BrLrmmeratlons-Pretse: KItr Laibach: V«qjiihrig ... 8 ft. 40 It. -»kbjiihrig ... 4 „ 20 „ Xmeljiihrig . . 2 „ 10 „ Nlavatlich .„ 70 „ M i t der Post: Aauzjiihng... 11 fl. — ft. Hvrbtiihrig ... 5 „ 50 „ Vtktteljiihng 2 „ 75 „ Austellung tn< Haus vier-kljShrig 25 ft., monall. 9 kr. Laibacher Rinzelne Nommern 6 kr. VirOactUn : vahnhofgaffr Nr. 188. «r»edtttm»- * 3«fmrte»» vnreau: Vongretzplatz Nr 81 (Buch» handlnng von Jan. v. Rhine mayr & Fed. ®amb«fi.) Jnsertionspretsk: Fitr die einspaltige Pci :titi & 4 kr., bri zweimaligei Lm» schaltung Š 7 fo„ brein.i iget k 10 kr. Jnsertionrftnnpkl jttrimal 30 kr Bei grStzerm Jns.i. ,i mtb Sfterer Einschaltuni- ;f|wr* chender Rabu i. Auonyme Mittheilungen totrben nicht beriickfichtiqt; Manuscript- nicht zurvckgesendet. Nr. 240. Samstag, 18. Oktober 1873. Morgen: Kirchweihsest. Montag: Felizicm. 6. Zahrgang. Der Papst an Kaiser Wilhelm. Es ist zwischen bem Papste Pius IX. und bent deutschen Kaiser Wilhelm vor einigen Wochen zu rinem schriftlichen Meinungsaustausche bezuglich deS preutzischen Kirchenstreites gefommen, welcher nicht verfehlen toirb, in ber politischen Welt Aufsehen zu rrregen. Seitbem man in Preuhen Ernst macht mil Anwendung der Kirchengesetze, ja sogar die Ab-setzung und LandeSverweisung einigcr gegen den Staat rebellierenben Bischofe in nahe Aussicht stellt, seitdem bie Staatsgewalt im Geiste ber Zeit, im Reformantrieb des Volkes, in ber Wissenschast uitb ihren unfehlbar roirkenden Mitteln genug machlige Bundesgenossen gefunden, urn ben Kampf gegen die iibermuthige Klerisei unb ihre schwarzen Scharen Ulit Erfolg zu fuhren, beginnt ber greise Bewohner des Vatican« ganz ernstlich fiir seine Unfehlbarkeit Und Gottahnlichkeit zu zittern. (5r ist in der letzten 3eit in semen Ansprachen ganz kleinlaut geroorben, keine hvchtonen^en Phrasen verkllnden mehr den uahen Sturz ber Gottlosen unb den Triumpf der ^itchc, keine zornigen Banufliiche schmettern ihre ®egner niedtr; Pius IX. greift zur Feder unb 'chiittet seine Schmerzen fiber die angebliche Verfol-gung der Kirche in Deutschlanb, fiber bie Matz-l«9cln, welche auf bie Vernichtung bes KatholiciS-wus hinzielen solltn, gtgeniiber bem greifen deutschen Staatsoberhaupte aus. Wie man aus bem Schreiben Sr. Heiligkeit etfieHt, hat man bem betagtcn Manne roieber ein-Wol das Mahrchen aufgebunben, Kaiser Wilhelm «efinbe sich bei ben Matzregeln zur Aufrechthaltung ber staatlichen AutoritSt nicht in Uebereinstimmung rail seinen Ministern. Der heiligt Vater roirb aber burch bas Antwortschreiben bes Kaisers Wilhelm, bas an Offenheit unb Entschiebenheit nicht« zu wunschen iibrig latzt, grundlich tints bessern belthrt. Wtnn bit Curie geglaubt hat, ihre Htrrschaft auch fiber beutsche Gewissen ungeschmalert behaupten zu fonnen, roenn sit aus btr Fiction, bie Fulle ber gottlichen Gewalt sei nur in ihr vtreinigt, ben Schlutz zog, ber Staat sei weiler nichts als tine Polizeianstalt, tin sttts bienstbereitec Buttel ber Kirche, so hat fie sich in Deutschlanb unb beffcn Staatsoberhaupt grunblich geirtt. Dott betrachttt man im Gtgtnthtil nach wit vor als cine ber wich-tigften Aufgaben bes StaattS, bit Burger in ihrtr Gewissens- unb Bektnotnisfrtihtit zu schutzen unb gegen bie Uebergriffe unb Anmytzungen btr Curit unb eines rebellischen KleruS sicherzustellen. DaS com 7. August 1873 aufr *tm Vatican datierte Schreiben Sr. Heiligkeit lautet in roort« getreuer Uebersetzung: Majestat! Sammtliche Matzregeln, welche seit einigcr Zeit von (Surer Majestat Regierung crgriffen roorbeit sinb, zielen mehr unb mehr auf bit Ber-nichtung bes Katholicismus hin. Wenn ich mitmir sel-bcr bariibet zu Rathe gehe, welche Ursachen biese sehr Horten Matzregeln veranlatzt haben rnogen, so befenne ich, bag ich keine Griinbe aufzufinben im ftanbc bin. Anbercrseils roirb mir mitgethcilt, dotz Eure Majestat bas Verfahren Jhrer Regierung nicht billigen unb bie HSrte ber Matzregeln roiber bie katholische Religion nicht guthtitzen. Wenn cs aber wahr ist, batz Eutre Majestat es nicht billigen — unb bie Schreiben, welche AllerhSchstdic.lbm frfiher an rnich gerichtet haben, durften zur G.nfige barlhun, batz Sir Dasjenige, was gegenroarlig vor-geht, nicht billigen kSnnen — roenn, sage ich, Eutre Majestat nicht billigen, batz Ihre Regierung auf ben eingeschlagenen Bahnen fortfShrt, bie rigoroftn Matzregelungen gegen bie Religion Jesu Christi immer roeitcr anszubehnen unb letztere hieburch so schwer schabigt; roerbcn bann Eure Majestat nicht bie Ueberzeugung gero'.nncn. bah biest Matzrtgtlun-gen keine onbere Wirkung haben als biejcnige, ben eigenen Thron Eurtr Majestat zu untergrobtn ? Ich rtbt mit Frtimuth, benn mein Panier ist Wahr heit unb ich rebe, um eine meiner Pflichlen zu er-ffillen, welche barin besteht, Allen bie Wahrheit zu sogen, auch Denen, bie nicht Katholiken stub; benn jeber, welcher bie Tause tmpfangen hat, gehort in irgenb einer Beziehung oder auf irgenb eine Weise, welche hier naher barzulegen nicht ber Ort ist, gehort, sage ich, bem Papste an. Ich gebe mich ber Ueberzeugung hin, batz Eure Majestat mcine Be-trachtungen mit bet geroohnten ®ute aufnehmtn unb die in bem vorliegenben Falle erforberlichen Matzregeln Ireffen werden. Jndem ich Allerhochst-berselben ben Ausbruck meiner Ergcbenheit unb Ver-ehrung barbringe, bitte ich Gott, batz er Eure Ma-jestiit unb mich mit ben Banben ber gkichen Barm, herzigteit umfassen mi)ge. Pius m. p. Darauf haben Se. Majestiit folgcnbermahen geantroortet: „Berlin, ben 3. September 1873. Ich bin erfreut, batz Eure Heiligkeit mir roie in friiheren Zciten bie Ehre erroeisen, mir zu schreiben ; ich bin es umsomehr, als mir daburch bie Ge- Ieuilleton. Eine verborgene Wunde oder Schatten des Glanzes. Erzahlung von Anton Leipnik. (Fortsetzung.) , In biefem Momente traten zwei junge Miinner das Zimmer. Die Lust war brautzen fiihl, benn 0le Eintretenbcn waren in Manteln gekleibet. . . ...Arthur!" sprach ber eine. ,.Es ist zehn Uhr, tr *Bnnten gehen." »Entschulbigen Sic", sprach Arthur, sich hoflich ?e9tn Hetrn Balthasar toettbenb — „eine bringenbe **n9tlegenheit nimmt mich tben in Anspruch." Herr Balthasar erblickte etwas, was unter bem ,6nttl des trst angttommenen Mannes blinkte. an.,, ..Ein Sabel! Sir haben ein Duett, Herr burner ?" rief er erschrocken aus. o«* h°ben es errathen, beshalb kann ich es uicht Itugnen. Es ist eine Kltinigktit — ber "e Tropftn Blutes beenbet bas Duell." Herr Balthasar schiittelte baS fahte Haupt. „Geben Sie acht, in Jhrer gegenroartigen Laze ist es nicht gerathen, mit solchen Dingen zu scherzen." Dann entfernte er sich, in sich selbst brummenb: „3Benn er ftirbt, bin ich jeber roeilern Mfihe enthoben." Das Duell WillmerS beunruhigte Herrn Balthasar nicht im geringften; er erroortete ungebulbig bie lommcnbe vielverheitzenbe Nacht. Urn zwSlf Uhr stanb fchon Herr Balthasar auf feinem Posten unb beobachtete bos Thor bes Hotels. Es mochte ein Uhr gewesen sein, alS eine Lohnkutfche vor bent Hotel hielt; eine verschleierte Dome ftieg auS der Kutsche unb stieg bie Treppen hinauf. flaunt hattc sir sich entfernt, alS Herr Balthasar stinen Posten verlietz unb ben Kutscher befrogte, too bit Dame tingestiegen ist. Dieser gab zur Antwort, batz bie Dame auf der Gasse einstieg, aber er lenne fie nicht. Herr Balthasar ging nun zum Thiirsteher unb fragte, ob sich jemanb auf Nr. 12 befinbet. Er erhiett eine bejahenbe Antwort, begab sich nun in bas Zimmer Nr. 12, too er cine verschleierte Dome sand. ocrneigte vor ihm sich ties; seine stehenbe Gestalt Herr Balthasar Augtn waren auf bie geheftet. „Jch wunsche mit Jhnen zu sprechen, Madame." Die Dame bot ihm einen Stuhl an und sprach mit beroegter Stimme: .Fassen Sie sich moglichst kurz! Oder haben Sie etroa Bebingungen zu stetten, mein Herr?" ,Jch hotte nur eine Bebingung, Mobome, toetche ich mir aber fur fpoter betoohte.* Nach einer eingetretenen kurjen Pause fuhr Herr Balthasar fort: „Sinb Sie bie Mutter j:nes KinbeS, mit welchem Sie im Jahre 1847 in einem Garten zu Willmersbors sprachen? Aufrichtig geftanben, ich lenne Sie nicht unb ber Schleier verbirgt Ihr Antlitz, welches zu fehen mich glucklich machen konnte." „Jo, ich bin bie Mutter jene« KinbeS." „ES roar ein Knobe unb hietz Arthur?" Die Dome zitterte unb rief erregt: ,Ja, ja, roenn Sie etwos bon ihm roiffen ... ich bitte, bitte Sie, erzahlen Sie es mir." legenheit zu Theil roirb, Jrrthumer ju berichtigen, welche nach Jnhalt des Schreibens (Surer Heiligkeit vom 7. August in den Jhnen tiber deutsche Ver-hSltnisse zugrgangenen Meldungen vorgefoinmen sein mtissen. Wenn die Berichte, welche Surer Heiligkeit fiber deutsche Verhaltnisse erftattet werden, nur Wahrheit metbeten, so ware es nicht moglich, bah Eure Heiligkeit der Bermuthung Raum geben lonnte, dah metne Regierung Bahnen einschltige, welche ich nicht billigte. Nach der Verfassung meiner Staaten kann eitt solcher Fall nicht cintreten, da bie Gesetze utib Regierungsmatzregeln in Preuhen meiner landesherrlichen Zustimmung bedurfen. Zu metnem liefen Schmerze hat ein Theil meiner katholischen Unterthmten seit zwei Jahren eine politische Partei organisiert, welche den in Preuhen seitIahrhundeclen bestehenden confessionelleu Friebett durch staatsfeiiidliche Umtriebe zu ("toren sucht. Seider haben hohere kalholische Geistlichc diese Bewegung nicht nur gebilligt, sondern sich ihr bis zur ossenen Auflehnung gegen die bestehenden Landesgesetze angeschlossen. Der Wahrneh-mung (Surer Heiligkeit wird nicht entgangen sein, dah ahnliche Erscheinungeu sich gegenwartig in der Mehrzahl der europaischen und in einigen tiber-seeifchen Staaten wieberholen. Es ist nicht meine Aufgabe, die Ursachen zu uutersuchen, durch welche Priester und Glaubige eiiter der christlichen Con-fcffionen bewogen werden fottnen, den Feinden jeber staatlichen Ordnung in Bekampfung der leyteren behilflich zu sein; wohl aber ist es metne Aufgabe in ben ©tauten, deren Regierung mir von Gott an-verl'.aut ist, den innercn Frieden zu schutzen und das Ansehen der Gesetze zu wahren. Ich bin mir bewutzt, dah ich tiber Erstillung dieser meiner koniglichen Pflicht Gott Rechenschast schuldig bin, und ich werbe Ordnung und Gesetz in meinen Staaten jeber Anfcchtung gegenuber ausrecht-erhaltcn, so tange Gott mir die Macht dazu ver-leiht. Ich bin als christlicher Monarch dazu ver-pflichtet anch da, wo ich zu meinem Schmerz diesen koniglichen Berns gegen die Diener einer Kirche zu cifUUen Habe, von der ich anttehme, dah sienicht minder wie die evangelije Kirche das Gebot des Gehorsams gegen die weltliche Obrigkeit als einen AuSfluh des uns geoffenbarten goltlichen Willens erkennt. Zu meinem Bedauern verleugnen viele der Surer Heiligkeit unterworsenen Geistlichen in Preuhen die christliche Lehre in dieser Richmng und setzen meine Regierung in die Nothwendigtcit, gesttitzt aus die grohe Mehrzahl meiner treuen und eoangetifchen Unterthonen, die Besolgung der Landesgesetze durch weltliche Mittel zu erzwingen. Ich gebe mich gem der Hossnung htn, bah Eure Heiligkeit, lccttn von der wahren Lage der Dinge untcrrichtct, Jhre Antoritat werden anwen. Herr Balthasar erzahlte nun alles, was er von bern alien Daniel gehort hatte. Die Dame schwieg. ..Schenkten Sie bent Knaben nicht ein Bilder-buch in blauem Einbande, mit Golddruck?" „Ja, ja! Jedes Jhrer Zeichen ist richtig. In des Himmels Namen flehe ich Sie an, sagett Sie mir, ob das Kinb noch lebt?" „Es lebt, Madame, und mir wurde die an-genehrne Pflicht zutheil, eS in Jhre Arme zurtickzu-ftihren." Die Dame faltete die Hande; durch den dich-ten Schleier sah man einige Thranen in ihrern Sluge fchimmern. „Du hast meine Bitte erhOrt, Vater iin Him-mel! Gepriesen set dein Name." „Nun Horen Sie meine Bedingnng. Ihr Sohn will sich verheiraten; ich Habe Ursachen, diese Heirat zu verhindem, jedoch will ich dieselben ver-schweigen. Sie werden Jhren Sohn iiberreben, seiner Liebe zu entsagen." „Jch bin zu allem bereit, mein Herr!" „Sie werden biese Heirat verhinbern?" ben wollen, um der untcr bebauerlicher Entstellung der Wahrheit und unter Misbrauch bed priesterlichen Ansehens betriebcnen Agitation ein Enbe zu machen. Die Religion Jesu Christi hat, wie ich (Suer Heiligkeit vor Gott bezeuge, mit biesen Umtricben nichts zu thutt, auch nicht bie Wahrheit, zu beren von (Suer Heiligkeit angerusenem Panier ich mich rtick-haltlos befenne. Noch eine Aeuherung in bem Schreiben (Surer Heiligkeit kann ich nicht ohne Wiberspruch tibergehen, wenn sie auch nicht aus irrigen Berichterstattungen, sonbern aus (Surer Heiligkeit Glauben beruht. Die Aeuherung neutlich, bah Jeder, der die Tausc ernpsaugen hat, bem Papste angehore. Der eoan-gelische Glaube, zu bem ich mich, wie Eurer Heiligkeit bekannt sein ntuh, gleich meinen Vorsahren unb mit bet Mehrh-it meiner Unterthanen befenne, ge-stattet uns nicht, in bem Berhaltnis zu Gott einen andcrn Vermittler als unsern Herrn Jesnm Christum anzunehmen. Diese Verschiebenheit bes Glau-bens halt mich nicht ab, mit Denen, welche ben unsern nicht theilen, in Frieben zu leben unb (Surer Heiligkeit den Ausbruck meiner personlichen Ergeben-heit unb Verehrung barzubringen. Wilhelm m. p." Politische Rundschau. Laidach, 18. Oktober. Inland. Die „Wietter Zcitung" verossentlicht die ersolgte Berusung des geheimett Rathe« Dr. Jgnaz v. Ple neraus Ledensbauer in bas H e r r en -hau6. Ein roeiterer Pairsschub, ber vor kurzem gemetbet wurbe, fcheint nicht beabsichtigt zu sein. Durch ben (Sintritt Pleners in die Pairskammer roirb ber Kreis jetter altbewahrten Parlamentarier, aus welche in erster Linie bie Bolkswahl sich rich-tete unb die stets eine Zierde ber Volksvertretung bilbeten, wieber enger gezogen. Pleners Bedeutnng tin Slbgeorbnetenhaufe, seine Wirksamkeit als Rath ber Krone in bem Eabiitete Schmerling, in welchem er bas Finanzporteseuille verwaltete, unb im Bur-gerministerium, welchem er als Handelsmini-ster angehorte, find bekannt und es gentigt, aus die vielbewegte offentliche Thatigkeit dieses Manne« hin-zuweisen. Bei der engern Wahl in Triest wurde der Handelsgerichtsprasident S a n d r i n e l l i zumRetchs-rathsabgeordneten bes zweiten Wahlkorpers gewahlt. In ben Lanbgemeinben bes triester Territoriums wurbe ber jungslov-nische Candidat Nabergoj ge* wahlt. Die Landgetnetnbewahlen J st r i e ns er-gaben solgenbes Refultat: In Parenzo wahlte man ben liberalen Eanbibaten Polesini; in Pistno ben ben klericaten Litesic'. Die Landgemeindewahlen in Gorz fieten folgendermahen aus: Der Bezirk Gradiška wahlte den klericaten V alussi; in Gorz j „Ja! ja! ich will zur Erreichung dieses Zieles alles anwenden, was in meiner SD^acht licgt." Der Herr Procurator bih sich etnigemate in bie Lippen, dantt fragte er elwaS zogernd: „Das Kind ist ein Kinb ber Liebe?" Die Dame sprang hestig auf. . „Mettt Herr, Sie find sehr zudringlich!" „Um Vergebung, ich werbe Sie nicht weiter befragen." ..Erbarmen Sie sich meiner, fagen Sie mir, wo ich meinen Sohn sehen kann." „Das kann ich jetzt noch nicht thun. Ich muh mich vorher mit ihm verstanbigen." „Wozu benn ? Sie haben gewih Plane, zu beren Aussuhrung Sie mich als Mittel bentitzen wollen!" „Wenn Sie an meiner Ausrichtigkeit zweifeln, entferne ich mich. Wo begegnen wir uns wieber, Madame ?“ „Hier! um diese Zeit." „Sie htillen sich in einen geheimnisvollen Schleier, Madame, was mich verhinbert, Ihr Vertrauen ge-winnen zu kbnntn. . . . Also in acht Tagen . . . hier . . . urn dieselbe Stunbe? . . ." finbet zwischen Tonkli und Winkler cine engere Wahl am 20. Okiober ftatt. ..Magyar Politika", ein Blatt, welches aus seiner conservativen Gesinnung me eitt Hehl ge-matht unb welchem bie gama intime Bezichungen zu hervorragenden Tragern ber conservativett Ge-banken in Ungartt zuschreibt, stihrt seit einiger Zeit eine aussatlenbe Sprache. (Ss spricht nicht nur im roegwersenden Tone von bem Liberalismus, welchen bie Deakpartei auf ihr Banner geschneben, es plat* biert auch mit a tier Entschiedenheit stir das (Sinten* fen in bie Wege einer conservation Politik. Nach* bem es in bieser Weise gegen bie beafistische Politi! Stellung genommen, bebutierte es neulich mit bet Nachricht, welche nichts geringer:« besagt, als dah im Kreise ber stanbig oder doch haufig in der Haupt-stadt anwesenden deafistischen Abgcorbncten bie Jbee angeregt werben soil, (lbemnachst mit ben mittler« weile noch eintresfenben Parteigenossen zu einer Vor-conserenz zusammenzutreten, in roelcher man sich baruber zu orientieren fuchen wurbe, inwieserne ber Regierung insgesammt ober einzelnen Mitgliebertt berselben die Schulb an ber bennaligen Lage bes Landes beigetnessen werben mtisse, unb welche Stellung beingemcih bie Partei bem Cabinet gegentiber einzunehmen hatte." Merkrourdig, wie diese Mit-theilung selbst, welche eine Wieberhotung b:r sich im Schohe bed linken Centrums soeben abspie« lenden Vorgange im Lager ber Deakpartei schon stir die ncichste Zeit in Anssicht stellt, ist auch bie Hal-tung, welche bie hervorragenbsten beakistischen Organe ihr gegenuber einnehinen. Weder „Pcfter Naplo" noch ,.Pester Lloyd" haben ben Muth, jener Angabe mit einem entschiedenen Dementi cntgegenzutretcn. Der erstere schweigt ganzlich und „P. Lloyd" be-schrankt sich aus die schuchterne Bemerkung, dah nach seinem Dastirhalten die Parteimitgliebec kaum gesontun sein biirften, itamens der Partei irdenb welche Enischliehungen zu sassen, bevor nicht ©eat, roelcher beilauftg am 25. d. M roieder in Pest cintreffen werbe, zurtiefgefehrt sei. „P. Lloyd" gibt baher tnbirect zu, bah etwas im Werben be-griffen sei unb ber Kern ber Frage, roelcher aber oortaufig noch in Dunfel gehullt ist, besteht einzig darin, von roelcher Seite der Anstoh zu ber Beroe-gung ausgeht. Ob man aber bie Conservative«, bie Lonyayaner, bie greunbe bes Ministeriums Szlavy, ober bie eigentliche alte Garbe ber Partei die Hand im Spicle hat, so scheint doch so viel sest-zustehen, dah auch in den Reihen ber Deakpartei jene Klarung vor sich geheu roirb, welche die ver-anderten Verhaltnisse percmptorisch sorbern. Dem ,,Pester Lloyb" roirb aus Konstantinopel auf lelegraphischem Wege bie Nachricht be- I BE8T Fortsetznng in der Beilage. -WW „Jn acht Tagen? Ach Golt eine gauze Ewig' feit!" seufzte die Dame. „Ach! ich Habe etroas vergessen; acht lage?! Nein, nein, ich fann Jhnen in acht Tagen, Jhren Sohn nicht in die Arme ftihren." „©;c roetben sich an meinen Qualen!" „Jhr Sohn ist trank und dtirste so bald nicht genesen. Er hatte gestern ein Duell, erhielt eine Wuitbe unb liegt jetzt trant barnieber." „Mein Sohn ist trant? Verrounbet?" schrie die Dame in herzzerreihendem Tone. „Jst die Wunde gefahrlich? Hat er gehorige Pflege?" „Die Wunde ist ties — er ist Waise unb hat . . „Niemanden, der ihn pflegen roiirde? Fuhren Sie mich zu ihm — ich werde ihn pflegen — ich roerde roachen bei feinem Bette unb alles zur Lin-derung seiner Schmerzen aufbietett." „Sie vergessen, bah Sie incognito bleiben wollen!" Ein schwerer Seuszer entrang sich ihrer Brust. „Jch bin zu allem bereit. Wenn Sie mich tennen wollen, liifte ich meinen Schleier — zeige Jhnen mein Angesicht,, bamit Sie mich erlennett Beilage z«m „Laiva1)kk ! statigt, dah die Pforte die Theilnahme an der Ur-heberschaft des farnofen Wiemoires nicht in Abrede gestellt. „Es unterliegt", sagt der „Pcster Lloyd", ,.kaum einem Zweisel, bah in biesem Falle an unser Cabinet die Verpflichtung herantrete, den Zwischen-fall zum Gegensland einer ernsten Reclamation zu inachen. Nicht datum handelt es sich", wird mit gutem ©runde vom „Pester Lloyd" bemerkt, „ob cin Fnnctionar mit Recht oder mit Unrecht eines Uebergrifses beschuldigt wird. Ware eine solche Beschwerde in gebiihrender Form an das gehorige Forum geleitet worben, gewih hatte sie die nach-drucklichste Unterstutzung und Genugthnung zur Folge gehabt. Die Sache steht aber so, dah eine befreundete Macht Anschuldigungen wider die Voll-machttrager der gemeinsamen Regierung in uner-horter Weise fiber den Kopf unserer Regierung hin-weg in die Welt schleuderle, stch also aller Rfick-sichten des internationalen Berkehrs entschlagt, als ob Oesterreich-Ungarn ein Raubstaat ware. Von diesem Gesichtspunkte auS und nicht von dem ganz untergeordneten personlichen ist die Sache von uns aufgefatzt worden unb wird sie hosfentlich auch be-handelt werden. Die „N. sr. Pr." kann es uns aufs Wort glanben, dah auch wir uns fur „Herrn Dragansics" nicht zu erhitzen vermogen, dah wir aber der osterreichisch-ungatischen Flagge mindestens denselben Respect erhalten wissen mochten, wie etwa der turkischen oder spanischen." Mit der letzteren Bemerkung zahlt der „P. Lloyd" den ihm an den Kopf geworsenen »Officiosen" Heim; ohne Zweisel scheint eS diesem Blatte anftandiger, bei einem aus-wartigen Conflicts „Ofsicwser" der vaterlandischen Regierung, alS dieser und jener sremden Botschast in Wien zu sein. Ausland. Die ..Boss. Ztg." bringt aus Kreisen, die der Regierung nahe slehen, die wichtige Nachricht, dah seit kurzem Unterhandlungen wegen einer Zolleinigung zwischen Deutschland und O e st e r r e i ch im Gange seien. Wian soll von osterreichischer Seite dabei von der Ansicht aus-gehen, dah die Herstellung eines innigen Verhalt-nisses zwischeo Deutschland und Oesterreich sich fur den Fortbesland unb die Wohlfahrt der iisterreichisch-ungarischcn Monarchic als wunschenswerth, sowie fur ben grieden Europas als heilsam darstelle und dah ein solches Verhaltnis nur aus bem Boben der wirlhschasllichen Jnteressen sicher unb dauernd er-wachsen tonne. Mit Bezug aus die bekannte Thatsache, dah Broglie den gusionisten zur Durchfuhrung ihrer Reftanrationsplane eine letzte bis zum 20. Oktober laufende Frist gewahrt hat, ist die Meldung der Jch zittere seit Jahren vor ben Argusaugen ber Welt, welche ohne zu Horen ihr ungerechtes Urtheil fallt uber bie F-ehlenben; Sie sinb der einzige, der die verborgene Wunde meines Herzens fennt." Sie erhob ben Schleier. Ein trauriges bleiches Antlitz und zwei von Thranen bcseuchtete Augen blickten den Procurator an, wclcher im ersten Mo* mente ben perfonificiertrn Schmerz vor sich stehen sah. „Grafin von Wellendorf?!" rief er erstaunt aus. Cs war wirklich die ewig lachelnde Graftn von Wellendorf die Angebetete der eleganten Jugend-welt. „Jch wuhte, dah Sie tnich kennen. Oh ich bin fiberall getannt!" „Jch schwore Jhnen, Frau Grafin, -dah ich Ihr GeheimniS bewahre!" „Wann sfihren Sie mich zu meinem Sohn'?" „Morgen werde ich Sie besuchen unb Jhnen sagen, wo Sie ihn fitiben konnen. Ihr Sohn ist krank — die Aufregung konnte ihm schaden," „Jch trete nur dann in sein Zimmer, wenn er eingeschlummert ist", flehle die Grafin. „Erwarten Sie mich morgen, Frau Graftn." Herr Balthasar machte eine tiefe Verneigung und verlieh das Zimmer. (Fortsetzung folgt.) hr. 240 vom 18. Oktover. ..Jnd^pendance Uelge" von Jnteresse, wornach in Regiernngskreisen bereits die Frage der Voll-machtsverlangerung Mac Mahons unb der Fixierung der Sessionsdauer der Nationalversamm-lung eisrigst ventiliert wird. DaS belgische Blatt glaubt jedoch, dah im Falle des ScheiternS der Re« stauration die Tage des Cabinets Broglies gezahlt find, unb halt basselbe bantt bie Auslosung der Kammer ober im besten Falle ein Miniftertum Dusaure-Casimir P6rier fur unverrneidlich. In einem Artikel der „Republique Franxaise" iiber ben Prozeh Bazaine sinbet man in wenigen Worten ben Schlussel zu bem leidenschaft-lichen Verhalten ber republikanischen Presse in dieser Angelegenheit. Es heiht da: „Nicht nur in Frankreich, sondern auch uber-all im AuSlanbe folgt man biefem in bet Gefchichte einzig dastehenden Prozeffe mit irnmer wachsendet Theilnahme. In Oesterreich will man wissen, was ber Mann werth ist, welcher an bem traurigen UnterneHmen von Me$ito betheitigt roar. Ffir Pteuhen roie stir Frankreich ist es von Wichtigkeit, zu ttsahrcn, ob ber befinitioc Erfolg bes FelbzugeS ben klugen Verfugungen bes Generalstabs bes Herrn v. Moltte oder den mehr ober roeniger geheimnis-vollen Combinativnen bes Herrn v. Bismarck unb seinem Einvernehmen mit bem Oberbefehlshaber ber Annee von Dietz zuzuschreiben ist — ein inhalts-Ichweres Problem, welches je nach seiner Lofung biesem traurigen Fclbzuge von Metz ein ganz onberes Ansehen unb ber tapsern sranzosischen Arinee ihren ganzen Ruf, ihr gauzes Uebergewicht wiedcrgeben wird; denn es ist niemals eine Schande gewesen, dem Berralh zu uuterliegen." „Es war ein herrlicher Effect und die eng-lischen Matrosen jubelten Beifall." So steht in einem Timestelegramme, welches, daS Seegefecht von Cartagena fchildernd, den Moment rnhmt, wo die Regierungsfregatte „Vitoria" und das Jnsur-gentenschifs ,Tetuan" — Spanier gegen Spanier — einander aus kurze Distanz mit vollen Breit-seiten bearbeiteten unb ber Jammer ber Sterbenben erscholl. Welch' ein Theater! Und die englischen Theerjacken riesen: „Plaudite!“ Cartagena soll nach ber Nieberlage ber insurgierten Flottille zu Lanbe unb zur See eng btoliert sein. Einem mabriber Timestelegramme zufolge ging bort bas Gerucht, bah man einer VerschwSrung gegen C a st ela r s Leben aus bie Spur ge-kommen set. Obwohl Zweisel in die Sache gesetzt wurden, hielt man doch Vorsichtsmahrcgeln fur geboten. Die auf englischem Boben (ebenben I r -tiinber, welche beispielsweise in Lonbon allein weit fiber eine Halbe Million betragen, beabsichtigen Monsttemeetings zu veranstalten, um bie Begnabi-gnng der noch in Strashaft befindlichen Fenier durchzusetzen. Auch unter die irischcn Massen auf englischem Boben ist das Motto „Home rule11 (Landesautonomie) geworfen, um bei den kunftigen ParlamentSneuwahleu seine Wirkung zn thun. In Bulgatien treibt die Bilajets-Regie-tung denselben Umsng wie in Bosnien, unb hier wie bort sucht sie bie VolkS schulen am Lebens-nerv zu treffen. Ein flagtantes Beifpiel hiefur roirb in ber „Augsburger A tig. Ztg." angefiihrt. Ein iungcr Bulgate, ber in Heibelbetg seine hohern ©tubieti absolviett halte, kehrte in seine Vaterstadt Sophia zuruck, in ber Absicht, Licht unter seinem Volke zu verbrciteu. Er grtinbete cine Schule, bie nach bem Programnt einer Mittelschule gleichkommen solite. Die Eltern schicklen mit Eifer ihte Kinber hin unb ber Unterricht begann. Haunt betamcn bie Behotden Nachricht hievon, so hatten sie nichts eili-geres zu thun, ali die Schule zu schliehen unb berett Grfinber ins Gescingnis zu roerfen. Die Lehr» mittel roaren rote eine vcrbotene Ware confisciert worben. Der Bischof von Sophia verroenbete sich fur ben Ungtudtichen, ber nach longer Mfihe enblich in Jreiheit gesetzt wutbe. Abet bie Schule ist unb bleibt gesperrl. Solchet Bandalismus creignct sich jetzk tagtaglich in Bulgatien. Die Paschas sagen mit offenet Ehrlichkeit: ,Kirchen errichtet so vie! ihr wvllt, aber leine Schulen, die uns verderblich sein konnen." DaS ist die Reformpolitik der Pforte! Zur Tagesgeschichte. — Ueber daS Nickel met a 11, daS jetzt auf einmal eine so bebcutenbe Nolle spielt, enthiilt bet neuesie Dtoguenbericht bet bteSbenec Firma ©the unb Comp, interefsante Millheilungen, benen hier folgen* beS entnommen werde. Ob bet Bebarf flit bie neuen Reichsscheibemtinzen beretts gebeckt, beziigltch roie weit bie« bet Fall ist, ist nicht betannt, dah aber beretts ansehn* liche Ankaufe hiefnt gemacht rourben, geht baraus her* vor, dah ber Pteis ziemlich rafch von etwa 4 Thlt. pet Kilo auf mehr als 10 Thlt. gefliegen ist. Flit die nachsten sUnf Jahre soll bie beutsche RetchSregie-rung 750,000 Kilo brauchen; inbeh ist ein fo masten« hafter Bebarf nur oortibergehenb, ba flit fpatere regel« miihtge AuSprLgungen von ben oerfchiebenen Lanbern, welche Nickelmlinzen fiihren, nur 100,000 — 125,000 Ktlo jithrltch gebraucht werden blitften, Dem entgegen steht bie bieherige jahtltche Probuction, bie flic Schwe-ben unb Btafilten mit etwa 250,000 Kilo angegeben witb unb in Deutfchlanb, abgefehen von ber in mehreren anberen ©egenben, auf ben sachsischen Blau« sarbenwerken Oberschlema unb Psannenstiel etwa 50,000 Ktlo bettagt. Abet auch bie Berwenbung, welche bas Nickel sonst noch finbet, zur Neuftlbetfabti« cation, zu chitucgischen Instrumenten, zu LuxuSartikeln u. f. w., abfotbtcrt ntcht unbetrtichtlidje Mengen; neu ist bie bet ben in ber wiener WeltauSstellung au6» gestelllen ameritanifchen Maschinen zur Berwerthnnz getommene Anweadnng beS Nickels bei Achsen unb anberen Mafchinenthetlen, worUber sich alle Fachmannet in befrieDigenbfter Weise ausgesptochen haben. Unb alletdingS fpricht bie Eigenschast bieseS MetallS, nicht zu oxybieten, ebenfo wie seine Hcirte sehr zu gunsten solchet Anwenbungen. JebenfallS hot hiernach baS Nickel, bas eiust btesen Namen wegen bet vergeblidhen Berjuche, Kupfer baraus zu gcwinnen, alS Spottnamen erhielt, unb dann (1751) von Cronstedt ale ein be» sonderes Metall etfannt wutbe, noch eine grohe Zu« funft, unb eS ist fraglich, ob imtner geniigenbe Men« gen zu beschaffen sein roerben, wenn nicht ber bebeu« tenbe Nutzen, ben jetzt bie Nickelptobucenten haben, neue Duellen unb eine noch befferc KluSbeutung ber vothanbenen suchen unb finben laht. Local- unb Provinzial-Angelegenhetteu. Original-Lorres-oudeuz. Stein, 17. Oktober. Am 16. d. M. wiihlten flit die Lanbgemeinben in ben ReichSroth. Exmintster Grof Hohenwart erhiett 81 Slimmen unb Baron o. Apfaltrern 12. Die iibrtgeu hatten stch zerfpltttett. NatUrlich hat alle etnunbachtzig einzig unb aUetn nut bet Agitation ber Schwarzen zu vetbanfen. ©eib king roie bie Schlangen, mochten fie stch gebacht haben, als fie ben Wahlern beim St. Chtistoph ben Morgentrunk I Ur baS Betfprechen, Hohemvort zu wtthlen, zohlten. Neichlich genug aber muh biefer Morgentrunt schon gewefen few, bo felbjl ein Bauer aus ber Umgebung, ber auch gewahlt hatte, feinen Zweifel batUber auS« fprach, ob bie Wahlen wohl gtltig fein roUtben, bo bie meisten Wiihlet bem eblen Nebenjaste in einer Weise zugesprochen hatten, dah stch iiber bie Zutech. nungSfahigteit eines gtohen TheileS beifelben wahrenb deS WahlacteS zum mindesten streiten lietze. Die Mrhr« zahl hatte iibtigenS Baron Apfaltrern gewahlt, wenn eS bie Pfaffen zugelaffen hatten. Diefe ober wollten eS nicht unb so wdhtten fie um ben PteiS von einigen Mah Wein Hohenwart, obwol teinet etwaS von bem srommen gtiiflichen Funbamcntalartitler wuhte, ja nicht einmal fetnen Namen konnte. Nach bet Wahl zing es wieber zu St. Christoph unb mandjer ©efalbte witb fchwet bezopft von bannen gezogen sein unb heute butch einen feht unheiligen ..Katzenjammet" beim lesen seiner Messe an bie Ttiumphe bet Wahlschlacht etinnert worben sein. — (8ur Canbidatur in Laibach.) Un-geachtet seiner bereitS erfolglen Wahl in Jnnerkrain rottb Dr. Razlag in bet letzlen Rummer des „Slov. Narod" vom jungjlovenischen Zentralwahlcomit6 nun auch noch alS Candidal fitc Laibach empfohlen. Be-kanntlich ist Dr. Razlag fchon frliher, bevor er noch alS officieller Candidal der Jungslovenen proclamiert war, von einem anonymen Cornil6 colportiert wordm. Mr die verfassungSlreue Wahlerschaft der LanbeShaupt-stadl ist es natllcltch Ecine Frage von Bedeulung, ob nun Dr. Razlag oder cin anderer Gegner von irgend welcher verfasiungsseindlicher Seite candidierl wird. Die-selbe wird, rote bei so Dieten Wahlen so auch dieSmal unerschrocken stir die ©ache der Berfafsung unb des Forlschrills einstehen, unb getteu ihrer oft bewahrlen ParleidiSciplin einmiithig ihre Slimmen auf ben Sandi* dalen bet VerfassungSpartei vereinen. Auf biefetn Wege ist iht, rote fchon so ofl, auch bieSmal ein Collet Eifolg vollig gesichett. — (Graf Hohenroarl unb bie ReichS-ra thsbes ch icku n g.) Die „N. ft. Pr." meint, daS Hauplintetesse hinsichtlich ber in bieser Woche statt-ge fun be nett Wahlen concentriere sich auf die Wahl beS „auch’beutfchen" Gtafen unb SchopferS ber Fun-damentalattikcl. Seine Canbibalut mat das tichtige ©egenftitcf zu det Legende, roelche fieben Stable urn ben Ruhut streiten latzl, bie Batetstabt bes Homet zu sein. Rtcht Diet roeniget Wahlbezitke lehnten bie zwei-felhojte Ehte ab, ben Grotzkophta bet „Rechts"-partei in den Reichstalh zu entfenden. Es ist bekannt, batz zuetst ein czechtschet Bezirk in Bohrnen, dann ein solchet in Miihren als Wahlbezitk flit den Gtafen Hohenwatt — gejucht routte. Die Katholifchpolitijchen in Bohmen etlaubten sich sogat ben Schetz, bem fern< beutschen unb verfassungSlteuen latlsbabet Slabibezitk bie Ganbibatur bes Gtasen Hohenwatt zu ossetieten. Etnsthast berootb sich bet Exminister noch in den letz. ten Tagen urn bad Mandat bc6 abelsdetger BezirkeS in Ktain, roo er jedoch bem Jungslovenen Razlag mit 57 gegen 102 Sltrnmen unietlag. HStten nicht seine ultramontanen Ftennde ihm ten altslovenischen obet« trainer Bezitk votsichtig in Beteitschast gehalten, roo im letzlen Augenblicke Dr. Poklukar dem Gtafen Hohenwatt freirotUig (?) ben Platz rtiumte, so hdtte das Abgeotbnelenhaus wahtscheinlich auf bie Ehte ver-zichten nilisfen, ben Eifinber beS „vetfasiungSmatztgen WegeS" zut Etbrosielung ber Vetfassunz tn seinen Rethen zu zithlen. Auf bie Entschlietzungen ber RechtS-pattei inbetttff bet Reichstalhsbeschickung biirste biefe Wahl von gtojjem Einflusse sein. Jeben* falle ivirb bem Hohenwatt eine geroichtige Stimme im Rathe betselbcn zofallen, unb man barf begierig auf bie Stellung sent, roelche bet ehemalige „vetsas-snngSmatzige" Ministetptasibent gegentiber ben Anltii-gen auf RetchStathSabstinenz einnehmen rottb. — (® er Citc us Detffin), etoffnet seine Votstellungen morgen Sonntag ben 19. b. nachmittagS 4 Uht. Um 7 Uhr abends finCet eine zweite Borstel-lung stall. — (In Wi ppa ch) sollen nach brieflichen Mil* theitungen bei 100 Petsonen am Typhus erfrauft da-niebetUegen, barunter bet Atzt unb Wunbarzt. Auch soli dafelbst die Cholera zwei Opfer geforbett haben. In Zoll grafiiert bie ^Cholera fchon feit ein paar Wochen. — (DaS zweite Concert) des Pianiste« B r e i t n e r brachte tins ben in bet m u s i f a l is ch e n Welt belannten „(Sameval" von Schumann, etne Nocturne von gtelb, etue ©rgetfuge von Bach, Cho-pms Trauetmarsch, Suite von Raff unb Concert in Es-dur von Ltszl ais Solonummetn. Wenn bee Concettgedet nicht jene Lust unb greube zeigte, die noihlvendig ftnd jut tabellojen AuSjlihtung eineS sot* chen PtogtammS, so miifsen wit roohl einzig unb allein ben fpiirltchen Besuch deS Concettes ale Gtund annehmett. Wtr behalten unS vot, auf biefcit trau-rigcn BeweiS ber Ltebe unb bes VetstLndniffeS fitr die Kunst von Seite unftres Publicums nachstenS ausfUhtltcher zuruckzukommen, unb constatietcn, datz der Circus Deisftn nut 10 Botstellungen im Ge-biete ber hohern Pfetdedtefsut angellinbtgt hat, unb glauben bei den unS bekannten VerhLltniffen in diefem Umstande eiiten stichha Itigen Gtund deS mangel* hasten Goncettbefuches gefunden zu haben. — (Bonder wiener WeltauSstellung.) Von Jbtia, der an Grgiebigteit zweilgtbtzten Queck* filbergrube Guropas, roaren ©tufen von Ouecksilbet-, Zinnobet-, Stahl- und Kotallenetz (Zinnobetvarietaten), ein gujjeiferner Kesiel mil 15,000 Psund Queckstlber, ferner eine Santrnlnng von ©efieinen unb sossilen Resten au8 ber Umgebung von Jdtia nebst einer dazu ge* hbtigen geologischen Karte von Betgtalh Lip old, soroie mehrere andere, auf die WertSanlagen, ben Betrieb unb bergt. Bezug habenbe Karten unb gta-phische Datstellungen ausgefieflt. Die Quecksilbetetzeu-gung erreichte im Jahte 1872 bie Hbhe von 6847 wiener Zenter unb im ganjen feit bem Jahte 1823 inclusive 1872 von 28.000,000 fl. bsterr. Wahtung. — (Ueber ben Wahlkamps in Karn-ten) fchreibt man ber „D. Z." unterm 14. b. M. aus K i a g e n f u r t: „Der mit unerhbrter ©rbitterung gefUhrte unb gestetn mit bem Sieg ber liberalen Partei beenbete Wahlkamps in Karnten hat viele Intermezzi von drastifcher Witkung auszuweisen. In der Gemeinde Aix lam es fchon bei ben Wahlmtinner« wahlen, roie UbetaQ, zu hartntidigen Kampfen. Der Pfattet drohte einem liberalen Sauer, er roerbe ihn am nachften Sonntag in ter Predigt von ber Kanzel hetunter gehorig vot bet Gemeinbe tennzeichnen, falls er nicht tlerical roahle. Aus bieses nicht sehr chtist-liche, abet ben Kleticalen sehr gelausige Wahlmittelchen antroottete bet Banet mit folgenben klassischenWotlen: „Ptebigen'S halt, wenn So'S Evangeltum vetloten haben." Tteffenbet als bieser schltchte Lanbmann tann man bie Haltung bes KletuS nicht meht tenn* zeichnen. Etne anbere Geschichte ist ungemein etgotz-lich. In einer Gemeinde ber E-zitkshauptmannschasi Klagenfurt stehen sich Liberate unb Kleticale bei ber Wahlrnannetwahl in genau gleicher ©timmenzahl gegenUber. Seiner Partei gclingt es, in mehtetn Wahlgangett ouch nut eine Stimme zu gewinnen, um ben Steg auf ihte Seite zn bringen, alfo mutz das Los entfcheiben. Der Blltgetmetster, ein tlencaler Kampfhahn etsten Ranges, tiifft siegeSgewih die An* stalten zur Loltetie, denn Gott vetlatzt die Seinen nicht. In den alten Cylinder des Pfatrets — welch' gutes Botzeichen! — wetden die Namen det Liberalen unb ihrer Gegner, fauber auf Zettel geschrieben, ge* worsen unb batin herumgeschUttelt. Mil heiligem Schauer greift unset tlericaler StiUtgermetstet in ben frommen Cylinbet unb zieht — beibe Liberate. Ent-sctzen ber stommen Romet, Heiterkeit ber fchlimmen Liberalen. Der Herr Bttrgermeister abet hat feitbem seine eigenen Gebanken ttber die — Unfehlbarteit. Em Wahlmann erzahlte, datz seine Mutter unb seine Frau zu Hause „Tag unb Nacht weinen", weil ihnen bet Kaplan fagte, batz er (bet Wahlmann) „fUr ewtz vetbanirnt" set, roeil er mtt ben Liberalen ftimmen rootle. In ihrer Tobesangst brachte bie alte Mutter bem Kaplan ftlnf Gulden mit cer Bitte, er moge both Meflen lesen silt ihren vetitrten Sohn, ber Kaplan aber wies baS Gelb zutUck (und daS will biel fagen) unb jagte zur armen Frau: „Es ist fchon zu fpSt, ber Sohn ist nut noch von ben HLllenqualen zu retten, wenn er bem Pater Einspieler seine Stimme gibt.11 So qutilt ein Ptiestet bet Liebe auf baS ent* fetzlichste mit taltem Blule zwei fchroache Weiber unb macht eine ganze Familie elenb. Der hat auch — baS Evangeltum vetloten. Der Wahlmann abet hat sich feft votgenommen, den saubetn Pfaffen gebtihtenb hiuauszuroetsen, roenn er sein Haus noch einmat be* treten follte. Wie tief in daS Volf die EtkenntniS einetseits liber bie Wichtigfeit bet butchgesUhtten Wahl unb anberetseits ttber ben Wetth bet beiben sich gegen* tiberftehenben Parteien gebtungeit ist unb wie fchtoff bie Gegenfatze zwifchen beiben beteits gewotden sinb, hat eine unvergetzltche Szene im Landhaushofe gezetgt. Die Wahl roar beenbet unb Einspieler roar gegen ben liberalen Candidaten Stokert um 68 Stimmen zutllck-jeblieben. Nun roattelen bie Wahlmdnner, auger ben Geisttichen fast dutchaus Lanbltute, auf das Telegtamm aus Botkermarlt, bem unterroiihlUften Wahlbezitte des Landes, von befsen 106 Sffiahlmtinnern roentgstetts 20 slit Stokert stimmen mutzten, follte bieser fiegeit. ©title unb beforgt fahen bie ehrlichen Bauem ber wichtigen Nachticht entgegen. Enblich tommt fie: „Stokert hat 40 Stimmen erhalten." Wie mit einem Zauberfchlag tinbette sich bie Szene, ein jauchzenbes Hurrah hallie von ben Wtinben wieder; Halle man frUher die Geist* lichen mit sinstern Blicken bes Grolles unb Hasses be* trachtet, so (ehrte sich nunmehr ber gutmllthige kiirnl-netifche Schalk hetaus unb bie schlechten Witze fielen hageldicht von den fpottlustigen Zungen der Bauern. Einer hielt an seinen Psatter solgenbe Ansptache, roelche sich butch ihre Kiitze auSzeichnet: „Hetr Pfattet, jetzt hatzis auSweichen, bet piipstliche Segen hat nichtS geholfen." ©ttirmifche Heiterkeit. Etblassend, mit et* schreckten Gefichtern fahen die „geiftlichen Herren" diefen flit fie hochst bebenklichen Ansbrnch des VolkS-geistes an. Ob sie wohl bedachten, datz fie selbst daran schuld find, weil sie iht Volk vetlietzen und alS Feind desselben einer ftemden Macht dienen?" Gemeinderathssitzung am 17. Oktober 1873. Gegenroartig die Herren: Bttrgermeister Desch--m a n n ats Votsitzender, 22 Gemeinderiithe und der SchriftfUhrer. Der SchriftfUhrer verlieSt das SitzungSprotokoll vom 19. September l> I,, welches vetisiciett wird. Der Lorsitzende widmet sodann dem Ableben Sr. Exc. des ehematigen k. k. ©tatthalters in Ktain unb EhtenbiitgetS ber Lanbeshauptstabt Laibach — bem Hettn Gustav ©rasen Chotinsky — einen ehrenooUen Nachtus unb empsiehlt ben Vetstorbenen bem steunblichen flnbenlen vonfeite bes Gemeinberathes. (Die Verfammlung erhebt sich von ihren Sitzen.) Der Botsitzende theilt sernet mit, batz wegen Unterbrmgung ber bie vierte Klaffe an ber zweiten ftabtifchen Voltsfchule befuchenben Schltletzahl — 132 — biefe Klasse in zwei ie AuSzahlung der TheuerungSbelrLge an die acliven stSdtifchen Beamien unb Diener fiir daS zweite Semester I J. rottb in demselben AuSmafle, wie im ersten Semester l. J. angeroiefen. h) Bon der beanlraglen Adaptierung deS Feuer-lLfchdepvsiioriumS zu BerkaufSgewoiben erhSlt eS sein Abkommen. j) Fiir beigefiellte Baumaterialien roitb Herrn Jaučet ein Belrag con 616 fi. angemiefen. k) Dem Recurse zweier Parteien gegen daS magistraiische Slraferkennlnis roegen Ueberlremng deS VogelschutzgesetzeS roitb Folge gegeben unb bie Strafe bon 5 fi. auf 1 ft. evemuell auf eine vierstiinbige Arreststrase herabgesetzl. 1) Drei Recursen Bon Parteien, welche we-en Uebertretung bes Markivorkaussoerboles zu einer Geid-strafe von je 5 fl. verurtheili routben, rourbe keine willfahrenbe Foige gegeden. m) Das (Sefud) um Paffierung einer Subvention jut Drucklegung befl stiidiischen SaniEtSberichlc-pro 1872 roitb adgelehnt. GR. Dr. v. Kaltenegger referiert in sehr eingehenber Meise liber bic bisher uoch nichl beenbeten Realschul - EcsorderniSrechnungen, entroideit auf Gtunb complicierter Berhandlnngsacten daS Cvn-currenzverhaltnis zur B-streiluug ber Erforberniffe (Ur bie laidacher Dbeirealf d)uie, beiont ftir bie Zukunfl bie otbnungSmiitzige fchieunigete Borlage biefer Rech-nungen unb vertheidigt bie ferncic Einfluhnahme bes GemeinderatheS auf bie Gebatunz mit bem Real-Lo-calfchuifonbsvetmogen. Der Gemeinderalh genehmigt bic Dotations-rechnung betreffenb bie MovMetfchuie pto 1872 im Bettage von 256 sl., stellt bie roeitere Anszahlung bes bizhet jur Beiheiiung atmer Lehtjungen mit Schul-tequiflten paffierten BettageS von 21 fl. nad) erfolgter 8uftaffung ber SonntagSfchule cin, unb ratificiert die Uebernahme bet Elconota Ftciftau von Schrociget'schen ,Armen Frauiein-Stifiung" in bie VerroaUung ber Stabtgemcinbe Laibach, unb roitb in ber Folge mit ber Vctleihung bet Stiftungsplatz: auf Grunb bes zu ettichtenben Stiftbriefes votgehen. Uebcr ben ersten StiftungSplatz mit jiihrlichen 400 fl. rourbe von ber ©tifterin beteils teftameniarifd) vctfUgt. Hiernach roitb bie offentlichc Sitzung geschloffen unb beginnt bie gchcirnc Sitzung. jen, OBrenbraufcn, ttečetteit unb Erbrechen (eI6fl wahrend ber Schwan-icrtoaft, Diabetes, Melancholie, Abmaaeriing, Rheumatismus Bicht, Sleichlucht. — LuSziig- au6 75.000 čerttficaten liber ®enefungen, bi« »ller Mebiziu mibetftanben, roeioen auf Berlangen franco eingefenbet. Nahrhafter ali Aleisch ecfpart bie Rivileaciora bet Lrwachfenea mb Bincern ftinfjigmat »hren Pr-is in ilrzneien. In Bl-chbtichs-n con ein Halb Pfunb fl. 1-50, 1 Pfb. fl. 8-50 i Pfb. fl. 4 50, 5 Pfb. 10 fl., 12 Pfb. 20 fl., 21 Pfb. 36 fl. - ite-raletici&re-Biscaiten in Biichfen a fl. L 50 unb fl. 4*5), — ReraleBCi&re Jhocolatše in Pulver unb in Tabletlen fiir 12 laffen fl. I 50, 24 Stalen 2-50, 4- *.a)jen st. 4'50, ra Pulver fiic 120 laffen fl. 10, fiir 288 laffen fl. 20, fiir 576 Staffer fl. 36. — Zu beziehen durch Barry b u Sarry A L o mp. in Wien, Wallflschgaase Ur.S,inLalbaoh jei E. Mahr, fotcie in allen Stabten bei guten tipotyetern unb 6pe» leteifriinblem; allch eerfenbet das wiener v»u» arch alee eegcuben gigen Poftanwufung ober Nachuahme. DlkschWschinm. Wie sehr eine gutc Dreschmafchine fur ben kleineren unb kleinsten Landwirth ein Bedurfnis geroorbett ist unb welch allgemeinen Anklang eine als Meckmahig erprobte Maschine bieser Gattung finbet, dasirr mag solgenbes als Beweis bienen: Die Firma Moriz Weil jun. in Frankfurt am Main, Seilcrstratze Nr. 2 lieferte im vorigen Jahre Achtzehnhundert Weil'sche Hand-dreschmaschinen, Funfhundertvierzig zweipferdige Gopeldreschmaschinen, Hundertzehn einpferdige Gopeldreschmaschinen, bas sinb zusammen nahezn zwet UNd ein Halb Tausend Exemplars oder Stiick wo- chentlich. — ^andwirthe, welche sich fur biese Ma-schinen intereffieroi, betiebcn sich an obige Firma birect zu wenden obcr an Itloriz, Weil jun. in Wien, Franzensbruckenstratze 13. (145—8) Erkliirung. standnis fiber bie Bedingungen zur Wiederherstel-lung ber Monarchie erzielt. Der Chef be« pauses Bourbon, welcher in einigen Tagen KSnig sein roirb, befriebigte bie Bebfirfnisse unb Wiinsche bes mo>-bernen Frankreichs in vollster Weife. Wiener BSrse vom 17. Oktober. Im »Slovenski Narod" Nr. 17 vom 22. Janner 1873 wurde eine Localnotiz mit bet Ausschrift ?Tatvine“ abge-bruckt. Die Ehelcute Barth, und Antonia Scklebnik ler= hieltcn kurz darauf eitte anonyme Correspondenzkarte mit bet Aufsordcrung, sich gegen die sic trcffende ehrenrithrige Anschuldigung zu verthcidigcn. Nach erroicfcnct Schuldlosigkeit brachtcu die Eheleutc die Ptetzklage gegen den „Slov. Nar." ein, woranf die Schwurgerichksvcrhandlung auf ten 21. Oktober 1873 an-geordnet wurde. Da jedoch die Redaction des „Sloveuskl Narod" in der Rummer 238 vom 16. Oktober l. I diese Beschuldigung als volleuds nuwahr und crdichtet bezeichnet mit der ErklLrung, datz solche die Ebeleute Schlebnik durch-aus nicht betrifft — so hat es von biefer Schwurgerichts-verhandlung sein Abkommen. Eingesender. Seit einiger Zeit findeu wir in den Todtenlisten unse-rer Tagesbliitter die Todesursache mitunter mit lateinischeu Ausdrllckeu bezeichnet. Da derartige VerVfsentlichungen dock nur fur das Publicum im allgemeinen und nicht sitr die Herren Aetzte tic it einer Sanitalsbehorde bestimmt schcinen, so glanben wir, datz das^lesendc Publicum den Fachkennt-Niffen des betreffendcn Stylisten schwerlich einen geringern Werth beilegen diirste, wenn cs in einev ihm verstaudlichercn «prache tesen wird, _ datz der X. an „Gesichtsrothlauf" ftatt an ^Erysipelas faciei8 gestorben ist. Mehrere Leitungsleser. Allen Kranken Kraft unb Gesundheit ohue Biedizin unb ohne Kosten. Revalesciere du Barry 1)011 Coilboil. Heine »ranlheit bermag bet belicaten Reyalesciire da Barry »U biefi iBittcnuuj. I'oibach, 18. Oktober. Auhalteud triibe, schwacher Ostwind. W a r m e: Morgens 6 Uhr t" 12'6’, nachinittags 2 Uhr + 14 8" (£. (1872 + 162", 1871 + 10 4".) Barometer 737 99 Millimeter. Das gestrigeTagesmrttel ber Warme + 13 6", urn 2.1° iiber bem Normale. Angetommeue Frembe. Lai 17. Oktober. Hotel Stadt Wleii Juiius und Alsons v. Wissiak, k. k. Admirale, sammt ©nnahlinnen, und Crasovich, Privatier, Triest. — Heldrich, Brod. — Paška, Fabri-kant, nnd i’broinger, Ksm., Wien. — Schwarzel, k. k. Major, Graz. — Dollenz, Wippach. — (SrooS, Kfm., Paris. — Renotiere, k. !. Oberst, sammt Tochter, Zara. — Schaffer, Transportsches, Steyr. Hotel Elel’itnl. Stefsan, k. k. Oberlieutenant,Loag. — Sercnik. — Pat, Lehrer. — Kurz, GLrz. — Friev-jung und Tapezierer, Kfm., Wieu. — Czecli sammt Ge-mahlin und Schwagerin, Landstratz. — Khalchs, Opern-sanger, sammt Gcinahlin, Salzburg. — Siebcngrandl, Graz. — Zupan, Gymnasialprofessor, Fiume. — Dehmr, Kfm., — Leipzig. Kfiotel Eiirupa. Keglevic, Triest. — Potočnik, lialser von Oesterreicli. Momma, Graz. — Dr. Bernstein, k. k. Marinestabsairzt, sammt Familie, Pola. — Kremka. — Hoffmann. Sternwarte. Dercani und Posch, Steueramtsbeamte, Seifenberg. — Brega, Weixelburg. — Kočevar, Ksm., Podturjak. Moliren. Petrič, Besitzer, sammt Gemahlin, Unletktain. — Benedikt, Ksm., Rudolfswerth. __________________________ Staatsfonds. Spere. Rente, ofl.Bap. bto. bto. oft. in Silb. čofe eon 1854 .... Čofe von i860, ganje Lose von i860, Fiinsi Pramienfch. ». 1864 Grandentl. - Obi. Steiermart zu 5 pLt. Rarnten. Strain, u. itilftentanb 6 „ Ungarn }U. . 5 „ ftroat.u.©ta».5 „ 6iebenbiirg. zu b „ Action. Mationalbanl .... Union - Bant .... čretitanftalt .... N. o. E«compte-Gef. Hnglo.»ofterv.®ant . Oeft. Bobencreb.-A.. Deft. Hvpoth.- Bank 6teier. SSeompt.-Bl. Franco« Austria . Baif. t>erb.=»iorbb. Eiidbahu- Gesellfch Saif. Llifabeld-Bahn. a»rl»8ubttig-8a^n. . etcbenb. Lisenbahn . ElaaiSbahn . . . Saif. j}rauj»3ofef»b. Bituft.-»arefer 6.-8. aifSlb-jJium. Bahu . Pfandbriefe. Nation. IM. »erloSo. Hag. Bob.-Srebitaust. <8g. 6ft. ®ob.»6tebtt. b »o. in 88 3. ritikz. Telegraphischer CurSbericht am 18. Oktober. Papikr-Rcme 68,70 — Siiber-Rente 72,65. — 1860er StaatS-Anlchen 101,25. — Banlactien 952. — 6rti>it 217,50 — London 112,90. — Silbet 107,50. — It. k. M itn,-Ducat« • — 20,-Ftancs-Stitcke 906. Geld Ware Geld 2Bjr 68.10 68.80 Oest. Hypoth.-Banl. 90.50 91.— 78.10 92.- 72.55 92.50 Priorit&ts-Obl. 100.-10 4 — 101.— 105.— Slldb.-Ges.zu 500 Fr. bto. »one 6 pdt. 110.— 110.5» ld2 50 133.— Nordwb. (I00fl. LM.) 101.75 102.25 Sieb.-B.(S00fl.LW.) StaatSbahn pr. Stiick 138.25 131.75 89.50 90.50 131 - 131.50 StaatSb. pr. St. 1867 111- 111.50 89.50 75 — 90.50 75.75 Rudolfb. (300fl.o.W.) Frauz-Iof. (200 st.S.) 92.75 93.25 103.— 103.25 74.— 74.50 Lose. 73.— 73.50 Credit 100 fl. S. W. . 162-- 162.— Don.-Dampfslh.-Ves. zu 100 fi. estehend aus Cassette mit Silberzeug; ferner Speise-, Dessert-, Katfee- und Thee-Service aus reichvergoldetem Porzellan, dann Glas-Service, Sammtlich fur G Personen. TreflerS. Prachtvolles Fortepiano (Salon-FlUgel). TrefTer 4. Junges ungarisches Gestuts-Pferd im Wertbc von 200 fl. o. W. (aus dem graf-lich Carl Zichy’schen Gestiite Tiiborzsok). Treffer S. Goldene Damenuhr, emailliert, mit Diamanten, sammt Goldkette. TrefTer <». Eine Webe feinster Leinwand, ferner 1 Tischtuch und 6 Servietten aus Leinen-Damast. TrefTer 5. Werthvolles an tikes Bett, reichver-goldet und in den Feldern mit Gemalden verziert. TrefTer 8. Collier und Kreuz mit Smaragden und Diamanten. TrefTer ». 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