Nr. ?6. Plänumeiationsprei«: Im Lomptoli ganzl. ft. 11, halbj. fi. b N0. Für die Zuftellun«, inS Hou« halbl. 50 tr. Mit der Post ganzj. st. ib, halbj. ss. ? üu. Mittwoch, 4. April. InslltionSgebül- Für Nelne Inssral« b!» zn 4 Zlilln «5lr., gröhe« per Zcil« ß lr., b«i ßlt««n Wiederholungen p«r Zille 3 ll. 1883. Amtlicher Theil. , Gesetz »om 25. März 1883, F^nd die Gewährung von Unterstützungen aus ^aatsmitieln zur Linderung des Nothstandes. findet Zustimmung beider Häuser des Reichsralhes "^ anzuordnen wie folgt: bölkVl ^' ^^ Unterstllhnng der hilfsbedürftigen Be» linzel '" ^" "°"' Nothstande bedrohten Gegenden Nucksi"^ ^^lnder wird die Regierung ermächtigt, die berm I^^en Beträge nach Maßgabe des Bedarfes zu ""«gaben. N'tdp l?' ^ Beschaffung von Saalgut und zur ^ct f- ""6 ^" bln^ Hochwässer beschädigten c>„ lZ/ l?nrien, und zwar zn dem eistgenannien Zwecke llnd m ^m, zu dem lctzteren Zwecke an Gemeinden lanw^' unverzinsliche Vorschüsse bis zn dem Ge< ^ ,^,uage von 500 000 fl, unter der Haftung der llage °en ^"^ die an ihre M'talieder erfolgten Be« soti^ .^ unter der weiteren Haftung der Landes' ^nd?« Gemeinden und Bez,rke des betreffenden A gewährt werden. chen 3 ^Rückzahlung der Vorschüsse hat in fünf glei-lvlgen. ^"*"' vom 1. Jänner 1384 an, zu er- Vevöltks.'. ^"^ Unterstützung der hilfsbedürftigsten 100 (X^3^ wird der Regierung ein Credit von Unter l,! liegen Rechnungslegung bewilligt, welcher ^'währuii "2 rücksichtswürdigen Umständen zur Bezirk b?^ l^^ Subventionen an Gemeinden oder zu nicht /"!.^ Ausführung öffentlicher Bauten, dann btte ,^ °"^ickzuzahlenden Unterstützungen, insbeson-lvcrdei, ^ H"sf"l,g ^on LebenLmitteln verwendet ^^schilss ^ Vertheilung der im § 2 bezeichneten iNit de ^^^ ^ll^ die Staatsbehörden einoerständllch u Landesausschüffen zu erfolgen, ttlliae! . Nechtsurkunden, Eingaben und Amtshand« Und " '"betrrff der erfolgten Vorschüsse sind stempel-stellt ^"llei. insbefondere auch inbetreff der Sicher-»en f^' welche die Gemeinden und Landesvertretun-filr nüis. ^ ""'^ 'hrer Haftung gewährten Vorfchüfse ^'3 erachten sollten, btr polil'is^^ckstäüdige Vorschussraten können mittelst »Her, Execution eingebracht werden. ?Mpo - Die durch dieses Gesetz bewilligten Nus-^ i»oo 'l"b in den Staatsuoranschlag für das Nachträglich einzubeziehen. § 8. Das geaenwärtige Gesetz findet keine Anwendung auf den Bereich jener Länder, für welche mit den Gesetzen vom 13. März 1883 (N. G. Bl. Nr. 30 und 31) Unterstützungen aus Slaatsmitteln anlässlich der Ueberschw^mmungen im Jahre 1882 bewilligt worden sind. § 9. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes, welches mit dem Tage der Kundmachung in Wirksamkeit tritt, sind die Minister des Innern, des Ackerbaues und der Finanzen beauftragt. Wien, den 25. März 1883. Franz Joseph in. p. Taaffe m.p. Falken Hahn m.p. Dun ajew ski lli.p. Nichtamtlicher Theil. Das k. k. Landespräsidium für Kram hat an den Neichsrathsabgeordneten Dr. Iaqaes nachstehendes Schreiben gerichtet : Z. 593/Pr. Sr. Wohlgeboren Herrn Dr. Heinrich Iaques, Reichsralhsabgeordneten in Wien. Eure Wohlgeboren! Laut des dem gefertigten Landespräsidium nunmehr vorliegenden Stenogrammes über die Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 15. März d. I. haben Eure Wohl,eboren in der gedachten Sitzung einige gegen die deutsche Nation gerichtete Siellen aus einem angeblich von der Zeitschrift „8Iov6ll8ki naroä" gebrachten Artikel citiert und an dieses Citat die wiederholte Behauptung geknüpft, dass die kraiuische Landesregierung mit dem „8Iov6N8ki naroä« „notorisch und unbestriltenermaßen" in nahen Beziehungen stehe. Es soll zur Ehre Eurer Wohlgeboren und des Ihnen anvertrauten Mandates angenommen werden, dass Sie nicht wissentlich die Unwahrheit gesprochen haben. Allein es muss constatiert werden, dafs Sie fehr voreilig aus einer Quelle schöpften, deren Un-lautelkeit Ihnen hätte auffallen können. Nachdem Ihnen, wie Sie wohl selbst zugeben werden, die Verhältnisse in Kram aus eigener Anschauung nicht im Geringsten bekannt sind, sei es Ihnen zu Ihrer besseren Information gefugt, dass die krainische Landesregierung nur mit der Amts« zeitung und sonst mit keinem Glatte — weder mit einem deutschen noch mit einem flovenischen — in irgend einer Beziehung steht. Wenn Eure Wohlgeboren übrigens die Press, behörden in Kram in öffentlicher Parlamentssitzung verdächtigen zu müssen glaubten, als vernachlässigten dieselben ihre Amtspflichten, so wiirde es Ihnen wohl angestanden haben, für diefe Ihre Behauptung einen stichhältigeren Beleg zu bringen. Eure Wohlgeboren sagten in Ihrer Rede, dass die von Ihnen citierte Kraftstelle wenige Tage vorher in einer nicht confiscierten Nummer des „81o-veuäki naroä" gestanden habe. Eure Wohlgeboren hätten wohl daran gethan, die betreffende Nummer, welche der Aufmerksamkeit der in Handhabung der Presspolizei jedenfalls gewissenhaften Laibacher Staatsanwaltschaft entgangen sein soll, genau zu bezeichnen, was Ihnen allerdings schwer gefallen fein dürfte, denn mindestens eine Monatsfrist zurück vor Ihrer, die Behörde Krams verdächtigenden Rede haben im „81ov6ll8ki uaroä" derartige oder ähnliche Auslassungen, wie sie Eure Wohlgeboren als authentisch citierten, nicht gestanden. Hievon hat sich das Landespväsidium dnrch genaue Durchsicht aller Nummern des „kiovöULki UÄroä" seit 15. Februar 1883 überzeugt. Wollen Eure Wohlgeboren künftighin, wenn Sie im Parlamente Staatsbehörden anzuklagen beabsichtigen, Thatfachen vorbringen und nicht auf den guten Glauben Ihrer Zuhörer hin in den Wind hinein verdächtigen, denn dies dürfte weder zum Berufe eines Abgeordneten gehören, noch den Intentionen Ihrer Wählerfchaft entsprechen. Eure Wohlgeboren wollen Kenntnis nehmen, dafs das gegenwärtige Schreiben in der «Laibacher Zeitung" veröffentlicht wird. Laibach am 3. April 1883. K. k. Landespväsidium für Kram: Winkler m. p., l. k. Landespräsident. Iiemlleton. Aus der Rotunde. ^chen Caul ^vkl des liebenswürdigen und geist» .s Uewein "'^ Ferdinand Groß bringt die „W'enet ! .°"heim., >"""g" nachstehendes ebenso interessante w"^ten w'Feuilleton "ber die Wirtschaft unseres "°lui,de. ^'"ta-Reisenden Holub in der Wiener I?""ussiellu. ""hren ist er vorüber, der wundersame fundene ^.?il<,um. den wir geträumt, aber ver- 5 "dig, syen 'ler erstehen wieder, Schatten werden k ^"rn '" b" 'n die Nähe der Raume kommen. Mn'Nielt ^ ^73 so viel internationaler Glanz d b'gt u,,z ">. Kein Eintrittsgeld heischender Wächter »^en. daz ' /'" Tourniquet zählt uns und die an< , "/tn den N..°^ G'lter ist gefallen, niemand verwehrt IV den, rvell ^ öln Rotunde, ödes Schweigen liegt l l?dent ei," V^""' auf welchem damals Orient u»d Men uns 3'^7 so "ahegerückt waren.... Wir w ^n z„ 5.Hl abschrecken, den still gewordenen 9>de und ^"- W'sscn wir doch, dass in der ^" herrsch '»^" Anwx/n noch heute mancherlei U b"ss '"A °ass ganze Famil.en daselbst wohnen, U' ^n^in °Ä'l? die Brandung des grohstädti- V eine ft. 5,?"Ue gewogn hat! Und lockt uns 5"" der N '?' Umladung, die von einem Be- in einen langen Corridor, in eine Welt voll Gesang, G^zwitscher und Flügelschlag, untermischt mit etwas Blumenduft. Ehevor allerdings passieren wir einen kleinen Vorraum, in welchem ein Mmn einen Hund mit starker Hand an einer eisernen K^tle hält. Der Hund ist „Spott", ein Afrikaner von Geburt, fo wild, so unbändig, dass er zur Löwenjagd nicht verwendet werden kann, denn er exponicrt durch Tollkühnheit sich und den Jäger. „Spott" ficht uns etwas unfreundlich an, aber die eiserne Kette zwingt ihn, nicht handgreiflich zu werden. Wir sind bei Emil Holub, dem Afrika Risenden. Aber sind wir wirklich bei ihm? Es sieht da gar nicht nach Vorbereitungen für eine große N^ise aus. Vögel im Freien. Vögel in Käfigen, tausendfarbüjrs G>fi»'der, in buntestem Schillern sich abhebend von dem Grün d?r Palmen und Nadelbäum»>. die zur E>q>lickung der Vüa/l hier aufgestellt sind. Holub erhielt dieses Stück Weltausstellungs.zebäade vom Handelsministerium als Wohnung zugewiesen. Aber er hat sich im Laufe der Jahre abgewöhnt, zu — wohnen. Nun ja, wer durch das Innere des „dunkle,« Continents" fahren will, der darf nicht verweichlichen durch bequeme Zimmer oder schwellende Lagerstätten. Während der si'brn Jahre, die er in Südafrika zubrachte, wurde die Entbehrung sein Lebens« elenmtt, und da er den Aufenthalt in der Heimat nur als eine Zivischenstation ansieht, mag er sich jenem Element nicht entwinden. Lange Zit hauste er im lavillon ä68 amat6M'8; dort zog er sich ein rheuma-t,sches Leideu zu, übersiedelte in die Ost'Gallerie der Rotunde, und hier stehen ihm nun einige Raume zur Ve'fügung. Die Möblierung derselben Hit ihm wenig Mühe und wenig Kosten verursacht. Seine Miihc< waltung gilt wichtigeren Dingen; das Geld, das er verdient, bleibt für den R-isefond reserviert. Holubs „häuslicher Herd" besteht aus einem kleinen Schlafe zimmer, enthaltend einen eisernen T'sch, einen hölzernen Stuhl und ein roh gezimmertes Bett, letzteres, eine luxuriöse Bereicherung, erst dann aufgestellt, als das Liegen auf der bloßen Erde dem Afrika«Reisenden übel bekommen hatte. Im übrigen ist in Holubs «Wohnung" eine Dschler- und eine Schlosserwerkstätte aufgeschlagen, in diesen wird für die nächste Afrika-Expedition vorgearbeitet, und Holub legt felbst wacker mit Hand an. Momentan bemerkt man kaum die Dürftigkeit des Appartements, denn, wie gefagt, Vögel und Blumen schmücken es. aber mcht für laiM, denn dieser Schmuck wandert am 7. April in die ornithologische Ausstellung, an der sich Holub mit seiner Collection betheiligt. Es steht in Aussicht, das? die ganze Collection ihm preiswürdig abgekauft wird. Der Mann lebt unglaublich einfach und braucht doch Viel Geld, sehr viel Geld, nahezu 80000 fl., um seine weitgreifenden Pläne aus-zuführen. Holub ist Ornilhologe von Fach, kein bloß« Vuchgelehrter, sondern einer, der mit den Vögeln um-zugehen weiß, ihre Sprache versteht und stch auch ihnen verständlich machen kann. . . . Wir sind eine Stunde lang nnt chm unter all dem Federvieh umhergewandert — „Spott" war aus Vorsicht weggeschickt worden — und haben dabei viel Unmuthiges'und Liebenswürdiges gesehen. Ei.: schöner Eichelhäher, Namens ..B lla", der semen Namm sehr deutlich spricht, läuft Holub nach, wie ein dressierte» Hündchen. Er theilt mit feinen vielen Genossen die Sympathie für Besucher, denn wenn Bäste kommen, Aaibachcr Zeitung Nr. 76 «38 4. April 1883^. Zur Lage. Die ..Wiener Nbkndpost" vom 2. d. M. schreibt: Die Zweiseelen «Theorie hat gestern der „Neuen freien Presse" einen recht komischen Streich gc-sftielt. Ihr traditioneller Goldcultus hieß sie, die Thatsache, dass die 4ftroc. österreichische Goldrente bereits den Cours von 100 nahezu erreicht hat, mit Freuden begrüßen: ihre verbohrte Opposition gegen h^ g^z. nisterium Taaffe verbot ihr aber, die sich iu jener Coursziffer manifestierende Besserung des österreichischen Staatscredites nach Gebiir zu würdigen. In gewohnt findiger Weise half sie sich aus dem Dilemma durch folgende classische Bemerkung: „Gestern waren wir dem merkwürdigen Ereignisse nahe, dass die österreichische Goldrente mit 100 fl. notiert wird. Es ist das allerdings nicht der wirkliche, sondern nur ein papie rener Paristand, aber er wäre dennoch zum erstenmale verzeichnet worden. Herr v. Dunajewski wird hoffentlich darauf nicht stolz sein. Er gleicht einer angehen-den Schwiegermutter, die alle Liebenswürdigkeiten und Complimente empfängt, die ja doch nur der jungen, reizenden Tochter gelten. Der Stern der österreichischen Goldrente muss hell emporstrahlen, damit die ungarische wie ein verlassenes Aschenbrödel, welchem das bitterste Unrecht geschieht, dasteht." — Ob dieses neueste,.Re-cept gegen Schwiegermütter" wohl Anspruch auf Ori^ ginalität hat? Die „Publicistifchen Blätter" knüpfen an die Meldung von der Sanctiomerung der Gewerbe-gefetz-Novelle folgende Aeußerung: „Dem Mi< nisterium Taaffe gebürt unter allen österreichischen Regierungen der letzten Jahrzehnte unstreitig das Verdienst, sich zuerst mit den wirtschaftlichen Sorgen des Volkes beschäftigt und um die Abhilfe derselben bemüht zu haben. Das neue Gewerbegeseh und die Einführuug der Postsparcassen liefern den Beweis, dass eine Regierung auch mitten im tobenden Parteikampfe Nutzen zu stiften vermag, wenn sie von gemeinnützigem Streben erfüllt ist." Der „Sonn- und FeiertagK-Courier" schreibt aus demselben Anlasse: „Wir begrüßen daher die Novelle zur Gewerbe-Ordnung als den Beginn einer neuen Nera. die keineswegs der Gewerbefreiheit, sondern nur dem Missbrauche derselben den Krieg er. klärt. Schrankenlose Freiheit ist auf keinem Gebiete durchführbar, und es handelt sich bei den nothwen-digen Einschränkungen derselben eben nur darum, dass man nicht zu weit gehe und nicht das Kind mit dem Bade ausschütte. So ist es auch mit der Gewerbefreiheit. Das Princip der unbeschränkten Concurrenz hat das Gewerbe ruiniert und dem Publicum den größten Schaden zugefügt. Eine Remedur dagegen war fomit unbedingt nothwendig." Da« ..Prager Abendblatt" wiederholt in einem längeren, gegen zwei Wiener Oppositionsblätter gerichteten Artikel die frühere Behauptung von der fortschreitenden Consolidierung der Verfassung und sagt: »Zum erstenmale in der Verfassungsära haben wir ein Vollparlament, in welchem alle Völker des Reiche« vollzählig vertreten sind. Alle, die bisher der Verfassung feindlich gegenübergestanden, beugen sich ihr heute. Sie haben es gelernt, dass sie gegen den Quaderbau derselben vergebens mit den Köpfen anrennen. Es ist nicht wahr, dass sie gegen die deutsche Staatssprache ankämpfen. Heute zum erstenmale erklären sie in feierlicher Weise, dass sie die historisch-politische Stellung der deutschen Sprache in Oesterreich als eine „über alle politischen Fluctnationen erhabene Staatsnothwendigkeit" betrachten. Allerdings ist die Regierung bemüht, den berechtigten Wünschen der Natio« nalitäten entgegenzukommen. Aber sie erfüllt damit nur, was die liberale Partei unzähligemale versprochen, die Verfassung feierlich verbürgt hat. Wenn den mchldeul-schen Nationalitäten der Beweis geliefert wird, dass ihre begründeten Wünsche innerhalb der Verfassung und durch dieselbe befriedigt werden können, mit der Verfassung im Widersprüche stehende Begehren aber selbst unter den günstigsten Umständen auj entschiedenen und unbeugsamen Widerstand stoßen, dann muss sich hieraus naturnothwendig eine Consolidierung der Ver« fassung und eine politische Beruhigung der Gemüther ergeben. Wenn andererseits die Deutschen Oesterreichs erfahren, dafs die motivierten Wünfche der Nationalen ohne Schädigung der Verfassung und des Deutschlhums befriedigt und so die Widersacher der Verfassung in Bekenner derselben umgewandelt werden können, dann müssen auch die Deutschen hierin nolhwendigerweise eine Consolidierung unserer freiheitlichen Institutionen erblicken und die Erfahrung muss auch bei ihnen po» litische Beruhigung erzeugen. Das alles ist aber heute thatsächlich der Fall. Das alles zusammen berechtigt uns aber zu dem Ausspruche, dass trotz aller nationalen Hetzereien die Verfassung sich fortschreitend con' solioieie und die politische Beruhigung nie so groß und allgemein gewesen sei, wie sie jetzt ist." Die Repatriierung der Es ängö-Magyaren aus der Bukowina ist bereits im Zuge. Am 31. v. M. hüt die erste Abtheilung derselben, bestehend aus 600 Köpfen, die Reise von Hadikfalva nach Ungarn angetreten. In Szegedin, wo die Ankömmlinge heute abends eintreffen sollen, wird denselben ein festlicher Empfang bereitet. Die Stadt wird die Gäste in dem Ober-stä'dter Casino bewirten, allwo dieselben auch übernachten werden. Der Bürgermeister richtete an die Bevölkerung durch Placate die Aufforderung, sich an dem Empfange der heimkehrenden Csüngö zu betheiligen und dieselben mit Reisezehrung zu versehen. Nach einer Meldung des kroatischen Amtsblattes finden die Land tags Wahlen in der ehemaligen Militär grenze am 19., 20. und 21. April statt. Der Termin für den Zusammentritt des Landtages ist noch nicht fixiert. Parlamentarisches. Wien, 2. April. Die juridische Commission des Herrenhauses, welche bereits eine Reihe von Sitzungen der Vorberathung des vom Abgeordnetenhause am 28. Mai 1881 in dritter Lesung angenommenen Anfechtungsgesetzes gewidmet hat, ist gestern mit der Discussion dieser Vorlage zu Ende gekommen. Der Referent Dr. Habietinek legte den Bericht vor, in welchem die von der Commission an dem Entwürfe vorgenommenen Aenderungen zusammengefasst erscheinen. Der Bericht wurde genehmigt und gleichzeitig der Beschluss gefasst, dem Herrenhause die Annahme der Vorlage in der abgeänderten Fassung zu empfehlen. Der Entwurf zerfällt bekanntlich in drei Abschnitte, von denen der erste die Anfechtung von Rechtshandlungen im Con< cursverfahren, der zweite die Anfechtung außerhalb dieses Verfahrens, endlich der dritte und letzte die gemeinsamen Bestimmungen zum Gegenstände hat. Vom Ausland. Der pädagogische Congress, der'" Paris diesertage versammelt war, wurde am 1- ">"' geschlossen. Der Conseilspräsident Jules Ferry con stalierie, dass die Opposition des Clerus gegen o> Lehrhandbücher mehr eine politische als eine rellgw!, sei. Die Regierung stehe mit der Kirche nicht a"> dem Kriegsfuße, da das Concordat bestehe; die M'c rung wolle in der Schule Neutralität, aber AW^ der nationalen Institutionen. Betreffs der Eisenbahnfrage scheint die fra" zösische Regierung ihre Unierhandlungen vo läufig nur mit der Nordbahn sowie mit der Ml meelbahn fortführen zu wollen, deren Mitwirkung i Ausführung des innerhalb ihres Wirkungskreises liegs^ den Netzes von Secundärbahnen gewünscht wird. ^, beiden genannten Bahngesellschaften sind überdies einzigen, deren Einnahmen, respective Ueberschilsse a> während der letzten Jahre noch beständig zugenonu". haben, sie wären daher auch am ersten imstande, a ihren Einnahmen Baugelder für die geplanten 2>n> ' deren Betrieb ihnen zunächst überlassen bliebe, v" zuschießen. Die übrigen vier Bahngesellschaften, > der Ostbahn, der Südbahn, der OrlcanLbahn "" Westbahn, schulden dem Staate noch bedeutende S« men, welche in früherer Zeit auf Grund der u^ nommenen Zinsgarautie gezahlt wurden und dtl Amortisierung das Budget jener Linien vorläufig ^ derart belastet, dass ihnen für neue Unternehmung keine Mittel verfügbar bleiben. — Eine ReforlN v" unmittelbarer praktischer Wirkung kündigt der ^ Iustizminister Herr Martin-Feuillee an. Derselbe" beitet nämlich an einem Gesetzentwürfe, bezweckend Herabsetzung der Gerichtskosten, "^. er schon gegen das Ende dieses Monates den Ka" mern vorzulegen gedenkt. .. In Belgrad wurde der von St. Peters^ dort angelangte russische Oberst Despotovit >">^ seiner Agitationen für den gewesenen Metros Michael von der Polizei ersucht. Belgrad zu vellal!^ — Archimandrit Theodosius Mraovik wurde i' Metropoliten von Serbien gewählt. . .,. Am 3l. v. M. fand, wie bereits telegraph»^. meldet wurde, in Constantin opcl die erste ^ ferenz in der Libanon-Frage statt. Alle Vw" der Großmächte waren zugegen. Aarifi Pascha "^ die Mittheilung, dass, nachdem die Vollmachten M' Paschas, über dessen Verwaltung er sich lobend "" sprach, am 23. April ablaufen, der Sultan in O^ heit des Libanon-Reglements vom Jahre 1861 Plc^ Bib Doda Pafcha zu feinem Nachfolger bestes, habe. Aarifi Pafcha sprach die Hoffnung aus, ° I, die Mächte dieser Wahl zustimmen werden. D" ^.. schafter Oesterreich-Ungarns. Frankreichs, DeH lands sowie der italienische Geschäftsträger pst'" ^ der Reihe nach den Ausführungen Aarifi Pas^^l und erklärten. dass sie der Wahl Prenk Bib ^° zustimmen. Der Botschafter Russlands und der ^ llsche Geschäftsträger beschränkten sich darani' ^ Mittheilung Aarifi Paschas zur Kenntnis zu ney" ^ und fügten hinzu, dass sie darüber ihren Regier" ^ referieren werden. Die nächste Sitzung findet Saw ^ statt. — Nach einem Constantinopler Telegrams ^h «Frankfurter Zeitung" stammt die Idee, P"w ^, Doda zum Gouverneur des Libanon zu machen' ,^ Derwisch Pascha, welcher denselben gern aus M«' gibt Holub eine Extra-Ration von Würmern und an-deren Leckerbissen. Außer dem Eichelhäher spaziert ein Staar frei auf dem Erdboden umher; ein wackerer, geschwätziger Geselle, der nur dem kleinen Laster huldigt, gar so gern im Käfig der Schopfschwalbeu zu baden und ihne» das Wasser auszuschütten. Auch ein Rothkehlchen ergeht sich da ungehindert. Es hatte zwei College,,, aber die drei kamen schlecht mit einander au«, und so musste man sie trennen; sie haben jetzt Einzelhaft und sil,d vertheilt in drei verschiedene Lo-calitäten. Einige artige Thiere, welche Pflanzen zu schonen wissen, haben Blumen im Käfig, so zum Beispiel die Zaunkönige Azaleen, die aus dem Gehäuse mit den Glastafeln einen kleinen niedlichen Garten machen. Und wenn wir uns nun umthun, welches Concert von Farben und von Geräuschen! Hier die brennendrothen Cardinäle, die australischen Kibitz' tauben, die Blauspechte, Schneemeisen, der Würger — der, wenn man ihm ein Würmchen schenkt, gar zierliche Verbeugungen macht — der Wendehals, die javanesischen Erdtauben, die chinesischen Sonnenvögel, der amerikanische Goldflügel-Specht, die Astrilden, der Tropial, die Steinröthel, Zwergwachtcln, die Schleiereule, das Sleinhuhn, das nach Storchenart auf Einem Beine stehende Rohrhuhn, die Nebelkrähe, die Elster, der Austernfischer. der Kibitz, die Goldamsel, die Bachstelzen, Pfcsferfresfer, Gimpel. Ammern, Kampfhähne, Alpendohlen, die indische Wander-Elster, die gleißenden Goldfasane, die tiefdunllen Nonnen — das Auge ist geblendet von all der coloristischen Pracht, und daz Ohr hat Mühe, die Rufe und Gesänge von ein-ander zu unterscheiden. Der Tropial flötet, der Specht Yacit «msvrmig mit dem Schnabel auf daö Buchen- scheit los, das man ihm „gestiftet" hat, der Eichelhäher schreit: „Bella! Bella!" die Bewohner eines Käfigs imitieren diejenigen eines benachbarten, ein Vogel lernt vom anderen und gesellt dem eigenen Lärm zum Ueberflusse fremden bei. ... Die gefiederte Gesellschaft macht Holub übrigens harte Arbeit. Täglich um 5 Uhr morgens fangen er und feine Dienerschaft mit der Reinigung der Käfige, mit dem Vertheilen des Futters an, und erst um 10 Uhr vormittags ist das alles besorgt. Aus dem Corridor führt eine Glasthür nach Holuvs schon erwähntem Schlafzimmer. Keine Teppiche, leine Ampeln, nichts, was wohl der Mehrzahl der Leserinnen als nothwendiges Beiwerk erscheinen mag. Dafür aber auf dem Boden ein Rothkehlchen und ein zahmes Rebhuhn, die gute Freundschaft geschlossen haben, in einem Käfige zwei prächtige Dolchstichlauben — auf dem Brüstchen blutrothe Flecken, wie von einer tiefen Wunde herrührend — ein stolzer Silber-fafan, effectvoll ausgeführte Gruppen aus Baumrinde und Blumen. Auf zwei Seiten des Schlafzimmers je ein Cabinet, das eine vermietet an Fasane, das andere an eine auserlesene Gesellschaft farbenstolzer Thiere, am entzückendsten unter ihnen der Schmuck' fasan, die vom Himalaya stammende „Lady Amherst" und ein Bastard der beiden — dieser geradezu ein Wunder an stolzestem Glänze. Wir betrachten all das. dann setzen wir nns im Schlafzimmer auf eine Kiste und Holub erzählt uud zeigt viel Merkwürdiges und ruft auch „Bella" helbei, nicht den Eichelhäher, sondern daL kleine Betschuana-Mädchen, nach dem diefer so heißt. Die etwa vier-zehnjährige Bella spricht sehr gut Deutsch, leistet Holub ganz nützliche Dienste und wird mit ^Ml wieder heimreisen in die Diamantenfelder. Ho^" «,,,!> sie zu der Familie zurück, der sie als verlassene» ,^ — die Mutter ist todt, der Vater bekümmert st^hi» um sie — in der dort üblichen Weise auf <"Hjel Jahre „zugesprochen" wurde. Bella findet ^ .Al Holubs Tagebüchern ausgezeichnet zurecht. 7^ hie Tagebücher führt Holub 37 für die 37 F^M' er betreibt; damit sie nicht während einer ^.^e^ verloren gehen, hat er für sie eine Kiste coniU ^ lassen, die selbst bei jahrelangem Schwimme" ^< Wasser einlässt. Holub ist überhaupt auf a"? <^le «ualitäten gefasst. Seine auf vier Jahre an« ^> Expedition will er so einrichten, dass sch^^schel ersten sechs Monaten paläontologisches. eth'M^ ^ und botanisches Material beisammen sei, mn ? gljo brachten finanziellen Opfer zu lohnen. "^"^3^ auch ein Resultat da, falls ich verunglücke." ^ eii'c er mit derselben Seelenruhe, mit der wir ande^^ abgerauchte Cigarrette wegwerfen und eine "^^e»' ^ den. Im Mai tritt Holub feine Reise an. N^ ^ Brüssel uud London besucht hat, letzteres, ^ ^ englischen Mäcenen der Wiss nschaft das '^ilis^' fehlende Geld zu bekommen und die merca ^i» Vertretung einiger großer Firmen für "^ ^ s^ zu übernehmen, geht er nach Hamburg, '"", Oiiel' einschifft. Das klingt so einfach, aber wle "'' . i^ gie und Entsagung hat dieser starke M"^n'' Werk schen müssen, um eine zweite EI^ag h" Angriff nehmen zu können! Vortrag auf "^^cg""". er gehalten, alle Freunde der Forschung M » sei"" gesetzt, mit unentwegter Energie die AerechtM " Lalbachcr Zcitunst Nr. 76 639 4. April 1833. Lintt c H ^'"^ Familienverbindungen einen großen "Mstuss ausübt, foithaben möchte. V°^ Depesche aus Slutari zufolge ist Assim 2n "" ^^ besonderen Mission dort angelangt, ^rn ,n Albanien versuchten Umtrieben ein Ende zu Und?' «^ Gereiztheit zwischen den Montenegrinern bat k einerseits und den Albanesen andererseits ^.^"t allerdings bereits einen bedenklichen Grad der ^."^aangeuen Dienstag wurde ein wohlhaben» tvea ""^ einsiussreicher Tiuke aus der Kraji'a, der »en der montenegrinischen Mütze für einen Monte. ^ Ar, angesehen wurde, von Malisoren, währender drucke passierte, meuchlings ermordet. 200 Tinten sich 3^^"' ^^ um Rache zu nehmen. Ihnen schlosst ^^.Montenegriner aus Rzeka an, welche den Kan, '^ rächen wollten. Vereint drangen sie in stand " ""' ^ Kastrati leisteten hartnäckigen Wlder-Es ' l,^^^ ^er Kampf dauerte gegen drei Stunden. L 6, beiderseits einige Todte und eine bedeutende ^^Verwundeter. Tagesneuigkeiten. Llobl^ (Veileidskundgebung.) Wieder ..Pester präsid "'"^ilt. hat Se. Excellenz der Herr Minister-Tod »>! ^°s Taaffe anlässlich de2 gewaltsamen Beil 5 IudexCuriae Georg von Mailüth folgendes Min s. ^umm an Se. Excellenz den ungarischen von Tisza gerichtet: ..Aus d°du lk erschütternden Kunde über die ruchlose That, besten m ^ Monarchie, insbesondere Ungarn, einen der lenz .^rwten verloren hat. beehre ich mich. Eu. Excel-i»n V ^n> ung. Ministerpräsidenten in meinem sowie tztj,.,""en meiner Minister-Cullegen das tiefgefühlte "^auszudrücken. — Taafse." d^ , (Oesterreichischer patriotischer Hilfs-°ln , ^ ^^ österreichische patriotische HilfsVerein hielt Unter ^' ^^'^ ^' ^^neraluersammlung, welcher °rzt v ^"" FML. Ritter von Ka'ffel, Generalstabs' dettbe?' ^'^"' ferner in Vertretung des Landes-Eta^^""^' Ministeriums Oberst von Lehne und Ai'nist"^ ^'"^er und als Vertreter des Reichs-Kriegs' lireiher ""^ ^^ Dittrich anwohnten. Der Präsi^nt ^sprack ^^^ ^'nti constatierte in seiner Eröff»ungs-t»ie Gel^c ^^^ ^ Verein seit seinem Anschlüsse an Einsts ^ vom rothen Kreuze an Bedeutung und nicht ,,u "°^ außen sehr gewonnen habe und dass er sondern ^ ^^" seiner bedeutenden Beitragsleistuna, der ^: ,. '"Mehr hurch seine hervorragende Thätigkeit öugleich !" Factor der Thätigkeit deö Bundes sei. dass die o"^ ^ Vorsitzende de.n Bedauern Ausdruck. Böller ^ ^ Vcreinsmitglieder zu der Z,ffer der ll!e^». ^3 noch immer in einem sehr ungünstigen ^gsuw ^he, woran wohl nur die noch nicht ge» salnie? ^^reitete Kenntnis der echt humanitären Wirk baher - ^ Vundes vom rothen Kreuze Schuld trage, ^tsell/^ ^'^ nachdrücklichere ftubliciftische Verbreitung eil,z A dringend geboten sei. Der Secretär des Ver-Iahr»»s jor E»ler von Sluka. erstattete hierauf den ^tein^^ ^" ^^' H^"°ch hlit sich die Iahl der ^o>i ^"'lglieder gegen das Vorjahr um 72 erhöht, ^l'ltenc," .^'tgliederbeiträgen per 8650 fl. wurden ^edktgtt '^ ^" ^ Section„Landes-Hilfsverein für teichj^'""e>ch nnd ^^^ oem C.-ntralfonde der öfter» Ehrlich Gesellschaft vom rothen Kreuze übergeben. Unterstützungen wurden an 13Osficiere, 232 Personen der Mannschaft und 71 Wit-wen im Gesammtbetrage von 16 740 st. verabfolgt. Außerdem wurden an 226 Hilfsbedürftige au» früheren Kriegen 2402 si. Vertheilt und zur Anschaffung von künstlichen Gliedmaßen 159 ft, verausgabt. Die weiteren Leistungen des Vereins betreffen feine Wirksamkeit als geschäftsführendes Organ des Bundes vom rothen Kreuze, wonach unter anderem bereits 23 Vlessierten-Tranöportcolonnen des rothen Kreuzes sammt vollkommener Feldausrüstung fertiggestellt worden sind uud die Erbauung von Wagendepotö für Transportcolonneu in den Provinzen sich im Zuge befindet. Der Bericht drückt schließlich Sr. k, und k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Karl Ludwig als Protector.Stellvertreter des Hilfsoereinswesens in Oesterreich-Ungarn, dem Reichs-Kriegsministerium sowie dem Landesvertheidigungs Ministerium, der gesammten Presse und den sonstigen Förderern der Vereinstendenzeu den Dank aus. Dieser Bericht sowie der mit demselben in Verbindung stehende, vom Gemeinderathe Dr. Kiihn erstattete Bericht des Landes Hilfsuereins für Niederöstecreich wnrden genehmigt und die Versammlung hierauf geschlossen. — (Das kk, Hofoper «theater in Wien) brachte in der letzten Zeit „Figaros Hochzeit" und «Don Juan"; in der ersten Sevilla-Oper Mozarts sangen die Damen Bianchi, Ehnn und Kupfer und die Herren Ack und Scaria; i» der zweiten die Damen Lucca, Materna. Wilt und die Herren Beck, Rolitansky und Peschier. DaS ist. sagt die „Wiener Abendpost", eine Reihe von Primadonnen — Marie Lehmann nicht zu vergessen — welche die Seasonliste Londons nicht ausweist. Die „Don Iuan"«Aufführung war ein Fest, Man könnte fragen: wer zählt die Menge u. f. w., stünde es nicht fcst, dass jetzt in der Oper sehr gut gezählt wird! Kopf an Kopf gedrängt, sah die Versammlung von den Gallerten der Vorstellung der drei heimischen Primadonnen zu, Die Lucca voll Zierlichkeit und Humor als „Zerline". die Wilt groß und mächtig als „Donna Anna" und, fast an sie hinanreichend. Frau Materna als stets gekränkte „Elvira", das war eine Constellation, welche an die Zeit erinnerte, die den Dreiklang Lutzer. Hasselt, Stöckel-Heinefetter brachte. — (Ein Eisenbahnwaggon verbrannt) Wie aus Budapest gemeldet wird, gerieth am 1. d. M, in dem Czegleder Omnibuszug ein Fass Petroleum in Brand, Der ganze Waggon, welcher noch rechtzeitig losgekoppelt werden konnte, verbrannte. Ein Kind erlitt dabei Brandwunden und konnte nur mit Lebensgefahr gerettet werden. — (Ein alter Student.) In einem süddeutschen Blatte finden wir folgendes Inserat: „Für tüchtige Schulmänner und Gelehrte! Gesucht wird ein tüchtiger, erfahrener Schulmann, der es übernimmt, sei es bei sich oder in einer Sommerfrische, während der kommenden Universitätsferien einen dreißigjährigen Menschen im Lateinischen und Griechischen für das Abiturienten-Examen vorzubereiten." — (Türkischer Bordeaux.) Eine Nachricht, welche ohne Zweifel viel Weintrinker in hohes Erstaunen versehen wird, geht aus Aorianoftel dem Centralvereine für Handelsgeographie zu. Danach würde ein großer Theil des Bordeauxiveines. welcher von Frankreich kommt, ans — türkischem Buden gewachsen sein, E>n Herr Richard nämlich, der sich übrigens zu einer Handelsmacht in Numelien emporgeschwungen haben soll, hat seit einigen Jahren in der Nähe von Adrianopel amerikanische Neben angepflanzt und versendet alljährlich etwa fünf Millionen Flaschen Wein nach Frankreich, wo derselbe mit ungarischem Weine und deutschem Spiritus auf, gemischt u»d dann als Bordeauxwein mit großem Gewinne in alle Welt hinaus expediert wird. — (Hohes Alter.) Eine äußerst lange Amtsthätigkeit hat ein im Flecken Kupel in Wolhynien angestellter Geistlicher hinter sich. Er ist, wie der „Zerk. Wjest." berichtet. 108 Jahre alt uud Versieht sein Amt schon 84 Jahre lang. Dabei ist der Greis noch so rüstig, dass er auch jetzt noch, unter Beistand eines Adjuncten, in seinem Amte thätig ist. — (Ein Naben Vater.) Die „Moskauer deutsche Zeitung" meldet folgenden Vorfall: „In einem Dorfe des Kreises Melitopol verheiratete sich ein Bauer zum zweitenmale und brachte aus erster Ehe drei Kinder mit. Nach einiger Zeit erklärte ihm seine Frau, dass sie keine Lust habe. die uunützen Mitesser zu füttern, er möge die Kleinen hinbringen, wohin es ihm beln-be. Der Baner widersprach anfangs diesem Verlangen, eines fchönen Morgens nahm er aber doch die drei Kinder in einen Schlitten und fuhr mit ihnen in die Steppe. Dort brachte er dieselben in ein Häuschen, Welches im Sommer den Schnittern als Aufenthaltsort während der Ruhepausen diente, nahm ihnen ihre Pelzchen und Schuhe ab und entfernte sich mit dem Vorgeben, er werde ihnen jetzt Arbuseu holen. Das älteste Kind. ein lOjähriges Mädchen, fühlte wohl, dafs hier etwas nicht recht fei, und nahm nun das ihr gelassene Unterkleid, deckte ihr Brüderchen und Schwesterchen damit zu und eilte, um Hilfe zu suchen, davon. Zum Unglücke fuhr zur Zeit des Vorfalles niemand an der Hütte vorbei, und man fand die Kinder erst nach mehreren Tagen erfroren." Locales. Musterplan für landwirtschaftliche Bauten in Kram mit besonderer Berücksichtigung der W och ein. So betitelt sich eine soeben im Verlage der l. l. Hof« buchhandlung Wilhelm Frick in Wien erschienene, vom landwirtschaftlichen Wanderlehrer für Krain Herrn E. Kramer verfasste und von der l. l. Landwirt« schaftsgesellschaft für Krain herausgegebene, mit in den Text gedruckten guten Abbildungeu und zwei großen instructiv entworfenen Plänen versehene, sehr dankcus« werte Publication, die sich als erstes Blatt präsentiert, dem also noch weitere folgen follen. Herr Kramer sagt über den Zweck seiner Schrift in den einleitenden Zeilen u. a.: Der Mensch benäthigt zur Erhaltung seiner Ge« sundheit außer Speise und Trank, frischer Luft und angemessener Bekleidung befonoerS eine gesunde und reinliche Wohnung. Aehnlich verhält es sich mit dem Vieh; auch dieses bedarf neben nahrhaftem Futter, reinem Wasser und vorsichtiger Pflege gesunder Stallungen. Wie viele Krankheiten treten wie unter den Menschen so auch unter dem Vieh auf. Deren Zahl wird sich nur dann verringern, wenn unfere landwirtschaftlichen Bauten rationell und der Gesundheit zuträglich, das ist luftig, trocken und verhältnismäßig geräumig angelegt sind und wenn selbe reinlich erhalten werden. Was nützt dem Gesundheits- und Ernährungszustände des Viehes die lustige Sommer-Alpenweide mit "icht "^"b.will vier Jahre ausbleiben. Aber er weiß °en. ^ 'e Acitlel für solange Zeit genügen wer. e"n s°j w Vier Diener aus Europa mitnehmen. ll'Uss er i^5 lv°"alt) nicht sehr bet,äch>lich wächst, bethend kl?^" ^eien behelfen. Sein Ziel ist vor-^lf den, If, b'et des Banqueolo.Sees; aber er hofft, ^hftlen "^e von Süden nach Norden endlich bis ^Henit »5 äudnngen . . . eiwm Afrika. Reisenden Ubes I^" alles möglich! Im Anfange, elwa ein f?"0e he,.^ lang. wird Holub für den Transport c>^ ^ei Na bann Ochsen — achtundzwanzig Paare s kge. welck,^ "^ herauf in der Gegeno der Tietse« 5 ' etidl,^ bt"e alle Hausthiere ^°tet, Menschen-!?"ch Und ., ^"^" Ochsen. Seine Karawane wird Ausser s»s°'?'""s hundert Mann anwachsen. Die ^ gehöre« s/'N"'' besolden, in Disciplin halten — ^päck betriff» ^"^" dazu. Was da« Bischen !/? einen I-,!'^ ^2 Holub mitnimmt, so haben wir k'2 selbst 3- "b°" gesehen, können aber versichern, ?°lNtNers n^ Eleganteste Modedame, wenn sie des ^ sich sübrl ^l saw. nicht so viele Hutschachteln o l' Wo t>,r m, ^" em"" Transsept der Ostgallerie. Kis>" seinen N?"k ^r Gesellschaft vom „Nöthen a,?". und s^V h"' stehen achtnndachtz.g große fundet wer^ ^""den wohl auf hundert ab-an'^stens 2^ m^ bisherige Inhalt der Kisten ist 3K ? l Wia„ mn?« s^. ""t. Was bergen sie aber auch di/^be.le" ' Äs w.e Holub. jahrewng im ..dunklen u^""zähliaen n- "^ dort gewandert sein. um t ^ drZ ^n.'3,'^ wifseu. di? man dort braucht U ^en Preis"» ,?^ ?" ?'^ ^er nur zu fabel- b/l. ""e Elle n^. ^" ^en sind. Man muss drüben "' UM nun ^ " ^"i bis vier Gulden bezahlt " "un den Kattun, der als Geschenk für Häuptlinge nothwendig ist, in Europa zu kaufen. Holub hat schon 1200 Meter davon verpackt, weitere 800 Meter wird er noch erwerben. Fur die Damen der Häupllinae bringt er eine K'ste mit kurzen Nocken aus bunlem Möbelstoffe mit. Diese sind zwar vorder« Hand nicht Mod?, aber Holub hofft, bei den inner-afsilanischen Schönen diese kaute ilouv6aut,6 einzubürgern. Er n>mmt auch 60 Dutzend Tabakspfeifen, 1200 Klllppmsff^r und einige Kisten Glatperlen mit; snr qenügsamere Ema»'borene wird er von Freunden im Eilande alte Cylmdelhüte — ein besonders beliebter Artikel — und allerlei alte Lappen bekommen, „I^IiM", wie einige S'ämme von den deutschen Mljsionären beiläufig aufsprechen gehört haben. Aber nicht nur Geschenke miisstn den Weg nach Afrika nehmen; tausend Dinge für den täglichen Bedarf der Expedition: ein zerlegbarer Wagen, Fenster, Thüren zur Errichtung von Laaelhüiteu, Gewehre. Schrot, eine complette zerlegbare Feldschmiede wandern mit — unterwegs köunte sonst ein Schaden an den Gefährten absolnt nicht repariert werden. Holnb braucht bis Hamburg sechs gedeckte Waggons. Wer afrikanische Verhältnisse nicht kennt, mag darüber staunen, dass Holub sogar leere Kisten Ver< ladet. Nun kommen diese, die Transportkosten eingerechnet, aber noch viel billiger, als wenn sie im Caplande gekauft werden, wo eine große Kiste aus gutem Holze mit etwa 30 st. bezahlt werden muss. Wir sehen da eine für Eidechsen, eine für Fische, eine für das riesige Nest des ..Hammerkopfes" bestimmte K'ste. Mit dem, was in diesen Behältern zurückkommt, wird zum großen Theile unser neues naturhistorisches Museum bedacht werden.... Fragen wir weiter nach dem Inhalte dieser Kisten-Armee, und wir finden viele Dutzende Stiefel für Holub und feine Diener, ganze Kleider« magazine, Wäsche (leinene für die Tages-, wollene für die Nachtzeit), und das alles theils in den für baldigen Gebrauch bestimmten, theils in den Reserve« listen. Letztere werden nur bei der halbjährlich statt« findenden Revision der Effecten geöffnet, dann aber wieder forgsam geschlossen, denn die schwarzen Reise« begleiter verspüren manchmal bedenkliche Anwandlungen, das Dein mit dem Mein zu verwechseln. . . Noch lange können wir die Nevue des Klstrninhaltes fort« setzen: eine Schulhos'sche und eine Cisternenpumpe, zerlegbare Tische uud Stühle. Ess- und Kochgeschirre, ein Amboß. Sättel, Seife, Material zum Präparieren und Ausstopfen der Vögel. ein zerlegbares eisernes Voot, Instrumente für wissenschaftliche Messungen, pholographische Apparate... mau muss Athem schöpfen, wenn man dieses Verzeichnis hersagt. Etliche Stunden verbrachten wir mit Holub vor seinen Schätzen. Auf das poetische Bild in seiner Wohnung war das nüchterne in dem Kistenmagazin gefolgt . . . nur das scheinbar nüchterne, denn diese viereckigen, hölzernen Ungethüme zaubern einem die bestechendsten, verlockendsten Bilder fremder, cultur« ferner Länder vor das Auge, man wird wenigstens m der Phantasie zum Afrika-Reisenden an der Seite Holubs, den man darum beneidet, dass eine seltene Energie ihn befähigt. alie vorliegende Publication hat zunächst landwirtschaftliche Bauten in der Wochein zum Gegenstande. Nun folgt das Detail über die Anlage solcher Bauten, speciell für die Bedürfnisse der Wochein. und zwar die Hinwelsung auf die beigegebenen Musterbau» Pläne zur zweckmäßigen Einrichtung der bestehenden und für den Neubau eines größeren Wirtschaftshofes, ferner für die Einrichtung der Rindvieh«, Schaf-, Pferde« und Schweineställe, des Käsehauses (Sennerei), der Scheuer und der Alpenhütte. Herr Kramer schließt feine Aus-» filhrungen mit den Worten: Wir haben nun im allgemeinen über den Bau und! die Einrichtung der ländlichen Wirtschaftsgebäude, nament« lich der Stallungen in Krain gesprochen. Wenngleich kaum zu erwarten ist, dass die beiliegenden Pläne einer jeden Oertlichkeit und den sonstigen Verhältnissen derart angepasst werden können, dass sie direct, ohne Aenderung, zur Ausführung zu empfehlen wären, fo wird doch mit Hilfe derselben in der angegebenen Beschrei» bung jeder imstande sei, einen Neu- oder Zubau zweckentsprechend herzustellen. Jeder Gemeindevorsteher sollte im Be-sltze solcher Muster baupläne sein und sich bei Ertheilung von Baubewilligungen sür Neu« oder Umbauten im allgemeinen an dieselben halten. Auf diese Weise würden gewiss bald alle unzweck» mäßigen landwirtschaftlichen Bauten verschwinden; denn heutzutage wird auf dem Lande jede Aauherstellung auch in ihrer Anlage gewöhnlich Maurern anvertraut, welche kaum das Maurerhandwerk ordentlich verstehen. Die Schrift, welche in deutscher und slovenischer Sprache abgefasst erscheint, ist nm den Preis von 50 kr. vsterr. Währ. durch alle Buchhandlungen zu beziehen. — (Militärisches.) Se. k. und k. Aposto< lische Majestät geruhte» allergnädigst den Major Dr. Josef v. Ursprung des Infanterieregiments Freiherr v. Iovanoviö Nr. 43 zum Commandanten des Feldjäger-bataillons Nr. 5 zu ernennen. — (Die Gemeinderathssihung.) welche für gestern abends 5 Uhr anberaumt war, konnte, da nur 15 Gemeinderäthe erschienen waren, wegen Be-schluss Unfähigkeit nicht abgehalten werden. Die Sitzung mit der gleichen Tagesordnung ist auf nächsten Freitag anberaumt. -x- — (Die General-Verfammlung des gewerblichen Au shilfscassen-Vereines,) registrierter Genossenschaft mit beschränkter Haftung, findet Sonntag, den 8, April d. I,, vormittags 11 Uhr im Nathhansfaale statt. Die Tagesordnung ist folgende: I) Jahresbericht und Rechnungslegung pro 1882; 2.) Bericht des in der letzten Generalversammlung gewählten Nevisionsausschusses; H.) Ergänzungswahl von fünf Mitgliedern; 4,) Wahl eines Nevisiunsausschusses zur Prüfung der Iahresrechnung pro 1883; 5) allsäl« lige besondere Anträge der Genossenschaftsmitglieder, -x- — (Vom „ I^ndi^j n,iittki / v o n ") ist soeben das 4, Heft des III, Jahrganges erschienen. Dieses tüchtige vaterländische Unternehmen, das sich stets einer größeren Beliebtheit und Verbreitung im slovenischen Volke erfreut, entspricht durch die Fürforge der Herausgeber, der Herren I. Kersnik, Fr. Lever, Jos. Stritar und Dr. I. Tavcar, dem gestellten Programme immer mehr und mehr. Es ist in der That eine schöngeistige und zugleich literar-wissenschaftüche Zeitschrift im besten Sinne des Wortes. Auch das neueste Heft bietet eine reiche Abwechslung des Inhalts und ist stofflich wie der Form nach interessant und fesselnd. Wir finden da Gedichte von Gregorciö, Cimp er man (zur Erinne, rung an Vodniks 125. Geburtstag). Posavski, Vi-pavski und Gorazd. die Noman-Fortsehung „Cyclamen" von I. Kersnil und die Fortsetzung von „Vita vitae M6Ü6" von Dr. Tavöar. Nnfsätze von I. Starö. Trdina, Dr. Celestin. Nutar. zwei trefflich geschriebene Nekrologe sür Juan Solar und Dr. . 258-; Nr, 30. S, 269? Nr. 36 und T. 2891 Nr, 6s. und cn°^ gewannen je 300 fl : S, 449 Nr. 65. S 899 Nr, 2l. S/z Nr. 22, S. 2583 Nr 82 und Nr, 84. S. 2697 Nr, 6, A Vq Nr, 46, S. 2775, Nr. 25 uud Nr. 80. S, 2891 Nr. 3 "«d.'"H Alis alle übrigen in den verlosten Serien enthaltenen. ^ ",^ besonders ausgeführten Gewinnummern fällt der kleinste«"'" von je 120 fl. lNuoolfswert, 2. April. Die Durchschnitts-Preise ste^" sich auf dem heutigen Markte wie folgt: ^. -------------x>x-------------^ Weizen ftr. Hektoliter 7 65! Eier pr. Stück . . ^ z Korn „ ä 40 Milch pr. Liter . > ^ ^ Gerste ^ 4 88 Rindfleisch pr. Kilo . ^ ^g Haser „ 3 9! Kalbfleisch „ " ^ yalbfrucht „ 6 51 Schweinefleisch „ "" ^ Heiden „ 4 55 Schöpsenfleisch „ "" A Hirse «, — — Hähndel pr. Stück - ^ A Kukuruz „ 4 88 Tauben „ . "" .^ Erdäpfel pr.Meter-Ztr. 2 61 Heu pr. 100 Kilo . "" ^ Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ . ^ Erbsen „ — — holz, hartes, pr.llubik- ^ Fisolen „ — — Meter . . . , ^ Rindsschmalz ftr. Kilo — 88 -- weiches, „ 7^ Schweineschmalz „ — 96 Wein, roth., pr.Hektolit, ° ^. Speck, frisch, „ - «0 — weißer, „ l" Speck, geräuchert, ., — 80 slngekommene Fremde Am 2. April. Hotel Stadt Wien. Friedrich. Fabriksbesiher, Schönlin^ Engerl, Hirsch. Frisch. Petruzi und Schuh. Kanflcut'', ^ Hotel Elefant. Gras Rothkirch. Tricst. — Varmn» v ,^ ^, Gutsbesitzerin, Graz, — Tav^ar, Pfarrer. llntertta!"' Zimmerman», Vahnbeamter, sammt Frau, Pontafel. ^ Vaierischer Hof. Lausel. Sent, — Gaii. W,ppach, ^" Hjil, Ncalitätenliesihcr, Lvitsch. — Thomschih, Oliecwurz, -- "> Wirt, Adl'lsuerg. . M Mohren. Turad. Kaufm,, Wien. - Schmidt, Privatlel^> Verstorbene. , Den 2. April. Primus Pnstow. Mchlverschleißer. ^ Polanastrahe Nr. 31, volirimu tromons. G< Den 3. April. Eduard Stolfa. Hutmachcr, 66 I>> lanastrahe Nr. 19, Limgenlähmuna.. «,F< Den 4 April. Franz Pellcs, Hausbesitzer, 63 I./?,^ hofMe Nr. 39, allaem. W^sseisucht infulac HcrzfllippcM^ Meteorologische Beobachtungen iu LaiblN^ ^IZ W n ^ ^ 8 7U.Mg, 741.0? -l- 0.4 O, schwach heiter ^ 3. 2 „ N. 789.64 -j-14.4 SW. mäijic, heiter 9 „ Ab. 739,92 -j- 7.1 SW. schwach! heiter ^, Reif, wolkenloser Tag. schwache nördliche Windt' F, Tagcsmittcl der Wärme > 7,3°, um 0,8'' unter dc^ Verantwortlicher Redacteur : P. v R ad ics^^s Danksagung. ^ ».„ Herr Michael Verhasy. Casino-Nestaurateur, b" ,^I> Reinertrag des am 25. d. M. in s.inen Localitäten ^' s>^ tetcn Militär.Conccrtes in der Summe von 7 fl. dem v Armensonde zugeführt. ^,it l>^ Der Magistrat bringt diesen Wohlthätigleitsact "^cF Ausdrucke des Dankes im Namen der Staolarmen 6 zur öffentlichen Kenntnis. Stadtmagistrat üaibach am 29. März 1883. , z>. Für den Vürncrmeister: Pcro>^>^ ^» Vom tiefsten Schmerze gebeugt geben die!!", <^ zeichneten allen Theilnehmenden hiemit ^" ,-^n M von dem Tode des innigstgelicbten. unvergcssN" M Gatten und Vaters, beziehungsweise Verlvcm"" ^ Herrn D Fraly Perleß, W Bürgers und Hausbesitzers, >> welcher nach lurzen, schmerzvollen Leiden heute l^^ ^ um 5 Uhr im Alter von 63Iahicn selig > Die irdischen Ueberrcste des thcnreü ^ ^^ ^l chenen werden Frciiag. den 6. April, ".'" ^ Z9 ^ nachmittags im Traucrhausc Aahnhofgasse " ' h ^ eingesegnet nnd auf dem Fricdhofe zu St, Eyr I znr letzten Ruhe gebettet. - l,rercN W> Die heiligen Seelenmessen werden in mey W> Kirchen gelesen werden. W Friede seiner A schel D Laibach. 4. April 1883. W Ioscsine Pcrlcß geb, Diewald, Gattin. ,^„, W Perleß. Vrüdcr. - Katharina Bahr g^"'..^"' W Anna Diewald u. Rosa vcrehcl. Appc, ^"''^sltß, W W - Franz Bahr, Schwager. ^ Mane ^ « ^ Schwägerin. — Anna Netting, ^aiu^ M ^ Vecidigungsanstalt dl« ssranz Dobeilct^a^^^^^M^ JÄdjct Settling Tit. 75 641 3. April l883. Course an der Wiener Lörse vom 3. April 1 «83. (N°« ^m 0^!^ <5o„rsb!atte.) «i>eld War, Vtaats.Nnlehen. «-'»delft«"........""' "s^ llXOer <°7 ^""tsloje . 250 fi, li« l.,'. 12c. — >»«°tt ^°/ ^"<° 200 „ >8!5(>'>3!i — ^«sche.......sl> 33 !,«> 00 5»/o Temesvar-Vanater . . »8 20 93 75, 5°,'n ungarische......»9 — u» 3c Ändere öffeutl. Nnlehen. Donau.Uteq.^'ofe 5»/« l00ss. , N« 75 11< 2b bt°. Anleihe 187«. steuerfrei . in« — lav 50 Anlehnn d. Stadtacmcinde Wien 101 ?ü loz bü Nulehen d. Stadlqemembe Wien (Silber oder Gold) . . . .----------------- Prämien-Nnl.d. Kwbtgem.Wi«n 1L4'L0 1«5 — Pfandbriefe «süliuun.) Vodencr. allg. öfterr. 4V,°/»Gold 117 25 11750 dto. in 50 , , 102 - 0efi.»uug. Bant veil. »«/„ . . loo-so ici 10 dlo. , 4>/,»/„ . . so — »z, 21 dto. ^ 4«/^ . . »llbb «L'?U Unss.allss.!Uobel,credit°Nctienges. in Pest in 34 I. veil. Y'/,°/„ . il,3 — 103 ü? Privritöts» Obligationen (für iuo f>.>. e bahn 1. Lmifslun 'onbo iui — ssirb>nai!dt».!)loidbahn in Silb. lc.5 — 10s, 5N Fraii-Coses-Bahn.....1U1 K0 >oz 10 ^ , - -l^>' ilal! ° Ludwig ° Vahn «5m i«x, « N. S, 4>/,»/„ . , »«50 99 IN Oefterr. storbweftbahn . . . . llil-40 ie> »u Slebenbiirgcr.......«i! xo «» »0 StaatObahn 1. Emission . . . löi — i«z — klidbahn ^3°/»......1375a 137 75 , » 5»/n......119 g.«8al»z V»bn.....»z-.. 9330 Diverse Lose Wer Slücl). Lrebitlose ion st...... 170 50 171 2^ Elarv'Los« 40 N....... zg^5 ^75 <"/„ D?na,!'D^ —. l<,9 — l>aibacher Prämien.Nnlehen LU fl, 2» 50 »4-. Ofenei l'ole 4« fl...... 3»-— <0 — V>,Mo..l'oIe 40 N...... 8«-5o z7_ Nöthen Kreuz, ?st. Ges. v. 10 fl. 12 zi5 12 75 >XudoIs»role >a N...... __.^_ . .._ Salm»^'o» «5 2»'— Windischgräy-^ose 20 fl, . . .37 25 3U'25 Vanl-Nctien (per Etlit). Nnglo.OeftüN. Vanl izy fl. . . i,7 90 1l8 3a «anl Wiener 200 fl.____------- Banlvercin, Wien«, »00 N. . , iii>?k 11^- . Odncr.-Anft., Oeft :.00fl. S.40»/,, ^22 — 2?« 50 Libt.-Anft. f. Hand ». G. i«c> ft. 527 — z?7 30 Lrdt.-Änss., AUg. Nüq. 200 ft. . «jig s,« Hl?.-Devofltenb.. Nüä, 2ua ff. ... 2ll V5 2>2 75 >ioc°!!!«le-^!>e!.^ Nieb^röst, 5U0 !l !«5^ — 85Y — bvpotvel!:»b., öst 2!,0 tt. 25"/u H- b3'— «5,'— isändeibaul llst, 200 ft. O. 50°/,H. —-— —-— iDefterr.^lllig. Baut.....»33 — »3»-— Uüionbanl 10«! ft......II9?a üu<0 Vöill!dl>,l,<-. ,s M;. 140 ,^, , . 147 !iz 14? 7Ü Gild W>,« Nctien von Transport« Untrruehmuua.cn (Per Stück), Mbrecht'Nahn 2»a ss, Silber —'— —-— NlfiUahn2a0N.S>Ib, 171 — 17z — «uifll,,'Tiv:,«is>'nb, 2aeff. H'«t,-------—— Vöhm, Vtordbahn i,»ia N. . . . 1«9 — 189 60 „ weftbahü ^00 N. . . .»a4 —.10/ — Nuschtlehrab« Eish, !;aa N. LM. «uü — 870 — , ;.)20aN.S. i«7 50 in« s>0 Dux»Vndcnlach«rnz«Vudllei« 20a fl. . . , 195, 75 19g zs, ,.Sl,b..Tirol,m.li.i8?32aass,S, 185 «0 ig«.->s»lb ^ilnftilche>l-Barc» — 225__ Galz.Karll.'ut»uiq-A 200N. ÜM. 3N!» 2L »a9 ?b Gra,'«öflacker!t.°V,20l>«.ö.W. 2l» — lili — ltablenbsrg-Hiscnt>, L)a fl. . .--------37-— Ka,<5all«Odclb. Eisenb. 200fl. S. 1«,? 25 147 75 5!eu!0örg»Czrnow.-Iassu Vifen» bahN'Gefcll. 200 N. ö, W. . . 170-7» 171 55 sloyb. öst,^ung.. Triesl ^oass.LV'. e?i>— «73 — lDefterr. NorbroeNb. "00 fl, Sllb. 2l»7— 207 5s, dto. (lit. «) 20a ff. Silber . 228— 223 25 Praq-Durer Tiscnb. 150 !l. Silb. 57 75, «8'— Rudolf ° «ahn 20u ss. Silber . K!b 25. Is5 ?>'> Siebenbälger <3ls?nb. 300 fl. S, i<>4'75 isk 25 Staatßeilenbabu ^0tt fl, i>, W. . 3i1 30 34! 6^ <«>!l^ ^l,'are EAbbahn 200 sl. Silber . . . »51-75 152- — Vttd.Nnrdd. NcrV,"cs.,Wr, 170 >l, 3.W 22L- 2«8 25 Wr., neue 70 sl, . , ^4-— 4» — Tran>?pc>rt«»>Ycklll>h>ist 100 N. . 70 — 8«' — Tucna,i«lb. 300fl. Gilb,r 1N2'2^ '62 ?5 Unq, Nnrd°Nba»n 200 N. Vllber 15» 2', '50 — N»ss.Weftb.(Naab.<»ra,)»«aff.G. 1S5 75 !«6-25 ssndustrle.Actien (pcr Stüll). Egvbi und lfindver«, Eilen« und Stahl-Ind. in Wien «00 fl. . —'— —-— Eifenbahnw.'i'cihq. I.200ft. 4«"/» W2-— !02-L0 „Elbemilh'". Paplcrf. >i. «.°G. «2— «2-s>« Vlontan-Gefellf, österr..alpine . 75-75 7c-2ü Präger Lisen-Inb,°<^el. 20a fl. l7ü 5o >7u ü ft, 140 5» 14« 50 . Tiifailer Kohlenw.'Ges. WO fl. . —-— — — Devisen. Deutsche Pläye......58 oc> »»-«e Bonbon.........»19-65'13 ?u Pari«.........<7 <(< 4745 Petersburg.......—— ,-—. Valuten. Ducaten........ L«4 5«s 20-stiancö'Stüs!:..... »-48 948, Gllber........ —- —'— Deutsche Neichßbanlnoten. . . 5»5(< 5»Sl) Manilla I i PuinStcr diätetischtr Sicilianer Dessert-Wcin. 1 |}f^ ^cpnvaloscenton, infolgo längerer M I^uon fPlten nei>abgokommono Indivi-| |Pe8a schwache Kinder ^ibt es kein | lUnd 'I8 Stärkungsmittel als Dessertwein, W | u lgt allen anderen im Handel vor- M CTj «onimondon vorzuziehen. (1378, im I haschen ä 1 fl. vorkauft echt nur M IA G. Piccoli, I | p0Jheker in Laibach,| g^^ Wiener strasse. | ai , E«port -Gesohäft: ^nristoph Hallers Witwe, "' ^irengasse 13, Graz, yQr .. empfiehlt: (1280) 3-2 mS !ches Mastix-Dachdeck- toasti in Platten und Rollen" Daou ZUm Dachanstrich für Ueh pappe-> Holz" u- Blechdächer. 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"»0 (1277) 10—2 ¦ Sparcasse-Kundmachung.Nr Un6ar. jj !° &° der Anstellung dos Herrn Anton Jeras beim Ccntrale der östorr.-Z*ei(Wq kommt dio letzte Kanzolistenstelle mit dorn Jahrcsgehalto von 800 fl., CaUtiOsi jjT °"n^zulagcn und der Pensionsberechtigung gegen Leistung einer Dienstes- ^ehaltsbetrage zur Besetzung. eQ^Ung( q erber haben ihre Gesuche mit dem Nachweiso über die bisherige Ver-sowio mjer !^ der Kenntnisse in der Buchführung, der Casse- und Kanzleigeschäfto le slovenische Spracho in Wort und Schrift ?ersöölich d bis 2 4. d. M. T .,r -^nitsdirection zu übergeben. -^_/;aibach am 2. April 1883. g Strickgarn und Spulenzwirn | »bei der "Wiener und Pariser /%$L*s\ 2 ¦^7"elta%a.sstellTa.23.g1 mit den ß& ~Wl j ixöcl^sterL I=reiseii sivusg-e- ffl^ÄJ i B fü?"sß«S1rrk« alIgemoiu beliobt w°g°n ihrer ^°T" FabSSŽu-ko I ffi 8in(I 2U bo?" l rU" z"Ü-erlicl3Len. Q-U-alit&t, für Spulenzwirn. Jf ,?n d«rch alle Engros- und bedeutenden Detail-Geschäfte < ^^^^^ or O8te*^achisch-anyarische.i Monarchie.: i ( Berühmte Glaubersalz - Siluerliiige, fouchtwarmos, PAllitCpll-^ljlllPPihT^llTITl subalpines Klima, Suuerbrunn, Stahlbllder, Kalt- IlUiilllJUil üdUUl Ul lülllj wasser - Heilanstalt. Haupt-Indication: Erkran- •I ¦ • • • { kungen der Verdauungsorgane. Prachtvollo Aua- UniGrSlBIBrniarK, fiügo, Cursalon, Curmusik, Concerto, Tombola etc. otc. n_„ , . .. n.i, , i Prospecte gratis. Wohuungs- uud Wasser- Sudbahnstation Poltschach. (877) ^un^^ ail dle Direction. 10-1 I ^j^ Mariazeller Magentrapfen, I I Ä&tt^fc»fe^v§tf2k vorzüglich wirkendes Mittel, bei allen Krank- I |H iBS^lHa^VllHJ^^^ sind echt zu haben in Laibacfi nur in den Apotheken dor H ^M W§BmU$LJ3NS^A Herren G. Piccoli, Wienorstrassc; JosefSvoboda, ¦ |H ¦H^2E?jjM^&j^H Proschernplatz; Krainburg: Apotheker K. Šavnik; H H S^Ü9ffiHS9^B ^tein: Apotheker J. Moènik; Haidenschaft: Apo- I H W-'-4^jftfffJC^^§a thokor Mich, (jugliolmo; ltudolfutvert: Apothokcr H j| H^I^MÜI^bLUIH ^um- ßi^zoli, Apotheker Jor. Borgmann; Görz: H IH Käl^BltirlliBiMH Apotheker A. do Gironcoli; Adelsberg: Apotheker ¦ ^n [FjJ^^^HiljllIj^JvHi Anton Lob an; Sessann: Apothokor Ph. Ritschol; H ^M a^^HNjjSOBsKl J-tadmannsdorf: Apotheker A. Roblok; Tscher- H H vwKStjfr^^SSB^ netnbl: Apotheker Joh. Blažok; Cilli: Apothokcr ¦ ¦ Preis eines Fläschohens sammt Gebrauchsanweisung 35 kr. ¦ ¦ Cezitra,lT7-Grsa,3ad.t: Apothoko „zum Schutzongol", (J. Urady, Kremsier. B ^^^^^ --------- ¦ ¦ - - ¦ .... — —.-. -.-----------------------.... - . - — ... - — . . ...--------------------------------------------------___^^^Mfc/^^M (1108) 12-2 V^' "\Vj\e1^* C\Vl% PABEIK ^veA^\^v Ä X -A feinon liolländischen ^•Ä-f^ l^ LIQUEUREN. 4$k\* &P WIEN, ^ Zur Hoqunmliclikoit dos p. t. rublioums »ind dlo Liquouro ocht auch boi deu bekannten ronoramiorton Kirinon zu habon. Die k. k. priv, I galiz. Adieu - Hypothekenbank I in ILjem."bergr I omittiert H 5proc. Hypothekenbriefe u. öproc. prä- I miierte Hypothekenbriefe I (mit fl. 110 für je fl. 100 verlosbar), I welche sich zur H Capitalsanlage ganz besonders eignen. I Dio Hypothekenbriefe können infolgo des Gosotzos vom 2. Juli 18ö8, H R. G. Bl. XXXVIII. Nr. 93, zur fruchtbringenden Anlegung von Capitalion dor ¦ Stifti.ngon dor unter öffentlichor Aufsicht stehondon Anstalten, dann von Pu- ¦ pillar-, Fidoicoiuraiss- und Dopositengcldorn, fornor infolgq Allorhüchster Ent- ^H Schliessung vom 17. Dezember 1870 zur Sichorstollung von Militär- Iloirats- H cautionen und (zum Börsencourso) zu Dienst- und Geschäftscautionon ver- H wendet werdon. H ----------------------- # Bl Obigo Pfandbriefo hält stets am Lager und vorkauft billigst die H krainische Escompte-Cesellschaft I in Laibach, H allwo dio fiilligon Coupons sowio dio verloston Hypothoken-Pfandbriofo steuer- H frei und ohne Abzugr eingelöst worden. (4963) 52—20 ¦