Nr. 72. Freitag, 29. März 1901. 126. Jahrgang. Mbachm Zeitung VrännmerationSpieis: Mit Postvcrse» d» »g: ßanzMiia 3N X, halbjährin lü «, Im Kontor: ganzjährig « «,, halbjährig ,< li, ssiir die Z>,s1cNung in« Haus ganzjährig L X, — Inscrtiondncbilhr: FNr lleino Inseratr bis zn 4 Zrilc,! 5>l> li, grüsirrs per Zrür 1^! ti; ln'i ujN'ron Wirdsrho!»»«!'» prr Zrilr « l>. Nie «Kaibacher Zeiiung» erlchcint täglich, mit «lusnahme der Eonn- und Felrrlage. Die Ndmlnlftrallon befinde« sich Nvngresiplay Nr. 2, die NcbaKion Talmatingassc Nr, lo. Eprcchstnnden der Nedalliu» vui, « l>>2 l« Uhr vor» niiünüs. U!>!ra>!lil'l!e Ärirfs NX'rdnl »icht nngl'nomnx'i!, s.>jlrip!l' »ich! z»i!>cl^!'s!rllt. Mit 1. April 1907 beginnt ein neues Abonnement auf die Lailmcher Zeitung. Die P ränu in e ra t i o n s - B c d ing un g en bleiben "«verändert und betragen: mil Vostversrndung: für ßaibach: »snzjährig . . :lu X — d ganzjährig . . 22 L — ll halbjährig . . 15 . — » halbjährig . . ii > — » vlertcljährig . 7 » 80 » viertelMrig . » » »0 » monatlich. . . H » 5« » monatlich. . . I » »3 » , Für die Zustellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Krone n. ... »W^ vie ?länumerationz Lettiige »vollen ponolrei «ugetenaet welr Hieronymns Edlen von T o in in asco taxfrei das Ritterkrenz des Leopold-Ordens allergnädigst 3lt verleihen geniht. Leine k. nnd k. Apostolische Majestät haben NNt Allerhöchster Entschließung vo>n 20. März i>. I. den mit der Leitnng des Oberlandesgerichtes iu Zara betrauten Hofrat Alois von Benedei t i in Zara zum Oberlandesgerichts-Präsiden-ten in Zara allergnädigst zu ernennen geruht. K lein ui. i>. Seine l. lind t. Apostolische Majestät, haben lnit^Allerhöchster Entschließung vom 24. März b- I. den Rat des Oberlandesgcrichtes in Zara Elnil F riedl zlim Hofrate des Obersten Gerichtsund Kassationshofes allergnädigst zu ernennen Muht. __________________Klein in. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom, 22. März d. I. dem Oberpostratc Viktor Edlen v. Heyden -berg in Trieft anläßlich der von ihm erbetenen Übernahme in den bleibenden Ruhestand taxfrei den Titel eines Hofrales allergnädigst zu verleihen geruht. Den 27. März 1907 wurde in der t. l. Hof. und Staatsdruckerei das Xi^l. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ansgabe ausgegebn: und versendet. Den 27. März 1907 wurde in der l. k. Hof< und Staats, druckerei das XXI.. I.XV111,, X(^VI., X0IX., (HI., «11,. (^VII., 0V11I. und (^XV. Siuck der ruthcnischcn Ausgabe des Reichs» gcsctzblattes vom Jahre 1^06 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 27. März (Nr. 71) wurde die Weiterverbreitung folgender Preherzeugnisse verboten: Nr. 2N8 «Der Tiroler Wastl» vom 17. März 1807. Nr. 31 «1/Nca cloi Ün,1äu>, V. Iahrgaug, ddto. Riva, 16. März Ii)07. Nichtamtlicher Geil. Rumänien. Die „^l'eue Freie Presse" ruft dem liberalen Kabinen in Rumänien zu, man werde es nicht nach seinem Namen und seiner politischen Bezeichnung, sondern nur nach seinen Taten beurteilen. Der schwer geschädigte Ruf der rumänischen Verwaltung muß hergestellt und das Land durch Beendigung de5 Aufruhrs vor den ihm drohenden wirtschaftlichen Ratschlägen bewahrt werden. Auffallend sei, daß die aufständischen Bauern mit der technischen Klarheit von Generalstabsoffizieren sich vor allem der Telegraphen und Telephone bemächtigen und daß sie gegen Bukarest marschieren. Das lasse auf die Mitwirkung auch politischer Ele- mente ^schließen. Die Bewegung sei mit unheimlicher Schnelligkeit gewachsen. Rumäuicn habe nnr die Wahl, die Revolte zn überwinden, oder von ihr überwunden zu werden. Das „Neue Wiener Tagblatt" erklärt, vor allem müsse das Land soweit beruhigt werden, daß es zu Neuwahlen für die Kammern schreiten kann. Das Blatt fordert ferner die Erfüllung der Bestimmungen des Berliner Vertrages. Das „Fremdenbl." betont, Demeter Stnrdza genieße einen guten Ruf als aufrichtiger Patriot, tluger Politiker, starker Maun. Das Land braucht heute fähige nnd entschlossene Männer und es ist fast nebensächlich, ob sie sich liberal oder konservativ nennen. Das Interesse Rumäniens fordert die Vereinigung aller Patrioten Zu einer Partei. Eine umfassende Revision der nationalen Erziehung ist nicht iu deu unteren Schichten allein, sondern auch in den oberen Zn vollziehen. Dem Staate, der die konservative Gesinnung der ländlichen Klassen, dein gesunden Wachstum des Staates dienstbar macht, gehört die Zukunft. Rumänien hat sich, als em verläßliches Element der Rnhe und Ordnuug auf dem Balkan, den Ansprnch auf die Achtung und die Dankbarkeit Europas erworbeu, uud man hofft darnm gerne, daß es ihm gelingen werde, die jetzige >l'rise zu überwinden uud in ernster Arbeit glücklichere Tage vorzubereiten. Die „Zeit" macht für die Größe des Übels die Lauheit des konservativen Regimes verantwortlich. Sturdza bedarf feiner ganzen Energie, um diese Erbschaft zu ordnen. Bei den Bauern sei die liberale Parlei zweifellos beliebt. Die „Österreichische Volkszeitung" meint, die Überwindung der Krise werde lange Frist erfordern; Sturdza werde unsterblichen Ruhm an seinen Namen knüpfen, wenn er den Aufstand nicht bloß bewältigt, fondern auch seine Ursachen zu beseitigen weiß.____________________________ Feuilleton. Osterglaube. Von Aarl Aiering. (viachdiucl verboten.) „Sie trägt es wie ein Mann", erzählten ihre ^utsnachbarn im Kreis der Familie, so oft fic "^ußeu zwischen Weizen oder Klee der verwitweten Frau Rittergutsbesitzer Rottmann begegnet waren. Tann seufzten die Franen wohl mitleidig ^ sahen auf ihre ^'iuder. Den Mut, die Härte ^s Lebcns in gleicher Weise zn tragen, empfand "ine dieser glücklichen mit gntgeratenen Kindern ^'kMeten Mütter. — Woher nahm die zarte, ver-^"l)nte Frau Rottmaun nur diesen heldenhaften ., Sie sagte es nach der dunkelsten Stunde ihres Gebens dem alten Seelsorger. Damals hatte der ^lrektur des Karlgylnnasiulns ihr die Nachricht gc-s? ^"^ ^ einziger Sohn Walter ohne ersicht-uchen Grund ans der Pension verschwunden uud N'otz aller Bemühungen nicht aufzufinden sei. — Und der alte Pfarrer hatte sie stützen wollen. Ihr ^chcht, war bleich, ihre Gestalt gebeugt gewesen von dein Schlag, der einst eiue Maria zerbrach, und dennoch hatte sie dem Greis ein wundersames ^kenntnis ablegen können: ^ „Ich habe meine Eltern und meinen geliebten ^iann begraben müssen . . . und es hat den An->a>ein. als gesellte sich meiu Sohn zn ihnen . . . ^ber, dem ist nicht so, mein Herz weiß es anders, ^cein Ostcrglaube stützt mich ... er wird hein^ lMdcn." Sie wußte, wärmn er gegangen war. Seine Ungewöhnliche Reife schwang sich über die Wünsche ^r Jugend hinaus und griff nach den Gütern, die sie ihm vorenthalten mußte. Seine Liebe znr Musik war ihr laugst lein Geheimnis mehr. So lauge er sie nach getaner Arbeit hegte, schränkte sie sie ihm nicht ein. Nach dein ersten schlechten Zeuguis, das er heimbrachte, aber zwaug sie das Pflichtgefühl dazu. Sie fprach erust uud eiudriuglich mit ihm und schloß ihm zuletzt — als er leiu Versprechen abgeben mochte — seine Geige fort. Was fängt aber ein Vogel an, wenn er nicht singen darf!'^ Walter Rotlmann stieß verzweifelt gegen die Stäbe seines Käfigs, tat sich dabei empfindlich weh und wnrde darüber immer wilder und leidenfchaft-licher, bis er . . . ein Schlupfloch fand. Die große Freiheil des unendlichen Heimat-Hauses für alle Heimatlosen. Indessen hielt seine Mutter, nach allen: erfolglosen suchen, mit starker Hoffnung die alte Heimat für ihn bereit. Sie hatten ihr alle geraten, die vorzügliche landwirtschaftliche ^oujunktur auszunützen und ihr Gnt loszuschlagen. Aber sie wies alle Augebote zurück, ^o lauge sie arbeiten und für audere forgen dürfte, hielt sie sich aufrecht. Als dem ältesten Sohn ihres Gnt.sschmieds das Vaterland zn klein wnrde und er hinausverlangte über das Meer in das Land der Unmöglichkeiten, ließ sie ihn zn sich kommen nnd legte den Fiuger an die unvernarbte Wnnde. ' „Dn willst naä) Amerika gehen, Karl?" „Ja, gnädj' Frau, nach Ehicago. Unser Mutter ihr Bruder ist da Aftcker und Pastor, hat einen Laden uud ein Restorang mit Musike und nebenbei inacht er noch für die Landlente den Richter. Da dacht' ich mir so, daß wohl ein bißchen Arbeit und reichlich Verdienst für mich abfallen möchte." Frau Rottmaun mußte wider Willen lächeln. Da war wieder einer, der aus dem Heimatskäfig hinau.sgefuiiden hatte. Sie sci>nkte ihm ein nenes Portemonnaie mit einem großen Goldstück darin nnd sagte: „Dies ist für die größte Not, Karl! Tu deine Augeu gut auf . . . ich meine, wenn du draußen meiuem Sohn begegnen solltest, schreibe es mir, wie du ihu auch fiuden magst. Er schwärmte auch beständig von Ehieago, ehe ich ihm seine Geige fortgenommen Hatte/Willst du es tnn, Karl?" „Ja, das tu ich!" sagte er treuherzig. „Aber wirst du ihn auch erkennen?" „Achhott, gnädj' Franchen, den verjeß ich mein Lebtag nicht. Wir haben uus doch oft genug ge-schneeballt, daß ich schon rein blind sein mühte, wenn mir das passieren würd'." „Es ist- ja nur ein ganz blasses, haltloses Hoffnungsgewcbe." sagte sich die stille Frau, „aber mau taun uie wisseu." Der Schmied Karl hatte ihr letztes Wort aufgegriffen und wollte gern etwas Tröstliches sagen. „Uns' juuge Herr hat ein hartes Fell, gnäbj' Frauchen. Der verträgt was." „Darin kannst dn schon recht haben," dachte sie, als er gegangen war. „Aber sein Herz ist weich. Sollten sie ihm das draußen vielleicht so wundstoßen, daß er Mutter und Heimat vergessen muß ..." Dann aber. hob sie von. neuem mutig den 5wpf nnd dachte an das kleine Lied, das er ihr zu dem letzten genieinsam verlebten Osterfest go» dichtet und in Musik gesetzt hatte. Im Wiuter bin ich gen: in: Wald, im Sonnner tief im Feld, im Herbst dort, wo das Hifthorn schallt und sich der Eber stellt. Im Lenz allein treibt's mich nach Haus zum Veilchen, das blau blüht. Dann schlaf ich meine Wildheit aus und geig' mein Osterlied! (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 72. 648 29. März 1907. Das „Deutsche Volksolatt" sagt, cm runiäili-sches Ministerinin, lvelches die Indellfrage inl Sinne der liberalen euroväifchen Presse regeln wollte, würde in Rumänien nach einigen Tagen weggefegt werden' davon könne also keine Rede sein, auch nicht unter einem Kabinett Sturdza. Die „Deutsche Zeitung" erklärt, jede Regierung in Rnmänien muß sich bewußt sein, das; das Land ein Agrarstaat ist und das; vor allem im Bauernstand seine Kraft und Stärke wurzelt. Äußerungen des bulgarischen Ministerpräsidenten. Aus Sofia erhält die „Pol. Korr." von ihrem Korrespondenten folgenden Bericht über eine Unterredung, die er mit dem Ministerpräsidenten Dr. Gudev hatte: Dr. Gudev trat zunächst gewissen falschen Gerüchten über die Entstehung des jetzigen Kabinetts entgegen, indem er betonte, das; da5 Ministerium durchauö verfassungsmäßig gebildet wurde und daß sein Mandat mit dem des gegenwärtigen So-brande, aus welchem es hervorging, ablaufen werde. Die Tendenzen der Regierung habe er bereits im Sobranje mit der Erkläruug gekennzeich-uet, daß das Kabinett in jeder Hinsicht in oil. Fußtapfen Petkovs treten, und die Richtuugsliuie in keiner Beziehung ändern werde. In der auswärtigen Politik werde das neue Kabinett, wie alle bulgarischen Regierungen, durch das Schicksal der Stammeobrüder in der Türkei beeinflußt und müsse dein Umstände Rechnung tragen, daß ein großer Teil der Bevölkerung des Fürstentums an diesen: Schicksal lebhasten Anteil nimmt. Er kann sich daher zu diesen Gefühlen des Volkes nicht in Gegensatz stellen. Nichtsdestoweniger werde das neue Ministerium in Verfolgung der Politik des Kabinetts Pelkov eine dnrchaus korrekte und loyale Haltuug in der mazedonischen Frage einnehmen. Dr. Gudev ist der Alisicht, daß eine Vandenbewe-gung größeren Umfanges für das Frühjahr kaum zu erwarten sei. Die Türkei habe alle Mittel in der Hand, eine solche Bewegung einzudämmen, was ja in ihrem Interesse liege. Es heißt allerdings, daß die serbische uud die griechische Propa. ganda mit der Schneeschmclze mit neuen Kräften einzusetzen beabsichtigen. Wenn jedoch die türkische Mgierung ernste und strenge Maßnahmen dagegen trifft, wird eine größere Bandenvewegung schwer durchführbar sein. Hinsichtlich der Handelsbeziehungen Zn Österreich-Ungarn erklärte der Ministerpräsident, das nene Kabinett sei in diesem Punkte von den besten Absichten beseelt und hege den Wunsch, daß so bald als möglich eine endgültige Negelnng dieser Beziehungen erfolgen möge. Schwierigkeiten werden sich wohl dabei nicht ergeben, da beiderseits der aufrichtige Wille besteht, eineu Handelsvertrag abzuschließen. Das neue Kabinett sei ebenso wie in politischer Beziehung, auch in dieser Hinsicht entschlossen, der Monarchie gegenüber die loyalste lind korrekteste Haltnng zn bewahren. Bezüglich des Attenuates, dem Petkov zum Opfer fiel, bemerkte Dr. Gndev, daß dieses Verbrechen naturgemäß die strengsten Polizeimaß-nahmen gegen alle gefährlichen Elemente sown speziell gegen den Anarchismus znr Nachwirknng haben müsse, der sich infolge des Mangels einer wohlorganisierten Polizei im geheimen alisbreiten konnte. Es wird vielleicht im Anfange zu übereifrigem Vorgehen gegen diese Elemente kommen-das erklärt sich aber aus der allgemeinen, tiefen Entrüstung, welche die Untat gegen den allseits verehrten Patrioten hervorrufen mnßte. Politische Uebersicht. Laib ach, 28. März. Ein Teil der in der Wohnung des Msgr. Mou-lagnini beschlagnahmten Papiere wird, wie man aus Paris schreibt, gleichzeitig mit, dem Beginne des für den 11. April anberaumten Prozesses gegen den Pfarrer von St. Augnstin voll der Staatsanwaltschaft der Öffentlichkeit übergeben werden. Dem Trängel, der öffentlichen Meinung nachgebend, hat die Regierung keinen Widerspruch gegen die Einsetzung einer Kammerkommission erhoben, welche von sämtlichen in die Hände der Behörden gelangten Schriftstücke Montagninis, die in die ^eit nach dem Abbrnch der diplomatischen Bo ziehungen zwischen der französischen Regierung und dem Vatikan fallen, Kenntnis erhalten wird. Diese Kommisfion wird hierüber einen Bericht zu erstatten haben, welchem eine Wiedergabe des Inhalts dieser Papiere beigeschlossen sein wird, und die Kammer wird berufen sein, die Ergebnisse dieses Berichtes einer Erörterung zu unterziehen. Ein Gewährsmann, „der anf hervorragende Beachtung der Politischen Welt Ansprnch hat", er klärt im „Neuen Wiener Tagblatt", das Ministerium ^ tolnpin werde einen großen Erfolg zu verzeichnen haben, wenn es ihm gelingt, auch nur einen Teil seiner Reformpläne durchzuführen. Die Verwirklichung aller lasse sich ja bei der Größe der entgegenstehenden Schwierigkeiten nicht ins Auge fassen. Die Prophezeiung baldiger Auflöfung der Duma hält er für irrig. Die das Zünglein an der Wage bildenden Kadetten haben ihre Ansprüche gemäßigt und die Regierung kommt ihnen entgegen. Ein rnhig arbeitendes Volkshans wäre in der Tat die beste Garantie der anch von den Kadetten gewünschten Wiederherstellung der Ordnung. Die Meldung, es habe eine Unterbrechung in den V e r h andl u n g e n zwischen E ngla n d nnd R u ß land stattgefunden, wird dem Renter-schen Bureau in London von maßgebender Seite als unwahr bezeichnet. Die Unterzeichnung eines Übereinkommens müsse, falls »licht etwas Unvorhergesehenes eintrete, ill nicht, allzu ferner Zeit erfolgen, rollte eine kleine Verzögerung eintreten, so könnte das darin seinen Grund haben, daß man, insoweit Tibet uud Afghanistan zn dem Bereiche der Verhandlungen gehören, vielleicht bezüglich einzelner Punkte den Baiser, von Ehina nnd den Emir voil Afghanistan befragt. Besonders werde die Tatsache hervorgehoben, daß das Übereinkommen ill keiner Weise irgend eine andere Macht bedrohe. Es bedrohe nicht die Integrität Persiens nud beeinträchtige auch keine wohlerworbenen Iw teressen in Persien lind bezüglich der Bagdad-Bahn außerhalb der Sphäre der geographischen Fragen, die den Gegenstand der Unterhandlnngen bilden. Die Allgelegeilheit werde zweifellos zwifchen den vier beteiligten Mächten erörtert werden. Über die LageinPe r sien , die nach verschiedeilen Berichten als ernst erscheint, hat sich der Sekretär der persischen Gesandtschaft in Petersburg Khan Abol-Hassan einem Mitarbeiter der „Peterburgokaja Gazeta" gegenüber geäußert. Seine Ansichten lassen sich in Kürze folgendem maßen zusammenfassen: Die Ursache der Erregung, welche die Bevölkerung ergriffen hat, ist die mehr als zwanzigjährige unheilvolle Tätigkeit des Geueralgouverueurs von Ispahan Sile-Snltane, eines Oheims des Schah. Die Glieder des Medshilis^weigerteil sich, nach Teheran zu kommen, bevor ^ile-Snltane nicht seines Amtes entsetzt sein wird. Das Volk nnterstützte die Forderung seiiler Vertreter dnrch eine allgemeine Arbeitseinstellnng, so daß die Regierung schließlich den gewalttätigen Generalgouverneur vom Amte eilt-fernte. Da sein Nachfolger Nisam-Ul-Sultane als aufgeklärter Mann voll, großer Begabung gilt, dürfte bald Ruhe eintreten. Gewalttätigkeiten gegen die Ausländer sind kaum zu befürchten, da das Persische Volk überhaupt nicht zu Masseuaus-schreitungen neigt. Die gegenwärtige Bewegung trägt weder religiösen noch politischen Eharakter. Tagesneuigleiten. (V o in italienisch e n K r o n p r i n z e n.) Im „Giornale d'Italia" erzählt Eugeuio Checchi nachstehende Anekdote vom italienischen Kronprinzen: Die beiden kleinen Prinzessinnen Jolanda und Ma,-falda machen sich oft oao Vergnügn, die Intelligenz ihreo kleinen Vruderö Humbert auf die Probe zu stellen. Eines Tages, als alle drei zusammen spielten, wollte die ältere Schn>estcr sehen, ob das Brüderchen nicht eine Ahnung von der Bedeutung der Farben hätte; sie zeigte mit dem Finger auf den Stoffüber-zug eines Sosa und fragte: „Was für eine Farbe ist das hier?" — „Das ist rot", antwortete der kleine Humbert, nnd es war richtig bemerkt. — „Und was sür eine Farbe ist das dort drüben?" — „Das ist gri'm." Und es war eiu zweiter Sieg des intelligenten Thronfolgers. Nun nahm aber Prinzessin Mafalda die Fragestellung auf, und die Situation wurde für den kleinen Humbert sehr schwill. „Laß mal hören, ob du weißt, was für eine Farbe deine Schnhchen habeu?" Der Prinz betrachtete aufmerksam seine kleinen Füße, zog nachdenklich die Augenbrauen ZU' sammen, spannte seine ganze Intelligenz an und sann Kinder der Finsternis. Roman von Anton von Perfall. (ii?. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten,) „Naß ihn jetzt, Saune!" mahnte Ferrol, dann flüsterte er mit ihr. Die Frau war sichtlich nicht einverstanden mit ihm. „Die lange G'schicht! — Zum Lachen!" sagte sie. „Ich will's aber," erklärte Ferrol befehlend. „No ja, es ist ja recht, sei nur nicht gleich so!" erwiderte sie. „Hast Hunger, Vini — Johannes, will ich sagen," wandte sie sich an den Knaben. Z' esson haben wir g'nug — mehr schon, als in dein'm Guild' lach draußen. — Ja, red'n mußt schon, Bursch!" setzte sie dann, über das ängstliche Schlveigen vcr» drossen, scharfen Tones hinzu. „Ich dank' schön, ich hab' zu Hause schon gegessen," sagte Johannes kleinlaut. „Z'Haus - so? Jetzt bist aber d a z' Haus, Vübl. Verstehst das? Vei deiner Mutter —" Ferrol nillchte eine ärgerliche Voluegung. Frau Sänne nahm Johannes bei der Hand uud führte ihn ill, einen kleinen Raum neben der Wirts-stubc. Ein unaufgeräumtes Vl'tt, herumliegende Kleidungsstücke, auf dem Tische die unsauberen Überreste cwer Mahlzeit, eiu zerrissenes, rotgeblümtes Kanapee, das alles von einer kohlenden Küchenlampe erleuchtet, ergab den Eindruck einer liederlichen Wirtschaft, die den, all die peinliche Ordnung der Anstalt gewohnten Johannes geradezu abstieß. Es war eine andere Welt, in die er seit einigen Minuten blickte nnd sie erfüllte ihn mit unüberwi,ld>-lichein Widerwillen. „So, jetzt setz' dich einmal! Trink und iß!" Frau Sänne schenkte Vier aus einer Flasche ein und stellte einen Teller mit Fleisch vor Johannes. Ferrol winkte ihr und sie folgte. Johannes blieb allein. Er rührte keinen Bissen au, aber das Glas Vier trank er hastig ans, so brannte ihm der Gaumen von den Aufregungen der letzten Stunden. Unwillkürlich mußte er daran denken, wie er oft andächtig dem Spiele der Mutter Marianne zuhörte, wie daö ganz feierlich herausquoll aus dem geöffneten Fenster. Diese häßlichen Töne dagegen! Er fühlte unbewußt den ganzen schneidenden Kontrast zwi-scheil dort und da heraus. -------- Wenn er da bleiben müßte — nimmermehr! - Wenn es aber doch seine Muttnr wäre! — Auch daun nicht. Er soll aber auch nicht dableiben, nur sehen wollte sw ihn, sagte der Mann. Warum wollte sie ihn aber sehen, wenn es nicht seine Mutter war, einen armen Vubeu, wie er? — Also ist sie es doch — und von ihm ist es garstig, daß er nicht lieber mit ihr ist. Das muß sie ja tränken. - Arm ist sie halt. Dann macht er es ja gerade so wie oin einer Niederlage auslegten, wollten sich schon iiber das unwissende Brüderchen lusti'g machen- das spornte die De'nkkraft des Knaben so an, daß er. hoch rot im Gesicht, die Worte hervorstieß: „Meine Tchnh-6ien sind tastanicnbrann glasiert!" Ein fröhlick)es Gelächter war die Antwort der Schwestern, und der tleine Humbert, der sich verspottet glaubte, begann zu weinen. Da trat die ^.'ama ein. Es folgte eine sehr lebhafte Szene mit Protesten, Erklärungen, Entrüstuugsausrusen, Verteidigungsreden. Die Königin aber stellte, nachdem sie sich genau informiert hatte, den Frieden in der Familie wieder her und bewies, daß Prinz Humbert sehr schars beobachtet hatte. Seine Schuhe waren in der Tat braun wie Kastanien, und da fie außerdem mit Lack betleidet waren, hatte n sie sehr richtig mit glasierten Kastanien verglichen. — (E i u kurzes Testament.) Vor einem Londoner Gerichtshofe wurde kürzlich über die Gültigkeit eines Testamentes verhandelt, das in seiner Kürze wohl einzigartig dastehen dürfte. Ein gewisser Ist), der kürzlich schwer ertränkte, ließ sich von seinen Angehörigen einen Briefumschlag geben und schrieb darauf: „Alles für Mutter." Tann ließ er seine dak Ve>tt umstehenden Söhne als Zeugen unterschreiben. Das Gericht sprach die uneingeschränkte Gültigkeit ws Testaments ans, trotzdem es sich in dein Nachlasse um ein Vermögen von über KX1.000 l< handelte. — (Der Phonograph als Diebes-sängcr.) Die französische Hauptstadt leidet seit längerer Zeit unter dem Tcrrorismus der sogenann t^n Apachen und anderer Diebes- und Einbrecher banden. Da die Organe, der Polizei nicht imstande sind. die Bewohner genügend zu schützen, haben die Pariser selbst allerlei Erfindungeu gemacht, um Leben und Eigentum zu sichern. Man hat Versuck>e mit wachsamen Hunden und Papageien als Wächter ge-macht. Allein .ille diese Experimente sind nicht zur Befriedigung ausgefallen. Uni fo mehr Anerkennung hat ein Ingenieur gefunden, der diesertage den Pho nographen als Hüter des Hauses bestellt hat. Der Vhonograph ist an der Haustiir angebracht und wird, wenn Nachts ein Unbefugter das Tor öffnet, durch eine Schnur iu Altion gesetzt und ruft laut: „Zui Hilfe! Diebe! Mörder!" Der Phonograph als Diebes sänger ist augenblicklich in Paris sehr beliebt, und die Händler können nicht schnell genug die Apparate für die Haustüren liefern. — (Die neue Hand.) Die Mode der Hand-form »nacht gegenwärtig einen völligen UmsäMmg durch. Gibt es anch eine Mode der Handform? Ganz ynwiß' und zum Glück ist die Hand uud insbesondere die Frauenhand schmiegsam genng, nm bei passender Vehandlnng ihre Form, wenigstens bis zu einem ge wissen Grade, verändern zu können. Etwa ein Lustrum lang herrschte das Ideal der Sportshand, Es wurde ei'nc kräftige, breite, braune, athletische Hand, ziemlich groß, ziemlich hart und von offenerer praktischer Brauchbarkeit, gefordert und be, wundert. Dies Ideal ist gegenwärtig von denen, die den Geschmack machen oder - zu machen glauben, entthront. Die neue Hund führt die Bezeichnung der „Vittoriahand". Ihre Hauptkennzeichen sind, daß die Finger spitz zulaufen mußten, die Hand nur von mäßiger Gröne, die Farbe ausgesprochen zart ist. Im ganzen also eine Rückkehr zu einer entschieden weiblichen Form der Hand. Ob die „Schönheits^ Masseure" es durchsetzen werAll, diese Handform allgemein zu machen, ist mehr "fraglich. Aber es spricht sich doch in diesem Wandel des Geschmacks auch en, Wandel der allgemeinen Anschauung ans. So wie der Übergang Europas aus der Renaissance- in die Nokotokultur begleitet war von einem Umschwung in der Auslassung der Schönheit der Hand, die die Renaissance voll, groß und kräftig, das Nokot'o aber niedlich, zart und rosig liedte, so zeigt auch die Vor-drängiung der Sportshand durch die Vittoriahand, daß man das einst in so hohen Tönen vertündete Phantasieideal der „neuen Frau", der Sportsfrau, als unmöglich preiszugeben beginnt. - (Ein Ehemann tapferer als ein I u n g g e sell e.) In einem kürzlich gehaltenen Vor-trag erklärte, wie „Daily News" berichten, der eng--tische Major Seely, daß während des südafrikanischen Krieges die Ehemänner weil tapferer gewesen wären als die Junggesellen. Auch in dem ostasiatischen Kriege soll dasselbe Verhältnis zu konstatieren g» Wesen sein. Die Ultblätter spotten freilich bei dieser Gelegenheit, daß der Ehemann eben einen fremden Feind weit weniger fürchtet als sein eigenes Weib. Im Grnnde genommen aber handle es sich um eine ernste Sache, der verheiratete Mann besitze mehr Mnt als der Unverheiratete, weil or ein größeres Verantwortlichkeitsgefühl habe als jener. Es sei im Kriege nicht anders als im Frieden; der Gedante an Weib nnd Kind stärke und ermutige auch den Schwachen. (Eine originell e E r k l ä r u n g) erläßt im „Eüllcdaer Anzeiger" Rittergutsbesitzer Hant'e Tanhardt: „Hierdm-ch erkläre ich jedem Interessenten, daß an Sonn- und Feiertagen weder ich noch meme Beamten für irgend jemanden, und fei er selbst Minister, zn sprechen sind. Gleichzeitig bitte ich, bei Briefaufschriften an mich den aibernen Titel .Amtmann' sowie das noch einfältigere ,Wohlgeboreu' oder ,Hochwohlgcboren' ux'gzulasscn. Ich, betrachte letzteres als veraltet und erbärmliche Kriecherei und nehme solck)e Briefe nicht mehr an." (B e st raste Ledigteit.) Dor Bürgermeister Bennet von Fort Bodge in Iowa, Vereinigte Staaten, hat ein Nadikalmitk"! ergriffen, um endlich einmal dem verderblichen Iunggesellenleben ein Ziel zu setzen. Bennet hat in seinem Stadtrat einen Antrag eingebracht, der für alle Unverehelichten des schönen Städtchens ein drohendes Ultimatum bodeutet. Die Junggesellen und die Jungfrauen stehen Plötzlich vor der Alternative, zu zahlen oder zu heiraten. Und man erwartet daher, daß in diesem Frühjahr die Eheschließungen in Fort Dodge kein Ende nehmen werden. Denn Bürgermeister Bennet dringt daraus, daß jeder heiratsfähige Uneheliche bestraft werde', und Als er aber aufstand, der Kopf ihn, schwindelte, üas Zinnner sich drehte, folgte er dem Mahner. Frau Sänne führte ihn über eine schmale StiMe hinauf in eine dunkle Kannner, in der ein Bett stand. „So. da rnh' dich ans, in eiiwr Stnnd' lveck' ich ^ch schon. Hat dir net so schlecht g'fall'n. gelt? -sannst ja wieder kommen, werd' ich schon machen, wl'g' dich net! Jetzt ruh' dich nur aus. Hannesle!" Johannes fiel wie betäubt auf das Bett. Frau Saune entfernte sich mit dem Lichte. Ein, seltsamer ^on fiel ihm noch auf; als ob draußen jemand den Schlüssel umdrehte? aber er hatte nicht mehr die ^'raft darüber nachzndenken. — Ein unruhiger Schlaf "tu über ihn.------------ War das Acht ausgegangen unter dem Herr-Mtsbild? Er tappte mit der Hand nach rechts, nach Wnoni Schlafnachbarn, nach links — da, stich er an ^nc Wand. - Das lveckte ihn vollends.------------Das Geschehene tauchte allmählich auf — immer dentlicher ^ die Wirtsstube - - die Frau mit der roten Jacke, der ^eg mit deiu Manne über die Felder — sein ganzes Abenteuer. Die Frau versprach ihn zu wecken. Wenn sie ver-Mssen hätte? — Wenn er zu spät nach Gundlach - ^ der Werkmeister — die neue Maschine!--------Da Wrang cr schon auf, ging zur Tür. nachfchanen we 'ugstens. Er rüttelte vergebens, fie war verschlossen. Eingesperrt! Das Blut stieg ihm in den Kopf.------- Garum? Wozu?-------Gedanken reihten sich an Gedanken! Angst packte ihn. jähe Angst! Erzähltes. Ge Portos tauchte auf. die Erlebnisse der Nacht verbanden sich damit zu einer verzerrten Phantasie--------und wieder tauchte es ihm auf: diese Frau ist nicht deine Mutter, man hat Böses mit dir im Sinne — du kommst nicht mehr nach Hanse», nicht mehr zu Wertmeister Margold, die Maschine wird ohne dich montiert — und dann kommt die Frau mit der roten Jacke und die Männer.--------Fast hätte er nm Hilfe ge< schrien. Da erblickte er den Ausschnitt eines Fenstors. Es war, als ob sich drcmßeu die Nacht schon etwas helle. Er eilte hin, öffnete. Ein frischer Luftzug labtr seinen schmerzenden Kopf, Unwillkürlich sah er hinunter, wie hoch er sei. Ein schiefes Dach sprang eine Körperlange unterhalb dem Fenster vor, von da aus tonnte es nicht weit vom Boden sein. Wahrhaftig, der Himmel hellte sich schon, wenigstens schien es ihm so. Eine heiße Sehnsucht nach Gundlach erfaßte ihn, nach dem weihen Mädchen, nach Mutter Marialine - wie ein Lichtkreis hob sich das alles aus der Finsternis! Nur fort aus diesem Hause! — Er schwang sich auf das Fensterurett, ließ sich von da ab auf das Dach herab. Es ging vortrefflich! Dann glitt er bis znm Rande. Ein Baum streckte, ihm hilfreich einen Ast entgegen. Er schwang sich hinanf, rutschte gegen den Stamm, an diesem hinab und stand auf dem Boden. Er war in dem Garten, den er mit dem Mann durchschritten - das wußte er bestimmt. Jetzt galt's den Weg zn finden — nach Gnndlach! Neue Mutlosigkeit ergriff ihn. Wenn er nur bis zur Brücke, bis^um Strome fand, dann war er wo nigstens vor diesem entsetzlichen Hanse sicher, das ihm jetzt wie ein drohendes Ungeheuer vorkam. (Fortsetzung folgt.) sein Vorschlag ist vom ^tadtrme lx'reits votiert. „Alle Personen im Alter von 25 bis 45 Jahren, die geistig und körperlich normal und trotzdem lcdig geblieben sind. werden ansgefurdcrt. binnen 00 Tagen in den heiligen Ehebund zu treten, widrigenfalls sie mit einer Geldstrafe von 40 bis 400 Mark belegt werden.." So besagt das neue Gesetz, und als es cm-genommen wurde, ertönte von allen Seiten begeisterte ^llstimmung. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. (S i tz n !> g des l. k. L an d e s schul-rate,s für Krain vom 21. März 1907.) Ernannt wnrde znm Oberlehrer in Hl. Kreuz bei Thurn Gallenstein der definitive Lehrer und Leiter in Nußdorf, Ant. T u r t, zum def. Lehrer der prov. Lelirer G. Fegie in Grasen brunn auf feinem dermal igeu Tienstposten. — Versetzt wurden der defi-nitive Lehrer iu St. Veit bei Laibach Anton Ar to an die II. städtische slovenische Knabenvolksschule in Laibach und der Oberlehrer in Flödnig Andreas Nap<> als Lehrer an die 111. städtische slovenischc K^abunvolksschule in Üaibach. -^ Die Schuldimer-stelle an der k. k. Lehrerbildungsaustalt in Laibach wnrde dem Feldwebel beim Infanterieregiment Nr. 1? in Klagenfurt Anton Dolenc verliehen. - Bewilligt wnrde die Errichtnng einer einklassigeu Volksschule in Münkeudorf, dann die Errichtung einer besonderen Abtcilnng an der Volksschule in St. Veit bei Sittich sowie die Einführung des ungeteilten Vormittagsnnterrichtes in allen Klassen dieser Schule. — Beschlüsse wurden gefaßt hinsichtlich der Antragstellung wegen Besetzung von Lehrstellen an Mittelschulen, dann, hinsichtlich der Befreiung von Mittelschülern vom Schulgelde und hinsichtlich mehrerer Disziplinarangelcgonheiten. — (Für T elep h on ab o n n e n te n.) Um den von verschiedenen Seiten geäußerten Vc!denlken, gegen das Ergebnis der im Jahre >90l) vorgenon> nienen Gesprächszählnngen zu begegnen, hat sich das k. l. Handelslninisteiimn mit dem Erlasse vom 9. d. M., Zl. 7855/1', bestimmt gefunden., jenen Abonnenten, die sich durch die erwähnten Zählungen beeinträchtigt glauben, das Recht einzuräumen, ilire Stationen selbst in eine der Tariftlasse .V, U, (' und I» einzubetennen. Die k. k. Post- und Tele-graphendirektion wird daher demnächst den Abonnenten eine portofreie Korrespondenzkarle zukommen lassen, womit dieselben die von ihnen für ihre Stationen gewählten Tarisllassen bis längstens 80. April i. I. der Post- und Telegraphendirettion betcmnt zu geben haben. -^ (Fußwaschung.) Der Herr Fürstbischof Dr. Iegli? nahm gestern in der Donckirche an folgenden Greisen die Zeremonie der Fußwaschung vor: Johann Zupan aus Visoko, Pfarre St. Georgen bei Krainburg (92 Jahre), Johann Pezdir aus Nud-nit (!12), Bartholomews Koprivcc ans St. Marem (59), Andreas ^orl ans Nupa bei Krainburg (86), Thomas Makovec aus Franzdorf (84), Thomas Kerö aus Predassel (83), Michael Ancelj ans Mojstrana W), Johann Pipan aus Zapoge (83), IotMl^ Primec aus Laibach (82), Johann Blaxiö aus Adelsberg (80), Matthias Penko aus Slavina (79) und Laurenz Zorman aus St. Georgen bei Krain? bürg (79). Alle Greise sind zusammen 1012 Jahre alt. ^ Der Zeremonie der Fußwaschimg wohnte auch Herr Landespräsident Schwarz bei. "- (Eine eigene, Anlage für elektrische Beleuchtung.) Die hiesige Mtienbau-gesellschaft ..Union" faßte vor kurzem-den Beschluß, ihre fämllichcn Näume in eigener Negie elektrisch zu beleuchten und zu diesem Zwecke die AnfstMung eines Motors, bezw. einer Dynamomaschine, im dazu errichleten Naume zu lx'wirken. Die diesbezüglichen Vor-(Montieruugs.)Arbeiten wurden im Innern diescrtage nahezu vollendet. x. (Vereinswesen.) Das k. f. La,ndespra> sidium für Krain hat die Bildung einer Ortsgruppe des Vereines „Südmarf" mit dem Sitze in Ttocken-dorf im Bezirke Tschernembl, nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommen. —e. — (Errichtung einer Ert'urrendo-schnle.) Iu Medvedje Brdo, Bezirk Loitsch, wird im Henrigen Jahre eine Exkurrendoschnle errichtet, um, hiedurch die zlveiklassigc Volksschule in Gereut (n,it 230 schulpflichtigeil Kindern) teilweife zu ent-lasten. Die Vorarbeiten sind bereits im Zuge. x. — (Zur heurigen Baufaisou.) Im Laufe der letzten fechs Wochen ist zwar die Zufuhr von Baumaterialien und Eisenkonstruktionsteilen auf die Bauplätze für den ersten Bedarf erfolgt, jedoch stehen der Eröffnung der Vausaison noch zwei Faktoren im Wege: der ManM an Arbeitsmateriale Laibacher Zeitung Nr. 72._______________________________________650 29. März 1907. und ein -- verträgliches Wetter. Es rühren zwar auf zwei Bauplätzen, ein paar Zwänglinge ihre Schcn^ feln, aber die Baumeistor stoheil da noch ohne Nau° arbciter und warten auf Zuzüge von außen. — Im übrigen wird sich die heurige Nausaison nachstellend gestalten: Neuprojektiert sind: die einstöckige Villa des Ioh. Varoga an der Unterkrainor Straße. das dreistöckige Gebäude der „Ljudska posojilnica" auf den Grundparzellen der „Kmetsla posojilnica," au der Wiener Straße, das zweistöckige Gebäude des 0. Bamberg an der Mikloßiöstraße, wo bereits die Denwlierunn eines Teiles des alten Traktes erfolgt ist und die Grundausgrabungen begonnen haben. In der Slomöekgasse, anstoßend an das Haus dos Heinrich Korn, lvurde der Bauplatz von Nobert Stenovic käuflich erworben, ist bereits eingezäunt und es wurde mit dem GrundauZheben durch Zwänglinge begonnen. In den Ilirske nlice wird das einstöckige Haus des I. Podboj, ein viertes Gebäude des A. Kokalj in der Pfalzgasse und das Haus des V. Ma-renöe an der Martinsstraße um ein Stockwert gehoben. Beim Hause des Mar. Salloker am Krakauer-dämm werden etliche NekonstruktionZarbeiteir an zwei Fronten ausgeführt und am Laibachcr Schloß-berge gelangen die nötigen Adaptierungs- und Ne-noviernngsarbeiten zur Ausführung. In Kroiseneck ist der Mrchenbau zum letzten Drittel der Hauptmauern fertig und gelangt heuer zur Vollendung. -Angeworfen nnd ausgepicht werden in dieser Bau-saison: das Gebäude der höhere., Mädchenschule, die Villa Dr. Vallentschag und Al. Lilleg an der Blei-weisstraße, das Haus des I. Krcgar an der Elisa-bethstrahe, die zn>ei neuen dreistöckigen Gebäude der „Kmetska posojilnica", jenes der M. Kubelka an der Poljanastraße, die Villa Orni^ in. den Ilirske ulice, die Häuser ^eset und Lanrftiö in der verlängerten Pfalzgassc, jenes des Paul Turk iu der Schieß stättgasse sowie das Gebäude des ersten Staats-gymnasiums an der Poljan astraßc. Vor der Kolesia sselangen zum Verputz die Häuser des M. Nöthl und 1. Smole. — In Selo-Moste gelangen im heurigen Sommer die Fabriksgebäude für chemische Erzeugnisse zur Aufführung, während die kleineren Objekte samt Nanchschlole!! bereits vollendet sind. — Für alle diese Vauarbeiten werden etwa 2000 Maurer und Handlanger benötigt, von denen aber bisher kaum 40 zur Verfügung stehen. x. — (Stimme aus dem, Publikum.) Es kommt uns folgende Anregimg zu: Vielen Besuchern unserer Begräbnisstätte zu St. Christoph dürfte es wohl schon oft und oft unliebsam aufgefallen sein, daß die dortigen Zustände das Gefühl für Ordnung und Reinlichkeit empfindlich beleidigen. Auch die Wege sind in einem sehr verwahrlosten Zustande; dies fällt besonders seit jenem Zeitpunkte auf, als unser neuer Friedhof benützt wird. Vor allem verletzt fühlt sich der Besucher durch die massenhaften Abfälle von gebrauchten! Papier, Kartons, Drähten und dergleichen Dingen, die auf den Grabstätten -umherliegen und die pietätvolle Stimmung beeinträchtigen. Zur Abhilfe dieser Mißstände wäre es wohl ini Interesse aller, die sich um die Pflege und Ordnung des genannten Friedhofes interessieren, geboten, durch freiwillige Beiträge eine Art Aufsichtsorgan zu bestellen, damit erstens eine bessere Ordnung einträte und auch keine Blumen mehr von den Gräbern getmgen werden, wie dies sich oft und oft ereignet. Wie sich der jetzige Mesner von St. Christoph äußert, gebricht es ihm an Zeit, den Friedhof und alle Wege in Ordnung zu halten; auch fühle er sich nicht mehr stark genug zur Neiuigung. So-hin bliebe also, um geordnete Zustände herbeizuführen, bloß das Mittel, eine geeignete Kraft zu finden, die, etwa gegen das Entgelt von einer Krone per Tag, mehrmals in der Woche einen Nundgang machte, öfters eine Reinigung vornähme und vor allein darauf sähe, daß nicht so viele Verunreinign^ gen vorkämen. — Etwaige Zustimmungen aus dein Publikum sind unter „Friedhof zu St. Christoph" an die Administration dieser Zeitung erbeten. * (Ein Kirchenräuber eingebracht.) Heute nacht sah ein Sicherheitswachmann in, dvr Bahn-Hofgasse beim Hause des Herrn Nov^ek einen unbe.-kannten Mann, der, hinter einer Mauer stehend, plötzlich verschwand. Der Wachmann begab sich durch das offen gelassene Hoftor ius Haus und fand den Mann versteckt hinter einer Tür hocken, worauf er ihn sofort verhaftete. Als er vom Garten aus ein verdächtiges Geräusch vernahm, begab er sich dorthin, durchsuchte deu Hausflur und entdeckte einen zweiten Mann, der sich dort verborgen gehalten hatte. Der Sicherheitsn»achmann verhaftete die beiden, als er sie aber durch die Vahnhofgasse abführte, liefen sie davon. Den einen konnte er in der Slomöekgasse einholen, der andere aber flüchtete sich. Es wurde festgestellt, daß der Vinaebrnchlo der 19jährige und nach Adels- berg zuständige Taglöhner Karl Smordu ist. itr wurde» wegen verschiedener Diebstähle, insbesondere aber wegen eines in der Filialkirche zu Nadanje Selo verübten Kirchenraubes verfolgt. Diese Ku-che wurde am 21. Juni 1901 nachts mit einem Nachschlüssel ge,-öffnet, woranf eine goldene Monstranze, zwei Kelche aus Messing, innen vergoldet, vergoldetes Ziborium, eine Alba und aus einer Sammelbüchse etwa 6 K Bargeld entwendet wilden. Smerdu arbeitete beim Ban der Iubiläumsbrucke und hat auch aus Mer Ieit einen verbrecherischen Diebstahl am Gewissen. Der zweite entwichene Gauner ist der nach Koöana zuständige Zimmermaler Anton Krcbelj. Nach diesem ebenfalls äußerst gefährlichen und wiederholt abgo° straften Dieb wurde des Nachts eifrigst gefahndet, leider ohne Erfolg. ' (Ein kleiner Ausreißer.) Diesertage brachte man zwangsweise aus Graz nach Laibach den neunjährigen Schüler Johann Miheliö, der einen Rekord von sechzehn Entweichungen aus dem Eltern, hause erreicht hatte. Der Knabe wurde gestern den Salesianern in Kroiseneck in Obhut nnd Pflege über-geben. — (Konzert in Abbclzia.) Mau schreibt uns ans Abbazia: Kürzlich fand hier im Theatersaale des „Hotel Stephanie" ein sehr gut besuchtes Konzert statt, an dein sich auch eine Kunstkraft aus Laibach, die Konzcrtsängerin Frau Mitzi Meese, mit mehreren Arien und Liedern beteiligte. Schon lange hatten wir die „Mignon-Arie" sowie Schuberts „Gretcheu am Spinnrad" nicht mit solch seelenvollem Ausdruck und feinster Nüancierung vortragen gehört. Die prächtigen Stimmittel, der tadellos reine Ansatz, der große Umfang ihres auch in der Höhe gleich wohllautenden Soprano von weicher Klangfärbung sowie die deutliche Textaussprachc gewannen der jungen Sängerin rasch die Sympathien des Publikums, das denn auch mit seinem Beifall nicht geizte, sondern Frau Meese immer und immer wieder hervorjubelte. Sie mußte sich nach Absolvicrung deis Programms der reizenden Lieder: Nobert Franz „Stille Sicherheit", des schon genannten Schubertschen „Gretchen am Spinnrad", dessen dramatische Wieder^ gäbe allgemein entzückte, und Robert Schumann „Widmung" zu einer gleichfalls mit Begeisterung aufgenommenen Zugabe entschließen. An Stelle des leider erkrankten Opernsängers A. Schalt, der seine Mitwirkung zugesichert hatte, sang Herr Willy Frankfurter ein paar Nummern nnd fand freundlichen Anklang, Auffchen erregte der Geigenvirtuose Iany San to 5 mit dem schwung vollen Vortrage von Bachs „Air", Beethovens „Romanze" und Sarasates „Spanischer Tanz". Er gewann jeder Nummer neue Seiten ab und gestal» tete seine Darbietungen zu echt tünstlerischeu Leistungen. — (Der ausgebliebene Weltuntergang.) Diese Astronomen haben wieder einmal großes Unheil angerichtet und die Menschheit in ganz unbegründete Furcht und Aufregung verseht. Für gestern war eine Karambolage unseres Planeten mit irgend einem aus dem Weltraum dahergekommenen Kometen in Aussicht gestellt und es war so rein gar nichts zu verspüren, was an ein so gruseliges und wirtliches „Weltereignis" gemahnt hätte. Nehmen wir also an, es ist ein Rechenfehler unterlaufen. Bei den unheimlichen Ziffernkolonncn, mit welclM die Astronomen manipulieren, kanu es leicht vorkommen, daß so ein „Irrtümerl" von etlichen hunderttausend Kilometer unterläuft, wozu noch kommt, daß der avisierte Weltenbummler von irgend einem anderen Weltl'örper abgelentt wird und dann sind die ganzen Vahnberechnungen lind Prophezeiungen über deu Haufen geworfen. Irgendwo muß aber dieser „Weltbummler" hingekommen sein, der den, Astronomen ein so arges Schnippchen geschlagen hat. Darüber Wird wohl erst in einiger Zeit Aufklärung erfolgen; vorläufig steht -nur fest, daß die Osterfreuden. falls das Wetter nicht Böses im Schilde führt, durch keine Weltkatastrophe vereitelt sein werden. * (Gefunden) wurde ein goldener Ohrring. * (Verlo r e n) wurde eine Pferdedecke, ferner eine goldene längliche Brosche. Theater, Kunst und Literatur. — (Wocrls Reisehandbücher.) „Reise mit Woerl!" ist das neueste Imperativ, mit dein man sich scherzend von Verwandten, Freunden und Bekannten auf dem Bahnhöfe verabschiedet. Allen aber, die einen wirklichen Gewinn nnd Genuß vom Reisen haben wollen, ist ein Begleiter nötig, der sie ail die Stellen leitet, wo etwas zu sehen ist, der Zeit und Geld spart und dabei selbst nichts kostet, der stets schnell, zuverlässig und bereitwillig über alles Auskunft gibt und nie mit unnötigen Fragen oder Drängen lästig fällt. Ein solcher bietet sich in den be- kannten kleinen Woerlschen Führern. Über 600 Bändchen sind in Woerls Rcisebücherverlag (Leip" zig) bereits erschienen und jedes Jahr vergrößert sich die Sammlung, die schon heute als die größte Reise-bücherkollektion der Welt betannt ist. Vor unH liegt der Woerlsche Führer: „Triest und Umgebung mit Istrien nnd der Grottenwelt des Karstes" (Preis 50 Pf.), der sich, mit Plan und Karten bei lagen sowie Illustrationen reich ausgestattet, jedem Benutzer als unentbehrlicher Begleiter erweisen dürfte. Vollständige Verzeichnisse der Woerlschen Führer seudet der Verlag in Leipzig an jedermann gratis und franko. — (Neueste E rdbeben-Nachrich ten.) Herausgegeben von A. Velar. Inhalt der 4. Nummer: 1.) A. Velar: Bodenbewegungen und die Stabilität der Bauten. 2.) Ing. C. Vartl: Nach' trag zum Monatsberichte für Dezember 1906; Mo natsbericht für Jänner 1907; Allgemeine Übersicht. 3.) A. Velar: Fasche Erdbebennachrichtm. 4.) Das Verhalten der südeuropäischen Vulkane im Mo° nate Jänner 1!X)7. 5.) Erdmagnetische Veobachtun-gen des erdmagnetischen Observatoriums und der Erdbebenstation in München. 6.) Sonneuflecken» uud Eouuenscheinbeobachtungen au der Laibacher Warte im Monate Jänner 1907. 7.) Notizen. 8.) Einlaufe. 9.) ^tilnlncn aus der Tagesliteratnr: Vorauösagun-geu über die Erdtemperatur für das Jahr 1907; Erdbeben in China. 10.) Vorläufiger Monatsbericht für Februar 1907. — (Ein italienisches Bayreuth.) Aus Mailand wird gemeldet: Mnsikverleger Nicordi regte heute im „Carriere delta Sera" die Idee au, ein „italienisches Nayreuth" zu schaffen, indem alljährlich im September im Teatro Fenice in Venedig Musteraufführungen ausschließlich italienischer Opern unter Mitwirkuug allererster Kräfte stattfinden sollen. Amerikanische Kapitalisten hätten bereits ausgiebige materielle Unterstützung zugesagt und Tos-canini, der Orchesterdirektor des Scalatheaters, sei für die künstlerische Leitung gewonnen. — (Iu Reclams Univ er s a l° N iblio-thek) sind folgende Bände neu erschienen: Nr. 4881 bis 4885. Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vor» lchmgen über dir Philosophie'der Geschichte. Mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von F. Brunstäd. — Nr. 4886. Erläuterungen zu Meisterwerken der Tonkunst. 11. Band: Georges Bizet: Carmen. Oper in vier Aufzügen. Geschicht« lich, szenisch und musikalisch analysiert, mit zahl? reichen Notenbeispiewn von Mar Chop. — Nr. 4887. Hans Fraungrubcr: Ausseer G'schich» ten. Erzählungen und Schwanke. Zweiw, durchgesehene Auslage. Zweiter Teil. " Nr. 4888. Ferdi» nand Bonn: Der Hund von VaZkerville. Schauspiel in vier Anfzügen aus dem schottischen Hochland. Frei nach Motiven aus Poes und Doyles Novellen. - Nr. 4889. 4890. Graf Gobiueau: Neisefrüchte (Souvenirs de voyage) aus Kephalonia, Naxos, Neufundland. Drei Novellen. Aus dem Französischen übertragen von Franz Hahne. Illusion, »».or» in der Z>otnkir«He. Karsamstag den NO. März nach halb 10 Uhr Hochamt: Messe von Felix Uhl, nach dem Alleluja Vers t^0nttt^iniui vninino und Tractus l^rulliite vttinilluii» von Anton Foerster, Vesper chomliter. Telegramme ies l. l. !elellllll,htll-3mesl>llnl!ellj'Vllrtlllls. Wien. 28. März. Das Arinee-Verordnungs« blntt meldet: Seine Majestät der Kaiser geruhte an-zuordnen die Übernahme des FML. Nenkeö de Kezdi-Sarfalva in den Ruhestand mit Ver« leihung des Titels und Charakters eines Generals der Kavallerie und der Würde eines Geheimen Rates; ferner die Übernahme des FML. Ritter Zeller von Ze11hain in den Nuhestaud mit Verleihung des Titels eines Feldzcngmeisters und hat ferner dem FML. des Ruhestandes Stephau Vabi <: den Titel einels Feldzeugmeisters verliehen. Innsbruck, 28. März. Die seit li Tagen währende Unterbrechung der Arlbergbahn wurde behoben. Mit den Abendzügen wird der Gesamtverkehr wieder aufgenommen. Sofia, 28. März. Fürst Ferdinand hat ten Großfürsten Vladimir Alerandroviö eingeladen, an den Feierlichkeiten zum Gedächtnis au den Zaren den Befreier und die Helden des Befreiungskrieges, die im September stattfinden wird, teilzunehmen. Der Großfürst antwortete, er loerde sich glücklich schätzen, an der Feier teilzunehmen, die feinem Herzen so nahe gehe. Laibacher Zeitung Nr. 72. 6b1 Pari 5 , W. März. Im hentigen Miniswrrate wilw Minister dlS Äußern Pichon mit, d den ein Toter und fünf Schwerverletzte geborgen. Man befürchtet, dos; die Katastrophe noch weitere Todesopfer gefordert habe. Die Vertreter der Behörden und Truppeil sind unverzüglich an der Un-6lück5stätte zur Hilfeleistung erschienen. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Graeh, Dr. L., Die elektrische Telegraph«, X 1 44. — Mylius und Isft hording, Der Wasserbau an den Niimenwasscrstraßen, II, gbd. X 10 8(1. — Virginia I., Frauenlyril unserer Zeit, X 3 60. — Paulsen John, Erinnerungen an Henrik Ibsen, X 3. — Kirchner, Dr. Eugen, Geistiges Training, X 3 60. — Kirchner, Dr. Raphael Eugen, Schlummernde Fähigleiten und geheime Seelenlräfte, K 2 40. — Wessely I. G., Grammatisch.fti. liftisches Wörterbuch der deutschen Sprache, K 2 40. — Franke Felix, ?ki«e» äv tou, lo» jour», II — 96. — Meyer E. N., Deutsche Gespräche mit phoneyischer Einleitung und Umschrift, « 1 W. — Passy P., ^dr^s äo prouoii. cation lr»u^i8«, X 1 20. — Methode Werlhaupt: Russisch, insbesondere die russische Handelssprache und Handelslorre. spondenz durch Selbstunterricht mit Schlüssel X 18. - Es> peranto Leitfaden. X - 24. — Sallwürl, Dr. E. v., Logik und Schulwissenschaft, X — 60. — Tranckner Chr., Vom Recht der Knnst auf die Schule, X 1 68. — Iodl Fridr., Geschichte der Ethik als philosophische Wissenschaft, I.Band X 14 40. — Künstler, Neue musikalische Theorien uud Phantasien, 1. Band Harmonielehre, X 12. — Fulda Ldwg., Amerikanische Eindrücke, X 3 60. — Albrecht H., Frauencharaltere in Ibsens Dramen, X —-72. — Wihla v. d. Die wilde Fasanerie, X 1 50. — Schmitz A.. Richtige Be. Handlung und Erziehung des Hundes, X —60. — Pater Walter, Die Renaissance, gbd. X i) 60." — Ruslin John, Über Mädchenerziehung, X120. -Zobelsberg Fedor v., X 2 40. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr KFed. Bambergin Laibach, Kongrehplah 2. Verstorbene. Am 26. März. Christina Cvar, Kaufmannswaise, 14 I., Rain 16. Tuberkulose. Am 27. März. Franz Olorn, Handlungslommis, 20 I.. Reitschulgasse II, 'luboreui. pulm. Am 28. März. Josef Arhar, Kondulteurssohn, 22 T., Ienlogasse 16, Lrouotüti» o^pill, — Theresia Sajovic, Ar« beiterin, 54 I., Petersstraße 58, ^nnm^a«. Im Iivilspitale: Am 23. März. Maria Florjaniic, Inwohnerin, 40 I., l'i-ketuiH colli lom. Am 24. März. Franz Ogorevc, Arbeiter, 60 I., Lungenentzündung. — Martin Lamovc, Arbeiter, 26 I., Herz. fehler. — Michael Gorjanc, Maurerssohn, b Mon., Nr>si-volll» laoio». — Maria KnauS, Inwohnerin, 19 I., Tuber« tulosc. Am 2b. März. Ignaz Capuder, Taglöhner, 60 I., Lungenentzündung. Im Siechenhause: Am 27. März. Maria Kosir, baruch. Schwester, 24 I., ^'udorcul. pulm. Am 28. März. Matthias Nosan, Arbeiter, 82 I., läa- lkNlNU« «onili». Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ » DZ? I«- de« Himmel« ^^ y« 2 UTNT^ 740-t"?0^7 "TO. schwach ^fast heiter " 9U. Ab. 739 2 5 4 , 29>7Ü. F. 737"? -0-3< NO. schwach j » ! 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 5 4°, Nor-male 6-0«. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. SOEBEN ERSCHIEN IN MNSEKEfl VERLdQE: = IWflN DEL1CZ — (M4RIE VON FISTOHLKORS): TOTE5 Wd55ER EIN ROMflN 4U5 H/IB5BURQER LANDEN ====== 8°. 132 S. PREIS BROSCH.3 K QEBUNDEN 4 K = IQ.V.RLEINM/IYR sir FED.B4MBERQS PUQMH/1NDLUNQ, L/IIB/ICH ===== (1198^ 10—» Mitdenveilagen: Für die Frauellwelt. , Au« der Zeit fiir die 3eit. ver Naturfreund. Viichertisch. Monatlich 2ycfte! llompletter )ahs. gang Marl ?.2tt. Vurch alle vuch-Handlungen und poftanstalten zu beziehen. Zu bcjicbcn durch ]g. v« «ktnmayrs a fed. Bambcrgs IBncfc* bandlung in Haibacb. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 28. März 1907. Die notierten 5turs« verstehen stch «n Nronenwährung. Die Notierun sämtlicher «llien und der „Diversen Lose" versteht stch per Stücl. ^«eld Ware NUgenleiue Staats» schuld. Einheitliche Rente: . l°nv. steuerfrei, «roue,, (»l»l.Nov.) per Kasse . . 9»-45 9» ek. .""° (3ün,.Iuli) P«r «llsse 98 «d S» i>b <»°/^0. W.«oten(F«dV.»u8.) » '"/«». «». Cilber (Upril.0N.) ,^"« Etllatllose ü sl. 4°/< 2li - ülg - ,»«l" " 10« fl. , , Üb8 - »«4 - N«»"»« " bU fl. . , fl, b°/, 289- 2Lt- «taatsschulb d. i. «eichs. 7«e vertretenen «önig. reiche »nd Länder. 'bfttrr. Volbrente. stfr., Gold ^'3- ^lente in Kronenw. stfr., »r. per Kasse . . . 4°/^ »«so »8 «> ^o«to per Ultimo . . 4°/, s« 6«, «»8< -st- Investition«.«ente, ftft.. »«. per »asse . 3'/,"/<> 8« 80 8» 1» » ,«? /^ Klonen . . 4°/c N« 45 «945 «uvollbahn w KronenwHhrung. .X^».sü^' ^^' St.) . 4°/. U8!»i> L9 bb ^""lberger «ahn. steuerfrei. "« Kronen . . . 4«/° 98 70 »9/0 »^ l'"°b>ftnl»»elschtlU>»»»tu ",.ste«<.,l,, ^sn,i»l,«.,knen ^!s«b««h°V. llW fl.KM. 5'/<"/. v°n 4«a Kronen . . .< . 4«» - 466'-""» «inz.Vubwei« »0« fl. 5'^Eü^°/ . . 434 _ 48S-. ,"° Ealzburg-tirol 200 . «> W. L. 5"/, . , , 430- 433'5 nommenl lillndahn' Prlolltät»» zftugatlonen. «öhm. Weftbahn, M, 4«/n........11? lO 118 1« ssranz Josef-Bahn Vm. 1884 (div. Et.) Nlll,. 4°/l> . . 98 90 09 s!> «alizlsche Karl Ludwig-Nahn idlv, Ot.) Lilb. 4'/« . . 98'5b 89 5s Unü.-galiz. Nahn üon fl, K. 5°/« 110 50 111 ü< Vorarlbergti Vah» UN«. Goldrente per Kasse . HI'95 Iii! I! 4°/„ detto per Ultimo 11«-— ill 20 4°/, ung. Rente in Kronen- «ähr. «frei per Kaye . . 94 4n 94 «0 4°/^ betto per Ultimo 84 bN L» ?« 3 V,°/» bett« per Kasse . »8 8" «3 l»> Ung. Prämien.llnl. 5 100 fl. . i»? 5u <^9-i>0 betto k 50 fl. , 19? 5« 199 5'l lhelß.«eg,'l!°se 4«/« . . , . 149 - 151'— <"/<> ungar. Grundentl.-Oblig. 94»!» 9t>'Ut> 4°/« troat. u. slao. Vrundentl. Oblig........9ü-4b — - Nnbere öffentliche Anleyen. «osn. Lande«>Nnl, (dlv.) 4°/u , »3 L» 94 «5 Äosn. ° herceg. Eisenb. «Landes» Nnlchrn (div.) 4'/,°/° - 9l>»5 1lX» 8k> z°/„ Donau-Ne<,,'Nnlelhe 1878 103 5« 104 ö>! Wiener !ljeilehr»°Nnle!he 4°/« 99 2» i»u »<> detto 1900 4°/u 99 »5 1l,0 8b Nnlehen der Stadt Wien . .102» - 10« -betto (S. ob. ».) . . . 121 40 122 4« dctto (1894) .... 96-V5 9? 3l> dettll (1898) .... 98 10 99 l' bett» (1900) .... 98-50 «9-5' detto Inv.-«.) »90» . 98-45 99 4!> ^srsebau-Unlehen verlosb. k»/» 99<0 100 4 «ulg. Llallt«elsenb,-Hyp.°«lnl. 1889 Gold .... s»/„ ii8-ü« 119 bü vulz,. Staat«. Hypothekar Nnl. 1892......«°/, I19»O 120K> Veld Ware Pfandbriefe «. Vodenlr.,al!g,«st,/^°/« . . . 101-50 — — Zentral Vod,.«reb.°Vl„ «fterr., ßk I. Verl. 4°/<> , , . . 99 5l> I«0 30 Nreb.°Inst,.österr,, f. Verl..Unt. u.üflentl,Nrb,«at.^vl.4"/„ 9810 99--Landest,, d. Kön. Valizlen und Lodum. 57'/, I. rullj. 4"/„ 9?25 982d Mähr, Huputhelcnb. oerl. 4°/« 9S'A„ 8« 3« N..österr.Lande«.HyP..«nft,4''/» 9,10 ilKi,n bett°inN.2<>/l,Pl. verl. 3»/,°/o 9175 92 7t, de!t» K.'Schuldsch. uerl. 8>/»°/n 91-5« 92 50 , detto Verl. 4°/° 99— 100-Osterr.'unaar. Vanl 5« jähr. vrrl, 4°/° «!. W..... 9920 100 2< detto 4«/» Kr..... 99 «0 KX»-«' Eparl. l.öst., 60 I. Verl. 4°/« 100 70 iui 6^, Eisenbahn.PrioritätS-Obligationen. sserdinal,ds.Nordbahn «m. »»«« — - —- dettu Vm, 1904 —-- -- Öfterr. Nordwestb, i0« fl. S, , 104 20 10b 2<> Staatibahn 500 Fr..... — — — — Mdbahn ll 3°/<» Jänner»Juli 500 Fr. (per St.) ... 304-10 30« 1« Lüdbahn 0. 5°/<>..... 123 10 124 10 Diverse L,fe (per Stück). z«,w,llch» z»ft. 3°/« Vodentiedlt>L°se >l>!cu iireuz, öst. Ves, v,, 10 fl. 45'?5 47'/l, ,>o!,n ttreuz, ung. «es. v., 5 fl. 26 75 2» 7b üiudolf.Lose 10 sl...... 5S-— 6» - -alm.Lofe 40 fl. ». Vt. . . 190 — i!»«-- «eld Ware rürl. G..«..«nl. Präm.Oblig, 400 Fr. per Kasse . . . 184-25 18° 25 detto per M. ... 182 25 1^» 2!> Wiener Komm,»Lose v. 1.1874 482- 492 Vew..Vch.d. 3«/n». «ussig.Irpl, Eisenb. 500 fl. . i42N- 2440 - Vühm. Nordbahn 150 ft. . , »45— 355-- «uschllehrader E!sb, 500 fl. KM. 8»«5 — 2875 - delto (lit, U,) 200 sl, per Ult, ,114 — 1120 -Donau > Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l, l, priv,, 500 fl. KVt, 1029 — ,l.»5 - Dul.Bodsübach« Eisb, 400 Kr, 55«'— b6»-- Frrdinlliids.^ordl,, EiseübahN' Gelcllschaft. 20« sl. S . 572- 574'5l Lloyb,0steri..Iiieft..5N0fl.«M. 4?»-— 48«-- vsterr. Äiorbwestvahn 200 fl. S. 431- 434 — deltu(Iit, U.)200sl,E. P.Ult. 42« 5l! 430 L> Prag'DuxerEiseüb. 100fl. abgst, 221— 223- Ltaatseifb, 200 sIT. per Ultimo ss«'5N 869'ü<> Eüdb. 2W fl. Silber per Ultimo 14? 2b 148-2^ Oüdnorddeutschc VerbindunM, 200 fl. KM...... 400 - 402 — Tramway»Ges., neue Wiener, Priorilätö.Mtlen 100 fl. . — — —--Ungar. Westbahn (Maab>«l»z) 20» sl. S....... 4Nl— «» — Wr. Lolalb..«Men.Gts. 200 fl. 190 — 19« ~ »«nlen. »nglo'Österr. Vanl. 120 fl. . . 810 »0 311 5< Uantveieln. Wiener, per Kasse ^ - - - detto per Ultimo . . . 55? 50 t>5« 5.> Äodenlr..«lnst. österr,200fl,S K,S6— 1U72-- Zentr,.V°b..Kr«db. «st,, 200 fl. 554— bk6-Kreditanstalt für Handel und Geweibr, 1«o fl,, per Kasse — — — - detto per Ultimo ü?9 — «80 — Krebltbanl allg. «ng., 200 fl, . 8») — 801 — Depositenbank, allg., 200 sl, . 460— 460 5 c> ltslompte > Vesellschast, nieder. «steir., 400 Kronen, . . . 582-^ l84bN Olro. und Kassenvereln, Wien«, 200 Int«n»lMUN>«n. Gauges., allg. Ofterr., 10» sl. . >»,)-— i«z 9« Vrüz«rKohlenbelgb.'Ge!.l<)0fl. 728-. 731- 3isenbahnw,>Le!hg.,erste, lonfl. 203— k«?- — „ElbemÜHI", Papiers, «. N.'V 202 - 205 50 ltlellr.Ves., aNg.«sterr..2o«fl, 489— 44t — detto internal., 200 fl 627— «»»-— Hirtenberger Palr... Ziinbh. u. Met.ffabril 400 Kr. . . «150 — 1158 — Uicslnner Brauerei 100 fl. , , 275 — 278 — i1ionta!,.Oes»'Usch,,österr,.alpine «0325 S04'2» „Poldi-Hüttc", Tiegelgußstahl. F..A..O. 200 fl. ... 49? — 50»-— lirager Vifen. Ind.. »es. «tm. 1905, 200 sl...... 2551— 22S1 — «ima>Murany. Valgo>Tarjaner Elsenw. 100 sl..... 558-40 559 40 Zalao.Tarj. Steinkohlen ion sl, 5;<4 — «z — ,,Echlbglmüb,l", Papiers., »0»fl, 33z- »40— „Echobnica", «l,»V. s. Petrol.. Ind., 500 Kr. ... 580 - li?« -„Eteyrermühl", Papierfabril und V,.E...... 449 — 455 — Trifailer «ohlenw..«. 70 fl. . 2?2>- »77 — türl. Tabatregle.Ves. ,0« Fr. per Kasse . — - — — bett, per Ummo 4»o — 4z»-K0 «»affenf..»«s., österr., in Wien. 10» fl........ 542 - ü« — Waggon.Leihanftalt, allgem., in Pest, 40U Kr..... —»— — — l»r. Vaugesellschast 100 fl. . . 1»4— 1«5— Wlentibeigcr Ziegels..«tt,.Oss. ?»» - ?«» — Devisen. A»r»e zichten »n> Ichlck». Amsterdam....... 199 75 200 — deutsche Plühe...... li? «2» li»i2' London........ «4L 10 i42 80 ztallcnlsch« Banlplahe . . . 9ä 4« 95-5b pari«........ 95 6b 9d »« Zürich und Vasel ... »5 50 95»«' Val»ien. dulaten ....... il 0° tl«l !0°ssiai,k!>i!°Stillle..... I» l»» 19l»» >0.Marl'V!arloritMt«n, Aktien, LrO>«u etc., I>«vIncii und Vnlut«n. (4) Los-Versicherung. mMm C^. Itlayei« Ba.aa.lc- -u.aa.ct. "V^eclxsleigreöc3a.aft 1^__^^^^^^^^^^^^^^ Privat - Depots (Safe - Deposits) XT33.t»x »lr«n,>mTr«r>eh.lmB a..r 5»«,rt«S_ _____»wzliunj v«o BirilRliHi I» KQBtt-Iorront nd aas »ro-Iioti