Nr. 220. Donnerstag, 25. September 1913. 132. Jahrgang. Mbacher Zeitung v»iv»»«»»««»«»»«p»,l»: Mit Pustbersen dung: aanMng »n l, hlllbjühl«»n<»!l««« 52. AmMchsr Geil. Den 22. September 19l3 wurde in der Hof- und Staats» diucterei das LX. Stück der polnischen und ruthenischen. das I^XIV. und I.XVI. Stück der italienischen und das I.XVI1. Stück der polnischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 1913 ausgegeben und versendet. viach dem Umtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 23 Sep. tcmber l»13 (Nr. 220) wurde die Weitervcrbreiwng folgender Preh rzeugnisse verboten: Nr. 17.028 und 17.033 «I! 8ocol0> vom 6. und II Sev> teinbcr 1913. Nr. 252 «I,», Tribun»,» vom 10. September 1913. Nr. 253 «Oorriero äolls, 8or»> vom 10. September 1913. Nr. A7 «^llsll Llo^» vom 11. September 1913. Me von der nationalsozialistischen Partei in Iun^bunzlau herausgegebene .nichtperiodische Flugschrift (Plakat) mit der Auf» schrift: «Lide Oonk/.. Nr. 38 .8tfoäaö«8ll6 l,1»8). vom 19. September 1913. Nr. 3? «Mg Iir»j» vom 13. September 1913. Nr. 37 «Nudrovuilc». Nr. 37 «Orvon», Nrv^t»k»,». MchtccmMcher Geil. Der Trinkspruch des Kvnigs Konstantin. Man schreibt der „Pol. Korr." aus Berlin: Ein Pariser Vrief der „Politischen Korrespondenz" hat vor einigen Tagen erklärt, man würde an der Seine jede weitere Polcmil zwischen Frankreich und Griechenland als bedauerlich betrachte». Dieser Anschauung scheine» sich dic Pariser Blätter nicht anschließen zu wollen. Die im Elysse gewechselten Trmlsprüche haben eine schlechte Presse. Natürlich beklagen sich die Boulevardblätter nicht über den Text des Präsidenten Poinccm', der bei aller Korrektheit doch deutlich der Parole gehorcht, einfach Griechenland leben zu lasse». Aber sie finden die Worte des Königs der Hellenen verlegen und nicht vom Herzen kommc»d. Unbefangene Leser werden wahrscheinlich nicht dieser Meinung sei» u»d init Befriedigung die .Haltung des Königs aufnehme», der sich durch keinerlei persönliche Aufreizungen veranlaßt sah, in seiner Ausgabe als Vertreter der griechischen Nation dem Auslande gegen über auch nur eine» Augenblick nachzulassen. Die Aus^ drücke, die König Konstantin gewählt hat, um die Dankbarkeit Griechenlands für das, was Frankreich in vielen Beziehungen, znlcht noch durch die Militärmission, für das hellenische Volk geleistet hat, zu erkenne» zu geben, sind gewiß so warin und so herzlich gewählt, wie es irgend möglich war. Aber der König hätte cine» Pane-gyrilus anstimmen können, auf seine Rede wäre doch der Schatte» seiner Berliner Äußerungen gefallen, die man ihm in Paris nicht so leicht vergessen wird. Ob man es in Griechenland als eine des Ansehens einer großen Nation und einer hohen Auffassung von Gastfreundschaft entsprechende Haltung betrachten wird, daß die Pariser Presse heute nochmals den König schulmeistert, der für die jüngste nationale Erhebung so viel getan hat, wird man ruhig abwarte» können. Albanien. Die „Albanische Korrespondenz" meldet aus Alessio: An der großen Versammlung der Vergstämme nahmen beiläufig 2000 Ma»» aus allen Stämmen der Malissia und Mirdila teil, nur war die Malissia e Madhi- schwach uertrelen. Die Mirdite» kamen in feierlichem Zngc mit Prcnl Bil> Doda und ihrem Abt Primo Docchi. Sie wurde» von l'cilnnfin W0(1 Malisforen und der freiwilligen Gendarmerie empfangen, an deren Spitze Gjcto Zoku, scin Bruder Dede Zolu, Mano Begu und verschiedene andere bekannte .Häupter der Vergstämme stände». Der Einzug der Stämme in Alessio wurdc mit Flintenschüsse» begrüßt, auf Kshaicllit wurdc» Kanonenschüsse abgcgc bcn. Zuerst versammelten sich alle Teilnehmer am Grabe des Natioiialheldc» Slandcrbeg, wo in einer Ansprache die Notwendigkeit der Eimgkeit aller Alvmiesc» gegenüber dem Ansturm aller Feinde hervorgehoben wurde. In der Versammlung wurde beschlossen, der provisorischen Regierung, mit der sich die Nergslämnn' soli-darisch erklärten, ein Begrüßungstclegramm zu senden und bri den Großmächtc» telegraphisch gegen die Ab- trelung der Stämme Hoti und Gruda a» Montenegro sowie von Argyrokastro und Korica an die Griechen Protest zu erheben. Es wurde sodann über die Neuorganisation der Verhältnisse in Nordalbanien verhandelt. Es kam zu Differenzen, als Gjeto Zoku als Oberhaupt der Malissoren vom Vregu i Mates das Verhalte» der Mir-diten abfällig besprach. Schließlich wurdc beschlossen, leine Blutrache mehr auszuüben, sondern die Bestrafung »on Missetätern den Behörden zu überlassen. Es wurde einstimmig der Wunsch ausgesprochen, baß in Albanien so bald als möglich ein albanischer Fürst als Staatsoberhaupt eingesetzt weiden möge. Politische Aeberftcht. Laibach, 24. September. Aus Wien wird gemeldet: Die Regierung betrachtet die Vorgänge in Bosnien nur als interne Parteivor-gängc, in die einzugreifen sie leine Ursache hat. Gewiß ist, daß der gemeinsame Finanzministcr, wie sich die 3i luation in Bosnien auch gestalten möge, derzeit weder un die Auslösung noch an eine Änderung des Wahlrechtes denkt, die nicht von den Lcmbtagsparteien offiziell gc-wünscht wird. Im Falle drr Nichtlagung d>es Landtage» wird der gemeinsame Finanznimislcr im Nahmen der vor handeiicn Mittel die Erfordernisse des Landes befriedigen. Das „Frcmdenblatt" bemerkt in einem Rückblick alls die Verhandlunge» des jininst abgeschlossenen sozial-dcmolrnlifchcn Pnrtcitans in Hena, daß die Radikalen dort leinen ihrer Ansprüche durchsehe» lonnte». Die Revisionisten gehe» aus dem Parteitag gestärkt hervor, die Radikale» haben nicht zn unterschätzende Niederlagen erlitte». Es bleibt natürlich eine offene Frage, ob sie sich der Autorität der Revisionisten in Hinkunft ohne ernsten Widerstand fügen und die allgemeinen Interessen der gesamte» Partei höher bewerle» werden ale die speziellen Aspirationen ihrer Gruppe. »- Die „Arbeiterzeitung" gelangt in einer Betrachtung über die gegenwärtige Wirtschaftskrise zu dem Schlüsse, daß die organisierte Arbeiterschaft jetzt die Früchte ihrer Arbeit ernt«- was sie in bessere» Tage» gespart, steht jetzt als Notpfennig den Feuilleton. Das Erlebnis des Mischen Veit. Von Hludc>lf <.5r«,'inz. (Schluß.) Hier war die Gelegenheit. Die einzige vielleicht i» seinem ganzen Leben. Nie wieder würde ih» einer der Infasse» dieser noble» Fahrzeuge beachten, und nie mehr würde ihn jemand zu einer Fahrt einladen. Der alte Bauer zitterte förmlich vor Ausregung und machte ein ganz böses, ingrimmiges Gesicht. Aber er überwand seine Schüchternheit u»d fragte langsam, Wort für Wort betonend: „Wo fahrt's nachher hin?" „Wohtn Sie wollen." „Und kosten . . .?" fragte der Veit weiter. „Kostet nichts." .Nix?" „Nein." Der Gö'tschen Veit kam näher. Langsam und so breitspurig würdevoll, als es ihm seine steifen Beine gestatteten. „Nachher tonnt' i's ja probieren." „Also steigen Sie ein!" Der feine Herr und sein Ehauffcur halfen dem Alten beim Einsteigen. Schwer ließ sich der Veit in die weichen Polster fallen. „Dös ist wiach!" meinte er anerkennend und sah den Fremden mit einem treuherzig dankbaren Blick aus seinen kleinen tiefliegenden Augen an. „Wohin wollen Sie fahren?" frug der Fremde, indem er neben ihm Platz nahm. „Mei!" machte der Veit bescheiden. „Halt a bissel in die Felder." „Nicht in die Stadt? Ich bringe Sie abends wieder heim." „Mir ist's gleich!" sagte der Veit mit gemachter Gleichgültigkeit. Innerlich braimle er darauf, nach Mc-ran zu kommen, wo er schon viele Jahre nicht mehr gewesen war. Er dachte es gar nicht mehr, wie lange. „Wird halt a bisscl weit fein, ha?" erkundigte er sich. „Das macht nichts. Wir fahren eben m» das geschwinder, wenn's Ihne» recht ist . . ." „Ah ja! I hab' ich' dagege», Rösser se.n's ja toane." Der Chauffeur kurbelte an dem Apparat, und dahin ging's in einem Saus, daß dem Götschcn Veit Hören und Sehen verging. Anfangs hatte er gerade genug zu tun, sich mit feinem .Hut zurechtzufinden. Dn wollte ihm immer davonfliegen, und der Veit mußte ihn mit beiden Hände» festhalten. Dann blies ihm der Wind ins Gesicht und blies ihn, scharf durch die Ohren. Der Veit, dessen Zahnwcrl nicht mehr ganz in Ordnung war, spürte schon ein verdächtiges Reißen. Aber er hielt tapfer aus und war bemüht, sick so fest als möglich auf feme» Sitz zu rammeln. Das gelang ihm "bei nur sehr schlecht. Demi ab und zu gab's einen Stoß, daß der Veit völlig in die .höhe geworfc» wid dann wieder zurückgeschleudcrt wurde und vor lauter Schrecken nur „Oha!" fchrcien konnte. Zum Pfeifen anzünden und zum aus dem Wagen spcibcn, wie er sich das in seine» kühne» Träumen vorgestellt hatte, lam er nicht. Nicht einmal zum schauen. Und wenn er das Maul auftun wollte, um etwas zn fragen, mußte er schreien, damit ihn der Herr neben ihm verstehen konnte. Der Gölschen Veit konnte gar nichts sehe» von der Fahrt. Bis er etwas aufgefaßt hatte, waren sie schon eine» Kilometer tiefer ins Tal gefahren. So sperrte er die Auge» auf, preßte fest das Maul zu und hielt mit beiden Hände» den Hut. Es gefiel ihm imnier weniger da drinnen. Er wollte sich's selber nicht eingestehen. Es paßte ihm jedoch ganz und gar nicht. Und innerlich fluchte er, baß er überhaupt mitgefahren war. Immer »nieder wurde er in die Höhe geschleudert . . . und wenn er dann auch »och so »veich in die Kissen fiel, so hatte er doch jedesmal ci»e» derartigen Schrecken, daß er sich vor dem nächsten Mal fürchtete. Er fürchtete sich davor, aus dem Wagen geschleudert zu werden, und er fürchtete fich vor dem Wind, der ihm rauh inz^Gesicht pfiff lind ihm den Atem »ahm. Dann riß er vor Entsetze» die Augen aus. Da la»z-tcn die Bäume rechts und links der Strahe an ihm vorbei und die Häuser und die Berge. Darauf wurde ihm mit einem Male fchwarz vor den Augen. Grün-schwarz. Und dann gab es ihm wieder eine,' Ruck, so jlarl und unvermittelt, daß er mit dem Kopf auf den Rücksitz nuffchlug und der freundliche Herr ihn zurückziehen mußte. „Soll ich langsamer fahren lassen?" schrie er dem Veit ins Ohr. Der Veit verstand kein Wort. „Nna!" brüllte er zurück. Das Auto sauste in raschem Fluge durch das Tal. Sauste die ziemlich abschüssige Anhöhe hinunter, an deren Abhang ei» größeres Dorf lag. Der Götschen Veit hatte schon alle Zustände. Kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn, und'die grünfchwarzen Farben wichen nicht mehr aus seinen Augen. Ein übles Gefühl im Magen befiel ihn. drückte ihn, lam immer höher und höher. Der freundliche Herr neben ihm hatte keine Ahnung von dem Zustand des Götfchen Veit. Er sah da und freute sich über das Glück, das er dem alten Bauer offenbar dnrch seine Einladung bereiten lonnte. Laibacher Zeitung Nr. 220. 2012 25. September 191^. Opfern der Krise bereit. Wenn Staat, Äknd und Gemeinde die Arbeitslosen untätig verhungern lassen: dem Arbeiter, der der Organisation angehört, hilft die Solidarität der Arbeitsbrüder aus schlimmster Bedrängnis. Aus Sofia wird geschrieben: Seit dem 2. Seft-tenüicr a. St. erscheint wieder regelmäßig das nunmehr auch als Organ der Regierung geltende Parteiorgan der liberalen Radoslavou-Partei, „Narodni Prava" (Volksrechte). Der Leitartikel der ersten Nummer schließt nach eincm Rückblick auf die Ereignisse der jüngsten Zeit mit folgender Erklärung: Die Regierung, welche ihre Tätigteil der ruhigen inneren Entwicklung des Landes widmet, wendet alle ihre Kräfte auf zur Auffindung von Mitteln, um das durch die lange Dauer des Krieges sehr erschütterte wirtschaftliche Leben des bulgarischen Volkes wieder zu kräftigen. In dieser Beziehung kann die Regierung schon jetzt auf günstige Erfolge hinweisen. Bulgarien geht seiner Erftarkung entgegen. In der Seele dcs Bulgaren birgt sich wohl Kummer wegen des großen Mißgeschicks, aber das nationale Selbstbewußtsein und der lebhafte Schaffenstrieb sind nicht erloschen. Die Regierung wird in dieser Richtung durch aufklärende und wirtschaftliche Politik jede Möglichkeit bieten, Das „Neue „Wiener Tagblatt" würdigt die Er-folae auf maritimem Gebiete, die Griechenland dem letzten Kriege zu danken hat, und meint, daß schon binnen kurzem eine kampftüchtige. moderne Eskader dieses aufstrebenden Königreichs in der Politik dcs östlichen Mit-tclmceres die Rolle des Züngleins an der Wage spielen dürfte. Heute flattere über den meisten Eilanden des Dooekanesos und über Rhodus noch die italienisch« Trikolore. In allen Mittelmeerfragen herrscht zwischen den Dreibnndmächtcn volle, unter schwierigen Verhältnissen erprobte Übereinstimmung, und die direkte Kontrolle des Seeweges vom Suezkanal nach den Dardanellen durch eine» Staat der Tripelentente bedeutet auch für die beiden andere?» in den dortigen Strichen vollkommen freie Bahn. Würden in absehbarer Zeit auch diese Inseln hellenisch, dann wäre die Ägäis ein ausgesprochen griechisches Märe clausum. Da aber ein Hauptteil des maritime» Außenverlehrs der zentraleuropäischen Mächtegruppe in jene Gebiete gravitiert, müßte in diesem Falle wohl die absolute Gewähr bestehen, daß dort niemals em dreibundfeindlicher Wind weht. Nach einer Meldung aus K o » st a n t i n o p e l verlautet dort, daß für den in nächster Zeit wicderzubeset-zenden bulgarischen Gesandtenp often der dritte Delegierte bei den jetzigen Verhandlungen zwischen der Türkei und Bulgarien, Herr To^ev, ausersehen werden dürfte. Wie aus Kairo geschrieben wird. sollen nach Aufhebung der Kapitulationen die Konsulargerichte zwar bestehen bleiben, aber nur für rein persönliche Rechtsfragen, wie Ehescheidungen, Vormundschafts- und Kura-telingelegenheiten, Adofttierungen usw. Zuständig sein, während über alle anderen Rechtsfragen und Streitigkeiten zwischen Europäern in Zukunft die ägyptischen Gerichte verhandeln sollen. Die gemischten Gerichtshöfe werden nicht völlig abgeschafft, sondern nur unter bedeutender Vermehrung des Richterpcrsonals reorganisiert werden. Tagcsncitiglcitcn. — (Die Buoapcfter Spielhöllen.) In den letzten Jahren hat in Budapest das Bakkaratspiel kolossal über^ Hand genommen. Nicht nur, daß diesem Spiel in den bereits bestandenen, sich in den gesellschaftlichen Kreisen eines guten Rujies erfreuenden Klubs gefrönt wurde, tauchte innerhalb kurzer Zeit eine ganze Menge von Zirkeln auf, in denen solche Leute verkehrten, die man in den Klubs mit strenger Ballotage nicht aufgenommen hatte. Es wirkte eine ganze Menge von Schleppern mit, die aus Kaffeehäusern und sogar aus den intimen Kreisen der Familien Spieler heranzogen, die dann ihr ganzes Geld an den Spieltischen der Baktaratvereinigungen verloren. Es kam zu einer auffallenden Anzahl von Selbstmorden und Katastrophen. Kam es doch wiederholt vor, daß Frauen und Kinder in die Spielräume eindrangen, um ihre Familienernährer von dort unter großen Skandalen herauszuziehen, denn diese hatten oft das Geld, mit dem man den Zins hätte bezahlen sollen, dorthin getragen, um ihr Glück zu versuchen. Das Glück blieb aber in den meisten Fällen nur den Bankhaltern hold, während die Leute ihr Geld verloren. Eine ganze Menge von Strafanzeigen bewies, daß junge Leute ihre Ehefs bestohlen hatten, nur um an den leicht zugänglichen Bakkarattischen spielen zu können. Eine Zeitlang mußte die Polizei dem Treiben ohnmächtig zusehen, weil die Ansicht vorherrschte, daß man die Tätigkeit von Vereinen, deren Statuten das Ministerium des Innern genehmigt hatte, nicht stören dürfe. Dieser liberalen Auffassung verdankten diese Spielklubs eine Zeitlang einen überaus lebhaften Besuch. Dann aber, als die Anzeigen über Skandale und die auffallend große Anzahl von Selbstmorden immer mehr zunahmen, sah sich die Polizei doch veranlaßt, einzuschreiten, und sie fand die Handhabe darin, daß die betreffenden Klubs in ihren Statuten angegeben hatten, kulturellen odor sportlichen Zwecken dienen zu wollen, während die Polizei feststellte, daß diese statutarischen Verpflichtungen in keinem Falle erfüllt wurden. Es waren dies vielmehr einfach Unternehmungen einiger Bankhäuser, die nicht einen Heller für die in den Statuten angedeuteten Zwecke hergaben, sondern alle Einkünfte, die aus den Sftiel-abenden eingeheimst wurden, in die Taschen ihrer Eigentümer fliehen ließen. So kam es, daß im Laufe dieses Frühjahres die Polizei in einer ganzen Menge von Spielklubs Razzien abhielt, plötzlich eindrang, die vorgefundenen Beträge saisierte, die Klubmitglieder aus den Klubräumen entfernte und die Klubs selbst sperrte. — °lei>) (39. Fortsetzung.) Gewiß, wenn du auch die Absicht hattest, heute abends nicht allzu höflich gegen mich zu fein. Eine späte Reue ist besser als gar keine. Damit winkte sie mit der Hand nach einem Stuhle. Er zog ihn nahe herbei, und seine Augen nahmen plötzlich einen kalten, stählernen Ausdruck an. als er sie auf die ihrigen heftete. Willst du nun so gut sein und mir sagen, begann er, warum ich Gladys Doyle hätte ermorden sollen? Mit Vergnügen — oder vielmehr mit Schmerz will ich es dir sagen, lautete die kalte Antwort. Weil sie dir eine Plage, vermute ich, eine Last geworden war, die mit ihrer Verheiratung mit Philipp Doyle hatte aufhören sollen. Thornhill sprang vom Stuhle auf. Du Teufelin! rief er, indem seine Augen wieder von Zorn leuchteten. So wagst du von Gladys Doyle zu sprechen? Da richtete sie sich gleichfalls in die Höhe, und mit blitzenden Augen trat sie vor ihn. Das tue ich. Ich darf die Wahrheit sagen, die schändliche, furchtbare Wahrheit. Ich wußte von ihren häufigen Besuchen in deinem Atelier, aber ich war beruhigt, weil ich's für unmöglich hielt, daß du einer solchen Gemeinheit fähig sein solltest, der du dich, wie ich nun weiß, schuldig gemacht hast. Ich kenne die ganze skandalöse Geschichte — die grausame Hintergehung eines vertrauensvollen Gatten und eines treuen Freundes. Oh, aber es war ritterlich und edel und würdig der besten Traditionen der englischen Männenvelt! Weiter, sagte er in barschem Tone. Und dann zuletzt wurde dir die Last unerträglich. Du fürchtetest Bloßstellung, die Rache eines betrogenen Gatten und wolltest durch die Ermordung der Partnerin deiner Schuld im Atelier eines Freundes das doppelte Verbreche» diesem i» die Schuhe schieben. Sei ruhig, um Himmelswillen, sei ruhig! Du weißt nicht, was du redest. Du bist wahnsinnig, du erschreckst mich. Ich weih sehr wohl, was ich rede, antwortete sie, wenn dll mich auch für wahnsinnia. hältst; aber auf jeden Fall ist es wirklich Zeit, daß du erschreckt wirst. Trotz alledem würbe ich dich beschützt haben. Ich habe es ja im Gericht getan, und ich würde es noch tun, wenn du ein wenig Interesse sür mich gezeigt hättest oder zeigen wolltest. Ich drücke mich möglichst mild aus - du weißt schon, was ich meine. Einst warst du gütig und freundlich. Du zwangst mich, wie zu einem Gott zu dir aufzuschauen. Du hättest sehen, du hättest wissen müssen, wohin du mich führtest. Es ist ein grausames Spiel, das Spiel mit einem Fraucnherzen, aber du hieltest mich für ein Kind, du sagtest es ja. Ein .Kind! Kann man immer ei» .Kind bleiben? Und wer hat mich zum Weibe gemacht, indem cr fremde Leidenschaften und Gefühle in mir wachrief, von denen ich nie geträumt hatte? Oh! Doch es ist erniedrigend und bitter, diese Dinge zu bekennen. Endlich erfolgte der niederschmetterndeSchlag, ich erfuhr deine Beziehungen zu Gladys Doyle. Du hattest die Leute von mir sprechen, mich für ein kleines Spielzeng halten lassen, das du nach Belieben zerbrechen könntest. Alles nur. um deine Treulosigkeit zu bemänteln. Und nun endlich komme ich zum springenden Punkt. Ja, laß uns endlich dazu kommen, sagte Thomhill in erregtem Tone. Ich dachte schon, daß du darauf abzieltest. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 220. 2013 25. September 1913. Es ist dies ein großer, hübscher Terrier, ein äußerst wach samer Hund, der auf seinem Halsband folgende Inschrift trägt: „Ich bin Sergeant Rough, Wellington Arch, >^ Division." Der Hund gehört dem Wacheoffizicr Seymour, der in Wellington Arch stationiert ist, aber während des Urlaubes seines Kollegen den Dienst im Buckingham-Palast zu versehen hat. Scl)monr nahm auf seinen In-spctlionsrunden den Hund mit sich und in kurzer Zeit lmvics der Hund ein so gutes Gedächtnis und eine solche Intelligenz, daß er zu den gewohnten Stunde» ganz allein die Runde um den Palast machte. Es schien seine besondere Freude zu sein, dieses Am! allein, ohne Vc-gleitung seines Herrn zu versehen. — (Die Zirluötournce dcö Staatssekretärs Vryan.) Der Staatssekretär Aryan, der sieben Tage lang mit einem Zirlus durch die Vereinigten Staate» zog, hat während dieser Zeit eine Nettoeinnahme von W.lXX) /< erzielt. Er erklärte, dieses Jahr habe er genug verdient. Im nächsten Jahre werde er die Tournee jedenfalls wiederholen. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Rrainischer t'andtag. Vierzehute Sitzung am 24. September liN'l. Vorsitzender: Landeshauptmann Dr. Ivan 5u-stcr«iö, bezw. Landcshanptmannslellucrtreter Leopold Freiherr von L i e ch t e n b c r g. Negicrungsvertretcr: Seine Exzellenz l. l. Landes-Präsident Theodor Freiherr von Schwarz und k. l. Hofrat Wilhelm Ritter von Lasch an. Der Landeshauptmann eröffnet die Sitzung nm 1! Uhr 15) Minuten und nominiert die Abgeordneten Freiherr» von Vorn und Dr. Zajec zu Schriftführern. Sodann widmet er dem verstorbenen Abgeordneten Dr. Vilsan einen warmen Nachrns. (Die Abgeordneten erhebe» sich von ihre» Sitzen) Er betont, daß Dr. Vilsan über vier Jahre dem Landtage angehört und seine Pflichten gewissenhaft geübt habe. Sein liebenswürdiger Cha-ralter habe ihm viele Freunde erworben, so daß im Hause niemand sein persönlicher (Gegner gewesen sei. Interpellationen an den Landeshauptmann haben eingebracht die Abgeordnete»: P o g a <"-» i l, betreffend die Elcltrizitätszentralc an der Zavr-ilica; P i b e r, bc-lreffend die angeblicheil Abmachungen des Landcsaus fchusses »u< Thomas Pav-lar; P o v ^ c, betreffend die Gültigkeit der Landesaarantie hinsichtlich der „ljudska posojilnica"; S u p a n «'i <"-, betreffend die Landes-narantic für die „Ljudsla posojilnica": Dr. Triller, betreffend die angeblichen Pcrsclutionen forlschrittlick)er Gemcindcvorstchcr dlirch den La»dcsausschuß; Dr. N o-vak, betreffend die Disziplinaraffärc dos Aufsehers im Zwaugsarbeitshause Vn^ar; Gangl, betreffend den Straßc»ausfchuß Idria und betreffend die Straße von Mala gora-Otovica; Reisner, betreffend die Teue-rnngszulage für die Volksschullehrerschaft nnd betreffend da« Landcsthcatcr in Laibach; I arc. betreffend die Straßcnverbmdung Sovodcnj Idria; Dr. Novas, betreffend den Titel des Landesgesetzblaltes; weiters Interpellationen a» Seine Erzellcnz den Landespräsidenten: P iber, betreffend die Amtsführung der Forst u»d Do-nianenverwaltung Pcldes; Ribnilar, betreffend die Nichtcinbcrnfnng des Landtages: G a n g l, betreffend dir Übernahme der Landesgaranlic für die „Ljudsla poso-jiluica"; Lavren «'i <", betreffend die Regulierung der Steiner Feistritz: Dr. N o v a l, betreffend die Heraus gabc der „Laibacher Zeitung" i» slovcnischcr Sprache; T u r l, betreffend die Zuweisungen aus dem Feuerwehr-sonds; Gangl, betreffend die Konsislalion des „U^i-tcljski Tovari>" vom 5. September; V < ^ n i l a r, betreffend die Aufschriften der Katastergemcinden m den Grnndbiichern in beiden Landessprachen; Dr. P c g a n, betreffend die Ncwillignng von Nachtlizenzen für Gasthäuser; Dr. P c g a n, betreffend die Gendarmericassi-steuz bei ungestattcte» Tanzimterhaltungen; R i b n i l a r, betreffend die Gcschworcncnurlistc und die Einmischung dcs Landcsausschusses it» Gemeindcagcndcn i»l übertra-gencn Wirlnngslreise; R c i s » e r, betreffend die Angc-Hörigkeit eines Nezirksschulinspektors zum Slon^elucl' bände. Selbständige Anträge haben eingebracht d,e Abgeordneten: Iakli 5, betreffend den Cabranla-N'ldbach; I arc, betreffend die Eisenbahnfahrordnung Aßling-Laibach; Gangl, betreffend das Amtsgebände >»' Idria und betreffend die Abändcrnng des S6)ulauf-sichtsgesetzes für Kram; D r i n g l i ch l e > t s a n -träge: Dr. Gregors, betreffend die Führung der Steiner Zuge; Dr. T a v <> a r, betreffend die Regulier rung der Lchrcrgchalte; Dr. Triller, betreffend die landschaftlichen hydroelektrischen Zentralen; Dr. Nova l, betreffend die Ausscheidung des Landes Kram aus dem Bereiche der Arbeiter-Unsallversicherungsanstalt in Trieft; G a n g l, betreffend die Abänderung der Land-tagswnhlordnung auf Grund des allgemeinen und gleiche» Wahlrechtes; Ribnilar, betreffend die Amtssprache bei der l. f. Polizeidireltlon in Laibach und betreffend die Vorrückung der Swdt Lalbach in die erste Klasse der Aktivitätszulagen. Nachdem der Landeshaup tm a n n noch mit-geteilt, daß Abg. Dr. Eger seine Abwesenheit von der heutigen Sitzung entschuldigt habe, leisten die neugewähl-tc» Abgeordneten in dcr Reihenfolge, wie sie ^io.iylt wnrden, die Angelobung, und zwar Iojes N e i s n e r, Adols Ribnila r, Fürst Hugo Nindischgrä tz, Ädolj M ullcy und Dr. Vinto G r e g o >, i ö. Letzterer wird von den Mitgliedern der Slovcnischen Vollspartci mit Himdctlalschcn begrüßt. Abg, Dr. Triller, der sein Landesausschußman-dat niedergelegt halte, wird aus der Gruppe dcr Städte, Märkte und dcr Handelskammer neuerlich in den Landesausschuß entsendet. Dcr Landeshauptmann unterbricht die Sitzung auf fünf Minuten behufs Rücksprache dcr Parteigruppen hinsichtlich einiger Ergänzungswahlcn in die einzelnen Ausschüsse. Nach Wiedcraufuahmc dcr Sitzung werden gewählt: in den Immunitätsausschuß Abg. Dr. N o v a t, in den Vcrifilalionsausschuß Abg. Dr. T a v 5 a r, in den Finanzansschuß an Stelle der abgetretenen Abgeordneten Äartol und Grafen Margheri die Abgeordneten Gall6 und Dr. Gregori 5 (aus dem ganzen Hause); in den Verwaltungsausschuß an Stelle der abgetretenen Ab-> geordneten Dr. Novak nnd Gall5 Abg. Ribnilar (aus der Kurie der Städte, Märkte uud dcr Handelskammer) und Mulley (aus dem ganzen Hause); n. den Ausschuß für dcn Rechenschaftsbericht an Stelle des abgetretenen Abg. Sufta»<">^ Abg. Ribnilar (aus dcr Kurie der Städte, Märkte n»d der Ha»dclslammer); in den Vcrfassungs- und Gemcindeausschuß an Stelle des abgetretenen Abg. Dr. Tavc'ar Abg. Dr. Novak (aus d^ Kurie der Städte, Märkte und dcr Handelskammer); i» de» Persoualansschuß an Stolle des abgetretenen Abg. Dr. Novak Abg. Rcisncr (aus der Kurie dcr Städte, Milltle und dcr Handelskammer); in den Schulausschuß an Stelle des abgetretenen Abg. Vi-nikar Abg. R e i s-»er (aus dem ganze» Hause); i» dc» landwirtschaftliche» Ausschuß an Stelle des abgetretenen Abg. Turk 'Mg. Ribnikar (aus dem ganzen Hause). Dcr Landeshauptmann weist die Zuschriftin des Landesgcrichtcs, betreffend die Auslieferung der Abgeordneten L e n a r <"- i«', T r o b n i <', Jar c, Doktor P e g a n und Zabrct dem Immunitätsausschnsse, ivci-lcro dic ans dcr Tanesordnung stehe»den Berichte des .^a»o<-ünusschllsscs den zuständige,! Ausschüssen zu. Abg. Dr. G r e a o r i <' begründet seinen Dringlich-leitsantrag, betreffend die Führung der Steiner Züge bis zum Südbahnhosc sowie die Legung dcr hiefür erfor-dcvlichc» Geleise. Die Stci»cr Gegend sei für den Fremdenverkehr geradezu prädestiniert; -auch horrsche aus dcr Steiner Bahn ein sehr reger Verkehr, da ja auf dieser Strecke täglich fünf Züge geführt würden. Trotzdem verzögere sich die Angelegenheit schon jahrelang. Abg. Pov-e habe im Eiscnbahnrate am 2'V Juni l. I. eine» Dring-lichtciisantrag, betreffend die Führung der Steiner Züge bis zum Südbahnhofc, eingebracht, worauf Seine Ex-,^'llcnz der Eisenbahnministcr erklärt habe, daß von dcr Südbah» d,e Vorlage der Pläiie ei'st drei Tage vor dcr Sitzung des Eisenbahnratcs erfolgt sei; auch habe dn Eisenbahnministcr dic energische Förderung dieser Angelegenheit zugesagt. Indessen seien von dcr Eüdbahn die gegenständlichen Pläne schon an, 14. November 191 l angelegt worden nnd darin habe auch die Erweiterung dcr Geleise schon Bcrücksichtignng gcfnnden. Auf diese Eingabe aber sei der SüdbahngUsellschast bis 15i. Mai 1013 lcinc Erledigung zugekommen. Für die Verschleppung der Angelegenheit lägen keinerlei Gründe weder technischer »och finanzieller Natnr vor; im Laufe von drei Jahren hätte die Erweiterung der Gcleife wohl stattfinden könne,, nnd anderseits sei die Steiner Nahn hoch aktiv, die einzige Lokalbahn in der Monarchie, die einen solchen M'erschuf; abwerfe, daß finanzielle Hindernisse nicht in betracht kommen könnten. (Znstimnmng.) Redner cmp-s!chl< schließlich, seinem Antrage, demzufolge das Elsen-bahnministerium u»b dir Südbahngesellschaft ersucht wür-dc», ehestens die Führung der Steiner Züge bis zum Tildbahnhosc zu ermöglichen, die Dringlichkeit zuzuerkennen. (Vcifall.) Dc»: Antrage wird einstimmig die Dringlichkeit z» cllannt und dcr Antrag selbst dem Vcrwaltungsansschusse zugewiesen. Dcr ^ an d c s h a n ft < m a n n unterbricht sohin „in halb 1 Nhr nachmittags die Sitzung bis 4 Uhr. » Die Sitzung wird um 4 Uhr 30 Minuten wieder ausgenommen. Der L a n d c s h a n p t m a n n erklärt, einige vormittags eingebrachte Interpellationen sofort bc antworte» zu »vollen, fo die Interpellation des Abg. Pov^e, betreffend die Rcchtsgültigleit der Landcsgaran-tic für die „Ljudska posojilnica", und im Anschlüsse daran die Interpellation des Abg. Snpanc-ic-, die in folgenden Fragen gipfelt: 1.) Warum wurden vom Landeshauptmanne die Landtagsbcschlüsse vom 1ft, Februar, bezw. vom 24. Juli 1911 nicht zur Allerhöchsten Sanktio» vorgelegt und bis zur Erwirkuny dieser Sanktion die Ausführung dcr Beschlüsse des Landesausschusses, be» treffend die Garantie des Herzogtums Kiain für die Einlagen in der „Ljudsla posojilnica" nicht sistiert? 2.) In welcher Wcise hat der Landcsausschuh die Überzeugung gewonnen, daß dem Lande infolge Übernahme der Garantie für die Einlagen der „Ljudsta posojilnica" keiner» lei Gefahr drohe? 3.) Ist der Landeshauptmann willens zu gestatten und zu veranlassen, daß diese Überzeugung im Wege einer Revision der „Ljudsla posojilnica" durch eine gemischte Kommission des Landtages, worin alle drei Landtagsparteien vertreten sein müssen, gesucht wird? Der Landeshauptmann erklärt in Beantwortung der Interpellation Pov>uklje über die Anlage abfällige Artikel veröffentlicht; andere wieder behaupteten, die Zavr,;,nca-Zentrale werde erst dann zur Geltung kommen, wenn andere größere Zentralen erständen. Zudem sei die finanzielle Seite zu berücksichtigen. Heute schon seien über 700.N00 X investiert, ganz abgesehen vom Verluste der Intcrkalarzinsen. Überdies sei der Prozeh, betreffend die Save in Zwischenwässern, noch anhängig und man wisse nicht, ob der Landesausschuß nicht gegen die Gesellschaft Leykam-Iosefsthal unterliegen werde. Die Angelegenheit schreie förmlich nach einer gänzlichen Klarstellung, die aber von den landschaftlichen Fachleuten nicht gegeben werden könne. Nur unter Mitwirkung von ganz unbeteiligten Fachleuten werde dem Vorwurfe begegnet werden können, daß trotz der großen elektrischen Zentrale an der Zavi>-uica in der krainischen Landesstube Furcht vor dem Lichte herrsche. (Beifall bei den Abgeordneten der national-fortschrittlichen Partei.) Abg. Piber verweist darauf, daß der kleine Ge-werbsmann ohne elektrische Kraft der Großindustrie nicht standhalten könne; nicht zum letzten gelte dies von den Gewerbsleuten in Veldes und Umgebung, Redner apostrophiert den Abg. Dr. Novak als Vertreter der Handelsund Gewerbetammer, dah er die Einstellung der Arbeiten an der Zavr>nica verlange (Widerspruch des Abg. Doktor N o u a'k). Die Bevölkerung, die vom Vaurate Gailhofer über die Bedeutung der Anlage belehrt worden sei, fordere die eheste Ausführung der Anlage zwecks Beistellung des elektrischen Stromes. — Veldes werde von den Fremden gern als Sommerfrische aufgesucht, aber diese hätten dort keinen Komfort und verlangten vor allem die Einführung des elektrischen Lichtes. - Abg. Piber stellt schließlich das Ansuchen, die Arbeiten bei der Zavr^mca. anläge, die den Wohlstand in ganz Oberkrain heben werde, mit der gleichen Energie wie bisher zu fördern. (Beifall bei den Abgeordnelen der Slovenischen Volks-partei.) Abg. Dr. Triller stellt den Antrag auf Einsehung eines fünfgliedrigen Ausschusses, dem der Lan-dcsausschuß unverzüglich das ganze die Zavr^nicaanlage und die sonstigen landschaftlichen hydroelektrischen Aktionen betreffende Material vorzulegen hätte. Der Ausschuh hätte auch das Recht, die landschaftlichen und sonstige unbeteiligte und verläßliche Fachleute beizuziehen. Abg. Dr. Tav 6 ar bedauert, daß der Landtag bisher noch keine Rentabilitätsrechnung über die Zavr^nica-anlage zu Gesicht bekommen habe. Zudem würde er über zwei Punkte vollen Aufschluß wünschen: Ist es richtig, daß die Anlage zwei bis drei Monate hindurch nur 300 Pferdekräfte zur Verfügung haben werde unt» daß anderseits diesem Mißstande durch Anlage von zwei weiteren Sammelbecken abgeholfen werden soll? Sollte darein Klarheit gebracht und der Kostenpunkt zufriedenstellend festgesetzt werden, so würden auch die national-fortschrittlichen Abgeordneten für die Anlage stimmen, (Beifall bei den national-fortschrittlichen Abgeordneten.) Abg. Graf Barbo spricht sich für dcn Antrag des Abg. Dr. Triller aus. Es sei natürlich, daß bei politisch gegnerischen Parteien die eine, die für eine Sache eintrete, optimistisch, die andere pessimistisch sei. Die Partei des Großgrundbesitzes stehe in der Mitte. Für sie seien ill der Angelegenheit der Zavr^nicaanlage nur wirtschaftliche Effekte maßgebend. Sie habe es mit Freuden begrüßt, daß vom Landesausschusse die Initiative ausgegangen sei, die Wasserkräfte zur Ausnützung zu bringen. Aber die Majorität gehe von der Ansicht aus, daß die Angelegenheit kein Risiko enthalte. Redner sei von allem Anfange an gegen die Zavr^nicaanlage gewesen, weil es sich nach der Rentabilitätsberechnung herausgestellt habe, daß das Land mit einem Defizit von 40.000 X werde rechnen müssen. Gegen einen so großen Betrag sollten die Vorteile, z. B. die Beleuchtung von Veldes, zurückstehen. Jetzt, nachdem 500.000 X ausgegeben worden seien, wäre es nicht leicht, den Bau einfach einzustellen. Es wäre nur zu wünschen, daß die günstigen Prophezeiungen der Majorität, namentlich des Abg. Doktor Lampe, recht behielten, (Beifall bei den Vertretern des Großgrundbesitzes.) Abg. Dr. Novak erklärt, die national-fortschrittliche Partei habe sich nicht gegen die Ausnutzung der Wasserkräfte, wohl aber gegen spekulative Unternehmungen des Landes ausgesprochen. Sie wolle von der Majorität die völlige Klarstellung der Angelegenheit einfach erzwingen. Das Land habe für die Fortsetzung der Arbeiten an der Zavr>nica noch keine Konzession. (Zwischenrufe.) Ob das Wohlwollen der Landesregierung auch bei höheren Instanzen zu finden sein werde, sei fraglich. Für den Bau des Tunnels und der Skarpe hätte dic Bewilligung der politischen Behörde erfolgen müssen. (Abg. Dr. Lampe: „Die war nicht notwendig".) Wenn in Kardinalfragen so vorgegangen werde, so sei mit Grund anzunehmen, daß bei der Sache nicht alles in Ordnung sei. Sollte das Gutachten des vom Abg. Dr. Triller beantragten Ausschusses günstig lauten, so werde auch Redner als Vertreter der Handels- und Gewerbekammer für das Zabr^nica-Unternehmen stimmen, (Beifall bei den Abgeordneten der national-fortschrittlichen Partei.) Abg. Dr, Lampe bemerkt gegenüber dem Abg. Dr. Triller, dah er niemals die Vollendung der Zavr^ nicaanlage zu dem von jcncm angegebenen Zeitpunkte in Aussicht gestellt habe. Das Werk habe mit zahlreichen Schwierigkeiten, namentlich auch hinsichtlich der Erlangung der Konzession zu kämpfen, aber auch diese werde zuversichtlich crfließen. Vorderhand sei absolut nichts ausgeführt worden, was ungesetzlich gewesen wäre. Den Ingenieuren Ktebi und von Kuklje spricht Abg. Dr. Lampe jedwede Autorität ab. Er kehrt sick gegen die Wahl des vom Abg. Dr. Triller beantragten Ausschusses, weil er darin ein Mißtrauen gegen die landschaftlichen Techniker erblicke. (Abg. Dr. Triller: Es ist kein Mißtrauen.) Es falle schwer, objektive Techniker zu erhallen; man könne sich aber ganz auf Techniker verlassen, die ibre ganze Persönlichkeit in den Dienst der in Rede stehende,, Sache gestellt hätten und sowohl mit ihrer Ehre als auch mit ihrer Existenz dabei engagiert seien. Weiters erklärt Abg. Dr. Lampe, daß die bisherigen Kosten für die ZavrÄica-anläge 446.352 X 66 /t betragen halten, und polemisiert schließlich gegen einige Bemerkungen des Abg. Dr. No-Uak, betreffend die Rentabilität der elektrischen Zentrale lowie die ausständige Konzession und den Prozeh mit der Leykam-Iosefsthalcr Gesellschaft. Schluß der Sitzung »ach 9 Uhr abends. — Nächste Sitzung Dienstag dcn 30. September um halb l0 Uhr vormittags, — (Vom politischen Veteriniirdienfte.» Seine Exzellenz der Herr Landespräsidcnt im Herzogtums Krain hat den diplomierten Tierarzt Dr. Hermann Kren zum provisorischen Veterinärassistenten bei der k, k. Landesregierung in Laibach ernannt. — (Die Abhaltung von Kontrollversammlunsten^ für die Reservisten hat heuer zu unterbleiben, was jedoch nicht zu verwechseln ist mit der Anmeldung von Land-sturmmännern, die, wie alljährlich im Oktober zu erfolgen hat. In Laibach haben die Landsturmmänner die vorgeschriebene Anmeldung im städtischen Militärdepartement „Mestni dom", erster Stock, zu erstatten, und zwar: am 6. Oktober die im Jahre 1871 geborenen Landsturmmänner, am 7. — 1872, ani 8. — 1873, am 9. — 1si74, am 10. — 1875, am 11. — 1876, am 18. — 1877, am 14, — 1876, am 15. — 1879. Bezüglich der Anmeldung von Landsturmmännern wird noch eine besondere Kundmachung erlassen werden. I",—. — (Vom Vollsschuldienfte.) Der k. k. Bezirksschulrat in Adelsbcrg hat an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Maria Ger 5 inadie gewesene prooi- Laibacher Zeitung Nr. 220. 2015 25. September 1913. sorische hehrerm w Unter Zcmon Johaiula Zwölf zur Supplenlen an dcrVolls>chule l>l ^arije u. dcn geprliilcn Lehramlstaudidalen Paul Medi<^ zu>n Suppleiltcil ail der Bürgerjchulc in Adelsbcrg bestellt. — Der l. t. Be-zirlöschulral, m Gotljchec Hal an ^.leUo der tranlhcllshal-ber beurlaubteil Lehrerin Anna Fint- 8 uslaj die absolvierte LchranitKlaiididalin Maria Tiegel zur Suft-pleiltin an der Voltsi.chule in Großlajchitz bestellt. — Der t. t. Bczlrlsichulral ill Rndol>K>uerl hat den bisherigen provisorlscheil Lehrer Johann «tusca zuin prouijori-jchcn Lehrer und Lcilec der cintlasstgen Volls>chulc „l (^cla bei Schönberg uiid an Stelle der tranlhellshalbel, beurlaubten ^cyrerin Viktoria Zagorja >l dle gcprn>lc ^eyrumtslandidalill Anlonia ^»rlbar zur Supptenlln an der Volte, schule iil Gabcrje crnanilt. — Der t. l. Lan> desschulrat für Kraln hat die Kombinierung des Kilabcil-und Mädchcn-Wledcrholungsunterrichles an der Volts-schule iil Bulovica, Bezirk Kralilburg, im Schuljahre 1V13/14 gcnchnügt. — (BcreinSwcscn.) Das l. l. Landespräsidium für Krain hat die Bildung der Ortsgruppe Laibach des Zcn-tralvcrbandes der Bauarbeiter Österreichs mit dem Sltze in Laibach nicht untersagt. — (Der slovcnische Landesverband der freiwilligen Feuerwehren in strain) wird Soilntag den 26. d. M. uin 10 Uhr voriniltags im „Meslni dom" seine Haupt-verjammlung abhalten. Die Tagesordnung umfaßt die Wahl des Obmannes, serner die Wahl von Ehrcnmit-gllcdern und AllsälllgcS. — (Der Agramcr „Ha8l" in Lawach.) Wie bereits gemeldet, lommt diesen Sonntag der troutijche aladc-mische Sporlltub aus Agram („Ha^l") nach Lalbach, unl cm Wettspiel mit der ersten Mannschajt der Laibacher „Itirija" auszutragcn. Dieses Wctl>plct wird sich noch intercilanter als das mit Klagenfurl, gestalten, da der „Hu^t" die stärlste, entschieden >chon erslltasstge lroatische Mannschast ist, gegen die die Lawachcr „Ilicija" bisher noch innner uilleclag, so z. B. heuer im Frühjahre in Agram jogar nlit 1:1). Das sonntägige Wettspiel, ist des--halti als ein Revanche-Wettspiel zu betrachten, denn die „Ilirija" will bei dieser (Gelegenheit mindesteils teilweise ihre lehle empfindliche Niederlage gutmachen. Das Welt-jpiel wird daher zugleich einen Maßstab für den Fort-jchrltt der „Ilirija" abgeben. — Da der „Ha^l" der Laibacher Sportwelt als eine elegante nnd sympathische Mannschaft bereits von früher bcstbclannt ist, diirflc dieses Wettspiel einen guten Besuch auszuweisen huben. — (Der „Pcrfonen» und Warenvcrlchr" auf dcm Lailiachslussc.) Die geschwundene Baulust und die ton^ lurricrcndeu voltswirlschafllichcil Errichtungen am ^ande habeil zur Folge, daß der noch vor drei Jahren rcge Vcr-lchr auf dem ^aibachflnssc zwischen Oberlaibuch uild Nachbarortjchaften und unserer Stadt derzeit zum großen Teile geschwunden ist. Wähwnd früher Lcbcnsnuttel aller Art zu Wasser eingeführt wurden, bleiben diese derzeit zumeist alle in den Händen verschiedener Agenten und Zwischenhändler. Deshalb wurden heuer aus der Inner-traincr Gegend zu Wasser nur Bau- und Stcinmalcrial das ganze Jahr hindurch eingeführt. Vom Personenverkehr ist nur der Rudersport und die verschiedenen Kahn-particn bei günstigem Wetter an Sonntagen erwähnenswert. Wir salM heuer auch ein paar Molorlähnc gegen Oberlaibach „dampfen". Es gibt kleine Gesellschaften (zn drei bis vier Personen), die ihre freie Zeit mit dem Rudern auf der Laibach ausnützen. Sie bereiten sich hie-durch ein billiges Vergnügen und bilden fich zu ftratti-schcn Ruderern heran. Natürlich lassen sich solche Partien jetzt nur mehr von der Brü hl spitze hinaus arrangieren; nach fertiger Vertiefung des Hanptlanals wird man wahrscheinlich noch höher oben „einsteigen" müssen, da das reihende Wasser für Ruderboote leicht ein böses Spiel treibt. x. — (Vu,n Marlte.) Der gestrige Marlt zeichnete sich durch einen überaus regen Vcrtehr aus. Von zwei Wift-pachern wilrdcn ^ Schachteln mit Obst und Wcinlranben auf den Marlt gebracht. Verschiedene Gcflügelsorlcn waren in 57 Hühncrsteigcn vorhandcil. Iil sechs Hühner steigen sah man schön ausgewachsene Schlachtenten; das Stück kostete 2 ^ 10 /l bis 2 ^ 30 /l. In 30 Körben woren Eier vorhanden; ein Ei kostete 5) bis 10 /t. Eiile Henne kostete 2 ^' 00 /t, eiil Paar Brathühner 2 X 40 k bis 2 /< 80 /i. Das heimische Obst war in beträchtlichen Mengen (152 Körbe) vorhanden und bchlclt die bisherigen Preise. Überdies wurden auf den Marlt gebracht: 7 Wagen mit Kartoffeln (100 Kilogramm kosteten 5 /< 20 k) und 14 Wagen mit schönen und gesunden Kraut-top sen (100 Stück kosteten 7 V^). ku-. — (BeraMrerwesen in Krain.) Hiezu schreibt man uns: Unter den vielen Werken des D. u. O. Älpcnvcr-cines für die Wohlfahrt der Bevölkerung der Gebirgstäler nimmt die seit Anbeginn in ausgezeichneter Weise und mit großen Opfern geübte Fürsorge für die Bergführer und deren Familien den ersten Rang ein. „Ein ^dc'ltl'ches Bcrgführcrwcscn ist kein untergeordnetes Vehikel fur die Hebung des Fremdcnbcsuchcs und für die materielle Wohlfahrt der betreffenden Gegenden Schon der Umstand, daß Reisende nicht selten Führer benachbarter Lander Mitbringen, spricht dafür, wie notwendig es sei, unser Äergführmvesen ans eine Höhcrc Stuse zu bringen". So schließt ein Erlaß der k. l. ^andcsbehürde für Krain vom 1. Juni 1805. Dieser diente der Berg-führcrordnung vom Jahre !874, die über Antrag der in diesem Jahre gegründeten Sektion Krain eingeführt wurde (1904 novelliert). Über Tarife bestimmte dic Vcrg-führcrordnung, daß diese vom Sektionsansschnssc mit den Führern zu vereinbaren seien. Mit der Regelung der Führerlarifc wurde in den Achtziger Jahren begonnen, jedoch scheiterten die durch viele Jahre geführten uno wiederholten Verhandlungen an dein Standpunkte der Sctlionölcitung, die dafür eintrat, daß nur niedere Tarife den Fremdenverkehr fördern tonnten. Die Lösung der Tarifsragc, welche die Entwicklung des Fühierwejens sehr gehemmt hatte, gelang erst 18^3. Gleichzeitig wurde zur Ausbildung der Führer die Abhaltung eines Führer-lnrses angebahnt, der im Frühjahr darauf in MoMrana, dcm Huuptorte der trainischen Bergführer, stattfand nnd in dem Unterricht im Kartcnlescn, erster Hilfeleistung bei Unglücksfällen, Führcrwcscn erteilt wurde. Auf ipälercn jährlichen Führertagcn wurden die Neueinrichtungen des Führcrwesens, das alpine Notsignal, das Rcttungswcscn besprochen. Diese Arbeiten hoben die Führerschaft auf eine höhere Stuft und lrainischc Führer bewährten sich auch in fremden Bergen als verläßliche und findige Begleiter. Ubcr Vorschlag der Sektion ncubcstellte Anwärter bcsnchcn nnn den ständigen Kurs des Alpenvcrcines ül Villach, dcm 18!)2 auch Stiturse angegliedert wurden. Ein wichtiger Forlschritt war die Schaffung eines die ganzen Julifchcn Alpen östlich der Predillinie umfassenden einheitlichen Tarifs mit sür die Ostalften gleichlautenden allgemeinen Tarifbcstimmungen. Nach und neben der Regelung der Tarifucrhältnissc kam als das größte Geschenk an die Führerschaft die Einführung der Füh-rervcrsorgung, indem der Alpcnvcrcin jenen Führern, die iil die Verjorguiigsliste ausgenommen werden und die einen Führcrturs mit Ersolg bestanden haben, Altcrs-nnd Unsallsrcntcn gewährt, und zwar ohne irgendwelche Gcldlcistung seitens der Führer. In der jüngsten Zeit wurde das große Wert durch die Anglicdcrung der Wil-wcn- und Waisenvcrjorgung gekrönt. Durch diese Arbeiten, die sich über einen Zeitraum von beinahe vierzig Jahren erstrecken, wurde die Bereifung der lrainischcn Gcbirgswclt wesentlich erleichtert und entfiel die Notwendigkeit für fremde Touristen, sich auswärtige Führer mitzunehmen. Die Bergsührcrordnung ist somit im Sinne der zitierten Verordnung ein „brauchbares Vehikel" zur Hebung dcS Fremdenverkehrs geworden. — Die Segnungen der Führerunlerstühung genoß als erster in Kram der Triglavführer Johann Klanimik. — (Ein gesteinigter Gendarm.) Anläßlich des Kirchweihfcstcs iil Burgstall schössen mehrere Burscheil nachts mit Pöllcrn. Als sich den Burschen ein streifender Gendarm näherte, ergriffen diese unter Mitnahme der Puller die Flucht auf eine Anhöhe und bewarscn den Gendarmen von da aus mit Steinen, ohne ihn jedoch zu treffen. Da die wiederholte Aufforderung des Gendarmen, vom Sloinwerfen abzustehen, erfolglos blieb, fah sich der Gcnoarm gczwungcil, von seiner Waffe Gc-branch zu machen und feuerte aus seinem Gewehre einen Schreckschuß ab, worauf Ruhe eintrat. Die Burschen win'dcn verhaftet und dcm Bezirksgerichte in Bischoflack eingeliefert. — (Unglüctsfall.) Aus Krainburg wird uns unter dem Gestrigen geschrieben: Heute vormittags um Vili Uhr ereignete fich auf der steil abfallenden Ncichsstraße zwischen der „Allen Post" und der Savcbrücke ein bedauernswerter Unfall, lvobci zwei Handelsreisende erhebliche Verletzungen erlitten. Sie hatten sich vom Hotel „Zur nencn Post", wo sie einlogiert gewesen waren, zur Bahn führen lassen, an der bczcichnlcn Stelle brach jedoch die Bremsvorrichtung am Wagen, so daß dieser samt den Insassen und dem Koffcrgepäck den steilen Abhang hin-untcrgctricben wurde, bis er endlich umkippte und Insassen und Ladung herausgeschleudert wurden. Das Pferd und der Wagcnlcntcr kamen nnvcrschrt davon, von den beiden HandclSreiscndcn aber erlitt der eine einen Bruch des rechten Beines, während der andere erhebliche Verletzungen in der Rückengcgend davontrug. — (Schadenfeuer durch Blitzschlag) Wie uns aus Tscherncmbl berichtet wird, schlug der Blitz am 19. d. M. nm halb 0 Uhr früh in die mit Stroh gedeckte Dreschtenne des Besitzers Johann Köstncr in Nallo, Gemeinde Tcl<'ji vrh, ein, zündete und äscherte das Objekt total ein. In der Dreschtenne befanden sich anßcr Stroh und Heu 100 Mcrling Erdäpfel, die ebenfalls alle vernichtet wurden. Der Gcfamtschadcn wird auf 2000 X geschätzt, die Vcr-sicherungssnmmc beträgt nur 600 X. — (Tödlicher Unfall.) Gestern nachmittags wurde am Ialobskai der 23jährige Albin Kr5e, als er mit einem zwcispälmigcn Lastwagen einfahren wollte, von der Stange derart in die Vrust gestoßen, daß sie ihm tief hinein drang und den Brustkorb zertrümmerte. Kric blieb auf der Stelle tot. Mit behördlicher Bewilligung wurde seine Leiche in die väterliche Wohnung, Tirnauer Lände Nr. 12, überführt. ' 1«'—. — (Unfall.) Dcm Manrerpolier Albin Novak, bei einem Nenbauc in der Marmontstraße beschäftigt, brach nnlängst ein Gcrüstballcn, so daß er drei Meter tief auf ein zweites Gerüst fiel und sich dabei eine schwere Verletzung des linken Fußes zuzog. — (Voichaftc Beschädigung.) Vor einigen Tagen wurde die ssirmatasel dcr Landcsbanl von unbelannlcn Tätern boshaslerwcisc aus dcr Mauer gcrifscn, in die Latlermannsallce getragen und dort in den Abort geworfen. — (Verhaftungen.) Vorgestern wnrdc am hiesigen Südbahnhofc dcr Arbeiter Prcdoviö aus Suhor, dcr nach Amerika nutzwandcrn nnd sich der Stcllungspslicht entziehen wollte, dnrch einen Wachmann arretiert. — In dcr Hcrrcngassc verhaftete ein Wachmann die ledige Magd Barbara Lajcvcc aus Globolo wegen Fälschung ihres Dienstbotenbnches. Beide wurden dem zuständigen Gerichte eingeliefert. ^ (Ein Wilderer, dcr nur aus Scherz wildert.) Ein Jagdauffchcr fand im Walde zwifchen Sncberje und Mariafcld mehrere Drahtfchlingen, die er losband und mitnahm. Als er am folgenden Tage Nachschau hielt, traf er zwei Männer, die fich mit dem Aufrichten der Trahtschlingcn beschäftigten. Während der eine Wilderer fofort die Flucht ergriff, blieb der andere stehen, gestand dcm Jagdauffchcr die Tat, behauptete aber, daß er die Schlingen nur aus Scherz gelegt habe. — (Dieliftiihle.) In der Nacht auf den 19. d. M. wurden Franz Trobec in Ohonica bei Franzborf vom Dachboden verschiedene Kleidungsstücke samt einem in cincr Westentasche verwahrten Geldbeträge von 30 X gestohlen. Tatverdächtig ist ein fremder Wanderer. — Weiters wurde dein KeuschlerSsohn Franz Novak in Groß-Ligojna bei Obcrlaibach eine Ziehharmonika gestohlen. Tatvcrdächtig ist der 40 Jahre alte, oft abgestrafte Vagant Franz Rupnil aus Oberdorf, Bezirk Loitsch. — (Diclistahl.) Den bei einem tftesigen Spediteur bcdicnstctcn Knechten Turk und Ogrin wurden diesertage, als sie auf dcm Heuboden schliefen, Beträge von 10 /< und tt A entwendet. — (Im Caf6 „Central") findet jeden Abend ein Konzert des renommierten Elite-Damenorchesters statt. Anfang halb 10 Uhr, Eintritt frei. — (Geistige Arbeiter,) die gegenüber den sich tagsüber viel im Freien Bewegung machenden Personen im Nachteil sind, müssen auf die Regulierung dcr lebcns-crhaltcnden körperlichen Funktionen besonders achten und sich namentlich vor dcr chronischen und habituellen Obstipation (Darmträgheit oder Hartleibigleit) hüten, die bei nicht wenigen, früher kerngesunden Individuen den Anfang verschiedener Krankheitscrscheinungen bildet. Selbstverständlich nur, wenn man nicht das gebotene Regime einhielt und mit natürlichen Abführmitteln nachhilft, unter denen Hunyadi Iünos-Nitterwasser das populärste und mit Recht beliebteste ist. Einer der Hauptvorzüge deS Hunyadi Jünos'Aittcrwasscrs ist die Nachhaltigtcit und die Dauer dcr Stuhlrcgulicrung. Man begrüßt angesichts des Wohlbefindens, welches felbst nach jahrelanger Darmträgheit durch systematischen Gebrauch des Hunyadi Iänos-Bittcrwasscrs erzielt wird, die begeisterten Worte, welche Prof. Dr. H. (5. (Breslau) dem Wasser sozusagen als Albumblatt widmete: „Nulla dies sine ,Hunyadi Junos'", „5tein Tag ohne ,Hunyaoi Junos'". ii3üii it—1 Theater. Kunst und Literatur. — (Aus dcr deutschen Thcatrrlanzlci.) Die Saison beginnt Sainstag den 27. d. M. mit dem dreialtigen Lustspiele „Die Hydra" von Karl Eltlinacr, das an der Wiener Rcsidenzbühne über 120 Mal mit großem Heiter-leitscrsolge aufgeführt wurde. Die Hauptrollen sind folgendermaßen bcfctzt: Arthur Werther — Adolf Würz, Hans Lindt — Siegfried Holzer, Karl Hiller — Robert F er st l, Agathe Hiller — Hanna Reimar, Irene Lenz — Herma Hart, Julius Rosenberg — Robert Kopal und Trifttoff — Heinz Zlober. Die Leitung dcr Aufführung liegt in den Händen des Direktors Franz Schramm. — Als erste Operetten-Vorstellung wird Sonntag die Neuheit des Theaters an der Wien in Wien „Prinzeß Gretl", Musik von Heinrich Reinhardt, ge-gebcn werden. — (Beethoven als Sprachrciniger.) Wenig bekannt sein dürfte, daß der Meister der Töne sich auch angelegentlich mit dcr Reinigung dcr deutschen Sprache von Fremdwörtern befaßte. Im Jahre 1825 fchen wir ihn plötzlich von cincm wahren Furor teutonicuS ersaßt, indem er sich mit seinem jnngcn Freunde Karl Holz hinsetzt, um dcm Fremdwort in der Mnsil gründlich den Garans zu machen. Und das Ergebnis dieser sprachreini gendcn Sitzung ist so eigenartig, geradezu verblüffend, daß sich jede weitere Bemerkung dazu erübrigt. Hier ist es: Arie: Luflgesang. Einsang. Nah: Grunoscma. Ea-non: Kreisflucktstück. Ehor: Vollsang. Klavier: Tasten, spiel, Hammerllanawcrl. Komposileur: Tonscchwerler. Konzert: Tonstreitwcrlucrsammluny, Tonstreitwcrl, Ton-lamfts. Konzerlgcbcr: Tonstteitwcrknntcrnehmer. Konzertmeister: Tonstrcitwerkmeistcr, Tonlampfmcister. Dilettant: Kunstzcituertrcibliebender. Phantasie: Launenspiel. Filge: Tonslnchtwcrl, Fluchtstnck. Instrument: Klang-machwcrlzcua,, Klangwerlzeug. Kapellmeister: Tonkünst-lcrmeistrr, Tonmeister, Obertonmcistcr. Musik: Ton-wcrlcrri. Musikalisch: tonkünstig. Musikdirektor: Ton-wcrkordncr, Tonvorsteher. Oper: Singwerk. Orchester: Tongcrüst, Tonkünstlcrbühne, Tonwcrlerschar. Sinfonie: Znsammenklanawerk. Sonate: Klangstück. Trompete: Schmcttcrmcssing, Schmcltcrrohr. Trompeter: Schmetler-messingwerler. Violinquartett: Geigcnstück. Telegramme des l. l. Telegraphen'Korrespondenz.Bureaus. Die Velstiindigungsaktion in Böhmen. Wien 24. September. Ministerpräsident Gras Slürglh und Minister des Innern Freiherr von Heinolb hatten heute vormittags und nachmittags mit dem Statthalter Fürsten Thun, der früh in Wien eingetroffen war, eingehende Konferenzen, welche der Beratung der Vorbereitungen für die einzuleitende Verständigungsaktion in Nöhmen galten. Die Besprechungen, die heute nicht abgeschlossen wurden, werden morgen vormittags ihre Fortsetzung finden. Laibacher Zeitung Nr. 220. 2016 25. September 191.'j. Die Cholera. Budapest, 24. September. Tem Ministerium des Innern sind vier neue Choleraerkrankungen aus der Provinz gemeldet worden. Vom Balkan. Belgrad, 23. September. Nach einer Mitteilung des serbischen Prcßbureaus ist cs gestern gegen 10 Uhr vormittags in der unmittelbaren Umgebung von Dibra zu einem Zusammenstoß zwischen Albanern und serbischen Truppen gekommen. Tn Kampf war erbittert und dauerte bis ge^cn Mittag. Um diese Zeit zogen sich die zwei Kompanien starken serbischen Truppen gegen Icevo zurück, worauf die Albaner in Dibra einzogen. Die Albaner sollen 6000 Mann stark sein. Belgrad, 24. September. Für die Operationen gegen die Albaner ist mit königlichem Ukaz eine eigene Division, Drinadivision genannt, aus acht Regimentern gebildet worden. Die betreffenden Regimenter befinden sich bereits auf dem Wege an die albanische Grenze. Sofia, 24. September. Dic bulgarischen Grenzposten bei den Dörfern VIadovci ',md Riü im Aezirke Strumnica wurden von serbischen Soldaten und türkischen Vaschibozuks angegriffen. Das Gewehrfeuer dauerte mehrere Stunden. Cetinje, 24. September. Ein offizielles Kommuni-qu6 besag,: Die Regierung verfolgt die Ereignisse und Wirren in Albanien mit ununterbrochener Aufmerksamkeit und ist hauptsächlich bemüht, die Grenzen gegen die unablässigen Einfälle der Albaner zu schützen. Die Trup. pen, die bestimmt sind, die Grenzgarnisonen abzulösen und gegenüber den Drohungen der Albaner zu verstörte», sind bereits abgegangen. Nichtsdestoweniger besteht die Befürchtung, daß man gezwungen werden könnte, enel. gijche Maßnahmen zu ergreifen, wenn sich die Lage verschärfen sollte. Verantwortlicher Redakteur: Anton I u n t e k. Vielseitige Unlvendung. Es gibt wohl lein Haus» mittel vielseitigerer Verwendbarkeit als «Molls Franz« branntwein und Salz», der ebensowohl als schmerzstillende Eiineibuug bei Gliederreißen, als seiner muskel» und nerve» stärkenden Wirkung wegen als Zusah zu Bädern ic. mit Erfolg gebraucht wird. Eine Flasche X 2'—. Täglicher Versand gegen Kiachnahme durch Apotheker A.Moll, l. u. l. Hoflieferant, Wien I,, Tuchlauben 9. In den Depots der Provinz verlange man ausdrücklich Molls Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. 5212 4 Neuigkeiten vom Büchermärkte. Sa st row Vartholomäus, Ein deutscher Bürger des -l«. Jahrhunderts, X 1.56; Schmidt Dr. H.. Gnthc-Lexiton. geb. K 7,20; Herre Dr. Panl, Deutsche Kultur des Mittelaltcrs in Vild und Wort. geb. X !!.—; Dob-s k y Artur, Freude an der Nunst, das Wissenswerteste aus dem Gebiete dor Kunstgeschichte, neb. X 5,40; Bellermann Ludwig, Autogene, Trayödic des Sophokles, kart. K 2,4«; Fürstenwcrth Ludwig, Vom köstlichen Humor Eine Auslese aus der humoristischen Literatur aller uud ncuer Zeit, geb. K 1.44; Müller Dr. Josef, Philosophie des Schönen in Natur und Kunst, X 4,80; Ver-hacren Emile, Rembrandt, lart. X 3,60; Velhagen ^ .Masings Volksbücher, Nr. 52: Voltsbücher der Geschichte.-Vosz D. W. v., Die Völkerschlacht bei Leipzig; Nr. 54.-Volksbücher der Kunst: I antzen Dr. Hans, Michelangelo; Nr. 55: Volksbücher dcr Erdkunde: Wien Alfred, Die Insel Rügen; Nr. 56: Volksbücher der Erdkunde: Trcn-tini Dr. Albert u., Südtirol; Nr. 58: Volksbücher dcr Geschichte: Steffens Dr. Wilhelm, Dcr grosze Kurfürst; Nr. 59: Volksbücher der Erdkunde: U h I Gustnli, Dcr Nordpol; Nr. 61: Volksbücher der Erdkunde: N<^c Dr. Paul Johannes, Nürnberg; Nr. 62: Die Volksbücher dcr Kunst: Deibel Dr. Fr., Ludwig Dcttmmin; Nr. 61: Volksbücher der Literatur: Schanz Frida. Neue deutsche Lhrik; Nr. 65: Volksbücher dcr Literatur: Spicro Dr. Heinrich, Gerhart Hauptmann; Nr. 66: Volksbücher dcr Geschichte: Bremen Walter o., Mort ucm Wartentmrg-, Nr. 67: Volksbücher dcr Musik: Thormälius Gustau, Mozart; Nr. 68: Voltsbücher der Literatur: Mcndhei m Dr. Max, Uhland. jede Nummer X —,72; Pflügt-Harttung Prof. Dr. I. v., Geschichte dcr Befreiungskriege, tart. X 3,—, geb. X 3,60. Vorrätig in der Buch«. Kunst« und Musikalienhand« lung Jg. v. Kleinmayr k Feb. Bambera in Luibach, Kon. grehplah 2. 7 Angekommene Fremde. Hotel „Elefant". N m 2 4. September. Freiherr v. Apfaltrern,!, l. Kämmerer, Kreutz bei Stein. — Freiherr v. Nechbach, Gutsbesitzer, Kreutberg. — Freiherr Dr. v.Äorn, Gutsbesitzer, St. Katharina, — Edler v. Schollmayer'Lichteuberg, Gutsbesitzer u. Domänen» direktor, Schnceberg. — Schaur, Gutsbesitzer, Gut Brody. — r>. Troyer, Priv,. Fiume. — Mulley, Prio., Oberlaibnch. — v. Henueoogel, Melichor, Hauptleute, Tolmcin. — Grünzweig, Major, Marburg. — u. Hirst, ttfm., s. Gemahlin und Tochter, Athen. — Verlix, Kfm., s. Gemahlin, Schiiten bei Nohilsch, — Dr. Dvoi-al. Uuwersitätsprofessur; Thcimer, Priv.; Nosenball, Schueck, Heß, Mik,e, Vienensrld, Lichtblau, Ride.; de Polmn), Schauspielerin, Wicn. — Iüttner, Zängerm, Oluilltz. — Pojsln, Landesgerichtsiatswitwe, Rudolfswert, -- Veyooic, Privat»', Aqram. — Visintini, Lehrer, s. Gemahlin, Trieft. — Benndorf, Bergingenieur, Ilz (Steiermarl). — Olbruch. Vureauleiter, s. Gemahlin, Steyr. — Haas, Bureauleiter; Spindl, Schmida. Rsde.. Ärünn. — Prockl. Rsd., Graz. - Eisenlohl. Nsd.. Linz. — Metzler, Nsd,. Barmen. — Thanhauser, Rsd.. München, -Orzorai, Rsd., Vudaprst. — Coetlovii, Rsd,, Agram. — Gold-mann, Nsd,, Villach. - Iaa.rs!'crger, Forstadjunft, Klein' Neifling. — Dr. Weigetin, Gcol'ge, Stuttgart. — Rupprecht, Bergstudent, München, Gr«nd Hotel Union. Am 24. September. Dr. IamZck. iiittai. — Doktor Lavrcniic. Podgrad. — Naller, Beamter. Trieft. — Mihletit, Baiildileltur, Suöak. — Iouanooic, Direktor, Door. — Agra« davicz, Prio.; Tatter, Slallo. Hcrlinger, Rjde., Gin^. — Bohinz. Pl-iu., Plibcrt, — Icliuel, Ütfm., Samobor. — Peres, itfm,. Ioslo. — Ägid. Rsd., Lcmb^n — Miercle, Rsd., Berlin. — Marcö, Rsd, Vudweis, — Waldstcin, Rsb.. Cilli. — Engler. Rsd.. Szabatlo. — Freund. Rjd., Vlünn — Ro» senberg. Nsd., Agram. — Wempach, Nsd., Villach, — Graf Nemm'llc; Fischer. Gasser. Hilbert, zisttc,; Fisch!, Weisz. Weiß, Nruhanscr, ^icbschntz. Nsdc., Wirn, Lottoziehung am 24. September Wl3. Trieft: Z 3^j 89 54 02 Meteorologische Vcuuachtungen in Lailiach. Scehöhe A)N 2 m, Mittl. Luftdruck 736 0 mm. L 3 I "Zti ßZ »«...l. '"»sich! K3.L U "L ßW L^ """d des Hwmel, ^^« 24 ii u. N. 738 b 15 8^SW. schwach heiter ^' 9 U. Ab. 39 7 12-1 NO. schwach bewöllt 25,>7U. F. j 39-8! b 3j windstill > Nebel >00 Das TaaMnittel der gestrigen Temperatur betrat N-?°, Normnlc 13 6". Wien, 24, September, Wettervoraussage für de» 25 Sep. tember für Steinmarl, Kärnleu und Krain: Vorwiegend trüb, stellenweise geringe Nicdl-rschläge. kalt, südwestliche W ndc mit wpchsclüdcr Stärke. - Für Ungarn: Überwiegend trockenes, besonders in dcr Nacht kühles Wcttcr zu erwarten. tuflts Dalits (wtfi. Curnordnuriii: Stammriege (Jungmannschaft): Dienstag und Samstag oon ll29 bis 10 Uhr. Herrenriege I.: Dienstag und Samstag oon 7 bis 8 Uhr. Herrenriege II.: Dienstag und Samstag üoii V28 bis Va9 Uhr. frauenriege: FRontag und Donnerstaq oon 7 bis 8 Uhr. Zöglinge: ITlittmoch und freitag oon v»9 bis 10 Uhr, Sonntag oon 2 bis 4 Uhr. 3-1 ? Der Curnrat« Aktienl 1;jital: 150,000.000 Kronen. fieldelnlagen fegen ElnlagsbOcher und Im Konto - Korreni; Gewährung voi Iradlten, Eikompti von Wtchitln itc. Fiale der K. K. priv. Oesterreicliisclieii in Laibach Credit-Hnstalt für Handel und üeuierle Prešerengasse Nr. 50. i.™ Reserven: 95,000.000 Kronen. Kauf, Verkauf «. Belehnuno von Wertpapieren; BSnenordrei; Verwaltung: von Deptti; Safe-Depetltt; Mllltlr-_______ Heiratikautlenen etc. Kurse an der Wietier Börse vom «4L September 14MS. Schluflkura Geld | Ware Allg. SUatscbuld. -------------- Fron. o (Mai-Nov.)p.K.* 81-46 8t e« c 4°/o >> •> P-U.4 81-46 11-66 x k. et. K. (J&n.-Juli)p.K.4 Sf4ü /Iren ,, „ p. A.4 81-4A srer, 5 4-20/n».W.Not.F6b.Aug.p.K.4-a 84 96 86 16 J 4a°/„ „ „ „ ,, p.A.4-2 «-98 «6/6 .£ 48% „ Hllb.Apr.-Okt.p.K.4'2 ««-/0 tffl-JO W 4>2% „ „ ,, ,, p.A.4 2 8610 8* 30 Lose v.J.t860iu500fl.ö.W.4 /890 i630 Lose v.J.18M) zu100(l.ö.W.4 446— 466 — Lose V.J. 1864 zu 100 fl.ö. W-----684-— 696— Losev.J.18«4zu 50fl.«.W___346— »07 — St.-Domän.-Pf.l20fl.300F.5 —•— —— Qesterr. Staatssehuld. Oe8t.Staatss<.hatzsch.stfr.K.4 96-6K 96-76 Oest.Goldr.stfr.GoId.Kasse. .4 /06 70 10*90 „ ,, ., ,, p. Arrgt. 4 /0670 /06-90 Oeet. Rentei.K.-W.stfr.p.K.4 8166 81-86 ,, ,, „ ,, „ „U..4 81-66 81-86 Oeat. Rente i. K.-W. stenerfr. (191^) p. K............. 81-46 81-66 Oest. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. U............ 81-46 81-66 Oest.InveHt.-Rent.stfr.p.K.^Vj 7*70 72-90 FronzJoBcssb.i Silb.(d.S.)6>/4 106-80 106-80 Galiz. Karl Ludwigsb. (d.St.)4 82 40 8340 Nordwb..ö.n.südnd.Vb.(d.S.)4 8Z-- 8f— Kudolfsb.i. K.-W.gtfr.(d.S.)4 «/60 8260 Vom StMte z. Zahlung Obern. Kinenb&hn-Priorit&ts-Oblig. Böhm.NorLlbahn Em. 1882 4 —•— —— Höhm. We8lbahnEm.l8»ri. .4 84-20 8620 tiiihm. Wpstb. Em. 18H5i. K. 4 8420 86-20 Ferd.-Nordb.E.18«6 (d.S.). . 4 94 80 9680 'Hu. E. 1!H>4 (d. St. K___4 «ff «0 «700 ranz Josefsb.E.1884 (d.S.) S 4 «tf'78 84 76 'ttli/.. KarlLudwigb. (d.St.)S4 12 60 8860 L*ib-SteinLkb.200Tl.i000fl.4 9276 9976 Schlußkur* Geld | Wure fJ«m.-CMr.-J.E.1894(d.H.)K4 8326 84-26 Nordwb., OeBt. aoo n. Silber 6 100-- — •— dto.L.A. E. 1903 id.S.) K 3>/j 76-40 76-40 Nordwb., Oest. L. B.üOOfl. S.5 90-86 loOSn dto. L.B.E. 1903 (d.S.)KsVa 76-/i 99-60 99-70 Ung. Rente in Gold . . . p. K. 4 toi 20 10140 Ung. Rente i. K. atfr. v.J. 1910 4 8116 8136 Ung. Rente i. K. stfr. p. K. 4 8fie 8136 Ung Prämien-Anlehenäioofl. 462-— —¦— U.Theiss-R.u.Szeg. Prtn.-0.4 292-60 302-60 U.Grundentlaatg.-Obg.ö.W.4 8120 82-20 Andere öffentl. Anlehen. B8.-lierz.Eis.-L.-A.K.1902 4Vj 90-to 9160 Wr. Verkehrsani.-A. verl. K4 8166 82 66 dto. Em. 1900 vorl. K . . . . 4 «;-70 «2 70 G*lirischea v. J. 1893 verl. K. 4 82-76 83 76 Krain.L.-A. v. J. 1888Ö.W .. 4 —•_ 94-60 Mährische« v.J. 1890 v.ö.W. 4 86-60 87-60 A.d.St. Bndap.v.J. 1903V.K.4 791* 8016 Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. 4 8r7r> 82 76 Wien i Invest.) v.J. 1902 v. K. 4 86 66 tß t.6 Wien v. J. 1908 v.K.......4 82-20 83*0 HusH.St.A.1906s. lOOKp. U.6 t0310 103-60 Bul.St.-Goldanl. 1907 100K4»/» 87-76 88-/6 Pfandbriefe and Kommunalobligationen. Bodenkr.-A. öst., 50 J. (J.W. 4 82-- 83 — Bodenltr.-A. f. Dalmat. v. K.4 —•— —— Bühm. Hypothekenbank K.. 6 /00/8 10116 dto. Hypothbk.,i.ö7J.T.K.4 ««'7« 4S-76 Schlußkurs Geld | Ware Pro*. liöhm.Ld.K.-Schuldf.ch.50j.4 «4-60 *flflO dto dto. 78 J. K.4 84-26 86-26 flto E-Schuldich. 78 J. 4 84-26 86-26 Galiz.Akt.-Ilyp.-iik. ¦¦¦¦•¦'" •"'-- fl2- dto. inh.50j.vcrl.K.4'/2 W- 89-- (Jali7..Lande8b.r.lVjJ-T-K-41^ 92'~ **'- dto.K.-Obl.III.Km.42J.4° Mähr. Hypoth.-R.ö.W.u. K.4 -•- 83-96 Nied.-ost.Land.-Hyp.-A.r.5J.4 83-76 84 76 Oest. Hyp. T3anki. 50.1. verl. 4 82-— 83-~ OoBt.-ung.Bank60j. v.ü.W.4 8630 87- io dto. 50 J. v. K.........'¦ M 20 88-20 Centr.Hyp.-B. ung. Spark. 4Vi 0060 91-60 Comrzbk., Pest. Ung. 41 J. 4 Spark.V.P.Vat.C.O. K . . *V» .9060 .01-60 Ung Hyp.-B. in PcstK . . 4'/i 90 60 91-60 dto.Kom.-Sch.i.50J.v.K4>/i 9326 94-26 Eisenbaon-Prior.-Oblig. Kasch.-Odcrb.E.lSHgsd.SOS^ 8160 82-60 dto. Em. 1908 K(d. S.) . . . ¦» *0'7ö 81-76 Lcmb.-C7.cr.-J.E.18S4 800S.3-6 76-26 77 26 dto. 300 S...........4 81-90 82 00 Staat«eiseiib.-Gosoll.E. 1895 4 -67"^ London................ 2iO8'" ¦''»/•/21» Paris................. 96S7M 96-6T» Valuten. MUnzdukaton........... //'44 11-49 iSO-FraricH-Stückc......... 19-11 1916 ao-Mark-Stüoke.......... meo 236$ Dotitscho Rnichsbanktioten . . 117 97*> 118-17* Italienischo Hanknoton..... 9460 94 7« Rubel-Noten............ 2«4-26 266 tt Lokalpapiere na< h Privatnotler. d. PilUlert. K K.prlv.eeat. Crodit-AnNiall, llrauerei Union Akt. 200 K 2i6-- 146'— Hotol Union „ 500 ,, 0 —•— —•— Krain. Bauge^. „ 200,, 12 K lOOr - ttO-- „ Industrie,, 200,, 20 K 420-— t80 — Unlorkrain. Ht.-Akt. 100 fl. 0 •-•- 90-- Bankzinssuß 6°/„ Die Notierung sämtlicher Aktien und dei „Divorson Loae" versteht sich per Stück.