Intelligenz-Blatt zur Laibacher Zeitung- Ni-. 1ä6. Dinstag den 7. December 48Ü7. Vermischte Verlautbarungen. Z. 2049. (3) Nr. 332?. Edict. Vom Bezirksgerichte dcs Herzogthums Gott-schee wird dem unbekannt wo abwesenden Georg Nu» schetz von Weisenbach mittelst gegenwärtigen Edictes erinnert: Es habe Anton Nossan von Agram durch seinen Bevollmächtigten Michael Lakner von Gott-schce. wider ihn eine Klage auf Zahlung von 4»6fl. C. M. c. »- c. und Nechlfeltigung einer Pränotation hiergerichts angebracht und uni richterliche Hilfe ge-bclen. Das Gericht, dem der Aufenthaltsort des Ge« klagten unbekannt ist und der sich auch außer den k. k. Erbstaaten befinden dürfte, hat zur Verhandlung über diese Klage die Tagfahrt auf den 24. Februar «646 um »a Uhr Vormittags angeordnet und demselben den Carl Schuster von Gnadendorf als Curator auf seine Gefahr und Kosten aufgestellt, mit welckem die angebrachte Rechtssache llack Maßgabe der Gerichlsordnung ausgeführt und entschieden werden wird. Dieß wild dem Abwesenden zu dem Ende er.-innert, daß er zu dieser Tagsatzung entweder person« lich oder durch einen Bevollmächtigten erscheine, oder einen andern Sachwalter ernenne und ihn dem Gerichte bekannt mache, überhaupt in dieser Sache gehörig einschreite . wirrigens er sich die Folgen seiner Vcrabsäu-muag selbst zuzuschlelben haben würde. Bezirksgericht Gottschee am l5. October »647. Z. 2055. (3) ' Nr. ,26>. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Flödnig wird bekannt gemacht: Man habe den Georg Ierey, vulß« Debeuz von Dovrusche, wegcn erwiesenen H.ingeS zur Verschwendung uncer Curatel zu setzen befunden und ibm zum Curator den Mathias Braust von Hrastje bestellt. K. K. Bezirksgericht Flödni? am 27. Novem. ber »847. I. 32l. (l0) Nr. 74. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Auersperg wird hiemit bekannt gemacht: Es sey über Anlangen des Gregor Hmi von Kukmak, grundbuchlichen Besitzers der, der Grafschaft Auersperg «ul, Rett. Nr. 34, Urb. Nr. ?i unterthanigen l^4 Rusticalhube, in die Einleitung der Amortisirung des auf dieser Realität mittelst Heirathsabrede ddo. 30. Jänner «794, zu Gunsten des Simon Strach mtabulirten Hciraths.- gutes pr. 200 Kronen » I fi. 59 kr., oder 396 fi. 40 kr., dann der, mit der nämlichen Urkunde fürAn-drcaS, Lucas und Mathias Skredetz, für Jeden mit 50 fl. sichergestellten Erbsforderungen, endlich des mit derselben Urkunde für Elisabeth Skredetz intabu-lirten Lebensunterhaltes gewilligel worden. Den genannten Tabulargläubigern oder deren Erben wird zur Anmeldung ihrer allfalligen Ansvrü-che hiermit eine Frist von Einem Jahre, 6 Wochen u. 3 Tagen mit dem Beisatze zugestanden, daß bei frucht' los verstrichenen Terminen auf weiteres Einschreiten des Amornsirmigswerbers in die grundbücherliche Lö-fchung der erwähnten Tabular-Rechte gewilligci werden würde. K. K. Bezirksgericht Auersperg am >8. Iän< ner «847. Z. 2067. (3) B rücke nm au th-Verpachtung. Von Seite des gefertigten Gutes wird am 9. December 1847, früh 9 Uhr, in dessen. Verwaltungskanzlei der Mauthbezug an der Feistritz-brücke zu Förtschach bei Lustthal im öffentlichen, Licitationswege, auf die Dauer eines Jahres, in den ferneren Pacht ausgelassen, wozu die Pachtlustigen zu erscheinen eingeladen werden, welche zugleich die Pachtbedingnisse von heute an bis zum 9. December l. I. früh in der Amtskanzlei des Verwaltungsalntes am Gute Lustthal täglich einsehen können. Verwaltungtzamt der Güter zu Lustthal am 28. November 1847. Z. 2066. (3) Verlautbarung. Am 9. December 1847 und den folgenden Tag werden in dem Hause Nr. 150, im 2. Stocke, auf dem alten Markte verschiedene politirte Möbel, als: ein Fortepiano von 6'/, Octaven, Bettstö'lte, zwei Schreibtische, Chiffonieres, Bücher-, Echub-lad» und Kleiderkästen, Gestell für Silber, gepol» sterte Sopha's und Ruhebetten, Spiegel, englisches Tischgeschirr, Tische, verschiedenes Hausund Küchengerathe, Kleidungsstücke und andere Kleinigkeiten gegen gleich bare Bezahlung im Licitationswege veräußert. Hierzn werden Kauflustige zum zahlreichen Erscheinen eingeladen. Laibach am 30. November 1847. 820 Z. 2V85. (I) Nr. 393. Licitations-Ankündigung. In Gemaßheit einer hochlöbl. k. ungar. Hofkammer-Verordnung vom 25. August 1847, Z. 34069, wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die Herstellung des im Waraödiner Comitat gelegenen Pfarrgebaudes in Szcla mittelst einer am 14. December l. I wiederholt abzuhaltenden Minuendo-Licitation den Mindestfordernden überlassen werden wird. Demgemäß werden jene Werkmeister, welche die vorkommenden Arbeiten zu übernehmen wünschen, hiemit eingeladen, sich am obdesagten Tage in den vormittägigen Amtsstunden zu Millyana im herrschaftlichen Schlosse, mit nachstehenden Reugeldern versehen, einzusinoen, und zwar: für Maurer-Arbeit..... 38 fl. „ Maurer-Materiale . . . 1V2 „ „ Zimmermanns-Arbeit. . 22 „ „ ZimmermHnns-Materiale 60 ,/ „ Steinmetz-Arbeit sammt Materiale .......... 5 „ „ Tischler-Arbeit..... 22 e, ., Schlosser-Arbeit . . . . I« , „ Anstreicher-Arbeit ... 8 ,, „ Glaser-Arbeit ..... 6 , „ Hafner-Arbeit . ^ . . . ? „ ,, Schmied-Arbeit .... 8 „ welche Reugelder nach beendigter Limitation denjenigen, welche die Arbeit nicht erstehen, zurückgestellt , dem Ersteher aber in die mit 2U Procent zu erlegende Caution eingerechnet werden, und welche entweder in barem Gelde oder in Staatsobligationen nach dem bestehenden Course, oder auch in schuldenfreien verhypothczirten Grundstücken und Realitäten geleistet werden kann. Die weiteren Bedingnisse, Pläne und Vorausmaße können taglich in den vormittägigen Amtsstunden in der Kanzlei des gefertigten dirigirenden Ingenieurs zu Agram (am Harmitzen - Platz Nr. 424), und zu Millyana beim kömgl. Amte eingesehen werden. Ritter v. Wauthi er, k. dirigirender Ingenieur in Croatien. Z. 2U78. (2) Im Hause Nr. 28? am Iahr-marktplatz sind einige Monatszimmer zu vermuthen. Das Nähere ist daselbst zu erfragen. 3. 2089. (1) In Earl Ueberreuter's Verlagshandlung in Wien erscheint vom neuen Jahre 1848 an, und wird Pranumeratwn angenommen bei FHsF««H ^FFosK H^MeFK T?- Htie«F»«Nttzs5' in LaibachausoasWerk: Handbuch der österreichischen Censur- und Preß-Gesetze, alphabetisch - chronologisch geordnet und herausgegeben von einem , k. k. Staatsbeamten, in zwei Octav-Bänden, eil-o« 60 Bogen stark, - in Wöchentlichen Lieferungen von vier Druckbogen, um den äußerst billigen Preis von 15 kr. C. M. pr. Lieferung, gegen bare Bezahlung. Wer auf vier Exemplare pranumerirt, erhält das fünfte gratis. Nach geschlossener Pränumanenflatit. Im Hause Nr. 150, St. Iacobs-Platz, ist für Georgl eine Wohnung mit mehreren Zimmern, Küche, Speis, Keller und Holzlege zu vergeben. Das Nähere erfahrt man im nämlichen Hause, I.Stocke, gasscnsctts. Z 2U29. (5) In der Spitalgasse Nr. 263, im 2. Stocke rückwärts, ist taglich Morgens und Abends frisch gemolkene Milch u.Obers zu haben. — 822 — Z 2071. (2) Steyermärkisch - standische Kundmachung wegen Verleihung der zweiten Traiteurie im ständischen Curorte Sauerbrunn nächst Rohitsch. Im ständischen Curorte Sauerbrunn nächst Rohitsch wird die zweite Traiteurie vom 1. Mai lglz8 an, unter nachstehenden Bedingungen verliehen werden: t) Wird dem Traiteur die freie Ausübung der Traiteurie und dcö Ausschank.s gestattet, und zu diesem Ende da6 ganze zweite Traileuriegebäuoe, in welchem alle zur Ausübung dieses bedeutenden Geschäfts erforderlichen Lokalitäten an Speise- und Schank^immern, Küchen, Kellern, Wuhnunq^n und N.bcnbrhaltuissen hmlanqlich vorhanden sind, nebst der darin befindlichen Einrichtung an Tischen. Stühlen. Bänken ic. eingeräumt. 2) lKoen so wird ihm «in großer Stall und die daranstoß.-nde offene Wagenhütte zum Ge« brauch« üdellass.n. Sowohl für die Traiteurie, als auch für die oberwähnte Loc:litat ist gar keilt Pacht-schiVmg zu »ittrichten. Die auf bem Geschäfte lastenden kaiserlichen Steuern, als: Verzeh-tungs: und Erwerbsteuer, fallen jedoch dem Unternehmer zur Lait. Dagegen ist der Unternehmer verpflichtet: 1. sich b^i der zu Mittag Statt findenden 'l^liies ä'käte genau nach den von der st. st. Ver» ordneten-Stelle fcstgefttzlin Preisen und Epeiscntariffen, welch« stets für den Traiteur bll-lig bemess.n werden, zu halten, für das Abendessen hingegen Speisezettel zu führen; 2. jene Curgäste, welche in ihren Zimmern speisen wollen, nach dem Speis.zettel unklaghaft zu bedienen. 3. Für d,e fremden Pferde ist Hafer, Heu und Streustroh ebenfalls nach dem von der Ver« ordneten Stelle bestimmten Preise in guter Qualität beizustellen. 4. Der Unternehmer muß das ganze Jahr anwesend und zur Bedienung der allfälligen Gäste auch außer der Cur;eit bereit seyn. Uetverhaupi wird dem Unternehmer zur Pflicht pemacdt, durch gesunde und schmackhafte Kost, gutes r»ln,s Getränke, aufmerksame schnelle Bedienung uno Neinlichk>u die Gaste nach Möglichkeit zufrieden zu stellen, indem nur in Nescr Hinsicht dem Unternehmer so vorlheil-hafte Bedingungen gemacht werden. Die Traiteurle wird nur auf Ein Zahr, nämlich vom l. Mai !8l8 bis dahin 18^9, verliehen; von ken Leistungen oes Unternehmers hängt es jedoch ab, ob selve ihm auch fer-ners belassen wird, zu welchem Ende derselbe, wenn cr das Geschäft fortsührtn will, m't Ende der Curzeit um fern.re z^eibelassung bei c>er ständischen Verordneten - Stelle einzukommen, und ihre dießfäUige Entscheidung zu gewärtiaen h,,t. Di»j»nigen, welche diesis Geschäft unternehmen wollen, haben ihre mit dem Morali-tätszeugniffe, Nachweisung des zu diesem Geschäfte erforderlichen Fondeß und den Zeugnissen über ihre l'isherigen Leistungen in diesem Fache belegten Gesuche bis !5. Jänner i848 an die steyermärkisch ^ ständische Verordneten-Stelle zu übergeben, und sich wegen näherer Auskünfte und Besichtigung der Localitäten an das stand. Rentamt in Sauerdrunn zu verwenden. Gratz, vom st. st. Verordneten-Rathe, am !9. November 1847. Z. 2o74. (2 Ankündigung der Privatgeschäftskansiei m Laibach, (hinter der Mauer Nr. 247). ,) Jemand wünscht auf ein ziemlich bedeutendes Gut auf den ersten Satz ein Capital von 5W0 ft., jedoch nur gegen 4"^ Verzinsung aufzunehmen. Z) Es sind drn Pupillaicapitalien, jedes mit 626 ss. 47kr., einzeln oder zusammen, gegen gesetzliche Sicherheit darzuleihen. 3) Auf eine schöne und einträgliche ?andrealität wünscht Jemand ein Darlehen von »500 ft. gegen annehmbare Sicherstellung aufzunehmen. 4) Mehre Landrealltäten, zmserträ'gliche Stadt' und Vorstadihäuser, dann verschiedene Mobilargegen« stände sind zu verkaufm, und Capitalien an - und darzuleihen. Laibach am l. December »847. Alois Mayer, bef. Agent. ____ ___ Im Verlage des Gefertigten wird vom 15. Dezember an zu haben sein: IN NATIVITATE DOMINI AD ET HORAE FESTORÜM PRIMAE CLASSIS IN CANTARI SOLITAE IN CHORO."" Zur Ausgabe des obgenannten ttfticwm veranlagte mick dpr ^iolf/i^ ^„^ gesprochene Wunsch mehrer Ge.stlichen Herren, selbes in n Nequem" und großer Druckfthr.ft u, Handen zu haben. Gegenwärtige Ausgab« des a -dachten OMemm ,st m,t den schone» gefälligen Lettern des neuen großen NiH ^«ch7^N7ch?rkKe.^U?^t^''' ^'' ^p" '«druckt w^en; daher für dieMN^de7"^ ^„M« F.w«war zu„Hst l>'^^^^«"«^^^^ auch den Priestern zur Bequem! chke d^en"z"ma'l beim Abbtthm verschiedener oMo.«.. mit eigenen ^nl!,.!.»,,«,,, 6^kel,> H« aus dem neuen^nopNIM «««cioilW lllülc«. l«8«." sdcssen Drucklegung auf dem näm" chen Papiere und m gle.chem ßormatc mit dem „0M«um Xa,!v> eben jetzt bcainnm w.rd), wenn nun d,e v.er Bogen, aus welchen das angekündigte Büchlein bestckt zu dem neuen ?.»m,°m am Ende beigebunden würden: so wird d e Unbeau H beseitigt, mehrmal zwe. Bucher zur Hand nehmen zu müssen. """"'"'"""'«" .. Der Preis des genannten Büchleins ist in Hoffnuna aroßerer Abnakme PVe^Nr^l^mi^GNn^«"' '' kr.^sts.Nn^k^ g^V Laibach am 7. Dezember 184?. Josef Blasnik, Buchdrucker.