kt.?n. Montag, 6. April 1891. UN. Jahrgang. küibacherMIMna. tz^^_______1_______^M^_______________^ ^"'^l>i,^'« ft, 5^"'^'"'"''« - «nnzjHhrig fi. lb, halbjährig fi. 7 50. Im «lomptolr: ^. Die «L»lbacher geitung» «rfcheinl tHgllch mil «lu«nahme der KonN' unb sseiertage. Die «bminiftr»«»« ^^. ^eiie,, «V^ die Zustellung in« Hau« ganzjährig fl^ l, - In sn-tionSytbur: Für V befindet sich Longressplatz «, die Redaction Vahnhllsgasst »4. Gprechftunben der Nebacrion tsallch »on ^^^^^.^ ° " < «töhere per «e!le « lr : be« Ssteren Wifberdoluiigen vcr Zelle » lr. V ,N bl« l» Ubr »ormlttag«, — UnsranNert« Vriese werben nicht angenommen und Manuscrlpte nicht zurllllgtfteN». >3> hllnd^^^ische Majestät haben mit vom 2. April d. I. in "ber die Reichsvertre- . .^bgeordn. W7. s 5. den Gutsbesitzer ^^^"dneten Dr. Stanislaus Grafen Wl ^ »iatb ". "Zurich Grafen Vrandis. W!k?'^thofez ^?. Präsidenten des Obersten M^' den^ugmeister Josef Freiherrn M^ Heinrich F^merer und Rittmeister a. D.. l^l^l. UnwV"" von Gudenus. den U, 'h°^ in Wien und W. 7 . den ?' .^°^"h Dr. Wilhelm Ritter Dia? ^siati^ ^""lidenten des Obersten Dr.Vincmz Ritter von M''Li. °'stt-^n 'c.^6' den Präsidentender ^° >r unk ^'^l'l'Akademie der Wissm- l^'b!" "dentl?.!" ^^' ^aurath Josef W^ ln «elichj« ^ y o l z. den Senatspräsidenten >''°t>"l, öffe.'^"°ushofes Leon Rat- . ^^.^w'mersitäts.PrM^^ in ^^MzHn «^ Slegel, den General. !-' ^«er!n O7"l'Ludwig-Bahn. H°fr°th ii^. de?°s' und ^^ "°" Friedrichs. . ^' z>kheim7n Z"'chtsadvocaten Dr. Josef «^ d^ufttm," Aath und Kämmerer. Major '^" de, ° " " Mähren Felix Grafen ^l°^sso" z« ^ und den ordentl. öffentl. i ^'^. als Mi< l°k°u. Regierungsrath Dr. ^H^ des Lieder auf Lebensdauer in ? M. Uwchzrathes allergnädigst zu ,l,^ ^ Taaffe m. p. ''^^' V"'^' Majestät haben dem '^^ königlich ungarischen l^l'b.P '" d.r ^'? strich Sz^chönyi wie !Mie>s Nr i^ des Ublanen.Regiment« ^?n,lnei^, «ra e» Leopold Nostih. ^K^Mwurde taxfrei allergnädigst zu ^^ä^°Wche Revue. l^^^echM' sich in den jüngsten l!?^ V5"tt'Mät «"."Nzlehen, die neuen Er» «^i< Äulche. N"^Mson. vollziehen sich ^ittf^nogr^ weniger als das Grapho-^^i° .N>elch"p^n beachtet man die mäch. lH> ^ ^ trote^?^"°l« gerade in dem ^ ^°ch s. "echnlk, der Telegraphie. ge- ü ^ ^ ^d '<^^Hde diese Erfindungen für die ,^V« vor,.,. " der größten Bedeutung. ^«^h e "der Jem die Aufgabe, zu gleicher W? z ,?eh^ gegengesehter Richtung auf sz^t^Rl. ^erinit.., ineinander unabhängige ^^.^>nun^ Die in jüngster Zeit f^itt "" der Erfindungen von van . '" ^^weifel^f^uclot aber lassen es ^. ^" rn? "feinen, dass diese Uh>t>.« Zukunft gelöst werden ^^V^chdieDist^^^^ ^'^X , ' 'Nden. .. ^ppel- und Gegen, verschiedenen, durch l^^tll? ans?»." ^pp°rate nur auf be. ^>>w^ Das Problem der 5' ^,^r ^^ ° aber dadurch gelöst werden. z ^H . d?r??"bermittlung nothwendig U, ^hru^^rtgabe anderer Zeichen u vleser beiden Reformen des Se. e. und e. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 25. März d. I. die Francisca Gräfin Attems zur Extern«Stiftsdame des herzoglich Savoyen'fchen Pamenstiftes in Wien allergnädigst zu ernennen geruht. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. März d. I. dem Nezirksgerichtsdiener in Pettau Martin Wutschina anlässlich der von ihm erbetenen Verfetzung in den dauernden Ruhestand das silberne Verdienstlreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Der Iustizminister hat den Obrldirector der Männer-Strafanstalt Karthaus Karl Ezermak in gleicher Eigenschaft zur Strafanstalt in Prag versetzt und den Director der Strafanstalt in Laibach Iaromir Ia< nota zum Oberdirector der Strafanstalt Karthaus ernannt. Nichtamtlicher Weil. "" Vom Balkan. Aus dem Westen der Balkan-Halbinsel wird ein sensationeller Vorfall gemeldet. In Uesküv. wo ein öster. reichifch'Ungarijcher Consul residiert, drangen vorige Woche türkische Gendarmen, und zwar im «Auftrage des Gouverneurs» des Vilajets von Kosovo, Kemali Pascha, in ein christliches, dem Schutze unseres Con« suls anvertrautes Gotteshaus und verlangten vom Priester die Entfernung des im Kirchhofe befindlichen Glockengerüstes. Da dieselbe verweigert wurde, so zer« störten die Gendarmen das Gerüst. Nachdem der Consul darüber Meldung erstattet hatte, überreichte der österreichisch°ungarische Botschafter Baron Calice der Pforte eine Note. in welcher er die strengste Untersuchung des Vorfalles, die Bestrafung der Schul, digen und die Wiederherstellung des Glockengerüstes forderte. Das ist der Inhalt einer sensationellen Meldung aus Constantinopel, welche die anarchischen Zustände in Macedonien an der Hand eines kaum zu entschuldigen« den Vorfalles sehr anschaulich illustriert. Dieser Vor< fall erinnert einigermaßen an die Glockenaffaire von Durazzo. welche im Herbst 1874 zu einem sehr leb. haften Notenwechsel zwischen dem Wiener Cabinet und der Pforte geführt hatte. Damals handelte es sich um die Aufhissung und den Gebrauch von Glocken, deren Telegraphenwesens wird natürlich eine ungemein ge« steigerte Ausnutzung der Telegraphenlinien und eine bedeutende Verminderung der Kosten des Telegraphieren« zur Folge haben. Am 11. October 1852 entdeckte Hind im Stern« bilde des Stieres einen wechselnden Nebelfleck, dessen Leuchtkraft periodifch stärker und schwächer wurde. Schon im Jahre 1785 hatte Herschel einen solchen variablen Nebelstern in der Nähe des Algol gefunden. Lange war man nicht imstande, denselben wieder ausfindig zu machen, bis dies im Jahre 1831 dem Sohne Herschels gelang. Seither aber richteten sich die Teleskope unserer Sternwarten vergebens auf die Stelle, welche Herschel genau bezeichnet hatte; vergebens suchte Birr Castle, vergebens d'Arrest nach dem interessanten Sterngebilde. Vor einigen Tagen nun hat Bigourdon auf der Sternwarte zu Paris den Nebelfleck wieder ge« funden, und zwar genau an der von Herschel bezeichneten Stelle. Derselbe hat die Gestalt eines breiten Fächers, in welchem ein Stern zwölfter Größe glänzt. Wahr« scheinlich befindet sich dieser Weltkörper jetzt in der Periode der steigenden Leuchtkraft, was eben die Wieberauffindung desselben ermöglicht haben dürfte. So kennen wir jetzt wenigstens zwei Beispiele für die merkwürdige Erscheinung der wechselnden Nebelflecke, welche für uns bald sichtbar, bald unsichtbar sind. In Amerika soll, wie die Dresdener «Lampen-Zeitung» berichtet, eine für Industriezwecke sehr we» sentliche Erfindung gemacht worden sein Es sei gelungen, heißt es, Aluminium mit Glas zusammen« zuschmelzeu. während man bisher mit Glas kein ein. ziges Metall verschmelzen konnte. Bestätigt sich die Gerüste zu einer im muhamedanischen Stadttheile von Durazzo gelegenen katholischen Kirche gehörte. Nachdem die Pforte und die albanesischen Localbehörden das Glockengeläute unter Berufung auf den Fanatismus der Muhamedaner zu vereiteln suchten, drohte schließlich der damalige Minister des Aeuhern. Graf Andrassy, mit der Entsendung eines Kriegsschiffes, und die Pforte gab schlichlich nach. Das Glockengeläute wurde zwar aus Opportunitätsgründen auf die Sonn« und Feier-tage beschränkt, doch fiel es den muhamedanischen Albanesen nicht ein, die Befürchtungen der türkischen Behörden zu rechtfertigen. In dem vorliegenden Falle von Uesküb liegt die Sache ganz anders und viel schlimmer. Die betreffende Kirche liegt nicht in einem muhamedanischen. sondern im christlichen Stadtviertel und der Act des Fanatismus wurde nicht etwa von einer intoleranten Bevölkerung, sondern von den zur Aufrechthaltung der öffentlichen Sicherheit berufenen Gendarmen, und zwar im Nuf< trage des General-Gouverneurs begangen. Zu dem kommt noch. dass die betreffende Kirche und das dazu gehörige Glockengerüste nicht erst seit jüngster Zeit, sondern schon seit langer Zeit in Verwendung stehen. Es han-delt sich also um einen von der Behörde angeordneten und durch ihre Sicherheitsorgane ausgeführten Act des Fanatismus und einer ganz willkürlichen Gewalt-thätigleit. Das Unrecht ist so ganz und gar auf Seite des Vali und der Localbehörbe von Uesküb, dass wir gar nicht daran zweifeln können, was die Pforte in diesem Falle thun wird und thun muss. Die Forderungen, welche Baron Ealice erhoben hat, sind so einfach und fo selbstverständlich, dass die ottomanische Regierung die Untersuchung einleiten, die Schuldigen bestrafen unb die Wiederherstellung des Glockengerüstes wird anordnen müssen. Wir sind zu einer solchen Erwartung umso-mehr berechtigt, als zwischen Oesterreich-Ungarn und der Türkei so freundschaftliche Beziehungen bestehen, dass eine baldige und zufriedenstellende Erledigung der Angelegenheit fchon aus diesem Grunde erfolgen müsste. Es sollte dies übrigens schon wegen des Präcedenz-falles von Durazzo geschehen, der bekanntlich zu den Vorläufern der letzten Orienlkrise gehört hat. Der Affaire von Durazzo folgte sehr bald die blutige Schlägerei von Podgorica und dann der Aufstand von Ne» vefinje — man hat also in Stambul alle Ursache, die soeben in Ueslüb aufsteigenden Funken so rasch als möglich zu löschen. fernere Mittheilung, dass sich die Legierung anstatt Platin verwenden lässt, so würde sich zum Beispiel in der Glühlampenfabrication eine völlige Umwälzung einstellen, denn ein Pfund Platina kostet 6500 Mark. während das Glasaluminium auf ungefähr 200 Mark zu stehen käme. Der Erfinder ist ein Mechaniker in Chicago, der schon seit langer Zeit experimentiert. Er hat, wie berichtet wird, nach seiner Methode ein großes Stück Aluminium hergestellt, das in der Mitte mit einer Glasröhre derartig verschmolzen ist, dass man nach dem Bearbeiten des Stückes auf der Drehbank keine Schmelzdemarcationslinie der beiden Stoffe zu entdecken imstande sein soll. Wer hätte geglaubt, dass man im Teiche des Bois de Boulogne eine zoologische Entdeckung machen könne? Der Secretär der Zoologischen Gesellschaft. Jules Richard, hat in diesem Teiche ein neues Schalthier entdeckt, welches Vra6ya Löwaräsi getauft wurde. Das-selbe gehört einer nur an den Küsten Skandinaviens vorkommenden Ordnung an. Herr Richard hat zwei Exemplare dieses Schalthiere« im Boulogner Teiche gefunden Wie mag daiselbe aus entfernten Meeren in das laue Wasser des Vois de Boulogne gekommen sein? «. , . ». 4 Bisher hat man den Tabak nur verwendet, um die den Pflanzen fchädlichen Insecten z» tödttn. Jetzt bat Dr Schwitzer in Neuhäusel die Entdeckung ge> macht dass man durch den Tabalsaft die Bräune er. folgreich bekämpfen könne. Er hat nämlich bemerkt, dass die tabaktauendeu Zigeuner sehr widerstandsfähig gegen die infectiösen Krankheiten sind, welche ihren Sitz in der Kehle haben. Schwitzer mischte 1 bis 2^/, Gramm Laibacher Zeitung Nr. 76. 620 5,'<5 Im Kreise von Uesliib wohnen Serben, Bulgaren und Arnauten, Christen und Muhamedaner; es herrscht dort eine Ohnmacht der Behörden und eine Rechtlosig« keit der Schwachen und Umbewaffneten, dass nur sehr wenig dazu gehört, um die christliche Bevölkerung zum Aufruhr, die wilden Arnauten zu den ärgsten Misse« thaten zu verleiten. Und hat sich einmal an den Abhängen des Schar°Dag eine Lawine losgelöst, dann gibt es kein Aufhalten mehr. dann stürzt diese krachmd und polternd in das Wardar-Thal bis nach Salonichi hinab, wo dann die Consequenzen kaum mehr zu be rechnen wären. Bulgarien, Serbien und Griechenland betrachten Macedonien als das Ziel ihrer Zukunfts-Politik, und es könnte, wenn in dieser Provinz der Aufstand eine Zeitlang um sich greift, sehr bald und sehr leicht das letzte Stündlein der ottomanischen Herrschaft in Europa geschlagen haben. Wir hoffen, dass es nicht so bald dazu kommen werde, doch muss die Pforte selbst am meisten zur Ver» hütung einer solchen Eventualität beitragen. Sie muss an den Urhebern des Vorfalles von Uesküb ein ausgiebiges Exempel statuieren und die christliche Bevölkerung, welche sich soeben in einer begreiflichen Auf» regung befindet, durch die Bestrafung der fanatischen Uebelthäter beruhigen. Nur so kann der Vorfall von Uesküb zu einem Local-Ereignis herabsinken, das ob seiner Zufälligkeit nicht viel mehr bedeutet als eine jener blutigen Schlägereien in Armenien oder auf Kreta, die sich von Zeit zu Zeit ereignen, ohne die politische Situation zu trüben und ernste Besorgnisse auf dem gesammten Gebiete der Orientfrage zu erwecken. Ein Complot in Bulgarien. Als in Sofia der verhängnisvolle Schuss fiel, wel-cher den Finanzminister Velcev niederstreckte, da gieng die allgemeine Ueberzeugung dahin, dass man es hier nicht mit einer vereinzelten Thatsache, sondern nnt einer weit verzweigten Action, mit einer Verschwörung zum Sturze des gegenwärtig in Bulgarien herrschenden Systems zu thun hatte. Noch sind die Mörder Belcevs nicht bekannt, doch werden fast täglich Thatsachen gemeldet, welche die oben ausgesprochene Annahme bestätigen, und selbst die «Ngence Valcanique» ist gezwungen, einzugestehen, dass man einem Complot gegen die derzeitige Lage der Dinge in Bulgarien auf die Spur gekommen zu sein glaube. Die neuesten Ueberraschungen, die aus Sofia gemeldet werden, find die Todesdrohungen enthallenden Briefe, welche dem Fürsten Ferdinand, der Prinzessin Clementine und dem Minister des Aeußern, Grekov, zugegangen sind. Es liegen hierüber folgende Depeschen vor: Köln, 4. April. Die «Kölnische Zeitung» meldet aus Sofia: Vor einigen Tagen erhielten Fürst Ferdinand, Prinzessin Clementine und der Minister des Auswärtigen Briese, welche den Poststempel «Sofia» trugen und Todesdrohungen enthielten. «Wenn ihnen das Leben lieb sei,» hieß es in den Briefen, «sollen sie noch im Monate April das Land verlassen, weil die National-Partei be« schlössen habe, mit den Oesterreichern, welcbe das Land ins Unglück stürzten, kurzen Process zu machen. Minister Grelov solle sich von Stambulov trennen. Alle Parteigänger Stambulovs sollen umgebracht werden.» Man erkannte, dass der Absender kein Bulgare sein könne. Die Nachforschungen der Behörden ergaben den Kawaß des russischen Generalconsulats, Andreas Sohorukov, als den Verfasser der Briefe. Anf die unzweifelhaften Nachweise des Ministeriums des Auswärtigen verfügte der deutsche Generalconsul Baron Wangenheim die Verhaftung SohorukovS. des Tavaksaftes mit 35 bis 40 Gramm Alkohol und erhielt sodann durch Filtrieren eine rothbraune Flüssig« keit, mit welcher er die kranken Partien bestrich. Diese jedenfalls originelle Behandlung hat Schwitzer in sechzig Fällen von Diphtherie angewendet und, nach seiner Aussage, in fast allen einen günstigen Erfolg erzielt, Es wurden in letzter Zeit einige Fälle beobachtet, in welchen schwere Erkrankungen, ja selbst der Tod durch den Gebrauch alter Medicamente hervorgerufen wurden. Die Ursache dieser Erscheinung ist darin zu suchen, dass viele Heilmittel sich im Laufe der Zeit verändern und an Kraft gewinnen ode» verlieren. Im ersten Falle wird oft aus einer therapeutischen eine schädliche Dosis. Im Momente der Zubereitung ist die Proportion zwischen den einzelnen Bestandtheilen richtig, aber schon nach kurzer Zeit ist dies nicht mehr der Fall. Wenn bei einem Medicamenle auf fünf Theile Alkohol ein Theil des Heilstoffes kommt, so kann nach einer gewissen Zeit infolge der Verdunstung des Alkohols nur mehr ein Theil Alkohol auf einen Theil des betreffenden Stoffes kommen, so dass die Kraft des Me« dicamentes eine fünfmal größere geworden ist: man will zum Beispiel zwölf Tropfen Laudanum nehmen, nimmt aber in der That sechzig. Da nun der größte Theil des Publicums nicht weiß, welches Medicament durch das Alter gefährlich wild, so ist es wohl am besten, systematisch alle Arzneien zu vernichten, welche eine Zeitlang in einem Winkel unstres Schranke« gestanden sind — ein Rath. der den Npuchrtern nicht missfallen dürfte. XV. 2. Sofia, 4. März. Per «Ugence Balcanique» zu» folge bestätigt es sich, dass Fürst Ferdinand und Prin-zessin Clementine in den letzten Tagen mit dem Poststempel Sofia versehene Briefe erhielten, in welchen sie mit dem Tode bedroht werden, wenn sie das Land nicht verlassen. Ebenso wird dem Minister des Aeuhern, Grekov, der Tod angedroht, falls er nicht von seinem Posten zurücktrete. Per Verdacht der Urheberschaft dieser Drohbriefe lenkte sich auf den gewesenen Kawafsen der russischen diplomatischen Agentur. Die Briefe, auf sehr gutem Papier geschrieben, tragen die Initialen ?. L, welche man für die des gewesenen Secretärs der russisch n Agentur, Bogbanov, hält; die Schriftzüge sind dieselben, welche in den Acten eines seinerzeit abgeführten Processes vorgefundene Briefe des erwähnten Kawassen ausweisen; endlich wurden die Drohbriefe in einem unfern von der russischen Agentur angebrachten Briefkasten vorgefunden. Auf Grund dieser Indicien sind, wie die «Agence Valcanique» weiters bestätigt, diplomatische Schritte ein» geleitet worden, und befindet sich der verdächtine Kawaß im russischen Agentursgebäude unter Bewachung. Sofia, 4. April. Die «Agence Nalcanique» meldet: Die serbischen Hlätter setzen ihre phantastischen Aus« streuungen über Bulgarien fort. Benderev soll Widdin genommen, dessen Garnison soll sich ihm freiwillig ergeben haben, und er habe Widdin zum Centrum für seine weiteren Operationen gemacht. An allem ist kein wahres Wort. — Die Untersuchung mbetreff der Ermordung Belkevs wird eifrig fortgesetzt. Noch ist nichts Positives bekannt, doch lässt alles vermuthen, dass man einem abscheulichen Complote gegen die derzeitige Lage der Dinge in Bulgarien auf die Spur gekommen sei. Sofia, 5. April. Nachts wurden weitere Verhaftungen vorgenommen. Man foll 150 Golblire bei einem sonst unbemittelten Manne vorgefunden haben, der durch ftine Umtsstellung in der Lage gewesen sein soll, die Attentäter bri Durchführung ihres Verbrechens in erster Linie zu unterstützen. Wenn die diesbezügliche soeben ge« führte Untersuchung dies bestätigt, so wären die Mörder Velcevs bereits in den Händen der Polizei. Politische Ueberficht. (Eröffnung des Reichsrathes.) Die feierliche Eröffnung des Reichsrathes durch die kaiserliche Thronrede findet Samstag den 11. April, mittags 12 Uhr, im Ceremoniensaale der Hofburg statt. Die Eröffnungssitzung des Herrenhauses wurde für Donnerstag, den 9. d. M., um 12 Uhr mittags anberaumt. (Parlamentarisches.) Durch die Berufung drr bei den jüngsten Neuwahlen wiedergewählten Abgeordneten Graf Vetter von der Lilie und Baurath Hlävka in das Herrenhaus sind für die Gruppe des mährifchen und für den Wahlkreis Chrudim des böhmischen Großgrundbesitzes Ersatzwahlen nothwendig ge° worden. Es erscheinen demnach im gegenwärtigen Augenblicke noch sechs Mandate für das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes erledigt. (Eisenbahn Divaöa < Lack.) Die vom Kärntner Landesausschusse verfasste und dermalen bei den an der Conferenz betheiligt gewesenen Corpora» tionen behufs Beisetzung der Unterschriften in Circulation befindliche, an das Handelsministerium gerichtete Petition geht dahin: ohm weiteren Aufschub den Va» der Eisenbahnlinie von Triest-Divaca nach Lack durch die entsprechende Oesehesvorlage sicherzustellen; die Anordnung zu treffen, dass im Sommer dieses Jahres wegen Fortsetzung dieser Bahn über d«e Karawanken N»chvru" ., Georgen zu veranlassen. .Vi^.^ ^ der Iungruthenen. betont, dass '" A^ ^!'' Ruthenen-Club. dessen Mitglieder ""' ^O,>'.,,. manczuk'schen VersöhnungsprograM „^ ss. ' solidarisch vorgehen müsse und vo"p ^ haben werde, da derselbe nach „^'^ irgend welche Verpflichtungen einaeg" » ^i ., sidnim des RutheneN'Club« werde ^ j^l ;, übtigm Parteien und mit der M' ^ nehmen zu setzen haben. . « ^nb ( (Freihäfen von Mit dem 1. Juli d. I. hat die E"°^ M Häfen von Trieft und Fiume "' hM ^ ungarische Zollgebiet zu erfolgen. "'^». ^ zuasvorschrifteu eine der ersten ^" ^M<°,, ^ neu zusammentretenden Parlament z ^ ^ breitet werden sollen. Bereits "N -"^d^' , sich die Zoll- und handelsconfe"' z ,^„ b^ / der Principien dieser VollMsvols^ ^H vor kurzem fand eine Berath^ d^iZ Handelsministeriums mit den A"^0^/ d.s Municipium« und der Ha^s'^ "'''.! statt, um die Maximalgrenzen °es ipD^ 5 zustellen und die selbst, wie in den Triester 2ag^ ^ gazinen zu regeln. Noch erübrigt in Fiume. ' .^ "^ !> (Das Herrenhaus) «^M^, Pairsfchube folgende Partelßrupp' , ^ Linke 60 Mitglieder. Zur M", 35 glieder. Ferner sitzen im Herreny ^h^^.-sechs Czechen. Zwei' Pairs und ^ ^z 5 keiner Partei an. Im ganzen j"" ^H gegenwärtig 230 Mitglieder. h.) VeM (Staats - Eisenba h,"^P"th/!^ delsminister hat den Staats-Elsenv "^^l i rigm Frühjahrssession f"r den , ,,,^. berufen. Auf d^r Tagesordnung §^,e^ um 9 Uhr vormittags ,m 5/.'^ ? '' österreichischen Landtages st«"K cheil" k. k. Staatsbahnen. . Oof'^p (Zum Attentate l" d,e «Times, gemeldet wird entfM ^ t-Flüchtlinge an der serbischen O^i, ^ Wochen eine außerordentliche j^M" ^ ^ vou ihnen in Pirot. N'Z «no je 1A^> volver und Berdan-Oewehre '° ^0' : Die Flüchtlinge erwarteten entwe^ ^ ., Belgrad einen Befehl. «M vo V ^ zurücken und sich d°rt s ^" ^ar.ich^ ö^ Einfall anderer Banden "" c^te °^' V Rustschuk. Sistovo und Mdd .^^, unterstützen, welche a.lf emen 'Hchtl'H <^ hinauslief. Die bulgar.schen 3 "^l^l^ll s" Montenegriner und Maced""^ .^ ^ Aenderev angeworben waren. ^^-^U, ganze Action von Bcn^r^^^^^ welches er mi? gab. um "ch/,sr",-^ brechen zu entlohnen, .H ^ Oeloh"H ich '>-, fand ich doch die relM^ ",^ da>' .,li.^,, digung meiner Rache. ^ " gehH, ^ Liebste geraubt, woran die Sie mit stolzer ^/M^ ^>t ° ., zublicken wähnten, an el'ie ^ ,^ und noch sind. der um "" ,^V als ich!. :„ sich ä l.F ^ Die Baronin war " ^oie^i''^ Lippen zu vernehmen; ave z« ' F" >3!6eitunll N«. ^a 621 6. April 1891. ':>.>'lche V ericht in NeworleanL.) ''chen ^i. "^ "°W die Erklärung der nord-Mit '"^Mrung zur Kenntnis, welche ^"chten - ,°ch' den Familien der in New-^ ill belM- mschr" Unterthanen eine Ent-^^ der !N"' ^°s Cabinet ließ ferner er-'"" >viid „^"sall, falls die Untersuchung teuere ^ V^^igt betrachtet werden könne; -ing, wallen sein Begehren nach sofortiger )" ^rq^^^^ung.) Der Pariser ^ einez Z^e'ter disculierte die Frage des > Vei?"""en Streiks am ersten Mai. ^"d di/m" drängten zu einem Generalen °elt,n?""^" Deutschland« und Frank« -" t>«t Ä. "ächten, dass die internationale '^„^'ter vorerst vollzogen werden ^°n ist , ^"ben Schiffbruch erleiden werde. I Äuni"? "'^ "geschlossen. ^"'ch^"^ Livraghi's.) Das , °ez durck ^ ^ "ber die Frage der Aus» " li'draa?; ? afrikanischen Schandthaten "^«/"scheiden soll. hat durch Ver- ?^ tvH""^ die italienische Regierung flicker A auf die Lioraghi imputierten ^ltual-Ulnente ersucht. ' -3 °"swär i^''^Iergusson. Unter-Staats-""in sw^? Angelegenheiten Englands. ','nfolge^^ster eine Rede. worin er be« ^!>g der "^wattigen Politik der eng. ^"lett ^^"°p"lche Friede, der vor vier ^^^dln^^ gesichert sei. ^" »nit Ä ^ gemeldet: Lieutenant " ^ ^1 «Mann nach Mampur mar- » Gram .« ^ °n den Kämpfen bei " ^erstä f^bndet sich isoliert inmitten der Winis7"ge" wurden abgesandt. ist zwar 7°" einl l "^ ^"lcht worden, doch wurde >. ^ eh^"M' welche das Gebaren aller ^^^Mn Cabinets zu prüfen hat. M »" un^-^" K ° iser und die Kaiserin l^ ^knH-5'che Amtsblatt meldet, für den » ""rgartenverein 100 fl. zu spenden Tor- ^ '.^s 7"'bt °u« Clbing in Ostpreußm '° ^n^ Torpedoschiff, welches aus i unter 5 "" 3- Schichau erbaut worde,, '! w ^'schen «, "^ «Pelikan» für Rech« ^i?°"'erend<. ^«'""«3 vom Stapel. Das , . ", ^ ^"sM. "'"ensionen und wird, wenn ^'i^'^auf der Werfte in Danzig ^ ^ 4än Beters °^ zugefühlt werden. Der , .>^^brnn^ .^' emer Geschwindigkeit Mt^le,, "ucht der Torpedo pro Stunde >W< Uni bi.? F°"zer Kohlenvorrath beträgt l^<>°ns 7^lt fortzuschaffen, si.d allein k ^^h^lkgt I^" 2«0 Centner nothwendig. Der ^''^Wei G°^" '^likan. erhält nur ^7 ^"°drl.° . ""b einen Focksegel. Zu ^! n^'Mmt ! "" Tuch erforderlich. Das l>^ " ^Irt ,„ österreichischen Kriegsschiffe '^>>^^ed°^ ^"^kn. Außerdem führt ,: '^^^^erkflätte an Bord. ' ^z ^bei ^d?!^" W^r7d. ihrer geradeü. ^^U ,^knschaftlich,., Natur das ab- '^>il ^ch t' Ne dennoch als ihre Pflicht > > chm.^ """' Wollen doch den und wied?r zu ,? l^' ' "lchte sie ihm ihre Hand . i^^ ^r ^ «uch gefehlt, wie namenlose« ' ^e "^ ^"ben - ich ver. ?' si^ °" ^"ude flog über seine bleichen ^>^°^nde7^"s ich zu hoffen wagte.. ^^>°^'"s b?i^^ das Werk der Ver. V>>n^'. Elches Sie fo edel ^,^>>7 K«,^ "lr die Freude, dass S.e '^^.^"^ "^«'"" N^) in"" ^Z^"^ schwächer sprechend. hervorgestoßen;nun 'H. "'^ ^ Zlla ' " "'"ick. ein convulsioisches l^t > dez ^'/" röchelnden Laut. welcher < ^ '."l ^le Do. ""°^nden Todes ist. In l ^ 5». "°"°r N,and und die Mutter U. bli^.,^n jede Hilfeleistung zu "lcht? zu thun. als die ver. — (W»e der Mensch wächst.) Die Ve« obachtungen, die man über das Wachsthum des Menschen angestellt, haben Folgendes ergeben: Am schnellsten wächst der Mensch in dem ersten Jahre seines Lebens; seine Zunahme beträgt während desselben ungefähr 8 Zoll. Bis zum Alter von drei Jahren wird das Wachsthum allmählich ein geringeres, und mit drei Jahren hat der Mensch die Hälfte der Größe erreicht, die er als Aus-gewachsener erlangt. Von b Jahren wächst der Mensch gleichmäßig bis zum 16. Jahre, und zwar beträgt die jährliche Zunahme unter gewöhnlichen Verhältnissen durch, schnittlich 2 Zoll. Mit 16 Jahren wird das Wachsthum ein geringes, nur '/^ Zoll nimmt in jedem der beiden folgenden Jahre der Mensch zu, und von 18 bis 20 Jahren wächst er nur selten mehr als 1 Zoll. Mit dem 25. Jahre hört in den meisten Fällen das Wachsthum auf. — (Theaterfchule in Graz.) Aus Graz fchreibt man uns: Am 2. d. M. hatten wir Gelegenheit, einem Uebungsabende der hiesigen concefsionierten Ge-sangs-, Opern- und Theaterschule der in Musillreisen vortheilhaft bekannten Frau Anna Mayr-Peyrimsky anzuwohnen und uns von den hübschen, zum Theile viel versprechenden Leistungen der einzelnen Mitwirkenden persönlich zu überzeugen. Eingeleitet wurde der Abend mit dem Vortrage einzelner Scenen aus Verdi's Oper «Der Troubadour», wobei die beiden Operneleven in Bezug auf Gesang, Aussprache und Mimik ansprechende Leistungen darboten und den Ruf ihrer Meisterin aufs neue bestätigten. Daran schloss sich eine im allgemeinen gelungene Wiedergabe von Bayards bekanntem Lustspiele «Der Pariser Taugenichts», bei der die Sicherheit der Darstellenden sowie das gute Zusammenspiel angenehm auffielen und den Fleiß der Schüler, wie nicht minder die geübte Hand der Lehrer verriethen, Wir verzeichnen daher mit Vergnügen den günstigen Gesammteindruck, den dieser Uebungsabend auf uns gemacht. Jenen, die sich der Bühne zuwenden wollen, fei diefes treffliche In» stitut auch aus dem Grunde bestens empfohlen, weil es dem Kunsteleven ermöglicht, sich mit der Coulissenwelt eher vertraut zu machen, bevor er den ersten Schritt in die Oeffentlichkeit wagt: ein Vortheil, der nicht zu unter-schätzen ist. — (Einen prächtigen Aprilscherz) hatten die Besitzer des Domhotel-Casö in Köln in Scene geseht. In sämmtlichen Zeitungsstücken befanden sich die Num-mern vom 1. April 1890. welche vom vergangenen Jahre sorgfältig aufbewahrt worden waren. Für diejenigen, welche in den Scherz eingeweiht worden waren, musste es interessant sein zu beobachten, wie verhältnismäßig viele Zeitungsleser insofern die Lecture mechanisch betreiben, als sie von dem Scherz gar nichts merkten. Ober» flächliche Anti-Vismarckianer schimpften auch wohl angesichts der zum 1. April 1890 begeistert geschriebenen Bismarck-Artikel, dass man den «alten Kohl» jetzt wieder so sehr aufwärme — bis sie endlich den 1. April 1890 merkten und sich dann selbst still auf die Lauer legten, um andere hereinfallen zu sehen. Es war dies sicherlich ein ebenso neuer wie sinniger Aprilscherz, den lein Her-eingefallener übel aufgenommen haben dürfte. — (Die That eines Wahnsinnigen.) Aus Budapest wird telegraphiert: Freitag ist hier durch einen Wahnsinnigen eine noch schauerlichere Blutthat ver» übt worden, als kürzlich in Wien. Der wegen zank» süchtigen Benehmens vor zwei Wochen entlassene Eisenpolierer Karl Benzin ger erschlug nämlich in einem Anfalle von Tobsucht mit einer Axt seine Frau und seine beiden im Alter von fünfzehn und zwölf Jahren stehenden Söhne. Dabei verletzte er auch seinen eigenen Schädel derart, dass da« Gehirn herausfiel. Der Eisenpolierer wurde aber noch lebend in das Rochusspital gebracht. glasten Augen des Mannes zu schließen, der mit einem Fluch aus den Lippen aus dem Leben ge< schieden war. Während des entsetzlichen Bekenntnisses, welches Hilda entgegengenommen, hatte sie in der tiefen Auf« regung, in welcher sie sich befand, alles um sich her vergessen. Jetzt, da die weinende Mutter sich über die Leiche des Sohnes warf. da der Priester im Ornat seines Amtes waltete, da der Diener und die Leute, welche im Vorzimmer draußen gestanden, sich herein» drängten und mancher neugierige Blick sie streifte, jetzt empfand sie nur das eine Verlangen, fortzueilen, fort aus diefem Hause, in welchem ihr Glaube und ihr Vertrauen in die Menschen den Todesstoß erhalten hatte. Doctor Brand, welcher sah. dass Hilda kaum fähig sei, sich aufrecht zu halten, erleichterte ihr die Möglichkeit, sich zu entfernen, und so schritten denn beide, während man in der allgemeinen Verwirrung ihres Wegganges kaum achtete, über die Treppe hinab und saßen in der nächsten Minute wieder in dem vor dem Thore harrenden Wagen. «Nach Hause!» hatte Hilda gehaucht, und Hugo. der recht gut erkannte, dass die junge Frau jetzt nicht in dem Zustande sei, selbst zu handeln, ertheilte dem Kutscher die nöthige Weisung und nahm dann in wort. loser Theilnahme an ihrer Seite Platz. lFortsetzung fol«t.) Von Benzinger wusste man schon seit längerer Zeit, dass sein Geist gestört ist und ließ ihn dennoch nach kurzer Behandlung frei herumgehen, — (Die größte Uhr der Welt.) Pas Rath. haus zu Philadelphia hat' kürzlich die größte Uhr der Welt erhalten. Nach der «Deutschen Uhrmacher.Zeitung» beträgt der Durchmesser des Zifferblattes 10 Meter, die Länge des Minutenzeigers 4 Meter, des Stundenzeigers 2 V« Meter, das Gewicht der Glocke für das Anschlagen der Stunden 25.000 Kilogramm. Das Aufziehen der Uhr besorgt eine kleine Dampfmaschine, welche gleichzeitig die zur Geleuchtung des Zifferblattes vorhandene Dynamomaschine in Bewegung seht. — (Gräfin Borisla Karolyi.) Wie bekannt, hat sich vor einiger Zeit der Sohn des Grafen Stefan Karolyi, Graf Georg Karolyi, mit der Vuda-pester Schauspielerin Vorisla Frank nach Amerika ge« flüchtet. Sein Vater reiste ihm nach, dürfte aber seinen Sohn zu fpät erreichen, denn, wie «Amerilaj Nemzetur» mittheilt, hat bereits am 2. Februar zu Oakland in Ca» lisornien die Trauung des Grafen Georg mit Vorisla Frank stattgefunden. — (Eine Nahn auf die Jungfrau.) Die schweizerische Bundesversammlung ertheilte Koechlin die Concession für den Bau einer Bahn von Lauterbrunn nach dem Gipfel der Jungfrau unter der Bedingung, dass derselbe vorher den Nachweis liefere, dafs mit dem Bau und dem Betriebe dieser Bahn keine außergewöhnlichen Gefahren verbunden sein werden. — (Gelbes Fieber.) Die am 26. v. M. in Lissabon eingetroffenen Nachrichten aus Rio be Janeiro besagen, dass seit Anfang März das gelbe Fieber in den mittleren Staaten Brasilien« in erschreckendem Maße herrsche. In der Zeit vom 10. bis 13. März starben in Rio täglich durchschnittlich «0 Personen; in Santos stieg die Durchschnittsziffer schon eine Woche früher auf 75 Personen. — (Romanlectüre.) Das Lesen überspannter Romane hat ini Februar eine dreizehnjährige Schülerin in Berlin veranlasst, einen Schuss aus einem Revolver auf sich abzugeben. Das Kind ist bis jetzt noch nicht wiederhergestellt und ist erst in diesen Tagen Vernehmung«, fähig geworden. Es verweigert aber beharrlich jede An« gab? eines besonderen Grundes für seine That. — (Vierfälschung.) Das Kulmbacher Vier ist in Bulgarien verboten worden, weil drei Proben bei der Untersuchung in Sofia das Vorhandensein von Salicylsäure ergaben. In Hamburg wurde bei der Untersuchung eines Vieres gefunden, dass es nur aus Malzextract und fremden Farbstoffen hergestellt war. — (Verbot der Stiergefechte.) Wlr au» Mexiko gemeldet wird, hat der Gouverneur des Staates Mexiko Senor Jose Vicente Villaba die Stiergefechte in seinem Staate verboten. Wahrscheinlich werben die übrigen Gouverneure des Landes diesem Beispiele folgen. — (Volkszählung in Ostindien.) Nach der beendigten Volkszählung beläuft sich die Bevölkerung des indischen Reiches auf 285 Millionen Perfonen. Sie ist feit 1881 um 30 Millionen gewachsen. Die Katastrophe bei Abbazia. Ueber den traurigen Unglllcksfall bei Abbazla, wobei Gräfin Anna Fries und Graf Arthur Kesselstadt ums Leben gekommen sind, erhält die «Neue freie Presse» folgende Darstellung: Gräfin Fries wollte den Anblick des Wellenganges der See vom Boote aus genießen, und so wurde die Fahrt mit zwei Ruderern unternommen. Als die Gesellschaft noch nicht weit draußen im Meere war, kamen plötzlich zwei riesige Wogen auf das Boot zu, und Gräfin Fries, ganz entzückt über das großartige Schaufpiel, rief aus: «Das ist prachtvoll, das habe ich noch nie gesehen!» In demselben Augenblick verlor aber einer der Ruderer, wahrscheinlich infolge der heftigen Tr-schütte ung des Bootes durch die beiden Wogen, das Gleichgewicht und stürzte ins Meer. Dabei war sein Ruder in die Höhe geschleudert worden und traf die Gräfin Fries au der Seite des Kopfes, an der Schläfe. Durch diesen Schlag scheint die Gräsin betäubt worden zu sein, sie neigte sich plötzlich zur Seite und stürzte gleichfalls über den Bordrand kopfüber ins Meer. Aufs höchste erschrocken, erhoben sich die beiden Herren ihrer Begleitung von ihren Sitzen und sprangen alsbald der Gräfin nach, um sie zu relten, wobei das Boot um» kippte und der zweite Ruderer gleichfalls ins Meer fiel. Gräfin Fries war mit dem Kopfe nach abwärts unter« getaucht, und ihre Kleider breiteten sich auf der Oberfläche der Wellen au«, Weshalb es den beiden Herren die größten Schwierigkeiten bereitete und rrst nach längerer Zeit gelang, den Körper der Gräfin mit dem Kopfe nach aufwärts zu bringen. Der junge Graf Fries, der ein ausgezeichneter Schwimmer ist. bewies die «roßte Geistesgegenwart, indem er mit Hilfe des Graf.n Kessel-statt, welcher auch ein trefflicher Schwimmer war. seine Mutter, die bereits besinnungslos war, über dem Wasser erhielt und ihr ein aus dem umgekippten Boot gefallenes Brett unter den Kopf schob, während er selbst ein zweites Brett unter den Arm nahm. um sich das Schwimmen zu erleichtern. Nachdem die« gelungen war, sah Graf Kcssel» Laibacher Zeitung Nr. 76. 622 6.M^, statt in einiger Entfernung einen Gegenstand schwimmen, den er filr eine Planle hielt, und er zog seinen Ueber» zieher aus, um zu dem schwimmenden Gegenstand zu ge» langen. Graf Fries sah deutlich, dass Graf Kesselstatt jenen Gegenstand erreichte, aber in demselben Augenblicke, als er ihn erfasste, untersank, um nicht mehr zum Vorschein zu kommen. Die Ruderer hielten sich an dem umgelipftten Boote fest und tonnten leine Hilfe bringen. Der 16jährige Graf Fries war nun allein damit beschäftigt, seine besinnungs« lose Mutter inmitten der hohen Wellen, die über sie hinweggiengen, ilber Wasser zu halten. Man kann sich die furchtbare Lage des jungen Mannes denken, der unter dem schrecklichen Eindrucke der Katastrophe fich den Wellen preisgegeben sah und in den" Armen seine Mutter hielt, deren Antlitz bereits die deutlichen Kennzeichen der eingetretenen Erstickung zeigte. Trotzdem hielt er aus, bis vom Ufer die zu Hilfe geeilten Boote kamen und ihn sowie den Körper der Gräfin aufnahmen. Sie war zweifellos bereits todt, als sie aus dem Meere ins Voot gehoben wurde. Graf Kesselstatt war bei voller Besinnung gewesen, und Graf Fries hatte gesehen, dass er mit voller Kraft der Plante zuschwamm, plötzlich aber untersank. Es wurde deshalb die Vermuthung ausgesprochs«, dass der schwimmende Gegenstand vielleicht ein Haifisch gewesen sei, da diese Fische an der Oberfläche des Meeres oft wie Bretter aussehen, und dass er von dem ge« frähigen Raubthiere erfasst und in die Tiefe gezogen worden sei. Dadurch wäre es auch erklärt, dass man die Leiche des Grasen nicht finden konnte. Die Seeleute versichern aber, dass um diese Jahreszeit Haifische im Quarnero noch nicht vorkommen. Man muss also an« nehmen, dass Graf Kesselstatt infolge der Auflegung vom Schlage gerührt worden sei, zumal er unmittelbar vor der Nootfahrt das Diner eingenommen hatte. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Die Thronrede.) Pas Obersthofmeisteramt versendet soeben die Einladungen zu der am Samstag den 11. d. M. im Ceremoniensaale der Hosburg stattfindenden feierlichen Eröffnung des Reichsrathes, bei welcher Se. Majestät der Kaiser die Thronrede halten wird. Der Einlass beginnt um 11 Uhr vormittags und wird genau um ^12 Uhr geschlossen. Die Herren erscheinen in Frack, die Damen ohne Hüte. — (Gewerbebewegung in Laib ach.) Im Monate März sind in Laibach folgende Gewerbe an« gemeldet worden, und zwar: Alois Czernich, Römer-strahe 19, Handelsagentur; Iosefa A»zur in Ober« laschel, Verschleiß von frifchem Kalbs» und Schweine« fleifch; Helena Iankar, Rosengasse 35, Verschleiß von Schuhwerl; Therese Pezdir. Triesterstraße 12, Greislerei; Konrad Stöcklinger, Nömerstraße 15, Fialergewerbe; Katharina Prmkik in Unterschischla, Hausierhandel mit Kurzwaren; Ursula Remc, Polanastrahe 23, Greislerel; Maria Zunic, Alter Markt 20, Krämerei mit Kurz. waren; Katharina Ferd, Rosengasse 23, Greislerei. Gelöscht wurden folgende Gewerbe, und zwar: 2) infolge Ablebens: Johann Detela, Schuhmachergewerbe; Varthelmä Podgorsel, Seilergewerbe; b) von Amtswegen: Johann Ralovc, Tischlergewerbe; Johann Ravnikar, Schlosser« gewerbe; Josef Strukelj, Fleifchergewerbe; Franz Pröckl, Kürschnergewerbe; Johann Mravlje, Schuhmachergewerbe; Andreas Valjavec, Auskoch; Franz Bajc, Uhrmacher« gewerbe;AloisiaAlic, Greislerei; Emil Cutovani, Schleifer« gcwerbe; Anna Persin, Krämerei; Maria Vavpotic, Greislerei; Melchior Modena, Handel mit Goldfischen; Anton Marine, Obstuerschleiß; Franz Zidar, Schneider» gewerbe; Hugo Pammer, Spezereihandlung und Brant« weinausschanl; Franz Mehle, Gieislerei, und Anna Hutter, Krämerei. — (Veränderungen im Iustizdienste.) Ernannt wurden, und zwar: zum Bezirksrichter in Rohitsch der Bezilksgerichtsadjunct daselbst Herr Adolf Meixner; zu Bezirlsgerichtsadjuncten die Auscultanten Herr Johann Pirn at für Laas und Herr Guido Visconti für Mottling; dann zum Hilfsämtervorsteher bei dem Kreisgerichte in Rudolfswert der dortige Kanzlei^Abjunct Herr Franz Klemencic. Der Bezirlsgerichtsadjunct Herr Franz Garzarolli von Thurnlack wurde von Mottling nach Bischoflack überseht. — (Laibacher Aitalnica.) Die Laibacher Citalnica veranstaltete vorgestern die letzte Beseda in dieser Saison, der ein gewähltes Publnum beiwohnte. Im Interesse der tanzlustigen Jugend war der musikalische Theil des Programmes zwar knapp bemessen, die einzelnen Nummern desselben wurden jedoch unter lautem Neifalle der Zuhörer vortrefflich ausgeführt. Der aus 18 jugendlichen Sängerinnen bestehende Damenchor sang unter Leitung seines Chormeisters Herrn Gerbic den dreistimmigen Chor «Sommerzeit» von F. Abt und das bekannte «Gondellied» von Gerbic mit gewohnter reiner Intonation, sicherem Einsatz und deutlicher Aussprache. Durch Liedervoi träge errangen Frau Gerbic und Herr Pavöel ebenfalls die voUe Anerkennung des Publicums. E« ist selbstredend, das« dem nun folgenden Tanzvergnügen mit voller Hingabe gehuldigt wurde. Die Musik besorgte eine Abtheilung unserer heimischen Regimentskapelle. ^s. — (Normal st immung bei den Militär« Musiken.) Laut einem im Verordnungsblatte für das k. und k. Heer publicierten Erlasse des Kriegsministeriums wird bei den Musiken der k. und k. Infanterie'Regimenter als einheitlicher Stimmton ein eingestrichenes a ^. ein» geführt, welches der Zahl von 921.733 einfachen Schwingungen in der Secunde entfftricht. Die näheren Weisungen wegen Durchführung dieser Maßnahme werden im Wege schriftlicher Verordnung nachfolgen. — (Sloven isches Theater.) Die Benefiz-vorstellung der Schauspielerin Frau B 0 rstnik und des Schauspielers Herrn SrHen fand gestern vor ausver° laustem Hause statt. Das Publicum würdigte die Verdienste der Beneficiantin durch wiederHollen Beifall und ehrte dieselbe durch eine Vlumenspende. Die gleiche Ehrung ward dem Beneficianten Herrn Scsen mit Recht zutheil, denn derselbe ist ein langjähriges und in seinem Fache gut verwendbares Mitglied der slovenischen Bühne. Das Lustspiel «Tine Frau, die in Paris war», welches zur Aufführung gelangte, muthet uns heute stark veraltet an, und es wundert« uns die Wahl desselben, denn weder der Veneficiant noch die Veneficiantin haben in demselben ihrer Individualität entsprechende Rollen. Wenn wir jedoch dem Grundsatze huldigen, dass das, was gefällt, schön und gut ist, dann muss die gestrige Vorstellung und die Komödie sehr schön und gut gewesen sein, denn sie fand großen Beifall. ^. >— (Kunstausstellung in Agram.) Der Verein für Kunst und Kunstgewerbe in Agram veranstaltet gleichzeitig mit der Jubiläumsausstellung des kroatischen Landwirtschaftsvereines eine Ausstellung von Werken dcr Malerei, Sculptur und des Kunstdruckes. Dieselbe wird in den Räumen der neugebauten königlichen Gewerbeschule abgehalten werden und vom 15. August bis 15. October 1891 dauern. Kunstwerke, welche in Agram bereits öffentlich ausgestellt waren, sind ausgeschlossen. Sämmtliche einzusendende Kunstwerke müssen bis zum 30. Juni angemeldet werden. Alle Sendungen und Zuschristen sind zu adressieren: An den Verein für Kunst und Kunstgewerbe in Agram. — (Zur Stadtverschönerung.) Das hiesige Franciscanerklofter erfährt einen theilweisen Umbau, indem das gegen die Elefantengasse zu gelegene Gebäude um ein Stockwerk gehoben und die Facade beider Gebäude entsprechend renoviert und verschönert wird. Die bezüg« lichen Arbeiten haben bereits begonnen. DaS in Kuhthal gelegene Eerne'sche Haus, welches bekanntlich von der Stadtgemeinde zum Zwecke der Stadtverschönerung käustich erworben wurde, wird soeben demoliert. Per Platz vor der neuen Infanterie - Kaserne erfährt dadurch eine wesentliche Verschönerung. — (Fahrordnung der Südbahn.) Mit Beziehung auf die auch von uns gebrachte Meldung über Neuerungen in der Sommer.Fahrordnung der Südbahn-Gesellschaft wird von der General-Direction der Gesellschaft Folgendes mitgetheilt: Von den beiden Tagesschnellzügen der Hauptlinie, welche mit dem Inkrafttreten der Sommer-Fahrordnung (1. Juni) wieder wie in den Vor» jähren eingeleitet werden, wird der Leobener Zug statt um 7 Uhr um 7 Uhr 20 Minuten, der Triester Schnellzug aber um 7 Uhr 30 Minuten früh von Wien abgehen und in Trieft um 8 Uhr 42 Minuten abends eintreffen, Während der Gegenzug Trieft um 8 Uhr morgens verlassen und an Wochentagen um 9 Uhr 35 Minuten, an Sonntagen aber, wo der Zug zur Entlastung der Localstrecke über die Pottendorfer Bahn geleitet wird, um 10 Uhr 1 Minute abends einlangen wird. Daraus ergibt sich gegenüber dem Wien-Triester Tages'Eilzuge im Winter eine Abkürzung der Fahrtdauer in der Richtung nach Trieft um 68 Minuten, bei dem Gegenzuge um 90 Minuten, die jedoch nur durch Beschleunigung der Fahrgeschwindigkeit und nicht durch Abkürzung des Aufenthaltes in den Mittagsstationen herbeigeführt wird. Die Dauer des letzteren bleibt nach wie vor mit 25 Minuten bemessen. Damit entfallt die Nothwendigkeit der Beigabe von Restaurationswagen zu diesen Zügen. — (Todt schlag.) Am 30. März l. I. gegen 2 Uhr nachts entstand zwischen mehreren Besitzerssöhnen von LoZe und Man« (Bezirk Adelsberg), nachdem sie das Gasthaus des Anton Nabergoj in Loze verlassen hatten, Streit, welcher bald in Thätlichkeiten ausartete. Josef Furlan von Loze fchleuderte hiebe! dem 48jährigen Thomas Furlan, gleichfalls von Loze, zwei fchwere Steine gegen den Bauch. Infolge hiebei wahrscheinlich erlittener innerer Verletzungen verschied der Getroffene in der Frühe des 2. April. — (Der deusche Schulverein) beschloss die Bestellung eines Assistenten an der Holzindustrieschule in Goltschee. Weiters wurden der Kindergarten in Gottschee unterstützt, die Kosten der Erhaltung der Schule in Maierle genehmigt und die Schule in Reichenau mit Lehrmitteln versehen. — (Militärisches.) Wie das Nrmee.Verord-mmgsblatt meldet, hat Se. Majestät die Uebernahme des Generalmajors Alois Pürkher, Commandanten der 72. Infanterie-Brigade in Agram, in den Ruhestand angeordnet und demselben bei diesem Anlasse den Feld- marschall-Lieutenants'Charakter aä ^"H^"' ^ ^ neuerter Anerkennung seiner langen, " M^ji' im K^ege belobten Dienstleistung ^ h«l!'^ ^ Leopoldordens verliehen. General Pull? ^ ^ ^ enthalt in Graz genommen. c^h ^', ^ 5 — (Selbstmord.) Vorgestern >^?< , 21jählige Bahnhofamtsdiener FrM ^ ^ Laibach in seiner Schreibstube auf dcw^ ?i Trieft mit einer Schusswuude an der ^^ einem Sessel sitzend, todt aufgefunden ^ ^ -sich mittels eines Revolvers, welch" ^ Zl',: ^ gesunden wurde, entleibt. Das MoN» ! ist nicht bekannt. ^Al^ — (Kammermusik'Abeno^/ letzte Kammermusit'Abei'd findet am " „ ' April, abends um halb 8 Uhr. '"„'l^ Schiehstätte statt. Zur Aufführung 6"^ ^ ^ Streichquintett, op. 29 in ^ciul;^' ^ .Angelus.. Ii) üuigi Cherubim: «^F. ^ quartett; 3.) Karl Goldmart: Clav'^ N'äui-. „ird " "" 5M ,, Geraubt wurden 127 fl. Der TM ^ . ein Pferdefleischhauer. ^z'« ^ ^" ^ — (HYme „.) Heule findet m " ^,, .„ ^ „ des Herrn Josef Vohinec, Sohnes ^ Z^ ^ kanzlisten Herrn M. Vohinec hl" «^y ,^ Fiumaner Credilbant, mit Zraulem M^ Tochter des Villenbesitzers Herrn^G^.-.<^ Neueste U^'lA Bngiual.Telegramme der „L"^ W^' Wien, 5. April. Der Bericht ^Kf/> pro 1890 weist eine Oesammtelnnay" M«,^ , Gulden gegen 1689 ein Pl"s"°" abcl« !^>i^ Speciell die Transporteinnahmen "u ^<« !' 8.586.672 fl. Der Bericht ""st""?^ 3< ! gerung der Transporteinnahmen "fische"" l, hauptsächlich der Entwicklung des ^ , ,e>. M i„ allen Transportzweigen z"5"'7 „,.bela<«M Prag, 5, April. Die für h^e^^d'W Versammlung betreffs Feier des 1-^ ^ M verboten; trotzdem sammelten !"y jcd^' zl>l M Polizei zerstreut und wettere o'^ßelcht<^ ^ Genua, 5. April. Die durA"^^ ^ Prinzessin Witwe Stephanie 'st lm ^ h,< ^, hier eingetroffen und bksicht'g^ ^di"a^ n^ Sofia, 5. April. P""^ -ed" , zessiu Clementine sind a/stern 00" .. poppel ssereiit. . <,:.siaePH , Barcelona, 5. A^ H ' f sechs Anarchisten, welche ""^beN- ^F Dynamitbombrn fabriclerl z" " ^ <,M mehrere Arbeiter' scharf ^Ke^ Behörde verdoppelte ihre Schuy" gla"^ ^ Vuenos-AMs, 5. A^. ^ die iNeqienmg werde ssenöttM ' ^zAi für Papiergeld einzuführen. «wlWl^ ss^/ Constlmtmopcl. 5. AP" ' Oali ""' La>"> ! falle« in Ueskued Verlangen des österreichische" A^ Amtes enthoben nnd alle MnM hie<>. ,7 thunna erfüllt; der Zwische''^/^^^ Washington, 5, Apnl. ^ ^ilaH"< ist so gut wie beigelegt, da "'' ^zen« ^< den entschiedenen Forderungen . gen wird._______ ^ 72I„»,chch°.l,,°°m°°>^p...^,^V H «n I, AprN, Ludwig »»°'^^Ä,N. 732-0 11'? ^^A^> „ ?U Mg, 733-6'T^^H' ch.-z b<^> 5. 2. N., 731-7 13-0 b. ^^ Z ^ 9 .Ab., 733'0 »2 " b. "S^ s/,°/» . . . 100 40 100 30 dtll. dtll. 4°/o - - - «7'3N 9780 dto. Präm.-Nchuldverschr, 3°/« 1N9 25 109-75 Oest. Hypo!b?ll-i,bll!ll 1«j. 50°/o 98 5s 9910 Oest.ung, Nanl verl. 4'/,»/» . 10s — 1N2 4« dttto » 4°/„ . . 99'70 100'1« dttto 5Ujähr. » 4°/^ . . 9970 100 10 Prioritäto-Gbligatlonen (für 1U0 fl.). sserdiiiands-Norbbahü Lm. 1886 100 10 100^0 Valizische Karl ° Ludwig - «Nahn Em, 1881 80l> st, L. 4'/,"/» - 99 s.5 100 65 Geld Ware Oesterr. Norbwestbllhn . . . 108 en 107 60 StaatZbahn....... 190-50 — — Südbahn il 2«/„..... 152-25 153 — » il 5°/,..... 11« 80 119 «0 Ung.-giliz. Bahn..... 10» — 102 8« Diverse Kose (per Stück). Crebitlose 100 fl...... 18? — —'- - Clary-Lose 4« fl...... 58 5>> 57 50 4«/n Donall'Dampfsch. 100 fi. , I2l> — Iliü — Laibacher Präm, 'Anleh, 20 fl. 21 50 8250 Ofener Lose 40 st..... 5« 25 59 2t> Palffy llosl' 40 ft...... 55 75 56 25 NollM Nrcuz, öst, Ges. v,, Itt si, 1»«<< 19 20 Müdolph Lose 10 fl..... 20- - 31-- Salm Lose 40 fl...... 5950 60-50 Nt.-Eenolz Lose 40 fl. . . . 61-25 6225 WalbstciN'Lose 20 fl, ... 37'-- 88 — Winolich-Grätz Lose 20 fl, . . 51— —.-Gew.-Sch. d. «"/o Präm.'Schuld- verschr. der Vodencreditanstalt 27— 29 — Kank« Actien (per Stück). «ügloüst. Uaiil 200 fi. 60"/ E, . 164-75 165'25 Älllilverein, Wiener, 100 ft. . 116-5« 117 — Ädcr. «lnst, öst., 200 fl, S,40»/„ »4750 349 — Crdt.-Anst, s. Hand. u. V, 160 st, 350-75 301-25 Crebltbanl, Allg, ung., 200 fl. . 339 > 340 - Depositenbank, Mg., 200 fl, . 205-25 206 25 Vscomptc Ves,, Ndrsst., 500 fl. «10 — 614 — Vir°-u,Cass«nv,, Wiener200fl, 2ii — 213 - Geld War« Hypoihelenb., öst, 200fl. 25°/<>V, 7N-50 71 — Lllnberbanl, öst. 200 st. V. , . 219 50 21« «0 Oesterr-ung. Banl 600 fl. . . 98«, — 990 — Unlonbanl 200 fi.....23860 239 10 Nerlehrsbanl, Allg., 140 . . 157'üo 159 5) Actien von Transport« Unternehmungen. (per Stück), Mbrecht Äahn 20» ss. Silber , 83-50 9050 Nlfülb ssiüman. Vahn 200 fl. S, 80«-50 20^50 Vöhm, Norduahn 150 fl. . . 20525 20625 » Westbllhn 200 fl. , . . 347-50 349 50 Vuschtiehrader Eis. 500 fl. «M. 1280 1287 bto. Nit, L,) 200 fl, , 495— 497- Donau - Dampfschifffahrt»Ves,, Oesterr. 500 fl. CM, . . . 299— 801 — DrauEis. (N.'Db.'Z.)200fl. S. 199 -- 200'— Dul-Bobenb,' Iassy«Visen« bahn-Vesellsch. 200 fl. T. . . 238 — 239 — Üloyb,üst.»UNg,,Irltst50«fl.!lVl. 424 — 428 — Oesterr. Norbwestb, 200 fl.Silb. 20875 209 75 dto. (lit, L,) 200 fl, E. . . 220-25 2207!» Prag DurerLisenb. 150fl,Vilb, 98— 9»L5 Etaatzrisrnbahn 200 fi, Silber 24875 249-50 Südbahu 2U0 st. Silber . . . 119- - 11» 7b Süd-Nordo.Vcrb,'Ä.20Nfl.EM. 18030 18050 Tramwlly'Ges.,Wr,,i70fl.s.W. ^i«-. 21?--» neue Wr., Prlorität»< Actien 100 fi......95-. - 96 — Ung.'gallz. Elsenb. »00 fi. Silber 19950 200-5»» «eld «are Ung. Norbostbahn 200 fl, Silber 19? — 1S8 — Ung,Westb.(Raab'Vraz)200fl.E, 199 — 20050 Industrie»Hctien (per Stück), Vaugts,, «llg. Oest., 100 fi. . 88'— »»-— E-gydier Visen« und Stahl'Inb. in Wien 100 fi..... 81'— 8» — Visenbahnw.Leihg., erste, 80 fi. 10t» 50 1095» »Vlbemnhl» Papiers, u, V-V. 462«, 4? — Ü »a «95 Valuten. Ducaten........ »4b 54« 2ll.Franc«-Etücke..... 919 9»0. Deutsche Relchsbanlnoten . . 5S»2, 5« 9» Papier>3lubel...... 13s I«, Italienische Vantnoten (10a 2.) 45-3» 45 »5 3», ^-^^^^ —»—- ,l!L Rmtzßlaü zur Laikaclier Zeitung Rr. 78. Montllll den 6.AM 1891. ,'^>'"V7'ni« «'brach, »2"^,? M°,^ ^ 'Hände,,. »>!,?»>>'»'«,. '"l ««>r«,°l,m Die Bewerber haben ihre gehörig belegten j Gesuche im vorgeschriebenen Dienstwege bis 26. April 1891 bei der gefertigten t. t. Staatsanwaltschaft zu überreichen und nebst den in der hohen Justiz» Ministerillloerordnung vom 21. Jänner 1889, Nr. 10 R. G. Bl., angeführten Erfordernissen die Kenntnis der deutschen und der slovenischen Sprache nachzuweisen. K. l. Staatsanwaltschaft. Laibach am 5. April 1891. (1290) 3-3 aä I. 779? Ooncurs- Ausschreibung. Vei der l. l. Landesregierung in Laibach gelangt eine Amtsdiener stelle mit dem Gehalte jährlicher 300 fl. und der ActivitiitS« zulage jährlicher 7b fl., eventuell eine Amts« oiener»Gehilsenstelle mit dem Gehalte jährlicher 250 fl. und der Activitätszulage jährlicher 62 ft. 50 lr, zur provisorischen Besetzung. Bewerber um diese Stellen hnben ihre mit den Nachweisen über genossene Schulbildung, die Kenntnis der deutschen und der slovenischen Sprache sowie über ihre bisherige Verwendung instruierten Gesuche, wenn sie sich bereits in einem öffentlichen Dienste befinden, in vorgeschrie« benem Dienstwege, sonst aber unmittelbar bis zum 2 8. April 1891 beim Landespräsidium für Krain zu überreichen. Anspruchsberechtigte Militärbewerber werden auf das Gesetz vom 19. April 1872, R. G. Vl. Nr. 60, und die Ministerial-Verordnung vom 12. Juli 1872, R. G. Bl. Nr. 98, verwiesen. Vom l. l. LllndeSpriisidium fiir Krain. Laibach am 27. März 1891. (1356) 3—3 I. 3667. Mctal'Vorladung. Nachstehende Gewerbspartcien, derzeit un» bekannten Aufenthaltes, werben aufgefordert, sich binnen 14 Tagen beim l. l. Steueramte in Illyr Fcistrih zu melden und daselbst die rückständigen Erwerbsteuerbeträge zu berichtigen, widrigenfalls ihre Gewerbe von Amtswegen gelöscht werden würden, und zwar: 1.) Joses Sajn von Grafenbrunn die Trwerbsteuer aä Catastral^Nr. 16 per 3 fl. 50 lr., 2.) Simon Negro von Dornegg die Erwerbsteuer »ä Latastral. Nr. 28 per 3 fl. 50 lr. und 3.) Wilhelm Mildner von Dornegg »ä Catastral-Nr. 42 per 6 fl. 50 lr. K. l. Bezirtshauptmannschaft NdelSberg, am 28. März 1891. (1345) 3-2 Nr. 6662. Kundmachung. gufolge Erlasses des hohen l. l. Handels-Ministeriums vom 23. März l. I.. g. 13.50s, wird kundgemacht, dass der im internen PostVerkehre sowie im Wechselverlehre mit Ungarn geltende Tarifsatz von drei Kreuzer für Drucksachen über 50 bis einschließlich 150 Gramm vom 1. April l. I. an auch im Verkehre mit dem Occupations gebiete eingeführt wird. Gleichzeitig wird bekannt gegeben, dass auf Grund der hohen l. k. Handels ordnung vom 11. März l. I., Z. 5611, die Post. marlen der Emission 1890 zu 20 lr.. 24 kr., 30 kr. und 50 kr. künftig in der bisherigen be^ zeichneten Farbe, jedoch mit einem geänderten Martenbilde, hergestellt werden. Die neuen Postmarken zu 20 lr., 24 lr., 30 lr. und 50 lr. werben nach Aufbrauch der Vorräthe der gegenwärtig im Verkehre stehenden Marken der gleichen Kategorie ausgegeben werden. Vom I.September 1891 angefangen, werben die derzeitigen Postmarlen der eben erwähnten Kategorien außer Verkehr geseht. Xriest am 31. März 1891. ^nuigcßfatf. ; \Vvderlage (1369) 3—1 Nr. 2356. Zweite exec. Feilbietunst. Der diesgerichtliche Bescheid vom 13. März 1891 a6 Zahl 8490, womit der Execut Peter Klobucar von Griblje Nr. 47. derzeit in Amerika, verständigt wird, dass am 15. April 1891, vormittags 10 Uhr, Hiergerichts zur zweiten executive« Feilbietung seiner Realitäten Einlage Zahl 66 aä Tribuce und 177 llä Weidendorf geschritten wird sowie alle nachfolgenden Erledigungen in dieser Executionssache dem Execute« zu Handen des hiemit bestellten Curators aä aetum Stefan Zupankcoon Tscher-nembl zugestellt werden, K. f. Bezirksgericht Tschernembl, an, 29. März 1891. _______ ^ (1386) 3—1 Nr. 2457. Curatorsbestellmtg. Vom t. k. Bezirksgerichte in Gurt. feld wird hiemit bekannt gegeben, dass dem Johann Vrecko von Haselbach, nun in Graz unbekannten Aufenthaltes, zur Wahrung dessen Interessen ein Clirator »6 aolum in der Person des Ignaz l Vrecko von Haselbach bestellt, decretiert und demselben der diesgerichtliche Real-feilbietungsbescheid vom 28. Februar 1891. Zahl 1894. zugestellt wurde. K. t. Bezirksgericht Gurkfeld, am 17^Mär^1891.____________________ (1385) 3—1 Nr. 2454. Curatorsbestellung. Vom l. k. Bezirksgerichte in Gurl-feld wird hiemit bekannt gegeben, dass dem Josef Raiii von Venise, nun un-bekannten Aufenthaltes, zur Wahrung dessen Interessen ein Curator a6 »clum in der Person des Josef Zesser von Gulkfeld bestellt, decretiert und demselben der diesgerichtliche Realf^ilbietungsbescheid vom 28. Februar 1891, Zahl 1894. zu« gestellt wurde. K. k. Bezirksgericht Gulkfeld. am 17. März 1891._______________ (1275^3^3 3t. 1968. Oklie. (ü. Kr. okra^no »oäisöe v kamniku oklwu 2 6no 25. avßuuta 1869, 5t. 7252. 6a 86 ^s na proäl^t) 6r. Karo!» 3ekmi-ainesrm v liammku ixvl-üiln» ärüiba ^an62u I)6rm28l^i iii klast 1a««nik ^sm-!M poä vlo^o ät. 112 in 113 katä- »trains odöine Uagts, vloin» ät. 2b lcatagtralne oböins Krii, vioilna öt. 14t) katastralns oböine l(lano in vloitn» st. 96 Kaw8traln6 oböino 3un»6ol6, zzlcuplu na 2720 8t>!6. esn^vnin, na äan 18. »prila in na 6»n 16. ma^a 1891. !., vgakikrat od 11. uri 6op0iu6ns pri tsm «olliiöl, 8 poprs^n^im äoäatkom ponovila. 6. lcr. olcraMo »oäislök v liamnilcu ans 10. marca 1891. (1294) 3—3 Nr. 1650. Zweite exec. Feilbietung. Am 10. April 1691, vormittags von 11 bis 12 Uhr, wird in Oemähheit des diesgerichtlichen Bescheides und Edictes vom 8. December 1890, Z. 9169, die zweite executive Feilbietung der dem Mathias Kolenc von Ravne gehörigen, gerichtlich auf 2040 Gulden geschätzten Realität Grundbuchs < Einlage Zahl 76 der Eatastralgemeinde Zabava und des auf 6 Gulden bewerteten t'unäu» instrucw» stattfinden. K. k. Bezirksgericht Littai, am lOten März 1891.