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Auf jeden Fall kommt es dann abcr nicht in Frage, daß Frank, reich für die angelsächsische Gruppe optiert«, heißt es in einem gestern im Mar-seiller Volksblatt »Midi LIbre« veröffentlichten Leitartikel von Dominque Sordet. Die amerikanischen Dirigenten würden nur von der Leidenschaft geleitet. Herr Roosevelt und sein Anhang hielten nach Lösungen Ausschau, die etwas Theatra. Ilschcs an sich hatten. Das könne Frankreich nicht darüber täuschen, daß die amerikanische öffentliche Meinung geteilt sei und daß es sich nur aktive Minderheit handle, die den Krieg wolle. Diese Minderheit gruppiere sich aus den Herren der Zeitungen, nämlich den zwei Millionen Juden, die Newyork ausmachten, und zu dieser Minderheit komme noch die Schwerindustrie, die, von der Arbeitslosigkeit bedroht, sich plötzlich ein ideologisches Mäntelchen umhänge und glaube, mit einem blutigen Krieg all ihren Schwierigkeiten aus dem Wege .Cohen zu können. Eine Kriegserklärung der Vereinigten Staaten ändert jedoch n'chts an den sich gegenüberstehenden Streit, kräften. Die Amerikaner würden selbst festzustellen haben, daß sie in völliger Unkenntnis nicht nur der europäischen Angelegen, heiten, sondern auch der militärischen Wirklichkeiten in einen Krieg gehen wollten. Ein Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und den Achsenmächten dürfte sofort die europäische Solidarität zur Folge haben. Martinique ist bereit Sicherung der französischen Antillen 1' a r i s . i2. Mai. Wie der »Matin« von der französischen Antilleninsel Martinique meldet, haben die dort stationierten französischen See-, Luft- und Landstreitkräfte den Befehl erhalten, alle nötigen Maßnahmen zur nachhaltigsten Verteidigung der Insel gegen einen etwaigen Angriff der Vereinigten Staaten vorzubereiten. Die Befe-stigimgen sowohl um das Fort de France wie auch alle übrigen auf der Insel werden verstärkt. Vor allem sind Weisungen ergangen, die auf Martinique befindlichen Goldreserven der Bank von Frankreich zu sichern und, wenn es sich als notwendig erweisen sollte, die Zitadelle von Fort de France In dfe Luft zu sprengen. Roosevelts Monroe-Doktrin Heftige Anklagen in der französischen Presse , V i c h y , JJ. Mai. Die Rede Rmscvclts. in der Fraivkrcicli öffentlich beschuldigt wird, Deutschland das französische Kolonialreicii zur Verfügung zu stellen, ist auch am Dienstag (jegcnstand lieftiKcr Reaktion in tlur französischen Presse. »Wir wollen kaum glauben, dali Herr Roosevelt davon überzeugt int, was er Frankreich vorwirft«, schrgibt J, Dele-hecque in der »Action Francaise«. »Was führt er damit Im Schilde?« Es sei eigen- tümlich, daß sich die amerikanische Presse immer mit Dakar beschäftige, und für Herrn Roosevelt sei die Monroe-Doktrin ein ziemlich dehnbarer Begriff, Wo hören eigentlich die amerikanischen Interessen auf? Das Argument Herrn Roosevelts von der Gefährdung der amerikanischen Sicherheit verschleicro in Wahrheit bestimmte Gelüste. Die Mon-roe-Doktrln sei jedenfalls nach französischer Ansicht gewaltig überschritten. Im Gründe bedeute sie in der Auffassung des Herrn Roosevelt, daß sich Euro-pa nicht mehr in amerikanische Angelegenheiten mischen dürfe, daß Amerika aber von nun an gedenke, sich in europäische AngeleKenheiten einzumischen. Frankreich habe das Recht, so heißt es in dem Aufsatz welter, allein zu beurteilen. wo seine eigenen Interessen Hegen. Die französische Politik schileite keine Bedrohung Amerikas ein. »Das ist der Grund, weshalb bei uns Jede un-freunctllche Geste auf absolute Festigkeit stößt.« Englands verzweifelte Lage NOTSCHREI NACH AMERIKANISCHER TEILNAHME AM KRIEG Newyork, 22. Mai. [ Der Londoner »News ChronJcle« rief j gestern in einem halbseitigen Leitartikel das Volk der USA auf, jetzt in den Krieg einzutreten, »nicht um England vor der Niederlage zu retten, sondern um den Sieg beschleunigen zu helfen.« Das Blatt fülirt aus, das britische Volk habe zwanzig; Kricgsinonatc lang den Vereinigten Staaten gegenüber geschwiegen, um sie selbst ihr Verhältnis zum Kriege bestimmen zu lassen. Bngland habe in dieser Zeit nur um den Verkauf von Flugztvugen, Tanks und Geschützen gebeten, und sei dankbar, sie erhalten zu haben. Die USA hätten dann weiter durch ihr Leihprogrannn und durch wohllätigo Spenden geholfen. Jetzt aber sei die Zelt gekommen, offen zu den USA zu reden und zu sagen, daß England mehr von ihnen brauche als Waffen, mehr als i/ie-besgaben und Verbandzeug, mehr als Worte der Sympathie. In zwanzig Kriegsmonaten habe lünglaiul die Wahrheit der bitteren Lehre des »Zuwenig unrl Die Sprache der Front Von Helmut Sündermann In der Vielfalt der Geschehnisse zeichnen sich dem, der sie mit Überlegung ordnet und betrachtet, deutlich die Merkmale ab, die Ereignisse von lüpisoden trennen, die das Bleibende und Entscheidende von dem abheben, was nur das Interesse des Tages fesselt. Den unablässigen Gedanken an das Ziel, den niemals abirrenden Blick aufs Ganze einem Volk zur Richtschnur gegeben zu haben — das ist eines der Geheimnisse all der wunderbaren Erfolge, mit denen der Führer in diesem uns aufgezwungenen Kampf die Welt in Erstaunen und die britischen Kriegsverbrecher in panischen Schrecken versetzt hat. Sie ha'ben in der elementaren Wucht der Ereignisse schon längst den iJbcrblick verloren, und es vergeht kaum ein Tag, der nicht wieder erneut zeigt, wie wenig die britischen Machthaber noch Herr ihrer Sinne sind. Sic greifen wie Ertrinkende nach jedem Schatten, der übvr das Wasser streicht. Ob es militärische Erfolge sind, die sie erträumen, wie dies im Balkanfeldzug der Fall war, oder propagandistische Wirkungen, die sie sich von Sensationsnachrichten erhoffen — die Angst hat sie blind gemacht, wuterfüllt tappen si'e im Fin-stern, und die Ergebnisse ihrer Hoffnungen sind katastrophal, weil die Voraussetzungen falsch und die vorgefaßten Meinungen trügerisch waren. Gerade die Wellen ihrer Propaganda, die sie bei all'on Gelegenheiten ohne Überlegung zu erzeugen pflegen, wenden sich immer wieder gegen sie, und die Karten, auf die sie dabei setzen, stechen nicht für sie, sondern für uns, die sie vernichten wollen!! Immer erneut wiederholt sich das Schauspiel, daß sie heule als Ausgeburt der Holle verdammen, wen sie gestern als Send-bolen der. Himmels gelobt haben, daß sie eiiKMi Helfer dort erhoffen, wo sie dann i'inrn crhittorten (k'gnci erkennen !^en. Es steht schlecht um die Clique Churchill — ihre Winkelzügc sind nur noch von der Angst der Stunde diktiert, und jeder dieser Züge bringt dies immer offener zutage. Auch im Kampf der Worte und der Lügen, in dem sie sich Meisler wähnten, denken ■sie nicht mehr weder aib bis zum nächsten Morgengrauen und er-schöplen sich darin, heute das vergessen zu lassen, was sie gestern verkündet hüben! Diesem ebenso wütenden wie hastigen Treiben der Plutokraten, die ihre Stunde kommen fühlen, steht die siegessichere Ruhe des deutschen Volkes gegenüber, die durch nichts zu erschüttern ist. Sic gründet sich auf jene größere Schau der Dinge, die die Kräfte wägt, die sich in diesem Kampfe gegenüberstehen, und die die Macht MartmrfTeT Zeitirr*»« 22. MaS 1'041 Pfummer tfRS BombenvolltreHer aut Flugplätzen Grosse Brände und Zerstörungen in SUdostengland und auf Malta Berlin. 22. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht ßab gestern bekannt: In der letzten Nacht bombardierten Kampfflugzeuge mehrere Flugplätze in Siidwestengland. Durch Bombenvolltref-fcr entstanden zahlreiche große Brände und Zerstörungen in Hallen und Untei-künften. Deutsche Kampfflugzeuge griffen mit guter Wirkung Flugplätze auf der Insel Malta an, vernichteten zwei britische Flugzeuge am Boden und schössen ein Jagdflugzeug vom Muster Hurricane ab. In Nor^frika Spähtrupptätigkeit. Deutsche Kampfflugzeuge bekämpften erfolgreich britische Kraftfahrkolonnen bei Solhim und Sidi Barani. Kampfhandlungen des Feindes üt)er dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht statt. Schwere Verluste der Engländer bei To bruk Wirksame Schlüge gegen BriteRflotte EIN SCHLACHTSCHIFF, FÜNF KREUZER UND EIN ZERSTÖRER SCHWER GETROFFEN / Berlin, 22, Mai. Kanipfverbände der deutsclien Luftwaffe führten am ^icstrigen Tage schwere Sciiläge gegen britische Seestreitkräfte im (»slliehen Mittelmeer. Sie erzielten Bombentreffer auf einem Schlachtschiff, fünf Kreuzern und einem Zerstörer. Vier der angegriffenen schweren Einheiten gerie- ten nach dem Einschlag der Bomben in Brand. Ein Kreuzer zeigte Schlagseite. Außerdem wurden an der KanalkUste in den heutigen Nachmittagsstunden sechs britische Jagdflugzeuge und ein Kampfflugzeug vom Muster Bristol-Blenheim ohne eigene Verluste im Luflkampf abge-schosser Britischer Kreuzer torpediert SCHWERE VERLUSTE DER ENGLÄNDER BEI TOBRUK Rom, 22. Mai. Der italienische Wehrmachtbcrlcht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika an der SoHuin-Front und um Tobruk Spähtriipptätigkeit auf beiden Seilen. Bei den Ausfallversuchen der letzten Tage haben die Engländ^'r schwere Verluste an Mann »nui Malerial erlitten. In der Nacht zum 20. Mai haben deutsche Flugzeuge den Stützpunkt Malta liombardiert. Batterie- und Scheinwerfer-Stellungen wurden getroffen und Brände und Zerstörungen verursacht. Ein britisches Flugzeug W4irde im l.uftkampf abgeschossen. Im ösilicheii Millelmcer torpedierten unsere TorpedoHugzeugc einen 10.(X)01 Tonnen-Kreuzer. In Ostafrika nichts neues. Unser Unterseeboot ^«►MHlaspina« unter Knpitänleiitnant Oiuliano Prini versenkte im Allantik den feindlichen Dampfer »Lycaon^^ (7750 bri.). Stetiger Ac!erlass Enjjlands Handelsflotte schmilzt zusammen. Nacli den jüngsten Wehrmachtsberich-kn liat England wieder zahlreiche Schiffe verloren. Ein Schlag folgt dem and.'^ren und heute müssen selbst die Engländer bc-TlmIs zugeben, daß sie bei dem Wettlauf iiiit den Versenkungen bei weitem nicht mehr durch Neubauten und andere Mafi-nahmen zur Herbeischaffung weiteren Schiffsraums nachkommen. Fachkreise der britischen Handelsschiffahrt beurteilen ua-lii'r die Entwicklung hinsichtlich der Ver-.•«orgung der englischen Insel mit notwen-iiigem Kriegsmaterial und mit Lebens-miHeln sehr skeptisch. Sogar Churchill hat in seinen Reden ja wiederholt eiiJge-rnumt, daß die von den Engiiiiulcrn so ge-nannle Schlacht im Atlantik schicksal-bodeutend für England und seine Kriegs-führung ist. Bekanntlich haben die Versenkungen nn Monat April /.um erstenmal eine Million Brutto-Register-Tonnen im Laufe eines Monat"? überschritten. Auch im Februar und Mllrz war die Vernichtung englischen I Irindelsscliiffsraiims mit je über 700.000 brt. verhängnisvoll hoch. Im April v.u:C dann durch die starken Verluste der Briten bei der Flucht aus Griechenland eine Rekordhöhe bei der Versenkung feindlicher Tonnage erreicht. F-Jei der Niedorzwin-gung Englands kommt es dabei weniger auf die Erzielung von Rekordzahlcn an, al-s vielmehr auf den stetigen .\derlaß an der britischen Ha'ndelstonnage, der nun ychon mehr als anderthalb Ja'hre fnst pnu-Hcnlos anhält. Gerade diese ständige Versenkung der britischen Handelsschiffe, von deren Zufuhren nach dem Mutterland das Schicksal Englands schlechthin abhängt, ist für die Weiterführung des Krieges durch England ausschlaggebend. Dieses Problem ist derart ernst, daß es für die britische Regierung alle anderen Probleme des Krieges überschattet. Ungeachtet (Mr verzweifelten AbwehrmaRnahmcn der englischen Admiralität wird der Handelskrieg gegen England erfolgreich fort-ÄCfülirt. Überschlägt man die Ergebnisse in der Zeit vom 1. bis 15. Mai, so ist festzustellen, daß während dieser Zeit un Durchschnitt täglich mehr als 22.000 brt. i versenkt worden sind. Diese Zahl wird anschaulich, wenn man berücksichtigt, daß 22.000 brt. rund 31.000 Gevvichtstonnen entsprechen, was mit anderen Worten bedeutet, daß der englischen Bevölkerung an Lebensmitteln, der britisciien Kriegswirtschaft an wertvollen Rohstoffen und der englischen Wehrmacht an Kriegsmate--rial Tag für Tag etwa 6000 vollbeladene Eisenhahnwaggons verloren gjhen. Dazu kommen dann noch die u:irMaL Mit dem Untergang des .6838 brt. großen Hilfskreuzers »Camito« hat die britische Admiralität die' Versenkung von 19 Hilfskreuzern seit Kriegsb'e'ginn zugegeben. Italienische Gegenangriffe Wichtige befestigte Stelluttgen in Ostafrika genommen Berlin, 22. Mai. In mehreren A^bschnitten der italienischen Besitzungen in Ostafrika geht der Kampf in unverminderter Heftigkeit weiter. An allen Stellen wurden italienische Gegenangriffe durchgeführt. Zti harten Gefechten kam es im Räume von Gondar, wo die Briten mit überlegener Artillerie und starken Luftstreitkräften gegen die italienischen Stellungen vorstießen, die von geringen Kräften gehalten wurden. Trotz stärkstem britischen Druck unternahmen die Italiener am 19. Mai einer schneidigen Gegenangriff. Die Aktion fiihrte zur Durchbrechung der britischen Linien und zur Einnahme wichtiger befestigter Stellungen. An mehreren Stellen wurden die Briten über die eigenen Stellungen hinausgeworfen. Weitere britische GegenstrWJe wurden unter schweren Verlusten für den Angreifer zurückgeschlagen. Die Italiener brachten zahlreiche Gefangene ein und erbeuteten Geschütze, Maschinengewehre und Munition. Englands Hilflosigkeit AUFSCHLUSSREICHER BERICHT DER LONDONER »FINANCIAL NEWS« ÜBER DEUTSCHLANDS TREIBSTOFFVERSORGUNG Berlin, 21. Alai. Die »I'inancicil News« veröffentlichle neulich eine Betrachtung üiier die in einer Geheimsitzung des englischen Unterhauses durchgeführte Debatte über die wirtschaftliche Kriegführung und teiltj dabei aufschlußreich mit, daß von den Al')geordneton vor allen Dingen scharf kritisch die Frage erhoben worden sei, warum die britische Luftwaffe die E.rdöl-gebiete Rumäniens so völlig unbe'ästigt gelassen habe. Bedauerlicherweise berichtet das Blatt nicht die Antwort der Regierung auf diese kritischen Fragen, wahrscheinlich weil diese es nicht für angebracht hielt, der britischen Ocffentlich-kcit einzugestehen, daß die Royal Air Force zwar den Willen zu solch Kühnen Taten besaß, nicht aber die zur Durchführung erforderlichen Voraussetzungen. Davon abgesehen scheint es den angriffslustigen Unterhausabgeordneten aber auch entgangen zu sein, daß sich Rumänien mit England gjir nicht im Krieg befindet, was allerdings bei Englands ausgesprochener Neigun;.; zu Verletzungen des Völkerrechtes nicht all/u viel bedeutet. Wesentlich ist jedenfalls die Tatsache, daß die britische Luftwaffe aus ihrer Schwäche heraus auf dem Balkan überhaupt nicht in Erscheinung treten konnte und bekanntlich nicht ei^imal in der Lage war, ihren in den Krieg getriebenen Verbündeten Jugoslawien und Grie-chenlantl irgendwelche Hilfe zu leisten. Seitens der »Financial News« ist es eine imnterhin bemerkenswerte Erkenntnis, wenn das Blatt erklärt, daß durch die Anwesenheit iler deutschen Armee auf dem Balkan und deren direkte Versorgungsmöglichkeit mit Gel aus Rumänien die von zahlreichen englischen Stellen an sich schon maßlos übertriebenen Trans-portschwrierigkcitcn des rumänischen ErdfHs nach Deutschland völlig überwunden unil gcgenstandlos geworden seien. Offensichtlich hat dns' fiihrende britische Wirtschaftsblatt im Hinblick auf die von ihm gerügten Uebertreibungen der Transportschwierigkeilen des rumänisch'n Propagandastcllen alllgemcin gedacht, die sich seit Jahr und Tag bemühen, angebliche Versorgnngs,Schwierigkeiten bcutschl'inds in die Welt /ii posaunen, ohne d.Mß es d.imil bi«- ie(/l aiicli nur "inmal ['(•hin,'^'"p \ ,-'re, fl*?' ('"iiN'iu'n F.r-fol'it' ,*in '!ll(*11 :"ni|\\ ii' .'Uf .'i! halten oder zu schmiilern. Deutschland kann nicht ausgehungert werden I N e w y o r k, 22. Mai. In einer Rede vor der Medizinischen Gesellschaft in Alassachusetts erklärte Professor Harris von der Technischen Hochschule, England könne ausgehungert werden. Was Deutschland betreffe, so sei es infolge der dortigen überragenden erntihrnngswirtschaftlichcn Fortschritte seit dem Weltkrieg fast unmöglich, das Reich wirkungsvoll zu blockieren. Rücktritt Vansittarts Ein ü'^ler Deutschlandhetzer verschwindet hinter den Kulissen S t o t k Ii o I ni, 21. Mai. V/ic Reuter meldet, hat Sir Robert Van-sitlart den Wunsch ausgesprochen, sich von seinem Ann als diplomatischer Berater der Regierung bei Vollendung seines 60. Lebensjahres im Juni zurückzuziehen. Der Staatssekretär im Außenamt habe widorstrebeiui dieses Rücktriltsgesuch angenommen, es sei aber bekanntgegeben worden, tinli der Premlerminister und der Stxiatssekrelär des Außenanites auch weiterhin auf den Rat von Sir Robert Vansit-tart zurückgreifen werden, wenn ihnen dies erforderlich erscheint. Sir Robert Vansittart werde an dem nächsten Geburtstage des Königs den Titel eines Barons erhalten. ;\!s Sir Vansittart am I. Januar 1938 zur Entlastung des damaligen Außenministers Eden zum diiplomatischen Hauptberater der britischen Regierung ernannt wurde, war der von einem gewissen geheimnisvollen Nimbus umwitterte und daher oft als »Graue Eminenz« des Foreign Office bezeichnete Beamte bereits als fanatischer Dcutschlandhaisser bekannt. Obwohl er während der Olympischen Spiele 1036 sogar persönlich dais neue Deutschland besuchte iind heuchlerische Lobes-worte für die mustergültige Durchführung dieses (großen Friedensfestes fand, wußte doch alle Welt, daß Vansittart einer der eifrigsten Kriegshetzer und verbissensten Peindc einer netien Ordnuni^ in Europa war. Als 'er das 7iel seiner ialirelangen .-bf.!-n rrviMcht h,"!fe. li'it dieser echt , Gentlenwtn seinem infernali-strhen Haß keinerlei Züge' mehr angelegt und Deutschland in Red^n und Zeitungsartikeln bei jeder Gelegenheit in der gemeinsten V/ei'Se beschitnpft. Er war es, der in seimem berüchtigten »Schwarzbuch«, einer Sammlung verschi'edencr Rundfunkreden, ausdrücklich die ganze deutsche Nation als »europäische Schlächter« brandmarkte und die Deutschen als »engherzige traurige Roboter« begeiferte. Wenn dieser üble Hetzer und Kriv;gsver-brecher jetzt offiziell hinter den Kulissen verschwindet, so geschieht dies zweifelsohne ntrr, um wieder wie früher im geheimnisvollen Halbdujikel seinen verhäng-nisvoHen Einfluß umso unauffälliger und nachhaltiiiger auslitoen zu können. Zweifel an Englands Sieg Bericht eines USA-Korrespondenten N e w y o r k, 21. Mai. In einem langen Bericht aus La Paz schildert der >New York Tlmesci-Korre-ßpondent Callender, wie stark Bolivien von den miliitärischwi Erfolgen Deutschlands beeindruckt sei. Er stellt dabei-fest, daß in ganz Südamerika der Glaube weit veibreitet ist, daß Deutschland siegen werde. Man zweifle am Sieg Englands und sfciner Venbündeten, selbst wenn die USA aktiv eingreifen sollten. Ansässige und Fremde Jn Südamerika heben hervor, daß der britische Rückzug aus Griechenland einen tieferen Eindruck auf Südamerika gemacht habe, als alle USA-Kredite, als diie Kaffee- und Zinnabkonimcn, die Freundschaftsmissionen und freundschaftlichen Rundfunksendungen. Es sei dies eine Tatsache, die die USA-Polit'ik in Rechnung stellen müsse. Britische Narrheiten Kriegsanstrengungen des Golfspielers Genf, 21. Mai. Die Londoner »News Chronicle« wendet sich in einem Aufruf an die englischen Golfspieler und gibt ihnen Richtlinien, wie sie ihre Kräfte am besten für die englische Sache einsetzen kötfnten. Der Aiif-ruf gipfelt in folgenden Worten: -^Eng-lands Golfspieler, die bereits die Kricgs-anstrenguiigen der Nation unterstützen, müssen in verstärktem Maße weiter für den Sieg arbeiten, indem sie auf Golfplätzen spielen, deren Größe, durch die Umpfltigung eines 'gewissen Teiles des früher für den Sport vorbehaltencn Gebiets verringert worden ist.« Das Londoner Blatt macht es den britischen Golfspielern also wirklich leicht, für den Sieg zu »arbeiten«. Man stelle sich vor, welche Einschränkung ein reicher englischer Golfspieler auf sich nehmen muß, wenn er auf einem verkleinerten Platz seinen Lieblingssporl zu trieben gezwtmgen ist. Das kommt doch gleich hinter dem Verhungern. Brutale Verleumdungen der britischen Lügenagitation B e r I i n, 22. Mai. Line der niederträchtigsten Lügen hat in diesen Tagen die an Unwahrheiten überreiche britische Propaganda ausgesonnen und der Öffentlichkeit übergeben. Es wird die Ungeheuerlichkeit erfunden und verbreitet, deutsche Flugzeuge hätten nach der Versenkung der britischen Zerstörer »Diamond« und »Wryneck';< mit Maschinengewehren auf die in den Fluten des Ägäischen Meeres trerbenden Matrosen geschossen. So hemmungslos wie in diesem Falle liabeii die Briten lange nicht mehr gelogen. Die beispiellose Niederlage auf dem Balkan hat offensichtlich die britische Propaganda vollständig aus der Fassung gebracht, in ihrer Verlegenheit haben die Londoner Hetzer und Lügner eine Schaucrmär sich ausgedacht, wie sie nur in.britischen Hirnen entstehen kann. Die in der Welt unverge.-sene Tat der unmenschlichen Besatzung des britischen Schiffes »King Stephan wird lebendig. Briten waren es, die damals auf hilflos im Wasser treibende Deutsche geschosi?en haben. Briten waren es auch in diesem Kriege, die deutsche Seenotflugzeuge angegriffen und unter Feuer genommen haben. Briten waren es schließlich, die während iles Balkanfekl/uges Lazarettschiffe in Gefahr brachten, indem sie diese Fahrzeuge neben Kriegsschiffe und Tr^nnsnorter Ir.'Tfen. Von der LIigfe von den abs^ehapklen Kinderhänden bis in d'c iüneste Gc^Tcnwart hinein läuft eine iinunterbrorhnnp Kette niederträchtiister britischer Unwahrheiten. Schwere Vorwürfe rcfen Morrison S t 0 c k h 0 111', 21. Mai. Lady Astor beschuldigte im Unterhaus den Iniiuiimmister Morrison, daß er nutzlos Menschenleben und Eigentum bei den deutschen Luftangriffen aufs Spiel setze. Sie erklärte, daß GroßbritannixMi so die Schlacht in der Heimat verlieren v/erde, wenn es nicht tätiger weide. Nummer 115 s*Marbuf.»(ir ZcUuBg*^ 2Z. Mai 1Q41 5elt8 3. "Vir Island — „Unabhängige Republik" Berlin, 22. Mai Die über 100.000 QuadraWcilometcr j gro߀,aber nur von rund 120.000 Menschen bewohnte Insel Island war seit dem 1. Dezember 1918 ein mit Dänemark durch Personalunion verbundenes unabhängiges Königreich. Im Mai 1940 besetzte England die in keiner Weise auf die Verteidigung gegen einen äußeren Feind vorbereitete Jnsel und landete dort anscheinend ziemlich erhebliche Truppenmengen. Seitdem sind, abgesehen von Klagen über das anmaßende Auftreten der Engländer, die durch Flüchtlinge bekannt wurden, nur spärliche Nachrichten aus dem Norden an die Weltöffentlk:h'keit gedrungen. Infolge der Ungunst des Klimas und der Bodenbeschaffung ist Island sehr weitgehend auf die Einfuhr der lebenswichtigen Nahrungsmittel angewiesen. Die Vermutung liegt sehr nahe, daß London diese Zwangslage nach bewährten Methoden zur Förderung einer »Unabhängigkeitsbewegung« ausgenützt hat, die nur allzu deutlich den Stempel »Made in England« trägt. Symbol der Einigkeit Das heilige Feuer der Bulgaren nach Sofia und die befreiten Gebiete gebracht Sofia, 21. Mai Das heilige Feuer, das Symbol der geistigen Einigkeit des ganzen bulgarischen Volkes, das in dcr ehemaligen bulgarischen Hauptstadt Preslav entzündet wurde, ist am Dienstag abends von einer Sportmannschaft nach Sofia gebracht worden, An der feierlichen Zeremonie nahmen zahlreiche Mitglieder dcp Regierung, der völkischen Organisationen, junge Mädchen und junge Männer in Nationaltrachten und eine große Menschenmenge teil. Das Erscheinen des Königs Boris löste bei der gedrängten Menge große Ovationen aus. Das heilige Feuer wurde dem Ministerpräsidenten Filoff überreicht, der es an den König weitergab. DCf König Überreichte das heilige Feuer einer Jungmamischaft, die es in einer alten Weihrauchajnpel -weiter in die befreiten Gebiete trägt. Britische, Schiffahrtsprämien steigen N e w y o r k, 22. Mai. Die Londoner Versicherungsgesellschaften setzten, wie Associated Press meldet, am DienMa^ die Prämien für mach dem Östlichen Mittelmeer gehende Schiffe herauf. Die Ra>te nach Haifa ist von 10 auf 15 Prozent heraufgesetzt worden, nach Indien und der Türkei von 12 auf 14, nach Alexandrien, Suez, Port Sudan und Cy-f)em von 5 auf 7J^. USA.Verteidifl[ungsanleihe — ehi völliger Fehlschlag N e w y 0 r k, 22. Mai In Großaufmachung berichtet »New York Post«, die Tatsache, daß das Schatzamt wieder weiter in starkem Maße zu Bankanleihen habe greifen müssen, sei darauf zurückzuführen, daß die Zeichnung der Veteidigungsanleihen ein völliger Fehlschlag sei. Auch der Repu-bli-kaner Crawford betonte als Mitglied des Bajikausschusses im Abgeordnetenhaus, daß die Zeichnungen für die Ver-teidigungsanleihc weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Zwangsmaßnahmen würden sich als notwendig erweisen, um den Erfolg der Anleihe sicherzustellen. Nicht einmal 750 Millionen Dollar seien monatlich gezeichnet worden, während das Schatzamt mit monatlich einer Milliarde gerechnet habe. Für die Neutralität Argentiniens Buenos Aires, 22. Mai Nachdem schon verschiedenste Kreise öffentlich zur Frage der Neutralität Argentiniens Stellung genommen hatten, spricht sich auch Oberstleutnant Robert Bosch eindeutig für die Nichteinmischung in den Krieg aus. In einem Interview für die B'lderze'tschrift »Ahora« legt er seine Ansicht dahingehend dar, das Land müsse unbedingt absolute Neutralität bewahren, da kein stichhaltiger Grund dafür vorhanden sei, das Schicksal der amerikanischen Länder von den Ereignissen in anderen r.rdteilen abhängig zu machen und dabei deren lebenswichtigste Interessen zu gefährden Durch Politiker, welche ei"eniHitzijiC Interessen verfolgten, dürfe d'e Unabhänirigkcit .^rgentiniens nif.lit bedroht werden. Die neue Lage im Mittelmeer Nach der katastrophalen Niederlage Großbritanniens auf dem Balkan mfim 600 hm »Auf dem Balkan haben sich ernste Katastrophen ereignet. Wir müssen uns jetzt darauf gefaßt machen, daß der Krieg im Mittelmeergebiet, auf der See, in der Wüste und in der Luft besonders hartnäckig verschiedenartig ausgedehnt werden wird. Es ist sicher, daß neue Gefahren außer denjenigen, die Aegypten bedrohen, vor uns auftauchen werden«. So hat Winston Churchill selbst in seiner letzten Rundfunkrede die Lage gekennzeichnet, die für England im Mittelmcer durch das Dünkirchen an der Ägäis entstanden ist. Noch vor wenigen Monaten hörte man aus dem gleichen Munde die Behauptung, England beherrsche das iMittelmeer. Tatsächlich glaubten sich hier die Briten nach den Anfangserfolgen General Wavels in der Cyrenaika und nach dem Seegefecht im Jonischen Meer stark genug, über den Balkan einen Angriff gegen Europa vortragen zu können. Den von den Kriegsbrandstiftern nicht geahnten Erfolg dieser Aktion hat der »Daily Express« jetzt dahin gekennzeichnet, daß die Achsenmächte nun Flugplätze besitzen, die weniger als 800 Kilometer von Alexandria entfernt sind. Großbiitannien ist nun auch im östlichen Mittelmeer, wo es bisher unbedingt den beherrschenden Einfluß zu besitzen glaubte, in die Verteidigung gedrängt. Statt, wie geplant, vom Balkan her die Kerngebiete der Achsenmächte bedrohen zu können, zittert England nun um seine wichtigen Positionen im östlichen Mittelmeer, insbesondere um Alexandria und den Suez-Kanal. Briten fliehen aus Syrien WEITERE ANGRIFFE DER RAF AUF SYRISCHE FLUGPLÄTZE Beirut, 22. Mai. In einer amtlichen Verlautbairung des Oberkomimissars vo-n Syrien und dem Libanon wird mitgeteilt, daß der Flughafen von Rayak erneut von englischen Luftstreitkräften bomibardiert worden ist. Die Bomben irichteten jcdoch nur wenig Materialschaden an. Am Montag wurde auch der Flughafen von Palmyra von zwei englischen Flugzeugen angegriffen. Andere feindliche Flieger warfen über vorschiedenen Ortschaften Flug*blätter ab. Wie fernem verlautet, wurden auch die Flugplätze von Mezze und Kissue etwa eine Viertelstunde lang von britischen Flugzeugen angegriffen, die aus Palästina eingeflogen waren. Nach heftigem Abwehrfeuer der Flak entfeniten sie sich 'in westlicher Richtung. Ein englisches Flugzeug, das über Damaskus Flugblät" ter abgeworfen hatte, ist abgeschossen worden. Britische Konsuln verlassen Syrien Genf, 22. Mai. Der Londoner Nachrichtendienst meldet aus ^irut, dali alle britischen Konsuln in Syrien aufgefordeMat4>urger Zeitung« 22. Mai 1?^41 Nummer tl5 WIRTSCHAFT Der Handel mic der Türkei Wie maii erfährt, wurde der dcutscli-türkisohe Warciiaustausch, der im bis-heri-^en Cleariivgverkehr 42 Miil. RM im Jahr unrfööte, durch den Abschluß von drei gröScren Kompeitsaiionsgeschäften ;:wi'schen der Türkei und deutschen Firmen um rund 30 Miil. RM erhöht. Auf (rrund dieser AlbsohWlsse wird die Türl^ei für etwa 20 Mall. RM Tabak liefern, während hierfür von deutscher Seite ludustrieerzeuffmsse verschiedener Art Reliefert werden. Im üesamtbetriiK wn 5 bis 10 Miil. RM wird weiter von HeutscWand die LieferunK chemischer I^>zeuffntsse und von PapieiAvaren erfdl-ffen. während die Türkei dafür namertt-licli I'utternwttel, Häute imd Felfe, Olivenöl. Feigen und anderes nach dem Reich exportieren wird. Im Rahmen des Clearinffvorkehrs wurden von Deutschland auch Haselmißküute in der Türkei abgeschlossen. * X Deutsche Bank übernimmt Aktienmehrheit der Banoa Commerciala Romana. Die Aktiemnehrheit der Banca Commerciala Ronuuia, die sich bisher in den Händen einer französisch-belKiscljen FinanzRiruppc. der Banquc de T Union Parisieraic, der Societü Generale de Bekique und der Banque d'Anvcrs befand. wurde nach längeren Vcrliandluiii-gen von der Deutschen Bank, Berlin, übemoimmen. Nachdem die Deutsche Bat^ bereits vor ehiiger Zeit im fie-schäftsberkiht auf den Erwerb von Anteilen dieser Bank hingewiesen hat, hat sie nunmehr aus belgischem und französischem Besitz zusammen etwa 90 Prozent des Kapitals der Banca Commc ciala Romana in ihiren Händen. X Vier ne«e EteenbahnHnien für Thrazien und Mazedonien. Am 1. Juni d. J. wird nach emer Erklärung des bulgarischen Bautenminrsters Wassiieff der Bau von vier netten Wichtigen Eisenbahn- linien in den neu besetzten Gebieten beginnen. Die eine Linie verbindet m'it einer Schmalspurbahn Griechenland mit Thrazien, die zweite soll die Stadt Gümür-dschina in Thrazien an das internationale Eisenbahnnetz anschließen. Die dritte Linie verbindet mehrere Städte in Mazedonien und schafft eine direkte Verbindung zwischen Sofia unj;"n von einem num-tc'r sich schlängelnden Fluß, H'er macht der Fluß eine Schleife, damit der Förnes-hof Platz bekommt, und etwas weiter nördl'ch schafft er f?nuni fCir Nornes. Die Gr«'n'/(Mi (l'T beiden Ih'de siroßen nnein. imdcr. l'n 1 b'.'ith' liegen dicht an ih'r Landstraü«« PK. Spät in der Nacht betritt Oberleutnant j^umbach und seine Besatzung den Gefechtsstand der Gruppe. Sie tragen noch Kombination, Schwimmweste und diöke PelÄStiefel. Das blonde Haar des erst 24-jährigen Oberleiitnaaits ist etwas zerzaust, in seinem Gesicht steht ein beglückendes Lächehi. Gespannt sind unseire Augen auf die hochgeschossene Gestalt dieses jungen Ritterkreuzträgers gerichtet Was hat er wohl heute über seinen Feindflug m berichten, von dem er soeben zurückkehrt? Wir brauchen nicht lange zu warten, denn schon beginnt er zu erzälilen. »Das war das Tollste, was ich bisher erlebte«, sind seine ersten Worte. Der Kreis um ihn schließt sich noch enger, denn jeder weiü, was dieser Satz aus dem Munde eines fronterfahrenen Ritterkreuzträgers bedeutet, der 225.000 brt. feindlichen Schiffsraums auf den Grund des Meeres geschickt hat. »Wie immer in den letzten Tagen, hetzten wir mit unserer Ju wieder über der Nordsee. Hart funkclte.n die Sterne am mondhellen Himmel. Aufmerksam suchten wir die Ostküste Englands nach ^ Schiffen ab, aber nichts konnten wir ent-i decken. Fast hatten wi'r schon alle Hoffnung aufgegeben. Noch einmal stiefien wir \"on der englischen Küste aus nördlich vor. Nur hundert Meter waren wir hoch, da blitzte es plötzlicli unter uns auf — hier —. da —, an allen Kcken. wohin wir auch schauten. Fs war ein Feuerzauber ausgebrochen, wie wir ihn selten erlebt hatten. Da half kein langes Uberlegen, iMitten in die liölle hinein richtete ich die Nase meiner Ju. Feurige Makgescljosse umzüngetten uns wild, zischten kreuz und quer an der Kanzel vorbei. Wir hatten das Ciefühl, jeden Augenblick durchlöchert zu werden. Wir sahen die Umrisse zahlreicher Schiffe — zwanzig "bis dreißig mögen es gewesen sein — ein riesiger Geleitzug, der im Dunkel der Nacht an Englands Ost-küste entlangschlich. Alles schoß auf uns.; Kinen fetten Brocken hatte ich im Vi-! sier, mindestens bOOü bis 80(K) brt. groß, j I Der nmß dran glauben — in dreißig bis! vierzig Meter Höhe prcsciiten wir in Längsrichtung über ilin hinweg. Die I^anrben fielen. Die erste lag zu kurz, aber die zweite, dritte, und vierte unsere schwersten —, sie bohrten sich in den Riesenlerb dieses schwarzen Ungetüms. (ienau beobachtete der Bord- schütze die Treffer, die Detonationen und Flamnhen, diie aus dem Schiff kurz darauf empoirschhigen. Die hatten gesessen! Im Tiefflug drückte idi die Maschine weg, ging dann mit Vollgas in eine Rechtskurve, um sie hochzureißen. Da klemmt mein linker Stiefel, Ich zog. Ich riß, nichts zu machen. Steil lag die Mühle in der Kurve, ich wußte nicht mehr, was oben und unten war. gleich mußten wir abschmieren. Zum Teufel, das war noch nie passietrt, ich nahm den rechten Fuß vom Steuerpedal, riß verzweifelt an dem liniken, daß mir die Knochen schmerzten. Da, endlich, er kam los, erleichtert atmete ich auf. Haarscharf über dem Meeres Spiegel brachte ich die Maschine wieder in Horizontalflug.« Oberleutnant Baumbach zeigt uns seinen Stiefel, die Spitze ist völlig eingedrückt. Das Schicksal hat es wiederum gut mit ihm und seiner Besatzung gemeint. Als wir noch spät nachts im Kasino sitzen, spricht ihm telep'honisch der Kom- mandierende General des Fliegerkorps seine besondere Anerkennung aus. Diese Anerkennung galt gleichzeitig aber auch seiner Staffel. Kriegsberichter W. Moeller. VOLK und KULTUR -j- »Deutsche Akademie der Künste (Villa Massimo) in Rom«. Die Deutsche Akademie (Villa Massimo) in Rom er. hielt durch Verfügung des Reichserzle-hungsministers den Namen »Deutsche Akademie der Künste (Villa Massimo) in Rom«. Die Ateliers des Instituts dienen der Weiterbildung von jungen deutschen Künstlern (Bildhauern, Malern und Graphikern), die hierfür Stipendien mit einjähriger I^ufzeit erhalten. + Schwedisches Gastspiel in Berlin. Das Königliche Dramatische Theater in Stockholm hat die Einladung zu einem Gastspiel im Berliner Schillertheater angenommen. Da-s etwa 30 Personen umfassende Ensemble wird Mitte Juni nach Berlin abreisen. Der Spielplan sieht Au-gut Strindbergs »Gustaf Wasa« vor, in dem Lars Hansen die Titelrolle übernommen hat. Das Stockholmer Theater wird das Stück in schwedischer Sprache aufführen. Die Stockholmer Blätter heben hervor, das deutsche Theaterpublikum sei derart mit dem Werk Strindbergs vertraut, daß dem Gastspiel auch im Gewände der Originalsprache keine Schwierigkeiten für das Verständnis entcfi'gensfän-den. -|- In Helsinki ist dcr staatliche Literaturpreis für die in den Jahren 1939 und 1940 erschienenen dichterischen Werke dem Dichter Toivo Pekkanen, der Dichterin Hagar Olsson und den Dichtern Lauri Haarla und Pentti Haanpeaen zuerkannt worden. (Atlantic-Luftwaffc, M.) Hier ist Rettung unmöglich Fincr der zahlreichen feindlichen Frachter, wie sie in letzter Zeit wieder und immer wieder von deutschen Fern kämpf bombe rn auf den Meeresgrund gesohldkt wurden. Rechts nnd links sieht man andere Höfe, große oder kleine, und einzelne Häuser, ein paar Laubbäume nur, wohingegen der Nadelwald auf den Hangen dicht und stark steht. Heute war der Vater freundlich gewesen! Kjell macht sich darüber Gedanken, während er von Halvor Flaas Falben die Fliegen verscheucht. Gelächelt hatte er nicht, ach, weit gefehlt — aber Bussi war auf den Hof gekommen, und Halvor Flaa hatte mit der Peitsche seknallt und gegrüßt — »Tag, Ambros!« — wie immer, und da sein Fahrgast gleich mit einem Förnesfuhrwerk weitergefahren war so lud Ambros seinen Nachbarn zu einer Rast im kühlen Keller ein. — :»>Das ist jetzt in der Hitze der beste Ort«, säjy^te er —, und da hatte er sich zu Kjell gewandt und mit einer beinahe weichen Stinune gesagt: »Dein Pferd wird nicht von ilen Fliegen aufgefressen, Halvor, solange Kjell draußen ist.« — Das tut noch jetzt wohl da drinnen, meint Kjell. Übrigens haben sie da unten im kühlen Keller keine Eile, sie haben zu trinken, das weiß Kjell, nämlich Bier. Es ist auch so stechend heiß, schon seil vielen Tagen, die Luft ist schwer und gleichsam dick; blan und still steht sie und schläft. Die Fliegen dagegen schlafen nicht. Hu'^si ist von einem ganzen surrenden ■-■liw.irm nmrngt. F- ^^■lnlpft mit d'^n ' Füßen und schlägt mit dem gestutzten Schwanzende, prustet mit den behaarten, breiten Lippen; aber das hätte alles nichts genützt, wenn nicht Kjell ununterbrochen dabeigestanden und zugeschlagen uml mit den Händen gelochten hätte und blitzschnell unter I^ussis Bauch getaucht und yuf der andern Seite jäh zum Vorschein gekonmien und ila und dort und überall gewesen wäre. Es ist am schlimmsten, wenn sich die Biester oben auf die Mähne setzen, weil Kjell da nicht hinaufreicht. Kjell nniß auch auf seine eigenen Beine achten, sie sind nackt bis übers Knie, und die Fliegen haben längst entdeckt, wie leicht so eine glatte Jungenhaut zu durch, beißen ist im Vergleich mit der pelzigdicken von Bussi. Es ist nicht im entfernlesten ein Spaß, hier zu sein, man nmß plötzlich daran denken, wie herrlich es wäre, jetzt unten im seichten Fluß zu waten und die zer-slochenen Beine zu kühlen — oder im Keller zu sitzen und die Fußsohlen gegen den Steinboden zu drückcn —, aber da würde Bussi vielleicht wild werden von all dem Fliegengeschmeiß und sich losreißen j und vor Raserei durchgehen. Das war vor leiner Woche mit Sankerib geschehen, I dem großen schwarzen Pferd von seinem j Vater, und hatte einen neuen Wagen gekostet. Hm! »Dein Pferd wird nicht von den Fliegen aufgefressen, solange Kjell draußen ist«, halte Valer gesagt. Da sitzt ngangsbasis hierzu wurde das schon beim Einmarsch der Wehrmacht erlassene Verbot der Erhöhung aller nm 1. April 1941 geforderten Preise und Entgelte in die grundlegende Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung vnm 14. April 1941 übernommen. Im Schutze dieses Preiserhöhungsverbotes war es in unverhältnismäßig kurzer Zeit möglich, so umfangreiche Vorarbeiten i\i leisten, daß mit der Verordnung über die Preisgestal- Meldet Eucli zum MiidiD nMtii rechtzeitig und nicht erst in den letzten Tagen tung in der Untersteiermark vom 9. Mai 1941 eine Preisregelung getroffen werden konnte, die zusammen mit den auf dem Lohngebiet angeordneten Maßnahmen den derzeitigen wirtscliaftlichen Notwendigkeiten voll Rechnung trägt und die An-gleichung an das altsteirische Preis- und Lohnniveau im wesentlichen vollzieht. Die Verordnung räumt im 1 zunächst die Hemmunigen des Wirtschaftsablaufes aus dem Wege, die das starre Preiser-höhunf^sverbot zwangsläufig mit sich gebracht hat. Sie gestattet daher eine Erhöhung der Preise und Entgelte vom 1, April 1941 in dem Ausmaß, als sich seit diesem Zeitpunkt nachweisbar und unvermeidlich Erhöhungen von Kostenteilen oder Einstandspreisen ergeben haben und diese Erhöhungen nicht aus den bisherigen Gewinnspannen getragen werden können. Mit dieser Genehmigung von Preiscrh()hungen, die vor allem wegen der inzwischen angeordneten Lohnerhöhufigen zugelassen werden mußten, wird jedem, der Preise und Entgelte fordert, ein erhebliches Maß von Verantworung der Gemeinschaft gegenüber auferlegt. Bevor es zu einer Weitergabe von Kosten- oder Einkaufspreiserhöhungen kommt, muß gewissenhaft geprüft werden, ob diese Erhöhungen auch tatsächlich unvermeidlich sind, und ob sie nicht aus der bisherigen Göwinnspanne getra- Das atairisohe . Unterland bekennt sich zu Führer und Reicti i BHder aus den AooNiklestollen des StoWschea Heimatbundes (öikk'r: Archiv) Erzählung von Heinz S t e g u w e i t. Nie natto Pyladcs den Orest verraten, niemals Orestes dem Freunde das Treu-sein geschnitlht. Was, des erhabenen Vorbilds eingedenk, Herrn Berti Meier-ling zu romantischen Plänen bewegte; dcigestalt, daß er eines Morgens, noch vor dem Bürodienst, seines Schäferhundes gütige Pracht von den Ohrenspitzen bis zur flauschigen Rute maß: Müssen Tiere dieses Stammes allerwärts Wolf, Nero oder Pluto heißen? Des Wolfes reißende Leidenschaft ist nicht deine Art; von Nero lernte ich, daß er ein Schinder und Brandstifter war; doch Pluto sei ein Höllenfürst gewesen, weissagen die Bücher, Was hat dies alles mit meines Schäferhundes treuer Artigkeit zu tun? Nein, mein Freund bist du und sollst Pylades heißen, denn dieser hat dem Orest niemalen Schande getan! So also kam Herrn Berti Meierlings vierbeiniger Begleiter zu einem Namen. Ein wachsames (ieschöpf, kein Köter. Und ein klar aufgebautes Tier, mitnichten eine Dackeldogge synthetischer Abkunft. Fiertl Meierling hatte sich soeben gestreckt, rasiert, gewaschen, war in die Hosen und unter des Kammes ordnende Wohltat geschlüpft. Das Zimmer lag dem Wasser zu, rheinwäris und hell, während im Untergeschoß schon dc^ Poknlwirts Tochter rumorte, wie immer sehr früh am Tag. Sie .stellte die Stühle rundum auf die Tische, fegte bei offenejn Fenster die Schankstube aus; viel Korken und Stummel rollten vor die Tür, auf die Straße, in den Rinnstein, darin des Baches Ungemach hinab zum Ufer schäumte und also in den väterlichen Strom. Eben trat Berti in den Raum, voran eilte Pylades, jenen Morgengang zu tun, der notwendig war. Und der muntere Meierling sagte den Gruß; des Pokalwirts Lina, ein Ding wie ein Apfel, ließ sich, niemand merkte es, mild um die Hüfte greifen. »Gut gelaunt, Lina? Fleißig für mich? So ist ein Tag um den anderen schön!« Das Alüdchen hatte noch nichts mit dem eingemieteten Manne, doch mochte sie ihn. Kam erst Pylades, seines Morgcn-laufs zufrieden, vom Rhein zurück, sich beim Herrn zu melden, schien das Idyll der täglichen Frühe vollkommen: Berti saß in der Stube, Lina trug das Frühstück auf, nichts fehlte, alles war frisch, Honig und Brot, der Kaffee und die Zeitung. Dann hatte das Mädchen einige Mühe, des Schäferhundes ungestümer Liebe zu wehren: Pylades sprang an der Schürze hoch, bellend und junkernd, so viel Freundschaft mußte er zeigen; die Pfoten schabten den Rock entlang, die flauschige Rute wedelte, ja. Linas Händ«; ließen sich ebenfalls wohltätig am Fell des Tieres ans. »Bist ein guter, ein treuer, ein braver Kerl,,,« So ist es: sch.iut eines Hundes Kreatur uns an mit tiefem Blick, sugen wir gern-Hat fr nicht Augen wie ein Arensch? Dttch meinen wir allemal einen edlen Menschen, nimmer einen hündischen. Pylades und sein Blick verdienten es, mit Streicheln bedacht zu werden. Durfte man dem Berti Meierling, dem sonderbaren, nicht allzu zärtlich kommen, sollte wenigstens sein Hund verspüren, daß man Sinn hatte fürs Gemüt. Gegen acht geschah wiederum etwas, was nunmehr im dritten Jahr so zu geschehen pflegte zur frühen Stunde: indes Herr Berti Meierling den Hut nahm und die lederne Mappe, sprach er, den Pylades noch einmal klopfend, also dies: »Ade, liebe Lina, sei nett zum Tier. Um drei konun' ich heim vom Diertst...« Er hatte beim Landrat zu tun, im Kontor, am Pult, links den Kalender, rechts das Telephon. Akkurat vom Studium war man hierher verschlagen worden, auf ein bißchen ärarische Karriere hoffend; fürs erste gab's kaum ein Gehalt, noch nannte man's eine Entschädigung. Wenn die Lina, des Pokalwirts Tochter, blank war wie gutes Obst, unterdes ihre Arbeit schaffte vom Keller bis hinauf zum Gebälk, trabte einer unentwegt ihren Schritten nach: der Pylades, der niclr» freundlich tat um eines KnÖchleins Sold, vielmehr sich Mühe gab, jene Seele nie zu verleugnen, die andere ihm, da er ein Tier war, abstreiten mochten; ja, der Genoß sprang sanften Blickef; hoch, bäumte sich, legte die Pfoten auf Linas Schultern so daß sie erschrecken mußte vor den« Riesen! eben halle das Mädchen in Berti Mrierlings Zimmer grfogt, das Bett fein gerichtet, den Kiesen neue Bezüge gegönnt, endlich ein Sträußlein, Wiesensalbei und gelbe Lupinen, auf der Tisch gestellt. Hatte noch den Spiegel poliert und die Kleider des i'ungen Mannes gebürstet — nun stand des Tieres A^acht vor ihr, sein Leib streckte sich, die Augen, die menschlich tiefen, bettelten und das Maul grunzte seltsam, als wollte es Silben formen und Gefühle. Etwa also; Soviel und das alles tust du für ihn? A^ehr als du brauchte^^t, Lina? Schau, ich merke es, nimm vorlieb mit meinem Dank. Sie nahm seinen Kopf zwischen die Hände, ließ die Daumen spielend über beide Ohren fahren. »Bist ein guter, bleibst ein treuer Kerl. Schade, daß du nicht hinlaufen kannst, ihm zu sagen, was ich nicht sprechen darf.. .< Pylades verstand sich auf menschliche Seufzer. Wie preßte er die liehe Schnauze an den Rock! Dann wich das Tier zurück. Lina tat ihre Arbeit zu Ende, heim Mittagsgeläut mußtf alles seinen Schick haben wie seine Ordnung; so liebte es der väterliche Pokalwirt, so war man's schuldig den täglichen Gästen, Oft hatte das AAädclien gesonnen: Geht's so nun weiter Woche für Woche? Immer das gleiche Schweben, das nämliche Warten, alles sonder Innigkeit, nichts auf ein festes Wort? Eines Abends kam der Herr Berti heim, voll Uebermuts wie nie. des Schabernacks liebster Geselle, so schien es, l'r wio l den Hut hoch wie ein Tiroler, spielte Fangball mit der ledernen Magpc. unt- Seite 6. 1 :>Marf)urc;cr Zcitunja;« 22. Mai 1941 Nummer 1 Ib gen werten können, ohne daß sich liicr-durch für den betreffenden Untcrnchnier eine Existcnzgefährdung und damit eine unzumuthnrc Märte crij;ibt. Es ist also in allen diesen Fällen zu prüfen, ob die Erhöhunj?cn nicht durch eine Verminderung der allgemeinen Unkosten, durch Rationalisierungsmaßnahmen, durch die Beschaffung billigerer Rohstoffe und Waren oder auch durch Verzicht auf einen Teil der bcj dieser oder ander';n Waren bisher noch erzielten Gewinn'^ vermieden werden können. Wann das im einzelnen der Fall ist, kann nicht gesetzlich festgelegt werden. Hier muß vielmehr das Gewissen jedes in der Wirtschaft Tätigen sprechen, das ia auch sonst genau weiß, wann eine Handlung ehrenhaft oder unehrenhaft ist. Die erwähnte WeitergabcmOglichkeit erfährt insoweit noch eine Einschränkung, als durch die Kalkulation von Kostenoder Einkaufspreiserhöhungen keine Üb<'rschreitung der vergleichbaren Preise in der übrigen Steiermark erfolgen ilarf, eine iVlaßnahme, die deshalb keiner näheren Kriäuterung bedarf, well mit der in Rede stehenden Verordnung die wirtschaftliche Anglcichung an die übrige Steiermark und damit an das Reich erzielt werden soll. Unter diesem Gesichtspunkt wurde schließlich auch verfügt, daß die derzeit noch über dem Stand der benachbarten steirischen Gebiete Hegenden Preise und Entgelte bis zum 15. Juni 1941 auf diesen Stanti abzusenken sind. Bei der praktischen Durchführung dieser Bestimmungen ergibt sich fiir die Organisation der Wirtschaft die nicht zu unterschätzende Aufgabe, den von ^ ihjien betreuten Mitgliedern unve»*-züglich eine weitgehende beratende Hilfe anj^edeihen zu lassen. Die Verordnung verpflichtet sodann, die bisher zulässigen Preise um die sich gegenüber dem 1. April 1941 auf verschiedenen Gebieten ergebenden Ermäßigungen von Kostenteilen oder Efnkaufspreisen zu senken. Dies geschieht in der Absicht, die Iirzio-lung von Konjunkturgewinnen, denen keine wirkliche Leistung gegenübersteht, auszuschließen. Die Senkungspflicht besteht selbstverständlich sowohl für die Erzeuger, die am Gang der Waren beteiligten Handclsstufen als auch für jeden, der enfgellliche Leistungen vollbringt. Während nun vorläufig noch bis zum F.rlaß besonderer Regelun-gen verschiedene Preise und Entgelte (Mieten, Pachten, Grundstückspreisc, Gas- Wasser-, Elektrizitäts- und Personentransporttarife, die Speisenpreise in Gaststätten sowie die Entgelte im Beheiibergungsgc-werbe) unter keinen Umständen ohne besondere Ausnahmegenehmigung über den Stand vom 1. April 1941 hinaus erhöht werden dürfen, sind in der Anlago zu ^ 2 der Verordnung vom 9. Mai 1941 eine Reihe von Erzeugnissen und Leistungen durch besondere Anführung von Höchstpreisen und Höchstgewininauf-schlägcn des Handels geregelt worden. Hier handelt es sich zunächst um die wichtigsten Erzeugnisse deV Ernährangs-wirtschaft, für die Höchstpreise in der Erzeugungs- und in den Handclsstufen sowie die Lieferungsbedingungen fest- gc^elzt worden sind. Im Rahmen dieser Abhandlung würde es zu weit führen, auf die Einzelheiten dieser besonderen Regelung einzugehen, zumal ;iuch die übersichtliche Anordnung in Tabellcn-form alles Wissenswerte auf den erst.Mi Blick erkennen läßt. P's sei in diesem Zusammenhang nur darauf hingewiesen, daß Höchstpreise grundsätzlich nicht überschritten werden dürfen, und daß ihre volle Inanspruchnahme nur dann zulässig ist, wenn es die jeweilige Be-tricbsiagc zur Erzielung eines angemessenen Erfolges notwendig macht, Da'.s gleiche gilt bezüglich der Höchst-gewinnaufschläge des Handels. Im zweiten Teil der gesamten Auflage sind die wichtigsten Erzeugnisse und Leistungen der gewerblichen Wirtschaft (Spinnstoffe, Schuhwaren, Baustoffe. Transportleistungen u. a.) in ähnlicher Weise einer besonderen Regelung unterzogen worden. Der dritte Teil der Anlage bringt rückwirkend ab I. April 1941 die volle An-gleichung der Zinssätze und sonstigen Bedingungen auf dem gewerblichen und privaten Kreditmarkt an die altsteiri-schen Verhältnisse, was einem Abbau der in der Untersteiermark bisher wesentlich überhöhten Entgelte für die Inanspruch-nahnie von Krediten gleichkonimt. Die weiteren Bestimmungen des y? 2 dir Freisverordnung vom 9. Mai 1941 iK'dürfen keiner Erläuterung. ^ Damit bei der Viclgestaltigkeit der Wirtschaft und zur Erhaltung der für sie ^notwendigen Beweglichkeit in Einzelfällen von den Vorschriften abweichend'^ Ausnahmen zugelassen werden können, sieht die Verordnung im 3 sowohl die Ertfilung von einzelnen Ausnahmegenehmigungen als auch die Anordnung von abweichenden Regelungen in den Fälkn vor, in denen den Preisbehörden dies riotwentlig erscheint. So erfolgen z. B. schon in Kürze besondere Preisfestsetzungen für Roh-, Schnitt- und Brennhob, für Obst, Gemüse und anderes mehr. Was sodann die im 4 bei Verstößen gegen die Bestimmungen der Preisverordnung angedrohten Strafmaßnahmen angeht, so richten sie sich sowohl gegen den, der ein unzulässiges Entgelt fordert, als auch gegen jeden, der ein unzulässiges Entgelt bietet oder zahlt. Die Härte der Strafmaßnahmen ist notwendig, um jeden Preistreiber, der sich damit zum Wirtschaftssabcteur stempelt, so zu treffen, daß er für alle Zukunft nicht mehr in die Lage kommt, sein gemeinschaftsschä-dic;cndes Verhalten fortzusetzen oder zu wiederholen. Daß die Strafmaßnahmen in allen Fällen mit rücksichtsloser Strenge angewandt werden, verbürgt die Gründlichkeit, mit der die deutschen Behörden ihren Aufgaben nachzukommen pflegen. Möge at>cr schließlich niemand übersehen, daß die Pflichten, die ihm durch die Preisvcrordnun^i auferlegt werden, iff mer dann sein Redht sind, wenn er selbst eine Leistung in Anspruch nimmt. Die Preisvorschriften werden nicht zur Knebelubng der Wirtschaft sondern zu ilircin eiffenstcn Schutz erlassen und dienen damit .ausschließlich dem Wohle der Gemeinschaft. Steirischer Heimatbund Letiter Anmeldetermin 25. Mal Die Kanzlei des Bundesführers des Steirischen Heirnatbundes teilt mit: In Beantwortung verschiedener Anfragen wird ausdrücklich darauf hingewiesen. daß der letzte Anmeldeterrain zum Steirischen Heimatburnl Sonntag,der 25. Mai 1941 ist. Nach dem vorgenannten Tag können Anmeklungen nicht mehr entgegengenommen werden. Von dieser Bestimmung sind nur ausgenommen Untersteirer, die sich derzeit noch fern der Heimat befinden (Kriegsgefangene, Ver^vundete usw.), denen die Möglichkeit eingeräumt wird, beim Eintreffen in ihrier H<^at noch dem Steirischen Hei-matbund beizutreten. Ahnennachweis für die Aufnahme Die Kauzlei des Bimdesführers des Steirischen Heirnatbundes tetlt mit: In den letzten Tagen wurden die Ma-tri'kenämter der Untersteiermark von Unterstelreni um Ausstellung von Geburtsurkunden bestürmt. Es wird darauf hingewiesen, daB die Ausfüllung des Punktes 14 des Fraße-bogens zur Aufnahme in den Steiirisclien flcimatbund nur von jenen sofort erfolgen soll, die sich schon heute im Besitze der notwendigen Dokumente befinden. Da die Matrikenämter nicht in der Lage sind, den großen Ansturm zu bewälti- gen, werden vom Steirischen Heimat bund keine Bedeniken erhoben, wenn die notwendigen Dokuniente zu einem s-pä-teren Zeitpunkt beigebracht werden. Freudiges Bekenntnis der Lembacher Lembach, 21. Mai Die Ortsgruppe Lembach des Steirischen Heimatbundes hielt am Sonntag in der festlich geschmückten. dichtgefülL Jen Turnhalle eine Versammlung ab. Die Teilnehmer gaben durch wiederholten Beifall den Ausführungen des Rednery Kreisleiter Ing. Doboczky ihre volle Zustimmung, Mit dem von der Menge begeistert dargebrachten »Sieg-Heil« auf den Führer schloß die emdrucksvolle Kundgebung. Kundgebung in Maria-Rast M a r i a - R a s t, 22. Mai. Küralddi fand in der Maria-Raster Wcrkstättenhallc eine Versaanmlung der Gefolgschaft der Stickstoffwerke als Kundgebuing des Steirisclicn Heimatbundes statt. Nach einleitenden Worten des Betriebsführers Ing. Mader gab der Politische Kommissar Kaltenbcck einen politischen Überblick über die weltgeschichtlichen Ereignisse der letzten .30 Jahre. Entwicklung imd Aufstieg des üroßdeutschen Reiches und die Aufgabe und Zielsetzung des Steirischen Heiniat- armte die glühende Lina und drehte den Weinwirt im Kreis. »Freut euch allesamt mit mir! Daß ich versetzt bin in die Stadt, eine Ernennung habe und das erste Gehalt dazu ...!« • Na ja, man freute sich. Und gab drei Tage später dem Gast das Geleit zum Bahnhof. Lina trug einen Blumenstrauß, Wiesensalbei Und gelbe Lupinen. Der Pokalwirt schulterte den Koffer, indes Pylades, der ratlose, unruhig am Rande trappelte, auch klemmte er die flauschige Rute ein, als er mit Meierling im Abteil verschwand. Des Hündleins Augen blickten wieder tief; aus der Schnauzc, der gesenkten, drang ein Stöhnen, unfroh und bemessen ... »Hab' ich alle Schulden bezahlt...?« »Steht nix mehr aus, Herr Meierling'r, sagte der Alto. »Blieb wo was liegen von mir...?« »Ich schau' noch mal nach«, tröstete die Lina den Berti. Der Zug ruckte an. »Ich komme wieder«, winkte der Fahrende. »Bringt'.s Hundert mit!« mahnte Lina, ihr Gesicht war hart, nur dem Vater kam's in die Augen, da er sprach: »Daß man sich so gewöhnen könnt' an den Berti; nie war er grantig oder zur Last, wenn er auch billig wohnte. Er hatte nit viel. Nun sind wir wieder allein...« Ach, Herr Meierling hielt Wort. Ob-zwar erst nach Jahr und Tag, muß man wissen. Denn eines Abends ging die Wirtstür auf. schlank und bläßlich stand der Berti da; was er zu tun sich nimmrr mutig dünkte, das besorgte Pylades ohne hemmende Bedenken: noch ehe der Herr seinen Gruß melden konnte, riß sich das Tier von der Leine, bellte am Wirt hinauf, daß der Alle erschrecken mußte, und bäumte sich dann über die Hinterläufc, um die vorderen Pfoten wie einst und immer — freilich heute unter besonders aufheulender Freude — auf Linas Schultern zu legen. Das Mädchen — fast wäre es rücklings gestürzt — ließ alle Zärtlichkeiten wehrlos geschehen, sie griff nur in den Pelz des Hundes. »Bist ein guter, ein treuer, ein braver.. .<; O je, dje Schürze wurde (befleckt vom emsigen Scharren des Heimgefundenen; wer bändigte des uuigestümen Wesens Leidenschaft, wer mochte es strafen ob aller Liebe, die nicht Sanftmut kannte noch Behutsamkeit. »Was treibt Euch her, Berti Meier-liiiig...?« Er bekam einen Humpen vom Riesling, tiem dahier gemolkenen. Und saß atn Tisch, am nämlichen wie ehedem zu jeder Frühe und an jeglichem Abend. »Herr Wirt, seid's nicht gram und werdet's kaum bös: aber meine junge Frau, übrigens Tochter aus nobler Familie, ei schon, die mag den Pylades nit. Was Lästiges wär' derlei Gespringe und Gebell, sagt sie. Ihre Kleider würden streifig vom Scharren, ein Hund sei nix für gepflegt*; Leut' und ihren Garten.__So wollt Ihr ihn haben, den Pylades ...?« Man wollte. Der väterliche Pokalwirt urrd aitch die Lina, i^eine Tochter. Ja, sre hielten ihn ganz straff an der Leine, als der Herr Meierling anderen Tages wieder heimfuhr mit der Bahn, na^dem er noch einmal geschlafen und sich umgeschaut im Zimmer, das rheinwärts lag und darin er gewolint manches Jahr. Lina fegte die Kammer morgens aus, richtete das Bett, gönnte den Kissen neue Bezüge. Stellte sogar ein Sträußlein auf den Tisch und polierte den Spiegel. Pylades stand vor ihr, fassungslos, suchend irgendetwas, was er nimmer fand; und preßte die liebe Schnauze wieder an des Mädchens Rock, grunzte seltsam dazu, als wollte er Silben formen und Gefühle. Etwa also; So viel und das alles tatest du für ihn? Mehr as du brauchtest, Lina? Ich auch. Schau, ich merke es, nimm vorlieb mit meinem Dank. Sie nahm seinen Kopf zwischen die Hände, ließ die Daumen spielend über beide Ohren fahren. »Bist der beste ...« Von Berti Meierling wissen wir, daß er oftmals und allzu häufig, nämlich in einsamen Stunden, an den Pylades zurückdenken mußte, oder an die Lina. Nein, an den Pylpdes. Ach, doch an die Lina. Und daß er schweigsam wurde zuweilen über der Frage, ob es tröstlich sei, so stumm und bitterlich bedauert zu werden. Von Pylades. Nein, von der Po-kalwirtstochter. Oder doch von beiden? Sefct un& tifrbrrfiet 6ie „Oftortiirgrr 3eituno" bundes bildeten den Mittelpunkt seiner Ausführungen, die den aufmerksam zuhörenden Arbeitern eine zielklare Einleitung zum politischen Denken vermittelten. Der Betriebsfflhrer schloß die Versammlung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer. Werbeversammfung auf dem Pettauer Feld P e 11 a u. 22. Mai. Schon lauge vor der angesagten Eröffnung sind die beiden vorgesehenen Räume voll Menschen und immer noch sieht man Leute von allen Seiten herbeieilen, die nur noch im Flur und vor dem Haustor Patz finden können. Der Redner spricht nicht das gefeilte, cirst vor zwei Jahrzehnten in Laibach erfundene »Schriftslowenisch«, er sipricht zu den Menschen hier in ihrer steirischen Mundart. in der sie ihn gut verstehen. Ohne große Worte und Phrasen gewinnt er ihre Aufmerksamkeit. Er erzählt, wie die serbischen Soldaten In den Kriegstagen die Häuser geplündert, die Einrichtungen sinnlos zertrünnnert, die Keller zerstört haben und schildert mit größter Eindringlichkeit das Übermaß an Leid und Kummer, das der Seirbe über dieses ur-deutsche Land gebracht hat. Wenn der Redner dann weiter an die Zeiten vor 23 Jahren erinnert, da noch keine sinnlose Grenze zerriß, was zu-samniengehÖTt, da Handel und Vi^andel in der grünen MarJc blühen konnten, wie alles nunmehr wieder aufblühen wird, da gehen die Menschen vollends aus sich heraus und beweisen immer wieder durch unaufhörliche Zu-stiirnmungsruife, wie sehr die Worte Eingang in ihre Herzen gefunden haben. • Die KoHos im Zeichen des Heimatbundes P e 11 a u, 22. Mai. Viele lange Jahre mußten die Kolk)ser Weinbauern auf ihre Befreiunjf warten. Unfaßbar niedrige Entgelte für Mühe und Arbeit hatten ihre wi»rtschaftlk;he Existenzgrundlage zugrunde gerichtet. Hunger und Not herrs-lidien Hügellande der Kollos, bewußt und voll Zuverskiht, die giroße Zeitenwende in Liebe und Vertrauen zu ihrem Führer. Griliparzer eröffnet unseren Schauspielreigen Marbu rg, 22. Mai Für das heilte, Donnerstag, im Mar. burger Stadttheater stattfindende Ensemble-Gastspiel der Grazer Städtischen Bühnen herrscht, wie anders auch nicht zu erwarten war, bei allen Theaterfreun, den Marburgs das.größte Interesse. Die Wahl des zur Aufführung gelangenden dramatischen Märchens »Der Traum ein Leben« von Franz Griliparzer findet hie-bei besonderen Anklang, da dieses poesievolle Bühnenwerk im Spielplan einer Provinzbühne nur selten anzutreffen ist. Der Dichter selbst schreibt in seinem Tagebuch: »Meinen eigenen Arbeiten merkt man an, daß ich in der Kindheit nn'ch an den Geistern und Feenmärchen des Theaters ergötzt habe.« Das ist auch der Ursprung der schönsten seiner Büh-nendiclifungen. Unvergeßlich diese Szenen mit ihrem Crescendo und Harfen, klang, Hörnerschall und Waffengeklirr, mit Schleiern und sprühenden Irrlichtern! Wenn im Fieherschlaf Rustans, des wiL den Jägers, die drei Schläge der Uhr er_ tönen, die Spannung weicht, die Angst in Spiel verwandelt wird, dann erlebt der Zuschauer in der naiven Illusk)n einen der herrlichsten Momente der tragischerl Aesthctik. * m. 600 Hötüen im Gau Steiermark. Im Gau Steiermark sind gegenwärtig gegen 600 Höhlen bekannt. Freilich sind nicht alle so berühmt wie etwa das weltbekannte Lur-Loch oder die Drachenhöhli rC4Hnme von Höhlenforschern. Heute besitzt der Landesverein für Höhlenkunde fünf Ortsgruppen mit über 200 Mitgliedern. Augenblicklich werden die Höhlen der Weiz- und der Raab-Klamm, die mit über 100 Höhlen das größte Höh-lengebiet des Gaues umfassen, kartographisch erfaßt. ni. Todesfälle. Im Martwrger Gaukrankenhaus verschied am 21. d. der gewesene Beamte Rudolf Pa«tern j a^'k im Alter von 37 Jahren. Am selbCT Tage sind in Marburg, Burggassc 40, die Gemeindearmen Georg Gorj-tiip und Ursula Weber gestorben. Ferner starb hier am 22. d. die Private Mathilde P e r-g I e s. m. Musiker der Jahrgänge 1900—1924 werden für ein symphonisches Orchester der Waffen-SS gesucht. Näheres im Anzeigenteil! SPORT : Wiener Handballer Graz. In Graz sastiert am Sonntag die HandbaUmann-scliaft der Wiener Reidisibahner gegen eine Auswahl von GAK und Stuirm. : In Belgrad begann das Sportlcben .mit einem Freundsdhaftstreffen des Belgrader 9K und der Schrnrnwlia (früher Jugosilavia) vor 8000 Zuschaiuem. Schur mudia siegte nnit 4:3 (3:0). : Die Boxstaffel von EJ^ tritt im Juni eine Reise nach der OstmaTk an und wird amschließend aticii der Slowaikeii einen Besuch abstatten. Sie kämpfen am 6. Juni in Wiener-Neustadt, am 7. in \Vien.und am K). in Preßburg. : 2200 KHometer FHik hn Motonsegier. Der südamerikanische Segelflieger E. Na-varro (Paraguay) stellte aiif der Strecke Rio de Janeiro-^Bucnos Aires mät einem der auch bei uns be'kan'ntein Motorsegler einen südamerfkanischen Rekord auf. Navarro flog mit dieser iOeinmaschine, einem Segc+flugzeug mit einem Hilfsmotor, in 30 Stunden ohne Zwischenlandung von Rio de Janeiro nach Buenos Aires und ^egte damit 2200 Kilometer zurück, wobei er tei^hveise segelte und streckenweise mit motorischer Kraft flog. AUS MLER WELT a. Fund in einer alten Btt>el. In der schwedischen Stadt Västeras wurde In den Blättern einer alten Bibel, die im 16. Jahrhundert in Finnland gedruckt worden ist, eine auf Pergament gezeichnete Weltkarte gefunden. Diese Karte stammt von der Hand des berühmten schwedischen Geographen Johannes Rudbeck, der sie im Jahre 161-6 zeichnete'. Es ist nur noch ein einziges anderes Exemplar bekannt, da« in der Bibliothek der Universität Up-sala aufbewahrt wird. a. Eine EriKemmnig&niarke au« dem Welt-l^rleg. Ein seKener Zufall hat jetzt einem Cuxhavener Soldaten seine Erkennungs-^marke aois dem Weitkriege wieder in die Hände gespielt, nachdem er sie 1917 bei einem Gefecht am Oheniin des dames nach einer Verwundung verloren hatte. Die graue Blechmarke wurde von einem deutschen Frontsoldaten, der augenbHck-'Kch bei der Besatzungstru-ppe in Frankreich steht, gefunden und ül^r das Cuxhavener Fundbüro dem Verlierer zugestellt. Der Eigentümer ist auch heute wieder Soldat. a. HOchwMser Im ungarischen Karpa. tenland. Schwere Regenfälle im Quellgebiet der Theiß haben im ungarischen Karpatenland außerordentliche Verwü_ sti4ngen angerichtet. Das Hochwasser des Taiatoor-FIusses riß in der Nacht zum ■^D^en^g eine am Ufer gelegene Baracke mit 40 Waldarbeitern fort;i von denen 17 ertranken. In Chust stehen mehrere Stra. Ben unter Wasser. Acht Wohnhäuser sind eingestürzt. a. Ein dreizehnjähriger Mörder. In Lyon trug sich ein un^wöhnliches Verbrechen zu. Ein Geschwistenpaar, ein dreizehnjähriger Knabe und ein sechsjähriges Mädchen, gerieten auf dem Wege zur Schule in einen Streit, weil das Mädchen nicht schnell genug laufen wollte. In seinem Zorn hob der Knabe einen Stein auf und schleuderte ihn gegen das Schwesterchen, das besinnungslos zusammenibrach. Aus Angst vor Strafe kam der Junge auf den Gedanken, einen Unfall vorzutäuschen. Er zerrte den bewußtlosen Körper zu einem mit Wasser gefüllten Graben und warf ihn hinein, wo das unglückliche Kind ertrank. Der jugendliche Mörder wurde einer Erziehungsanstalt überstellt, a. Fünf Küken aus einem EL In einem Dorfe in der Nähe der italienischen Stadt Mondoni (Piemont), entkrochen einem Ei nicht weniger als fünf lebensfähige Hühner-Küken. Allerdings war das Ei außerordentlich groß, seine Länge betruc 13 Zentimeter. a. Die Erfindung des }>geölten Flachses«. Einem Anstreicherlehrling fiel eines Tages die dicke Haut auf, die sich an der Oberfläche der Ölfarbe in seinem Farben-topf gebildet hatte. Er kam sogleich auf einen klugen Gedanken. »Wenn die Haut recht dick ist«, sö sagte er sich, »so kannst du daraus einen festen Stoff machen. Hinten dran noch etwas Gewebe und vorn recht hübsche Muster.« Heute ist die Industrie des »geölten Flachses« in der ganzen Welt vorbreitet. a. Der Blitz als Rächer. Eine seltsame Tragödie trug sich dieser Tage in einem kleinen finnischen Dorfe unweit Helsinki zu. Der Bauer Pernu, ein wegen seines gewalttätigen Wesens bei seinen Nachbarn verhaßter Mensch, lebte mit seiner achtundsechzigjährigen Mutter in bestän. digem Zwist. Er wollte nun die Mutter zwingen, auch seine Geliebte in den gemeinsamen Haushalt aufzunehmen. Die Mutter weigerte sich jedoch hartnäckig. Es kam zu einem heftigen Streit. Schließlich ergriff Pernu ein Bell und spaltete mit einem wuchtigen Hieb seiner Mutter den Schädel. Als der Mörder sein Opfer in einer großen Blutlache vor sich liegen sah, packte ihn das Entsetzen. Wie ein Besessener rannte er aus dem Hause dem nahe gelegenen Walde zu, um sich dort zu verbergen. Es ging gerade ein schwe_ res Gewitter nieder. Kaum fünfzig Meter von seinem Hause entfernt, stürzte der Muttermörder zusammen. Ein Blitzschlag hatte ihn tödlich getroffen. Die Nachbarn fanden seine verkohlte Leiche. Dieses Er. eignis, bei dem der Untat die Vergeltung buchstäblich blitzschnell folgte, hat in der ganzen Umgebung größtes Aufsehen hervorgerufen. Die Bauern sind überzeugt, daß hier die Hand der Vorsehung ein. gegriffen hat. Entgeltliche Mitteilungen • Strumpfreparaturen aller Art schnell und billig bei Bata, Marburg. 2477 4 Verordnungs-imd Amtsblatt des Ciiefs der Zivil-Verwaltung in der Untersteiermark von Nr. 1 bis 14 sowie aucli Preislisten für GAST-UND KAFFEEHAEUSER sirnd erhältlich im Verlage der Marborger Drockerei Marburg a. d. Drau, Badgasse 6 IN CILLI bei Herrn Karl Koga], Deutsches Haus, Ztnimer 5 IN PETTAU bei Herrn Geore Pichler Aufnahme ständiger Bezieher bei beiden oh-angeführten Vertretungen und bei der Druk-kerei in Marburg. Bezugspreis: Abholen RM 0.05 = Diu 1.— per Stück. Bezug im Abonnement per Post RM 1.25 = Din 25.— monatlich. * Hornhaut und Hühneraugen entfernt schmerzlos »Bata« Marburg. 1871 VerlaulbaffiNig des Chols der ZIvHverwal-tMwg in der Ikiüenlelermerk Der Cihef der Zivil Verwaltung in der Untersfteiermark gibt bekannt. Jaß Beschl^naihmen, SichersleHungen oder Aufbringungen, soweit sie nicht mit finanzndchtKchen, gewerberechtlichen, emährungswirfcschaftli-chen und ähnlichen Amtshandlungen iim Zusammenhange stehen, nur durch folgende Dienststellen verfügt wenden können: 1. Die Skrherheitspolizei (Gehtime Staatspolizei und Kriiminalpoitzei) oder im Einvernchnten mit dieser durch cÄe Ordnun'gspolizei (Schutzpolizei und Gendarmerie). 2. Den Beauftragten des Reichekoownissars für die Festiigung deutschen Voikstum«. 3. Den SHtthailtekomfiiissar fir Vereine, Organisationen und Vefhämde und 4. Die PoMitiiischen Kommissare. Die Vertreter dieser DienststeUen sind beauftragt, skA bei der Amtshandlung mit einer amtlichen Legitimation auszuweisen. Üb'er Anlagen, Liegenschaften und Wohnungen des ehemtri^en jugoslawischen Heeres verfügt die Dcwtsciie'Wehrmacht. 5966 hHliiiiioi Ii i tttle iere iiile Die Sdiüler der Untersteiermark, die bisher in eine Mittelschule (Gymnasium oder Realgymnasium) eingetragen waren und die deutsche Oberschule in Marburg besuchen wollen, werden aufgefordert, sich mit ihren Erziehungisiberechtigten zur Einschreibung einzufindk>n. Mitzubringen sind-die GebuTtsuTkunde, das letzte Schulzeugnis und ein Heimatdokument. Zeit und Ort der Einschreibungen: Für Marburg: 1.—4. Klasse Montajg, den 26. 5. 1941, 8-~12 Uhr, 2. Realgymnasium, Tappeinerplatz; 5.-8. Klasse Dienstag, den 27. 5. 1941, 8—12 Uhr, 2. Realgymnasium, Tappeinerplatz. Für Cilii: Mittwoch, den 28. Mai 1941, 8—12 Uhr, Realgymnaßium: Für Piettau: Donnerstag, den 29. 5. 1941, 8—12 Uhr, Realgymnasium. Der Beauftragte für die Höheren Schulen: Dr. habil. Manfred Straka Stildienrat KROATEN — KROATINNEN wohnhaft in der Untersteier-iiinrk, melden sich im eigenen Ititeri'sse beim kroatischen Kulturbund »Napredak«, Mar-büH;. Tegetthoffstraße Nr. 12 (Kanzlei Rechtsanwalt Dr. Kumbatovic). Heimatsdoku-tnente mitbringen. 285^1 . TRACHTEN-ANZOOE Kostüme, Kleider. Maßschneiderei, Schillcrstraße 12 (Gre-gorci(?eva), Toplak. 2827-1 , aoto^fänsport- übernahme bis Windisch-Heistritz, Coplö, Urhanigasse 12, Tel, 28-78. 2846-1 "gute" hauWannsköst" für Beamtin wird gesucht. Anträge unter »Zentrum-Nä-hcf an die Verwaltung. 2frl7-l 0£SUiU Kaufe gut erhaltenen perserteppich Angebote unter »Mottenfrei« a. d. Verw. 2785-3 Kaufe schönes, gut erhaltenes SCHLAFZIMMER, SPEISEZIMMER Gefl. Angebote unter »Hartholz« an die Verwaltung. 2784-3 Gebrauchte Herren-» Damen-, KINDERKLEIDER Bett-, Tisch- o. Leibwäsche, Schuhe, für jetzt oder später gesucht. Zuschriften unter »Altwaren« a. die Verwaltung. 2849-3 Schreibtische ttod KANZLEIEINRICHTtING kauft Firma Brüder Lötz, Marburg a. d. Drau, Edmund-Schmidgasse. 2848^5. 2 einfache KASTEN rein (zum Hängen u. Legen), zu kaufen gesucht. Anträge unter »Rein« a. d. Verwaltung 2829-3 Kaufe Biedermeiennöt>el TABERNAKELKASTEN alte Gemälde, Gläser, Zinn, Lüster und Perserteppiche. Gefl. Angebote unter »Zahle Höchstpreise« a. d. Verw. 2786-3 MEERSCHWEINCHEN kauft das Gesundheitsamt in Marburg, Bürgergasse 3. 2830^3 Schöne VILLA zu kaufen gesucht. Kaufsbe-wtn^iqg; vorhandea Efaifami-HenviBa, gro6er Garten. Verkauf nach Bewilligung oder Tausch mit Laibich. Geschäftshaus mit Wohnungen. Bar notwendig 100.000 Din, Rest nach Kauibewilligung. Vormerk für Kauf u. Verkauf nnmnt entgegen ReaRtSten-bäro »Rapid«, Herrengasse-28., Marburg a. d. Drau. 2828-2 2^1 1^00^01^^011 WASCHE-ATEUER mit verschiedenen Speziaima-sdfinen, sehr gut eingeführt, zu verkaufen. Anzufragen in der Verwaltting. 2852-4 SPEISEZIMMER Eiche, zu vericaufen. Reichs-straße 2, Tür 5. Ansicht tägl. von 2 t)is 4 Uhr nachmittags. 2831-4 KANZLEISCHREIBTISCH fKanzleikasten, Sessel, Ledersessel, Stehlampe und Kinderdretrad zu verkaufen. Adresse »in der Verwaltung. 2832-4 SCHLAF- u. SPEISEZIMMER-MÖBEL wi verkaufen. Anzufragen Kloptergasso T2, Hausmeisterin. 2834-4 SPEISEZIMMER altdeutsch, zu verkaufen. Anzufragen Tegetthoffstraße 54-11. Knks. 2804-4 GRAS auf der Wurzel einer 16 Joch emßen Wiese, die neijcn dem ^ItersberK • Viadukt eit>en ^iest. wird zum Abernten verkauft. ScliriftHche Aufraffen: Dr. Scherijatim, Lutlier-2asse 5. 2630-4 EISKASTEN zu verkaufen. Adresse in der Verwaltung. 2833-4 KLAVIER ' Rügel, billig zu verkaufen. 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Für gewissenhafte Arbeiten werden mehrere SCHREIBMASCHINKRÄFTE die aucli Stenographie beherrschen, sofort aufgenommen. Anzufragen bei Rechtsanwalt Ignaz Petrowitsch, Marburg a. d. Drau, Tegetthoffstraße 12, Fernruf 28-1S. 2839-8 Gesundes, ehrliches mädchen für alles mit guten Zeugnissen, gtit dentschsprechend, Vorliebe für Garten und Hund, in sehr gepflegten Villenhaushalt gesucht. Adr. Ver^^■. 2787-8 Allen Freunden und Bekannten danke ich auf diesem Wege für die liebevolle Anteilnahme an dem schweren Verluste, sowie für die schönen Bhimenspenden. 2821 In tiefer Trauer Josefine Klampfer Seite 3. s>Marbiiri?er Zeitung« 22. Mai 1941 Nummer filme uow heute BURG-KINO t-crnnif 22-11). 1 feilte zum letztenmal der Ufa-Hilm ZwielicHt Ab hVcitasf, den 23. V. 1941 Der grüne Kaiser F'"in Ufa-Abenteurerfilm mit ütistav Diclll, Rene Dcitgon und Karola Höh'i Neueste deutsche Wochenschau Für Jujjendliche imter 14 fahren nicht zugelassen! Vorführungen: Heute lö, 18.:-!0 und 21 Uhr Kajten von 10—12 und ah 15 Uhr ESPLANÄDE rernnit 25-29. Heute zum lelztenmal Über alles in der Welt I Ab l-reitag, den 23. V. 1941 ^ War es der im 3. Stock? Neue deutsche Wochenschau l'ilr fufiendliche nicht zugelassen ABZEICHEN HAKEMKREUZSCHMUCK PUHRER'BUSTEN 2845 h'rciawert und sofort lieferbar e. aösml — WImn Vf. Mariahilferatr. 105 - Ruf B 21-3-78 B Sfteisesaia ukd imskefe liefert ständig^ ab Lajfcr Marhiu}^' Bi.smarckstraße 9 - Fernruf 20-85 Josef Holzmann Marburg a. d. Drau 2826 Tüchlipr Mtialter Stadtbauamt Marburg a. d. Drau. 3844 Wegen Regulicriingaarheiten bleibt die Berggasse von der Adolf-Hitler-Brücke bis zur josefstraße für den Wagenverkehr am Freitag, den 23. d, M, gesperrt. Marburg a. d. Drau, am 21. V. 1941, Der kommissarische Leiter: Dipl. Iitg, Permoscr e. h. firanil- Kleinsteine Randsteine Bordsteine, Werksteine Bausteine kauft für Baustellen in der Untersteiermark. Anböte «n: lUukuet i Siltneftf Bauunternehmung 2825 . KötS€h bei Marburg Moderne 4- bis 6-Zlniinerwoliiiiuig mit Bad und Üarten, event. Einfamilienhaus, dringend zu mieten gesucht. Anträge unter »Villenviertel« an die Verw. 2645 Gummireifen 2776 Sfcbrauchte 38 X 9 In {futem Zustande oder mit guter Leinwand tu kaufen jjcsucht. Anträge sind unter „Gummireifen" hei der Verwaltung der „Marburfftr Zeitung" ahxujfeben. für (iroßinülik- und Sagewerk in Wiesenhach hei Alureck gcsuelit. Vorzustellen in Dienststelle Reichsliendcn RäuniL'n cntgcgengenoinmen: (^nsgnippLMifiihrung Brunndorf (ücmcinde Hruniidorf) Kirchplat/, No 2 Zeit; 0—13 und 14—19 Orttigruppcnführuiig Freidcgg ((jenieindcii: Melllngbcrg, Koschak, Freidcgg) Villa -Miriiii, MellinghcTg 71 Zelt: 0—13 und 14—10 Orl>griippenl'ühriiPij: h'reidegg (nomciiuicn V/albcrg, Malclschnig, St. Peter) St. Pet'or, Scliiilgcbflude Zeit: 15—20 Ortsgriippcnlührung Garns ((jeineindcn: (iamy, Roßbach) Gntiis 124 Zeil: 14—20 ()rtPgruppenfiiluiing Leiten>jerg (üemeinden: Karlschowin, Potschgau, Unter-potschgau) Villa Mir" M, Meilingberg 71 Zeit: n—13 und 14—19 Orlsgriippcnfülirung Marburg 1, II, III und IV (Stadtgebiet linkes Drauufer) Sophieiiplat/ (Reisebüro) Zeit: 0—13 und 14—10 Ortsgruppciilührung Marburg V und VI (Stadlgebiet rechtes Drauufer) Turnsaal der Volks- und Hürgerscluile, Magdalcnengasse Zeil: 0—r ' 14—10 Ortsgruppenl'ührting Fobersch (üemeinden: Poberscli, Zweitendorf) Turnsaal, Fricdhofgasse Zeit: 0—13 und 14—10 Or(«griippcnfiiiirung Rotwein ((Icmeiiulcn: Oberrntwein, Unterrotwein) ficnroindeamt Rotwein Zeit: 0—13 und 14—10 Ortsgruppenführung Thesen (Gemeinde Thesen) PePr'icrstraf^e 33 Zeil: 15—20 2651 An alle Pensionisten (Witwen und Waisen) der iusoslawischen Postverwaituns A. Erfassung der Versorg ungsbezugsempfängcr. Alle ehemaligen Bediensteten der früheren jugoslawischen Postverwaltung sowie deren Witwen und Waisen, soweit sie im Genüsse einer Pension oder Fa-milienpension von seilen der früheren jugoslawischen Postverwaltung gestanden sind, haben sich bei ihrem zuständigen Abgabepostamt unter Vorlage des Pensionsdekrete^ (Dekret über die Zuerkennung einer Pension oder iler Familienpension), Zahlungsbuches ujid des Ietzt«ii Zahlungsabschnittes der Pensionsanweisung zu melden. Für das Gebiet der Stadt Marburg tial die Meldung beim Postamt 1, Marburg, Domplatz, wie folgt stattzufinden: A bis K (auch 0, C) . Mantag, den 2b. V. 1041 von H—12 u. von 14—18 Uhr I- bis R .....Dienstag, den 27. V. 1941 von 8—12 u. von 14—18 Uhr S bis Z (auch Z) . Mittwoch, den 28. V. 1941 von 8—12 u. von 14_18 Uhr Bei der Meldung ist weiters ein Ausweis vorzulegen, der ilie Identität des Meldenden eindeutig nachweist (Lichtbild!). B. Zahlung von Versorgungsbezügen, Die gemäß Abschnitt A. erfaßten Versorgungsbezugsemptänger, die Volksdeutsche sind, erhalten ab 1. Mai 1941 ihre bisher vom jugoslawischen Staat gezahlte Pension oder Familienpension, in Reichsmark umgerechnet, von der Deutschen Reichspost ausgezahlt. Der Nachweis der Volkszugehörigkeit ist vom Bewerber durch Vorlage entsprechende Bestätigungen des Politischen Kommissars oder des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes zu führen. Jene Pensions- oder Familienpensionsenipfänger, die nicht Volksdeutsche sind, erhalten zur Deckung des notwendigen Lebensunterhaltes durch die Amtsbürger-meister Ihrer Aufcnthaltsgemeinde Unterstützungen ausgezahlt. Der Präsident 2843 der ßelchspostdirektlon Heiler .Viiloii tiersehuck. Slellvcrlrelcnder ilaupheiinlHeiler Udo Kasper Druck der uiMarburger Druckerei" L