^Zrarnimerntionö-Prcise: Fitr Laibach: Ganzjährig . • 8 fl. 40 kr. halbjährig • • vierteljährig . 4^cnarlick • - ■ - Laibacher Redncrion: BaLntiofgasie Nr. 132. 20 10 70 Mir der P °si: ^onzjäkrig..................12 !l- Halbjährig.................. ® » Vierteljährig.................. " ^iit Zustellung ins Haus ^ertelj. 25 kr., mcnatl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. (fütiebition: & Inseraten-Suren»: Congreßplatz Nr. 81 (Buch. Handlung von Jg. e. Älein-mayr & Fed. Bamberg.) ♦ Anonyme Mittheilungen werden nicht ’oexiieffiduiqt; Manuskripte nidit zurückgesendet. AnserriovSpreistz: ' Für die einspaltige 'fc h. 4 fr , bei wieder.^ fctnlüing : Anzeigen bis S . Bei größeren Zn öfterer Ginfäaiti chender R Für eomi'licietten 2.-: dere Vergüt». SS Nr. 78. Donnerstag, 8. April 1875. — Morgen: Maria Cl. 8. Jahrgang. 2um Schutze des Naturweines. ; II. (Schluß.) cvn diesem Mittel glaubt der Ausschutz den wirksamsten Schutz für die Weinproduction finden Hüffen w7il bisher jeder Weinverküufer, sei es Xtm nt Händler ober Gastwirth. ,olche Getränke das, was sie tüirflidj finb, 5« DerfauTcn -heut-, wohl wissend, daß m bie.em Falle bie Eon-^wen en lick ferne halten würden. Sind aber die ^Zeichneten Getränke wirklich, wie behauptet wurde gut ober noch besser und auch eben,o ge|unb S« Lrnur au« Tr-ubensaft gewonnen Wem dann bie «faneiaunq bes Publicums gegen ,olche Ge-lt aber solche Getränke selbst zur Geltung bringen, S» ein. wie von mancher Seite behauptet wirb, Der von mancher Seite auftretenden und auch 1 production sieht der Ausschuß in einer entsprechenden in der Nntersuchungscommission der Sachverständigen Besteuerung der im § 1 des Gesetzentwurfes bezeich- don einem Oenologen vorgebrachten Behauptung, durch die Verhaltung des Verkäufers, die vorbe- neten Getränke und zwar in der Weise, daß fatc Erzeugung solcher Getränke, in soweit sic nicht unter 1 v ein, wie dum ^gerechtfertigtes Borurtheil beieitigen. h In Men. bie künstliche We.nbereUung behan-tr^hbm Flugschriften unb Aufsätzen wirb auch geatzt, uur das Borurtheil gegen d.e m Rede stehen-Getränke sei Ursache, baß- ,re sich noch nicht gebrochen, noch nicht bie Anerkennung erlangt ^en, bie sie verbienen. Die ben Interessen ber Mrobucenten entsprechenbe offene Erklärung ber s^schkdenen bisher nur unter der allgemeinen und dehnbaren Bezeichnung ..Wein" dem Consum iNnebenen Getränke muß daher auch den Erzeugern CVr Getränke entsprechen, da sie ja auch ihnen ■ Ä gjHttel zur Erreichung ihrer Zwecke bietet. Feuilleton. Ueber Straßenbepflanzung. (Schluß.) Welch bedeutende Summen kostet in Kram ethaüuna der Straßen, und als Steuer dafür hohe Mauthgebühren gezahlt werden. Diese ^%n, wenn die Straßen mit Obstbaumen be,etzt %n, bald bedeutend verringert werden. eh #enn Bäume an Lanbstraßm gepflanzt wer» «5k* müssen erstens bie Pflanzlöcher groß genug SSrtit unb wo sie fehlt, gute Ackererde beigeschafft M Z°-L muß s°-s.°-,° unb ,«ie PW-. SXrf, genug sinb, baß sie in bie Krone reichen und fest ^Kdammt werben können, gesorgt werden; drittens die Bäume von bester Beschaffenheit fein, |yt _.wa aus dem Walde entnommene Wildlinge, ■> » »..1 AM« AAAH* (5\i zeichneten Weine als das verkaufen zu müssen, was i Artikel V a der Durchführungsvorschrift zur Ge* sie wirklich sind, werde der Weinbandel ruiniert, werbeordnung vom 20. Dezember I859 fällt, nemlich kann keine Berechtigung zugestanden werden, denn insoweit sie gewerbsmäßig betrieben wird, der Eres müßte mit dem österreichischen Weinhandel sehr ' werbsteuer, ferner daß der gewerbsmäßige Verbrauch schlecht stehen, wenn er nur aus Betrug unb Täu-' solcher Getränke in gleicher Weise wie die gewöhn« schung des Publicumö gebaut wäre. 1 liehen Weine der Verzehrungssteuer unterzogen werde. (Sin blühender j$eint)anbet kann nur neben einer j Der schließlich zur Vorlage an das Abgeord-blühenden Weinproduclion bestehen und umgekehrt! netenhans endgiltig angenommene Gesetzentwurf lautet muß auch jeder Nachtheil, w-lcher der Weinproduction nach dem Berichte, wie folgt: § 1. Weinähnliche erwächst, über kurz oder lang dem Weinhandel zum Getränke, welche nur ans Wasser oder Obsimost Nachtheile gereichen. durch Beimischung zweckdienlicher Substanzen (Zucker, Auch die Fachwissenschaft kann gegen die For- Sprit, Glycerin u. s. w.) mit oder ohne Benützung dernng, daß die im § 1 des Gesetzmtwurfes bezeich- von Traubenrückständen hergestellt werden, sowie neken Getränke als sollte declariert werden, nichts Weine, die durch jene verschiedenen Verjähren geeilt wenden, da der Gesetzentwurf sich in keine Ent-1 Können werden, bei welcher eine beträchtliche 33er* scheidnng über bie Bezeichnung einläßt, welche bem mehrung des natürlichen Traubensaftes durch Zusatz einen ober bem anbern weinähnlichen Getränke vom, von Wasser und anderen zweckdienlichen Substanzen wissenschaftlichen Standpunkte innerhalb des Saminel- mit ober ohne Benützung von Traubenrückstänben namens „Wein" zukommt, sonbern nur etwas be- bewirkt wird, dürfen nur unter einer die H er siel -gehrt, was jeder anständige Geschäftsmann von selbst lungsart des Getränkes unzweideutig darlegenden als ein Gebot der Ehre und Pflicht erachten muß. Benennung verkauft und müssen als solche in den Jenen gegenüber, welche die Wissenschaft nur Preislisten, Ankündigungen unb sonstigen Verkaufs -als Schilb benützen, um hinter bemfelben bie Leicht- anboten bezeichnet werden. § 2. Die Erzeugung und gläubtgkeit und Unkenntnis des konsumierenden Pu- der Verkauf solcher Producte unterliegen den all-blicums auszubeuten, muß aber bemerkt werden, daß gemeinen sanitätspolizeilichen Vorschriften, sinb bei bie Resultate ber Forschungen ber Wissenschaft nie gewerbsmäßigem Betriebe bei ber GewerbSbehörbe zu einer offenbaren Täuschung bc8 Publicums mis- anzumelden unb ber Gewerbesteuer zu unterziehen, braucht werben bürsen. § 3. Jnbetreff ber Verzehrungssteuer sind die Ein weiteres Mittel zum Schutze ber Wein- obigen Probuctc wie ber gewöhnliche Wein zu be* V« in Baumschulen gut erzogene Stämme, .v hinreichenden Wurzeln unb schon außgebilbtter unb in solchen Sorten, bie sich für Straßen--^tj^nrung eignen, bereu Früchte möglichst gleich reifen; viertens muß bie Anpflanzung ordent-^tid nicht liederlich durchgeführt werden, damit die Bäume sicher wachsen. Dabei ist aufzumerken, daß die Bäume frisch sind unb nicht schon tagelang Winb unb Wetter mit entblösteu Wurzeln preisgegeben waren; fünftens müssen bie Bäume sicher und fest an die Pfähle befestigt werden, auf daß sie sicher gegen Stürme sind, doch so, daß der Pfahl bie Rinbe ber Zweige nicht beschädigt; sechStenS muß durch eine Umkleibung bes Stammes mit Dornen bcrselbe gegen Beschäbigimg geschützt werben. In biesem letzten liegt ber Schwerpunkt bes Ganzen, das ist etwas, was man hier gar nicht zu kennen scheint. In den Wäldern gibt es von Weißborn, Schlehdorn unb anderen dornigen Uutcrgehöljcn genug (Wachholder ist auch gut), bie leicht unb sehr billig zu haben sinb. Der Stamm wirb von ber Erbe ab bis in bie Krone mit solchen Dornen-ruthen umgeben unb mit Weibett fest umbunben. Lust und Licht kann genügend zum Stamme bringen, Befähigungen burch Hasenfraß unb anbere Thiere werben baburch verhütet unb auch ber Frevel» muth von Menschen wirb verhinbert, weil Jeber-inann sich vor ben spitzen Dornen hütet. Wenn freilich bie Bäume ohne Pflege bleiben, dann hilft alles nichts. Im ersten Sommer, bei eintretender andauernder Trockenheit müssen bie Bäume, namentlich wo ber Boden zur Trockenheit neigt, hin unb wieder begossen werden. Der Straßcnwärter muß angewiesen werden, allen Mist aus der Straße um bie Bäume zu werfen, es kommt bensetben zugute. Wir sinb überzeugt, baß bei orbentlicher Pflege unb Wartung bie Bäume recht gut gedeihen wer« ben, vornehmlich wenn baS Gesetz ber strengen Bestrafung bes mutwilligen ober fahrlässigen Baumfrevels burchgeführt, baS Interesse bes großen Publicums basür angeregt unb bem Anzeiger eines Baumfrevlers eine Belohnung zutheil wirb. Wir haben schon angebeutet, baß Zwetschken unb Sauerkirschen die besten Baumarlen sinb für Straßenbepflanzung. Beibe bringen ihre Früchte fast gleichmäßig zur Reife. Der Vortheil liegt barin, baß baburch bie Ueberwachung des Obstes eine kürzere Zeit erfordert, sie leicht verkäuflich und verwerthbar sind. Zwetschken werden tHeils zu Muß (Powidl) cingefotten, theils gedörrt für ben Handel vorbereitet. Die Zwetschken gedeihen in Kram besonders gut und finden gedörrt jederzeit einen guten Absatz. Nicht minber ist bie Sauerkirsche zu empfehlen. In Thüringen finben wir sie sehr häufig handeln. § 4. Die Übertretung der in den §§ 1 und 2 festgesetzten Bestimmungen wird, insoferne sie nicht nach dem allgemeinen Strafgesetze zu behandeln ist, von den Gerichtsbehörden mit Geldbuße bis zu 200 fl. bestraft. § 5. Die Minister des Innern, des Handels, der Finanzen und des Ackerbaues sind mit dem Vollzüge dieses Gesetzes beauftragt. Politische Rundschau. Laibach, 8. April. Juland. Die Bedeutung der Kaiserreise nach Benedig findet auch in der gestimmten englischen Presse die anerkennendste Würdigung. Der Besuch gilt der „Times" als ein Beweis dafür, daß der große versöhnliche Zug, welcher die heutige Politik Oesterreichs und Jlaliens kennzeichnet, über die Leistungen der Diplomatie weit hinauSgrcise. Das Volk heuchle nicht, wenn es trauere oder in Jubel ausbreche, wie dessen jetzt Venedig enthusiastischer Zeuge geworden. Auch die Pariser Journale erkennen in der Zusammenkunft unseres Kaisers und des Königs von Italien eine Bürgschaft mehr für den Frieden. — Die „Kölnische Ztg." weist, indem sie die Reise des Kaisers Franz Josef nach Venedig begrüßt, die Unterstellung französischer Blätter zurück, als ob diese Reise in Deutschland Beunruhigung erwecken würde. Weder Oesterreich noch Italien hätten ein Interesse daran, dem Papst in seinen Machtansprüchen gegen die weltlichen Regierungen zum Siege zu verhelfen; auch das deutsche Blatt erblickt den politischen Charakter der Monarchenbegegnung in der Kräftigung des Drei-kaiserbündisses und erklärt, es gewähre die Kaiserreise für Europa keine bedrohlichen, für Oesterreich nur erfreuliche Aussichten. Die Regierung hat in den letzten Tagen des verflossenen Monats die nöthigen Einleitungen zur Durchführung des zweiten c o n f e s f i o n e l l e n Gesetzes vom 7. Mai vorigen Jahres getroffen, mit welchem behufs Bedeckung der Bedürfnisse des katholischen Cultus die Beiträge des Psründen-vcrmögens zum Religionsfonds neu geregelt werden. Da es sich hier um eine Besteuerung handelt, bei der zahlreiche und gewissenhafte fiscalische Vorerhebungm zu pflegen sind, so mußte das Cul-tusministerinm gemeinsam mit dem Finanzministerium die bezügliche Ministerialverordnung behufs Durchführung des genannten Gesetzes ausarbeiten. Nach der „Boh." zählt die Verordnung, welche an die Landeöchess bereits erlassen wurde, 34 Para-graphe und ist von fünf Formularien begleitet. Im ungarischen Abgeordnetenhaufe werden die Gesetzentwürfe, welche den programmäßigen Gegenstand der Tagesordnung bilden, rasch und geräuschlos erledigt; auch dürfte eS, wenn das Haus in dieser Weise fortfährt, in der That möglich an Straßen. Sie werden gepreßt und der Saft mannigfach verwerthet. Sie geben immer gute Rente, da sie fast jedes Jahr tragen. Aber auch Aepfel und Birnen sind für die Straßenbepflanzung geeignet, namentlich auf tiefgründigem Boden; nur muß man solche Sorten wählen, die vom Baum weg ungenießbar sind. ES sind dies entweder Tafelsorten, die erst durch längeres Liegen genießbar werden, oder Sorten, die zur Bereitung von Most dienen. In vielen Gegenden, namentlich in der Nähe großer Städte, sind auch Süßkirschen anwendbar. Sie geben auch fast jedes Jahr Erträge und lassen sich leicht verwerthen, namentlich frühe Sorten. In höheren Lagen ist der Wallnußbaum sehr geeignet zur Straßenbepflanzung; sie sind immer inbezug aus die Früchte rentabel und liefern ein wcrth-volles, jedoch immer seltener werdendes Nutzholz. Wenn man bei Bepflanzung der Straßen namentlich Schatten haben will, so übertrifft die Roßkastanie alle ändern Gehölze, jedoch hat ihr Holz keinen besonder« Werth. Ein schöner Baum von raschem Wuchs und schönen Schatten spendend ist die canadische Pappel, mit großer breiter Krone. werden, die Session noch vor den Psingsttagen zu schließen. Uebrigens werden die Sitzungen von den Abgeoroneten so schwach besucht, daß Präsident Ghyczy in einer Eonferenz der liberalen Partei sich zu der Drohung veranlaßt fand, er werde, so oft er sich spärlich besetzten Bänken gegenüber befinden werde, den Katalog verlesen lassen, das heißt, die Saumseligen mit der Entziehung der Diäten bestrafen. Ausland. In der baie rischen Abgeordnetenkammer interpellierte Dr. Schleich die Regierung, ob und welche Maßregeln sie gegen die bischöflichen Umtriebe zu ergreifen gedenke. Dr. Schleich sagte unter anderm: „Der gegenwärtige baierische Episkopat, immer korporativ austretend, veranstaltet internationale Meinungsaustausche, deren etwaige Folgen jedenfalls der Staat zu tragen hat. Könnte in der That ein aufrichtiger Vaterlandsfreund ohne gelinden Schrecken hören, daß die baieri-schen Bischöfe eine mit Genehmigung des deutschen Kaisers erfolgte diplomatische Action als „verruchtes Unterfangen" bezeichnen! Wenn dieselben Bischöfe bei jeder Gelegenheit die Selbständigkeit des Königs von Baiern hervorheben, warum bringen sic ihn dann so indiscreterweise in die Lage, auf die Nachsicht der Reichsgewalt rechnen zu müssen?" Der Redner betonte schließlich, daß eS sich hier „nicht mehr allein um eine Frage der Würde, sondern allmälig auch um die Sicherheit des Staates handle." Eultusminister v. Lutz verhieß die Beantwortung in einer der nächsten Sitzungen. Unter den Redacteuren der klericalen deutschen Blätter ist letzthin das „Ausreißen" Mode geworden. Auch der tapfere Dr. Sigl, des baierischcn „Vaterland" beredtsamer Lenker, schüttelte, nachdem ihm eine zehnmonatliche Gefängnisstrafe zuertheilt worden, den Staub von seinen Füßen und zog den Spuren seines Collegen Kosiolek ins Oesterreichische nach. Aber gerichtliche Requisitionen reiten heutzutage schnell. Kaum in Salzburg abgestiegen, ward Dr. Sigl verhaftet und dem Landesgenchle übergeben. Und zwar nicht blos wegen seiner in München begangenen Gesetzwidrigkeiten, sondern auch wegen Beleidigung des Kaisers von Oesterreich. Der schlaue „Ausreißer" ist also aus dem Regen in die Traufe, will sagen aus der baierischen in die österreichische Jurisdiction gerathen und wird nun jedenfalls in Salzburg prozessualisch abgethan werden. Seine Landesausweisung ist sodann selbstverständlich. In dem ch i s e l h u r st e r Zweig der bona-partistischen Partei droht eine Spaltung einzutreten. Zwischen dec Ex-Kaiserin und Herrn Rouher ist ein ernster Conflict ansgebrochen. Madame Eugenie weigert sich, Geld zu Agitationszwecken herzugeben, weil Rouher die Führerschaft der Bande Sie muß je in Zeiträumen von 8—10 Jahren gestutzt werden. Ein schöner Alleebaum ist ferner der Platanen-Ahorn; derselbe gibt ein äußerst werlh-vvlles Nutzholz. Für Kram mit seiner entwickelten Bienenzucht wäre auch die Anpflanzung von Linden sehr zu empfehlen. Wir glauben, daß der Kostenpunkt zu oft in Erwägung gezogen wird und die erste Anlage abschreckt. Wenn man aber bedenkt, wie bald bei Obstbaumpflanzungen ein Ertrag Eintritt, derselbe immer höher wird, so kann man sich nicht erklären, weshalb man in Krain so weit hinter ändern Ländern zurückblieb, und man muß der vorherrschenden Indolenz ein gutes Theil in die Schuhe schieben. Wo man freilich eine ganze Lebenszeit daranfctzt, einseitige politische Meinungen zu verfechten und keinen Sinn für wahre Volkswirthschast hat, nur eigene Sonderinteressen verfolgt und von Größenwahn befangen ist, dort ist auch ein schlechter Boden für Obstbäume und sind schon „Trauerweiden" besser, vorausgesetzt, wenn sie auf die Gräber der BolkS-verführer gepflanzt werden. nicht abtcelen will. — Prinz Jeröme Napoleon scheint nur auf diesen Moment gewartet zu hoben, um die politische Action gegen den imperialischea Bonapartismus zu beginnen. Wie der „Moniteur Universel" miltheilt, wird Plon-Plon demnächst mit der Herausgabe einer großen Zeitung debütieren, welche in Belgien erscheinen soll. Außerdem beabsichtigt der Prinz, um seine Candidatur in Corsika und in einigen Departements zu stützen, überall dort, wo chiselhurster Organe und Eomitä's existieren ebenfalls Journale, die feinen Zwecken dienen würden, zu gründen Mit dem Gefühle großer Befriedigung feien der „Univers" schlimme, mit Blutvergießen verbun> bene Excesse der Ultramontanen in dem fernen Mexico, welche sich unter dem Rufe: „Es lebe bii Religion! Nieder mit der Reform!" eine Art von Schreckensherrschaft in mehreren Distticten etabliert haben. Man konnte voraussehen, daß die Ultra-montanen sich eine zeitlang mit Händen und Füße» gegen die vernichtenden Eonsequenzen der vom mch-canischen Eongreß gegen die Psaffenwirthschast erlassenen Gesetze wehren würden. Zur Tagesgeschichte. — Die Rvmerfahrt. Man schreibt der „D.3-* betreffs einer beabsichtigten Römerfahrt von vierzehn adeligen Herren: „Es läßt sich nicht leugnen, daß der Besllö des Kaisers beim Könige von Italien im Vatican und bei dessen Parteigängern eine merkliche Unruße herDorgeBroit bat. Am 12. d. M. wird zur Tröstung des heiligen Sattß der höchste Adel Oesterreichs in wohl beabsichtigter Denm-stration gegen die Kaiserreise in Rom sich einfinden, darunter drei Windischgrätz, ein Taxis, Fürst Salm, jfflö Grafen Thun it. s. w. Als Zeichen der Zeit erwähnen m noch, daß es den aristokratischen Pilgern nicht gelungen ii eine höhere Summe als 1300 fl. als Spende für den Papst unter ihren durchlauchtigsten Standesgenossen aufzutreibco. Jetzt werden sie die Summe „aus Eigenem" erhöhen wiijsw-sonst wäre die Blamage doch gar zu groß." — Paulus, Erzbischof von Köln, hat ^ Gläubigen in einem Hirtenbriefe verständigen lassen, *4 infolge der bedrängten Zeitverhältniffe die Messen pr. Stück von 12 Silbergroschen aus einen Thaler gestiegen sind. S5cr.it dieser Meßhandel so fortbetrieben wird, so dürften mir not! nächstens in den ultramontanen Blättern Inserate folgend» Inhaltes lesen: „Echte römische Messen, das Stück zu eirat Thaler, im Dutzend 25 Petz, billiger! Zu haben bei Pa»' lus, Erzbischof von Köln! Nur gegen franco und bat'- — Zur Strafe. In einem kleinen Gehölze uit$iä London hielt einst ein Räuber den Wagen des Lord IM grave an und setzte ihm sein Gewehr mit den Worten atf die Brust: „Mylord, dies ist ein Gewehr, welches untf Brüdern 100 Pfund werth ist; ich rathc Ihnen, es ;u fi»‘ fen." Der Lord merkte bald, was dieses zu bedeuten baie, zog schnell seine Börse und zahlte 100 Guineen dafür. Räuber nahm das Geld und händigte dem Lord die Sr-dafür ein. Kaum hatte Mnlgrave das Gewehr erfaßt, * er dasselbe auf den verwegenen Räuber anlegte und l«’ brennen wollte; es war ober nicht geladen. Hohnlächelt sagte der Räuber, der nun ein geladenes Pistol hervorzez." gen hatte: „Zur Strafe, daß Sie mich für so dumm ersehen, Ihnen ein geladenes Gewehr zu geben, zahlen ®» mir noch 50 Guineen." — Der Lord mußte zum zweite male die Börse ziehen. ' Local- und Proviuzial-AugelegenheiteL Einladung 5ti. Monalsversammlung des ronjlitutiontlirl Vereins von Aiiliach, welche ftrritan den 9. April um halb 8 Uhr abends i* Klubzimmer der Easinorestaiiration abgehalten wird. Tagesordnung. Besprechung des krainischen Volköscbnlwesenö. — (Zweite Landtagssitznng.) Sitzung 10 Uhr 40 Minuten; gegenwärtig ber hauptinann, als Rcgierungsverlrcter Hofrath R- D’ -mann und 31 Abgeordnete. Stach Verlesung und 6il,e6o: aung des Protokolls der ersten Sitzung erhebt sich der Landeshauptmann mit den Worten, es liege ihm heute wieder bie traurige Pflicht ob zu constatieren, daß der Tod gestern «itt neues Opfer aus der Mitte des Landtages gefordert Und dem Haufe einen pflichttreuen Genoffen, den Abgeordneten Franz Rudesch, entriffen. Seit dem Jahre 1866 gehörte Kxrselbe vem Landtage als ständiges Mitglied und dem ^audesausschusse als Ersatzmann an. Redner empfiehlt denselben, der ob der Rechtlichkeit und Biederkeit seines Cha. taiters die allgemeine Achtung besessen, der theilnehmenden Erinnerung des Hauses. Hierauf machte der Präsident Mittheilung verschiedener Petitionen, meist von Bediensteten im Äwangsarbeitshause um Gehaltsaufbesserung, welche dem Finanzausschüsse zugewiesen werden. Da auch eine Petition Schulangelegenheiten vorliegt, wird über Antrag des H,bg. Obrefa zu den gestern beschlossenen vier Ausschüssen «ruch noch die Wahl eines 7gliedrigen Schulausschuffes be. schossen dessen Bornahme vom Borsitzenden für eine der Zachsten'Sitzungen festgesetzt wird. Zufolge Zuschrift des ^andespräsidinms wird auch die Wahl eines Mitgliedes in bie Mundfleuerregulierungs-Commission nothwendig. Rach- i>em „och die Wahl des Landtagsabgeordneten Lukas Robic Kir den Landgemeinde-Wahlbezirk Radmannsdorf-Kronau bom &aufe genehmigt worden, schritt dasselbe zur Wahl vier Ausschüsse. In den Finanzausschuß erfcfemen gewählt: ^pfalrrern Grafelli, Pvklukar, Robik, Deschmaun, Schrey, -savinschegg, H°rak, Murnik; in den Petitionsaus. t<$u6. Barbo, Kramariö, Langer. Thurn, Zarmk; in den ^vlkswirthfcbaftlichen Ausschuß: G-riboldi, Barbo, ^vklukar, Tauiar, Zarnik; in den R e ch e ns ch a f t s b e r i ch t s -Ausschuß- Bleiweis, Murnik, K. Rudesch, Savinschegg, Sporne, Langer und Deschmaun. Die gestern in der Ta-T-s°rdnun° erwähnten Borlagen des Landesansschnsses werden ^rnmtlich dem Finanzansschuffe zur Berichterstattung über-Wen Sät die nächste Sitzung und deren Tagesordnung vom Landeshauptmann Tag und Stunde bekannt ge-tfebrn werden, fobald die Ausschüsse genügendes Materiale ^vrbnntrt haben werden. -(Die diesjährigen G e m e i n d e r a t h s -Zahlen) fanden heute mit der Wahl des 1. Wahlkörpers HtGnde Unqeachtet die Rationalklericaleu die äußersten An-Mengungen gemacht hatten, war der Sieg der Liberalen ^.ndidateu ein glänzender. Bei 180 °bg-g° -n-n St.mmen, ^hielt Herr Dr. Emil Ritter v. Stock l HO, Herr Dr. *Hton pfefferet 102 Stimmen. Bon den gegnerischen ; ^ndidattn erhielt I. N. Horak 77 und M. Pakic 68 ^"^Predil oder Lack?) Die „Wehrzeitung« | Kirnt in einer längeren Besprechnng der viel ventilierten ^enb-hnsrage Predil oder Lack zu folgenden Schlüffen: ^Predilbahn ist das Muster einer ,n strategischer i SjLn vollkommen verfehlten Eisenbahn, und die N Allsspruche muß jeder beipflichten, der fiel, nur etwas | Xe nimmt, die Sache ins Ange zn fassen. Können wir ' X alldem nur annäherend fürchten, daß e.n Mitglied Regierung, daß die Majorität des Reichsrathes eine verderbliche, Millionen unnütz verschlingende und nur Xwn dienliche Bahn votiert? Nimmermehr! Die oberste ! ^iegsverwaltung bat - wie uns bekannt geworden - ^gedenk der schweren Berantwortnng für die Reichsver-Nitigunq und der daraus refultierenden unumgänglich >thwendigen Jngeren; auf die Eisenbahn-Angelegenheiten % stets stit die lacker Linie, natürlich m.t einer Ab-Heizung von der Hauptlinie nach Görz, ausgesprochen und !**tä betont, daß die Predilbahn erst »ach dem Zustande-i?»vmen des lacker Bahnnetzes gebaut werden dürfe. Möge % leider nur zu oft durch kleinliche Interessen iibertönte xtimme der obersten Kriegsverwaltung in dieser ernsten £>qgc „icht unerhört verhallen und möge ihre Warnung erwünschten Erfolg haben! Wenn aber wider Be» |Nt6en die Interessen der Handelspolitik, der Bolkswirth-^^ft, der Strategie, der Eisenbahnbautechnik und des ^dn'bahnbetriebes und Berkehrs verkannt werden sollten dennoch die nur Sonderintereffen dienende Predilbahn ^k)ande käme, f° möge sich das ReichskriegSministeriu», der Generalstab im vorhinein gegen jeden Vorwurf ^ Fahrlässigkeit in Beurtheiluug der Eisenbahnfragen ver. ^ ^ten. Wir sind in Oesterreich.Ungarn noch nicht so weit, die patriotische Wahrung der Interessen der Reichs, ^tbeidigung eine selbstverständliche Sache ist, wie in Deutsch. land, Rußland, Frankreich und den meisten anderen Landern. Und wie wünfchenswerth wäre es, daß sich auch bei uns recht bald die Erkenntnis Bahn breche, wie geboten es sei, in der Anlage der militärisch wichtigen Eisenbahnen unseren Nachbarn nicht nachzustehen, und wie absolut nothwendig es sei, ein der Reichsvertheidiguug angepaßtes Eisenbahnnetz zu haben. Immer werden auch die anderen Interessen gebührende Rücksicht erfordern und auch wie bisher gewiß finden. — (Veränderungen in der Landwehr.) Ernannt wird: zum Jnstrnctions-Cadre-Commandanten der Hauptmann 2. Klasse Komp Karl des hämischen Land-wehr-Bataillons Rudolfswerth Nr. 24, bei diesem Bataillon. In den Landwehr-Ruhestand versetzt: der Hauptmann erster Klasse und Jnstructions-Cadre-Commandaut Denkt Joh. des krainischen Landwehr-Bataillons Rudolfswerth Nr. 24, als halbinvalid (Domicil Laibach). Ueberfetzt wird innerhalb der nicht activen k. k. Landwehr: der Oberlieutenant Savinschegg Josef Ritter v. (Domicil Möttling in Krain) aus dem Stande der krain.-kärnt. Landwehr-Drago-ner-Escadron Nr. 6, in den Stand der Landwehr-Offiziere für den Justizdienst und tti die Evidenz der genannten Escadron (Evidenz des krain. Landwehr-Bataillons Nr. 24.) — (Versicherungsgesellschaft „Haza.") Diese Gesellschaft, welche ruhig und angemessen ihre Wege wandelt und es dadurch zu immer größerem Vertrauen bringt, zeigt in ihrem Geschäftsausweis für die Monate Jänner und Februar 1875 folgende Ziffer» an: Es wurden 228 Anträge über fl. 135,529 22 angezeigt. Die Prämieneinnahmen des lauf. Jahres Betrugen fl. 78,247 83. Die Summe der im laufenden Jahre ausbezahlten Todesfälle belief sich auf fl. 25,360*50 die Gefatnmtfumme der intraft stehenden Versicherungen beträgt fl. 14 768,068 38. Wir erhalten von der Direktion des k. k. Obergymnasiums zu Rudolfswerth folgenden Aufruf mit der Bitte selben zu veröffentlichen: Die mannigfachen schweren Schicksalschläge, welche in den letzten Jahren Unterkrain heimgesucht und dieses einst blühende Land dem Pauperismus in die Arme getrieben haben, sind auch an dem rndolfsiverther k. k. Obergymnasiiun nicht spurlos voriibergegangen. Nicht allein, daß der Besuch dieser ersten Bildungsanstalt Unterkr-ins infolge der fortwährenden Mißernten eine stetige Abnahme aufweist, — die Arinuth lastet auch mit bleiernen Schwingen aus der Mehrzahl der noch vorhandenen Studierenden, ersaiwert deren Fortkommen und macht eine fruchtbringende wissenschaftliche Thäiigkeit in sehr vielen Fällen geradezu unmöglich. Mit Rücksicht auf diese betrübenden Erscheinungen bildete sich in Rudolfswerth ein provorisorisches Gomtt6, bestehend aus Vertretern des Bürger- und öeamtenstandes, des Lehrkörpers und der Geistlichkeit und stellte sich die Ausgabe, einen Gymnasial-Unterstützungsoerein ins Leben zu rufen. Zufolge der mit H. Erlaß vom 29. Jänner 1875, Zahl 886, behördlich genehmigten Statuten soll derselbe für wahrhaft würdige und dürftige Schüler des rndolfswerther Real-nnd Obergymnafiums die Lehrmittel anschaffen, Schulgeld und Aufnahmstaxen bezahlen, endlich Kleidungsstücke, «oft-und Ouartiergeld bestreiten. Die Kosten dieser hnmanen Thätigkeit sollen gedeckt werden durch die Interessen des bereits seit 1858 bestehenden Unterstützungssondes von 2300 fl., ferner durch Geschenke und durch Jahresbeiträge (Minimal beitrag von jährl. 2 fl.) der wirklichen Mitglieder. Die Verwaltung und Verwendung dieser Gelder ruht in den Händen eines Ausschusses, bestehend aus dein jeweiligen Gyrnnasialdirector und sechs in der ordentlichen Generalversammlung gewählten Ansfchnßmitgliedern. So erfreulich aber die rege Theilnahme ist, welche die Bevölkerung von Rudolfswerth dem nengegriindetcn Unterstützungsverein entgegenbringt und so günstige Resultate durch die eingeleiteten Sammlungen bisher auch gewonnen wurden, so kann doch dieser namentlich für Unterkrain hochwichtige Verein nur dann feiner Aufgabe vollkommen gerecht werden, wenn die Jugeud- und Menschenfreunde aus allen Gegenden unserer schönen Heimat herbeieilen und ihr Scherflein am Altäre der Humanität darbringen. Ihre Opfer werden wahrlich nicht erfolglos bleiben, denn wer die studierende Jugeud unterstützt, der fördert auch das Wohl seines Vaterlandes und sorgt für die Zukunft der späteren Generationen! Von diefen Motiven geleitet, wendet sich daher der gefertigte Ausschuß vertrauensvoll an den oft bewährten Wohl-thätigkeitssinn unseres Landes und bittet um zahlreiche und ausgiebige Unterstützung. Anmeldungen sowie Beiträge bittet man an die k. k. Gymiiasialdirection zu Rudolfswerth gelangen zu lassen Mil ausgezeichneter Hochachtung Dcr prov. Ausschuß. — (Hanvbnch der österreichischen Verfassung S- und Verwaltungsgesetzkunde) von Anton Winterberger, Wien, Hügel'fcher Verlag. Die Veränderungen, welche die politische Verwaltung in Oesterreich in allen Zweigen feit 15 Jahren erlitten hat, sind fo durchgreifend, den früheren diesfälligen Normen häufig so widersprechend, daß es für die ausübenden Organe fast zur Unmöglichkeit wird, ohne Anlage eines neuen Hilfsbuches ihren so wichtigen Obliegenheiten nachzukommen. Noch schwieriger stellt sich dieselbe durch die verschiedenartige Gesetzgebung in den Königreichen und Ländern dar, weil die Gesetze nicht unbedeutend differieren. Der Verfasser, welcher feit dem Jahre 1862 sich mit der Herausgabe und Erläuterung aller neuen Gesetze befaßt, der namentlich während dieser Zeit alle auf das Gemeindewefen bezugnehmenden Gesetze in seinem Handbuche für Gemeindevorsteher, dann die erläuterten Gemeindegefetze und Gemeindewahlordnungen der verschiedenen Königreiche und Länder, dann alle inbezug auf das Wehr- und Militärwefen bezugnehmenden Vorschriften und Nonnen in einem in der k. k. Hof- und Staatsdruckerei unter dem Titel: „Die Wehrvorschriften für die österr.-ungar. Monarchie," dann im Selbstverläge unter dem Titel: „Das Wehrgesetz," I. u. II. Theil, ferner alle inbezug auf den Staatsdienst in Oestereich bestehenden Normen unter dem Titel: „Der Staatsdienst in Oesterreich," ferner alle inbezug auf das Schul- und Unterrichtswefen bestehenden Normen in einem von ihm herausgegebenen Werke: „Die Schnlnormen in Oesterreich" im Selbstverläge publiciert hat, der feit 23 Jahren in allen Zweigen des Civil- und Strafstaatsdienstes, in der polilifchen Staats- und Corn-munalverwaltuug, sowie als Notar, daun als Schriftsteller thätig war, hat nun um diesem Uebelstande abzuhelfen, ein für Administrativorgane, Advocaten, Notare miü Gemeinden systematisch geordnetes Hilfsbuch unter dem Titel: „Handbuch der österr. Verfaffungs- und Verwaliungsgesetzknnde verfaßt. Dasselbe wird circa 120 Druckbogen in Großoctav geben, und nicht nur alle einschlägigen Gesetze und Verordnungen, sondern anch alle inzwischen bis zur Beendigung erfließenden nachträglichen Gesetze und Erläuterungen, sowie Durchführungsbestimmungen, dann specialentschei-dnngen u. f. w. enthalten. Das Materiale ist in folgende Gruppen gegliedert: Staatsverfassung und Staatsgrundgesetze, Vertretungskörper, Ministerien, SBehrverfaffung, Unterrichts- und Erziehungswefen, Steuern und Abgaben, Staatsdienst, Competenz und Wirkungskreis der Verwaltungsbehörden und schließlich Verwaltungsgefetze. Als Quellen hiezu wurden nicht nur alle Reichs-und Landesgesetze, dann die Verordnungsblätter des Finanz-, Kriegs-, Unterrichts-und Handelsministeriums benützt, sondern demselben wurde auch von den hohen Ministerien des Innern und des Unterrichts die Benützung der Ministerialarchive mit größter Zuvorkommenheit gestattet. Das ganze Werk wird in Lieferungen von circa 10 Druckbogen in Zwischenräumen von 2 bis 3 Wochen erscheinen. Um dem Werke aber auch in der Zukunft die volle Brauchbarkeit zu sichern, wird der Berfaffer nach Bedarf entweder jährlich oder alle zwei bis drei Jahre mit Benützung derselben Quellen ein Ecgän-znngsheft Herausgeber! und bei jedem Gesetze genau' angeben, wohin es im Ociginalwerke einzufchalleu kommt, und welche Verordnung allenfalls durch die neuen Bestimmungen aufgehoben wurde, foivie auf welcher Seite das aufgehobene Gesetz sich befindet. (Sine vollständige Zusammenstellung aller auf den Betrieb der Staats- und Pri-vateifenbahnen gütigen Normen wird in einer bisher noch nicht erschienenen Vollständigkeit eingeschaltet werden. Die vorliegende e r st e Lieferung enthält a) Oesterreichs Staatsverfassung und Staatsgrunogesetze. b) Oesterreichs Bertre-tuugskörper. Das Erscheinen dieses Werkes, welches die Verlagshandlung hübsch ausgestattet, wird gewiß in allen Aemtern und stanzleien willkommen geheißen werden. In Laibach zn beziehen durch die Buchhaudlung Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg. Witterung. Laibach, 8. April. Anhaltend trübe, regnerisch, schwacher West. Wärme: morgens 6 Ubr + 7 8°, nachmittags 2 Uhr 4- 116" C. (187* -r- 8-6“; 1873 + 104“ C.) Barometer 725 90 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 101« um 13° über dem Normale; der gestrige Niederschlaq 575° Regen.____________________________ Angekornmene Fremde. am 8. April. Hotel Ttavt Wie» Hoffmann, Kfm. und Kanitz, Reif., Wien. — W. Cassolo und F. Caffolo, Triest. — Bluth, Reis.. Jferlobn. Jervis, Ingenieur, Turin. — Rau, Fabrikant, Schönfeld. — Defcher, Postmeister, Eisnern. — Dr. Gustav Josef, Arzt, Breslau. Hotel Elefant. Vob, Kaplan, Konjice. — Dekleva, Ko-schana. — ValeiiJif, Strojnik. — Dr. Vaupotii, Stein. — Zesser, Gnrlfeld. — Fischer, Villach. — Weiller. Szigetwar. Hotel Europa. Dolscheitt, Görz. — Fischl, Agent, Wien. — Wilcher, Eilli. — Dr. Killer, Sittich. Mohren. Jese. — Herzy, Jenerdorf. — Krauß, Privatier Wien. - Paulin, Privatier, Triest. — Raliv Jac. Hdlsm ' Gottschee. Batertscher Hof. Majer, München. — Zkok, Mannsbura. Verstorbene. ß. April. Vinzenz Wirk, Schuhmachers-Kind 2 Tage st. Petersvorstadt Nr. 18, Louvulsionen. - Franz Leben, Jnwohnersfohn, 14 I.. Stadt Nr. 44, Wassersucht , — Antonia Skuk, Waise, 3 I. und 2 Mon., Karlstädter-rorstatt Nr. 18, Tuberculose. Den 7. April. Franz Rudesch, Gutsbesitzer, 52 I., Stadt Nr. 34, Schlagfluß. — Maria Diniitz, Jnstituis-arme, 72 I., Stadt Nr. 110, Entkräftung. — Jvsef Polscher, k k. Steuereinnehmer, 67 I , Schlagfluß. — SDiatljiaS Jama, Lederbändler, 38 I.. Stadt Nr. 19, Lungentuberculose. Telegramme. Venedig, 7. April. Unter Kanonendonner, Hurrahrufen der Malrosen und jubelnden Zurufen der Bevölkerung segelte der Lagunendampfer mit den Souveränen, königlichen Prinzen und Ministern nach Malamocco. Die Souveräne und Prinzen stiegen dort an Bord der Dacht Mitautor, Kaiser und König umarmten und küßten sich zum Abschiede. Zahlreiche Dekorationen wurden verliehen; Graf Andrassy erhielt des Königs Porträt mit einer schmeichelhaften eigenhändigen Widmung des Königs ton Italien. Keinerlei Zwischenfall trübte die Festlichkeiten. Berlin, 7. April, lieber Anrathen der Berzte gab der deutsche Kaiser die Reise nach Italien auf, der Kronprinz von Deutschland drückte infolge dessen dem Könige von Italien den Wunsch aus, ihn mit der Kronprinzessin zu besuchen, und bat ihn um Bestimmung des Ortes und der Zeit der Zusammenkunft. Gedenktafel über die am 12. ?i p r i l 187 5 stattfindenden Lici-tationen. 2. Feilb., Kuhar'fcke Real., Mladje, BG. Landstraß. — 3. Feilb., Pernus'sche Real, ad Egg, BG. Ärainburg. — 1. Feilb., Tomazin'sche Real., Klivisch, LG. Laibach. — 1. Feilb., Pader'sckie Real., Hühnerdorf, LG. Laibach. wird in einer Spccmironmifiamll'mig; sogleich ausgenommen. Anträge an Johann Joitfrijiit in Reifnl;. (238) 3—1 «©imberttmifeiibe von Menschen verdanken ihr schönes Haar teni einzig und allein existierenden sichersten und besten Haarwuchsmittel Es gibt nichts besseres zur Erhalt,tun und Befördern«! des Wiicktzthums als bic in allen Welitheilcn so tclannt j, und bcrübmt gewordene, von medio. Autoritäten geprüfte, mit den glänzendsten und wunderwir-kendsten Erfolgen gelrrönte, von Sr. k. It. apostol. Majeotät I dem Kaiser Franz Josef I. von Oesterreich, König von Un- der Kopfhaare garn und Böhmen cto. etcM einem k k. ansschl. Privileg» für den ganzen Umfang W k. 1c. österr. Staaten lind d< gesammten Ungar. Kronl&BäJf mit Patent vom 18. November lSti Zahl 1")S10-1892 ansaezeichne» Wiener Börse vom 7. April. Staatsfonds. Lperc. Rente, öst.Pal dto. dto. oft. in @iti Lose von 1854 . . . Lose von I8t-u, gan( Lose von iseo, Füns Prämlcnsch. v. 18M Grundent.-Obl. Siebenbürg. Ungarn Actien. Analo-Bank .... Creoitanstalt.... Tevositcrbank . . . EScornvte-Anstalt . Nranco - Bank . . . Handelsbank.... Nationalbank . . . Lest. Bankgesellf. . Union-Bank .... PereinSbank . . . PerkehrSbank. . . Alsöld-Bah» .... jkatl-Ludwi >Bahn Ädif. <$TrY.l’itb=!tiabn Kai,. F>an;-3vsisSb. etaatflahn . . €üb6al)ii .... 1 Geld Ware . 71 25 71*35 . 75 6V 7.V70 . 105*25 105*75 e HL 7? 113- . 115*75 116*— .126.50 127*— i 76 — 76*75 I 70*50 80*- j '139.— 189*25 240-75 241*— 1139 50 140*50 805*- 815*- ! 53 - .->3 r5 60*75 964*- hse.— 187* 117*50, 117*75 26-50 | KO* 11,1— 112*50 .33 - i36 — 236.50 10 *— 191-50 170*5« 171* 301-l0, S0i*50 144*—, 144 50 Pfandbriefe, i Geld Ware Allg. oft. Bod.-Credit.> 96 sö 08-50 dto. in 33 3.......! 87- , 87-25 Ration, ö. W..........!5-go 96-— Ung. Bod.-Creditanst j 86-80 87.— Prioritäts-Obl. Franz-Josess-Aabn .! -8 z, ! 98,75 Oest.-Nordwestbahn. 96-75. 97.— Siebenburger .... 7»-— 78.J5 StaatSbabn 140-25 140 75 SiitK.@ci.3u 500 8t. ,112-- 112-20 dto. Lous 22J-— 225-- Lose. Credit« Lose . . Rudolf« - Lose . 166-7.' 167— Wechs. (Säßen.), -2Iug66. lOOfl.fiibb.äß l 92-15 92 25 Franks. 100 fl. „ „ 53.80 53-85 | Hamburg.............I 53-85' 53-90 London 10Psd.@teri.]llV051ll-15 i Paris 100Francs . ,| 43'95, 44-—| Münzen. Salin)lfiiurc-3ol)npul»cr, Salicylsäure-Mundwasser zu bekommen in der Apotheke „;nm „olvcncn Einhorn" des Victor Trnkoczy am Hanplplatz in Laibach. (224) 3-3 Künstliche Zähne und Gebisse werden schon und lmteimtlicfi, zum Kauen vollkommen dienlich ohne die vorhandenen Wurzeln zu entfernen, schmerzlos : | eingesetzt,. schon schadhafte Zähne dauernd plombiert und alle Zahuoperationen, als: Tödtnng der Nerven, Zahnziehen, Feilen und Putzen vorgenommen voin (142) 12—6 : Zahnarzt A. 3r*»ioIiel, Tlicatcrgasse 9ir. ‘jö. Ordiniert von 9—12 und 2—6 Uhr. Ein vorzügliches ZahnrcinignngS- und Conser-vierungsmittel ist das von mir bereitete Zahnpulver und die ] Mundwasseressniz, letztere besonders zn empfehlen bei über-handnehmender Zahusleiuablagerung, bei schwammigem ui$ daher leichtblutendem Zahnfleische, bei beginnendem Locker-wcrden der Zölme, besonders aber vorzüglich anzuweudeu zur Hintanhaltung tocö Übelriechenden Athems. Schachtel Zahnpulver 1.0 Ir. Mnndwasseressenz eine Flasche 1 st. Bei Joses Karivger SRicbcvlitne der Vuftzng: Verickilies;nngönlittcl aus Baumwolle für Fenster nnd Thüren, wodurch jeder kalte Luftzug vermieden und Brennmaterial erspart wird; für Rheumatismus- oder Gicht-Leidende sebr zu empfehlen. 1 Elle für Fenster 5 kr., für Thüren 8 kr. Das Befestigen der Banmwollcylinder geschieht einfach mit Gummi und hindert weder das Oeffnen noch Schließen. Auf Verlangen wird die Verschließun^auch besorgt. (6SÜ—20) licffk-firfitifel-fSoiiiflöe, iro bei regelmässigem Gebrauche selbst die kahlsten Stellen deö Hauptes vollhaarig werden; graue und rotho Haare bekommen eine dunkle Farbe; sie stärkt teil Haarboden auf eine wunderbare Weise, beseitigt jede Art von Schuppenbildung binnen wenigen Tag-en vollständig;, verhütet das Ausfallen der Haare in kürzester Zelt gänzlich und für immer, gibt dem Haare einen natürlichen Glanz, dieses wird und bewahrt es vor dem Ergrauen bi« in das höchste Alter. 3BT Durch ibrcn höchst angenebmen Geruch und die prachtvolle Ausstattung bildet sic überdies eine ////:/ Zierde für den feinsten Toilettetisch. — Preis eines /Irllj) Tiegels sammt Gebrauchsanweisung in sieben Sprachen ", //7 1 fl. SO Ir. Mit Postvcrsendnng 1 st. 60 Ir. Wiederverkäufe!- erhalten ansehnliche Perzente. Fabrik nnd Haupt Central. Versendungsdepot en gros & en detail bei 51 V I JPolt, Parfümeur und Inhaber mehrerer t. k. Privilegien in Wien, Josesstadt, Piaristenzasse Nr. 14, i Hause, nächst der Lerchenfelderstraße, , wohin alle schriftlichen Aufträge zu richten sind, und wo Aufträge aus den Provinzen gegen BareinzaW» des Geldbetrages oder Postuachnahme schnellstens effeetniert werde». Hauptdepot für Vniliiid) einzig nnd allein bei dem Herrn Edu«r» VI Francs Stücke 8 86'/,. — 100 Reichsmark 54-30. 1 Ausstellung Wien. (167) 75-131 Frische Füllung aus der Ofner Räköczy-Mineral-Bittersalz-Quelle. Dieses Mineralwasser, welches im Laboratorium iler konigl. ungar. Universität sowie durch berühmte in- und ausländische I Professoren chemisch genau untersucht wurde, enthüll an mineralischen Itestandt heilen in 1 Pfund L 32 Loth oder 7680 wiener tiran : Schwefelsäure Magnesia...................................159*617 Schwefelsaures Natron *...................................111*071 I Schwefelsaures Kali ...................................... 1*167 Clornatrium ...............................................12*U72 | Kohlensäuren Natron...................................... 4*406 Kohlensaurer Kalk......................................... 8‘867 Eisenoxyd und Thonerde.................................... 0*051 I Kieselsäure.............................................. 0*998 Freie und halbgobundeue Kohlensäure....................... 1*96 Das natürliche Ofner Räköczy-Mineral- Bitterwasser i wird von Dr. Walla, l’rimarar/.t zu St. Kochue, und von Dr. I Fronrelsz, ofner Stadt-Oberphysicus, mit ganz besonderm tr- I folg ungewcmlet: . i 1. bei Unterloibskriinkh eiten, ne ml ich Leber- und Milaaußcnoj pungon, Hiimorrhoidalleidon, Stuhlverhaltung; 2. bei chronischem Magen- und Darmkatarrh, Gelbsucht; - 3. bei Vircnlationsstörungen, Athmungsbeschweiden, niimeniiwai wenn selbe (Jongestionon nach verschiedenen Organen w* ■ wirken ; ... . jjj 4. bei Gicht, um die Aus- und Absouderungs-Thätigkeit I hiemit den StofTwechsel zu beschleunigen ; , f 5. bei chronischen Ilautausschlftgen, leichteren Grauen I Skronhulose; " ' 6. bei rettiger Entartung des Herzens; i überhaupt; weiblichen Sexualorgane. 7. gegen Fettansammlung überhaupt; 8. bei Erkrankungen der cumumu »u leidenden und hilf® J 300*335 In Anbetracht, dass dieses ausgezeichnete Mineralwasser wegen seinem unübertrefflichen Keichthumo an Magnesia (Bittersalz) bis heute alle in- und ausländischen Bitterwässer weit übertrifft, kann es einem | den Publicum bestens und gewissenhaft empfohlen worden. Hauptdepot Die Brunnen-Verwaltung bei den Eigentümern Gebrüder Loser der Bäköczy-Quellg ln Budapest und Triest. bei Ofen. llauytiiiwlevlagc für das Iironlaiid Krain bei Herrn Peter Lassnik in Laibacli Sonst zu haben : j oilUr I bei den Herren: Jakob Schober und Michael Kaatner in Laibach; Jul. Plautz und Baiimbaoh’fiche Apotbexe . | Joh. Bartholmo in Gotische«'*, Bugr. Mayr in Wippach; J. Honda in Itudolfswerth ; Adolf Jahn, Apothekor^i^^^^ Druck von Jg. v. Kleinmavr & fteb 93am6rrfi. S>ft(f(icr Cttunia r Bamberg. Für bit iHrtactlon verantwortlich: Franz SpHoffr-