./ß.« «IK. Freitag am RH. Juni «OHH. Tle Laiback'ci ^eitunq" erscheint, init Nnsnah'ne der Sonn- iiüd Feiertage, täglich, und fustet saount den Vlil>i.ien i,» Comptoir g i nzj ährg I I fi., halbjährig 5 ft. 6>) fr., >»il " Krcuibail'd im Comptoir ganzjährig l2 ss., l, a lbjä l> rig l> fl. ^nr die Zil>iellnilg ül'-j Han,< stüo h a l b i ä l, c i ^l<) fr. mehr z>l entrichten. Mit der Post Porto- irei q.in^jäh r iss. untel Kr^izband und gedruckter Adresse l,"> ss., halbjährig 7 st. 3l) fr. - In sera tion Hgeb >i l> c für eiü.' S^'^lteü^eilc o^er den N.nim derselben, fnr ri,n maligc Einschaltung li kr., fiir zweiin.iüqc 4 kr., fiir drei,n,i!ige ,"> fr. C. M. Inser.Ue bil 12 Zeilen fo'ieu l st. für 3 M>,l, 59 kr. sur 2 Mal »nv ^l> fr. fnr l M,,I finzusch>Uten. Zu diesen Gel'ichl-en ist nach de», „vrovisorischlü Gesche vo>» ^. ^io>.'c»il'er ! 6.', » für Inseratil'ns^üvel" >N'ch <>> kr. fiir eine jedesinaüge Einschaltung hin^n > »lalo Larenbnrg den 8. Juni dem Amtsdicner der öffentlichen Börse in Wien, Josef Markovicz. in Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen Dienstleistung das silberne Verdienst» kreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom 27. Mai d.I. den außer, ordentlichen Professor Dr. Peter Misch! er zum ordentlichen Professor der politischen Oekonomie in Prag allergnädigst zu ernennen geruht. Der Minister des Innern hat im Eiuvernchmeu mit dem Iustizministcr den vormaligen Vc^irksrichler Josef Hoycr zum Adjunkten eines gemischten Bezirksamtes in Vöhmcn ernannt. Der Iustizministcr hat die beiden Krcisgerichts-rathe zn Spalato, Anton Coron nnd Franz No ssi-Sabatini, zu Landcsgcrichtsräthcn, den Ersteren bei dem Krcisgerichtc zu Cattaro, den Letzteren bei jenem zu, Nagusa ernannt. ^ Der Minister der Justiz hat die bei dem Kreis-gcrichtc in Kronstadt erledigte Stelle des Etaatsan« waltcs mit dem Charakter eines Kreisgerichtsrathes dem Vezirksvorsteher in Szilagy-Somlio Otto Strolz verliehen. Das k. k. Finanzministerium hat den Finanz-sckrctär der k. k. böhmischen Finanz. Landesdirektion Gustav Otto Ritter von Ottcnfcld. znm Käme« ralrathe und Kameral-Bezirksvorstchcr mit dem Standorte zu Lcitmcritz ernannt. Aus Anlaß einer vorgekommenen Anfrage wurde vom k. k. Finanzministerium erklärt, daß unter den Steuern, zu deren Einzahlung an landcsfürstlichc' Aemter und Kassen, nach der Kundmachung vom 13. Juli 1854 (Ncichsgesetzblatt Seite 7.'57) die bereits! fälligen, jedoch nicht länger als Ein Jahr verfallenen ! Coupons der auf den Uebcrbringcr lautenden Obliga» tionen des National-Anlchcns vom Jahre 1864 verwendet werden können, allerdings auch die Zölle zu verstehen sind, und daß daher das mit Erlaß v. 24. Mai 1864, Z. 8701/F.M., den Kassen nnd Aem> lern vorgezcichnete Verfahren beim Vorkommen solcher Coupons als Steuerzahlung auch von den Zoll-^mtcrn zu beobachten ist. Laut des letzteren Erlasses müsscn diese Coupons auch bei der Verwendung zu Steuerzahlungen ans ^r Rückseite mit dem Vor- und Zunamen und Wohnorte des Ucberbringcrs deutlich bezeichnet oder, l" >o ftruc voi, cm^- Partei mehr als zehn Stück "uf ein Mal an Zahlungsstatt überbracht wcrocn, mit klner nach Schuldkategoric und Couponsnummern in "'lthmctischrr Reihenfolge abgefaßten Konsignation ^'"sehcn sein, welche deutlich geschrieben und von der Kartei unter genauer Angabc des Wohnortes mit "or. und Znnamcu unterfertigt sein muß. Das k. k. Handelsministerium hat zur Wahrung der Interessen der österreichischen Theilnehmcr an der Pariser Agrikultur» uud Indnstri>Aussteliung ein ei' genes österreichisches Comil»' in Paris anfgestellt, des° sen Znsammensetzung hiemit bekannt gegeben wird: Präsident uud erster österreichischer Regicrungs-Konunissär -. James Freiherr v. Nothschild, k. k. General« konsul in Paris. Zweiter Negierlingskommissär, zugleich Obmann der österreichischen Mitglieder der Intcrnationaljury und Chef der Berichterstatter: Adam Ritter v. Vurg, k. k. Negicrungsratl' und Professor am k. k. polylechnischrn Institute zu Wien. Dritter Regieruugskommissär, zngleich Generalsekretär: Dr. Wilhelm Schwarz, Kanzlcidirektor des k. k. Generalkonsnlats in Paris. Für die Aufstcllnng der österreichischen Exposition: Josef Pointncr, Scidcnzcngfabrikant; Franz Werthe im, Hofwerkzeug ° Lieferant; Karl Zimmermann, Handwngsgcsellschafter (Mitglieder des Zentralkomitt''s in Wien); ferner Michael Slohl. Maler in Paris. (Ernannt vom k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht.) Für die Berichterstattung: Nedaktenr des Haupt-bcrichtes: Karl Nobak, Kammerfckretär zn Budweis, als Redakteur. Berichterstatter: Dr. Ionak, k. k. Professor in Prag; Friedrich Schmitt, k.k. Ministcrial-Konzipist; Dr. Groß. Kammcrsekretär zn Ncichenbcrg; Josef Wintcrhal' tcr, kaiserlich königlicher Obcr. Ingenieur' iu Wien; Dr. Josef Aren st ein, Lehrer an der k. k. Obcrrcalschulc auf der Landstraße in Wien, und F. Krcutcr, Zivil-Iugenicur in Wien. (Ernannt vom k. k. 'Ministerium des Innern.) Außerdem wurdcu die Aucrbletcu mehreren Herren Industriellen, für die Berichterstattung thätig zu sciu, angenommen, die Namen derselben wcrdcn nach. träglich bekannt gemacht wcrdcn. Für die Rechnungsführung: Camillo Neumann. l Für dic Beurtheilung. Wirkliche Mitglieder der internationalen Jury: 1. Dr. Karl Valling, k. k. Profcssor am k.k. polytechnischen Institute zu Prag; 2. Adam Ritter v. Vurg, k. k. Negicrungsratl, und Professor am polytechnischen Institute zu Wien; 3. Ludwig Förster, k. k. Professor; 4. I. H clm csb crgc r, artistischer Diccktor am Konservatorium der Musik in Wien; 6. Ferdinand Herzig, Fabriksbesitzer zu Neuwald bei Ncichcnberg; 0. Theodor Hornbostl, ehemaliger Präsioent der Handelskammer und des Gcwcrbcvcrei-ncs, dann Fabrilsbesitzer zu Wien; ?. Notiert Krach, Handlungsgesellschafter zn Prag; 8. Johann M ü l° lc r, Eisengewerkc zu Kaschau; !). Karl Ol'erle it-ner, Fal'nks-Gescllschafter aus Schönberg in Mähren; 10. Karl Off er mann, FabriksbesitM zn Brunn; 11. Josef v. P artcuau, Fabrikbesitzer zu Wien; 12. I^sef Pfeiffer, F^briksbcsitzer zu Ga-blonz in Böhmen; 13. Anton Nadice, Fabriksbe-sitzcr zu Vcroua; 14. W crne r Freiherr v. N icsc-Stallburg, Oekonom und Fabriksbesitzer zu Prag; 13. Florcntin Nobcrt, Fabrilsbesitzer zu Sclowitz in Mähren; 10. James Freiherr v. Noths ch i l d, k. k. General-Konsul zu Paris; 17. Emil Eybel, Fabriksbesitzcr zu Liesing bei Wien; 1«. H. D. Schmid, Fabriksbcsitzer zu Wieu; 19. Dr. Wily. Schwarz, Kanzlcidircktor des k. k. Generalkonsulats in Paris; 20. Peter Tunncr, Direktor der k. k. Montan-Lchranstalt zn Leoben; 21. Ernst Wert-heim, Erportcur zu Wien; 22. Franz Zant e> dcschi, k. k. Professor zu Padua. Substituirtc Mitglieder der internationalen Jury: 1. Dr. Josef Aren st ein, Lehrer an der k. k. Ober-Nealschulc auf der Landstraße zu Wien; 2. Kar! B orkeustci n, Handluugsgescllschafter zu Wirn; 3. Dr. Karl Ghiglieri, Fabriksgesellschafter zu Mailand; 4. I. Fichtner, Fabriksbesitzcr zu Atzgersdorf bei Wien; l». Angust Koch, Kurrcntwarenhänd' ler zu Wien; 6. Peter Nittiugcr, k. k. Sektionsrath im Finanzmini'stcriilm. Wirkliche Mitglieder der Veurtheilungs'Ittry ^ für die Knnstgegeustände: 1. Frallz Graf v. Thun - H ohen ste in, k. k. Ministerialrath lm Ministerinn: für Kultus und Un« . tcrricht; 2. Marchese F. Selvatico, Präsident der k. k. Akademie der schönen Künste in Venedig, und 3. Eduard van der Nüll, k. k. Professor an dcr Akademie der bildenden Künste in Wien (ernannt vom k. k. Ministerium für Kultus nnd Unterricht). Für dic Ertheilnng von Auskünften, dann für dic Beaufsichtigung und Bewahrung der ausgestellten Gegenstände: N. Norliczck, bürgerl. Handelsmann in Wien; Josef Friedrich, bürg. Tapezierer in Wien; N. Hofer, Aufseher im Modcllenlabinetc des poly« technischen Institutes in Wien; N. Geisler, Tisch' ler in Wien. Die im Umlauft befindlichen unverlosbaren (un« garischen) Münzschcine betrugen zu Ende Mai 1866, 7,66ö.237 Gnldcn. Vom k. k. Finanzministerium. Wien. 12. Inni 186.'i. Richtamtsicher Tljeil Vom südöstlichen Kriegsschauplätze. Die „Mil.-Zt." schreibt: „Wenn wir die Ereignisse auf dem Kriegsschauplätze »n der Krim wäh» rend der letzten 14 Tage in iyrcm Zusammenhange auffassen, so können wir nicht verkennen, daß sich in dieser Periode dic Wagschalc auf dic Seite der Al. liirtcn geneigt hat. Den Uebcrgangsmomcnt bilden dic Begebenheiten vom 23. und 24. Mai. Obgleich am ersten Tage die Franzosen, ungeachtet schwerer und blutiger Opfer (wenn man sie nach der Zahl oer in Konstantinopel eingetroffencn Verwundeten bc« urteilt), ihren Zweck, die Nüssen mit Gewalt aus ihren Verschanzungen herauszuschlagen, keineswegs er« reicht haben, so ist es doch Thatsache. daZ die Letzteren das begonnene Werk nicht vollenden und behaupten konnten. Es war dieß seit längerer Zeit das erste Mal, daß dic Nnssen von ihrem bisher mit so viel Glück nnd Geschick unter Direktion des Generals Todt. leben behaupteten, so zu sagen aggressiven Defensiv« System abstehen mußten. Die Ereignisse vm„ li. und 7. Juni bezcichucn einen zweiten Schritt der Alliir« ten. Nachdem sie am 23. Mai auf ihrer linken Flaukc dic Nüssen an einem weiteren Vordringen au. ßcrhalb dcr Hanptbefestigungen verhindert hatten, grif> 5»« fen sie dnrch das Bombardement des 6. nnd durch den Angriff des 7. Inni die auf der rechten Flanke in letzterer Zeit mit so viel Geschick vorgeschobenen Werke der Russen an und besetzten sie, wie es scheint, mit empfindlichen Opfern. Wenn man bedenkt, daß diese Ereignisse zugleich mit einer Vorrückung im Tschernaja - Thale gegen Tschorgnn und mit einer Dctachirung von ungefähr 13.000—20.000 Mann nach Kertsch zusammenfallen, so isl nicht zn zweifeln, daß es den Miirtcn gelungen ist, für den Augenblick auf diesem Kriegsschauplätze einc bedeutende Uebcrlegenhcit in den Streit-frästen zn erlangen. Jedoch sind die daran zn knü« pfenden Operationen bis jetzt nicht geeignet, über« schwengliche Hoffnnngcn für die eine Seite und zu große Befürchtungen für die andere zn rechtfertigen. — Unbestritten bleibt es, daß die Nnsscn ihr agres-sives Kontre-Approchensystem haben aufgeben nnd sich bloß ans die Verthcidignng der Festung selbst be« schränken müssen- die Alliirten, von den ihre Stel« lungen bedrohenden Vorwerken befreit, können jetzt zn einem regnlären Angriff auf die Vastionen selbst und zu einem Versnche, die Festung zn zernircn, schreiten. Ihre numerische Ueberlegcnhcit wird ihnen dazn behilflich sein, jedoch sind es kc^ne Unternehmnn-gcn von einem Tag, die ihnen zu vollsührcn bleiben. Fürst Gortschakoff wird gewiß diese Frist nicht uubc« nützt verstreichen lassen, um neue Trnppenmassen an sich zn ziehen, welche das Gleichgewicht wider hcrstcl-len, bevor entscheidende Ereignisse zur Ncife gebracht werden können." Die „Mil. Ztg." knüpft demnächst in Berichti. gnng früher von ihr ausgesprochener Ansichten an die neuesten Vorfälle einige Bemerkungen: „Wenn die AUiirtrn außer den VorHeilen vor Scbastopol, selbst auch die Gegend von Tschorguna (rechtes Ufer) besetzt halten, so wäre danm sehr wc< nig gewonnen, denn die Hauptschwicrigkeiten eines offensiven Vorgehens gegen die große Vergebene zwi-1'chcn der Tschernaja und dem Velbck beginnen erst eine starke halbe Meile weiter nördlich. Der Schlüssel zu Scbastopol liegt aber auf dieser, durch alle Mittel der Befrstigungöknnst zum Schlachtfclde vorbereiteten Vergebene und nicht bei Simphcropol. wo gegenwärtig nur ein kleiner Theil der rnss. Nrseruen zn stehen scheint. Wichtigere Folgen könnte die Unternehmung der Westmächtc in das asow'sche Meer haben, es wird aber rathsam sein, sich nicht zn viel davon zn versprechen. Das leichte Aufgeben von Keusch und Je-nilale ist nur die richtige Anwcndnng des strategischen Grundsatzes: in clponirten StcUnngcn sich nicht auf hartnäckigen Widerstand einzulassen. Die russischen Feldherren haben diesen Grundsatz seit Beginn des pontischcn Krieges mit großer Konsequenz befolgt. Wahrscheinlich leuchtete ihnen ein, daß sie den kim« menschen Bosporus nicht würden vertheidigen können. Ob es den wenigen leichten Kricgsdampfern der Mitmachte gelingen werde, das azow'schc Meer zn be» herrschen, kann erst die nächste Znknnst lehren. Die Küsten des asow'schen Mecrcs sind für flache Fahr« zeuge fast überall zugänglich. Das Wasser an den Küsten macht aber die Küstcnfahrtcn schwierig. Einc Dampf-Flottille, welche den dortigen Küstenvcrkchr verhindern will. muß daher aus vielen fiachgehendcn Schiffen bestehen, an welchen die Wcstma'chte Mangel yabcn (einc nicht unzweifelhafte Behauptung.) Bei der großen Vorsorge der russischen Regie» rung für rechtzeitige Vermehrung ihrer Vcrthcioignngs-mittel ist aber anzunehmen, daß auf dem Don der» gleichen Schiffe genug vorhanden sind, um im günsti. gen Momente das asow'schc Meer damit zn bedcckcn. Sollte es den Wcstmächtcn inzwischen gelingen, Ara-bat in ihre Gewalt zu bringen, so könnten sie dem russischen Heere zwar einen großen Theil dcr Zuführen abschneiden. Dazu gehört aber schon eine betracht» liche Landmacht und es fragt sich, ob nicht Fürst Gortschakoff die Zersplittcrnng der gegnerischen Streit« lräftc zu eincm entscheidenden Schlage bei Scbastopol benutzen werde, wo seine Hauptmacht vereinigt steht. Mit einem solchen Schlage würden alle die verein« zelten Uuteruchmnngcn dcr Westmächte vereitelt wer« den, denn die großen Erfolge entscheiden stets über die kleinen." --------H » , ^ ^ ^W^ Laibaeb, 1^. Juni. Gestern Morgens nm halb 6 Uhr verkündete das Glockengeläute dcr hiesigen Domkirchc und dcr anderen Pfarrkirchen Laibachs die Abreise des neuen Fürst'Erzbischofs von Görz. l'. 'I'. Herrn Dr. Andreas Gollmayr, nach seinem Mctropolitansitze. Sc. Erzcllcnz dcr !'. 'I'. Laibachcr Fürstbischof gaben das Geleite bis znr Pfarre Oberlaibach. Die heißesten Segenswünsche begleiten den Kirchenfürsten. nnd steigen als Gcbcce für dessen Erhaltung znm Throne des Höchsten! Oesterreich. Wien, 13. Juni. Mit einem Scparatznge dcr Nordbahn ist Se. Majestät der Kaiser gestern Abends nm 6 Uhr von hier abgereist. Der Bahnhof war in den Stiegen, nnd Salonränmcn mit Teppichen und Blnmen geschmückt, und eine zahlreiche Volksmenge hatte sich in den Pcrsonenhallen versammelt, die den Monarchen ehrfurchtsvoll begrüßte. Ihre Erzcllenzen ocr Herr Chef dcr obersten Polizeistellc, FML. Va-ron v. Kempen, Statthalter Dr. v. Emminger und viele Zivil« nnd Militäranthoritätcn erwarteten Sc. Majestät im Bahnhöfe. In Begleitung des Kaisers reisen der erste Generaladjutant FML. Graf v. Grün-ne nnd einc zahlreiche Suite. Ibre Majestät die Kaiserin begleiteten Se. Majestät bis znm Bahnhofe. — Man will wissen, daß dcr Kaiser von Rußland in diesen Tagen eine Reise nach dem Süden des Reiches angetreten habe. Es ist jedoch unbe-kannt, ob das Ziel derselben der Kriegsschauplatz in der Krim oder irgend ein anderer Pnnkt dcr ausge« dehnten Grenzen im Süden sei. — Ihre k. k. Majestät die Kaiserin wird sich während der Zeit der Abwesenheit Sr. Majestät des Kaisers in Galizien, anf knrzc Dauer nach Possen-bofen begeben. — Ihre Majestät die Kaiserin Witwe Karolinc Auguste hat am Sonntag dcr Frohnleich-namsprozcssion in Persenbnrg beigewohnt, nnd hat gestern von dort die Reise nach Salzburg fortgesetzt.--Sc. k, k. Hoheit Herr Erzherzog Franz Karl wird in Kürze, wie alljährlich eine Wallfahrtsreisc, nach Mariazcll antreten. — Dcr k. griechische Flügeladjntant Hr v. Voz-zaris, welcher in St. Petersburg gewesen, nm Sc. Majestät den Kaiser Alexander im Namen dcs Kömgs Otto zur Thronbesteigung zn beglückwünschen, ist anf dcr Rückreise nach Athen dicr dnrchpassirt. __ Die Organisation in Galizicn wird binnen zwei bis drei Monaten gänzlich durchgeführt sein. Die dicßfalls nöthigen Aufträge sind bereits crssossen. __ Nährend ans Pesth und Venedig von dem Umsichgreifen dcr Cholera gemeldet wird, bleibt das Uebel in Wien bis jetzt anf 2 bis 3 Fälle, wie solche alljährlich vorkommen, glücklicher Weise beschrankt. Man glanbt, daß in Wien das Uebel keine Ansdeh-nnng erlangen werde. — Im Auftrage der k. k. Regiernng wurde an der Snlinamündnng ein Stationsschiff postirt nnd ein k. ?. Konsnlatsbcamtc angewiesen, in Snlina sich anf-zuhaltcn. nm den die Mündnng vassirendcn neutralen Fahrzeugen allenfalls nöthigen Vorschub nnd Schntz zn leisten nnd den vielen Klagen über Unzukömmlichkeiten zn begegnen. — Für die Pariser Industrieausstellung wird außer dem gewöhnlichen anch ein illnstrirtcr Katalog erscheinen, dcr intcrcssant zu werden verspricht. — Der Ehcmikcr Hr. I. Mayer beabsichtigt hier einen Verlag von künstlichem Dünger aller Arten zu errichten und Vorräthc von Guano, Torfkohle, Chilisalpeter, Kalisalpeter, Schwefel, Ammoniak, Salmiak, Kalk, Soda, Gyps. Nepsknchen. Knochen, Knochenmehl u. dgl. herbeizuschaffen. Wien, 12. Inni. Ali Pascha, der Vcvoll-mächtigte dcr Pforte bei den Wiener Konferenzen, welcher dem Vernehmen nach von Sr. Majestät dem Kaiser mit dem Großkrcuze des Ordens dcr eisernen Krone bckorirt wurde, hattt gestern längere Bespre« chnngcn mit dem Herrn Grafen Vuol, Baron Vour« queney und Lord Wcstmoreland. Dessen Abreise bleibt, wie bereits gemeldet, für diese Woche festgesetzt. Dcr Tag dcr Abreise ist aber noch nicht definitiv bestimmt. — Dcr Direktor dcs Observatoriums von Pa< ris, Hr. Leverricr, hat an den Minister des Unterrichts folgendes Schreiben gerichtet: tt. Inni, 2 Uhr Morgens. Herr Minister! Ich habe die Ehre, Sie zn benachrichtigen, daß man auf der kaiscrl. Stern« warte einen neuen Kometen in dcr Konstellation dcr Zwillinge entdeckt hat. Derselbe ist Abends von 9 bis 11 Uhr sichtbar. Dieser Komet, dessen Entdek-knng Hrn. Dien verdankt wird. befindet sich bcilän-fig auf der Bahn, welche zwei schöne in den Jahren 1264 und 1566 beobachtete Kometen beschrieben zn haben scheinen. Wenn diese zwei Kometen, von welchen dcr zweite mit der Abdanknng Karl V. znsam« menfällt, einem nnd demselben Gestirn angehörten, so ist Grund vorhanden, jetzt ihr Wicdcrerschei« nen zu erwarten. Nnn fragt es sich, ob der in dieser Nacht auf dcr Sternwarte entdeckte Komet der< selbe sei, in Betreff welchem Karl V. den Ansruf that: lti.8 ei-FO iilc!il:ii>j ,nc> ln>>« t' findliche Doknmentc gesammelt hat, und erneuert ih< rcn Aufruf, damit in möglichst knrzer Zelt das Fehlende, was sich noch in Händen von Privaten und in Bibliotheken des In« und Auslandes, dcr Kom< Mission, sei cs im Original oder als bcglaubigte Abschrift, zur Benützung mitgetheilt werde. Origina-lien werden gleich abgeschrieben und mit Dank rück« erstattet. Trieft, 12. Inni. Sichcrem Vernehmen nach ist durch allcrh. Entschließung Sr. Majestät dcs Kai« scrs in gnädigster Berücksichtigung des Umstandes, daß vor der Vollendung und wirklichen Eröffn»»^ dcr Eisenbahn, die nnscre Stadt mit dem Innern der Monarchie in regelmäßige nnd schnelle Verbin« düng setzen soll, die Handclsverhältnisse derselben eine Aussicht auf wesentliche Vcrbcssernng nicht gewähren, das Anerbieten dcr Stadtgcmcindc, für die Hänscr« stcuer cj.ne angemessen vermehrte Aoersnalsummc zu entrichten, angenommen und dem Antrage dcr be« treffenden Behörden, diesen Bestcuernngsmodns für eine weitere Periode von fünf Jahren zu bewilligen, huldreichst Folge gegeben worden. Gleichzeitig hören wir anch, daß die seit einer Reihe von Jahren zwi« schcn dem hohen k. k. Acrar nnd dcr hiesigen Stadt« gemeinde schwebenden Verhandlungen in Betreff der Einqnartirnngscntjchädignngcn u. s. w. zu bcfricdi« geudem Abschlüsse gelangt sind. Deutschland. Vor einigen Tagen wurde in Köln dcr Sekre« tär dcs englischen Konsulats verhaftet, in dem Au« genblick, als er. mit der Ucbcrbringnng von Depeschen von der englischen Negiernng beauftragt, von dort abreisen wollte. Gegen dicse Maßregel, welche, wie die «Kölner Ztg." vermuthet, mit den Werbnngcn für die englische Fremdenlegion in Vrrbindnng stthl, hat Konsnl Curtis Protest erhoben und dcr englischen Gesandtschaft in Berlin sowohl, wie dein Ministerium dcs Auswärtigen zn London Anzeige gemacht. Vor« hcr schon hatte der englische Konsnl sich veranlaßt ge< sehen, cine Verwahrung dagegen einzulegen, daß sein Sekretär dnrch den Instrnktionsrichter obne sein, des Konsnls. Beisein vernommen werde. Der „Times" wird ans Königsberg vom 3. d. geschrieben: . . . Dic kommerziellen Vortheile, welche Preußen aus seiner Neutralität erzielt. sind weder so gn'p> noch so entschieden, als allgemein geglaubt nm'd, Zwar ist der Handelsverkehr in zwei russischen H"f" lebhafter als sonst; cs handelt sich jedoch daselbst u" um Trausitgeschäfte, bei denen die Komnnssionshauje 585 allein profitiren; drr sonstige Handel liegt unter der Einwirkung des Krieges völlig darnieder. Dan;ig hat gar keine Vortheile errnngcn, und nur Königsberg zieht große Vortheile aus dem Erportgeschäfte, das sich nun natürlich von Niga abgewendet hat. In Königsberg, dessen Wasserkommunikation mit Ruß-land der Stadt sehr zu Statten kömmt, treffen zahl» reiche, roh gebaute Barken ans Lithauen, aus den Gouvernements Wilna, Grodno und Koivno ein. Der Riemen und seine Nebenflüsse werden von den russi-sehen Varkenführcrn benützt, um unterhalb Tilsit in das kurische Haff und von dort nach Königsberg zn gelangen . . . Die Bemannung dieser Barken besteht durchwegs aus lithauischen Leibeigenen, deren Kapi-tän in der Regel ein Jude ist. Dieser führt öfter den Oberbefehl über mehrere Fahrzeuge zugleich, nnd gilt auf den Binnengewässern als eine Art von Admi> ral einer oft recht respektablen Handclsfiottille. In den spätern Herbstinonaten wird seine Anfgabe oft scyr schwierig; überrascht ihn der Frost, so kann er Monate lang in irgend einem Strome eingreift bleiben; eine Unannehmlichkeit, von der bekanntlich auch bedeutendere, als die jüdischen Seefahrer, heimgesucht worden sind. Die erwähnte leibeigene Schiffsmannschaft ist ein roher, blondhaariger, ungekämmter, schmutziger Menschenschlag, der auch in den Hundstagen den Schafpelzüberwurf nicht ablegt; eine aus Matten gefertigte Fußbekleidung und ein grober, nm die Beine gewickelter Wollstoff vervollständigt den Anzug. Die Leute haben aber nichts von dem dumpfcn, schwerfälligen Wesen, das man mit dem Begriff eines Leib-eigenen gewöhnlich zu verbinden pflegt; im Gegentheil sind sie anstellig, gewandt und als Matrosen sehr verwendbar, dabei so große Frenndc von Musik, daß sie oft Vieles entbehren, um sich eine Geige anschaf. fen zu können. Ans diesem Grunde bestcyen auch in Königsberg eigene Fabriken, in denen diese Instrn« mentc in Masse erzeugt nnd ü drei Schilling per Stück hintangegcbcn werden. Fulda, 6. Juni. Heute nach 8 Uhr wurden Se. Eminenz der Kardinal «Nuntius Vialc Prelä, so wie die anwesenden hochw. Bischöfe von Hildcshcün, Mainz. Pndcrborn, Eichstädt, Würzdurg nnd Fulda in Prozession von der auch aus andern Diözesen zahl' reich vertretenen Geistlichkeit in der bischöfilichcn Kurie abgeholt und in die Domkirchc unter b l/cbend, nicht nur die anwesenden Hirten und das Volk. sondern aach das ganze katholische Deutsch« land segnete. dic nachmittägige Feier wurde unter der- selben allgemeinen Theilnahme gehalten. Vor nnd nach der Feier wnrden Se. Eminenz und dic anwe. senden hochw. Bischöfe in Prozession durch den Kle-rns hin- nnd zurückgcleitet. Die Fcstprcoigt hielt Nachmittags l'. Nodcr. Nach dcm Schlüsse der Pre-digt zog die Prozession mit den Reliquien des heil. Vonifazins durch die festlich geschmückten Straßen dcr Stadt. Der Zug dauerte gegen zwei Stunden. Nach dcr Rückkehr in die Domkirchc stimmte Sc. Eminenz das Tcdeum an nnd Tausende von Stimmen sangen das Lob Gottes, dcr durch cilf Iahr> Hunderte seinem Volke die Segnnngcn des Evangeliums schenkte. Schweiz. Die Werbungen für dic englisch-schwcizcr'sche Fremdenlcgion finden besonders in Granbündtcn gro-ßcn Anklang. Dcm cngliichcn Gesandten Gordon wnrdc deßwegen auch bei seiner jüngsten Anwesenheit in Chnr dnrch die Militärmusik ein Ständchen gebracht. Anch der englische Oberst Dickson, welcher mit der vorläufigen Bildung der Legion beauftragt ist, war vor einigen Tagen in Chnr, nnd soll mit oem eidgenössischen Oberst Bundi den Vertrag znr Uebernahme des Oberkommando's über dic Legion mit einem Iahrgehalt von 20.900 Fr. abgeschlossen haben. In St. Gallen ist am 4. d. dcr ncugcwähltc große Rath znsammcngctreten. Von 160 Mitgliedern waren 147 anwesend. Mit 99 gegen 28 Stimmen, die auf Baumgartner fielen, wurde dcr Führer der Radikalen. Dr. Weder, znm Großrathspräsidenten ge> wählt, und dessen Antrag zu einer thcilweisen Ncvi< sion dcr Verfassung. nm dic konfessionellen Verhält« nisse dls Kantons zu ordnen, an eine Kommission verwiesen. Dcr neue, ganz radikale Negicrnngsratl) besteht aus den Herren Helbling. Oberst Ritter, Cnrti. Fels. Hungerbühler, Wirth und Weder; nicht wieder gewählt sind: Steiger, Aepli und Nationalrath Hoffmann. Frankreich. Paris, 7. Inni. Heute übergab dcr Lord-Mayor von London im Namen dcr City»Korporation dem Seine'Präfekten eine Adresse, worauf dicscr cinc Antwort in französischer nnd dann auch in englischer Sprache ablas. Dcr Gemcindcrath von Pa. ris hat für die verschiedenen Festlichkeiten, welche zu Ehren dcs Königs von Portugal so wic dcr Londo» ner Gäste im Stadthausc veranstaltet wcrdcn, 60.000 Fr. ausgeworfen. Großbritannien. London, 7. Juni. Dcr russische Artillerieka« pitän Swcaroff, dcr scit der Einnahme von Vomar« sund in England al 5 Kriegsgefangener lebte, hat die Erlaubnis erhalten, mit scincr Frau nach Vomar-sund zurück zu reisen, da die Dame das englische Klima nicht gnt verträgt. Dic englische Ncgicruug hat dem Ehepaar cinc freie Passage auf dcm Kriegsschiff „Russell" zugesagt. Spanien. Man schreibt aus Madrid vom 2. Juni: «Nach dcm heute von Madoz in dcr Cortcs«Sitzung vorgelesenen Entwürfe dcr Zwangsanlcihc von 200 Millionen Realen, zn welcher alle Personen beitragspflichtig sind, die 600 Realen und darüber an rcgcl-mäßigen Steuern zahlcn, s^u dieselbe mit jährlichen 8 pEt. ucrzinst und in zwci Jahren zurückgezahlt wcrdcn. — Dcr gcstcrn vom Minister dcs Inncrn dcn Cortcs vorgelegte Gesetzentwurf zur Ausrechthal' tung der öffentlichen Ordnnng stellt für die außerhalb des gcwöbnlichcn Zustandes zu versetzenden Städte drei Abstufuugeu auf: 1) dcn Vorbcugungszustand; 2) den Kriegszustand und 3) den Bclagerungszn-stand. Für jede dicscr Kathcgoricn wcrdcn dcn Vc-hördcn besondere außerordentliche Vollmachten crthcilt. — Nach einem hcutc in dcr amtlichen Zcimng vcr-össcntlichtcn Bericht Gurrca'ö vom 3l. Mai, wclchcr dic Zcrstrcnung dcr Bandcn von Nicdcr-Aragonicn meldet, hatten sich die Aufrührer von Caspe, Maella und dcn Nachbarstaaten bereits unterworfen." — Dic „Madrider Zeitung" meldet auch, daö die Regierungen von Frankreich und Spanien sih über die unentgeltliche Beförderung amtlicher telegraphischer De< pcschen zwischen beiden Ländern nicht habcn verstän« digen konncn. Telegraphische Depeschen. P aris, 13. Juni. Dcr «Monitcur« enthält cincn Bericht dcs Generals Pclissier vom 10. d. M.-wornach die Waffcnthat v. 7. vortheilhafter sich herausstellte, als dieselbe ursprünglich geschildert wurde. Es wnrden 602 Russen, darunter 20 Offiziere, gefangen genommen, überdicß 73 Geschütze erbeutet. Ein weiterer in dem amtlichen Blatte enthaltener Bericht des französischen Obcrgcncrals ist vom » «. d. l 1 Uhr Abcnds datirt und lautet: „Wir konsolidircn nns in den neue., Werken. Wir haben mit Mörsern nach den russischen Fahrzcu. gcn geschossen, dic sich noch weiter entfernten. Ncue Batterien sind von uns in Angriff genommen wor« dcn. Anapa wnrdc von dcn Russen am 5. d. M. gerän mt." London, 12. Juni. (Unterseeisch). Die Ad« miralität erhielt cincn Bericht Lord Raglans, wor» nach Anapa von den Rnssen geräumt, und dnrch Cir' cassicr bcsctzt worden ist. Die Russen zogen sich wcchr> schcinlich über dcn Kaban znrück. Telegraphische Depesche von Sr. Ekzellrnz dem Herrn Landrsprasidentcn in Krakau an Se. Erzcllcnz den Herrn Minister des Innern in Wien. Krakan, 13. Inni. Se. Majestät der Kaiser sind um 8'/, Uhr inl besten Wohlsein hie? angelom« mcn, im Ncgierungsgcbäudc abgestiegen, am Bahnhöfe nnd vor dcm Ncgierungsgcbände von den Zivil- und Militär-Autoritäten, so wie vom zahlreich versammelten Volke empfangen. Dic nachfolgende telegraphische Depesche aus Rom, 12. Juni, 9'/« Uhr Abends, an Se. Emi' nenz den hochw. Kardinal-Pronuntius Viale Prel» dcr «Wiener Ztg." mitgetheilt: «Gegen '/«7 Uhr Abends hat ein Mcuchtlmör« dcr rin. Attentat auf das Lebcn Sr. Eminenz des Hcrrn Staatssekretärs Sl. Heiligkeit, Kardmal An-tonclli, in dcm Augenblicke gemacht, in welchem oiescr dcn Vatikan verließ, um cinc Promenade zu machen. Dem Himmel sei Dank, dcr Streich (der Stoß?) ist gänzlich fehlgcschlagen (fehlgegangen?) (il colpo « mli«s«mwnte lullilo) und Se. Eminenz ist unversehrt und wohlbehalten geblieben." Dic nachfolgende aus Warschau 3l. Mai (!2. Juni hicr cingcgangcnc telegraphische Depesche wird dcr ,,Wicncr Ztg." mitgetheilt: Fürst Gortschakoff meldet telegraphisch vom 27. Mai (8. Inni): „Räch cincm heftigen (vwicm!) zweitägigen Vom» bardcment hat dcr Feind am 26. Mai (7. Juni) um > 7 Uhr Morgens mit drei französischen Divisionen die Nedontcn Kamschatsky. Selcngninsky. Wolhinsky und dic zwischen dcr Bastion Nr. I und drr Ncdoute Sclcngninsky liegende Vatterie angegriffen und gc» nommen; dic von uns wieder genommene Nedoulc Kamschatsky wurde von dcn Reserven des Feindes wieder besetzt. Nach cincm blutigen Kampfe blieb oie Batterie allein in unsern Handen. Unser Ver« lust belauft sich auf zweitausend fünfhundert Mann an Getödtctcn uud Vcrwundctcn.Unserc Truppen habcn sich in bcwundernswcrthcr Weise geschlagen; es wird dieß durch dcn Vcrlust dcs Fcindes bezeugt, der gvößcr als dcr unjrige ist. durch 27« französische Gefangene, worunrcr 7 Offiziere, und durch die Weg. nahmc zwcicr französischen Bcrggcschütze. Der Feind drang bis zur Brücke von Kclenbalka und bis zum Graben dcr Bastion Korniloff vor, wo cr viele Leute einbüßte; an dcn andern Punkten der Halbinsel ist nichts von Vcdcntung vorgefallen." Druck und Verlag von I. v. Kleinmayr A F. Na»brrg in Laibach.— Pcrantwortlichsr Redacteur: F Vaulveig, An!iana zur IailmHerSeitumu Vörseuberi ch t aus dem Abenddlatte oer öster. kais. Wiener Zeitung. Wien l^. Juni 1855, Mittags I Uhr. Nerdbahn- Aftilü zeigten sich wicdcr lebhaft, begehrt und crrnchtcn 212. Das namhafte Steigen dieses Papieres seit einiger Zeit wird von vttlcn Seiten großmtheils als die Folge einer früheren Contrcmiue angesehen. Die übrigen Papiere crfnhrcn keine erhebliche Aenderung. 5"/., Metall, waren bei starkem Umsätze mit 7l)'/, fest. National - «nles,en 84 '/, — '/«- 18.')^er L»sc von der Spekulation vernachlässiget, zur Notiz matt. Wechsel, Anfangs mehr begehrt, schloffen niedriger angeboten. Valuten zeigten sich 'ester. Amsterdam 102, — Augsburg !24 Brief. — Frankfurt 123. — Hamburg <>0 V,. -- Livrrno 122'/.. — London 12 Vrief. — Mailand 123'/. Brief. — Paris 144 Brief. Staatsschuldverschreibuuqel! zn 5"/« 79'/,-79'/,, detlo ' „ 4'/.'/« «8'/«'«!» dctto „ 4 7« «2'/.-'/.-39 7, detto .. 17. 15 7.—1« detto 8, N. „ 5 7« »5-9« National-Anlehm „ 5 7.. 84'/.-84'7.. Lombard. Venet. Anleh.n „ 5 7.. 1U0-1üU7, Glundentlast.-Oblig. N. Oestel. zu 5 7« 79 -79 '/, dtttu anderer Kronländer 5 7« 70 7.-77 Gloggnitzer Oblig. m. N. zn 5 7« "l '/<-!>! '/. Oedcnburger detto detto ,. 5 7« 89'/, -l)0 Pcnher dctto detto „ 4°/„ 91-91 '/. Mailänder detto detto „ 4 7« k9'^.-90 Lotttrie-Anlchcn vom Jahre 1834 222 -222 7, detto dctto 1839 ,20 7.-120'/. detto dctto 1854 103 7,-103'/, Aanko-Obligationcn zu - 2 '/, 7« 57'/,—5"< Aank-Akti.» Pr. Stück 992-993 Eskomptebank.Aktien 9l—9l '/. AttirN der f. f. priv, österr. Staats- lzift!lbahnl,csellschaft zu 200 st. oder 500 Fr. ^ 317 V,-318 Wien-Naaber Aktien (zur Konvertirung angemeldet) 110 7,-111 Nordbahn - Aktien 2 lI 7.—212 Aurweis-Liiiz-Gmnndner '^0 -242 Preßburg-Tyin. Eisenb. 1. Emission 20—22 detto 2. „ mit Priori! 30—35 Oedcuburg-Wieu.-Ncustädter — — Dampschijf-Akticn «22-524 detto 12. Emission 5!7 bctto des Lloyd 500-501 Mmier-Dampfmübl-Akticu 11<>-118 Pesther Kettenbrücken - Mticn 55- 00 Lloyd Plic-r. Oblig. (in Silber) ü 7.. 93 '/, -94 Nordbahn detto 5 7« 85 7^ —>W Gloggnitzer detto "7, 76 77 Donau' Dampfschiff-Oblig. 5",« 82 -83 lsomo - Neulscheinc 13 7,-13 '^ ^stnh.zy 40 ft. Lose 80 '/,—81 Wiudischgrä^-Lose 27 7, - 27 7. Waldstcnt'sche ., 28 '/.—28 '/, Keglevich'sche ., 10 7,-10 7. K. l. vollwichtige Dukaten-Agio 29 -29 7« Telegraphischer Kurs - Bericht . tcr Ltaatspapiere vom 14. Juni 1855 Staatsschuldverschreibnngen . zu 5 M. st. in HM. 79 3/8 dettu aus der National-Anleihe zu 5 7« st. in CM. 84 1/4 Aktie» der k. k. priv. oster. Staatseiscnbahn- gefellschast zu 200 st. Ä. Ä. oder Ztttt Fr. 3/5 ff. A. N VvM-'Mn.v vr. Stuck...... UV! ft W^.M. Nftieil der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu 1000 fl. 6. M. getheilt .... 2070 fl. in C. M. Vlftien der österr. Donau-Dainpfschifffahrt zu 500 st. (5. M....... 524 st. in C. M. Wechsel« Kurs vom l-l. Juni »855. Augsburg, für W0 Gulden Cur. Guld. 124 3/8 Uso. Frankfurt a. M. (für 120 st. südd. Äcr- mis-Währ. im24 l/2fi. Fuß,Guld.) 123 l/2 3 Monat. Hamburg, für N>0 Mark Banco, Gnldeu 90 3/4 Bf. 2 Monat London, ,»r 1 Pfund Sterling, Guldcn 12- Bf. 3 Monat. Mailand, fi'ir 300 Ocsterr. Lire, Gulden 123 1/2 2 Monat. Paris, für 30l) Franken . . Gulden 144 Bf. 2 Monat. K. K. vollw. Mnnz-Ducateu ... 29 pr. Cent. Agio. Gold- und Silber-Kurse vom 13. Juni 1855. Brief. Geld. Kais. Mimz-Dulaten Agio .... 29 l/8 29 detto Nand- dctto „ .... 287,8 i-'8 3/4 Napolcons'oor „ .... 9.46 9.45 Souvrainsd'or „ .... 17.3 17. ffriedrichsd'or „ .... 9.48 9.45 Preußische „ ^ .... 1<>.25 10.22 Engl. Sovcreigns „ .... 12.12 12.10 Ruß, Imperialc „ .... 10. 9.59 Doppie ...... 36 1/4 36 l/4 Silbcragio......... 241/2 241.2 ^ Frelndm - Anzeige der hier Angekommenen und Abgereisten > Den »0. Juni !855. Hr. 'Ioham, Baron Mach, k. k. Appella^l's-Rath, vo» Triest nach Nohitsch. — Sc. Exzellenz v Piross, k. lllssischl'l- geheimei- Rath, — Hr. Gcoi^ Tiiinbo, k. piellsiischer Major, und — Hr. Hermami Plah. k. pielisilscher Gerichts - Rath , von Wien nach Tnest. — Fr, Natalic Werzer, Landesgenchcsrathö. Gattl», v.» Sc. Veich »ach Neuhalls. — Fr. Ali-ciliste Rainer, Edle von H.ial'bach, n^n Triest nach Klacienfnit. — Hr. Hemrich Fiey.r, Musealfnstos, l!»d — Hr.' Heinrich Erras, Besitzer, dcidc von Tricsi. — Hr. Eugen Fremo-u, Papiei f^b^k.'-Direkror, >'on Tiiest nach Wlen. — Hr. Anglü't d' Ans, Fa^ briksdirektor, von Fiüine nach Wien. — Fr. Maria ^chivarzhofer, Hanoelein^nns - Gattin, von Trieü nach Marburg. — Hr. Georg Covazhigh, Handelsmann, von Pesth nach Tiiest. — Hr Franj Bmel!«, Handelslnann, von Wicn nach Plav?. — Hr. Valen-c,n Pleiweis, Handelsmann, von Wien. Z. 3!3. « i^) ^ Nr. 29W Kundmachung. Dieses k. k. Landesgcricht bringt hiemit zur allgemcinen Kenntniß: Anton Borstnar von Läse, des Bezil kes Stein ^el)l'iui.i, (-iit'a 27 Jahre alt, katholisch, ledige, Taqwerker, gewöhnlich bei Eisenbahnalbeiten sich beschäftigend, mehr kleiner, aber untetsetzter Sla-tur, runden kleinen Angesichts, nach Art del Hcdirgsburschen im Tuchainer Thale gekleidet, und,kannten ?lufenthaltes und wegen Verdacht eines kriminellen Diebstahles mit dießgeiichtlichcm Steckbriefe cl.lo. 2«. April d. I.. Z. 2l?5, kundgemacht von der hiesigen k. k. Polizei >- Di' rektion unterm 4. v. M., Z. l!Ul5. verfolgt, sei mit dießgelichtllchem Beschluffe vom heutigen Tage, wegen Verbrechens des Diebstahlcs, in den Anklagestand velseht worden. Demnach wolle von Zcite der k k. Sicher Heils« und Gerichtsbehörden, so wie von den Ticherheitsorgancn auf diesen Anton Borstnar inviqililt, und er im BetretungsfaUe anher ein geliefert werden Laibach am 2, Juni l855. Z. 32«. ^ (2) N!'"?!!^. Am Pfingstmontage winde in der Wener-straße in der Nähe des Civilspitals ein Armband gefunden. Der Eigenthümer woUe sich darum bei der k. k. Polizeidirekcion melden, K. k. Polizeidircktwn ^.'aibach am l3. Juni 1855 Z^ÄÄ. n NrT^ÄN. Bei der k. k. Polizeidirektion befinden sich nachbcnannte Effekten, als: 4 Hüte, l Tüchel, 1 Hutschachtel, l Pack Schuhmacherwerkzcuge, I Etock, I Kappe und I Pack Stricke, welche von dem k. k. Ei senbahnamte, als in den Waggons gefunden, an her übergeben wurden. Die Eigenchümer wollen sich darum hieramts melden. K. k. Polizeidircktion Laibach am l I. Juni !855. Z. 33«. ^ Nr. 3U75 Vei der k. k. Polizeidireklion befinden sich )rei gefundene Schlüffel. Der Eigenthümer wolle sich darum hieramtö nelden. s. 33l. ^ Nl7^l)?7. Bei der k. k. Polizeidirektion bifinoet sich l pelz, 2 weiße und 2 rothe Frauenkopftücher, velche von Dicbstählen henühren. Die Eigenthümer wollen sich darum hieramts melden. K. k. PoliMrekcion Laibach am !3. Juni 1855. 3. 820. (») N^"34^7. Edikt. Vom k. k. öandesgerichte in Laidach wird hiemit b.kannt g.macht: Es ftien zur Vor» nähme der, m d>r Exekutionss^che des Herrn ^ Peter Maiditsch, gegen Herrn Heinrich Etaoler, Haus Nr. 8tta.',s um l) Uhr, mit dem Anhänge angeordnet worden, daß die Pfandstücke bei der ersten Tagsahung nur um oder über den Bchäz« zungswerth, bei der Letztern aber auch unter demselben geg.n gleich bare Bezahlung hintan^egeben werden. Laidach am 26. Mai »855. Z. W5. (!) ""Nr?3^36l Von dem k. k. Land.sgerichte Laidach wird b.kannt gemacht, daß über das gesäumte bewege liche Vermögen des Kn,fschlnidelMeisters Vin-zenz Neichmann der Konkurs eröffnet werden sei. Daher wird Jedermann, der an elstgedach-ten V.rschl^loeten eine Forderung zu stellen be-rechtig ttwa in die M^sse schuld'g scin sollten, dle Schuld, ungeachtet des Kompen^tlons-, Eigenthums- oder Pfandrechtes, das ihnen sonst zu Blatten gekommen wäre, ab« i,utragen verhalten werden würden. Uedrigens wird den dießfalligen Gläubigern erinnert, daß die Tagsatzung zur Wahl eincS neuen, oder Bestätigung deS inzwischen aufgestellten Vcrmögensvelw^lters, so wie zur Wahl eines Gläubiger-Ausschusses auf den 2l). August 1855, Vormittags um 8 Uyr vor diesem k. k. Landesgerichte angeordnet wurde. Von dem k. k. Landcsgerichte Laibach den l3. Juni l855. Z. 907. (,) Ein merkantilisch gebildeter Mann findet bei „Cautions-leistung" als Niederlage Factor einer k. k. lande^bcfugten Liquenr-< Branntwein-, Geist- nnd Essigfabrik eine gute Anstellung. Nebst der deutschen ist auch dic krainische und italienische Sprache wünschenswerch. Offerte unter dcr Adresse: II l^. ^.