«M R33. Donnerstag «m 12 October »V48 Hern'glhum Krain. Haibach, am 12. October 184«. I>, Folge der letzten schreckliche», Ereignisse in Wien hat der slovenische Verein in Laidach in der gestrigen ))^nvic pulärer Weise an das Landvolk ergehen I.issen, welche bei den» Umstände, als am Lande oit schinll die widersprechcndstcn Glückte in Circulation gesctzt werden, gewiß nur von der besten Wirklma, seyn wird: Kvnincr und ihr Slovvncn iuössesam,«t! „Nehmet, wir bitttn Euch, das 2l. Blatt der «!>is>vi<'«" wieder znr Hand, und leset wiederholt die dort gesprochenen no th g c d rnng e n e n Worte." »Mit Entrüstnng habt ihr die bedauerlichen Ereignisse vernommen, die sich vor einigen Tagen in Wien zugetragen. Doch glaubet nicht, daß alle Wiener daran Theil genommen. Gott bewahre! In Wien leben über 400.000 Menschen, und gewiß ist es, daß darunter vielleicht nur eiiugc l0 000 Individuen sind, deren fluchwürdiges Streben dahin geht, durch Her-beisührung aller Art Zerwürfnisse unser Kaiscrthum zu Grunde zu richten. Dcr größte Theil der Wiener Bevölkerung aber ist gut gesinnt und will nur die konstitutionelle Freiheit im gesetzlichen Wege — wild aber terrorisirt von einer nach Anarchie strebenden Partei, ohne diese los wlrden zu können." »Slovenen! bei uns bedarf es keiner Mahnung, dasi wir unter allen WrchselfaUcn einer traurig bc wcgten Zeit unftrem Kaiser, der uns die cvnstitutio» nelle Freiheit gab, treu bleiben sollen bis zum letzten Tropfen Blutes, denn wahr sind die Worte unseres Dichters, der da spricht: „Mag Berg und Eiche wanken, unerschütterlich bleibt der Slovene» Treue!" „Allein, jrtzt ist es Zeit, daß wir uns um so entschlossener schaaren um den Thron unseres Kaisers, — daß wir nicht dulden, daß ihn Bösgesinntc kränken, — daß wir Alle für Einen und Einer sür Alle stehen, — daß wir Aufwieglern kein Gehör schenken, — dasi wir als gute Staatsbürger unbeirrt Gehorsam leisten unsern bestehenden Obrigkeiten, die Gott und der Kaiser eingesetzt haben, — daß wir schon in voraus gegen alle Anordnungen Protestiren,'die etwa nicht von unserer gesetzlichen Regierung kommen sollten. Nur das, was von der gesetzlichen constitutionellcn Regie-rung kommt, sey uns heilig , — eine andere gewaltsame Macht werden wir niemals anerkennen!" „Alles sür unsern Kaiser und die gesetzliche Freiheit! ist der Nuf der Slovenen, die wir von jeher zu den trcuesten Völkern Oesterreichs gehören. Dieß werden wir, wie auch die anderen Slaven unsers Kaiscrthums neuerdings beweisen, die durchaus nichts gcmcin haben wollen mit den deutschen, ungarischen und italienischen Republikanern!" „Der Himmel gebe, daß in Wicn sich bald Al-les wieder zur guten Ordnung wende! dieß aber wiederholen wir im Angcsichte der Welt: Die Stadt Wien an und für sich ist nicht unser Herr. Der konstitutionelle Kaiser nur ist es, er mag residiren, wo er will!" »Gott erhalte unseren Kaiser und verleihe einen vollständigen Eieg den Kämpfern sür die Erhaltung eines konstitutionellen, wahrhaft freien Oesterreichs!" Dcr slovenischc Verein in Laibach. Das Decanat Altenlack hat cinon baren Geldbetrag von secbs und dreißig Gulden Eonv. Münze hichcr vorgelegt, welchen die Geistlichkeit des Dcca-nates Lack für die verwundeten und kranken Krieger und vorzugsweise des vaterländischen Regimentes Prinz Hohenlohe Infanterie-Regiments Nr. l? in Italier, zu dcren bessere»» ^crvflcgung zusammengeschossen hat. Derselbe wird unter Einem seiner Bestimmung im Wege des hierortigen k. k. Militär-Commando's zu geführt. Vom k. k illyr. Guberninm. Laibach am 2 October ,8^8. Laibach, den ll. October. „Wiener Eor. rcspondenz vom Freitag den 6. d. M. Das Iosephstädter Theater, welches Hr. Stö ger vom Inhaber Pokorny aus 3 Jahre a/pach-tet h.,t, wird am 10. d. M eröffnet. An dem Kongresse, welcher zur Ordnung der italienischen Sache in Innsbruck abgehalten werden soll, wird die französische Republik durch Herrn Vinic.-!, ehemaligen Minister, vertreten werden, Die Werbungen dcr Freiwilligen nach Ungarn dauern hier bis zur Stunde fort, werden aber unter den obwaltenden Umstanden natürlicl) heute noch ein gestellt werden. Man besorgt, diese Verfügung dürsle einen Erceß hervorrufen. In dcr gestrigen Rcichstagssitzung wurden die Anträge des Abgeordneten Mayer angenommen. Die selben lauten: die Urbarial - und Zehcntsteuer hat vom l. November an aufzuhören — da der Unter-schied zwischen Dominical- und Rusticalgründen bereits aufgehört hat, so ist auch die aufgehobene Ur barialsteucr gleichmäßig umzulegen. Der Antrag des Abgeordneten Durdas ievicz, daß die kleinen Stadtt und Orte Gaüzicns von dieser Besteuerung enthoben seyn sollen, wurde nicht angenommen. Die Iu-denstcucr wurde mit 243 gcgen 29 Stimmen amgc hoben; ebenso alle Paß-, Polizei. imt> Aufenthalts, gclder. Die Juden haben dagegen alle Gewerbs, Ein-quartirungs-und sonstigen Lasten wie die Ehristcnzu tra gen, F üst er, Mannheimer, Borro sch und Fc o dorowas sprachen mit Beifall Zum ^chluffe wurde einstimmig beschlossen, daß das Steucvgesetz nur unter der Bedingung dem Ministerium zum Behufe der Sanctionirung Sr. Majestät zu übergeben sey, wenn dieses Gesetz mit folgenden Worten eingeleitet würde. »Wir Feidinand ll. sanctioniren den uns von den vcrant wortlichen Ministern vorgelegten Reichstags - Beschluß u s. w.« Den Alttrag für diese Sanctionssormel stellte Borros cl)> Die ill Wieselburg stehende,, ans Italienern be, stehende Garnison ist sammt den Ossiciercn aufgcbro chen, und wollte unter dem Vorwande, sich aus den ungarischen Kriegsschauplatz zu begeben, nach Italien entweichen. Die Bauern vor Brück haben aber diese, nicht sehr bedeutende Truppe angehalten und ihr Vorhaben vereitelt. Der ungarische Landsturm bei Wicselburq und Naab hat sich ausgelöst. Dcr Banus setzt also seinen Marsch ungehindert gegen die österreichische Gränze fort und wird sich ohne Zweifel mit den daselbst stehenden k. k. Truppen vereinigen. Die Bewegungen des Banus gcgen die österreichische Gränze sind von höchster Wichtigkeit. Die Geschichte Oesterreichs steht an ihrem Wendeplmctc. Das Slavcnreich, die große projectirte Slava, ist der Geburt ganz nahe. Die sla vischen Farben werden in Prstl), und wir fürchten es grwiß nicht ohne Grund, auch in unserem Wien einziehen. Die Post aus Pesth ist auch heute ausgeblieben. Wien, Sonntag am 8. October. Seit gestern ruhen unsere Waffen, Die Barricade,! sind vom Volke stark besetzt, die Thore, verrammelt, alles war tet der entscheidenden Dinge, die da kommen werdm. Trotz unseres Sieges stehen wir auf einem gesahrli-chen Boden. Ieht gilt es, zu beweisen, ob wir der Freiheit würdig sind, und dieses können wir dadur«-!', wenn wir die errungene Freiheit z» behauvten wissen. Das Volk will keine Republik. — Die Revolution vom ind keine l^m.nllla. Die Stimmung im Volte ist beispiellos lnlscl'loffrn. Allgemein hört man, daß der Kamps vom Neuen beginnen muffe, und daß die Wiener entweder sterben oder siegen werden, wenn man das leere Spiel mit seinen Errungenschaften nicht einstellt. Den historischen Gang dcs Vorgcsalle. nen zu schildern, ist noch Unmöglichkeit; nur Einzcln-hciten können wir liesern. Die Garde ist von einer oewundcrungswürdigcn Einigkeit beseelt imd cntwik-kclt staunenswerthc Umsicht. Dic Abreise des Kaisers -rächte nicdt mehr jene ganz entmnthigende Stiniinung »eroor, wie am l8. Mai. Das Volk setzt jetzt scin Vettranen in den Reichstag und hofft von demselben das Beste. Der commandirende General Graf Äuersperg hat seine Truppen auf dcm Belvedere deö S ck wa r zr li b er g'schen Gartens in der Vorstadt Rennwcg zusainmengezogen und m.m will wissen, daß er beabsichte, die Stadt von doit aus zu bombardiern, welches ibm aber sehr üocl bekommen könnte, weil ihm jede Verstärkung abgeschnitten ist und das Volk, wenn cs will, die schwersten Geschütze und Munition, die sich in der Stadt befinden, in seine Ge'valt bekomme» könnte. Angekommene Depeschen an Lat our von Iellaoic verlangen schleunigst »nd viel Gcld. In der gestrigen Rei'chst.iaFsitzllng hat Fiiianzmiüister Kraus ein k^selliches Mailifest verlesen, welches er zurEontrafignillMg von Schönl'runn erhalten. In demsclbcn crklätt der Kaiser, durch die gegenwärtigen Vorfälle veranlaßt worden z>.l seyn Wien zn verlassen u»d deimiä'chst die geeigneten Maßregeln zu treffen, um einen geordneten Zustand wieder herzustellen. Da die Handschrift und auch Unterschrift dieses Manifestes nnecht scheinen, so wurdc cs nicht contrasignirt. Der Reichstag beschloß hierüber, daß die Minister Ho > nbostel, Doblho f f und K ra li s sämmtliche Mimstcrialgeschäftc im Einverständliiffc mit der permanenten Commission des Reichstages zu führen haben, daß diese Eommiffion ein Memorandum an den Kmser mit Beantwortung des beanständeten Manifestes zu verfassen habe, und ein Aufruf an alle Völker Oesterreichs in allen Sprachen über die jüngsten Vorfälle zu versassen und zu verbreiten sey. Der permanenten Commission wlnden mehrere militärisch Gebildete bcigcgrben. Graf Aue rs I'crg aufgefordert, über die Ursachen seiner Militarmanövers im Mrlvc. dcre Mitlheilnng zu machen, versichen, daß das Militär keine feindliche Abficht habe und nur in Bereitschaft war, um einen allenfalls zwischen den Studenten und Garden e>Ustehendrt> Kamps beizulegen, Ueberflüßige Vorsicht! übrigens werde das Militär bcild in km Eisernen einrücken.« Das Belvedere ist übrigens, gelcgenheitlich bcmert'i, jener O>t, welchen, wie das vor einigen Wochen hier vei'bm'ttt gewesene Gerücht versicherte, der Fürst Win dischg ratz com-missionalitcr in Augenschein genommen hat, ob er für ein Bombardement geeignet wäre. Ueber die Nachricht, daß einige tausend Arbeiter von den Bauten der Gloggnihcrl^hn den Wienern zn Hilft eilen, hat die Kammer beschlossen, um die Verwirrung nicht zu vermehren, ihre Ankunft im gütlichen Wcqc zu verhindern. Minister Hornbostl erklärte in der Abendsitzung, er halte c0 süv scmcPsiicht, offen und ehrlich 648 zu gestehen, daß er in diesem furchtbaren ^/omente stillem hohen Amte nicht gewachsen sey; er lege da< hev seine Demission in die Hände der Kammer. Ionak erklärte, Hornbostl müsse bleib««, wlil « das Vertrauen des Voltes besitze; ihm schloß sich di« Kammer durch Bcifallrusen an. Gestern hielt Graf Auersperg eine Konferenz mit allen Stabsofficie-ren ab, wobei er erklärte, sich den Beschlüssen des Ministeriums zu unterwerfen. Mehiere Generale er-klarten, daß sie, wenn dieses geschieht, und die ge. krankte Waffenchre nicht gerettet wird, keinen Degen mehr ziehen wollen. Die Wiener meinen: Schon gut! das wünschen wir ja eben! Nur nicht gar zu grosie Pensionen, so, was gerade zum Leben recht ist. Unter den von den Bürgern Gefallenen ist: der Dich, ter Kaiser; unter den schwer Verwundeten: Schrift, steiler Lud. Aug. Frankl; Willi Nek und Franz Tuvora, welcher beim Angriff der Hauptwackc am Hof untcr den Kampsenden zuletzt gesehen wurde, werden vermißt. — Wer sah, wie ein kleines Häuflein Akademiker ein ganzes Bataillon Militär stürmend empfing, wer sah, wie zehn bis zwölf Garden mitten untcr dem Kartätschenregen eine Batterie erstürm, ten, der nur kann sich cin Bild von dem riesenhaft ten Muthe der Wiener Bevölkerung machen. Das schwarzgelbe Blatt „die Geißel« ist mit dem schwarzgelben Redacteur, Herrn Bö h ri n ger, und An-hang, verschwunden. Das Ziel der Neise dcs Kaisers ist unbekannt. Iella^iö soll in Preßburg eingerückt seyn, wo das Ziel seines großen Patrouillcngangcs seyn dürfte. (??) Der Abgeordnete Scherzer ist zum National. garde Commandanten ernannt. Eine Kundmachung des GeneralsAu ers perg erklart so eben, daß von Seite des Militärs alle Feindseligkeit eingestellt sey. Wien, Montag am 9. October. Die Stadt ist ruhig, die meisten Lerkaussgewölve sind wieder geöffnet. Die Nationalgarde und akademische Legion steht unter den Waffen. Heute Vormittags bis 2 Uhr war kein« Reichs. tazMtzung. Die Dcputirten hatten sich versammelt, weil der Reichstag in Permanenz erklärt ist, um beim ersten Aufgebot zusammen treten zu können. ^ Hornbostl ist aus dem Hofiager des Kaisers! Nachmittags 2 Uhr zurückgekehrt. Die heutige Abend-sitzung wird seine Mittheilungen über seine Sendung übernehmen. Von den böhmischen Deputirten sind noch 20 hier, die übrigen kehrten nach Böhmen zurück. Alle jene, welche Waffen aus dem erstürmten k, k. Zeughause genommen haben, versammeln sich, um eine Reserve- und Arbeitcrgarde zu bilden. Gcmcmderath und Vcrwaltungsrath der Natio' nalgarde haben sick permanent erklärt. Die eroberten Kanonen sind aus der Aula auf» ^'pflanzt. Frauen und Mädchen Wiens sind aufgeboten, um die Verwundeten, die im Universitatsconvictc un. ttrgcl'^icht sind, zu pfl^a/n, zu welchem Zwecke sich auch bereits mcyrcre derselben Der Wiener Reichstag hat nachstehendes Mani^ l fest an alle Völker unserer konstitutionellen Mona^ chie erlassen: Völker Oesterreichs! Die Folgen verhangnißvoller Ereignisse drohen den kaum begonnenen Grundbau unseres neuen Staals. gebäudes zu erschüttern. Der aus der freien Wahl der Völker Oesterreichs hervorgegangen« constituirende Reichstag erkannte in den emsten Stundm des 6. Oct. die heilige Pflicht, die er den Völkern glgcnüber zu erfüllen, und die schwere Verantwortlichkeit, die er vor der Mit. und Nachwelt zu tragen hat. Als das Band der gesetzli< cken Ordnung zu zerreißen drohte, bemühte sich der Reichstag, Kraft seiner Völkervollmacht und durch Verständigung mit dem Volke von Wien, der Reac> tion, wie der Anarchie entgegen zu wirken. Er erklärte sich selber für permanent und wählte zugleich aus seinen Mitgliedern einen permanenten Ausschuß zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Aber der constituirende Reichstag hielt auch die Stellung fest, die er dem constitutionellen Throne gegenüber einnimmt und jederzeit unerschütterlich ein< nehmen wird. Er entsendete eine Deputation an Se. Majestät, den constitutionellen Kaiser, um im innig sten Verbände mit dem allerhöchsten Träger der Tvu. verainität die Wünsche des souveränen Volkes zu er. füllen und dessen heilige Interessen zu wahren. In stets bewahrter Herzensgute waren Seine Majestät sogleich geneigt, die Männer, welche das Vertrauen des Volkes verloren hatten, aus dem Ministerium zu entlassen, die Bildung eines neuen volksthümli^ chcn Ministeriums zu verfügen und die aufrichtigste, den Interessen aller Völker Oesterreichs, wie den Zeit. bedürfnissen entsprechende Berathung der Angelegenheiten des großen Gesammtvaterlandes zuzusichern. Leiber wurden Seine Majestät am 7. October zu dem tiesbeklagenswerthen Entschluß bewogen, sich aus der Nahe der Hauptstadt zu entfernen. Dadurch ist das Vaterland, lst das Wohl und die so herrlich errungene Freiheit unseres hoch berufe-nen Vaterlandes abermals in Gefahr; Rettung und Erhaltung der höchsten Güter des Bürgers und des Menschen ist nur dadurch möglich, daß das Volt von Wien, da? alle österreichischen Völker, die ein Herz für ihr Vaterland haben, wieder jene thatkräftige politische Besonnenheit und jenen hochherzigen Edelmuth beweisen, wie in d, ist. Völker Oesterreichs! Europa blickt mit Bewunderung auf uns, und die Geschichte hat unsere Er-Hebung zur Freiheit untcr ihre glänzendsten Thaten eingeniht. Bleiben wir uns selbst getreu, Halten wir unerschütterlich fest an der Achtung vor dem Gesrye, an der konstitutionellen Monarchie, an der Freiheit. Gott schütze Oesterreich! Wien, am 7. October I848. Vom constituirendcn Reichstage. Franz Smolka, lö a rl Nieser, erster Vice - Präsident. Schriftführer. Nationalgarden! Der Reichstag hat das Wohl und die Freiheit des Vaterlandes, die Unverletzlichkeit des constilutio» nellen Thrones und des Reichstages unter den Schutz der Nationalgarde gestellt. Den höchsten Gütern des Volkes, den ruhmvollen Errungenschaften unseres hochherzigen Volkes droht Gefahr. Sie kann nur durch einiges, kräftiges Zusammenwirken der Volks, wehr und der Volksvertreter beschworen werden. Na. tionalgarden, das Vaterland ruft! Erfüllen wir einig und kräftig die heiligste Pflicht des Bürgers, die Freiheit des Vaterlandes zu schützen. Wien den 7. October ,848. Vom Reichs.-Vorstande: Franz Smolka, erster Vicepräsiocnt. (§ avalcabl», Schriftführer. Kundmachu n g. Der Reichstag hat zu Folge des gestrigen Be« schlusses Militär-Zuzüge verboten. Um jedoch die Herbeischassung von Lcbciwmitteln für die Hauptstadt vom Marchselde möglich zu machen, da derm.Us die gewöhnliche Straße wegen der beschädigten Aerarial« brücken unfahrbar ist, sieht sich der Reichstag veranlaßt, zur Erreich u ng des angeführte nZwek« kes der Nahn < Direction die Fahrten zu gestatten, und dieselbe zur Fahrbarmachung der Bahn von Wien aus zu ermächtigen. Wien, den 7. Octobet «848. Vom Reichstags-Vorstände: Franz Smolka, erster Vice Präsident. Neich stags - Derichte. Wien, Reichscagssißung am 6. October l848 mn H Uhr, während deS Kampfes in der Stadt. Präsident S t l- o b a ch will die Sitzung nicht eröffnen ; da erklärt l? ohn er, daß er ihn in Anklage zustand versehen werde. Hornbostel ergreift das Wort über den heutigen Tag mit sehr bewegter Stimme. Die Nachricht wird gebracht, daß der Kriegsminister La« tour an einem Lateruenpfahle aufgehängt worden sey. Das Centrum und die Rechte erklären das Gerücht, als wollten sie den Reichstag verlassen, für «"wahr, sie wer. den bis auf den letzten Mann f»r das Volt stehen. Es wird angetragen, alle halbe Stunden Ploclamationen an da« Volk auszugeben. Eine Adresse an den Kaiser wird abgeschickt. Dan» wird gefordert: l) Bildung eines voltslhümlichen Ministeriums, wo jedoch Dobel ho ff und Horn bostel bleiben sollen. 2) ?l>nnest!e für die heutigen Vorgänge und Absetzung des Ban Icllaöi^. ._ EZ wird beschlossen, aus dem Reichstage einen pe» manenten Sicherheit)-Ausschuß z», b^en. Es werden dazu gewählt: Goldmark, Füster, Bilinsky, Maier, iHytler, Klaudi, Brestl, Schuselta, Umlauft, Skoda. Es wird der Befehl ertheilt, daß kein Militär weder anf der Süd- noch Brucker Bahn herbeigezogen werde. Der Bericht wird erstattet, das; so eben am Zeughaus ein lebhaftes Feuer eröffnet wurde, das Volk drohe, es zu demoliren; daß Hauptmann Friedrich Kaiser als Parlamentär gesandt unb erschossen worden sey. Schuselka, als Referent des Sicherheits-Aus, schusseS, belichtet, dasi derselbe Folgendes gethan habe: I) An das Volk eine Proclamation erlassen. 2) Herrn Scherz er zum provisolischen Nationalgaide^belcon^ «49 luaodalitel, ernaonl. :i) Den General ^ > a n k uiner den Schul) des Reicl sca^s gestellt. 4) Der akademischen Legion Munition ausfolge» lassen. — Umlauft: (9 Uhr); Einem Ofsicier der Natioualgarde ist es ge, lungen, das Feuer beim Zeughaus einzustellen. Ebenso hat der Commandirende beschlossen, das Militär in die Casernen einmal schiren zn lassen, nur möge mau mor-gen daS Brot hineinschicken. __ (» Uhr.) Die Depu--tation koulmt vom Kaiser mit der Antwort zurück, daß die Bildung eineS neuen Mioisterilims mit Verbleibung Doblhoffs und HornbostelS zu geschehen habe. und daß dieses neue Ministerium di» Verhältnisse ordnen werde, mit der gleichzeitigen Aufforderung zur ge, seylichen Ordnung zurückzukehren. Wir geben der Reihenfolge nach folgende gestern erschienene Kundmachungen und Proclamationen: Nation algarde! Das Ministerium hat mit dem schmerzlichsten Bedauern vernommen, das; Nationalgarden gegen Natio. nalgarden, daß Bürger gegen Bürger im Kampfe stehen , ohne daß hiezn auch nur der geringste Grund vorhanden wäre. Aus einem solchen Kampfe kaun uur Anarchie hervorgehen. Das Mmisterium ist daher fest entschlossen, die! Ruhe, Ordnung und gesetzliche Freiheit aufrecht zu er, halten, und fordert diejenigen Garden, die das Mini, sterium in seinem Bestreben unterstützen wollen, auf, sich gegenseitig durch weiße Armbinden kenntlich zu machen. Wien am 6. October l848. Der Ministerrath. Proclamatio n. Der Reichstag bringt hiemit zur öffentlichen Kun. de, daß er ehen in Berathung über die Maßregeln sey, das Militär aus dem Bezirke der Stadt zu entfernen, „nd eine allgemeine Amnestie für das heute Vorgefallene, und zwar für alle Civil' und Militarpersonen, zu erwirken. Wien am 5. October I848. Vom constitutionellen Reichstags. Vom ersten Vice-Prasidenteu Franz Smolk a> Kundmachung. Der Reichstag beschließt, der Direction der Nord. bahn zu befehle,,, dasi dafür zu sorgen sey, daß kein Militär auf der Nordbahn hierher geführt werde. Dle belresseud« Weisung ist nach Ollmül) und Vrünn zu g«öen. Wie,, am 6 October I848. Vom ersten Vice Präsidenten des Reichstages. Franz Smolka. Kundmachung. D»r Reichstag b,schli«ßr, der Direction der Süd. Hahn zu befehlen, daß dafür zu soraen s,y. d^s; k,jn Militär auf der Südbahn hieher gefühlt werde. Wi<» am 6. October l848. Vom erst«. Vice-Präsidenten d«s R,lchSlag,s: Frauz Smolka. Caoalcabo, Schriftführer. Kundmachung. Um irrigen Gerüchten zu begegnen, als ob ein Theil der Mitglieder des R,ich«taa,s an s,in,n S,Yli». gen nicht Theil nehmen würde, bringt der Reichstag hierwil zur öffemlichen Kunde, baß die Mitglieder d,S Reichslayes nn Bewußtseyn ihr,r Pfiicht u"d des Roch) lags Würd, durch auSdlücklichen Beschluß ihre uimn «erbrochene Thätigkeit ihrem Valerian», zu widmen erklärt haben. Wien am 6 October l«48. Vom ersten Vie, > Präsidenten : Franz Smolta. Im Namen des Reichstages. An die Nalio nalgarde. Nachdem mir von den» hohen Reichstage ausge> drücklen Wunsch, sehe ich mich in Anbelracht o,r »in^e tretenen außerordentlichen Umstände zur möglichst schleun, gen Herstellung der gesrylichen Ordnung bestimmt, d,l, Herrn Abgeordneten Gcherzer als prooisolischen Ober Eommandanl,u der Nalionalgarde von Wi,n und ll'N ijedl!»^ zu tiuclmen, u»o ^ebe noch och>c>l. Wien den 6. October i848. Der Minister des Innern. Proclamation. Der Reichstag, oon den oerbängnißoollen Ereignissen benachrichtiget, die diese Hauptstadt «rschullelt haben, hat sich versammelt, u»d welket sich v,ltrauend voll an die Beoölketung Wiens, damit sie ,hn uncer» stütze in d,r Erfüllung seiner schw,ren Aufgab«. Indem der Rnchslag sein tiefstes Bedauern auösprichl über einen Act schrecklicher Selbsthilfe, durch welchen der bisherige Kriegsminister seinen gewaltsamen Tob gefunden, jprichl er seine feste Hoffnung, seinen entschiedenen Eulschluf; aus, daß von diese», Augenblicke an das Gesetz und di, Achtung vor d,mselb,n allein wi,ber herrsch,. Der RtichStag hat sich permaneeil erklärt, «r wird diejenigen Maßregeln titffen, die di, Ordnung, Sicherheit und Freiheit der SlaolSbürger fordern; ,r wird dafür sor« gen, daß s«intU Bcschlüssen unbedingte Vollstreckung w,rt>e. Er wild nch zugleich an d,n Monarcht» weu^ den, und d,mle!ben die Diinglichkeit vorstellen, eiejeni g,u Minister seines Rathes, t«e das Vertrau,n deS Landes nicht besitzen, zu entfernt«, und das bisherige Ministerium omch «in oolkölhümliches zu «7seh,u, Er stellt die Sichel hcil der Stadt Wi,n, die Unverletzlich, keil des Reichstages und d,s Thrones und daduich die Wohlfahrt d»r Monarchie unter den Schuh der Wi,n,r i)»aliol>algard». Wi,n den 6. October !848. Im Namen des Reichstaaes. Der erste Vicepräsidenl: Franz Smolka. Die ^Allgcm.österr. Zeitung« vom 7. Oct. meldet aus Wie»,-. OS geht das Gerücht folgender Mini stercombination: Doblho ff, Inneres; Kraus, Finanzen; Noyna, Gesandter in Brüssel, Aellßeles; Puchner, commandircnder General von Siebenbür« gen, Krieg; Hornbostel,Handel; Breda. Justiz. Das ,Iourn. d. öst. Lloyd« v. 8. Oct. meldet aus Wien. Nach verläßlichen Nachrichten hat der Kaiser und die kaiserliche Familie heute Morgen um 7 Uhr Vchö'nbrmm in Begleitung des Hofes und untcr der Bedeckung von 2000 Man« Truppen ver. lassen. 400« Mann andere Truppen deckten das kaiserliche Schloß und die Reiseroute. Die ganze Um-gegend wimmelte von bewaffnetem und undewassncr wn Landvolk. Der Kaiser hinterließ liu Manifest, worin er sich bitter beklagt über die Störung der öffentlichen Ruhe, über die Gewaltthaten des Volkes; er werde alle Maßregeln ergreifen, die öffentliche Ordnung und den gesetzlichen Zustand der Dinge wieder herzustellen. Dieses Manifest wurde dem Mi-nister Kraus zur Contrasignatur überreicht, welchcr er jedoch dieselbe verweigerte. Der Reichstag ^erhandelt diese wichtige Frage im jetzigen Augenblicke. Wien. 8. Oct. Die Zahl der gestern Gefallenen laßt' sich noch nicht bestimmen; im allgemeinen Krankenhaus aNein lagen heute Morgen 90 Todte; und zwar 86 National. Gardisten und Civilisten, 3 Frauen und l Geistlicher. Beim Zeughause sielen außerdem 30— 40 Civilisten und Militärs; an der Taborbrü'ckc 5 Studenten und etwa 22 Soldaten; in den Vorstäd ten ist die Zahl der Gefallenen jedenfalls bis jctzt gering. Die Soldaten sollen in den Vorstädten hier und dort plündern. Auch schießen Einzelne - aber jeden, falls ohne Ordre — auf vorübergehende Studenten. — Es wird so eben abermals Generalmarsch ge> schlagen. Aus Wien Minister Bach ist entkommen. An der Linie wurde er erkannt, sehte seinem Anhalttr eine Pistole an die Brust, welcher darüber so er^ schlack, daß Bach Zeit zur Fluclit gewann. Die Gerüchte, daß in Wien wahrend des Kampfes geplüli-derl worden, sind Mlwahr. ^)ie Nr0»clu»g o,b K
  • beiler, da dic Zeit des Kampfes vorübcr ist, allmälig wieder zu eutw.issen. — Der heutige Train ist we-gen des großen Zudranges dcr Flüchtling erst um 8^ Uhr hier angekommen. Wcr in der vage ist, Wim zu vcrlassc» , siiM, weil Alles einen Belagcrungsstand sülchtct, imd dieser um so wahrscheinlicher ist, als dcr Kaiser in mirm an den Minister Kraus gesandten Manifeste scinc Völker aufgefordert hat, sich zur Herstellung dcr Freiheit und Ordnung unter seinen Fahnen zu schaaren. Wenn nun auch dieses Maniscst nicht zur Publication kcim, weil es kein Minister contrasignirctl wallte, und selbes daher vom Reichstage bloß zu dti, Acten gelegt wurde; so deutet dasselbe doch schon die Absicht an, daß die öffentliche Ruhe mit Gewalt hergestellt werden wolle. Der Reichstag ist, wie man hört, von einem gro-ßen Theile ftiucr Mitglieder (des (5<>ntt!M!ä und der Rechten) verlassen worden, und uamciltlich sollen fast alle böhmischen Dcputirten sich von Wio, wlgbege« ben h^ben. Wien, den 7. Oct. Nach der Erstürmung dcs Zeughauses war die maßlose Preisgebung aller Was-sengattungen keine Vocksbewassliunq mehr, es war eine leidige Plünderung, ülolksmassrn aller Farben und Tendenzen rissen die aufgehäuften Vorrathe an sich; cincs der wichtigsten Güter der Nation — das Arsenal — drohte in Kurzem eine Beute dcö raub, lustigen Pöbels zu werden. Bald abcr (gegen 9 Uhr Morgens) suchten die Nationalgarde. Wachen dem zügellosen Andränge dadurch Einhalt zu thun, dir,gen Tage? verging der gestrige auffallend rl!hig. Uebcraus, zahlreiche Spaziergänger durchströmen die Gassen, die; der Schauplatz dcs Kc.mplcs g.wcsen, dm Stephans- > platz, Graben, Bognrrgasse, Hof, die Frciling l>. säinmt-licheUmgebuilgen des kais. Zeughauses, um die Spuren, der durch Kartätschenkugeln hervorgebrachten Zcrstö-rungcn zu beschauen; doch blieb die nächste Umgebung dcs kais. Zeughauses, in Folge eines Reichstagöbe fehls, abgeschlossen. — Aengstlichc Personen verlassen noch immer in Massen die Stadt, um sich in die nächsten Umgebungen, von denen besonders einige überfüllt sind, zu begeben. Das auf der Türkenschanze liegende Militär verlangt, dem Vernehmen nack, Na-tionalgardencscorte, um, sicher in die Stadt rücken zu können, Noch ist darüber nichts Acmtliches verfügt worden. Die Garden des Michelbaicrischen Grün. des, verstärkt durch neuerlich bewaffnetes Volk, cscor, jirten jedoch Einzelne, so wie vom selben Grunde aus das seit 3 Tagen ohne Löhnung und Ration geblieben erwähnte Militär aus eigenen Mitteln versorgt wurde. Besonders lobenswert!) ist die aus demselben Grunde vorgenommene Entwaffnung unmündiger Jungen und verdächtigen Gesindels. Ein beiläufig l5 — ^jähriger Tambour der Garde hat, aus Muthwillen, daselbst einen Soldaten tödtlich verwundet. Bauern strömten fortwährend vom Lande herein, um bewaffnet zu werden. Ihrem Verlangen konnte jedocb nur unvollkommen willfahrt werden. Das Gerücht, daß das Landvolk sich der Weiterreise des Kaisers auf der Lin-zcrstraße widersetze, gewinnt mehr und mehr Halt durch das, ermuthigend aus die Bevölkerung wirkende kaiserliche Handbillet, datilt von Sieghartskirchen, Es wird der Minister Hornbostl in demselben aufge fordert, sich zum Monarchen behufs der nothwendigen constitutioncUen Eontrasignatur etwaiger Verfügungen zu begeben. Hornbostl vcrlies't solches in der Abendsitzung der Neichskammer, und Löhner's Vorschlag, es durch den Druck zu veröffentlichen, wird I,6i- »<-<-I»m:lliar,iten, al5 zu wünschen wäre, so wie man überhaupt nur langsam hierin vorschreiten kann, da die zu bauenden Schisse nur einen Theil des Ganzen bilden, welches b>son-ders nach dem Abfalle der venctianischcn Schisse nur allmälig harmonisch wieder hergestellt werden kann. Wir wissen übrigens, daß man sich thätig mit diesem höchst wichtigen Gegenstände beschäftigt, und Trieft bei der beabsichtigten Entwickelung vorthcilhaft zu betheiligen gedenkt. — Das kaiserliche Geschwader, unter Oberst Ku-driasfsky, blokirt Venedig, die Witterung ist aber sehr ungünstig und zwingt häusig die Segelschiffe, sich an die istrische Küste zu ziehen. Aldini ist mit seinem Geschwader, trotz der erhaltenen Befehle, sich in das mittelländische Meer zu ziehen, fortwährend in Ancona. Das „Abendbl. zur Allg. östcrr. Ztg." vom 7. Oct. meldet aus Trieft, v. 5. d.M.: Der gestern von Dalmatien zurückgekehrte Lloyd--Dampfer: »l! l)»I m:»lu" brachte die Nachricht, daß im Kreise von Eat taro eine fürchterliche Insurrection Statt gefunden, und daß die Insurgenten von Zuppa in Verbindung mit 1500 Montenegrinern unseren Truppen am 28. und ^9. September förmliche Schlachten geliefert ha--ben. Die Zehenteintreibung soll der Anlaß hiczu ge wesen seyn. Der Kreishauptmann Gri c« wurde mas-sacrirt. Im Uebrigen sind auf dem Schlachtfeldc von Icodo 5 3oldaten todt geblieben, I I wurden vcr^ wundet. Unsere Truppen zo^en sich in Eilmärschen nach Eattaro zurück, da sie imr 600 Mann zäklten u»d der Uebcrmacht von 3000 Insurgenten sich nicht gewacksen suhlten. AUes ist in Aufruhr, was fliehen kann, stiebt, Viele suchten im Eastelle von (öattaw Zuflucht. Niemand wagt zu bleiben, geschweige denn Widerstand zu leisten, denn die Insurgenten morden und plündern ohnc Unterschied des Alters, Geschlechtes und Ortes. Der »Dalmata" brachte auch zwei Ossiciere aus Montenegro nach Zara, von wo aus sie nach Eroa ticn gingen, um dem Banus die Hilfe von 10 000 Montenegrinern anzubieten. Bei uns noch immer die gleiche Spannung, lieber die Abdankung des Magistratspräses verlautet noch nichts Ossiciellcs — indeß ist es immer möglich, daß das Gerücht gegründet sey. Der Militärcommandant FML. Gyulai soll einen anonyü'cn Brief erhalten haben, der die Nachricht van einer zweiten Erhebung ganz Italiens enthielt. Der 2. October war als der schwarze Tag bezeichnet, und nun munkelt man vom ll. Das Ganze mag wohl eine Mystification seyn^ indeß sieht man, daß die Militärautoritäten aus den jüngsten Vorgängen in Italien eine Lehre gezogen. Sie gebaren mit der größten Vorsicht an der Hand. Mit der Blokade von Venedig hat es ein eigenes Bewandtniß. Nachdem noch dieser Tage von der strengsten Absperrung die Rede war, haben mm die k. k. Hasenämter und Eanitätsdeputationcn den Auf. trag erhalten, für Scbisse, welche keine Victualien und keine Kriegsrequisiten führen, die Pässe nach Ve-nedig ohne Anstand auszufertigen. Wir wissen in der That nicht, was wir hicvon denken sollen. Feuerungs-Material, dessen Abgang die Venetianer sehr in Verlegenheit bringen konnte, mag ihnen nun in Menge zugeführt werden. S t e i e r m a r k. Aus Gratz vom 8. October 10 Uhr berichtet die dortige Zeitung, wie folgt: Kann man den Er» zählungen der eben aus Wien angelangten Fremden Glauben schenken, so herrscht dort tiefe Ruhe. Die Partei der Revolution ist im Biege und hält die Stadt besetzt, während das Militär am Belvedere und im Schwarzenberggarten campirt. Ein mächtiges Lager hat sich an der Aula gebildet. Die Renngasse ist mit Blut übertüncht, weil dort der Kampf am heftigsten war. Das kaiserliche Zeughaus liegt in Schutt (?) die Stephanskirche ist sehr beschädigt. In diesem <^c>a^e!!talnpje wllen ncd ^cemn limo UN' glaublichen Mutbes ergebn I,,ibe,i; Studierende, fchwer verwundet, ließen kanm Zeit zum Verb.inde, um sich auf's Neue in's Fener ^ stürzen. Ueber die Leicben der Arbeiter orange» deren Mitblüdcr ror, um sich gegen die Kanonen zu werfen, die Tod in ihre Reihen spieen. Die nächsten Wiener Briefe werden genauere Details bringen, unsere Ausgabe bleibt es nur, jene Nachwirkung wieder zu geben, welche die Wiener Revolution auf unsere Hauptstadt äußerte. Heute Morgens wogte das gewohnte Sonntags-leben durch unsere Straßen, kein Unbefangener hätte ahnen können, welch' blutiges Schallspiel die nahe Residenz vor kurzer Zeit entwickelte. Ein oder zwei Placate des demokratischen Vereines sammelten später Volkshaufcn an den Straßenecken, die durch solche Ausrufe eben nicht beruhigt erschienen. Das Abreißm dieser Placate durch die gegentheilige Partei mehrte die Menschenmenge und es wäre hierdurch bald un einigen Orten zu Thätlichkeiten gekommen. Ein weiteres Placat des momnchisch .-konstitutionellen Vereines berief auf Nachmittag eine Versammr lung im Landhause, welche einen Aufruf an das Volk fördern sollte, jedocl), wie man hört, zu keinem Refill' täte gelangte. Gegen 2 Uhr sammelten sich wieder Gruppen um die Affichc dcs Gouverneurs, deren Inhalt wir am Eingänge unseres Blattes brachten *). Wir hoffen, oaß dieser um den Landrsches berusene Rath bald erfreuliche Zeichen seiner Lebensthätigkeit geben werde. Schon am Morgen des Tages hatten sich meh. rere Individuen der iwch hier weilenden Schützen-Freiwilligen mehrmal auf der Aula angemeldet, um sich Rath zu holen, ob sie nach Wien gehen sollen. Die Studierenden l>,dcn sie stets mit lobens-werthcr Mäßigung auf ihre beschworene Pflicht verwiesen. Nachmittags zogen allenfalls gcgcn »0 Freiwillige gegen die ArtillerieEascrne am Lendplatze, wo gleichfalls Eainkladen von ihnen logirt sind, und forderten letztere aus, ihnen nach Wien zu folgen, allein, ein Theil der dort Easernirten verstanden drn Aufruf übel, machten mit gefällten Bajonnctten einen Ausfall und sollen hierbei auch Einige vom Civile, die sich unberufen bei diesem Streite bethciligtcn, verwundet haben. Die Freiwilligen zogen später nach dem Bahnhöfe, und es sollen ihrer bei 30 so wie auch,8 Akademiker nach Wien abgereist seyn. An der Lendcaserne versammelte sich jedoch dann eine Menge des Volkes, die unter Schreien und Psei. fen die Herausgabe jenes Ossiciers begehrte, welcher den früher erwähnten Aussall resultirt halte. Die 7. und ,0, Eompagnie der Nationalgarde war am Orte des Zusammenlauses erschienen, und so verlief sich denn das Volk nach und nach, und zeigte auch hier. durch eine jedenfalls lobenswcrthe Mäßigung. — Die Nationalgardc und die Truppen waren bis in die Nacht consiqnirt, der Oberbefehlshaber der erste, i-cn, Pirkcr, ritt von Ort zu Ort, mahnte zur Nuhe lind erwies auch heute wieder eine Vertrauen crwek^ fendc Umsicht. Und so ging anch der heutige, sehr gesürchtete Tag zu Ende, ohne daß die Ruhe wesentlich gestört worden war. Den 9. Früh. Die Nacht von gestern aus heute ist ohne jede weitere Störung zu Ende gegangen. N n g n r n^ Das »Abdbl. zur Wien. Ztg.« v. <>. October meldet: Die Posten aus Ofen lmd Pesty vom «. und 7. sind eingetroffen. Von Pesth bis in die Gegend von Raab ist alles mit magyarischen Freiwilligen und Landstürmcrn bedeckt. Auch an der Seite von Oldenburg rückt der Landsturm vor. Iella/'iö war vor» gestern bis in die Nähe von Preßburg gerückt. Er scheint in diese Stadt einrücken zu wollen. In Esongrad, Szentcö, Ezegvar, H. W. Ua-sarhcly und Szeged hat sich ein Landsturm vrgani. ______________ , sirt, , ') «!,, unserm voria«" V<.Ul« lliitgelhlilt, leleg,aphlsch« DepesHe aus Wien u, 9. Ocl. «31 sirt, wie es hcißt, 50.000 Mann stark. In Ncusohl sind am 2 Färstcnthülner. ?lus Buckarcst wird v. ^lU. Sept. gemeldet, daß nach der Besetzung der tü'rk. Truppen in dicser Stadt ^uhe herrschte. Alle prov. Negieriingsmitgliedcr sind gefangen genommen und der türkische tzommissar Fuad Effendi hat eine in'uc Rcgicnmg , an derei, Spitze Fürst Kantukuzeno steht, eiilgcführt. Di» Bussen havcn ihre Stellung iil ocr Moldau unverändert. Llnnlmrd. -'licnctianischcs Königreich. Die „Allgemeine Zeituna/'' vom 3. Oct, meldet: Nach unsern Briefen ans Mailand befindet sich Erz-herzog Albrecht (den Wiener Korrespondenten im (Zroatenlagcr vermutheten, wor.nis sie sogar dcs Erz< Herzogs Stephan schnelle Rückkehr vom Kriegs, schauplatze erklären) bei Nadetzky, nebst drei andern Erzherzogen, Söhnen des Erzherzogs Rainer. Der letztere, bekanntlich Viceronig von Italien bis zu der Märzkatastrophe, scheint kaum bestimmt, nach der Lom-bardci zurückzukehre», wo er sich so wenig in Respect zu setzen gewußt hat, als ^rzheizog Ferdinand in Galizien. Frankreich. Paris, 2. October. Abd-ei.-Hader mit seinem Gefolge hat ain 29. Sept. Pali verlassen und ist auf das Schloß von Amboisc gebracht worden. Ein sran zösischer Dfficier, den man ihm seit seinem Ausent-halt in Frankreich beigegcben, war vorausgereis't, um die nöthigen Vorbereitungen zu scincr Aufnahme zu treffen. Die Weinlese hat nun auch i» den Umgebungen von Lyon begonnen ; wo der Rebstock nicht durch Hagel gelitten, ist der Ertrag außerordentlich reich und die Qualität gut. Um den Mangel an Fässern zu ersehen, hat man ein Ausrunstsmittel benutzt, das von der Rhone- Ackerbaugchllschast empfohlen war, — man hat ausgemauerte Behälter erbaut. Unglücklicher-weise sind die Arbeiten zum Theil übereilt oder an ungeeigneten Orten geschehen, so daß sie nicht überall der Erwartung entsprochen haben. Straß bürg, den 5. Oct. Seit einigen Na-gen tauchen wieder Gerüchte über tinc größcrc mili täusche Rhein- und Moselgränze auf, die indessen jeder Begründung entbehren. So lange die Truppen» Vereinigung in Paris und im südlichen Frankreich in dem bis jetzt angenommenen Maßstabe Statt findet, ist es schwer, auch de» östlichen D^ftarttmenten grö< ßcre Besatzungen zu gewahren, ohne das, die Regie-rung zu einer neuen Militäraushebung ihre Zuflucht nimmr. Letzteres liegt indessen nicht in ihrem Willen, da sich demselben namentlich finanzielle Gründe wi> dcrfttzen. — Gestern wurden hier mehrere deutsche Flüchtlinge zur Hast gebracht, die, wie ts heißt, von Frankfurt aus der Theilnahme cm dem Mord der beiden unglücklichen Abgeordneten Lichn owsky und Aucrswald bezichtigt, steckbrieflich verfolgt seyen. Das Obcrelsas; haben bereits sämmtliche Flüchtlmge verlassen, da sie von den Behörden dort nicht mehr geduldet werden. Acgypten Die „Allgemeine Zeitung" rom 6, Oct. meldet: Wir erhalten Briefe aus Alexandria bis zum 22. Sept. Die Cholera war endlich verschwunden. Ibrahim und Mehemed Ali befanden sich in Cairo, jener leidend, dieser wohl dem Tode nahe, d^l er von fort, währender Ruhr befallen war. Wohnnng-Verälldermlgs-Auzeige. Der Gefertigte macht hiermit allen mit ihm in Geschäftsverbindung Stehenden bekannt, daß er von heute an nicht mehr in der Capuzinervor-stadt, Klagenfurterstraße Nr. ln, sondern am alten Markt Haus-Nr. 154 dem Kaffchhause des Hrn. Jen ätsch gegenüber, im 2. Stock wohne. Redacteur der ,/äaibacher Zeitung." Nerleaer : In»». Al. K l e i n m a », r. — Verantwortlicher Zledacteur : Leopold K «, r d e fck. Fremden-Hn.lcige der hier Augekommeueu und Abgereisten. ü m 6. October. Hr. Johann v. Pariay, t. k. Professor, — iu,d Hr. Eduard Ob^rleichner, k. k. Lemwand. Fabnkanc; dcide roil Trieft nach Wien.' — H»'. Gcoi'g Roncal-diV>r, N,'gozlaüt, nach Tncst. — Hr. Domimk G"a-rlm, Pi'lvat, von Txest. — Hr. Jean Mliüdagllanc', llisisch. Uuteirhan, von Wlen nach Tlicst, ?lm 7. Hr. Carl ^uschbek, Doctor, von Trieft nach Cllll — Hr Hinion o. ?),'illeft, k. k. !i?ea»nc/ von Wie» »ach Vlc^iza. Hr. W>i!)>liliOehIlnan!', Anhalr «ötheo'scher Re^-R^th, — n>,d Hr. Kapp, s. t, Kl.!S.Colu»!,ss.i!-; blide von Tr,est nach Wui'. — Hr, Joseph Schmidt, Neal..Besitzer, „ach Wien. Am 8. Hr. Johann Acerboiu, t l, scanne, von Trie st nach Klagrnfm't. — Hr. Heinrich Gc>odllll,, Handkma,). Agent, ^°n Trieft n^ch W>en. — Hl-, Adolph Schwan, Kulfmaül,, von Tnest »ach Gratz — Hl-. Anton Pllii.ofch, ^riu^r, vc>, T'icft. — Hr, Wlach, t. k. Appellaclo»s>ach, vvl, W'c» „ach Tr.c!i, Neuntcs Vcrn'ichniß der für Kroatien eingeftansscuctt Vciträge. Freite», Th.'l'ese ^ioliul-lli^ , ^'0» ^ilt^nhus 4 fi.; H?. pi-^l't. v°>, Ve!0e^' l<) si,; Hr Mor.z ^dl, 0, IV'l>, k. k. Actual' ü, Nadinaiuisoolf, , ,l, 20 kr.; Hr. Match,^nil.'lcl!U!ehm>r ul'^iassen' f.lß. 2 si; H>'. (^ranz lw!)lnk, Theolog, 20 tr.; Hr. s^cora It^i^, ^»dm.,mi, 10 t>. j Hr. M-tthias Iluv.^, Rl)thciäroer, .0 k>.; Hr. Joseph Itil)«^', Amts-schl^bei-,',0 lr.; Hr, Michael Ilollili«, Organist, 20 kr,; Hr. Fra!,^ I)<;l«!n, k. k. ?Ii>n„-, Glllt^ibesiyer, 20 kr.; Hr. Ioh, Nolillln-, Kläm^. ,N kr ; Hr. Ioh. l)o!i»«r, Wüth, 20 ki.; Hr. Franz Kol-«!"' >,') kr.; Hr. Ancoü .ln^l, Hr, 'l> kr.; Hr. ^o^i^ I^:»p, Pfarrer, 2 fl.; Hr. ^oicro^ ,Vl«>-^<»:»>, t. t. ,'ilniö. schrelber, IN kr ; Hr. Joseph ^1l»ssf„i>l>l, Heirschaftö» V^i walc^r, :^ si,; Hr. -N?ach^s U«uul'll, C»^>. ^Us»^,^, r. t, Diftrnrsphysiker, 2 si.; Hr. F,a>^ l'l,,-'.^!, Äi un^ b^'itz^l, ^0 kr.; Hr. Ioh. pil)l,p„ili, Od., r> vcer, 20 k>.; >Y>. ^oi^c'Y ^olojiS,', H<0lNIei)i't'r, 15, tr,; ^r. Iol), l'!(;>i!v<)V!'5, Grlli,dl)^si^cr, ^0 ^r,; Hr. Ioi. l^)v>io lv kr.; Hr, Ioh. ^«lll^n^ilr, ^le>lchhact^r, 5 kr. j Hr. Maril.: ^lli,<»Nlc'ur i0 kr.; Hr. Carl Naab, k. k. Arzllrücomlmssar, 2 si.; Hr. Ainon Rottar »U kr. z Hr. ^acob 3.^<. 5 kr.;, Hr. Job. 8:.!oli:»,-, Pfarrer, .0 fi,; ^"- Joh. «(Mm.i, Occot>o!,lie.Bl-amtc, 20 br ; Hr. I°h. «^ltlim, Wüth, 20 /r.; Hr. F,anz äolimn, Wlrth, in kr.; Hr. Fla»z >i<;lt!ila^ M^yc,rl-, »c» tr.; Hr, I»scph ^>,,^:» 5 kr.; Hr. Varon Fellr ^vl»j<;-0l' l si.; Hr. Ioh. Nlul!»ttl>, Hlttmacher, l0 kr.; Hr (Neorg l^liiicks), Coover., ?r, ^ fl.- Hr. Joseph sll«!, 3loth-gä'w-, 20 kr.; Hr. Joseph 8to>'>!!,, 'A'erricht,'^ 50 k>.; Hr Joseph '1'«r!)<-,l«: ll) kr.; Hr. Ios. Vi> ,^^, Rochgaioer, 20 kr.; Hr. Ioh, l.'iml)U«, Coope^ rator, 2 si.; l)vli Uun^n .j'Mi^im llc» vuloin 5 fl ; 's-m Uügeimtnit^r, mit dein Motro: v ili»z)>'o!a„z 8i!i!0l!><">, Caplan m I.„ si,; Hr^ l)l>. Va««'!, k. k. Krcll'l'hysik.'r ii, Ad^lsb.'r^, ^ si ; ör. Carl Ps'cff^er, Verwalter m I^lvil»!»: „ilvi^o Kilvi," 2 si,; Hr. Alois Ul»l»uilv, t. t. B,a,i>te >n ^clstilh, l si, ; Hr. I^cob Vi^i^, Besihe«' in Aocisl'ei'g, t si,; Hr. I^ham, Vi!!»«:,-, 35efther li, A^Isberg, !^ si ; Hr. Ferd. I>II^l<,v, k. k. ^.'a»tt^ , si ; Hr Friedrich linillloünovi^, k k. Beamte: „/,ln>^<> lloi-vittoln," » si.; F>'al> Aima Dorat, BVsitzeii!,, 2 si.; Hr. Franz ^-»l-tin«, k. k. Beamte, 40 kr.; Hr. Franz ?avli<^ k. k. Beamte: „iivjjn v»i älav.jiuli," l fi.; Hr. Jol). l'ivk, C.lplan ü, Slcioiiia, 2si. ;' Hr. Johann Ij<)l-<»v«k> -^ st.; Hl'. ?lndi-eas Goti-berciel) 'Apotheker, 2 si. ; Hr. Alex Nnljot, k. l>. Ann^chrelber, 20 si.; C'in Un^e-"an.tter 1 ss.; H^. Ios.'vh'l^Im.-f., k. k.V.'amte, 3o kr.; '?r. Franz ()«i'i.^)li, Wml), .^U kr.; Hr. I. B. l'inlln->" Groi;Ia,ch,tsch 2 fi ; Hr. Fra>',^ij„I«.' ,» Oros-lasch.tsch ' si.; Hr. Ivhani. .<;!!«,- », Grostlaschitsch l fi.; Hr Valentin r^^l-Inl in Grosilasch.tsch 30 kr,; Hr. ^erd. Kurmil >n GroiUasch.tsch ^0 kr,: Hr. Ioh. >V!«iM >l, l>)r°l;Iasch,tsch 2o kc.; Hr. Iyh. K^^. in Groglaschitsch . si,; H>'> I. B. >n Gi-os!l^ch,tsch z si. 30 kr,; Hr. Io,ep!) «i-ttll ,n Grosisaschitsch z ^. ^^. Jol,. Iv.'Ml) >n (^roßlaschitsch »0 kr.; Hr I»h, 8ul!«ll<'lnlil^, Pf.ir. rer in Auersperg, l fi,; Hr. Ioh. Nep. lvltü,«;», Vcr, >va!cer ln Auerspera,, 2 si, ; Hr. I^h. 'l'ol^uvo 30 Ül.; Hr. Match. HI<'l'v:li-, Co^oer'tor ii, S«. ^nitian, !i st,; Hr. Anton I'avi-il'i, Sch^ü^lei-, <^<) z»,.; H^. Thonl^is ^'-/.»n, Pfarrer in St, Georqel,, , ft ; .Hr, Franz Mo,''t>i!<, Pfarrer »n St. ^regor, , fi.; Hr. Caspar ^„lxil, Pt^rrer ln Onteüseld, 2 fi . H,.. Iosep!)'i'll, K, Coovcralor ,n Gutenfelo, ^ N.; />s. Franz I>?il'"^ci, Co>)perator «n Ourenfeld, 4U tr.; Hr. A»to» slis<.!l', Pfarrer u, Kopain, » si.; Hr. Franz Illmt, Pfarrer ^' R^b, , ft.; Hr. Peter l)<>lil'nvn, Pfarrer in ^lülg, , fi.; Hr. Johann K,",I!tN', Verwalter >n Zobclö'^ra,, l si. — Sllllnna l5< si. '/3 kr. — Hie^n die Beitrage aus den früheren 8 Verzeichnissen pr. 1^01 si. 5 kr.. 3 Golddlicare» und I Fiinffrank, — zusammen 1452 jfl. 28 kl., 3 Goloducatell u»d 1 Füuffrauk. B e r i ch t i », n u « Im 6. V>, ;e>ch!,,ssc, l'ei 5er Fr^u ?l!Na!ia Kn„-6i<^, ist beijllfcHl'l,: ^S ch n > lt w ar e n h a » d l e rl ».« Anstatt zweimal Frau Hath.nilw I'a.^liol, ist ei», mal »K arha , > na I^.«>« l< « v l <>. '> zi, lese». Voiu slovem'schen Vereine i» Laibach. Z. 1884. Nr. 2l2!>. Oesscutliche Danksagung. In dcm Intkü. Blatte Nr. H5 zur ^Laibacher Zeitung" Yat die gefertigte Bvzuksokriqkeit die Calawitat geschildert, von welcher die Ortschaft St. Veit del Sittich durch die am Itt I,»,,, d. I. auügedrochene große Fcll wohlthätige Publikum gerichtet, daß daß Ölend der Getroffenen durch milde Apenden gelindert werden wollte. Der Same fiel auf quteö(5rd« rcich, denn die Beiträge sielen ergiebig aus, und sie werden veröffentlicht, wie folgt: si. kr. ol. 1) Das Pfarramt St.Mattin bei Littai ü'derschickte die bedeutende Summe pr Itti 3 ^< 2) Das Pfarrvicariat St. öorenz . 5-------- :j) Die Localie Iavorje . . . . 12 21 2 ^) Das Pfarramt Sittich ... 5 45 », 5,) Das Pfarramt St.Veit bei Sittich 41 4 2 tt) Das k. k Bcz.Lommissariat Naffen« fust......... l,-------- 7) Das löbl. k k. Krcisamt zu Neustadt! die Spende der Gebrüder Heimann zu Laibach.......25 — — 8) Ebendasselbe......» 52 - !>) Der slovenische Verein zu Laibach 12i)8 — ein Sonnen -. Schirm. ! 1278 — ein blaues geschliffenes Glas. ! 1377 — zwei Blumcnbouqucts in Rahmen. 138» - eine Dm:/en-Schatulle. 14N5 — ein silberner Schlüsselhaken. 1457 — ein silberplattirter Toilettespiegel. 17,27 — ein detto Eierbecher. 1527 - cin gesticktts Visitkarlen. Etuis. 1lX»^ — ci>i silbaplattirler Handleuchter. 1^4 — cm silbellics Elrickkörbchen. 2M8 — cin gesticktes Fedcrkarnier. 2'<ä^7 — ein gefärbter Nioicule. ^:i<ß — ein silberner Schlüsselhaken. 3?l2 —> ein gesticktes löigaircn-Etuis. 37:i7Z — eine gehäkelte lZommod ^ Kappe. 375,8 — eine illum. Lalidschaftu, Goldrahme. 3? redlich, aber es tritt stark und offen Allem enlarge», f was die ?lnarchie jlir Herrschaft bringt. — Für Unter--Haltung bietet das Feuilleton dlirch Beiträge der ansste« ^'»chnetsten Publi^lstcn veichen Stoff. — C'S bongt alle Neuigkeiten dcö Tages aus alle,, Theilen drr Welt und hat auch für den (Heschäftömann I»m> esse, weil es eine,, täglichen bericht über den Vcirchr ln Waren lind Geld, nnt Angabe der Curse bringt und so gleichseitig «,'>u autg.flihrces Organ d.'S Handels wird. De> seltene Erfolg, die schnelle Verbreitnnq, de-reu es flch gleich in den ersten Tagen seines Erscheinens zu erfreuen hatte, die gütigsten Urtheile oer bedeutendsten Zeltschriften bürgen für sem»n innern Werth. Es erscheint, mit Ausnahme des Montages, leder» Tag einen Vogen stark und kostet im jährlichen Abonnement nicht mehr als > kr. G> M. täglich. l Der Abonnemcl'tSpreis «mr täglicher Postversendung l ist gan^jaluig 8 fi., halbjährig 4 fi., vierteljährig 2 st. Einzelne Blätter kosten 2 kr. C. M. Die Expedition des Blattes ist in dcr Stadt, Wollze.le Nr, 77«. Wlen den ^tt. September 1848. Ha„a, Dr. Leopold Landsteiner, Hcrauo^k«r» Haupt - Redacteur.