?o8tnina plsöans v xotovint. Nr. 10. Lrlcheint jeden 1., 10. und 20. 10. (25.) Jahrgang. Organ der Gottscheer Deutschen. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 30 Din, halbjährig 15-—Din. D.-Oesterreick: ganzjährrgö Schill., halbjährig 8 Schill. Amerika: 2 Dollar. — Einzelne Nummern 150 Dinar Koeevje, Sonntag, den 1. Aprit 1928. Briefe ohne Unkerschrist werden n.'.cht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgestellt. — Berichte find an die Schristieüung zu senden. — Anzetgen-Aufnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kočevje Die nötige Beleuchtung. iii. Der Erlaß des Unterrichtsministeriums in Belgrad vom 25. November, Z. 79.413, daß bei Einschreibung der Kinder in eine deutsche Volksschulklasse die Willensäußerung der Eltern, die Nationalität und Sprache der Kinder ma߬ gebend sein soll, ist endlich den Schulleitungen zur Durchführung übermittelt worden. Daß aber hiezu eine lange, das ganze deutsche Volksschulwesen im Gottscheer Lande umgestaltende Durchführungs- Vorschrift, die mit dem angeführten Ministerial- erlasse gar nicht im Zusammenhänge steht, von der Bezirksschulbehörde ausgearbcitet und an die Schulleitungen hinausgegeben werden mußte, hatten wir nicht erwartet. Bisher war in den deutschen Schulen die Unterrichtssprache die deutsche mit einer vorgeschriebenen Anzahl slowenischer Unter- richtsstunden in den oberen Klassen und Abtei- lungen und niemand hatte bei dieser Unterrichts¬ erteilung etwas auszusctzen, selbst Herr Betriani, dem keiner Deutschfreundlichkcit vorwerfen kann, rührte da nichts an, im Gegenteil, es war jeder¬ mann recht, daß die Kinder insoweit vorbereitet wurden, daß sie im späteren Leben auch die slo¬ wenische Sprache in Wort und Schrift in ihrem In- teressenkreise Halbwegs beherrschen konnten. Durch die jüngste Verordnung des Bezirksschulrates in Gottschee sollen nur die unteren Klassen und Ab- teilungen deutsche Unterrichtssprache erhalten, wobei im dritten und vierten Schuljahre wöchentlich auch durch vier Stunden slowenisch unterrichtet werden muß, in den oberen Klassen und Abtei- lungen aber ist die Unterrichtssprache slowenisch mit nur drei deutschen Unterrichtsstunden wö¬ chentlich. Unsere deutschen Schulen werden dadurch aufgehoben, an ihre Stelle treten zweisprachige, sogenannte utraquistische Schulen, die wir für unsere Verhältnisse in dieser Form nimmer gut¬ heißen können. Obige Verordnung steht geradezu im Wn derspcuche mit dem angeführten Ministerialerlasse, denn in demselben heißt es unter anderem,, daß an den Schulen in Unterdeutschau und Morobitz im Bezirke Gottschee und Stockendorf im Bezirke Tschernembl je eine deutsche Parallelklasse eröffnet werde, doch unter der Voraussetzung, daß'an ihr die Staatssprache einen Unterrichtsge- gen stand bildet usw. Also einen Unterrichts- gegenstaud wie bisher in allen übrigen deutschen Gottscheer Schulen. Slowenische Unterrichtssprache aber, die nun eingeführt werden soll, ist doch nicht gleichbedeutend mit Slowenisch als Unterrichts- gegenstand. Wer da weiß, mit welchen Schwie¬ rigkeiten besonders die Landkinder, die doch nur die mittelalterliche Gottscheer Mundart hören und sprechen, mit der Erlernung der deutschen Schrift¬ sprache zu kämpfen haben, wird ihnen — am wenig¬ sten erwartet man es von einem unparteiischen gerecht urteilenden Schulmanne — doch nicht zumuten, daß sie in den unteren drei Schuljahren an un¬ seren niederorganisierten, meist einklassigen Schulen mit Halbtagsunterricht so viel erlernt haben, daß sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift so vollständig beherrschen, daß an deren Stelle die slowenische Unterrichtssprache treten kann. Es ist also nichts Erfreuliches, was wir in diesem Aufsatze den Lesern mitteilen. Mit der einen Hand wurde uns mehr genommen als uns die andere gegeben. Die Folgen aber, wenn diese Verordnung durchgeführt wird, werden sich bald zeigen: weder die slowenische Staatssprache noch die deutsche Weltsprache werden unsere Landkinder beherrschen. Uns aber, nochmals sei es gesagt, leuchtet es nicht ein, in welchem Zu¬ sammenhänge das Selbstbestimmungsrecht der El- tern mit der Schmälerung des deutschen Schul¬ unterrichtes steht, warum an Stelle der deutschen Unterrichtssprache die slowenische tritt. Wohl aber ersehen wir aus dieser Verfügung einen weiteren Schritt zur Slowenisierung des Gottscheer Landes, denn „wer die Schule hat, dem gehört die Zukunft." Ein Gottscheer vom Lande. Die Wahlen in die Vermögensver¬ waltung der Stadt Gottschee. Die Wahlen, die am 25. März 1928 hier stattsanden, nahmen einen recht würdigen und klaglosen Verlauf. Gewählt wurden mit 233 Stimmen Herr Kaufmann Alois Kresse und mit 232 Stimmen die Herren Schneidermeister Ru¬ dolf Jonke und Tischlermeister Johann Zagar; in den Ersatz wurden gewählt Herr Gerichts- osfizial i. R. Franz Hude und Herr Gastwirt Eduard Tomitsch. Im ganzen wurden 235 Stim- men abgegeben. Man kann also, da die rest¬ lichen zwei Stimmen nur infolge Versehens dieser Wähler nicht auch für die obige Partei abgegeben worden sind, von einer einstimmigen Wahi der vorgenannten Herren sprechen. Bei der letzten Wahl am 11. März 1924 erhielt unsere Liste 131 Stimmen und die Liste der Gegner 112 Stimmen. Der Wahlkampf da¬ mals war ein beinahe unglaublicher und unter Einsetzung ganz enormer Kosten und Mittel von Seite einer Gesellschaft hier geführt, die heute nicht mehr zur Geltung kommen kann, weil ihr ganzes Programm in sich zusammengestürzt, bei der jetzigen Sachlage der Dinge überhaupt nicht mehr durchdringen könnte. Die merkliche In¬ teresselosigkeit der überwiegenden Mehrheit der slowenischen Mitbevölkerung wäre auch damals die gleiche gewesen, wenn nicht die Merkantilbank, bezw. die Gruppe Kajfez ein so großes Gewicht auf den Ausgang der Vemögensoerwaltungswahlen gelegt haben würde. Wäre damals Herr Kauf¬ mann Josef Röthel nicht als Wahlwerber dieser Gesellschaft aufgetreten und hätte nicht er seinen guten Namen für eine Idee geopfert, die von Haus aus verwerflich war, dann wäre ihm, uns und schließlich auch der ganzen Stadt der jetzige Zusammenbruch erspart geblieben; dann wäre heute die alte Sparkasse noch das gute alte In- Mut, dann wäre es nie zu einer in seiner Aus¬ wirkung beinahe beispiellosen Auseinandersetzung gekommen, an deren Folgen noch unsere Nach¬ kommen zu leiden haben werden. Der wirtschaftliche Niederbruch der Merkan¬ tilbank und der mit ihr eng verknüpften Firma Anton Kajfez hätte, wenn die Vermögensver¬ waltung der Stadt in etwas mehr berechnenden Händen gelegen wäre, nie derartige Formen an¬ nehmen können, wie wir ihn heute miterleben müssen. Nur eine übermäßige Ausnützung Ker vorhandenen Geldmittel der alten Sparkasse und nur ein derartig zusammengesetzter Ausschuß konnte es erklärlich erscheinen lassen, daß scheinbar so ohne jede Widerrede mit den Geldmitteln und Wertpapieren der alten Sparkasse disponiert werden konnte. Alles dies hätte ein willensstarker und wirtschaftlich denkender Vermögensverwalter mit einer einzigen Gebärde unmöglich gemacht; eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft hätte auch den Widerspenstigsten dieser Ausschutzherren ohne weiteres in seine Schranken verweisen müssen und die -Ytadt hätte sich das heutige finanzielle Bild erspart. Damit müssen wir auch offen den Stand¬ punkt einnehmen, daß der Herr Vermögensver- waltungsgerent in dieser Angelegenheit gewiß nicht den richtigen Standpunkt vertreten hat; abgesehen von der Mehrbelastung der Ausgaben für die Gerentschaft spürt heute die Stad: auch noch die Folgen einer scheinbar geduldet gewesenen schlechten Wirtschaft der alten Sparkasse. Das gleiche muß auch für den damaligen Bürgermeister gesagt werden, der in seiner Eigenschaft als Bürger¬ meister in allererster Linie hier ein dankbares Feld gefunden hätte, die Stadt wirklich zu ver¬ treten. Als Bürgermeister hatte er ein großes Wort in der Sparkasse, als deren Rechtsvertreter hatte er recht viel Verdienst in ihr und als Schwager des Hauptschuldners hatte er erst recht alle Ur¬ sache, doppelt vorsichtig zu arbeiten und zu über¬ wachen, damit ja niemand etwa den Vorwurf machen könnte, es hätten für allfällige Außeracht¬ lassungen verwandtschaftliche Gefühlsgründe mit- gespielt. Sette Herr Dr. Sajovic nimmt jetzt den Stand¬ punkt ein, daß er nicht verantwortlich sein kann sür die Wirtschaft in der alten Sparkasse. Wir sind aber der Ansicht, daß ein Bürgermeister, der jedes Balkenchen und Stäubchen dort bemerkte, wo er es bemerken wollte, auch diesen Balken im Auge der Stadt gesehen hat, gesehen haben muß. Wenn dies ein unsriger Balken gewesen wäre, so hätte er niemals derartige Dimensionen haben müssen. Man hätte auch einen kleinen Anlaß sofort entsprechend verwertet. Es kommt für die Stadt eine neue Epoche; man wird versuchen zu heilen, zu vergessen; man wird endlich den wirtschaftlichen und sozialen Frieden Herstellen und mit aller Macht dahin ar¬ beiten, daß diese Verständigung möglichst lange andauere zum Nutzen aller. Wir begrüßen die neue Vermögensverwaltung mit dem Ausdrucke des größten Vertrauens und erwarten, daß sie uneigennützig bis zum aller¬ äußersten die Interessen der hiesigen Bevölkerung vertreten wird. Zur Frage der Wohnungsaktion durch die Gemeinde Gottjchee. Obwohl die Behebung der Wohnungsnot in unserer Stadt den Gegenstand von Beratungen im Gemeindeausschusse und in öffentlichen Ver- sammlungen gebildet hat, ist diese Frage, wenig¬ stens dem Anscheine nach, noch von keiner Seite klar gelöst worden. In der Gemeindestube nahm seinerzeit die slowenische Mehrheit den Antrag, es mögen fünf Emsamilien- besser Beamtenhäuser auf Kosten der Stadtgemeinde gebaut werden, trotz des energischen Protestes der Vertreter der deutschen Bürgerschaft, an, und die letzte Gemeindeausschuß, sitzung vor der Auflösung der Gemeindevertretung war bereit, in den Voranschlag sür das Jahr 1928 wenigstens die Summe für die Verzinsung des aufzunehmenden Baukapitales im Betrage, wenn ich mich nicht irre, von 80.000 Din auf¬ zunehmen, damit — nach den Ausführungen des Herrn Gemeinderates Betriani — mit dem schon beschlossenen Häuserbau sogleich im Frühjahre 1928 begonnen werden kann. Auch die öffentliche Versammlung im Gast¬ hause Gruber am 15. Juni 1927 sprach sich im allgemeinen gegen einen Häuserbau durch die Stadtgemeinde entschieden aus, was gar nicht wunderzunehmen war, wenn man die Zahlen be¬ rücksichtigt, die der Haupireserent, Herr Dr. Hans Arko, in seinen Ausführungen anführte. Alle Einwendungen von deutscher Seite gegen den Häuscrbau durch die Stadtgemeinde verhallten unberücksichtigt und auch ihr Protest beim Groß- gespan wurde ablehnend erledigt. Da nun, wie man hört, der Gcrenl unserer Vermögensverwal¬ tung vor kurzem einen größeren Grundkomplkx für den projektierten Häuserbau angekauft haben soll, so scheint die ganze Angelegenheit doch be¬ stimmte Formen annehmen zu wollen. Diese Frage wird für die Steuerträger in der Stadt außerdem noch von größerer Wichtig¬ keit, da die Gemeindegerentschaft nach umlaufenden Gerüchten auch die Absicht hat, ein größeres Gebäude aufzuführen, das außer den Gemeinde¬ kanzleien auch noch mehrere Wohnungen aufnehmen soll. Ob das der Wahrheit entspricht oder nicht, wird die nächste Zukunft lehren. Wir wissen heute noch nicht, welche Wege diese Hausbauaktion einschlagen und ob es zur Ausführung all des Projektierten kommen wird. Eines aber ist notwendig, u. zw. daß sich die breite Öffentlichkeit mit dieser wichtigen und durch die bestehenden Verhältnisse auch bedingten Frage etwas näher beschäftigt. Denn letzten Endes wer¬ den sür die großen Ausgaben doch die städtischen Steuerzahler auskommen müssen und es kann Zettuv" — 10 diesen deshalb gewiß nicht gleichmütig sein, ob diese Frage richtig gelöst wird oder nicht, d. h. ob ihre Lösung mit geringen oder großen Geld¬ opfern bewerkstelligt werden wird. Im folgenden unternehme ich meinerseits, diese nun aktuell gewordene Frage mit einigen Streiflichtern zu beleuchten. Vielleicht gelingt es mir, mit meinen Ausführungen den oder jenen davon zu überzeugen, daß man die Hausbaufrage auch derart lösen kann, daß eine möglichst große Zahl unserer Mitbürger mit ihrer Ausführung zufrieden sein wird. Zuerst wäre es wohl notwendig, die Fragen aufzuwerfen und zu beantworten, für wen zu¬ erst von Seite der Allgemeinheit, das ist der Stadtgemeinde, gesorgt werden muß, um ihm eine gesunde, reine und nicht zu teuere Wohnung zu verschaffen? Wenn wir diese Frage unter Berücksichtigung aller vorhandenen Umstände unparteiisch beantworten wollen, so muß die Antwort lauten: für die Arbeiterschaft, die schon jetzt in unserer Mitte lebt, und sür jene, die, in den neuen industriellen Unterneh¬ mungen Arbeit suchend, noch zuwandern wird. Erst nachdem sür die Arbeiter in ausreichender Weise sür entsprechende Wohnungen gesorgt wor¬ den ist, kann sich die Sorge den Beamtenwoh- nungen zuwenden. Denn man muß berücksichtigen, daß unsere Arbeiterschaft zumeist solche Woh¬ nungen inne hat, die zumindest den hygienischen Vorschriften nicht entsprechen — um über diese Wohnstätten kein härteres und vielleicht zutreffen¬ deres Urteil auszuspcechen. Die Beamtenschaft hat zum allergrößten Teile wenigstens solche Wohnstätten, in welche Sonne und Regen nur durchs Fenster eindringen können. Auch ist bei Beantwortung und Ausführung dieser Frage dar¬ auf Rücksicht zu nehmen, daß ein Arbeiter mit Familie bei dem derzeitigen Verdienste von drei oder vier Dinar pro Stunde schon jetzt den Miet¬ zins kaum erschwingen kann, bei den m nächster Zeit bestimmt zu erwartenden Erhöhungen des Mietzinses diesen zu zahlen aber außerstande sein wird. Ec wird gezwungen sein, am Mietzinse zu sparen, d. h. er wird entweder noch eine kleinere oder eine noch elendere Wohnung beziehen müssen, oder aber er wird sich sehr von seiner Arbeits¬ stätte entfernen müsfen, alles Umstände, die auf den Gesundheitszustand des Arbeiters und seiner Familie einen ungünstigen Einfluß ausüben werden. Eine Streitfrage bildet auch: wo gebaut werden soll. Wenn die Bausrage nach den obigen Ausführungen durchgefühlt werden wird, so ist die Frage nach dem Bauplatz dann auch leicht zu beantworten. Der Arbeiter und seine Angehörigen drängen sich nicht gerne vor und er wird gewiß sehr zufrieden sein, wenn sein Heim nicht an einer lärmenden, verkehrsreichen Straße sich befindet. Auch die Bekleidungsfrage für seine Angehörigen zwingt ihn, für seine Wohnung stillere Plätze vorzuziehen. Da der Arbeiter an seine Wohnung nur zwei Ansprüche, nämlich daß sie gesund und billig ist, stellt, werden die Baukosten sür die Arbeitermoh¬ nungen zwar groß, aber nie so hoch sein, als wenn Häuser, mit allem Komfort ausgestatlet, auf¬ geführt werden würden. Städtischer Baugrund ist genügend vorhanden, so daß mit dem Betrage, der für den Ankauf des jetzt vom Gereuten der städtischen Vermögensverwaltung bestimmten Bau¬ grundes ausgegeben werden soll, schon ein großer Teil der Baukosten eines größeren Hauses für die Arbeiter gedeckt werden könnte. Denn die Arbeiterhäuser können einfach gebaut sein. Was die Beamtenschaft und ihren Wunsch nach Einfamilienhäusern anbelangt, wäre nach meiner Anschauung auch ein Weg vorhanden, der betreten werden könnte und geeignet wäre, diese Frage gründlich zu lösen, ohne daß gar zu große und empfindliche Geldopfer von Seite der städ¬ Jagc ^ng . v. tischen Steuerzahler notwendig wären. Denn auch hier muß berücksichtigt werden, daß der Er¬ haltungskampf, den heute der Kaufmann, Gewerbe¬ treibende oder Hausbesitzer zu bestehen hat, immer schwerere Formen annimmt, daß man diesen Ständen neben den großen Steuerlasten, die sie schon jetzt zu tragen haben, nicht noch neue ausbürden darf; denn es könnte sonst der Fall eintreten wie beim Reifnitzer Langohre, dem der Besitzer das Essen abgewöhnen wollte. Jene Beamten oder besser situierten Mit¬ bürger, die in den Besitz eines eigenen Heimes gelangen wollen, mögen der in unserer Stadt vor kurzem ins Leben gerufenen Baugenossenschaft als Mitglieder beitreten. Die Stadtgemeinde soll aber ihr Bestreben nach einem eigenen Heime dadurch unterstützen, daß sie der Baugenossenschaft einen billigen Kredit für den Häuser- oder Villen¬ bau verschafft oder aber, daß sie der Baugenossen¬ schaft den Baugrund zur Verfügung stellt, indem sie ihr städtischen Grund abtritt oder aber die Kosten des Baugrundes auf Rechnung der Stadt¬ gemeinde übernimmt. Der Betrag hiesür soll als ein langfristiges Darlehen ausgenommen und so der Steuerzahler möglichst geschont werden. Die Frage des Häuserbaues so gelöst, würde auch keine großen Berwaltungs- und Erhaltungs- kosten verursachen, was auch eine Entlastung der Steuerzahler bedeutet. Meiner Anschauung nach soll die Stadtge- meinde als Bauherr nur für jenen Teil der Be¬ völkerung auftrelen, der sich unter den heute herr¬ schenden Verhältnissen in keiner Weise helfen kann und der schuldlos ein bedauernswertes Dasein führt. Jenem Teil aber, der nur nach Annehm, lichkeiten strebt, möge nur geholfen werden, damit er schneller und sicherer sein Ziel erreicht und die Wohnungsfrage mitlösen hilft. Unter keinen Umständen darf aber übersehen werden, daß im Falle ein Teil der Beamtenschaft in die projekrierten fünf Ein- oder Zweifamilienhäuser einzieht, die Wohnungsmisere dadurch nicht beseitigt oder doch gemildert werden wird; denn in diese Wohnungen, die heute die betreffenden Beamten¬ familien bewohnen, werden Arbeiterfamilien nicht einziehen, weil sie den Mietzins nicht aufbringen können. Es besteht noch die Gefahr, daß die grö¬ ßeren, teureren Wohnungen überhaupt leer stehen, die minder bemittelten Familien aber noch weiter¬ hin den. Wohnungseiend ausgesetzt bleiben werden. Zum Schluffe meiner Aussührungen möchte ich noch betonen, daß die ganze Hausbauaktion eine Angelegenheit ist, die eine ordnungsmäßige, gewählte Gemeindevertretung gründlich und auf neuzeitlicher Grundlage behandeln und mit Hilfe einer ebenso gewählten städtischen Vermögens¬ verwaltung durchführen soll, auf keinen Fall aber die jetzigen Gerenlschasten. Deshalb sind bei den zuständigen staatlichen Behörden alle Schritte zu unternehmen, daß in beiden Vertretungskö-pern Männer sitzen, die, vom allgemeinen Vertrauen getragen, die Hausbausrage einer günstigen Lö¬ sung zuführen sollen. Ernste Männer, guter Wille, günstige Lösung. Josef Pavlicek. Vas neue Steuergesetz. Vom Abgeordneten Vladimir Pušenjak. (Schluß.) Um ein vollständiges Bild zu gewinnen, muß man auch offen die Schattenseiten des Gesetzes darlegen. Bezüglich der Grundsteuer wurde die Festsetzung des Steuersatzes dem Finanzgesetze überlassen, da man im Steuerausschusse der An¬ sicht war, daß der Steuersatz erst dann festgesetzt werden könne, wenn man weiß, wiviel der Kata- stralreinertrag beträgt, der valorisiert werden muß. In Slowenien beträgt jetzt der Katastralreiner- trag durchschnittlich 7 Din pro Hektar; nach Dar- Jahraana X. Gousch ?r Zutung — Nr. 10. 8. legung des Regierungsvertreters dürfte derselbe in Hinkunft durchschnittlich 161 Din pro Hektar betragen, d. h. pro Hektar Grund mittlerer Güte, während'der Katastralreinertrag für besseren Boden etwas größer, für den Boden unter Mittel aber weniger als 161 Din betragen wird. Der Mangel eines Grundkatasters in Serbien und Montenegro wird auch durch eine ganze Reihe von Jahren die regelrechte Vorschreibung der Grundsteuer erschweren. Der Ausfall der Einkommensteuer, der mo¬ dernsten Steuerart, deren Zweck es ist, größere Vermögen, resp. Einkünfte etwas mehr zu be¬ steuern, hat zur Folge gehabt, daß bei allen Steuerarten neben der Grundsteuer noch eine Zusatzsteuer eingeführt wird, um das Prinzip der Progression zur Geltung zu bringen und um den Ausfall, den der Staatssäckel durch den Wegfall der Einkommensteuer erleidet, weüzumachen. Den Kampf gegen die Einkommensteuer haben die ka- pitalskräftigen Kreise inszeniert, während der MiUel- stand gegen die Einkommensteuer, bei der cin Existenzminimum von 9600 Din vorgesehen war, und die Steuer bei Einkommen von 10.000 Din kaum 1°/o des Einkommens betragen würde, nichts einzuwenden hatte. Außerdem wurde eine Be¬ soldungssteuer eingeführt, um die Bezüge der Staats- und Privatbeamten sowie ver Arbeiter der Besteuerung zu unterziehen. Steuersätze bei der Besoldungssteuer sind bei den Bezügen bis 4000 Din monatlich so nieder gehalten, außerdem wird noch ein Existenzminimum vorgesehen, so daß die Besoldungssteuer der Arbeiter und Be¬ amten mit geringen Bezügen um die Hälfte we¬ niger betragen wird als jetzt. Gottscheer, euer heimisches nutz¬ bringendes Geldinstitut im Ländchen ist die neue Spar- und Darlehenskasse in Gottschee. Es entsteht die Frage: Befriedigt das neue Steuergesetz die Steuerzahler, bringt es für Slo¬ wenien welche Erleichterungen, in welcher Hinsicht wünschen wir Verbesserungen des neuen Gesetzes? Es steht fest, daß das neue Steuergesetz einen großen Fortschritt in zweifacher Hinsicht bedeutet: erstens bewirkt es die Vereinheitlichung der Steuer¬ gesetzgebung und dadurch die Ausgleichung der s Steuern, zweitens bringt es eine bedeutende Ver¬ minderung der übertrieben hohen Steuerlasten in Slowenien. Mit dem neuen Steuergesetze ist die Grundlage für ein modernes Steuergesetz gelegt worden; durch eine Novelle können die Unvoll¬ kommenheiten des Gesetzes weiter ausgeglichen werden. Die Ersatzsteuer wird in Bälde der Ein¬ kommensteuer weichen müssen, die Geschäftsum¬ satzsteuer, die noch geblieben ist, wird abgeschaffr werden müssen. Um eine gedeihliche Tätigkeit der Gemeinden, Bezirke und Gebiete zu gewähr¬ leisten, muß durch ein Gesetz die Finanzierung der autonomen Körperschaften geregelt werden. Da das neue Steuergesetz als unabweisliche Folge der Unifizierung der Steuerverwaltung, die Vereinheitlichung der Tätigkeit der Steuerbehörden nach sich ziehen muß, können wir hoffen, daß die Steuern im ganzen Staate regelmäßig und recht¬ zeitig vorgeschrieben und eingehoben werden. Wenn also auch das neue Steuergesetz nichl vollkommen unseren Erwartungen entspricht, so können wir uns dennoch zufrieden geben, da es doch einen gewaltigen Fortschritt bedeutet und die Möglichkeit bietet, den nötigen weiteren Aus¬ bau und die Vervollkommnung des einheitlichen Gesetzes ohne große Schwierigkeiten zu bewerkstel¬ ligen. Aus Stadt und Land. Gottschee. (Die Gemeinde mahlen) fü^ die Stadtgemeinde Gottschee wurden für den 24. Juni 1928 ausgeschrieben. Bei der kommen¬ den Wahl werden voraussichtlich Wahlkämpfe, wie sie die letzten zeugten, nicht zu erwarten sein. Sie werden im Zeichen der wirtschaftlichen und nationalen Verständigung mit Verstand durch¬ geführt werden. —.(Herr Ferdo Jonke), Redakteur und Herausgeber der „Wahrheit" und „Samouprava" (bis zur vorletzten Nummer zeichnete für ein Kon¬ sortium als Herausgeber noch Dr. Sajovic), wird gebeten, den in Nummer 3 vom 15. März 1928 in der „Samouprava" auf der dritten Seite äbgedruckten Artikel über die Durchführungsver¬ ordnung des Schulerlasses auch in deutscher Sprache in der nächsten „Wahrheit" zu bringen, damit wir uns erübrigen, unseren Lesern das wahre Gesicht dieser beiden Blättchen zu zeigen. Die Schriftleitung. — (Die Gesellenprüfungen) für die Gehilfen im Handwerk und Gewerbe finden am 21. und 22. April d.J. statt. Nähere Aufklärungen sind beim Genossenschaftsobmann Herrn Mille in Goltschee einzuholen. (Die städtische Musikkapelle), die erst vor vier Monaten ihre Tätigkeit begonnen hat, weist sehr lobenswerte Fortschritte auf. Das eifrige und selbstlose Bemühen des Herrn Kapell¬ meisters, der aus musikalischen Analphabeten eine ganz außerordentlich gute Kapelle zustande ge¬ bracht hat, ist vom besten Erfolge begleitet. Wie wir hören, tritt die städtische Musikkapelle bei der Auferstehungsprozession das erstemal vor die Öffent¬ lichkeit. — (Der gesunde Aufstieg der neuen Sparkasse.) Es ist stets eine dankbare Auf¬ gabe für Statistiker, wenn sie in den vergilbten Blättern der Vergangenheit nachstöbern; so sehen wir im Ausweise der alten Sparkasse einen Ein¬ lagenstand am 1. Jänner 1924 mit 11,232.522'22 Din. Die neue Sparkasse hat zur Stunde diesen Einlagenstand nach dieser kurzen Spanne Zeit seit ihrer Gründung bereits überschritten und kann mit größter Zuversicht angenommen werden, daß sich ihre weitere Entwicklung unter so glücklicher und sachverständiger Führung in einer für die hiesigen Wirtschaftsverhältnisse segcnbringenden Weise ausbauen wird. Die wirtschaftlichen Auf gaben, die die neue Sparkasse zu lösen hat, und selbstverständlich nur nach und nach, nach Maßgabe ihrer wirtschaftlichen Erstarkung lösen wird können, sind große; beinahe in allen Zweigen der hiesigen Landwirtschaft verzeichnet und kon- skaliert man riesige Mängel gegenüber Nachbar¬ bezirken. Der große Mangel an Stieren, dem in diesem Jahre schon beinahe ganz abgeholfen sein wird, die Frage der Milchwirtschaft, Futter- Verbesserung, Einführung bezw. Abhaltung von Lehrkursen usw. usw., alles dies sind Fragen von hervorragender wirtschaftlicher Bedeutung und alle diese Fragen können nur mit entsprechender Unterstützung durch eine für diesen Zweck vor¬ handene Quelle erwirkt werden. Deshalb liegt uns allen eine gesunde und gedeihliche Fortent¬ wicklung dieser für die Wirtschaft uneigennützig arbeitenden Anstalt ganz besonders am Herzen. — (Der Frühling) scheint in unser Länd¬ chen endgiltig Einzug zu halten. Nach fast ein¬ einhalbmonatlichem Regen- und Quatschwetter haben die letzten zwei Tage ein mildes Wetter gebracht. — (Die Jahreshauptversammlung) der Gastwirtegenossenschaft fand unter ziemlich reger Beteiligung ihrer Mitglieder am 15. März im Gasthofe „Harde" statt und bringen wir einen näheren diesbezüglichen Bericht in der nächsten Nummer. — (Die Ergänzungsprüfungen für Lchrer), welche neuerdings angeordnet worden sind, haben für Slowenien keine Geltung. — (Der Dammbruch in Kalifornien.) Am 14. März wurde bei der die Stadt Los Angeles in Kalifornien versorgenden großen Wasser¬ leitung infolge Druckes der Wassermengen ein Reservoirdamm durchbrochen und dadurch plötzlich die ganze Umgebung unter Wasser gesetzt. Ta sich das Unglück in der Nacht zutrug, waren die Rettungsarbeiten ungemein erschwert. Sieben Städte wurden stark verwüstet und 865 Menschen kamen dabei ums Leben. — (Die Frühjahrstagung der Ge- bietsversam mlung) in Laibach hat vom 14. bis 17. März stattgefunden und ist viel wichtiges Material aufgearbeitet worden. So wurde zur Besserung des Gesundheitswesens den Landes¬ irrenanstalten eine eigene selbständige Leitung gegeben, die Inangriffnahme des weiteren Aus- 1. DisDrivdtiM Lllvenäims. IVe/r/r F/e wz'zMcZz cZez? voZZezz ZVzzZ^ezr vozz ^czcZZozz ZzaSezz rvoZZezz, zÄ ZzeZ aZZezz, F/e aacZr ipu§c/re/r ipoZZe/r, cZZe SeacZzZzzzzF cZez- ZrznzzeZzsazzZeZZzzzzF wz'c^ZzK-. VezZ-enezz 67e zzz'e zZZe Voz-Z-eckZz^zzzz^.- Z^acZZozz zzzzzn zzzzzzzez' Kall czzz/- Z^ZöÄ ivez'cZezz. ZVu/- cZazzzz Zn/m sez'zze poZZe MznMm/Z ezrZ/czZZezz zzzzcZ ZczZLM'ZzZZc/z „aZZez'zz" Den zÄ cZse/z ^sivZn zZezz/cZ-cz/- eZzz/ucZz, uZso vezene/? §Ze zzz'e 7?scZZozz kalt azz/Zösezz. Seite 4. Gottscheer Zeitung — Nr. 10. Jahrgang X. baues der Lungenheilanstalt in Golnik, die Ver¬ legung der Blindenanstalt von Gottschee nach Laibach, die Errichtung einer Krankenpflegerschule, die Aufbesserung des Einkommens der Distrikts¬ ärzte beschlossen. In das Bauprogramm der nächsten Zukunft ist aus dem Gottscheer Bezirke die Inangriffnahme der S raße Mitterdorf-Neu- bacher, Graflinden-Unterlag; die Umlegung der Straße Nesseltal-Schalkendorf und die Pflaste¬ rung der Straße Gottschee-Bahnhof beschlossen worden. Die eigentliche Landwirtschaft Krams darf nunmehr Unterstützung in jeder Hinsicht er¬ warten, weil dem Gebietsausschusse jetzt ge¬ nügend Kräfte zur Verfügung stehen und auch die geldlichen Mittel allmählich einlaufen. Was die besonderen Bedürfnisse Gottschees anbelangt, hat darüber in der Sitzung am 17. März Abg. Pfarrer Eppich Aufschluß gegeben, was umso nötiger ist, als einem beträchtlichen Teile der Abgeordneten unser Bezirk nur vom Hörensagen bekannt ist. In einer besonderen Eingabe an den Landesausschuß wurde die Notwendigkeit betont, bei der Aufnahme in die Krankenpfleger- sowie Hebammenschule auf die sprachliche Eigenart Gott¬ schees Bedacht zu nehmen und hier nur solche Personen anzustellen, die genügend auch die deutsche Sprache beherrschen. — (Der Minister und die Lehrer.) Im Tschernembler und Rudolfswerter Bezirke sowie an einigen Schulen des Gottscheer Bezirkes will man das Recht der Deutschen auf deutsche Klassen noch immer nicht anerkennen. Ein solches Vorgehen verstößt direkt gegen den ministeriellen Erlaß, der ausdrücklich allen Bezirkshauptleuten im Verwaltungsgebiete und selbst dem Stadl¬ schulrate Laibach zugestellt worden ist. — (Die Assentierung) der tschechoslo¬ wakischen Staatsangehörigen in Slowenien und Prekmurje der Jahrgänge 1906, 1907 und 1908 findet am 3. und 4. April l. I. in den Amts¬ lokalen des Konsulates der tschechoslowakischen Republik in Ljubljana, Breg 8/1, jedesmal um 9 Uhr vormittags statt. — (Das österreichische Konsulat in Laibach) teilt im Nachhange zum in Nr. 8 un- seres Blattes enthaltenen Berichte über die Wieder¬ herstellung der durch den Brand im Wiener Ju¬ stizpalast vernichteten Grundbücher mit, daß beim Konsulate Einsicht in das Verzeichnis der Liegen¬ schaften, für die das neue Grundbuch eröffnet wurde, genommen werden kann. — (Das österreichische Konsulat) in Laibach teilt mit: Der Landesverband für Frem¬ denverkehr in Kärnten hat eine Abteilung für Jagd und Fischerei geschaffen, welche sich die Vermittlung von Abschüssen jeglichen Wildes, von Fischereigelegenheiten an Sporifischer, von Ver- Pachtung und Erwerb von Jagd- und Fischerei- gerechtigkeiten im In- und Auslande zur Aufgabe gemacht hat. — (Modesalon.) Vor einigen Tagen er¬ öffnete Frau Wanda Liszka geb. Bartelme im Fornbacherschen Hause ein Modegeschäst. Durch ihre langjährige Praxis, die sie sich durch meh¬ rere Jahre teilweise in Wien bei der P. C. Habig und dann später als Leiterin in mehreren Mode¬ salons in Esseg aneignete, wird sie sicherlich ihren Kunden in jeder Beziehung, besonders aber in der Huterzeugung, das Beste bieten können. Wir empfehlen daher unseren Landsleuten diese Firma aufs wärmste. — (Autoverkehr.) Der tägliche Auto¬ verkehr von Gottschee nach Brod a. d. Kulpa be¬ ginnt nun wieder mit 1. April 1928. Standort ist im Gasthofe „Harde". Abfahrt um 12 Uhr mittags. — (Von der Deutschen Buch-Gemein¬ schaft.) In einer Zeit, wo das Lesen guter Bücher scheinbar zu einer Beschäftigung nur we¬ niger Menschen zu werden scheint, tut es wohl, zu vernehmen, daß es eine starke Organisation gibt, die mit Geschick und Erfolg für die Ver¬ breitung guter Bücher wirkt. Ist es da nicht für manchen eine willkommene Nachricht, wenn er erfährt, daß es eine Gemeinschaft gibt, die als mustergültige Organisation für eine Verbreitung und Verbilligung wertvoller Bücher besorgt ist und die neben der sorgfältigen Auswahl auch dem vornehmen Buchschmuck ihres Inhalts mit dem künstlerisch ausgestatteten Kleid führt. Rund 250 Werke sind derzeit im Vertrieb und jährlich kommen etwa 50 Bücher dazu. Die Beiträge für die Mitglieder sind in Anbetracht der Ausstattung der Werke, die jeweils in Halbleder gebunden und auf feinem, holzfreiem Papier gedruckt sind, äußerst niedrig. Wer sich eine gehaltvolle und schöne Bibliothek anlegen will, der sei nachträglich auf diese Möglichkeit hingewiesen. Mit wenig Geld ist es ihm möglich, binnen kurzer Jahre sich eine Büchersammlung zu erwerben, die viel Freude und Wohltat bereitet. Aber nicht genug damit, für Verbreitung und Verbilligung litera¬ rischer Werke zu sorgen, hat die Deutsche Buch- Gemeinschaft auch Bücher herausgegeben, die zur allgemeinen Bildung helfen werden. Da versucht zum Beispiel Max Deri in einer ganz neuen Art von Kunstbetrachtung die Seele des Kunstwerkes von innen heraus, psychologisch zu erfassen in seinem Buch „Das Bildwerk". Oskar H. Frarc'e, zeichnet im reichillustrierten Band seine Forschun¬ gen über den Wald. Dem Geschichtskundigen gibt der berühmte Historiker von Treitschke Charakter¬ bilder aus der deutschen Geschichte. Ist es nicht wertvoll, wenn Schopenhauers „Grundproblem der Ethik" auf diese Weise auch verbreitet wird? Oder ist es unnütz, wenn ein Professor in seinem „Himmelsbuch" den Versuch macht, die Haupt¬ lehren der Astronomie weiteren Kreisen zugänglich zu machen? Man sieht, daß hier viel geboten wird und wer sich für diese Werke der Deutschen Buch-Gemeinschaft interessiert — und das sollte sich jedermann — der lasse sich von der Geschäfts¬ stelle Berlin S. W. 68 Alte Jakobstraße 156/157 den Katalog kommen. — (Die Wetteraussichten für die warme Jahreszeit.) Keine besondere Hoff, nung auf einen schönen Sommer. Der kalenda¬ rische Frühling beendet einen Winter, der nach drei aufeinander gefolgten ausgesprochen milden Wintern wieder einmal normal verlaufen ist. — Strenge Kälte im Dezember, die besonders im östlichen Mitteleuropa außerordentlich niedrige Temperaturen gebracht hat, schien einen ungemein harten Winter einzuleiten. Aber der weitere Ver¬ lauf der Jahreszeit hat einen ungefähr normalen Winter gebracht. Bemerkenswerte Erscheinungen im einzelnen zeigte demgemäß nur der fast in seinem ganzen Verlauf sehr kalte Dezember, der in weiten Teilen Mitteleuropas der kälteste Dezember seit dem Jahre 1899 gewesen ist. Fast ausnahmslos hatte der Monat ein unter dem Gefrierpunkt liegendes Temperaturmittel, was normalerweise nur im öst¬ lichen Mitteleuropa der Fall ist. Den ganzen Temperaturverhältnissen des Monats entsprechend gab es überall nur sehr wenig frostfreie Tage. In den meisten Gebieten blieben nur drei bis vier Tage frostfrei; es waren gerade die Tage um Weihnachten, die, wie in den meisten Jahren, durch einen Wärmeeinbruch charakterisiert waren. Die Verhältnisse zu Beginn des Frühlings sind charakteristisch für diese Jahreszeit und können als ausgesprochen normal bezeichnet werden. Aller¬ dings läßt sich über die Witterungsgestaltung in den beiden anderen Frühlingsmonaten April und Mai mit einiger Aussicht auf Wahrscheinlichkeit nur wenig sagen, denn der Charakter des Früh¬ jahrs wird durch die größere oder geringere Zahl der Rückschläge in Gestalt eines Vordringens der kalten Polarfront nach Süden bestimmend beein¬ flußt und 'für Voraussagen in dieser Hinsicht fehlt es völlig an ernsthaften Anhaltspunkten. Niemand vermag daher heute schon zu sagen, ob der Frühling warm und sonnig oder aber, wie im vergangenen Jahr, vorwiegend regnerisch und kalt werden wird. .Es läßt sich nur in ganz großen Zügen ein Schluß auf die gesamte bevorstehende warme Jahreszeit, also einschließlich des eigentlichen Sommers, ziehen, und zwar auf Grund der Wit¬ terung im vergangenen Winter. Dieser war, wie wir gesehen haben, im Durchschnitt normal. Auf normale Winter folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein kühler Sommer, wie auch die Sommer in den Jahren des Sonnenfleckenmaximums fast stets kühl und regenreich zu sein pflegen. Für das Jahr 1928 wird aber das dies¬ malige Fleckenmaximum erwartet, und schon die beiden vorangegangenen Sommer haben gezeigt, daß diese Erfahrung zutrifft. Allerdings kommen auch hier Ausnahmen vor, wie 1917, ein Jahr, das einen sehr schönen, trockenen und warmen Sommer brachte, obwohl in dieses nicht nur das letzte Fleckenmoximum fiel, sondern obgleich diesem Sommer auch ein sehr langer und strenger Winter vorausgegangen war, was sonst stets das Vor¬ zeichen für einen kalten Sommer zu sein pflegt. Jedenfalls dürfen wir uns für die kommende warme Jahreszeit keinen zu großen Erwartungen hingeben, und wir werden schon zufrieden sein können, wenn Frühling und Sommer einigermaßen normal warm und nicht allzu regnerisch verlaufen werden. Mitterdorf. (Anstellung.) Der diplomierte Geometer Herr Josef Witt ine in Mitterdorf hat in Smederevo an der Donau die Stelle eines staatlichen Geometers erhalten und seinen Posten bereits angetreten. Heldverkeyr 76,000.000-- Am Nuiame Kontskorrentbeclingungen für Kaufleute. Kostenlose vurestrnstrung Ser Intavuiatlsn nnS Stempel- freisten kür Sie ScstulSsesteine. » « KassastunSen von stalv § vir ir Ustr an allen Werktagen. zSpar- uns varlestenskasse, « 7^.- 2 Kmlagenstand amZ29. Aeöer 1928 10,678.473-01 Dm M «vernimmt Einlagen ans Sncstel unck in lausencker Keestnung M ru besten öeSingungen. M Sewästrt Varlesten gegen Sicherstellung Surrst Wechsel ocker Moistek billig uns schnell. 2 käuerlicste Kredite r°/°, WechselkreSite lo°/«, Kontokorren io°/». Jahrgang X — (Gestorben) ist im Gurkselder Spital der nach Mitterdmf zuständige Johann Fink. ItnterskrM. (Feuer.) In nicht geringen Schrecken wurden am Aschermittwoch nachts unsere Dorfbewohner versetzt, als plötzlich der Ruf „Feuer" erscholl. Das unterhalb des Dorfes befindliche leerstehende Wohnhaus Nr. 19 stand in Hellen Flammen und der Wind, welcher gerade über das Dorf zog, trug Brandstücke in dasselbe hinein. Nur der aufopferungsvollen Arbeit der Dorsinsassen und unserer Feuerwehr verdanken wir es, daß nicht ganz Unierskrill dem verheerenden Elemente zum Opfer fiel, denn durch die herumfliegenden Brände entstand inmitten des Dorfes schon Feuer, welches aber glücklicherweise sofort bemerkt und gelöscht wurde. Das alte Haus Nr. 19 brannte vollständig nieder. Vermutlich liegt Brandlegung vor. Die Gendarmerie fahndet nach dem Täter. Der Schaden ist durch Versicherung gedeck. Warmöerg. (Überfall.) Der 24 jährige Josef Maußer aus Komutzen hatte für die Aus¬ wanderung nach Kanada bereits alle notwendigen Papiere und auch den Reisepaß erhalten und hätte am 16. März die Reise nach Kanada an- treteu sollen. Am 11. März befand er sich mit noch zwei anderen Kameraden, von welchen einer ebenfalls für die Mitreise nach Kanada gerüstet war, im Gasthause des Alois Maußer in llnter- warmberg. Ungefähr nach 12 Uhr nachts ver¬ ließen alle drei das Gasthaus und begaben sich auf den Heimweg. Eine kurze Strecke gingen sie miteinander, da aber die Kameraden des Maußer in einem anderen Dorf daheim waren, trennten sie sich bald und Maußer schritt allein seinem Heimatdorfe zu. Ungefähr auf dem halben Wege wurde er in der Nähe einer Kapelle von rück¬ wärts überfallen und wahrscheinlich mit einem Ochsenziemer derart über den Kopf geschlagen, daß er an Ort und Stelle bewußtlos liegen blieb. Zur Aufklärung. Gelegentlich der letzten Hauptversammlung der landwirtschaftlichen Filiale wurde auf den Umstand hingewiesen, daß diese keine Genossenschaft, sondern ein integrierender Bestandteil der Land- wirlschaftSgcsellschast für Slowenien ist. Wenn wir nun die Frage stellen, warum es wohl der damalige Obmann, Herr Hosrat Johann Kresse, für notwendig fand, diese Aufklärung zu geben, so erhalten wir zur Antwort, daß er es tun mußte, weil es leider unter uns Leute gibt, die entweder aus Unverstand oder aber mit Ab¬ sicht behaupten, daß die Filiale eine Genossenschaft ist. Obwohl wir nur glücklich und froh sein könnten, wenn bei uns im Lande das Genossen¬ schaftswesen ebenso blühen und Wohlstand erzeugen würde wie in allen hochkuliivierten Ländern, so finden wir es aus einem gewissen Grunde dennoch für angezeigt, die bäuerliche Bevölkerung darüber aufzuklären, daß die Filiale keine Genossenschaft ist, ist es doch ein Zeichen großer Unwissenheit, daß es unter uns Leute gibt, die im Jahre 1928 noch so Widersinniges Herumreden. Also paßt auf, Bauern! Im Jahre 1766, mithin vor 162 Jahren, traten in Laibach Landwirte aus Krain zusammen und schufen eine Vereinigung, welche den Namen „Landwirtschaftsgesellschaft für Krain" führt und den Zweck hat, die Landwirtschaft zu heben und die bäuerlichen Interessen zu vertreten. Als sie sich ausgestaltet hatte und man allgemein ihren großen Vorteil und Nutzen für die bäuerliche Bevölkerung erkannte, strömten ihr aus allen Teilen des Landes Mitglieder zu, und bald zeigte sich, daß, wenn in jeder Bezirkshauptmannschast ähnliche, beziehungsweise gleichartige Vereinigungen entstehen Erst am nächsten Tage um 7 Uhr früh fand ihn sein jüngerer Brude und brachte ihn nach Hause, von wo er sodann in das Spital der Barmher¬ zigen Brüder nach Kandia überführt wurde. Seine Verletzungen waren aber so schwer, daß er schon in ein paar Tagen darauf denselben erlegen ist. Als der Tat dringend verdächtig wurde der 22- jährige Leo Maußer aus Unterwarmberg ver¬ haftet und dem Bezirksgerichte in Seisenberg ein¬ geliefert. Göttenitz. (Besitzwechsel.) Das Haus samt Grundbesitz in Göttenitz ' Nr. 18, Besitzer Johann und Josefa Poje, kaufte am 17. März bei der gerichtlichen Versteigerung Herr Ludwig Tschinkel aus Rsifnitz um den Betrag von 106.000 Dinar. — (Todesfall.) Am 17. März starb Pau¬ line Stampfe! aus Göttenitz Nr. 98 im Landes- spitale in Laibach an den Folgen der Operation einer Blinddarmentzündung. Die Genannte war im 18. Lebensjahre und ein braves Mädchen. Sie ruhe in Frieden. Masern. (Landwirtschaftlicher Vor¬ trag.) Sonntag den 25. März um 3 Uhr nach- mittags hielt hier der Bezirksökonom Herr Hladnik unter recht zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung einen gediegenen Vortrag. Er sprach über die ra- tionelle Verwertung des Stall- und Kunstdüngers, Kompost, Jauche, sowie über die Anlage von Jauchegruben und Aufzucht der Kälber. Hoffentlich sind seine schönen Worte auf fruchtbaren Boden gefallen. — (Auswanderung.) Der Besitzerssohn Friedrich Primosch Nr. 10 ist nach Kanada ab¬ gereist. Wiedermösek. (Zur Anschaffung einer zweiten Kirchenglocke) erhielten wir aus Kanada 5 Dollar. Dazu spendeten Florian Mantel 2 Dollar, Sophie und Maria Mantel je 1 Dollar, würden, dies den Zweck nur fördern könnte. Es entstanden die ersten Filialen. Auch diese erstarkten und es zeigte sich die Notwendigkeit, Filialen in den einzelnen Gerichtsbezirken zu schaffen, bis es sogar zur Teilung dieser kam und Gruppen von Gemeinden, ja sogar einzelne Gemeinden, ihre eigenen Filialen schufen. Eine ihre Tätigkeit auf den Bereich eines Gerichtsbezirkes erstreckende Filiale ist auch diejenige, welche in Gotischee besteht. Sie vertritt und fördert die bäuerlichen Interessen in diesem Teile Sloweniens und ist und bleibt ein Glied der Landwirtschaftsgesellschast für Slo¬ wenien ; sie war nie eine Genossenschaft und wird auch nie eine solche werden. Es gibt aber nicht nur Leute, welche sagen: „Tretet ja nicht der Filiale bei, denn ihr haftet dann mit euerem Hab und Gut, weil sie eine Genossenschaft ist", sondern auch solche, welche behaupten, daß sie ein „Geschäft" sei. Auch dagegen müssen wir ganz entschieden auftreten, damit diese Auffassung unter unseren Bauern nicht an Verbreitung zunimmt, denn das würde ebenfalls einen großen Schaden für unsere Filiale bedeuten. Es ist zwar kein Verbrechen und auch keine Schande, wenn jemand ein Geschäft betreibt, aber die Filiale, beziehungsweise deren Kanzlei, will von den Mitgliedern nicht als ein solches angesehen werden. Sie legt hohen Wert darauf, daß sie alle Artikel, welche sie an ihre Mitglieder abgibt, ohne Nutzen liefert. Nur die Regie- und Frachtspesen werden zum Erstehungs- preis dazugeschlagen, aber einen Nutzen, wie ihn der Kaufmann nimmt, kennt die Filiale nicht. Die meisten Artikel werden aus dem großen Magazin der Landwirtschaftsgesellschaft für Slo- wenien bezogen und ist diese stets bemüht, das Beste und Billigste zu führen. alle aus Niedermösel, und Anna Krisch aus Rieg 1 Dollar Ein herzliches Vergelr's Gott den Spen¬ dern von den Octsinsassen. Mosel. (Weidmannsheil.) Die Wild¬ schweinplage machte sich in letzterer Zeit auch in Skrili und Pockstein bemerkbar. Am 20. März gelang es nun dem Mösler Jagdpächter Matthias Maichin im Graflindner Walde gegen Oberpock- stein einen 118 KZ schweren Wildschweineber zu erlegen. Nachdem der Jagdgehilfe Josef Kraker das Wildschwein nur am Halse verwunden konnte, schoß ihm Matthias Maichin eine Kugel aus nächster Nähe in das Herz. Im Triumphe wurde das Wildschwein nach Mösel geführt, da von vielen besichtigt, Jäger und Jagdbeute photogra¬ phiert und schließlich das Fleisch des Wild- schweines verkauft und dessen Haut als Jagd¬ trophäe ausbewahrt. Wen. (Verein der Deutschen aus Gott¬ schee.) Die Hauptversammlung am 11. März war ungewöhnlich zahlreich besucht und Obmann Andreas Schuster konnte außer einer größeren Zahl von Gästen insbesondere auch den Mit¬ begründer unseres Vereines Herrn Maler Michael Ruppe aus Salzburg begrüßen, der die Reise nach Wien nicht gescheut hatte, um wieder einmal im Kreise von Landsleuten zu weilen. Der Obmann pries die beispielgebende Heimatliebe und Opfer- freudigkeit Ruppes und wünschte, daß dessen An¬ regung, in der alten Heimat ein Armenhaus zu errichten, in absehbarer Zeit verwirklicht werden möge. Nachdem Herr Ruppe für die Begrüßung gedankt hatte, erstatteten Schriftführerstellvertreter Franz Kraus und Zahlmeister Hans Fortun ihre Berichte, die mit Befriedigung zur Kenntnis ge¬ nommen wurden. Direktor Widmer berichtete dann über den Zeitungsversand und hielt als Einleitung zum Wahlvorschlag für 1928 bis 1930 einen kurzen Vortrag über Zweck und Ziel der Ver- Wenn nun die landwirtschaftliche Filiale weder eine Genossenschaft noch ein Geschäft ist, was ist sie dann? wird mancher fragen. Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach- Sie bildet den Zusammenschluß der Landwirte — ohne Rücksicht auf Nationalität und Parteizugehörig¬ keit — im Gerichtsbezirke Gottschee behufs Hebung und Verbesserung der Landwirtschaft, Vieh- und Obstbaumzucht und anderer Zweige. Gerade so wie sich die Industriellen, Kaufleute, Handwerker, Arbeiter und andere Berufe zusammengeschlossen haben, um ihre Interessen zu wahren, zu schützen und zu fördern, haben sich auch die Bauern in Vereinigungen, die einem gleichen Zweck dienen, in den landwirtschaftlichen Filialen zusammen¬ gesunden und ist es Pflicht eines jeden Bauern, einer solchen als Mitglied an¬ zugehören. W. F. Fragen und Antworten. Frage: Darf ich meine Wiese jetzt auch eggen oder soll sie nur im Herbste geeggt werden? Antwort: Eggen Sie nur Ihre Wiese jetzt im Frühjahr, wählen Sie aber einen Tag dazu aus, wenn es trocken ist und die Egge nicht mehr schmiert. Frage: Wieviel Liter Milch braucht man für ein Kilogramm Butter? Antwort: In Ihrer Gegend und bei mitt- lerem Fettgehalt der Milch 26 Liter. Frage: Ich hatte im vorigen Jahre mit meinem Schwein viel Unannehmlichkeiten, weil es kaum auf den Beinen stehen konnte, so ver¬ kümmert waren diese. Ich fürchte, daß es mir mit dem heurigen abermals so gehen wird, und bitte um einen Rat. Antwort: Geben Sie bei jeder Fütterung zwei bis drei Eßlöffel Futterkalk in das Futter. Mitteilungen der landwirtschaftlichen Filiale Gottschee «r kamor' Sarlbaur rum ZcbSnaurMerl Telephon Im eigenen Hause. : Drei Minuten V0M ysar int ZIM Jakomimplatz. : Vorzügliche Weine. : R°?- ... ninghauser Bier.: HenmscheSpeisen.: L,e>-r- §(I)öNÄUgA5Zr 41. licher Sitzgarken. : Reine, möbi. Zimmer. einstätigkeit. Die Wahl hatte folgendes Er¬ gebnis : Obmann: Oberveterinärrat Dr. Adolf Wenzel, Stellvertreter: Kaufmann Hans Kresfe, Schriftführer: Walter Wenzel, Stellvertreter: Franz Kraus, Zahlmeister: Hans Fortun, Stell¬ vertreter: Marie Stalzer, Ausschußmitglieder: Kaufmann Matthias Petschauer, Kaufmann An¬ dreas Schuster, Opernsänger Hans Schuster, Rech- nungsprüfer: Kaufmann Rudolf Petschauer und G. Widmer. Der neugewählte Obmann Dr. Wenzel dankte zunächst für das in ihn gesetzte Vertrauen und gedachte dann in warmen Worten der Tätigkeit des abtretenden Ausschusses, ins- besondere des gewesenen Obmannes Andreas Schuster, der durch sechs Jahre den Verein in mu¬ sterhafter Weise geführt hatte und dessen Rücktritt allgemein bedauert wurde. Nach Absingung der Gottscheer Hymne wurde die Hauptversammlung geschlossen. Freudiges Aufsehen erregte bei allen Teilnehmern die Mitteilung, daß Herr Ruppe dem Verein sieben Ociginalaquarelle von seiner Hand mit der Bestimmung gewidmet habe, die Bilder zu verlosen und den Erlös für das zu errichtende Armenheim in der Heimat bereitzustellen. Im Nu waren die 90 Lose zu je ein Schilling abgesetzt und die glücklichen Gewinner in den Besitz der schönen Treffer gelangt. Der Erlös von 90 Schilling wuroe vom Vereine übernommen uud wird zu gegebener Zeit seinem Zwecke zu¬ geführt werden. Im gemütlichen Teile des Abends, der durch Musik- und Gesangvorträge ausgefüllt war, erweckte Herr Kaufmann Hans Kresse mit Humoresken in heimischer Mundart („Wallfahrt" und „Reiseabenteuer") stürmische Heiterkeit. Allerlei. Line Kapelle für drei Keligions-Gemeinschaften zugleich, wohl ein Unikum aus der ganzen Welt, haben die Franzosen auf dem Hartmannsweiler Kopf errichtet, jenem stumpfen, im Weltkriege so hart umkämpften Gebirgskegel im Oberelsaß. Die Kapelle enthält drei Räume, einen für die Katholiken, einen für die Protestanten und einen für die Juden. Hier können also nun alle drei unter ein- und demselben Dache zu ihrem Gotte beten und ihrer Toten gedenken. Lin Hotel mit 2-M Zimmern. In New- york ist der Bau eines Hotels in Angriff genommen worden, das wohl, wenigstens bis auf weiterhin, das größte Hotel der Welt sein wird. Der Bau wird 36 Stockwerke hoch sein und 2600 Zimmer mit ebensovielen Badezimmern enthalten. Das Hotel wird bereits im Sommer des nächsten Jahres eröffnet werden. Die Kosten des Baues werden einschließlich des Bauterrains 100 Mil¬ lionen Dollar betragen. Herausgeber u Eigentümer: Josef Eppich, Stara cerkev Schriftleiter: Alois Krauland, Koäevje. Buchdruckerei Joses Pavbcek m Kočevje. Irische Meer- u. Uordseefische jeden Mittwoch erhältlich bei Gustav Verderber, Gasthof „Harde", Gottschee. Beehre mich, dem p. t. Publikum bekannt zu geben, daß ich meine an der üaibacher Straße 154 langjährig bestehende Bau- und Möbeltischlerei mit maschineller Einrichtung an Herrn Joses Kraker übertragen habe. Bei diesem Anlasse danke ich allen geehrten Kunden für das mir entgegeng.brachte Vertrauen und knüpfe daran gleichzeitig die Bitte, an meinen Nachfolger Herrn Josef Kraker dieses Vertrauen übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Adolf Kornbacher. Mit heutigem Tage habe ich die Sau- u. Möbeltischlerei vom Herrn Adolf Fornbacher übernommen und bitte das geehrte Publikum, das meinem Vorgänger entgegen- gebrachte Vertrauen auf mich übertragen zu wollen. Ich werde mich bemühen, den p. t. Kunden in jeder Welse entgegen zu kommen, sei es in Bezug auf Qualität, fach¬ gemäße Ausführung, als auch in der Preislage. Alle Bauarbeiten sowie auch Geschäfts-, Kanzlei- und Zimmereinrichtungen werden fachgemäß und billigst ausgeführt. Ein Lager von fertigen Möbeln und Sesseln werde ich halten. Indem ich bitte, von meiner Firma I-sef Kraker Wau- und WöVeltischlerei, Koöevje 154 Kenntnis nehmen zu wollen, empfehle ich mich mit vorzüglicher Hochachtung Josef Kraker. Die erste unterkrainische Leichenöestaltung ,Vietätst Inhaber Adolf Fornbacher, wird im gleichen Ausmaße weitergeführt. Stets großes Lager von fertigen Särgen zu den billigsten Preisen. 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