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114 Šolska kronika • 1–2 • 2014 Marinšek, Marjan: Moje prvo berilo, Velenje, 2000. Modrinjaveščan [Möderndorfer], Vinko: Slovenska začetnica , Ljubljana, 1945. POOF za Gorenjsko, Šolo smo odprli , 1944. Popotnik 63, Ljubljana, 1945–1946. Resolucija III. plenum CK Komunistične partije Jugoslavije o nalogah v šolstvu, Ko- munist 1, 1950. Schmidt, Vlado: Smernice sodobnega pedagoškega dela, Popotnik 63, Ljubljana, 1945–1946. Schmidt, Vlado: O idejnopolitični vzgoji v osnovni šoli, Popotnik 65, Ljubljana, 1948. Zusammenfassung Pädagogische Richtlinien im Erziehungs- und Bildungsprozess der pädagogischen Zeitschriften in den Jahren von 1945 bis 1950 Anton Arko Ende des Zweiten Weltkriegs, mit dem Antritt der neuen Macht, wurde der gesamte Er- ziehungs- und Bildungsprozess von einer Welle der Veränderungen ergriffen. Er berührte die Lerninhalte, pädagogische Fachkräfte, Lehrbücher, Lehrpläne, die Stundenplanaufschlüsse- lung und Ausstattung der Schulgebäude, Schulfeste, Titel der pädagogischen Arbeiter; kurzum alles, wodurch sich die neue Ideologie ihren Weg bahnte. Die pädagogischen Zeitschriften der damaligen Zeit bieten unzählige Ratschläge und Forderungen: Umerziehung der älteren päd- agogischen Kräfte, Verstärkung der politischen Einfügungen in den Lehrstoff und Entwicklung einer adäquaten ideologischen Überzeugung von pädagogischen Kräften. Die Ideologie zeigte sich auf verschiedene Wege und über verschiedene Lerninhalte. Die Lehr- und Lesebüchern der ersten Nachkriegsjahre reflektieren besonders intensiv die zeitliche Nähe und die Grausamkeit des Kriegs. Die Grauen des Kriegs hinterließen bei den Menschen dermaßen starke Spuren, dass sie sogar von den Lesebuchautoren für die ersten Grundschulklassen gezeichnet und beschrie- ben wurden. Sie waren davon überzeugt, dass man bereits den ganz Kleinen die Zuneigung zum Freiheitskampf und den Hass gegenüber der Besatzungsmacht und den Slowenen, die diesen Kampf nicht unterstützten oder gegen ihn wirkten, anerziehen sollte. So gibt es in den Bilder- und Erstbüchern zahlreiche Szenen der Kriegsgewalt und der neuen, revolutionären Ideologie. Bei der Lehrstoffvermittlung ging es nicht um die objektive Vermittlung der Tatsachen, sondern um eine emotional engagierte Vermittlung. Das Vorbild waren die Erziehung und Bildung der Sowjetunion, dem ersten sozialistischen Staat. Bis zum Jahre 1848 nahmen dann nach und nach die Gewaltszenen langsam ab, immer häufiger und auf eine subtilere Art und Weise aber trat die sozialistische Ideologie im Sinne des Marxismus und Leninismus in den Vordergrund.

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