pränumcration» - prkisc: Für Laibach: Ganzjährig . . . « fl. — ,r. Halbjährig . . . z „ — „ Vierteljährig. . . i „ so „ Monatlich . . . — ^ zg Mit der Post: Ganzjährig . . . 9 fl. — kr. Halbjährig . . . 4 „ 50 . Vierteljährig. . . 2 „ 25 , 8ür Zustellung ins Haus vierteljährig 2S kr., monatlich g kr. Einzelne Nummern 5 kr. Laibacher Tagblatt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Ncdaktioa: Bahnhosgasse Nr. I>12. Expedition und Znscra üurcau: Kongreßplatz Nr>8l (Buchhandlü von 2. v. Kleinmayr L F.Bamberg). Inscrlioilspttise: ^ür die einspaltige Petitzeile S kr bei zweimaliger Einschaltung L 5 kr. dreimal L 7 kr. Insertionsstempel jedeSmal so kr. Bei größeren Inseraten und österer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 27. Donnerstag, 4. Februar. — Morgen: Agatha. 1869. Einiges über unsere gewerblichen Zustände. i. Ein hiesiges nationales Blatt beleuchtete in zwei Artikeln die Ursachen, welche den mißlichen Kredit- und Gewerbeverhältnissen unseres Platzes zu Grunde liegen sollen. Wenn wir gleich gestehen müsse», daß einzelnen der dort angeführten Motive als z. B. dem Luxus, dem schwindelhaften' eta-bliren mancher Geschäftsleute in Wirklichkeit Tatsachen zu Grunde liegen, denen sich niemand verschließen kann, so finden wir es doch ganz ungerechtfertigt, als Hauptursachen der gedachten Kalamitäten die Steuerüberbürdung zu bezeichnen, oder gar die Negierung dafür verantwortlich zu machen, daß keine Fachschulen gegründet wurden, daß sie durch die Einführung der Gewerbefreiheit der sogenannten »wilden Konkurrenz" Thür und Thor geöffnet habe, gegen die man sich in den beliebten Vorwürfen zu ergehen pflegt. Wir wären demnach so weit gekommen, wieder nur von der Regierung unser Heil zu erwarten, obwohl man sonst ihre Eingriffe in die Autonomie der Vertretungskörper und in das Slbstbestimmungs-recht des Volkes perhorreszirt. Nach solchen Anschauungen sollten sie nun durch Schutzzölle' uud Privilegien die gewerblichen Schäden heilen, man will ihr die Obsorge für Handel und Gewerbe ganz überlassen, ohne zu bedenken, daß Kalamitäten, die größtentheils durch eigene Schuld herbeigeführt wurden, nur durch Selbsthilfe, durch gesteigerte Thatkraft beseitigt werden können. Diejenigen, welche solche Beschnldiguugen und Klagen anstimmen, übersehen gänzlich, daß andere Städte wie z. B. Graz und Marburg in jener Periode, die für uns nur einen Stillstand aufzu- weisen hat, einen blühenden Aufschwung gewonnen, daß die hohen Stenern den gewerblichen Fortschritt daselbst durchaus nicht gehemmt haben. Die Heranbildung des Gewcrbestandeö durch Gewerbeschulen ist sicherlich die erste Stufe zur Hebung der berührten, bedauernswerthen Zustäude. Doch müssen wir hiebei die Frage auswersen, wer hat jene Herren, die vorzugsweise berufen find, die Interessen des Gewerbeftandes in der Handelskammer wie auch im Landtage zu vertreten, daran gehindert, die Idee der Gründung von Fachschulen auch nur auzuregeu'? Wir erinnern uns noch sehr wohl an jene Zeit, da die gegenwärtige Handelskammer-Majorität an'S Rnder kam, uud man in Selbstüberschätzung die frühere Handelskammer vom Präsidenten an bis herab zum Sekretär sür alles verantwortlich machen wollte, was eben nicht durch die Handelskammer ins Werk gefetzt wurde. Freilich können wir die jetzige Thätigkeit der Handelskammer nicht genügend würdigen, da uns die Behelfe dazu fehlen, denn seit dem Rücktritte des vorigen Sekretärs haben wir noch keinen Handelskainmerbcricht zu Gesicht bekommen, was wohl dadurch erklärlich wird, daß der jetzige Sekretär durch feine Verwendung im Landtage, im ReichSrathe und in den Delegationen vollauf in Anspruch genommen wird. Dem Handels- und Gewerbestande in Krain genügt keineswegs die stereotip gewordene Mittheilung des Handelskanimerpräsidenten über ein ihm zngckommenes Telegramm Herrn von Lessep's nnd die üblichen Gemeinplätze über die Wichtigkeit der Eröffnung des Suezkanals. Wir wissen nicht, ob in Folge dieser Kundgebungen ein einziges Gewerbepatent beim hiesigen Magistrate gelöst wurde. Bei den letzten Wahlen hat die jetzige Majorität der Handels- und Gewerbekammer in srasenreichen Ansprachen ihren Wählern dringendst ans Herz gelegt, im Interesse des Han- dels und der Gewerbe sic alle wieder zu wählen. In wie ferne sie ihren Versprechungen nachgekommen, können wir ob Mangel an Details über ihre Verhandlungen nicht berichten. Weiter heißt es in jenem Blalte: Man glaubt allen Anforderungen der Bildung schon damit entsprochen zu haben, „daß nur die deutsche Sprache iu jedem Schlupfwinkel gelehrt wird." Erfreulich ist cs, daß jenes Blatt selbst der deutschen Sprache sich bedient, offenbar um den Beweis zu liefern, daß man in Krain ohne diese nicht weiter kommen kann! Um wie viel mehr ist der weiterstrebendc Gewerbetreibende an selbe gewiesen, wo hat er bessere Gelegenheit für sein Fach als Tischler, Schlosser, Mechaniker n. s. w. sich besser auszubilden, als in den benachbarten deutschen Provinzen! Warum schicken entschieden national gesinnte Familien ihre Söhne nach Graz und nicht nach Agram oder Belgrad in die Schule? Die im gedachten Artikel vorkommende Hinweisung ans den Mangel an gewerblicher Vorbildung ruft uns jene Zeit in Erinnerung, in der jeder Geselle, der Meister werden wollte, sich erst über eine dreijährige Wanderzeit ausweisen mußte, während jetzt Bauernjungen zu den Gewerbsleuten in der Stadt in die Lehre kommen, nur nothdurftig lesen und schreiben lernen und bei dem Mangel der Kenntniß der deutschen Sprache sich gar nicht aus dem Lande heranswagen und so ohne Anregung oder ohne Aufschwung daheim verbleiben als künftiger Zuwachs für die Meisterschaften. Auch taugen nach den Grundsätzen der Nationalen die Wanderjahre zu nichts, denn das Volk muß vor fremden Einflüssen gewahrt werden, uud cs können für die VolkSführer große Gefahren entstehen, wenn der Jdeenkrcis eines Handwerkers weiter reichen soll, als sie es für ihre Zwecke für gut finden. Wir erinnern hier nur an die heftigen Ausfälle des jetzigen Jeuilleton. Fortschritte der Technik. Vervielfältigung fotografischer Aufnahmen. In den jüngsten Tagen ist in München eine Ichvne Erfindung der vollständigen Reife und Vollendung entgegengeführt worden, nämlich die Ver-Aelfältigung fotografischer Aufnahmen durch die ^?sse. Das Problem ist mit einer Vollkommenheit gelöst, daß alle bisherigen Vcrsnche, soweit sic ^uch im foto-mechanischen Druck vorgeschritten gewesen fein mögen, vollständig in den Hintergrund Drückt worden sind durch das fotografische Druckverfahren des Hoffotografcn I. Albert. Seine auf °em neuen Wege hergestcllten Blätter unterscheiden M in nichts mehr von den nach dem bisherigen Zerfahren hergestellten Fotografien, indem sowohl " den kleinsten Formaten der Visitkarten-Fotogra-lttn, als bei Bildern in den größten Maßverhält-lssen die Kraft des Tons wie die Weichheit und endete Feinheit der Mitteltöne nichts mehr zu unfchen übrig läßt. Unabhängig von üblen Wit-rungsverhältnissen wird es von nun an möglich > in kürzestem Zeitraum große Auflagen von Bildern Herzustetten, bei welchen auch die Besorgniß, daß im Lause der Zeit deren chemische Zersetzung vielleicht eintreten würde, nicht mehr gegeben ist. Wie sich das Verhältniß ihrer Produktionen zu denen des Kupfer- und Stahlstiches, wie der Lithografie und des Holzschnittes gestalten wird, kann erst die Zukunft lehren. Immerhin bleibt Alberts Erfindung ein Triums für die chemische Wissenschaft. Die Ausbreitung der Nähmaschine. Die Hamburger „Reform" schreibt: „Wußte man auch längst, daß die Nähmaschinen-Fabrikation einen außerordentlichen Umfang erreicht hat und Millionen Menschen durch dieselbe einen guten Erwerb finden, so muß man doch von den einzelnen Daten überrascht sein, welche angeben, zu wie ungeheuerer Ausdehnung ihrer Fabrikation und ihres Geschäftes cs die bedeutendste der Nähmaschinen-Fabriken, dic Singer Manufakturing Company in Newyork, gebracht hat. Die Summen, welche sie als Arbeitslöhne an die von ihr beschäftigten taufende von Arbeitern bezahlt, sind z. B. wahrhaft kolossale. Seit Anfang des vorigen Jahres bis heute betrugen diese Arbeitslöhne der Singer Manufakturing Company in keinem Monat unter 122.000 Dollars oder zirka 163.000 Thlr. Pr. Krt. Von neuem aber reichen jetzt diese Arbeitskräfte schon nicht mehr aus für den heutigen Umfang der Fabrikation dieser Gesellschaft und die Nachfrage nach ihren Maschinen ist selbst gegen den großen Bedarf von früher her, jetzt eine anfs neue so gesteigerte, daß die Company sich veranlaßt gesehen hat, neben ihrer bisherigen, an Ausdehnung natürlich kolossalen Fabrik in Newyork, eine zweite von noch größerem Umfange anzulegen. Zieht man die Summen in Betracht, welche die Singer Manufakturing Company umsetzt, die Anzahl von Menschen, welche sie beschäftigt und ernährt, und das Kapital, welches sie an realem Besitz repräsentirt, so überzeugt man sich leicht, daß dieses industrielle Etablissement ein recht artiges deutsches Fürstenthum vollkommen anS-sticht, ganz abgesehen davon, daß cs unzweifelhaft ein ungleich nützlicheres nnd segensreicheres Institut ist, als solch letzteres. Und wie wohl wäre der Welt, wenn alle deutschen Dnodez-Fürstenthümer — Singer'sche Nähmaschinen-Gesellschastcn wären!" Wasserstoff als Metall. Schon längst hegte man, gestützt aus das chemische Verhalten des Wasserstoffes die Vermu- Vizepräsidenten der Handelskammer, des Hrn. Horak, im Gemeinderathe und in der Handelskammer im Jahre 1862 bei der Gelegenheit, als von beiden Korporationen der Beschluß gefaßt wurde, zwei Reisestipendien für GewerbSleute zur Besichtigung der Londoner Ausstellung zu vergeben. Doch ziehen wir gerade bezüglich dieses Punktes in unserem Gcwerbcstande die Bilanz, so finden wir, daß die itelligentesten und rührigsten Gewcrbs-leute eben jene sind, welche in fremden Werkstätten sich anfgchalten, durch Reisen in den Nachbarpro-viuzen und im Auslände ihre Anschauungen erweitert und so die Vorschule des Unternehmungsgeistes durchgemacht haben. Doch da befinden wir uns wieder bei einem wunden Fleck, der bei der sprachlichen Abgeschlossenheit, womit die Führer unser Volk beglücken wollen, nicht so bald seine Heilung finden dürste. Wir meinen den Mangel an tüchtigen Gesellen. In früheren Zeiten kamen dieselben häufig zugereist, heutzutage hört man allgemein die Klage, daß cs sehr schwer sei, solche zu bekommen. Welcher Gewerbsgenofse hätte anch Lust, ein Land zu betreten, wo er trotz aller Tüchtigkeit in seinem Fache stets nur den Vorwurf eines Fremdlings, der das Gnadenbrot ißt, zu hören bcköckmt. Wie soll der Gewerbsmann einen Unternehmungsgeist zeigen, wenn er schon in der Beischaffung der nöthigen Arbeitskräfte mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, die einen ununterbrochenen und soliden Betrieb seines Geschäftes so zn sagen unmöglich mache«. Was soll man ferner zu jeueu Fällen sagen, die gar nicht selten Vorkommen, wo der Gewerbsmann, der in der Lage ist, seinem Sohne in der Schule eine bessere Ausbildung zu gebeu, ihm diese entzieht unter den Vorwande, die Jugend dürfe nicht zu viel lernen, sonst wolle sic zu hoch hinaus; oder da man den für das Gewerbe ganz geeigneten Jüngling, eben weil er viel Begabung zeigt, in andere Berufsstudieu drängt, in der Meinung, daß beim Gewerbe ohnehin kein Vortheil heraussehe. Durch welche Elemente soll dann das Gewerbe gehoben werden, wenn in dem Stande selbst so beschränkte Anschauungen obwalten und nntcr den Standesgenossen selbst die Achtung des Gewerbes nicht mehr zu finden ist? Applausc. Der Bischof hatte sich zum Empfange nicht eingcfunden, er entschuldigte sich zwar schriftlich, aber die Bevölkerung nahm diesen Mangel an Erziehung (m,'iiuvi>li->->i,»n rill») sehr übel auf. Die Klerikalen rächen sich, indem sic von einem kalten Empfange des Königs sprechen. In Foligno dagegen fand sich der Bischof mit dem Klerus zum Empfange ein. Von den Rothen haben sich nur jene vom reinsten Wasser am Empfange nicht be-theiligt. Der Gemeinderath von Neapel hat 80.000 Lire zum würdigen Empfange des Königs einstimmig bewilligt. In Eivitavecchia kommen jeden Tag neue Rekruteu für das päpstliche Heer an und jeden Tag treffen Deserteure desselben mit Sack und Pack an der Grenze ein. In verflossener Woche allein 17 Belgier und Schweizer. Der „Gazzeta di Torino" wird aus Florenz geschrieben, es sei nicht unwahrscheinlich, daß der Prinz Napoleon in Neapel mit dem König zusum-mentreffen und daß sogleich nach der Rückkehr des Königs nach Florenz der General Meuabrea seine Demission (als Ministerpräsident) geben werde. Von Florenz wird der „Persevcranza" geschrieben, daß in Rom die Diplomatie anfängt, sich mit dem großen Kriegsmaterial zu beschäftigen, das von Frankreich in dieser Stadt ankommt. Die römische Regierung setzt sich ihrerseits auf den Kriegsfuß und läßt 2 Terrains gegen Ostia zur Anlegung von Jnstructionölagern stndiren. Auf dem bevorstehenden Coneil soll Rom als der katholische« Welt gehörig proklamirt und ausgesprochen werden, daß in Folge dessen die Beamten des päpstlichen Staates aus allen Nationen, besonders aus Frankreich genommen werden sollen. gieruug der Türkei keineswegs das Recht, vor einem richterlichen Forum die gebührenden Entschädigungen zu fordern; indem die Türkei ihrerseits die Jurisdiktion der griechischen Tribunale anerkennt, glauben die Bevollmächtigten nicht auf eine Prüfung der Verbrechen eingehen zu sollen, und haben sich mit den bezüglichen Reklamationen nicht zu beschäftigen. Was jenes Verlangen der hohen Pforte betrifft, das sich auf die Rückkehr der auf griechisches Gebiet entflohenen türkischen Unterthanen bezieht, so nimmt die Konferenz Akt von den Erklärungen des türkischen Kabinets in seiner Note vom 9. Dezember und hält sich für überzeugt, daß cs, so viel von ihm ab-häugt, die Abreise der kretischen Familien erleichtern wird, die nach ihrem Vaterlande znrückzukehreu wünschen. Die Konferenz kann nicht bezweifeln, daß angesichts des einmüthigeu MeiuuugsausdruckeS der Bevollmächtigte» über die ihrer Erwägung unterbreiteten Fragen die griechische Regierung sich beeilen wird, ihre Handlungen in Einklang mit den vorerwähnten Prinzipien zu bringen; auch zweifelt sie uicht, daß den im Ultimatum der hohen Pforte ausgesprochenen Klagen definitiv Rechnnng getragen werde. Diese Erklärung wird unvcrweilt zur Kenutuiß des griechischen KabinetS gebracht werden und die Bevollmächtigten geben sich der Ueberzeugung hin, daß die hohe Pforte darauf Verzicht leisten wird, die Verfügungen durchzuführen, die sie als Konsegnenzen des Abbruches dcr diplomatischen Beziehungen an-gezeigt hat." Die Deklaration der Pariser Konferenz. Dies wichtige Aktenstück lautet folgendermaßen: „Mit Recht wegen der Gefahren besorgt, die sich; aus dem Abbruch der Beziehungen zwischen der Türkei-und Griechenland ergeben können, haben sich die > Signatarmächte des Vertrages von 18Ü6 zur Aus- § gleichung der zwischen den beiden Staaten ent- ^ standenen Divergenz verständigl und zu diesem Be« -Hufe ihre Repräsentant» bei Sr. Majestät dem Kaiser ^ der Franzosen ermächtigt, in einer Konferenz zusam-! menzutreten. Nach eingehender Erörterung der zwischen den beiden Regierungen gewechselten Aktenstücke sind die Bevollmächtigten übereingekommen, zu beklagen, daß Griechenland, indem es den Impulsen nachgab, zu denen sein Patriotismus es verleitete, Anlaß zu den Reklamationen gegeben hat, die von der hohen Pforte in einem Ultimatum am 11. Dezember 1868 an den Minister des Auswärtigen ! ganze diplomatische Korps bei der prov>iorischc - Regierung reklamirt. Der päpstliche Nuntins hie - seine persönliche Sicherheit für bedroht und wollte - Madrid verlassen. Die Regierung gab dem d,P o-' malischen Korps jedoch sofort befriedigende Erkla^ l rungen und geleitete den geflüchteten Nuntius dura) r Rivero in friedlicher Weise in sein Palais zurull, wo er vom Zivilgouverneur der Provinz empfai' aeu wurde. ^ In Madrid ist ein Priester Namens Hay verhaftet worden, welcher sich im Besitze von ein großen Anzahl von Kleinodien befand, die aus den Kirchen nnd Klöstern der spanischen Hauptstadt entnommen worden waren, um nach dem Auslande gesandt zu werden. — An der spanisch-französischen Grenze bildet sich eine karlistische Armee. Dieselbe erhält Sold, als wenn sic schon im Felde wäre. — In der Diözese von Burgos sind 71 Priester und Domherren verhaftet worden. Der Erzbischof ist in scincm Palaste konsiguirt. Politische Rundschau. Laibach, 4. Februar. Trotz der Weichs'schen Interpellation in Angel e g e n h e t d e r geistlichen Ehegerichte und vielleicht eben wegen der Beantwortnng, die duse Interpellation im Abgeordnetenhause erfahren, anuiren, wie es scheint, die Kousistorialgcrichte unserer bischöflichen Seelenhirten unbehindert fort. Aus Liuz ^gt eine Vorladung des dortigen geistlichen Ehcge-richtes vor, worin jemand, um als Zeuge vernommen zu werden, vor das geistliche Tribunal geladen wird. Aus der Olmützer Erzdiözese hinwiederum geht einem Wiener Blatte ein Aktenstück zu, daß nichts geringeres ist, als ein Auftrag zur Erbringung eines Beweises der Wahrheit in einer Ehe-icheidnngssache. In Rumänien ist der Preußische Einfluß un stetigen steigen, trotzdem die sogenannten Ro-^cn ihn bekämpfen. Die französische Militärmission wurde nach Frankreich zurnckberuscu. Der preußische Oberst Krenski ist nach Berlin abgereist, von wo derselbe mit einer preußischen Militärmission rnruckkchreu soll, wenn die Kammern die diesbezüglichen Regierungsvorschläge annehmen. Die Nachrichten aus dem Orient laute» nicht sehr beruhigend. Das Organ der serbischen Regierung, der „Bidovdan" sagt bei Besprechung des griechisch-türkischen Konflikts: Wenn die Pforte mit Griechenland Krieg führt, wird sie nicht allein stehen. Bei Mkschitze soll ein Kampf zwischen Türken nnd Montenegrinern stattgefnnden haben, in welchem sechzig Mann getodtet nnd gegen zweihundert verwundet wurden. In Algier regt eS sich wieder unter den Angeborenen. Das „Journal de Paris" nnd „da France" melden ans Algier vom 2. d.: Zahlreiche nicht unterworfene Banden rücken gegen den Tell vor und besetzen Taggnin. Die Franzosen organi-siren Kolonnen gegen die Rebellen. Mae Mahon wird unverzüglich erwartet. „France" hofft rasche Unterdrückung des Aufstandes. Die Dissidenten s>nd noch weit vom kolonisirten Territorium. durch Schneeanhäufungen in ihrem Fortkommen theils durch 5 bis 6 Stunden, theils, namentlich zwischen Termoli und Foggia, noch länger anfgehalten. Der vom Winde zufanimengewehte Schnee erreichte an einzelnen Stellen eine Höhe von !) bis 10 Schuh. Zwischen Pescara und Foggia mußte der Verkehr ganz eingestellt werden. Anch die Telegrafenleitungen haben durch Frost und Schnee in jener Gegend vielfache Unterbrechungen erfahren. Zur Tagesgeschichte. -— In Abgeordnetenkreifen wird es als wahrscheinlich betrachtet, daß Fürst Carlos Anersperg nächster Zeit wieder an den parlamentarischen Arsten sich betheiligen werde. Wie man nämlich hört, ^ Fürst Colloredo-Mannsseld beabsichtigen, auf die Präsidentschaft des Herrenhauses zu resigniren, und tritt °leser Fall eiu, dann würde man die Präsidentschaft em Fürstm AnerSperg anbieten. Da der Fürst mit esvnderer Vorliebe als Präsident des Herrenhauses '"Ngirt hatte, so dürfte er wohl auf diesen Posten gerne zurückkehren. — Letzthin hat und zwar in Wien die erste ^"snng yvn einjährigen Freiwilligen stattgefunden. ' "s Ergebniß wirft ein eigenthümliches Licht auf die »Intelligenz," welche sich zu den Begünstigungen des uijährigen Dienstes drängt, denn von sieben Aspiran ^ haben fünf die Prüfung nicht bestanden, obgleich '°n nur die bescheidensten Ansprüche an das Wissen /s ^ Der eine der strebsamen Jünglinge wußte ab-ut nicht anzngeben, an welche Staaten Oesterreich fl^'ß ließ das rothe Meer an Rußland s. Gras Leopald Thun ist mittelst kais. Hand- Mechens 1. Februar zum Mitgliede des Herren-u>es auf Lebensdauer ernannt worden, r«. Die zwischen Bologna und Brindisi verseh- en Eisenbahnzüge wurden am 23. v. M. Lokal- und Proviuzial-Angelegenheiten. Original-Korrespondenz. Zdria, am 31. Jänner. (Die Jdrianer Schnlenndder „ N o vi ce" - Ko rres po nden t. — Tausschwierigkeiten. — Faschingsun -terhaltnng.) Es ist begreiflich, daß die Nationalen eine objektive Schilderung unserer Schnlznstände nicht vertragen, weil damit alle ihre Argnmentationen über die Dringlichkeit der von ihnen angestrebten Sprachreformen in der Schule über den Haufen geworfen werden. Mußten sogar ihre Führer im Landtage der Jdrianer Schule zu Liebe von ihrem Prinzipe der Ausmerzung der deutschen Sprache aus den ersten Klassen der Volksschule eine Ausnahme machen. Zur Beschönigung dieser Blamage versucht man nun durch Entstellungen nnd Verdrehungen des wahren Sachverhaltes die öffentliche Meinung zn beirren, eine Kunst, worin der bekannte „Novice"-Korrespondent von hier wirklich großes leistet. In einem in der „Novice" vom 27. Jänner enthaltenen Schreiben bezeichnet er die vom „Tagblatt" gebrachte Nachricht, „daß das Montanärar den Bergknappen den Unterricht in der deutschen Sprache nnverkümmert gewahrt wissen wolle," als einen Riesenhausen schamloser „Tagblatt"-Lügen. Auf solche Vorwürfe mögen folgende Thatfachen die beste Antwort geben: Bereits im Schuljahre 1867/68 war hier der erste Versuch gemacht worden, die deutsche Sprache aus der Werksschule zu verdrängen; es waren nämlich für die erste Klasse nur slovenische Schulbücher bestellt worden, während bisher das slovenisch - deutsche Lesebuch im Gebrauche war. Dies war der erste Schritt, nm dann späterhin sagen zu können, daß die Kinder in den höheren Klassen schlechten Fortschritt in der deutschen Sprache machen und daß überhaupt der Unterricht in der deutschen Sprache nur dazu dient, die Kinder in den übrigen Lehrgegenständen zurückzuhalte»; man hätte dann natürlich in ein paar Jahren den Unterricht in der deutschen Sprache ans der zweiten Klasse n. s. w. auszumerzen gesucht. Als jedoch der Vorstand des k. k. Bergamtes (Herr Bi. V. Lipold) von diesem Vorgänge Kenntniß erhielt, erklärte er allsogleich, daß daö k. k. Bergamt diese Bücher nicht übernimmt und nicht berichtiget, weil diese Bücher für dieSchnle inIdria nicht verwendbar find und die Kinder schon in der ersten Klasse in den Ansangs gründcn d er deutschen Sprache unterrichtet werden müssen, wenn ein entsprechender Fortschritt von ihnen erwartet werden soll. Der Vorstand des k. k. Bergamtes ließ die neuen slovenischen Bücher zurücksenden, nnd es wurde die Uebermittlnng der frühereu flovenifch-deutschen Schulbücher verlangt, welche seither auch im Gebrauche siud. Bei einer späteren Gelegenheit gab der k. k. Bergamtsvorstand der Schnldirektion sowohl als den Lehrern die mündliche Weisung, daß dem Unterrichte der Kinder in der deutschen Sprache die entsprechende Aufmerksamkeit zugewendet werden muß, nnd daß insbesondere in der vierten Klasse bei den Knaben besonderes Gewicht ans die Kenntniß der deutschen Sprache gelegt zu werden hat und in dieser sohin auch die deutsche Sprache hauptsächlich als Vortragssprache zu gebrauchen ist. Kurz darauf wurde von Seite des k. k. Berg-amtsvorstandes die Kundmachung erlassen, daß bei der Aufnahme in die ärarische Arbeit besonders ans gute Schulzeugnisse und fleißigen Schulbesuch Gewicht gelegt wird. In dieser letzten Kundmachung steht allerdings nichts von der Kenntniß der deutschen Sprache, allein wenn einerseits Verfügungen getroffen werden, daß der Unterricht in der deutschen Sprache in der Schule entsprechend gepflogen wird, andererseits aber bekannt gegeben wird, daß bei der Ausnahme iu die ärarische Arbeit besonderes Gewicht auf die Schulzeugnisse und fleißigen Schulbesuch gelegt wird, so mnß jeder urteilsfähige Mensch unter derlei sachlich sehr begründeten Verfügungen einen inneren Zusammenhang finden. Wenn der Korrespondent der „Novice," dem diese Verhältnisse sehr wohl bekannt sind, einen solchen Zusammenhang nicht finden will, so wird sich wohl schwerlich jemand die Mühe geben, ihm eine gegen-theilige Ansicht aufdrängen zu wollen; es wäre jedoch ganz am Platze, wenn derselbe cs unterlassen würde, klar vorliegende Verhältnisse trüben zn wollen. Es ist ganz richtig, das; diese, vom derzeitigen Vorstande der k. k. Bergdirektion getroffenen Verfügungen nicht bei alleu Personen Gnade gesunden haben : wir können diesen Herren die Versicherung gebe», daß der derzeitige Direktions-Borstand nicht geneigt ist, die Schule nach dem Wunsche nationaler Schwärmer einznrichten, sondern dieselbe vielmehr dadurch zu hebeu, daß er dafür sorgt, daß in der Schule den wahren Bedürfnissen des Ortes und des Werkes Rechnung getragen werde; nnd jedermann in Jdria weiß, daß der derzeitige Direktions-Vorstand Energie genng hat, auch Hindernisse zu überwinden, die früher für unüberwindlich gegolten haben. Einiges Aufsehen erregte hier in jüngster Zeit die Schwierigkeit, welche der Herr Dechant bezüglich der Taufe eines Kindes in der Wohnung der Eltern machte. Einem Montanbeamten, dessen vier in Kärnten geborene Kinder fämmtlich zu Hause getauft worden sind, wurde hier in Jdria ein Kind geboren, nnd gerade zur Zeit der grimmigsten Kälte; wir hatten damals 10 bis 12 Grad Kälte. Der Vater des Kindes begab sich zum Dechant, nnd bat, daß daö Kind in Berücksichtigung der großen Kälte zu Hause getauft werden möge, er erhielt jedoch die Antwort, daß dies mir dann geschehen könne, wenn durch ein ärztliches Zengniß dargethan wird, daß das Kind nicht in die Kirche getragen werden kann. Man war durch diese Strenge unseres würdigen und sehr geachteten Herru Dechautes um so inehr überrascht, da anderwärts Kinder in der Wohnung der Eltern getauft werde», ohne daß solche Anforderungen gestellt werden, nnd da auch in Jdria schon Fälle vorgekommen sind, iri welchen bei rauher Witterung oder Kränklichkeit des Kindes die Taufe anstandslos im Hanse der Eltern vorgenommen wnrde. Es müßte auch wirklich fehr befremde», wenn in Kram bei der Spendung des heil. Sakramentes der Taufe andere Vorschriften gelten würden, als in den benachbarten Ländern. Die Überraschung in diesem Falle war um so größer, da doch unser Herr Dechant sonst immer seinen Psarrkindern in allem nnd jedem mit der größten Liebenswürdigkeit nnd Zuvorkommenheit entgcgen-kommt. Da nun der Vater des Kindes sich ein Zengniß nicht erschleichen will, die ungünstige Witterung aber fortdauert, so ist das Kind eben bis jetzt ungetanst geblieben. Am 26. d. M. hatten wir in Kasino eine kleine Unterhaltung, bei welcher ans den von de» Jdrianer Damen gespendeten Gewinnsten ein Glückshafen gebildet nnd der Erlös von 22 fl. der Schnldirektion zur Unterstützung armer Schulkinder übermittelt wurde. Lokal-Chronik. — (Turnerisches.) Der „Laibacher Turnverein" hat soeben in der Person des Herrn Val. Schäfer einen nenen Turnlehrer akqnirirt. Derselbe soll eine äußerst tüchtige, theoretisch und praktisch gebildete Lehrkraft sein und insbesondere anch im Jngend--turnen (Knaben und Mädchen) eine sehr empfehlens-werthe, auf vielen Erfahrungen basirte Unterrichtsmethode besitzen. — (B allchronik.) Der gestrige Kasinoball erfreute sich desselben ziemlich gleichen Besuches, wie seine Vorgänger. Eine lebhafte Unterhaltung und eine rege Tanzlust, die Heuer aus allen Bällen für den miuder starken Besuch entschädigt, war auch gestern in hohem Grade bemerkbar und namentlich die anwesenden Herren ließen gestern in ihrer Eigenschaft als ausdauernde Tänzer nichts zu wünschen übrig. — (Die Entschädigungs-Ansprüche Krains für seinen inkamerirten Provinzialfond) werden noch im Verlaufe dieser Session im H. Reichsrathe zur definitiven Beschlußfassung gelangen. Die bezügliche Regierungsvorlage ist bereits in Druck gelegt und wurde uus von Wien zngesendet. Sie enthält die Entwürfe der Vergleichsabschlüsse mit den Lan-desvertretuugen von Böhmen, Schlesien, Oberösterreich, Steiermark und Kram, wodurch die Ansprüche dieser Länder auf bestimmte Subventionen von Seite des Staates gegen eine Abfertigungssumme befriedigt werden sollen. Das Land Krain erhält gegen Verzichtleistung auf alle seine aus dem besagten Titel erhobenen Ansprüche ein Entschädigungskapital von 700.000 fl. in neuen üperz. Schuldtiteln der einheitlichen Staatsschuld. Wir werden die Motiviruug der Regierungsvorlage und den mit dem gefaßten Landtagsbeschlusse gleichlautenden Vergleichs-entwnrs vollständig bringen. Vorläufig glauben wir nur bemerken zn sollen, daß diese Regiernngsvorlage, welche voraussichtlich auch im Reichsrathe auf keine Schwierigkeiten stoßen dürfte, vorzugsweise der rühmlichen Thätigkeit des pensionirten k. k. Landesgerichts-rathes Edlen von Strahl zn verdanken ist, der, so lange eS sein Gesundheitszustand zuließ, als Referent im krainischen LandesauSschusse all seiue geistige Kraft der Klarstellung dieser verwickelten Angelegenheit gewidmet hat. Alle Ehre dem wackeren Landsmann, der, nunmehr in Graz weilend, mit voller Befriedigung auf das immerhin günstige Resultat seiner rastlose», dem Vaterlande gewidmeten Thätigkeit blicken kann. — (Die Gerichtsbezirke Landstraß nnd Senosetsch), deren bei der letzten Gerichtsorganisation erfolgte Auslassung von der dortigen Bevölkerung sehr schmerzlich empfunden wird und für deren Restituirung der krainische Landtag sich beim Ministerium verwendete, sollen zn Folge Nachrichten aus Wien noch im Laufe dieses Jahres wieder ins Leben treten. In der Sitzung des Finanzausschusses wurde bei Berathuug des Budgets der Justiz über Antrag Dr. Tomans ein Betrag von 20.000 sl. für dieselben eingestellt. — (Singschwäne.) Vorgestern ließen sich 14 Stücke ans ihrem Rückzuge in die nordischen Gegenden begriffene Singschwäne auf eiuer Saveinsel nächst Lustthal nieder. Ein Prachtexemplar davon, im Gewichte von 15 Pfund, wurde vom Herrn Jagdinhaber Perdan erlegt und dem krainischen Mnseum gewidmet, wo cs eine Zierde der dortigen Vögelsammlung bilden wird. Marktbericht. Laiback, 3. Februar. Auf dem heutigen Markte sind . erschienen: 2 Wagen mit Getreide und 4 Wagen mit Holz. Durchschnitts-Preise. Weizen pr. Mtz. Korn „ Gerste „ Hafer ^ Halbfrucht „ I Heiden ! V-rse j Kukurutz „ Erdäpfel „ Linsen „ Erbsen „ Fisolen „ Rindschmalz,Pfd. Schweiueschm. „ Speck, frisch „ — g-räuch. „ fl. kr. MM fl.! kr. 50 20 50 90 10 40 50 3-20 3!40 460 -!50 44 —130 42 5M 3L2 3-2!— 3! 72 3>10 2-74 3 10 Butter, Pfund Eier Pr. Stück Milch pr. Maß Rindfleisch, Pfd. Kalbfleisch Schweluefleisch „ Schöpsenfleisch „ Hähudel pr. St. Tauben „ Heu pr. Zentner Stroh „ Holz, har., Klftr. — weich „ Wein, rother, pr. Eimer - weißer, „ Mkt^ fl- i kr. Mgz.- fl-!'r. 8 50 6 >50 Rudolfswerth, 1. Februar. Die Durchfchuitts-Preise auf dem heutigen Markt stellten sich, wie folgt: „Laibacher Turnverein." Gut U M! Mau beehrt sich hiemit zur Keuntuiß der Bereinsmit-glieder zu bringen, daß der neue Turnlehrer Herr Balentin Schäfer seine Stelle mit dem heutigen Tage angetrelen hat. Die Turnstunden bleiben unverändert wie bisher: Für Vcreinsmitstliedcr: Dienstag und Donnerstag von 7'^ bis 8V2, Samstag von 8 ins 9 Rhr. Für Pcrci»S;öalinac: Dienstag und Donnerstag von 6V2 bis 7'/^ Samstag von 7 bis 8 Nhr. Beitrittserklärungen zum Bercüie oder Anmeldungen von Zöglingen zum Turnuutcrrichle nimmt der Säckelwart des Bereius, Herr F. L. Ambrofch, (Hradeczki Brücke, Hei-niannlches Haus 3. Stock) jederzeit entgegen, Laibach, am 4. Februar 1809. Der Tnrnrath. " ft. , tr. ft. fr. äßcijen pr. 2Ke($ctt 5 10 Söutter pr. «ßfunt) . — 50 .Horn „ 4 — ®icr pr. ©tilcf . — 12 ©erftc „ 2 70 2Ki(d) pr. SKafe . — 10 ©ofer „ 1 70 Winbflcifd) pr. 'JJfb. — 20 ^ntbfrudjt „ 4 30 Äcit&flcifd) „ — 24 .petbeit „ 3 20 ©djrceiiteftcifd) „ — 22 |>irfe „ — — ©d)öpjeitflei(d) „ — — Hufnrufe „ 3 — £ta()iibcl pr. ©tiicf . — 28 ©rbäpfel „ 1 GO SEauben „ — 20 Sinfeit • „ 6 40 £>eu pr. Scutrter . 1 GO (Srbjcit „ G 40 ©trot) „ 1 — [fifotett „ G 40 §0(3, Jarteä, pr. Älft. G 50 Siijtiäfdjmalj pr. ?Pfto. — 45 — roeidjeS, „ — — ©djiDeinefdjmatä „ — 45 SSciit, rott)cr, pr. ©pecf, frifd), „ — 30 Eimer .... 4 — ©ped, geraudjert, „ — — weißer ... 3 — Witterung. Laibach, 4. Februar. Nachts heiler. Mvudhof, Morgeuroth, starker Reif, später Nebel. Souuiger milder Tag. Wärme: Morgens 6 Uhr — 1.4", Nachm. 2 Uhr-s-8.6" (1868 -j-4.2", 1867-^-0.4'). Barometer im Steigen 328.5!)"'. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 3.6", um 5.9" über dem Normale. Allgekommene Fremde. Am 3. Februar. Erker, Schullehrer, Mitterdorf. — Vogel, HandelsiN., Hohenegg. — Krnß, Nenmann, Speyer, Müluer uud Fabiani, Kanflente, Wien. Naglic, Kanfm., Lack. — Globocnik, k. k. Bezirksvorsteher, Adelst berg. W)I» Dr. Pavlic, Podpetsch. — Willer, Prag. — Scheinigg. — Hoffer, Görz. — Straßer, Fabrikant, Wien. — Blau, Kaufm., Triest. — Kuhn, Privat, Seed. — Tancer, Pfarrer, Unterkrain. Bonner, Dechant, Oßerlaibach. — Koller, Realitätenbes., Unterkrain. — En gelmann, Kaufm., Salzburg. Verstorbene. Deu 3. Februar. Der Johanna Stibernik, Bahnhofs-arbeiterswitwe, ihre Tochter Johanna, alt 6 Jahre, im Elifabeth-Kinderspitale in der Polanavorstadt Nr. 67 an der Gehirnlähmnng. — Johann Mertinz Inwohner, alt 50 Jahre, im Zivilspital an der Lungenlähmung. — Josef Gasperin, Pateutalinvalide, alt 68 Jahre, in der Stadt Nr. 141 gähe am Schlagflusse. Anmerkung. Im Mouate Janner 1869 sind 63 Personen gestorben, unter diesen waren 32 männlichen nud 31 weiblichen Geschlechtes. Gedenktafel über dic am 6. Februar 1869 stattfindcudm Lizitationen. I.Feilb., Crimozic'fche Real., Tschernembl, 145 fl., BG. Tschernembl. — 1. Feilb., Blarc'fche Real., Slap, 1145 fl., BG. Wippach. Erledigungen: Eine Auskultanteustellemit Adjntnm für Steiermark, 2 AnÄultantcnstcllen ohne Adjutum für Kraiu. Bis 15. Febr. beim OberlaudeSger. Präs. Graz. — Offizialsstelle beim Landesgerichte Graz, 525 fl. Bis 12. Febr. beim Laudesger.-Präf. Graz.________________________________ Theater. Heute: Rigotetto. Romantische Oper in 3 Akten von Berdi. Perfvnen: Der Herzog von Mantna, Hr. Ander. — Rigoletto, Hr. Göttich. —' Gilda, Frl. Jellinek. — Graf von Monterone, Hr. Pichon. — Norsa, Hr. Parth. — Spa rafncile, Eduard Decarli. - Maddalena, Frl. Weiß. Telegramme. Belgrad, 3. Februar. Das Journal „Serbin" bringt einen infpirirten Artikel, welcher die Resultatlosigkeit der Konferenz konstatirt und für den Fall eines Krieges zwischen der Türkei und Griechenland auch das wahrscheinliche Eintreten Serbiens, Bulgariens. Mazedoniens, der Herzegowina, Bosniens und Montenegro's in Aussicht stellt. Florenz, 3. Februar. Nach einer Depesche aus Athen verwarf das Kabinet Bnlgaris dic Deklaration und gab seine Demission. Algier, 2. Februar. Zwölfhundcrt Franzosen erfochten einen glanzenden Sieg über 3800 Rebellen, welche viele Todte und Verwundete hatten und verfolgt werden. Telegraphischer Wechselkurs vom 4. Februar. 5perz. Rente österr. Papier 61.75. — 5perz. Rente österr. Silber 66 85. — 1860er Staatsanleheu 97.60. — Bankaktien 680. — Kreditaktien 266.60. — London 120.55. — Silber 118.50. - K. k. Dukaten 5.67. Im Hanse Nr. 23!) am Hauptplatze ist eine (33—1) schöne Wohnung, bestehend aus neun Zimmeru, Küche und Keller, mit Georgi zu vermiethen. Anzufragen im Hause selbst, 2. Stock. Kein Zimmerplitzer mehr! Englische KMschuk-Maiiz-Pajia zum dauerhaftesten, schönsten nnd bissigsten Selbsteinlassen aller Haltungen Irchliöden. Diese höchst vorthcillmfte t-rfi»d»n,l unter scheidet sich von den vielen zum einlassen in Verwendung kommenden Lacken rc. hauptsächlich dadurch, „daß vermöge der höchst nclmmeiicn chemischen Ä»sam->nensct;u»g uud Le,IN»»,; mit kmttschuk die Pasta eine eigcnthümlichc Ziihinkcit erhält, die für die Dauer Hastigkeit enorme Bortheile bietet," daher eiu damit eiugelasfeuer Fußboden nllen Ltnipazcn trotzt und bei eiuiger Nachhilfe jahrelang schön ktcibt, ohne frisch eingelassen zu werden. Die Arbeit ist einfach und kann von jedem Kinde vollzogen werde». Eine Schachtel sammt Belehrung st. 1.30. Haupt-Depot bei k. FliUIci iu Wicu, VI. Bezirk Hirschengasse Nr. 8, wohin die schriftlichen Aufträge erbeten und gegen Einsendung des Betrages oder Postuahme prompt effektuirt werden. Emballage per Schachtel 10 kr. Euer Wohlgeboren! Ich ersuche um 6 Schachteln Kautschuk-Glauz-Pasta sür harte Parketten; die, welche ich im September bei Ihnen kanfte, habe ich zu meiner vollen Zufriedenheit verwendet. k H. (25—1) Laufchuitz, 7. Oktober 1868. Herrn F. Müller! Ersuche um 12 Schachtel» Kautschuk - Pasta, ich habe dieselbe probirt uud Ihrer Lobpreisung würdig gefunden re. rc M. Wiener Börse vom 3. Februar. StLatskoirü». 5perc. österr. Währ, dto. v. I. 1866 . dto. Rente, öst. Pap. dto. dto. öst.inSilb. Lose von 1854 . . . Lose von i»6». ganze Lose von 1860, Fünft. Prämicnsch. v. I8V4 . Sr»»a«atl.-0bl. Steiermarl >u5pCt, Kärnten, Kram ».Küstenland 5 „ Ungarn. . zu 5 „ Kroat. u. Slav. 5 „ Siebenbürg. „ 5 „ Lotlk-s. Nationalbank . . Creditanstalt . . N. ö. ESeomPte-Ges. Analo-österr. Banl Oest. Bodenered.-A. , Oest. Hyvoth.-Bank. Steier. Eseompt.-Bk. Kais. Fcrd.-Nordb. Südbahn-Gesellsch. Kais. Elisabeth-Bahn. Carl-Ludwig-Bahn Siebenb. Eisenbahn. Kais. Franz-Josefsb. Fünfk.-Bareser E.-B Alsöld-Finm. Bahn ^ILLeldrisks. Nation. ö.W. verloSb. Ung. Bod.-Creditanst, Allg.öst.Bod.-Credit. dto. m SS J.rückz. . ©elb SBare : 58.45 58.50 63.40 63.50 62.10 62.20 67.— 67.10 90.— 90.50 100.— 100.10 102.75 103.— 123.40 123.60 88.— 89.— 86.— 94.— 78.50 78.75 78.— 79.50 74.— 74.50 680.— 681.— 269.40 5569.60 714.— 716.— 240.25 240.75 247.— 250.— 75.50 76.50 225.— — 2243 2246 236.— 236.20 181.75 182.— 219.50 219.75 158.25 158.75 169— 169.50 189.75 190.— 161.50 162.— 94.90 95.— 92.50 93.— 107.— 107.50 90.— 90.50 161.— IVS.- S4.SU 95.^ 118.—iS».-57.—> 58.-34.— ! 35.— Geld War-Oest. Hypoth.-Bank. »7.5» S8.S0 Siidb.-Ges.zu500Fr.ini.— iii.S» dto. Bons 6 PCt. 234.- 225.— Nordb. (100 fl. CM.) 02.50 W.— Sieb.-B.t2»»fl.ö.W.) 85.— 85.Ä R»dolssb.(3»0fl.ö.W.)! «4.8» 8S.S0 Franz-Jos. (20» fl.S.) 88.5» 89.^ I.0LS. Credit 10» fl. ö. W. . Don.-Dampssch.-Ges. zu Ivo fl. CM. . . Triester Ivu fl. CM. . dto. L» fl. ö.W. . Osener . 4» fl. ö.W. Eßterhazy fl. 4» CM. Salm . „ 4g .. Palsfh . 4» Clary . „ 4» „ St. GenoiS,, 4» „ ".vindischgrätz 2» „ Waldstein . 2» „ Keglevich . 1» „ RudolsSstift. Ivö.W. Vsvdssl (SMon.) AugSb. ivvfl.südd.W. "srankf. Iv»fl. „ „ ondon 1» Pf. Sterl. Paris IU» Francs . Hüurss. Kais. Münz-Ducaten. 20-FrancSstUck. . . VereinSthaler . . . Silber................ 41.— 35.— 38.— 34.75 21.— 22.5» 15.— 14.75 100.25 100.4» 12V.I» 47.8» 5.KK S.6»' 1.76 117.75 41.S» S5.S» 3!>.-7 35.SS 22.-- 23.5^ 1S.S» 15.- 100.4» loo.e" iso.ro 4S.- s.«r 9.6l 1.7«' ii«.rs Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmahr L Fed. Bamberg in Laibach.