Ni. Ml. Freitaq, l9. Inli l«8!>. 1<^. Ia!»rssn,,si Mibacher Zeitung. ?!,n^","?""bd«l» l «tlt v°ftv«,<«ndn»,: «an»l»h»<, fi. 1», halbl«hl!« si. 7,»0. V« » ompl ° l«! »»nmhlig N.il. halbliihli, »l.k.5a, YU» bl« ^ufi»llun« in« Hau« «anMrlg fl. l, — I«l«t«o»«,,»»r: FÄ» »«IN« >lul»at« bi« ,u 4 stilln «lr.. «llht,e ver » y^«t««e Dl« «v»««»ftr»«o» btftnbtl fich Longressplah ». bl« ««»«et»»n Vahnhosgasse »». Vpllchstnnben b« «ebaction liiqNK don 10 bll I» Uhr vormittag».— Nns»»nN«t«V»!«<» w«rb«> nlchl angenomm«« n»b Ol«llnm Hauptmanne Mter Classe des Artilleriestabes Naimund Hanck den Adelstand mit dem Ehrenworte «Edler» und dem Prä-dlcate «Trau tent Hal» allergnädigst zu verleihen .... Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit "lerhoMer Entschließung von, 9. Juli d. I. die Medlgte DirectorstcNc beim Ministerial.Zah'amle in ^r Vl. RanMasse dem Controlor dieses Amtes Inl. «ral allergnädigst zu vrrleihen geruht. Dunajewski >n p. Nichtamtlicher Weil. Franz-Iosef-Stipendien. , Vom uächsteu Studienjahre 1««9/90 angefangen ?'l"rn au den technischen Hochschulen zu Wien und l^baprst je zwei, zu Brunn eines und an der Hoch-Me für Bodencultur in Wie» eines der für wür-c>«e und dürftige Hörer dieser Hochschnlen gestifteten AK'Josef-Göldstipmdien im Iahresausmaße von ^ dulden in Gold zur Verleihung. Bewerber um a°s?.^l genannten Stipendien habcn ihr eigenhändig A'Klebenes. an Se. k. und l. Apostolische Majestät AMetes Gesuch zu belege»: 1.) mit dem Tauf- oder iH .^scheine; 2.) mit glaubwürdigen Documcnten der N^" Dürftigkeit und' Nachweisung des Standes, der A^llMs-, Einkommens- und Familienvcrhältnisse Mi? m '' ^entueN im Falle der Verwaisung mit sii,' ^lje der Vormundschaftsbehörde über den all-' ' ÜM Nermögensstand; 3.) mit dem Maturitäls ^'?"'sse. und 'wenu sie schon Hörer der Hochschule bei,/"» "^ be" betreffen Stlldi'nzeuguiss. n. w^ibei jedoch werl ^'^' bass nntcr gleichen Vcrhältniss.n jcue Be-^ "' welche die S:udieu der Hochschule erst au« treten, den Vorzug genießen. Die Gesuche haben über dies die Angabc zu enthalten, ob der Bewerber bereits im Genusse eines Stipendiums oder irgeud eiucs Be-zuges aus öffeutlicheu Cassen steht, jeuc von angehenden Hochschülern überdies, welchem Fachstudium sie sich zu widmen gedenken, und sind bis längstens 20steu August 1«89 bei der k. k. General-Direction drr Allerhöchsten Fonds (l. k. Hofburg) einznreichen. Auf später anlangende nnd uicht gshörig belegte Gesuche wird leine Rücksicht genommen werden. Arbeitseinstellungen. Zu deu bemcrkeuswertesten Ereignissen der Gegenwart gehört d;e übergroße Menge von Arbeilseinstel lungcn. w lchc in den verschiedeuaitigsten Gegenden ansgebrochen sind und an zahllosen Stellen den natio-ualeu Productiouspro^ss uuterbinden. Bergbau, Iudu-strie, Transportgewerbe - keiuer dieser großen Schaf, feuszweige der Völker ist davou verschont geblieben, uud gleichsam, als ob die Nnhe dauernd uicht wieder hergestellt werdeu suNte, war die Beendigung des einen Streits regelmäßig begleitet vou dem Ausbruche irgend eiues ueueu. Während beispielsweise sich die Wogen in Brülln zll glätten beginnen, nimmt die Bewegung in den steierische.! Moutanbrzirken einen immer bedroh« lichcren Charakter au. Diese Erscheinungen regen zu ernstem Nachdenken an. Es bedarf nicht erst der lebendigen Schilderung durch die Feder eines Zola, nicht langer Berechnungen nnd Deductiunen der Volkswirte und Statistiker, damit man erfasse, wie viel Elend, wie viel Sorgen und Kümmeluisse durch jeneu Zustand offener Fehde zwischen Capital und Arbeit entstehen; eine n»r geringe Ver« trülltheit mit den Lebensverhältnissen der arbeitenden Classen g nügt, um ernussen zu lassen, wie hatt viele Familien durch die pMliche Verdicnstlosigknt in so weiten Kreisen betroffen werden. Daneben ist der sonstigen Wirkungen nicht zu vergessen. Unsere Industrie arbeitt in wachsendem Maße mit ausgedehnten stehen-den Capitalien; eine Betriebsunterbrechung bedingt somit einen vermehrten Zinsenverlust. Mit dem Feier» des eine» Etablissements ist wohl auch der Stillstand eines anderen oder die Verminderung des Absatzes für viele andere verbuudeu; selbst ins alltägliche Leben großer Kreise greift der Ausstand oft in unliebsamer Weise ein. Einem Uebel abhelfen zu wollen, verlangt aber vor allem einen klaren Einblick in seine Ent-stehungsbedingungeu. in sein W>sen. Leider ist jedoch die statistische Erfassung der Arbeitscinstellnngen eine noch sehr ungeniigendc und lückenhafte, und wir besitzen daher dieses wichtige Hilfsmittel für die Erkenntuis der socialen Zustäude «»betreff unseres Gegenstandes nur in einer sehr unvollkommenen Gestalt. Immerhin können wir auch jetzt schon manche sehr lehrreiche Wahrneh-mungcu daraus schöpfen; namentlich sehen wir, dass verhältnismäßig ein nur lleiuer Theil der Arbeite-einstellunge» die Arbeiter zur Erreichuug ihrer Wünsche führt, dass dagegen ganz ungeheure Summen durch die Arbeitsunterbrechungen verlorengehen. Von 351 Streiks beispielsweise, die ein englischer Statistiker unter den 1870 bis 1879 in England ge^ zählten 2352 Arbeitseinstellungen anf ihren Ausgang hin zu untersuchen in der Lage war, endeten nur 71 willlich zu Gunsten der Arbeiter; 91 führten zu einem Vergleich, der Rest fiel zu Gunsten der Unternehmer aus. Etwas günstiger stellt sich das Verhältnis nach dem über Amerika vorhandenen Material, dem bisher wichtigsten, das wir in unserer Frage besitzen. Neue-stens hat dieses eine höchst wertvolle Ergänzung durch eine eilf Jahre (1874 bis 1885) umfassende Erhebung in Frankreich gefunden, welche auf eim'r riugcheuden Berichterstattung der Präfecten an das Handrlsmini« sterium beruht. Im ganzen konnten fast tausend Nrbeit«-einstellungeu ihrem Verlaufe nach analysiert werden. In 27 Procent der beobachteten Fälle erreichten die Arbeiter die Befriedigung ihrer Wünsche, 16 Proceut führte» zu wechselseitigen Concessionen, in 57 Proceut war das Resultat für sie ein ungünstiges, sei es, indem die Streikenden die Arbeit zu den alten Bedingungen wieder aufnehmen mufsten, sei rs, indem sie durch andere Arbeiter erseht wurden. Nach eiuer allerdings an Uugenauigkeiteu leidenden Berechnung stellt sich der Lohnentgaug im Durchschuitt bei eiuem Aus» staube auf 30.3(1(1 Fraucs odxr per Kopf gerechnet auf ungefähr 100 Francs. Alle diese Zahlen legen unzweideutig dar, von welch prelärcm unmittelbare» Vortheil der Streik für die Betheiligteu ist. Der Ausgang stellt sich für die Arbeiter vorwiegend als ein ungünstiger dar. und hin« sichtlich der übrigm Arbeitseinstellungeu ist d.r Zweifel nicht abznweifen, dafs der Erfolg oftmals die auf- Feuilleton. Robert Hamerling. chlim?.^/'""" Jahrzehnte lanqen. sich stetig vn-^ '"nernden Leiden hat Hamerling die Augen ge-W? '"^ ^"k seiner jüngste» Kuudgebungcn war. Ey >., , '"cht wolle zu den Pessimisten gezählt werden, bette ." ^1M geschaffen hatte, noch auf dem Todten-M«ioiN"e " sich. dass sein letztes Mrk, e.u lverde '^' "'^ "ls Torso zu verbleiben haben Glii^/ gesellschaftliche Geltuug. kein absonderliches a», km m ' ^'" erfolggekröntes Streberthum haftet ^kl, ?v^?"""' ^l gleichwohl eiucu echten, vollwich-eille >m bedeutet' uud dauach angethan ist. für HwerU,?"^'" 6".luuft seinen Klang' zu blhaupt.u. »!,b h«/ U. lebte wie eiu Eiusiedler. eiu Souderlinq. Wvirlt «l« c ""b nachhaltiger auf die Welt eiu< den, Ay«. '" mauchrs Weltlmd. welches immer ans Eieb dn/" 5" schüpfcn vermciut uud uns in seinem H^) nichts Rechtes darzubieten vermag, "ahn, 5,'^ "nd jenem geschichtlichen Zwielichte cnt-selbe» ^..'""lmg Wne Stoffe, aber er wusste den in qeben "' ^^'^' "" Gepräge nnd eine Deutnng ""d ^.' .""^ch welche sie in der Schätzuug der feiuercu ."b ,lnd ?"!""' ^^^ de" vou anderer Seile fo frisch. "'" den w^ ^rauilgegrisf.nen Fahrten uud Alieu-2^'u « , '""raug abliefe,,, so dass sie dastehen wie ^' da ? '^^'' vilim-nn ^>,p,'<>««i.. I'i einer ^' 'st dps^b" Stilwandlllng ius Realistische voll ^licbl>„ ^beal.st Hamerling aufrecht uud sieghaft Was grht aus diesen merkwürdigen Umständeu und Gegensätzen hervor? Für Hamerliug. dass srine Begabung echt und groß, sriu Slrebcu uud Schaff.,« ernst, lauter und rastlos, uud dass sein Ausehcu. seine Geltung natürliches Wachsthum uud ehrliches Ver-dieust war. Hiusichtlich der zcitgeuöjsischen Gcistrsströ. muug lässt sich aber aus obigen Bcmerkungcu folgern, dass die große Literatur uoch lange nicht ausgespielt Hal, souderu noch immer durch einen wahrhaft Berufenen, Große», nem'r Erfolge sicher scm darf; dass es um die ausschließliche Herrschaft des neuen Stills uoch gute Wege hat; dass die Güte der Leistuug uud uicht ihr äußeres Klrid deu Ausschlag gibt. und dass uusere Empfänglichkeit, unser Verständnis weit genug ist, „ns he,ite im Bereiche des Wirklichen zu bewegen uud morgen eiue gedaukliche Höhe zu erklimmen. Hamerling häugt mit der großen deutschen Literatur nicht nur zusammen, sondern ist ein unmittcl-ban-r Ausläufer der classischen Dichtkuust; ein Aus-läufer, der sich nicht zahm in die Ebene verflacht, son-dcrn ein ansehnliches, eine beträchtliche Weite beherrschendes Cap bildet. Da wir, wnm von unserer classi« sch-n Literatur die Rede ist. zu Goethe und Schiller als zu deu höchsten Gipfeln aufblickn, und was nahe oder ferner mit aufragt, an diesen beiden messen, so will nns ^dünken, dass Hamrrling mehr nach Schiller als nach Goethe a/artet sei. D>e 'gedankliche Anschauung uud Zuschärfuug der Diuge; die Aubpräguug des Perjöulicheu zu Gestalten, die mehr bedeuten als killen nnd üben; der rednerische Fluss nnd Schwung der Darstellung; das lchhaftc Colorit bci schwanken Umrissen; in dcu geschilderte,, Leidenschaften weuiqer elcmautares Wallen als durch Misoimemeuts gestci gerles Gelüste; die Vorliebe für das Abspiele,, des Vorganges im Mittelgrunde und für das Schanen aus einiger Ferue: dicfe und ähnliche Züge lassen sich unschwer dem Hamerling'schen Kunstschaffen entnehmen, und sie sind theils dem idealistischen Stile überhaupt eigeu, theils rrinnern sie aufsallenderweise an Schiller-sches Vorgehen, während sie von der objectiv-geruhigen, plastischen Darstellungsart Goethe's weit abliegen. Und wenn wir so Hamerlinq als unsern zeitgenössischen Schiller betrachten dürfen, was hat er Besonderes dann, was ist ihm eigenthümlich? Es ist dies seine Reflexions'Epik und diejenigen modernen Ideen, denen dieselbe zum Ausdrucke dient. Mit diesem Gc-dantVugehalte s'ines epischen Sanges gehört er uns an, wirkte er auf unsere Zeit und wurde er von ihr verstanden. Em bloßer Nachahmer unserer classischen Dichter hätte sich di,sen nicht bloß in formellen Din-gen, sondern auch, was Vorstellungsart und Ideen» uor,ath anbelangt, völlig g< fangen a/geben. Diese unerquickliche und überflüssige Rolle sagte uuscrem Hamcrlmg leiueswegs zu; er wollte vielmehr, ein classischer Dichter der Gesittuung und dem Wesen nach. so selbstständig und befruchtend in seinrr Zeit stehen wie jene in ihrer gestanden sind; er wurde zu eiu'M geru vernommenen und hoch angesehene» modernen Dichter, wie ja auch Schiller. Goethe u. s. w. iu ihre» Tagen di> gefeiertsten Modernen waren. Nur wcnn wir auf dich Art scharf auscinandcrhalten, dass Hamcrliug der Bilduug uud Gesiunuug nach zu den Classikern zählt, nach' den empfangenen Anreguugen nud uach den Zi'len femes Schaffens aber eiueu mo-dcrneu Künstler abgeben wollte. m,r danu brgreisen wir. dass und warm» u,a>, ihu so gern mit N. Wagner uud mit Makart zusamnieu nauute, wie nicht minder, 'dass sein l.tztes großes Werk, der «homunculus». das» ^aidachcl Zeitung Nr. INA. 1402 19. Juli IM- gewendeten Kosten nicht lohnt. Ebenso ist umgekehrt nicht darauf z» vergessen, dass oft auch den Arbeitgebern der Widerstand theurer zu stehen kam, als die Erfüllung der ursprünglichen Wünsche. Vielleicht drängt sich angesichts dieser Erwägungen manchem die Frage auf: wozu denn dann dies alles, warum keine Einigung, wcuu beide Theile durch den Kriegszustand verlieren? Diese Frage, so berechtigt sie an sich auch ist, zeugt gleichwohl davon, dass die eigentliche Bedeutung des Streiks — und, wenn man will, auch seines Gegenstückes, der Aussperrung — nicht vollauf gewürdigt wird. Ein Staat, der die Opfer eines Krieges um jeden Preis scheuen würde, müsste schließlich dazu gelangen, seine Interessen vollkommen preiszugeben; ein anderer hingegen, der nöthigenfalls zum Aeußersteu entschlossen ist^ wird seine Rechte vielleicht bei hnndert Gelegenheiten wahren, ohne das Schwert ziehen zu müssen — man mnss eben nnr wissen, dass er gegebenenfalls aus seinem Worte auch Ernst zu machen bereit ist. Deshalb sind anch jene vereinzelten Stimmen, die eine Rückbildung der freiheitlichen Institntion des Coalitionsrechtes befürworten, nicht weiter zu beachten; ihr Rath würde nicht bloß dazu führen, die vielleicht jür beide Theile verderblichen Streiks abzuschneiden, sondern er würde den Arbeiter im Gebranche eines wichtigen Hilfsmittels beeinträchtigen, das er besitzt, um seine Ansprüche und Wünsche geltend zn machen. Das kaun niemand ernsthaft wollen. Die Abhilfe mnss auf anderen Wegen gesucht werden. Sie besteht insbesondere darin, dass beide Theile lernen, aus der bit« teren Erfahrung die Nuhamvcudnng zu ziehen. Unser Zeitalter spricht ohnehin viel von den Pflichten der Arbeitgeber; man wird gerade bei unserer Frage an diese denken müssen. Mit der wachsenden Intelligenz und Aufklärung wird der Arbeiterstand naturgemäß selbstbcwusster und unterwirft sich weniger der Autorität. Dieses Selbstbewusstsein nicht ungebürlich zu verletzen, in dem Arbeiterstand den freien berechtigten Mitcon-trahenten anzuerkennen, die Autorität zu festigen durch Bethätigung humauer Sorgfalt für das geistige und physische Gedeihen der Untergebenen, dies alles verdient heutzutage eine steigende Beachtung. Die Arbeiter selbst werden ihrerseits aus der Erfahrung lernen, welch zweischneidige Waffe die ArbeilsemsteUuug ist, sie werden erkennen, dass auch hier der magere Vergleich besser ist als der fette Process, dass eine zu hoch gcspaunte, in der Conjunctur nicht hinlänglich begründete Forderung znnächst denjenigen trisft, der sie erhebt, nicht aber jenen, gegen den sie erhoben wird. Dass alle diese Erwartungen kein leerer Optimismus sind, zeigt uns insbesondere das Beispiel Englands, wo jene Gewerkvereine, welche die erbittertsten Kämpfe geführt hatten, allmählich sich in die friedfertigsten umwandelten, wo so häufig sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer als gleichberechtigte Parteien zusam» menfinden, um über die Geschäftslage zu berathen, sowie über die Möglichkeit, welchen Wünschen der Arbeiter entsprochen werden könnte, und sich wohl auch dem Spruche eines Unparteiischen unterwerfen. Daun entscheidet eben nicht die Erbitterung, nicht das aufreizende Wort eines Agitators, nicht das falsche Ehrgefühl, welches nicht gestattet, von eincr einmal erhobenen Forderung wieder zurückzutreten, sondern die nüchterne Erwägung, die Äedachtnahme auf die vor? gebrachten wechselseitigen Argumente. In diesem Sinne erscheint auch die gegenwärtige Streilpcriodc nicht als ein gänzlich vergebliches Opfer, vielmehr als eine Lehrzeit, die Kosten erfordert, wie jedes Lernen. Soferne aber die bctheili^en Kreise die richtige Erkenntnis daraus abzuleiten wissen, wird sie bedent-sam beitrageu zur Pflege aller jener Institutionen, welche geeignet siud, aufkeimende Differcuzen im Entstehen zu ersticken. Gerade die gegenwärtige Häufung der Streiks erleichtert die Beobachtung, macht die Er-fahruug eindringlicher. Wir wollen nur wünschen, dass diese Lehrzeit sich nicht mehr allzu in die Länge zi'he, ob.zwar leider noch nicht viel Symptome für die baldige Erfüllung dieses Wunsches vorhanden sind. ____ Politische Nelwrllcht. (Parlamentarisches.) In den Blatten» war kürzlich die Nachricht verbratet, dass der Termin für die Einberusuug der Landtage bereits fiir die erste Halste des Monats September festgesetzt sei. Der «CM. dementiert nun entschiede» diese Meldung. Namentlich versichert das genannte Blatt, dass der galizische Landtag vor October nicht zusammentreten werde. Da der galizische Landtag in diesem Jahre ein ziemlich langes Pensum zu erledigen hat. so dürste, falls sich die Meldung des Krakauer Blattes bestätigt, der Reichbrath kaum vor Mitte November seine Thätigkeit aufnehmen können. (Zur Lohnbewegung in Stciermark.) Iu Köflach wurden Zettel vorgefunden, welche die Drohung enthielten, dass- jeder anfahrende Arbeiter er« schlag.,,'wird. Das Militär erhielt den Auftrag, größere Ansammlnngen unbedingt zu zerstreuen. Im Ober» dorfer Schachte mussten vorgestern zur Verrichtung der nothwendigen Pumparbeiten fünf Arbei'cr förmlich eingeschmuggelt werden. Alle Werke sind gefährdet, weun die Pllmparbeitcn eingestellt bleiben. (Die juugczechi scheu Führer) können sich au ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen nicht so recht aus vollem Herzen erfreuen; sie werden ihnen durch mancherlei unliebsame Zwischcufälle vergällt. Die Ablehuung des den Altczechen angebotenen Compro-nlisscs, die Coustaticruug, dass einer von den neu-gewählten iungczechischm Volksbeglückern sich des wenig schmeichelhaften Rufes erfreut, der Gilde der Analphabeten anzugehören — das sind recht unauge-nehme Dinge, welche die Freude au dem Wahlsiege erheblich herabstimmen müssen. Dazu kommt noch, dass sich unter den Iungczechen selbst bereits ein Gefühl ängstlichen Misstrauens in die küuftige Haltung und politische Tüchtigkeit der neuen Männer rege gemacht. (Neue Lagerhäuser in Trieft.) Die von der Stadt Trieft zum Zwecke der Beschaffung der Mittel für die Erbauung der neuen Lagerhäuser auszugebenden 11 Millionen Gulden Nominale 4proc. steuerfreier Obligationen wurden von der k. k. priv. österreichischen Creditanstalt für Handel und Gewerbe und der k. k. priu. allgemeinen österreichischen Aoden-Creditanstalt, vorbehaltlich der Genrhmiguug der k. k. Regierung, zum Course von 94'/.^ pCt. übernommen. (Von der italienischen Irredenta.) Eine römische Zuschrift der «Pol. Corr., weist da- rauf hin, dass die angesehensten Organe der ö'ffent< lichen Meinnng in Italieu gegen das Treiben del irredentistischen Radicalen Stellung nehmen und dich Hetzerei mit Rücksicht auf die internationalen Interest Italiens als unpalriotisch bezeichnen. Uebereinstimmend heben diese Organe hervor, dass die irredentistische Vt'< wegnng, wenn auch scheinbar in erster Reihe sscge» Oesterreich-Ungarn und den Dreibund gerichtet, in Wm' lichkeit die Bekämpfung des monarchistischen SO^ in Italien und die republikanische Propaganda z»>" Ziele habe. Jedermann müsse die Thatsache auffallt'», daft die irredentistische Wühlerei sich nur gegen dc» österreichischen Besitzstand richte, während die unter der Herrschaft de« republikanischen Frankreich stehendlN Gebiete von Nizza, Savoyen und Corsica, die dm nach der Theorie der Irrcdentisten sicherlich miudcslrns ebcuso wie Trieft uud Trient für Italien beanspruch' werden müsste», von den Nadicalen nie erwähnt wer/ den. Dieser Umslaud leihe ihrem angeblichen Io''aie von der sogenannten Vervollständignng des italienische Einheitsstaates rimu sehr sonderbaren Chmaller >»>° liefere den Beweis, dass bei der ganzen Wühlerei ww mehr die republikanische, als die nationale Idee d,e treibende Kraft bilde. (Von der serbischen Grenze.) Die von der Comitatsbehörde in Vukovar in Angelegenheit des von den Serben verhafteten Schiffers Kasa entsendete Commission stellte fest, dass die Müllerinsel in del Save bei Naea ungarisches Gebiet ist nnd dass en" flagrante Verletzung der Grenze serbischerscits vorliegt Die Commission coustatiertc au den Armen und "N Gesichte des Schiffers Kasa Verletzungen, welche von Misshandlnngen herrühren. (Process Bon langer.) Dem «Temps» z"' folge wird gegen Bonlangcr eine dreifache Unklage erhoben: wegen Attentates, wegen Meuterei nnd wegen Erpressung. Chiffrierte Depeschen, zu welchen del Schlüssel in der letzten Zeit gefunden wurde, sou^ Beweise des Atteutates liefern.' Es soll ein VlcM gegen das Palais Elysöe vorbereitet gewesen sein, dessen Ausgang Auulanger abgewartet hätte nnd zu welche'" ihm mehrere höhere Officiere ihre Mitwirkung ^ gesagt haben sollen. Die Anklage wegen ErpresM soll sich auf Verträge bezüglich' der Liefernnge» !^ den Staat, insbefondere bezüglich der Lieferungen v^ Kaffee für die Armee und' von Bettstellen für d>e Soldaten beziehen. Der < Temps» spricht noch uM ^ Veruntreuung der Fonds des KricgsmimsteriulNs 1" persönlichen Zwecken. Man weise unter anderew an, die Subscription der Actien des «Cercle milita^' hin, welche Bonlanger für sich behalten haben I."'!' obwohl er dieselben aus den Fonds des KnegsnnlN' stcriums gezahlt hätte. Auch andere gleichartige Th^ fachen würden gegen Voulanger ins Treffen geMs' (Das russische Kaiserpaar) wird ««' der ganzen kaiserliche» Familie Peterhof am 1""" August verlass n, um sich über Kronstadt nach Kope"' 'Hagen zu begeben. Der Anfeuthalt der kaiserlich"' Familie daselbst dürfte sich bis zum 1. October " strecke,,. (Türkei.) Die geplaut gewesene Reise ve» Schach von Persien nach Coustantinopcl zum MsM des Sultans ist allen, Anscheine nach bereits a" gegeben. Als Grund dafür darf angenommen wcrd^ selbe Aufsehen erregte und nicht weniger die Geister beschäftigte als beispielsweise sein «Ahasocr» oder sein «König von Sion» — dass also der Dichter seinen Ruhm und seineu Stern nicht überlebte. Wenn nun Hamerling trotz seines Leidens und des nunmehr auch wissenschaftlich vertieften Weltschmerzes lein Pessimist war, wenn er dem Fortschritte des realistischen Stiles zum Trotze an der classischen Formen» schöuhcit uud «Strenge festhielt, wenn er von der Höhe unserer großen Literatur-Epoche herab ins moderne Oeistesgetriebe warnende, mahnende und zurechtweisende Worte schleuderte, und wenn er grelle, orgiastische Sittenbilder aufrollte, um zu zeigen, dass der Weltgeist heil durch diese Schrecken wandert, ans Brand und Schutt reineres Leben weckt, und dass der Fortschritt, das Glück bei Maß uud Mllde, bei Herzens-wärme und Geistcshöhe zu suchen ist: dann war er ja zeitlebens mehr oder minder ein Prediger in der Wüste? Allerdings — uud welcher große Dichter war es nicht? welcher wollte nicht auch die Welt bessern, weil er sie liebte und für sie schönere Ziele in Sicht hatte? Tröstend und erhebend in unserem Falle ist der Umstand, dass Hamerling nicht auf taube Ohren stieß, sondern eine große Gemeinde fand. trotzdem man uns einzuredeu sucht, dass die Welt sammt uud sonders im Materialismus und im literarischeu Uugeschmacke untergegangen sei. Im Schaffen eines echten Dichters die durchgreifenden Züge wahrzumhmeu, ist nicht sonderlich schwer. Schon in «Venns im Exil» spricht sich der Dichter klar darüber aus. wie er sich das Verhältnis zwischen dem Idealen und dem Materiellen denke; ersteres sollte cbcnsmueuig verneint als letzteres im vorhinein als Abfall nnd Uebel gebrandmartt werden; anzustreben sei die größtmögliche Annäherung ans unerreichbare Ideal. Durch seinen «Germanenzng» hat Hamerling dem jetzigen Geschlechte für ihr Deulschthum eifernder Säuger längst das Beste vorweg geuommen. Aber der Dichter ließ darauf den mehr in Gedanken denn durch Scenen und Gestalten drastischen «Teut» folgen, und da kommt die deutsche Uneinigkeit nnd Zerissenheit übel zum Tanze. Das «Schwaueulied der Romantik» darf uns nicht glauben machen, dass der Dichter je in mondbeglä'nzter Ziubernacht ein richtiger Romantiker war; er ist dies eher noch in dem genial-phantastischen Aufbaue seines «Homunculus». Aber auch hier überragt der Symboliker den Romantiker. Wohl aber stehen die beiden eben gedachten Werke dadurch zueinander in näherer Beziehung, dass im Homunculus das znm Spott, Zorn und zur Satire wird. was im Schwanen-lied wie Elegie und Klage geklungen hat. Starke Zugeständnisse an den Sinnenkitzel finden sich im «Ahasver» und im «König von Siou»: dort das zu Tod gekoste Kind und hier die Nonne, die vom Altar weg in die Orgie gerissen w,rd. Hiebe, liegt die mehrfach behauptete Verwandtschaft des Dichters mit Mcikart offen zutage: Dichter und Künstler gestalteten da der modernen Ueberrcizung zum Danke. Auch der Philologe, der Kenner des classischen Alterthums, schlägt hie und da in den poetischen Schöpfungen vor, uud zwar in einem Grade, welcher der Phantasie des Lesers einen Zwang auflegt. Solch eiu peinlich genaues Prachtstück ist beispielsweise das Schiff der Ngripvina, und in, autiken Künstler- und Liebesromaue -Aspasta^ kommt des gelehrte» Ballastes noch mehr vor. Es hängt das wohl' mit der Vereinst „„„lg zusammen, zu welcher der Dichter m.'hr uud mehr durch sein Leiden verurlheilt war — eine Ver< einsalunng. welche dem persönlichen Wesen Hamerl'"^ allgemach etwas Kleinliches, Aengstlichrs und eine 5" große Empfindlichkeit beimischte. Kranke fürchten )" oft das leiseste freie Lüftchen. So hat der Dichter „ «Homunculus. seinem persönlichen Aerger über dM" und jenen vermeintlichen Tadler oder Unhold L"! gemacht, was sich besser in einigen losen Xenien A Erillparzer'schen Epigrammen hätte abthun lasse". A. großartige Composition ware dann davon unbehelw geblieben. So lese» sich denn auch die «Stationen seH Pilgerfahrt, nicht wie die biographischen Ola" Goethe's und Grillftarzers. Rührend nimmt sich ^ ,n dlescn Stationen aus. mit welcher gläubigen 3'"^, keit der Dichter seinem Genius lauschte, ihm sich U hingab, semen Cult rein hielt und in demselben >'" allerwege hütete, zum Niedrigen oder Unbedeutend herabzusinken. ' Ein vorzüglicher Prosaist, hat Hamerling in "' Schriften, welche er stolz-bescheiden «Prosa» neM".". Erste das Feuilletou als kleines Kunstwerk gewiilU und erscheint er als Vorkämpfer für die jetzigen ^ strebnugen, der deutschen Sprache wieder zu '^ Würde, ihrem Adel zu verhelfen. ..,c Hamerlings Lyrik verdiente eine ganz besoNH, Anszeichnnng; sie ist eigen, tief, sinnig, neu «n H, der» nnd Wendungen und von oft bestrickendem A!!„ klänge; sie allein reichte aus, seinem Nameu «"' ' nud Ruhn, zu sichern. ^c Hamcrling hat Noseggcr und andere j""^! Talente edel gefördert. Sei» betagtes Mütterle"' ^, ihn, die Auge» zugedrückt. Der wackeren Frau ''^es einziges Kind, ihr großer Sohn entrissen - was" eiu Multerherz zu ertragen hat! ^^ l'ailxlcher »jeltuny Ne. I Zuli lij«^. dass die Lösung gewisser Etitettefragen kaum zu be-'elt'geilden Hindernissen begegne. (Vom Congo.) Die Meldungen von dem oberen k°n

"en Beitrag von 200 fl. zu spenden gernht. „ ^ (Zur Reise des deutschen Kaisers.) «us Nodöe, IN, Juli, wird telegraphisch gemeldet: Am " d. M. vormittags erfolgte die Abfahrt der «hohen« Mern» von Drontheim und um halb 12 Uhr nachts °kl Tageshelle die Begegnung mit einem vom Nordcap lommendcn Dampfer, der zwei Salutschüsse löste. Der «lnser befaud sich beim besten Wohlsein am Deck und vanlte fllr die Hurrah-Rufe. Am 10. d. M. 10 Uhr mor-Lens, wurde bei spiegelglatter Sce und unvergleichlichem fetter, 14'/.^ Grad Reaumur, der Polarkreis passiert, ^e Änlunft in Vodöe erfolgte um 3 Uhr und nach einer stunde die Weiterfahrt nach Tromsoe. . —-(Der mysteriöse Lottogewinn.) In °" Affaire des 480,000 Gulden - Gewinners Melchior «arlas ist eine senfationelle Wendung eingetreten. Laut ^elegrammen wurden Melchior Fartas und die Lotto-"amten Pilspöly und Szobotits auf Grund gra. lerender Verdachtsmomente vom Temesvarer Unter« Mungsrichter vorgestern in Haft genommen. Die in der ^Parcasse-Ubtheilung der Vudavester Comuierzialbank von Alrlas von seinem Lottogewinste hinterlegten 200.000 Gulden wurden behördlich mit Beschlag belegt. — Die 'wudapester Correspondent meldet: Die bisherige sorg« 'We Untersuchung hat fast als sicher festgestellt, dass der große "ttogewinn Farlas' durch einen raffiniert vorbereiteten Vn k ^^'^^ worden. Der zur Ziehung eingeschmuggelte «ade soll Farlas' eigener Sohn gewesen sein. Farlas trug l dem Untersuchungsrichter sehr große Zuversicht zur 2«u. Nach dem Verhör stellte Farlas in nach. ^.Mm Tone die Frage, ob es ihm nun gestattet sei, ^ zu entfernen. Der Unterfuchungsrichter zögerte c> en Moment, dann sprach er: «Ich bedauere, Herr lnllss ' die Untersuchungshaft über Sie verhängen zu stol '' ^""" Moment schien es, als ob die bisher lz bewahrte Znversicht den Mann verliehe. Einen ^ Anblick beugte sich die elegante Gestalt nach vorwärts, er ^ U'vven Farlas' zuckte es krampfhaft, dann sprach ick '^" Tones: «Thun Sie, was Ihnen gut dünlt, Der n^ ^ Berufung ein gegen den Haftbefchluss.» dem ^ ^^uchungsrichter klingelte und übergab Farlas "Gefängnis-Inspector mit den Worten: «Herr Farlas, hast ? ^^^"' Augenblicke bei Ihnen in Untersuchung«' »ele 3arlas wurde sodann in die im ersten Stocke ^"^sogenannte gelle für intelligente Gefangene, ein dilsteres Zimmerchen mit starl vergitterten Fenstern, abgeführt. — Ueber die Perfon des Gewinners Melchior Farlas melden ungarische Vlättcr: Farlas ist in O-Becse geboren nnd dürfte etwa 45, Jahre alt sein. Farlas besitzt in Draucz im Araber Comitate 600 Joch Feld, nnd sein Gut repräsentiert einen hübschen Wert. Er stammt aus alter ungarifcher Familie, hat an der Universität studiert und die Advocatcn«Prüfung gemacht. Er war in Werfchetz als Advocat thätig, kam dann nach Arad, wo er städtischer Beamter wurde und auch die Tochter eines angesehenen Advocate» heiratete. Familien-Angelcgenheilcn waren die Ursache, dass er Arad verließ und getrennt von seiner Frau lebte. Als seine Gattin starb, nahm er die Kinder zu sich, und seit zwei Jahren lebt Farlas in Bndapcst. Er bewohnt rine Wohnung in einem der vornehmsten Viertel der Hauptstadt und lässt seinen Kindern die beste Erziehung angedcihcn. Auch wird erzählt, dass Herr Farlas stets in der llcinen Lotterie und oft mit Glück spielte. Vor Jahren soll er llO.oao fl, in der Lotterie gewonnen und seither in jeder Ziehung mitgespielt haben. Er sehte sehr hohe Beträge nnd versicherte oft, dass er ein System habe, nach welchem man gewinnen müsse. Von dem Gewinne hat Farlas 200.000 si. bei der Commercialbank in Budapest placiert; über die restliche Summe von 248.000 st. ist nichts Authentisches bekannt, doch hat Farkas selbst angegeben, dass er mit mehreren Genossen spielte. — (Nach Ost «Afrika.) Capitän I. Hansen, welcher zwei Jahre die Dampf-Üustyacht des Schach von Persien führte, ist am 13. d. M. in Begleitung von fünf Ingenieuren von Hamburg „ach Ost'Afrila abgereist, um dafelbst in den Dienst der Wißmann'schen Flotte ein« zutreten. — (Erdbeeren auf einem Thür me.) Dass Erdbeeren auf steilen Nergabhängen wachsen, ist gar nichts Seltenes; wohl aber ist es bis dahin noch nie entdeckt worden, dass solche auf einem Kirchthurme in der Nähe der Glocken wachsen und gedeihen konnten, wie dies thatsächlich in Gsteia. bei Interlaken der Fall ist. Ein etwa zwanzigjähriges Mädchen sah letzthin zufällig, als es oben auf dem Thurme neben den Glocken hmausschaute, in einer Nische der Mauer kleine reife Erdbeeren und tonnte dieselben pflücken. Der Samen dieser Erdbeeren ist wahrscheinlich durch Vögel, vielleicht auch durch den Wind zum Thurme hinausbefördert worden. — (Neuer Hochaltar.) In der Domlirche zu Marburg wurde der alle Hochaltar abgetragen, und wird mit der Aufstellung des neuen, aus Kosten des hochseligen Fürstbischofes hergestellten, begonnen werden. — (Folgen des Gähnens.) Ein Fräulein, welches zu starl gegähnt hatte, so dass ihr der Mund weit offen stehen blieb, wurde jüngst im Berliner klinischen Hörsaal Bergmanns oorlun pulilioo schnell geheilt. Dr. Vramaun packte den ausgerenkten Untertiefer mit einem vorgeschriebenen Griff, es gab einen Ruck, einen Schrei und unter allgemeiner Heiterkeit verließ das Fräulein den Hörsaal, will sich aber ihr Lebelang hüten, den Mund zu weit aufzumachen. — (Denlmal für Robert Hamerling. Der Nusschuss des Grazer Schriftstellervereines «Eoncor« dia» beschloss, die Errichtung eines Hamerling'Denlmals in Graz anzuregen. Die Bildung eines Comitös zu diesem Zwecke wird vorbereitet. — (Zimmerpflanzen von Ungeziefer zu befreien.) Als wirlsames Mittel, Blatt- und Schildläuse an Pflanzen und Blättern zu vertilgen, hat sich lauwarmes Seifenwasser bewährt. Das Verfahren ist öfter, wo möglich alle vierzehn Tage, zu wiederholen. Nach der Anwendung sind die Pflanzen, respective Blätter, mit lauem reinen Wasser (ohne Seife) abzuwaschen, auch nehme man darauf Bedacht, dafs kein Seifenwasser in die Topferdc eindringt. — (Vom Eiffel - Thurme.) Im Eiffel-Thurme gibt es auf der ersten Plattform vier Restaurants. Für eines derselben, das Restaurant Bröbant, beträgt die wöchentliche Miete 10.000 Francs. Dafür muss aber auch, wer sich den Luxus eines separierten Cabinctes gönnen will, dasselbe angeblich vierzehn Tage im vor» hinein um den Preis von 150 Francs bestellen und sich gefasst machen, dass ihm für da«, was er aus Küche und Keller bezogen, zum Schlüsse eine Rechnung von 300 bis 800 Francs präsentiert wird. So melden französische Blätter. — (Ein Mord wegen fünf Gulden.) Aus Czernowih wird telegraphiert: In der Ortschaft Torali wurde der Gemcindrvorstand Nilola Tural bei Vor-nähme einer Pfändung für rückständige Gemeindesteuern im Betrage von fünf Gulden von dem Schuldner Juri Turat und dessen Sohn Matej durch Schläge mit Holzpfählen niedergemacht und massacriert. Der Ermordete und die Mörder standen in nahem verwandtschaftlichen Verhältnisse; letztere stellten sich selbst dem Bezirks« gerichte. — (Eine neue Spielbank.) Ein amerikanisches Consortium hat der Stadt Belgrad die Summe von 8 Millionen Francs vorzuschießen versprochen, wenn man ihm die Concession zur Errichtung einer Spielbanl in dem idyllischen Parke von Topschidcr (ü Kilometer von Belgrad) ertheilt. Prachtvolle Hotels und Villen über« nimmt die Gesellschaft aus eigene Kosten zu bauen, und die Stadt, der keinerlei Verpflichtungen erwachsen, soll mit einem Drittel am Gewinne betheiligl sein. — - (Ein australischer Krösus.) In Sydney starb diesertags, 64 Jahre alt, einer der reichsten Männer Australiens, I. B. Watson. Ihm gehörte die Äendigo Goldgrube und andere Goldminen. Sein hinterlassenes Vermögen wird auf 40,000.000 Pfd. St. gefchäht. Watson war aus Paisley, Schottland, gebürtig. — (Ertrunken) ist vor einigen Tagen in Te-) pina bei Gonobitz ein vierjähriges Mädchen, welches in den Oplonihbach gesallen war. Die verunglückte Kleine war Pflegekind der Grundbesitzerin Marie Einfalt, welche es, wie man sagt, an der erforderlichen Aufficht hatte fehlen lassen. — (Schlangen und wilde Thiere.) Durch Schlangenbisse fanden in den nordwestlichen Provinzen Indiens im vorigen Jahre li000 Personen ihren Tod. In Madras wurden 10,096 Rinder durch wilde Thiere gelobtet, und der Verlust an Menschenleben durch Schlangen und wilde Thiere beziffert sich auf 1642. — (Zu guter Letzt.) Empfindlich. Die Gräfin« Mutter (im Hotelsalon zu ihrer Tochter): «Livia, wie lannst du dich in diesem Hotelspiegel besehen, wer weiß, wer da schon alles hineingeguckt hat!» Kur Sonnenwende. «me Hochlandsgcschichte uou I. E. Maurer. (Schluss.) sie c, .l"l. hallte Rests Stimme an sein Ohr, und '" >l°N m seine Arme. auf .',"vrt, fort!» mahnte er, indem er einen Kuss bar!, ^'pp"' brückte. «Die Augenblicke sind lust- aus 5,^, ^ch" Worten hob er sie auf nnd trug sie «uz gelben Weg, den er gekommen, mit Windeseile M« Haus. Das Mädchen war gerettet, auf die ^ "^ erste Morgenroth über das Stancrjoch Wehr d' ^^o." hereinschimmerte, beleuchtete es nur verkühlt ^"cheM Brandstätte, aus welcher zwischen ^Porra^ ""^ glimmenden Balken einige Mauern traurig ^chlben stand der alte Pfandler, den Vlick einiqeV^s ^^^' gesenkt, während der Knecht und "«hrn , luarn die geborgenen Fahrnisse nach einem vlslril'., ^"l gchörigm Verghans, die Pfandlcr dc„, Hl??".""t. hinausschafften. Diese sollte vorläufig die erstri, ll- l" als Zuflucht dienen. Nesl hatte filr einer N«^"^' bis sie sich erholt haben würde, bei Iud? 5'" Sch"K und Unterstand gefunden. Hlline l,„. - l ^""cr so dastand nnd in die rauchende ^ann ^'«'wrtr. kam vom Sccgestade herauf ein alter 3^ne' «sl ueberführer Franzl. zn ihm mit einer herze,, h^ °" "' eine wichtige Mittheilung ans den, ^zu^n^ " denselben an. «ich habe "'' vlira.« t"'idwlsen "" M'ites Unglück zu mel< "'Nst. V"Hl' dass du es ein Unglück nennen ^i tudt'/'" VM". wr Mathias, ist wahrschein- " ^'geredete sah ihn nnglänbig an. «Tobt?» wiederholte er. «Ja. hör nur.» fuhr Franzl fort. «Ich bin heut in der Nacht erst spät von einer Uebcrfuhr nach Haus gekommen und wollt mich eben niederlegen, da gewahr ich anf einmal am Verg hin eine Nöthe, nnd wie ich znm Fenster hinansschan, brennt dein Haus lichterloh auf. Schnell will ich fort. aber noch habe ich nicht die Thür hinter mir geschlossen, da hör ich in meinem Schifferschuppen, der rückwärts in den See hinein-gebant ist. als ob jemand cins von den dort angebundenen Fahrzeugen losmachen wollte, und gleich darauf rudert ein Mann ohne Hut und in Hemdärmeln, was er nur immer kann. hurtig in den See hinaus. Ich hab ihn sogleich erkannt; es ist der Mathias gewesen. Halt/ rief' ich ihn an. ,halt!' Er aber. anstatt mir Gehör zn schenken, steuert aus Leibeskräften daranf los. nnt fo schnell als möglich zn entkommen. Jetzt bin ich anch nicht fanl, spring gleich ins andere Schiff nnd fahr ihm nach. So jagen wir eine gute Strecke im Mondschein über das Wasser dahin, er voran, ich etwa zwanzig bis dreißig Klafter hinter ihm drein. Endlich sind wir mitten anf dem See. Der Mathias nimmt alle Kraft zusammen, nnd im Rudern vorüber, qebengt. führt er schnurgradc in den Nebel hinein, der über der Wasserfläche aufsteigt; zu gleicher Zeit legt sich rine Wolke vor den Mund nnd wirft ihren Schatten anf nns beide. In diesem Augenblick hör ich vor mir einen Schrei nnd gleich daranf ein lnrzcs Plä't. schern, dann ist alles wieder still. Ich hol aus. was ich kann. mn zur Stelle zn lommmen. seh aber vom Mathias weder Lanb noch Staub mehr. Nur die Wellen kräuseln noch unruhig die dunkle Wasserfläche, nnd mein Schifflein, mit dem er davongefahren, treibt nmgestürzl anf dem See. Anch sonst hat niemand mehr etwas von ihm gesehen; nur heut gegen Morgen haben einige Leute dort drunten bei den Tannen einen Hut und eine schlechte Joppe gefunden, die wahrscheinlich deinem Vetter gehört haben.» Der alte Ueberführer fchwieg. «Den hat unser Herrgott gerichtet,» sagte der Baner nach einer Pause, 'mög er ihm gnädig gewesen sein! Hab ich doch von Anfang an nie daran gezweifelt; er ist der Mordbrenner. Besser so. er ist ertrun-ken, als wenn er im Zuchthaus oder am Galgen sein Leben geendet hätte!» Nach drei Tagen spülten die Wellen dcs Achen« sees nahe bei dem Dörflein Eben die Leiche des Mathias ans Ufer. Pfandler trug dem Todten keine Rache nach und ließ ihn auf dem Friedhof zu Eben nach christlichem Brauch, jedoch in aller Stille, beerdigen. Er selbst war dabei. Resl fiihlte sich infolge der «verstandenen Todesangst nnd des Schreckens noch zu angegriffen, als dass sie den Vater hätte begleiten können. Nach dem Begräbnis ruderte der Klosterfischer den Alten in die Pertisau zurück. Pfandler hatte keine Umstände gemacht, als Toni sich ihm antrug, ihn überzusetzen. Eine Weile saßen beide ineinander schweigend im Nachen gegenüber, dann aber hielt der Bauer nicht länger an sich. 'schen Projects glücklich vermieden worden seien und hält die Anlage zweier Probesäle für die deutschen und slovenischen Vorstellungen nothwendig, wie selbe im Hräsl^'schen Projecte durchgeführt erscheint. Herr Duff <5 beantragte eine vorhergängige Prüfung der Pläne durch ein eigenes Comiti von sechs Sachverständigen, und zwar in bau« und bühnentechnischer, praktischer, esthetischer und finanzieller Richtung. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Der Herr Landeshauptmann ersuchte hierauf, dass die Herren, wenn die Arbeit des Subcomites fertig ist, sich über erfolgte neuerliche Einladung wieder verfammeln. Herr Hräslx verlas dann ein Verzeichnis jener Vaubestandtheile, auf welche im Walter'schcn Projecte nicht Rücksicht genommen worden, worauf die Sitzung geschloffen wurde. — (Literarisches.) In der jüngsten Sitzung der philosophisch'historischen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien legte das wirkliche Mitglied Se. Excellenz Herr Dr. Franz Ritter von Millosich eine für die Denkfchriften bestimmte Abhandlung: «Die Darstellung im slavifchen Volksepos» vor. — (In O b e r l a i b a ch) wurde gestern der dortige Handelsmann Herr Gabriel Ielovsel einstimmig zum Gemeindevorsteher gewählt. — (Maturitätsprüfung.) Die mündliche Maturitätsprüfung am hiesigen l. l. Obergymnasium wurde vom 10. bis inclusive 17. Juli unter dem Vorsitze des Herrn Landes-Schulinspectors Jakob Smolej abgehalten. Es erschienen im ganzen 40 Abiturienten zur Reife» Prüfung, darunter zwei aus der vorjährigen Oclaua. Es erhielten eilf Schüler die Reife mit Auszeichnung, dreien Bist du mit diesem Autrag einverstanden, so komm gleich mit, damit wir heute noch den Handschlag feiern.» Und so geschah es. Als nach einem Jahr wieder der Sonnweudtag kam, stand das Pfandlerhaus in der Pertiöau neu aufgehallt. Zu Eben aber läuteten an jenem Morgen dic Glöcklcin im Thurme zu einer Hochzeitsmesse, und mehrere Schiffe, mit grünem Tannenreisig uud bunten Fahnen geschmückt, glitten schaukelnd über den Achen-sce. In einem derselben sah Pfandler mit zwei Bauern als Trauuugtzzeugen und Resl und Toni als glückliche Brautleute. Diesem fnhr ein etwas größeres Fahrzeug voran, gleichfalls mit flatternden Wimpeln und Tannenkränzen ausstaffiert, daranf waren Musikanten, die lustige Weisen spielten. Franzl machte den Fährmann dabei nnd sang, während Flöten nnd Geigen in den frischen Iunimorgen hinausjubelten, zum Takt der Rnorr- schläge! A Fisäicr beim Wasser, Der angelt manch Jahr Nach an Dirndl von der Alm Mit flachsblondem Haar. Da kommt halt die Sonnwend, Und grün wird die Hüls, Und lilan lacht der Himmel Tief drunt' ans dem See. Nie kommen zusammen Die Berg' und das Thal, Duch's Dirndl von der Alm Und der Fischer einmal. Die Sonnwend, die fiihrt sie Zusamm' beim Altar, Den Fischer und's Dirndl Mit flachsblondem Haar! Schülern wurde eine Wiederholungsprüfung aus je einem Gegenstande nach zwei Monaten bewilligt, drei Schüler wurden auf ein Jahr reprobiert; alle übrigen Abiturienten erhielten das Zeugnis der Reife zum Besuche der Universität. Am 15. und 10. Juli beehrte auch Herr Landespräsident Baron Winkler die Prüfung mit feiner Anwesenheit und sprach sich über die aufliegroden schriftlichen Prüfungsaufgabcn sowie über die mündlichen Leistungen der Abiturienten in belobender Weife a„5, — (Aus der Franz-Iosefstraße) erhalten wir folgende Zuschrift: An die fünfte Woche ist uer-flossen, seitdem in der Franz-Iosefslraße nnd Lattermmms' Hauptallee die tiefen Gräben zur Versenkung der Wlisser-leitungslöhren ansgehoben wurden. Die Röhren selbst sind auch schon gelegt worden, allein seitdem wird alles im «t,atu8 lo belassen; die klafterhohen Erdhaufen erschweren die Passage, und die brunnentiesen Gräben machen sie für Kinder geradezu lebensgefährlich. Wenn der betreffende Unternehmer mit dem Wiederverschütten so saumselig ist, so werden dem Magistrate als Bauvergeber wohl die Mittel zugebotc stehen, ihn zur Erfüllung der übernom. mcneil Verpflichtung zu verhalten, schon ans Rücksicht cmf die Fremden, welche in der gegenwärtigen Jahreszeit iu unserer Stadt sich aufhalten und denen jetzt der schönste und sozusagen einzige Spaziergang, den Laibach bietet, verleidet wird. — (Promotionen.) In der vorigen Woche wurden an der Grazer Universität die Herren Heinrich Spohn aus Adelsberg und Friedrich Sup pan aus Laibach zu Doctoren der Rechte promoviert. — (Verhaftete Arbeiter.) Wie man uns aus Leoben berichtet, wurden von den streikenden Arbeitern bisher 2« Männer und ein Weib verhaftet. Unter den Verhafteten befindet sich ein Mann Namens Johann Venedicic, der schon 31 Jahre in den Seegrabner Kohlengruben befchäftigt ist. Von den übrigen Verhafleten find folgende nach Kram zuständig: Peter Mcduesel, Johann Set ina und Josef König. Das Weib heißt Iofefa Korpa, ist aus Kram und 40 Jahre alt. Sämmtliche wurden in Seegraben verhaftet, weil sie die anderen am Einfahren und cm der Beistellung der Brandwache verhinderten. — (Schadenfeuer.) Während des gestrigen Gewitters schlug der Blitz gegen halb 2 Uhr nachmittags in die mit Getreide gefüllte Harpfe des Besitzers Johann Cerne in Stefansdorf nächst Laibach ein und zündete. Trotz angestrengter Löscharbeiten seitens der Ortsmfassen wurde die Harpfe mitsammt dem Getreide und den darin verwahrten Wirtfchaftsgeräthschaften vollständig eingeäschert. Der Schade soll über 1100 Gulden betragen. — (Ein gefundeuer Schatz) Wie man uns aus St. Marein berichtet, wurde diescrtage in Sagraz ein wertvoller Fund gemacht. Der dortige Besitzer Martin Mehle laufte vom Besitzer Vahoocc eine baufällige Mauer, um selbe zu demolieren und das gewonnene Material zur Beschotterung der Straße zu verwenden. Bei der Demolierung wurde ein irdener, mit alten Silber» münzen gefüllter Krug vorgefunden. Mehle brachte den Schatz nach Laibach nnd verkaufte hier bei einem Goldarbeiter die Münzen um 2 fl, per Stück. Die vorgefundenen Münzen sind wahrscheinlich Venetian« Thaler. — (Die Wippacher Citalnica) begeht im Laufe diefes Jahres das Jubiläum ihres 25jährigen Bestandes. Aus diefem Anlasse findet am kommenden Sonntag dortselbst eine Berathung statt, in welcher Weife das Jubiläum würdig zu feiern wäre. — (Die erste städtische Knabenvolksschule in Laibach) wurde im abgelaufenen Schuljahre von 407 Schülern besucht; hievon wurden 324 zum Aufsteigen in die nächst höhere Classe für reif erklärt, 82 müssen die Classe repetieren, 1 blieb ungeprüft. Der Nationalität nach waren 8 Deutsche, die übrigen Slovenen. Der gewerbliche Vorbereitungscurs zählte in zwei Abtheilungen 118 Schüler. Als Lehrer fungierten an dieser Schule die Herren: Andreas Praprotnit (Schulleiter), Johann Smrelar (Katechet), Joses Travnar, Valentin Kummer, Josef Maier, Johann Velo, Jakob Furl an und Max Iofin. Das neue Schuljahr beginnt am 18. September. Die Schule wird mit Beginn des nächsten Schuljahres iu das neue Gebäude in der F^ldgasse übersiedeln. — (Verhaftung) Wie auZ Grnz telegraphisch berichtet wird, wurde der Lehrer Gregor Polanec in St. Lorenzen an der Dräu infolge einer an den Landes-schulrath gerichteten und von diesem an die Staatsanwaltschaft geleiteten Anzeige wegen Hochverrathes ver haftet und bei demselben eine strenge Hausdurchsuchung vorgenommen. Später verfügte das Kreisgericht Cilli tele-graphifch die EntHaftung Polauecs. - (Im Bade Krapin a-Töplitz) sind bis 7. d. M. 10ll4 Personen zum Curgebrauche eingetroffen, darunter aus Kram: Agnes Marosic und Äpollouia Gertscher aus Sauenstein, Aloisia Strulel und Al. Thaler aus Zirlnitz und F. Graiser aus Laibach. — (Rindvieh-Ausstellungen.) In Veldes und Tressen werden heuer Rindvieh Ausstellungen arrangiert werden. In Veldes findet die Ausstellung am 24sten August statt. Neueste Post. Original-Telegramme der «Üaibacher Ztg.» Wien, 18. Juli. Nach den nunmehrigen Dis< Positionen tritt Kaiser Franz Josef am li). AnM abends mit großem Gefolge von Wien ans die Reise nach Berlin an. Am 11. August vormittags trifft der Kaiser in Dresden ein nnd besucht daselbst den Mug von Sachsen; nm 2 Uhr nachmittags setzt er die Fahrt fort und trifft nm 4 Uhr nachmittags in Berlin ein. wo er ein'n viertägigen Aufenthalt nimmt. Am Me« August vormittags tritt Se. Majestät die Rückreise übel Passml »lld Ischl an. IägMldorf, 1«. Juli. Der heutige behördlich nicht angemeldete Aibciteranfzug wurde dnrch Militär auf< gelüst. Zwei Arbeiter nnd zwei Arbeiterinnen wurden wegen Ucbertretung des Coalitionsgefches gerichtlich verilrtheilt und sofort in Haft genommen. In der Fabrik Flemmichs winde auf Grund des Ausgleichs die Arbeit wieder aufgenommen. Vriinn, 1«. Juli. Der Streik der Textilarbeiter ist nahezu beendet. Alle Fabriken, sechs ausgenommen, sind wieder in vollem Betriebe. Die VetriebseröffniMg anch in den noch feiernden wird für Molltag erwartet. Budapest, 18. Juli. Abg.Tibad wurde zum Staats-Secretär des Innern ernannt. Budapest, 18. Inli. Die geheimnisvolle «Dame >n Schwarz» ist fammt ihrem Knaben schon gestern ulN 4 Uhr nachmittags mit dem Vudapester Zuge in Te-mesvar angelangt, wo sie von dem Polizeichef auf den» Vahnhofe in Empfang genommen und znm Unter/ fuchnngsrichtcr geführt wurde. Der letztere vernahm s'e sogleich nnd nach ihr nochmals den Melchior Farlas. Hierauf erfolgte die Confrontation beider. Gestern vor-mittags hatte Farkas seine Beziehungen zn jener Frau zwar als intime, aber als so flüchtige bezeichnet, dass el nicht einmal ihren Namen wisse. Später gestand er. den Namen zu wissen, doch verbiete ihm die Ritter" Pflicht, denselben zu nennen. Eine Confrontation der Frau mit den Lottobeamten Püspöly und Sznbouics soll heute erfolgen. Nach einer Version, soll die att' a/bliche Frau Kovacs Gouvernante bei den Kinder« des Fartas sein. Paris, 18. Juli. Das Londoner BonlangisteN/ Comiti beschloss. Bonlanger solle auf die Aiillage'durch ein neues Manifest antworten. Belgrad, 18. Juli. König Milan verschob M Abreife von Cunstantinopel alls Montag. Butarcst, 18. Juli. Als heute ein StaalsaMa" in dell Bureaux der städtischen Credilbauk zu Ia^ erschien, um daselbst eine Hansdurchsuchung vorzunehmen feuerte der Director der Bank. Senatsmitglied Gheorglll, eine Pistole gegen sich ab; Gheurgiu starb nach wenige" Allgenblicken. Athen, 18. Inli. Der Erzbischof von Cephalo"'« wurde zum Metropoliten gewählt. Angekommene Fremdr. Am 17. Juli. Hotel Stadt Wien. Dr. de Ones, Aduocat, Wien. — Wm"' Inspector, iiondon. — Schmidhofcr und Scmtchauö, Wie"' — Stich und Wossell, Kaufleute, Wien. — SesanlM »lM" Großkanischa. — Ieian, Krainburg. — Putik. Planina. ^ Martinelli. Vcrzehrungssteuer-Cassier, f. Frau, Trieft. ^, „, Hotel Msant. Knific. Pfarrer, Wippach. — Voltmayer, M official, Trieft. — Friedman« und Mallner, Wien. — Ste'NH Kaufiu., Berlin. — Lencrt, Lichtenwald. — Vera von He" nier, WmdischoFeistrch. Hotel Aaicrischcr Hof. Zablar, Forstwart, Radmanusdorf. ^ Iallic, Weinhändlcr, Schwarzcnbach.__________________-- Lottoziehung vom l7. Juli. Prag: 18 60 53 48 26.___ Volkswirtschaftliches. Graf Waldstciu-Dosc. Vei der am 15. Juli vorgenommene,, Verlosung f"'l .,.s Ha'lPllresfcr mit 20.000 sl. CM. auf Nr. 7!i7!l1, der z'"'. Treffer mit 2000 fl. auf Nr. «7525, der dritte Treff" '',-, 1000 sl. auf Nr. 7124«; ferner a/wanne,, je 5>00sl. die Nr>"^ und NlMi«; je U«1 sl. die Nr. 21800 .'l'.)707 44l>«.'l 4«!iWH, ?.'jl?tt; je 50 sl. die Nr. 20lN :l!)35i7 41l4tt 4!l24« 44A 5)7!1!)0 ?« «4250 »nd !14!14; je 40 sl. dir Ar.-^ !i7n!1 l,5,!0; ll;«40 l»40«<) Witter in, W. erhellend. Nachmittags Neqen, mit »>" Normale. -ljeranl'unlüicho Rldaclsur^ I. Na^l i»!. 1405 Course an der Wiener Börse vom 18. Inli 1889. «°«dem oss,«^ TourM°t.e <»el» War, Ttaats-Auleljtn. ^^"^ittlchc ,^.»,e «n Noten «A UN »4,0 l«Üt//xü, ^...... «<"?<> ^'^ !««n!r "" ^°al«l°!<' , «5« fl, ,33.. l»3 75 l8ll!>^ '' ^" ' 14, 50 '«^er Etaat«w!t . . ,00 ft. ,7^.^!,7» 70 5°/ I,nn, n»^>. ' - b" sl' ,73 20 l?!!?<. ^<""'Mbs, ll ,2« fl, . . ,k«>b<» ,!.,'- 0^^^«^."^"">^ feuerfrei . l«»«b no«.', '""r No!s!,rm»c. ftnirlftn , „'.,7:» «»90 «"antlerte «lstndahn. «lunlovrrschrelbunntn. ^»«^"''' '" «.fis»er!,e< . ,!>3 70 ,24'«,' «"äN'^ "«>'>' <>' Nllber , 1,5 a«. „.'. «. «!! al ,,"7 W""' '" SNber l03 - «.3 l.»> " « «wz Vxdwfi« »<>» st, i!, W ____ ____ HVK"l^.Ma.l . „4 »5 .,4 75 «"»rch^l ^^,, ^,,^ ,^ ^.^ ^ "N z<°".""""/« .... 10" 06 100 2« dt» ^ "b'«»l. I2.>1l, »,W,S, Nt !,<> l,s. »<, dtu' f,l.^l """">' Sll'lf»' . , Mi ,» v> vb. lf,. W?s. ,<«>^is> kl, ""7 «III, ^ ,„!» ss, 0. W, ,4,... ,4, 40 ""» U«/„ «alizische..... 104 — ll»4 »0 !»"/„ mäl,li!che...... l1l»-«5 1l<>?5 5"/« »ran! und »«steülaiw , , — —-------- 5"/.. „K'berösterrcichNche . . . «»« 50 HU 5(' 5."/,, sleirilche...... —-- —'— l>"/>, t»oali!ch>' »>«d llavnuijchs , ll»5 — ION — s>"/<> siebri'biiinische .... U>4 »0 w» 80 5>"/„ lowest Vaoa! , . . . 104 XN l<>5 L» l>"/n »»onrischr...... «<»< ^> l«5 8» Andrrc öffcntl. Anlchcu. Do»N!I «sss, Loll- .v/.. K'<» sl, , l2L'«5i 123-25. d!o, «Niell«' Aul,!»'!! t>s,- Nladt HÜ,',, . . >,:>-. -.-.. ««lchs» d, slndtsssmrludr WlsN lK'N ?!» in« l><, Pvä», A»l, d, Sarm, W!s>! >44 — »44 40 «l»sl!i!ba!! «lilcl,»'» vrll'ü s,«^ l»i-.'?s> !»«s.» Pslmdl'ricft (siir l<»» fl,), Guds»!-,, aUss, Osl. 4"/n«l>. . . li»'—ll»'- b!u, » 4'/,"/». - - U«>5«>l0l-- d>o, » 4"/n . . . 9» «k» »!» 35 d!o. Pram. Sch>»du,rschl, 8"/n l«'9 »5 l«'l» /5 O»'sl, Hl,pl>i^ 5><>"/„ <>'l — 102 — O»st,.»!l„. Ua»l vrrl, 4'/,"/» . ll»i «» l^2 l.n drtlo » 4"/,, . . llX>«, l,'l - detlu 5l»jähl, » 4»/„ . . ll«> s,u Nil - - Priorität« Olilillatilmen (sür lm» sl,), ssrrdl»a»bi! Äiurkhnl,,, Em, <««« lW'75 ,01 »/-> Ga!!,,!Ich!' Nurl-Ludw!« «ah« lt«!, l««l »»»!» fl, L, 4'/,»/« . !«lV>'«<> l«»l'3« Oests'l, Nordwsstbah« , , , ,N»'4N WN Siaatsbahn....... li»7'2l> lftx »l> Vildbal,!! k »"/„ , , . , ,4^50 14<> » 5 l>"/n..... ,«, - lL>.. Uiig-aaliz, Vahn..... ,90 50 l<»i — Diverse Lose (ver Tlüll), Llrbulolr ,(>l> fl...... l«3f,0««4- lllnr» Losc 4<'si, , . . , ,',,,Zo <>,,,<„, 4"/,, Do»«» Dampl!ch ><»» fl, . lll« — in«»'- Laibachsl Präm, slüll», 20 si. i!4_ ^4 <,„ Olsiisr Uo!r 40 fl..... nn s.,, „z„s, PnIsOi Los!' 40 sl...... ,1. ft , ,0 fl. ,8 2h ,« ^> N»dl,lph lio!!> ,0 ft..... »,>.^ 2.,.^. Gcilili Illiss 4« ft...... «i — ^z. E«, l».'!°<« «°Ir 40 fl, , . , st.,.,.,, N4.. Waidftrin Uolc 20 fl..... 4u-_ 4». Wiudüch Gnil., «osr 20 fl, , , ^7..^ ^. Grw. Ech d, 3"/,, Prüm, Schuld- »filch d, Äutx'ücrrbttaüNa« , z?.... ,<, _ Vanl - Ncticu (prr Sliilf). Äüsslo Olsl, Uanl^OO st, NO"/,,G, l»4 »<>il«4 ?<» Vaillvcrsin, Wislur l««> fl.. . ,05 7!» ,o<> «s, Udncr, «nst, »sl, 2oc> fl, S, 4»"/„ ««n bo!z»«l f.o !l>t>«, «»sl, f, Hand. «, G, ,li 304 - lirsdübnül, slllss, »llss. 200 fl. . !<>7 - .1,7 5,0 Dl'puslwiliaiil, All«, 200 ft, . l»3 5^> ,«4 t»s» l,fö Hpplilhslsild, vst, liOOft. 25,"/ lt, «?.- —'— G,ld Wa« Läüdcrkiai,!', vsl, 2<»l! fl, «, . . L3<> 30 «n A» vrsk'rr, »nga,. Va»l «oo fi, , »:»7 — R'l» - U!i 5,0 » Wrsldlll)» 20« fi, . . , 32« — !3^» - Vulchtjfhrlldrr fi, «Vl, , . . ll?U - 871 — Drau M, (V. Dl>, Z,)2<»o fl,2.------------------ Dxx Vudl'Nb, ltis, Ä, 200 ft, N. 4U» — 497 — ^idinlludo vlmlch, ><»oo fl, i>lv>, swl», 200 fl. Ellbll .----------------- Staalssürnbahn 200 fi. Lillxr lt»l »5 2«< 50 Süt>dal,» 20!» fl, Lilber , , . ,z,l 5<»!,»2 - Slid ^ordd,«srb, Ä,200fi,« 50^!N? - Tramway Gs!,,Wr,,l?0ft, «,W, 8^» —^230 -> lttue wr,. Prlolilüt». «c«sn ,W fi...... H9 «»!,<<<> 50 U»g,^al!,, E!!rnb. 200 fl. 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