Nr. 165. Sllmstllll, 21. Juli 1«94. IahlMg 113. MbacherWZeitmg. Prllnnmerat!u«i«prci«>: Mil P o s! versend » ug : ganzjäliril, st, lü, liülbjährin fl. 7'ül», Im Comptoir: «"i^l.U!i,st ft ,i. halbjährig st, f.üu. Für dir Zlisl.'Umig in« Ha»s <,<ü^jäl)rig st, i, — Insertionsaebür: Mr lleme Inserate hie z„ 4 ^^,s„ ^., 1^ grü^re per Zeile . Sprechstm.de» der Ned«cti«n »on « l,i« ll Ubr vormittags " , v u ^ ^„^„lirrte «riefe werde» »icht angenommen, Mamlscriple nicht zuruchestellt. Amtlicher Hheil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. Inli d. I. dem Ministerial-Secretär im Ministerinn: des Innern Erasmus Freiherrn von Handel das Ritterkreuz des ^-ranz - Joseph - Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Juni d. I. dem österreichischen Staatsangehörigen Georg Krendl in -Uuenos-Ayreö das Ritterkreuz des Franz-Iosevh-Ordens aUerguädigst zn verleihen geruht. Nichtamtlicher Weil Die Berufswahl. Das Schuljahr ist zu Ende und mit diesem Zeitpunkte tritt an die Eltern die ernste Frage heran: Was sollen unsere Knaben werden? Wenn nnr auch alle Eltern die Frage ernst nähmen! Wie oft wird ein wscher Entschlujs mit Leichtfertigkeit und fast gewissen-U" .""überlegt!) ^ gefasst! Wie wenige Eltern sind «,? >. folgenschweren, oft das ganze Leben bestim-wurf7ritt^ Der Vor- bno.^/"^ d,e niederen Stände allein, er muss a^n F? '/ bcheml gesellschaftliche,: Schichten, ja eiln t k "Ä' ?'"'^' erlMn werden, als man hier E?.n, ^'" ^'bllck in die Dinge nnd eine gereiftere ^n n? ^? ^"' Tragweite der Entschließung voraus-sin^ .'- ^' ^"dc in diesen höheren Stünden jedoch 2^ ^"' Berufswahl zumeist ganz andere als lynche Erwägungen maßgebend. Da wird nicht die ^nowldualität des Sohnes, da werden nicht dessen Nei-«uugen und Anlagen, nicht das Verhältnis von Angebot sunk ^"ge in einem bestimmten Berufe geprüft, !i^. ^ stcht von vornherein und ohne jede Rück-in ^ ?"' ^^ concrete« Umstände fest, dass der Sohn .. vleje und jene Carriere eintreten mnfs. zumeist in S' '"klche der socialen Sphäre des Vaters entspircht. wäs^,?^Ilmge auf die juridische Facultät geschickt, er? ^' äur nichts für das Rechtsstudium geeignet ,'^?n lässt und ihn die mächtigste Neigung etwa ebeuln c ^r. oder etwa zur Marine hinzieht, nnd zur s>^?"^ ^ Sohn des Fabrikanten oder Banquiers "Men?" Uebernahme des väterlichen Geschäftes unv^f.'c^okN' während vielleicht seinem ganzen ^^^nNaturell die kaufmännische Laufbahn durchaus entgegengesetzt ist und sein stilles, stubenhockerisches Gemüth etwa im Studium der klassischen Philologie die meiste Befriedigung und die beste Aussicht auf eine seinen Neigungen entsprechende Lebensstellung fände. Doch aber wäre es ungerecht, die Eltern allein für die vielen Verkehrtheiten und verunglückten Existenzen, welche die Folgen verfehlter Berufswahl bilden, verantwortlich zn machen. Sie stehen nur zu oft unter dem Banne eines socialen Vorurtheiles, dem sie sich schwer entziehen können. Die Gesellschaft anerkennt zwar in der Theorie, dass jede ehrlich.' Arbeit ehrenhaft ist — aber von da bis zur gleichmäßigen socialen Wertschätzung aller Berufe ist ein weiter Weg. Man stelle nur einmal einem hervorragenden Advocate», dessen Sohn jeder Fähigkeit zum wissenschaftlichen Stndium eutbehrt, die Zumuthung, er folle seiuen Jungen statt ins Gymnasium zu einem Tischler in die Lehre geben, oder man schlage einem reichen Kaufmanne für seinen talentlosen Jungen die gewiss sehr ehrenhafte Carriere eines Schneiders vor! Selbst wenn Vater und Mutter über die nöthige Einsicht uud Vorurteilslosigkeit verfügen — was würden die Verwandten, die Freuude, die «Welt» zu der unbegreiflichen Herzlosigkeit der Nabeneltern sagen, die ihr Kind gesellschaftlich so sehr «degradieren». Noch ein anderes Moment ist es, welches das Verschnlden der Eltern in einem milderen Lichte erscheinen lässt: der Mangel sicherer Anhaltspunkte zur Beurtheilung des Bedarfes der einzelnen, namentlich der höheren Berufsarten au Arbeitskräften. Allerorts discutiert man in ernstester Weise die Organisation des Arbeitsnachweises für mauuelle Arbeiter; man ist sich vollkommen klar darüber, welcher volkswirtschaftliche Nutzen daraus erwächst, wenn man jeden Augenblick weiß, wo und in welchem Arbeitszweige Ueberfüllnng oder Mangel an Kräften herrfcht und wenn ohne größeren Anfwand an Zeit, Mühe uud Kosten die nöthige Zahl an Arbeitssuchenden sofort an den Ort des Bedarfes dirigiert werden kann. Nur an die höheren Berufsarten hat mau hier gar nicht oder nur selten gedacht. Und doch wäre die Regeluug des Zustromes in die verschiedenen Berufe eine der lohnendsten Aufgaben praktischer Volkswirtschaft. Nicht nur würde dadurch verhindert werden, dass zahlreiche Individualitäten zugrunde gehen, sondern auch, dass ein wertvoller Theil des Volksoermögens, der nationalen Arbeitskraft, nutzlos brach liegt, während an anderer Stelle der Mangel an geeigneten Kräften eine fühlbare Calamität bildet. Gerade bei den liberalen gelehrten Vernfen trifft diese Erwägung in besonderem Maße zu, denn bei ihnen dauert die Vorbereituugszeit mindestens sechzehn bis achtzehn Jahre, das eigentliche Berufsstudium au der Hochschule vier bis sechs Jahre, und eine verunglückte Entscheidung ist da kanm mehr gut zu machen. Wir verkennen freilich nicht, dass es außerordentlich schwierig ist, eine halbwegs zutreffende Berechnung des Bedarfes der einzelnen Berufszweige anzustellen. Kürzlich hat Professor Lexis einen Spe-cialverfuch gemacht iu seiner «Denkschrift über die dein Bedarf Preußens entfprecheude Normalzahl der Studierenden der verschiedenen Facultäten», uud ähnliche Untersuchungeu sind von Vünger angestellt worden, ohne jedoch zu praktischeu Ergebnissen zn führen, da das ihnen zugrunde liegende Material denn doch zu dürftig, zu weuig authentisch und zu kurzen Ve-rechuungsperioden entnommen ist. Immerhin aber ist hier zum mindesten die Richtuug angedeutet, in welcher diese eminent wichtige Frage in Angriff zu nehmen wäre. Für die nächste Zeit sprechen zahlreiche Anzeichen dafür, dass uuter allen höheren Verufsarten die techni« schen die meiste Anssicht auf auskömmliche Stellung und rüstiges Vorwärtskommen gewähren. Die technischen Fortschritte beherrschen die Zek in einem Umfange, den wir vielleicht mehr ahnen als uns klar vorstellen, nnd alle Umstände sprechen dafür, dass die nächste Zukuuft auf diesem Gebiete eine starke Nachfrage nach wissenschaftlich gebildeten Männern bringen wird. Im österreichischen Abgeordnctenhause hat vor kurzem ein dem technischen Berufe angehörendes Mitglied — wie uns scheint mit voller Berechtigung — angekündigt, dess in den kommenden Jahren die Production der technischen Hochschulen der Nachfrage nach Kräften kaum geuügen dürfte. Mit diesem Hinweise wollte natürlich nicht dem entgegengesetzten Missgriffe das Wort geredet werden, dafs sich nunmehr die jungen Männer auch ohne befonderen Sinn und Begabung für das technische Fach demselben znwenden oder den anderen wissenschaftlichen Berufen selbst bei ausgesprochener Hinneigung den Rücken kehren sollten. Wohl aber muss immer und immer wieder den Eltern die Pflicht vorgehalten werden, bei der Entscheidnng über die Berufswahl der Söhne fowohl die individuelle Veranlagung derselben als auch den Kräftebedarf der einzelnen Berufe aufs sorgfältigste zu prüfen, da ein Fehlgriff nur zu oft ein Verhängnis für den einzelnen bildet und überdies cmf solche Art eine der schlimmsten Calamitaten unseres gesellschaftlichen Lebens bedenklich gefördert wird: das geistige Proletariat. (Pr.) Feuilleton. M"tin Hotschevar, der Wohlthäter Gurtselds." d^.^ art in Hotschevar erblickte als Sohn bieder M?""^ in Podlog bei Großlaschitz das Licht den, n7c ^m Vater beschäftigte sich nebenbei mit w? - ^rdehandel und dürfte ziemlich bemittelt ge-in ? ? d" er seinen Sohn Martin nach Laibach Enk ^vlmalschule schickte und auch seiuem älteren d^n ^ ^°lMn zu einiger Schulbildung verhalf. In '" bahren 1836 bis 1840 traten beide Brüder bei »rant in Laibach, der vom Jahre 182i) an der erste rczeyrungspächter in Krain war, in den Dienst ein. ^ ^?" arbeiteten beide gemeinschaftlich in Ver- In dieser seiner Eigenschaft ^n, ^, " " mehreren Orten Krains geweilt haben, a' ,^hre 18W war er z. B. in St. Aarthelmä an-C^ ""^ bewies sich schon hier in dieser Zeit als zu^lleund, trotz der kleinen Mittel, die ihm damals rr? '!°"^"' Einer seiner Iugendcollegen erzählte, dass und 3V ^ ^ dortige Schuljugeud mit Papier Iül,r. ?, ö" beschenken pflegte. In den vierziger 2? ""M" er Gurlfeld zu seiuen beständigen Auf-steupr ^'"^"'"'^ bann selbständiger Verzeyruugs-Hii..°. ^ ' D" in diesem Unternehmen nothwendigen -"Mel muarb er sich durch Fleiß und Sparsamkeit. b"' Enthüllung einer Gedenktafel den Manen In diesen Tugenden wurde er durch seine von gleichen Vorzügen beseelte Gattin Iosefine, geborene Mulley, kräftigst unterstützt, und es war das ganze Streben des Ehepaares — nach den Erfolgen zu urtheilen — dahin gerichtet, durch erfolgreiche Unternehmungen, durch Vorsicht, durch weise Ausnutzung aller Umstände zu Wohlstand zu gelangen, was sie auch erreichten. Das Strebeu nach Vermögen, nach Reichthum, nach Geld — war jedoch bei Hotschevar innig mit dem Gedanken verbunden, durch seine mit großer Mühe erworbenen Mittel in einer edlen Weise seinen Mitbürger» zu nützen. Martin Hotschevar war ein ^sllmaäßman, durch eigenen Bilduugsdraua, rastlosen Eifer und augebornes Talent erwarb er sich ein vielseitiges und gediegenes Wissen, das er zum Wohle der Allgemeinheit glücklich verwertete. So betheiligte er sich bei vielen schwierigen Uuter-nehmungen, wie bei der Verzehrungssteuerpacht, bei den Save-Uferschutzbauten, Eisenbahnbauten, Geldinstituten?c., wobei sein weitreichender Scharsblick und Unternehmungsgeist die Grundlage für glückliche Ergebnisse bildeten. Aus eigener Lebenserfahrung lernte hiebei Hotscheuar den Wert einer grüudlichen, gediegene« Schulbildung kennen, und sein edles Strebeu gieng in dem Gedanken anf, feinen Mitmenschen die Möglichkeit einer solchen zu verschaffen. Darüber belehrt uns die ganze Geschichte des Gurkfclder Schulwesens. Eiue Schule bekam Gurlfeld l bereits im Jahre 1784 bis 1786, besaß aber keine Räumlichkeiten, und zu einem passenden Schulgebände hat der Stadt erst Martin Hotschevar verholfen. Er kaufte von einem Gutsbesitzer ein passendes Haus (jetzt Gemeindekanzlei), ließ es für Schulzwecke herrichten und verkaufte es der Gemeinde dem Vernehmen nach um den Kauffchilliug von 4000 fl.; das war das alte Schulhaus. Da die Gemeinde den ganzen Kaufschilling nicht aufbringen konnte, schenkte er ihr einen Theil desselben. So konnte die Schule in Gurkfekd im Jahre I860 in ein passendes Gebäude eiuziehen, worin bis zum Jahre 1875 eine eiuclassige Volksschule, größteutheils nur vou Knaben besucht, untergebracht war, während für die Mädchen in den Jahren 1855 bis 1875 eine private Mädchenschule in Gurkfeld bestand, die sich namentlich durch bedeuteude Unterstützungen von Seite Martin Hotschevars und seiner hochherzigen Gattin erhalten konnte. Wie gern Martin Hotschevar die Kinder hatte, dies erhellt aus den Worten eiues seiner besten Freunde, der erzählte, dass Martin überaus gern bei Kindern verweilte, indem er die Worte uuseres Heilandes zu citieren pflegte: «Laffet die Kleinen zu mir kommen!» Er war auch in Gurkfeld viele Jahre Ortsfchulauffehcr und Ortsfchulobmaun uud zeigte sich uicht nur den Schulkiudern, sondern auch Lehrern gegenüber stets als großmüthiger Gönner. Seit dem Jahre 186N fieng Oesterreich mit vermehrter Begeisterung für die Hebung des Schulwesens zu sorgen an, durch ein Iahrzeheut wetteiferten hervor- Laibücher Zeitung Nr. 165._________________^______________1412_____________________ ^ I,^ ^94. Politische Ueberficht. «c, ib a ch, ^0. Juli. Der Beschluss des galizischen Landtages vom 15. Februar 1894, womit der galizische Landes-ausschuss ermächtigt wird, im Sinne des Landes-gesetzes vom 17. Juli 1893 in den Voranschlag des Landesfondes zum Zwecke der Förderung des Eisenbahn^ Wesens niederer Ordnung eine Iahresdotation im Betrage von 300.000 Gulden durch 75 Jahre, vom Jahre 1894 angefangen, einzustellen, soweit durch diesen Beschluss das Land dauernd belastet wird, hat die kaiserliche Genehmigung erhalten. Wie gemeldet wird, werden die Gesetze und Durchführungsverordnungen bezüglich der Einlösung von 200 Millionen Gulden Staatsnoten in den ersten Tagen der nächsten Woche publiciert werdeu. Das Einvernehmen ist zwischen den beiden Regierungen hinsichtlich der Einzelheiten erzielt worden, und sind nur noch einige technische Details durchzuführen, damit die Einlösung der Staatsnoten an allen Cassen ins Werk gesetzt werden könne. Das Uebereinkommen mit der österreichisch-ungarischen Bank dürfte noch in dieser Woche unterzeichnet werden, und wird die Bank sofort mit den Silbersendungen an die Budapester Hauvt-anstalt und die ungarischen Filialen beginnen. Die jetzige Session des kroatischen Landtages dürfte nach einer Meldung der «Agramer Zeitung» zu Anfang der nächsten Woche geschlossen werden, da außer den bereits erledigten Vorlagen nur noch das außerordentliche Budget und das Universitätsgesetz zu berathen sind. Die Städte-Ordnung soll erst im Herbste zur Berathung gelangen. Im italienischen Senate hielt Schatzmeister Sonnino eine längere, durch häusige Zustimmungskundgebungen unterbrochene Rede, in welcher er die finanziellen Maßnahmen, insbesondere die Erhöhung der Rentensteuer, nach jeder Richtung vertheidigte. Betreff des Amendements Antonelli's sagte der Minister, es werde die Regierung alle wünschenswerten Erklärnngen geben, um jede Zweideutigkeit zu entfernen. Er sei geneigt, hierüber eine Tagesordnung anzunehmen und im November sogar ein Interpretationsgesetz einzubringen. Er hofft, der Senat werde die Auslegung der Regierung in diesem Puukte bestätigen. Der Mi' nister schloss seine Rede mit einer detaillierten Schilderung der wirtschaftlichen Lage Italiens, welche wieder eine tröstliche Gestalt anzunehmen beginne. — Die in der heutigen Sitzung des Senates vom Ministerpräsidenten zur Vorlesung gebrachte Depesche des Generals Ba-ratieri lautet: «Cassäla, 17.Iuli, 10 Uhr vormittags. Nachdem die Derwische in den letzten Tagen ihre Streifzüge bis an unsere Vorposten fortsetzten, wodurch dieselben bedroht erschienen, bin ich von Sabderat aufgebrochen und habe um 6 Uhr 20 Minuten morgens Cassalla überrumpelt. Die Besatzung, ungefähr 2000 Mann Fußtrupften und 600 Reiter stark, leistete besonders im Innern des Platzes heftigen Widerstand. Aber nach einer Attaque unserer Cavallerie und einem geschlossenen Angriff der übrigen Truppen wandte sich die Garnison zur Flucht, zahlreiche Todte und Verwundete zurücklassend. Auf unserer Seite siel ein Officier, der Commandant einer Escadron, der an der Spitze seiner Abtheilung dieselbe zum Angriffe führte. Außerdem wurden einige in italienischen Diensten gestandene Eingeborenen getödtet oder verwundet. Die Verluste des Gegners können noch nicht festgestellt werden. Viele Fahnen und zwei Kanonen fielen in unsere Hände. Die schweizerische Bundesregierung hatte der Bundesversammlung am 18. December 1893 ein specielles Anarchisten-, beziehungsweise Dynamit-Gesetz vorgelegt, das mit wenigen Abänderungen von der Bundesversammlung angenommen wurde. Noch im Laufe dieses Monats wird voraussichtlich der Bundesrath dieses Gesetz für anwendbar erklären. In seiner Denkschrift an die Bundesversammlung betonte der Bundesrath, wenn auch die Schweiz bisher von Dynamit-Attentaten verschont geblieben sei, so seien doch auch auf schweizerischem Gebiete Erscheinungen zutage getreten, welche erkennen lassen, dass der Anarchismus auch der Schweiz gefährlich werden könne. Es sei daher geboten, rücksichtslos einzuschreiten; dadurch erspare der Bund sich den Vorwurf, mangels strafrechtlicher Bestimmungen außerstaude zu sein, Schuldige der verdienten Strafe zu überliefern. Ueber die in der französischen Kammer geführte Debatte betreffend das Anarchistengesetz verlauten nachfolgende Details: Gnesde (Socialist) vertheidigte den Gegenentwurf, wonach das Gesetz über die Presse vom Jahre 1893 beseitigt und das Gesetz vom Jahre 1881, welches der Republik zur Ehre ae-reiche, wieder hergestellt werden solle. Dep. Dumas entwickelt einen Gegenentwurf, nach welchem das Urtheil über Verbrecher wegen Aufreizung dem Schwurgerichte vorbehalten bleibe. Ministerpräsident Dupuy bekämpft den Gegenentwurf und erklärt, das Gefetz treffe weder die Presse noch irgend eine politische Partei, sondern nur jene, welche durch die Presse zu Mord, Diebslabl und Plünderung aufreizen. Dupuy sagt, er befasse sich mit dem Studium der Reorganisation der Polizei Die Polizei wäre jedoch ohnmächtig ohne das Gesetz, welches nothwendig sei, um die persönliche Sicherheit zu sclmken (Beifall.) Der Gegenentwurf des Deputierten Dumas wurde mit 298 gegen 238 Stimmen verworfen Die weitere Berathung wurde auf morgen vertagt Nachdem das englische Unterhaus gestern den Voranschlag sammt den neuen Steuergesetzen in dritter Lesung angenommen hat. wird derselbe dem Oberhaule vorgelegt werden. Ob dieses allen Theilen der bar^ court'scheu Finanzreform zustimmen wird, scheint indes zweifelhast. In Spanien gibt der Anarchismus den Be^ Horden gleichfalls zu erneuten Besorgnissen Veraulassuna Die spanische Polizei macht kein Geheimnis daraus dass sie wegen der in verschiedenen Provinzen statt-findenden anarchistischen Umtriebe und wegen der Be^ ziehungen des spanischen mit dem auswärtigen Anarchismus in Sorge ist. Im Westen der Vereinigten Staaten Nordamerika's ist die Ruhe wieder vollkommen hergestellt, während in Californien auch noch iu den letzten Tagen wiederholt gewalthätige Ausschreitungen vorgekommen sind. In Chicago kommen die Eisenbahn-Arbeiter allenthalben um Wiederanstellung ein und werden in der Regel ohne andere Bedingung angenommen als die, sich von ihrem Verbände loszusagen wozu sie sich auch umso lieber bereit finden, als ' der Verband jetzt mittellos, sogar verschuldet ist. Tausende sind bereits ausgetreten, und die Auflösung wird wohl bald erfolgen müssen. Auch die meisten andern Arbeiter-verbände w Chicago verlieren ihre Mitglieder und ihr Ansehen. Tagesuemgleiten. — (Dankes kund gebung.) Das in Warl<^ garnisonierende russische K.xholm'sche GrenadierreM feierte am 11. d, M.(29. Juni a. St.) scin Regil«^ fest und sendete aus diesem Anlasse an seinen Inh^. Se. Majestät den Kaiser Franz Josef, ein GlüänM Telegramm, worauf Allerhöchstderselbe folgendes A, gramm abzusenden geruhte: Erfreut durch das ^ heute dargebrachte Glückwunsch-Telegramm, ersuche A Sie, General, dem Osficierscorps und den UnlernM des Regiments Meinen herzlichen Dank auszudB" Franz Josef.. — (Person alnachricht.) Seine Excellenz,^' Herr Reichs - Kriegsminister G. d. C. Edler von KK Hammer, welcher einige Zeit zur Erholung in Ro^ mit seiner Familie weilte, ist so weit hergestellt, dass °^ Gipsverband von dem gebrochenen Oberarme gelöst n^ konnte. Vorgestern abends begab sich Se. Excellenz ^ Reichs-Kriegsminister nach Reichenhall. ^, — (H 0 fnachricht.) Ihre Majestäten Kaiser ^ Helm und Kaiserin Auguste Victoria sind auf der ^ landssahrt Montag in Drontheim eingetroffen. Die ^ serin trat dort die Rückreise an und begab sich z^ mittelst Eisenbahn nach Christiania, von wo sie mit ^ Kriegsschiffe «Stein» nach Kiel weiterfuhr; der ^ hat sich nach Merock im Geiranger Fjord begeben. — (Zur Flucht des Bankgeschäft«-^ Habers Vettelheim.) Es ist endlich gelungen. °I im Comptoir des flüchtigen Nankgeschäfts-Inhabers V^ heim befindliche Casse, welche bisher allen A« widerstanden hatte, zu öffnen, nachdem eine größere ^ zahl Arbeiter unter Zuhilfenahme starker Instru^ zwei Stunden lang angestrengt gearbeitet hatte. Wie!>' anders zu erwarten war, fand sich von den zahlr^ Depots nicht ein einziges vor. Alle Einlagen der K«^ Äettelheims im Betrage von mehr als 250.000 st- ^ verschwunden. Der ganze Inhalt der geöffneten Casse stand aus 20 Einlagebiichern verschiedener Spa^. und Institute mit Einlagen von 4 bis 10 st. und" mehreren kleinen Privatlosen von geringem Werte 1^ einigen Accepten, deren Wert erst geprüft werden ^ Die behördliche Commission nahm eine Iventarisiel", der vorgefundenen Wertsachen vor. Auch im Laufe gestrigen Vormittags ist leine Anzeige gegen Vettelheinl stattet worden. ^ — (Die Kar win er Gruben schachte) ^ 19. d. nachts ist es nach dreitägiger anstrengender "^, gelungen, den Abschluss des neunzehnten Flöh vow ^ bauschacht gänzlich fertigzustellen, und zwar war ma" « mit Hilfe von Athmungsapparalm dahin gedrungen ^ mit erscheint der Tiefbauschacht cndgiliig und vollst^ bewältigt. Vorgestern trat die Commission der ^ verständigen neuerlich zusammen, um Anordnungen kH Eröffnung und Gewältigung des «Francisca»-Scha^ welche nunmehr sofort in Angriff genommen wird, ^ rathen. Der Berathung wurde auch Sanitätsrath 3 ,, aus Trovpau beigezogeu, um sanitäre Maßnahmen "H Bergung der zahlreichen Leichen, welche nächste ^, größlentheils aus dem «Francisca»-Schachte ge^' werden dürsten, anzuordnen. ,,j — (Ein Domherr als Lebensret'^ Am letzten Sonntag badete der siebenjährige Soh" ^ Kemeser Grundbesitzers Josef Oecsi im Plattensee,^, Knabe konnte nicht schwimmen, und als insolge des V>e ^, schlages, den ein vorbeifahrender Dampfer verursachte, ^ Knaw untersank, sprang der vorübergehende Vessp^ ragende Männer der Gesellschaft im Schulpatriotismus, und Schulfreunde entwickelten iu jedem Kronlande eine erfolgreiche Thätigkeit. In Kram hatte das Bezirksstädtchen Gurkfeld das Glück, einen solchen Wohlthäter in seiner Mitte zu besitzen. Die Schulbehörden waren daselbst bestrebt, dem großen Schulbezirke am Sitze der Vezirkshauptmann-schaft zu einer vierclassigen Volksschule zu verhelfen, auf dass wenigstens eine Vorbereitungsfchule für die Mittelfchulen daselbst entstehe. Die Bestrebungen der Schulbehördeu wären ohne Zweifel an der Vermögenslosigleit der Gemeinde gescheitert, wenn nicht Martin Hotfchevar eine bedeutende Beihilfe in Aussicht gestellt hätte. Und er half über alle Erwartuugen. Durch Errichtung einer vierclassigen Voltsschule in jedem Bezirke wäre damals schon den Bedürfnissen unseres Landes vollkommen entsprochen gewesen. Der krainische Landtag und Martin Hotschevar giengeu jedoch noch weiter. Das Laudesschulgesetz vom 29. April 1873 ordnete für jeden Schulbezirk auch eine Bürgerschule an, die eine sünf- oder vierclasfige Volksschule zur Grundlage haben müsse. Nun entschloss sich Martin Hotschevar, das Zustandekommen beider Anstalten in Gurkfeld zu ermöglichen. So fest war seine Ueberzeugung von der wohlthuenden Wirkung einer Bürgerschule für die Ausbildung der ins bürgerliche Leben tretenden Schüler, dafs er vor einem Kostenaufwande von circa 100.000 Gulden und vielleicht noch darüber uicht zurückschreckte, welchen Betrag er zur Erbauung des Volts- uud Bürger-fchulgebäudes verwendete. Der Bau ist im Jahre 1875 begonnen und im Jahre 1877 zu Ende geführt worden. Das Gebäude machte er dem Schulbezirke Gurkfeld zum Geschenke-die Stadt- und Ortsschulgemeinde hat nur das Recht' die für die Volksschule nöthigen Räume für immerwährende Zeiten unentgeltlich zu benutzen. Seine Majestät unfer allergnädigster Kaiser würdigte durch Verleihuug des Ordens der eisernen Krone dritter Classe die Verdienste Hotschevars, und es wurde ihm die Allerhöchste Auszeichnung vou dein damaliaen Unterrichtsmiuister, Sr. Excellenz R. von Stremayer. am Tage der Einweihung der Schule im Jahre 1877 persönlich überreicht. Nach der Widmung des prachtvollen, praktisch eingerichteten Schulgebäudes sammt Schulgarten war Martin Hotschevars Hinneigung und Liebe zur Schule noch nicht erschöpft. Bei allen Gelegenheiten, bei Schulfestlichkeiten, bei Sammlungen steuerte er große Summen bei die zur Bekleidung armer Schulkinder, zur Anschaffung von Schulrcquisiten, Armenbüchern :c. verwendet wurden. Der Ort Gurkfeld ist klein, die Vicariatsgememde auch mcht groß, deshalb ist auch die Zahl der schulpflichtigen Kinder keine bedeutende. Die Volksschule weist jedoch immerhin in jeder Classe jene angemessene Anzahl von schulbesuchenden Kindern auf, mit welcher em braver Lehrer die fchönsten Resultate erzielen kann. Der Burgerschule, die mir für Kuaben bestimmt ist, strömten jedoch die Schüler durchaus uicht massenhaft zu. Anfanglich war die Zahl derselben so gering, dass dle zweite Classe nicht eröffnet werden konnte. Dies schmerzte den Gründer der Anstalt und er bHc alsbald dem Uebel abzuhelfen. Arme auswärtige "l ^. unterstützte er mit bedeutenden Kost- und Quartim ,^ Beiträgen, welche er an zehn bis zwölf Schluß Gesammtbetrage von jährlichen 800 bis 900 G"'^ zu vertheilen pflegte. Auf diefe Weife stieg die F^i der Schüler, und es konnte die Anstalt mit allen ^ Classen im Jahre 1881/82 eröffnet werden. D'Hi der Schüler wuchs alljährlich uud erreichte heuer lie die Höhe von «0 Schülern. ^ cF Während sich die Bürgerschule solcher ^» rühmen konnte, die Kinder und die Lehrer W ^ schönen Localitäten sich ihrer Jugend und ih"^ sundheit freuteu, nahmen des Grüuders Kräfte '" A mehr nud mehr ab.'Als er fah, dass sein Ende "H "ergaß er iu seinem Testamente auch der BürgMH>> lncht. Er hinterließ 30.000 Gulden für Mrg^ßl Stiftungen; die Interessen dieses Capitals werden^ Wolf Stipendisten, hauptsächlich für Schüler alls Schulbezirke Gurkfeld, verweudet. ,hft" Am 17. April 188tt erlofch das Leben des * ^ Mannes, der zwei Schulen in feinem Wohn^ ^ gründet und der iu seinem Testamente auch noy ^ schledeuer Wohlthätigkeits - Anstalten großmiM bachle. . ^/ Für die Errichtung eines Armenhauses M F feld vermachte er ein Haus uud 30.000 G"?"'^' zwölf Armenplätzc), für die Reparaturen der 2>'^F lrche 6000 Gulden, für die philharmonische. ^ Aast und für das Waisenhaus in Laibach !? ,hgs Gulden, für das Elisabeth - Kindersftital in ^" Laibacher Mtuna Nr. 165 ' 1413 21 Juli 1894. Domherr Gustav Ianossy ohne Zögern in dm See und! rettet den Knaben nach schwerem Kampfe. Die Eltern dankten dem Domherrn unter Thränen für die aufopferungsvolle Rettung. — (Die Affaire Kotze.) Aus der Affaire Kotze verfuchten zwei Industrieritter Capital zu schlagen, indem sie den Verfasser und noch dazu achtzehn Ex.em» Plare der anonymen Briefe der Familie Kotze in die Hände zu spielen sich erboten. Rechtsanwalt Friedman« veranlasste Herrn v. Kotze mit Vorsicht auf das Anerbieten einzugehen und gegen Einhändigung der Briefe eine Abschlagszahlung von 400 Marl auf die verlangte höhere Summe zu leisten. Da sich die Briefe bei genauer Prüfung als geschickte Fälschungen erwiesen, so war der schwindelhaste Charakter des ganzen Anerbietens sofort erkannt; es wurde nun die Verhaftung beider Hochstapler veranlasst. Der eine, der sich Wanke genannt, entpuppte sich als der stellenlose Kellner Zenner, der andere, welcher sich auf Grund österreichischer Heimatspapiere als Schmidt von Berghof vorgestellt, heißt in Wirklichkeit Braun. In den gefälschten Papieren war ein angeblicher Graf Rohrscheidt als Urheber des Pariser Anerbietens genannt. Natürlich war diese Person ebenfalls nur vom Pseudo-Schmidt erfunden, der von seinem Genossen Zenner als Anstifter des Schwindels bezeichnet wird. — (Der Giftmord-Process Ioniaux.) Der Appellhof verwarf die Berufung der Madame Ioniaux gegen den Spruch der Antwerpener Anklage-tammer, welche ihre Verhaftung aufrechterhält. Mithin wird sie vor dem Schwurgerichte in Antwerpen erscheinen. Karl Graux, der ehemalige liberale Finanzminister, übernimmt ihre Vertheidigung. — (Der nächste große Anarchisten-process.) Der große Anarchisten-Process vor dem Pariser Schwurgerichte ist nunmehr endgiltig auf den 6 August angesetzt worden und wird nicht weniger als acht Tage währen. Die Verhandlungen wird der Gerichtspräsident Daycas leiten, die Anklage der Generaladvocat Vulat vertreten. — (Der Pädagogen tag in Lemberg) wurde am 19. d. M. geschlossen. .!of".^^^'^""^^"Nlmissionen.) In Voll-^? der Vorschrift vom 27. December 1893, R. G. m f, ^ betreffend das Prüfungswefen für Ve- 'ucroer un, die Concession zu einem Baugewerbe wurden ° der f. l. Landesregierung für Krain die Prüfungs-c°mmlsslonen eingesetzt, und sind in dieselben folgende Httren berufen worden: k. k. Baurath und Vorstand des technischen Departements der l. l. Landesregierung Io-yann Suitil als Mitglied und Porsitzender für die Bau< "elsterprüsung,- k. k. Oberingenieur Wilhelm Kraupa als ^ltglied und Vorsitzender für die Maurer-, Steinmetz-, aunmer- und Brunnenmeisterprüfung sowie als Stell-t , !" des Vorsitzenden bei der Baumeisterprüfung; ^l Oberingenieur Roman Waschica als Mitglied und c.kuvMreter ^ Vorsitzenden in der Prüfung« Commission nil's. saurer-, Steinmetz-, Zimmer« und Brunnen-r "Prüfung; f. t. Oberingenieur Franz Zuzel zum ^^scommissär-Ersatzmann; Landesingenieur Vladimir lichen ^ ^«Meister, technischer Stellvertreter der krai-nntali k ""Gesellschaft Gustav Gerlach zu Commissions-weisttt w'. ^"" Baumeister Wilhelm Treo und Vau-N'än Wlipp Zupancic zu Prüfungscommissär-Ersah-t"' letztere vier auf die Dauer von fünf Jahren, o, »mi^-^ ^"2 der Diöcese.) Se. Excellenz der hoch-^^HerrFürstbischof Dr. I. Missia wird das hei- lige Sacrament der Firmung in den Decanaten Zirkmtz und Reifnitz in der Zeit vom 29. Juli bis 6. August spenden. — Ueber eigenes Ansuchen wurden der hochwürdig!' Pfarrer Michael Bogulin in Haidowitz und Alois NoZic in Kraschna in den Ruhestand versetzt. — Die geistlichen Uebungen für die Priester des Laibacher Bisthums werden vom 27. bis 31. August im «Aloysianum» abgehalten. — (Stiftung.) Die am 11. d. M. in Laibach verstorbene k. l. Gumnasial-Bibliothekars-Witwe Frau Maria Kosmatsch hat unter anderem auch den Betrag von 2500 fl. zugunsten einer Studentenstiftung legiert, welcher Betrag behufs formeller Berichtigung diefer Stiftung bereits deponiert wurde. o. — (Schulnachrichten.) Der Jahresbericht des l. k. Ober-Gymnasiums in Rlidolfswert für das Schuljahr 1893/94 wird mit einem Auffatze «^mio-xnuici in c)I(n>.Ml,v« v »lovLUgki «tono^i'^tiii» V0M Anstaltsprofessor Franz Novak eingeleitet. Den vom Director Dr. Franz Detela verfassten Schulnachrichten entnehmen wir, dass für die obligaten Gegenstände 14 Lehrkräfte, für die nichtobligaten 4 Lehrkräfte in Verwendung standen. Die Zahl der Schüler betrug mit Ende des Schuljahres 174, von denen 157 aus Rudolfswert und Kram gebürtig waren. Der Mutterfp räche nach waren 161 Schüler slovenisch. 12 deutsch, 1 romanisch, nach dem Religionsbekenntnisse 173 römisch«katholisch, 1 evangelisch. Die 1. Fortgangsclasse mit Vorzug erhielten 20, die erste Fortgangsclasse 116 Schüler. An Schulgeld kam der Betrag von 1920 fl. ein. Die schriftlichen Maturitätsprüfungen wurden vom 11. bis 16. Juli abgehalten. Denfelben unterzogen sich 17 Schüler der VIII. Classe; die mündlichen begannen am 16. Juli. Aus der Chronik der Anstalt ist zu ersehen, dass der Gesundheitszustand der Schuljugend im abgelaufenen Schuljahre wenig befriedigend war. Des weiteren veröffentlicht der Jahresbericht die Lehrverfassung, die absolvierte Lecture in den classischen Sprachen, die Themen für fchriftliche Arbeiten, das Veranlafste inbetreff der Gesund-heitspflege u. a. m. "(Explosion in der k. u. l. Pulverfabrik in Stein) In Ergänzung der bisher mitgetheilten telegraphischen Nachrichten wird W?r die Explosion in der Pulverfabrik zu Stein des weiteren berichtet: Am 16. d. um '/a 3 Uhr nachmittags erfolgte die Explosion eines Theiles des Kernwerkes in der k. u. l. Pulverfabrik. Dieses Werk war aus Holz hergestellt, nur der innere Raum, wo sich die Turbine befand, hatte Seitenmauern aus Ziegeln. Rechts und links vom Turbinenraume waren zwei Pulverkürmaschinen aufgestellt. Infolge der Explosion fieng der Dachstuhl Feuer, und musste die Explosion des zweiten Werktheiles, worin sich 200 Kilo Pulversatz befanden, abgewartet werden. Diese erfolgte um 3 Uhr nachmittags; doch konnte man auch jetzt noch nicht mit der Löschung des Brandes beginnen, da auf der anderen Seite des Pulversabriks-Canales, bloß durch letzteren getrennt, circa 15 bis 20 Schritte vom Explosionsorte entfernt, das Sortierwerk und das dritte Glättwerk stehen und in diesen beiden Objecten eine größere Menge Pulver (bei 1600 Kilo) lagerten und überhaupt durch den Umstand, dass brennende Holzstücke ganz in die Nähe der beiden gedachten Werke geworfen wurden und am Dache des Sortierwerkes Rauch aufstieg, die Gefahr eine eminente war. Nach 6 Uhr nachmittags erst konnte mit der Löschung der noch brennenden und glimmenden Trümmer begonnen werden, welche Action um 10 Uhr abends erfolgreich beendet und das Pulver der nächsten Werke in Sicherheit gebracht wurde. Um circa 8 Uhr abends wurde die gänzlich verkohlte Leiche des bei der ersten Explosion getödteten Arbeiters Alois Potocnil, welchem dem Anscheine nach beide Beine weggerissen wurden, geborgen. Potoönik hinter- lässt eine Witwe und sechs unmündige Kinder. Anderweitige Verletzungen sind nicht vorgekommen. Der Schade, welchen das Aerar erleidet, wird approximativ aus 40.000 st. geschätzt. Wodurch die Explosion veranlasst wurde, konnte nicht festgestellt werden, doch ist hiebei jede Böswilligkeit vollständig ausgeschlossen. Die Stadt Stein kam durch die erwähnten Explosionen und die damit verbundene Feuersbrunst in leine Gefahr. — (Zum Getreideschnitt in unserer Umgebung.) Eine Wanderung über die Gründe unserer Umgebung während der jetzigen Schnittzeit belehrt uns, dass sich die Hoffnungen, die sich noch vor Monatsfrist an den durchaus prächtigen Saatenstand knüpften, nicht überall erfüllten. Manchenorts, so über Kosess hinaus, unter Kamna Gorica und um Dolnice, wurden die Saaten, namentlich Roggen, durch den Wind und gleichzeitigen, oft wollenbruchartigen Regen derart zu Boden gedrückt, dass die beinahe reifen Aehren dem Keimprocesse und die Halme der halben Vermoderung anheimsielen. Den Weizenäckern setzte vielfach der Getreiderost zu. Mit der bisherigen Futterernte dagegen war man in unserer westlichen Nachbarschaft durchaus sehr zufrieden. U. — («Slovenski Pravnil») bringt in seiner Juli-Nummer vor allem die Fortsetzung des mit viel Sachkenntnis behandelten Artikels < Ueber die Bevollmächtigung nach dem neuen Civilftrocess - Gesetzentwürfe» aus der Feder des H?rrn Adjuncten Kavcnik. Mit den Berathungen des zu Wien vom 25. bis 28. Juni l. I, stattgefundenen Delegiertentages der österreichischen Advocaten-kammern beschäftigt sich der zweite von Dr. S. verfasste Artikel, in dem die Ergebnisse der Berathung unter Anschluss einer kurzen, besonders die Frage des «nnmoru» <',1ml«n5" und der ftroponierten, aber nicht angenommenen achtjährigen Praxisdauer betreffenden Kritik verzeichnet sind. Von den hierauf veröffentlichten sechs civilen und zwei verwaltungsrechtlichen Entscheidungen, seien — als für weitere Kreise von Interesse — nur die des Obersten Gerichtshofes vom 14. März 1894, Z. 2471, laut welcher der Grundbuchsmappe Beweiskraft bezüglich des Umfanges und der Grenzen der Grundstücke zugeschrieben wird, und die des Triester Oberlandesgerichtes vom 27, März 1894, Z. 1255, welche die Legalisierung von Unterschristen von Heeresangehörigen durch die Militärgerichte in Grund-buchssachen als unzulässig erklärt, hervorgehoben. Zum Schlüsse finden wir nebst kleineren Personal- und sonstige Verhältnisse besprechenden Mittheilungen auch eine aus anderen juristischen Blättern unter Quellenangabe zusammengestellte Iudicatursübersicht, enthaltend 18 civil- und strafrechtliche oberstgerichtliche Erkenntnisse. —p—n. " (Schwere Verletzungen und Todtschlag.) Die Brüder Martin, Johann, Anton und Josef Gerina, dann Karl Winter und Johann Peclin, sämmtlich Taglöhner aus Freudenthal, politischer Bezirk Umgebung Laibach, haben am 15. d. M. um halb 10 Uhr nachts vor dem Gasthause des Johann Telban in Dok den Besitzer Josef Branccl von Laase und seine beiden Söhne Josef und Jakob, angeblich ohne jedwede Veranlassung, überfallen und mit Holzftrügeln misshandelt, so dass Brancel sen. infolge der erlittenen Verletzungen am Kopfe zwei Tage später gestorben ist. Die beiden Söhne erlitten ebenfalls schwere Beschädigungen am Kopfe. Die gerichtlichen Erhebungen sind im Zuge. — (Vollendeter Viaductbau.) Das rührige Arbeiterlcben, das durch eine Reihe von Monaten in dem von der Sübbahn durchzogenen Waldlande zwischen Franzdorf und Loitsch geherrscht und der vollständigen Wiederherstellung, beziehungsweise dem Umbau des Stampeter-Viaductes galt, hat nun aufgehört. Das Object ist fix und fertig geworden und zeigt sich dem Reisenden wieder als wohlgesicherter, schöner Bau. H. I,a>?ä ^den, für den Gewerbeverein und das Waisen-""2 m Graz je 5000 Gulden. Zum Vaue eines ,.?"hauses in Landstraß oder Nassenfuß vermachte er ^" Gulden. bM?" ^MM Privatleben war Martin Hotschevar di!« t>eN' zurückgezogen und äußerst sparsam. Ueber-liM^ " bmch sein ganzes Leben echte Re- unk 3-^ ^'" Hausgesinde war er äußerst nachsichtig, r- m s l ^ "^ deicht einen vom Hanse fort, der "mal bei ihm in den Dienst getreten war. s s "^ den vielen Bauten, die er in Gurkfcld auf-s^? ueß, verwendete er am liebsten die heimischen Handwerker, obwohl sich ihm auswärtige in Hülle und ''tt.!ss/. ^"' Ueberhaupt war er ein unermüdlicher I^,Zthater der Gurtfelder Aürger und der dort wei-k nk" Veamten; den Bürgern gab er Darlehen, ihren n!ck ?? ^ T""s- und Fmmmgsftllthe der Reihe He"l^<,f ^amw' genossen in seinem Hause die c,?,'^W""oschaft. Durch den Vau großer Häuser Mchte Hotschevar, dass den Kanzleien der Vezirks-Ln^^""^st und den Beamtenwohnungen anständige 3a° M.'". ^"w zur Verfügung stehen. Kurz M^ c tm Hotschevar war ein edler Schul- und nwVs!"^"d "no bleibt für alle Zeiten der hervor-H f Wohlthäter der Stadt Gurtfeld. Ehre seinem Roman von F. Min«. (36. Fortsetzung.) Siebentes Capitel. Der herrliche Septembertag gieng zur Neige. Rothgolden erglühten die Fenster des Vohwinkel'schen Hauses im Abendsonnenlicht und die letzten Strahlen der scheidenden Himmelskönigin küssten den Scheitel des in dumpfem Hinbrüten dasitzenden jugendlichen Mädchens. Plötzlich hob Hanna den Kopf, sie schauerte fröstelnd zusammen und sah mit einem Ausdruck in dem Gemach umher, der von den Seelenqualen Kunde gab, denen sie zum Opfer gefallen war. Das Maß war voll; sie konnte und wollte nicht mehr ertragen. Die Vergangenheit zog an ihrem innern Ange vorüber; was sie darin erblickte, war Qual, nichts als Qual. Und sie hasste die Menschen, die ihr solche bereitet, sie wollte nichts mehr von ihnen wissen, auch nicht von Onkel Gerhard, der sie allzeit mit Liebe überhäuft hatte. Mit Liebe, aber mit sie kränkender Liebe! Ihr Herz war zum Zerspringen voll. Sie wusste nicht, wie sie in das kleine Garteuzimmer zurückgekommen war, nachdem die Commcrzienräthin sie so tief gedemüthigt hatte gedeumthigt vor ihm! Es war nicht das erstemal, dass Frau Anny ihr in Gegenwart anderer eine Kränkung zufügte. Manches herbe Wort, das sie getroffen, war in Gegenwart Fremder gesprochen worden, aber keines hatte sie so tief verletzt, so tief unglücklich gemacht. Und was hatte sie doch schon wieder und wieder hören müssen! Als das Kind eines leichtsinnigen Vaters, einer gott- und ehrvergessenen Mutter, wie Frau Anny mehr denn einmal diejenigen genannt, die ihr das Liebste in der Welt hätten sein müssen, hatte die Frau sie bezeichnet, die Liebe für sie zu empfinden heuchelte. Ja, heuchelte, denn einzig Heuchelei war alles — niedrige, erbärmliche Heuchelei! Nie zuvor hatte sie es so klar erkannt, wie h,?ute, seit dem Augenblick, der die schwerste Demüthigung über sie verhangt hatte — die schwerste Demüthigung, weil sie ihr vor ihm widerfahren war, vor ihm! Wie niedliq und erbärmlich mnsste er jcht auf sie h?rab« sehen! Unausdenkbar erschien ihr das Leben angesichts dieser Vorstellung, als eine untragbare, sie schier erdrückende Last. Was war sie? Wer fragte nach ihr? Niemand. Allen war sie einzig ein Stein des Anstoßes. Wenn sie denselben aus dem Wege räumte? Sie würde mit ihrem Verschwinden keine Lücke lassen, wenn ihre Augen sich für immer schlössen. Dnnkelhcit wallte durch das Gartenzimmer — Dunkelheit herrschte auch in ihrer Seele, als sie sich von ihrem Sitz am Fenster erhob. Aber dann ur- Vaibacher Zeitung Nr. 165. 1414 ----------^—^------------------------------------------------------------------------------------.------------—__________.. 21 Juli 1894. — (Zu HYrtls Nnalekten.) Im Jahre 1850 gründete der nun verewigte Professor hYrtl das sich als sehr praktisch bewährte Institut der anatomischen Demonstrators, und als drssen erster Demonstrator fungierte durch drei Iah^e Regicrungsrmh von Valenta, welcher nun auch in dankbarster Erinnerung an seinen Lehrer und Meister dlssen Witwe sein Veileid telegraphisch kundgab. — (Per sonalnach richt.) Bei der vor kurzem stattgrfundencn Wahl wurden die Herren Franz Susa, Realitätt'nbesiher in Senosetsch zum Obmanne und Max Delleva, Realitätenbcsiher in Britof, zum Obmann-Stell-v^rtret^r des Bezuls-Straßenausschusses sür den Straßen-Concurrenzbrzirt Senosetsch gewählt. —o. — (Das Grünveredeln) der amerikanischen Reben soll heuer in Unterlrain nicht überall vom besten Erfolge gewesen sein. Die Veredlungen sind zwar anfänglich gelungen und angewachsen, doch nach einigen Tagen entstand an der Stelle der Verwachsung Fäulnis, und das Edelreis gieng zugrunde. V. — (Statistisches über Schulen.) Bonden 322 Schulgcbäuden in Krain besitzen nur 104 Schul-Häuser eine Ventilation, 218 sind ohne dieselbe. Turnsäle sind an den Schulen Krains 7 vorhanden, und zwar 3 in Laibach, je 1 in Ndülsbero, Gurlfelo, Loilsch und Tschernembl. Turnplätze gibt es 26, und zwar 7 im Gottscheer Beznle, 5 im Adelsberger, 4 im Littaier, 3 im Vurlsrlder, je 2 in der Umgebung Laibachs und im Steiner Bezirke, je 1 in den Bezirken: Krainburg, Loitsch und Nadmannsdorf. Schulwerlstätten bestehen in Laibach (2), Loitsch und Gurtseld. Die Heizung der Volksschulgebäude in Krain geschieht durchwegs durch Oefen. 260 Schulhäuser besitzen Naturalwohnungen für die Schulleiter, 42 auch für andere Lehrkräfte. An 198 Schulen sind Bibliothek.!« für Lehrer mit 12,096 Bänden, an 286 Volksschulen Schülerbibliolhcleu mit 16.096 Bänden ; außerdem besitzt jl.der Schulbrzirl eine Bezirlslehrer-bibliothck. Der Turnunterricht wurde an 27! Schulen im Freien als Ordnungs» und Freiübungen, an 12 Schulen an Gerathen im F'.cien, an 20 Schulen in Turnlorali-taten und an 26 Schulen auf offenen Turnplätzen ertheilt, V. — (Gemeindevorstands-Wahl,) Bei der stattgehabten Neuwahl des Gemeindevorstandes der OrtS-geinemd^ Niedecdorf im politischen Bezirke Gottschee würben Ignaz Merher in Büchelsdorf zum Gemeindevorsteher, Franz OraHem in Vüchelsdors, Anton Dejal in Niederdorf, Josef Cesark in Deutschdorf, Iusef Merhar in Nieberdors, Paul Sturm in Masern und Johann Kromar in Niederdorf zu Gemeinderälhen gewählt. — (Todtschlag.) Zum Berichte vom 20. Juli über die schwere körperliche Beschädigung des Franz Tavzelj wird uns gemeldet, dass derselbe am 18. Juli l. I. infolge seiner erlittenen Verletzungen gestorben ist. Die Leiche wurde zur gerichtlichen Obduction in die Todtentammer nach Franzdorf übertragen. I. — (Promenade-Concert.) Das Programm des morgigen Promenade-Concertes lautet: 1.) «Belgier-Marsch» von Blmnrl; 2.) Ouvertüre zur Oper «Aroldo» vonVcrdi; 3.) «Oesterreich in Tönen», Walzer von Zichre,; 4.) «Die Arten der Liebe», Wiener Lied von Sioly; 5.) Potpourri aus der Operette «Gasparone» von Millöcker; 6.) «Die Lcmtenschlägerin», Gavotte von Komzäk. — (Wolfgang Amadeus Mozart der Jüngere), der zweite Sohn dcs unsterblichen Schöpfe, s plötzlich, wie ein Blitz die Nacht durchhellt, flammte es in ihren Augen auf und durch ihre Adern schoss cs siedendheiß. Es war gewiss ungleich schwerer, den Kampf mit dem Leben aufzunehmen, als ihn zu beenden, indem sie feige den Platz räumte, den eine höhere Macht ihr angewiesen hatte. Aber sie wollte ihn aufnehmen, nicht in der bisherigen Weise, durch ein schweigendes Fügen in den Willen anderer, sondern indem sie mit der ganzen Kraft sich selber aus ein^r Lethargie aufrüttelte, die sie dem Untergänge entgegenführen musste. Was ihren Willen so Plötzlich gestählt, sie wusste es selbst nicht. Sie wusste einzig, dass sie den schönsten Sieg errnmgen habe, den ein Menschm-herz nur erringen kann — dcu Sieg über sich selbst! Nachdem die Dunkelheit voll hereingebrochen war, verließ sie, von keinem Auge gesehen, das Voh-winlel'sche Haus, um sich zu dem Bruder ihrer Mutter zu begeben. Karl Veerendorf bewohnte eine hübfche, geräumige Villa in einem der Vororte der Stadt. Als Hanna die« selbe erreichte, fand sie den Oheim ebeu im Begriff, das Haus zu verlassen. «Hanna, du?» stieß er überrascht aus. «Wie kommst du hierher zu dieser Stunde und in düser leichten Bekleidung? Wie konnte man dich so gehen lassen?» «Man hat mich nicht so gehen lassen, ich bin vielmehr freiwillig gegangen, Onkel Karl,» stammelte das junge Mädchen. «Mein Gott, Hanlia,» rief er erschreckt, «was nur ist dir? Du siehst so bleich aus! Bist du trank?. Fast heftig schüttelte sie den Kopf. (Fortsetzung folgt.) dcs «Don Juan», ist am 29. Juli 1644 in Karlsbad gestorben. Anlässlich der 50. Jahresfeier oiejes Todestages hat der «Karlsbader Kirchenmusilo.'rcin» einen Aufruf behufs Gründung eines Gcabmalsondrs zur Erhaltung des drm Verstorbenen gewidmeten Ehrengrabes auf dem neuen Friedhofe in Karlsbad erlassen. Spenden für den Mozart-Grabmalfond wollen an den Vorstand des Musil-vereines in Karlsbad gesendet werden, der hierüber öffentlich quittieren wird. — (Deutscher und österreichischer Alpen-verein.) In den Tagen vom 8. bis 11. August findet in München die 21. Generalversammlung des deutschen und österreichischen Alpenvereines statt. Am 12. August und den folgenden Tagen sollen Ausflüge in das bairische uud Nordtiroler Gebirge unternommen wrrden. Gelegentlich der Generalversammlung wird eine Ausstellung von Werken über alpine Secnforschung sowie von kartographischem Material stattfinden. — (Ein militärischer Radfahrer.) Vorigen Donnerstag abends traf in Sarajevo der k. u. k. Major Baron Prochazla von Wien ein, welcher auf dem Zwei-rade die 1166 Kilometer betragende Strecke Wien, Salzburg, Spital, Villach, Laibach, Sarajevo bei Tagesleistungen von 150 bis 200 Kilometer in netto 6 Tagen zurücklegte. Von dort begibt sich Baron Prochazka über Banjalula, Agram, Graz, Salzburg nach Wien retour — (K. l. Staats bahnen.) Die Einnahmen der Staatsbahnen betrugen im Juni um 578.687 fl mehr als im Juni v. I. Die Gesammteinnahmen der Staatsbahnen vom 1. Jänner bis 30. Juni betragen 39 988 97 3 Gulden, also um 4,102.914 st., .„«.h, als im voriaen Jahre. — (K. l. priv. Südbahn - Gesellschaft) Einnahmen vom 9. bis 15. Juli 1894 859 064 fl 1893 823.783 fl., daher 1894 mehr um 35.281 fl Glsammteinnahmen vom 1. Jänner bis 15. Juli 1894 22,116.416 fl., in derselben Periode 1893 22 214 626 fl Abnahme 1894 96,210 fl. Einnahmen vom 9 bis I5ten Juli 1894 per Kilometer 394 fl., 1893 379 fl daher 1394 mehr um 15 fl. oder 4 M. Gesammteinnahmen per Kilometer vom 1. Jänner bis 15. Juli 1894 10.154 st., in derselben Periode 1893 10.200 st., also weniger im Jahre 1894 um 46 fl, oder 0 4 pCt' Die Einnahmen des Vorjahres sind nach den Ergebnissen der definitiven Rechnungslegung eingestellt. lilnnio». »».or». In der Stadtpfarrlirche zu St.Ialob am 2 2. Iuli Hochamt um 9 Uhr: l. Cäciliamesse von Fr. Schöpf, Graduate und Offertorium von Anton Trepal. Neueste Nachrichten. FslegratNtne. Wien, 21. Juli. (Orig.-Tel.) Die Tel.) Nach einer Meldung der «Narodni Listy. wurde gegen die Veranstalter nnd Theilnehmer der Hns-Feier in Pluzna in: Bezirke Weißwasser eine strafgerichtliche Untersuchung eingeleitet. Bisher wurden achtzehn Bürger vernommen. .Prag, 20. Juli. (Orig.-Tel.) Schlossergehilfe ^taba und HandlnnaMener Ielinek wurden weuen ^erdachtes der Gchmnbündelei verhaftet. Letzterer war nn Omladina-Processc freigesprochen worden. Lcmberg, 21. Juli. (Orig.-Tel.) Unter dem Vor- ltzo des Landesansschuss-Veisitzers Romanowicz vergammelten sich gestern die Leiter der gewerblichen Fortbildungsschulen Galiziens, um über die Maßregeln zu berathen, durch welche der Unterricht in den Gewerbe- chulen vervollkommnet und einheitlich organisiert werden Ml Zunächst wurden Vorschläge über eine Reform des Unterrichtes im Handzeichncn erstattet. Die Theilnehmer an der Ver ammlung, achtzig an der Zahl, besichtigten eingehend die Land^AMellung. " ^ Victor^s^' Juli. (Orig.-Tel.) K-nsenn Angnsta ^ctona ist heute vormittags an Bord des «Stein» U^Vm nnd vom Prinzen Heinrich nnd dem A «5 Marmestatwn der Ostsee bei der Ankunft im Hafen brgrußt worden. Rom, 20. Juli. (Orig.-Tel.) Infolge des von^ englischen Regierung angeregten MeinüngsaustaM" sind Italien und England in Uebereinstimmnng benlw Complicationen zwischen China und Japan betB Korea zu verhindern. Paris, 20. Juli. (Orig.« Tel.) «Univers» n^ aus Rom, dass der Papst seine Encyklika über t" Orient nahezu beendet und Studien betreffs Errichtm einer neuen Congregation ad lovsnäam unionsw <"' ^ geordnet habe. ,, Paris, 20. Inli. (Orig.-Tel.) Cornelius U ^ Pariser Advocat erklärt, es sei nicht ausgeschloV dass Herz am 27. d. M. persönlich zu der gegen Ü>° anberaumten Verhandlung eintreffe. ' ,. Cagliari, 20. Juli. (Orig.-Tel.) Eine mit PlB und Sftrengstücken gefüllte Flasche mit halbabgebran" Zündschnur wnrde vor dem Portal des Militärgericht Hofes gefunden. ^ Königinhof, 20. Inli. (Orig-Tel.) Ueber ^ Webwarenfabrik Wilhelm Schlein wurde der (M»" eröffnet. Die Pafsiven betragen 450.000 fl. ,,. Kopenhagen, 20. Juli. (Orig.-Tel.) Der Kf begnadigte den zum Tode verurtheilten Instituts^ stehrr Wilhelm Müller zu lebenslänglichem Znchth^ Kopenhagen, 20. Inli. (Orig.-Tel.) Prinz HeB' von Prenßen kündigte feinen Besuch in Kopenhagen ^ um der Feier der silbernen Hochzeit des Kronpril^ Paares am 28. d. M. beizuwohnen. ^ Christiania, 20. Juli. (Orig.-Tel.) Das Stortp nahm mit 63 gegen 48 Stimmen das Budget del«' meinsamen diplomatischen Vertretung mit der ^ d'ngung an, dass die Gesandtschaft in Wien A gehoben werde. Im Lanfe der Debatte erklärte M>^ Stang diefe Bedingung als undurchführbar. .^ Storthing nahm fodann mit allen Stimmen der L'^ den Commissions-Antrag an, nach welchem die A" gaben für das gemeinsame Consnlatswchn des la^ den Jahres mit dem Hinzufügen bewilligt werden, U die Trennung des Consulatwesens vom i. Jänner ^ an einzutreten habe. Angekommene Fremde. ! Hotel Stadt Wie«. ^, , Am 20. Juli. Schröder, l. l, Limenschiffs-Capitäu; 5U Prwawr. f. Frau,- Dr. Bnbcr, Dr. unw. Med- M'jel,,H ""tier; Seih, Kfm.. Trieft. - Tremoli, f. f. LandesqericlM", und Dr Mettrovich. Dechant, Zara. - Fon, l, l. PrchO^ ^crai. wymnasiallchrer, Nudolfswerl. — Roeder. t, l. MaH ^nan; Iachoda, OberincMieur, s. ssamilie; Leidelmejer, H. "nuprecht, Haselhofer u. kraut, Me., Wien. — Mtner, '^ G°tt,chec. - Volle, Kfm.. Köln. - Dula. Private. S""'. Mla. l- t. Probicrer. Cilli. - Gmm, Priester, Celov"'^ Araf Strassoldo, Privatier, Gürz. - Kohl. Kfm.. Saaz. ^H 5"- <"uhi s. Kindern, Pola. -- Dr. Neilucrsser, DistrietsaW, ^ M-mi, «aas. - Verderber, Realitätenbesitzer. s. Frau, i«^/ tohn Km., Inn.brnct. - Fischer, Kfm., B«'lm. - W'^ l- t. Uientcuant i. d. R,, Wien. Hotel Elefant. , ^) s ^."^'I"li' Nudholzer, Oberlieut., s. Frau, MosHl Mohov'c. Km., Abbazia. - Polatzet s. Frau. Arnstem. 'H <>' ^Ä"'' Inssenicnr, Wien. — Mehowitsch, Kfm. ^ ^.i, '^''")'"'' Varmeu. - Mahich. Kfm.. Sftalato. - Hl ^! ' ^" ^" Sindermaun, Körberlein, A. Nichter. K- V ^^'' Wnrzburss. - Steinmetz, Ksm., Miinchcu. ^ ^ Wurf, Kfm.. Varcstelep. - Äiilis, Private. Fiu,ne. Hotel Aaicrischer Hof. / Vetrick, "!n?"s I""' ii"ncar. Bezirls-Diener, OottM^ N' .. Z^nbmmtens-Gattin, s. Tochter, Vozen. ^,H/ C Mdat N^ Mnnchm/- tioser. L« Gottiä,ee « ^ ^' ^°r,lbacher. Vezirlsheba.nme, ^> t , ? , Vergnügungs -Anzeiger. ^ l. ^.,» 5"^'^i"'-Juli: Veldes, Lonisenbad: Co<, ^P"„sannerö Poaacnil Naval; Nnfanq halb « llhr ol'K^ «»^... H"' ^"' 22. Juli: Bränhausqarten der ^ Kosler nach,n,ttas.s Concert der Kapelle d s k. n. l. I"'"' ^ ^Wmntts Nr, 27 ; Eiutrilt frei. ^^ I 5k D^ ft ^ ,^"ß '"^^, ?^"« ?N «1« p!3^ ^orimttacis schwach bewölkt, nachmittasss heiter. ^ Taneömittel der Temperatur 18 1" nm 1 Ü" unt" t"" male. ^ _____.._________________^—--^gjl' Verantwortlicher Redacteur: Julius Ol,mch zugleich als schönste Zimmerzierde nnd auch als schönstes und rwiges Andeulcn (anch an Verstorbene) besonders eignet, solche Porträts werden nach jeder eingesendeten beliebigen -photographic in dem seit 1«?!) in Wien II., Praterstrahe «1, etablierten prämiierten Kunstatelier des Herrn Siegfried Vo» baschcr angefertigt. (Näheres im heutigen Inserate.) (3104 a) ^ Die Gefertigten geben allen Verwandten, ^ >« Freunden und Vekannten die tranrige Nachricht ^ ^ von dem Hinscheiden ihrer innigstgelicdlrn Tochter, ^ >M beziehungsweise Schwester, Schwägerin und Tante, ^ ^> des Fräuleins > Marie Korlmr > W welche heute nachmittags nm halb A Uhr nach langem, ^ schwerem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbe« ^ sacramcntcn, selig im Herrn entschlafen ist. ^ W Die irdische Hülle der theure» Verblichenen wird ^ M Sonntag den 22. Juli um 6 Uhr nachmittags M ^ iin Sterbehausc gehoben und ans dem Friedhofe ^ >W zu St. Stefan beerdigt. ^ W Unter.Hrnsica am 20. Juli 1W4. W M ssosef Korbar, Post- und Bürgermeister, Vater. — ^ M Marie Korbar, Mutter. — Franz, Union W M Korbar, Brüder — Iosefine, Johanna Kor- W M bar, Fanny Flere, geb. Korbar, Schwestern. M W -^ Josef Flere, t. t. Postofficial, Schwager. — W M Vmil, Victor, Fritzi Flere, Neffen uud Nichte. W Ii In der heissen Jahreszeit fe | kann als das beste und zuträglichste || Erfrischungs- und Tischgetränk, v ö welches auch zur Mischung mit Wein, Cognac '<3$ oder Fruchtsäften besonders geeignet ist, s ™ — l! 3?----------sX^erb^äk .2 ~is empfohlen werden. Derselbe wirkt kühlend und p~ belebend, regt den Appetit an und befördert die c£ Verdauung. Im Sommer ein wahrer Labetrunk. Ä S (2744) 2 K Für Herren! Grosse a ru Ln | Post von Touristenhemden I in nJ p] aus Seide, Wolle, Leinen und Baum- qI p] wolle von 35 kr. bis lü fl. in 20 ver- [jj jn schiedenen Qualitäten und allen Hals- m K weiten offeriert (2364) 8 ffl ja Heinrich Kenda, Laibach. J Henri Nestlö's Kindernährmehl. Während immer wieder nene Präparate in den Haudel gebracht werden, welche einen Ersah für die Ammeumilch abgeben sollen, dabei aber, da sie diesem Zwecke nicht dienen, wieder bald verschwinden und vrrgesfen werden, hat H, Nestle's Kindermehl bereits eine 26jährige erfolgreiche Vergangenheit fiir fich. 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ZEaCeirLricli Höselmayer j (3126) 10-1 Restaurateur, \ Preblauer Sauerbrunnen reinster alkalischer Alpensäuerlinfj; von ausgezeichneter Wirkung bei chron. Katarrhen insbesondere bei Harnsäurebildung, chron. Katarrh der Blase. Blasen- und Nierensteinbildung und bei Bright'schcr Nierenkrankheit. Durch seine Zusammensetzung und Wohlgeschmack zugleich bestes diätetisches und erfrischendes Getränk. Preblauer Brunnenverwaltung in Preblau, Post St Leonhard, Kärnten. (209) 26—18 = Preiscourants nebst Zahlungsbcdingnissen für k, k. Staatsbeamte über | 11 Uniformkleider und Uniformsorten ( = versendet franco die = I Uniforraierungs-Anstalt &*** «zur Kriegsmedaille» | I Moriz Tiller & Co. ^p k. u. k. Hoflieferanten 1 |________________Wien VII., Marlahllferstrasse 22._________(2842) 3 j ¦'^^'''Itu.K.HOFLIEFERANTEN a-----a^. 1 lBSBBSBB^a^^QwUMä|^^9^IMA|9L9M2^£^|||^H| ^ raHn^sV^vA^^rdftsMJwÄ^BWJ^^S'QfM ül flj w § i iiP ¦ m nip Miii 11 Course an der Wiener Börse vom 2l). Juli !894. ZllWtL-tlnltht». 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Elisal»'!!,!,!,!!,! «l»0 u, :i»ou W. <>n ül»0 M. 4"/„..... 11!»'9!> l2l — Elijalicllchah,,, 4<»<> ». ^»M> W, Ä1!» Ä!, ^v„...... l2U'— i!i«!'U0 ivm»^ I^stvl, Ä., E»I, 1««4, 4",„ u» 4» u» ÜU Galizijchl' WM -Ludwig Aah», Em, 1««1, .^»X» sl, 2. 4«/„ , Uütil) 97-0U ÄorarIl>«^rÄnh,>,Vm, l«84, . 4°/„ (d,U, Lt.) 2., f, 10U st. N. 9780 l)8 4» U„l>, Oolbrcule 4«/,, per Cassc 121 5N 121 7a dto dto, per Ullimo . . , . il5 » !)<>-35 bt>i,2t,E.AI,O!ildI»(!sl.,4>/,"/„ 127-5U 12«'— dto. dto. Silber loo st,, 4>/^/„ 10220 102U0 dto. Ltaato Ooli>i, (Ung. ONb,) v. I. 1»7l. Obl, 1001» 1<»0«0 dtu. Pran,. Anl, a 100 st. ü. W, 15U'40 151 — dtu. dlo. il 50st. ü. W, 14Ü-— 150 — Theiß Nea.-«llse !"/„ 100 st. . 142-5> 14350 Glundenll.'yblilzatiune» (sür 100 fl. CÄt,), b"/„ „alizische...... —-- —>- 5"/„ niederüslerreichlsche . , . K»!!-?5110-75 4"/„ lroatische »nd «nuonische , 9U5U Ü750 4»/>> «»ncilische l10N st. ö.W,) , 95 55 9l> «!i Andere üsseull. Anlehen. DoilNII «cg.-Lole 5"/„ . . , . 12725 127-50 bto. «Illeilie 1878 , . 107-Ü5 108 i<5 A»lel,e» der Nladl Wrz. . . —-— —-— A»Ie!,e>l b, Tladt^emeinde Wie» 108-40 107-40 Ä»le!,e» d, 2!adt!ieme!»dc Wien lIiider oder Guld) , , , 13175 1Ü275 Prämie» A»l. d. Etadtam, Wie» 172— 173 — Börsebaii Ä»!el,e!i, verloöo. 5"/„ 100-50 101 — 4"/„ «rainer i!a»deö ^!»Iel!en . —'— !»7/,,"/» . --— _^. btu, dto, ,, 4"/„ , . 10« — 1U0-«« dto. dlo, 5Ujähl, ,, 4"/,. . . 100 — 1W-80 Eparcasse. I. üst,. 30I, 5'/,//,, vl, 101-50 —>._ PlioritätL-ybligatione» (f»r 100 st.). Ferdinands Nordbal,» E»l, 1««ü !»!»-?(> 100-40 Oesterr, iltordweslbaliii , , , >0<» 20 110-20 2taa««l>a!,!i....... 22U-— -.-_. Lüdbalin ll 3"/,...... 153 — l53-'.«> dto, il 5"/„..... 128-25 —-^. Unss.'naliz. Aahn..... 1l>5 40 iu<> 40 4"/., U»tcrlrai»er Äahne» , . 98-50 !,<»- ^ Diverse Lose (per TtiiÄ). Budapest Äasiliea (Domba») , 9-U0 10-15 Creditluse 100 st...... 19« 25 197 — lllnn, Uose 40 st. 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V, O. 54-— 5U-— Liesinqer Brunerei 100 st. . . 111-25. »12-25 Monlan Gesellsch., Oesl. alpine «1-20 81-70 Prater Eisen Ind. (^es, 200 fl. l>4','5« iiu Tnrj, Sleinlohle» 00 sl. 743'—74n.", Papierf. u. A. H. 15»! — 15<> — Trisailer Nchlenw, «es. 70 st. ,,^- . inz,. Wnsseils.O,,Oesl,in Wien, I0»st. 247 — 249-25 Wa^u» Leil,a»s»., All«., inPcst, «0 st......... 443- 444-- Wr, Vannefellschasl 100 st. . . 139-- 133-— Wienerber>ier Z!enrl Actieu Ges. 313 — 315-—- Devisen. Alusterda»!....... 103 10 103-20 Deutsche Plätze...... k LI'25 UundUü........ 124-50 124-80 Paris ........ 49'47'> 49-55 St. Petersbur,,..... —-- ' -. Valuten. Ducaten........ l>!»> 5!»^ 20 ssranls Slikle..... 9«9» 9",»0', 2iluer........ —^ "'"" Dentsche «eichswulloote» - - <^ ""' " ^ Italienische «aülnute» . . . "'»<) 44«« Papier Rnl'e!...... <-,<»,, 1-««,