Schießen. Der rechte Außenstürmer Ladislav Medek zeichnet sich durch seine unzerbrechliche Energie aus. Außerdem zentriert er ausgezeichnet, obwohl er erst heuer diese Stelle bekleidet. Er spielte bereits alle Stürmcrstellen. Er schießt sehr gut aus jeder Position. Die gegnerischen Angriffe vereitelt cr unerwartet. Deshalb ist er ein Liebling des Publ^ kums. Die rechte Verbindung, der gefürchiete Josef Belka, zeichuet sich durch die kolossale Energie, seinen Bombenschuß und das temperamentvolle Spiel aus. Der Mittelstürmer I. Hajny ragt durch seine Balltechnik, genmies, ruhiges Zuspiel den Verbindungen und seine vorzüglichen Schüsse liervor. Auch als Verteidiger ist er eine recht gut 'verwendbare Kraft. Die linke Verbindung Gustav Iahn. ^ Kaftitän der Reservemannschaft, ist troy der kleinen Tta-i tur ein vorzüglicher Läufer, der sich überdies durch agiles l Spiel auszeichnet. Mit dem linken Außenspielcr liefert er immer ein schönes Zusammenspiel. Der linke Außenstürmer, Otto Bohata, ist ein vorzüglicher Läufer, der genau zentriert uud gut schießt. — (Die Prayer „Tlavia" in Laibach.» Die Mannschaft der Präger ..Slavia", die morgen in Laibach das angekündigte Fußballwettspiel austrägt und die am ^. Sonntag in Agram über die dortige Mannschaft leicht mit 8:1 siegte, ist unter Leitung des Herrn Stein-hauser und in Begleitung ihres Tramers Maden aus England gestern abends schon in Laibach eingetrof- ' fen. Die Gäste wurden am Bahnhöfe vom Ausschüsse der „Ilirija" begrüßt und erhielten die vom Tourist Ofsice zur Verfügung gestellteu Broschüren über Kram. worauf , sie stch in Autos ins Hotel „Tiooli" begaben. Heute veranstalteten sie einen Ausflug nach Oberkrain. — iNllSsscftellte Ehrengabe.) Im Schaufenster der , Firma P. Magdi<> ist seit hellte nebst der Photographie der Prager „Slavia" auch das Klubbanner der „Ilirija" , ausgestellt. Diese Ehrengabe wird morgen vor dun Wettspiele auf dem Sportplatze den Gästen überreicht werd — Ter Tterncnhinlmcl im Juli.» Die milden Juli-nachte sind der Sternenschau infolge ihrer Helle noch ab-liold. Nm 10 Uhr dnmmert's noch; trotzdem sind die hellen Firsterne am Sommcrhimmel deutlich zu erblicken: Vega in der Leiicr. Dencb im Schwan. Altair im Adler; am Westb'^mel Arktur (Bootes). Dem Horizont nahe finden wir in oer Richtung von Osten gegen Westen die Tier-kreisbildcr Steinbock und Wassermann, Schütze, Skorpion lmit dem rötlich blinkenden Antares im Südwcsten), Ncme. Jungfrau sSpita, tief im Westen). Der Kopf des Drachen steht im Zenit, nicht weit davon ,m Süden sieht man Herkules, mit seinem Sternhaufen. Jupiter — der einzige Vlanet des Abcndhimmels — kommt am 5. Juli um 1 Uhr nachmittags in Opposition zur Sonne nnd ist daher die gai^e Nacht sichtbar, doch sinkt er Ende Juli scl'on 1'/, Stunden vor Sonnenaufgang unter. Der Planet Merkur wird anfangs Juli unsichtbar, am 7, Juli um 4 Ubr nachmittags ist er in größter östlicher Elongation, Venus ist anfangs 1'V,. zuletzt M Stunden lang als Morgenstern sichtbar. Mars geht morgens immer früher alls, er ist anfangs IV2, zuletzt 3'/, Stunden am Morgenhimmes zu sehen. Saturn ist vor Sonnenaufgang bis zu 2-^ Stunden im Nordostcn sichtbar. Die Tonne tritt am 2> Juli um 1 Uhr nachmittags aus dem Zeichen des Krebses in das des Löwen, am 4. Juli um 1 Uhr nachmittags ist sie in Erdferne. ** iIsl»«lauöstcllunq.> Eine ebenso sehenswerte wie lehrreiche Ausstellung veranstaltete die Direktion der achtklassigcn deutschen Mädchenschule in Laibach in ihren Schulräumen auf der Vrta<"a. Der Eindruck, den der Besucher bei Besichtigung der Ausstellung empfing, war ausgezeichnet, denn er gewann die Überzeugung, daß in der Anstalt ein guter Geist herrscht und durch eine zielbewußte Leitung schöne Erfolge erzielt werden. Die Ausstellung von weiblichen Handarbeiten bewies, daß hauptsächlich auf das Praktische, sogleich Verwendbare Gewicht gelegt worden war. Die in den Schulen angefertigten Arbeiten follen nicht mehr durch Jahrzehnte im Kasten aufbewahrt und den Raum ausfüllend zweck-los liegen, sondern sofort nutzbar verwendet werden. Das Notwendigste und Nützlichste bei den weiblichen Handarbeiten, nämlich das Stopfen und Flicken der Wäsche, fand schon von der 3. .Klasse an Berücksichtigung. Außer den für jede Klasse vorgeschriebenen sah man noch eme Menge sehr nützlicher und praktischer Arbeiten, wie Kragen, teils gehäkelt, teils in weißer, bunter oder venetianischer Stickerei ausgeführt. Vlusen, Damentäschchen. Handpassen, Taschentücher, Polster und Vuntstickerei, Nadelkissen nnd Flachstickerei, Wäsche mit Madeirastickerei, Dcckchen in Hardanger Arbeit und einen Stilstich, Servietten auf Waffelstoff mit Durchzugsstich, Küchenstrcifen, teils gehäkelt teils geschlungen, Waschhandschuhe usw. — Die ausgestellten Mo belli erarbeiten gaben ein beredtes Zeugnis, wie glänzend sich das an dieser Anstalt im vergangenen Schul-jähre eingebürgerte Modellieren bewährte. Das Kneten und Formen liegt ja dem kindlichen Geiste so nahe! Der Anschauungsunterricht, das Zeichnen und die Realien überhaupt finden darin die beste Unterstützung, nicht zu vergessen die Anerziehung freieren Tastgefühles uud einer größeren Ge schicklichkeit. Von der Lust und Liebe, mit der die Kinder das Modellieren betreiben, gaben das ausgestellte Spielzeug, die vielgestaltigen Geräte, Werkzeuge, Vasen, Körbchen, Taschen, Wasch- u. Nachttisch-, Rauch- u.Nachkastengarinturen, Tiere, Obst, Blätter, Blumen, geometrische Körperformen usw, beredtes Zeugnis. Wünschenswert wäre es, wenn dieser anregende Gegenstand bald an allen Schulen Laibachs Eingang fände. — Auch das Zeichne n wurde von der Anstalt mit Verständnis und schönem Erfolge gepflegt. Überzeugeno war das aus den häufig künstlerisch ausgeführten Zeichnungen zu ersehen. Es war nicht nur auf verschiedenfarbiges Papier nach der Natur, sondern auch auf Holz, Seide und Tuch gezeichnet und aemalt worden. So trat auch bei diesem Gegenstände das Praktische in den Vordergrund. Da konnte man Softhapölster, Damenläschchcn, Fächer, Serviettenringe, Obstteller, Kassetten, Aschenbecher, Kalender, Ostereier, Tassen usw., geschmückt mit sinniger Malerei, bewundern, die dem künstlerischen Geschmack der Lehrerinnen und der Vegabuug ihrer Schule-rinnen alle Ehre machten. — Auch an praktischen Ausschneide- und Kleiderarbetten mangelte es nicht. Die Erfolge der Schule sind um so hoher zu bewerten, als sie 339 Schülerinnen zählt, weder über einen Zeichen-, noch über einen Modellier- oder Arbeitssaal verfügt, sondern in meist kleinen, ungünstig beleuchteten Schulzimmern veraltete, völlig ungeeignete Schulbänke aufweist. Die Ausstellung wurde von zahlreichen Gästen besichtigt, die der trefflichen Leiterin der Anstalt, Fräulein Direktorin Franziska I ll e r sch i t sch, ihre wärmste Anerkennung ausdrückten. .5. — »Aus der Sihunfl des l. l. Bezirksschulrates ln Nudolfswcrt) vom 18. Juni: Nach Eröffnung der Sitzung begrüßte der Vorsitzende, Herr ?. k. Landesregie-rungsrat Wilhelm Baron Rech bach, die Mitglieder des neu konstituierten Bezirksschulrates, dem folgende Herren als Mitglieder angehören: Georg Picel, Besitzer und Kaufmann in Rudolfswert, bann Anton Oblak, Pfarrer in St. Lorcnz, als Vertreter des Lan-dcZnusschusscs; Josef Z u r e, Gnsthausbesitzcr und Ge-meindevorstehcr, Johann V e h 0 v e c, Landtagsabgcord-neter und Gemeindevorsteher, und Franz H u ü, Gemeindevorsteher, als Vertreter der Gemeinden; Doktor Sebastian E l b e r t, inful. Propst, als Vertreter der Kirche; die Oberlehrer Martiu Matka und Wilhelm Geb au er als Vertreter der Lehrerschaft; dann die k. k. Bezirksschuliuspeltoren Johann ^trulclj und Matthias Prim 0 s ch. — Das Protokoll der letzten Sitzung vom <8. Jänner d. I. wurde verifiziert und der Bericht ül.>cr die wichtigsten im kurrcnlen Wege erledigten Geschäfts stücke wurde genehmigend zur Kenntnis genommen. Vier Lehrkräften wurden die entfallenden Dienstalterszulagcn zuerkannt. Die Zuertcnnung der Dicnstalterszulage an eine Lehrfterson wurde von dem Resultate der nächsten Schulinspizicrung abhängig gemacht. Der Bericht über die Ernennung der Ortsschul-aussehec für alle Schulcu des Vczirksschulratssftrengels Rudolfswert, mit Ausnahme des Schulsftrcngels Ru-dolsswcrt, wo die Ernennung erst nach neuerlicher Einholung des Vorschlages des Ortsschulratcs erfolgen wird, erhielt die Genehmigung. Zwecks Besetzung der Oberlehrer, bczw. Lehrerstelle an der Volksschule in Zagradec würde Beschluß gefaßt. Da an der .Knabenvolksschule in Nudolsöwcrt die Parallelabteilung schon siebe» Jahre besteht, d'c Schülerzahl und die Schulräumc vorhanden sind, wurde der gestellte Aulrag auf Auflassung der Pa-lallelabteilun^ und sohinnigc Erweiterung der Knabenschule auf fünf Klassen einhellig zum Beschlusse erhoben. Wegen rechtzeitiger lind vorschriftsmäßiger Beamtshand-lune, der Schulversäuninisse und Schlichtung einer zwischen dc? Schulleitung und dein Katecheten an der Volksschule in Neudegg entstandenen Differenz wurde das Nötige rerfügt. Drei Disziplinarsälle wurden ausgctra-gen. Für oic Privatvolksschule in Laze, Gemeinde Tscher-moschnil), wurde zur Verschling der den Ortsschulbchör-dcn obliegenden Amtshandlung ein Funktionär bestellt. Bczirlsschulinsfteltor ^lrutelj erstattete den Bericht über die von ihm inspizierten Schulen; das Referat wurde acnehmisieud zur Kenntnis genommen. ll. — (Verkehr v>m Sonn >md Feiertagsziissen in der Strecke Ncumairltl-Krninliurg und retour.) In der Zeit vom 1. Juli bis 15. September l. I. werden in der Strecke Neumarkll Krainburg und retour au allen Sonn-und Feiertagen Vergnüguugszüge nach folgender Fahrordnung in Verkehr geatzt werden: Zug 2558-l ab Neu-marktl abends 9 Uhr 18 Min., Heiligentreuz 9 Uhr 57 Min., Duplach 1l> Uhr 7 Min., Natlas IN Uhr 19 Min., an Krainburg 10 Uhr 30 Min.; Zug M'>9-. ab Krain-burg nachts 11 Uhr, Nallas 11 Uhr 15 Mill Duplach 11 Uhr 29 Min., Heiligenkreuz N Uhr 39 Mi.,., an Neumarktl ll Uhr 47 Mi». — iV»n der öfterreichischeu Automobilfahrt.) Velm schönsten Wetter wurde am verflosseilen Samstag um '^,3 Uhr nachmittags von den Wcttfahrcrn der Loibl passiert. Die ersten Wagen waren die Rolls Royce-Wagen; der letzte Fahrer passierte ll», '/.8 Uhr abends die Obelisken aus dem Loibl. Der lrainische Automobilklub hatte sich zahlreich auf dem Loiblsattcl versammelt, wo er unter Leitung seines Vizepräsidenten, des Herrn Vinlo Maj-d i r', und des Herrn Barons Dr. Karl Vorn einen schönen Empfang veranstaltete. Mit Freuden dankten die Fahrer den Frauen und Fräulein, die sie mit Blumen überschütteten und ihnen auch Erfrischungen servierten. In ganz Kram wurden die Fahrer freundlichst aufgenommen; die Dörfer und Städte prangten in Flaggen-schmuck, die Schuljugend bildete Spalier und eine große Anzahl der versammelten Bevölkerung altlamicrle leb haft die Fahrec, unter denen sich auch Ihre f. und l. Hoheiten die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Josef Ferdinand, Heinrich Ferdinand und Leopold Salvator fowie Seine königliche Hoheit Prinz Elias von P a m a befanden. Insbesondere zeichneten sich Bischoflack, Krainburg, Neumarttl und Pöllcmd aus, die über Initiative des Herrn Nezirtshanfttmcmnes Schittnik Flaggenschmuck angelegt hauen. — (Frecher Diebstahl.) Gestern abends zwischen '/l8 Uhr und ^9 Uhr brach ein unbekannter Dieb in die versperrte Wohnung des unter dem Namen Steircr Franzl bekannten Gastwirtes an der Ncsselstraße ein und entwendete daraus einen Geldbetrag von über 1100 X. — (Unreelle ausländische Vantunternehmungen.j Wie in Erfahrung gebracht worden ist, entfallen die „Dansk Depositobanl Altieselskab" und „Skanoinavisk Commerce- und Diskontobank" in .Kopenhagen, welche sich angeblich mit der Gewährung von Personal- und Hypothekarkredit besassen, eine rege Werbetätigkeit, um sogenannte „Generalvertreter" zu gewinnen, deren Ausgabe darin besteht, Kreditsuchendc auf die günstigen Bedingungen aufmerksam zu machen, unter welchen seitens dieser Uuternchmungeu augeblich Darlehen gewährt werden. Die sich meldenden Interessenten werden dünn veranlaßt, ziemlich bedeutende Vorspesen zu entrichten; zur saltischen Gewährung eines Darlehens kommt es jedoch nicht, und zwar aus anscheinend nichtigen Gründen. Das Vorgehen der genannten Banken, bezw. ihrer Vertreter hat auch bereits mehrere strafgerichtlichc Anzeigen veranlaßt. Es wird daher vor Eingehung einer Geschäftsverbindung mit den erwähnten ausländischen Unternehmungen auf das dringendste gewarnt. — iAnMluna von Technikern in Bulgarien.) Interessenten liegt im Bureau der Handeln und Gcwerve-kammer in Laibach ein wichtiger Bericht über die Chancen unserer Techniker auf Erlangung einer Anstellung in Nlllgarien zur Einsichtnahme auf. üaibacher Zeltung Nr. 148. 1387 1. Juli 1913. — (Hagelschaden.) Wie uns aus Tschcrncmvl w richtet wird, ging am 21. Juni um halb 6 Uhr nach mittags über Griblje und Umgebung ein derart starler Hagclschlag nieder, daß alle Feldfrüchte vollkommen vernichtet wurden. Der Schaden soll sich auf 20.000 /< be- — ^Schadenfeuer.) Am vergangenen Freitass spielten der 5i Jahre alte Vesihcrssohn Gregor Mliuar und dessen jüngerer Aruder Lorenz in Ibcr^cl, Gemeinde Dol bei Idria, mit Zündhölzchen und steckten die mit Heu und Stroh gefüllte Dovftclharsc ihres Vaters in Vrand. Die Harfe brannte samt zwei Vrelterfuhn'n, mehreren Wagen, Schlitten und anderen Geräten vollständig nieder. Der Schaden beträgt 4200 /v, die Versicherungssumme nur 400 X. — «Ein Kind verbrannt.) Wie uns aus Adelsvcrg berichtet wird, legte am 25. Juni um 2 Uhr nachmittags die Besitzers aalt in Johanna Furlan aus Podraga ihr zwei Jahre altes Söhnchcn in die Wiege und ging aus das Feld. Nach einer halben Stunde zurnlkgelchrt, fand sie das Kind mit der Wiege brennend bereits tot vor. Das Kind dürfte mit Zündhölzchen gespielt haben und ist hiedurch verunglückt. — Mtrnntcn anfgefnndrn.) Wie man uns mit. teilt, wurde die seit !3. Juni abgängige 17 Jahre alte Maria Lilar aus Töplitz bei Sagor am 2l. Juni in der Save nächst Hrastnil ertrunlcn aufgefunden. — sDrei Zigeuner verhaftet.) Samstag nachmittags stieß eine Gcndarmeru'vaironillc aus eine Zigcuncrbande, die ill der sogenannten Koolcrwaldnng lagerte. Gs sind dies der .^ Jahre alte Georg Hndorovi^, der 20 Jahre alte Paul Hudoroui<" und der N Jahre alte Valcutin Lcvatovi^. Diese Zigl'lincr sind dringend verdächtig, in letzterer Zeit mehrere Einbrnchsdiebstählc verübt zu haben. Sie wurden dem Lanocsgcrichte eingeliefert. — (Fremdcnlistr.) In Grado sind bis einschließlich 28. Juni 55)68 Fremde eingetroffen. — iWochenviehmarlt in Laibach.) Auf den Wochcn-viehmarkl in ^aibach am 25>. Juni wllrdcil 20 Ochsen, 9 Kühe, 1 Kalb und 67 Nutzschwcine aufgetricbcn. Darunter befanden sich 20 Schlachtender. Die Preise noiirrten für Ochsen mit 86 bis !)6 /< für 100 Kilogramm Lebendgewicht, — lDno schlimmste von allen Übeln nnserer Zeit, da^ vcrl'rcitclste beiden) ist noch immer die chronische Snihllrässheit oder Verstoftsnng. Sie besteht in widernatürlicher Anhäufung und Zurückhaltung der Speisereste i:n Tarmlanal und rust im Organismus die unangenehmsten Empfindungen hervor. Langandmicrndc Stuhlträgheit stört den ganzen Verdauungsprozcs;, somit auch die Ernährung des Körpers und mindert in wei ter'r Folge die Leistungsfähigkeit des Individuums. Als willjainstes Mittel aeacn die Obstipation ist „un von den iiizNicheii KlNmzitiüe» aller fünf Weltteile Saxlehncrs Hunyadi Janos Aillcrwasscr ertannt worden. Es fehle dalicr in keinem Hause. W»l! 2—1 Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der Kaiser. Wien, .M Juni. Seine Majestät der Kaiser wird auf der morgigen Fahrt zum Sommcrsclour nach Äad Ischl in Amstctten die Fahrt unterbrechen, um der Taufe der Tochter der Gräfin Elisabeth Franziska Waldburg-Zeil aus Schloß Wallsce beizuwolKicn, »uohi» sich der Kaiser mit Automobil begeben wird. Um halb .'! Uhr nachmittags fährt Seine Majestät mit Automobil nach St. Valentin, von wo um .'j Uhr 40 Minuten die Fahrt nach Nad Ifchl fortgesetzt wird. Die Vorssäugc auf dcr Balkanhalbinsel. Belgrad, .'50. Inni. Wie in parlamentarischen Kreisen crNärt wird, wurden die innerhalb der Regierungspartei aufgetauchten Gegensätze ausgeglichen. Hicdurch ist daö Verbleiben des Kabinettes Pa^i«' ermöglicht. Vclsslad, 30. Juni. In der SkuMna erNärte Ministerpräsident Pa^u-, daß die Regierung dem russischen Scniedsgcrichlc unter Festhalten an dcr bekannten Resolution der Sluft^tina zugestimmt habe. Nachdem die In lerpellantcn Nibarac, Mnrinlovu'' nnd Radlovk' gcsftro chen halten, wurde die Debatte aus morgen vertagt. Belgrad, M. Juni, Ans amtlicher serbischer Quelle wird gemeldet: Aus Nslüb langten heute drei Telegramme ein: Das erste Telegramm besagt: Die Vulgären snhrten hculc nnchts um 2 Uhr 10 Minuten einen tlber-iall aus unserc Truppen in dcr Richtung „cgen Istip aus. Um 3 Uhr 40 Minuten morgens begann das erste Artil-lcricfeucr, worauf in den ersten Morgenstunden ein An-yrlff auf ReMa, Nulla, Zletovo und Neonazi erfolgte. Der Kamps dauert aus allen Punkten fort Das zweite Telegramm lautet: Die Vulgären griffen heute nachts die scrbifchcn Truppen bei Nalandova an, jedenfalls in dcr Absicht, sich dcr Eisenbahnlinie zn bcinächligcn. Vcide Angriffe von bulgarischer Sctte aus die serbischen Posi tionen sind ein Acwcis, dah d,e Vulgären ohne Kriegserklärung die F e > n o s c I i n l c i t e n begonnen haben. Ein dritter Vericht aus dem Hauptquartier von Üstub lautet: D,e Bulgaren haben auch mit dem Angriff aus d,c ganze griechische Front begonnen. Auf serbischer Seite dauerte der heute nachts von den Bulgaren begonnene Kampf auf der Lime dcs Ursprunges des Zlctovslaflusscs bis Istip fort. Details sind noch nicht bekannt. An dem Kampfe nahmen beider scits größere Infanterie- und Artillcricmafsen teil. Talonichi, 30. Juni. Seit heute früh findet in der Nähe von Ghcvgeli ein Kampf zwischen Serben und Bulgaren statt, in den bisher vier Rcgimcnier verwickelt sein sollen. Der Eisenbahnverkehr über Kümcndsche hinaus ist einstweilen unterbrochen. Einzelheiten fehlen. Salonichi, 30. Juni. An zuständiger Stelle wird bestätigt, daß die bulgarischen Truppen heute vormittags Ghevgcli besetzten, nachdem die serbischen Truppen vor der llbermacht zurückgewichen waren. Athen, 30. Juni, Das Prcßburcau hat folgende De-pcfchc aus Salonichi veröffentlicht: Die bulgarische Armee hat einen allgemeinen Angriff auf die griechifchcn und serbischen' Strcitlräfte begonnen. In dcr von den Serben besetzten Gegend ging die bulgarische Armee über die protokollarisch festgesetzte Linie und rückte gegen Mctzi-lovo, Vogdanzlo und Ghevgeli vor. Man glaubt, daß Ghcvgcli von Vulgären bescyt ist. Die bulgarische Armee überschritt auch die im griechisch-bulgarischen Protokoll festgesetzte Linie bei Panleion und marschiert gegen Elcvlhera. Die griechische Kompanie ist in Elcvthcra abgeschnitten. Ein im oberen Mustanitale disloziertes De-lachcmcnt wurde angegriffen und zieht sich gegen Tsicsi zurück, l'ibcr die .Kompanie liegt keine weitere Nachricht vor. Es ist nnr bekannt, daß gestern nm 6 Uhr 5)0 Min. abends zwanzig Kanonenschüsse gegen Elevthera abgegeben wurden. Drei bulgarische Regimenter von Teuran griffen die serbischen Vorposten am linken User bei Mel^ kova an. Vulgarischc Artillerie beschießt die Befestigung am linken und rechten Vardarufer. Um lirwi ist. Die. Bevölkerung ist über die Vernichtung von .hab und Gut in Verzweiflung, da von dcr Fcchsung selbst dann nichts mehr zu retten wäre, wenn dc>5 Hochwafscr binnen kurzem von den Feldern abfließen würde. Deva, 30. Juni. Ununterbrochen treffen hier Schrck-lcnsnachrichten über .Hochwasser ein. Bei Lesnnel wurden mehrere .Häuser auf dcr Landstraße durch Wildbächc zerstört und Brücken weggerissen. Dic ganze Umgebung ist vom Verkehr abgeschnitten. Budapest, 30. Juni, Nach Mitteilung dcr ungari schen Staatsbahn habcn die llberschwemmungen in Siebenbürgen an verschiedenen Punkten Verkehrsstörungen hervorgerufen. So wurde eine Eifenbrückc in der Nahe von Petrovoselo weggerissen. Indessen ist dcr Verkehr aus ungefähr zwölf Tage unterbrochen. Verunglückte Aviatiker. Luttich, 29. Juni. Der Flieger Pari sot ist mit einem Passagier abgestürzt. Dcr Passagier war auf der Stelle tot, Pari sot starb bald hernach. Brüssel, 30. Juni. Der Unfall des Fliegers Parisot hatte noch ernstere Folgen, als die ia Medaille. M Appetitanregendes, nenren-H ¦tirkendw und blutrerbee-¦j Mindt« Mittel für 1 ^^^ Rekonvaletrenten ===== ^^^^t :3s=rus=zr unj Blutarme JHBB1B tod !rttliob*n Autorititen mSSSm^M beBtcn« oupfokl^n. yü*3| Vorzüglicher 6e»chmack. ¦NHkwwif^g Vltilfach prtmütrf. . St üiriP über 8000 ärrtllche ««ttohten. : J. SERRAVALLO, h.«.k. Hoflieferant, Triftete. 5251 52-8« Kino „Ideal". Das neue Programm enthält da« sensationelle amerikanische Lustspiel „Der Cowboy-Millionär" sowie das glänzende Märchen „Undinc", beide in zwei Akten, außerdem folgende erstklassige Filme: Religiöse Gebräuche in Turkestan sRcisefilm); Augustin im Nachtasyl (komisch); Patb>Iournal; Der Lohn des Lebens (dramatisches Lebensbild, behandelt die Sero-thcraftic — nur abends). — Freitag Spezialabend mtt dem Nordiskschlagcr „Wenn die Not am größten". — Samstag „Der Kaufmann von Venedig" nach dem gleichnamige,! englischen Roman, 55711 Steckenpferd- "" """ AMenmUchseise nach wie vor unelllbehrlich sül eine ratwnclle L»aui' u Sliiün-heitspssrsse. Tägl, Anrrll-nmingeichr. « 8l) !, iibrrall vorrcit. Angekommene Fremde. Hotel „«lef««t". Am 30. Juni, Se. Exzellenz Können, l. u. l. Feld. marschalleutnmlt, Innsbruck. — ttnapp, Kommissär, Walten» doif. — Nrimsch. Prolurist, Steyer. — L>c Nayl. Ndvolatlir«. lanoibllt, Graz. — Dr. Blodig. l. l, Gewerbeinstrultor-, Mar. lellantz, Sigon, Ninnenbura., Rsde ; Bartel. ltfm., Irieft, — Narsen, Kfm,, Fiume. — Ncnzi. Kfm.; Fameu, Private, Udme. — Nii, Private, lopuslo (ttroatirn). — Minra, Lehrer, Tisch, nowitz, — Schwizer. Neamiel; Folk, Rid.. Dioszeg. Wal' loch. Rsd., Salzbuly. - Lllwenstein, Nsd,, Zalaesserszeg, — Eiblischih. hammeischmidt, Ochs, s. Gemahlm, Rjoe.; Ott. Chauffeur, Wien. — Nate,, Flnjchhauer, St. Georgen a. S. V. — Nibbe, Bahnselirtar, Prag, Gr«nd Hetel Uni«». Nm 30. Juni. Dr. Mathias, Rupa. - »eftranel, Naulommissar, Prag. — horvatovic, lyeamter, Gottschec ^-Sllmohld. Prokurist, Vrünn. — Kell, Holzhändler; ^ean. Priv.; Dobrinii. Priester. Nc^am. ~ Mals, Priv., München. - Ponnpoli. Priv,; Kohn, Schlichter. Nsde.. l«raz. - itlein. dienst, Priester. Begunje. ^ Pogany, Kfm.. Tsalathurn. — Bohnhoff. Nsd.. Budapest, Marvin, Neiter. Nfde.. Trieft Hoffnh. Rl'selibaum. Rjde,. ^iürnoerg. -^ V.nrrl, llfm.; «uba, Philipp,. Adler, Fwui», Mclnart, Schvchter, Pollal, Alefsanblini. Nihner, Rizncl. Slrar'cil. Kovai. MMer. 3i,dt., Wien. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehtthe 306 8 m. Mitt'.. Luftdruck 7360 mm. «s> ii U. «. 73b 1 21 b SÄ. mäßig bewvllt ^ 9U. «lb. 36 9 12» 0. schwach teilw.be». ll?U. F. 86 89 b! . j Nebel > 0-Ü Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 15 9-, Normale 19 1«. Wien. 30. Juni. Wettervorauesasse fül den 1. Juli für Tte,ermarl, ttäi-nten und Kruin: Wechselnd wollig, un-bestimmt, lühl, nordwestliche lebhafte Winde. Wlimar *. d. Ostsee. An der Ingenieur-Akademie s\..uiHr fand unter dem Vorsitz eiue» PrüfuDgs-KouiniisiärB von der tncbniBclien Hochschule sowie in Gegenwart einee Vertreters der Aufsichtsbehörde kürzlich der mündliche Toil der Ingeuieur-Hauptprüfung statt, woran sich 22 Kandidaten beteiligten. Von diesen Herren waren 10 aue Deutschland, 1 aus Norwegen, 1 aus Finnland, 2 aus PoIpd, 2 aus den übrigen Rußland, 2 auB Rumänien, 1 auB Holland und 2 Herreu aus Böhmen. Nachdem ein Kandidat von der Prüfung zurückgetreten war, konnte den übrigen bezügliche Diplome mit den Prädikaten «gut» und «sehr gut» zuerkannt werden. 2678 a Laibacher Zeiwng Nr. 148. 1388 I.Iuli 1913. Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. fltldelnlagen gegen ElnlaosbDcher und In Konto-Korrent; Gewährung von Krediten, Etkomote von Wechseln etc. Filiale der K. K. priu. Oesterreichiscben in Laibach Credit-Hnstalt für Wei und Bewerbe Prešerengasse Nr. 50. >¦>*> Reserven: 95,000.000 Kronen. Kauf, Verkaut u. fielehnuig von Wert papieren; BOrsenordres; Verwalten« von Depots; Safe-DeposHt; MIIKBr- Heirattkautloneo ete. Kurse an der Wiener Börse vom ?1O. Juni 1913. Schluflkure Geld | Ware Allg. Staatschuld.-------------- Pro«. « i(Mai-Nov.)p.K.-t 82 — 8220 § *% „ .. P-U.4 82-~ 82-20 K k. st. K.](Jän.-Juli)p.K.4 81-95 8216 y „ ,, p. A.4 81-96 8216 H 4-a%».W.Not.Keh.Ang.p.K.4-2 84-16 84-35 J5 4'2% „ „ „ „ p.A.4-2 84-16 84-36 .5 ¦»•2% „ 811b.Apr.Okt.p.K.4-2 84-60 84-70 W 4-2»/„ ,, „ „ „ p.A.4'2 84-60 84-70 LoBev.J.1860zu500sl.ö.W.4 /672 1612 Losev.J.1860zul00fl.ö.W.4 444— 462 — Lose v.J. 1864 zu 100 fl.ö.W___676-— 686 — Lose v.J. 1864 zu 50H.Ö.W___830-— 34Q-— St.-Domän.-Pf. 120Ü.300F.6 — — —— Oesterr. Staatsschuld. Oest.StaatsBchatz8ch.stfr.K.4 96-60 96-80 Oest.Goldr.stfr.Gold.Kasse. .4 102-76 10296 „ ,, „ ,, p. Arrgt. 4 /027« 102-96 O«Bt. Rentei.K.-W.stsr.p. K.4 8226 82-46 ,, ,, ,, „ „ ,,U..4 82-35 8266 Oest. Rente i. K.-W. stenerfr. (19X21 p. K............ 81-95 82-16 Oest. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. U............ 81-96 8216 Oeat.Inve3t,-Rent.8tsr.p.K.3V» 78-30 73-60 Franz Josefsb, i. Silb.fd.S.") 6V< 107-60 108-60 Galiz. Karl Ludwigsb. (d.St.)4 83-25 83-76 Nordwb..ö.u.südnd.Vb.(d.S.)4 8360 83-90 Rudolfsb.i. K.-W.Btsr.(d.S.)4 83-25 8376 Vom Staats t. Zahlung übern. KUenhahnPriorltits-Oblijf. Böhm.Nordbahn Em. 1882 4 —•— — ¦— Böhm. VV'estbahnEm.188.1. .4 86-90 8$-90 Böhm. Wrstb. Em. 1895i. K. 4 84-16 85-16 Ferd.-Nordb.E.1886(d.S.)..4 8976 90-75 dto. E. 1904 (d. St. K___4 88-10 88-60 FranzJoBefsb.E.1884(d.S.)S4 «6-28 8626 Galiz.KarlLudwigb.(d.St.)S4 84-— 8470 Laib-Stein Lkb. 200 U.1000H.4 9275 937b Schlaßkurg Geld |\Varc Pro«. Lem.-Czer.-J.E.1804(d.S.)K4 —— —¦_ Nordwb.,OoBt. 200 fl. Silber5 lös— 101-60 dto.L.A. E. 1903 (d.S.) K 3»/, 76-— 76-Nordwb.,Ocst. L. B.2OOfl.S.5 101-— _•__ dto.L.B.E.l903(d.S.)K372 76-— 76- dlo.E. 1886200 u. 100011.S. 4 84-60 85-60 Rudolfsbahn E. 1884(d. S.)S. 4 84-60 86-50 Staatscisnnb.-G.500 F. p. St. 3 337- — 340-- dto. Ergz.Netz 500 F. p. St. 8 824 26 328-26 SüdnorddeutBchciVbdgb.fl.S.4 88-25 84-2A Ung.-gal. E.E. 1887200Silber4 83-36 84-36 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatBkassonsch.p.K.4Vi 08-86 99-10 Ung. Rente in Gold . .. p. K. 4 9930 99-50 Ung. Rente i. K.stfr. v.J. 1910 4 80-66 80 86 Ung. Rontc i. K. stfr. p. K. 4 80-90 81 10 Ung Pramien-AnlehenälOOfl. 413-- 423-U.Tbeisa-R.u.Szeg. Prm.-0.4 277— 287-U. Grundentlastg.-Obg.ö.W.4 *2*70 83-70 Andere öffrntl. Anlehen. Bs.-herz.Eis.-L.-A.K. 1902 4V, 90-60 91-60 Wr. Verkehrsanl.-A. verl. K4 82-20 8320 dto. Em. 1900 verl. K . . . . 4 *2-2i5 83-25 Galiziscbosv. J. 1893 vorl. K.4 82-60 83 60 Krain.L.-A.v.J. 1888ö.W .. i —•— 94-60 Mährisches v.J. 1890 v. ö.W. 4 86-9C 87-90 A.d.St. Budap. v.J. 1903 V. K.4 7936 80-35 Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. i 8VH0 8280 WienflnvestOv. J. ii)02v. K.4 8330 84 80 Wien v. J. 1908 v. K.......4 82-20 8320 Rus8.St.A.19O6f.i00Kp.U.6 101-85 102-36 Bul.St.-Goldanl.1907 100K4»/2 S9-10 9010 Pfandbriefe und Kommunalobligationen. Boilenkr.-A. öst., 50 J. fi.W. 4 83-40 8440 Bodonkr.-A. f. Dalmat. v. K.4 99— 96 — Biihm. Hypothekenbank K. . 5 /0026 10V— dto. Hypothbk.,i.57J.v.K.4 88-76 8976 Schlußkura Geld [Ware Prnx Böhm.Ld.K.-Schuldsch.50J.4 87— 88 — dto. dto. 78 J. K.4 84-— 85- — .Jto. E.-Scbuldsch. 78J.4 84-- 85- — Galiz. Akt.-Hyp.-Bk.......5 —• —•- dto. inh.50j.vcrl.K.4Vj 92-— 93-— rializ.Laii(iesli.5iy2Jv.K.i1A St™ 9?.-70 dto.K.-Obl. III. Em.42 J.41/2 SD-so do-so Istr. Bodenkr.-A. 36 J. ö. W. 5 98-26 99-26 latr. K.-Kr.-A.i.62V,J.v.K.4V, SS-60 90-60 Mahr.Hypoth.-B.ö.W.u.K.4 83-46 83-85 Nied.-ö8t.Land.-Hyp.-A.ß5j.4 84-26 86-26 Oest. Hyp. Hank i. 50 J. verl. 4 83-— 84- — Oe8t.-ung. BanköOj.v.ö.W. 4 8825 89-26 dto. ,V)J. v. K.........'. 89 60 90-60 Centr. Hyp.-B. ung. Spark. 4>/j 91-— 92- - Comrzhk.,PeBt. Un0-50 91-50 dto. inh. 50 j. v. K. . . . 4V4 S460 86-50 Hpark.V.P.Vat.C.O. K . . 4V, 90— .<>/•_ Ung. Hyp.-B. in Pest K . . 4*/t 92-26 9825 (lto.Kom.-Sch.i.50J.v.K4l/i 9376 94-76 Eisenbakn-Prior.-Oblig. Kasch.-()dcrb.E.1889(d.S.)S.4 8190 X2-UQ dto. Ein. 1908 K (d.s.). .. 4 8116 82-16 Lcml>.-O.er.-J.E.1884800S.3-6 75-90 76-90 dto. 300 S...........•* 81-76 82-75 Stantfiftisenb.-Gesell. E. 1895 (A. St.) M. 100 M.......3 —•— —•— Slidb.,Ian.-.J..5O!' F. p. A. 26 242-50 24360 UntcrkrainerB.(d.S.)ö.W. . 4 9/-— 92-60 Diverse Lose. Bodcnkr.öst.E. 188OälOOfl.HX 277'— 2*7 - dto. E. 1889 ä 100 fl .... 3X 24IS-60 266-60 Hypoth.-B.ung.Präm.-Scliv. U 100 fl..............4 229-— 239-- Sorb. Prämien-Anl. ä 100 Fr. 2 110- 120-— Bud.-Ba8ilica(Domb.)5fl.ö.W. 28— 27-90 SchhiBknrs Gold | Ware Crod.-Ans'.f.H.u.G lOOfl.ii.W. _-._. _•_. Laibach. Präm.-An].2()fl.ü.W. 63-- 6T RotenKronz.öKt.G.v.lOsl.ö.W. - •— detto nng. <}. v. . . 5 fl. ö. W. 29-— 83- Türk. E.-A.,Pr 0.400Fr.p.K. 231-60 234-60 Wiener Kommnnal-LoHe vom Jahre 1874 .... 100 (1. ö.W. -•-•-. (iewinKtach. der 30/0 Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-An«t. E. 1MH0 38-60 42-50 Gowinstach. der 3'1/,, Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst. E. 1889 61-— 67'--Gowinstich. der 4°/,, Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 28-— 32--- Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G.500ll.C. M. 1286— 1Z95--Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 4940-— 4965 — Lloyd, ÖRtcrr........400 K 565'— 666--- Staats-Eisb.-G. p. U. 200 fl. 9. 709-- 710-Südbahn-G. p.U. . . . ftOOFrs. 12Q-- 121- Itank-Aktien. Anglo-ÖHtorr.BankltiOn. 19 K 33V25 33226 Bankver.,Wr.p. l.J.s»OOfl.3(i ,, 608-?6 «0.9-2» K0d.-C.-A.allg.0Ht.311n K57 ,, 11H8-- nee- Credit-Anxt. p. U. 320 K 33 ,, 61876 619-76 Credit-B, ung. allg.üOOfl. 45 „ 820- - 821--¦ P^kompteb. ateior. 200 11. 3* ,, 667¦— 671 — Kskompto-G.. n. ö. 400 K 40 ,. 726- - 730 — Länderb.,ÖKt. p. U.2OOfl.:tO ,, 807-80 608-50 Laibacher Kreditb. 400 K 25 „ 4S3-— 426-¦- OoHt.ungar. B. 140u K 120,, 2077--• 2088-- Unioiibankp.U. . . 200 0.33 ,, 683-60 584-60 Yorkehrsbaiik,allg.l40fl.20 ,, *«.<»-2fl 360-26 Živnostnn. banka 10011.15,, 263— 263-76 Industrie-Aktien. Iter^-u. Hüttw.-G., öst. 400 K J263-- 1278-HirtcnbergP.,/. u.M.F. 100 K 1620— 1625--iKönigsh.Zement-Fabrik 400 K 854-— 36T60 lLengenselderP.-C.A.-G.250K /26- 126-— SchlnflkurB Geld | Ware Mnnfange8.,österr.-a!p. 100 fl. 92/-—| 9f2 — Porlrnooscr h. K. u. P. 100 0. 462-- 466- — F'rai?f;r P-isenind.-flesell. ,r>00 K 3176- 81D6- — }{irn5mur.-Salgi')-Tarj. 100 fl. 683 10 684-10 S»lgd-Tari. Stk.-B. .'. . 100 II. 7<6- 749 — Skoiiaworkc A.-G. Pils. «00 K 83060 83V60 VVaffen-F.-G.,ö«terr. . . lOOfl. 978 — 98360 WeiOonfelsStahlw.A.-G.SOoK 7*a- 790 — Westb. Dorgbau-A.-G. l(K) fl. 83660 640-__ Devisen. Knrze Steinen and Scheck«: Duutsche linnkplätze...... 118— 11820 Italienisch« Bankplatze..... <)*«»•»" M«-» London................ j