Nr. 47 Montag, 26. Februar 1916. 135». Jahrgang. MbacherMZeitM V»H»»«»«5ntt«n«pr«l»: V!< Pnslvciscnduna: nnnzjädl!« :l« X, lwlbjühlia 15 ll. Im «llxtor: „»nzjlhri!, « », h«lbjährl<, ,1 K. ssür bi, Zustsllung i»s Ha«« »anzjähli,, l! X. — z»s»r««»«»g»bi»l,r: ssür llrinc „»Israle vi« zu virr Zcllcn X0 l>. yröhele prr Zeile loktt»» ^ill^'öftillhe ^>i, !-, bs„ nichl angeüommeu, Mnnujlripie „i U. Telephon-Uv. dee Uedaktion 52. AmMcher Geil. De» 24. Februar 1916 wurde in der Hof« und Staats. dn,«klci das XXVI. Stück des ReichegesehblatteS in deutscher NnsM>b« ausgegeben und versendet. De» 24. Februar 1916 wurde in der Hof» und Staats' drnckerei das Ol.XXVI. Stück der ruthenischen und daS OI^XXI. Stück der kroatischen Ausgabe de« Neichsgesetzblat» tes de« Iahra.ana.es 191b iowie daS II. und VII. Stück der kroatischen, das XVIII. Stück der böhmischen und kroatischen und da« XX. Stück der lroatischcn Ausgabe des Reichsgesch-blattes de« Jahrganges 191« ausgegeben und versendet. De« 2b. Februar 1916 wuide in der Hof» und Staats» druckerei das N.XXI. Stück der italienischen. daS ci.XXV. u«d lX.XXXVII. Stiick der ruthruischen Ausgabe des Reichs-aesehblattes des Iabrgana.es 191b sowie das IV., VII.. XI, XV., IVIII. und XX. Stück der rumänischen Ausgabe des Meichilgesehblattes des Jahrganges 1916 ausgegeben und »erseooet. »ach dem Nmtsblatte zur „Wiener Zeitung" vom 24. und 2b. Februar (Nr. 44 uud 4b) wurde die Weiterverbreitung folgender Prehrrzeugnisse verboten: Die im Verlage des K. «ohryzel in Vruch erschienene, in der Vruckerei des Ve„ta und Co. in Lnnn gedruckte Druck schrift: ..Ilornieki 8l^vk«r v ?nr„dtt » »uareinLM«. Nnsichtslarte: I. eine farbige Anfichtetarle, darstellend den Abschied deS ezechischen Politikers ttarl Havliöel von seiner Familie mit folgender Aufschrift auf der Aorcßseite: „1i»ryl U»»1iivk vol-ovzllF lvuöi 8v n roclinou proä oäjo^clem äo ,s««ui ^ Lriionu sumsleelli», llnviznic;« ^»6. mlllirs ^. lH«r td»u»er»)". 2. ^ine Ansichtskarte in Schwarzdruck, darstellend drn Abschied des Karl Havliöel vr>n seiner Familie mit Ge» dichten des Genannten auf beiden Seiten und Empfehlungen leiner Werke (Verlag Fr. Topiö in Prag), 3. eine farbige Nn> sichtslarte, darstellend einr Verherrlichung des französischen Natio»aNiedeS ,,I.» ^l»r»«iN»i8n" (Verlag v»t^6u> vöe«n^ ?i-ub»), 4. eine farbige Ansichtslalte mit tr»de»ziöser Da>ft>Nung aus den Hussitenkriegen und der Überschrift „Vitbx»t,vi IllinitN u^ll nömoell^mi voji u Nomliilie r. 1431" (Vellag ss. I. IrdliHä in Prag III 7Ub, 8 1b2. ö. 4li> „!!!»»" K»I«nter unser, führe uns nicht in Vrlsuchung"; 2. Bild: Verklärte Heilaudsqestalt inmitten von Haufen getöteter 2ol baten, Text: „Friede den Mensch»" auf Erden"; 3. Bild: Christus, lopf »m Gloriruscheln übcr elnem Schlacht,e!de, Tcr.t: „Nun «tllle nah und fern"; 4, Bild: Verlag lodert Lemwrber m München, «üustlerlarte «r. 4, da»stellend trauernden Heiland auf dem Schlachtfrloc. T.xl: „Mlcy rrbarmt das Voll'; b. BUd: Vellagezrlchln:Oulopviclcnder l»!tter. 3ir. 1l)14 - 191b, «lld. balftelirnd Schlachljrlo mit zerftöltcul «ruzlfix. im Vor» oergluudc öfterrelchischrr Dragonel, t>cr von Saumitterm oer> bunden wlrd. lext: „^»luu ubi-»«^ n»m )v tio^. Unllchlslarten: 1. V'ld: «leuztragrnder Herland vor einem Geichühe, be, wrlchtM totc Vvldalen liegrn, Text: „Golgntha!"; 2. Bllo: He,llll,d oor dem eme Frau m,t einem »lnde lnie und der o,e Hand gegen symbolische Figuren abwehiend au«, streckt, Text: „Durch Feld und Wiese ntten sir zusammen, der «lieg, der Hunger uno die steht als Dritte, o Gott, «hü« un>clt fromme Bitte: Erlöse uns von jedem Übel. Amen!' ; 3. Bild: Jungfrau Mana nut dem Iciulrnde schwebt, oou riuem Engel begleitet, über ein Schlachtlcld. Text: „8r«t»u ituilö' ; 4. imo. w>e unter 3, mit dem Texte: „i»r«>u «lu^ul ^ujlH'uill^üruvu, jl> v led »2vnt k»rü«»uu/. 1'iuliilliikll le »^vut dr«, l^«^ öllli««. » lilll« m«2iir«"! sämtliche Bilder aus dem ««läge Är,il)lt> Fcmchel, Wien, III. Nr, l „D»c Frledenswall!^", Blätter für zwischenstaatliche lDrgauljatlo«, Druct und Verlag ArtiftljcheS Inst'tut Orell, Füftli H geht man sich in Vermutungen irber künftige Möglich leiten in dieser Hinsicht, wobei untn anderem in Mcn, land berechnet wurde, daß selbst ein Zug dieser Flieger über Veroim nach Bologna ins Auge zu fassen sei. Da'h m den italienischen Blättern die Schäden, welche die vcm den Fliegern abgeworfenen Bomben auf dein Mailänder Zcntralbahnhofe verursacht haben, verschwiegen louroen, geschah gewiß nicht ohne Absicht. Man wollte dadurch den Eindruck hervorrufen daß die Flieger ihre Angriffe nichi cruf beftimmle, militärischen Zwecken dienende Objekt« richteten, sondorn iiberb/rupt bloß Zerstörungen in der Stadt zu bewirken suchten. Nun wird aber die darauf bezügliche Angabe dcs amtlichen österreichisch-ungarischen Berichtes durch die Nachricht der „Neuen Züricher Zev. tung" bekräftigt, daß aus Mailand in Chiajso Hütnzüfte angekommen sind, die bei dem Fliegerangriffe auf den Mailänder IentralMerbahnhof arge Beschädigungen er. litten haben. Im größten Teile der italienischen Blätter stößt „«it, auf Vorwürfe gegen die Behörden wegen ihrer Unter» lassungssünden. auf Rufe nach Vergeltung mit Angabe der Punkte, wo diefc Rachetaten Pletracht der bisherigen standhaften Ab-neigunss Salandraö ffegen die (^»rx-iieruna, des Kabinett? Ursula. Roman von Courts'Mahler. «3b. Fortsetzung.) sNachdlucl verbot«'..) Passiv verhielt sich „ur der alte Herr von Herrenfelde zn diesen Plänen. Er hatte ja nie »ilel ssegolten in feinem Hause, man verlangte gar nicht danach, seine Anstcht zu hören. All diese schönen, edlen Pläne warf nun die Ve» lobungsanzeige um. Man war sprachlos. Erlenhorsts hattm ihren Aufenthaltsort gar nicht verraten, man wußte nicht, daß die beiden zusammen waren. Frau von Herrenfelde kniff die Lippen ärgerlich zusammen. ,Das wird ja «ine schöne Ehe geben, die wilde Ursula und der lahme Arnstellcn — ich begreife nicht, wie Erlenhorst das zulassen lonnte." Sie vergaß ganz, daß sie dem „lahmen Arnstelten" mit Freuden ihre Tochter zur Frau hatte geben wollen. Hans pfiff zischend leise vor sich hin. .Laß die alberne Pfeiferei, Hans. Wenn du schneidiger aufgetreten wärst, lonnte Ursula längst deine Frau sew." .Ich hab mein Möglichstes ssetan, Mama. Wer lann für Pech?" Frau von Herrcnfelde sah ihren Gatten an, der stumm in seiner Tasse rührte. „Nun, was soll nun werden? Du sitzest natürlich wieder seelenruhiy dabei und sagst kein Wort." .Bis jetzt hast du meinen Rat i'.och nicht verlangt. Wa« werben soll? Hans und Dolf mögen den sehr kost- spieligen Rock des Königs ausziehen und sich lieber hier in Herrcnfcldc nützlich machen. Dann sparen wir den Inspektor noch obendrein. Und wir schränken uns ein bißchen ein, veranstalten leine großen Festlichkeiten und geben die alljährlichen teuren Nciscu auf. Dann ist uns allcn geholfen." Frau von Herrenfeldc hob mit einem anklagenden Vlick zum Himmel die Schultern. «Ich konnte mir ja denken, daß dein Rat unbrauct> bar war. Hans und Dolf können nur gute Partien machen, wenn sie Offiziere bleiben. Um simple Krautjunker reiht sich heutzutage kein reiches Mädchen mehr. Und ein bißchen priiscniieren muß man doch, wenn man nicht vollends unter den Schlitten kommen soll." ..Du wirst aber umso eher darunter kommen." „Hör' doch auf — ich muß eben selbst wieder Rat schaffen. Für Licsa käme jetzt Herr von Lindcnhof in Betracht. Er ist zwar nicht von altem Adel. indes bleibt uns keine Wahl" Herr von Herrenfeldc verkroch sich brummcno hinter seine Zeitung. Seine Frau erhob sich. „Komin, Liesa - ick habe mit dir zu! reden." Die beiden Damen verschwanden. Dolf und Hans sahen sich vielsagend an und dachten: „Jetzt wird ein neuer Fcldzusssvlcm gegen Herrn von Linbenhof einstudiert. Gott sei seiner armen Seele gnädig." Sie hatten weder von ihrer Mutter, noch von ihrer Schwester eine gute Meinung. Da Arnstettens Unfall in der ganzen Nachbarschaft bekannt geworden war, wunderte man sich allgemein, daß die wilde Ursula seine Biaut wurde. Diese Verwunde» rung steigerte sich ins Grenzenlose, als man Ursula tri> der zu Gesicht belam. Sie hatte sich unglaublich rccän» dert. Ihr stilles, gehaltenes Wesen, ihre ruhige, swlze Haltung, erschien allen Bekannten so fremd. Sie schien gewachsen und um Jahre gereift in der kurzen Zeit. Daß ihr Verhältnis zu Arnstctten gerihrzu rülrend war, mußten sich die Ehrlichen eingestehen, Munche hätten ihn so gern bemitleidet und bedauert - aber er sah gar zu strahlend glücklich aus. Daß er am Stock ging und den einen Fuß etwab nachschleppte, erinnerte an seinen Unfall. Sonst nichts. Er trug einen künstlichen Fuß. Liesa hcrrenselde sagte eines Tages, als sie Ursula besuchte- „Weiht du, Ursula — ich hätte mich nicht entschließen können, Arnstettens Frau zu werben,^Mein äfth» tisches Empfinden hätte sich bei dem Gedanken an seine Verunstaltung gesträubt. Sei mal ehrlich. Du hattest dich wohl schon vorher mit ihm versprochen und konntest noch dem Unfall anftändigcrweise nicht mehr zurück?" Ursula sah sie ernst und ein wenig spöttisch an „Nein, Liesa, da hast du vollständig vorbei or" Erst der Unfall meines Verlobten hat uns zusm geführt." . .. „Ich begreife dich wieder einmal aar »<«<. Ha"^ doch die Auswahl ,eh°b< unter ^7"'^^^",^ „Es ift mein Los, von dir n.cht begriffen z« wer (Fortsetzung folgt) Laibacher Zeitung Nr. 47_____________________________342____________________________ 28. Februar 1916 durch Berufung neuer Minister oder llntcrftaatssekretäre als sehr zweifelhaft, daß die jwmmer bei ihrem Wic-derzusammentritt auf der Regierungsbank auch einen neuen Würdemrägcr für die oberste Leitung des Flug-tvcscns vorfinden werde. Politische Ueberftcht. Laib ach, 27. Februar. Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Die italienischen amtlichen Tagesberichte melden auch weiterhin fast täglich angebliche erfolgreiche italienische Aktionen. So melden die Italiener am 21. Februar, daß sie den Gebirgsabschnitt des Collo nächst Roncegno, zwischen Torente Larganza und Ceggio, erkänwft und in der Nacht auf den 19. d. das besetzte Terrain noch westlich des Sattels des Monte Cello erbeutet hätten. Demgegenüber kann festgestellt werden, daß die italienischen Angriffe am 9. und 19. Februar klüglich scheiterten. Veim Angriff am 19. d. gingen zwei italienische Kompanien gegen unseren Posten am Collo vor und mußten inlt starteil Verlusten unter Zurücklassunss von sieben Gesogenen, welche österreichisch-ungarische Patrouillen durch Gegenangriff eingebracht haben, zurückweichen. Der Monte Collo ist unverändert in unserem Besitz. — Auch über unseren am 22. Februar früh gelungenen Feuerüberfall am Mrzli vrh enthält der amtliche italienische Tcges-bericht unwahre Mitteilungen. Tatsächlich gelang am 23. Februar früh ein Feuerüberfall unserer Artillerie und Minenwerfcr gegen feindliche Stellungen am Wcsthange des Mrzli vrh, woraus unsere Truppen in ein feindliches Grabenstück 80 Schritte vor unserer Front eindrangen und ein Maschinengewehr erbeuteten. Der Ausbau der genommenen Stellung lvurde sofort begonnen. Vorgehende feindliche Reserven am Südhange des Mrzli vrh wurden durch Artillerie zersprengt. Um 8 Uhr vormittags fetzte lebhaftes feindliches Artilleriefeuer, insbesondere gegen das genommene Grabenstück, ein. Das Feuer dauerte den ganzen Tag an. Zur Vermiidung weiterer unnützer Verluste wurden nach gründlicher Zerstörung der feindlichen Deckungen unsere Gruppen wieder in die ursprüngliche Stellung zurückgenommen. Ein feindlicher Gegenangriff hat überhaupt nicht stattgefunden. Aus Berlin wird gemeldet: Der Fall der Panzerfeste DouaUmont rief allenthalben Freude und Jubel hervor, worin auch die Betrachtungen der Blätter übereinstimmen, welche die über alle Maßen kühne Heeresleitung und die über alles Lob erhabene Tapferkeit der Truppen rühmen. Der frühere Minister Luzatti hielt vor der englischen Kolonie in Rom in Anwesenheit des englischen Botschafters eine Rede über die italienisch-englischen Beziehungen. Er hob hervor, daß die wirtschaftlichen Probleme noch ihrer Lösung harren, und wies dar.ruf hin, das; die kleine Ermäßigung der englischen Frachtt.rife, welche die diplomatischen Verhandlungen erreichten, schon wicder fast verschwunden sei, daß die Kohlcnprcife sogar erneut um drei Prozent gestiegen seien und daß das italienische Geld trotz aller Zustcherung Englands sich gegenüber dem französischen Gelde mit elf Prozent Disagio begnüge. Einem Londoner Berichte des „Corriere delta Sera" zufolge haben dic Konferenzen des italienischen Sondergesandten Majors De Planches mit dem Minister Runci-man trotz der Teilnahme Zweier französischer Regie-rungsnntglieder in Angelegenheit der Schiffsfrachten noch lein einigermaßen befriedigendes Ergebnis erreicht. Die französischen Mitglieder sind noch Frankreich zurückgereist und überließen die Fortführung der Verhandlungen mit England den Italienern allein. Aus Lugano wird gemeldet' Gabriele d'Annunzio hat, wahrend er als Fliegeroffizier Dienst tat, eine schwcre Verletzung des rechten Auges erlitten. Er dürfte das Auge verlieren. Aus Bulareft wird gemeldet: „Indevendance rou-maine" erfährt, daß die Tagung der Kammern, die verfassungsmäßig Ende Februar geschlossen werden slllcn, bis zum 15. März verlängert wird. General Sarrail erklärte dem Berichterstatter des „Corriere delta Sera", seine Reise zum König von Griechenland habe nur den Charakter der Höflichkeit gehabt und irgend welches Ergebnis sei nicht zu erwarten gewesen. Er habe den König in großen Zügen von dem Verteidigungssystem in Salonichi unterrichtet. Über die gegnerischen Streitträfte sei kein Wort gefallen. Lichts habe darauf hingedeutet, daß Griechenland die Neutralität zu verlassen gedenke. Sarrail teilte dem Ministerpräsidenten Skuludis mit, daß er für^ die Sicherung der Verproviantierung der Zivilbevölkerung und der griechischen Truppen in Ostmazedonien Erleichterungen schaffen wolle. TMslicuiglcitcn^ — (Auch eine Ventenz.) Einen Ausspruch, der neben den Sentenzen Falstaffs als denkwürdige Sentenz ver- zeichnet zu Nierden verdient, hat dicsertage ein Russe in einem unserer Gefangenenlager getan. Auf die Frage eines Besuchers, wie er in die Gefangenschaft geraten sei. antwortete er kurz und bestimmt: »Libber aincn Moment faig, als das ganze Leben todd." An Aufrichtigkeit Iaht diese Sentenz gcwih nichts zu wünschen übriss. ^ (T>er Panzerkiuderwanen.) Das merkwürdigste Fahrzeug aller Zeiten hat, wenn man dcr „Daily Mail" glauben will, in London seinen Einzug gehalten. Es ist — ein gepanzerter Kinderwagen. Nach einem in dem englischen Blatte veröffentlichten Bilde bestehen dic Seiten-Wände dieses Wagens aus dünnen Panzerplatten, und auch die Räder sind mit einer Metallmasse ausgefüllt. Das l^nze ist so lächerlich und sinnlos hergestellt, daß die Ab« ficht des Zeichners — auf die „Barbarei" der Zeppeline hinzuweisen — allzu durchsichtig erscheint. Nun werden wohl die Entwürfe von Panzerwiegen und gepanzerten Windeln nicht mehr lange auf sich warten lassen... lTas ausncgrabene Klavier.) In den „Times" wird erzählt: Englische Soldaten lagen im Schützengraben und arbeiteten unter dein furchtbaren Eisenhayel der deut' schcn beschütze mit Hacke und Schaufel fieberhaft im Graben. Da stießen sie mit den Spaten plötzlich auf einen hölzernen Gegenstand, der einen hellen Klang von sich gab. Im Glauben, daß hier ein Schah vergraben sei, verdoppelte,: die Soldaten ihre Anstrengungen und förderten zu ihrer Überraschung nach einiger Zeit ein großes Klavier zutage. Herausschaffen tonnte >nan das Klavier nicht; man mußte sich damit l»egnügcn, eine Höhle zu schaufeln, in der es frei stand. Als das geschehen wir, machte man sich daran, das Instrument zu probieren. Ein pianistisch gebildeter Soldat nahm vor dem Instrumente Platz und begann zwischen dein Heulen und Krachen der einschlagenden Geschosse zu spielen. Das Instrument klang tadellos, und nach einigen einleitenden Takten spielte der Soldat seinen andächtig lauschenden Kameraden ein Stück von Debussy vor. Immer mehr Soldaten ließen die Arbeit stehen und liegen und tamen herbeigeeilt, um dem unverhofften Konzert zu lauschen. Vergeblich mahnten dic Offiziere an die Gefahr und befahlen die Wiederaufnahme der Arbeit. Als das Bataillon, das das Instrument gefunden und zutage gefördert hatte, abgelöst wurde, wollte es das Klavier nicht den Kameraden überlassen. Man zimmerte, so gut es ging. ein Bein, da eines verloren ge-nannen war. und transportierte es lnit vieler Mühe nach dcm Lager, wu ihm ein Ehrenplatz eingeräumt wurde. — (Pflanzen auf der Jagd.) Daß der fleischfressende Sonnentau, der mit seinen Fangacmen die Fliegen säuxt, über das vollkommenste Sinnesorgan verfügt, das wir aus dem Pflanzenreich kennen, hat schon Darwin festgestellt. Er fand, daß die Drüsen des Sonnentaus schon gereizt werden, wenn man ein Stückchen Draht auf sie legt, das nur etwa 0.000-.004 Gramm wiegt. Vastin hat nun nach dcr Naturwissenschaftlichen Umschau der „Chemiker-Zeitung" berichtet, daß e3 nicht einmal einer Berührung der Sonnentaupflanzc mit einem Opfer bedarf, um die sehr empfindlichen Fangarme zum Zufassen zu reizen. Wenn man, fchreibt der Gelehrte, in einer Entfernung von mehr als einem Zentimeter vor jedem Vlatt eine Fliege befestigt, so bemerkt man alsbald, wie sich die Blätter deutlich der Veute zuneigen; binnen kurzem berühren die Fangarme das unglückliche Opfer und schil-lcn sich an, es zu umschlingen. Der Sonnentau geht also regelrecht auf die Jagd. - (Psychische Geschostwirlunaen nuf Tiere.) In der „Umschau" l Frankfurt am Main) macht der Vezirtsticr» arzt Reuter interessante Mitteilungen über psychische Go schohwirkungen auf Tiere. Man beobachtet im wesentlichen dieselben Erscheinungen, wie sie sich auch beim Menschen zeigen. Vor allem ist der Nervcnchoc bei unerloartet eintretenden heftigen Explosionen eine häufige Erscheinung Typisch ist dcr Fall eines Pferdes, das beim Einschlagen einer Granate in seiner unmittelbaren Nähe zusammenstürzte, als ob es getroffen wäre. sich jedoch nach kurzer Zeit wieder erhob, aber andauernd grohe Schreckhaftigkeit, verbunden mit Muslelziltern, Unsicherheit im Stehen und Gehen und verlangsamte Herztätigkeit zeigte. Das Tier muhte zur Pf^desammelstclle übcrwicseu werden, wo es sich innerhalb dreier Wochen vollständig erholte. Dcr Choc kann schwächer, aber auch stärker sein. Es sind sogar Todesfälle bei Pferden infolge des Nervenchocs bei der Explosion eines schlocren Geschosses vorssckommcu. ohne dah bei der Sektion die geringste Verletzung nach« gewiesen wäre. Allerdings tritt ouch das Moment der Gewöhnung ein, und man hat die Erfahrung gemacht, dah sich gerade die deutfchen Kriegspferde an den Kanonendonner und sonstigen Kriegslärm weit besser und schneller gewöhnen als zum Beispiel die vielgerühmten russischen Pferde. Ähnliches »vie von den Pferden gilt von den Hunden. Durch Ncrvenchoc eingetretene Lähmungen hat man auch bei der Jagd auf Rehe und Füchse beobachtet, die. ohne getroffen zu sein, nach dem Schuh still stehen blieben. Der gewaltige Kriegslärm hat direkte Abwanderungen des Wildes vom westlichen Kriegsschauplatz nach Luxcm« bürg, nach der Schweiz und in vom Kampfe nicht betroffene Gebiete Frankreichs verursacht. Man hat deshalb sogar «ine Zunahme von Mäusen und Ratten im Kampf« gebiete beobachtet. Eigentümlich ist cmch die Wirkung des Kanonendonners auf die Vögel. Das gröhle Federwild, namentlich Aucr- und Birkhühner. Fasanen. Wildenten und Seeadler von den masurischen Seen wurden durch den KriegSlärin verdrängt. Dagegen liehen sich Singvögel. l>esondcrs Lerchen. Buchfinken, Pirole, Drosseln, aus der Heimat ihrer Nester nicht vertreiben und lassen ihre Weisen nach wie vor ertönen. Auch die Rebhühner, ferner die Eulen. Falken, Sperber, Krähen usw. geben ihr Wohn. gebiet zufolge des Krieges nicht anf. — (Nichtraucher unter den Heerführern.) Wenn schon die Herrenlvelt zu Hause behauptet, nicht '.,t»ne Zigarren oder Zigaretten auskommen ?l tonnen, um so mehr verlangt der allen Anstvenglingen dcr Nässe, dcr Kälte, oft dem Hunger ausgesetzte Feldsoldat nach dem geliebten Rauchlraut in jeder nur denkbaren Form. Dah aber die Denker des Heeres, seine Führer, die oft be« tonte anregende" Wirkung des Nitotinö w^hl zu entbehren vermögen, zeigen einzelne der im Weltkrieg von Ruhmesglanz umstrahlten Nainen. So erfahren wir. daß Generalstabschef Conrad von Hötzcndorf <r»ar das neue Haus vollendet. Lolal- und Proviuzial-Mchrichtcit. Erinnerungen ans dcn Karpathen. Von Klodwig Tschada. Wir arme Nomaden sind in Nußland seßhaft geworden. Endlich! Seit dem Monate April bis in den Spätherbst hinein war uns Ruhe ein Wort von seltenem Klang, ein Begriff ohne Inhalt, Es gab eben keine Nast, ein stetes Wechseln von Ort zu Ort. Täglich andere Ailder, deren Tiefe wir jetzt erst in günstigen Stunden criilcssen können, und immer neue Leute, ole.wir nicht verstanden. Nur die Zeit bringt Ordnung und Zusam-mcnhang in dieses bunte Gewirr von Ländern und Gestalten; damals aber hatten wir keine Zeit zu rückblicken-den Betrachtungen. Ungleich tiefer, inniger und voller Slinunung find die Erinnerung!, die weit in l>ie Mon-l^ November und Dezember 1915, zurückreichen Da waren wir einmal müd»'., entsetzlich müde in stockfinsterer todernster Nacht von el'ic,- Karpathenhöhe hinab in den liefgelegcncn Ort G... gclommcn. Zitternd, vor 5lNte, erblicken wir unter uns im Tale die strahlenden Lagerfeuer, in die der Sturm hin-intobtc, daß sie gespenstische Schalten ubei die Umgebung jagten. Eln wah-rcs Zcmberland; die Phantasie acbe.iet abgerissen, krank-haft lebhaft, Spukgestalten hinei nualend ins wilde, lalte-slarrc Ni.lo. Geheimnisvolle Schreie lassen dic Hörncrven immer von neuem erzittern. Was war »V'j? - Nichts! Unser heutiges Ziel O... Nach Mündigem Marsche haben wir's erreicht und sind müde zum Umsinken. Körper und Geist lechzen nach Nuhe und Schlaf. Oh, — wir nmsil'n uns noch recht lange gedulden! — Wir wmlcten, standen und stehend schliefen wir. Schreie — es glng weiter; dock nur wenisse Minuten klang das ersehnte Knarren und Nattern dcr ssnhrwcrte. Ein langgezogenes ^hcul" und wir standen wieder. Dies Wartm war unbeschreiblich qualvoll. In einer elenden Hütte machten wir uns mit wenigen Strohbündeln unser Plätzchen zuiecht und genossen b?n Lohn des Tages — den crsehn'cn Schlaf, Er war uns alles geworden, unser Trost und unsere Stärke. Aus ihm schlürften wir Vergessen auf Mühen und Plagen. Auf einem verschneiten Karvathensattel bekamen wir die Feuerstellung zugewiesen. Geheimnisvollos Gerede ließ uns Gefahr ahnen, doch kümmerten wir uns nicht sonderlich darum. Jeder hoffte auf sein Glück; wlr waren alle hartgesottene Fatalisten. Laibacher Zeitung Nr. 47 343____ ____________28. Febiuar 1916 Tagsüber hockten wir frierend in einem hochgelegenen Neobachlungsstand, doch hatten wir abends Gelegenheit, unsere Glieder tüchtig zurcchtzuwärmen. Freilich ganz zum Genießen dieser schönen Abende in der Bauern» stube kamen wir nicht, denn immer stand m.ihncnd fischen uns der kommende Tag mir seiner bleiernen Länge und Trostlosigkeit wic ein ekler zudringlicher Geselle, dessen man sich nicht erwehren lann. Wir schliefen angekleidet und uyter dem offenen Dache war es gehörig lalt. Hie und da fuhr jemand im Schlafe jäh auf und redete unverständliche Worte. Ganz konnten die Nerven auch während der Nacht nicht zur Ruhe kommen und die Träume waren beklemmend. Diefe Abende waren trotzdem schön, die sternhellen Nachte erhaben. Die Luft scharf wic Stahl. Wenn wir bei' Lampenlicht bcisammensahen, Tee tranken und Gedanken austauschten, fühlten wir uns wohl. Mit den Leuten waren wir bald gute Freunde, obzwar sie Anfangs gegen dle Eindrins.liiM recht kräftig ihr Eigentumsrecht betonten. Wir lannlcn es so gut, dieses Sträuben und das darauf folgende Auftauen. Der ungastlichste Vaucr wurde umgestimmt, und als sie vollends sahe», daß wir im Herzen doch nicht gar so grimm waren, als wir anfangs taten, da hatten wir auch schon das Spiel gewonnen und standen in Gunst. In der Behandlung der feinen Seele des gMzisch-mthcnischen Bauern waren wir wahre Meister geworden. Um von den Leuten Milch zu bekommen, mußten vorher die geistreichsten Studien gemacht werden, sonst war das Beginnen aussichtslos. Um Milch Wurde oft selbst unter uns erbittert gekänwft und, fo lächerlich es scheint, langdaucrnde Fehde gehalten. Doch söhnten wir uns bei Sang und Klang in der Regel bald wieder aus. Herrlich schöne Stunden, unvergeßlich für jeden von uns, verlebten wir in dem stillen, verlassenen Karpathen-dorfe. — Dann kam plötzlich das grausame, schnelle Ende über den idyllisch schönen Ort. An einem Spätnachmittag sahen wir von unserer Hochwarte aus dem Tale schwere, hraunc und grellweiße Rauchschwaden aufsteigen. Aus dem schweren Qualm lösten sich Flammen, und als die Nacht anbrach — es war taghell — stand unser Hügel in elnem Kranz von Feuern. Wir wußten, daß dort unten etwas Fürchterliches vorging; wir. sprachen nicht, sahen uns nur in die großgeöffneten Augen und verstanden uns. Aus dem Tale stieg ein mattes Raunen; vereinzeltes Gekläffe der Hunde wurde vernehmbar. Aber dieses seltsame Geräusch, das Knistern des brennenden Holzes und das klagende, langgezogene Brüllen der Rinder legte sich eiskalt um unsere Herzen. Über dem Tale lagerte ein teilnahmsloscr, grcllroter, wogender Himmel und in der Luft verbreitete sich ein widerlicher Geruch nach Verbranntem. Unter uns mußten sich Dramen abspielen, grausamer als in den lampfumtoblen Schützengräben. Hier kämpfte der schwache Einzelne um den Rest seiner Habe, mit der ermattenden Kraft der Verzweiflung. AIs wir zu Tal kamen, lag alles eingeäschert; blökende Schafe und Hammel liefen herrenlos herum. Hinter einer wild dahinstürmenden Kuh, die vor der grellen Glut ausgerissen war, lief schweratmend ein weinendes Welb. Sie lief, lief und gab es auf. Wie leblos sank sie zusammen. — Zuerst der ungestüme Kampf ums Dasein, dann das Beugen und Fallen unter dem Geschehenen . . . Wir hatten damals Tiefes und Gewaltigernstcs geschaut in den grünen Karpathen! — (Kriegsauszeichnimg.) Seine Majestät der Kal« ser hat dem Obersten Hugo Ventour von Thurn des IR 17 das Ritterkreuz des Leopold-Ordens mit der Krteysdekoration verliehen. — lKriensauszeichnunnen.) Seine Majestät der Kat ser hat verliehen: das Militä'rvcrkienstlrcuz dritter Klasse mit der Kriegsdckoration dein Hauptminn Anton Lukanc Edlen von Savcnburg, überkomplett im IR 17, zugeteilt dem Gencralstade; das Geistliche Verdienstlrcuz 2. Kl. am woißrolen Vandc dem Feldlura-ten i. d. R. Vittor Lipusch des IN 27; das Silberne Verdlenstlrcuz mit der Krone am Bande der Tapserleits medaill« dein Zugführer, Titularfeldwebcl Johann Schlager des IN 27. - Verliehen wurden: die Sil-^"eTaftfcrleitsmcdaille erster Klasse dem Kadetten in oer Reserve Georg Türlcr, dem Rcscrvcgchcitcn Ernst -^ sch."nd dem Landsturminfantcristen Joses Riegcr, "^ t!^c? NN 27; die Silberne Taftfcrleitsmedaille zwelter Klasse dem Landstnrmladett.-n Dr. Franz Eidlitz, dem Reservclvrpornl 5^ hj^lchöck, ^m Gefreiten (Sanltatsunleroffizier) Johann Hammer, den Infante ns en Zl"nz Moubek, Johann Prefer und Wenzel Vo-kao a^en sechs des IN 27; dem Fähnrich in der Reserve Karl Vrzm, dem Kadetten i„ der Reserve ^oscf Schwarz! dem Reserve eldwebel Alfred Tttularfedwebel Johann Kapfcr, dem Nescrv?lmvoral Franz Ofncr, dem Nescrvegcfteiten Johann ttainer und dem Reserveinfanlcristcn Rupcrt Kojer allen sieben drs IR 27; dem Ncscrvcfeldwebel Andreas Devjnk des ^R Nr. l7; die Bronzene Taftferkcitsmedaille den Fähnrichen in der Reserve Robert Rieben von Nlcbenscld und Franz Gartlstrubcr, dcm Rcscivczun,sführcr> Titularfeldluebcü Valentin Haubman, dem Infanteristen, Titularhefreiten Pius Grcilnler, den Infanteristen Peter Turtmmn, Johann Stachl, Franz Strobl und Robert Kogler, allen ncht des IR 27; dcm Waffenmeister zweiter, Tit. erster Klasse Franz Prhne des IR 17. — (Kriegsauszeichnungen.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Haufttmann Josef Stra»ek auch Tttaschck und Straschegg des ÜIR 27 das' Militärver-oienstkreuz dritter Masse mit der Kriegsdetoration verliehen, weitcrs dem Stabsfeldwebel Anton Klun, dem Zugoführcr Josef Kren und dein Infanteristen August Tossi die Bewilligung zur Annahme und zum Tragen der deutschen Kriegn Verdienstmedaille erteilt. - Verliehen wurden: die Silberne Tapserlcitsmcdaille cister Klasse den Neservckadetten Sigismund >lastner und Anton Gaspari, beiden des LIR 27; die Silberne Tapfer-lcilomedaille zweiter Klasse dem Korporal Unton Strum-belj des LIR 27; die Bronzene T>ipferkeitsmedaille dem Rcscrueladelten Friedrich Molla und dem EjFrw. Feldwebel Friedrich Kaiser, beiden des LIR 27; den Gefreiten Ialob Kofolj, Peter Pcn Gorenjal des LGK 12 das Silberne Verdienstkrcuz am Bande der Tapfcrkeitsmedaillc verliehen. — Die belobende Anerkennung wurde dem Vizewachlineifter Ignaz Dobnikar des LGK 12 ausgesprochen. Den Vizewachtmeistern Ant. Smrelar, Alois Toni und Martin Lorbar, allen drei dcs LGK 12, wurde die Silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse verliehen. — lVerechnuna der Dienstzeit freiwillin Assentierter.) D«s Kriegsministerium ist in Kenntnis nelcma.t, oatz bei cinzclnen Truppen und Anstalten Landsturmpflichiigen. welche sich während der aktiven Landsturmdicnstlei-stuiin freiwillig assentieren liehen, die vor ihrcr Assentierung im a-ltiven Landfturmdicnst bereits zugebrachte Zeit auf die nefehmähiae Dienstpflicht im ncmoinsamcn Heere angerechnet wird. Dieser Vornana isi", wie das Krieasmwistcrium durch Erlaß wtcmnlaeqcben hat, un. richtig, da bei der gcnanntcn Katogorie dic auf dic gesetzmäßige Dienstpflicht im gemeinsamen Heere zählende Dienstzeit bis zur allgemeinen Regelung dicser Frage crft mit dem Tage der freiwilligen Assentierung beginnt. Die Grundbuchlilntk'r der hicnach in Betracht lommendeu srci-lvillig Assentierten sind in dieser Hinsicht zu überprüfen und eventuell richtigzustellen. — (Tic iialienischen Caproni Flugzeuge.) Man schreibt der „Pol. Korr." von der italienischen Grenze: Der Verlust eines Eaproiii'Großkmichfsiugzcuges, mit dcm ein italienisches FlulMschwadcr das gegen Laibach versuchte Unternehmen gebüßt hat, wird sehr schmerzlich empfunden. Den Caproni-Flugzcun.cn wurden in der ita licnischen Presse außerordentliche Vorzüge zugeschrieben, und es wurde hervorgehoben, daß die Bauart dieser Flugzeuge ein streng gehütetes Geheimnis bilde. Jetzt bemühen sich dagegen die Blätter, die Bedeutung drs bei Laibach erlittenen Verlustes durch allerlei Redensarten herabzusetzen, wobei im Widerspruch zu allen früheren Behauptungen erklärt wird, daß die Bauart dieser Flug zeuge in Deutschland seit langem lein Geheimnis sei, somit auch dic österreichisch-ungarische Armee gewiß nicht erst durch die Nicdcrholling eines Eaftroni-Flusszcugcs bci Laibach von dessen Einrichtung nähere Kenntnis erhalten habe. War schon das Mißgeschick eines Caproni Flua.zeua.es geeignet, die Genugtuung über den Ausflug nach Kram sehr zu dämpfen, so mußten die Italiener vollends aus der amtlichen Mitteilung entnehmen, daß die italienischen Flieger leinen Schaden anzurichten vermochten somit der Rachezug, durch den die österreichisch ungarische» Fliegerangriffe in Obcritnlicn verrollen wcrdcn sollte», ci,5 Schlag ms Wasser war. — (Drr Frldpoftvelkchr.) Die Aufnahme von Pri-vatfcldpostpalctcn zu dcn neuen Etaftpcnpostämtern 266 »md.'5ll is< nicht zuaelasscn. — (Die Ancrlcnmmn des Landcosch,,lraics fur Bcr. dienftc um die KliraMrsornci wurde im Namen Seiner Eizellen; des Ministers l" Ku <"s m,d Unterricht be-tannlgcaMn: den Frauen: Nclly Höglcr, Tabakliwl- chcsarztcssMlahlin in Lazarini, Lllndcsrcgicrunnssekctais- und Amlslcttcrs- aattin in Stein- Marie Lewim. Rccllcrungsadjunltens-aattin; Olga von Rnlins, Hosrawc,atlin: M, Sk„bel, Polizciobcrlonnnissärsaattin, "nd dnn Fräulein Marie Lnckmmm. allen in L'nbacl^ den Herren: Hnuptpwrer Franz Ku^ar in Mannslmrss; Gemc,ndcvorstch?r Franz Orel in Sk'in; Gutsbesitzer Anton Stare in Maimsbura,; dcn Or!oschulrä!cn in Asp und Vioschimch; den ^^rper-sonen: Arbcilslchrerio. Cäcilie Stubic in Adcl«b«g; Lehrerin Maria Prcmrov-Cut :n ^t. Pctcr; Obnlchrcr Franz Verbiß in Slavina; Lcyrcr Leopold Kofta«' in Adclsbcrg- Lehrerin Ludmilla Bo^lncr !n Wippach; Lehrerin Nibiana Bisail in Domcgg; Lehrerin Maria Dovs,an in Zagorjc; Lehrerin As,nes Nl„n in 5lu^elj; Supplcntin Iosefa Iaklitscli in Mbichcr; Arbeitslchrerin Theresia Xlo'ir in Großlaschitz; Supftlcntin Paula Sieg-mund in Masern; Fachlehrer Karl Humek in Gurlfeld; Lehrerin Maria Brncdi<'i<^Frante in St. Kanzian; Oberlehrer Karl Ro^lotM in Ccrklje; Lehrerin Rosa PirkovV' in Scharsenberg; Lehrerin Olga Korbar tn Landstraß; Lehrerin Antonie Randl in Nassenfuß; Leh> rcrin Karoline Trost in St. Barthelmä; Lehrerin Ludmilla Brcgar in Vifchoflack; Lehrerin Johanna Lampe in Predasfel: Oberlehrer Friedrich Kramer in Bifchof-lack; Oberlehrer Franz Ivanc in Krainburg; die Lehrerinnen Auguste Erbe^nit in Mariascld, Caroline Han in Dobrova, Marie Ranzinger in Ioscfslal, Caroline Kleö in Moste, Anna Kleinftein in Billichgraz, Juliane .Kobal in Drenon gri^, Maria Babnil-Najer in Tt. Äeit ob Laibach; Oberlehrer Karl Benedil in Bresowih' die Lehrerinnen Hedwig Malovrh in Ie/.ica, Ernestine I^m^ek in Bninndorf, Franziska Janlovi^ m Ti c»r, Maria Lcvstil-Hcckinn, in Sagor, Johanna >n Weifelburg; Oberlehrer Johann- Blac^ajne in Murmlal; die Lehrerinnen Sevcra Tancig in Isla/, Ludmilla Abram in Heiligenkreuz bei Littai, Maria Pol.il Kra-^ovec in St. Veit bci Sittich; Arbritslchrcrin Muria Gosti>a und Lehrerin Maria Touvan, beide in Idria; Oberlehrer Peter Rep!'" in Maunitz; die Lehrerinnen Stephanie Nojcc in Vigaun, Maria Mo'-nil in Sairach, Maria Ktanncr in Iggendorf; Oberlehrer Johann Rih^ ter^iö in Mitterdorf; Oberlehrer Anton Klima in Sava? Aßling; Oberlehrer Josef Mman in Bresnitz- ^I. Va^ leria Oaulin i„ Tl. Michael bei Nuooliswert: die Lehrerinnen Gisela Elel in Rudc»' lan m Zagrndlc, Milcna Kavö^ i,l . Barle in Prcöna, Maria Odlasck in Tlcin, Angela Iun^a in Iarschc, Maria Bitcnc in Jauchen, Gisela U-eni6nik ln Mannsburg, Maria Tartar in St. Margareten im Tucheiner Talc, Frcmziska No/.i<- in St. Gotthard, Anna Erzin in Sen>l<-, Iosesa zn i- jchcn Oiicnj und Okzident gefallen sind und ilch ^cide zl.m großen ilampfe geym dic Feinde »er Kultur und Menschlichkeit verbunden haben, die Schätze der Voller des Morgenlandes gu enthüllen. Es ist eine Aufgabe von eminenter literarischer und lulturhistorisch'.'r Bedeuwny, die sich dcr Vorttiigbfünstler gestellt hat, bci der wir alle mithelfen wollen, Tcnff Georgi hat in den Hauptstädten Deutschlands, namentlich auch in Berlin, schr große Erfolge erzielt. — Der Vortragsabend findet in der Zeit vom 9. bis 11. März statt. Ihre Exzellenz Frau Baronin Karla Schwarz hat das Protektorat über diese Veranstaltung übernommen. Das wirluunsvollc Programm mit dem tollen Lustspiel „Fräulein Hochmut" lommt im D-itz Lustspiel „Fräulein Hochmut" erzielte nuch in Lc, ^n unsvc,'laufte Häuser. Sehenswert sind die -er das Vordrinnen imserel Truppen in Vlontrnrssro. — Morgen Dienstag neues Programm: Die Lustspielnovi-tät „Das verbotene Lachen." Robert und Bertram im Film. Darüber schreibt die ^ Berliner „Nationalzeitunss": Im U.-T. am Nollen5«f-platz wurde dicsertage zum ersten Male der neue Film „Robert und Bertram" nach dcm gleichnamigen Lustspiel vorgeführt. Alle lustigen und heiteren Gaunereien der beiden Vagabunden kommen auch im Film smit einigen Varianten) gnnz gut zur Geltung. Bl' "irlsam Wird die harmlose Komödie durch das ^er T6)anspiclcr, wic zum Beispiel Eugen ' ''^ und Ferdinand Bonn als Bertram, sow . . ^e' gclmann, G. Bcnuftaire und Ernst Ludiljch, und durch ^i^ ,.,..>>^l..^ wirklich schönen Bilder ^^ dem nllen T' „bürg a. d. T., wo d ,. U.m;,„s^'n5.......^„Nm^^"""' gie des Herrn M, ?'l<'tt Laibacher Zeitung Nr. 47_______________________________344_____________________________________28. Februar 191S Der Krieg. Telegramme des k. k. Nelegraphen-Korrespondenz-Knreains. Kfterreich'Ungarn. Vo» den Kriegsschauplähen. Wien, 26. Februar. Amtlich wirb Verlautbart: 26ten Februar. Russischer und italienischer Kriegsschauplatz: Keine besonderen Ereignisse. — Südöstlicher Kriegs-« schauftlatz: Unsere Truppe» sind bis an die Landengen östlich und nördlich von Durazzo vorgedrungen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Häfer, FML. Wien, 27. Februar. Amtlich wird verlautbart: 27ten Februar. Russischer Kriegsschauplatz: Keine besonderen Ereignisse. — Italienischer Kriegsschauplatz: Vorgestern lam es an der tüftenliindischen Front, von heftigem Artilleriefeuer abgesehen, an mehreren Stellen auch zu heftigen llcincn Infanrerielämpfen. Vor Tagesanbruch machten Abteilungen von der Besahung detz Görzer Brül-lentopfes einen Ausfall bei Pevma, überraschten den schlafenden Feind, schütteten einen Graben zu und brach« ten 46 Gefangene zurück. Am Rande der Hochfläche von Doberdo ging nach starter Artillerievorbereitung fcind» llche Infanterie gegen unsere Stellungen beiderseits des Monte San Mw^clo und östl. Polazzo vor. Die Italiener wurden unter großen blutigen Verlusten abgewiesen und liehen überdies 127 Gefangene, darunter sechs Offiziere, in unseren Händen. Der gestrige Tag verlief ruhiger; Tarvis erhielt wieder einige Granaten. -— Südöstlicher Kriegsschauplatz: Heute morgens haben unsere Truppen Durazzo in Besitz genommen. Schon» gestern vormittags war eine unserer Kolonnen im Feuer der italienischen Schiffsgeschütze über die nördliche Landenge vorgedrungen: sie gelangte tagsüber bis Portos, sechs Kilometer nördlich von Durazzo. Die über die südliche Enge entsandten Truppen wurden anfangs durch die feindliche Schiffsartillcrie in ihrer Vorrückmg behindert, doch gelang es zahlreichen Abteilungen, watend, schwimmend und auf Flößen bis abends die Brücke östlich von Durazzo zu gewinnen und die dortigen italienischen Nachhuten zu werfen. Bei Morgengrauen ist cineö unserer Bataillone in die brennende Stadt eingedrungen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: vo» HSfer, FML. Teutsches Reich. Vo« de« Kriegsschauplatz«. Berlin, 26. Februar. Das Wolff-Bureau meldet: Großes Hauptquartier, 26. Februar. Die Panzerfefte Pouaumont, der nordöstliche Eckpfeiler der permanenten Hauptbefeftigungslinie der Festung Verdun, wurde gester« nachmittags durch das brandcnburgische Infanterieregiment Nr. 34 erstürmt und ist fest in deutscher Hand. Oberste Heeresleitung. Berlin, 26. Februar. Das Wolff-Bureau meldet: Großes Hauptquartier, 26. Februar. Westlicher Kriegsschauplatz: Wie nachträglich gemeldet wurde, ist in der Nacht zum 25. Februar östlich von Armentwres der Bor» stoß einer englischen Abteilung abgewiesen worden. In der Champagne griffen die Franzosen südlich von Saint Marie .l Pu die am 13. Februar von uns genommene Stellung an. Es gelang ihnen, in den ersten Graben in der Breite von etwa 250 Metern einzudringen. Östlich der Maas wurden in Anwesenheit des Kaisers an der Kampf« front bedeutende Fortschritte erzielt. Die tapferen Truppen erkämpften sich den Besitz der Höhe südwestlich Louve» mont, des Dorfes Louvemunt und der östlich davon liegenden Befeftigungsgruppe. Im alten Dränge nach vor» marts stießen brandenburgische Regimenter bis zum Dorfe und der Panzerfeste Douaumont durch, die sie mit stürmender Hand nahmen. In der Woewre-Ebene brach d«, feindliche Widerstand auf der ganzen Front bis in die Gegend von Marcheville (südlich der! Nationalftraße Metz Paris) zusammen. Unsere Truppen folgen dem weichenden Gegner dicht auf. Die gestern berichtete Weg. »ahme des Dorfes Champneuville beruhte auf einer irr« tümlichen Meldung. — Ostlicher Kriegsschauplatz: Außer erfolgreichen Gefechten unserer Vorposten ist nichts zu berichten. — Valkankriegsschauplatz: Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. Berlin, 27. Februar. Das Wolff-Bureau meldet: Großes Hauptquartier. 27. Februar. Westlicher Kriegsschauplatz: An verschiedenen Stellen der Front spielten fich lebhaftere Artillerie- und Minentümpfe ab. Südöstlich Ypern wurde ein englischer Angriff abgeschlagen. Auf d«n Höhen rechts der Maas versuchten die Franzosen in fünfmal wiederholten Angrifft« nit frisch herangebrach. t«, Truppen die Panzerfefte Douaumont zurückzuerobern. Sie wurden blutig abgewiesen. Westlich der Feste nahmen! unsere Truppen »mnmehr Chantpneuvllle, die C5te de Talou und länlpften sich bis an den Südrand des Waldes nordöstlich von Bras vor. Östlich der Feste erstürmten sie die ausgedehnten Festungsanlagen von Hardaumont. In d« Wocwre-Ebene schreitet die deutsche Front lämftfend gegen den Fuß der C<»tes Lorraines rüstig vor. Wie gc« meldet, beträgt die Zahl der unverwundet Gefangenen jetzt fast 15.lM. In Flandern wiederholten unsere Flugzeuggeschwader ihre Angriffe auf feindliche Truppen« lager. In Metz wurden dl»rch Bombenabwurf feindlicher Flieger acht Zivilpersonen und sieben Soldaten verletzt oder getötet. Einige Häuser wurden beschädigt. Im Luft-lampfe und durch unsere Abwehrgeschütze wurde je ein französisches Flugzeug im Bereiche der Festung abgeschossen. Die Insassen, darunter zwei Hauptleute, sind gefangen genommen. — Ostlicher und Vallankricgsschau-platz: Keine Ereignisse von Bedeutung. Oberste Heeresleitung. Tie (5istiirmnna der Panzcrfestuna Douaumonl. Berlin, 27. Februar. Der Kriegsberichtcrstatter des „Berliner Tageblatt" meldet aus dcm Großen Hauptquartier unter dem 26. d.: Geftcrn nachmittags erstürmten brandcnburgische Truppen das stärkste, ganz moderne Fort Douanmont der großen Lagerfestung Verdun. Ebenso wic die französischen Militärschriftstcllcr Verdun als ihre best-angelegle uneinnehlnbarste Festung lx'zeichneten. wird man lvahrscheinlich diescrtaye lesen können, daß Verdun veraltet und von geringer Bedeutung sei. Das Werk Douaumont lourde als stärkster Teil der Festung gewertet. Das Fort bildet durch seine Lage tatsächlich den Eckpfeiler der ganzen Nordfront. Es ist vom Mittelpunkt der Stadt Ver-dun gerade eine deutsche Meile entfernt. Es steht auf dem höchsten Punkte eines von der Maas nordöstlich ansteigenden Höhcnzuges, der sich dort steil fast 200 Meter über seine Umgebung-erhebt und diese weithin beherrscht. Der riesige Beton- und Stähl Panzer block liegt in Trümmern. Noch ein zweites, unweit gelegenes Fort ging durch einen einzigen schweren Schuß, der e2 von ol>cn durch alle Stockwerke bis zur Munitionskammer durchschlug, in die Luft. Die Organisation des Nnssriffes auf die Nordfront vou Verdun war ein Meisterstück für sich. Die Arbeiten von ungeheurem Umfange mussten erst in völliger Verborgenheit ausgeführt werden, sollte der Kampf gegen die „uneinnehmbaren" Stellungen wirklich gelingen. Die Entfernungen, die von der schweren Artillerie abseits der normalen Eisenbahnlinien zurückzulegen »varen. wurden durch das anhaltend schlechte Wetter und den dadurch eintretenden Zustand der Straßen zur großen Schwierigkeit. Hunderte von Menschen mutzten erst die nötigen Verbesserungen der Wege ausführen. Ein weiteres Erschwernis war die nute Fundierunn der Bettungen, von deren Haltbarkeit erst die 0knauigkeil des schlvereu Feuers abhinss. Wic fabelhaft genau dann geschossen wurde, wissen wir heute. Es ist offenbar gelungen, die Tolephonverbmdnngen mehrerer Artilleriebeobachter zu zerstören, da die Artillerie von Verdun manchmal in sehr wichtigen Augenblicken schwieg oder viel zu spät cingriff. (Astern war überhaupt fast lein Feuer von Bedeutung z" hören. D«aea,en erzählten die übrigens sehr gut adjustierten Gefangenen, daß die Wirkung unserer schloeren Artillerie ganz unbeschreiblich furchtbar toar; niemand könne dies längere Zeit aushal-ten. Die Gefangenen toaren sichtlich erleichtert, dieser Hölle nun entronnen zu sein. London, 26. Februar. (Meldung de» Reuter-Bureaus.) Der Pariser Korrespondent der ,.Time3" meldet: In allen Berichten von der Front wird einstimmig erklärt, daß selbst das furchtbare Ärtilleriefeuer bei der Offensive in der Champagne nichts »var gegen das rücksichtslose Bombardement, welches diese Woche mit donnernder Gelvalt über die Maashöhen rollte. Dle berühmten 30,5 und 42 Zentimeter-Mörser verstärkten den Chor und Hai« fen den Boden aufwühlen. Laufgräben und Feldbefestigungen wurden in Stücke gerissen und vernichtet, wobei die berstenden Granaten kleine Hügel aufwarfen oder Erdlöcher gruben. Nie zuvor lvar eine Schlacht so bis in die kleinsten Einzelheiten vorbereitet oder cme Armee so reichlich mit Material für den Sieg ausgerüstet. Die ..Morningpoft" schreibt im Leitartikel: Wir müssen den furchtbaren Charakter des deutschen Angriffes anerkennen. Wir weigern un3. in dem energischen Angriffe a-uf die starke Stellung eine Torheit oder Verzweiflung zu sehen, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil eine starke Stellung gewöhnlich auch eine Stellung von »vichtiger Bedeutung schützt. Der Preis ist der Gefahr gleichwertig. Die Geschichte beweift immer mehr die Richtigkeit der Auffassung, dah wenige Stellungen in sich selbst so start oder so gut verteidigt sind. dah sie uneinnehmbar wären. Laßt uns die Deutschen deshalb nicht verspotten, sie versuchen jetzt in Frankreich dasselbe, was sie in Galizien und Vel-gien mit gutem Erfolge taten. Sie trachten die starre Schlüsselstellung mit einer großen Lawine von Material und Mannschaft und mit aller Gründlichkeit und Energie des deutschen Intellekts zu erobern. Sie haben den Zeitpunkt des Angriffes mit gewohnter Klarheit gewählt. In der Champagne und in Flandern ist der Zustand des Bodens vermutlich derartig, baß man keinen Gegenangriff unternehmen kann. Die Deutschen rechnen zlveifclloS u» und ihre Forts stellen nur eine Stütze dar. Me schworen feindlichen Geschütze werden das Fort Douaumont zerstören können, ohne doch etwas anderes zu vernichten, als eine träge Velonmasse. Das Nlatt schließt: Wir be» wahren volles Vertrauen auf den endgültigen Ausgang. Oberst Rollsset schreibt in der „Liberty": Nach den letzten Nachrichten äußert unsere Heeresleitung keinerlei, Unruhe. Unsere Reserven brauchen noch nicht einzugreifen. Stockholm, 27. Februar, über den dcuisä>n Sieg bei Verdun schreibt ..Svensta Dagbladct": Der Gelände-ncwinn, den die Deutschen jetzt machten, und der gleich nach den nicht unbedeutenden Erfolgen bei Mpern und Souchez folgt, bedeutet die grüßte Veränderung der Lage auf dieser langen Stellungsfrunt seit Ioffres großer Offensive im September. Was damals den Deutschen ver« loren ging. dürfte jetzt voll ersetzt oder vielleicht mehr als erseht ssin. „Stockholm Dayblad" meint: Nein taktisch be. trachtet, ist der Erfolg neuerlich sehr bedeutend. WaS den Deutschen hier in einem Anlauf gelungen ist. ist bedeutend mehr als das, lvas die Franzosen vorher unter oft lnonatelangeu Reihen von Angriffen erreichen konnten. Vom moralischen Standpunkte aus muh diesen Kämpfen, besonders im jetzigen Stadium des Kriegs, großes Gewicht beigemessen werden. Italien. Die italienischen Einschiffungsoperationen in Albanien. Lugano, 27. Februar. Nachdem Essad in Rom eingetroffen und sein Erscheinen allgemein besprochen worden ist, teilt die „Agenzia Stefani" amtlich folgendes mit: Nachdem die Räumung Albaniens mit der Alreise der albanischen Regierung nu3 Durazzo absscschlossen ist, hat auch unsere dort befindliche Brigade trotz der Angriffe ungeheurer feindlicher Streitkräfte Hrm Rückzug gemäß dcm vorgefaßten Plane begonnen. Die (5inschlf-fungsoperationcn vollziehen sich, wiewohl die Seever-hältnissc sehr widrig sind, unter dem wirtsamen Schuhe der Kriegsschiffe und Torpcdojäger. In den von unseren Streitlräften tapfer durchgeh iltenen rauhen Kä'nchfcn übersteigen die dem Feinde beigebrachten Verluste bei weitem die unsrigen (?). Her See» und der Luftkrieg. Eine anerkennenswerte Leiftuna.. Wien, 27. Februar. Aus dem KrieOvressequartier wird gemeldet: Eine anerkennenswerte Leistung vollbrachte ein junger Offizier in den letzten Tagen an lxr wolhymschen Front, als gerade der Wettersturz eingetreten war und der herrschenden UnstchNgleit halber auf Überraschungen besonders geachtet werden muhte. Am 23. d. versuchte ein russisches Flugzeug unsere Kampfstellungen zu überfliegen. Obwohl Schnccfall herrschte, wurde der Flieger von Lentnant Vazso deö Ghörer Infanterieregiments entdeckt. Es gelang der unter seinem Kommando stehenden Maschinengiewehrabteiluna. durch sofort aufgenommenes Feuer den feindlichen Apparat trotz der herrschenden unhünstigen Witterung herunterzuholen. Laibacher Zeitung Nr. 47____________________________345_________________________________28. Februar 1916 Die Vcschiidia.nna.cn der Kirchen in Ravenna durch unser Luftbomliardement. Lugano, 2«. Februar. Italienischen Blättern zu» folge erklärte der Direktor des italienischen Altertum-Wesens, Conrado Ricci, nach einem Besuche von Ra« venna, daß die Beschädigungen der dortigen Kirchen durch das Luftbombardement der österreichisch.unga« rischen Flugzeuge teils laum merkliche, teils leicht voll» kommen zu deheben seien. (Diese Feststellung ist von Bedeutung, weil Ricci der erste und lauteste Lärm» macher über eine angebliche Beschädigung der Kunst» schätze der Kirchen Ravennas war.) ' - «,^ Die „arohartiae" Vetiitiguna der italienischen Flotte. 5N»m, 2li. Februar. Die „A^nzia Stefani" verbreitet folgendes Kommuniaus: Seit Mitte Dc^cml»er bis heute sind von einem zum anderen Ufer der unteren Adria unter dem Geleite von Einheiten der italienischen Flotte, und ihr beiacaebenen verbündeten Schiffen 26N.00« Menschen und eine lx'lrächtliche Anzahl Vierfüßler durch insgesamt 250 Dampferfahrt'» befördert worden, ferner lind gleichzeitig W0.000 Doppelzentner Viaterialien auf hundert Dampfern, deren Großteil, um daö östliche Ufer der Abria erreichen zu können, einen bescheidenen Tonncn-gehalt hatte, befördert wurden. Zudem haben unter dem Geleite italienischer und verbündeter Schiffe in dem a.lei-chen Zeitabschnitte sechsmal ausländische, «Herrscher oder Printen und noch häufiger fremde Minister sowie militärische und Iivilbchörden die gleiche überfahrt ausgeführt. Der Feind hatte versucht, diese ausgedehnte und komplizierte, Newegung durch furtgcsehte Ü^elätigung durch Flugmittel. Minierung der Wasserzone, häufiges Eingreifen von auf Kundsäfafierschiffen oder Kreuzern gestützten Tor-pedojägern, Gefchwadern und schließlich durch N) ganz durchgeführte llntersccbootangriffe zu verhindern. Alle diese Versuche sind, trohdcm die Operationen in l>eschräill-tem Wasserspiel oder cruf notwendigerweise uorgezeichneien Routen und nahe den llandungspuntten sich abspielten, beständig durch die Geleitschiffe vereitelt worden. Sonnt ist außer den leichten, in früheren Vcrlautbarlinaen ^richteten Iwischenfällcn nur die Versenkung dreier kleiner Dau^fer zu verzeichnen; zlvei davon stießen auf Miuen und der dritte wurde nach seiner Entladung torpediert. Jedenfalls kam kein einziger serbischer Soldat auf dem Moere ums Leben. Die italienischen und die verbündeten Schifte haben jedesmal, »uenn die Umstände es erlaubten, den Feind entschieden und wirksam angegriffen. In den ersten Iänncrtagcn wurde ein österreichisch-ungarisches Unterseeboot versenkt, zwei andere Unterseeboote gingen höchftlvahrschcmlich in den gleichen Tagen verloren und ein feindliches Wasserflugzeug wurde nahe Valona erbeutet. (Iu vorstehender Nachricht mutz bemerkt werden, daß die Versenkung eines und der Untergang von zwei anderen Unterfeebooten glatt erfunden ist.) Versenkt. London, 26. Februar. Lloyds meldet: Der britische Dampfer „Fastnet" wurde versenkt. Alle Personen sind gerettet. Der britische Dampfer „Dido" wurde gleichfalls versenkt. Nur ein Teil der Besatzung ist gerettet. Pariö, 27. Februar. (Agcnce Havas.) Nach einer Mitteilung des Marineministers wurde der untergegangene englische Dampfer „Faslnct" im westlichen Mittel-meere vou einem Unterseeboote versenkt. Die Besatzung wurde von einem französischen Schiffe gerettet. Der Kapitän des „Faswet" erklärte, er habe dasselbe Unterseeboot vorher das schwedische Schiff „Tomborg" versenken sehen. Das Unterseeboot habe Rettungsboote dcs „Tanlborg" geschleppt. Marseille. 2N. Februar. Hier traf die Nachricht von der Torpedicning eines Dampfers ein. Es dürfte sich um den Dampfer „Wcstoorby" handeln. Der Dampfer „Tre-verleftn" traf ein Voot mit l'.V Mann au und rettete die Insassen. Die übrige Bootsbesatzung »vurde von einem unbekannten Dampfer geborgen. Nach Mitteilungen eines Mannes von der „Wcstoorby" wurde der Dampfer durch ein Geschoß in zwei Teile gebrochen. London, 26. Februar. (Reuter.) Die britischen Dampfer „Dcndby," und „Tmnmel" wurden versenkt. Fünf überlebende der „Tummel" wurden gerettet, sieben werden vermißt. Von einem Unterseeboote beschossen. Marseille, 26. Februar. Der Postdamftfer „Vllle oe Madrid" der Compagnie Transatlanliauc, der hier eingetroffen ist, wurde auf der Fahrt von einem feindlichen Unterseeboot beschossen. Mit Volldampf gelang es dem Dampfer, der zweimal getroffen wurde, aber leinen schweren Schaden erlitt, dein Unterseeboot zu entgehen. NequMerunn der deutschen Schiffe in Vt. Vincent. Vondon, 25 Februar. Lloyds Agentur meldet l-us St. Vincent: D,e portugiesischen Behörden requirierten die bort liegenden deutschen Schiffe. Die bewaffneten Handelsschiffe. Washington, 26. Februar. Staatssekretär Lansing teilte mit, daß eine Ententemacht auf den Vorschlug, die Handelsschiffe zu entwaffnen, geantwortet habe. Cr sage aber nicht, welche Ententemacht es war und wie die Antwort gelautet hat. Wie „Associated Preß" erfährt, war es Italien, das die Antwort geschickt. In derselben wird darauf hingewiesen, daß die italienischen Liniendampfer, wenn sie aus amerikanischen Häfen ausfahren, dafür garantieren, daß die Bewaffnung nur zur Verteidigung würde benützt werden. Die Belästigung der neutralen Schiffahrt durch die Engländer. Haag, 26. Februar. Die Vriefpost des Dampfers „Oranje", der am 12. d. von Amsterdam abfuhr, mußte mit Ausnahme der für Kapstadt und Singapore bestimmten Säcke ausgeschifft werden. London. 26. Februar. Das auswärtige Amt stellt in Abrede, daß die Vriefpost an Bord des schwedischen Dampfers „Stockholm" beschlagnahmt worden sei. Nur die Palctpost sei, wie üblich, zur Untersuchung an Land genommen worden. England „Die Alliierten sind auf eine große allgemeine Offensive vollständig vorbereitet." London, 26. Februar. Der Korrespondent des „Daily Telegraph" in Rom telegraphiert, daß Telegramme aus Nußland von einer Wiederaufnahme der Offensive seitens der Russen in Galizien und Polen berichten. Auch die Tätigkeit der Italiener an der "llpcnfront soll erhöht werden. Von den Nallcmfronten werden Vorbereiwngen für eine bevorstehende Offensive gemeldet. Die Alliierten seien auf eine allgemeine Offensive vollständig vorbe reitet. Ein Diplomat äußerte die Ansicht, daß der März die Entscheidung in dem Kriege bringen dürfte. Jedenfalls werde dieser Monat reich an Ereignissen sein. Lie Käntpfc in Mesopotamien. London, 26. Februar. (Reuter.) Der Vertreter der britischen Presse telegraphiert aus Mesopotamien unter dem 21, Fcbrnnr: Im Verlause des letzten Monates zogen nachts immer wieder Patrouillen aus, um den Feind zu beunruhigen, während tagsüber die Artillerie tätig war. Das feindliche Feuer hatte wenig Erfolg. Wir schoben unfere Laufgräben bis. auf 600 Jards von der türkischen Stellung vor. An klaren Tagen können wir die Kanonen von Kut-cl-Amara hören. Von General Town-jhend kommen gute Berichte. Er läßt jetzt Gemüse aussäen. Er ersuchte um Zustellung von Grammophonplat-tcn. Ein Flugzeug ließ diese mit anderen leicht zu befördernden Sachen auf sein Lager herabfallen. Der General meldete, daß sür lange Zeit ausreichende Vorräte vorhanden seien. Das Steigen de6 Zuckerpreises. London, 26. Februar. Di? Iullertommission kündigt das Steigen des Iuckerpreises um zw?i Schilling für den Zentner an. Rußland. General Vturopatlin. Petersburg, 26. Februar. General tturopattin wurde zum Befehlshaber der Armee an der Nordfront ernannt. Aus der Duma. Petersburg, 26. Febmar. In der Duma erklärte der Sozialist Äurwnov, der persönlich glaubt, die Meinung vieler Sozialistcn des Landes, sondern auch des Auslandes znm Ausdrucke zu bringen, daß die Lage und das Interesse oes Prolettoratcs aller Länder den Triumph des deutschen Militarismus über sorlgeschritwie Länder Europas nicht zulassen. Der einzige Weg zu diesem Ziele sei die nationale Verteidigung und die Teilnahme des Proletariats an dieser Aufgabe. Dies sei unbedingt erforderlich Der Sozialist Markov forderte die russische Demokratie auf, den Kampf bis zum endgültigen Siege über den äußeren Feind und die mneren Schwierigkeiten, welche den Sieg hindern können, zu führen. London, 26. Februar. „Daily Telegraph" meldet ans Petersburg: In der Duma erregte eine Rede des konservativen Abgeordneten Markov Aufsehen der sagte'. Außer unseren auswärtigen Femden, den best, üischen Deutschen, haben wir einen inneren Feind, der gefährlich ist. Dieser besteht ans drei Elementen: Ans der Teuerung der Lcbcnsmittcl, den Deutschen, die unter vcr Maske des russischen Staalsbnrgcrtmns viele Zentr-n in der Hand haben, und, was am schlimmsten, aus der beständigen Bestechung, Korruption und dem Dicbst chl, sowohl bei den Staatsbeamten als den Beamten der öffentlichen Organisationen. Das müsse bekänwft werden. Der Redner fordere von der Rcgicmng nur das eine. dc.ß sie einen Vertreter in die Duma entsende, der sagen soll, ob sie wirklich beabsichtige, Räubern und amtlichen Dieben, die jetzt durch administrative Garantien geschützt seien, ihren Schutz zu entziehen. Diese Worte riefen einen solchen Beifall hervor, daß der Nedncr mit der Bemerkung schloß, er wolle seine Kritik der Linken aufschieben. Rumänien. Ans dem Parlamente. Vnkareft, 26. Februar. (Senat.) Argetoianu erledigt seine Interpellation über die auswärtige Politik mit der Bemerkung, bah er mit Rücksicht auf die statt' gehabten Debatten über diesen Gegenstand mit Bedauern auf das Wort verzichtet. Vularest, 25. Februar. (Kammer.) Deputierter Becescu Silvan regt die Einführung einer Steuer auf Kriegsgewinne und auf Gewinnste aus der Ausfuhr an. Die Tagung des Parlamentes wurde durch ein königliches Dekret bis Mitte März verlängert. Vulgarien. Die Presse über die l5rNärun»en Sasonovs. Sofia, 27. Februar. (Meldung der Agence tÄ. bulg.) Die bulgarischen Blätter unterziehen die Dumareoe sowie die Erklärungen des russischen Ministers des Äuhern Sasonov einer nüchternen Besprechung, indem sie sie als Kundgebungen betrachten, die bloß zum Zwecke veranstaltet wurden, den stark herabgedrückten Glauben txs russischen Volkes und seiner Verbündeten an den endgültigen Sieg des Verbandes wieder zu heben. Eine enqlische Lüffenmeldunst. Sofia, 26. Februar. Die „Ageuce M. bula,." meldet: Die „Times" berichtet, ein von den Franzosen gefangen genommener bulgarischer General sei in Marseille angekommen und in der Festung Cistew interniert worden, — Diese Meldung ist fr?i erfunden. Kein bulgarischer General befindet sich als Gefangener bei unseren Feinden. Die Türkei Bericht des Hauptquartiers. Konftantinopel, 20. Februar. (Meldung der Aaence t<-l. Milli.) Das Hauptquartier teilt nt: Dardanellenfront. Am 25. Februar wurden ?iniqe To p'>> bootze» ftörer, welche die Küste von Meni-Hchchir und Orhanie bombardierten, durch das Feuer unserer Batterien gezwungen, sich zu entfernen. Von den iibriffen Fronten ist leine Meldung über wichtige Änvcrnnlirn der La«e ei« getroffen. Griechenland. Vesichtiyuny der VefestinunnVnrbciten l>el <2al«nichi durch Kbni» ltonftantin? London, Äi. Februar. Das Reuter-Vurecru meldet aus Athen: Künia Konstantin foll im Laufe der Unterredung mit General Sarrail den Wunsch geäußert haben, b« Ve-festinungsarlieiten bei Salcmichi zu besuchen. General Sar» rail antloortete, daß er den Vcsuch als große Ehre cmf, fassen würde und dah die Verbündeten den Beifall eines so kompetenten Generals, wie es Seine Majestät sei. als erstes Unterpfand ihres Sieges auffassen würben. T>ie Vereinigten Staaten von Amerika Die Wünsche Wilsons. London, 20. Februar. Das Reuter-Bureau meldet alls Washington: Man ccwarlet in Neaierunssskreisen leine All ion dco N onarcsscs s>encn die Wünsche Wilsons. - lVerluftlifte.) In der Verlustliste Nr. 377 find welters folgende aus Krain stammende Angehörige des Ilisnnteriereaimcnts Nr, 17 ausgewiesen: die Inf. Lev-ftll Alois, 9.. Loser Johann, 7., Lo/ar Alois, 4., lrieyK-s.ef.; Inf. Ma5ek Franz, 2., verw.; ErsRes. Mahnis Franz, 10., tot; die Ins. Majeti5 Anton, 9., Marcelan Franz, 7., die Gefr. TMtorp. Marerlti<- Johann 8., Marincelj Matthias, 10., die Ins. Marlovi<- Josef, «., Marolt Anton, Marolt Johann, Martinjak Franz, Mat-zcllc Johann. Mavc Josef — ille 8., Tamb. Maver Aarth., 2., Ins. Medle Franz, 6., Inf. TitGcfr, Mrtclko Stephan, 4., krieasaef.: Inf. Miheli^ Alois, 12., tot; die Ins. Miheli^ Vlasius, 7., Mihovec Franz, 10., MiS-n,ur Franz, 11., Mohar Franz. 0.. Motkoviö Anton, 9., krieasgef.; LstKorp. Mrcina Johmm, 11.. tot; LstInf. Mrhar Philipp, 3., krieasgef.; Inf. Novak Nartholo» mäus, 2., tot; Zaf. Oblal Josef, 3., krieysyes.; Inf. Oblak Martin, 2., tot; die Inf. Obolnar Stanislaus. 1., Omcjc Johann, 4., Omejec Franz, Paki^ Josef, s., lrieasgef.; Inf. Pannir Franz, 2., verw.; die Inf. Pan-tar Hans, 2., Pape2 Johann, 6., lrieysgef.; Inf. Pad-rovi.': Johann, 8., tot; die Inf. Pavle^ Georg, 5., Pavlin Johann. 4., PeSe Iofcf. 7., rrieasyef.; KstInf. Pene Franz, 11., verw.; Inf. Penne Iofef, 2., tot: Inf. Petelin Stephan, 9.. lrieasaef.; Inf. Peterlin Josef, 12., verw.; Inf. Petkov^el Anton, 5.. Zssf, Petri« Au-ssust, 8., die Inf. Petriö Johann, 2., Petriö Matthias, S-, Pezdirc Franz, 6., Pirnar Josef, 9., kriegsnef! Inf-Plantan Josef, 5.. verw.; ErsRes. Pl"< I°sef, 4 ^ die Inf. Polal Io ef, 4„ Nabe Josef, S. ^u- W 8.. lriegsaef.; die LftInf. Rant Anton, 4., Riinar " Laibacher Zeitung Nr. 47________________ 346_______ 28. Februar 1916 3., verw.; Geft. Röthel Josef, 8., Inf. Rozman Matthäus, 3., die Inf. Samiba Johann, 4.. Satler Josef, 3., kricgsgef.; LstInf. Slrbe Franz, 3., verw.; die Inf. Slo-bodnik Anton. 4., Kmuk Dominik, 8., Somra^ Albin, 11., Inf. TitGeft. Starec Alois. 4., kriegsgef.; ResZyf. StareZini<> Milo, tot; Zgf. Stare^ini<; Miko, 5., krieys-gef.; Korp. Stariha Johann, 3., «erw.; die Inf. Sta-riha Johann, 8., Stublar Georg, 5., kriegsgef.; LstInf. Suänik Josef. 1., verw.: Inf. Küsters Anton. 1., triesss-gef.; LftInf. Testen Josef, 1., verw.; Inf. Tome Johann, 10., kriegsgef.; Geft. Tomec Franz, 2., verw.; Inf. Tomec Franz. 2., kriegsgef.; Inf. Treble Emil, 10., uerw.; Inf. Trontelj Josef. 4., tot; die Inf. Uba-mis zum Ende. Die Träger der Hauptrollen, Mannic Ziener und Harry Liedtte, geben ihre Nollcn mit ül^rmütigem .Humor. — Vlehte»-Woche, Nr. 8, enthält: Kriegsberichte alls dcm Westen. ^Kriegsberichte vom Ba'llan. Kriegsberichte aus Flandern > usw. — Wieder ei» Echlaacr-Pronramm vom 2N. Hebrua, !bis zum 3. Miirz nur im .«ino „Ideal"! Heute zum letztenmal dec Sensation Mm „«edenl-zeit 24 Stunden" im Kino „Ideal". Theater. Kunst und Literatur. ^ („Der Naub der Sabinerinncn".) Schwank von Franz und Paul von Schönthan, — Benefiz für Maria Frolda und Arnold Iuh n. Samstag war der Ehrenabend der ausgezeichneten komischen Alten und des ersten Gesangskomikers. Veide haben sich wohlverdiente Anei> kennung durch fortgesetzte vorzügliche Darstellungen fein-tomischen Genres erworben. Leider sahen wir Maria Frolda, außer etwa im „Vilierpclz", nur selten in einem Werke crnstliterarischen Charakters; wir zweifeln nicht, daß sie auch solchen Aufgaben wohl sscrecht würde. — Der Schwank der beiden Brüder Schönthan macht jetzt nach mehr als einem Menschenalter, dazu mitten im Strudel der ungeheuren Ereignisse, einen etwas verblaßten Eindruck Die Lebensfähigkeit des Strickes beruht <»uf der Gestalt des Thealcrdirckwrs Emanucl Striese, der dem ersten Komiker eine glänzende Aufgabe stellt. Herr Iuhn stattete diese Figur mit drolliger Lebendigkeit aus. Er sprach den sächsischen Dialekt sehr gut, die eigentlich fas-zinierendc Nciturwahrheit tonnte dem Wiener Künstler nicht gelingen; zum Staunen war, wie er sich dennoch zurechtfand. Die übrigen Gestalten des Stückes warm in gewohnt vorzüglicher Weise beseht, besonders rasste> die Benefiziantin Maria Frolda hervor, die durch Blumengewinde und Spenden, ebenso wie Herr Iuhn ausgezeichnet wurde. Der Karl Groß des Herrn Loibner schien uns aus dem Bereiche der Fcinkomik herauszufallen. Unseres Wissens soll die Bühne das wirkliche Leben wiedergeben. Nun gibt es gewiß aufgeregte Männer, aber ein so wild herumschreiender Choleriker dürfte drch der Natur nicht entsprechen. Der Besuch war ausgezeich net. H. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Danksagung. Für die anläßlich des Hinscheidens unserer innigstgeliebten Schwester, Schwägerin und Tante, Fräulein Mcrthcrrinn Kcrspcrri zugekommenen vielen Beweise wärmster Teilnahme an dem schmerzlichen Verluste und die überaus große Beteiligung an dem Leichenbegängnisse sprechen wir den liefgesühlten Dank aus. Adelsberss, am 25. Fevrnar 1916. Iserdinand Oaspari l, l. Veterinär.Illspcltor i. R. auch im Namen der Geschwister und Verwandten. Von morgen Dienstag bis Freitag 3. März große Sensation im KINO „IDEAL" WILIAM VOSS öaibacher Zeitung Nr. 47_______________________________347____________________________________28. Februar 1916 Amtsblatt. Štev. 6679. Razglas. y založbi c. kr. drorne in državne tiBkarne na Dunaju I, Seilcrstätto 24, je izäel 7 § 1 ministerske narodbo z dpe 2. ja-nnvarja 1886 (drž. zak. 6t. 10) omenjeni po •Una 31. oktobra 1916 sostavljeni sezaam obrtnikov, ki bo t zmialu obrtnoga reda upravièeni prodajati Btrupe v kraljeviuah in deželah, saBtopanih v riržavneui zboru. Gena tega eoznama znaäa 1 krono 20 t. C. kr. deželna vlada za Kranjsko. V Ljubljani, dne 21. februvarja 1916. Zl. 6679. Kundmachung. Das ob 10. uri dopoldne; 2.) zemlji&öe vl. št. 353 fcat. oix5. Šmartno, cenjeno na 1161 K dne 13. marca 1916 ob 9. uri dopoldne. Najmaiij&i ponudek, pod katerim Be ne prodaja, znaša ad 1.) 5836 K 66 h, ad 2.) 774 K. Dražbeni pogoji in neprexnicoini potrebne listine so pri podpisa»ena sodisèu, v sobi St. 21, na vpogled. C. kr. okrajno sodisèe v Litiji odd. I, dne 22. februarja 1916. C 81/15/3, C 115/15/2, G 116/15/2 Oklic. Matijo Plot iz Breznika h. St. 2, se^ kje v Ameriki, toži: a) i iz Ailadice h. štev. 4, radi j)laèjla dolžnih G4(> K 83 h s pp», b; Mestna hranilnica v örnonilju radi 800 K 8 pp., in c) ravnokar imenorana radi 2600 K a pp. Narok za ustno razpravo o teh tožbah doloÈil se je na 10. marca t, 1. ob 9. uri dopoldnn pri tem sodišèu, v Bobi St. 11. 574 Tožencu imejiovam skrbnik gosp. Josip Stariha iz Crnomlja zastopal ga bo v teh pravnih zaderah, dokler se ali ne oglasi pri nodiurn «ill up imenuje pooblašÈeuca. C. kr. okrajno BodiAè« v Or/ionujn odd. II., dne 23. februarja ] 91G. Soeben erschienen! ¦————^»^—— Unser Conrad Ein Lebensbild dargestellt von einem Österreicher. Mit vielen Tafeln und Bildern Preis K !•—, mit Postznsendiing K 2*20. Vorrätig in der 409 6-6 Buch- und Musikalienhandlung lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Laibach, Kongreßplatz Nr. 2. Gutes Klavier oder Pianino zu mieten gesucht. Antr&go an die Administration dieser ZeituBf. 588 5-1 10 K täglich I Nebenverdienst für jedermann. 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Februar 1916 Wäsche Anfertigung von Brautausstattungen Wäsche fOr Institutszöglinge ---------------------------------- für Baby worrat|g- I Gegründet 1866. I ""¦"» Herren-, Damen- u. Kinder- . Wäsche ? S Wr eigener Erzeugung ~P9

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