Nr. 41. Montag, 20. Februar 1911. 130. Jahrgang. Mbacher Muna ' """K"n ^n 's"" ?"Nuslrl!u„n <>.«Hm,s n».',.W'n^ Fiir Ilcin" In,«°l" ? sich Milluöi^lra^ Nr.ü0; dir Ll.dn„lion Mill°ii< slrns,. Äi. 2«. Lprrchft.mbcn d,r Rrbal!i°„ «°n i, bis 10 UH< »!» zu 4 geilen l><> l>, «röhrr? per Zeile 12 k: bri öslcrcn Wlcdcrholunne» per Zrilc 8k, V voimiltassK, Uiisianlicrte Brirfe werbrn nicht »»nliwmmsn, Mnnmli-ipn- >,«!,< ^,r„c!>ifi>rll!, ^^^^^^ Telephon-Nr. der Redaltion 52. Amtlicher Heil. bl^^v'?!"" l. I. wurde das V.Stück des Landesgesetz. ^ blattes für das Herzogtum Krain ausgegeben und verjeudet Dasselbe enthält unter Nr. 5 die Kmidmachung der l ,. FinanzdireMon für Krain vom ^Februar I9N I, ü III 1^/7, betreffend die mit dem ^^^«^-^'"°"ö"'"us^riums vom 3l,. November iijw. Z. 83.267, genehmigte Verlegung dos Verzchrungs-fteucr°Lmienllmtcs «Polana-Linie» in Laibach. V»< der Redaktion des Landesgesetzblattes für Krain. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeituna» vom 17. Fe. N?^ "" lNr.39) wurde die Weiterverbrettung folgender ^reherzeugmsse verboten: " Nr. 5 «61^8 raänoß uaroclH» vom 9. Februar 1911. Nichtamtlicher Geil. Rußland und Ehina. . Die russische Regierung beauftragte den russischen Ge,andtcn in Peking, der chinesischen Regierung folgende "ote zu überreichen: Die in der letzten Zeit geführten Verhandlungen überzeugten die kaiserliche Rcgiernng, die chinesische Regierung wünsche nicht, daß mit den Ttipulationen des Handelsvertrages vom Jahre 1861 gerechnet wcroe. Diese Stipulationen wcrdcil von der chinesischen Regierung und ihren örtlichen Agenten igno. viert oder weder dem Geiste noch dem Buchstaben des Vertrages entsprechend ausgelegt. Die kaiserliche Regierung gelangte zur Überzeugung, daß eine, Fortdauer der von altersher bestehenden Freundschaftsbande zwischen Nußland und China bei solchem Verhallen der chine» fischen Regierung zum Vertrage vom Jahre 1881 unmöglich sei. Um die Erhaltung und Festigung dieser Bande besorgt, findet sie nötig, jetzt vorstehendes Zu erklären und die chinesische Regierung zu bitien, unaufschiebbar chr Einverständnis zu bekräftigen und nachstehende in Feuilleton. Miß Unverzagt. Erzählung von Maltlier Aabel. (Fortsetzung.) Daher nickte ihm Leutnant Rüder jekt anch auf-wunternd zu und fragte freundlich: ,.Nuu, Vrown, was haben Sie denn ans dem Herzen?" "Ich möchte Herrn Leutnant den Vorschlag machen, u^l) ich „icht allein der jungen Dame nachreiten dürfte, ^u) kenne von meinen Iagdstreiscreien die Gegend hier herum ziemlich genan nnd traue, mir wohl zu, Miß ^'llerslow auffinden und ungefährdet nach der Sta» l'"" geleiten zu können." Der Offizier überlegte nnr kurze Zeit. „Gut, Brown, ich bin einverstanden. Sir haben "ohl gehört: Miß Wellcrslow ist nach Westen zu davon« grillen, wahrscheinlich das ausgetrocknete Flußbett ent-"«tig. Hier haben Sie mein Fernglas. Nehmen Sie's nur mit. Und klettern Sie hin und wieder auf einen ,"aum. Der Schimmel der jungen Dame ist ja aus weite Entfernung zu erkennen." s.^.in". ^^^r^^l'lben Tage/lagerten in einer ver. ^ d' ^Nch^pp dicht umgebenen Talmulde, unge. ,ahr dre. Meilen südlich von der Station Wohambahc, mr.emem »'^'g brennenden, durch trockene Dornen-.welge genährten Feuer die in ein dunkelgrünes, fnß. ^eies Iagdkostnu, gekleidete Miß Unverzagt nnd Tom Brown, der Frenmll.ge der deutschen Schntztruppe. Eln.ge Schr.tte abseits standen zwei Pferde, die mlust.g an emem vaufen frisch gerauften dürreu Grases ') nes. „Wir können überhaupt Gott danken, daß wir heute nachmittags so mit blauem Auge davongekommen sind. Hätten nnr nicht unsere Pferde gehabt, so würden uns die Schwarzen sicher abgefangen haben. Wer konnte aber auch denlen, daß die Station von den Herero schon so eng umzingelt war! Und jetzt, wo sie wissen, daß noch zwei Weiße ohne einen sicheren Zufluchtsort hier herum, irren, werden sie natürlich doppelt aufmerksam sein. Sie werden sich also wohl schon einige Tage in meiner Ge< sellschaft langweilen müssen, Miß Wellersluw!" Alice, die gerade mit ihren, Taschentuch das Schloß ihrcr Büchse reinigte, blickte ihren Gefährten erst eine Weile vorwnrfsvoll an, bevor sie erwiderte 1 » „Ich meine, wir beide hätten in unserer Lage doch alle Ursache, Frieden miteinander zu halten. Daß ich gern recht bald mit meinen Verwandten wieder vereint sein möchte, ist wohl leicht zu begreifen. Für eine junge Dame bietet das Kampieren im Freien doch recht viele Unannehmlichkeiten." Tom Browns Gesicht hatte sich bei diesen Worten noch mehr verfinstert. „Spielen wir doch keine Komödie, Alir!" stieß er erregt hervor. „Nichl Ihre VeNvandlen find's, nach denen Sie sich sehnen, sondern jemand anders, der cinch 5.) Die russischen Kunsuln müsse» in ihrer offi-zielten Eigenschaft innerhalb der Grenzen ihres Kon« sularbezirkes von den chinesischen Behörden anerkannt werden, die sich nicht weigern können, mit ihnen gemein, sam Streitigkeiten der russischen und chinesiscl^n Unter, lanen zn schlichten. 6.) In den Städten der Mongolei nnd hinter der chinesischen Mauer, wo die russische Regierung berechtigt ist, Konsulate zu errichten, nämlich in Kuldscha, Tschu-gnlschak, Ugra, Uljassutai. Kaschgar, Urumtsi, Kobdo, Hami und Gutschen, ebenso in Kalgan, können die russi. scheu Untertanen Grundstücke erwerben und darauf Bau. ten ausführen. Die kaiserliche Regierung hält es für ihre Pflicht, die chinesische Regierung in Kenntnis davon zu sehen, daß sie eine Weigerung, die in vorstehenden sechs Punt» ten oder auch nur in einem dargelegten Verpflichtungen zu bestätigen, als Beweis der Abneigung betrachten wird, mit Rnßland sreundnachbarliche, durch die Verträge be» gründete Beziehungen zu unterhalten. In einem solchen Falle behält sich die russische Regierung die Freiheit vor, zur Wiederherstellung der von China verletzten Vcr» tragsrechte der russischen Regierung nnd der russischen Untertanen die von ihr hiefür sür nötig befundenen Maßnahmen zn ergreifen. Politische Uebersicht. Laibach, 18. Februar. Der „Corriere d'Italia" ertlärt, versichern zu löu-nen, daß über den angeblichen Plan einer Reise des deutschen Kaisers nach Nom zwischen dem Vatikan nnd Deutschland leinerlei Verhandlungen geführt worden seien. Dem päpstlichen Staatssekretariat sei lein Vor» schlag bezüglich eines solchen Planes von Berlin aus vorgelegt und das Staatssekrctariat habe geglaubt, in Berlin irgend eine präjudizierende Erklärung nicht ab» geben lassen zu sollen. — Das Blatt fügt hinzn, das ab» solute Schweigen der päpstlichen Diplomatie wurde nicht in Wohambahe eingeschlossen ist und für dessen Leben Sie zittern! Versuchen Sie nicht, mir zu widersprechen. Ich hab's an vielem gemerkt, wer jetzt Ihr Herz besitzt. Umsonst haben Sie heute nicht verschil'dcntlich nach Ober. leutnant von Oiling gefragt, wenn auch in möglichst vorsichtig umschriebener Form. Und ich Tor bin Ihnen hier >,ach Afrika gefolgt, weil ich nach Ihrer Abreise drüben in St. Louis keine Ruhe mehr sand, Weil ich hoffte, Sie würden sich hier in der Fremde vereinsamt fühlen und endlich erkennen lernen, welch treues Herz in meiner Brust einzig und allein sür Sie schlägt! Ich. der über Millionen zu verfügen hat, bin hier — gemei-ncr Soldat geworden, nur um in Ihrer Nähe weilen zn können! Und der Erfolg? Gerade zweimal habe ich Sie bisher sür wenige Minuten gesprochen! Wissen Sie noch, als ich Sie damals an dem ersten Sonntag nach meinem Eintreffen in Wohambahe zufällig dicht bei der Farm überraschte, nachdem ich schon stundenlang die Besitzung umschlichen hatte! Welche Hoffnung hatte ich an dieses Wiedersehen geknüpft! Und wie bitter wurde ich enttäuscht, wie bitter! Nichts als den hellsten Schrel» ten las ich in Ihren Mienen, und Ihre Bcgrüßungs. Worte waren auch nicht sehr geeignet, mich sür die lange Seereise und die untergeordnete Stellung, die ich doch nur Ihretwegen angenommen hatte, auch nur etwas.zu entschädige». Ein anderer hätte sich unter diesen Um-ständen wohl kaum noch so tief gedemütigt, um eine zweite Zusammenkunft am übernächsten Sonntag, wo ich wieder Urlaub zu erhalten hoffte, so flehentlich zu bit-leu. Und Sie — Sie sagten weder ja noch nein, ließcn mich dann Plötzlich stehen und eilten wie von Furien gehetzt oem Garten der Farm zu, wo Ihnen dann — der andere begegnete, wie ich sehr gut beobachtet habe. Das war unser Wiedersehen!" Der iunqe Amerikaner lachte bitter aus. (Furtsetzung folgt.) üaibacher Zeitung Nr. 41. 372______________________________________20. Februar 1911. ^ nur Deutschland gegenüber beobachtet. Das Slaatssekre. tariat habe dieselbe Haltung allen anderen Mächten gegenüber an den Tag gelegt, mit denen der Vatikan Ve-ziehungen unterhält. Der Erste Lord der Admiralität Mac Kenna er-klärte in einer schriftlichen Antwort auf eine Inter, pellatiun über die deutschen Ilottcnbauten: Mein Vor. anschlag vom 16. März 1909 ist aus die Tatfache begrün, det, daß nicht nur dic Bestellungen für die Bestandteile der Schiffe des deutschen Vauprogramms 1909/10 vor dem Beginn dieses Finanzjahres gegeben, sondern das; auch die Kontratte für den Bau zweier dieser Schiffe im Herbst 1908 crteilt waren und der Kiel eines dieser Schiffe wenigstens zwei Monate vor meiner Rede gelegt war. Diesen Tatsachen ist nie widersprochen worden und die Mutmaßungen, wozu der Umstand Veranlassung gab, daß der früheren Inangriffnahme des deutschen Bau> Programms 1909/10 ein früherer Zeitpunkt der völligen Ausführung folgen werde, wurden durch die Tatsache be. stärkt, daß viel größere Summen für die ersten Bau» raten für 1908/09 und 1909/10 angefordert wurden, als dies für die im Vorjahre auf Kiel gelegten Schiffe der Fall gewesen war. Wir wissen jetzt, daß die frühe Er. leilung der Kontrakte nur aus finanziellen Gründen und aus Rücksichten auf die Arbcitsvcrhältniffe erfolgte, daß die großen ersten Bauraten für die Schiffe der Programme der Jahre 1908/09 und 1909/10 keine größere Beschleunigung der Bauten bedeuteten, sondern darauf zurückzuführen waren, daß weit neuere Schiffe gebaut werden und daß deutscherseits nicht die Absicht besteht, die Schiffe von den Werften vor dem Jahr lie. fern zu lasseu, für welches die Schlußratcn bewilligt wurden. Am 29. März 1909 erklärte ich, die deutsche Ne. qi^rung hätte mitgeteilt, daß sie bis Ende 1912 nicht 13 Schiffe besitzen werde. Es scheint sicher, daß die deutschcn Schiffe vor diesem Zeitpunkt nicht für die Probefahrt bereit fein werden. Wenn Sic die Zeit für Probefahrten abziehen, so loerden wir an jedem Zeit» pnnkt des Jahres 1911 die Überlegenheit von drei Dreadnoughts haben. Aus London wird gemeldet: Visconnl Woloncr ^Unionist) richtete im Unterhausc an den Staatssekretär Sir Edward Grey die Anfrage, ob er sich bezüglich der Ansicht der britischen Regierung über die geplante Ne> fcstigung Vlissingcns äußern wolle und ob die bestehen, den Verträge Großbritannien das Rccht zu einer Inter» vention in dieser Frage geben. Staatssekretär Sir Edward Grey erwidert, eine Darlegung der Ansicht der britischen Regierung über die von einer fremden Ne» gierung ergriffenen Maßnahmen zur Befestigung der Landcsgrcnzc fcheinc ihm nicht angebracht, soweit diese Maßnahmen rein defensiver Natur seien. Wenn eventuell irgend welche Vertragsrcchte oder Verpflichtungen da» von berührt werden füllten, fo würde die Frage zur freundlichen Erörterung zwischen den Parteien des Ver« träges kommen, bevor eine von ihnen ihre Meinnng zum Ausdruck bringen würde. Nach Mitteilungen der chinesischen Gesandtschaft in Wien findet am 3. April ein internationaler Pestlongreß in Charbin statt, zu dem bereits die Einladungen an alle Staaten ergangen sind. Auch Lsterreich.Ungarn wird sich beteiligen. Der chinesische Prinzrcgent bekundet das regste Interesse, die Pcstseuche einzudämmen, und hat dicsertagc alle hohen Funktionäre der Mandschurei abberufen, die sich Pflichtversäumnisse zuschulden kom-nien ließen. Durch eine entsprechende Anzahl von Mili> tärärzten sucht man die Pest von der Armee fernzu-halten. Tllgcsnelligleiten. — lEin Wettbewerb im Walzertanzen.) Pessimisti- iche Leute behaupten, es gehe mit dem Tanz zu Ende, der Tanz sei tot. Daß an dieser Meinung nichts Wahres ist, das beweist ein Walzcrwettkampf, der vor einigen Ta-gen in einem der alten großen Eas6s an der Grand Place zu Brüssel stattgefunden hat. Es handelte sich dar-um, möglichst lang, ohne Pause und ohne zu trinken, und — wohlverstanden — auch ohne zu rauchen, Walzer Zu tanzen. Sieben Paare, von denen jedes eine Nummer auf dem Ärmel aufgesteckt bekam, traten zum Tanze an. Favorit war ein junger Handiungsbcsliffencr na« mcns Francois Drogil6, der im vorigen Jahre Sieger geblieben war; er hatte damals drei Stunden 16 M. nuten ununterbrochen grtanzt. Aber es sei,, daß er dies. lnal schlecht trainiert war. daß er keine günstige Part-uerin hatte, er gab nach 1 Stnnde 50 Minuten den Wettbewerb auf. Zwei Paare erhielten Preise: den ersten Herr Jean de Vreucker und Fräulcm Jeanne Goussens, die nach 2 Stunden 5 Minuten zu Siegern erklärt wnrden. Den zweiten Preis erhielt ein Paar,'das es auf zwei Stunden gebracht hatte. Das erste, was die Tänzer zu sich nahuu'n, waren Apfelsinen- oder Zitro« ncnscheiben. Vorläufig aber tanzten sie nicht weiter. — grauenvolle Porssänge im Harem Mullcy Ha. fids.) Aus Paris wird gemeldet: Der „Journal" erhält aus Tanger eine Depesche, wonach sich im Harem des Sultans Mulley Hafid in Fes ein mysteriöses Drama abgespielt hat. Angeblich sollen aus Befehl des Sultans drei Negerinnen, Beschließerinnen des Harems, den Löwen in der Menagerie lebend zum Fraß vorgeworfen worden sein. Er hatte den größten Teil seines Ha» rems nach Mataresch entsendet, ließ jedoch eine dieser Karawanen nach Fes zurückkehren, da die Entwendung kostbarer Schmucksachen festgestellt war. Ein Teil der Schmncksachen wurde bei den Haremsfrauen und ihren Begleiterinnen gefunden. Offenbar hat nun der Sultan die Negerinnen zur Strafe den Löwen zum Fraß vor. »verfen lassen. — jilladium und Leben.) Sir William Ramsey hielt in London einen Vortrag über den Einfluß des Radiums auf das Leben. Zugrunde lag ihm niller anderem ein Experiment des Professors Gabriel Petit in Paris, der gesunden hatte, daß ein altes Pferd, das eine Radium» einspritzung erhielt, wie verjüngt erschien. Gleiche Ex« perimente, so führte er aus, sind zu verschiedenen malen sowohl an Menschen wie an Tieren gcmacht wurden, jedoch ohne greifbare Ergebnisse. Es ist jedoch stets von Wert zu hören, daß einige Experimente erfolgreich ge» wcsen sind. Ich habe Radiuminjcltionen bei Katzen ge> macht, und das Resultat war, daß sie dahinsiechten und schließlich starben. Von acht Personen, die an einer Krcbslrankheil litten, gesundete ciue nach der Einsprit» zung, während die übrigen keine Besserung Zeigten. Äußerliche Anwendung von Radium für gewisse Krebs» fälle bringt unzwcisclhast eine Besserung, aber in andc-ren Fällen wird zuweilen ein Resultat erzielt und zuweilen nicht. Tie Hant zeigt immer für eine gewisse Zeit eine radioaktive Kraft. — Mnc der merkwürdigsten Uhren) der Welt ist ohne Zweifel die, die den Einwohnern einer kleinen Hinterwälolerftadt in Amerika die Zeit verkündigt. Deren „Wert", das nur ans einem Zifferblatte, den Zeigern und einem Hebel besteht, ist mit einem Geiser in Verbindung gebracht, der genau alle 38 Sekunden eine mächtige Säule heißes Wasser cmportreibl. Dieser Ausbruch tritt nie auch uur eine Zehnlelsekundc früher odcr später ein. Jedesmal, wenn das Wasser empor, wirbelt, trifft es den Hebel, und dieser bewegt die Zeiger um 38 Sekunden vorwärts. — lDic Verlobunqs.Villa.) Die neueste Errungen» fchafl anf dem Gebiete der Architektur ist sicherlich' die „Verloblings'Villa", deren Entdeckung wir dem In° seratenteil einer großen Dresdener Tageszeitung ver» danken,' mall lese nnd staune: Verlob ungs.Villa lein Glückshaus, in 5 Jahren 4 glückliche Hei. raten), prächtige Lage Nähe Chemnitz, viel Bahnverbindung, solider Bau, großer Garten, sortzugshnlber unter günstigen Bedingungen verkäuflich. Gesl. Off. unter I.. 1561 an die Expcd. d. Bl. .Kann man mehr verlangen? Um das „Glückshaus" werden sich sicher die besorgten Väter heiratsfähiger Töchter reißen. Gar mancher wird sich diese letzte Gele. genheit, seine sitzengebliebene Tochter unter die Haube zu bringen, nicht entgehen lassen wollen. Lolal- und Prouillzial-Mchnchtcli. Rrainischer tandtag. Erste Sitzung am 18. Februar 1911. Vorsitzender: Landeshauptmann Franz Edler von >>ukljc, bezw. Landcshanplmann.Stellvertreter ^eo-Polo Freiherr von Liechtcnberg. Rcgicrungsvcrtretcr: K. k. Landespräsident Theo. dor Freiherr von Schwarz und k. k. Bezirtshaupt. mann Karl Gras K ünig l. Schriftführer: die Abgeordnelen Dem^ar nnd Dr. Novak. Der Landeshauptmann eröffnet den Land» tag um 9 Uhr 35 Minuten mit der Mitteilung, daß der Landtag des Herzogtums Kram mit Allerhöchstem Patente vom 10. d. M. zu seiner verfassungsmäßigen Tagung einberufen worden sei. Der Landeshauptmann begrüßt die Abgeordneten sowie den k. k. Lanoesprüsi. denten und verweist suhin auf die vor 50 Jahren durch Seine Majestät den Kaiser aus freier Entschließung gewährte Landesverfassung. Ein glücklicher Zufall habe es gefügt, daß gerade der krainische Landlag heuer als erster des Allerhöchsten Aktes gedenken könne. Der Landeshauptmann beantragt unter allgemeiner Zustimmung die Absenoung folgenden Telegrammes in beiden Landessprachen: „An Seine Majestät Kaiser Franz Josef I. Der Landtag des Eurer Majestät stcts getreuen Herzogtums Kram gedenkt heute mit dem Gc-fühle unbegrenzter Liebe und Treue in unauslöschlicher Dankbarkeit des hochherzigen Aktes, wodurch Eure Ma-jestät vor 50 Jahren dem Herzogtum Krain die Landes» Verfassung gewährten, und gestaltet sich in tiefster Ehr-furcht dem innigsten Wunsche Ausdruck zu verleihen: Gott erhalte und beglücke Eure Majestät!" Schließlich eröffnet der Landeshauptmann die Ses. sion mit einem dreimaligen Aiviu und Hoch auf Seine Majestät den Kaiser, in welchen Ruf die Abgeordne-ten begeistert einstimmen. Landespräsidenl Freiherr von Schwarz begrüßt die Abgeordnelen namens der Regierung, verweist auf die Bedeutung der Session namentlich wegen der Nu!« nähme des Melioraliunsanlehcns und wünscht im all' gemeinen den Verhandlungen des Landtages vollen Ersolg. Der Landeshauptmann teilt sohin mit, daß die Abgeordneten Freiherr von Schwcgcl, Freiherr von Born und Freiherr von Codclli, lveiters Dr. 2itnik ihre Abwesenheit von der Sitzung cntschnldigt haben. — D>e auf Grund einer Znschrift der k. k. Finanzdircltion 'N Laibach vorzunehmende Wahl eines Stellvertreters in die l"" am Schlüsse der nächsten Sitzung erfolgen. Im Einlaufe befinden sich: ein Dringlichlcilsanlrag des Abg. Dr. Küsters, betreffend die Förderung des Genossenschaftswesens in Krain, Weilers zwei an den Landespräsidenlcn gerichtete Interpellationen der Abg. Varlol und Gangl, betreffend die staatliche Anshilse bei Elementarschäden, bezw. betreffend die Er< hallnng der Reichsftraßc Kalec-Idria. Zum Laudesausschußbeisitzcr» Stellvertreter wird aus dem ganzen Hause Abg. Ivan Lavren <", i 5 nw 39 von 40 abgegebenen Stimmen gewählt. Der Bericht des Landcsausschusses, betreffend den Entwurf des Melioralionsgesetzes und des Meliorations' anlehens, wird über Antrag des Abg. Dr. 5; u sterbe fofort in Verhandlung gezogen. — Dem gegenständlichen Berichte des Landesansschnsses entnehmen wir folgen» des: Bevor noch der Landesausschuß den in der Land' tagssitzung vom 15. Jänner 1909 beschlossenen Geseh-enlwurf zur Allerhöchsten Sanktion vorgelegt halte, wurde er seitens des k. k. Landespräsidiums verständigt, daß das k. k. Ministerium des Innern im Einvcrnch' men mit dem k. k. Finanzministerinm nachstehendes er» öffnet hat: „Der wesentlichsten Vorbedingung für die Aufnahme und Durchführung einer richtigen Anleihe' operation, nämlich der Ausstellung eines genauen, enl' sprechend abgegrenzten Erfordernisprogrammes enl' spricht das vorliegende Gesetzesprojett nicht. Als ein solches Ersordernisprugramm kann insbesondere nicht der beiliegende ,Ausweis der wichtigsten in VerlMdlunsi befindlichen, größtenteils bereits projektierten Meliora» lionsarbciten und Straßenbantcn in Krain, welche in> Lause von mindestens zehn Jahren zur Ausführung ge-langen sollen', gelten. Dieser Ausweis zählt eine Anzahl von Investitionen aus, deren Durchführung im Lauf? der kommenden Jahre im Lande Krain zweckmäßig er' schiene und deren Gesamtkostenaufwand mit mehr als 38 Millionen Krollen angenommen wird. Zur DeckiMsi dieses verhältnismäßig sehr großen Kosteubedarscs, welcher zum Teile auch dem Staate nnd den Interessen-len zur Last zu fallen hätte, soll im Wege einer Anleihe vorläufig eill Betrag bis zu zehn Millionen Kronen vel' sügbar gemacht werden. Eine Bindung des anscheinend sulzessivc zu realisierenden Allleiheerlöses sür spezielle Zwecke findet nicht statt und is< diesbezüglich anch nich^ für eine entsprechende Kontrolle vorgesorgl. Bei dieser Konstruktion des Anleiheprojektes würde es sich als" eigentlich nur darum handeln, für das Land Krain eine verhältnismäßig leicht erzielbare Kapilalsrescrvc s" schaffen, über welche das Land nach Maßgabe des in dc» nächsten Jahren hervortretenden Investitions. und mit' unter vielleicht auch anderweitigen Erfordernisses bis zur Erschöpfung der Auleihcvalula, und zwar ohne die erforderliche spezielle Kolltrolle verfügen würde." Die Hauptforderung, welche die Regierung an den Landes' ausschnß stellte, betras sonach die Aufstellung eines a/' naueu, entsprechend abgegrenzten Erfordernisprogramms, bezw. eine entsprechende Reduzierung des ÄnleheN^ kapitales. Der Landesaudschuß verwies demgegenüber in einem an die Regierung vorgelegten ausführlichen N' Posi'- aus die Intentionen der lrainischcn Landcsvcrtrc-tung, welche aus^dem in der letzten Laudtagslagung vcr« abschiedelen Gesetzentwürfe deutlich hervorleuchten und eine mißbräuchliche Verwendung der Anlehenslredite förmlich ausschließen. Gleichzeitig mit dem Expos« wurde der Negierung eine detaillierte Zusammenstellung der lN Krain durchzuführenden Meliorationsarbeiten "^ Slraßenbautcn sowie der hiesiir auszuweudenden LaN' dessubvcntionen zur Einsicht vorgelegt, wobei nur d»e Landcsbciträge ohne Rücksicht aus jene bedeutenden Summen, welche vorschußweise für Staat und Inlcres' fenlen bcstritten werden müssen, in Anschlag gebracht wurden. Hienach beziffert sich das Gesmntersorocrnis-l.j an Landesbeiträgen sür Wasserversorgungen a"> 2,653.700 1<; 2.) an Landesbciträgen sür Flußregulic-rnngcn und Verbauungen 3,459.650 K; 3.) an Landes» beitragen für landwirtschaftliches MeliurationstvescU l,000.00s) X; 4.) an Landesbeilrägcn für Straßen» und Brückenbauten 2,l>86.U50 K. Um an maßgebender Stellt' etwa noch benötigte weitere Aufklärungen durch münd-liche Aussprache ^u erteilen, intervenierte der Landes-hauptmann bei den beteiligten Ministerien und diese IN' tervenlion führte zum Ergebnisse, daß am 5. Jänner 19l! zur Klarstellung der Angelegenheit eine inteimin'' slcriclle Konferenz abgehalten wurde, zu der vom lra>' nischen Landesausschusse Landeshauptmann Franz Edle Laibacher Zeituna Nr. 41. 378 20. Februar ,911. dun kutlje, Lauoesausschußmilglied Dr. Eugen Lampe und Amtsdirektur Matthias Zamida erschienen waren. Bei ocr Konferenz wurde volle Übereinstimmung rück. sichtlich aller in Betracht klimmenden fragen erreicht. Das Ergebnis der Konferenz besteht im Wesen darin, das; der von, Landtage im Jahre 1909 beschlossene Gesch. entwurf, betreffend das Meliuraliousanlehcn, mil dem amtlich noch nicht zur Vorlage gelangten Gesetzentwürfe uom Jahre 1910 über den Landesmeliuralionsfonds zu einen» Gesetze verfchmolzen werkn soll, in der Weise jedoch, oas; in dem Gcsctzent,uurfe die Anlehenssumme Wenfällen habe und die Anleheusansnahme lediglich e.nem besonderen Landtagsbcschlusse vorzubehalten sei. Berichterstatter Dr. Lampe erklärt, daß bei den Meliorationsarbeiten auch der Staat interessiert sei, man ouue demnach auf dessen ausgiebige Hilfe rechnen. Der Landesausschuß werde sich bei den Meliorations-arbe.ten an den Grundsatz halten, daß alle Landesteile gleichmäßig betcilt würden, daß aber zuerst dort geholfen werden muffe, wo es am meisten not tue. Die Meliora. twnsarwleu seien im weitesten Umfange geplant- hierin M'n auch Straßen- und Nrückenbauteü miteinbegriffen. Die Re,ultatc der letzten Volkszähluug hätten bewiesen, dcch die Bevolkerungsziffer in den Städten immermehr anwachse, hingegen auf dem Lande sinke; letzteres habe leinen Grund darin, daß fich die Landbevölkerung in ocr fremde, zubist in Amerika, ihr Nrut verdienen müsse, ^n Kram gebe es bereits Landestcile, die vollständig unbebaut dalägen. Solche uugesuudc Verhältnisse müßten sainert werden, denn die Landwirtschaft bilde die Grund, bedingung für den Wohlstand des Volles. Die Landtags-Mehrheit habe bei ihrer großen Aktion keineslvcgs ein-zclne Staudesmlercssen im Auge; die Meliorations, arbeiten seien sowohl für die Landgemeinden als anch für die Städte und für die Förderung der Industrie uot-wendig und alle Stände würden daran participieren. -^m we.leren Verlaufe seiuer Darstellungen beschäftigt s'ch Dr. Laiupe mit der Aufnahme des Zehnmillionen, anlehens zu Meliorationszwecken, bezw. mit den vom Landesaussch.issc in dieser Hinsicht eiligeleitetcn Schril-ttn, dle zu einem Abkommen mit der Union-Bank ge-tuhrt hätten. Diese habe unter allen großen Geldinsti-luteu der Monarchie das günstigste Angebot gestellt. D,e Bedingungen für das Land Krain seien weit besser als die für Mähren, das gleichzeitig die Aufnahme eines Anlehens von 40 Millionen beschlossen habe. Zum Schlüsse strlll Abg. Dr. Lampe namens des Landes-Ausschusses folgenden Antrag: Der Landtag wolle be» schließen: I. Der in der Landlagssitzung vom 15. Jänner 1909 beschlossene Gesetzentwurf, betreffend die Auf» nähme eines Landcsanlehcns bis 10,000.000 X, wie auch der in der Landlagsfitzung vom 28. Oktober 1910 angenommene Gesetzentwurf über den Fonds für Lan° deskultnr und Straßenbautcn lLandesmcliuratiousfondsj werden als gegenstandslos zurückgezogen. II. Dem bei» lirgendcn neuen Gesetzentwürfe, betreffend den Funds für Landeskultur und Slraßcnbanten tLandesiueliora-l'unsfonds), wird die verfasfuugsmäßigc Genehmigung erteilt. — N1. Behufs Dotierung des Landcsmeliura. Uuusfunds in Gemäßheit der Bestimmung des § 3, Punkt 2, des »ud II ertvähnten Gesetzentionrfcs wird die Uufnahme einer Landesanleihe im Effektivbetrage von W,O00.l)00 K bwilligt. IV. Der Laiidesausschuß wird ermächtigt, diese Anleihe bei der Uuion-Bank in Wien "nter folgenden Modalitäten zu realisieren, und zwar: ^-1 Die Union»Vant wird die zn Meliuralionszwecten des Landes Krain aufzunehmende 4'/2^«ige Anleihe im Ertrag von zehn Millionen Kronen «U i^i-i ans feste ^cchnung übergeben. 2.) Diefe Anleihe ist bis zum ersten Manner 1929 unkunvertierbar uiid von da ab innerhalb "1 Iahrw ni pin-i rückzahlbar. Für die Anleihe in ihrem Mamtrn Umfange haftet das Herzuglnm Krain als Al° '"nichulouer. ^.) Die Anleihc-Tilres sind mit halbjähri-"' ^'nseiicunpuns zn verschon und ist der Titrcs-Text in en «emen Bestimmungen mit der Uniun°Vanl zn ver° . "".'- Die von den Zinsen der Schuldverschreibung ^ablim '^^ '^"'lenftener übernimmt das Land zur auch i,^""s ^'"e Rechnung und ist diese Erklärung N""k drrm'li^'^?'^''^ "nzubeziehen. 4.) Die Union, der Titres c -"^ ^'^ "lnlehensvalnla nach Übergabe !;"lz!lschrcibc-" ^""" p"^^'""^!'"^' Separat-Konlo "- ". kuntokurr' < ^"^ jeweilige Guthabeii mil 4'/^ Bank wird den. "'"^'^ ''" ^rzinscn. Von der Union-rccht über das ^""°^""sschnsse das freie Nersügnngs-Abhebungen über ^ '"'^w'thabeu z"g''stm'den. Bei ausschus^ solche dr' ?' ^' ^pflichtet sich der La.ides. Union-Nank steht es s"^ ^'^"' 5" avisieren. Der Herzoglnme Krain das Kündigung znr Gälne 1"" ^""^ ^n dreimonatige 5.) Der Landesansschuh ,".""" ^^ '"'^"za.W'. kürzesten Tern.ine un di,' ^ ^<'t s'"^ "" /''"'"" lchens an den Börsen vm ^' ""'"ung des An-anzusuchen. Die zur E l^g,^'"'' F"" "" 7^'st oigen Eingaben ^verdeu ?n ^ " ^'"7? "? 7" wrsenbehörden vorgeschrieben ^,^!^etre^ schrift des Landesausschusses versehen, der Union-Nanl über ihr Verlangen zur Verfügung gestellt werden. Der Landesausschuß verpflichtet sich, behnfs Erwirkung der Belehnbarkcit der Titrcs seitens der Qslcrr.. Ungar. Bank soivie behufs Zulassung derselben znr Verwendung als Mililär.Hciratslautiunen ehestens die erforderlichen Schritte einzuleiten. 6.) Die Union.Banl wird als Zahl-stelle für die Einlösung der fälligen Coupons und ver» losten Titrcs bestellt, und kann die Nominieruug an-derer Zahlstellen nur mit Znstimmnng der Union-Vank erfolgen, Für die Einlösung der Coupons und verlosten Titres wird der Union-Bank eine Provision von 1 "/<,« des ausbezahlten Vctragcs zugcslandcn. 7.) Die in. Vor-stehenden enthaltenen Bestimmungen sind an die Vor-ausfttzung geknüpft, daß der Landesansschuß zur Auf. nähme dieser Anleihe dnrch einen Allerhöchst sanktionier, ten Landtagsbeschlnß ermächtigt und die Pupillarsichcr. heit der zu emittierenden Schnldverschreibnugcn gesetzlich ausgesprochen wird. Sollten diese beideu Vuraussctznn. gen bis 15. April 1911 nicht erfüllt sein, wird es der Uniun-Nanl freistehen, von den übernommenen Ver» pflichtnngen zurückzutreten. Dieses Rücktriltsrccht wird der Union-Bank anch dann zugestanden, wenn vor der Perfektion der Abmachungen der Kurs der Qsierrcichi-scheu Kronenrente an der Wiener Börse nnter 91 notie» ren sollte nnd der Rücktritt innerhalb 8 Tagen nach dieser Notiz erklärt wird. 8.j Die Union.Bank ver-pflichtet sich dem Herzogtumc Krain von jetzt ab bis 15. April d. I. einen Konto.Korrent-Kredil bis zum Betrage von 2,000.000 X, d. i. zwei Millionen Kronen, gegen eine Verzinsung von V2 ^ über dem jeweiligen Zinssnße der Qsterr.»Üng. Bank für den Wechseleskompte, Maximum 5 ^ P. a., zu gewähren. Die aus Grund die» ses Kredites in Anspruch genommenen Beträge werden aus dem Erlöse der von der Union-Bank zn übernehme», den Anleihe zu berichtigen sein. Sollte dir Übernahme der Anleihe dnrch die Uniun-Banl aus welchem Grunde immer nicht erfolgen, so ist der in Anspruch genommene Krcditbclrag samt Zinsen am 15. April 1911 bar an die UnioN'Banl zurückzuzahlen. 9.) Eventuelle Gebüh° ren, welche aus Anlaß des Abschlusses des hier behandel-ten Geschäftes znr Porschreibung kommen folltcn, wird die Union»Bauk nicht zn tragen haben. — V. Der Landesausschuß wird beauftragt, dem unter II erwähn» ten Gesetzentwürfe und den Beschlüssen nnter III und IV, Pnnlt l und 2, die Allerhöchste Snnltion, bczw. die Allerhöchste Genehmigung zn erwirken. — VI. Der LaudesanHschuß wird beauftragt, sür das Anleheu unter III die Gebührenbefreinng im Sinne dcs Gcsehes vom 25. März 1902, N. G. Vl. Nr. 70, zu erwirken. Abg. Dr. Triller erklärt, daß die national, fortschrittliche Partei der Meliorationsaklion nicht prin« zipiell abgeneigt fei, aber sie knüpfe an ihre Geneigtheit zwei Bedingungen. Zum ersten müsse in ciner so tief-einschneidenden Angelegenheit korrekt vorgegangen wer-den. Nun habe der Landesausschuß wohl, wie der Mo» tivenbericht hervorhebt, der Zentralrcgierung ein detailliertes Programm der Meliorationsarbeiten vorgelegt, wohingegen dies dem Landtage gegenüber nicht geschchcn sci. Dies involviere eine Bagatcllisierung der Landes. Vertretung, gegen die protestiert werden müsse. Die an-gekündigte Objektivität bei dcr Verteilung der Cub-ventioueu müsse s-uin m-lxiinu ^rans» ^li^ aufgenommcu lvcrdeii. Zweitens müsse Redner dagegen protestieren, daß zu der iulerministeriellen Konferenz tein Vertrauens-mann der Laudlagsminuritäl zugezogen wurden fei. Die Notwendigkeit, den Ter< des Gesetzentwurfes in unver» ändertcr Fassung anzunehmen, bedeute eine Negation des Parlamentarismus. Durch die Beschlußfassung in <-:nn sühruug von Kanalbauten am regnlierteu Laibachfluffe aus dem Meliorationsfonds eine 30 gulicrungsplancs nnd dic Ausführung der Canalisations, arbeiten für die Stadt Idria in Anfprnch zu nehmen. lVeisall bei den national'sortschrittlichen Abgeordneten.) Verichtrrstaltcr Dr. Lampe reagiert auf einige vom Abg. Dr. Triller getane Bemerkungen und erklärt n. a., daß das Programm der Meliorationsarbeiten im Landesbauamtr jedweden Abgeordneten zur Einsicht ans-liege, wobei es auch jedem freistehe, SpezialWünsche für den von ihm vertretenen Wahlbezirk vorzubringen. Die Landcsbanl habe als Zahlstelle aus dem Grunde nicht namhaft gemacht werden können, weil sie ihre Tätig-kcit noch nicht anfgenommcn habe. — Von den Morast-Entsumpsung^rbcilen habe die Stadt Laibach schon jetzt einen beträchtlichen Gewinn und werde nach deren Durch, führuug selbst dcn größten Nutzen haben. < Zwischen rufe.) Redner spricht sich gegen jedwede Aufstellung eines Junktims zwischen dem Gesetzentwürfe und anderen Angelegenheiten ans. Die Slovenische Volkspartei habe ihr Ohr niemals den Intcrcsscn dcr Stadt Laibach ge« genüber verschlossen, wohl aber sei dies parteipolitischen Interessen gegcnübcr geschehen. sZwischenrnse.) Es wird sohin in dic Spczialdebatt? eingegangen, wonach der Gesetzentwurf in unveränderter Fassung zur Annahme gelangt. Die in der Spezialdcbattc vom Abg. Dr. Triller grstellten Abändernngsanträcu- sowie die Resolution des Abg. Gangl werden hingegen abgelehnt. Die sonstigen auf der Tagesordnung stehenden Be-richte d^s Landesausschusses werden sofort in Beratung gezogen. Der Bericht des Laudesausschusses, womit der Ent-wnrf des Gesetzes betreffend die Umlegung der Landes» straße Tschernembl-Wemitz in dcr Teilstrecke Tscher-nembl-Lota und der Ncnbau der Brücke über die Du-blu-anka vorgelegt wird, gelangt, nachdem ihn Abg. M a -l ja ; > <'- befürwortet und Berichterstatter Dr. Lampe die Mitleilnug gemacht halte, daß für die Umlegungs« arbeiten der Staat als erste Rate bereits den Betrag von 17.0< K in den Voranschlag eingestellt habe, ohne Debatte zur Annahme. Abg. Dr. L a m p e berichtet über dcu Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Ausführung der Verdauungen und Aufforstungeu im Sammelgebicte der Grada^ica und I,^la. Nach den Bestimmungen dieses Gesehentwnr-ses ist zur Bestreitung der auf 19<».l'0l) X veranschlagten Kosten des Unternehmens ein Nausunds zu bilden, in welchen der staatliche Meliorationssonds vorbehaltlich d^r verfassungsmäßigen Genehmiguug einen Beitrag von 70 55, im Höchstbctrage von 133.000 X nnd das Land Krain einen Beilrag von 30 A, der veranschlagten Go samtlosten leistet. Dem Lande Krain hat die Hälfte seines Beitrages, d. i. 15 75 dcr veranschlagten Gesamllusten, der Morastkullur-Hauplausschuß in Laibach zu ersetzen. — Abg. Dr. 8nster5i5 befürwortet den Gesetzent-Wurf; die Abg. I arc und Dr. Krek bringen je eine Resolution ein, in deren erster die Regierung ausgesnr-dcrt wird, in Laibach cine selbständige Erpositur des Wildbachverbauungsamtes in Villach zu errichten, wäh. rend in der zweiten Resolution der Landesausschuß be-austragt wird, in der nächsten Session zuverläßlich einen Gesetzenlwurs, betreffend die Regulierung der Steiner Feistritz, dem Landlage darzulegen, - Der Gesetzentwurf samt den beiden Resolutionen wird. nachdem Abg. Dok-tor Lampe erklärt halle, daß die Regulierung der Sleiuer Feistrih schou heuer, uno zwar bei Jauchen, in Angriff genommen werden soll, zum Beschlusse erhoben. Der Gesetzentwurf, betreffend einige Anträge des Feuerwehrgefetzes. wird über Antrag des Nerichterstat-lers Dr. T a v 5 a r ohne Debatte angenommen. Darin ist u. a. folgeude Bestimmung enthalten: Die inländischen sowie die zum Geschäftsbetriebe im Inlande zugelassenen ausländischen FeuerversicheruugsgesellsckMen und Ver> eine ohne Unterschied, ob sie Aktien- oder auf Wechsel-seiligkeit beruhende Gesellschaften und Vereine sind nnd ob sich ihr Geschästsbclriel, nnr anf Versicherung gegen Laibachei Zeitung Nr. 4l. 374_________________________________20. Februar 1911. ^ ^cucrschädcn beschränkt oder au6) auf andere Zweige des Versicherungswesens erstreckt, haben von den Brutto. Prämieneinncchmcn, welche sie im betreffenden Solar-jähre für die im Herzogtume.^rain gegen ^eucrsgefahr versicherten beweg! ict>en und unbeweglichen Objekte er» zielten, einen jährlichen Veitrag von zwei Prozent zu den Kosten der Feuerwehren des Landes zu leisten. Tcs» gleichen haben solche und Vereine einen gleichen. Veitrag von ein Prozent zu ent> richten, dessen Erträgnis ausschließlich zur Unterstützung dcr im Dienste verunglückten Feuerwehrmänner und deren Hinterbliebener Familienangehörigen, zur Vestrei. tnng dcr Hastpflichtversicherung der Fouerwehren und zur Entschäoignng für bei Ausfahrten zu Bränden er» krankte oder verunglückte Pferde oder beschädigte Gerät» schaftcn bestimmt ist. Im Anschlüsse hieran gelangt auch ein Alltrag des Abg. Dr. Lampe, betreffend die Ermächtigung des Landesausschusscs zu unwesentlichen stilistischen Anderun» gen von Gesetzentwürfen, zur Annahme. Der Bericht, betreffend die EinHebung einer 122^igeu Gcmciudcumlage in der Stadt Aoclsberg, wird über Antrag des Abg. Dr. Pegan mit folgender Neftimmuug genehmigt: Dcr Gemeinde Adelsberg wird pro 19 ll die Einhebung einer 122 ^ Umlage von allen direkten Steuern mit Ausschluß der Persunalcinlommcn. und Besoloungssteucr in der Steuergemcindc lMadt) Adelsberg bewilligt. Der Landcsausschnß wird bcauf» tragt, für diesen Beschluß die Allerhöchste Sanktion zu erwirken. Wciters berichtet Abg. Dr. Pcgan über die Ein» Hebung von Gcmeindeumlagen in einigen Gemeinden nnd stellt folgende Anträge: 1.) Der Gemeinde l^eljc wird zur Vcdectuug der Gcmcindcausgaben pro 1911 die Einhcbnng einer 174^ Umlage von allen oircktenStcuern mit Ausschluß dcr Pcrsonaleintommcn» und Vesoldungs-stcuer bewilligt. 2.) Der Gemeinde Suchen wird zur Be» deckung der Gemeindeausgaben und Wasscrleilungs-loslcn im Jahre 1911 in der Ortschaft Merleinsrauth die Einhcbung einer 136?<, Umlage von allen direkten Steuern mit Ausschluß der PersonaleinkommoN' und Vesolduugssteuer bewilligt. 3.j Zur Verzinsuug und Amortisiernng des Anlchens für den Bau der Wasser» lcitung in Oberlaibach sowie znr Bedeckung dcr Ge» meinde», Schul» und sonstigen Erfordernisse wird für das Jahr 191! die Eiuhebung einer 120^, Umlage auf alle direkteil Steuern mit Ausnahme der Personalem« kommen, und der Vcsoloungsstcucr in der Steuer» gemeinde Oberlaibach bewilligt. 4.) Tor Gemeinde Heil. Kreuz bei Laudstraß wird für das Jahr 1911 in den Steucrgcmeindcn Planina, Vll3con enlw'ickcU. tz'ver^ habe eZ. auch an unliebsamen tzr« schejnuna.cn und Überraschungen nicht fehlen können. An den zwev Ichtcn Zusammensuchen m Laibach trage das 1?<,llt> gewiß f^lllc Schuld, aber es sei die Frage, ob es dazu ^lomm^rv wävc. wenn avle berufnen ^Uoren vechv» smnlheit mit seiner ganzen Slenerkrafl solidarisch hinter dem Genossenschaftswesen stehe. lHändetlatschen.) Auf» gäbe des proponierlcn Ausschusses wäre es, in der nach» sten Sitzung zweckmäßige Anträge zu stellen. (Beifall.) Nachdem diesem Antrage die Dringlichkeit zuerkannt woroen war, werden in den Ausschuß gewählt: aus der Kurie des Großgrundbesitzes Abg. von Scholl-m ay c r > L i ech t e n b c rg; aus dcr Kurie der Städte Abg. Dr. Tav^ar; aus dcr Kurie dcr Landgemeinden Abg. Dr. Krek; aus der allgemeinen Kurie Abg. Iarc; aus dem ganzen Hause die Abgeordneten Dr. 5, u st e r^i 5 uud Dr. Lampe. Hieranf wird dic Sitzung um 12 Uhr 20 Min. nachmittags geschlossen und die nächste Sitzung auf 5) Uhr nachmittags anberaumt. Zweite Sitzung am 18. Februar 191l. Der Landeshauptmann eröffnet die Sitzung um 6 Uhr 15 Min. und teilt mit, daß der Ausschuß für die Förderung des Genossenschaftswesens den Abgeord» neten Dr. 5 u st cr^i<"- zum Obmann, oen Abgeord» neten Dr. Tav5ar zn dessen Stellvertreter und den Abg. Dr. Krek zum Schriftführer gcwähll habc. Im Einlaufe befinden sich: ein Dringlichteitsantrag des Abg. G angl, betreffend die vom Landcsausschusse verfügte Demolierung eines Kellers in Idria, weiters Interpellationen an den Landcspräsidentcn dcs Abge» ordneten Dr. K rek, betreffend oas Vorgehen der poli» tischen Behörden gegen Veranstaltungen in Vereins» sälen nnd des Abg. Dr. Pcgan, betreffend das den Gemeinden abgesprochene Necht der Einhcbung dcr Bier« nnd der Branntweinsteuer, ferucr dcs Abgcord-neten Pibcr, betreffend die Vorlage oes Gesetzes über die Melioration der Alpenwcidcn zur Allerhöchsten Sanktion, Weilers Interpellationen an den Landeshaupt, mann des Abg. Dr. ^ uster ^ i <-, betreffend das Jagd» gesctz, und des Abg. Piber, betreffend einige Miß» stände in der Käsegcnosscnschaft in Althammcr. Abg. I arc berichtet über die nachstehenoen, vom Ausschüsse für die Förderung des Genossenschaftswesens formulierten Anträge: I. Tcr Landtag erblickt im Genossenschaftswesen den wichtigsten Faktor der Volkswirtschaft im Lande und erachtet es als cine dringende Pflicht des Landes, alle Kräfte zum Gedeihen der genossenschaftlichen Organisation in strain einzusetzen. II. Es wird cin Landesgeiwsscuschaflsamt errichtet, das in allen genossenschaftlichen Angelegenheiten als Fachorgan dcs Landesausschusses zu fungieren hat. Zu diesem Zwecke wird für das Jahr Illii eiu Speziallredit von 10.000 X bewilligt. III. Als die von der Landesvertretuug genemigtc genossenschaftliche Organisation in Krain hat dic„Zadruxna Zveza" in Laibach unter dcr Bedingung zu gelten, daß sie sich der ordentlichen Revision des Landesgenosscuschafts-amtcs unterwirft. Dcr Landesausschuh wird beauftragt, mit Nachdruck dahin zu Wirten, daß nach Möglichkeit alle in Krain bestehenden Erlocrb- und Wirtschaftsgcnussenschaften in dcr „5jadruz.ua Zvcza" in Laibach als in der von dcr Landes-Verwaltung genehmigten Gcnosscnschaftszentrale vereinigt werden IV. Dcr Universitätsfond wird an die „Zadruxna Zvcza" als unverzinsliches Tarlchcn auf unbestimmte Zeit gegcn ganzjährige Kündigung abgetreten und ihr ciuc jährliche Landcssubvcntion von 12.000 X gewährt, falls sic die unter III im ersten Absähe erwähnten Bedingung und überdies noch folgende Bedingungen erfüllt: 1.) sie verpflichtet sich, die Bestrebungen dcs Landcsausschusses im Sinne des 2. Absatzes. Punkt III, zu fördern; 2.) sic räumt dem Landcsausschussc eine entscheidende Einflußnahme auf die Anstellung von Genosseuschaftsrcvisorcn im Lande cin; A.) sic erkennt dem Landesausschusse das Nccht zu, in die bei dcr „Hadruxna Zveza" amtierende Ncvisicms-ftrüfungskommission seinen Vertreter mit entscheidender Stimme zu entsenden; 4.) sie verpflichtet sich. jede ihr angegliederte Genossenschaft über Wunsch dcs Landcsaus-schusses zu revidieren und, falls die Genossenschaft vom Lande eine Subvention erhalten hat, dem Landcsausschussc eine Abschrift dcs Rcvisionsberichtcs zur Verfügung zu stellen, unbeschadet dcs unmittelbaren Ncvisionsbcrichtcs dcs Landeöausschusses, wenn sich dieser bei dcr Gewährung dcr Landcssubvcutiou ein solches vorbehalten, oder wenn die Genossenschaft selbst eine Landcsrcvisiun verlangt; 5.) sie verpflichtet sich, dem Landcsausschusse über Verlangen das erforderliche Material, betreffend jede äuge-lfliedertc Gcnosscnschafi, zur Beurteilung in i>er Hinsicht vorMbn^ew rmd vorzulegen, ob dxe heVn^ende Genomen, schaft der Landessubvention würdig und bedürftig sei; si.) sie verpflichtet sich. in jeder Richtung das Landes, sscilossenfchafisantt behufs Erreichung öcssen Ziele zu unterstützen. V. Der ücmdctzausschuh wird bcauslragt, die fruchtbringende Anlage von laufenden Kassamitteln in laufender Rechnung auch die Kreditgenossenschaften zu berücksichtigen. falls die Anlagcbcdiugungcn in jcder Hinsicht, denen der sonstigen in Betracht kommenden Kreditanstalten gleich sind; hicbci ist in erster Reihe auf die erforderliche Mobi« lität dcr Kassamittel zu sehen. VI. Tcr Laudesausschus; wird beauftragt, nach Vedars der genossenschaftlichen Organisation dadurch auszuhelfen, daß er eine Laudesgarautic bis zum Betrage von zwc» Millionen Kronen übernimmt, sobald er dic llbcrzeugung gewinnt, das; aus dieser Garantie dem ^andc kein Schaden erwächst. VI l. In Erwägung, daft dcr Husammcnbruch dec „Glavna posojilnica" infolge der unbeschränkten Haftung deren Mitglieder viele selbständige wirtschaftliche Existenzen in Uaibach und im Lande zu vernichten sowie das Än sehen uud den Kredit dcs heimischen Plahcs zu schädigen droht, wird der Landcsausschuß beauftragt, die Lage gu studicrcu und alle Vorkehrungen zu treffen, auf dah das Schicksal dcr unschuldigen Opfer nach Möglichkeit gemildert und das Ansehen lind dcr Krcdit dcs heimischen Platzes gewahrt bleibe. Dcr Laudcsausschuf; hat zu diesem Zwecke mit anderen öffentlichen Faktoren, namentlich mit der k. ». Regierung und mit der Stadtgcmcindc Laibach in Füh' lung zu treten. Für alle Fälle wird dem Landesausschussc zluccks dieser Hilfsaktion pro 1911 ein Epcziallredit von 50.000 X gewährt. Dic Sihung wird vom L a n de s h a n p l m a n » »m 7 Uhr unlerbrochen. Nach deren Wiederaufnahme un> 8 Uhr betont Abg. Graf Narbo, daß das Genosse'" schaftswesen ein sehr gewichtiger Faktor im wirtschaft-lichen Leben dcs Landes geworden sei. Gcwissc Miß' stände seien teils .Kinderkrankheiten, teils rührten sie von wenig sachkundiger oder gar leichtsinniger Leitung hcl' Gan.5 angebracht sei oic Errichtung eines Amtes, das die Genossenschaften zu überwachen und ihnen fordernd an die Hand zu geheu hätte. Vom Ausschusse werde »Ml e i n Verband als der offizielle anerkannt. Von mancher Seite werde vielleicht eingewendet werden, daß alle bt' stehenden Verbände gleichmäßig zn behandeln wären! aber es sei cine ungesunde wirtschaftliche Erscheinung, wcnn in einem so llcincn Lanoe wie Krain vcrschicdem' Verbände bcstchcn, dic frcilich aus politischen Motive» hcroorgcgangcn scicn. Nun gcbe es aber nichts Schä^ lichercs, als wenn politische Motive ins wirtschaftliche' Lcben gebracht würdcn. Dcr Zweck eines Verbandes s^ die Förderung dcs Genossenschaftswesens für das ganz? Land, unbeschadet der Partei- oder der Nationalangc/ Hörigkeit. Den einzelnen Genossenschaften stehe es fr?', in den Zcnlralverband cinzulrclen. — Dcr Univcrsi' tätsfonds, oer dem Zenlralvcrbandc als unverzinslich^ Darlehen zu übergeben wäre, sei heule jedenfalls ei» tuter Fonds, »mil er momentan keine Verwendung finde-sZwischonruse.) Das Vermögen der „Zadru/.na Zveza bietc gcnügcndc Garantie für die seinerzeit zu erfolgend Nückzahlnng des Univcrsitätsfonds. Aber wie soll für dic Dotierung des Gcnosscnschaftsamtes und für dic Sub' venlionierung dcr „^acrnxna Ivcza" die Bedeckung a/' funden werden, zulnal der Voranschlag einen AbaMg von über ciner Million Kronen aufweifc? — Abgcord netcr Graf Varbo spricht sich dagegen aus, daß bei del Anlage dcr Landesgclder besonders die Genussenschafts' geldinstitute zu bcriicksichtigen wären, denn dadurch würoen die Gelder immobilisiert. Wciters nimmt Abgeordneter Gras Varbo gcgen den Antrag VI Stellung-Gute Institute hätten auch einen Nun nicht zu scheuen,' der beste Vcwcis dafür sei die Kramische Sparkasse, gcgen die in der heftigsten Weise agitiert und die M" glaublichsten Lügen ausgestreut worden seien. Gegen dic „Zadrnxna Zvcza" sci nur dies eine einzuwenden, daß sie ihre Tätigkeil auch auf andere Länder ansoehm'-Werde sie aus Landesmitleln nnlcrstüht, so nnterstiil/ man dadurch indirekt auch die Bevölkerung anderer Länder. — Man glaube durch die Zwcimillionengarantu' das Sicherheitsgcfühl zu heben; aber gerade die O"' ranlie oürftc manche Genossenschaft znm Leichtsinn vet' leiten. — In betreff des Antrages VII wäre Nednel dafür, daß man jenen unschuldigen Opfern dcs Zufall mcnbruches der „Glavna Posojilnica", die sich unter de^ landschaftlichen Veamknschaft befänden, unter die Arll'l griffe; dic Hilfsaktion sollte nicht aus andere Personell ausgedehnt werden. Abg. Dr. Tav^ar erklärt, ocr Dringlichteils' aillrag dcs Abg. Dr. KusterÄ^ hätlc im Siunc dcr O<" schäflsurdnuilg cinem bcreits bestehenden Ausschnssr z"' gewiesen wcrdcn müssen. lWidrrspruch.) Im Intcrc!!<' dcs Landcshanshaltes dürfe wciters uicht mit Millionell gespielt werden, wo man nicht einmal den Norausch^ erledigt habc. Die nalional-sortschrillliche Partti werde nur für den ersten und auch für den lehten Antrag sli'''' men, obwohl mit 5tt.(M> X uicht viel locrdc erreich» werden können. — Graf Varbo habc die KrainiM Sparkasse verteidigt, hicbei aber verMeu, daß einz'3 der voliüsche Standvuntt dvc^r Än^aU die o.ca.cn <"' cinge/l'i ^o^'/n/chc Aus' schrist an ihrem Gcbäude anzubringen. (Abg. Dr. lta.e.^ Gcvcn Cic d'»c Garaniie, daß dann die Hche ansts^l» — Alle Anträge seien einseitig. Auch die natiofta^ sorlschrlMiche Pnrlci habe cin Genosscnschastswcscn, da5 Laibacher Zeitung Nr. 41. 375 20. Februar. I9ll. mit dcm gleichen Rechte gefördert lverden müßte. Die Vereinigung des Genossenschafts»vcsens »verde durch 'inen einsacken Beschluß nicht erzielt werden tonnen; m der ncuzufchasfenden Einheit nnißtcn alle Genofsen» ichaften. nicht nur die der Sluvenischcn Volksftartci, vcr« treten sein. — Weiters äußert Abg. Dr. Tav<'ar Zwei-fel darüber, ob der Univcrsilätssunds ohne Allerhöchste Sanktion der „Zadru5ua Zveza" als unverzinsliches Darlehen ausgefolgt werden dürste. Auf diese Weise dürfe mit Landesmilteln nicht gewirtfchaftet werden, und -der Vertreter der Negierung möge da den Protest der natlonal°fort,chr.ttlichen Partei zur Kenntnis nehmen. Esse. zudem schiver denkbar, daß der Universitätssonds ie w.eder dem Lande zurück erstattet würde. Die vom Abg. Dr. Kre un Ansschusse als ausgezeichnet ange-gcbeue w.rlscl)astl'che Lage der ,.Zadrn5na Zv^a" miißlc m.sgewlese». werden. In. Ausschusse seien scharfe Worte qcgen d,e Universität gefallen; wenn man 700.000 X !^"" ""lle. s" hätte man dazu unbedingt nicht den Umversilatsfonds heranziehen dürfen. Durch Annahme des Abtrages werde die Mehrheil auf festliche Weise die Umver,,tatssrage bagatellisiere,,. (Widerspruch und Un° , ruhe j - Mg. Dr. Tav<^r stellt schließlich den Antrag, ?ie Aus,chußanträge von 11 bis VI an den Landesans-,chuß nnt der Weisung abzutreten, vor allem Erhebungen darüber zu Pflegen, ob die Grundlage für die Verein«, gung aller Genossenschaften gegeben sei. Sollte dies nicht geschehen, dann werde die Öffentlichkeit glauben, occh man etwas bemänteln wolle, was nicht aus Grund reifer Überlegung, wohl aber durch Hast erhielt werden lönne. (Beifall nnd Widerspruch.) Abg. Dr. Küsters bezeichnet die vom Abac-ordneten Grafen Narbo geäußerten Bedenken als gründ. '°S. Beim Antrage VI sei insbesondere das moralische Moment als maßgebend anzusehen. Eine Verleitung zum ^'chtsmne flehe nicht zn befürchten, weil man es nur m,t dou der offiziellen Organisation angegliederten Gc° noijcnschasten zn tnn haben werde. Dies sei etwas ando "s als be^ den Genossenschaften, die leiner oder einer »oltyen Organisation angehören, auf die kein öffentlicher Faktor cme dirette Ingcrcnz ausübe. Hinsichtlich des Wirkungskreises der „Zadru5na Zveza" in anderen Län. dern sei bemerkt, daß lnan sich für diesen Verband schon deshalb interessieren müsse, weil er einen großen Wir« t'ungslreis mich iu Krain habe; im übrigen dringe der Verband selbst darauf, vcrländert zu werden »vie es in ^ürz, Istrien, Dalmatien usw. mit den dortigen Ver. bänden bereits geschehe» sei. — Abg. Dr. kuslerÄi'' stellt sohiu znn, Antrage IV noch den Znsatzanlrag: 7.) Idic „Zadru/.na Zveza") verpflichtet sich, dahin zu wirken, daß ihre Tätigkeil nach Tunlichkcit auf Krain beschränkt bleibe und daß ihr nene Genossenschaften außerhalb Krains nicht mehr angegliedert werden. — Die Behaup' tung, daß die Überweisung der Anträge an einen ncnen Ausguß gcschästsoronungwidrig sei, finde in der Ge« jchäftsordnung leine Begründung. Die Landlagsmajo. rität könne, nichts dafür, daß gerade die in Fluß gebrachte Angelegenheit aktuell sei. Der Landtag müsse da Wne Pflicht tnn. (Zustimmung.) — Der Dringlichkeits. anlrag habe schon aus dem Grnnde keinen« bestehenden Uusschusse zugewiesen werden können, weil nach Schlnß bcr Session kein einziger Ausschuß mehr bestehe, aus» genommen den Disziplinarausschuß, dem hoffentlich der Antrag doch nicht hätte überwiesen werden sollen. Weiterleit.) Redner verwahrt sich gegen den Vorwurf dcr Unaufrichtigkeit; der Dringlich'lci'lsautrag sei ver. lesen worden und Abg. Dr. Tav5ar habe die Wahl in den Ausschuß angenommen. - Von Genossenschaften ^ einen oder der anderen Partei möge überhaupt n'cht gesprochen werden; die Hauptsache sei die, daß sie lalluncll wirtschafteten, denn überall handle es sich um "" ^lück Vollsvermögen. (Zustimmung und Zwischen-^use.) I^o ungesunde Konkurrenz müsse beseitigt und a?s< «?"^^'"^s^''"'!"' '" den Schutz des Landes .Melit werden; den der „Zadru^na Zveza" noch nicht dies5 «""' ^"wssenschask'n bleibe es anheimgestellt, ,nn offiz^llcn Verbände beiznlretcn. (Beifall.) Wenn 'hnen nVs/'"'' '""lltcn, so sei dies ein Beweis, daß es ron ^^ '° ^^ ""' Genossenschaftswesen als an ande° "ar v^'rlan'! ^''^'" ^"' " ^ic vom Abg. Dr. Tav» Anspruch >i s" ^'Hebungen könnten sehr lange Zeit in cUvas f>um N^!'' ?'" ^ aber sei heule so, daß sofort fall.) Die üb s - ^"'^^ ^'tan werden ,nüsse. (Bei-nicht der Aller/?!""'^ ^^ Üniversitätsfonds bedürfe dicsc gründet ?. Sanktion, weil der Fonds ohne »ei übrigens u.nw.! " ^' ^'r betreffende Beschluß '"erde die Lösuna ^'". ^"'s'": ^urch den Fonds Minute beschleun at ^""'litälsfrage 'uchl,um cine ^dem liege d,e r^atw wäre. ^m Ai.ssckmsiV '^'""" "'^ «'^r dcr Fall die Unwert Worte gegen Konjunktur abhängig; der Staat würde bei der Errich» tung nicht daraus schen, ob der Fonds von 700.000 X vorhanden sei oder nicht. Im übrigen hätten die Er-fahrnngen des letzten Jahres gezeigt, daß jene, die die Univcrsilälsfrage systematisch kompromittiert hätten, nicht in den Reihen der Slovcnischen Volksparlci zu suchen seien. (Händeklatschen. Abg. Dr. Triller: Sie würd? niemals ärger als heute kompromittiert!) Die vom Abg. Dr. Tav^ar angezweifelte Sicherheit des Darlehens an die „Zadru5na Zvcza" liege vor allem in dcr Orga-nisation des Genossenschaftswesens, das nunmehr unter der Aufsicht des Landes steheil werde. Galizicn habe seinen Verband niit 2 Millionen dotiert nnd überdies die Garantie für weitorc 5 Millionen übernommen; wenn Galizien zu seinem »veit jüngeren Gcnossenschafts» Wesen Vertrauen habe, so müssen nur unserer genossen» schafllichcn Organisation um so größeres Vertrauen cnt-gegenbringen. r Feit verteidig,, aw gegen sic cäk mocMM Vndäch^nMgcn vorgebracht worden seien,' er habe es in der M'erzeuglma, nW geian, daß die Krainische Sparfasst selbst durch ihre Solidität die Aer/ettmoer Lü Po/iiis /l-eil'l', sei Al'si. Tr. Tav^r schuldi.q 0 Min. Hcrdentfcrnung 250 Kilometer. L. — (Der Vlusealvercin für Krain) hält morgen abends um 0 Uhr seine ordentliche Hauptversammlung ab. ' (Feindliche Nrüder.) Samstag abends kehrte ein 20jähriger ^lnstrei6MgchlIfc in etwas angeheitertem Zustande heim. Nach einiger Zeit entstand zwischen ihm und seinem Bruder, einem Schlosser, wegen einer verschwundenen Wurst eine Rauferei, wobei der Anstreicher mehrere Möbelstücke und ein Bett beschädigte. Man ließ einen Sichcrheitswachmann holen, der den wutentbrannten Anstreicher verhaftete. Bei der Rauferei hatten beide Brüder mehrere Kräh- und Schnittwunden erlitten. Der Verhaftete wurde, da er vom Bezirksgerichte Kronau wegen Betruges steckbrieflich verfolgt wird, dem zuständigen Gerichte eingeliefert. * (Truntcnboldc.) Am Samstag erschien im Landcs-spitale ein 85jährigcr Schneider und ersuchte um Aufnahme. Da ihn der Inspcklionsarzt seiner Trunkenheit wegen abwies, verübte cr einen solchen Exzeß, daß man zwei Sicher-hcitswachmäimer herbeirufen mußte, um ihn zu entfernen. — Am gleichen Tage hatte ein im Grubertanale beschäftigter Wjähriger Arbeiter aus Untertraiu seinen obligaten Rausch. Er verirrte sich in seiner Trunkenheit in den Hof eines Gasthauses au der Karlstädter Strahc. wo er von einem Organ der Wach- und Schlichanstalt als verdächtig angehalten und einem Sichcrhcitswachmannc übcr-gcbcu wurdc. Die Polizei lieh ihn übrigens lausen. * (Verhaftete Brandleaer.) Wie bereits gemeldet, kam am 15. d. M. nachmittags in der dritten Klasse der deutschen Mädchenschule ein Feuer zum Ausbruchc. Die Nachforschungen ergaben, daß dieses sowie das am folgenden Tage in einem Keller des bezeichneten Gebäudes entdeckte Feuer von zwei Burschen gelegt worden war. Die beiden Täter wurden am Samstag durch die Sicherhcitswache verhaftet und dem Landesgcrichtc eingeliefert. Sie, sind geständig. — (Wetterbericht.) Die großen atmosphärischen Störungen im Norden machten sich in den Ichtcn Tagen durch Trübung, stürmische Westwinde und starke Tcmperaturzu-nahme auch in unseren Gegenden geltend. Hellte nachts rrat Auöhcitcrung ein. wobei die Temperatur auf 1,2 Grad Celsius sank. Voraussichtliches Wetter in der nächsten Zeit für Laibach: Rasch wechselnde Bewölkung, westliche Winde bei milden Temperaturen. — (Verstorbene in Laibach.) Gemeldet wurden folgende Todesfälle.- c,m l8. Februar: Venedikt Veck. gcwcscncr Väl-ier. 68 Jahre. Radchtystra^ 11- E^nft NaoH. PnchlMcr, 27 Jahre, Rathausplatz 8; Josef Kattaucr, Prwatbcamtcr, 81 Jahre. Tatjana Pctriö, Profcssorstochter. 2 Jahre, Valentin Januar. Arbeiter, 78 Jahre, Johann Braune, Inwohner, «0 Jahre — alle im Landesspitale; am 19. Februar: Anton Benedit. Schüler. 10 Jahre, Schießstättgasse 15; Maria Porenta, gewesene Wäscherin, «1 Jahre. Schieß-stättgassc 1l). Telegramme des k. l. Telessraphen-Korrespondenz-Bureaus. Die passive Residenz. Trieft, 19. Februar. Die Leitung dcL Tricstcr Süd-bahuhofcs erklärt, von einem Anschlüsse der Südbahn-angestcllten an die passive Resistenz bis jcht nichts wahrzunehmen. Studcutcnrelegicrungeu in Rußland. Petersburg, 18. Februar. Auf Anordnung des Unter-richtsministcrs wurden 892 Studenten der hiesigen Universität, die an den Unruhen vom 18. d. M. beteiligt waren, relegiert. Erdbeben. Iorli, 10. Februar. Um 8 Uhr 25 Min. früh wurde hier ein starker Erdstoß in der Dauer von 7 Sekunden verspürt. Viele Häuser wurden leicht beschädigt, mehrere Kamine sind eingestürzt. Zwei Personen wurden leicht ver-lcht. Nach hier verbreiteten Nachrichten soll der Erdstoß in der Ortschaft Teodorano Schaden angerichtet haben. Die Pest. Petersburg, 18. Februar. Es sind Nachrichten eingetroffen, daß in Sachaliangg gegenüber Vlagovjczöenst die Pest ausgcbrochcn sei. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Angekommene Fremde. Grand Hotel „Union". Am 17. Februar. Czulkcr, Nsd., Budapest. - Ka« pitän, Rsd., Prag. — Hnilicla, Kaunil), Hörmann, Araber, Flatter. Ellenbogen, Peschel, Nessel. Schor, Illel, Schmelz, Faber. Pinger, Wang, Heublum, Plaschles, Franll, Kaufmann, Nsde,; Patzal, Beamter; Freund, Duettor, Wien. — Häderli, Rsd., Mumlisvel. — Neumann, Nsd.; Pctric, Ml.; Kova-cevii, Buchhalter, Fimne. — Loser, irfm., Trieft. — ZdolZet, Lehrer. Grm. - Zabret, Fabrikant, kramburg. — Val. Sol» lizitator, Illyr.-Feistritz. — Peschto. Bauunternehmer, Sochur. — Heß, Herzog. München. — Nilodeum, lcfnl., Graz. Schlechter. Ingenieur, Innsbruck. — Hladnit, Pfarrer, Trebelno. — Mayer, Priu., Wippach. — Lavreniic, Landtagsabgeordncter, Stein. — Hrasovec. Richter, Cilli. — Iallic, Landtagsab» geordneter, Nasscnfusz. — Vartol, Landtagsabgeordneter, 2o-derschitz. — KoZat,Landtagsabgeordnctcr,Grohlupp. — Vrbaucic, Großgrundbesitzer, Nillichgraz. — Schebinger, l, l. Major, Laibach. Hotel „Elefant". Am 17. Februar. Varon v. Rechbach, Gutsbesitzer, Schloß Kreutberg. — v. Strahl, Gutsbesitzer, Altlack. — Brauer, Fabrikant, Stettin. — Dr. Schäsfer, k. l. Landcsregie» rungskonzipist, Stein. - Stracke, Gnttmann, Pernia, Engl, Steiner, Kolnier, Schwarz, Hager, Glogau, Rsde.; Spitzer, s. Gemahl., Heublum. Ütstte., Wien. — Schmioli», Ksn»., Agram. — Baer. Ksm., Dresden. — Nertarelli, Kfm., Mailand. ^ Kraschowitz. Müller, Kflte., Graz. — T>ecall. Nsd., Nürnberg. Am 18. Feruar. Eisler, Spitzer, Deu. .ttflte,; Hümpl, Hayer, Engl, Kiefer, Lüwy, Rjdc; Poche, Beamter; Iovauovit, c»,nä. meü., Wien. — Mayer. Veamter, Gürtschach. — Ste« fanovic, Beanlter, Belgrad. - - Kresse, t. l. Vczirlshauptmann, s, Geuiahl., Stein. — Dr. Doljan, l. l, Bezirlsrichter, Adels» berg. — Dr. Ahazhizh t. l. Landesgerichtsrat, Rudolfsweit. — Keswan, Adjunkt. Gottschce. — Lenaicic, Fabrikant, Oberlaibach. — v. Hüttern, Student, Lovrana, — Slntetzly, Kfm., Linz. — Fischer, Rsd., Budapest. — Hartmann. Rsd,, Zürich. — Siebald, Rsd., Lüttich. - Urbal, Rsd., Remscheid. — Mnr< cheselli, Rsd.. Gürz. — Huber, Rsd., Brunn. Landestheater in Laibach. 64. Vorstellung. Gerader Tag. Heute Montaa den 20. Februar. Zum erstenmal: Das kleine Schotoladenmädchen. (!.«. p«tlt« obooolatlor«.) Lustspiel in vier Alten von Paul Gavault. Deutsch von O. v. Schönthan. Anfang um '/,8 Uhr. Ende um 10 Uhr. ^Z5 8tellen8uckencle ^^»^ wollon nick «,n <3. 'Wa.^nsr, ttr»!, nnudon Lottoziehungen am 18. Februar 19U. Graz: 44 75 49 29 3 Wien: 45 4 22 23 69 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhc 306 2 m. Mittl. Luftdruck 7.W 0 mm. __l__^_ ^ ^° ^!____ ^" ^ 9N.M.^3'H8> 5 2 . l . ', 7 U F. 7Z2 l) 5^0 W. mäßig , ^" 19 2U.N. ?<>9 7 5« W. z. start ! » 0 0 ^.^b. 727 9 5-1 N. mähig ! 20.j 7 Ü. F. ! 728 8 l 2-», SW. schwach i teilw. bew.^ 0-0 Das Tagesmittel d«r Temperatur vom Samstag beträgt 2 7°, Normale 0 1°. vom Sonntag 5 3°, Normale 0 2°. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funtenwarte: (gegründet von der.Nralnlschcn Lpartassr <«9?.) (Ort: Gebäude der l. l. Staats-Oberrealschnle.) Lage: Nördl. Vreite 46° 03'; Sftl. Länge von Greenwich 14' 31'. Aufzeichnungen: ______Beginn 2« Ü 3 8 Herd- M ZK -tzff VZI ^ss ^ z "'" ;Z Zk it M z«! ,______,"W___^,»__ _Z^...„__ ^. R ^cm ^ n m ^ ^?^? dm» l»»» dm A c, i b c, ^ (NN) 18. 700 22 37 1b 22 A« 3b------22 40 30 23 30 ^ (160) 19. 00 02 27 ^--------------00 40 02----N ! (11) 19, 250 0« 18 bi! 68 19 23 08 19 49 08 20 05 08 50 > ! (82) Zu genhei m: 18. 5000 19 49 30 195614 20 00 00-------------------^ 18. 15W 22 3« 15 22 41 00-------------------------------- ^' U o l,'«: 18. 8lXX) 19 4910----------!----------20 09 52 20 b0 ^ ! (19) 18, 22 36 59-----------------------22 39 22 22 b6 ^ <92) 18. 6000 19 48 30-----------------------^" ^) 2l) 1« ^ 18. 400 22 36 10----------------------^,3?/" 22 5l! V 18. 40l) 23 59 00-----------------------^ ^^> 24 01 V (4) 19. 400 0« 19 20------------------- "^'^ ^, 08 25 V W e l g r o d: 18. 4800 19 4812-------------------------------------------- ! 1«. 300 22 33 59-----------------------------------— l. 18. 300 23 57 48----------------------___________ l< 19. 300 08 19 48-------------------..... ^ A 54 ^ ^ ^. Äebenberichte: Am 14. Februar gegen 4 Uhr Stoß 111. Grades in CaScia (Peruggia). Bodenunruhe: Starl. * !t« bsdslM'l ^: -- dreisachs« Horizoittnlfti'üdi'l uo» Mb,»l