Nr. 40. Samstag, 18. Februar 1911. 130. Jahrgang. Mlmcher ^ lt »^i^!!^ i?^ !?>>' ?. ^ ^ ° stves < end » „ f,: aa,>,jöl,l!n »0 «. wll'jiilirin 15 «, Im Kontor: ganzjiihriss I Die .l'niballii'r «eitu»«,. erschrint tässlick. mi' Nusnabm,' dcr Lonn- i»,d sflirüaße. Dir Al»miulfir!»lion befindet . "°'"°c>"« '' "- N'!r d,r Zliftel»!»«, ««« Hmi« nai'zjählia L «, - Inl'rrlwnsgrbühr: Für lleine Inirrntc Z sich Willoii,strafte Nr. «N; dir Ard«ll»lon Milloöi. ftlaßr Nr. 2N. Splrchftmiben drr Rsdnl!i°n oo" « b!s ,0 Uhr °>" ,,« * ^cncn 5U l,, grühtlr per Zeile l« d: bei üsteicn llLiedciholunge» per Zeile » l». 4 voimiltag«, Unfranlierte Nriefe tverd«, nicht o»<;enommen, Vlanuilriple „icht zurückgeftelll. Telephon-Nr. der Redaltion 52. Amtlicher Geil. Seme k. und k. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung voui 12. Februar d. I. den M't dem Titel und Charakter eines Husratcs bekleideten ordentlichen Professor der Statistik sowie der Verwal-ll'ngslehre und des österreichische Verwaltungsrechtes Mi der Universität in Graz Dr. Ernst M i s ch lc r zum Präsidenten der Statistischen Zentrallommission aller-gnädigst zu ernennen nnd hnldvollst zu genehmigen qe-tt3' ^' ^'^' fi.r seine Person in die vierte Rang. Nasse der Staatsbeamten eingereiht werde. Stürglh m. p. drucks? da^Ä^^V "^"e m der ,. l.Hos. und Staats-Xlatt^ >,^ '^"^ l>" slovenischen Ausgabe des Reichs-«blattes des Jahrganges IU1I ausgegeben und versendet. bru«^i3i^!«^??la haftet sind, dnrchmis nicht davon abhalten, die Abhäntnng zn vollziehen unt> die Felle, die bekanntlich ein geschätzter Handelsgegenstand sind, aus den Markt zu bringen. Ja, so unglaublich es klingt, sie scheuen sogar nicht davon zurück, das Fleisch solcher Tiere zu genießen. Große Förderung erhält die Verbreitung der Seuche durch das Verhalten der Chinesen gegenüber den Ratten, dir sie als niedliche Tierchen betrachten nnd denen sie nie ein Leid zufügen. Durch diese Nagetiere, bczw. durch deren Parasiten werden weite Gegenden rasch in einen Seuche. Herd verwandelt. Diese Slumpfsinnigieil der Vevölle» rung gegenüber den Pesilrägeru findet ihre Ergänzung in dem Mißtrauen nnd dem Widerstand, ans welche säst alle Maßregeln stoßen, durch die helfend und vorbeugend eingegriffen werden soll. Um sich den ärztlichen und behördlichen Vorkehrungen zn entziehen, ergreifen viele Pestkranke die Flucht oder sie werden von ihren Ange. hörigen versteckt. Ebrnso werden die Leichen dcr der Seuche rrlegenen Personen oft verborgen. Es.wird aus alle Weife versucht, die sanitären Verordnungen, die als Willkürakte oder gar als feindselige Handlungen be» trachtet werden, zn durchkreuzen. Ang.sichls dieser tläg-lichen Zustände herrscht unler den Ausländern in Ehina dic Überzeugung, daß seitens der diplomatischen Vertre. tungcn in Peking ein sehr nachdrückliches Eintreten bei der chinesischen Regierung für die Eutwicklung größerer Nachsamkcil und Strenge bei der Durchführung der auf. die Eindämmung der Pest abzielenden Maßregeln uner. läßlich fei, wenn die Gefahr dcr Verschleppung der Seuche nach anderen Ländern bcfchworcn werden soll. Politische Vleberftcht. Laibach, 17. Februar. Das „Vaterland" verflicht den Nachweis zu sichren, daß das Haus des allgemeinen und gleichen Wahlrechts vor feinem Bankerotte stehe. Es habe den Nachweis sei» ner Befähigung als gesetzgebend Körperschaft nicht er» br'ligcn können. Die nationale Blockpolitik hindere es 61 jeder fruchtbringenden Arbeit. So lange fich die gesimllmgsverwandten Parteien nicht entschließen, die nationale Blockpolitik aufzugeben und sich auf den Grundlagen ihrer kulturellen, staats. und sozialpolitischen P.inzipim zu vereinigen, wird das Abgeordnetenhaus sinßerstande bleiben, gute Gesetze zu machen. Der italienische Minister des Anßern Marchcse di San Giuliano hat an alle diplomatischen Vertreter Ita» liens im Auslanoc ein Ruudschrciben gerichtet, worin cr ihre Aufmerksamkeit aus die unter den, Vorwande der Eholera.Epidemie gegen Italien gerichtete feindselige Campagne lenkt. Die Epidemie sei eine dcr leichtesten und territorial am meisten begrenzten gewesen und ihre Ausdehnung sowie ihre Gefährlichkeit seien in einer Weise übertrieben worden, daß man den beabsichtigten Zweck leicht zn erkennen vermöge. Diese klampagne habe ti^cl) nicht aufgehört, obwohl die Epidemie seit geraumer Zeit im ganzen Königreiche erloschen sei. Selbst 3iom se! das Ziel der unwürdigen Angriffe gewesen, obwohl die Gesunoh.'ilsvclhällnisse Roms zu den günstigsten Feuilleton. Miß Unverzagt. Erzählung von Walther Kabel. (Fortsetzung.) Anfang Jänner 19l»4 brach urplötzlich, nachdem Gouverneur Leutwein eben erst im Süden eine Empö-"ma. der Vondclzwaarts niedergeworfen hatte, dcr Auf» stand der Herero im Herzen der Kolonie Südweslafrita aus. Die Häuptliuge der Herero hatten dicfe allgemeine ^Hebung mit der größten Umsicht vorbereitet und jedem der schwarzen Unterführer genau seine Rolle in dem bln. l«gen Drama zugewiesen. Nnr so war es auch zu er-llärcu, daß sich fast die sämtlichen kleineren Stationen und ebenso die strategisch wichtigsten Punkte ocr großen ^erblndnngsstraßen bereits nach wenigen Tagen in den banden der Feinde befanden oder aber, wo eine ttber-rmnpclung der Garnisonsorte nicht glückte, durch einen d'chlen Ring von Belagerern von der Anßenwelt ab. i,,egeu zu erreichen suchen sollte, da der direkte Weg nach Wohambahe von Hereroposlen bereits gesperrt war. Ans dem Wagen saßen eng aneinandergeschmiegl ! Frau Reiwitz und ihre Kinder, während der Farmer nnd seine Leute die Büchsen in dcr Hand zu Pscrde den trau» rigen Transport begleiten wollten. Doch die mit aller Hast betriebene Abfahrt erlitt eine ganz unvorhergesehene Unterbrechung. Gerade als Heinz Röoer mit seinen Leuten sich wieder in den Sattel schwang, um auch den dritten, in der Gegend ansässigen Farmer noch rechtzeitig zn warnen, erinnerte Fran Rei» Witz sich plötzlich an Miß Unverzagt, an die bisher nie-»»and ill der furchtbaren Aufregung gedacht hatte. Ratlos schaute der Leutnant vor sich hin. „Was tun wir nnr! Ich habe meine bestimmten Befehle, von denen ich nicht abweichen darf. Und teilen kann ich meine Schar ebensowenig. Das könnte bei dcr feindlichen Übermacht unser aller Verderben sein. Ander-seits — wir dürfen doch auch die junge Dame nicht ein. fach ihrem Schicksal überlassen! Denn — fällt sie den Herero in die Hände, so hat sie bei den blutgierigen Teufelu auf kein Erbarmen zu rechnen." Da drängte einet der Soldaten sein Pferd etwas vor. Es war ein Mann mit einem dunkel gebräunten, völlig bartlosen Gesicht, aus dessen scharf geschnittenen Zügen deutlich eine mit hoher Intelligenz gepaarte Ener. gie sprach. Tom Brown, wie er sich nannte, war vor ungefähr zwei Monaten qut beritten und bewaffnet auf der Sta» lion Wohambahe erschienen nnd hatte den Kummandan» ten von Otting um Ausnahme in die Schutzlruppe als Freiwilliger gebeten. Er gab an, er sei geborener Ameri. lancr und nach Südwest gekommen, um später, wenn er Lund und Leute erst besser kenne, eine kleine Farm zu erwerben. Da seine Papiere in Ordnung waren, außer-dein ein derartiges Gesuch von zukünftigen Ansiedlern gar nicht selten gestellt wurde, reihte dcr Oberleutnant ihn in die Truppe ein. Sehr bald stellte es sich heraus, daß man mit Tom Brown, der die deutsche Sprache flie-ßend beherrschte, eiueu wirtlich überaus brauchbaren Feldsoldaten augenlusterl hatte. Er war nicht nur ein vorzüglicher Reiter und Schütze, sundern bewies anch bei v:elen Gelegenheiten, daß er mit dem Leben in der Wild. nis gut vertrant war und über einen äußerst praktischen Sinn und hohen Persönlichen Mut verfügte. Im übrigen jedoch hielt er sich ganz für sich allein, fchluß mit nie-m^ndcm Frenndfchaft und brachte seine dienstfreien stunden regelmäßig außerhalb der Station auf dcr Jagd zu. Bei seinen Vorgesetzten, die seine Zuverlässigkeit und seinen Diensteifer schnell schätzen gelernt halten, war er sehr gut angeschrieben. lForlsehung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 40. 356 18. Februar 19N. der Welt gehören. Jetzt, da dic Zeit herannaht, wo die Nation ihr Jubiläum feiern soll, wäre es nicht zu verwundern, wenn uian durch unredliche Umtriebe einer wirtschaftlichen Konkurrenz unter demselben Vorwande acgen die Weltfcicr dcs italienischen Rom frevln und wenn die Verbreitung falscher Nachrichten fortgesetzt würde, um von Rom, Turin und Florenz die Bewun» derer dieser Städte fernzuhalten. In dem Rundschreiben werden die diplomatischen Vertreter aufgefordert, dar. über zu wachen, daß dies nicht zur Wahrheit werde, und erforderlichenfalls cincn darauf gerichteten Versuch durch jedes für die Verbreitung der Wahrheit geeignete Mittel zu unterdrücken. Nach einer Meldung aus Rom werden die Aus. sichten für die Beilegung der Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Vatikan und der spanischen Regierung in kirchlichen Kreisen fortgesetzt ungünstig beurteilt. Zur Zeit befindet sich die Angelegenheit, da seit der Annahme des Spcrrgesetzes in den spanischen Cortes keinerlei Austausch von Mitteilungen zwischen dem Heiligen Sluhl und dem Ministerpräsidenten Canalejas statt, gefunden hat, allerdings in Stillstand und es wird nun in den erwähnten Kreisen mit lebhaftem Intcreffe der neue Entwurf eines Vereinsgesetzes abgewartet, der den Curtcs vorgelegt werden soll. Man glaubt vor» ausjehcn zu können, daß Herr Canalejas die Regelung dieser Frage ohne vorherige Verständigung mit dein Vatikan beabsichtige, ein Vorgehen, durch welches der zwischen dem Vatikan und Spanien bestehende Konflikt in eine schärfere Phafc versetzt werden könnte. In Sofia hat sich eine Liga zur Verbreitung der englischen Sprache in Bulgarien gebildet. Dieser Verein erhält eine politische Färbung schon durch den Umstand, daß seine Mitglieder zum größten Teil politische Per» sönlichkciten sind, die ihre Studien in England, in den Vereinigten Staaten von Amerika oder im Konslan-tincpeler Robert.College gemacht haben. Noch deutlicher wnd^dcr Liga dieser Charakter dadurch aufgeprägt, das; sie außer dem angegebenen Zweck der englischen Sprach, propaganda auch das Ziel verfolgt, unter den Vulgären ouglophilc Gesinnungen zu wecken und zu fördern. Der Elöfsnungssitzung des Vereines hat der englische Ge» schäflsträger in Sofia, Mr. Lindlcy, beigewohnt. Der Petersburger Korrespondent der „Times" hört, daß Vorbereitungen für eine Wiederbcsctzung des Ili-Distriktes in Chinesisch-Turkestan durch russische Trup. pen getroffen worden seien. Diese ernste Maßregel sei notwendig geworden durch Chinas beharrliche Nicht, lx'achtung seiner durch den Vertrag vom 24. Februar 1881 eingegangenen Verpflichtungen. Tagcsnclliglcitcn. — lWas man im Luftballon hört.) Wer sich im Luftballon in die Höhe erhebt, wird durchaus nicht „von tiefer Stille umfangen", wie phantaslifche Erzähler zu-wcilen glauben machen wollen. Im Gegenteil, die Ge> rausche der Erdoberfläche sind zuweilen in recht bcdeu. tcnden Höhen noch deutlich vernehmbar. Das liegt daran, daß die Schallwellen nach oben, weil sie aus dichteren Luftschichten in dünnere gelangen, sich leichter fort» pflanzen, als unter anderen Bedingungen, außerdem aber auch daran, daß der Schall in der Richtung nach oben nicht auf Hindernisse stößt, wie es bei der Ausbreitung Paulinenhof. Roman von U. Marbh. (44. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) «Ich glaube dir —" sagte er endlich in heiserem Flüsterton. „Mein Herz erleichtern — ja — ich — will s. Komm näher — lege dein Ohr an — meinen Mund — dichter — noch dichter — so ist's gut — nun denn — ich — ich — hab's getan — ich.— wollte Nit» tcrs Tod — weil — ich — ihn — haßte — du weißt — warum — Irmgard — blicke mich — nicht so voller Entsetzen — an — ich habe dich geliebt — von frühester Jugend sonnte ich mich in dem — Traum — einst mit dlr — Paulinenhof — zu besitzen — meine ehrgeizige — Mutter — eitel auf — ihren Sohn — bestärkte mich in meinen — gulunstshoffnungen —" Er schwieg erschöpft, bis er so viel Kraft gesammelt, um furtfahren zu können: „Irmgard — du darfst mcin Geheimnis — keinem Menschen verraten — versprich es mir — es ist das Bekenntnis eines Sterbenden ^ du schweigst? Wie bleich du bist. Willst du — mein Kino — lehren — dem An« denken — seines — Vaters zu — fluchen? Irmgard?" Reimanns Stimme fchwoll an wie in Scelenangst, sein Blick suchte flehend den ihren — „das darfst du nicht — nie — nie! Hörst du? Nie — darfst du meinem — unserem Sohne — erzählen. Schwöre mir — du willst vergeben — und — vergessen — schwöre im Angesicht — des — Todes, der — die Fessel lost — dich frei macht — frei — Irmgard schwöre_____" Die Stimme versagte, doch die flehenden Blicke spra« chen desto beredter, dringender. an der Erdoberfläche die Regel zu sein pflegt. Den Pfiff cincr Lokomotive tann man vom Luftballon aus, wie eine Zusammenstellung Flammarions angibt, noch in 3000 Meter Höhe vernehmen; das Geräusch eines fahrenden Eiscnbahnzugcs ist noch in 2500 Meter Hohe vernchm» bar, Hundegebell und Gcwehrscliüsse werden bis zu 1800 Mctcr vernommen, das Geschrei cincr Voltsmenge, Gloctentönc und das Krähen eines Hahnes sind in 1600 Meter noch hörbar. Bei 1400 Meter hört man uuch sehr deutlich Trummelschlägc und die Instrumente eines Orchesters, bei 1200 Meter ist das rollende Geräusch zu hören, das fahrende Wagen auf dem Pflaster erzeugen. I:i 1000 Meter Höhe erkennt man den Ruf der mensch, lichen Stimme. Bei 900 Meter vernimmt man das Quackcn der Frösche und das Zirpen der Grillen. Selt-sam ist es, wenn der Luftschisfcr sich vom Ballon aus mit einem Menschen an der Erdoberfläche verständigen will. Während man im Lustballon die menschliche Sprache in 500 Meter Höhe noch deutlich vernimmt, reicht die Stimme des Insasfen der Gondel aus 100 Meter Höhe nicht mehr aus, eine Verständigung mit einem Menschen an der Erdoberfläche herbeizuführen, eine Erscheinung, deren Erklärung bereits oben gegeben worden ist. Das Vorhandensein von Wolken oder Nebel hat auf die Aus» brcitung des Schalles keinen erheblichen Einfluß. — Mn witziger Rothschild.) Anläßlich des Todes dcs Barons Rothschild erinnert der „Alficre" an den schon Dor längerer Zeit verstorbenen Baron Alfons Noth. schilo, dessen geistreiche „Mots" fast ebenso berühmt waren wie die vielen Millionen, die er aufgehäuft hatte. Von den vielen Anekdoten, die über ihn erzählt wer» den, dürfte die folgende nicht allgemein bekannt sein: Eines Tages ließ sich bei dem Baron ein deutscher Fürst melden. Nachdem er etwa fünf Minuten gewartet hatte, lleß er dem Baron durch den Türhüter "sagen, daß er nicht im Vorzimmer zu warten gedenke. Der Baron bückte von den Papieren, die er vor sich liegen hatte, kc-.llin auf und sagte nur: „Wenn er nicht draußen war» ten tann, soll er meinetwegen hier warten." Im nächsten Augenblick stand der Fürst im Arbeitszimmer des Barons. Baron Alfuns, der gerade mit einer schwie» rigcn Multiplikation beschäftigt war, nickte grüßend mit dem Kopf und schrieb dann in großer Eile weiter. „Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, daß ich stehe", sagte der Fürst in scharfem Ton. — „Nehmen Sie sich bitte, einen Stuhl", erwiderte der Baron mit großer Ruhe. — „Ich muß Sie ferner darauf aufmerksam machen", fuhr der andere immer pikierter fort, „daß ich Fürst bin." — „Dann nehmen Sie sich, bitte, zwei Stühle", sagte Alfons Rothschild gleichgültig. — Din „Museum der Straßeurufe".) Die Grün» dung eines „Museums des Wortes" in Paris, in dem die Wandlungen der Sprache phonographisch festgehalten werden, hat einen unternehmenden Pariser Lehrer dazu getrieben, auch seinerseits ein Unternehmen zu beginnen, das zum mindesten eine interessante Ergänzung der be» reits bestehenden Institutionen bringen sott: ein „Mu< s.'um der Straßenrufe". Mit einem Grannnophon aus» gerüstet, begibt sich der Lehrer in seinen Mußestunden auf die Straßen und Boulevards, um all die langgezogo neu, wcchfelnden charakteristischen Rufe der Pariser Slraßenvcrkällfcr auf die Platte seines Apparats zu bannen. Wo immer sich irgendein Verkäufer sehen läßt und durch seine Rufe die Aufmerksamkeit der Haus» b.wohner weckt, eilt der Mann mit dem Grammophon herbei und bittet um Wiederholung. Die Rufe der Fisch» flau, der Gemüsefrau, des Vugelfultcrmanncs, des .Korbmachers, der Vlumenverkäufcr und die schrillen T^norrufc der italienischen Gipsfigurenhändler sind be-rcits für die Nachwelt gesichert. Nur zwei haben den Was während Theos schrecklichem Geständnis in der in ihrer tiefsten Tiefe erschütterten Frauenseele vor» ging, vermögen Worte nicht auszudrücken. Obgleich Irmgard nun schon vor Monden über den Urheber der Freveltat entsetzlichen Aufschluß erhalten hatte, traf jede die Wahrheit bekennende Silbe aus dem Munde des Verbrechers ihr Herz wie ein tödlicher Schlag. Schmerz und Grauen umfingen sie mit lahmen, dem Baun, dem sie mit aller Gewalt sich zu entreißen versuchte, als sie Theos ficbrisch glänzende Augen in flehender Bitte auf sich gerichtet sah. Irmgard ergriff die sich mühsam entgegenstreckende Hand des todwunden Mannes und sagte mit fester Stimme: «Was du mir getan, Theo, verzeih' ich dir, unk hoffe auch, der Allbarmherzigc wird dir, dem Neuerfüll, ten, ein gnädiger Richter sein!" In Theos Blick und Mienen ging eine auffallende Wandlung vor, sie strahlten auf in einem fanftcn Licht, um seinen Mund legte sich ein weiches Lächeln, während er schwer atmend lächelte: „Dank dir — Dank, daß du gekommen! — Vergib! Dank — so — Arnold —" dann verwirrten sich seine Sinne. Der Gegenwart seiner Frau sich nicht mehr bewußt, hielten dennoch seine heißen Finger ihre kalte Hand wie mit eisernen Klammern umspannt. Irmgard versuchte vergeblich, sich loszureißen, oder mit der freien Hand die Klingel zu berühren. Unheim-liche Schauer durchrieselten sie, sie wollte schreien, aber kein Laut drang über ihre Lippen. l Verlockungen dcs eifrigen Sammlers getrotzt: die Frau clncs Stühlflechters, die singend in den Straßen ein« herzieht, um Austräge für ihren Mann zu erlangen, und ein stämmiger Herkules, der in den Seitenstraßen mit seiner dumpfen Baßstimme durch den gröhlenden Ruf: „Tonneanx, tonncaux!" die Bürger erschreckt und leere Fässer kaufen will. Die Frau des Stuhlflcchterß hatte eine Heidenangst vor dem Apparat, und leine Macht der Well hätte sie dazu gebracht, vor dem großen Schalltrichter ihren Ruf zu wiederholen. Der Faßtäujcr aber wandle dem Straßenrussammler verächtlich den Rücken und hörte die Bitte nicht einmal bis zu Ende au. — ^Preisliste der Pariser Claqne.j Beim Theater wird alles bezahlt, auch der Ruhm, ja der Ruhm ganz besonders. Für die Wende der Siebziger- und Achtziger« jähre des vorigen Iahrhundcrtes ist ein ausführlicher Tarif für die Leistungen der angestellten Beifalls' spender erhalten, deren Tätigkeit den Ruhm begründen half. In einem kleinen französischen Werte: „Das Leben dcim Theater", das im Jahre I860 veröffentlicht worden ist, gibt der Verfasser Couailhac folgende Zahlen: ein» fache Veifallssalve vier Kronen; doppelte Salve 16 K,' dreifache Salve 20 X. Einfaches Lärmen 20 X- unve» grcnztes Lärmen 40 X. Beifallsklatschen, dieses zuerst nicoergezischt, dann erneuert und gesteigert, wie wenn. der intelligentere Teil dcs Publikums über die Unzufriedenen siege, 25 X. Heiterkeit vier Kronen. Gelächter vier Kronen; schallendes Gelächter acht Kronen, über» triebenc Ausrufe 16 K. Der Verfasser fügt hinzu, daß natürlich oft auch über die Formen der Vewuuderungs» rufe, die mitten unter dem Publikum im Zuschauer» räume mehr oder weniger häufig ausgcstoßeu werden sollen, Vereinbarungen getroffen würden; der Preis hi» für unterliege aber besonderen Verabredungen zwischen dem Theatcroirellor und dem Führer der Claque, der fich in den Verdienst mit seiner Schar teile. — slkin Patient, der sich selbst operiert.) Große Selbstbeherrschung und starte Nerven zeigte diesertage ein 26jähriger, in Paris studierender rumänischer Slu-deut der Medizin, der am eigenen Körper eine schwere Operation vornahm. Er hatte einen Bruchschaden. Nach-dem er den Unterkörper lokal betäubt hatte, setzte er sich aus den Operationstisch, öffnete sich selbst den Leib und führte in aller Ruhe die Operation durch, wie er sie ,n der Klinik bei auderen vorgenommen hatte. Daraus uählc er die Wunde selbst "zu und legte sich nach Bctndiguug der eine Stunde währenden Operation schlafen. Sein Befinden ist zufriedenstellend. — sDer klavierspielendc Gcist.j Eine gruselige Geschichte, deren Schauplatz Brooklyn ist, erzählt eine Nlwyurker Zeitung. Ort der Handlung: Das Schlaf» zilnmer des Ehepaares Hartan. Zeit: Mitternacht. Das Ehepaar wird plötzlich durch die Töne des Klaviers aus seiner friedlichen Ruhe geschreckt. Wer mag da Klavier spielen? Herr Hartan meint, es sei wohl ihre Nachbarin, die Wand an Wand mit ihnen wohnt, aber Frau Hartan, die feinere Ohren hat, hört deutlich, daß es das Klavier in ihrem Wohnzimmer ist, auf dem gespielt wird. Man, steckt ein Licht an, steht aus und betritt zaghaft das Zimmer: es ist niemand zu sehen, das Klavier ist go schlössen, das Spiel aber, seltsame, abgerissene, bald l>.nile, bald leise Töne, verstummt nicht! Ein Geist! — dieser Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen. Herr Harlan spricht ihn zuerst aus und seine Frau schreit eiltscyt auf, dann stürzen beide ans Fenster und rufen u:n Hilfe. Nachbarn eilen herbei, der Portier kommt, es werden Schutzleute geholt, alle betreten das Zimmer, aus dem das geisterhafte Klavicrspicl ertönt, aber eS ist nichts zu sehen. Ein mutiger Polizist macht beherzt zwei Kalter Schweiß trat auf ihre Stirn, sie fühlte sich einer Ohnmacht nahe, als der Kranke Plötzlich ein durch» dringend gellendes Lachen aussticß. Im nächsten Augen« blick wurden die Türen rasch gcössnet, und der Arzt eilte herbei Mit einem Blick die Situation überschauend, löste Dr. Stein mit sanfter Gewalt Irmgards Hand aus der Hand dcs Patienten. Die an allen Gliedern zitternde Frau ins Nebenzimmer geleitend, sagte er mit dem Ausdruck herzlicher Teilnahme: „Beruhigen Sie sich! Nehmen Sie, bitte, diese Tropfen, Sie werden Ihnen gut tun." Wie Dr. Felix Stein vorausgesagt, überlebte Nei-mann den Tag nicht. Ohne daß er sein Bewußtsein wieder erlangte, erlöste ihn am Spätabend der Tod von seinen qualvollen Leiden. Irmgard sah ihren Mann nicht wieder. Ihre schweren Seelcutämpfe hatten die zarte Frau körperlich derartig angegriffen, daß der Arzt zur allmählichen Hebung der vollständig erschöpften Kräfte möglichste Ruhe, Fcrn-halllmg jeder Aufregung aufs strengste anbefahl. Infolgedessen blieb sie auch Theos Begräbnisfeier fern, er erhielt die letzte Ruhestätte in Paulincnhof. Anstatt Irmgards schritt zwischen Steuerral Noder und Gemahlin ein kleiner schwarzgekleideter, blondgelockter Knabe, in der Hand einen großen Strauß blühendes Veilchen, die er dem Toten mit in die Gruft geben sollte. Mit großen Augen blickte Arnold halb scheu, halb verwundert auf das glänzende Lcichengepränge und auf das zahlreiche Gefolge, das seinem armen, lieben Papa, deU er nie, nie wiedersehen würde, das letzte Geleite gab. Laibacher Zeiwng Nr. 40. 357 1«. Februar 1911. Schritte auf das Gcisterklavicr, zieht sich dann aber zaghaft zurück. Ein anderer, der mehr Mut hat und sich vor den vielen Menschen nicht bloßstellen will, öffnet schließlich das Klavier. Bei den, unsicheren Scheine des Achtes sieht man in diesem Augenblicke einen Schatten «ber die Klaviatur huschen und hört dann ein Plumpsen, dem ein lautes Geschrei aller vorhandenen weiblicher Personen folgt; der Geist war eine Maus! — (Das Cyionopyon.j Man scyreivt der „W. A.": Z" elner der letzten Sitzungen der Pariser Akademie der W'Nenschaften wurde von M. Gaumont die Lösung eines Problems vorgeführt, an welchem sich der Scharfsinn Bisons durch cin Dezennium abgemüht hatte, ohne cmen wescnttlchm Erfolg zu erzielen, nämlich des Pro-"ems den Vurtrag eines Redners oder Sängers gleich, ztliig klnematographisch und phonographisch wiederzu-q ben Dlese Aufgabe verlangt einen vollständigen Syn-chronismus zwlschen Kinematograph und Phonograph, welcher dadurch bewirkt wurde, daß die Motoren für velde Instrumente durch dieselbe Stromquelle betrieben il ^' ^ """ auftretende kleine Differenzen konnten räch durch eine minimale Regulierung mit der Hand be. 5. V ^'- ^ größte Schwierigkeit lag aber in der ^lllyromsllschen Ausnahme durch Kinematograph und Monograph, wobei letztere in viel größerer Nähe als die erstere geschehen mußte, und zwar so, daß der Phono-araph außerhalb des Gesichtsfeldes des Kinematographen mg. Es gelang, diese Aufgabe auf rein empirischem « ^ zu losen. Endlich muhte die phnnoqraphischc Auf-N^n-^ Wiedergabe für ein größeres Auditorium beträchtlich verstärkt werden. Zu diesem Zwecke wurde k^^. ." doppeltem Schalltrichter und Resonanz. ^7. 3,.^?"^- Gerden, benutzte man kompri-Ul'erte Luft. die mau über die tönende Membran hin-hn der ^ " ^"llslärke beträchtlich zu vermehren. Vor?raa 3«^ i! ^/^ung reproduzierte Gaumont einen Ertrag des Elcktrothcrapeuten d'Arsonval welcher der 3'sNen'm^'f^ ? lah sein Ebenbild au 'd?m Schirm bN und ?n^'Ä- d'e I bercinstimmung seiner Ge-obachtcn ^ M.enenspieles mit seinen Worten be- Vress^^"^^"^ .'" Amerika.) Die amerikanische der TnV"^'^ ^..<7 ^' letzten Zeit sehr viel mit n^, , ^' ^b die öffentliche Polizei der neuen Welt N. ''^"/./"lcrntesten imstande ist, die begangenen lchweren Del.lle zu sühnen. Nach einer Verechnuna der ^enung „World to Day" gibt es deren allerdings ge-nugend; ledes Jahr bringt in den Vereinigten Staaten allem nicht weniger als 10.000 Mordtaten-'das sind also 200 in der Woche oder 30 an jedem Tag. Von den 10.000 Mördern werden nur 1000 vom Arme der irdi» schcn Gerechtigkeit, d. i. der Polizei, ereilt, die anderen 9000 entkommen dank dem Versagen der staatlichen und städtischen Pulizeiorganc. Dieser Ubclstand hat einige von oen Leuten, die besonders auf der Hut vor Mord» und Ranban schlagen sein müssen, wie z. V. Herrn Rockefeller, dazu gebracht, für ihre eigenen Zwecke fich eine Schar von Wächtern zu halten. Nun sind abcr auch eine Reihe von Leuten, die nicht gerade den obersten „Vierhundert" angehören, in Kongressen zusammengetreten, um verschic, denc Kategorien von Privatpolizei zum Selbstschutz ein« zurichten. Es wurden dazu große Kapitalien zusammen-gedacht nd tatkräftige Leute als Managers ausgesucht, tz?', funktionieren denn heute bereits verschiedene Privat. Po >ze,gruppen; es gibt eine Inwclen. und Schmuck-Polizei, d,e die großen Geschäfte zu überwachen hat, eine Nahnvo ,ze. fur Verbrechen auf der Eifenbahn, eine an-Verbrechen, die an den Frauen der reicheren Stande verübt werden, sodann eine Polizei Heimatsluft! Frühlingszauber! Beides bewährte mi ^rmgard seine wunderbar heilsame Kraft. Freilich -^ "?t« Zur Gesundung trug die allmählich wieder-^".c. ^nsfreude bei. Ihr geliebtes Paulinenhof umschloß ,hr, Welt. Hier lebte sie in stiller Zurück, nezogcnhelt. ' ^ 25. Kapitel. Arnolds zehnter Geburtstag. Im Herrenhause von ^aullncnhof herrschte reges Leben; von fern und nah ren dir allen nud jungen Freunde herbeigeeilt, den " ""l""sesltag mit Mutter und Sohn zu feiern. . ^>n paar sorgenvolle Jahre lagen hinter Frau ^'"'ann.Fabian. Auf Irmgards Ansuchen war ihr ge. n/a >! wurden, dem Namen ihres verstorbenen Man-"^ den des Begründers der weltbekannten Firma bei. i-lsugcn. Wic schwere Opfer es der gegenwärtigen Be-U"'" ^lostet, den Geschäftsbetrieb des großen Etablissc. mems aus seiner alten Höhe zu erhalten, davon hallen nur wenige Eingeweihte Kenntnis, s l'k ^ Neimanns Verschwendungssucht war das ,olwe paus Fabian in eine derartige finanzielle Ne. drangn.5 geraten, daß es der größten Sparsamkeit, Klug. Tätigkeit de/Fabrikleiler be. ^.77-'^ ^" vermeiden. ".^. !" ^' fanden Frau Irmgard sachkundige, erprobte treue Voamtc hilfsbereit zur Seite. In an-ges engter Tätigkeit lernte Irmgard am ehesten ihr Weh besiegen,- ste wurde gleichsam gezwungen, ihre Gedanken von der schmerzenreichen Vergangenheit ab. Moenden " " ^dcrungeu der Gegenwart zu- M,?^-^!""" ""' ^schiiflshimmel die trüben Wolken sich l.chteten, desto ruhiger, friedlicher wurde es > gegen Wohnungsräuber. Eine spezielle Truppe haben sich ferner die Wurstwarcn. und Delilatcfscnhä'ndler ge-leistet. Lotal- uüd Pl0l>l«zilll-Nachlllhtcu. lDas Zeitavancement.j In der vorgestrigen Sitzung des Staatsangestelltenausschusses betonte Seine Exzellenz dcr Minister des Innern Graf Wicken« bn l. g gegenüber einer mehrfach aufgetauchten mißver-sländllchen Deutung, daß dcr Abwesenheit der Regie-rungsverlretcr in der letzten Sitzung des Subkomilees lcin'erlci unfreundliche Absicht zugrunde gelegen sei, diese Abscntierung sich vielmehr lediglich als eine logische Kouseguenz des von dcr Regierung wiederholt betonten grundsätzlich ablehnenden Standpunktes gegenüber einer Eunderbchandlung eines Teiles dcr Dienstpragmatit darstelle. Des weiteren glaubte dcr Minister, lonsla. tieren zu sollen, daß fich die Absicht, welche Abg. Pro-chazta mit seiner Anregung verfolge, mit dem Vcstre» btM der Regierung decke, eine Möglichkeit zu schaffen, daß die Beamten ehestens in den Genuß jener Vorteile gelangen, welche ihnen eine Ordnung ihrer Dienstes. Verhältnisse biete. In diesem Sinne glaube der Mini« stcr auch den vorgeschlagenen Weg dcr provisorischen Inkraftsetzung der Dicnstpragmatil im Wege eines Er-müchtigungsgesetzes als gangbar bezeichnen zu können. Doch müsse die Regierung unbedingt daran festhalten, daß sich dieses Ermächtigungsgesetz auf die gesamte Dienslpragmalit beziehe, wobei Vs allerdings nicht aus. geschlossen wäre, daß durch vorherige Verhandlullgen einzelne Bestimmungen des Regierungsentwurscs ent-sprechenden Modifikationen unterzogen würden. Für dilse Haltung sei die Erwägung maßgebend, daß es sich dcr Regierung keineswegs um eine bloße Ergänzung des Zeitvorrückungsgesctzes durch Disziplinarvorschristen hmloclt, sondern daß ihr, wie bereits wiederholt und ju erst vor kurzem im Sublomitee betont wurde, daran gelegen sei, den gesamten Komplex dcr in dcr Dienst. Pragmatik behandelten Fragen, deren Lösung ja schon zum größten Teil von der Beamtenschaft selbst dringend gefordert werde, einer möglichst baldigen einheitlichen Regelung zuzuführen. Unter dieser Voraussetzung würde die Regierung daher auch bereit sein, sich an einer neuer, l.clien Beratung des Rcferentenentwurfcs Stölzel über die Zeitvurrückung zu beteiligen, welcher dann als inte-gr»crcnder Bestandteil in die auf dem angedeuteten Wege in Kraft zu setzende Dienslpraamatik aufzunehmen und daher in das Gefüge derselben einzupassen wäre. — Nach einer längere!« Debatte beantragte Abg. Dr. Roller, duh oas Sublomitee für die Dienstpragmatic baldigst zusammentrete und die ganze Materie mit aller Bc-schleunigung berate. Das vom Subtomitee über den An« trag Prochazta bisher fertiggestellte Referat sei dem Subtumitee für die Dienstpraamatik zu überweisen. Dcr Antrag Roller wurde angenommen und Abgeordneter Dr. Stölzel diesem Subkomitec bcigczogcn. — lPcrsonalnachricht.j Seine Exzellenz dcr Mini. stec für Kultus und Unterricht hat den Adjunkten der Zcntralanstalt für Meteorologie und Gcool)namil Doktor Moritz Topolansty zum Sekretär dieser Anstalt ernannt. — >s, dic Fabritlcutc allen voran, liebte man dcn hübschen, liebenswürdigen Inngen, der für jedermann cin freund-liches Wort hatte, der die Menschenhcrzen im Fluge gewann. Auf dcr breiten, schattigen Terrasse vor dem Gartensnal des HerrcnlMlses saßen, standen und promc» niertcn an diesem herrlichen Iulinachmittagc die älteren Herrschaften in zwanglosen Gruppen, heiter Plaudernd, amüsiert dem kleinen Völkchen zuschauend. Das war ein Jauchzen, Schreien, Lachen der hell durcheinander llin-genden Stimmen! Leuchtend in mütterlichen, Stolze folgten Frau Irmgards Augen ihrem schlanken, hübschen Knaben nnd blieben schließlich auf zwei abseits auf und ab lvandeln. dcn Gestalten ruhen; es war Professor Ritter am Arm eines hochgewachsenen Marincosfizlcrs. Seine frappante Ähnlichkeit mit dem verstorbenen Doktor Ritter kennzeichnete ihn jedcm, der Erhard gekannt hattc, als dessen jüngeren Bruder Harry. (Fortsetzung folgt.) ,Dr. Anton IaneTi« vom Gcbührenbemcssungsamte in Laibach 3ur Finanzdirettion, der l. t. Iinanzlonzepls-praltilant Josef M o sel i zh von der k. t. Finanzdirek. tion zum Steucrreseratc der k. t. Bezirtshauptmann« scl>lft in Laibach, die l. l. Steuerpraktilanten Franz Ram or von Rudolfswcrt nach Nafseufuß und Rai-mund Kamen » ek von Tschernembl nach Rudolfswert Meueramt). — Der neuernannte k. l. Finanzsctretär Dr. Iofcf Povalej wurde dem t. l. Gcbührenbemcs. sungsamle in Laibach zur Dienstleistung zugewiesen. — Der Oberrespizienteniitcl wurde dem Respizienlen Franz Burger verliehen. Versetzt wurde der Obcraufjeher Johann Rupnil von Tschcrncmbl nach Adclsberg, die Aufseher Leopold Erjavec von Adclsberg nach Tscher. ncmbl, Fridolin Lenard von Mannsburg nach Nassen, suß und Joses Negu Z von Nassensuß nach Nudolfswert. Neuaufgcnommen wurden die Aufseher Alsons Pagon und Martin Golob; ersterer wurde der Finanzwach' abteilung in Mannsburg, letzterer jener in Krainburg zugewiesen. — ,^". Eintrittsgcbühr 1 X, 80 Ii, 60 !>, 30 l.. — lVon der akademischen Verbindung „Trisslev" in Graz.j Die Festlichkeiten aus Anlaß vcs 35jährigen Bestandes der aladcinisch.tcchnischen Verbindung „Tri^ glav" aus Graz finden am 19. d. M. in Laibach statt. Eingeleitet werden sie heute abends im „Narodni Dom" durch einen Kommers, den dem „Triglav" zu Ehren die alademische Ferialverbindung „Sava" veranstaltet. Mor-ge bisher vom Handelsmann I. Grobelnik innegehabten Räumlichkeiten in ihrem Hause Domplatz Nr. 1 zu Aanlzwccken adaptieren, während die ehemalige „Bier» halle" Mtersstraße Nr. 47) vom Spediteur Josef l^k<' vlj zu Magazins- und Speditionszwccken adaptiert nxrtx'n soll. — sDie Iugendsektion der „Vzajemnost") veranstal» tel morgen um 4 Uhr nachmittags im Salon der Rc» ftauralion Nali in Gleinitz eine Unterhaltung mit Gesangsvortragen, Deklamationen, komischen Szenen und Tanz. Eintrittsgcbühr 40 K. lDü!? Maslenfest des „Tlaoec".) Die Einlabun» gen <;um Großen Faschingskorso, der am Faschingssonn->tag im Hotel „Union" stattfindet, werden bereits ver° schickt. Obwohl über 3000 zur Versendung gelangen, ist es dennoch möglich, daß irgend jemand übersehen wird; dann möge er die Einladung beim Ausschüsse oder in den Verkaufsstellen der Eintrittskarten reklamieren. Masken erhalten oic Eintrittskarten nur gegen Vorwcis der auf dcn Namen lautenden Einladung. Nichtmaskierte Ve-zucher brauchen keine Einladung; jeder ist willkommen. — Der Vorverkauf der Eintrittskarten findet im Ge-schäftsladen des Herrn L. (lerne in der Wulsgassc sowie in oer Trafik der Frau sesark in der Schellenburg» gasse statt. — Für die Veranstaltung wurde folgendes Programm festgesetzt: Von halb 8 Uhr bis 9 Uhr Ein-ttcffcn der Gruppen und Masken, dann Maskenfcft und Tanz. Vor und nach Mitternacht amerikanisches Damenwahlrecht l.nach jedem zweiten Tanze wählen die Damen). Verschiedene Szenen vom Faschingskorso. Um Mitternacht ein großer Maskenumzug unter Mitwirkung oller drei Musikkapellen, Konzerte und Zapfenstreiche der mitwirkenden Musikkapellen auf dem Marktplätze, ai,f der großen Terrasse und auf dem Balkon. Die De-ko^atlon des Korsoplatzcs wird geradezu glänzend aus» fallen; auch werden elektrische Experimente in Farben vorgeführt werden. — jVerlobung.) Wie man uns mitteilt, hat sich Herr Lcdcrhändler K. A. Kregar mit Fräulein Mimi Treo, Tochter des Herrn Bauunternehmers Simon Treo, verlobt. — 0 an der trainisch-tüstenlänoischen Landcsgrcnze an» acstclltc Stationsvorstand Johann Koschutlnigg ist irr» sinnig geworden. Er warf sich unter einen Güterzug, wobei er jedoch nur geringe Abschürfungen erlitt. Das zweilcmal versuchte er sich zu erhängen, wurde jedoch noch rechtzeitig gerettet. Am 14. d. M. wurde er m die Krankenanstalt in Trieft abgegeben. — lVerlauf des Abbaziane, Kurparks an die Kur» tommission.) Aus Abbazia wird gemeldet: Die österrei» chischc Aktiengesellschaft für Hotel', und Kuranstalten in Abbazia verkaufte kürzlich den Abbazianer Part für 2^> Millionen Kronen an die Kurkommission. Dagegen kaufte die Gesellschaft von der Quarnero-Aktiengesell» schaft das große Hotel in Lovrana. — lEröffnung der Görzer Landesirrenanstalt.) Aus Mrz, 16. d. M. wird gemeldet: Heute vormittags fand oie feierliche Eröffnung der neuen Landesirrenanstalt, welche mit einem Kostenaufwande von izH Millionen Kronen erbaut worden war und 350 Kranke zu bcher» bergen vermag, statt. Die Einweihung der Anstalts» kapelle wurde vom Fürsterzbischos Dr. Sedcj unter grnßer geistlicher Assistenz vorgenommen, worauf er etne stille Messe las. Anwesend waren unter anderen Statt» Halter Prinz zu Hohen lohe, Landeshauptmann Ritler von Pajer mit einer großen Anzahl von Land» tagsabgcordnclen, der Bürgermeister von Gürz, Vertre-icr der Zivil» und Militärbehörden. — lDic öffentliche Sicherheit im politischen Ne. zirle Rudolfswelt) war im vergangenen Jahre entspre» chend günstig. An begangenen Verbrechen sind 7 Brand» legungen, 29 Fälle der öffentlichen Gewalttätigkeit und 18 Fälle der körperlichen Beschädigung zu verzeichnen. Wegen Landslrcicherei wurden 22 Personen, wegen Vellelns 35 Personen und wegen Zuwiderhandclns gegen die mit der Polizeiaufsicht verbundenen Verpslich-tungen 2 Personen der Bestrafung unterzogen. Die Zu» lässigteit der Abgabe in eine Zwangsarbeits-, bezw. Besserungsanstalt wurde in drei Fällen ausgefprochcn und die Abgabe in zwei Fällen wirtlich verhängt. II. — lUngliicksfälle.j Die beim Vefitzer Lukas Gros in Mitterdorf bedicnstetc Magd Johanna Martovi? wollte kürzlich in der Küche wie gewöhnlich dem Schweine, fultcr etwas Pulver beimengen. Durch ungeschickte Ma. nipulation geriet sie damit zum Feuer. Das Pulver entzündete sich und die Magd erlitt schwere Brand» wunden im Gesichte. — In der Ölfabrik zu Brilof geriet der Fabritsarbeitcr Franz Karun bei der Arbeit aus eigenem Verschulden mit der rechten Hand in eine Ma» schmc, wobei ihm zwei Finger zerquetscht wurden. — Dcr Besitzerssohn Johann Grbec aus Kr2i5öe, Bezirk Stein, führte unlängst einen mit Kalt bcladencn Wagen nach Hause. Auf dein Wege kippte der Wagen um und Grbcc kam darunter zu liegen, wobei ihm beide Beine gebrochen wurden. — Als die ledige Taglöhncrin Maria Gcrdadolnit aus Horjul dicsertagc in die Kirche gehen wollte, glitt sie auf dem Wege aus und zog sich beim Sturze einen Armbruch zu. Desgleichen zog sich die Witwe Anna Cegnar in Bischoflack einen Beinbruch da» durch zu, daß sie von einem Wagen fiel. 2. — lVom Zuge erfaßt.) Am 17. d. M. gegen zwölf Uhr mittags übersetzte em Fuhrmann auf oer Bezirks-straßc bei Feistritz nächst Nassensuß den Bahnkörper, als eben dcr gemischte Zug aus Iuhannistal heran» brauste. Dcr Maschmenführer tonnte den Zug nicht sogleich zum Stehen bringen und daher erfaßte die Ma» schine den Wagen, dcn sie noch eine Strecke vor sich schob und vollständig zertrümmerte. Der Fuhrmann sowie die beiden Pferde blieben unverletzt. 8. — lErfrierungstod.) y^ 14. d. M. wurde der ledige, 71 Iahrc alte Taglöhner Matthias Pirc aus dem Nu» dolfswerter Bezirke auf einem Waldwege bei Grövrh erfroren aufgefunden. Er entfernte sich am 13. d. M. naclimittags von feinem Wohnorte und war im Begriffe, seine Verwandten in Grövrh zu besuchen. In seinem Besitze wurde ein Varbetrag von 30 X 60 K vorgefunden. " lIeuer.) An einem der letzten Abende entstand aus bisher unbekannter Ursache in einem Keller des bürgerlichen Gebäudes in der Lingergasfe ein Feuer, das aber durch dcn Mayerschen Kutscher rechtzeitig be» merkt und gelöscht wurde. Es hatte oie Holzwand einer Holzlege ergriffen. — Heute nachts geriet im ersten Stockwerke eines Hauses in der Slomäekgasse eine mit glühender Asche gefüllte Kiste in Brand. Als man das Feuer nach Mitternacht entdeckte, war der Boden der Kiste sowie des Ganges bereits durchgcbrannl. Ein Organ dcr Wach. und Schließanstalt, das den Brand entdeckte, löschte gemeinsam mit einem herbeigerufenen Cichcrheitswachmanne das Feuer aus. Gegen die schuld, tragenden Personen wurde die gerichtliche Anzeige er» stattet. * lHolde Weiblichkeit.) Wegen Mißhandlung einer allen Frau entstand zwischen deren Tochter und der Frauensperson, die dic Mutter geschlagen hatte, eine solenne Keilerei, bei der die beiden Kämpferinnen wie üblich mit zerzaustem Haare und zerkratztem Gesicht den Kampfplatz verließen. Ein Sichcrheitswachmann notierte sich den Vorfall und erstattete hicvon die Anzeige. — lNestohlene Wanderer.) Der wandernde Kürsch. ner Leup. Huchcggcr aus Neunkirchen und der Schmied, geselle Anton Goslar aus Sesana übernachteten am ,1c!. d. M. mit Einwilligung der Gastwirtin Theresia Vrta5ar verhaftet und dann dem zuständigen Gerichte ein» geliefert. * lWeqcn gefährlicher Drohung verhaftet.) Unlängst verhaftete die Sichcrheitswache einen 21jährigen Vur«-schen wegen Pelzdiebftahlcs. Da ihn sein Arbeitgeber deshalb aus dem Dienste entließ, bedrohte ih» der Bursche mit dem Erstechen. Gestern nachmittags würbe dcr Bursche ausgeforscht, verhaftet und wegen geführ-licher Drohung dem Landesgcrichtc eingeliefert. " sEine alte Diebin.) Diesertage verhaftete em Sicherheitswachmann in der Strilargasse die 45jährigr, aus dem Stadtgebiete abgeschaffte Johanna Wintmch a>ls Untcrsteiermarl und lieferte sie dem Bezirksgerichte ein. * ^Verdächtiges Wut.) Vor etwa vierzehn Tagen brachte zu einer Hadernhändlerin cin Vauernweib mehrere Gegenstände auf einem Wagen und verkaufte sie um 1 X. Da sich das Weib von dcr Händlerin eine Krone entlich und dafür dcn Handlvagen zurückließ, ih« jedoch bis heute nichl abholte, vcrmntct man, daß der Wagen gestohlen worden sei. Der Eigentümer wird auj-gefordert, sich ehestens beim städtischen Polizciocparte-menl zu melden. * ^Polizeiliche Razzia.) Bei einer gestern in den Morgenstunden vorgenommenen Razzia verhaftete die Sichcrheitswachc mehrere arbeitschene Individuen. — ^Wetterbericht.) Dcr Luftdruck ist neuerdings ül>cr ganz Europa gefallen. Von Nordwestcn ist eine ilberaus tiefe Depression über Nurdcurupa hcreingcrückl und hat den hohen Luftdruck ganz über Südeuropa ver-drängt. In Mitteleuropa herrschen heftige Westwinde, dl" stellenweise mit Niederschlagen verbunden sind. Il» Österreich herrscht in nürdlichen^Alpengebielen allgemein trübes Tauwettcr mit Neigung zu Niederschlagen. In Süden macht sich ebenfalls ein Witterungswechsel gel-lend. Die Temperaluren sind allgemein erheblich gestie» gl ii. besonders ans dcn Alpengipsc'ln, wo die Temperatur-stürze von heftigen Sturmwinden begleitet wurden. In Lkibach hat sich die Wettcrsilnalion insofernc vcrfchlech-terl, als sich der Himm Tciüperaturzunahmc. — lVerstorbene in Laibach.) Gestern wurden fol-gcnde Todesfälle gemeldet: Anna Nupnik, Arbeiterin, 70 Jahre, Pctersstraße 13; Paula Prime, Schneider-gebilfenslochlcr, 1 Jahr, Untcrkraincr Straße 5; Mira Jerman, Stcueramtsassistenlenslochter, 3 Monate, W,ener Straße 47; Josef Flooh, Oberleutnant i. 3t., 77 Jabre, Vahnhofgasse 18; Jakob Skumavic, Arbeiter, 48 Jahre, im Landesspitale. — lMchtdienst in den Laibacher Apotheken.) In dcr kommenden Woche halten folgende Apotheken Nachtdienst: öiimülr, Iuröiöplatz; Piccoli, Wiener Straße,' Su^nik, Maricnplah. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Vur«ms< Ordcusauszcichuuusseu. Wien, 17. Februar. Wie offiziell verlautet, verlieh des Kaiser anläßlich des Abschlusses des Handelsvertrages zwischen Österreich-Ungarn und Serbien an vet> schicdrnc serbische Würdenträger OrdensauszeichnungeN, darunter dem Ministerpräsidenten Past« das Großlreuz des Lcopoldordcns, dem Minister des Äußern Milova-noviö dcn Eisernen Kroncnorden erstcr Klasse. Kaiser Wilhelm an die Landwirte. Berlin, 17. Februar. In der heutigen Sitzung des Lanowirtschaftsrates ergriff Kaiser Wilhelm nach dew Vortrage des Professors Tacke das Wort über die deutschen Moore, um Mitteilungen über seine eigene Tälig' teil auf diesem Gebiete auf seinem Gute Cadinen 5" machen. Im Anschlüsse daran führte der Kaiser axS, die deutschen Landwirte müßten bestrebt sein, ihre VieH^ Haltungen und Viehprodultion zu vergrößern; Deutsch" land müsse in dieser Richtung durchaus sclbslänoig sein- «Macher Zeitung Nr. 40. 367 ^_________________18. Febwar 191 l. Theater, Kunst und Literatur. — a Murasaki berauscht Hemacht und ausgeraubt wird, lvas zuletzt sie und ihre Gefährten mit dem Tode büßen. Das zweite Stück .Otake vom selben Verfasser schildert anscheinend den ziemen Roman e.nes Wäschcrmädchens, das sich über den Hoilettenkastcn und das Prachtlusliin, der vornehmen VoMo hergemacht hat und das zuletzt vom Liebhaber »der Gatten der lelMen in eisersüchtiger Aufwallung nie. »^gestochen wird. Die japanische Tragodin produzierte Pch,m ersten Stuck auch als Tänzerin.' Nach dieser Lei-N"S.5U. schließen, die vo„ einem schauerlich eintönigen Musilmstrument begleitet wurde, zeichnen sich die java-«l,chen Tänze vor unseren Vrcltllänzen durch größere vezenz aus, ohne indessen auf besondere Grazie Anspruch machen zu tonnen. Besonders eigenartig war das zwei-«allge Sterben der Japanerin, welches von einem Todes, «rnsl wenig zeigte, sondern sich genau so putzig und pup-penhaft abspielte wie das aanze übrige Gehaben. Man Mllt s,ch du- Madame Vutlcrsly bei ihrem Ableben «twas gefühlvoller vor, doch ist die größere Echtheit gewiß 5r» den qcstrl^cn Gästen zu finden gewesen. Die beiden glucke waren m stilvoller Weise inszeniert. Alles in «llem fühlte man sich doch mehr in ein Varwt5 oder m em ethnologisches Museum, als an cincn Ort tra-Mcher Kunst versetzt. Wer Japan nicht lcnnt, mag aus «dieser Gastvorstellilng erneut den Eindruck jener Seelen» longkeit empfangen haben, den wir bei den schlitzäugigen Mongolen zumeist voraussetzen. Schade, daß uns nicht ein wirklich tragisches Stück vorgeführt wurde, an denen «s in der japanischen Literatur doch nicht fehlen kann. Die beiden gestern gespielten Stücke waren Grotesken, tin V»ll, das so gewaltige Erfolge auf den wichtigsten Schafsensgebicten errungen hat, wird sich doch gewiß nicht ausschließlich in grotesken Gefühlen bewegen tön-ttc„. — Umrahmt von den fremdartigen beiden Stücken Osiasicns, spielten die heimischen Künstler ein kleines Lustspiel von Adolf Wilbrandt „Jugendliebe" im Bieder, meierkostüm. Jene Zeit der idyllischen Abgeschlossenheit trat damit in wirkungsvollen Kontrast zu den weilen Perspektiven, die uns 'die Japaner eröffneten. Gespielt wurde recht brav. Frl. v. Hcndrichs spielte eine Sechzehnjährige voll Kaprizen mit überzeugender Iu-gendlichkeit und Vornehmheit. Herr WeYdncr brachte den Abgott seiner jugendlichen Partnerin glaubhaft Zur Darstellung. Frl. Stelzer spielte eine reizende Bli.'dcrmeic'rgcstalt ganz vorzüglich, Frau Hettlcr be» friedigte sehr. Auch die beiden kleineren männlichen Rollen waren in den Händen der Herren Beck und Mraschner sehr gut aufgehoben. Das Theater war bis znm letzten Plätzchen ausverkauft. Herr Landes-piäsioent Baron Schwarz beehrte die Vorstellung mit sein cm Besuche. , ? - lIns her deutschen Thcatcrlanzlei.) Morgen sin» dei bei ermäßigten Preisen ausnahmsweise eine Nachmittagsvorstellung statt. Zur Aufführung gelangt del lmgem'cin lustige Schwank „Der Himmel aus Erden" von Julius Horst.Das harmlos heilere Stück mit seinen tollen Situationen paßt sich so recht der herrschenden Faschiugsstimmuug an. D,c Vorstcllungsnummer muhte geändert werden- daher findet diese Vorstellung im Logenabonnement ungerade statt. — Weiterer Spiel» plcn: Montag zum erstenmale: „Das kleine Schoko-ladenmädchen", Lustspiclncuheit. Logcnabonnement gerade. Mittwoch Benefiz für die Soubrette Fini Frank „Er und seine Schwester", Gesangspossc. Logen, abomu'ment gerade. Freitag zum erstenmale: „Das „Puppenmädel", Operettennovität von Leo Fall. Logen» adonnement ungerade. — l»5loven8lli Hcitelj.") Inhalt der 2. Nummer: 1.) Dr. Andreas Karlin — Bischof von Triefl. 2.) A. c.: Neue Wege. sDas Arbcitsprinzip in der Volksschule.) 3.) Io. 6tr'ukelj: Der Schulleiter. 4.) Die erste Beicht. 5.) Ein guter Schulbesuch. 6.) Dr. Josef Dem»ar: Die Veranschaulichung und die biblischen Orte. 7.) Ka» tccheteN'Ailzeigcr. 8.) Lchrer.Anzeigcr. 9.) Erziehung. 10.) Verschiedenes. 11.) Literatur und Musik. Biicherncuhcitcn. — l„Äabajew."j Von Sergej Zeusly. Geheftet 6 X, geb. 7 K 8N b. — „Vabajew" ist die Geschichte eines russischen Offiziers im Nevolutiunsjahr. Noch nie ist der Typus des modernen Russen par excellence, den man — etwas oberflächlich — einen llbcrgangsmcnschen zu nennen Pflegt, so scharf gesehen, so treu dargestellt worden. Das ist nicht mehr der Mensch Doslojcvstis, der Mensch des gärenden Widerspruchs und der ausbrechcn- dcn Wahrhaftigkeit, in dem die Möglichkeiten wie Lei-denschaslen gegeneinander schlugen. In Leutnant vw-bajew sind d'ie'neue Sehnsucht und der alte Fatalismus, die Lust nach heroischer Freiheit und das Mißtrauen gegen alle Realität dicht beisammen, aber sie stacheln einander nicht an, sie lahmen einander. Das Pathos der Empörten klingt ihm wie Rhetorik und die Liebesworte der Frauen wie verabredete Parolen, die in sich keine» Sinn haben. Er trägt Verlangen nach der dumpfen Kraft des Volles. Er spürt die Erhebung, die durch da» Land geht, er bewundert die Schönheit des Revolutions» gewitters — und kann doch nicht mitgehen' aber ein Po-grom reißt ihn mit und jagt die ältesten, blutgierigen Instinkte in ,hm auf, weil er sich hier nicht zu entschei-den braucht, sondern im Gewühl mitgenommen wird. Die Entscheidung ist das, was ihm vor allem wioer. strebt, denn er mißtraut der Tat. Darum ist, was er tut, jäh und wesenlos. Er will Bewegung bringen unb stiftet nur Unruhe. Er begehrt die Freiheit und gewinnt nur das Chaos. „Vabajew" ist der repräsentative Rio» man des modernen Russen. Die hier besprochenen Bücher sind durch die Vuch» Handlung Jg. v. Kleinmayr ck Fed. Vamberg in L«ib«ch zu beziehen. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. _______Serhöhe 3lK 2 m. Mittl Luftdruck 735 « mm,_______ >_____^______" » ^__^ ____>____. i ^ ii"Ü?^7^773'/ 5 4 2' N. z. starl bewiiltt _^^. !738U l^8^ » ___heiter I8l 7^U.'F7^736 91-2 4j SO. schwach > halb dew. I 0'U Das Taaesmittel der gestrigen Temperatur betrügt -Ob», Normale 0 0'. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenw«rte und Funkenwartc: (argründet von der ttrainisäen Lparlasse ,«97.) (Ort: Gebäude der l. l. Staats Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46°03'; 0stl. Länge von Greenwich 14' 31', Aufzeichnungen: Neben berichte: Äm ll. Jänner gegen 15'/. Uhr* Stoh IV. Grades in Messina. Am 14. Jänner gegen 10',, Uhr Stoß in ssoggia. Ncdenunruhe:" Mäßig start. » Die Zel!a»nal>en beziehe» sich a»f miüelsorupüüche ilrit «nd werde!' vmi VliNeslMlt» bi« Mitierliatt» von 0 Uhr b<« «4 Ubr aezidlt, — D!e V« Or ,l „ » r,< hi- w,rv !» !l>l„>»t>e!! Oiürlr»>nc>s» Nn!s!Nzi«l: >>»«lchlägi' bie zu 1 Milliiixll'l «Ilhi Ichwnch», von l die ll Ml»! 8 lii« 4 Ulllimeür «!»aßin ftarl», vo» 4 l>!« ? MÜlimetel Nail», ouli 7 bis ZN MiNlmfier «Ilbi^ swrl» »»d llbrr l» M!ll,,«ftss »«„her-^'.drnuick Narl». — >^ll^>l>e!l>e Äuv, nunruhe> w-beulll gleichz«!!,» ,u!!«!t»d« s. U^ruhs n>! «Nr« Ui?80 ^ ««/, ». «V, Lllb« (April Olt.) Per »äffe......ü? !,? »n '««N« St«l2t«lose 500 fl. 4°/„ ,64 5>l' !7«> 50 "««« „ l«o fl. ^üüll'0^,».^ 44?>b< ^^U o. W, S. b'//>/n ' bett« 6«Izbura Tirol «y»'., "° ' ««'- »««»«tal-Uahn Loo u. Looo». ^^ ^ Geld Ware P»« Slll«l« )»r Zahlung übn nommtne
  • enba!>N'Pliolitäl». Plßligatlontn. Vöhm. Wsstbahn. Nm. 189°, UX>, 2UUU U. 10.«(X»^r 4°/n 94 ?b 95 7ü Elisabelt, Ä,ih» S>« ». «000 «i, 4 ab l<)«/«......lll> —llN- Llisal'slh-Vlllin 40« u. 200« M 4°/,........,14- !»l," sseldwaods-Norovahn Em. 18«« 95>?b »t, ?5> detlo Em, »!»0 »ü!'U 9« 9« Franz Iujeph-Vllhu Em. l»8^ (dlv, Vt.) Silb. 4°/<,. . 94 7s> 85 ?f> »ll>iz!sche Kar! Ludwiss-Vah»
    9!> 10 Ung. „aliz, Bahn 200 fl, S. 5«/, !0!'bO,05'«, detto 400 u. ü!X>0 <«, 2'/,°/u 8b?'> «U7l> Vmarlbrrner Bah» ltm. 188^ (div. St.) Tilb. 4«/,. . . »3-8b >.,4 85 Staatsschuld der Länder der »lngarischen Krone. 4°/» una. Ooldrente pl>r Kasse li l 45, ni «l, 4°/,, drtto per Ultimo lll-4- lll'Ll, 4"/« u»'L7> 9l «f, 4»/s. detto pcr Ultimo 9l ul> s> 8^> »'///» bctlo per Kasse «l - 8l 2U Unnar. Prümicn Nul. il 100 fl ^ül ?k>^7 > Theiß «en.-üole 4"/, . . . lb -l>0 >«>« s,« l°/, ungar, Ovundentl.-Oblist, »2-2ü >«32K 4«/, lruat. u. slav. Orbentl.Obl. 98-»-, u» »b Andere öffentliche Anlehen. Vosn. La> beS-«ln! (div.) 4«/, 91 bu Sil'50 Äosn.-Herceg, Eisenb, Lande«- «»lehen «o,n b"/„ Duliau Neg. Anlclhe 1878 >V8 - >«ii -Wiener Verlehrs-Unl. . 4°/„ >'» 75 >^ ?i, dr«o >»00 4«/ 93 !»' »^ f,.'< «nlrhen der Stadt Wien . 99'75>,ou?i> bett» (T, ober O.) 1874 !l »n detlo (T!ettr.)U.I.t900 9b M' dctto (Iüv .«.)v I l«0,< !!!»8s> !,l>«5 Äölsebau-Vinlehen verlost,, 4«/„ 9h 8.', W 2.'» Nussijche Staaisanl. v.J. l«0!< f. l00 llr p ». . . ü°/o >03 8! !04 3« detto per Ullimo . . b»/, —-- — ^ Aul«. Staat« Hypothelar-«iil. 1892.....«"/ lL!'80ll2U'8!' Geld Ware yul«. Staate-Goldanleihe 1907 f. 100 Kr.....4'/,«/,, 94- 95,- Pfandbriefe usw. godcnlr.. alla,, »ft.i, Kl>I.vl. 4»/„ 9!< «b 94'8,'> ^öhm, bupothllenb, uerl, 4«/„ W— 96'lü g^ntral-Bud-ltred.-'ilt., österr , !b I, veil, . . . 4'/2'/„ ,0l^ — - bettn :«?!> «red -Inst.,Usterr,.s.Verl-Unl. u, offentl. Ärb, «at. ^ 4«/n 9L5« 93 50 llandesb. d. Nön. Valizien und «odom, Ü7'/, I. rüclz. 4°/„ 9ü 5'^ ,00 bn Mähr Hi'polhrlenb, vcrl. 4°/,. ,0b'- —- Ä.Kstcrr.Landes-Hnp.N'lst.^/o 95.- W- dclto inII,^/„Vc t,erl.3>/,"/,> »''^ ««- dello it,-Lchl!ldsch, veil.»'///» 6«'9<> 87 l,« detto vrr!.....4°/° l»4^b 95 25, Österi.uünar. «anl b0 Jahre verl ^°/u 8. W..... »«'15> 9»-ili detto 4°/, >»...... »» 3k> N9ü/ 3part.,erste öst„60I.verl.4»/ 99 uo l0U4c Eisenbahn.Prioritäts« Obligationen. ÖNerr. Ni'sdwestb, 200 fl. S -'- — - SlaalSbahn b«N ^r, , . - - —" —-^ Hübbahn k 8°/« Ianner-Iuli f.00 Fr, (per Nt,) . . - L"'?l L75 7! Südbahn il ü"/o »(«> fl. V. °. V- ti? 40 ii8 4< Diverse Lose. z>trzw°llchi z°le »»/, Vodenlredlt-Losc Em. ,8«<, 297- 503- Atto Vm ,88!» Ü8«^ 2ü2 2,' b«/„ DonauReaul.Aose 10» sl 29»-- 305 - Herb.Pram.Ä»l.P l00ssr.»°/» —'- —'- zlnvtyw'licht k'st. Vudap.Vasllila (Dombau) l, fl. 8915 48,! «fredi>>°!e lOO fl...... °^ ^ 5,4.,- «llarl, U°!e 40 fl. «Vl. - - - '^ " "ü^ O'exer Lose 40 fl..... "" 17 " Palssuüllse 40 sl. »M. . . - Lb5- »Lb. !«o!e'< «itteuz. ö!l. «es. v. lv . »7- 93>- «o>en «rruz, nng, Oe>. v. b l», »« ^ «»'- «ud°!f.«ose ,0 U...... «' 72^ -a,m Uose 40 sl. »M . - - «« " ü?« -Illrl V,.Ä..«nl,Pr°m.0bll«. 400 ssr per Kolse ... »55 «0 »5,8 X« detto per Medio . . . Lü? 40 ,..84, Geld Wll'.l iLilliei Komm.-Uose U, I, 1N74 b37 — 547'-Grw-Sch, d 3«/„ Präm -Schalt d. V,denlr.-A»st. Om. il^l» 18! 5V 144 b<> Altien. Vllln»porl.Dnteweh»ungtn. «u!sin-Tevlil/,el E!se»l> l>00 fl. ,880 - ,89? - Böhmische ^cxdl'nh» '5,0 sl, , -- . >. Bus.txlehlader E !l> b<>0 fl, KM !'.43—i24s>!! delto (!i>, I^, L00 sl per Ul! ,04« - lv«» -Donau - Dampfschiffahrt«. Oes 1., l l, priv . bno s! itM ,!»9-,!4L Dux-Bodexbacher «07 — »>11- inrdlnands-Nordl», luonsl.KM, „40 ^ 5l»5'-Naschllli.Odrrdcraer Visenbahi, !i00 fl. S....... l>7 - 2L0- Uemb -Czer» -Illssü-lkisenbahn. Gesellscliast. 20» !l, 2 , b',0 8b 55>«-L! Lloyd, LX., Trieft, b«<> ll., KM b!w- 5»8- vslrrr. Noidweslbllhn «00 fl, 2, — - —>- detto <»l, lj,L«i0fl.Np Ult —- -- Ploa-Duxerlti end. l<»0fl.ab<,sl «»L-- L!!3 - ^laalk'iseüb 2<>«sl, L, per Ull 745 7ik - Ludbahi, «00fl, Silber per lllt 110— ,,l — Nüdnoldbeutschs Verbindungsb nm »l. j,Vl...... — — — — Transpoi-l-Oes., intern, A.-G ^0uKr........ 105— 110 - Ungar W'stbahn (Raal^Graz) 2»0 sl 4 — 40« - Wr. Lul.'lb..?lIl!e!!.Ve!. «<>0 fl, li«5 - «40 - Vanten. ?ln<,lo>lbsterr. Vanl. 120 N. , »27 9<> 3L« 9^> Vanlvrrein, Wiener per Kasse. - - — drtto p<>r Uüimo l>>lL »5 5,«3 L5> Vobenfr-Anst 0sl,, «0» ttr, . IX8N - >!»4» - «aiuacher Nrediü'a»! 400 , Viro- u «asfeüverein, Wiener, 2«,» fl , , 47» 71, 474 7.'. H>po'hel,>nbanl. »ft.NwKr, b»/<> »»» «> ''" bv UHnderbaül, östrrr., l!00 fl., p«s ftassr....... b 5 5s. 5,3k 5.' detto per Nltlmo b»o 05 5»? «b , Merlur". Wechselstub. «lüien- ^ «»«'sellschaft, fl, , . - "'»'^ eö?bv bsterr-ungar. Nanl ,400 »1. . l»4l, - l'»i>5 — UnwiN'Nüt „'0,, !I...... «83'50 !i!»4 »» liüionboiil böhmische <«» sl. , 2«7- ll»» - i'erlrhiebanl, allg, 140 fl. . . »«4 - »» - Zndnftlle Zl»l,mrl,»»»gt». ^„„slsllsch. allll, 0st. >00 fl, «44-«» ,47'- ^rüxer«<> — ltlet r, «,'sell!ch , Wr. !n Liau —'— — -Hlrlenbrrger Patr.-. ijü»dh. u Me> -ssabril 400 N^r, . . >L4l — 1««- zilesinarr Bsauerri lOV fl, . . 24<-- «4b-- Moülan-Ges. 0s>. alpine ,00 N. 78» 7b 7«»?b Puidi-b'iüc' . Tieaelgühllat,,- F.Ä. «. V0N sl..... «28- «»?'- Mllasr- —-— "Sch°°»lca", «-«. < Petrol.- " Iiitmstrie. 5<»0 lsr, . . . 514 — b»4- Etl>t,rermi!h>",Pap!eis,u.!8.«. 581- b«— Inwiler »ohleüw <». 70 fl. . 23»— ,«-Tür! Illbalrrssir Ocf. 200 Fr, per Nasse...... —'— —-- bMo per Ultimo . . . 3»I— 3«4 b» Wassenf -Wes., osterr.. >o<> fl. . 74»- 75» - Wr Vaunesellschast. 100 fl. 24»-- »5«- «ienerberge Zirqels. «llt.-M,! ß!>4- 8H« - Devisen. z«^ Sichle» »n» Zcheck«. «mswdam....... ,»« — >W7» Deutscke Vanlp'ühe . , , . n? 25 ,17« Ziallenischt Vanlplähs . . , 94»»» »h 07 l!o»don........ 23«— «4»'— Poril......... 94 ,« 9h l, ö, Peterlbur«...... 25» 5.. »54 »b gürlch und Ullsel..... 94 »»« »b»? Valuten. Dulalcn....... ,1^« t,„ «7'— Italienische Uantxoten . . . »<«> »47« Nubelsiolen ...... 258 »'« flai&ad&er 3eitun9 »r. 40. J*68___________________________________________18.%ebruar 1911.___ OHNE Überhebung darf man sagen, daß die echten PALMA KAUTSCHUK Schuhabsätze einen der wichtigsten Artikel der modernen Hygiene bilden. Sie bewirken leisen und leichten Gang, schonen die Nerven und entsprechen in jeder Hinsicht den höchsten Anforderungen. Man hat KEINEN Heller Mehrkosten, wenn man „Palma" trägt, im Gegenteile, man spart, denn „Palma" ist unverwüstlich. Wer seine Gesundheit liebt, hält mit der modernen Hygiene (446) 4-2 SCHRITT! M^W^^I Kaufet die ausgezeichnete Johannistaler Kohle! Wer einmal mit dieser Eohle zu heizen angefangen hat, wird nie mehr zu einer anderen greifen. Dio Analysen dor k. k. geologischen Reichsanstalt in Wien . des Dr. A. CIubs , Professors der Chornischen Technologie an der k. k. Bodenhochschule in Wien und des Laboratoriums der «Vereinigten Brüx-Diix-Oberleutensdorfer Bergreviere» bezeugen, daß die Johannistaler Kohle 40^» bis 4733 Kalorien und an Aschengehalt 7% bis 11H7°,O hat. Der Preis der Johannistaler Kohle beträgt K 2*40 für 100 Kilo; sie ist daher billiger, wie Jede andere Kohle. Außer dem Verkaufsbureau der Johannistaler Kohlen-gewerkschaft in der pgr Križevniška ulica Nr. 8 ^Pj nehmen die Bestellungen anch folgende Firmen entgegen: ¦ F. Itabii', Dolenjska cesta; E. Kavciè, Prešernova ulica; L.e»ltovic «St JJIccleii, JurÈiÈev trg; J. Mencinger, Sv. Petra cesta ; P. Sevar, Sv. Jakoba trg; Uradnišlto goapodarsko «IrnStvo, Kongresni trg; !.nci.oli. = Poezije dr. Franoeta Freierna, 2. ilustrirana izdaja, K 5—, r platno vezane K 6 40, v plejrantnem nanju vezane K 9'—, po poöti 30 h yet. Poezije dr. Franoeta Preierna (ljudeka izdaja), 2. «atis, K 1—, t platno vezan« K 140, po posti 20 h vei. Dostojewski, Zlooin in kaxen. Roman v 6 delih, preložil Vladimir Leretik, 3 zvozki K 1050, vezani K 13—, po pošti 30 h Teè. Buska moderna, provola Minka Oovekarjeva, K 4 —, najelegantncje v platno vezana K 6* — , po pošti 20 h veè. Sienkiewicz H., Mali vitei. Roman z mnogimi lepinii podobami. 3 zvexki, broširaoi K 7 —, Ji<^no vezani K 9 50. Sienklewioz H., Rodbina Polaneikih. Roman % mnogimi lepimi podobami. 3 zvezki, broAirani K 10 — , li0, po poSti 20 li vcc. Cankar Ivan, Ob zori, K 3-, po poSti 10 h ve<5. Oolar, Pisano polje, K 1 80, vezano K 280, po pošti 10 b veè. Mole, Ko so cvele rože, K 2- , vezano K 3 20, elogantno vezano K 3-Ö0, po poöti 10 h veè. Soheinigg, Narodne pesmi koroikih Slovenoev, K 2~, elegantno vezano ]\ 3 30, po pošti 20 li v« francošèine preložil dr. Ivošorli, K S—, ve/ane K 4-—. ZupanöiÖ Oton, Samogovori, broftirani K 3-—, vezani K 4 —. Äll- unil veckäuse Personal». Vertreter»,Teilliader^Kcipital.Geiilcheusw. in^ seriert man ittZeitunssen.Zeitschristenvurllilhlist, d.h. mit emerErsparz.is an «often, Zeit und U rvelt, dnvch die Annoncen-EWeöition Nudolf Mosse Seilerstütte 2 N)lsN I. Telephon 2S44. will jemand in der Annonce mit seinem Namen nll»lr«lt,u lei»em«ullraaaebe»a«»' Žatbacfrer ^eitung 9?r. 40. 359 18. ftebruar 1911. Die Peft. i»l «!ÜÜ?^^"^?'^' Februar. In der Kirqisenstcppc ^il^ "^'!^ ^t"chan und in sechs Ortschaften Frauenlob-Waschextrakt zum Einweichen der Wäsche. Vollständiger Ersatz für Rasenbleiche. Oas beste, reellste Waschpulver. Waschpulver ist ein Vertrauensartikel; «rollt Ihr Eure teure Wäsche vor Schaden bewahren, dann hütet Euch vor Nachahmungen! ^k "¦..... " in . i,,iT. ^* •¡» *W* *W» *W" »; | China-Wein mit Eisen \ 5 5Uattpreis und Brendiplom zur golden« Medaille. 3 Appetitanregendes, nerven- ^ ¦t&rkendes und blutyerbeß- * sorndes Mittel füi K Rekonvaleszcnten r== 3 1 ' "' und Blutarme jj yon aratlichen Autoritäten $ beaten» empfohlen. jg VorzOqllcher Geschmack. ;* Vielfach prämiiert. ~f: Ä__________ öhw 7000 trztlloh« öutaohten. 3 ^I^ERRAVALLO, k...k. Hofliaferaot, Trlestß! ~ ..____________^ (4720)52-7 Junger, deutscher s««t «il H»hn^,«!l!ffe, stellung. 3*^%^^ Heiibewihrt bti Katarrhen. Huster. I &^^è\ \ HpJserkei;.VerschJe[munb,Mdg8n-l sßn»2) säureJnfluenzB ufolgezuständg. \ \J^0 Ob*r$H trkäfi/itb in Aptthtriftn DroqM-u*d I V **»ff?^*_________UintnlwMir-Htndlunq&h. Jf Hanptdepot: Mlohael Kaitner, Lalbaoh. (3467) 39—26 Entschieden I H slid zar sofortigen Her H H stellang feinster fertiger H H Riidsuppe H I MAGGI Würfel I I die besten! I ¦ (507) ¦ ¦ Allein echt ¦ I mit dem Namen MAGGI und der I H Schutzmarke -^^ Kreuzstern. ¦ Ju/ttfcf/0ti\W^k) ß4i\/HlfflcL>V>l a's natürliches ^ Wf WOOW*^TaFel^asser .< If» JLk W^#i?. ersten Ranges u„d als b -JömS Heilv^asseP qegen die Leiden derj^ (0^ ^Alhmungsorgane dt5 Magens und dtrBiase bestuns «ap&ifai|^ Hanptdepot in Lalbaoh: Mlohael Kastner. Javna zahvala. im 0 priliki požara v naSi hiši na Bregu št. 8 štejemo m v èastno dolžnost, izreèi našo najiBkrenPJžo zahvalo T»en» tiBtim, ki so T trenutkih ßkrajne uerarnoKti z iarednim pogumom in tbo ^asti vredno požrtvovalnostjo aasUmü BTOje moèi pri reševalnem delu. V prri vrBti imeiiujemo elavno tnkajsno prostoToljDO ganiluo in rešeraluo dru&tvo, ki je pod Todstvom svojeg» èifilanega podnaèelnika g. dež. posl. Joaipa Turk a /. ik-redno naglico pravoèasno prihitclo na lice mesta in pt> veènrnem naporncm deln ne Btrašeè se DeTarnoeti udužilo ogenj ter prepreèilo še Teèjo nerariiost id nesreèo. Naša zahvala pa gre tudi Tgem drugim, bodisi civilnia ali Tojaškim goepodom, ki so »am prihiteli na pomoè ter po Rvojih moèeb priBpeyali, da so jo posreèilo ogenj umejiti. Zahvaljnjemo bo pa še posebno igkreno tudi TBem tiBtim Bomešèanom iz sosedstva in obcinstya, ki so v naJDeTarnejäih trenutkib \z golega èloveškega eocutja in «led«- plemeniti inicijativi Bvojega erca, poBtarili sami sebe t neraruost tor 8 avojo hladnokrTnostjo, previdnostjo in pognmom dosegli, da je pri vhpj tej nesreèi ostala nasa rodbina polno^teTilna. V LJublJanl, dne 15. febnmu-ja 1911. Fran]a dr. Tavèar-jeva, Dr. Ivan Tavèar / rodbino. > Realschnljllpplrnt Ndolf Klooh «ibt schmerz-» erfüllt allen Verwandten, Freunden und Pelannten » die tiefbetrübende Nachricht von dem Hinscheiden V seines innigstgrliebten, «nversseßlicken Vaters, bezw. > Nniders unk Schwasscrs, des Herrn Josef Fwch > l. n. l. Oberle«tnants d. «., Vefitzers der stlben,» D TapferleitsmedaiNc ^. ltlaffe, der 5irienSdel»ratio»>, > dei» Ossiziersdicnftzeichens ic. ,c I welcher gestern um '/4N Uhr abends nach lün» > gerem schweren Leiden in ein besseres Jenseits al»» > berufen wurde. ! Die irdische Hülle des tenren Dahingeschiedenen > wird in der Leichenhalle des t. u. l. Garnison«' ! spitals aufgebahrt und Samstag den 18. d. Vi. um D 3 Uhr nnchmittcigs dortselbst einssesegnet, nm so« > dann auf dem Friebhofe zum Heil. Kreuz beigcseyt > zu werden. > Die heil. Seelenmesse wird in der Pfarrlirche > zu Et. Peter gelesen werden. (6l?) ! Laibach. am 17. Februar I9II. Ktatt jeder besonderen Anzeige. Schmerzgebrochen geben wir allen Verwandten, Freunden und Nelannten die hüchstbetrübende Nachricht, daß es Gott in seinem unerforschlichen Ratschlüsse gefallen hat, unseren mnigstgeliebteii, unvergeßlichen Sohn, Vruder, Vetter, Schwager und Onlel, den Hem» Ueftl Magy am 18. d. M. um '/.5 Uhr morgens nach kurzem schweren Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, in seinem 27. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzuberufen. Die irdische Hülle des teuren Dahingeschiedenen wird Sonntag den 19. d. M. um '/, 5 Uhr nachmittags im Trauerhause Rathausplatz Nr. 8 feierlich eingesegnet und sodann auf dem Friedhofe zum Heil. Kreuz im eigenen Grabe beigesetzt. Die he,lige Seelenmesse wird in der Domtirche am 20. d. M. um 10 Uhr vor- mittags gelesen werden. ! Um stilles Beileid wird gebeten. > kaibach, den 18. Februar 19N. Die tieftrauernden Familien Nagy. «rstt lloinllcht Ltlchtnl,tft°««>!Mn»°ll Fl. Toberle». R fc^&iibadKr ^eituitj} Uir. 40. 360 18. gebruar 1911. Angekommene Fremde. Grand Hotel .Union". Am 16. Februar. Kaiser, Kirschmann, Fischer, Felber» bauer. Quastler, Ükorn, Kronits. Schwarz. Philipp, Guttmann, Pomeranz. Lakmansli. Rsde., Wien. Weih. Rsd., Prag. — Neumanu, Rsd,. Trieft — Kebat, Rsd., Görz. - Sperling, «sd. Münchm. — Haselaner. Rsd., Linz. - Vulovic. Nsd,, Fiume — Bständig. Schafranet, Nsd., Brunn. Blühweis, Nsd. gola, Fabrilsleiter, Waitsch. — Sarson. Holzhändler; litiller, Buchhalter; Blüh. Rsd., Graz. — Klinger. Rsd., Pilsen. — Gaedtler, R,t>., Augsburg. — Knöfel, Rsd., Dresden. — Smttla, Rsd.. Humpolec. — Tlamla, Rsd.. Swatnili. — Dr. Narzajon. t. u. l. Hauptmann, Graz. — Hadeier, Bank beamter. Klnssenfurt. — Wohlmulh, Ksm,, Agram. — Dr. Fi-lipovic, k. Bczirlsrichter; Eettolo, Tischlermeister, Pelrinja. Ssitt Kronhenworterinnen (610) für Laibach. und auswärts. 3-2 AdresRe: Sohutzengelasyl in Unt.-Schisohka. Flasohenklnder, die nicht so rocbto Fortschritte machen wollen , gedeihen ganz prächtig, wenn man ihnon ScottB Emuloion aus Lobertran mit Kalk- und Natron-Hypopho8phiten gibt. Ja, Eltern berichten sogar sehr oft, daß solche Kinder andere gleichen Alters sowohl körperlich als auch geistig zuweilen sogar überflügelt haben. Scotts Emulsion ist ein ganz vorzügliches Mittel für Kinder jeden Alters. Angenehm rahmig und süß schmeckend, wird sie selbst von solchen Säuglingen gut vortragen, denen die Milch Beschwerden verursacht. (3870 i) XleineVillavohnung ab Jlflai zu vermieten. (520) 2 Wo? sagt die Administration dieser Zeitung- en* Für Weintrinker *^> zur lischung des Rebensaftes! Hf VT TON I 'S~~--~~~~~~~~~~~~~~ JL—¦— SkssksbS 13 L^3& nentralisirt die § Pnä Säure dcs Welnes S 1§» angenehm prickelnder o f3 Ijjj Seicflioack. Kein Färben ui tt&JP des Weines. Niederlage bei den Herren Miohael Kastner, PetC Lassnlk und A. Šarabon in Laibaoh. (1?*) Vabilo na XXXI. obeni zbor „Emetske posojilnice ljnbljanske okolice" registrovane zadruge z neDmejeno zavezo v Ljubljani kateri se vrši dne 16. marca 1.1. ob 3. uri popoldne v zadružni pisarni na Dunajski cesti št. 18. 1.) Nagovor predsednika. — 2.) Poroèilo ravnateljstva.. — 3.) Poroßilo nadzorstva. — 4.) Revizijsko poroèilo. — 5.) Odobritev letnega raèuna. " 6.) Razdelitev èistega dobièka. — 7.) Volitev predsednika, podpredsednika, treh èlanov naèelstva in treh èlanov nadzorstva. — 8.) Predlogi zadružniko*' V Ljubljani dne 14. februarja 1911. - ¦¦-~'>j-53K:Iiž6<=:^~ nsa^^lstVO* Izkaz zgube in dobièka za upravno leto 1910. Debet._____________________________________________________________________________^^^ Kredit-^ 1 lillöuu obre»ti: 1 Kllöun : lxpl»öann s»bro«ti llru,mluil, vloß............... 88N9 41 ^ ?r«'jeto «bre»ti pozajii............... 885'74l) ^ » ' > » U2, telloöi r»öun....... W42 19 > V 1v,u 190!). 2». lew 191l). prvjvto adr«8t> pugo^il....... 4l)!»1(1 7? » , » » po nllbirüluiliili........ 53 31 ! 2ü08tHle obrcsti pn«o^ll............... 2l)95,l4 66 k»pitHli2 , » » ua tvkoöi rllöun...... 42922 67 krHote obreuti uzl,!ozoll«tfH clenarM.............. 73t»99 64 ! I^llpit«,Ii«!avHne obrenti brllmluil» v!o^ po ukbjraluikid...... li39 80 » » vro,iuo8tilill ligtin . ,............ 39754 1^ 2ll l«to 1911 pr«6p!»,l:Hll0 obre»ti ponujil.......... ^l>841 51 ^ liaiiun vrolil!N8tnin Ii«tl»: V letu 1910 «» loto 1909 projote «dresti ponozil....... 175259 59 ! AeävieoMii llupyni 14218 ^" ?nvrnj«uo obre8ti pnyojil.................. 1694 23 kur-ui äobiöolc v lotu 1910.......... . . . 49375 ^ V 1«tu 1910 .u lew 1909 vno^m icuponi ^6°o«wid 1j«ti° . 18245 50 ^"?,t7 ,?l0 ^ .......... 1423» «5 2 ü»öuu xllül-uiue^ll äamll: > ^ Ii«iun /ljlllril^nili liiß-1)»vki. pop^ve. I"/, oäpi«» 1° prelipiaöauo l^jemzöine 8999 12 ^ ,^ I9l0. projet« nnjomäöino . . ^473 32 3 »2öuu 2»äruimu l»8: .«<^ ' ' » 1909.2» j«t<> 1910. proj«to n^ymüciu^ . . , 1623 »^ , , Ouvk., pop«,« n, preäi)I««s°« u^emZo.ne 881/ 1b , ^ ^^. ^^.^,^ ^,.<,^. , 4 Raöun illvout,rj»: I/prllvui lloliOlllli v letu 1910...... 5321 ?^ 10°/, o<,pi5» 2» «dwbo l793 89 ^. ^..„ ^^^ .^ ^^^^ .......... b R»eun 6»vlla: , . , , ^.^ ?ripinimi 0»t»uoli ändiölc» ill lot» 1909.. . . 668? l)2 , V l«tu l910 pl»ö»u» ä»,v«li................. 19894 24 ......... 6 A»öun P08niil: ^.--^^^ 0äp>8 v letu 1910..................... 949 84 7 k»ö,ln uplAvniu «troslcov: !l ^^-^^^^ Ilpmvni ätrozlii ? Istu 1910................. 54081 26 l ^^-^-"^ 8 li^öun 6on08ll0? 6r2»vni 2»?»rov»Imei n»mo8öoueov: ^ ^^^-'^^ > Vpl»öil» , lotu 1910.................... 1130 -9 Illläun 2stub« in äobiöll»! ^^-»--^^ 6>»t> 9b I ! , ">l - 1 kaiuu kl»FHjuo: 6tHu^« n» «iHaoliuiee............^ 8,123.119 39 8t»njo apr«,vilnin ävloiov «lno 3l. ^ocomdrs, 1910 » 7.07« ^_ ._^_^ />) na 228tavna pi«m^..........' 4?9.!)92 50 « 1^,,° vla^ ----------------------- b) »tu..jo m«m6l,id pnß^il..........> 4.2N5.03 66 ^ l^lm VI05. , <:) swnjs pn»^il v tolloüem r»öunu......' 3.10l.»,24 3? ,,.^.„^^ «, ! ^Hniu llwmlull, vlo^ 6n« 31. lloeemdr» 1910 . 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