Nr, 127. Freitag, 6, Juni 1913. l3^. Jahrgang. Wbacher Zeitung bis ',', risi ^rilen n« k, grüheie Per Zeile lLl,; bei öftere» W.ederhollmgen per ^eilr 8 d. Tic ' ^ll'bncklv ^eifunu» c-iuo.,: ,,'s.iil!,, mil ^:!^»:,!'!,^ dc'r ^!'!iü- »'.',' ,^rlcr?nnr, ?ie Z^dmlniftrnNo« brfindet sich ??^lIr5iislMk Nr, l«: dlr ptdaktio« Willr^äs'.ras.c Nr IS, ^pvcchstün^lli dcr illcdilliui, ^'0N 8 bl« 10 Uhr UllniiittassÄ. Uüsrniilirile triefe wrrke» nicht aiisseüummr», Vlnnüstriple nicht zurückgestellt. Telephon-Ur. >er Aedaktion 52. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolische Majestät habell mit Allerhöchster Entschließung vom 2. Juni d. I. dem Sek-tionsrale iil> Ministerium für öffentliche Arbeiten Doktor Emil Edlen von Wohlgemut!) den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse mit Nachsicht der Taxe aller-gnädigst Zu verleihen geruht. ^)lach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» von, 4, Juni 1913 M. !27) würd? die Wcitenn'rbreituun, folgmoer Preß. erzcugmssc verdotcn: Druckwerk: «Nnrieo lonelli klari ä'^Itesgo (4 unn 6e inarill^o uvec, I^ouise äs 'loncun«, NxpriucenLv «lo 8nxe), ktllis, ^1l)iu I^Iioliel, Näitsur». Nr. N «prvpornä» vom 1. Juni 1913. Nr, 22 «I.id. vom 29. Mai 1913. Nr. 22 .«träi Ii<1u» vom W. Mai 1913, Nr. 123 913. Nr. 122 «IIIiistrovÄn? kui^or cnäLiouu^» vom 3!^. Mai 1913. MchtanltNcher Geil. Aus dem ungarischen Abgeordnetenhause. Budapest, 4. Juni. Präsident Graf Tisza erschien in Begleitung seiner Gemahlin um 9 Uhr im Parlamente. Um 9',^ Uhr zogen die oppositionellen Abgeordneten, in ihrer Mehrheit Anhänger der Iusthpartci, in den Sitzungssaal ein. Dort verlas Abg. Julius Iusth, obwohl die Sitzung noch nichl eröffnet war und die Bänke der Arbeitspartci noch vollständig leer waren, ein Manifest, betitelt „An die ungarische Nation!" Das Manifest beginnt mit einem geschichtlichen Überblicke über die Vorgänge seit dem Tage, an dem Präsident Graf Tisza die Wahlreform für angenommen erklärt hat. Das Manifest hebt mit rühmenden Worten die Unabhängigkeit des ungarischen Nichterstan-dcs hervor. Durch das Urteil seien die Führer gefallen; jetzt müsse auch die Partei und das ganze System gestürzt werden. Die Opposition hofft, daß der König dieses Regime nicht weiter dulden werde. Unter den oppositionellen Abgeordneten, die im Sit-zungosaale erschienen sind, befindet sich auch der noch immer ausgeschlossene Abg. Rath, den Graf Tisza auffordern läßt, den Sal zu verlassen, was dieser tut. Um 10 Uhr 20 Minuten betreten die Abgeordneten der Arbeitspartei den Saal. Als Ministerpräsident von Lukaes im Saale erscheint, ertönen auf der Linken stürmische Rufe: „Dieb!", „Pfui!", während die Rechte in lebhafte Eljenrufc unter Händeklatschen ausbrichl. Präsident Graf Tisza erscheint im Saale und begibt sich auf die Präsidententribüne. Die meisten Ilbgcordncten der Rechten erheben sich uon den Sitzen und brechen in demonstratives Händeklatschen und Eljcnrnfe aus. Auf der linken verstärkt sich der Lärm. Man schreit ununterbrochen: „Dieb! Dieb! Schuft! Zahlt die gestohlenen Gelder zurück!" Der Präsident läutet und spricht einige Worte, die im Lärm unverständlich bleiben. Man sieht wie er Notizen macht. Abg. Csuha ruft: „Ein Kavalier zahlt die gestohlene» Gelder zurück!" Abg. Kun (Iusth-partei) ruft: „Dieb!" Der Präsident ruft den Abg. Kun inmitten dcs tosenden Lärms zur Ordnung. Abg. Eith' ner: „Es ist ausgesprochen worden, daß der Ministerpräsident ein Salzdicb ist!" Abg. Johann Iusth: „Ein Dieb soll nicht präsidieren!" Ununterbrochene Rufe: „Schmutzige Schufte!" Der Präsident fordert die Abgeordneten der Linken wiederholt auf, die Ordnung zu bewahren und den Anstand des Hauses nicht zu verletzen. Er ruft inmitten des Lärmes mehrere Abgeordnete zur Ordnung und beantragt, sie dem Immunitälsausschusse zu überweisen. Die. ganze Rechte erhebt sich applaudierend uon den Sitzen. Auf der Linken ruft man im Ehor: „Salz! Salz! Salz!" Anhaltende Nnfe links: „Diebe! Salzdiebe!" Diese Szenen dauern weiter, während der Präsident erklärt, daß er die Ruhe im Sinne der Geschäftsordnung werde, herstellen lassen. Er suspendiert hierauf die Sitzung. Einige Zeit bleiben die Mitglieder der Arbeitsftar-lei im Saale, dann begeben sie sich korporativ in die Couloirs. Nur die Oftposition bleibt im Saale znrück. Alls den Couloirs hatte außer der Parlamenlswache auch ein großes Gendarmerieanfgebot Aufstellung genommen. Nach einer Pause von zehn Minuten betritt die Parlamentswache unter Führung Oberstleutnants Horvath nnd dcs Hauptmanns Gcrö den Saal und wird von der Op^ Position mit Pfuirufen und mit den Rufen: „Schämen Sie sich!" empfangen. Es erhebt sich ein ungeheurer Tumult. Plötzlich bemerkt man, wie Haupbmum Gero mit gezogenem Säbel vordringt und dem Abg. Hedervaru drei Hiebe auf den Kopf versetzt. Abg. Hedervary fällt zn Boden. Hedervary soll der Parlamentswachc zugerufen haben: „Schufte! Pfni!", nach einer anderen Version bloß „Psui!" Im Kreise der Oftposition erregt der Vorfall ungeheuere Entrüstung. Es werden Rufe laut: „Das ist Mord!" Die Erregung legt sich einigermaßen, als man erfährt, daß Hcdervary nur leicht verletzt ist. Die Opposition setzt ihre schmähenden Zurufe gegen die Par-lamcntswachc fort. Die oppositionellen Abgeordneten erklären, daß sie unter solchen Umständen das Hans verlassen. Abg. Iusth erklärt, er gehe nicht hinaus. Alsbald wird die Losung ausgegeben, das die Oftposition das Haus nicht verlassen dürfe; die Parlamcntswache solle ein Blutbad anrichten. Der Lärm verstärkt sich von neuem. Im Korridor ereignet sich ein Zwischcnfall, indem der Abgeordnete Paul Sznndor vor Tisza hintritt unv gegen ihn ?^uäf,'.'!,fc mcnci, der Vorfälle im Saale schleudert. Die iüi c zurüttgedliedcnen oppositionellen Abgeordneten brechen immer wieder in Schmährufe gegen den Ministerpräsidenten Dr. von Lukacs, den Präsidenten Grafen Tisza und die Arbeitspartei aus. Drei Gardisten begeben sich zum Abg. Julius Iusth und der einr fordert ihn im Namen des Gesetzes auf, den Saal zu verlassen. Abg. Iusth: „Ich kenne kein solchcs Gesetz, Da sich der Abgeordnete Iusth weigert, der Aufforderung Folge zu leisten, wollen zwei Gardisten Hand an ihn legen, worauf Iusth übcr Zureden seiner Parteigenossen freiwillig den Saal verläßt. Abg. Kun ruft: „Die Diebe bleiben hier!" Dicsc Szenen wiederholen sich noch bei der Ans-schließung der Abgeordneten Johann Insth und Desider Abraham, worauf über Kommando des Hauptmannes Gero die Garde den Sitzungssaal verläßt. Abg. Paul Hußar ruft: „Nach der Ncdl-Affäre hat noch das gefehlt. Die Redl-Garde geht nach Zalatna." Die Mitglieder der Arbeitspartci erscheinen nun wie-dcr im Saale. Als Präsident Graf Tisza den Vorsitz übernimmt, verlassen die im Saale noch anwesenden oppositionellen Abgeordneten unter den Nnfen „Schufte! Mörder!" den Saal. Die Rechte erhebt sich von den Feuilleton. Das Gedicht. Eme moralische Geschichte von Arnold Aöllricgel'. ('.'lachbriilt vcrdulcn ) Im vorigen Frühjahr war ich einmal in einem reizenden lleinen Herzogtum und in diesem Herzogtum in einer altertümlichen, mauerumgürteten Kleinstadt. Den Abend halte mich der gastlichste aller herzoglichen Hoflieferanten zu einem Butterbrot eingeladen. Es war sehr schön. Ich saß da und freute mich über die Existenz im allgemeinen. Um mich eines jener angenehmen Kleinstadt-Tischgespräche, über die man so wunderschön hinweghören kaun. Ich hörte hinweg. Vielleicht dachte ich an einen gotischen Hausgiebel mit dem Wappenadler des alten heiligen Reichs deutscher Nation. Vielleicht an grünen Laubwald. Vielleicht an weiße Damenkleider (mit Inhalt), an cinen rumpelnden Wagen, an einen Strom, an Kaffee, Kuchen, Militärmusik, sächselnde Kinder, rein dahinschwebende Wolken. An den verflossenen Ferientag eben. „Herr Höllriegcl, Sie essen nicht!" sagte die Hans-srau. „Schmeckt Ihnen unsere nationale Brägenwnrst nicht?" Sprich Vrä'äääjenworscht; mit schwebendem Akzent. „Aber gewiß!" sagte ich. „Im Geggenteil, diese Wurscht ist ein Gedicht!" Sie war übrigens wirklich gut, mit der zarten Fülle don tierischem Hirn. Am nächsten Morgen aßen wir im Stadtwäldchen einen Speckkuchen, der nur an hohen Feiertagen erschaf- fen wird, dann aber von jedem normalen Menschen im Stadtwäldchen gegessm werden muß, und zwar mit Recht. Ich ging aber immerhin zum Vüfctt dcs Restaurants nnd verlangte nach dem fetten Kuchen einen ordem. lichen Schnaps. Neben mir stand ein Honoratiorc des Ortes und trank auch einen. Ich kannte den Honoratioren nicht, konnte mir ihn aber vorstellen. Er hingegen kannte mich und stellte sich mir vor: „Herr Höllriegel, nicht wahr, der Speckkuchen ist ein Gedicht!" Ich bejahte höflich und aWte nichts, obwohl der Mann ebenso nach' Glücklichst als fein andeutend lächelte. Später, als ich schon längst wieder in meinem heißen Berliner Bureau arbeitete und nnr noch gang selten an alte Ringmauern, gotische Giebel und nahrhafte Sladtwäldchen denken konnte, kam einmal die ganze Wahrheit ans Tageslicht: di.e unerhört geistvolle Bemerkung, die ich übcr die Nrägenwurst gemacht hatte, war der literarische Erfolg meines Lebens. Die ganze Stadt hatte sie stolz wiederholt. Am Ende das ganze Herzogtum. Daß ich keinen Orden bekommen habe, ist nnr ein Versehen der Hofkanzlei. Kein Honoratiore kann fürderhin einen Nissen Vrägenwnrst essen, ohne fein andeutend zu lächeln: „Tiefe Wnrst ist ein Gedicht." Die Geschichte ist aber noch nicht ans. Neulich, zehn Monate nach der wcltnmwälzcnde» Pfingstbegebenheit, komme icli am Abend sehr mißgestimmt nach Haufe. In meinem Zimmer steht meine Wirtin und sucht im Fremd-Wörterbuch einen Ausdruck, findet aber nicht, was sie sucht. „.Herr Doktor!" sagt sie, „in dcm Wörterbnch steht, Lyrik, das sind Gedichte. Aber es muß doch auch eine Wurst geben, die so heißt. Sie haben ein großes Paket bekommen, und auf dem Abschnitt steht: ,Eme Sendung Lyrik mit den besten Grüßen. Kommen Sie zu Pfingsten wieder/ Und es ist doch Wnrst in dem Paket!" Also das war eine große Freude. An dem Abend ging ich nicht mehr aus, sondern trank mein Glas Bier zu Hause, aß die zarteste Brägenwurst und dachte freundlich an spitze Giebel. Am nächsten Tage zum Frühstück aß ich Brägenwurst. Am Nachmittag schickte mir jemand Theaterkarten zu. Ich wäre ganz gern ausgegangen, aber was sollte aus der Brägenwurst werden, wenn ick) nicht zu Hause Nachtmahl aß? An, dritten Tage wnrde mir das Einsiedlerleben leid, aber die Wnrst war noch lange nicht zu Ende. „Laden Sie doch Ihre Freunde zu der Wurst ein, damit sie alle wird!" sagte nieine Wirtin. Eine famose Idee! Ich schreibe ein Zirkular, in dem ich zu ciner Vorlesung lyrischer Gedichte einlud. Hauptprogrammpunlt: Ein Kleinstadtpoem. Also bitte, stellen Sie sich vor, wie unglaublich beliebt ich bei meinen Freunden bin. Obwohl ich kein Wort von Wurst geschrieben hatte, kamen alle Gäste. Nur einer schrieb, sein Arzt habe ihm lyrische Erregungen verboten. Vier Stunden vor der festgesetzten Zeit kam meine Wirtin: „Herr Doktor, was werden wir den Herrschaften vorfetzen?" „Na, doch Brägenwurst!" sagte ich erstaunt. Aber immerhin, meine Wirtin hatte Recht. Man mußte noch sonst einige Kleinigkeiten besorgen. Der Abend kam. Meine Gäste waren förmlich gerührt, als sie hörten, daß ich nur einen schlechten Witz und keine lyrischen Gedichte gemacht hatte. Ihr Appetit stieg unglaublich. Laibacher Zeitung Nr. 127, 1184 6. Juni 1913. Sitzen und bricht in minutenlanges Händeklatschen nnd Eljenrufe aus. Abg. Polony, ruft: „Es lebe das Heer, das deutsche Offiziere hat!" Von der Rechten wird gerufen: „Es lebe das Heer!" In den Couloirs protestieren die oppositionellen Abgeordneten stürmisch gegen die Behauptung, das; der Abgeordnete Lehel Hedervary einen Revolver in der Hand gehabt habe. Abg. Heder-vary wurde von zwei Gendarmen bis zum Ausgange des Parlamentsgcbäudes geführt, jedoch nicht verhaftet. Nachdem die Opposition den Saal verlassen hat, verläuft der weitere Teil der Sitzung in vollster Ruhe. Der Ministerpräsident Dr. von Lukacs gibt die De-mission des Kabinettes bekannt. Hierauf vertagt sich das Haus bis zum 11. d. M, Politische Uebersicht. Laib ach, 5. Juni. Aus Budapest wird gemeldet: In der Begründung des Urteils im Prozeß Lutacs — Defy wird ausgeführt: Der Gerichtshof stellt fest, daß der Finanzminister im Jahre !900 sein eigenes Haus für das Ärar um 12.276 - Kronen laufte und im Jahre 1911 sein zweites Haus um 85.000 Krollen der Karlsburger Sparlasse verkaufte, sowie daß Lntacs bei letzterem Hausvertaufe sich kein ungebührliches Vermögen verschaffte, noch das Ärar schädigte. Was die mit der ungarischen Bank abgeschlossenen Verträge betrifft, erachtet der Gerichtshof als erwiesen, daß die Bank zur Zeit des Abschlusses verseht?-dener Vertrüge mit dem Staate im ganzeil 4 Millionen mit Wissen Lukacs dein Ministerpräsidenten zukommen ließ, welche Summen für parteipolitische Zwecke gezahlt wurden. Demnach erklärt der Gerichtshof, es sei, obwohl der Ausdruck „Panama" unbeweisbar sei, seine Überzeugung, daß es vom Gesichtspunkte der Moral unzulässig ist, daß ein die rechtliche und politische Verantwortlichkeit tragender Minister von mit dem Staate im Vertragsverhältnisse stehenden Unternehmen, deren Kontrolle in seinen Wirkungskreis gehört, Gelder annehme, weil sich der Minister der Beurteilung aussetzt, daß die Annahme solcher Beträge nicht ohne Gegenleistung geschehen sei. Da der Gerichtshof dafür hält, daß die vom Angeklagten bewiesenen nnd vom Gerichtshofe als wahr angenommenen Tatsachen zu Schlußfolgerungen führten, welche im Ausdrucke „Panama" enthalten seien, dahr^ dieser Ausdruck nicht strafbar ist, mußte der Angeklagte freigesprochen werden. — Gegen die Urteilsverkündigung brachte der Oberstaatsanwalt die Berufung ein, während der Verteidiger und Desy erklärten, das Urteil zur Kenntnis zu nehmen. Aus Paris, 4. Juni, wird gemeldet: Minister des Äußern Pichon eröffnete heute die internationale Finanzkommission. Er hieß die Delegierten herzlich will kommen und sagte: Die Negierung der Republik schätzt sich glücklich, Ihnen Gastfreundschaft gewähren zu können. Redner fuhr sodann fort: Zweck der Konferenz ist es, den wirtschaftlichen Interessen, die heutzutage den internationalen Beziehungen einen so weilen Platz ein- ränmen, die ganze Bedeutung und Aufmerlsamt'eit zu widmen, die sie erheischen, und Lösungen für sie zu suchen, ohne welche es keinen dauerhaften und fruchtbaren Frieden geben kann. Der Minister gab der festen Hoffnnng Ausdruck, daß die Versammlung der Vertreter jener Staaten, welche soeben den Frieden unterzeichnet haben, nnd der Mächte, deren ökonomische Erpansion sich schon längst in der Türlei und auf dem Balkan kundgegeben habe, es gestatten werde, die Achtung vor den erworbenen Rechten und die Aufrechterhaltung der gc> setzmäßigen Garantien mit der materiellen Entwicklung der noch gesteru im Kampfe begriffeil gewesenen Staaten leichter in Einklang zu bringen. Redner gab schließlich der festen Zuversicht Ansdruck, daß der Gerechtigkeitssinn, die Voraussicht und die hohe Unparteilichkeit der hervorragenden KonferenZleilnrhmer dnrch die Lösung, die sie zur Annahme empfehleil werden, eine neue slra des Friedens und der Wohlfahrt sichern werden. Die nmliinischc Regierung hat die im Petersburger Protokoll vorgesehenen drei Kommissionen ernannt, von denen die erste die neue Grenze, dic zweite die neutrale Zone auf bulgarischem Gebiete, die nicht befestigt werden darf, und die dritte die Ablöfung des unbeweglichen Besitzes jener Bewohner Silislrias vornehmen soll, die die Stadt zu verlassen wünschen. Die ersten zwei Kommissionen sollen dem Protokoll gemäß ihre Arbeiten bis zum 26. Juli alteil Stils, die dritte bis Zum 28. Juli alten Stils beenden. Tagcsllttliglcitcn. — ^Plls eingemauerte Mädchen.) Ein furchtbares, in feinen Einzelheiten wie ein Abschnitt aus einem Kol-portageronian anmutendes Verbrechen hat sich in der Umgebung von Vareelona abgespielt. Wie ein Telegramm der „Prcß-Ccntrale" meldet, überfielen mehrere unbekannte, elegant gekleidete Männer einen Maurer auf der Straße, verbanden ihm die Augen, schleppten ihn in ein Automobil und fuhren mit ihm nach einem Hause, das ihm völlig unbekannt war. In einem vornehm emgerich-ieten Zimmer wurde ihm die Binde von den Augen genommen und man zwang ihn mit vorgehaltenem Revolver, ein schönes Mädchen im Alter von 18 Jahren in die Ecke eines Zimmers einzumauern. Nach Vollendung der grauenvollen Arbeit drückte man ihm eine größere Summe Geld in die Hand, verband ihm wiederum die Augen, nahm ihn in das Automobil und setzte ihn wen weg von der Stadt auf einer einsamen Landstraße aus. Die Polizei fahndet eifrig nach dem Hause, in dem sich das Verbrechen abgespielt haben soll. — (Welche Stadt hat den stärksten Verkehr?) In allen Großstädten ist in den jüngsten Jahrzehnten der Ver kehr ganz ungeheuer angewachsen und man bekommt einen Begriff von feinem Umfange, wenn man sich die Bedeutung der Zahlen vergegenwärtigt, die das „Grand Magazine" über den modernen Großstadtverkehr veröffentlicht. In London erreicht er feine größte Höhe auf dein kleinen, im Herzen der City gelegenen Platze, an dem die Börse, die Bank von England und das Mansion House Negen. über diesen Platz flutet fünf und einen halben Tag in der Woche, nämlich von Montag früh bis Samstag mittags, in dem Zeitraume von zehn Tagesstunden ein Strom von einer halben Million Fußgänger und von 50.000 Fahrzeugen. Dabei verteilt sick) der Verkehr noch unregelmäßig, und zwar so, daß die größere Hälfte der Fußgänger und der Fahrzeuge ffteziell die Mansion House-Ecke passiert. Mit dieser Fwtstelle des modernen Großstadlverkehres kann der kaum weniger berühmte Platz von der Großen Oper in Paris, wo die Boulevards, die Rue de la Paix, die Avenue de l'Op^ru usw. kreuzen, wetteifern. Ja, der Wagenverkehr ist an dieser Stelle sogar noch größer, denn man hat 63.00v Fahrzeuge im Tagesdurchschnitte liier gezählt, während die Zahl der Fußgänger „nur" etwa auf 450.000 beziffert wird. Für Berlin geben die Beobachtungen eineu Anhalt, die man für den Verkehr auf der Friedrichstraße an der Ecke der Leipziger Straße gemacht hat. Hier passieren durchschnittlich 30.000 Fußgänger in der Stunde, was also einem Tagesvcrkehre von 300.000 Fußgänger» gleichkommt. Ebenso groß ist der Verkehr auf dem Vladl-mirski-Prosftekt in Petersbnrg, während man auf dem Graben in Wien 275.000 Fußgänger gezählt hat. Für die Puerta del Sol in Madrid, wo zehn große Straßen münden, liegt eine Zählung vor, die den Zeitraum von 24 Stunden umfaßt und in dieser Zeit wurde ein Verkehr von 350.000 Personen gezählt. Endlich mögen noch die Zahlen für den Broadway in Ncwyork angeführt sein. Er wird täglich von '500.000 Fußgängern benützt, aber man hat berechnet, daß im ganzen in Kraftwagen, Straßenbahnen usw. 700.000 Menschen diesen Straßen-zug täglich passieren. — ^ iKricssöschiffc alö schwimmende Musterloffcr.) Aus Washington wird dem „Berliner Lotalanzeiger" gemeldet, daß ein Mitglied des Unterhauses von Arkansas namens Goodwill diesertage eine Vorlage einbrachte, die zur völligen Abrüstung der Vereinigten Staaten führen soll. Die Vorlage verlangt allen Ernstes, daß alle amerikanischen Kriegsschiffe, die ausländische Häfen besuchen, mit Warenproben beladen werden, mit Automobilen aus Detroit, Hcrrenanzügcn aus Newport, Vüchsenfleisch alts Chicago usw. Fabrikanten, Kaufleuten und Farmern sollen auf den Kriegsschiffen Kabinen eingeräumt werden, in denen sie ihre Waren ausstellen können. „Ich bin entschieden gegen die sinnlose Vermehrung der Flotte", begleitete Mr. Goodwin die Unterbreitnng seiner Vorlage, „aber ich sehe nicht ein, weshalb wir aus den vorhandenen Kriegsschiffen nicht Nutzen ziehen follen, ehe sie altes Eisen geworden sind." — X; in der fünften Klasse beträgt der höchste Gewinn 300.000 /i', dem sich Gewinne zu 200.000, 100.000, 60.000, 50.0M» X ?c. anreihen. Außerdem ist in der fünften Klasse eine Prämic von 700.000 /^ ausgesetzt, welche jenem Lose als Znschlag zu dem Gewinne zukommt, auf welches der letztgezogenc Gewinn von mindestens 2000 /v fällt. Der Zufall entscheidet also darüber, welchem der in der fünften Klasse gezogenen höheren Treffer zwischen 2000 X und 300.000 Kronen diese Prämie als Zuschlag zufällt. Als niedrigste Gewinne sind angesetzt in den einzelnen fünf Klaffen: 80 X, 120 X, 160 X, 200 /< nnd 200 N. Jedes Los trägt eine der Nnmmcrn von I bis 100.000. Die Lose werden nnr in Einlagscheinen für jede der fünf Klassen, Klassenlose genannt, ausgegeben. Die Ausgabe der Klassenlose crsolgt in ganzen, Viertel-und Achlellosen. Die Einlage beträgt bei jeder Klasse 40 X sür das ganze, 10 X für ein Viertellos und 5) X für ein Achtel-los. Gin Verlauf der Lose über oder unter obigem Preise ist verboten. Dieser Preis gilt jedoch bei den Klassenlosen der 2. bis 5. Klasse nur für jene, welche sich durch Vorweisung dcs Klassenloses der vorigen Klasse darüb^ ausweisen, daß sie am Spiel der früheren Klasse teilgenommen haben. Wer sich erst nach der Ziehung dcr 1. Klasse in die Klassenlotterie nachkauft, hat -^ da die Gewinnchancen nach der obigen Gewinnverteilung zum größten Teile in der 5. Klasse konzentriert sind — die Einlagen der bereits gezogenen Klassen nachzutragen. Ein in der 1. bis 4. Klasse gezogenes Los nimmt an dem Spiele in den höhc-ren Klassen nicht mehr teil. Ein Spieler, dessen Los in der 1. bis 4. Klasse'gezogen wurde, kann sich daher an dem weiteren Verkaufe der Lotterie nur dadurch beteilige», daß er ei» Los anderer Nummer unter Nachtragung der Einlage» der bereits gezogenen Klasscn erwirbt. Die Klassenlose begründen einerseits das Recht zur Teilnalnne an den für die Klasse stattfindenden Ziehnn-gen, anderseits aber das Recht, gegen Zahlung von nur einer Klassencinlage das Los der nächsten Klasse gleicher N u m m e r zu erhalten. Behufs Teilnahme an den späteren Klassen haben daher die Spieler, deren Los nicht gezogen wurde, von Klasse zu Klasse bei der gleichen Geschäftsstelle Erneuorungslose unter Zahlung dcr Einlage nnd Vorweisung des Loses der lctztgczoge-ncn Klasse längstcns am achten Tagr vor Beginn der nächsten Ziehung zu bezieheu. Spieler, welche diese Frist versäumen, verlieren ihr Anrecht auf ein Erncuerungslos. Dcr Anspruch auf das Erneuernngslos dcr letzten Klasse ist an die weitere Bedingung geknüpft, daß die planmäßigen Einlagen der Vorklassen vollständig berichtigt sind. Die nicht rechtzeitig erneuerten Lose kann die Ge^ schäftsstelle an neu eintretende Spieler verlaufen. Die Geschäftsstelle hat die Pflicht, dem die> Erneuerung rechtzeitig fordernden Spieler ein Klassenlos (Teillos) der gleichen Nnnnner, wie fic das vorgewiesene Los dcr Vorklasse ausweist, unter Entwertung dcs letzteren zn-liefcrn. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt gegen Aushändigung dcr Gewinnlose ohne jeden Abzug und insbesondere auch ohne Abzug einer G e-w inngeb ü h r. Auf Teillose entfällt die der Einlage entsprechende Qnole des planmäßigen Gewinnes. Eine Verpflichtung zu einer Prüfung der Berechtigung des Vorzeigers besteht nicht. Gewinne, welche für das ganze Los 2000 X übersteigen, find (und zwar auch fttt alle zugehörigen Teillose) bei dcr Generaldirektion der Staatslotterien zahlbar; die Auszahlung erfolgt vom Tage nach der Ziehung a n, entweder Zug um Zug innerhalb der Amts-stnndcn der Generaldirektion oder im Wege der Postsparkasse, sobald das mit der Bestätigung dcr ausgebenden Geschäftsstelle, daß gegen die Auszahlung kein Hindernis obwaltet, versehene Gewinnlos überreicht wird. Alle niedrigeren Gewinne sind bei dcr Geschäftsstelle, welche anf dem Lose bezeichnet ist, vom achten Tage nach den, letzten Ziehungstage der betreffenden Klasse an zahlbar. (Fortsetzung sol^t.) — (Kmumnnduübernahme.) Seine Exzellenz der Herr Feldmarschalleulnant Hermann K u s m a n c k Hai mit dem heutigen Tage wieder das Stationskommando übernommen. — (Ein Hntnndclverl'ot nnf den österreichischen StaatKbnhnen.) Laut Erlasses des l. k. Eiscnbahnmini-steriums vom 18. April 1913, Z. 6489, ist das Tragen unversicherter Hutnadeln auf den österreichischen Eisenbahnen verboten. Personen, die dieses Verbot übertreten, können von der Beförderung ausgeschlossen werden und unterliegen einer Strafe von 2 bis 200 /< oder von 6 Stunden bis 14 Tagen Arrest. — «Die Reifeprüfungen an dcr Siaatsrealschule in Idria,) Die schriftliche Reifeprüfung im heurigen Sommcrtermin findet am 9., 10., 11. und 12. d. M. statt. Die mündlichen Prüfungen werdcn am 12., 14. und 15. Juli abgehalten werden. Zur Reifeprüfung ha» bcn sich 25 Kandidaten gemeldet. —v— ^ lTissniernng dcr Rcisecffcltcn.» Zur Hintanhab' t'ing größerer Verzögerungen in dcr Ablieferung von ,jteisceffck!en infolge Verschleppung oder Verwcchslunss wird dem reisenden Publikum dringend empfohlen, Reiscesfetten aller Art (als Reisegepäck, Eil und Frachtgut) mit der Bestimmungsstation sowie dem Namen, Stand, Ort nnd der Wohnung des Empfängers lEigentümers) zn bezeichnen. Am zweckmäßigsten geschieht dies auf dem Gepäck-(Fracht) stück, beziehungsweise nnf des-scn Emballagc selbst oder auf einem an diese in seiner ganzen Fläche festgeklebten Zettel. Bei Körben, Säcken, Ballen, Taschen usw. ist es angezeigt, die Angaben anf ein mit dem Kollo dauerhaft verbundenes Täfelchen aus Holz, Leder oder Pappe zu schreiben. Diese Maßregel erleichtert den anstandslosen Transport und bietet die sicherste Gewähr für das rasche Zustandebringcn ver^ schlepftter, verwechselter oder zurückgebliebener Reise-cffeklen im Falle unrichtiger oder fehlender bahnscitigcr Vezettlung, wie sie bei der eiligen Expedition des Gepäcks "^ insbesondere während dcr starken Reisesaison -leicht vorkommen kann. Znr Verhütung von Verschleppungen sollen auch ältere Beklebungen oder sonstige Zei» chen, die zu Verwechslungen mit Gisenbnhnbefördcrnngs. zeichen Anlaß geben könnten, im Sinne der Bestimmungen des ß 31 des Eisenbahnbetriebs-Neglements vor dcr Aufgabe entfernt werden. -- (Glavna posujiluica.) Beim hiesigen Landes-als Konkursgerichtc fand gestern vormittags eine Tag-satzung in Angelegenheit der im Konkurse befindlichen Glavna posojilniea statt, wobei dcr Konkursmasseverwal-w Dr. Oblak seine bis Ende I!N2 reichende Nechnnng vorlegte, die nach fachmännischer Mcrprüsung genehmigt wurde. Das derzeit disponible Kapital im Betrage von rund 400.000 /< gelangt znr sofortigen Verteilung an die Gläubiger. Sobald das Exekutionsverfahren gegen die Pav»larschen Bürgen beendet sein wird, was in etwa drei Monaten der Fall sein dürfte, foll die Schlußrechnung sowic der Vertciluugsplan vorgelegt werden. Dubiose Forderungen, die etwa zum Teile noch cinbringlich find, sollen binncn zwei Monate» realisiert werden. In diese»! Termi» nicht eingebrachte Forderungen sollen im Versteigerungswege verkaust werden. Am kommenden Sonntag sindct eine Versammlung der Genossenschaftsmitglieder der Glavna posojilnica statt, die auf Grund dcr gegebenen Sachlage über einen Ausgleich mit den Gläubiger» beraten und über die Beschaffung der Ae-occkungsmittel Beschluß fassen sollen. — (Dns Konstantin-Jubiläum) wird übermorgen um halb 5 Uhr nachmittags in der fürstbischöflichen Anstalt des hl. Stanislaus in St. Veit ob Laibach vcn- geladenen Gästen festlich begangen werden. Anf dem Programm der Veranstaltung steht neben einer Festrede und Gcsangsvorträgen die Aufführung des fünfakligen Theaterstückes „Mini pod zemljo". — Die Veranstaltung wird Sonntag den 22. d. M. wiederholt werden. — (Veschwechsel.» Das bisher den Josef Leuzschm Erben gehörige Haus, Ncssclstraße 1, wurde von der Firma I. Zankls Sühne angeblich um l80.000 X käuflich erworben. Das im Hause befindliche Kaffeehaus „Austria" hat laut Kontraktes binnen Jahresfrist auszuziehen. !«>—. ^ (Teltiun Krnin dcs Deutschen und österreichischen Alftenvcreincö.) Nlftenvercinsmitglieder treffen sich von heute an jeden Freitag um halb 9 Uhr abends in der Kasinogastwirtschaft zu geselliger Zusammenkunft, die vor allein der Vesprechuug von alpinen Angelegenheiten und det Zusammenstellung von Ausflügen und Tonren dienen soll. Der Ausschuß ersucht um recht Zahlreiche Beteiligung. — (Der Lailmchcr freiwillige Feuerwehr- und Rel« tnnsssverein) hält morgen um 8 Uhr abcuds im „Mestni dom" seine Generalversammlung ab. — (Ein interessantes Fusllxillwrttspirl.) Wie bereits gemeldet, findet kommenden Sonntag abends um 6 Uhr in Laibach cin interessantes Fußballwettsftiel statt. Das Wettspiel wird nämlich auf dem Spielplätze nebei, der Lattermannsallee zwischen der ersten Mannschaft der Laibachcr „Ilirija" und der Mannschaft des „Gradjanski Sportklub" (Bürgerlicher Sportklub) aus Agram aus-getragen werden. Das ist das erste Spiel, das heuer in Laibach mit einer Mannschaft einer anderen Nationalität geliefert werden wird. Die Spielstarke und .Klasse der „Ilirija" in der jetzigen Zusammenstellung ist bereits bekannt; die kroatischen Fußballmannschaften kennen wir in Lnibach auch fchon, da sowohl der akademische Sportklub als auch die „Kontordia" Gäste der Laibacher „Ilirija" waren. Wer sich an diese Wettspiele erinnert, muß zngcben, daß die Kroaten nnsercn Fußballspielern bedeutend überlegen waren. Der „Gradjanski Sportklub" steht unter den kroatischen Fußballmannschaften, bei denen ob der ziemlich starke» Pflege dieses Sportes bereits Meisterschaftsspiele eingeführt sind, derzeit an dritter Stelle und kann deshalb als ziemlich spielstarker Klub bezeichnet werden. Unserer Mannschaft gegenüber hat er noch den Vorteil, daß sich seinc Mannschaft aus lauter körperlich stark gebauten Spielern zusammensetzt. Da hingegen die „Ilirija" in der letzten Zeit durch fleißiges Training einzelner leichtathletischcr Sportzweige an Aus» daucr gewonneil hat, kann man über den Äusgang des Spieles im voraus nichts sagen. Wenn noch bemerkt wird, Laibacher Zeitung Nr. 127. 1186 6. Juni 1913. daß die Laivacher „Ilirija" seinerzeit die Absicht yattc, an den Meisterschaftsspielen für Kroatien teilzunehmen, und daß sie ans die dritte Stalle aspirierte, weiters dav sic gerade dnrch dieses Wettspiel feststelleil wird, ob sie zu dieser Aspiration berechtigt war, so geht darans her-.vor, daß sich dieses Wettspiel durchaus interessant und abwechslungsreich gestalten wird. — (Vom lrainischcu Feuerwehrverbnndc.) Der langjährige Obmann dcs lrainischen Feuerwehrverban-des, Herr kais. Nat Franz Toberlct, hat, wie uns mitgeteilt worden, seine Ehrcnstcllc niedergelegt. Hohes Alter und infolgedessen zunehmende törpcrlicbe Gebrechlichkeit 5?uinsscn den nm unscr heimisches Lüschwoscn so hochverdienten Gründer und Obmann des Verbandes, sein verantwortungsvolles Ehrenamt nun jüngeren kräftigen Händen zu überlassen. — (über Dnnteo „Göttliche Komödie",) die dein-nächst iin hiesigen Kino „Ideal" zur Porführung gelangt, schreibt das „Illustrierte Wiener Extrablatt": Was Italiens größter dichterischer Genius i» seiner unvergänglichen „Göttlichen Komödie" der Menschheit ge-sckentt, sieht man so reckt eigentlich im Nady-Mall« Monoftolfilm. Was hier das Äuge schaut, das begreift die Seele, denn es ist bald packend, bald erschütternd, bald nervcnpeitfchend, bald rührend, immer aber hochinteressant. Tiefer Kunstfilm wird seit Monaten mit durchschlagendem Erfolg in den größten Städten Europas und Amerikas täglich znr Darstellung gebracht nnd auch lner in Wien gibt sich fchr reges Interesse kund." — In Üaibach wird der Film von Freitag, den 18,, bis Montag, den 1l>. d. M., vorgeführt werden. Vorstellungen täglich nm 3, 4^2, 6, 7'^ und 9 Uhr. Erhöhte Preise. — (Frühlinssofest.) Der Gosangsvereiu „Slavec" veranstaltet übermorgen um 4 Uhr nachmittags im Garten und im Saale des Hotels „Tivoli" ein Frühlings-fest nnter Mitwirkung der vollständigen Slov. Philharmonie. Das Programm umfaßt sieben Gefangsvorträge, ein Promenadekonzcrt, ein Volksfest, ein Tanzkränzchen, einen Glückshafeu, Ningelspielfahrten, ein amerikanisches Panorama x.. Eintrittsgebühr 50 //; Vcreinsmit-glieder nnd Kinder unter zehn Jahren frei. — Im Falle ungünstiger Witterung findet die Unterhaltung Sonntag den 15. d. M. statt. — (Steinwürfc auf einen Schnellzug.) Am 2. d. um 5 Uhr 32 Minuten nachmittags wurden zwischen Salloch und Mnriafcld auf den gerade vorübcrfahrcndcn Schnellzug Steine geworfen, wodurch eine Scheibe des Speisewagens zertrümmert wnrde. Als Täter wnrde ein Besitzerssohn aus Ober-Ka^elj ausgeforscht. — (Fabrilöbrand.) Wie uns aus Nadmannsdorf geschrieben wird, ist gestern nachts die Möbelfabrik und die Säge der Firma Dernl'5 in Luncovo an der Save niedergebrannt. Alle Löschversnche waren vergeblich, da sich das Fencr ungemein rasch ausbreitete. Auf dem Vrandftlahe erschien zuerst die Feuerwehr aus Nadmannsdorf, später trafen noch die Fenerwchren alls Möschnach und Stcinbüchl ein. Die Werkstätte, die Fabrik, zwei Sägen, eine große Anzahl fertiger Möbel, zwei Waggons Parketten, alle Maschinen sowie große Holzvorräte fielen dem Brande Zum Opfer. Der Schaden wird auf 80.0N0 ^ geschätzt. Die Entstehnngsnrsache dcs Feuers ist unbekannt. — (Snnitäts-Wochenliericht.) In der Zeit vom 25. bis 31. v. M. kamen in Laibach 21 Kinder zur Welt (27,30 pro Mille), darunter 1 Totgeburt; dagegen starben 24 Personen (31,20 pro Mille). Von den Verstorbenen waren 10 einheimische Personen; die Sterblichkeit der Einheimischen betrng somit 13,00 pro Mille. Es starben an Keuchhusten 1, an Tuberkulose 5 (unter ihnen 3 Ortsfremde), infolge Schlagflnfses 2, an verschiedenen Krankheiten 16 Personen. Unter den Verstorbenen befandet» sich 14 Ortsfremde ('58,33 ?«) und 16 Personen aus Anstalten (66,67 A). Infektionskrankheiten wurden gemeldet: Scharlach 1, Keuchhusten 1. — l^ffentliche Tombola in Krninbnrg.» Die Musikkapelle der freiwilligen Feuerwehr- und Nettungsgesell-schaft in Krainbnrg veranstaltet am 8. d, M. um 3 Uhr nachmittags auf dem Haufttplatze eine öffentliche Tombola, deren Gewinste sich folgendermaßen verteilen: 3 Tombolas, 5 Cinquine, 8 Quaternen, 15 Ternen nnd 25 Amben. Nach Schluß der Tombola gibt die Kapellc im Gasthausgarten der Frau Maria Malir eiu Konzert; Eintritt dazu 40 Heller. Im Falle ungünstiger Witterunc findet die Tombola Sonntag den 15. d. M. statt. De, Reinertrag der Tombola ist dem Fonds der Musikkaftellt der freiwilligeu Feuerwehr- und Rettungsgesellschaft i> Krainburg zugedacht. —ß,'. — (Thentervorstellunss in Krainbnrg.) Der Vil dungsverein „Kranj" in Krainburg veranstaltete an 1. d. M. abends im großen Saale des „Ljudski dom' eine Theatervorstellung, wobei die dreiattige Posse mi Gesang „Pri belem konMu" in Szene ging. Die Noll der Wirtin lag in der bewährten Hand des Fräulein« Hafner, die in Herrn Eyrill Mohor (Kellner) einen vorzüglichen Partner hatte. Herr Matthias Bra -da^ka jun. bewies bei dieser Gelegenheit von neuem, daß er für humoristische Nollen wie geschaffen ist; mit seinem Bucek verstand er das Publikum vom Anfang bis zum Ende in der besteil Laune zu erhalten. Die Frän-lcin N u <' igaj und Vidouec machten aus ihren Rollen ihr Möglichstes. Sehr glücklich debütierte an diesem Abende Herr K lepec und wußte gleich das Publ> knm für sich zu gewinnen. In trefflicher Weise entledigten sich ihrer Aufgaben Fräulein Omersa nnd Herr Florjan 5 i 5, beide schon von den vorangegangenen Vorstellungen als sehr brauchbare und routinierte Dilettanten bestens bekannt. Auch die kleineren Nollen waren sehr glücklich verteilt. Das wegeil d^r vorgerückten Jahreszeit in geringerer Zahl erschienene Publikum unterhielt sich auf das Vcste und lohnte die Darsteller durch wohlverdienten Beifall. — Mit diesem Stücke, dessen Ncincrtrag für das Dilettantenpersonal bestimmt iiar, fand die heurige Theatcrfaison im „Ljudsti dom" ihren Abschluß. —^. — (Allerlei aus Idria.j Der Vergwerksoffizial Herr Peter K enda wurde über eigenes Ansuchen iu den dauernden Ruhestand versetzt. — Ins Bergwert wurden bei der letzten Neuaufnahme von der Bergdirck-lion 30 Jünglinge znr Bergwerlsarbeit aufgenommen. Natürlich gab es bedeutend mehr Bewerber.« — Am 22. v. M. wurde der elfjährige Jakob Fabüiö aus St. Veit bei Wiftftach von einem Ochsen derart verletzt, daß er, nach Hause gebracht, bald darauf starb. — Iu Idria und Umgcbnng ist eine der nnangenehmstcn Kinderkrankheiten, der Keuchhusten, epidemisch ansgebrochen. Obwohl die Gesundheitöverliältnissc in der Stadt im allgemeinen ziemlich günstig sind nnd die Sterblichkeit sogar gering ist, entwickelt sich fast jede derartige Infektionskrankheit zu eiuer Epidemie. Die Hauptursache dürfte wohl in den noch ziemlich ungünstigen Wohnungsucrhält-nissen liegen. Die Wohnnngen haben znmeist viel zn niedere Zimmer nnd sind für die zahlreiche Arbeiterfamilie, die in den ohnehin beschränkten Nänmlichkeiten oft noch Astermietcr aufnehmen, viel zu klciu. Auch scheinen einige Familien eine besondere Angst vor dem Lüften zu haben; besonders in der ranhcn Jahreszeit bleiben die Fenster wochenlang lnftdicht verschlossen. —.v— — (Der MninuSflug der )drinncr Realschule.) Alis Idria wird uus geschrieben: Donnerstag den 29. v. M. veranstaltete die hiesige Nealschulc den üblicheil Mai-auöflug. Die einzelnen Klassen wählten die verschieden^ stcn Orte der schönen Idrianer Umgebung. Die sechste Klasse hatte unter Führung ihres KlassenvoHandes, Herrn Prof. Dr. Novak, bereits am 28. Mai nachmittags ins nette Görzische Dörflein Kirchheim, den Gebnrtsort dcs bekannten Mathematikers Dr. Franz Nit-ters von Mo^nik, begeben. Nach kurzer Nast wurde der Aufstieg auf den 1631 Meter hohe» Porzen begonnen und dann in der Alpenhütte übernachtet. Eine herrliche Fernsicht bot sich den Ausflüglern am frühen Morgen, besonders auf den Triglav. Schließlich wnrde über Kirchheim nach Idria zurückgekehrt. — Die dritte und die vierte Klasse brach unter Leitung der Herren Professoren Aacbler lind Krajec um 6 Uhr früh des 29. Mai nach dem schönen 1087 Meter hohen Dörflein Vojsko, der höchsten Pfarre Krains, auf. Gegangen wurde über den Nej^ev vrh, einen Hügel ob Nazpotje mit schöner Fernsicht. In Vojsko wnrde gefrühstückt, um dann an der Idrijca-Klause vorbei, über Krekov>e zur Putrich- und Zur Belica-Klause, endlich zum Gasthaus ^inkovec in der Aela Zu gelangen. Nach längerer Nast wurde der Rückweg nach Idria angetreten. Der Marsch dauerte ungefähr sechs Stunden. Alle übrigen Klassen machten kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung, wie nach Sairach nnd in andere Ortschaften. —v— — > Jahre; Fabian Dragi'5, Handelsreifender, 34 Jahre; Karl ^trukelj, Manrergehilfensohn, 2 Fahre; Johann Ko/.ar, Knecht, 23 Jahre, Theater. Kunst und Literatur. — (Slovenischc Kunstausstellung im Pavillon Ja« tuple.» Die Vorbesichtignng für geladene Gäste findet morgen nm halb 12 Uhr vormittags statt. Von 2 Uhr nachmittags an ist die Ausstellung für deu allgemeinen Besuch geöffnet. — (Theater in Bulgarien.» Das Theater iu Bulgarien ^ schreibt Dr. Herbert H i r s ch b e r g im ersten Juniheft der „Osterreichischen Nundschan" — hat fast gleichzeitig mit der Einführnng des obligatorischen Schulbesuchs begonnen. Von Gelehrten uud AufNärungsvcr-einen gingen die ersten schwachen Bestrebungen Zur Schaffung eines Nationalthcaters aus. Volksstücke aus dein Leben für die breite Masse wnrden verfertigt nnd anf der Bühne agiert, um letzten Endes zn belehren. Es ist interessant zu sehen, wie diese erstell Thcatcrver-suche keinerlei Belustigung zum Ziel haben, sondern wie hier die Bühne von den Veranstaltern Zunächst einzig und allein als Lehrstuhl betrachtet wird. Der erste bul-garische Dramatnrg und Gründer des bulgarischen Nationalthealers, Dobri Popov Vojnikou, gründete, von der Idee beseelt, daß die Bühne die beste Schule der Gemeinde werden müsse' in Braila (Vla^fo) eine Amateurtrupfte, schrieb eigene Stücke für seine Aklenre und setzte seine Schanspielc selbst in Szene. 1866 gab er mit seinein Ensemble eine Gastsftielvorstellnng in Bukarest, welcher auch Numäniens Herrscher anwohnte. 1868 machte Vojnikov in der ganzen slavischen Welt von sich reden, als er in Bukarest ein patriotisches Drama aufführen wollte, das jedoch anf Drängen der türkischen Regierung von den rumänischen Behörden verboten wurde. Vojnikovs Beispiel folgend, bildete sich in Bnlgarien eine zweite professionelle Schansfticlcrlruppe, die aber bald ihre Vorstellungen einstellen mußte, weil sie der türkischen Negiernng als nmstürzlerischer Ideenträgcr schnell mißliebig wurde. Nachdem 1836 Ostrnmelien dein bulgarischen Staatswesen einverleibt worden war, nahm von hier die dramatische Kunst ihren Weg nach Sosia. Sie war anfangs in einem anspruchslosen Heim untergebracht, 1892 aber ließ der Magistrat ein Projekt für einen Thcatcrbau ausarbeiten, das jedoch infolge des Geldmangels nicht ansgefnhrt werden tonnte. Erst als iin Jahre 1897 in Sofia die Klassenlotterie genehmigt worden war, beschlossen die Stadtvätcr, diese von Stcncrn zn bcsrcien, falls sich der Staat verpflichte, jährlich 100.000 Leva dein Nationaltheaterbaufonds zuzuführen. Der Vorschlag wurde angenommen, und nachdem man 350.000 Leva zusammengespart hatte, schritt man zum Ball des Theaters, der 1904 begonnen und 1906 vollendet wurde. Seit 1906 hat Sofia uun sein Nationaltheater und verfügt über eine geschulte Schauspielcrlruppe, die es ermöglicht, alle modernen ztnnstschöpfungeu dem Publikum der königlichen Residenzstadt vorzuführen. — („LjubljanM Zuou.") Inhalt des Iuuiheftes: 1.) Jg. Gruden: Ein Relief. 2.) Ivan Petrovi 5: Ghasel. 3.) N. Zarnik: Lied. — Zwei Momente. 4.) Rado Murnik.- Die Tochter des Grafen Blagay. 5.) Vojeslau M o I 5: Gin Brief vom Lande. 6.) Jg. G rüden: Iin Sturme. 7.) Lovro Kuhar: Thaddäus von Spobijan. 8.) L. Pintar: Über Ortsnamen. 9.) Paul V e r l a i u e-Vojeslau Mol<>: Ein sentimentales Gespräch. 10.) Ferdo Kozak: Der grüne Georg. 11.) Josef P r e m k: Die Sommerfrischler. 12.) Temeni -^ka: Frühlingssang. 13.) Literaturberichte (mit Beiträgen von I. We st er, Fr. K o b a l, Dr. Vojeslav Mol5 u. a.). Geschäftszeitung. — (LiefcnlNffsausschreil'UNst.) Die k. k. Staatsbahndirektion Trieft vergibt ihren Iahresbedarf an Portlandzement pro 1914 im Wege öffentlicher Liefe-rungsausfchreibung. Die Anbote sind bis längstens 30. Juni 12 Uhr mittags bei der Hanptkanzlci der l. l. Staatsbahndirektion Trieft in versiegelten nnd mit der Aufschrift „Angebot über Baumaterialien" versehenen Hinschlage einzureichen. Näheres ist in einer der nächsten Nnmmcrn des „Osscrvatoie Triestino", des „Avisa-tore Dalmllto", der „Wiener Zeitung", des „Verordnungsblattes für Eisenbahnen und Schiffahrt", des „Osterreichischen Generalanzeigers für das öffentliche Lieferungswesen" enthalte» sowie bei der k. k. Staats- ! bahndireltion Trieft, Via Giorgia Galatti Nr. 9, 3. St., Tür 152, zu erfragen. — (Verlauf von Tannen- und Buchenholz.) Bei der Landesregierung in Sarajevo gelangen aus dem Wald-qcbiete der Kozara planina (Bezirk Bosnisch Dubica m M m Jsfät, ¦ M MM B0^warz» weiß nub farbig sott K 135 ait bi? K 24-50 per SJieler — glatt Hj H I WT%š. I I ¦¦ ßcl"trc'^' tai'riett, gemnfteit, Damaste k, and) in doppelten Breitsn. llAilllAkllMli »1a |äI ä"" Seiden-Damaste wn K 1"65 bid K 24*50 Brsut-Seide wn K 1*35 bi* K 28*50 ^Jliririllil|l| ll % DiriD Rohseid. snantungki. p. ^Hobe > K 19*50 . K 8550 Ball Seide » K 1*15 » K 24*50 ¦ bI1"! II IP™! If1"! I I^MmP^II II1" Fouiard-Seidebcbr.a.doppeltdr.» K 115 > K 12*35 Blusen-Sside > K 115 » K24'50 IIIhIIIIIhIIIhI II fl HI ¦ 11 11 ¦ Pn s^eter. g-raufo uub sohon verzollt in* ioawd. shifter umget)eub. 3)oppclte3 Hi I ^JI 11 I ^J U I-JI LI ^^m ^JI LI mM 16 33ricfpotto uad) bn 3d)turij. 4-2 jj w...w>ww» «j wwb«iv seidenfabrikt. Henneberg, Zürich, aSÄ**1 Laibacher Zeitung Nr. 127. 1187 6. Juni 1913. und Prijedor) zirka 28.000 Kubikmeter Tannen- und 25.000 Kubikmeter Buchenholz zum Verkaufe. Es werden nur schriftliche, auf die gesamte zum Kaufe ausgeschriebene Holzmcngc lautende Offerte angenommen, die bei der Landesregierung in Sarajevo bis 31, Juli, vormittags 11 Uhr, eingelangt sein müssen. — Eine Kundmachung mit näheren Angaben liegt im Bureau der Handels- und Gewerbelammer in Laibach Interessenten zur Einsichtnahme auf. Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Ncichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 5. Juni. Landesverteidigungsminister von Georgi beantwortete zu Beginn der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses die Interpellationen, betreffend den Sftionagcfall Nedl. Redner führt aus, er möchte am liebsteil einen undurchdringlichen Schleier über die ganze Angelegenheit breiten, denn die große Aufregung in der Öffentlichkeit über den verabscheuungswürdigen Landesverrat Nedls muß begreiflicherweise dem Anfchcn und der Ehre der Armee Abbruch tun. Nedl habe fich selbst gerichtet, doch ist für eine solche ungeheuerliche Schuld sein Tod keine Sühne. Auf Grund der bisherigen Ergebnisse der militärgerichtlichen Untersuchung gibt der Minister eine ausführliche Darstellung des Sachverhalles, wobei er die Behauptung widerlegt, daß die Militärbehörden die Angelegenheit vertuschen wollten. Der Minister konstaüert, daß Nedl nut der vorgefaßten Absicht, den Selbstmord zu verüben, nach Wien kam, dem lan^ jährigen Freunde Generaladuokaten Pollal diese Absicht mitteilte, weil er sich gegen die Moral und die Standesehre vergangen habe. Als die Militärkommission um halb 1 Uhr' nachts im Absteigequartier Nedls, welcher mit den Vorbereitungen des Selbstmordes beschäftigt war und die Schuld einbekannte, eintraf, gab dieser zu, erst in der jüngsten Zeit, veranlaßt durch eine unheilvolle Leidenschaft. Spionage getrieben zu haben, verneinte aber auf das entschiedenste, Komftlieen zu haben. Nach dem Fortgange der Kommission verübte Nedl den Selbstmord. Die Hausdurchsuchung in der Präger Wohnung lieferte den Beweis, daß Redl mehrere, auf die Mobilisierung der Wehrmacht bezügliche Instruktionen allgemeinen Inhaltes den Agenten fremder Staaten verkaufte. (Zwischenrufe: „Staaten nennen!") Die ersten Spuren führen ans den März 1912 zurück. Bei aller Schwere dieser Tatsache mnß festgestellt werden, daß die konkreten Kriegsvorbereitungen der letzten Zeit nicht verraten werden konnten, weil sie Nedl überhaupt nicht zugänglich waren. Der Minister konstatiert nochmals, daß der Landesverrat Nedls erwiesenermaßen erst seit März 1912 datiert, betont, daß er keine Mitschuldigen habe und konstatiert, daß dem mit Nedl in homosexuellen Beziehungen gestandenen verhafteten Leutnant bisher eine Spionage »licht nachgewiesen werden konnte. Die Gerüchte über eine Kompronlittierung höherer Offiziere und einer bestimmten Dame sind falsch, eine Verbindung mit dem russischeil Konsul in Prag durch nichts erwiesen. Ein Zusammenhang dieser Äffäre mit dem Fall Iandri6 und sonstigen Sftionagefällen der jüngsten Zeit ist nicht richtig. Alle Gerüchte, daß Nedl Geheimnisse der deutschen Armee verraten hat, sind falsch, ebenso die Behauptung der Presse, daß er zu Verhandlungen mit dem deutschen Generalstabe entsendet wurde. Unsere glorreiche Armee wurde hart getroffen, aber die Schmach des einzelnen kann nicht die Allgemeinheit treffen; der Mmister ist überzeugt, daß der Armee wegen dieses einen Uuglücks-fallcs das ihr so kostbare Vertrauen der Bevölkerung sowie die Hochachtung fremder Armeen nicht geschmälert werden könne. Ersteres wird fie stets trachten zu rechtfertigen, letztere, wenn es gilt, vom Gegner erzwingen zu wissen. Nedner versichert schließlich, daß die Militärverwaltung die aufgefundenen Spuren mit allcr Zähig' 'leit verfolgen und mit rücksichtsloser drakonischer Strenge eingreifen werde, falls sich nur der geringste Verdacht regt, sowie jeden Schädling beseitigen werde. (Zustimmung.) — Der Antrag des czechischen Sozialisten Ne-m e c auf Eröffnung der Debatte über die Interpellations-beantwortung wird abgelehnt. Nach der Interpellationsbeantwortung des Landes-Verteidigungsminister wird die Generaldebatte über die Finanzvorlagen fortgesetzt. Abg. Vudzynowskyj erhält das Wort zur Fortsetzung seiner gestern begonnenen Ausführungen. Nach dein Abg. Nudzynowskyj spricht der zweite ruthenische Minoritätsberichterstatter H o l u-b o v i c, worauf die Verhandlung liber die Finanzvor-lagen abgebrochen wird. Die Beratung des Dringlich-leitsantrages, betreffend die Aufhebung der Fleischsteuer, wird fortgesetzt. Nach einer Reihe von Anfragen an den Präsidenten wird die Sitzung geschlossen. - Nächste Sitzung Dienstag. Dic Demission des ungarischen Kabinettes. Budapest, 5. Juni. Dr. von Lukacs kehrte um halb 1 Uhr von Schönbrunn in das ungarische Ministerium Zurück und erklärte hier, er habe Seiner Majestät die Demission der ungnrischen Ncgicruug unterbreitet. Der Monarch habe sie znr Kenntnis genommen und ihn vor-länfig mit der Wetterführung der Geschäfte betraut. Der Ministerpräsident erklärte sodann, daß Seine Majestät ungarische Politiker in der Frage der Kabinettskrise anhöreil werde, aber nur in beschränktem Maße; wahr-scheinlich den Präsidenten des Abgeordnetenhauses Grafeil Tisza und den Präsidenten des Magnatenhauses Baron Iosika. Dr. von Lukacs bleibt vorläufig auch noch morgen in Wien. Wolkcubrnch. Berlin, 5». Juni. In der Umgebung von Koblenz < ist ein Wolkenbruch niedergegangen, wodurch die Wald- täler zwischen Koblenz und Rehns vollständig verwüstet wurden. Das Bahngeleife ist zwei Meter hoch mit Gerölle bedeckt, so daß der Aahnverkchr unterbrochen ist. Die Straßen von Nehns sind überschwemmt. Verantwortlicher Redakteur- Anton F u n t e k. Kino „Ideal." Heute Freitag Spezialabend mit garantiert erstklassigem Programm, Württemberg (Reise-film); Frisch gestrichen (humoristisch); Eclair-Woche; Der Handschuh (Drama — »ur abends); Leo und Ton-tolini in den Wolken (komisch -- nur abends); Welche ist es? (amerit. Lustspiel); Es ist eine alte Geschichte oder Herzenshandel (Schlagerdrama); Tiere auf dem Kriegspfade (humoristisch). — Samstag Asta Nielsen: Die Sünden der Väter. — Dienstag Maskierte Liebe. — Freitag 13. Juni: Dantes Hölle. 2311 Angekommene Fremde. Hotel „Elefant". Am 5, Juni. Stemberqer, Fabrilantensgattin, s. Töch» tern, Mannsburg. — Svetic, Privatier, s, Gemahlin; Doltor Lapajne, Sanitätskonz.. Stein. — Nilolajevic, t, Bezirlsrichter, Agram. — Dworak, Obrriugcnieursgattin. s. Tochter, Sara« jeuo. — Dr, Llöcklinger, Privat, Mahrenberg. — Batio, Buch» Halter. Venedig. — Marko, Beamtensgattin. Graz. — Walo» uig, Kfin.. St. Martin, — Mccick, Kfm,, Pisino. — Ianowiß, Eoer, Me.; Rauch, Weiß, Karl, Eisner, Lamberg, Rsoe.. Wien, — Brnyo. Rso., Vuoapest. — Feldner. Rjo., Franlfurt. - Vischchky. Rso., Prag. — Rappoldi, Holzer. Rsde, ttlagenfurt. Gr«md Hotel Union. Am b. Juni. Maasberg, l. u. t. Generalmajor, Wippach. — von Löbbecke, Eisersdorf. — Havluel, Lehrer, Prag. - Miamar, Pfarrer, Vrldes. ^ Klcwzar. Katechet, Stocijan. - Lcorrcr, Nfm. Aussig, — Mcittner, Kfm.. Lmigenwang. — Ludcwig, Archil-kt; NcuiS, Ltwi», Balan Pn'suurger, Nflte,; Glückselig, Kuckelsvcrq, Pcchler. MlMteratz, Hcra, Meßner, Fahn, Goldman, Stulart, Wallner, Puszlniler, Back, Schwarz, Eger, VarprsslN), Sadec, Rmgrr, Nsde,, Wien. Meteorologische Veoliachtnngcu in Laibach. SeelMe 306 2 m, Mittl. Luftdruck 736 0 mm, Z «Hz DK 37 U. F. ! 37-2! 17 4 SO. schwach > . j 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur betraqt 21 9°, Normale 16 6°. Wien. b. Juni. Wettervoraussage für den 6. Juni für Steiermarl, Karnten und Krain: Wechselnd wollig, Gewitter, schr waliu, südwestliche mäßige Winde. — Für Un« gam: W.nlncs Wetter zu .rwarten, stellenweise, besonders im Wcstcn, mit Gewittern-nm, Ü ÄBsÄMm*<^S göttliche Komödie Die Hölle t t Das größte kinematograplrische Sonsations-Kunstweik in drei Akton wird durch vier Tage, und zwar: Freitag den 13., Samstag1 den 14., Sonntag I den 15. und Montag den 16. Juni vorgeführt. Erhöhte Preist.'. Abendvorstellungen im Garton. Vorstellungen täglich von 3 bis 4l/a, 4l , bis 6, 6 bis 71/, 'Vw- 71/, bis 9, 9 bis 107, Uhr. Schulpflichtige Jugend hat keinen Zutritt. 2284 10—3 ' ^ooCkIs, Filiale der K. l priu. Desterreichischen * CreUstalt iür Hei und Bewerbe «ä^, Geldeinlagen gegen Elnlagsbücher und ^iwP> Kauf> Verkauf "• Belehnung von Wart 1. Konto-Korrent; Gew8hrunB ,., jn Laibach *W* Prešerengasse Nr. 50. .M» ^rSU^r"0^i»s?r;Ä Krediten, Eskompte von Wechseln etc. "¦ •»¦**iwv*vi»_________________________________________" _________________________ Heiratskautioneii etc. Kurse an dk»r Wiener Börse vom 5. Juni 1913* ncuiuufiurs Geld | Ware Allg. Staatschuld. 4 lJr.)». « (iMai-Nov.)p.K.-i ««5 82-iis c 4°/„ | ,, ,, p. U.4 82-65 82 86 JX k. st. K.|' Jän.-Jnli)p.K 4 82-60 82-80 • ,, ,, [>. A.4 82-60 *2$0 5 4-a%».W.N.it.K«b.Aug.p.K.4>2 Äff*— 86 ?.O Jj 4-a°/u ,, ,, ,, „ p.A.4'2 S6-- 16-20 ,E 4-20/,, „ Silh.Apr.-Okt.il.K.4"2 86 20 86 40 W 4-2n/„ ,, ,. ,, ,, p.A.4'2 86 20 86 40 Lose v.J. lH60zu500fl.o.W.4 jöötf 1696 Lose V.J.18H0 zulOOsl.Ö.W.4 W— 469 — Losev.J.lHtUzu lOOfl.o.W___(•«(>•— .-¦ — Losev..1.1864zu 50I1.Ö.W___322 — 334 — St.-Domän.-Pf. 120fl.300F. 5 —— — •— Oestwrr. Staatsschuld. Oest.Staat3st:hatzsch.stfr.K.4 96-55 95-76 Oest.Goldr.stfr.Gold.Kasse.. 4 104-20 10440 ,, ,, p. Arrgt. 4 104-20 10440 Oest. Rentei.K.-W.stfr.p.K.4 S3-- 83-20 ,. ,, „ „ ,.U..4 83-10 83-30 Oest. Rente i. K.-W. steuorsr. (1912) p. K............ 82-70 12-90 Oest. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. U............ 82-70 82 90 Oest.Inven.-Rent.strr.p.K.3V,i 73 60 73-80 Franz Josefsb. i.SiIb.(d.S.)5V4 107-75 /0.9-75 ¦Oaliz. Karl Ludwigsb. id.St.)4 *.? 36 84-Si Nordwb.,ö.u.südnd.Vb.(d.S.)4 S3-40 84-40 ¦Rudolssb.i, K.-W. stfr. !d.S. )4 83-40 8440 "Vuni St*uite i. Zahlung übern. KlBenbulni-I'riorltais-Olilig. •Bonin.Nordbahn Em. 1882 4 —•— --• — Bohrn. W©stI>alinEm.l88f>. .4 86-90 8690 Bühm. Wf-Btb Em.lKü.Ti.K. 4 8640 86-40 Ferd -Nordb.E. i8«6 id.S.).. 4 S9 9C 9090 dto. E. 1!K)4 'd. St. K___4 8S30 8930 *;faiizJoäefsb.E.lS8Hd.S.)S4 8610 87-10 ^•aliz.KarlLQdwigb.(d.S:.)S4 84-to W40 '- Nordwb.,O(«t. L. H.200H.S.f) Wf— -•- dto L.B.E. i903id.S.)K3»/» 79-ao 80-to dto E. 1886200h. lllOOÜ.ri. 4 Sti-liO 86f>0 Rudolfubahn E. 1884(d. S.)S.4 86-60 8660 Staatsoisonb.-G.500 F. p. St.!) ,136 — 339-- dto. Ergz.Netz &oo F. p. Ht.3 338 — 339 -Hü>lnorddeutschoVbdnb.tl.S.4 8380 8480 Ung.-gal. K.E. 1887 200 Silber 4 82-60 8360 Ung. Staatsschuld. Ung.StuutskasKensch.p.K^'/i 98-90 99-11) Urtg. Rente in Gold . .. p. K. + 100 40 wo 60 Ung. Rentei.K.Btfr.v. J. 1910 4 81G6 81-86 Ung. Heilte i. K. stfr. p. K. 4 81-66 81S6 Ung Präinien-Anlohciiäloofl. 416— 428 — U.TheiHs-R.u. Szeg. Prm.-O. 4 290 — 300- — U.Grundentlaatg.-Obg. ö.W.4 83-86 8486 Andere üffentl. Anlchen. Bs.-lierz.Eisi.-L.-A.K.li)02 4'/j 91-36 9236 Wr. Verkehrsanl.-A. verl. K4 82-76 83-76 dto. Ein. 1900 verl. K . . . . 4 83-20 8420 Galizischesv. J. 18/j 92- 93- - dto.K-Obl.HI. Em.42j.4Va 90-— 91- — l.str. Bodenkr.-A. 36 J. ö. W. 5 98-80 99-80 !str. K..Kr.-A.i.62>/»J.v.K.4V, m 7e> 89-- Mahr. Hypoth.-Ii.o.W. u. K.4 8rO6 8606 Nied.-öst.Land.-Myp.-A..i.r>J.4 84-26 tfs-26 üest. Hyp. Bank i. 50 ,1. verl. 4 83-60 Sf60 Oest.-ung.Bank50j. v.ö.W. 4 8910 90-10 dto. 50 J. v. K.........4 8990 90-90 Centr. Hyp.-B. ung. Spark. 4»/a 9f— 92- - Comrzbk.,Pcst. Unx. 41 J. 4V» 92 25 93-2r, dto. Com. 0. i. nOVa J. K 4'2 fl2 ~ 93- Herrn.B.-K.-A.i.50J. v. K4«/a 9160 92-60 Spark.Innerst.butt.i.öOJ.K4Vi 91-60 92-60 dto. inh. ftO J. v. K. . . . 4«/4 84-60 86-60 Spark.V. l'.Vat.C.O.K .. 4V, 90 76 91-76 Ung. Hyp.-B. in Pest K . . 4»/2 92-26 93-26 dto.Kom.-Sch.i.50 J.v.K4l/1 9376 9476 Eisenbahn-Prior.-OMig. Kasch.-OJerb.E.18«9;d.S.)S.4 82-- S3-- dto. Em. 1908 K (d.S.;. . . 4 82 50 83-- Lcmb.-Czer.-J.E. 1884 800S.3'6 77- 78-- dto. 300 Ö...........4 82 50 83-60 Staatneisenb.-Gesell. E. 1895 fd. St.) M. 100 M.......3 - - —•_ Sudb.Jan.-J-. 50.' F. p. A. 26 24625 S46 25 UnterkrainerB.(d.S.)ü.W. . 4 9/- 9260 Diverse Lose. Bodenkr.öst.E. 1880äl00fUX 282 — 29t — dto. E. 18«!) a 100 fl. . . . ,iX 2*1— 261- - Hyjioth.-B.un^.Präni.-Suhv. a 100 II.............4 233— 243- - Serb. Prämien-Anl. a lOOFr.2 ///•— tzf - Bud.-BaniiicaCDotnb.äfl.o.W. 26 - 30-- SchlnOkuM field | Ware Cre.i.-v.. .f ..¦ C lOOfl.ö.W. 474 - 484-— Laibach. Priim.-A.nl.20fl.d.W. 6450 69-50 KotenKrouz,ö.st.G.v.lOfl.ö:W. 64— 58 detto ung (J. v. . .5(1. ö. W. 52-50 36-50 Tiirk. E.A., Pr.0.400 Fr.p.K. 2*780 240-50 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874 ... .lOOfl.ö.W. 47»-- 4A8--Gewinstsch. der 3% Pr.-Sch. dürBod.-Cred.-Anst.K. 1880 ¦*•?¦¦- 4T — Gowiri8t8C.h. der 81/,, Pr.-Seh. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1889 62-— Gt)-— Gewinatsch. der 4°/„ Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 28-60 32-50 Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G.&ooll.C. M. 1297— 1303- — Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 4940--- 4980 — Lloyd, östorr........400 K 570— 574- Staats-Eisb.-G. p. U.ÜOOfl. S. 714-50 71650 Südbahn-G.p.U. . . . 500 Frs. 123-75 124-75 Bank-Aktien. Anglo-österr. Bank 120H.19 K 332 60 333-60 Bankver.,Wr.p. U.üOOfl.So ,, 609-— 5/0- Bod.-C.-A.allg.öst.3H0 K57 ,, tiss- - I18S-- Credit-Aiist. p. U. ^20 K 33 ,, 621-50 62260 Credit-B, ung. allg. 200 II. 4ä „ 820-— 82f — Eskompteb. steier. 200 II. 32 ,, 667-— 57t- - E.skornpte-G.. n. ö.400 K 40 ,. 7?.?- 737- - Länderb.,öst.p. U.20011.30 ,, 61260 61360 Laibacher Kroditb. 400 K 25 ,, 409-— 413 — üest.ungar. B. 14<)O K 120,, 2065-— 2076-— Unionbatikp.U. .. 20011. 33 ,, 685-- 6H6- - Verkehrsbank,ullg.HOsl. 20 ,, 359-60 360-60 Živnosten banka 100 fl. 15 ,, 26f25 266-25 Industrie-Aktien. Berg- u. Htlttw.-'i.. öst. 4nO K 1S84-- 1298 — Hirtenberg P.,Z. u.M. F. 400 K /<¦>.?00 K 3300- 3326— Rirnamur.-Salgö-Tarj. 100 fl. 696-25 697-25 Salgo-Tarj. Stk.-B. . . . loofl. 752-— 768 — Skodawefke A.-G. Pils. 800 K 840-26 841-25 VVafson-F.-G.,österr. . . lOOfl. 989— 996¦— WoißonfelsStahlw.A.-G.300K 786-— 790- — Westb. Bergbau-A.-G. 100 fl. «40- «42*— Devisen. Kurze Sivhien und Scheck«: Deutsche Hankplätze......///¦•"•*' //«!'•*> Italienische Baukplätze..... 9J»m 93«. 10 London................ *?<»¦'• j^jvti Paris................. 9ös7-»u 96T>-iy Valuten. Münzdukaten........... U42 114? 20-Francs-Stück()......... /9// 19-16 20-Mark-Stücke.......... 23- 68 2363 Deutsche Keichsbanknoten . . //7»?-w //*i"-s» Italienische Banknoten..... 93-20 9340 Eluhel-Noten............ Jö.?'— !53-75 Lokalpapiere naihl'rivatnotier. d.Pilialed. K.K.prlv.OßHt. (Jredit-Anstalt. Brauerei Union Akt. 200 K 236— 24i — Hotol Union ,, 500,, 0 — •— —•_ Krain. Baugo.s. „ 200„ 12 K 200— ZtO — Industrie.. 200,, 20 K 4*5*— 45Q— Unterkrain. St.-Akt. lOOfl. 0 60— 70 — Bankzinsfuß ö'/o Die Notierung sämtlicher Aktien und dot „Diversen Lose" versteht steh par Stüok.