Srtaktioli: Äahnbolgaffe Nr. i»^. Lkpediliou und Zuskratru-Lorraii: «ougiebvlay !ttr 81 iBuchhand^u: z von I. v. «Iclnmavr L K.Ba-ndc-.g, Zuserliouspreisr: Für die einipaltige Petit,eile z k. dei zweimaliger Einschaltung L 5kr. dreimal L 7 kr. 0uIertton«ftem»cl jede»mal ZV Ir. Sei größeren Inseraten und «sterlr Einschaltung entsprechender Rabatt. praauNcrairsL» - Prriik. Für La«b»ch Sau,jährig . . . « ft. — K. Hrldjährig . . . j , vierteljährig. . i , Lv . Monatlich — „ L« . Mir der Post: Äcvilährig . . . S fl. — ir. Halbjährig . . . 4 „ L» , Vi^teljLhrig. . . r „ SS . KLr Zustellung in« Hau» viertel, jiihrig LS kr., monatlich » kr. L.uzrlue Nummern L kr. Laibacher Änrnlme Mittheilnngen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 41. Montag, 21. Februar. — Morgen: Petri Stichlfeier. Ein czechisches Ausgleichsprogramm enthält das Prager Blatt „Posel z Prahy," und dasselbe wird den Dentschböhmcn mit der Versicherung empfohlen, daß die Czcchcn durchaus nicht die Vergewaltigung der Deutschen wollen, sondern nur die Autonomie der böhmischen Krone anstrebcn. Das Ausgleichsrezept ist nach einer Mittheilung der ..N. Fr. Pr." wie solgt zusammengesetzt: „Die Schul-Angelcgcnheitcn sollen aushören, Landes-Än-gclezenhciten zu sein, die Zuschläge zur Bestreitung der Schulangelegenheiten sollen von beiden Nationalitäten aufgebracht werden. Die beiden Hochschulen (Technik und Universität) sollen doppelt bestehen nnd je nach der Nationalität von den beiden Landtagskurien, der czechischen und der deutschen, besonders verwaltet werden. Die politische Verwaltung soll freigewählten Bezirksvorständen überlassen werden, welch: der König bestätigt und welchen blos die ökonomische Verwaltung zusteht, da die eigentliche politische Verwaltung einem Bezirksmagistrate zufallen soll, welcher aus geprüften Rächen zu bestehen hat, die. von der Bezirksvertretung gewählt, für ihre Lebensdauer angestellt werden. Der BczirkSver-tretung soll auch die Leitung der Mittelschulen zu-stehcn. Von allen Priestern und Beamten im ganzen Lande wird verlangt, daß sic beider Landessprachen vollkommen in Wort und Schrift mächtig seien, weshalb sic sich einer Staatsprüfung zu unterziehen haben. Die oberste Landesverwaltung (Ministerien) und die oberste Gerichtsverwaltung soll nach den beiden Nationalitäten getrennt und besondere Senate sollen sür die czechische und deutsche Bevölkerung errichtet werden. Aus dem Gcfammt-Landtage soll endlich in beiden Landessprachen verhandelt werden und die Gesetze in beiden Landessprachen authentisch sein." Jeuilleion. Bon der ostasiatischen Expedition. Wir sind abermals in der angenehmen Lage, unfern Lesern aus der ihnen bereits so vortheilhaft bekannten Feder einen interessanten Brief von der vstasiatischen Expedition mitzutheilen. Honoloulu, am Bord Sr. Maj. Fregatte „Donau" am 29. Dezember 1869. Mein letztes Schreiben war von Jokohama datirt, wo bereits anzedeutet war, daß unser un sprünglicher Expeditionsplan. welchem zufolge wir Honoloulu und St. Franzisko berühren sollten, aufgegeben wurde, und wir Japan mit der Absicht verließen, direkt Guatemala anzulaufen. Doch wenn es je wahr war, daß der Mensch denkt und Gott lenkt, so war eS diesmal. Am 14. November verließen wir mit „Friedrich" Jokohama, letzterer nach Schanghai bestimmt. Zwei Tage nach unserem Auslaufen bekamen wir einen Südost-Stuim, am 18. darauf einen der heftigsten Orkane, die je geweht haben; der Teifuri, den wir Debatte über die Resolution der Polen. Wien, t8. Februar. Der Ädreßausschuß hat heute Lcrmittags seine Sitzungen fortgesetzt und, nachdem der Antrag Rech-bauer's angenommen worden, erst über die Resolution abzustimmen, bis die Minister sich über alle Punkte derselben geäußert — ist auf Punkt 3 der Resolution lit. L übergegangen. In die Kompetenz der Landtage haben überzugehen: a) die Einrichtung der Handelskammern und Handelsorgane. Wolfrum würde auf ein solches Ansinnen nur eingehen, wenn es allen Handelskammern zu Gute käme. Kaiser weisr darauf hin, daß man ja diese» Punkt schon einmal zugestehen wollte, und wenn man diesen nicht gewährt, wohl nichts übrig bleibe. GrocholSki behauptet, die Handelskammern seien mehr politischen als volkswirthschaftlichen Charakters. Rechbauer sagt: lieber Handelsorgane hat- ten sich die galizischen Abgeordneten sehr unbestimmt ausgesprochen, doch hätten sie wohl nicht meinen können, daß Galizien eigene Konsulate errichte. Man könnte sagen, den Landtagen seien die Handelsorgane mit Ausschluß der Konsulate zu überlassen. Tinti glaubt, durch direkte Wahlen höre aller Streit auf, weil die Handelskammern das Wahlrecht verlieren. Dietrich ist für das in dem Punkt 3 lit g, verlangte Zugeständniß. I^it. b verlangt „die Gesetzgebung über die Kredit- und Versicherungsanstalten, Banken und Sparkassen mit Ausschluß der Zettelbanken." Varon Tinti will das Zugeständniß allen Landtagen gegeben wissen, soweit es Sparkasien betrifft, weiter aber auch nicht. Skene spricht ebenso. Kaiser wünscht Ausklärung, ob es sich blos 18707 um administrative Bestimmungen, nicht aber um Aen-derung der bestehenden Handelsgesetze handle. Grocho lski sagt, die Handelsgesetze sollen keine Aenderung erleiden, man wolle nur eine Beschleunigung der Konzeffionsertheilnng solcher Anstalten, die jetzt häufig verschleppt worden seien. eon ardi beklagt die Undeutlichkeit des Art. 6 und stellt den Antrag: „Es werde der Landesgesetzgebung die Konzession über die im Lande befindlichen oder noch zu errichtenden Anstalten mit Ausschluß der Zettelbanken und Aktiengesellschaften eingeräumt. Wolsrum und Dienstl erklären sich für diesen Antrag. Giskra verwahrt sich gegen den Vorwurs der Verschleppung von Konzessionserlheilungen. Die Schnelligkeit, mit der sic ertheilt wurden, sei oft nach Tagen zn berechnen. Die Bestimmungen über Aktienge sellschasten und Zettelbanken müssen namentlich umeiden gegenwärtigen Umständen ans's strengste gewahrt werden. I^it. e verlangt die Gesetzgebung übers Heimatrecht sür den galizischeu Landtag. Dr. Groß (Franz) sagt/aus der Konzedirung dieses Punktes würden große Anomalien entstehen. Grocholski bemerkt, man wolle dies nur zur Erleichterung der armen Gemeinden eingeführt wissen, die nnn die heimatberechtigten Beamten mit ihren Fa' milien versorgen müssen. Kaiser und Groß sprechen dagegen, letzterer meint, der Punkt richte sich gerade als ein Konp gegen die deutsche Nationalität. Nachdem noch Schindler dagegen gesprochen, ergreift Giskra das Wort. Heimatsrecht und Staatsangehörigkeit stehen in innigem Zusammenhänge, daher haben auch die Schweiz und Nordamerika diesen Gegenstand der Bundesgesetzgebung Vorbehalten. In England ist ebenfalls eine Parlamentsacte erforderlich, wenn ein Ausländer naturalisirt werden soll. Man am M. Scptember vor Jokohama halten, war gering dagegen. Wir bestanden ihn glücklich mit Verlust nur einiger Segel und großen Havarien an den Booten. Die Fregatte selbst begann nachher stark Wasser zu ziehen. Dies war am 35. Grad nördlicher Breite und ! 49 Grad östlicher Länge. Doch war unser Mißgeschick nun noch nicht zu Ende; von da an bis zum 28. November hatten wir fort das schlechteste Wetter, Sturm, Regen und eine äußerst hohe See. Kein Platz am ganzen Schiffe war mehr trocken, Batterie ganz überschwemmt, Kabinen und Betten vollkommen durchnäßt; um unsere Unbe-haglichkeit voll zu machen, hatten wir an manchen Tagen nichts Warmes zu Tische, da der hereinströ-menden Sec und des heftigen Rollens wegen nicht gekocht werden konnte. Unter so angenehmen Verhältnissen erreichten wir am 27. November den 180. Grad Ostlänge, wiederholten diesen Tag, da man östlich segelnd einen Tag gewinnt (der Uebereln-stimmung des Datums wegen wird nach Passage des 180. Grades der Tag, an welchem man ihn passirte. wiederholt). Am 28., in der Breite 35° 51' Nord und 177° 26' West, hatten wir einen zweiten Orkan, eine sogenannte Cyklone oder i Drchsturm. Diesmal kamen wir weniger gut davon l als daö letzte mal. Das Schiff, welches schon viel j durchgemacht hatte (wir hatten seit Japan bereits >26 Segel verloren), konnte dem Andrange von Wind und Wogen nicht mehr so stolz wie bisher die Spitze bieten. Drei Orkane bestanden wir noch ohne andere nennenSwerthe Hasanen, als Verlust eines Bootes und einiger Segel. Doch als Tags darauf die durch alle bisherigen Stürme hoch gc-thürmte See noch zunahm, büßten wir unfern Ach-' tcrsteven sammt dem daran befindlichen Steuerruder und einem Stücke des Kieles ein. — Es war Nachmittag '/,4 Uhr, als wir erst einige starke Stöße spürten und dann gleich vom Decke hörten, das ^ Steuer sei verloren. Zum größten Glücke wurde, wie cs bei dergleichen Havarie in tausend ändern Fällen geschehen wäre, kein Lcck gerissen, wir konnten mit unsern Pumpen das Wasser immer leicht aus-pumpen. Nun galt es zu thun, was sich unter solchen Umständen thun ließ, wir strichen das Kreuzquartier , in Hohl, brachten unter dem Winde starke Taue mit Spieren und Stengen rc. aus. Der Kommandant berief uns Offiziere zusammen, um zu bera^ then, was z» thun sei, verschiedene Nothsteuer wurden müßte diese Kouzession allen Ländern gewähren, nnd wohin würde das führen? Die Regierung könne zu einer solchen Bestimmung ihre Zustimmung nie geben. Dienstl weist darauf hin, daß dies zu Repressalien, namentlich in Niederösterreich, führen würde, bei denen die Galizianer gewiß den Kürzeren zögen, Grocholski versichert, man habe gar keinen Hintergedanken bei diesem Punkte gehabt. Die Sitzung wird herauf geschloffen. Intime Briese aus dem Konzil. Rom, 13. Februar. („N. Wr. Tgbl.") An, 10. d. M. wurde endlich die Berathung über das Schema „das Leben und die Ehrwürdigkeit der Geistlichen" geschlossen. Biele der Bäter haben dem Worte entsagt, und so konnte man zur Diskussion über „den kleinen Katechismus" schreiten, die nicht viele Sitzungen erfordern dürste, vorausgesetzt, daß die ehrwürdigen Bischöfe ihren Redefluß »u zähmen wissen werden. Uebcr dieses Thema sprachen bereits sieden Bäter. Die vier ersten waren: Kardinal Rauscher, Kardinal Mathieu, Msgr. Simor und Msgr. Du-panloup. Die Reden der Bäter gewinnen eher an Länge als an Kürze. Die römischen Kardinale berathen seit einiger Zeit über das geeignete Mittel, die Gesprächigkeit ihrer Kollegen vom Konzil ein wenig zu hemmen. Alle bisherigen Bersuche prallten an der Eitelkeit der Bäter ab, die nicht zu begreifen scheinen, wie sehr es der römischen Kurie daran liegt, das Konzil möglichst schnell zu schließe«, natürlich nach vorauögegangener Annahme sämmtlicher Dogmen. Denken Sie sich das hui pro «juo, welches dem Papste passirte. Ein Priester, der mit dem Probstc Döllinger nahe verwandt ist. nahm Audienz bei Sr. Heiligkeit. Gleichzeitig erschienen auch mehrere andere deutsche Priester im Vatikan. Pius IX. wußte, er habe einen Neffen des berühmten Theologen vor sich und bewahrte vollständiges StiUfchwci> gen über die brennende Tageöfrage. Nun ist aber dieser Priester ein blinder Anhänger des Dogma's der Unfehlbarkeit und der Papst ließ eine so günstige Gelegenheit vorübergehen, ohne — wie man eö allgemein erwartet hatte — sich über die Gesinnungen Msgr. Oöllinger's tadelnd auszudrücken. Der Neffe hätte ohnehin in diese Klagehimnen gegen den eigenen Onkel mit cingeslimmt. Üebrigens behandelt man hier Msgr. Döllinger sehr gelinde. Kardinal Caterini verwahrt sich ausdrücklich dagegen, als hätte er den Erzbischos von München gebeten, gegen den oppositionellen Theologen streng oder gar strafend aufzutretcn. Der Kardinal versichert, er beobachte ihm gegenüber vollkommene Neutralität. vorgcschlageu und probirt, doch das große schwere, Schiss erforderte ein stärkeres Steuer, als die waren, welche wir in den ersten zwei Tagen nothdürstig Herstellen konnten, außerdem war das Wetter noch für drei Tage schlecht, die See ging hoch, wir hatten mit den beiden in Eile hergerichteten Nochsteucrii kein Glück, beide brachen bald; doch wurde eiustweilen mit aller Energie an einem soliden dritten Noth-steuer gearbeitet. Einstweilen mußen wir, um dieses anbringen zu können, den Propeller sammt seinem Rahmen im Gewichte von 180 Zentnern auf Deck bringen, eine Arbeit, die bei Nacht und bei einer Bewegung des Schiffes von 20 bis 30 Graden nach jeder Seite gewiß nicht zu den leichtesten gehört. Am 6. Dezember wurden wir, steuerlos, wie wie waren, gegen die Klippen von Philadelphia Island getrieben; als wir noch etwa 40 bis 5,0 Meilen davon entfernt waren, war unser Nothsteuer zum Glücke so weit, daß wir eö für eine Stunde gebrau-chen und mit Hilfe desselben wenden kannten. Nun waren wir in schönem Wetter, der Pass^twind trat ein, wir konnten uns wieder einmal sonnen und uns unsere Sachen trocknen. Am 8. Dezember war unser Ruder zum vollen Gebrauche fertig. Aber Rom hat nicht gleiches Maß für alle, wie Sie es alöbald sehen werden. Die Kongregation des Index, die die inquisitorische Aufgabe hat, die ganze moderne Literatur mit dem Bannflüche zu belegen, ist jetzt jehr beschäftigt und bereitet einige Proskriptionen auf dem Gebiete des geistigen Vebens vor, die nicht verfehlen können, tiefe Sensation zu erregen. Man erzählt, ein Lverk des Bischofs von Orleans befinde sich auf der Liste der mit Ban» betcgten Bücher, eine Nachricht, an die ich kaum gtauoeu kan». Im Batikau ist man mit dem Grafen Traut-mannsdors nicht zusricden. Man erzählt sich nämlich, er habe die österreichischen und ungarijchen Bischöfe bestimmt, nicht nur dem Postulat zu Gunsten der Unfehlbarkeit die Unterschriften zu versagen, sondern sogar dem Postulat der Opposition bei-zulrclen. Die Opposition des österreichisch-unga rischen Episkopats betrachtet man als Werk des Grafen Traucmanusdorff. Wie man versichert, werden drei neue Poslu-late vorbereitet. Lie oppositionellen Bischöse stellen nämlich die Forderung auf, daß diejenigen religiösen Kongregationen, die den bischöflichen Bisitationen und Mahnungen entzogen sind, demselben Gesetze unterworfen werden, welches auf alle anderen Kongregationen Anwendung findet. Zur Unterstützung dieses, in eisler Ruhe gegen den Jesuitenorden gerichteten Verlangens werden zahlreiche Beispiele zum Beweise der Ungerechtigkeit einer derartigen Immunität und verschiedene Skandale als deren natürliche Folge angeführt. Las zweite Postulat wendet sich gegen die Kongregation des Index und beabsichtigt, deren Wirkungskreis bedeutend zu beschränken. Die Bischöfe sollen das Recht haben, über die in hren Diözösen erscheinenden Bücher zu urthcilen. Die Oou^i'ögutiü Inäiois soll btos als Appellhos weiter bestehen. Das dritte Postulat geht von den Anhängern der Unfehlbarkeit ans. Diesem znsolge soll der Religionsunterricht in den Schuten ausschtießliches Vorrecht der Bischöfe sein. DaS Konzil müßte den Laien den Religionsunterricht unter Bann verbieten. Politische Rundschau. Laibach, 2l. Februar. Unter dem Borsitze oes Kaisers fand ein M i-nistcrrath statt, in welchem die Lage Dalmatiens, zumal der früher aufständischen Bezirke besprochen wurde. In Folge de> Wirren büßte die Bevölkerung ihre ganzen Wintervorrälhe ein, so daß sie jetzt einer wahren Hungerönoth preiögegeben ist. Die Regierung wird sich daher veranlaßt sehen, demnächst vor den Reichsrath mit einer Forderung Mit Hilfe dieses und noch mehr mit Hilfe der Vor-sehung legten wir die IlOO Meilen, die uns noch von Honoloiiln trennten, glücklich zurück (uu Momente, als wir das Steuer verloren, waren wir volle l600 Meilen davon entfernt). Am l7. erhielten wir die Insel Kauai in sicht nnd am löten Oahu, worauf Honolouln liegt. Kurz vor dem Hafen Hallen wir es mit Windstille zu thun, so daß wir uns erst am 20. der^nsel so weit nähern konnten, um einen Schleppdampfer heraus zu signalisiren. Am Abend des 20. lagen wir im Jnnenhafen von Honoloulu zwischen einer Menge von Walfischfahrern glücklich vor Anker.— Unsere Ausnahme in allen Kreisen hier war so außerordentlich liebenswürdig, daß wir uns unschwer in die unangenehme Nothwendigkeit einer etwa 3 bS4 Monate dauernden Reparatur fügen. Der Admiral verlädt uns am 4. Jänner mit dem Dampfer nach St. Franzisko, welcher auch diesen Brief befördert, um einstweilen seine Verträge in Zentral- nnd Züdameiika abzu-schließcn. Nach vollendeter Reparatur hier, welche jedoch blos provisorisch sein kann, da hier kein Dock cxistirt. gehen wir nach Callao oder Valparaiso, wo wir uiiö wieder mit Admiral und Legaten vereinen von 40—öO.OOO fl. zur Unterstützung der noth-leidenden Bezirke Dalmatiens zu treten. Die Besprechungen über die Wahlreform im Ministerium des Innern wurden Freitag Abends geschlossen. Eine Regierungsvorlage soll noch in dieser Session dem Reichsrathe unterbreitet werden, nachdem zwischen der Regierung und den der Konferenz beigezogenen Abgeordneten eine „ziemliche Verständigung" über die wichtigsten Punkte erzielt worden fei. Zur Berufung der czechischen Parteiführer nach Wien wird aus Prog telegrafirt: Meger's Reife nach Wien wird dementirt; derselbe konferirle wohl mit dem Statthaltcreilciter Koller, hat aber die Einladung des Ministers Giskra abgelehnt. Ob Sladkowski die Einladung nach Wien annehmen werde, ist nach den „Narodni Listy" noch unentschieden. Der „Pokrok" perhorreszirt entschieden jede AusgleichSaktion. Die bairische M in ist e r kr i sc ist zu Ende, König Ludwig hat den Fürsten Hohenlohe in gnädigster Weise enthoben und Baieru wird einen neuen Ministerpräsidenten bekommen. Da die bisherigen Minister im Amt bleiben sollen, kann man hoffen, daß kein allzu ultramontan gesinnter Politiker die baierifche Minister-Präsidentschaft bekommen wird. Die „Eorrespondance du Nord-Est" läßt sich aus München das Gerücht melden, daß der König, sobald die jetzige Krise vorüber ist, eine Reife ins Ausland unternehmen und mehrere Monate lang daselbst verweilen werde. Prinz Otto soll in Abwesenheit des Königs als Regent sungiren. Ollioier soll anläßlich des Empsangeö einer Deputation von jungen Leuten, welche ihm eine Adresse überreichten, geäußert haben: „Ich bin von Ihrem Schritte sehr gerührt; er ermuthigt mich. Um die Freiheit zu begründen, habe ich gleichzeitig gegen die Ungeduldigen und gegen die RückschrittS-männer zu kämpfe» ; wenn die öffentliche Meinung uns nicht unterstützt, werden die einen oder die anderen siegen und die Freiheit wird von neuem verloren sein. Wenn diejenigen, die uns des Ehrgeizes anklagen, nur einige Stunden im Ministerium zubringen wollten, sic würden sich überzeugen, daß die Regierung eine schwere Last ist. Wir werden Unordnungen ohne Reaktion unterdrücken und auf dem liberalen Wege ausharren. Wenn uns dies gelingt, werde» wir das thun, was Mirabeau und Benjamin Konstant nicht das Glück hatten zu thun." — Grevi fprach in einer Lerfammlung der Linken energisch für Mäßigung und Beendigung der heftigen Angriffe gegen das Ministerium. Das „Journal offiziel" veröffentlicht einen vom Kaiser genehmigten Bericht Ollivier'ö, welcher die Aufhebung des Dekretes vom 8. Dezember l851 beantragt. Der Bericht hebt die und die eigentliche Reparatur im Dock vornehmen werden. Unsere nunmehrige zweite Heimat Honolonlu, ist so übel nicht, als man sich borstellm wag. Die Stadt ist nicht groß, meist aus neben einaüder liegenden Villa'S, deren jede ihren eigenen Garten hat, bestehend. Das amerikanische Element ist hier vorherrschend, ihm zunächst das deutsche. Die Einge-bornen, die man sich vci nnö hie und da noch als Wilde, vielleicht gar noch als Menschenfresser vor-stelli, sind so zivilisirt, wie wir cs nur für unsere heimischen Landlcute wünschen dürften, daß sie es wären. Die Gleichberechtigung aller Raßen und der freie Einfluß Amerikas hat hier riesig viel gelhan. In vielen der besten hiesigen Häuser ist die Hausfrau eine Eingeborene, die Kinder sind natürlich halb-weiße, dessenungeachtet findet man eine Ungezwungenheit im Umgänge, eine Bildung und einen Komfort, wie kaum in unfern besten Kreisen. Ich Hab' schon eine Menge Bekanntschaften hier, jeden Abend bringen wir in einer ändern Familie zu; heute z. B. haben wir Ball bei Herrn Bischofs; seine Frau ist auch eine Eingeborene. Der König Kamehameha V. wird dort erscheine^. Nothwendigkcit hervor, aus der Gesetzgebung die Spuren der Zwietracht und bürgerlichen Kämpfe zu verwischen. Es sei unzulässig, daß in einer ruhigen Zeit, unter einem liberalen Regime die Regierung noch die Befugniß behalte, wegen Theil-nähme an geheimen Gesellschaften verurtheilte Bürger nach Cayenne oder Algier zu transportiren. Zur Tagesgeschichte. — Verkauf der Militärgrenz Waldungen. Die Bewerbung um daö Grenzwälder-Geschäft wird eine immer lebhaftere. In unterrichteten Kreisen spricht man von sechzehn ernsten Konkurrenten. Ueber den Modus der Begebung verlautet, daß im Reichskriegsministerium in Folge eineö schon vor geraumer Zeit gefaßten Beschlusses der Plan sest-stcht, die Grenzwaldungen nur im Wege der Parzel-lirnng und der Konkursansschreibung zu begeben. Der betreffende Vertrag soll dem Kaiser zur Genehmigung bereits vorliegen. — Die a llge m e in e A r b e itSeinstellnng der Wiener Setzcr hat Samstag stattgefunden und ist somit der Strike der Gehilfen in vollem Gange. Der größte Theil des Maschinenpersonales hat sich dem Strike nicht angeschloffen. Die Samstag erschienenen Blätter wurden durch jüngere Setzerkräfte, welche dem Gremium zu Gebote stehen, durch Faktoren, die zum Winkelhaken gegriffen haben, und durch eine Anzahl von Setzern, die zu anderen Beschäftigungen übergegangen waren und sich nun freiwillig gemeldet haben, hergestellt. — Im Prager H o ch verra t h s pr oz es s e wurde Vinzenz Kerber zu zehnjähriger, Fiala zu sechsjähriger nnd Wilhelm Kerber zn siebenmonatlicher Kcrkcrstrafe vernrtheilt. Groß m a n n, Kolaci und Chalupka wurden schuldlos gesprochen. — Ein Bilderstürmer. Der erst seit einigen Tagen aus Tirol eingewanderte Meierknecht Ruppert Laminger glaubte die Gebräuche seiner Heimat nach Wien verpflanzen zu müssen, indem er die in der Villa des Grafen Wilczek in Linz befindliche Mar-niorgruppe, „Amor und P siche" darstellend, vollkommen zertrümmerte. Laminger wurde dem Landesgerichte eingeliefert. — Die Anklagekammer des obersten Justizhofes beschloß, die Angelegenheit des Prinzen Peter Bona parte vor den obersten Justizhof zu verweisen. Lokal- und Provinzial-Augelegenheiten. Original-Korrespondenz. Cilli, 18. Februar. (D a s S ann bad.) Das schöne Projekt, den durch seine Heilkräfte allgemein bekannten Sannsluß durch die Errichtung eines Bades Am zweiten Tage nach unserer Ankunft wurden wir in Audienz beim Könige empfangen; dieselbe endete aufs gemüthlichstc bei einem Glase Champagner und einer Zigarre. Die hiesigen Damen haben jede ihren leichten Kutschir-Phaeton und ihr Reitpferd und erscheinen nie anders als kutfchirend oder reitend bei öffentlichen Unterhaltungen, Promenaden rc. Ist man im Hause bekannt und begegnet so einem jungen kntschi-renden Fräulein, so wird man oft von ihr eingeladen, sich auszusetzeu uud von ihr nach Hause zum Thee fahren zn lassen. Die hiesigen Gebräuche, wie man hört, sind nicht ganz unsere heimischen, spießbürgerlichen. Durch die amerikanischen Zeitungen hörten wir von den Unruhen in Dalmatien. Am L. Minner 1870. Vor allem ein recht glückliches, vergnügtes Neujahr! Wollte Gott, daß der Schluß dieses Jahres UNS schon wieder vereint sehe! Der Ball vorgestern war sehr glänzend; man denke sich eine hübsche Villa, in deren Sälen eine eine sehr elegante und bunte Gesellschaft versammelt ist. Die offenen Fenster uud Thorc füdren auf einen hübsch drapirten, mit Lampions erleuchteten,! auszubeuten und so unserer Stadt alle Vortheile eines Kurortes zuzuwenden, hat bereits festen Boden gewonnen. Ein provisorisches Komitee, das den ersten Versuch machte, die Theiluahme des Publikums auf die Probe zu stellen, konnte der für den 17. Februar ein-berufenen Generalversammlung die Mittheilung machen, daß bereits 720 Aktien L 10 fl. gezeichnet sind. Dieser schöne Anfang berechtigt zu den besten Hoffnungen und es unterliegt keinem Zweifel, daß die nothigen Geldmittel herbeigeschafft werden können, wenn die Ueber-zengung Platz greift, daß wir es mit einem Unternehmen zt thnn haben, bei dem das verwendete Ka pital gute Zinsen tragen muß. — In der am 17. abgehaltenen, zahlreich besuchten Generalversammlung wurde ein aus 15 Mitgliedern bestehendes Komitee gewählt, in dessen Hände nun das Unternehmen gelegt ist. Möge dasselbe die nöthige Thätigkeit und Umsicht entwickeln, um das Werk einem glücklichen Ende entgegen zu führen. Lokal-Chronik. — ('B e a Mt e nv cre in.) In der gestrigen, unter dem Vorsitze des Fürsten Metternich abge-haltenen Sitzung des Lokalansschusses stellte Finanzkonzipist August Dimitz den Antrag, sich an den Ver-waltungsrsth des Vereins mit dem Ersuchen zu wenden, für die Erfüllung nachstehender Wünsche der Beamten an geeigneter Stelle zu wirken: 1. Erlassung einer die Rechte der Beamten nicht minder als ihre Pflichten sichernden Dienstpragmatik. 2. Abänderung der bestehenden Vorschriften üi Betreff der Oua-lifikationstabellen. 3. Gewährung eines dem Agio entsprechenden Zuschlages zu den Gehalten bis znr Herstellung der Valuta. 4. Abkürzung der Dienstzeit für Beamte mit juristischer Vorbildung auf 30 oder doch 35 Jahre. 5. Gewährung von Dezennalzulageu für subalterne Konzeptsbeamte. In der hierüber erössueten Diskussion unterstützte der Vorsitzende sämmtliche Anträge, beantragte jedoch zu Antrag 1 das Amendement, daß ausdrücklich ausgesprochen werde, die neue Dienstpragmatik habe auch auf die durch politische Veränderungen so häufig in ihrer Stellung bedrohten politischen Landeschess volle Anwendung zu finden, und daß der Verwaltungsrath ersucht werde, neben der Verwendung au die verschiedenen Ministerien gleichzeitig eine Kommission zur Emwersung einer Dienstpragmatik niederzusetzen und zu derselben auch Vertrauensmänner aus de» Provinzen beizuziehen, sowie nachstehende Mo-difizirung des die Dezennalzulageu betreffenden Antrages: ES sei der dem Beamten zukoinmende Bezug von allen Abgaben und Lasten, den Qnittungsstempel inbegriffen, zu befreien und die Diensttaxzahlnngen znr Anweisung von Decennalzulagen zu verwenden. Die Anträge wurden mit diesen Amendements nach längerer Debatte angenommen. ringsherum führenden galerieartigen Säulengang. Hatte man sich darinnen satt gesehen an dem bunten Gewimmel von hübschen Toilttten, mannigfaltigsten Uniformen und Kostümen, so konnte man hier in der kühlen Nachtlnst nngcnirt eine Zigarre rauchen und den Anblick dcö gleichfalls mit Lampions erleuchteten hübschen, tropischen' Gartens genießen. Der König Kamehamcha, die Königinwitwe Emma und der Prinz Albert waren anwesend. Eine japanische Gesandschaft, welche zwei Tage vorher eben angekommcn war, desgleichen. Damen in allen Far-! bcntönen, vom dunkelsten Braun der unvermischten Raße die verschiedenen Abstufungen der Vermischung dnrch dis zum hellsten Blond der Amerikanerinnen oder Engländerinnen waren da. Der Aufenthalt hier ist sehr angenehm, ich möchte sagen, die Capsladt nicht auögenomm.'n, der angenehmste, den wir hatten. Trotz des vielen Interessanten und der manigsaltigen Abwechslungen, die uns diese Reise bietet, fühlt doch schon jeder von uns lebhaft den Drang, wieder die Seinen zn sehen. '— Und jetzt, wo unsere arme „Donau" flügellahm geworden ist, wird eS natürlich länger dauern als! cs sonst der Fall gewesen wäre. Die lange R>pa-j ratur hier uud die Dockung in Amerika nehniin schon ^ allein zum mindesten ein halbes Jahr weg. — — (Die ko nstituirende Generalversammlungdeshiesigen Ar beiterbildungs-Ve reines) fand gestern Nachmittags in der Schießstätte statt, wo sich beiläufig 400 Mitglieder einge-snnden hatten. Die Eröffnungsrede hielt der Obmann des prov. Gründungsausfchufses, Harri sch, in deutscher Sprache; derselbe wies unter Beifall der Versammlung auf den neutralen Charakter der Arbeit und auf deren großartige Leistungen hin, zugleich ermahnte er die Arbeiter zum einträchtigen Wirken und zur Vermeidung jedes nationalen Zwistes, denn wo dieser sich geltend macht, gehen die hoffnungsvollste^ Unternehmungen zu Grunde. Sodann hob das mitwirkende Vereinsmitglied Arko in slovenischer Sprache die Bedeutung der nationalen Frage in Oesterreich hervor, zu deren glücklichen Lösung auch die Arbeiter Mitwirken mögen, doch soll dies zu keiner Gehässigkeit gegen andere Nationen Veranlassung geben. Eintracht thue inbesonders in Oesterreich noth, nebst dieser soll auch die Bildung dem Arbeiter die Quellen des Wohlstandes eröffnen. Magistratsrath Gntmanu begrüßte sodann die Versammlung im Namen der Gemeindevertretung, indem er zugleich seine vollste Befriedigung über die in den vorhergegangenen Reden kundgegebenen Aeßerungen, daß der Verein sich von jedem nationalen Zwiefpalte ferne halten wolle, aussprach. Nachdem gegen die in den beiden Landessprachen vorgelesenen, von der Regierung genehmigten Statuten keinerlei Einwendung erhoben wurde, schritt die Versammlung zur Wahl des definitiven Vereinsausschusses, aus einem Obmanne, Schriftführer und Kassier und deren Stellvertretern nebst 9 anderen AuSschußmitgliedern bestehend. — (Gesunden.) Nach der gestrigen Vorstellung wurde vor dem Theater eine goldene Broche gefunden, welche vom Verlustträger iu der v. Klein-mayrfchen Druckerei abgeholt werden kann. — („Danica" widerspricht, daß der Papst jemanden verfluche.) Die Übersetzung des gefürchteten ,,^»iMellm sit" mit „er sei verflucht" soll eine böswillige Erfindung jüdischer Skribler und der Freimaurer sein; jener kirchenübliche Ausdruck bedeute nur, daß derjenige, der an die Satzungen der Kirche nicht glaubt, von der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschloffen, daß er in Bann gelegt, daß er kein Katholik sei. Wozu also jenes Lärmen in den Zeitungen, wozu jene aufreizende heuchlerische Aufzählung von „verflucht sein" nnd abermal „verflucht sein?" Wenn „Danica" sich bemüht, die Bedeutung des Wortes sit" abzuschwächen, so hütet sie sich sehr wohl, hinzuzusügen, was das Anathema, der Bannfluch der Kirche, für praktische Folgen hatte, als die Menschen noch vor den römischen Blitzen zitterten. Einen Gebannten beherbergen, ihm Speise und Trank gewähren, ja niit ihm sprechen, ihm den Weg zeigen, war Todsünde; nicht minder ihm Gehorsam leisten, wenn er hohen Rang bekleidete. Scheu wichen die Gläur bigen vor ihm zurück, wie ein Pestkranker ward er gemieden, die eigene Familie stieß ihn manchmal aus, uud starb er, so gönnte man ihm kein ehrliches Grab. Scharrten ihn milleidige Hände in geweihter Erde ein, so ließ ihn die Kirche ganz sicher wieder ausgraben, wie sic das soaar dem deutschen Kaiser Heinrich lV., dem unglücklichen Helden von Kanossa, gethan hat. Der Bann war also ein Zustand des Verfluchtseins. Wenn sich das heute geändert hat, so liegt die Ursache nicht an der Kirche, die ihre Bannflüche noch so voll- ! wichtig aussendet, wie früher, sondern an der Aufklärung und dem Fortschritt der Kultur. Die Bannflüche werden, — wie ein Wiener Blatt bemerkt — um kaufmännisch zu reden, von der Gesellschaft bentzutage nicht mehr eskomptirt. — (Der zweite Handelsbienenstand in Kraiu) mit beweglichem Waben baue, nach des schlesischen Pfarrers DzierzonS Methode wird vom un-terkrainischcn Landtagsabgeordneten und Gutsbesitzer Viktor v. Langer auf seiner Maierrei zn St. Jobst nächst Poganitz so eben eingerichtet. Der Leiter des Etablissements ist der schweizerische Bienenmeister 'Portmann, welcher früher dem ersten in Krain von ! Baron Roschütz zu Lenirek nächst Weixelburg ein-! gerichteten Biemenstande vorgestanden ist. Derselbe >ist auch als Schriftsteller in diesem Fache bekannt. und arbeitet gegenwärtig a» einem größeren Werke, über Bienenzucht. Herr Langer beabsichtiget an seinem Bienenstände auch eine Bienenschule zu errichten, nm im Wege der Belehrung der Bienenzucht im Heimatlande der Bienen, wo seit einem Jahrhundert dieser Produktionszweig einen großen Rückschritt gemacht hat, einen neuen Aufschwung ;u geben. Es liegt nnö ein PreiSkourant deö nenen Bienen-Etablis-sements vor, worin auch die von Portmann eingefilhr-ten und praktisch bewährten schiebbaren Stehrahmenstöcke als Handelsartikel erscheinen. — (Die „fremde Ferse" in Rußland.) In dem großen russischen Reiche macht sich an den Gimnasien, insbesonders an den neu gegründeten, der Mangel an geeigneten Professoren sehr fühlbar. Der Minister des Unterrichtes will daher junge österreichische Slaven, insbesonders ansgebildete Filologen, nach Rußland ziehen, und cs wurden für deren Heranbildung jährlich 28.000 Rubel aus dem Staatsschätze bewilligt. — (Karnevalsfest in Venedig.) Um dem Publikuni den Besuch des Karnevalssestes in Venedig zu erleichtern, werden von der Südbahn in Wien, Laibach, Triest und Görz, dann in den größeren tiroler Stationen Tour- und Retourkarten nach Venedig mit einer Giltigkeitsdauer von 10 Tagen zn bedeutend ermäßigten Preisen anögegeben. au den Tralau! Dem morastbcstieselten Enlenjäger zur Notiz, das; ich gelegenheitlich des mir zu Ehren vom konstitutionellen Vereine gegebenen Abschiedsbankelteö an dessen Obmann De sch m a n n gar keine direkte Ansprache gerichtet, somit mich in keiner Weise jener eigenthiiinlich geflügelten Worte bedient habe, welche nur in nationalen Hallucinationen eines be geiferungslustigcn Notizenhamsters ihren Uriprnng, nnd somit ihren weiteren Abzugskanal in den Spalten des „Tri-qlav" gefunden haben kounten. Wilhelm R. v. Fritsch. Verstorbene. Deu I!>. Februar. Der hochwiirdige Herr Johann Pristou, jubil. Pfarrdechant, alt 75 Jahre, in der Kapuziner Vorstadt Nr. 146 an der Gehirnerweichung. — Herr Gott bard Strukcl, Koni »ns, alt 5»> Jahre, in der St. Petersvor stadt Vir. 4 an der NiiiIcnladmung. — Franz Cegoj, Tisch-lergeselle, alt 40 Jalire, ,m Zivilspital an der Auszehrung. — Dem Paul Slabina, Schuhmacher, sein Kind Johanna, all !)'/, Monate, in der Stadt Nr. 54, an der Lungenentzündung. Den 20. Februar. Ursula Urban, Taglöhnerswitwe, alt 58 Jahre im Zivilspital an MorbuS Brightii. Dem Herrn Johann Nepoiu. Plaut», burgcrl, Handelsmann, Haus und Realitätenbesitzer, seine Frau Josefine, starb im ül Lebens jahre in der Stadt Nr. 154, an der Lnngcnlähmuug. Tclegrafiscbcr Wecbselknrs vom 21. Februar. 5perz. Rente österr. Papier 60 75. — üperz. Rente österr. Silber 70.80. — 1860er Staatsanlehin 96 40. --Bankaktien 725. — Kreditaktien 267.—. - London 124 05. — Silber 121.25. — K. k. Dukaten 5.83. Lottoziehung vom 19. Februar. Triest: 60 4l 16 54 72. Witterung. Laibach, 21. Februar. Thauwettcr anhattend. Wolkendecke dicht geschlossen mit Höbennebel abwechselnd. Wärme: Morgens 6 Uhr s- 0 6" ; Nachmittags 2 Ukr 8.2° (1869 -s- 10.2°. 1868 - 1.3°). Barometer 320.57"', seit gestern Abends nm 5 Linien gefallen. Das vorgestrige TageSmittel der Warme -j- 2.2°, iiin 2.5°, das gestrige -j- 2.8", um 3.1" über dem Normale. Born morgigen Tage gilt der Bauernspruch: FriertS auf Petri Stuhlfeier, Frierts noch vierzehnmal henei.._____________ Augekoiumene Fremde. Am 21. Februar. 8t«,It Hiris, HandlSm. Ober». — Hocevar, Kaufni., Oblak. - - Schotter, HaudelSin. Nadenee. — Swl;er, HandelSm, Gotischer. — AlnwSlechuer, Cilli. — Breindl, Ingenieur, Wien. — Martin, HandelSm., Por-denone. - Dolle»;, Gulsbef, Präwald. Dr. Spa;a-pan, k. k. Notar, Wippach. — Dreo, GulSbef., Treffen — Gras Gustav Auersperg, Mokritz. IZIet«»»« Gaber, GutSbcs., Marburg. — Koucnig. Eooperalor, Plauiua. — 4!achod, Reisender, Wien. — Toman, Handklsm., Kraljcvica. Potoinig, Bahubeamt.. Lemberg. — Bahu«, Blumenhändler, Beuox. — Brsier, Kfm., Leipzig — Orel, Kfn,, Tilli. — Bruder, Kfm., Wien. — Brc, Buchhalter, Plauiua. -- Bradaschui, Privat, Teisenberg._______________________________________ Marktbericht. Laibact), 19. Februar. Auf dem heutigen Markte find erschienen: 6 Wagen mit Getreide, 3 Wagen mit Heu und Strol, (Heu 45 Ztr., Stroh 23 Ztr.), 16 Wagen und 3 Schiffe (18 Klafter) mit Holz. Gedenktafel über die a:n 2 2. Februar 1 8 70 stattsindendeu Lizitationen. 1. Feilb., Megusar sche Real., Feistriz, 640 fl., BG. Ncumarktl. Wiener Börse vom 19. Februar. kperc. österr. Wäbr. . dto. Meute, öst.Pav. dto. dto. öst.inSilb. Veld Ware e von 1854 . e von 1860, gan;e e von 1860, Fünst. 60.7.', 7l..75 90.— 96 40 60.85 70.85 00.25 96.6«i Prämiensch. v. 1864 QriLQäorrtl.-Odl. Steiermark ^uöpCt. ttärnten, Kraul ».Küstenland 5 ^ Ungarn. . zn5 ^ kroat.u.Slav.5 ^ Siebenbürg. „ 5 „ Nationalbank . . . Kreditanstalt . . . St. ö. EScompte-Ges. Anglo österr. Bank . Ocst. Bodencred.-A. . Oest. Hypotb.-Bank. Steier. EScompr.'Bk. lkais. Ferd.-Nordb. . Eüdbahn-Gesellsch. . Kais.lLlisadetb-Bahn. Carl^Ludwig-Bahn Siebenb. Eisenbahn . Kais. Franz-IosefSb.. Fünfk.-Barcser E.-B. Llföld'Fium. «ahn . Nation. ö.W. verloSb. llng. Bod.-Creditanst. Lllg.öst.Bod.-Credit. dto. in SS I.rückz. . 102.50 108. 121.75 122.— 92.50 93.50 86.- 94.— 78.75 84.— 75.50 76.- 727.- 729.-265.10 r>cu;.L0 965.— 970.— LL9.50 3Z<».— 314.— 316.— 9l;.- 98.-215. - 250.— 2115 2120 244 60 2^4-80 192.50 163. 236 75 287. 167.50 168.— 187.75 188.25 179 50 180.50 174.50 175.- 92.90 90.50 107.50 108.- Theater. Heute: Nndine, große Oper in 4 Neten. Morgen: Kaiser Josef und di? SchiisterStociitcr, Schauspiel in 5 Acte». Auf dem Handliiiigöballc wurde ein goldenes Ohrgehänge verloren. Der Finder wolle dasselbe gegen 5 fl. Belohnung in der Kasino-Restauration abgebcn. l?l > Geld Warr Hypotb.-Bank . 98.— 99.- r'rLoritLts-Odllx. Südd.^Ges. zn500Fr. »21.50 122.— dto. BonS 6 plLt. 24^.50 249.— Nordb. (100 fl. CM.) 92.25 Sieb.>B.(2»ost.ö.W.) 90.— 90.30 Nudolsöb.(300st.ö.W.) 91.^0 i>2.— Franz-Jos. (200 st.S.) 9^.00 93.75 I.o»o. Üredit 100 fl. ö. W. . 1<^).— 160.50 Don.-Dampfsch.-Ges. zu 100 fl. SM. . . 99.- 100.— Lriester 100 st. CM. . 124.— 126.- dto. 50 fl. ö.W. . 61.— 63.— Ofener . 40 fl. ö.W. »8.- 34. - Salm . „ 40 „ 40.— 41.- Palffy . „ 40 „ 3". 50 31.- Clarv . „ 40 „ 3V.— 37.— St. GenoiS,, 40 „ Äindischgräy 20 „ 20.50 ru- Waldstein . 20 ^ 22.- Keglevich . 10 ^ 17.5.1, 18.50 RubolsSstist. 10 ö.W. 15.50 lv.— V/ oolisoL (3 Mon.) Augsb. 100 st. südd.W. 103.20 INZ.M Franks. 100 fl. „ „ London 10 Ps. Sterl. 103.30 INS.l» 124.»«' iri.rf. Paris 100 Francs 19.25 «.so SHÜQLV». Kais. Mmn-Ducaten. LO-FrancSstück . . . 5.83 5.84 9.90 !,.»»' PereinSthaler . . . 1.82 I.ÜS Silber . . . . 121.25 IL1.ZI» Epileptische Krämpfe L (Fallsucht) (16- 36, "ME heilt brioflicl, der Spezia lar;t für Epilepsie "WE DoNo <». ILlllink!» i» Berlin, Mittel straße 6. — Bereits über Hundert geheilt. Für die vielseitig bewiesene Theilnahme während der Krankheit nnd bei dem Leichenbegängnisse unserer guten Mutter, rücksichtlich Schwester, der Frau ?1eäko vorvsroksl. kakiö. U6d. ka-vätor, bürgerl. Holzwaarenhändlers- nnd HauSbesitzerSwitwe. erstatten tiefgefühlten Dank die Hinterbliebeueu. Laibach, 21. Februar 1870. vis 2V6lt6 oräöntlioks 'r. Mgz.-st. jkr. Weizen Pr. Mtz. 4 80 5>55 Butter, Pfund -!4ü — — Korn „ r N) 6 32 Eier pr. Stück -> — — Herste „ — Milch pr. Maß — 10 — — Hafer „ — 2 — Rindfleisch, Pfd. — — — Halbfrucht „ — 6 70 Kalbfleisch „ 2.'! — — Heiden ,, Z 10 Schweinefleisch „ 21 — — Hirse „ 3 — Schöpsenfleisch „ — — — Kukurutz „ 2 3 12 Häbndel pr. St. t'." — — Erdäpfel „ 0 — — Tauben I.') — — Linsen „ 20 — — -Heu pr. Zentner 1 1" — — Erbsen „ — — ntroh 85) — — Fisolen ,, Rindschmalz,Pfd. Zchweineschm. „ — — — Holz, har., Mr. — 7 80 .V'; — weich „ Wein, rotber, pr. — — 5 50 Speck, frisch ,. — — — Eimer — — 9 — gerauck. „ — — — ' — weißer, — — 10 — der l.sibsekei' Kewek'bkbLnIi tinäet vienstLA äsu 15. Uä.r2 1870 5 Vkr INI IZni orui 6er Oe^vvilrczb^lllc 8trrtt. 1'gZ680k'c!nunA: i») kpriclit «lvi lNr«>ktjt>»: >») Ikkrit 0U88li»88IIII» iiltt'i Vtrxv<>ttiI»»L «l«8 <>!vviim«8; «I) Inliax ller Itiivktion livliuitivvi' ^N8lell,inx ä<>8 8ekrelär8 (ß 29 äer statuten); Üericlit iibt-r ä«n krl»88 «ler I»ulien k/.little^r^xierunx dvtrels« lliiiii-«lerun« «lk8 tz »5 «lei 8t»tnt«u; f) von :i virektoit'» (8 35 der Ltatutsu); Valil «I«'8 Irevi8ivu8-^u88t:>i»88e8 pro l87tt (8 29). DieosniZsil Horröu ^ktionärv, wololig ilir Ltiiiimrsolit ruiNilivli >vall6u, liadüir im Zinns (Iss 8 10 äor 8tatut6n ilir« ^Irtiöir-Intörimsselwintz I^jz 8. ^Ilirx I. «I. bei äor Üönmbebrmk-XiiWe ru lünterlkAöll. l-aibgek, am II. k'ökrnar 1870. (51—2) Von äer l)ii-6l<1ion ljgi- i.aibaolie»' ks^ei'bebanli. Berleger und für Ne Redaktion veramwontta,; Otlsmar «amberg Lruck E 2gn- v. otletnmay.r L Fed. «aw berg in Laibach.