^ SS Sonntag den 4. August 1878. XV II. Jahrgang Nie . ,Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — fjjr Marburg _iu» Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr? für Zustellung fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 3 kr. pr. Zeile. Kosoitli-AtricgliViiia «ad die Versalsong. II. Marburg, 3. August. Das weitere Schicksal Bosniens und der Herzegowitm wird freilich, wie die „Vohemia" schreibt, der enlscheivende Punkt sein. Die Lchöpsung eines Neichslandes wäre aber nur von beschränkter Da»»er — vorausgesetzt, dab die geänderte Verfassung eine solche gestallet; es gipfelt also für uns die Entscheidung in der Frage: ob diese Länder mit Oesterreich vereinigt werden sollen, oder nicht. Der halbamtliche Hinweis auf die Vertretung darf uns nicht in falsche Sicherheit wiegen. Der formelle Beschluß allein thut es nicht; wir fordern auch die Gewähr, daß der Beschluß dein Willen des Voltes entspricht — unbekümmert darum, was die Partei der Reichsmehrer plant und Regierung beantragt. Wie siebzehn Zahre unseres Berfaffungs-lebens gezeigt, geben uns die Vertreter keine Sicherheit; diese wird uns nur verbürgt durch das Vertrauen auf das ureigenste Recht und aus die Selbstausübung desselben. 'Lehen wir uns dal)er bei Zeiten vor und rüsten irir uns für den vorliegenden Fall schon bei den nächsten Neichsralhs-Wahlen; diese finden ja auf sechs Jahre jtatt und dürste wäl)rend der nächsien Wahldauer die bosnisch-herzegowinische Frage zur Entscheidung gelangen. Soll unser Wille geschehen, dann ist es llölhig, solche Abgeordnete zu wählen, welche dafür sprechen und stimmen, daß die Verfassung abgeändert und in dieselbe die Bestimmung aufgenommen wird: hochwichtige Beschlüsse der Vertretung, wie z. B. die Vereinigung anderer Länder mit dem Staate, sind nur dann giltig, wann sie durch eine sörlnliche Abstimmung der Wähler genehmigt werden. Erzielen mir diese Aenderung der Verfassung vor der Entscheidung über das Schicksal Bosniens und der Herzegowina nicht, so ist doch zu hoffen, daß die Abgeordneten, die sür unser Recht einstehen, dann mindestens unserem Willen gemäß handeln, wenn die Verhandlung zu ihretn Schluße kommt. In jedem Frille aber sollen wir vor der Wahl die Stilnmenwerber so bindend verpflichten, als Verfassung und Gesetz erlauben. Solche Verpflichtnnaen machen jede Vertrauensseligkeit überflusjtg, jede Vertrauensduselei, jedes Drehen und Dettteln aus der einen wie auf der anderen Seite unmöglich. Franz Wiesthaler. Dit Volkswirthschasl in der Schule. (Schluß.) Um falschen und mißlichen Eindrücken zu begegnen, soll ein rascher, aber fester Blick auf die Leiden geworfen werden, von ivelchen die moderne Gesellschaft nicht verschont i»t, und einen Augenblick t'ei der schmerzlichen Thalsache des Elends verweilt werden. Man möge hier erinnern, daß weder in dieser Richtung, noch in anderen Beziehungen die „gute alte Zeit" bester war, als die gegenwärtige ist; ol)lie sich gegen die Vergangenheit ungerecht zu zeigen, ohne die Uebel uitd Fehler unserer Zeil im Alindelten zn beschönigen, möge man bei den leuchtest verstältdlichen Thalsachen einen Vergleich anstellen zwischen den Existenzbedingungen unserer Vorsahren und den uitsri-gen. Man wild z. B. darlegen, »vaS das Leben früher war und was es nun ist in Bezug auf Wohnung, Nahrung, Kleidung, der Verkehrsmittel, des Unterrlchts, der GefnndlieitSpflege und der allgemeinen ulld persönlichen Ächerheit. Hierauf nenne man die llrfachen des öffent« lichen und privaten Elends und versäulne nicht. die wichtigsten Mittel zur Behebung ulid Hin-tanhaltnng desselbeil aufznzählen. Die Urfachei^ des erstereil sind: Unordnung, Ausschweifung, Mangel an Voraussicht, unnütze urrd unüberlegte Auslagen, die Kneipe mit ihren verhäng-voUen Einflüssen, der Vtüßiggang mit allen seillen Versnchuugen und vor allem Andern die Unwissenheit, die Hauplquelle der Unfähigkeit, des Lasters, des Verderbens; schließlich die äußeren Einflüsse, die sich scheinbar dem menschlichen Willell entziehen, die da sind: innere und äußere Kriseil, l!lmwälzungen, Seuchen, Arbeitslosigkeit zc. Als wirksamste Mittel zur Behebltng der angesützrten Uebel mögen bezeichnet werden in erster Linie der Unterricht, die Sittlichkeit, die den Menschen iimeren Gehalt geben und ihn durch die Herrschast über sich selbst fähig machen, sich selbst zu leiten, seine Fertigkeit zu verwer-then; ferner sind es Ordnung, Sparsainkeit, Genügsamkeit. Schließlich möge der Anstalten der Fürsorge Erwät)nung gescheheii, als da sind: Lebensversicherung, Versicherung gegen UilfäUe, gegenseitige Ullterstützungsvereine, Pensions-kasseit, Bibliotheken, Fortdildungsvereine zc. Diese Mittel vertnögen zwar nicht immer das Verl)ängniß aufznhalten, aber sie sind geeignet, die verderblichen Folgen gan^z oder zum grotzen Theil zu repariren nnd schaffen so das kostbarste der Güter, die Sicherheit. Damit diese Sicher-tieit nicht gesährdet werde, sind vor Allein zwei Bedingungen unerläßlich: die Ordnung iln Innern und der Friede nach Außen. Die eine ist n'.cht möglich ohne würdiges Betragen, Achtung und Geliorsain vor dem Gesetze; die andere nicht ohne gebührende Erkenntniß der Rechte und Pflichten der Nationelt gegeit einander, der wirklichen Grundlage ihrer Mach! und Größe. Weder die Revolution, tioch der Krieg, möge der augenblickliche Erfolg wie groß imlner sein, erringen so viel, als sie kosten. Die bereils entwickelte Geineil^sainkeit der J'it^ressell, welche nun nicht mehr blos die ver- Jeuiktetou. Ei» türkischer Heilaild. Bon I. Scherr. (Schluß.) Bajesid-Pascha verwirklichte diesen Besehl in echt türkischer Manier, schonungslos, unerbittlich. Mit gewaltiger Heeresmasse zog er gegen die Halbinsel des St^larios heran, sperrte dieselbe vollständig vom Festland ab, vrang dann in das Waldgebirge hinein. Schritt sür Schritt den Boden gelvinnend und behauptend, alles Lebendige, Männer und Greife, Weiber und Kiirder, sogar das Vieh, auf seinem Marsche niedertretend und vernichtend, so daß bald ein schwerer Blutdamps über den Kuppen des Karaburun hing. Der Dede Sultan leistete lnantthasten Widerstand, allein was vermochten seine Tausende gegeit die Hunderttausende des (ÄegnerS? Nichts als schaarenweise zu fallen. Also neigte sich der Stern des koininuni-stischen Messias rasch zum Untergange. Mit den letzten Resten seiner Streit,nacht inußte Böre kainpfend dorlhin znrilckweichell, wo a«n nordwestlichen Ende der Halbinsel der Styla- rioS in Vorgebirgsforin zuin Meer abfällt. Hier, wo ihnen der weitere Rückzug abgeschtütten war, stellten sich die Barhäuptigen zutn letzten Verzweiflungskampf. Obzwar halb verhungert, hielten sie der lleberinacht Stand mit jener ausdauernden Raserei, ivie nur der FanatiSlnus sie verleiht. Sie ließen sich schlachten und schlachteten selber, bis ihneit die Schwerter aus den vor Ueberanstrengung versteisten Händen fielen. DalNl erst ergaben sich Börs und der karge Rest seiner noch athnrenden Getreuen dem Sieger. Die Gefangetlen wurden nach Ephesus geschleppt, wo Mtlrad und Bajesid-Pascha dazu verschritteil, deil Ketzer und Rebellenhänplling »Nittels Ausbietung aller türkischen Folterkünste zuln Bekenntltiß. des Islam zlirückinartern zu lassen. Allein die Buttel erschöpften umsonst ihren Folterivltz an vein armeil Körper des Unglücklichen, ivtan weiß ja, welche dänlonische Kraft und Stärke ivie ziim lhui» so auch znm leidet! der religiöse Wadnwitz verleil)t. Hat man doch erlebt, daß sich zu allen Zeiten Menschen eifrigst znm Martyriuu» drängten, daß sie sich um t^er barocksten Einfälle willen und für die märchenhaftesten Tolllieiten henken, spießen, verbrennen und köpfen ließen. Böre-klüdsche wurde, nachdein seine Henker sich ver-gedich abgetnüht hatteu, einen Wlderrnf aus ihin l)eranSzusoltern, schließlich gekrellzigt. Sie nagelten ihn uiit in Kreuzessornt attsgestreckten Händen und Beinen ailf ein Brett, luden dieses aus ein Kmneel und führteil ihu so durch die Stadt. Während dieses Ulnzugs ivurden seine ^))!itgefangenen, so sie ihre ^ietzcrn nicht abschwören wollten, vor den brechenden Äugen des sterbenden Messias zusainniengehauen. Lie ließen sich zusainmellhauen, ihre Blicke auf deit. Gekreuzigten gehestel und sprecheild: „Dede Snltan, laß uns znkonmten deitt Reich.!" So starb der Heiland, so die Jünger. Rabbi Torlak tvnrde dann tnit seiileii Derwischen durch Bajesid-Pascha bei Atagnesia rasck und leicht überwältigt. Doch begnügte sich hier der Sieger, den gefaiigeneit Rabbi iliid desseli verlraiitesteii Aiihäiiger strangultreii zn lassen. Die iveiiige» Etitröckler, ivelche deir llntergang oer Sekte überlebten, wareu übrigens des Glanbens, Böre sei nicht gestorben ulld könne übethailpt nicht sterben; er habe sich in wunderbarer Weise liach Salnos gerettet nnd lebe dort iin Verborgene»» ein Leben dcr Beschaulichkeit. Wo aber tvar der Eiusadeler, Anzetteler und Drähtelenker des ganzen Schwindels ge^ t'lieben? Weit vont Schuß, so zu sagen. Wenigstens aus der asiatischen Seite des Bosporus hatte Mal)mud Bedreddiit sich wohl ge- schiedenen Mitglieder einer Gesellschaft, sondern alle Theile der civilisirten Welt mit einander enge verbindet, lehrt uns von Tag zu Tag mehr, diese Interessen zu schüßen, die Zusammengehörigkeit zu befestigen. Die Ausdehnung des internationalen Verkehrs, die das Wohl und Wehe der entferntesten Völker von Stunde zu Stunde enger mit einander verbindet, wird einer der mächtigsten Wälle gegen abenteuerliche Versuchungen. Zur Zejchichle des Tage^. Die Besetzung Bosniens und der Herzegowina durch österreichisch-ungari-rische Truppen wlrd sich ohne Blutopfer nicht durchführen lasten. Die gelungene Empörung in Serajewo hat zur Folge, daß man auch im Hauptorte der Herzegowina Vorbereitungen zu bewaffnetem Widerstand trifft. Fanatische Mohamedaner und die Reste der aufständischen Christen haben sich vereinigt, um gemeinschaftlich „den neuen Feind" zu bekämpfen. S e r bi en und die Türkei haben ihre Hand überall im Spiele, wo stch's auf bosnisch-herzegowinischem Gebiete gegen Oester-reich-Ungarn regt und rüstet. Mit dem Aufwände der Mittel erhöht sich aber das Ziel und werden Kampf und Sieg unseren Machtkreis weiterziehen, als ursprünglich der Plan gewesen. Die Bulgaren wüthen jetzt gegen die Türken, wie diese einst gegen jene verfahren. Sengen, Brennen, Raul), Morv und alle Greuel, die sich hier gar nicht nennen laffen, bezeichnen den Weg, oen jetzt die rächende Vergeltung nimmt! Das haben Jahrhunderte der Knechtschaft und Grausamkeit aus sansten und arbeitsamen Leuten gemacht. Armer Bismarck! Am 30. Juli erfahren, daß die Hälfte der Wahlberechtigten zu ven „Reichsfeinden" gehört — am 31. Juli in Kissingen-Kanossa den päpstlichen Nuntius empfangen und mit demsellien tafeln l . . . das ist mehr, als die erbittertsten Gegner dem eisernen Kanzler vorausgesagt! hütet, an der Entscheidung durch die Waffen theilzunehmen. Als es mit den Stylariern schon schars bergab ging, wußte sich der Schlaue nach Europa hinzuschlängeln, wo er bei den ihm von srüherher besreundeten Hospodar der Walachei Aufnahme und Unterstützung fand. So konnte er versuchen, den drüben in Asten schon niedergestampften und im Blnt erstickten Aufruhr hltben in Europa neu zu beleben. Und er versuchte das. Eine Weile mit Glück, maßen er noch von der Zeit seiner Heeresrichterei her in der Gegend von Silistria und in den Thä-lern des Balkan großen Einfluß besaß. So gelang es ihm, dortherum eine Streitmacht ins Feld zu bringen. Aber der gelehrte Ränkekünstler war kem General und Sultan Mohammed ließ ihm auch keine Zeit, allenfalls einer zu werden. Der Padtschah selber sührte ein Heer von Theffalonich aus gen Seres, um die Insurgenten anzugreisen, und gab zugleich dem aus Asien zurückgekehrten Bajesid-Pascha den Besehl, von Adrianopel her gegen den Balkait vorzugehen. Die Entscheidung — ungewiß, ob noch im Jahre 1419 oder erst 1420 — vollzog sich ohne große Schlächterei; denn BedreddillS Freischärler liefen auseinander, als von zwei Seiten her die fultanifchen Truppen heranrückten und unter ihnen zugleich kund wurde, daß und wie der Dede Sultan zu Grunde gegangen. Bedreddin rettete sich in die Wildnisie des Balkan, ward wie ein Jagdthier in denselben umhergehetzt und zuletzt von seinen eigenen Leuten, soviel deren noch bei ihm ausgehalten hatten, verrathen, in Feffeln geschlagen und dem Padischah überliefert. Dieser ließ den Gefangenen zu Seres mit großer Feierlichkeit verurtheilen und der große Gelehrte und größere Jntrikant ist dann „mit Umständen" gehenkt, d. h. nlit allen den ceremoniellen Rücksichten, welche seinem hohen Rang und Rufe gebührten, an den Galgen befördert worden. Vermischte Aachrichten. (Geheime Polizei in Rußland.) Die „Neue Frankfurter Zeitung" bringt einen Brief über die geheime Polizei in Rußland, welcher dem oft besprochenen Gegenstand neue Seiten abgewinnt. Es heißt in diesem Schreiben u. A.: Die verschiedenen Arten der geheimen Polizei sind in Rußland kaum auszuzählen, die Mitglieder derselben repräsentiren die Stärke einer Armee, und man greift nicht zu hoch, wenn man die Unterhaltungskosten derselben aus jährlich sechs his acht Millionen Rubel veranschlägt. Die Agenten der sogenannten dritten Abtheilung beziehen 100, 150 bis 200 Rubel monatlich und haben keine andere Ausgabe durchzusühren, als anständig gekleidet die besseren Gastwirthschasten, Hotels und öffentliche Gärten zu frequentiren und Augen und Ohren offenzuhalten. Die Geschicklichkeit — und danach richtet sich die Bezahlung — des Dritten-AbtheilungSmannes besteht nun darin, sich unter der Maske harmloser Einsalt an verdächtig erscheinende Russen oder Ausländer heranzumachen und bei einem Glase Wein aus Prinzen und Czar, auf Regierung und alle Staatsregierungen loszuschimpsen. Stimmt das unglückselige Opser in die Melodie des Lockvogels mit sin, so ereignet es sich zuweilen, daß plötzlich eine sremde Gestalt auf der Bildfläche erscheint und den „Schlepper" wie den „Gimpel" im Namen des Gesetzes hinter Schloß und Riegel absichrt. Den Sektionsmann sieht man aber 24 Stunden darauf wieder an einem andern Platze — vielleicht in verändeter Kleidung und Frifur — seinem Gewerbe mit gleichem Erfolge nachgehen. Ich habe gesehen, wie hier in einem Garten ein elegant gekleideter Herr einen Polizeibeamten — einen Go-rodowoi — durchprügelte, dem Offizier vom Platze Grobheiten erster Güte an den Kops wars und trotzdem von dem Obersten des Viertels mit biederstem Händedruck entlasten wurde. Der vornehm gekleidete, mit Ordensbändern geschmückie ^'»err war ebenfalls ein Mann von der dritten Abtheilung. Ein anderer dieser dunklen Ehrenmänner kam allerdings etwas schlechter weg, denn in einem Porter« Keller wurde er trotz der geheuchelten Maske von zwei Eltgländern erkannt, kräftig durchgeprügelt und an die Lust gesetzt. Es gibt in« desten auch aristokratische Herren und Damen, Barone und Grasen unter den Polizei-Spionen in Rußland. Der am meisten gefürchteste unter ihnen in Petersburg trägt einen Unterrock, ist ein weiblicher Jntrignanl von cirta 38 Jahren, schwarzem Haar und üppigem Körperbau, gleich wohl bekannt durch hohe Geburt und Stellung, wie durch galante Abenteuer. Gräfin F., so wollen wir diese Dame nennen, ist die Tochter eines verstorbenen russischen Generals und geschiedene Gattin eines Fürsten. In ihren Salons versammelt sich die vornehmste Welt von Rußland, selbst Großfürsten zählen zu den Gästen ihres Hauses, davon nur die wenigsten das wahre Gewerbe der liebenswürdigen Gräfin kennen. Gräfin F. besitzt in der That mehr Einfluß als ein Minister sür innere Angelegenheiten ; sie ist der Polizei unentbehrlich und steht folglich in nächsten Beziehungen zn dem jedesmaligen Polizei- und Stadthauptmann. Auf ihren Soireen geht es hoch her; man scherzt, singt, spielt uud trinkt. In Letzterem nun, wie ja häufig in russischer Gesellschaft, hält man nicht immer genaue Schnur, ein fteies Wort, ein Scherz fliegt hin und her, der Sekt fließt in Strömen, und die schweren Zungen lallen kaum verständlich das berühmte: In vino vsrittts. So wird manches Geheimniß zu Tage gefördert, welches den leichtsinnigen Thoren unrettbar verdirbt. Nur stößt man aber mitunter auch auf weinfeste Charaktere, ausgepichte Kehlen, über die Gott Bachus nur fthr beschränkt Macht hat — dann jedoch zieht Schelm Kupido mit Köcher und Pfeil gegen die stillen Zecher zu Felde, und wem Wein die Zullge nicht völlig löste, der beichtet sicher in den Armen der Sirene. Manch russischer Osfizier wird plötzlich von der Garde zur Linie, mancher General imch dem Kaukasus versetzt, und manch hochgestellter Beamter oder Offizier erhielt auf einmal seine Demission, ohne daß er daran gedacht hatte, sie einzureichen. Selten hat in solchen Fällen die geheime Polizei ihre Hand nicht im Spiele gehabt. (Vom Kanlpse um den Zoll. Nachliar und Freund Bismarck.) Ueber die neuesten Zoll-Maßregeln der preußischen Regierung, betreffend den früher noch freien Grenzverkehr mit Rohleinen, schreibt das Trautenauer Wochenblatt: „Vom 1. Jänner d. I. ange-sangen hatte Preußen die bis dahin bestandene unbedingte Zollsreiheit für rohe Leinwand«", einfach hinwegdekretirt und sich durch die Reklamationen Oesterreichs darin auch gar nicht stören lasten. Seit dieser Zeit gingen Rohleil»en nur auf dem Wege des Appretnrverfahrens nach Deutschland ein; man sandte deutsches Garn oder aus Oesterreich importirtes und verzolltes Garn nach Oesterreich zum Verweben und sührte das daraus gewebte Rohleinen unter vorgeschriebener zollamtlicher Kontrolle nach Preußen zurück. Jetzt hört auch dieses aus, ja noch mehr: ungeachtet der Zoll- und Handels-vertrag zwischen Deutschland und Oesterreich in seither bestandener Welse bis 31. Dezember d. I. prolongirt und diese Prolongatin sowohl in der „Wiener Zettung" als auch iin „Deutschen SjeichSanzeiger" kundgemacht wurde, er^ floß eine Ministerial-Verordnung aus Berlin an die Zollbehörden, des Inhalts, daß vom Tage der Kundmachung (2Ä. Juni) an rohe Garne zur Verwebung nach Oesterreich im Appreturversahren nur in gescheerten Ketten, die vom preußischen Hauptzollamte plombirt und angemeldet werden müsten, gesandt werden dürfen; eine Verwebung auf rohe Drells und Segelleinen ist von nul» an überhaupt gar nicht mehr zulässig. In Bezug aus die noch nicht erledigten, zur Verwebung angemeldeten Garnposten verfügt der Erlaß, daß die daraus gefertigten rohen Leinwanden nur dann noch Zollfreiheit genießen, wenn bei ihrer Rückkehr der Nachweis erbracht wird, daß dieselben zum Leinwandlnarkte oder zur Bleiche bestimmt sind, worüber die vorgeschriebenen beglaubigten Atteste beigebracht, und die darauf entfallenden Zollbeträge bis dahin deponirt werden müssen; ist der Nachweis nicht innerhalb 14 Tagen beigebracht, so ist das Depositum verfallen. Es leuchtet sosort ein, daß die jetzige Ver-sügung der preußischen Zollbehörde jene vom Dezember v. I. ergänzt, respektive verschärft, daß die bisher bestandenen Erleichterungen für die Rohleinen-Einsuhr »»ach dem Btsmarck'jchen Ausdrucke „etappenweise" abgeschafft wurden. Jeder Manipulant, der den Grenzverkehr kenitt, weiß, welch' uiiendlichen Chicanen man daber ausgesetzt ist und es ist dieser neueste Erlaß gleichbedeutend mit dem Verl)ote, überhaupt Leinen zollsrei hinüber zu liefern. Dieser Geschäftsverkehr ist somit als aufgehoben zu betrachten. Was jedoch die Hauptwillkür ist und als unmöglich erscheint, ist der Uinstand, daß das preußische Grenzzollamt nicht gestattet, rohes Leinen aus srüher eingesül^rteil rohen Garnen in derselben Weise wie bisher zollftei avznsertigen. Dieses Vorgehen bringt jeden» Betreffenden den Verlust des deponirten Zolles, danti Differenzen mit dem Anstraggeber. Mindestens wäre doch wohl die deutsche Zollbehörde verpflichtet, da sie das Garn in früherer Weise abgesertigt, auch die daraus gewebten Stoffe wie bisher zollfrei eingehen zu laffen. Unser Handelsministerium wurde sosort von diesen neuesten Maßnahmen verständigt und wir zweifeln nicht, daß es energisch in Berlin reklainiren werde; wrr zweifeln aber auch an dein Erfolge, trotzdem der Chef unseres Auswärtigen AiNteS auch iN Berlin weilt iind zweifelsohne die Reklainationen unseres Handels-anites unterstützen wird. Wir haben an den geniachten Erfahrnngen im oerflostenen Winter genug, um uns kernen Illusionen hinzugebeii, deiin Preußen legt die Zolloerträge aus, wie es ihm paßt. Auf diesein Wege ist also iiichts zu erzielen; allein die preußische Regiermig zeigt der unserigen selbst den Weg, ivelchen sie einzuschlagen hat und der sie unbedingt zum Ziele sühren »vird: ui»sere Regierung wende einsach die gleich schrosse Behandlung iin Ap- preturverfahren gegenüber der ausländischen Baum- und Schaswoll-Jndustrie an; wir werden ja die Wirkung bald sehen." (StaatSwirthschaft. Konferenz Deutscher FinanzminLster in Heidelberg.) Aus dieset Konferenz dkrste es sich nicht sowohl um die Frage der Tabakbesteuerung handeln, als,um eine vorläufige Verständigung über Erhöhu!,g bestehender oder Einführung neuer indirekter Steuern, beziehungsweise Abgaben von Bier, Branntwein, Kaffee, Petroleum. (Fälschung der Genußmittel. Zuckerwert.) Die „Korrespondenz Gall" schreibt: <»Eine Handelskammer Ungarns hat sämmtliche Schwester Institute Eis- und Transleithaniens von dem Inhalte einer Petition in Kenntniß gesetzt, welche sie an das ungarische Ministerium gerichtet hat, „damit dem immer mehr überhandnehmenden gesundheitsschädlichen Unsug der Fälschung von Kanditen gesteuert werde, mit dem Ersuchen, die bezügliche Vorstellung in geeigneter Weise zu unterstützen". Es wurden nämlich in jüngster Zeit in einer größeren Stadt UugarnS mit gefälschten Kanditen aus verschiedenen Quellen Analysen vorgenommen und darin die geradezu erschreckende Quantität von 10—IS Perzent Erde gefunden. Es liegt auf der Hand, daß diejenigen Fabriken, welche derlei Fälschungen begehen, sich eines ganz anständigen Profites erfreuen, denn den Werth der Waare beispielsweise mit rund 60 st. per 100 Kilogramm angenommen, liefert die Fäl-schung einen Nutzen von 6, beziehungsweise 9 fl. per 100 Kilogramm und gibt daher den solid arbeitenden Fabriken gegenüber einen Vorsprung, welcher den DurchjchnittSgewinn der letztern weitaus Überschreitet. Abgesehen davon, dab diese» Versahren gegen alle Grundsätze der Solidität und Rechtlichkeit verstößt, ist diese Fälschung auch eine wahre Versündigung an der Gesundheit der Kinder, von denen dieses Zuckerwerk zumeist genossen wird." Die ganze Ludw. Franz — Handel mit (?alanteric'waaren, Stadt, Herrengafse, Remb. Marlinz — Obsthandel, Stadt, Hauptplatz, Josefa Urbantschitsch — Obsthandel, Stadt, Hauptplatz, Iosesa Kot-nik — Mefferschmied, Stadt. Hauptplatz, Joses Thalmann — Fleischselcherei, Draugasse, ttath. Zwicknagel —- Tischlerei, Burggasse, I. Lacher — Schlossere!, Stadt, Flößergafse, Gottsried Oswald — Fleischerei, St. Magdalena, Johann Schnutt — Greislerei, Stadt, Draugasse, Juliana Gregoritsch — Handel mit Lebensmitteln, Stadt, Domgasse, Fr. Kossär — .^leidermacherei, Stadt, Burggasse, Joh. Nowotny — Greislerei, St. Magdalena, Antonia Wurzinger — Schuhmacherei, Grazer-Vorstadt, Johann Schenk — Greislerei St. Magdalena, Rosa Wols — Schuhmacherei, Grazer-Vorstadt,' Augasse, Fr. Habitsch — Tapeziererei, Stadt, Schillerstraße, V. Peßler — Greislcrei u. Kleidermacherei, Kärn-tner-Vorstadt, I. Adam — Möbelhandel, Tegett-hoffstraße, Cäzilie Lacher — Obsthandel, Mel-lingerstraße, Ferd. Abt — Verschleiß von Oel-gemälden, Heiligenbildern und Gebetbüchern, Stadt, Herrengafse, Rudolf Wotruba — Haf-nerei, St. Magdalena, Joses Kaiber. (Ki n de s l eich e.) Im Walde von Leitersberg, welcher an die Leonhardter Bezirks-straße grenzt, hat man die Leiche eines Kindes aufgefunden. Nach der Verletzung zu fchließen, ist der Kops eingeschlagen worden. Das Alter dieses Kindes wird 1'/,—2 Jahre angegeben. (Neue T e l e g r a p h e n sta t i o n.) Zu St. Leonhardt (in W. B.) ist eine Telegraphenl station mit beschränktem Tagesdienst eröffnet worden. (Unt ersteirische Bäder.) In Sauerbrunn bei Nohitsch sind bisher 120b Badgäste angekommen. (Erntefest i n Leibnitz.) Die land wirthschastliche Filiale Leibnitz, welche zu den thätigsten des Landes gehört, veranstaltet sür den I. September l. I. ein großartiges Ernte- Angelegenheit beweist nur abermals, wie drin fest und hat zu diesem Zweck einen Ausschuß gend die Schaffung eiites Gesetzes gegen die Fälschung von Genuß- und Nahrungsmitteln geworden. (Zum Schutze öffentlicher Religionsübung. Verweigerte Ehrenbezeugung.) Das Wiener Landesgericht hat diefer Tage ein Erkenntniß von grundsätzlicher Bedeutung gesällt. Der Agent David Schönseld war der „Beleidigung einer gesetzlich anerkannten Religions-Genosienschaft" angeklagt, weil derselbe am Frohnleichnamstage in Döbliiig in dem Spalier, das sich um die Prozession gebildet hatte, gestanden und der Aufforderung eines Wachmannes, vor dem funktionirenden Priester den Hut zu ziehen, nicht Folge gelei» stet. Der Gerichtshof erkannte den Angeklagten schuldig, das Vergehen nach Z. 303 St.'G. („Wer sich^während einer öffentlichen Religions-übung aus eine zum Aergerniffe sür Andere geeignete Weise unanständig beträgt" u. s. w.) verübt zu haben, und verurtheilte denselben zu acht Tagen Arrest. ZltarbulM Berichte. (Aushilsskasse.) Die Aushilsskasse in Marburg hat bis Ende Juli l. I. an Einlagen und rückbezahlteil Darlehen 200,471 fl. 19 kr. eingenommen, dagegen an Behebungen und Darlehen 200.329 fl. 76 kr. verausgabt. Einlagen werden mit 6 Perz. verzinst. (Sparkasse-Ausweis.) Im Monat Juli wurden von 626 Parteien fl. 152.881 67 eingelegt und von 970 Parteien fl. 151.739 1 1 herausgenommen. (Gewerbe.) Im verflossenen Monat wurden beim hiesigen Stadtamt folgende Gewerbe angemeldet: Weinhandel, Tegetlhoffstraße, Fried. Staudinger — Handel mit Spezereien, St. Magdalena, Seb. Lukardi — gemischte Krämerei und Handel mit Spezereien, Stadt. Hauptplatz, Fr. Holasek — Schusterei, Stadt, Schulgaffe, I. Schwab — Fleischerei, St. Magdalena, Karl Baumgartner — Handel mit Spezereien, Kärntner-Vorstadt, Maria Schmie-derer — Mehlverschleiß, Stadt, Hauptplatz. gewählt, dessen Obmann Herr Fritz Freiherr von Mylius ist. Da dieses Fest das erste seiner Art im steirischen Mittellande ist und der Reinertrag den Hagelbeschädigten des Bezirkes zu Gute kommitz so rechnet man ans eine sehr zahlreiche Theilnahme, zumal der ?tachbarstädte Marburg und Graz. Ausführliches wird das Programnr bringen. (ZurHebung d e r Pf e r d e z u ch t.) Am 12. September werden in Pettau. am 14. September in Luttenberg und am 5. Oktober in Cilli an Pferdezüchter Staatspreise verthellt und betragen diese für Pettau 240 fl., für Luttenberg 340 fl., für Cilli 280 fl. letzte Post. « Die Feudalen Böhmens werden sich den LandtagÄ»Wahleu betheiltgeu. Die Ksterreichisch-ungarischen Truppen haben Banjaluka besetzt; die Bevölkerung zeigt keine feindselige Haltung. Die „nationale Regierung" in Ser ajewo hat bei TvdeSstrafe alle Wehrfähige» deS Landes vom l7. bis zum 60. LehenSjahre zu de» Fahnen gerufen. Die Führer des albanischen Bundes nnterhandeln mit den katholischen Stämmen Albaniens, um diese zum Beitritt zu bewegen Die Einberusung der türkischeil Reserve ist nicht ststirt worden. Dom Aüchertisch. Ein neuer Roman von Julius Verne er scheint demnächst ln 2 Banden in A. Hartleben'ü Verlag in Wien unter dem Titel: Ein Kapitän von sünszehii Jahren. Unerschöpflich, wie Jullus Verne'S Geis! einmal ist, den Leser andere Wege zu führen aus denen er sein Füllhorn nützlicher Kenntnisse in angenehmer, erzähleltder Form ausschüttet schildert er in diesen: neuen Werke die Schick sale einer kleinen voi» Reu-^eelan.d über die Südsee segelnden ReisegeseUschast, deren eines Mitglied ein jnnger Leichtniatrose, znnl Führer derselben wird, nachdem ein Unfall ven finheren Kapitän ulld die Besatzung des Schiffes geraubt hat. Durch die Ruchlosigkeit des Schiffskoches, )er eine Mißweisung des Kompasse« herbeizu-ühren versteht, wird das Fahrzeug durch einen chrecklichen Sturm weithin in salschem Kurse getrieben. Es doublirt ohne Wissen der Reisen-)en Cap Horn, irrt über den Atlantischen Ocean nnd scheitert an der Küste -- Asrikas, welche die Schiffbrüchigen für diejenige von Südamerika anfehen. Dort wird die kleine Ge-ellschast von einem Amerikaner ties in's Innere verführt und endlich hilflos verlassen — der Leser steht vor einer Reihe fpannender Räthsel, deren Lösung der Schluß des Werkes bringt. Diesen Hauptsaden der Erzählung schmücken arbenprächtige Einzelszenen, von denen jede ein Samenkorn interessanter und nutzbringender Kenntnisse ausstreut, so daß die Lektüre auch dieses Kindes der Verne'schen Muse zum Lernen zwingt, wo es nur zu unterhalten scheint. „Wichtig für unsere Leser!" Von Prof. Dr. Gregor Prätorius' Wortgrübler. Neuestes bequemes und vollständiges Taschen-Fremdwör-terbuch. Sammlung und Erklärung von mehr als 25.000 fremden Wörtern. Mit befonderer Berücksichtigung auf Aussprache, Abstammung und Betonnung. Preis geheftet 60 kr. ö. W.; gebunden 80 kr. ö. W." erscheint demnächst die 17. Auslage des bereits in mehr als 140.000 Exemplaren verbreiteten gediegenen Fremdwörterbuches. Wir können dasselbe unseren Lesern bestens empfehlen. Das Werk kann von jeder Buchl)andlung sowie gegen Eillsendung des Betrages per Postanweisung direkt von der Verlagsbuchhandlung I. N. Enders in Wien, (1., Schellinggasse 5) bezogen werden. Eingesandt. Anläßlich der am 14., 15. und 16. d. M. in Graz tagendenden Wanderversammlung der österreichischen Stenographeuvereine von Ober-und Niederösterreich, Salzliurg, Steiermark und Kärnten erlaubt sich der Unterzeichnete, unter Hilnveisung auf die wichtigen zur Verhandlung kommenden und speziell die österreichischen Ste-nographenvereine berührenden Fragen und Re-sormvorschläge, an die hier domizilirenden Mitglieder und Gönner des steiermärkischen Steno-graphenvereines die Einladung zur Theililalzme an dieser Wanderversammlung ergehen zu lassen. Die geehrten Kunstgenossen, welche gesonnen sind, durch Beiträge es zu sichern, daß der Stenographentag in einer dem Begründer unserer Kunst würdigen Weise abgehalten werde, werden aus deil im Expeditionslokale d. Bl. aufliegenden Subskliptionsbogen aufmerksam gemacht und eingeladei', sich zahlreich an der Subskription zu betheiligen. Daselbst liegen gedruckte Programine zur Entgegennahme aus. Im Nanlen des steiermärkischen Gabels-berqe» Slenographenvereins. eautl. prvt'. Carl Walter. Eingesandt. In Ruppersbach lebt eine arme Winzer-familie, welche außer einem Säugliilg auch ein größeres, nngesähr 8 Jal)re altes Klnd l'esitzt. Dieses Letztere ist blödsinnig und besi>ldel sich in sehr verwahrlostem Znstande. Die armen Eltern sind nicht in derÄge. sich einen Dienstboten zur Beaussichtigung ihrer Kinder zu halten, was zur Folge l)at, daß während der Arbeit außer dem Hanse der Säugling in der Wiege im Zinlmer belassen wird; das dlöd-sininge Kind aber, nin es lücht mit denl Kleinen allein zu lassen, oder es vor dem Uebezfahren auf der Straße, sowie vor dem Fallen in den Hausbrnunen oder ein anderes Wasser zu bewahren, wird entweder ail einen Baum nnt einem Stricke angebnnden oder in einen, kleinen ^i^otte» neben den; Adorte eingesperrt, wo es stch inl Unrathe wälzt. Die Eltern, welche schoil beim Genieiilde-vorsteher nnd auch anderweitig Hilse gesucht, wurden überall mit ihrer Bitte abgewiesen. An manchen Orlen bestehen Thierschutzvereine, welche sich der mißliandelten Thiere annehmen ; wäre es denn in diesen; Falle nicht auch möglich, einem menschlichen Wesen, welches in erster Linie schon durch die Natur selbst so arg mißhandelt ist, Hilfe zu schaffen, damit es nicht elendlich zu Grunde geht und damit nicht, im Falle es aus eine andere Weise verungll^ckt, die Eltern wegen fahrläffiger Beaufsichtigung zur Strafe gezogen werden. Marburg am 1. August 1373. Ein Menschenfreund. Nr. 6212. Kundmachung. (863. Der Gemeinderath von Marburg hat in der Sitzung am 2ö. Juli 1878 beschloffeo, dnß zur Bedeckung der Gemeinde-Auslagen die durch das Landesgesetz vom 25. Jänner 1873 L.G.V. 7 bis einschließlich deS JahreS 1878 bewilligte Einhebung einer Abgabe von zwei Kreuzer von jedem Gulden des einbekannten und obrigkeitlich festgestellten Gebäude-ZinSerlrägnifseS, auf eine Periode von sechs Jahren wie bisher oder für weitere unbestimmte Dauer zu erwirken sei. In Gemähheit deS Gemeinde-Gesetzes vom 23. Dezember 1871 Z 78 berufe ich demnach sämmtliche wadlberechtigtk Mit^ieder der Stadtgemeinde Marburg zu einer Bersammlung auf den ß«. August 1873 in meine Amtskanzlei am Rathhause, Hauptplatz Nr. 96, zwischen 9 bis 12 Uhr Vormittags, um darüber abzustimmen, ob der obige Gemeinderaths-Be-schluß zur hohen Genehmigung vorzulegen ist, mit dem Btisatze, daß die Nichterscheinenden als mit dem Gemeinderalh-Antrage einverstanden angesehen werden. Stadtrath Marburg am 29. Juli 1878. _Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. aä Z. 7564. . (848 Knndmachnng. An der steierm. Landes-Ol>st- und Ueiu-bauschule bei Marliura gelangt mit 1. September d I. die Stellt eines Hnfsehers für Landwirtlischast, zugleich Olist- und Kemiise-Gärtners zur Besetzung. Mit diesenl Posten ist ein Gehalt von 500 fl., freie Wohnung und Beheizung verbunden. — Bewerber um diese Stelle haben ihre Gesuche mit den Nachweiseil ihres Alters, Standes (ob ledig oder verheirathet) und ihrer Ausbildung und praktischen Verwendung in der Landwirthschast, im Obst- und Gemüsebau an die Direktion der Landes-Obst- und Weinbau schule bei Marburg bis 17. August d. I. einzureichen. Persönliche Vorstellung ist erwünscht. Marburg am 12. Juli 1878. Die Direktion der steir. Landes-Obst- und Weinbauschule. 870 Heute Sonntag den 4. August 1878 k'rüli-d^vlieert von der Ftidniwii Auerwekis-MujNMlle unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Ansang 9 Uhr Friih. Entree frei. Restaurateur.__ UNll vmpäeklt 2ur ßiitiAen ^duadins 492) _(^ouäitvr. g5S) Der Maröurger Männerge^ang > Verein veranstaltet am Sonntag den 4. August i» Ii«. Köt^' Karten - livlislitäteu zum Schen ter armen zuriickgkblitbe« Familien der einberufene« Keseriiften ->» unter der gefälligen Mitwirkung deö k. k. Hosoprriiiüvgrrs Hrrrii Walduer aus Wien und der Südbahil-Merkstättell-^ItuMkapeKe mit fönendem Marsch — Ouverture. Schlacht-Hymne auS „Stienzi" mit Llavierbegleitung von R. Wagner. ») „Lockilng" von Deffauer. i gesungen von b) „Ständchen" von Schubert j Herrn Waldner. Mnfik-Piece. , „Irene", Tenorsolo mit Brummchor v. A. Banmann. i s) „Serenade" von Charles Gounod j d) „Die beiden Grenadiere" v. Schumann gesungen von Herrn Waldner. Mufik.Piece. 8. „Eine Maiennacht", Chor mit Tenorsolo v. H. Al,t. L. Arie auS der Oper: „Da» goldene Kreuz" von I. Brüll. Gesungen von Herrn Waldner. 10. Musik.Piece. 11. „Beim Scheiden", Chor mit Quartett-Solo von D. 1-.i. Mufik.Piece. ' Herr Heinrich Kalmann übernimmt auS Gefälligkeit den Klavierpart. Bei ungünstiger Witterung findet das Concert im Salon statt. Entree für die Person ohne Beschränkung der Großmnth SO kr. Kassa-Eröffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr Abends. Herr Gastwirth Bern reit er arravgirt ein 1. 2. 4. 5. o. 7. VoIIl»e»rt«il Sonntag den 4. Angnst 1878 vonowISoMW von der tlvuvrvvIli'-AllliijkItspvIIe unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Herrn R^sppvI. Anfang halb 4 Uhr. Entree 15 kr. Abends großes Feuerwerk. ^ ^Vir empfolilen goickitisl ?sls Ko8tv« un6 preis^vrilloste» vis ksxslUlläiitsl. Mcde»), leUeilllliNil, !ellsl»5« ^6vr k. k. pr. k'»brilr M von üil. 1. eissngei' 8ötinv in ^eul)au, ^ollvrß^asse 2, I^ieferanten 6es >r. uncl lc. Kriexsmlni»teriumg, Sr. Kliexsmak-jne, visier ttulnsnitU'san.ataiten etc. etc. 2ur »m 2LolKUQx jl! 14, kullion S^/, u. Ztvmpol. 11aupt.i)ro^er I SOO.VOiV j otiug ^lisuZ. Origjual-1^03s liilliAsd uaell lagesevurL. 883 Das neue Haus Nr. 98 in der Kärntnervorstadt mit 7 Zimmern, 4 Küchen, 2 Dachzimmern, Keller. Stcillung, Gemüsegarten und Bauplatz oder ohne diesen, ist aus freier Hand billig zu verkaufen. ^8ö3 Anzufragen beim Tischler Sorko daselbst. VerantworUiche «edaNion» Druck und Verlag von Eduard Zanschih Behördlich eoneessionirte ?r!vat. S»i>ä«IsI»Iir. und 865) in tStviSrnlsrll. Das zweite Schuljahr dieser auS zwei Jahrgängen bestehenden Anstalt beginnt mit IS. September d. I. In das mit derselben ^rbundene Penfkouat werden nicht bloß Schüler der Anstalt, sondern auch Studierende des Gymnasiums und der Realschule aufgenommen. Der kaufmännische UnterrichtS-CurS für Mädchen beginnt mit BS. September. Wegen Zumittelung deS Jnstituts-Pro-grammes und Miltheilung des Näheren wolle man sich gefälligst rechtzeitig wenden an Pros, potor Ko8vti, _Inhaber und Direktor der Anstalt. Ich mache die ergebenste Anzeige, daß sich mein Kindergarten von Montag den 29. Juli 1878 ab im Nagylchen Hause, Caiinogaffe Nr. 8 befinden wird und daß daselbst die Aufnahme der Kinder täglich von 9—12 Uhr Vormittags nnd von 2—5 Uhr Nachmittags stattfinden kann. (Das monatliche Honorar per Kind beträgt lvie bisher 2 fl.; bei Geschlvisteru nach Vereinbarung.) Marburg am 27. Juli 1878. lllsriv KogSi', 843) geb. Skribe. G«Wil» -Vnliiuis. nz-Conto am 31. Dezember 1877. Aotiva. "■ Wa- W I 1 Garantirte Schuldscheine der Actionäre . . . 2,940.000 — 2 Städtische Grundstucke..................3,769.293 071 , g Landwirtschaftliche Besitzungen in Italien: umfassend einen Gesammtflächenrauin von 6729 | Hektaren ..........................; 2,973.028 94 ^Darlehen auf Lebensversicherungs-Polizzen . . 1,545.472 14 [Kostenpreis von activen Leibrenten und von , durch Hypothek sichergestellten, beim Ableben der Versicherten zu erhebenden Capitalien . 80.115;7t5 1,625.687 90, 5 Zinstragende, durch Intabulirungen sichergestellte Capitalien in der österr.-ung. Monarchie mit ' Ausschluss derjenigen der Hypothekar-Abtheilung (Statut, Art. 1. lit e.)..............2,888.944 07 0 Zinstragende, durch Hypotheken garantirte Capitata-Darlehen auf Realitäten in Italien, diejenigen der Hypothekar-Abtheilung, wie oben, ausgeschlossen........................4B8.91 7 Sichergestellte Darlehen auf hinterlegte Staats- i papiere und Handels- oder industrielle Actien 378.072 80, gj Werthpapiere, Handels- und industrielle Actien, | laut Verzeichnis» (Beilage A)............8,098.158 74 j 9 Wechsel im Portefeuille, zahlbar auf verschiedenen Plätzen..........................1,038.212 34' 10 Vorschüsse an die Hypothekar-Abtheilung . . 869.087 61 j 1 Landwirtschaftliche, am 31. December noch unverkaufte Erzeugnisse aus den Besitzungen der Anstalt in Italien....................149.465 90 Hinterlegte Gelder im Conto Corrente mit Zins bei verschiedenen Banken und Credit-Instituten 624.494 99 13 Baar-Cassabestand in den Gassen der Direktion in Triest und Venedig..................119.492 84 14 Desgleichen in den Cassen der Filialen . . . 171.896 18 Jl5 Saldo aus den Rechnungen mit den Ruckver- sicherern.....„................278.176 07 IG Saldo aus den Rechnungen mit 4199 Filialen der Anstalt..........................1,191.118 04 17 Gestundete Lebensversicherungs-Prämien . . . 704.761 14 1B Debitoren für verschiedene Titel............871.484 40 19 Mobiliar in sämmtl. Bureaux der Anstalt, Schilder, Papier und Drucksachen in ihren Magazinen 118.224 52 23,284.009 28 20 Am Sl.Dobr. in Kraft befindliche Prämienscheine und in spätem Jahren einzuziehende Prämien 11,466.002 96] I I I I fl. k. fl. k. Passiva. | l Staram-Capital........................j 4,200.000 — | 2 Gewinn-Respirve der Abrechnung A..........697.194 68 desgl. der Abrechnung B..........778.039 02 I Ausserordentliche disponible Gewinn-Reserve . 200.000 — 1,675.233 70 | 8 Reserve für angemeldete und am 81. December nicht liquidirte Schäden: a) Feuerversicherungs-Zweig............506.468 12 b) See- und Transportversicherungs-Zweig . 169.770 51 c) Hagelversicherungs-Zweig............4.032 50 d) Lebensversicherungs-Zweig..........168.972 51 849.248 64 I 4 Prämien-Reserve der am 31.December 1877 noch laufenden Versicherungen der Abrechnung A: a) Feuerversicherung . .............1,411.548 95 b) See- und Transportversicherung . . . 51,238 17 1,462.777 12 5 Prämien-Reserve der am 31. December 1877 noch laufenden Versicherungen der Abrechnung B: a) auf Todesfall....................8,110.495 27 b) für unbedingte Leibrenten..........1,464.968 98 c) auf den Erlebungsfall und für die aufge- 1 , Behobenen Leibrenten..............4,151.493 54 13,726.957 79 ! 6 Dividendenfonds für die Lebensversicherung mit Gewinnantheil .......................480,969 70 7 Vermögen der zwei Tontinenabtheilungen mit Zinsgarantie........................137.065j81 8 Vermögen der Pensions-Casse der Beamten . . 142.628 17 9 Saldo aus den Rechnungen mit den Rückver- sicherern ............................I 189.823 93 10 Saldo aus den Rechnungen mit den Filialen der Anstalt............................7.454 49 II Verschiedene Creditoren..................166.890 21 12 Reservefond für dubiöse Ausstände..........80.000 — 13 Normal-Dividende sn die Actionäre..........117.600— Super-Dividende........................82.480!— 200.080 —i 14 Tantieme der beiden Direktionen..........13.018 84, ,15 Statutarische Gratificatiou an die Beamten . . 1-692 44; 16 Gewinn-Ueberschuas zum Uebertrag auf 1878 . 1.178 44 23,284.009 28 117 Prämienscheine und in späteren Jahren einzu- | ziehende Prämien ....................11,466.002 96; Gewinn- und. Verlust-Conto 1877. fl. k. fl. k. fl. k. Vortrag des Gewinn-Saldo aus dem Jahre 1876 ........ 728 89 „ der Reserve für dubiöse Ausstände ........ 80.000 — Gewinn des Feuerversicherungs-Zweiges , . . . . . . . . 42.881 15 „ „ Hagel versicherungs-Zweiges ......... 48.190 21 „ „ Hypothekar-Zweiges .......... 180.283 94 Saldo aus den Erträgnissen der Capitalien 102.956 — Gewinn auf öffentliche Papiere zum Course vom 31. December 1877 . . . . . 28.965 78 483.900 47 Verlust auf uneinbringliche Ausstände ......... 27.708 Ol Reserve auf dubiöse Ausstände .......... 80.000 — Verlust der See- und Transportversicherung ........ 91.093 75 „ aus dem Verkaufe des Gutes Dueville ........ 12.268 86 Reserve für Silberzahlung der Dividende ......... 25.000 — | Verlust aus der Abrechnung B, Lebensversicherung ....... 21.016 09 257.086 71 Gewinn . 226.813 7$ ab: Zinsen an die Actionäre ä fl. 29.40 per Actie auf 4000 Actien ........ I 117.600 — Verbleibt ein Gewinn von . . j 109.218 76 Hievon gehen ab laut Statut: a) für die Gewinn-Reserve 10% von . . . . ■ . fl. 109,213.76 weniger aus 1876 herrührend ...... „ 723.39 fl, 108,490 37 mit . 10.849 04 b) als Tantieme der Direktion 12% .......... 18.018 84 _28.867 88 • 85.845 88 und ferner für die Beamten 2% von ......... fl. 86,345.88 I weniger auB 1876 herrührend ........ „ 728.89 84.622 49 _ Vertheilbarer Gewinn . . I 38.668 TRIEBT, 24. Juni 1878. Die Direktion der „Assicurazioni General i" Masiiio Levi — G. Morpurg© — I. Pesaro Maurogöiiato — Ami». «Ii S. Ralli« Der Generalsekretär: BE* Besso. Die Hanptagentschaft in Marburg befindet sieh bei Karl Flucher Herrengasse Nr. 38. Lokalverändermg. Mit höflichstem Danke fiir das ehrende Zutrauen, welches mir während der ganzen Zeit meines Geschäftsbetriebes hier in so reichlichem Maße zu Theil j^ewor-den, verbinde ich erc^ebenst die Anzeige, daß meine Wohnung und die Werkstatt sich nun in meinem eigenen neugebauten Hause unweit der evangelischen Kirche und neben dem Hause des Herrn Max Baron Rast befinden. Das Verkaufslokal bleibt im Hause des Herrn David Hartman« in der Kärntnergaffe, woselbst Reparaturen und Neubestellungen siberuoinmen werden. Wie bisher, so wird es anch künftig mein eifrigstes Bestreben sciu, das Ber-trauen des geehrten Publikums durch gediegeneArbeit, billigen Preis nnd prompte Bedienung zu rechtfertigen. Hochachtungsvoll Marburg. (S0l) Spengler. 868 Bekanntgabe. Ich beehre mich die ergebenste Mittheilung zu machen, dass ich mein Caf£-Geschäft in das Haus des Herrn F. Tscheligi, Ratlihaug-platz (Stadt Graz) erateu (Stock übertragen, und solches unter der Firma r„0 a £ 4 H a t i q a a am heutigen Tage eröffnet habe. Indem ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen verbindlichst danke, werde ich stets bemüht sein, meine geehrten P. T. Gäste mit aller Aufmerksamkeit zu bedienen und bestens zufrieden zu stellen. Noch bemerke ich, dass meine Billards neu hergerichtet und auch mit doppelten Mantinells versehen sind. Einen recht lebhaften Besuch erbittend, zeichne achtungsvollst Mitteregger. BfB. Oer Aufgang ist in der Apothekergasse Nr. 6 oder durch die Bierhalle „Stadt Graz". k«u«rv«riwIlSri»sr vott I kis» S d^s Stück aus äem erstell pz^roteokllisoken I-adoratorium, Illttminations - Uapier-Laterneil vou I« bi- »« kr. (372 V I sau» Z -ö CM». (833 » L « »z L L? T » - ,.N _ ^ RZkZ ??.» K zZZe «Z«. ^ o V s « D ^ o ^ ^ a »« ° «»d! dv Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg I. D. U. wird bekannt gemlicht: Die freie öffentliche Ber-steigerung des zum Verlasse der Rosa Albens-b e rg gehörigen HauseS C. Nr. 120 ad Ttadt Marburg wird bewilligt, zur Vornahme derselben eine Tagsaputtg auf den IS. August 1878 Vormittag von 11—12 Uhr im Hause Nr. 26, Burggassk, mit dem Beisätze bestimmt, daß diese Realität nur um oder über den Schatzwerth hintangegeben wird. Die Lizitationsbedingnisse, wornach insbesondere jeder Lizitant vor gemachtem Anbote ein 10°/a Vadium zu Händen der LizitationSkom-Mission zu erlegen hat, solvie der Grundbuchs-tttrakt können beim GerichtSkommissär Dr. Radey eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Marburg l. D. U. am 17. Juli 1878. Ein Lehramtskandidat letzten Jahrganges lvünscht die Ferien über Jnstruktioneil zu ertheilen. ^316 Anfrage im Comptoir d. Bl. von Weinstein, Hadern, Mcffing, Kupfer, Zinn, Eisen, Blei, Kalb- und Schaffellen, Roh-, Ochsen-u. Schwewhaarcn, Schafwolle, allen Gattungen Rauhwaaren, Knochen, Klauen uebft allen anderen Landesprodukten. (49 'Vsrl^s.'TZ.ir von ungarischen Bettfedern, Alaumen und gesponnenem Roßhaar zu den billigsten Preisen. 8eIllvMt;0I', Marliurg, Burgplatz. Nr. SSV Sl. Sch. R. (g?! Kundmachung. Zufolge Erlasses deS Herrn Ministers für Kultus und Unterricht vom 20. August 1870 Nr. 7648 und Verordnung deS steiermärk. t. t. LandeSschulratheS vom 14. September 1870 Z. 1598 hat der Ortsschulrath alljährlich die Aufzeichnung (Konskription) aller im schulpflichtigen Alter von 6—14 Jahren stehenden Kinder d»S Schulsprengels ohne Unterschied der Konfession und HelmatSberechtigung, und zwar nach 0tN eingeschulten Ortschaften von Haus zu HauS vorzunehmen und in die Schulmatrik einzutragen. Eine genaue Äufzetchnung aller im schul-Pflichtigen Alter stehenden Kinoer und eine rich. tige Zusammenstellung der Matriken ist nur dann möglich, wenn der OrtSschulrath aus die Bereitwilligkeit und Gewissenhaftigkeit der Eltern und deren Stellvertreter rechnen darf. Es werden daher sämmtltche Hausbesitzer, Hausbesorger und Wohnparteien höflichst ersucht, dem mit Lösung dieser wichtigen und umfassen» oen Ausgabe betrauten Organe die größtmöglichste Unterstützung zu Theit werden zu lassen, sowie auch insbesonderS die Geburtsscheine vorzuweisen. Stadtschulrath Marburg am 29.3uli 187S. Der Vorsitzende: Dr. M. Reiser. 869) Molbiirt. Ein V» Stunde von Marburg und Stunde von nächster Etfenbahnstation, unmittelbar an einer sehr brledten Bezirksstraße gelegener Hubgrund, zum größten Theile Wiesen, dann Aecker, Obstgürten und einem kleinen sehr ergiebigen Weingarten — das Ganze circa 20 Joch umfassend, ist mit den dazu gehörigen Wohn- und Wirthschaftsgebäuden und reichlich Hangender Ernte besonvers an Wein, Obst und Futter, billig zu verkaufen. Auskunft im Comptoir dieses Blattes. Schnelle und sichere Hilfe fiir Magenleidende! D dos beste u«d wirksamste Mittel zur Krjiattung der Hesundyeit, Reinigung und Reinhaltung der Säfte und des BlnteS und Beförderung einer guten Verdauung, ist echt (310 K SS ^ /t. stets vorräthig in den Depots: Marburg: D. I. Bancalari, Apoth. W. A. König, Apotheker. Sämmlliche Apotheken und größere Materialhandluiigen in Oesterreich-Ungarn haben Depots dieses Lebensbalsams. Haup t-Depot: L. ?r»K»or, Apotheke „zum schwarzen Adler" in Prag Eck der Spornergasse Nr. 205—3. Eisellbayn -Fa^rordnung Marburg. Personenzüge. Von Trieft nach Wien: Anklnft 8 U. 29 M. Krüh und 6 U. 51 M. «bends. Abfahrt S U. S7 M. Krüh und 7 U. SV M. Abend». Von Wien nach Trieft: Ankunft 8 U. 42 M. Krüh und 9 U. 49 M. Abends Abfahrt 9 U. — M. Krüh und 10 U. 1 M. Abends Eilzüge. Wien -Trieft. Ankunft 2U. IbM. Nachm. Abfahrt 2 ll. 18 M. Nachm. T r i e st- W i e n. Ankunft 2 U. 80 M. Naq»m. Abfahrt 2 U. SL M. Nachm. Gemischte Züge. Von Trieft nach Mürzzuschlag: Ankunft 12 U. 11 M. Abfahrt ii. 4b M. Nachm. Von Mürzzuschlag nach Trieft: Ankunft 1 U. 44 M. Abfahrt 2 U. 2b M. Nachm. kie lür Uimilel iiiiil Iiiilmlne i» Km beginnt mit 16. September l. I. ihr sechzehntes Schuljahr. Die Anstalt, weiche auS zwei Fachschulen, der kaufmännischen und taufmänutsch-indu-ftritllen besteht, sorgt für gediegene theoretische und praktische Ausbildung der Studierenden und verfügt zu lktztlrem Zweck ükier kin Muster-Comptoir, ein chemisches Laborcitorium und eine mechanische Lehrwerkstätte. ^820 Die Absolventen der Akademie haben das Recht zum Einjährig-Freiwilltgendienst, tvenn fle vor ihrem Eintritte dos Untert^ymnasium oder die Unterrealschule mitErfolst zurückgelegt haben. Für solche Schüler, welchen diese Vorbedingung fehlt, besteht ein besonderer unentgeltlicher VorbereitungS Curs für das Freiwilligen'Gxamen. Praktischer Unterricht für Mechaniker und Maschinenbauer wird in der mechanischen Werkst^Ute der Anstalt gesondert ertheilt. Aus alle Anfragen, betreffend Aufnahme, Unterbringung ic., ertheilt Auskunft und ausführliche Prosp ekle die Direttion der Akademie für Handel und Industrie in Graz. vr. /^l«vns, Direktor. Aoeben sind vollständig erschienen: z8tonollf»t^svtis Untvi'rivlitslii'ivfv.ß G verit^ällodor » W738) für das W Wder Stenografie »ach HaVer»Serger'S System W >^on Karl Faulmann, WProfessor der Stenografie, Borstand des Wiener Sie W nografen Vereines ic. ic. G W24 Briefe in Earton, nebst einer Schachtel ^2 DuhendM H Stenogrgfiefedern. L GPreiS : komplet auf einmat belogen S ff. — 10 M.W Mlnzelne Vrieje können zum Preise voil SS Kr. — 50 Pf.U Mapart nnd ganz belieliig nach u. nach l'^ogen werden^ G Das Werk hat L4 Lieferungen (Briefe). G Usrtivden » Verlag in G l., >VaUüsodxassv 1. N Bei Einsendung des Betrages mit Post-AnweisungG W erfolgt Kranko Zuseuvung. WVVOGOGSVVVWOVWVVVSVWWSDW«» Soetien erschien: „Erfolgreichste Behandlung der Schwindsucht )urch einfache, aber bewahrte Mittel." —I sPreiS 20 kr. ö. W. — Kranke, welche glauben! 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