Arheološki vestnik (Ar/i. vest., AV) 39-40, 1988-1989, str. 529-636 HALLSTATTZEITLICHE GRABHUGEL BEI DOBRNIČ HERMANN PARZINGER Institut fiir Vor- und Frilhgeschichte, provinzialrdmische und vorderasiatische Archaologie, AinmillerstraBe 8 a, D-8000 Miinchen 40 Auf halbem Weg zwischen Žužemberk und Trebnje in Dolenjska liegt siidlich des Ortes Dobrnič ein altereisenzeitlicher Siedlungskomplex, der eine befestigte Hohensiedlung und mehrere dazugehorige Grabhiigelgruppen umfaBt. Die Nekropo- len befinden sich bei den Dorfern Dobrava und Reva stidwestlich und nordostlich des Ringwalles »Cvinger« (Abb. 1); eine weitere Hugelgruppe liegt bei Korita. Die Flache der Siedlung1 miBt etwa 700 m2 und die sie umgebenden, mit Bruchsteinen verstarkten Walle sowie zahlreiche Terrassierungen sind heute noch gut im Gelande sichtbar.2 Vom GrundriB des Ringwalles existiert eine Planskizze; er ist annahernd nierenformig und im Nordosten deutet sich ein Eingang an.3 Systematische Grabun- gen im Bereich der Siedlung fanden bislang nicht statt, aus ihrem Areal stammen ein Tonwirtel und ein eisernes Tiillenbeil, beide Gegenstande wurden dem Narodni muzej in Ljubljana ubergeben.4 In der naheren Umgebung gibt es jedoch noch eine Weitere Siedlung (ostlich Zagorica). I. B. Pečnik soil die Grabhugel 1884 selbst entdeckt haben und begann im selben Jahr mit ersten Grabungen. Die Funde ubergab er dem Narodni muzej in Ljubljana.5 Ein in der Prahistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien verwahr- ter Katasterplan aus dem spaten 19. Jahrhundert zeigt die Lage samtlicher Hugel. Am Siidrand der Gruppe ostlich Dobrava befinden sich die 1884 untersuchten Tumuli (mit »84« bezeichnet; Abb. 2). Von April 1897 bis Mai 1898 fuhrte Pečnik im Auftrag von J. Szombathy, dem damaligen Kustos der Prahistorischen Abteilung des k. k. Hofmuseums Wien, Grabungen in den Hiigeln von Dobrava und Reva durch. Aus der Korrespondenz pečniks mit Szombathy geht hervor, daB die Tumuli 1-19, 21, 24, 27 und 28 bei Dobrava gelegen haben miissen. Auf genanntem Katasterplan waren nur die Tumuli 1-18 verzeichnet (Abb. 2). Hugel 25 befand sich auf der Hutweide des Dorfes Korita.6 Die nahe dem Dorf Reva gelegenen Hugel 20, 22, 23 und 26 offnete Pečnik im Oktober und November 1897.7 Noch weiter ostlich bei Artmanja vas glaubte man aufgrund von Angaben pečniks eine weitere, dritte Grabhiigelgruppe lokalisieren zu konnen. Doch wurden sie bislang weder untersucht noch sind Streufunde bekannt.8 Somit durfen wir beim Segenwartigen Forschungsstand nur von zwei zur Hohensiedlung gehorigen Fried- hcifen ausgehen: Dobrava und Reva (Abb. 1). 34 Arheološki vwtnlk 529 Abb. 1: Situationsskizze der befestigten Hohensiedlung (Cvinger) und der Grab- hiigelfelder (Dobrava und Reva) bei Do- brnič, Dolenjska. SI. X: Lega gradišča Cvinger in gomilnih gro- bišč pri Dobravi in Revi pri Dobrniču na Dolenjskem. Das Material der 234 Bestattungen aus 28 Hugeln sandte Pečnik dem Naturhisto- rischen Museum in Wien. Er legte ausfiihrliche Berichte und Fundlisten bei, jedes Grab wurde mit dem zugehorigen Inventar sowie mit Angaben zu Bestattungsart, Ausrichtung und Grabtiefe beschrieben.9 Im Jahre 1898 grub F. Schulz erneut in Dobrava. Das heute in Ljubljana aufbewahrte Fundgut kann den Hugeln 3-6 zugewiesen werden, aber nicht mehr bestimmten Grabeinheiten.10 Weitere Gegenstande wurden nach dem Zweiten Weltkrieg im Narodni muzej Ljubljana inventarisiert. Sie stammen aus Dobrava, ihre genauere Herkunft bleibt ungewiB.11 Eine ausfiihrliche Vorlage der Funde aus den Tumuligruppen bei Dobrnič stand lange aus. Zwar fertigte F. Prean in Innsbruck eine Dissertation mit dem Titel Dobrava, ein hallstattzeitlich.es HiigeLgraberfeld, an, die im Jahre 1969 abgeschlossen wurde, doch kam es nie zur Veroffentlichung.12 Die keinen Grabinventaren mehr zuzuordnenden Materialien aus dem Narodni muzej in Ljubljana machte V. Stare 1973 bekannt.13 Eine Vorstellung von der Belegungsabfolge laiJt sich daher nur mit Hilfe der in Wien befindlichen Grabfunde gewinnen, deren zeichnerische Aufnahme und katalogmaBige Zusammenstellung angesichts der nicht erschienenen Arbeit von Prean noch einmal notwendig wurden.14 II. In der Prahistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien ist der Briefwechsel zwischen B. Pečnik und J. Szombathy archiviert. Er enthalt ein von Naturhistorischen Museum Wien befindlichen Katasterplan des spaten 19. Jahrhunderts. SI. 2: Gomilno grobišče pri Dobravi pri Dobrniču. Prerisano po katastrskem načrtu poznega 19. st., ki se nahaja v Naravoslovnem muzeju na Dunaju. Pečnik zusammengestelltes Verzeichnis aller ausgegrabenen und dem NHM Wien ubersandten Stucke, das sich dem noch vorhandenen Fundbestand gegenuberstellen laBt. Aus dem Vergleich ergibt sich, daB von insgesamt 234 Inventaren nur mehr 94 als gesichert und vollstandig gel ten konnen; weitere 71 sind unvollstandig, aber die vorhandenen Stucke gehoren zusammen, von 51 Grabeinheiten ist nichts mehr erhalten. Zu Vermischungen kam es offensichtlich nur bei neun Inventaren: 7/4: Pečnik nennt nur ein GefaB, erhalten sind zwei (Schale und Napf). 7/9: Vorhanden sind Reste von zwei Nadeln, doch Pečnik beschreibt eine Rahnfibel und zwei TongefaBe. 9/5: Die spaturnenfelderzeitliche Pilzkopfnadel stammt aus einem anderen Grab. 10/11: Die Zusammengehorigkeit der beiden GefaBe ist fraglich, Pečnik spricht ftur von einem Topf. 11/1: Die Vergesellschaftung einer Certosafibel XIII mit einer Vačer Knotenfibel ist fragwiirdig; Pečnik spricht nur von einer Fibel. 13/5: Nach Pečniks Fundliste zwei FuBringe, zwei Armringe, ein Halsring, ein Armband, zwei Fibeln, ein Fingernng, eine Haarnadel, Perlen und zwei GefaBe. lm NHM Wien wird ferner eine dritte Fibel verwahrt, wohl aus einem anderen Grab. 34- 531 15/3: Perlenkette, sechs Spinnwirtel und ein Krummschwert: unerkanntes Dop- pelgrab? 18/7: Die romische Fibel (Almgren 69) gehort sicher nicht in dieses Inventar. 19/1: Statt des von Pečnik genannten GefaBes liegen Reste von drei Armringen vor. Pečniks Fundlisten erscheinen sehr fliichtig niedergelegt und weisen Fehler auf: fur die Graber 19/29 und 23/1 existieren zwei sich teilweise widersprechende Verzeichnisse. Ungenauigkeiten fallen vor allem bei reicher ausgestatteten Inventa- ren auf: je mehr Funde, desto liickenhafter der Bericht. Vieles konnte er nicht diagnostizieren, weil er seine Listen zu einem Zeitpunkt anlegte, als die Stiicke noch nicht restauriert waren. Anderes scheint danach verloren zu sein, sei es beim Verpacken, beim Transport, bei der Restaurierung oder der Inventarisierung in den dreiBiger Jahren. Pečniks Fundverzeichnis solite damit nicht als alleiniger Beur- teilungsmaBstab hinsichtlich der Geschlossenheit der Grabeinheiten dienen, sofern die Widerspruche nicht eklatant sind. Ahnlich fliichtig war Pečniks Grabungsmethode. Er untersuchte die Grabhugel bei Dobrava und Reva nicht vollstandig, sondern ging sie entweder frontal an und grub sie nach und nach ab, wobei ihm tiefer gelegene Bestattungen entgehen muBten (Dobrava), oder er trieb von der hochsten Stelle des Tumulus aus einen Trichter in die Tiefe, womit er lediglich zentral gelegene Graber erfaBte, nicht jedoch die randlich in einem Kreis angeordneten (Reva), wovon man sich noch heute im Gelande iiberzeugen kann.15 Die Angaben Pečniks zur GroBe der Hugel erlauben es, dem damals noch vorhandenen Volumen der Tumuli die Zahl der darin entdeckten Bestattungen gegeniiberzustellen (Abb. 3). Zwar konnen wir weder von Konstanten ausgehen (je groBer der Hiigel, desto mehr Graber) noch fiir alle Hiigel gleiche Erhaltungsbedingungen voraussetzen, doch der Vergleich zeigt sehr deutlich, mit welch unterschiedlicher Intensitat Pečnik grub. Dies deckt sich mit dem Eindruck, den man vorort gewinnen kann: manche Hiigel waren vollstandig abgetragen, andere nur stichprobenartig (Stollen, Trichter). Das Diagramm (Abb. 3) erklart, welch geringer Teil des insgesamt zu erwartenden Grabermaterials bekannt ist. Dieser kleine Ausschnitt birgt die Gefahr der Zufalligkeit in sich. Bestimmte Zeitabschnitte konnten iiberdurchschnittlich stark vertreten sein, oder die datierbaren Inventare verteilen sich iiber einen groBen Zeitraum, wobei den einzelnen Phasen jeweils nur wenige zuzuweisen sind. Doch kein siidostalpines Grabhugelfeld ist vollstandig untersucht, ihre Entwicklung beurteilen wir meist mit Hilfe von »Stichproben«. Ob die »Stichprobe« aus Dobrnič statistisch gesehen reprasentativ ist, wird die Analyse zeigen. III. Horizontal- und Vertikalstratigraphie sowie Kombinationsstatistik lassen uns zu einer zeitlichen Ordnung von Graberfeldern kommen. Auf Dobrnič ist keine dieser drei Methoden anzuwenden. Es existieren weder Plane der Tumuli noch Angaben iiber Superpositionen. Die Zahl unvollstandiger Inventare ist groB, gesicherte Grabeinheiten mit mehreren chronologisch relevanten Typen bleiben selten. Leitfor- men sind oft nur ein- bis zweimal miteinander vergesellschaftet; eine Kombinations- tabelle laBt sich damit nicht erstellen. Als letzter moglicher Weg, zu einer Abfolge 800- 700- 600- 500- 400 - 300 200 100 Abb. Si. 3: 40 - 30 20 10 16 14 8 9 10 7 12 1 4 1613 3 2 28241511 5 27232226256 Graberahl 3: Vergleich der von Pečnik freigelegten Graber je Hugel mit deren damaligem Volumen. Primerjava Števila grobov, ki jih je Pečnik izkopal v posamezni gomili, z njeno takratno prostornino. der Bestattungen zu gelangen, bietet sich die Datierung durch Leittypen an, deren zeitlicher Standort in anderen Graberfeldern Sloweniens mit giinstigeren Erhaltungs- bedingungen sicher ist. Wir priifen, ob die Inventare aus Dobrnič solche Formen enthalten und ob wir sie mit ihrer Hilfe in eine zeitliche Ordnung bringen konnen. Dadurch gewinnen wir AufschluB iiber die Belegungsdauer der Hugelgruppen von Dobrava und Reva sowie iiber sich andeutende Belegungsphasen, ohne daB wir diese gegenwartig klar definieren und voneinander abgrenzen konnten. F. Prean versuchte eine erste Gliederung der Funde aus Dobrnič und definierte drei Stufen I, II a und II b. Die alteste (I) wurde durch Bogen- und Vačer Knotenfibeln charakterisiert. Fiir II a seien Bogenfibeln mit zwei einseitigen Kopfspiralen, Kahn-, Schlangen-, Band- und Glasinacfibeln typisch. Certosafibeln verschiedener Abarten, Pferdegeschirr, Krummschwerter, Eisenringe und Giirtelbleche kennzeichneten lib.16 Diese Einteilung bleibt im Vergleich zum damaligen wie zum heutigen Forschungs- stand unbefriedigend. Unverstandlich ist, warum die Studie von Gabrovec zur Hallstattzeit in Slowenien so wenig Beriicksichtigung fand. Sie faBte den damaligen Wissensstand zusammen, erschien bereits 1966, also drei Jahre vor Preans Disserta- tion, und hatte zahlreiche Anregungen fiir eine feinere Chronologie der Graber aus Dobrnič geben konnen.17 Nachdem Gabrovec' Ergebnisse von 1966 seither weitere Verbesserungen durch ihn selbst und andere slowenische Forscher erfuhren,18 ist die erneute Frage nach der Datierung der Materialien aus Dobrnič nicht mehr langer aufzuschieben. Die altesten Funde aus Dobrnič stammen aus der spaten Urnenfelderzeit. Die Pilzkopfnadel aus Grab 9/5 (Taf. 13: 1-10) gehort noch vor die Anlage erster Hiigel und gelangte sekundar in dieses Inventar. Pilz- und Kegelkopfnadeln charakteri- sieren Phase II a von Ljubljana nach der Gliederung von Gabrovec,19 die die erste Halfte des 8. Jahrhunderts v. u. Z. ausfiillt und dem Beginn der alteren Eisenzeit unmittelbar vorangeht (Ljubljana-IIb, zweite Halfte 8. Jahrhundert v. u. Z.). Mit Grab 17/16 beginnt die eisenzeitliche Belegung, es enthalt eine einschleifige Bogenfibel aus Eisen (Taf. 30: 14). In Ljubljana kehrt dieser Typus in Phase IIb wieder, die auf das spaturnenfelderzeitliche II a mit Pilzkopfnadeln folgt, III a (Vačer Knotenfibeln mit Eisenkern) aber vorausgeht.20 Ein ahnlicher Ansatz ergibt sich in Sveta Lucija, wo eiserne Bogenfibeln in frtihem lb nach B. Teržan und N. Trampuž auftreten.21 In Ljubljana-IIb und Notranjska-IIb gehen sie mit friihen Mehrkopfna- deln ohne Faltenwehr zusammen.22 Inventar 17/16 gehort damit einer altesten eisenzeitlichen Belegungsphase Dobrnič-I an, die sich jedoch mangels weiterer Funde nicht naher umschreiben laBt. Vačer Knotenfibeln mit Eisenkern und eiserner Nadelkonstruktion finden sich in den Bestattungen 10/9 (Taf. 16: 1-2), 14/23 (Taf. 26: 9-11), 17/3 (Taf. 29: 12), 19/4 (Taf. 38: 1) und 19/21 (Taf. 38: 23). In 9/5 ist das Spiralbruchstiick einer solchen Fibel (Taf. 13: 7) mit eisernen Armringfragmenten kombiniert (Taf. 13: 2-3). Beide kennzeichnen Ljubljana-III a (Podzemelj-2) und sind damit jiinger als eiserne Bogenfibeln (Dobrnič-I).23 Mit Hilfe der Vačer Knotenfibeln mit Eisenkern lassen sich bereits sechs Inventare der Phase Dobrnič-II zuordnen, in keinem sind sie aber mit weiteren chronologisch relevanten Beifunden vergesellschaftet. Keramik ist in drei Fallen nachgewiesen, aber nur fragmentarisch erhalten. In 14/23 und 9/5 begegnen bauchige GefaBe mit kurzem Kegelhals und z. T. langlichen Knubben oder Rippen auf der Schulter (Taf. 13: 9; 26: 12), einfache Einzugsschalen, auch mit fazettiertem Oberteil, treten hinzu (Taf. 13: 8; 26: 14). Keine dieser Formen ist auf Dobrnič-II zu begrenzen, meist erscheinen sie noch in jiingeren Fundzusammen- hangen. Junger sind 3/1 (Taf. 3: 10-14), 7/9 (Taf. 8: 13-15), 7/8 (Taf. 9: 1-5) 13/7 (Taf 19: 12-14), 18/34 (Taf. 36: 6-9), 19/24 (Taf. 39: 4) und 28/1 (Taf. 44: 7-13) mit groBen Kahnfibeln. Ihr Bugel ist ritzverziert (Strichbiindel, Zickzacklinien, Fischgratenmu- ster) und kann auf der Unterseite auch durch eine eiserne Einlage verstarkt sein (Grab 13/7: Taf. 19: 12). In einigen Fallen ist eiserne Nadelkonstruktion belegt, von der stark korrodierte Reste am Fibelkopf und im Nadelhalter zeugen (Taf. 36: 6; 39: 4). Dieses technische Detail ist von chronologischer Bedeutung, bindet es die friihen Kahnfibeln doch an die Vačer Knotenfibeln der vorangehenden Phase II. Dies konnte dafur sprechen, daB sie alter sind als ihre kleineren Abarten mit langs- und quergeripptem Bugel, die mit Zwei- und Dreiknopffibeln zusammengehen (Dobrnič- IV). Bei den Beifunden der Graber mit grofien Kahnfibeln und teilweise eiserner Nadelkonstruktion handelt es sich um Armringe D-formigen Querschnitts (Taf. 44: 8), strichgruppenverzierte Ringe mit uberlappenden Enden (Taf. 9: 2-3), DreifuBnap- fe (Taf. 3: 11), fazettierte Einzugsschalen (Taf. 36: 7) und kleine Tassen (Taf. 44: 11). Keiner dieser Gegenstande laBt sich auf diesen Zeitabschnitt beschranken, doch zeigen sie, daB Inventare mit groBen Kahnfibeln junger als Dobrnič-II sind, da die mit ihnen kombinierten Ring- und Keramikformen auch noch spater erscheinen (Dobrnič-IV), zur Zeit der Vačer Knotenfibeln (Dobrnič-II) aber fehlen. Wir fassen die Graber 3/1, 7/8, 7/9, 13/7, 18/34, 19/24 und 28/1 zu einer Belegungsphase III zusammen. Kleinere Kahnfibeln mit langs- und quergeripptem Bugel (Taf. 2: 5), Zwei- und Dreiknopffibeln (Taf. 5: 3; 36: 2), »Protocertosa-« (Taf. 9: 6) und Rosettenfibeln (Taf. 15: 3-4) sind typisch fur das jiingere Dobrnič-IV. In diesen Belegungsabschnitt datieren die Inventare 1/9 (Taf. 2: 2-12), 4/3 (Taf. 5: 2-7), 7/10 (Taf. 9: 6-14) und 18/33 (Taf. 36: 1-5). Vereinzelt leben auch noch altere Typen fort. Dazu gehoren die groBen Kahnfibeln aus 4/3 (Taf. 5: 2) und 10/8 (Taf. 15: 1) sowie eine Vačer Knotenfibel mit eiserner Nadelkonstruktion, die in Grab 18/33 mit einer fazettierten Einzugsschale und einer friihen Zweiknopffibel vergesellschaftet war (Taf. 36: 1). Ein ahnlich spates Auftreten Vačer Knotenfibeln mit Eisenkern ist bislang nur in Črnomelj belegt, wo sie mit Knotenhalsringen und wurfelaugenverzierten Goldbe- satzplattchen zusammengehen.24 Letztere sind ferner aus Stična 1/27 bekannt, ein inventar, mit dem Gabrovec 1966 seine Stufe Stična-2 umschrieb.25 Auch beim Ringschmuck begegnen altere und jiingere Formen: in 4/3 trug der Tote zwei strichgruppenverzierte Ringe mit uberlappenden Enden (Taf. 5: 4-5), in 1/9 und 7/10 erste gerippte Armringe (Taf. 2: 6; 9: 11), in 10/8 bandformige Typen (Taf. 15: 5-6). Die Keramik umfaBt nur wenig charakteristische GefaBe. Zu nennen sind lediglich eine konische Tasse (Taf. 9: 13) und fruhe Buckelware (Taf. 9: 14), die eigentlich erst in der folgenden Phase der entwickelten Schlangenfibeln (Dobrnič-V) vorherr- schend wird. Schwieriger ist die Datierung einer Reihe von Inventaren mit zwei- schleifigen Bogenfibeln mit Hohlbiigel: 12/6 (Taf. 17: 2), 12/7 (Taf. 17: 3), 12/8 (Taf. 17: 7), 17/20 (Taf. 32: 4), 18/15 (Taf. 34: 6) und 19/23 (Taf. 39: 3). In keinem Grab ist dieser Typus mit chronologisch relevanten Beifunden kombiniert. Der rundstabige Hohlbiigel ist meist mit fischgratenartigen Ritzmustern verziert (Taf. 17: 2, 3, 7; 32: Fischgratenverzierung kehrt in Dobrnič an bandformigen Ringen wieder (Taf. l5: 5-6), die ebenfalls in Phase IV gehoren: In 10/8 sind sie mit einer sog. Protocertosa- und einer Rosettenfibel vergesellschaftet (Taf. 15: 1-11). Folgt daraus ein entsprechender Zeitansatz fur entsprechend ornamentierte Bogenfibeln? Der Befund in Križna gora scheint es zu bestatigen. Bestattung 95 enthalt eine Bogenfibel mit Hohlbiigel und eine Protocertosafibel.26 Auf dem Graberfeldplan von Križna gora lassen sich verschiedene Fibeltypen kartieren (Abb. 4): Das Zentrum der Nekropole nehmen die verschiedenen Varianten ein- und zweischleifiger Bogenfibeln aus Eisen ein; deutlich jiinger sind bereits Halbmondfibeln, die sowohl im Zentrum als auch in den westlichen Randbereichen auftreten; am Ende der Belegung stehen Protocertosa- und Bogenfibeln mit Hohlbiigel, die im Mittelteil fehlen und sich nur mehr am Ost- und Stidwestrand konzentrieren. Ihre Datierung an das Ende der alteren Hallstattzeit ist damit weitgehend gesichert, ebenso ihre Gleichzeitigkeit mit Protocertosafibeln, die in Dobrnič Phase IV kennzeichnen. Die hier versuchte Trennung der Phasen Dobrnič-III und IV erfolgte tiber Fibel- und Ringschmuck und gilt damit in erster Linie fiir die Frauengraber bzw. fiir Bestattungen ohne Waffen- und Pferdegeschirrbeigabe. Infolgedessen ist es schwie- rig, die genaue Zeitstellung der Inventare 20/1 und 22/1 zu verifizieren, da sie weder Fibeln noch Armringe fiihren. 20/1 enthalt neben einem bauchigen GefaB mit kurzem Zylinderhals und horizontal ausgestelltem Rand, einer fazettierten Einzugs- schale und einer Tasse mit iiberhohtem Henkel noch 13 zweifliigelige Pfeilspitzen aus Bronze (Taf. 41), die in ahnlicher Form im »Panzergrab« von Stična nachgewie- Abb. 4: Verbreitung eiserner Bogenfibeln (1), Halbmondfibeln (2), Protocertosafibeln (3) und Bogenfibeln mit Hohlbiigel (4) im Graberfeld von Križna gora. SI. 4: Razprostranjenost železnih ločnih fibul (1), bronastih polmesečastih fibul (2), protocerto- ških fibul (3) in votlih dvozankastih ločnih fibul (4) na grobišču na Križni gori. sen sind,27 woraus sich eine entsprechende Datierung fiir 20/1 ergibt. In dieser Zeit muB auch das mit Pferdegeschirr und apulischem Krater ausgestattete Grab 22/1 (Taf. 42-43) in den Boden gekommen sein. Es erinnert an reiche Mannerinventare aus Stična und Novo mesto mit Panzer-, Helm- und Bronzegeschirrbeigabe,28 wenn auch gemeinsame Formen fehlen. Der bemalte apulische Krater aus 22/1 (Taf. 43: 2) hat Parallelen in Dragatuš und Črnomelj29 und ist dort in die Stufe Stična-1 nach Gabrovec datiert, eine Zeit, in der auch die reichen Mannergraber aus Stična und Novo mesto angelegt wurden. Als Leitformen der folgenden Phase Dobrnič-V gelten entwickelte Schlangen- fibeln, die im Unterschied zu den alteren Varianten aus IV (Taf. 15: 3-4) keine hornchen- oder rosettenformige Bugelzier mehr tragen. In Grab 18/17 gehen sie mit geperlten Ringen zusammen (Taf. 34: 7-9), die auch in 14/1 (Taf. 18: 17-18) und 19/1 (Taf. 36: 12-13) wiederkehren und ebenfalls charakteristisch fur diese Phase sind. Die mit ihnen kombinierten Beifunde sind chronologisch wenig ergiebig- einfache Armringe mit D-formigem Querschnitt und teilweise feiner Strichverzie- rung (Taf. 34: 9) und ein Napf mit einbiegender Wandung (Taf. 18: 19). Fiir die jungeren Belegungsabschnitte sind Certosafibeln kennzeichnend. B. Teržan schuf mit ihrer Hilfe eine Einteilung der jungeren und jungsten sudostalpinen Hallstattkultur in vier Stufen: Certosa-1 und 2, Negau-1 und 2.30 Die altere Certosa-Stufe sah sie durch die Varianten II und V charakterisiert.31 Eine nochmalige Untergliederung dieses Abschnittes ist in Sveta Lucija kombinationsstatistisch und horizontalstratigraphisch zu belegen, was vom Verfasser an anderer Stelle ausfiihr- licher erortert wird.32 Hier sei nur auf die Horizontalstratigraphie des westlichen Teilgraberfeldes von Sveta Lucija (Grabungen von J. Szombathy) verwiesen.33 Eine Kartierung von Band- und Certosafibeln II und V zeigt folgendes Bild (Abb. 5): Band- und Certosafibeln II streuen im westlichen Friedhofsteil; Certosafibeln V dagegen finden sich ausschlieBlich am westlichen Rand. Die raumliche Trennung in der Verteilung der Fibeltypen kann nur chronologische Ursachen haben. In Dobrnič lst diese Zweiteilung aufgrund der wenigen geschlossenen Funde mit mindestens zwei zeitlich klar zu fixierenden Typen nicht naher auszufiihren, doch deutet sie sich wenigstens an. Certosafibeln II (Taf. 14: 11; 33: 6-7) stehen den Bandfibeln sehr nahe, die wiederum aus den Schlangenfibeln hervorgegangen sein diirften. Certosatyp Y hangt nach formenkundlichen Gesichtspunkten betrachtet dagegen enger an Jtingeren Formen (z. B. VII). Doch nicht nur typologische Uberlegungen, sondern auch Fundkombinationen weisen auf das unterschiedliche Alter von Band- und Certosafibeln II auf der einen (Dobrnič-VI) und Certosafibeln V auf der anderen Seite (Dobrnič-VII) hin: Erstere gehen noch mit alteren Gegenstanden zusammen, zu denen strichgruppenverzierte Armringe mit D-formigem Querschnitt (19/13; Taf. 15-16), geperlte Arm- und FuBringe (13/5; Taf. 19: 9-10), Bronzeblechohrringe (19/13; Taf. 38: 10-12) und GefaBe mit vertikalen Leisten am Umbruch (13/5; Taf. 19: 11) gehoren. Giirtelringe, teilweise mit rechteckigem Beschlag, sind in Phase VI JTaf. 14: 12) wie in VII (Taf. 18: 4; 21: 1-8) gelaufig, fein gerippte Hohlarmringe ^ieiben auf Dobrnič-VII begrenzt (Taf. 25: 7-9), waren jedoch auch schon friiher denkbar. Kleine Dreiknopffibeln mit netzartig verzierter FuBplatte sind mit Certo- safibeln V kombiniert (Taf. 30: 9-10). Weitere Vergesellschaftungen lassen sich in °°brnič fur eine Trennung der Phasen VI und VII nicht namhaft machen. Moglicher- ^eise gehoren auch noch Pferdefibeln mit beidseitig langer Armbrustspirale in die eit der Phase VII, wofur die dabei gefundenen fein gerippten HohlfuBringe /'•''•:". . "A . . s.v: • • •' •• 'i•:•>• '•fc. • -P- ••„;.'.• '-i-.-'--*.: '•'••. ' nt . . . • • : " .•. ..••• . . • Abb. 5: Verbreitung von Bandfibeln (1), Certosafibeln II (2) und V (3) im westlichen Teilgraberfeld von Sveta Lucija. SI. 5: Razprostranjenost trakastih fibul (1), certoških fibul II. (2) in V. vrste (3) v zahodnem delu grobišča na Mostu na Soči. sprechen konnten (Taf. 25: 3, 7-9), eindeutig zu belegen ist dies in Dobrnič jedoch nicht. Beziiglich der Datierung der Mannergraber gilt das, was sich schon fiir die fruheren Belegungsabschnitte feststellen lieB: Grundlage der zeitlichen Gliederung der waffenlosen Bestattungen (Frauengraber?) sind die Fibeln; sie fehlen aber haufig in Mannerinventaren. Grab 19/27 enthalt auBer dem Fragment eines GefaBes mit kurzem HohlfuB noch sieben zweifliigelige Pfeilspitzen aus Eisen und eine dreifluge" lige aus Bronze (Taf. 39: 7—13). Die eisernen erinnern an entsprechende Stiicke aus Bronze, die man aus Dobrnič 20/1 (Taf. 41: 1-13) und Stična- »Panzergrab«34 kennt- Die Zeitstellung richtet sich aber nach der dreiflugeligen Bronzepfeilspitze (Taf. 7): In Magdalenska gora 11/38 gehen sie mit Doppelkammhelm, skythoiden Tierstil- appliken und fein geripptem HohlfuBring zusammen, in Magdalenska gora 11/13 ebenfalls mit Doppelkammhelm und skythoiden Appliken sowie einem im spaten Situlenstil verzierten Giirtelblech.38 Dobrnič 19/27 steht damit an der Schwelle von Phase VII zu VIII. Entsprechendes gilt fur Grab 7/5 mit Doppelkammhelm, Certosa- fibel XIII, Gurtelringen und einem weitmundigen GefaB mit gebuckelter Schulter (Taf. 7: 3-11), wobei Certosatyp XIII eher fiir eine Datierung in Dobrnič-VIII spricht. Sicher VHI-zeitlich sind Certosafibeln XIII mit verstarkter Spirale und einem schleifenformig gebogenem Draht parallel zur Spirale, die in 15/1 mit einer weitmun- digen FuBschale vergesellschaftet sind (Taf. 28: 1-4). Ein entsprechender Zeitansatz ist fiir die Certosatypen VI mit Armbrustspirale aus 17/17 (Taf. 32: 1-2) und VII aus 17/8 (Taf. 31: 1-3) vorzuschlagen, eindeutig zu belegen ist dies mangels chronologisch relevanter Beifunde jedoch nicht. Der vom Verfasser an anderer Stelle besprochene Befund von Sveta Lucija bestatigt aber, daB sie j linger sind als Certosafibeln V (Dobrnič-VII),36 was auch schon Teržan vermutete.37 Nur ein Inventar kann der von Gabrovec und Teržan umschriebenen Negauer- Stufe zugeordnet werden (Dobrnič-IX): In 14/11 finden sich zwei Certosafibeln X und ein profilierter Bleiarmring (Taf. 22: 4-6). Mit diesem Grab endet die Belegung der Hiigelgruppen von Dobrnič, soweit sich das beim heutigen Forschungsstand beurteilen laBt. Erst in friihromischer Zeit werden sie erneut fiir kurze Zeit aufgesucht, wovon eine Fibel Almgren 69 und graue Drehscheibenware zeugen (Taf. 33: 11-12). Die hallstattzeitliche Belegung von Dobrnič laBt sich also in neun Phasen gliedern, die sich iiber einen vom spaten 8. bis zum spaten 5. Jahrhundert v. u. Z. reichenden Zeitraum verteilen. Wenn sich den einzelnen Abschnitten nur wenige Inventare zuweisen lieBen, so muB das nicht gegen unsere Gliederung sprechen. Vielmehr hangt dies damit zusammen, daB das Hugelgraberfeld nicht vollstandig freigelegt wurde, sondern Pečnik die Hugel nur stichprobenartig anging (Abb. 3), unser Fundbild ist daher zufallig. Eine nicht immer ausreichende Zahl von Typen- kombinationen erschwert zwar Definition und exakte Abgrenzung der Phasen, uberzeugt aber nicht als Argument gegen deren Existenz und Abfolge, vor allem dann nicht, wenn wir an anderen Friedhofen mit besseren Erhaltungsbedingungen zu ahnlichen Ergebnissen kommen. IV. Unvollstandigkeit der Inventare und fehlende Dokumentation beeintrachtigen nicht nur die chronologische Gliederung des Fundstoffs aus Dobrnič, sondern lassen auch andere Auswertungsmoglichkeiten entfallen, was ebenso fiir die meisten anderen alt gegrabenen Hiigelnekropolen Sloweniens gilt. Untersuchungen zur Tracht bedingen gesicherte Ausstattungen, zusammen mit Grabplanen, die die Lage der einzelnen Trachtbestandteile erkennen lassen. Diese Voraussetzungen erfiillen bislang nur die modern gegrabenen Tumuli von Novo mesto-Kandija,38 die in die Spatzeit der siidostalpinen Hallstattkultur gehoren, sowie der von Gabrovec unter- suchte und zur Publikation vorbereitete Hiigel I von Stična.39 In Dobrnič fehlen ferner Angaben zum Grabbau, iiber die Bestattungssitten laBt sich ebenso nicht viel Sagen: Korperbestattung herrscht vor, lediglich 12/11, 14/18, 16/6 und 19/27 wurden als Brandgraber angelegt. Die Orientierung der Skelette folgt keiner festen Regel: 218 Bestattungen haben 84 den Kopf im Osten, 57 im Siiden, 48 im Westen und 29 im Norden. Dies konnte darauf hindeuten, daB die Graber kreisformig angeordnet waren, wie es charakteristisch ist fiir die Tumuli der alteren Eisenzeit Sloweniens. Ein Vergleich der Belegungsdauer der einzelnen Hugel scheint bei der so unterschiedlich intensiven Durchforschung der Tumuli (Abb. 3) wenig sinnvoll. Das Ergebnis ware zu sehr vom Zufall abhangig und konnte verfalscht sein. Betrachten wir die Stellung des Typenspektrums von Dobrnič im Rahmen der siidostalpinen Hallstattkultur, so wirken sich die ungiinstigen Erhaltungsbedingun- gen auch hier negativ aus. Oft ist es schwer zu entscheiden, ob das Erscheinen einer »Fremdform« in Dobrnič nur eine bemerkenswerte Ausnahme darstellt oder tatsach- lich enge Bindungen an bestimmte Gebiete widerspiegelt. Doch wenn Prean meint, Dobrnič sei von Kontakten nach aufierhalb weitgehend unberiihrt geblieben, ja sogar Importkeramik fehle,40 so wird dies der Bedeutung des Fundstoffes, trotz seines oft fragmentarischen Zustandes, nicht gerecht. Liegt Dobrnič doch an der Nahtstelle verschiedener regionaler Gruppen. Es gehort zu Dolenjska, befindet sich auf halbem Wege zwischen den westlichen (Stična, Magdalenska gora, Javor) und ostlichen Fundorten (Novo mesto, Libna, Dolenjske Toplice, Brezje, Šmarjeta u. v. a.), die zwei Teilgruppen innerhalb von Dolenjska reprasentieren, die sich hauptsachlich iiber die Keramik unterscheiden lassen: Im Westen spielt gebandert bemalte Ware eine groBere Rolle als im unteren Krka-Tal, wo sie zwar nicht fehlt, aber selten ist. Zusammen mit ImportgefaBen wie Skyphoi und Kleeblattkannen, die ebenfalls auf das westliche Dolenjska begrenzt bleiben, binden sie diese Gebiete uber Gorenjska und Sveta Lucija enger an das ostliche Oberitalien. Dobrnič liegt den Fundorten an der unteren Krka am nachsten, der Fundstoff bestatigt diese Stellung: Die Tonware fiigt sich mehrheitlich in das aus dem ostlichen Dolenjska bekannte Formenspektrum. Vačer Knotenfibeln mit Eisenkern, gerippte und strichgruppen- verzierte Arm- und FuBringe mit iiberlappenden Enden, fein gerippte Hohlarmringe, »Kultstabe« (Taf. 23: 4), Bleiarmringe und Doppelkammhelme sind aus westlichem wie ostlichem Dolenjska bekannt und begegnen teilweise auch in Bela Krajina. Im Westen Sloweniens (Soča-Tal) fehlen sie weitgehend. Aus dem balkanischen Raum stammen sog. Glasinacfibeln (Taf. 33: 2).41 Zahlreich sind die Gemeinsamkeiten mit Bela Krajina. Apulische Kratere streuen von der mittelitalischen Adriakiiste iiber Istrien und Dalmatien bis ins westliche Dolenjska. Innerhalb Sloweniens haufen sie sich in Bela Krajina, wo sie auch lokal nachgearbeitet wurden, meist ohne Bemalung.42 Solche Imitationen apulischer Kratere liegen bislang nur aus Bela Krajina und Dobrnič (Taf. 41: 17; 43: 1) vor. Beispiele fur sehr spate Verwendung Vačer Knotenfibeln bis in die Zeit von Stična-2 (Dobrnič-IV) kennen wir ebenfalls lediglich aus Bela Krajina (Črnomelj)43 und Dobrnič (Grab 18/33; Taf. 36: 1-5). Krummschwerter (Machaira) wie aus 15/3 (Taf. 27: 16) sind in Dolenjska selten, finden sich aber in grdBerer Zahl in Bela Krajina und Istrien, von wo sie bis Bosnien, Hallstatt und ins Picenum streuen.44 Zweischleifige Bogenfibeln mit Hohlblechbiigel besitzen gute Parallelen im Westen Sloweniens (Notranjska, Sveta Lucija), wenn auch ohne die fur Dobrnič so typische Fischgratenornamentik.45 Diese kurze Zusam- menstellung einiger charakteristicher Formen zeigt trotz des fragmentarischen Fundbildes sehr deutlich, daB das Material aus den Hiigeln von Dobrnič einerseits zwar eng an das ostliche Dolenjska gebunden ist, andererseits aber starker als die iibrigen Fundorte im unteren Krka-Tal nach Bela Krajina und Notranjska tendiert, ein Beziehungsgeflecht, das aus der geographischen Lage von Dobrnič an der Nahtstelle von westlichem und ostlichem Dolenjska, Bela Krajina und Notranjska leicht verstandlich wird. Einen beachtenswerten Befund lieferten die Untersuchungen in der kleinen Hiigelgruppe nordwarts der befestigten Hohensiedlung »Cvinger« von Dobrnič, nahe dem Dorf Reva. Im Unterschied zu dem groBen Grabhugelfeld bei Dobrava im Stiden der Siedlung, aus dem die meisten Funde stammen (Tumuli 1-19, 21, 24, 27 und 28), liegt bei Reva nur eine kleine Hiigelgruppe, von der vier untersucht wurden (20, 22, 23 und 26); offensiehtlich enthielten sie jeweils nur eine Bestattung. Aus dem Grab von Hiigel 20, das mit Steinen umlegt war, stammen vier Tongefafie und 13 Pfeilspitzen. Zu Tumulus 22 schreibt der Ausgraber Pečnik: »In der Mitte des Hugels, mit vielen Steinen umlegt: am Ende der Fusse Pferdegeschirrschmuck, beim Kopfe zwei TongefaBe und beim Kopfe auf der linken Seite zwei groBe Lanzen. In so groBem Hiigel aber nur in der Mitte ein Skelettgrab eines Kriegers«. In Hiigel 26 findet sich angeblich ebenfalls nur ein Grab, allerdings beigabenlos. Zu Tumulus 23 berichtet Pečnik: »Beim Kopfe zwei Lanzen, zwei TongefaBe. Grab mit Steinen umlegt, wieder in einem so groBen Hiigel nur ein Grab eines Kriegers (so waren beim Dorfe Reva drei groBe Hiigel und in jedem nur ein Grab eines Kriegers, sehr ungewohnlich)«. Konnten wir die Richtigkeit von Pečniks Beobachtungen vorausset- zen, hatten wir in Reva offensichtlich den »Sonderfriedhof« einer Kriegerschicht des spaten 7. Jahrhunderts v. u.Z. vor uns. Nimmt man aber die heute noch gut sichtbaren Tumuli in Augenschein, so wird deutlich, daB Pečnik nur einen Trichter von der hochsten Stelle aus in die Tiefe trieb, die Randbereiche, die bei den siidostalpinen Grabhtigeln die meisten Bestattungen enthalten, hingegen nicht untersucht haben diirfte. Doch selbst wenn die Tumuli noch weitere Graber fuhren sollten, beachtenswert genug ist immerhin die Tatsache, daB es sich um Zentralbe- stattungen handelte, auch die erwahnten Steinkonstruktionen sind in Dobrnič eine Besonderheit. Mangels genauer zeichnerischer Dokumentation laBt sich der tatsach- liche Befund zwar nicht mehr rekonstruieren, doch konnten Nachgrabungen zur Losung dieser Frage beitragen, um auch im siidostalpinen Kreis Aussagen zur Rolle moglicher »Sonderfriedhofe« der alteren Hallstattzeit treffen zu konnen, wie wir sie bislang vereinzelt nordwarts der Alpen kennen.46 Unter den 234 Inventaren aus Dobrnič finden sich nur zwei reicher ausgestattete Mannergraber: 22/1 und 7/5. 22/1 mit zahlreichem Pferdegeschirr (Taf. 42) kann Uber einen groBen, schwarz bemalten apulischen Krater, sicher ein Importstiick (Taf. 43: 2), und die Imitation eines solchen Kraters, allerdings unbemalt (Taf. 43: 1), der Phase Dobrnič-IV zugewiesen werden, die dem spaten 7. Jahrhundert angehort. Grab 7/5 fiihrt einen Doppelkammhelm, Giirtelringe, eine Certosafibel XIII, ein Weitmiindiges GefaB mit gebuckelter Schulter und wahrscheinlich HohlfuB sowie einige Scherben (Taf. 7: 3-11). Wir datieren es in Phase Dobrnič-VIII, die sich in etwa mit der jungeren Certosa-Stufe nach B. Teržan deckt, also mit der Zeit nach 500 v.u.Z. Damit klafft zwischen beiden Bestattungen eine erhebliche zeitliche Liicke, die sich in Dobrnič durch keine weiteren reichen Mannergraber fullen laBt. Wieder eine Folge des fragmentarischen Fundbildes? Doch wo gibt es in Slowenien e'n reich ausgestattetes Mannergrab aus dem 6. Jahrhundert v. u. Z.? Nur Magdalen- ska gora VII/39 mit Doppelkammhelm, Pferdegeschirr, Tullenbeil, zwei Lanzen und einer Schlangenfibel lieBe sich zitieren.47 Sofern letztere datierend ist und es sich nicht um ein Altstiick in einem insgesamt jungeren Inventar handelt, gehort dieses Grab in die Zeit der Phase Dobrnič-V. Zusammenfassend laBt sich sagen, daB sich die siidostalpinen »Fursten-« oder reichen Kriegergraber einerseits in der zweiten Halfte des. 7. Jahrhunderts konzentrieren (Novo mesto-»Panzergrab«; Novo mesto- ttGrab mit DreifuB«; Vače-»Helmgrab«; Stična-Griže; Stična-»Panzergrab« u.v. a.48), andererseits gegen Ende des 6. und wahrend des 5. Jahrhunderts (Graber mit ^egauer Helmen und Erzeugnissen der siidostalpinen Situlenkust49) haufig sind, also Zu jenen Zeiten, als auch die reicheren Mannerbestattungen aus Dobrnič in den Boden gelangten. Uber die Ursachen kann man nur mutmaBen, auch anhand der Funde aus Dobrnič laBt sich das Problem nur formulieren, aber nicht losen. Auffallend bleibt jedoch, daB sie in Dobrnič ebenso wie an alien anderen sloweni- schen Nekropolen immer zu jenen Zeiten auftreten, als die aus Oberitalien kommen- den Einfliisse besonders stark werden, was archaologisch im Inventar gerade jener reichen Mannergraber seinen Niederschlag findet (MetallgefaBe, Situlenkunst usw.). Unvollstandig gegrabene Hiigel, zweifelhafte Inventare und mangelnde Doku- mentation machen den Fundstoff aus Dobrnič nicht gerade zum bevorzugten Objekt, um die Kernprobleme der siidostalpinen Hallstattzeit zu losen. Die definierten Belegungsphasen lieBen sich nur vermuten, sie besitzen hypothetischen Charakter und ergaben sich aus dem unterschiedlichen Alter bestimmter Gegenstande, das sich an anderen Nekropolen mit besseren Erhaltungsbedingungen belegen lieB. Nur selten konnten wir eine ausreichende Zahl chronologisch relevanter Typenkombina- tionen aus Dobrnič selbst hinzuziehen. Dennoch war gerade die Frage der zeitlichen Gliederung noch eher zu losen als die Rekonstruktion von Tracht- und Bestattungssit- ten. Dobrnič gehort zu den groBeren Grabungen Pečniks im spaten 19. Jahrhundert und dies bleibt bei einer Bewertung des Fundstoff s zu beriicksichtigen. Auch wenn Dobrnič letztlich mehr Fragen zuriicklaBt als Antworten gibt, nimmt es beim gegenwartigen Forschungsstand dennoch eine besondere Stellung innerhalb der Hallstattzeit des ostlichen Dolenjska ein, nicht nur wegen der moglichen Existenz des »Sonderfriedhofs« einer Kriegerschicht, der, und das muB noch einmal betont werden, aufgrund der liickenhaften Dokumentation nicht vollig gesichert ist, son- dern auch wegen der Lage an der Nahtstelle west- und ostslowenischer Regional- gruppen, was im Fundgut deutliche Spuren hinterlaBt. Dariiber hinaus gehort Dobrnič zu den letzten groBen hallstattzeitlichen Fundkomplexen Sloweniens, die noch nicht veroffentlicht waren. Siedlung und zugehorige Grabhiigelgruppen sind bekannt, die Erhaltungsbedingungen gut, die GroBe der Objekte nimmt bei weitem keinen mit Stična vergleichbaren Umfang ein; all das wiirde Dobrnič zum bevorzug- ten Objekt einer systematischen und vollstandigen Erforschung einer hallstattzeit- lichen Siedlungskammer machen, trotz der langjahrigen Untersuchungen in Stična und an anderen Platzen immer noch ein Desiderat der Forschung. KATALOG DER GRABHUGEL VON DOBRNIČ Der Katalog enthalt die im NHM Wien vorhandenen Funde aus den Grabhugelgruppen Dobrava, Reva und Korita bei Dobrnič. Jedes Fundstiick wurde gezeichnet und beschrieben. Lediglich unverzierte Wandscherben konnten nicht zeichrleriseh aufgenommen werden. ABKURZUNGEN: L - Lange D - Dicke IDm - Innendurchmesser H - Hohe Dm - Durchmesser MDm - Miindungsdurchmesser B - Breite ADm - AuBendurchmesser BDm - Bodendurchmesser Hiigel 1 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Johann Strojin aus Dobrava. Er wurde im April 1897 von B. Pečnik gegraben, der die Graber 1/1 bis 1/9 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaUe des Hu- gels: Lange = 12 m, Breite = 10 m, Hohe = 3 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 15. 4. 1897.) Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Mehrere Scherben aus hellbraunem Ton von mindestens drei verschiedenen Gefafien. (NHM Wien, Inv. Nr. 66206) (Taf. 1: 1-3) Bemerkungen: Bei den beiden zu rekonstruierenden Schalen niuB es sich um die von Pečnik genannten Gefafie handeln. Der tatsachlich noch vor- nandene Fundbestand stimmt also mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 1/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 1,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Armring, Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: ~ Bruchstiicke einer Schale aus hellbraunem ion (NHM Wien, Inv. Nr. 66208) (Taf. 1: 5). ~ Sechs Scherben eines GefaBes mit Hohlfufi. Heller Ton mit schwarzpoliertem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66207) (Taf. 1: 6, 7) Rundstabiger Bronzearmring mit iiberlap- Penden Enden und feiner Strichgruppenver- ^erung. ADm = 5,0cm. IDm = 4,lcm. (NHM wien, Inv. Nr. 66209) (Taf. Is 4) Bemerkungen: Der noch vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. M->diglich die von ihm genannte Fibel war n'cht mehr auffindbar. Grab 1/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Suden. Das Grab wurde 1,2 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Drei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 15. 4. 1897.) __ Noch vorhandener Fundbestand: ~ Randscherbe aus hellbraunem Ton. ™Dm- 12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66210) iraf. t; 8) ~ Acht Scherben eines GefaBes mit Standring us hellbraunem Ton und mit Resten schwar- Bemalung. BDm = ll,2cm. (NHM Wien, v. Nr. 66210) (Taf. Is 9) Bemerkungen: Die noch vorhandenen Scherben lieBen nur noch zwei der drei von Pečnik genannten GefaBe erkennen. Grab 1/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,7 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Gurtelblech aus Eisen, mit Bronzeblech ver- ziert, Kelt (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Stark korrodiertes Tullenbeil aus Eisen L = 13,2 cm. B = 3,6 cm. (NHM Wien, Inv Nr 85630) (Taf. Is 10) - Randscherbe aus dunkelbraunem Ton MDm = 23,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85631) - Schulterfragment, dunkelbrauner Ton mit Langsnppen. (NHM Wien, Inv. Nr. 85631) Bemerkungen: Mit »Kelt« meinte Pečnik wohl das eiserne Tullenbeil. Grab 1/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 3,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Zwei Bodenstiicke, dunkelbrauner Ton BDm= 10 bzw. 12,0 cm. (Taf. Is 13-14) Bemerkungen: Von den beiden TongefaBen waren nur mehr die Boden erhalten. Grab 1/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 2,8 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Vier Wandscherben und ein Bodenfragment (Taf. Is 15) aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. BDm=12,0cm. (NHM Wien Inv Nr. 66216) Bemerkungen: Die genannten GefaBbruchstiicke gehoren wahrscheinlich alle zu einem GefaB. Scherben eines zweiten GefaBes konnten nicht identifi- ziert werden. Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab wurde 1,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Drei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Schale mit flachem Boden aus hellem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 18,0cm. BDm = 6,5 cm. H = 6,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66217) (Taf. 1: 16) - Schale mit Omphalosboden und einem klei- nen Bandhenkel am Umbruch. Im Kern dun- kelbrauner Ton, die Oberflache war leicht geschmaucht. MDm=17,4cm. BDm = 3,5 cm. H = 5,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85631) (Taf. 1: 17) Bemerkungen: Von den drei von Pečnik angegebenen Tonge- fafien waren nur noch zwei erhalten. Grab 1/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof museum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Drei Wandscherben und Bodenstiick eines GefaBes mit Standring. Der Ton ist im Kern dunkelbraun und wird nach auBen hin rot- lich; dariiber dunkelbrauner Uberzug. BDm = 9,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66218) (Taf. 2: 1) - Bruchstiick eines HohlfuBes, im Kern dun- kelbrauner Ton. (NHM Wien, Ivn. Nr. 66219) Bemerkungen: Das Scherbenmaterial laBt zwei verschiedene GefaBe erahnen, die aber nicht mehr zu rekon- struieren sind. Ein GroBteil der Scherben scheint verloren. Grab 1/9 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei Armringe, Fi- bel, drei Spinnwirtel, mehrere Korallen, fiinf TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Bronzearmring, gerippt, mit uberlappenden Enden und D-formigem Querschnitt. ADra = 6,6. IDm = 5,5. (NHM Wien, Inv. Nr. 85634) (Taf. 2: 6) - Kahnfibel, deren Biigel mit drei gekerbten Langsrippen verziert ist. Nadelkonstruktion und FuBende sind abgebrochen. Bronze. L = 5,5 cm. B = 1,8 cm. H = 2,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85635) (Taf. 2: 5) - Drei Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,9 cm. H = 3,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85638) (Taf. 2: 8) Dm = 3,5 cm. H = 3,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85638) (Taf. 2: 9) Dm = 4,4 cm. H = 2,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85638) (Taf. 2: 10) - Bronzeperle. H = 0,9 cm. Dm =1,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85636) (Taf. 2: 4) - Zwei gelbe GlasfluBperlen mit weiBem Zickzackband. H = 0,7 cm. Dm = 1,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85639) (Taf. 2: 3) H = 0,7 cm. Dm = 1,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85639) (Taf. 2: 2). - Bruchstucke eines Eisenmessers, stark kor- rodiert. L = 3,4 cm. B = 1,7 m (NHM Wien, Inv. Nr. 85637) (Taf. 2: 7 unten) L = 3,0cm. B = 1,3cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85637) (Taf. 2: 7 oben) - Schale mit Omphalosboden aus hellem Ton mit dunkelbraunem Uberzug. Die steil anstei- gendq Wandung tragt Knubben. MDm = 12,8 cm. H = 4,7 cm. BDm = 9,3 cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 85632) (Taf. 2: 11) - Kleiner Becher mit ausbiegendem Rand, hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug- MDm = 5,4 cm. H = 7,5 cm. BDm = 2,5 cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 85633) (Taf. 2: 12) Bemerkungen: Das noch vorhandene Inventar stimmt zum groBen Teil mit den Angaben Pečniks iiberein Es fehlen ein Armring und drei TongefaBe- Dagegen sind zwei Bruchstucke eines kleinen Eisenmessers erhalten, die bei Pečnik nicht erwahnt werden, was jedoch nicht gegen die Zugehorigkeit des Messers sprechen muB. Hiigel 2 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Josef Župančič aus Dobrava. Er wurde im April 1897 von Pečnik gegraben, der die Gra- ber 2/1 bis 2/5 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des HU" gels: Lange = 10 m, Breite = 10 m, Ho- he =2,5m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. K' Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Grab 2/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 3,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - GefaB mit deutlich abgesetztem Hals und zwei Schnurosen, im Kern dunkelbrauner Ton. MDm = 11,0 cm. H = 16,3 cm. BDm = = 7,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56383) (Taf. 2: 14) - Drei Scherben einer Einzugsschale mit z. T. geschmauchter Oberflache. Die gesamte Au- Benseite (soweit erhalten) sowie die Randpar- tie den Innenseite waren mit einem diinnen schwarzen Uberzug versehen. MDm = 18,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66221) (Taf. 2: 13) - 14 Wand- (Taf. 2: 17-18) und Bodenscher- ben (Taf. 2:15) von ein bis zwei verschiedenen GefaBen. Im Kern hellbrauner Ton mit dun- klem Uberzug. Ein Teil der Wandscherben War mit schmalen Langsrippen verziert. BDm = 7,0 cm. (Taf. 2: 15) (NHM Wien, Inv. Nr. 66220) (Taf. 2: 17-18) (NHM Wien, Inv. Nr. 66222) (Taf. 2: 15) - Bodenfragment eines GefaBes mit Standring, rotlicher Ton. Es waren noch Reste einer schwarzen Streifenbemalung zu erken- nen. BDm = 12,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66220) (Taf. 2: 16) Bemerkungen: Pečnik nennt zwei GefaBe. Der im NHM Wien tatsachlich unter dieser Grabnummer inven- tarisierte Fundbestand laBt aber auf minde- stens vier bis fiinf verschiedene TongefaBe schlieBen. Diese Tatsache muB aber nicht ge- gen die ZusammengehSrigkeit der Funde sprechen, da es durchaus vorstellbar ist, daB Pečnik nur die (nahezu) ganzen GefaBe (Taf. 2: 13-14) zahlte, beiliegende Scherben jedoch nicht. Grab 2/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 2,8 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Fibel, zwei Spinn- Wirtel, einige Korallen, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: ~ Acht Scherben aus hellbraunem Ton mit schwarz glanzendem Uberzug von mindestens zwei verschiedenen GefaBen. MDm= 16,0 cm (Taf. 3: 1). (NHM Wien, Inv. Nr. 66223) (Taf. 3: 1-2) Bemerkungen: Der GroBteil des von Pečnik zitierten Inven- tars (Fibel, zwei Spinnwirtel, mehrere Koral- len) ist nicht mehr auffindbar. Lediglich die Reste von zwei Tongefafien sind noch vorhan- den. Das Bruchstiick vom Hals - Schulter - Ubergang (Taf. 3: 2) paBt nicht an das Rand- stiick (Taf. 3: 1) an und muB damit zu einem anderen GefaB gehort haben. Grab 2/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde in 1,5 m Tiefe angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Kleiner Topf mit ausbiegendem Rand und Knubben am Umbruch, dunkelbrauner Ton, die Oberflache ist leicht geschmaucht. MDm = 9,0 cm. H =13,7 cm. BDm =7,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56384) (Taf. 3: 3). - Scherben von einem GefaB, rotlich-brauner Ton. BDm = 4,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr 66224) (Taf. 3: 4-5) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 2/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Suden. Das Grab wurde in 1,8 m Tiefe angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Randscherbe und Bodenscherbe aus hell- braunem Ton, moglicherweise von einem Ge- faB. MDm = 10 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66226) (Taf. 3: 6) BDm = 10,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66226) (Taf. 3: 7) - Sieben Wandscherben von einem GefaB; hellbrauner Ton, innen noch Reste eines schwarzen Uberzugs. Die Schulterpartie ist mit flachen breiten Kanneluren verziert (Taf. 3: 8). (NHM Wien, Inv. Nr. 66225). Bemerkungen: Der noch vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 2/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab wurde 1,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Bemerkungen: Von den beiden TongefaBen war nichts mehr erhalten. 35 Arheološki vestnik 545 Hugel 3 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Franc Zupančič aus Dobrava. Er wurde im April 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 3/1 bis 3/5 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hu- gels: Lange = 12 m, Breite = 12 m, Hohe = 3 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Grab 3/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,4 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Fibel, zwei Tonge- faBe. (In einer von Pečnik selbst angefertigten Abschrift seines Verzeichnisses vom 15. 4. 1897 finden sich zum gleichen Grab andere Angaben: Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 2,5 m tief angelegt.) (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Stark zerstorte bronzene Kahnfibel mit ritzverziertem Bugel. L = 9,4 cm. B = 2,6cm. H = 5,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 85640) (Taf. 3: 10) - Kleines DreifuBschalchen aus dunkelbrau- nem Ton. MDm = 14,5 cm. H = 8,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56385) (Taf. 3: 11) - Zwei Wand- (Taf. 3:13-14) und eine Boden- scherbe (Taf. 3: 12), wahrscheinlich von einem GefaB; dunkelbrauner Ton, geschmauchte Oberflache. Bdm = 8,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66228) (Taf. 3: 12-14) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 3/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 1,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Oberteil eines GefSBes aus hellbraunem Ton, mit dunklem Uberzug. Die Schulterpar- tie ist mit breiten Schragkanneluren verziert. MDm =18,0 cm. Zugehoriges HohlfuBbruch- stuck: BDm =13,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66230) (Taf. 4: 1-2) - Randfragment, dunkelbrauner Ton, mit schmalen LSngsriefen verziert. (Taf. 4: 3). Grab 3/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Fibel, Armring, mehrere Korallen aus Bernstein, Zwei Tonge- faBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Doppelkonische Schale mit Omphalosbo- den und ausbiegendem Rand. Das Oberteil ist mit horizontalen Kanneluren verziert. Uber dem dunkelbraunen Ton wurde ein hellbrau- ner diinner Uberzug angebracht. MDm = = 21,0 cm. H = 9,8 cm. BDm = 9,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56386) (Taf. 4: 5) - GefaBoberteil mit deutlich abgesetztem Hals. Sechs weitere Scherben gehoren zu ei- nem HohlfuB. Der im Kern hellbraune Ton trug einen dunklen Uberzug. MDm= 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66232) (Taf. 4: 4) Bemerkungen: Ein GroBteil der von Pečnik genannten Ge- genstande war nicht mehr erhalten (Armring, Fibel, mehrere Korallen aus Bernstein). Grab 3/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Suden. Das Grab wurde 1,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k- Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Hoher Topf, auf der AuBenseite mit Knub- ben versehen. Dunkelbrauner Ton; MDm == = 13,5 cm. H = 16,0 cm. BDm = 10,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56387) (Taf. 4: 6) - Einzugsschale (aus vier Scherben beste- hend), im Kern hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 19,0 cm. (NHM Wien, Inv- Nr. 66233) (Taf. 4: 7) Bemerkungen: Der noch vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 3/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 1,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Schussel, Schale. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. * Hofmuseum Wien vom 15. 4. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Ein kleiner Napf mit einer Knubbe auf dei AuBenflfiche und mit Omphalosboden. Hell' brauner Ton. MDm = 8,0 cm. H = 6,7 cm- BDm = 3,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56388) (Taf. 4: 8) Bemerkungen: Von dem von Pečnik aufgezahlten Inventar war nur noch der kleine Napf erhalten. Hiigel 4 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Franc Zupančič aus Dobrava. Er wurde im Juli/August 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 4/1 bis 4/8 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 12 m, Breite = 10 m, Hohe = = 2,5 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 13. 8. 1897.) Grab 4/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: ~ Kleiner Topf mit ausbiegendem Rand aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 10,0 cm. H = 9,2 cm. BDm =6,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66235) (Taf. 4: 9) - Einzugsschale (aus zwei Scherben beste- nend), heller Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66236) (Taf. 4: 10) ~ Bodenteil eines GefaBes mit Standring, hel- per Ton mit dunklem Uberzug. BDm = 10,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66234) (Taf. 4: 11) Bemerkungen: pečnik nennt zwei GefaBe, wahrend die im NHM Wien unter dieser Grabnummer inven- tarisierten Scherben zu drei verschiedenen GefaBen gehoren. Grab 4/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 2,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: ~ GefaBunterteil sowie sieben dazugehorige Wandscherben aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. BDm = 9,0 cm. (NHM len. Inv. Nr. 66237) (Taf. 5: 1) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit aen Angaben Pečniks uberein. Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,2 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei zerbrochene Fibeln, zwei Armringe, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - GroBe Kahnfibel mit langem FuB und SchluBknopf. Der Biigel tragt feine Querrip- pen und ist ritzverziert. Bronze. Die Nadel- konstruktion ist nicht mehr erhalten. L = = 9,3 cm. B = 2,0 cm. H = 3,9 cm. (NHM Wien Inv. Nr. 66240) (Taf. 5: 2). - Bronzene Zweiknopffibel mit abgebroche- nem FuB und zerstorter Nadelkonstruktion. L = 4,8 cm. B = 2,2 cm. H = 2,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66241) (Taf. 5: 3) - Zwei strichgruppenverzierte Bronzearm- ringe mit weit uberlappenden Enden und D- -formigem Querschnitt. ADm = 5,9 cm. IDm = 5,0cm. (NHM Wien Inv. Nr. 66242) (Taf. 5: 4) ADm = 6,1 cm. IDm = 5,0cm. (NHM Wien Inv. Nr. 66242) (Taf. 5: 5) - Vierkantiger Bronzepfriem. L = 7,3 cm. D = 0,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66243) (Taf 5: 6) - Einzugsschale mit Grifflappen (aus 7 Scherben bestehend) aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 23,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66239) (Taf. 5: 7) - Bruchstiick von einem HohlfuB, rotlich- -brauner Ton. (NHM Wien, Inv. Nr. 66238) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Das Scherbenmate- rial gehort zu zwei verschiedenen GefaBen, zu einer Einzugsschale und zu einem GefaB mit hohlem StandfuB. Lediglich der Bronzepfriem (Taf. 5: 6) bleibt bei Pečnik unerwahnt. Grab 4/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 0,8 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Fiinf Scherben eines GefaBes mit Stand- ring, hellbrauner Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. Die Schulter ist mit Gruppen pla- stischer Langsrippen verziert (Taf. 5: 9) BDm = 8,9 cm (Taf. 5: 8). (NHM Wien, Inv. Nr 66244) (Taf. 5: 8-9) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab wurde 1,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Sechs Wandscherben einer Einzugsschale aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66245) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 4/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab wurde 2,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Vier Wandscherben aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug von einer Einzugs- schale und von einem groBeren GefaB. Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 4/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde in 1,7 m Tiefe angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Sechs Scherben einer Einzugsschale aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 18,0 cm. (Taf. 5: 10) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 4/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 1,2 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Eine Boden- und sechs Wandscherben von einem GefaB, dessen Form sich nicht mehr rekonstruieren laBt. BDm = 10,0 cm. Im Kern rotlicher Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66248) (Taf. 5: 12) -Einzugsschale, rotlich-brauner Ton, dunkler Uberzug. MDm = 14,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66248) (Taf. 5: 11) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Hugel 5 Der Hugel befand sich auf der Hutweide von Johann Strojin aus Dobrava. Er wurde im Juli/August 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 5/1 und 5/2 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 6 m, Breite = 5 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Hiigel 5 - Ohne Grabzusammenhang - GefaBunterteil mit zwei dazugehorigen Wandscherben aus dunkelbraunem Ton. BDm = 13,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56389) (Taf. 6: 1) Bemerkungen: Pečnik nennt fiir Grab 5/2 ein TongefaB, das nicht mehr auffindbar war. Moglicherweise handelt es sich dabei um dieses GefaB. Grab 5/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Acht Wandscherben eines GefaBes mit HohlfuB und plastischen Langsrippen auf der Schulter. Im Kern hellbrauner Ton mit dunk- lem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66249) (Taf. 6: 2) - Bodenfragment eines bauchigen GefaBes aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug- BDm = 8,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66251) (Taf. 6: 5) - Schale mit einer Knubbe aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm =14,0 cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 66251) (Taf. 6: 3) - Schale aus hellbraunem Ton mit dunklem tJberzug. MDm =14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66251) (Taf. 6: 4) Bemerkungen: Pečnik nennt fiir dieses Grab nur zwei TongeffiBe, tatsflchlich waren aber Reste von deren vier erhalten. Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab wurde 1,4 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Fiinf Wandscherben aus dunkelbraunem Ton. Moglicherweise gehort das Bodenfrag- ment aus Hiigel 5 ohne Grabzusammenhang hierher (Taf. 6: 1). (NHM Wien, Inv. Nr. 66250) Bemerkungen: Die Wandscherben sind wohl als die Reste des von Pečnik genannten TongefaBes zu erach- ten. Der vorhandene Fundbestand scheint also mit seinen Angaben iibereinzustimmen. Hiigel 6 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Johann Saletel aus Dobrava. Er wurde im Juli/August 1897 von Pečnik gegraben, der das Grab 6/1 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 4 m, Breite = 3 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Grab 6/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde in 2,0 m Tiefe angelegt. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Flacher Boden aus dunkelbraunem Ton. BDm = 8,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66252) (Taf. 6: 8) - Bruchstiick eines hohlen StandfuBes aus dunkelbraunem Ton. BDm = 10,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66252) (Taf. 6: 7) - Fiinf Wandscherben, z. T. mit Knubben verziert (Taf. 6: 6), dunkelbrauner Ton. Sie gehoren wohl zu einem der beiden zuvor ge- nannten GefaBe. (NHM Wien, Inv. Nr. 66252) (Taf. 6: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Hiigel 7 Der Hiigel befand sich im Walde von Franc Tome aus Dobrava. Er wurde im Juli/ August 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 7/1 bis 7/12 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 20 m, Breite = 12 m, Ho- he =3,5m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Hiigel 7 - Ohne Grabzusammenhang - Sechs Scherben eines GefaBes mit HohlfuB, abgesetztem Hals und ausbiegendem Rand. Im Kern dunkelbrauner Ton. BDm =11,0 cm (Taf. 6: 10). MDm = 15,0 cm. (Taf. 6: 9) (NHM Wien, Inv. Nr. 56402) Grab 7/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 1,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - StandfuB und vier Wandscherben eines Ge- faBes aus rotlichem Ton. BDm = 9,0 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 66253) (Taf. 6: 11) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 7/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 2,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Sechs Scherben eines GefaBes mit HohlfuB aus dunkelbraunem Ton mit rotbraunem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66254). Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 7/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab wurde 2,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Neun Scherben eines GefaBes mit Stand- ring (Taf. 6: 16) und ausbiegendem Rand (Taf. 6: 13-14) aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. BDm = 12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56390) (Taf. 6: 16) (NHM Wien, Inv. Nr. 56393) (Taf. 6: 13-14) - Einzugsschale, dunkelbrauner Ton MDm =19,5 cm. (Taf. 6: 12) - Geriefter HohlfuB, dunkelbrauner Ton. BDm = 11,5 cm. (Taf. 6: 15) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nicht mit den Angaben Pečniks uberein: Statt einem fanden sich drei GefaBe. Grab 7/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Einzugsschale mit Knubbe; dunkelbrauner Ton. MDm = 17,3 cm. H = 6,2 cm. BDm = = 8,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56394) (Taf. 7: 1) - Kleiner Napf aus dunkelbraunem Ton. MDm = 9,0 cm. H = 5,7 cm. BDm = 5,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56395) (Taf. 7: 2) Bemerkungen: Pečnik nennt nur ein GefaB, im NHM Wien sind aber zwei unter dieser Grabnummer in- ventarisiert. Da beide ganz erhalten sind, kann es sich nur um einen Fehler Pečniks oder eine Verwechslung wahrend der Inventa- risierung handeln. Grab 7/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Bronzehelm mit zwei Kammen (an den FiiBen gelegen), zwei Lanzen (rechts vom Helm), Kelt (links vom Helm), Gurtelblech, Fibel, Messer, Eisenspit- ze, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Doppelkammhelm aus Bronzeblech. Dazu waren noch Reste eines in Kupfersalz imprag- nierten Holzfutters erhalten. Dm = 29,0 cm. H = 21,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66259) (Taf. 7: 8) - Zwei bronzene Gurtelringe, z. T. noch mit Beschlagresten (Taf. 7: 7). Dm = 3,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66257) (Taf. 7: 6) Dm = 2,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66257) (Taf. 7: 7) - Nicht ganz vollstandig erhaltene bronzene Certosafibel mit langer Armbrustspirale (Typ XIII nach B. Teržan). L = 4,0 cm. B = 3,8cm. H = 1,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66256) (Taf. 7: 3) - Zwei massive Bronzeperlen. Dm = 1,9 cm. H = 1,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66258) (Taf. 7: 4) Dm = 2,0 cm. H = 1,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66258) (Taf. 7: 5) - GefaBoberteil mit horizontal kanneliertem Hals und gebuckelter Schulter sowie zwolf weitere zu diesem GefaB gehorende Scherben. Im Kern dunkelbrauner Ton. MDm= 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56396) (Taf. 7: 9) - Sechs Scherben eines GefaBes mit StandfuB und abgesetztem Hals. Die Schulter kann Knubben tragen (Taf. 7: 11). MDm = 15,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66255) (Taf. 7: 10-11) Bemerkungen: Der noch erhaltene Fundbestand stimmt nur z. T. mit den Angaben Pečniks uberein. Lan- zen, Kelt, Messer und Eisenspitze waren nicht mehr aufzufinden. Ebenso fehlte das Gurtel- blech, nur noch zwei Ringe belegen Giirtel- tracht (Taf. 7: 6-7). Der Doppelkammhelm war zuerst falschli- cherweise unter Toplitz (Dolenjske Toplice) Inv. Nr. 57074 inventarisiert. Der Irrtum wurde 1975 von B. Teržan bei der Aufarbeitung der Funde aus Toplitz bemerkt. (Siehe Schreiben von B. Teržan an das NHM Wien vom 15. 06. 1975.) Die Angaben Pečniks und die noch erhaltenen Reste des Holzfutters bestatigen die Zugehorigkeit dieses Helmes zu Grab VII/ 5 aus Dobrnič, unter der neuen Inv. Nr. 66259. Die beiden Bronzeperlen (Taf. 7: 4-5) werden in Pečniks Schreiben von 13. 8. 1897 nicht genannt, doch erwahnt er in Mitt. Zentr. Komm. 24, 1898, 72 unter den Funden dieses Grabes auch »ein einem Spinnwirtel ahnliches Bronzestiick,« bei dem es sich um eine dieser Perlen handeln konnte. Grab 7/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 3,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Randstuck eines GefaBes mit weiter Mun- dung; hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 21,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66260) (Taf. 8: 2) - Randstiick eines GefaBes mit engem abge- setztem Hals und ausbiegendem Rand; hell- brauner Ton mit dunklem Uberzug- MDm = 12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66260) (Taf. 8: 1) - Bruchsttick eines GefaBes, die Schulter mil Gruppen senkrechter Ritzlinien verziert; rflt- licher Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66260) (Taf. 8: 3) Bemerkungen: Pečnik nennt nur ein GefaB. Das unter dieser Grabnummer inventarisierte Scherbenmate- rial gehort jedoch mindestens drei verschiede- nen GefaBen an! Grab 7/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab wurde 2,5 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: TongefaB, Bronze- perle, zerbrochenes Giirtelblech. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Ein in zwolf Scherben erhaltenes GefaB mit HohlfuB, engem Hals und ausbiegendem Rand. Die Schulter tragt plastische Rippen. Im Kern dunkelbrauner Ton. MDm = 13,0 cm. H = ca. 30,0 cm. BDm =13,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56397) (Taf. 8: 12): - Zwei Bruchstucke eines bronzenen Giirtel- blechs. L = 5,6cm. B = 5,4cm. D = 0,lcm. (Taf. 8: 10) (NHM Wien, Inv. Nr. 66261) L = 3,9 cm. B = 5,3 cm. D = 0,1 cm. (Taf. 8: 11) (NHM Wien, Inv. Nr. 66261) - Runde Bronzeperle. Dm = 2,2 cm. H = = 1,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66263) (Taf. 8: 6) ~ Drei konische Bronzeperlen. Dm = 1,3 cm. H = 0,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66262) (Taf. 8: 7) Dm = 1,6 cm. H = 0,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66262) (Taf. 8: 8) Dm = 1,6 cm. H = 0,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66262) (Taf. 8: 9) - Zwei GlasfluBperlen, dunkelbraun. Dm = 0,7 cm. H = 0,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66262) (Taf. 8: 4) Dm = 0,6 cm. H = 0,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66262) (Taf. 8: 5) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Lediglich statt einer von ihm gezahlten Bronzeperle finden sich deren vier; hinzu kommen zwei GlasfluB- Perlen. Grab 7/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 3,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Fibel, zwei Armrin- ge, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) nicht mehr erhalten. Der FuB ist mit einge- ritzten Strichlinien verziert, der Biigel mit quer verlaufenden Strichbiindeln. L = 11,8 cm. H = 5,9 cm. B = 2,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66265) (Taf. 9: 1) - Zwei Bronzearmringe mit ovalem Quer- schnitt, uberlappenden Enden und feiner Strichgruppenverzierung. ADm =6,5 cm. IDm = 5,6cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66266) (Taf. 9: 3) ADm = 6,5 cm. IDm = 5,4cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66266) (Taf. 9: 2) - Acht Scherben eines GefaBes mit HohlfuB aus dunkelbraunem Ton. Schulter und FuB sind mit eingeritzten Linienbtindeln und Zick- zackbandern verziert. (NHM Wien, Inv. Nr. 56398) (Taf. 9: 4-5) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 7/9 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab wurde 2,2 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Kahnfibel, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - GroBe Kahnfibel aus Bronze, leicht be- schadigt. FuB und Biigel sind mit eingeritzten Strichbiindeln oder Zickzacklinien verziert. L = 10,5 cm. H = 5,8 cm. B = 2,6cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66267) (Taf. 8: 15) - Beschadigte Mehrknotennadel aus Bronze. L = 5,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66268) (Taf. 8: 14) - Abgebrochener Kugelkopf einer Nadel aus Bronze. H = 1,3 cm. Dm = 1,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66268) (Taf. 8: 13) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nicht ganz mit den Angaben Pečniks uberein. Es fehlen die beiden von ihm genannten Tonge- faBe, wahrend Pečnik nichts von den zwei Nadelfragmenten erwahnt. Grab 7/10 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab wurde 2,0 m tief angelegt. Inventar nach Pečnik: Fibel, Armring, Ohrgehange, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Noch vorhandener Fundbestand: - Beschadigte Bronzefibel mit J-formigem Fuflquerschnitt, massivem Biigel und einer seitlichen Spirale aus zwei Windungen. L = = 5,0 cm. H = 1,9 cm. B = 0,9cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66269) (Taf. 9: 6) - Massiver geschlossener Bronzearmring, gleichmaBig gerippt und mit D-formigem Querschnitt. ADm = 7,8cm. IDm = 6,8cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66270) (Taf. 9: 11) - Mehrere Bruchstiicke von bandformigen Bronzeringen; evtl. vom Ohrgehange, da als Armschmuck zu eng. ADm = 5,2cm. IDm = = 4,9 cm (Taf. 9: 7). (NHM Wien, Inv. Nr. 66271) (Taf. 9: 7-10) - Beschadigte Rollkopfnadel aus Bronze. L = 7,2 cm. D = 0,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66272) (Taf. 9: 12) - Tasse mit konischer Wandung aus dunkel- braunem Ton. MDm = 8,7 cm. H = 6,2 cm. BDm = 5,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56400) (Taf. 9: 13) - GefaB mit gebuckelter Schulter und abge- setztem Hals aus dunkelbraunem Ton. MDm = 15,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56399) (Taf. 9: 14) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt zum groBten Teil mit den Angaben Pečniks uber- ein. Lediglich die Rollkopfnadel bleibt bei ihm unerwahnt. Grab 7/11 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Randstiick mit fast geradem Hals, hell- brauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 26,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66273) (Taf. 10: 1) - Vier Wandscherben eines GefaBes mit Hals- absatz und einer mit vertikalen Kanneluren verzierten Schulter, hellbrauner Ton, dunkler Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66273) (Taf. 10: 3) - Profilierter HohlfuB aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug, BDm = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66273) (Taf. 10: 2) Bemerkungen: Pečnik nannte ein GefaB. Die Scherben stamm- ten aber von mindestens zwei GefaBen. Rand (Taf. 10: 1) und Wandstiicke (Taf 10: 3) geho- ren nicht zusammen. Grab 7/12 (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bauchiges GefaB mit sehr kurzem, nach auBen abgesetztem Rand, hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 11,5 cm. H = 14,7 cm. BDm = 7,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56401) (Taf. 10: 4) Bemerkungen: Der tatsachlich vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Hiigel 8 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Martin Germ aus Dobrava. Er wurde im Juli/August von Pečnik gegraben, der die Graber 8/1 - 8/18 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hu- gels: Lange = 8 m, Breite = 6 m, Hohe = 3,5 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Grab 8/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 2,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Randscherbe, weit ausgestellt, aus dunkel- braunem Ton. MDm =14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66274). (Taf. 10: 5) - Schulterbruchstiick aus dunkelbraunem Ton. (NHM Wien, Inv. Nr. 66274) (Taf. 10: 6) Bemerkungen: Die Scherben stammen von mindestens zwei GefaBen. Grab 8/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 2,2 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Stark ausbiegende Randscherbe, rotlich- -hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug- MDm = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66275) (Taf. 10: 7) - Flacher Boden, aus rotlich-hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. BDm = 8,8 cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 66275) (Taf. 10: 8) urspriingliche Form sich aber nicht mehr re- konstruieren laBt. Grab 8/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 3,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Schones rotes Ge- faB, ganz vernichteter Bronzekessel, Fibel (fast ganz vernichtet). (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Bemerkungen: Von den Funden war nichts mehr erhalten. Grab 8/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Oberteil einer Schale mit gerade hochste- hendem Rand, hellbrauner Ton mit dunklem Hberzug. MDm = 22,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66276) (Taf. 10: 10) - Bruchstiick einer Schale mit leicht einzie- hendem Rand, hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66276) (Taf. 10: 9) Bemerkungen: Die Angaben Pečniks stimmen mit dem vor- handenen Fundbestand uberein. Grab 8/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 0,8 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Bemerkungen: Von den beiden GefaBen waren nur noch 3 Wandscherben aus dunkelbraunem und rot- lichem Ton erhalten. Grab 8/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - S-formig profilierte Schiissel aus dunkel- braunem Ton. MDm =15,2 cm. (NHM Wien, fov. Nr. 66278) (Taf. 10: 12) ~ Bruchstiick eines flachen Bodens aus dun- kelbraunem Ton. BDm = 10,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66278) (Taf. 10: 13) Bemerkungen: Der tatsachliche noch vorhandene Fundbe- stand stimmt mit den Angaben Pečniks uber- ein. Grab 8/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Drei kleine Tonge- faBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Kleiner Napf, mit einer Knubbe verziert. MDm = 7,8 cm. H = 5,6 cm. BDm = 5,9 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 56403) (Taf. 10: 11) Bemerkungen: Von den drei kleinen TongefaBen nach Pečnik war nur noch eines erhalten. Grab 8/13 Keine Angaben! Vorhandener Fundbestand: - Bauchiges GefaB mit abgesetztem Zylinder- hals, ausgebogenem Rand und einer Knubbe am Umbruch. Dunkelbrauner Ton. MDm = = 14,5 cm. H = 20,4 cm. BDm = 10,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56404) (Taf. U: 6) - Bruchstiick eines Bronzearmrings mit ova- lem Querschnitt, unverziert. L = 6,2 cm. D = 0,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66280) (Taf. 11: 2) - Bruchstiick eines bandformigen Bronze- blecharmringes mit leicht gewolbter Ober- flache, unverziert. L = 4,3 cm. B = l,4cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66279) (Taf. 11: 1) - Bruchstiick eines stark korrodierten Eisen- rings. L = 8,5 cm. D = 1,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66282) (Taf. 11: 4) - Bruchstiick eines stark korrodierten Eisen- rings. L = 7,0 cm. D = 1,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66282) (Taf. 11: 5) - Fragmente eines Eisenmessers. Messerspit- ze: L = 4,3 cm. B = 2,0 cm. Schneide mit Griff- dorn: L =10,5 cm. B = 2,5cm. (NHM Wien Inv. Nr. 66281) (Taf. 11: 3) Bemerkungen: Es liegen keine Angaben Pečniks zu diesem Inventar vor. Grab 8/14 Keine Angaben! Vorhandener Fundbestand: - Bruchstucke einer bronzenen Schlangenfi- bel. Nadel: L = 8,1 cm. Bugelteil: L = 4,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66284) (Taf. 11: 7) - Rundstabiger offener Bronzearmring mit Strichgruppenverzierung. ADm = 4,2 cm. IDm = 3,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66285) (Taf. 11:. 9) - Massiver offener Bronzearmring mit ova- lem Querschnitt und Strichgruppenverzie- rung. ADm =5,4 cm. IDm = 4,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66285) (Taf. 11: 8) - Flacher Boden aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. BDm = 9,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66283) (Taf. 11: 10) Bemerkungen: Es liegen keine Angaben Pečniks zu diesem Inventar vor. Grab 8/15 Keine Angaben! Vorhandener Fundbestand: - Situlenformiges GefaB mit hohem Umbruch und kurzem, gerade nach oben stehendem Rand. Hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 13,2 cm. H = 22,4 cm. BDm =9,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56405) (Taf. 12: 1) Bemerkungen: Es liegen keine Angaben Pečniks zu diesem Inventar vor. Grab 8/18 Keine Angaben! Vorhandener Fundbestand: - Eine Einzugsschale aus rotbraun ge- schmauchtem Ton. MDm =19,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66286) (Taf. 11: 11) Bemerkungen: Es liegen keine Angaben Pečniks zu diesem Inventar vor. Hiigel 9 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Franc Zupančič aus Dobrava. Er wurde im Juli/August 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 9/1 - 9/12 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 20 m, Breite = 15 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Grab 9/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,30 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei kleine Arm- ringe, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bruchstiick eines GefaBes mit ausbiegen- dem Rand aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66287) (Taf. 12: 4) - Offener, strichverzierter Bronzearmring mit D-formigem Querschnitt. ADm = 5,9 cm. IDm = 4,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66288) (Taf. 12: 2) - Unverzierter, massiver Bronzearmring mit D-formigem Querschnitt und weit iiberlap- penden Enden. ADm = 5,1 cm. IDm = 4,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66289) (Taf. 12: 3) Bemerkungen: Gegeniiber den Angaben Pečniks fehlt ein GefaB. Grab 9/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Bemerkungen: Von dem bei Pečnik erwahnten Fundbestand war nichts mehr auffindbar. Grab 9/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,80 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, zwei eiserne Armringe, Bronzeperle. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Stark korrodierter Eisenring. ADm = 5,9 cm- IDm = 4,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66291) (Taf. 12: 6) - Stark korrodierter Eisenring. ADm = 6,2 cm. IDm = 4,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66291) (Taf. 12: 5) Bemerkungen: Von dem von Pečnik genannten Fundbestand fanden sich nur noch die beiden Eisenringe- Grab 9/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ohrgehange, Bron- zeperle, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Schulterbruchstuck mit abgesetztem Hals und einer langlichen Knubbe, hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66292) (Taf. 12: 13) - Abgesetzter Boden aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. BDm = 11,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66292) (Taf. 12: 14) - Bandformiger Bronzeblecharmring, mit kleinen Buckeln verziert. ADm = 5,4 cm. IDm = 5,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66293) (Taf. 12: 7) - Bandformiger Bronzeblecharmring, mit kleinen Buckeln verziert. ADm = 5,1 cm. IDm = 4,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66293) (Taf. 12: 8) - Dreilochanhanger aus Bronze. L = 2,8 cm. B = 2,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66295) (Taf. 12: 9) - Kleiner Bronzering. Dm = 1,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66295) (Taf. 12: 10) - Bronzeperle. H = 1,6 cm. Dm = 1,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66294) (Taf. 12: 11) - Vier kleine Bronzeringchen. Dm = 0,8, 0,9, 1,0, 0,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66296) (Taf. 12: 12) Bemerkungen: Das tatsachlich vorhandene Material stimmt Weitgehend mit den Angaben Pečniks uberein. Lediglich die beiden Bronzeblecharmringe er- Wahnt er nicht. Grab 9/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Eiserne Armringe, Haarnadel, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Einzugsschale mit horizontal gerieftem Oberteil, aus hellbraunem Ton mit dunklem tiberzug. MDm = 16,4 cm. H = 6,4 cm. BDm = 3,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56406) (Taf. 13: 8) - GefaBoberteil mit Schulterabsatz, kurzem Kegelhals und ausbiegendem Rand. Hellbrau- ner Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. MDm = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66297) (Taf. 13: 9) ~ Konischer HohlfuB aus hellbraunem Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. BDm = = 11,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66297) (Taf. !3: 10). Vom selben GefaB wie Taf. 13: 9. ~ Bruchstiick eines Eisenrings, L = 5,5 cm. D = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66300) (Taf. 13: 3) ~ Bruchstiick eines Eisenrings, L = 3,9 cm. D = 0,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66300) (Taf. 13: 4) - Bruchstiick eines Eisenrings, L = 2,7 cm. D = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66300) (Taf. 13: 5) - Bruchstiick eines Eisenmessers, L = 2,7 cm. B = 1,1cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66300) (Taf. 13: 6) - Eisenring (von Vačer Knotenfibel mit Ei- senkern?), Dm = 2,0 cm. D = 0,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66300) (Taf. 13: 7) - Bandformiger Eisenring, Dm = 6,6 cm. B = 1,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66299) (Taf. 13: 2) - Kegelkopfnadel aus Bronze, Dm = 1,7 cm. L = 10,4 cm. D = 0,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66298) (Taf. 13: 1) Bemerkungen: Der tatsachlich vorhandene Fundbestand stimmt im wesentlichen mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 9/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausbiegende Randscherbe aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug (dazu noch 4 Wandscherben). (NHM Wien, Inv. Nr. 66301) (Taf. 12: 15) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 9/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,70 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Einzugsschale mit fazettierter Wandung, heller Ton mit rotlichem Uberzug (dazu 6 Wandscherben). MDm = 22,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66302) (Taf. 13: 11) - Einzugsschale aus hellem Ton mit schwarz- glanzendem Uberzug. MDm = 22,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66302) (Taf. 13: 12) Bemerkungen: Der tatsachlich noch vorhandene Fundbe- stand stimmt mit den Angaben Pečniks uber- ein. Grab 9/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausbiegendes Randstiick aus dunkelbrau- nem Ton. MDm =14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56407) (Taf. 13: 15) - Bruchstiick eines konischen HohlfuBes aus dunkelbraunem Ton. BDm =12,0 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 56407) (Taf. 13: 16). - Einzugsschale aus rotlichem Ton mit schwarzglanzendem Uberzug (3 Scherben). (NHM Wien, Inv. Nr. 66302) (Taf. 13: 13) - Mit Knubben und plastischen Leisten ver- ziertes Schulterbruchstiick aus dunkelbrau- nem Ton. (NHM Wien, Inv. Nr. 56407) (Taf. 13: 14) Bemerkungen: Pečnik nannte zwei TongefaBe, tatsachlich fanden sich aber Scherben von deren drei. Grab 9/9 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,60 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Einzugsschale mit Knubben am Umbruch, heller Ton, Reste roten Uberzuges. MDm = 26,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66304) (Taf. 13: 17) Bemerkungen: Pečnik nannte zwei GefaBe, es fand sich je- doch nur noch eines. Grab 9/10 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,20 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausbiegender Rand, heller Ton, geschmauch- ter, glanzender Uberzug (6 Scherben). MDm = = 13,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66305) (Taf. 14: 1) - Mit einer plastischen Leiste verziertes Schulterbruchstiick, heller Ton. (NHM Wien, Inv. Nr. 66305) (Taf. 14: 2) Bemerkungen: Die Angaben Pečniks und der vorhandene Fundbestand stimmen uberein. Grab 9/11 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,30 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Grab war nichts mehr auffindbar. Grab 9/12 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,60 cm tief. Inventar nach Pečnik: ein paar kleine Per- len, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Grab war nichts mehr auffindbar. Hiigel 10 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Martin Germ aus Dobrava. Er wurde im August 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 10/1 - 10/12 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 12 m, Breite = 8 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Grab 10/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,70 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausbiegendes Randstiick mit Schulterab- satz, dunkler Ton. (NHM Wien, Inv. Nr. 56408) (Taf. 14: 3) - Konischer HohlfuB aus dunklem Ton. BDm =12,0 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 56408) (Taf. 14: 4). Der HohlfuB gehort zusammen mit obigem Randstiick zu einem GefaB. (NHM Wien, Inv. Nr. 56408) Bemerkungen: Der noch vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein. Grab 10/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k- Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Standringboden aus dunkelbraunem Ton- BDm = 8,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66308) (Taf. 14: 5) Grab 10/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,70 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausbiegende Randscherbe, heller Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66307) (Taf. 14: 6) - Bruchstiick eines konischen HohlfuBes, hel- ler Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66307) (Taf. 14: 7) Bemerkungen: Die beiden Scherben gehoren zum gleichen GefaB. Der Fundbestand stimmt somit mit den Angaben Pečniks iiberein. Grab 10/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,80 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ GefaBoberteil mit ausbiegendem Rand, Schulterabsatz und mit vertikalen Kannelu- ren verzierter Schulter, rotlichbrauner Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66308) (Taf. 14: 8) ~ HohlfuB aus rotlich-braunem Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. BDm = 12,0 cm. Der HohlfuB gehort zusammen mit dem Ge- faBoberteil und acht weiteren Wandscherben zu einem GefaB, dessen Form sich aber nicht mehr rekonstruieren laBt. (NHM Wien, Inv. Nr. 66308) (Taf. 14: 9) Bemerkungen: Pečnik nannte zwei GefaBe, die noch erhalte- nen Scherben gehoren aber alle zu einem GefaB. Grab 10/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,20 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ Schale mit einbiegendem Rand, hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm =18,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66309) (Taf. 14: 10) Grab 10/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, Ring, Bronze- wirtel. TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bronzener Giirtelring. Dm = 2,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66313) (Taf. 14: 12) - Bronzeperle. Dm = 2,5 cm. H = 1,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66312) (Taf. 14: 13) - Bruchstiick einer bronzenen Bandfibel mit strichverziertem Biigel. L = 3,6 cm. H = 3,2 cm. B = 0,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66311) (Taf. 14: 11) - Mit langlicher Kerbleiste verziertes Wand- stiick und Bodenscherbe eine GefaBes aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug (mit sechs weiteren Scherben). (NHM Wien, Inv Nr. 66310) (Taf. 14: 14-15) Bemerkungen: Der noch vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein. Grab 10/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,60 m tief. Inventar nach Pečnik: Haarnadel, Spinn- wirtel, Armband, einige Perlen, zwei Tonge- faBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar waren keine Funde mehr vorhanden. Grab 10/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Fibeln, Arm- band, Haarnadel, groBe Ohrgehange, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GroBe bronzene Kahnfibel mit Resten einer Ritzverzierung. L = 8,2 cm. H = 5,5 cm. B = = 2,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66315) (Taf. 15: 1) - Bandformiges Bronzeblecharmband, un- verziert. B = 0,9 cm. (NHM Wien. Inv. Nr. 66320) (Taf. 15: 8) - Massive Bogenfibel aus Bronze mit J-formi- gem FuBquerschnitt und einseitiger Spirale aus zwei Windungen. L = 7,1 cm. H = 2,9cm. B = 0,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66316) (Taf. 15: 2) - Bruchstiick des Biigels einer bronzenen Schlangenfibel mit rosettenformigem Besatz. (NHM Wien, Inv. Nr. 66317) (Taf. 15: 3-4) - Geschlossener rundstabiger Bronzering. Dm = 5,3 cm. D = 0,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66318) (Taf. 15: 7) - Bandformiger Bronzeblechring mit einge- ritzter Fischgratenverzierung. B = 1,2 cm. D = = 0,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66319) (Taf. 15: 6) - Bandformiger Bronzeblechring mit einge- ritzter Fischgratenverzierung. B=l,2cm. D = 0,2 cm. Dm = 7,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66319) (Taf. 15: 5) - GefaBhals mit ausbiegendem Rand und HohlfuB von einem GefaB aus hellem Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. MDm = 16,0 cm. BDm= 12,0 cm. Wahrscheinlich gehoren dazu sechs weitere Wandscherben, darunter ein Schulterfragment, mit Querrillen verziert. (NHM Wien, Inv. Nr. 66314) (Taf. 15: 9-11) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt nicht ganz mit den Angaben Pečniks uberein. Vor allem fehlt die bei ihm zitierte Haarnadel. Grab 10/9 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Eine groBe Fibel, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Vačer Knotenfibel mit Eisenkern und eiser- ner Nadelkonstruktion. Biigel: L = 12,8 cm. H = 6,5 cm. D = 2,2 cm. FuB: L = 5,9 cm. B = 4,7 cm. D = 0,4 cm. Ring: Dm = 2,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66321) (Taf. 16: 1) - Vačer Knotenfibel mit Eisenkern und eiser- ner Nadelkonstruktion. Biigel: L = 12,7 cm. H = 6,5 cm. D = 2,2 cm. FuB: L = 4,9 cm. B = 5,8 cm. D = 0,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66321) (Taf. 16: 2) - Ineinander korrodierter Bronze- und Eisen- ring. ADm = 4,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66321) (Taf. 16: 6) - Eine groBere und zwei kleinere Bernstein- perlen. Dm = 2,2 cm, 0,9 cm, 0,8 cm. H = 0,7 cm, 0,4 cm, 0,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66322) (Taf. 16: 3-5) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt nicht ganz mit den Angaben Pečniks uberein. Er nennt nur eine Fibel und keine Perlen. Dagegen fehlen die beiden GefaBe. Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - FuBgefaB mit profilierter Schulter und ab- gesetztem, ausbiegendem Hals, dunkelbrau- ner Ton. MDm = 21,0 cm. H = 16,4 cm. BDm = = 8,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56409) (Taf. 14: 16) Bemerkungen: Pečnik nannte zwei GefaBe, es fand sich je- doch nur noch eines. Grab 10/11 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Kegelhals mit ausbiegendem Rand und ko- nischer HohlfuB aus rotlich-braunem Ton mit dunklem Uberzug (mit sieben weiteren Scher- ben). MDm = 18,0cm. BDm = 14,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66323) (Taf. 16: 7-8) - Einzugsschale mit Omphalosboden. Dunk- ler Ton. MDm = 20,5 cm. H = 6,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56410) (Taf. 16: 9) Bemerkungen: Pečnik nannte nur ein GefaB, tatsachlich wa- ren aber zwei erhalten. Grab 10/12 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k- Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Hugel 11 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Franc Verce aus Dobrava. Er wurde i"1 August 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 11/1 und 11/2 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hu- gels: Lange = 10 m, Breite = 10 m, Hohe = = 2,50 m. (Siehe. Schreiben Pečniks an das k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Grab 11/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Fibel, einige Perlen. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bronzene Certosafibel (Typ XIII) mit Arm- brustspiralkonstruktion. L = 6,5 cm. B = 2,4 cm. H = 1,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66325) (Taf. 16: 13) - Biigelbruchstiick einer Bronzefibel. L = = 2,3 cm. B = 0,5 cm. H = 1,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66326) (Taf. 16: 14) - Bandformiger Eisenring. Dm = 2,9 cm. B = = 1,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66328) (Taf. 16: 15) - Eine grofie und zwei kleine Bernsteinperlen. H = 1,0 cm, 0,5 cm, 0,6 cm. Dm =1,8 cm, 0,8 cm, 0,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66329) (Taf. 16: 10-12) - Eiserner Nadelhalter (vermutlich von einer Vačer Knotenfibel mit Eisenkern). L = 4,6 cm. H = 3,2 cm. D = 1,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66327) (Taf. 16: 17) - Stark korrodierter vierkantiger Eisenstift. L = 4,1 cm. D = 1,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66327) (Taf. 16: 16) - Sechs Scherben von einem (?) GefaB, hell- brauner Ton mit dunklem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66324) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt im wesentlichen mit den Angaben Pečniks uberein. Der eiserne Nadelhalter, der wohl zu einer Vačer Knoten- fibel mit Eisenkern gehort, wird nicht bei ihm genannt, weshalb seine Zugehorigkeit unsi- cher ist. Grab 11/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ Ausbiegender Rand und Schulterbruch- stiick mit vertikaler Rillenverzierung; ihre Zusammengehorigkeit ist wahrscheinlich. Hellbrauner Ton, dunkler Uberzug. MDm = 15,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66330) (Taf. 15: 12-13) Bemerkungen: Pečnik nennt zwei TongefaBe, die noch erhal- tenen Scherben scheinen alle zum gleichen GefaB zu gehoren. Hiigel 12 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Franc Zupančič aus Dobrava. Er wurde von Pečnik im August 1897 gegraben, der die Graber 12/1 - 12/11 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hu- gels: Lange = 8 m, Breite = 6 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Grab 12/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,20 m tief. Inventar nach Pečnik: Messer, eiserne Armbander, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Dieses Inventar war nicht mehr auffindbar. Grab 12/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,70 m tief. Inventar nach Pečnik: TongefaB, zwei zerschlagene Armbander. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Dieses Inventar war nicht mehr auffindbar. Grab 12/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Dieses Inventar war nich mehr auffindbar. Grab 12/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,50 m tief. Inventar nach Pečnik: keine Beigaben. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Grab 12/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,30 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Neun Wandscherben eines GefaBes mit HohlfuB, abgesetztem Hals und Knubben auf der Schulter, hellbrauner Ton mit schwarz- glanzendem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr 66331) (Taf. 17: 1) Bemerkungen: Statt zweier GefaBe waren nur mehr Reste von einem erhalten. Grab 12/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: GroBe Fibel, Hals- ring, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Eine bronzene Bogenfibel mit hohlem Bugel und Fischgratenverzierung. Die Nadel war aus Eisen, wovon noch Reste erhalten sind. L = 14,0 cm. B = 1,6 cm. H = 12,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66332) (Taf. 17: 2) Bemerkungen: Der von Pečnik genannte Halsring und die beiden TongefaBe waren nicht mehr erhalten. Grab 12/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,30 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, zwei Armrin- ge, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaBunterteil mit flachem Boden, dunkel- brauner Ton. BDm = 10,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66333) (Taf 17: 6) - Bronzene Bogenfibel mit hohlem Bugel und Fischgratenverzierung. L = 9,4 cm. B = 1,3 cm. H = 6,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66334) (Taf. 17: 3) - Zwei bronzene geschlossene Armringe mit D-formigem Querschnitt. Dm = 6,4 cm, 6,2 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 66335) (Taf. 17: 4-5) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein. Grab 12/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Eine Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bronzene Bogenfibel mit hohlem Biigel und Fischgratenverzierung. L = 12,4 cm. H = = 10,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66336) (Taf. 17: 7) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein. Grab 12/9 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausbiegender Rand und HohlfuB (sowie fiinf weitere Wandscherben) von einem GefaB aus rotlich braunem Ton mit dunklem Uber- zug. BDm =14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66337) (Taf. 17: 8-10) Bemerkungen: Pečnik nannte zwei GefaBe, es waren jedoch nur mehr Reste von einem erhalten. Grab 12/10 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 12/11 Brandgrab, 0,5 m tief. Nach Pečnik: Ein groBes TongefaB voller Asche, darin eine Fibel und ein Spinnwirtel- (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bronzene Brillenfibel mit Achterschleife. L = 8,9 cm. B = 3,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66339) (Taf. 18: 1) - Spinnwirtel aus hellbraunem Ton. Dm = = 3,9 cm. H = 2,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr- 66338) (Taf. 18: 2) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Hiigel 13 Der Hugel befand sich auf der Hutweide von Josef Župančič aus Dobrava. Er wurde in1 August 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 13/1 - 13/7 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 8 m, Breite = 6 m, Hohe = 1,5 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 13. 8. 1897.) Grab 13/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, Ring, Tonge- faB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 08. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaBoberteil mit ausbiegendem Rand (und sieben weitere Scherben), heller Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. MDm = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66340) (Taf. 18: 5) - Bugelfragment einer Certosafibel (wohl Typ V), Bronze. L = 3,0 cm. H = 1,4 cm. B = 0,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66341) (Taf. 18: 3) - Bronzener Giirtelring, Dm = 2,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66342) (Taf. 18: 4) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 13/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Dieses Inventar war nicht mehr auffindbar. Grab 13/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,20 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Dieses Inventar war nicht mehr auffindbar. Grab 13/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,80 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ S-f6rmig profiliertes GefaBoberteil mit schmalen, liinglichen Knubben auf der Schul- Rfttlich-brauner Ton. MDm = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66343) (Taf. 18: 6) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 13/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Fibeln, Hals- ring, zwei Armringe, Armband, zwei FuBrin- ge, Fingerring, Haarnadel, einige Perlen, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Topf mit hohem Umbruch, kurzem Hals und vertikal angebrachten Leisten an Schul- ter und Umbruch. Hellbrauner Ton mit dunk- lem Uberzug. MDm = 10,6cm. H = 13,1 cm. BDm = 7,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56411) (Taf. 19: 11) - Bronzene Bandfibel, L = 7,7 cm. H = 2,5 cm. B = 0,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66346) (Taf. 19: 3) - Bronzene Bogenfibel mit massivem Biigel. L = 5,4 cm. H = 3,8 cm. B = 0,7cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66345) (Taf. 19: 5) - Nadel- und Biigelrest einer Bronzefibel. (NHM Wien, Inv. Nr. 66347) (Taf. 19: 4) - Rollkopfnadel aus Bronze. L = 8,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66348) (Taf. 19: 7) - Bandformiger Fingerring aus Bronzeblech. Dm = 2,2 cm. B = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66349) (Taf. 19: 6) - Offener, rundstabiger Bronzehalsring. Dm = 12,3 cm. D = 0,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66350) (Taf. 19: 8) - Elf Bernsteinperlen. Dm = ca. 1,0 cm. H = = ca. 0,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66351) (Taf. 19: 2) - Drei GlasfluBperlen (gelb-griingelb). Dm = = 0,7 cm, 0,7 cm, 1,3 cm. H = 0,4 cm, 0,3 cm, 0,7 cm. (NHM Wien. Inv. Nr. 66352) (Taf. 19: 1) - Zwei gerippte Bronzearmringe mit D-for- migem Querschnitt und uberlappenden En- den. Dm = 6,8 cm, 6,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66344) (Taf. 19: 9-10) Bemerkungen: Der tatsachlich vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Von den zwei TongefaBen laBt sich jedoch nur mehr eines auffinden. Grab 13/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,60 m tief. Inventar nach Pečnik: Eine Fibel, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) 36 Arheološki vrstnik 561 Vorhandener Fundbestand: - Schalenbruchstiick mit leicht einbiegender Wandung, dunkelbrauner Ton. (NHM Wien, Inv. Nr. 66354) (Taf. 18: 10) - Acht Wandscherben von einem weiteren GefaB, heller Ton, schwarzglanzender Uber- zug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66353) - Massives Biigelbruchstiick einer Bronzefi- bel. L = 3,0 cm. H = 1,4 cm. B = 0,6cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66355) (Taf. 18: 7) - Nadelbruchstiick einer Bronzefibel, L = = 1,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66355) (Taf. 18: 8). - Nadel- und FuBbruchstiick (J-formiger Querschnitt) einer Bronzefibel. L = 5,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66356) (Taf. 18: 9) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt in etwa mit den Angaben Pečniks uberein. Lediglich die Fibelreste gehoren zu mindestens drei Exemplaren. Grab 13/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, zwei Tonge- faBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - HohlfuB aus im Kern rot-schwarz geschich- tetem Ton. BDm = 11,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66357) (Taf. 19: 13) - HohlfuB aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. BDm =12,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66357) (Taf. 19: 14) - GroBe bronzene Kahnfibel mit strichver- ziertem Bugel, der eine eiserne Unterlage be- sitzt. Die Nadelkonstruktion ist am Biigelkopf festgenietet. L = 12,1 cm. H = 5,4cm. B = 2,6cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66358) (Taf. 19: 12) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Hiigel 14 Der Htigel befand sich auf den Hutweiden von Josef Zupančič und Johann Strojin aus Dobrava. Er wurde zwischen August und Ok- tober 1897 von Pečnik gegraben, der die Gra- ber 14/1 - 14/23 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des HU- gels: Liinge = 30 m, Breite = 10 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8., 26. 9. und 6. 11. 1897.) Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Armringe, Ohrgehange, einige Perlen, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: -37 Bernsteinperlen. Dm = ca. 1,2 cm. H = = ca. 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66362) (Taf. 18: 12) -Drei blaue GlasfluBperlen. Dm = 1,0cm, 0,6 cm, 0,7 cm. H = 0,6 cm, 0,4 cm, 0,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66361) (Taf. 18: 11) - Vier Ringchen aus Bronze mit rechteckigem Querschnitt, wohl zum Ohrschmuck gehorig. Dm = 2,4 cm, 2,4 cm, 2,4 cm, 2,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66360) (Taf. 18: 13-16) - Zwei gerippte massive Bronzearmringe mit weit iiberlappenden Enden und D-formigem Querschnitt. Dm = 5,1 cm, 5,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66359) (Taf. 18: 17-18) - Topf mit einbiegendem Rand und einer Knubbe, dunkelbrauner Ton. MDm = 10,5 cm. H = 12,2 cm. BDm = 8,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56412) (Taf. 18: 19) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 14/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Drei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Oberteil mit kurzem Hals und ausbiegen- dem Rand und konischer HohlfuB (sowie sechs weitere Scherben) von einem GefaB aus dun- kelbraunem Ton, das nicht mehr genauer re- konstruiert werden kann. MDm=16,0cm- BDm = 10,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56413) (Taf. 20: 1-2) - Einzugsschale aus dunkelbraunem Ton- MDm = 19,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56414) (Taf. 20: 3) Bemerkungen: Gegeniiber den drei von Pečnik genannten GefaBen konnten nur mehr zwei aufgefunden werden. Grab 14/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefSB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Bemerkungen: Dieses Inventar war nicht mehr auffindbar. Grab 14/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Hohes GefaB mit kurzem, gerade hoch- stehendem Rand. Die Schulter und der Um- bruch waren mit Gruppen von je drei Rillen verziert. Hellbrauner Ton mit dunklem Uber- zug. MDm =16,0 cm. BDm =13,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66364) (Taf. 20: 6) - Mit Querleisten verzierter HohlfuB, hell- brauner Ton mit dunklem Uberzug. BDm = = 17,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66363) (Taf. 20: 5) - GefaBoberteil mit gebuckelter Schulter, hell- brauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = = 20,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66365) (Taf. 20: 4) Bemerkungen: Pečnik sprach von zwei TongefaBen, tatsach- lich fanden sich jedoch Reste von deren drei. Grab 14/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ HohlfuBschiissel mit ausbiegendem Rand, dunkler Ton. MDm = 26,0cm. H=18,3cm. BDm =12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56415) (Taf. 20: 7) ~ HohlfuB aus rotbraunem Ton mit dunklem Uberzug. BDm =13,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66366) (Taf. 20: 8) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 14/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Drei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 31. 8. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ Unterteil eines DreifuBgefSBes aus dunkel- braunem Ton. BDm = 8,5 cm. (NHM Wien, Nr. 56416) (Taf. 20: 9) - Neun Wandscherben eines groBen GefaBes, vermutlich mit HohlfuB. (NHM Wien, Inv. Nr. 56417) Bemerkungen: Wahrend Pečnik drei Topfe erwahnte, stammt der vorhandene Fundbestand von nur zwei GefaBen. Grab 14/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Lanzen, Kelt, Messer, Bronzegiirtelblech, mehrere Giirtel- ringe, Spitze (?), drei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Eiserne Lanzenspitze. L = 24,6 cm. B = = 3,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66372) (Taf. 21: 17) - Eiserne Lanzenspitze. L = 22,9 cm. B = = 2,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66372) (Taf. 21: 16) - Kurzes Eisenmesser. L = 10,9 cm. B = 3,0 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 66371) (Taf. 21: 14) - Bronzene Giirtelringe bzw. Bruchstucke derselben. (NHM Wien, Inv. Nr. 66369) (Taf. 21: 2-11) - Bronzenes Giirtelblech (und Fragmente). L = 22,2 cm. B = 5,1 cm. D = 0,15 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66369) (Taf. 21: 1) - Eisenstift. L = 4,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66372) (Taf. 21: 15) - Hellgrune GlasfluBperle. H =1,9 cm. Dm = = 1,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66370) (Taf. 21: 12) - Kreisaugenverzierte Bronzespitze mit einem Osenende. L = 5,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66369) (Taf. 21: 13) - Einzugsschale, dunkelbrauner Ton. MDm = = 20,8 cm. H = 7,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66367) (Taf. 21: 18) - Fiinf rotlich-braune bzw. dunkelbraune Wandscherben von ein bis zwei GefaBen. (NHM Wien, Inv. Nr. 66368) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt weitge- hend mit den Angaben von Pečnik uberein, lediglich der »Kelt« fehlt. Grab 14/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Bemerkungen: Dieses Inventar war nicht mehr auffindbar. 36« 563 Grab 14/9 Skelettgrab mit dem Kopf im Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: GroBe Lanze, Kelt, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Eisenlanze. L = 33,4 cm. B = 6,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66375) (Taf. 22: 1) - Einzugsschale aus dunkelbraunem Ton. MDm = 15,3 cm. H = 4,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56418) (Taf. 22: 3) - GefaBoberteil, die Schulter war mit kleinen herausgetriebenen Buckeln versehen. Hell- brauner Ton, dunkler Uberzug. MDm = = 29,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66374) (Taf. 22: 2) Bemerkungen: Der noch vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein, lediglich der »Kelt« fehlt. Grab 14/10 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Hohlarmrin- ge, Nadelbuchse, Haarnadel, mehrere Bern- steinperlen, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zwei fein gerippte Hohlarmringe aus Bron- zeblech (und Bruchstiicke derselben). Dm = 7,0 cm, 6,4 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 66377) (Taf. 23: 8-12) - 40 Bernsteinperlen. Dm = zwischen 0,9 und 1,8 cm. H = zwischen 0,6 und 1,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56419) (Taf. 23: 2) - Drei Bronzeringchen. Dm = 1,4 cm, 1,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66380) (Taf. 23: 5-7) - Blaue GlasfluBperle mit weiBem Zickzack- band. H = 0,8 cm. Dm = 1,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56420) (Taf. 23: 1) - Rollkopfnadel aus Bronze. L = 6,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66378) (Taf. 23: 3) - Bronzene ritzverzierte »Nadelbuchse«. L = = 10,3 cm. Dm = 1,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66379) (Taf. 23: 4) - GefaBoberteil mit ausbiegendem Rand. Die Schulter war mit Rillen und Buckeln verziert. Rotbrauner Ton und dunkler Uberzug. MDm = = 24,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66376) (Taf. 23: 13) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 14/11 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Bleiarmring, zwei Certosafibeln. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - 2 Certosafibeln (Typ X) aus Bronze. L = = 9,6 cm, 9,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56421, 56422) (Taf. 22: 4-5) - Ein langsprofilierter Bleiarmring mit ova- lem Querschnitt. Dm = 8,7 cm. D = 1,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56423) (Taf. 22: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 14/12 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - HohlfuB und Schulterfragment aus rotlich braunem Ton. Die beiden Scherben gehoren evtl. zum selben GefaB. Eine sichere Rekon- struktion ist nicht mehr moglich. BDm = 12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66381) (Taf. 24: 1-2) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand scheint mit den Angaben Pečniks iibereinzustimmen. Grab 14/13 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaBoberteil mit abgesetztem Hals und HohlfuB (sowie ftinf weitere Scherben) aus rotlich-braunem Ton mit dunklem Uberzug- MDm = 16,2 cm. BDm = 12,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66382) (Taf. 23: 14-15). - Kleiner Napf mit einer Knubbe und aus- biegendem Rand. MDm = 7,7 cm. H = 5,7 cm. BDm = 6,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56424) (Taf. 23: 16) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Hohlarmrin- ge, Fibel, mehrere Perlen, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zwolf kleine Fragmente von fein gerippten Hohlarmringen aus Bronzeblech. (NHM Wien, Inv. Nr. 66384) (Taf. 24: 11-22). - Bronzene Certosafibel (Typ V). L = 5,1 cm. B = 0,7 cm. H = 1,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66383) (Taf. 24: 8) - Dreieckiger, mit Kreisaugen verzierter Bronzeblechanhanger. H = 4,3 cm. B = 2,7cm. D = 0,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66385) (Taf. 24: 10) - Bronzener Ring. Dm = 2,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66386) (Taf. 24: 9) - Blau-gelbe GlasfluBperle. H = 1,9 cm. Dm = = 1,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66387) (Taf. 24: 3) - Zwolf Bernsteinperlen. Dm = ca. 0,6 cm. H = ca. 0,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66391) (Taf. 24:7) - Drei GlasfluBperlen (gelb - griin). Dm = = ca. 0,9 cm. H = ca.0,5cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66390) (Taf. 24: 4) -56 blaue GlasfluBperlen. Dm = ca. 0,6 cm. H = 0,4 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 66389) (Taf. 24: 5) - Fiinf Bernsteinperlen. Dm = ca. 1,0 cm. H = = ca. 0,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66388) (Taf. 24: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt im we- sentlichen mit den Angaben Pečniks uberein, lediglich das TongefaB fehlt. Grab 14/15 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Halsring, zwei Hohl- armringe, Fibel mit Tierkopf, einige Perlen, einige Stiicke vom Gtirtel, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Rundstabiger Bornzehalsring mit offenen, spitz zulaufenden Enden. Dm = 13,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66395) (Taf. 25: 6) ~ Bruchstucke von leicht gerippten Hohlarm- ringen aus Bronze. (NHW Wien, Inv. Nr. 66394) (Taf. 25: 7-12) ~ Ostalpine Tierkopffibel aus Bronze und mit Armbrustspiralkonstruktion. L = 5,6 cm. H = = 2,3 cm. B = 2,8 cm. (NHM Wien, Inv Nr 66392) (Taf. 25: 3) - Bruchstiick einer Fibelspirale, Bronze. L = = 1,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66393) (Taf 25: 4) - Halsfragment und HohlfuB (und 19 weitere Scherben) eines GefaBes (nicht mehr rekon- struierbar) aus hellbraunem Ton, mit rot und schwarz in horizontalen Streifen bemalt BDm = 15 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56425) (Taf. 25: 19-20) - Vier dunkelblaue GlasfluBperlen. Dm = ca 1,2 cm. H = ca. 0,7 cm. (NHM Wien, Inv Nr 66397) (Taf. 25: 1) - 21 Bernsteinperlen. Dm = ca. 1,3 cm. H = = 0,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66398) (Taf 25: 2) v - Nieten und Bruchstucke von Giirtelringen und Beschlagen. Bronze. (NHM Wien Inv Nr 66396) (Taf. 25: 5, 13-17) - Bodenfragment, dunkelbrauner Ton (Taf 25: 18) v ' Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt weitge- hend mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 14/16 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - FuBgefaB mit hochliegendem, spitzem Um- bruch und kurzem, einwarts gerichtetem Rand. Die Schulter und der Umbruch waren mit langen schmalen Vertikalrippen versehen. Dunkelbrauner Ton. MDm = 14,6 cm. H = = 22,6 cm. BDm = 10,6 cm. (NHM Wien, Inv Nr. 56427) (Taf. 24: 23) Bemerkungen: Von den beiden von Pečnik genannten Tonge- faBen war nur noch eines auffindbar. Grab 14/17 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausgebogener Rand und HohlfuB (sowie fiinf weitere Scherben) von einem GefaB aus rotlich-braunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 18,5 cm. BDm = 13,5 cm. (NHM Wien Inv. Nr. 66399) (Taf. 24: 24-25) Bemerkungen: Von den beiden von Pečnik genannten Tonge- faBen war nur noch eines erhalten. Grab 14/18 Brandgrab, 1,0 m tief. Die verbrannten Knochen lagen in der Erde, darauf war ein TongefaB gestellt. Bemerkungen: Von dem TongefaB war nichts mehr erhalten. Grab 14/19 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: TongefaB, Spinn- wirtel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausbiegendes Randstiick aus dunklem Ton. MDm = 14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66400) (Taf. 26: 2) - HohlfuB aus dunklem Ton. BDm = 12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66400) (Taf. 26: 3) - Spinnwirtel aus braunem Ton. H = 3,6 cm. Dm = 3,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66401) (Taf. 26: 1) Bemerkungen: Die Angaben Pečniks und der vorhandene Fundbestand stimmen weitgehend iiberein. Dagegen scheint es, daB sich die Scherben dieses Inventares auf zwei GefaBe verteilen lassen. Grab 14/20 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Keine Beigaben. Grab 14/21 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Spinnwirtel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - DreifuBtasse mit konischer Wandung. Dun- kelbrauner Ton. MDm = 10,0cm. H = 10,0cm. BDm = 7,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56428) (Taf. 26: 5) - Spinnwirtel aus rotbraunem Ton. Dm = = 4,0 cm. H = 3,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56429) (Taf. 26: 4) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks nahezu uberein, ein zweites TongefaB war nicht mehr auffindbar. Grab 14/22 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Eisengiirtelblech. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bruchstucke eines Eisenmessers mit Griff- dorn. (NHM Wien, Inv. Nr. 66402) (Taf. 26: 6) - Flacher Boden aus dunklem Ton. BDm = = 6,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56430) (Taf. 26: 8) - Bruchstiick eines Eisenrings. L = 5,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66403) (Taf. 26: 7) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt nicht ganz mit den Angaben Pečniks iiberein. Es fand sich nur ein GefaB und Pečnik nannte weder Messer noch Eisenring. Betrachtete er das stark kor- rodierte Eisenmesser vielleicht als Eisengiir- telplatte? Grab 14/23 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, drei Tonge- faBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaBoberteil mit abgesetztem Hals und ausgebogenem Rand. Schwarz - rot geschich- teter Ton, schwarzer Uberzug. MDm = 14,6 cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 66404) (Taf. 26: 12) - Einfache Schiissel aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 18,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66405) (Taf. 26: 14) - Bodenteil mit leichtem Standring, hellbrau- ner Ton mit dunklem Uberzug. BDm = 10,0 cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 66405) (Taf. 26: 13) - Zwei Bugelbruchstiicke von Vačer Knoten- fibeln mit Eisenkern. L = 5,2 cm, 6,4 cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 66406) (Taf. 26: 9-10) - Eiserner Nadelhalter einer Vačer Knotenfi- bel mit Eisenkern. L = 5,5 cm. B = 4,0cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 66406) (Taf. 26: 11) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein, nur fanden sich Reste von zwei Knotenfibeln. Hiigel 15 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide von Franc Zupančič aus Dobrava. Er wurde im September 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 15/1 - 15/3 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 6 m, Breite = 6 m, Hohe = 1,5 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Grab 15/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1.0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Fibeln, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zwei bronzene Certosafibeln (Typ XIII) mit doppelter Armbrustspirale und schleifenfor- mig zuriickgefuhrter Sehne. Die beiden Fibeln Waren mit einem Kettchen verbunden. L = = 5,9 cm, 5,7 cm. B = 4,6 cm, 4,7 cm. H = 2,0 cm, 1,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56431) (Taf. 28: 1-2) - Bruchstucke eines Bronzerings. (NHM Wien, Inv. Nr. 56432) (Taf. 28: 3) - FuBschale mit profiliertem GefaBoberteil und nicht ganz erhaltenem FuB. Hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 22,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66554) (Taf. 28: 4) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt im we- sentlichen mit den Angaben Pečniks uberein, doch konnte nur mehr ein TongefaB aufgefun- den werden. Grab 15/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Armringe, mehrere Perlen, Ohrgehange, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum Wien vom 26. 9. 1897.) _ Vorhandener Fundbestand: ~ Zwei gerippte Bronzearmringe, massiv und mit D-formigem Querschnitt. Dm = 5,4 cm, 4.3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66408) (Taf. 27: 9-10) ~ 13 GlasfluBperlen. Dm = ca. 0,7 cm. H = = 0,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66410) (Taf. 27: 3) ~ Vier GlasfluBperlen. Dm = 1,0cm, 0,7cm, Jycm, 0,6cm. H = 0,7 cm, 0,25cm, 0,25, cm, V'25cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66411) (Taf. 27: 1-2) - Bruchstiick eines korbchenformigen Bron- zeanhangers. Dm= 1,4cm. H= 1,1cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66409) (Taf. 27: 5) - Bruchstiick eines Bronzeanhangers. (NHM Wien, Inv. Nr. 66409) (Taf. 27: 8) - Zwei Bruchstucke einer bronzenen Schlan- genfibel mit bandformigem Biigel und einer Schleife. (NHM Wien, Inv. Nr. 66407) (Taf. 27: 6-7) - Bruchstiick eines Bronzerings mit ovalem Querschnitt. L = 3,7 cm. H = 2,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66407) (Taf. 27: 4) - DreifuBnapfchen aus dunkelbraunem Ton. MDm = 8,9 cm. H = 6,6 cm. BDm = 6,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56433) (Taf. 27: 11) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nur zum Teil mit den Angaben Pečniks uberein. Es fehlt das zweite TongefaB, dagegen bleiben bei ihm die Fibelbruchstiicke unerwahnt. Grab 15/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,20 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein groBes, ver- nichtetes Messer, mehrere Bronzeperlen, drei Eisenringe, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bronzeperlen. Dm = ca. 0,6-1,0 cm. H = ca. 0,3-0,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56440) (Taf. 27: 12) -Fiinf Bronzenieten. L = 2,1 cm, 0,9 cm, 0,9 cm, 0,8 cm, 0,8cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66414) (Taf. 27: 13-14) - Bandformiger Bronzeohrring. Dm= 1,5 cm. H = 0,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66415) (Taf. 27: 15) - Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,6 cm. H = 2,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66413) (Taf. 27: 24) - Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,7 cm, H = 3,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56434) (Taf. 27: 26) - Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,6 cm, H = 3,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56434) (Taf. 27: 27) - Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,1 cm, H = 2,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56434) (Taf. 27: 25) - Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 2,4 cm, H = 2,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56434) (Taf. 27: 22) - Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,1 cm, H = 2,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56434) (Taf. 27: 23) - Bruchstiick eines eisernen Griffdornmes- sers. L = 6,2 cm, B = 1,8 cm, D = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56439) (Taf. 27: 20) - Bruchstiicke eines Eisenrings. (NHM Wien, Inv. Nr. 56437) (Taf. 27: 19) - Bruchstiicke eines Eisenrings. (NHM Wien, Inv. Nr. 56438) (Taf. 27: 21) - Zwei Eisenringe, Dm = 5,9 cm, 6,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56435, 56436) (Taf. 27: 17-18) - Krummschwert aus Eisen, einschneidig. L = 30,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66414) (Taf. 27: 16) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nur zum Teil mit den Angaben Pečniks iiberein. Bei der Zusammenstellung des Inventars drangt sich die Vermutung auf, ob hier nicht ein Frauen- und ein Mannergrab vermischt wur- den oder es sich um ein unerkanntes Doppel- grab gehandelt haben konnte. Hugel 16 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide des Dorfes Dobrava. Er wurde im September 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 16/1-16/8 freilegte. Von Pečnik festgestellte Ausmafie des Hii- gels: Lange = 10 m, Breite = 6 m, Hohe = 2,5 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 26. 9. 1897.) Hiigel 16/Ohne Grabzusammenhang Krummschwert aus Eisen. L = 46,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56445) (Taf. 28: 5) Grab 16/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Einzugsschale aus dunkelbraunem Ton, mit drei kleinen Kerben auf der AuBenseite. MDm = 21,8 cm, H = 7,4cm, BDm = 9,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56441) (Taf. 28: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 16/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Saden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmu- seum Wien vom 26. 9. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 16/3 Skelettgrab. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Eisenschwert, groBe Perle, Ohrgehange, zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 26. 9. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 16/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Drei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Niedriger Topf mit einbiegendem Rand und Knubben auf halber Hohe. Dunkelbrauner Ton, leicht geschmaucht. MDm = 15,8 cm. H = 11,1 cm. BDm = 12,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56442) (Taf. 28: 7) Bemerkungen: Von den drei bei Pečnik genannten GefaBen ist nur noch eines erhalten. Grab 16/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Ausbiegender Rand und niedriger StandfuB (sowie fiinf weitere Scherben) von einem Ge- faB aus rotbraunem Ton mit dunklem Uber- zug. MDm =12,0 cm. BDm =13,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66416) (Taf. 29: 1-2) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein. Grab 16/6 Brandgrab, in 1 m Tiefe. Die verbrannten Knochen lagen auf einem Haufen, daneben standen zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 26. 9. 1897.) zierung sowie acht weitere Wandscherben aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug stam- men evtl. von einem GefaB. MDm =14,0 cm. BDm = 11,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66417) (Taf. 29: 7-9) - Kleiner Napf mit abgesetztem Boden und einbiegendem Rand. Hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 6,4 cm. H = 5,9 cm. BDm = 4,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56443) (Taf. 29: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 16/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Halsring, grofies Ohrgehange, Fibel, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Rundstabiger Bronzehalsring mit offenen, spitz zulaufenden Enden. Dm = 10,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66419) (Taf. 29: 3) - Ausbiegender Rand und Bruchstiick eines konischen HohlfuBes (und zehn weitere Wandscherben) aus rotbraunem Ton mit dunk- lem Uberzug. Wahrscheinlich von einem Ge- faB, dessen Form aber nicht mehr rekon- struierbar ist. MDm = 14,0cm. BDm = 14,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66418) (Taf. 29: 4-5) Bemerkungen: Das groBe Ohrgehange und die Fibel sind verschollen. Grab 16/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 26. 9. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bauchiges GefaB mit niedrigem StandfuB, abgesetztem Hals, ausbiegendem Rand und Knubben am Umbruch. MDm = 10,1 cm. H = = 11,4 cm. BDm = 6,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56444) (Taf. 29: 10) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Hiigel 17 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide des Dorfes Dobrava. Pečnik deckte dort die Graber 17/1-17/16 >m Oktober und 17/17-17/20 im November !897 auf. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6., 7., 21. und 22.11. 1897.) Grab 17/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaBoberteil mit abgesetztem Hals und ausbiegendem Rand. Hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 15,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66420) (Taf. 29: 11) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein. Grab 17/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, zwei Tonge- faBe. Bemerkungen: Vom Inventar dieses Grabes war nichts mehr erhalten. Grab 17/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, zwei Tonge- faBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Drei Bruchstiicke eines bandformigen Bronzearmringes (?), mit feinen Einritzungen verziert. (NHM Wien, Inv. Nr. 66422) (Taf. 29: 13-15) - Vačer Knotenfibel mit Eisenkern und eiser- ner Nadelkonstruktion, letztere nur mehr fragmentarisch erhalten. Biigel: L = 9,0 cm. H = 5,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66421) (Taf. 29: 12) Bemerkungen: Von den bei Pečnik genannten TongefaBen war nichts mehr erhalten. Grab 17/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe (dabei ein »griechisches Sistem«), (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Konische Tasse mit Bandhenkel, der fast vom Rand bis zum Boden reicht. Hellbrauner Ton, leicht geschmaucht. MDm = 8,8 cm. H = 5,4 cm. BDm = 6,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56446) (Taf. 30: 1) - HohlfuBscherbe (und sieben weitere Bruch- stucke der Wandung), hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. BDm = 14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66423) (Taf. 30: 2) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nur zum Teil mit den Angaben Pečniks uberein, es fehlt das bei ihm genannte »griechische Si- stem«. (In Grab 22/1 bezeichnete Pečnik einen bemalten apulischen Krater als »griechisches Sistem«. Moglicherweise gehort der HohlfuB, Taf. 30: 2, dazu.) Grab 17/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei GefaBe (ein ' rotes und ein »griechisches Sistem«), (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Apulischer Krater, der hellbraun-gelbliche Ton entspricht dem bemalten apulischen Kra- ter aus Grab 22/1 und findet sich sonst bei keinen anderen, heimischen Formen. H = = 21,8 cm. BDm = 7,8 cm. MDm = 20,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56447) (Taf. 30: 4) - GefaBhals, abgesetzt und profiliert, mit ausbiegendem Rand. Heller bis rotlicher Ton, mit Resten roter und schwarzer, wohl strei- fenformiger Bemalung (dazu sechs entspre- chende Wandscherben). MDm =16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66424) (Taf. 30: 3) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 17/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Spinnwirtel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Kleiner Napf mit einbiegendem Rand und Knubben am Umbruch. Dunkelbrauner Ton. MDm = 7,8 cm. H = 7,1 cm. BDm = 5,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56448) (Taf. 29: 16) Bemerkungen: Der bei Pečnik genannte Spinnwirtel und ein zweites GefaB waren nicht auffindbar. Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, einige Perlen, eine zerstorte Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bruchstucke einer Certosafibel aus Bronze mit kreisaugenverzierter FuBplatte (Typ V). (NHM Wien, Inv. Nr. 66426) (Taf. 30: 10) - Bronzene Dreiknopffibel mit einseitiger Spirale aus zwei Windungen. L = 6,4 cm. H = = 2,9 cm. B = 1,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66425) (Taf. 30: 9) - Gelb-blaue GlasfluBperle. H = 1,4 cm, Dm =1,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66427) (Taf. 30: 5) - Gelbe GlasfluBperle. H = 0,6 cm. Dm = = 0,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66428) (Taf. 30: 6) - Neun gelbe GlasfluBperlen. Dm = ca. 0,5 cm. H = ca. 0,15 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66429) (Taf. 30: 8) - Acht blaue GlasfluBperlen. Dm = ca. 0,5 cm. H = ca. 0,15 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66429) (Taf. 30: 7) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nur zum Teil mit den Angaben Pečniks uberein. Die zwei TongefaBe waren nicht mehr auffindbar, dagegen nannte er nur eine (zerschlagene) Fibel, wahrend das Inventar zwei enthalt. Grab 17/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Lanzen, Fibel, vernichtetes GefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zwei stark korrodierte Eisenlanzenspitzen mit ellipsoidem Blattquerschnitt. L = 25,9 cm, 21,8 cm. B = 3,2 cm, 3,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66430) (Taf. 31: 1-2) - Bronzene Certosafibel (Typ VII a) mit abge- brochener Nadelkonstruktion. L =12,7 cm, H = 2,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66431) (Taf. 31: 3) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 17/9 Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Randstiick mit kurzem, abgesetztem und nach innen gerichtetem Rand sowie ein mit vertikalen Rippen verziertes Schulterfrag- ment (sowie acht weitere Wandscherben) aus dunkelbraunem Ton. MDm = 20,0 cm. Evtl. von einem GefaB. (NHM Wien, Inv. Nr. 56449) (Taf. 30: 11-12) Bemerkungen: Es kann nicht klar entschieden werden, ob alle Scherben nur von einem oder von zwei GefaBen stammen. Grab 17/10 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bauchiges GefaB mit flachem Boden und ausbiegendem Rand, am Umbruch eine bo- genformige Knubbe. Dunkelbrauner Ton. MDm = 12,0 cm. H =16,3 cm. BDm = 9,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56450) (Taf. 30: 13) Bemerkungen: Von den beiden bei Pečnik genannten GefaBen war nur noch eines auffindbar. Grab 17/11 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 17/12 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: GroBes Ohrgehan- ge, Nadelbiichse (aus Blei) mit drei schonen Bronzehenkeln. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand. - Ein vollstandiger und Bruchstucke von wei- teren bandformigen Bronzeblechringen mit Fischgratenverzierung. Dm = 6,5 cm. B - = 1,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66433) (Taf. 31: 9-12) - Drei kugelformige Bronzeanhanger. L = = 3,2 cm. B = 1,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66435) (Taf. 31: 6-8) - Bruchstiick einer Nadel (?) mit kugelformi- gem, massivem Kopf. L = 3,1 cm. Dm = 1,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66434) (Taf. 31: 5) - Blaue GlasfluBperle. H = 0,6 cm. Dm = = 1,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66436) (Taf. 31: 4) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nur zum Teil mit den Angaben Pečniks uberein. Vor allem bleibt unklar, was er mit der »Nadel- biichse aus Blei mit drei schonen Bronzehen- keln« meinte. Die bandformigen grofien Ringe scheinen aufgrund der Angaben Pečniks zum Ohrschmuck gehort zu haben. Grab 17/13 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 17/14 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Fibeln, Perle, Reste eines vernichteten Giirtelblechs, Ring, Lanze, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Korrodierter Vierkantstift aus Eisen. L = 6,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66438) (Taf. 31: 14) - Bruchstiick eines stark korrodierten Eisen- messers. L = 9,9 cm. B = 3,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66438) (Taf. 31: 13) - Eiserne Lanzenspitze (mit abgebrochener Spitze). L = 21,0 cm. B = 3,9cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66437) (Taf. 31: 15) Bemerkungen: Von dem von Pečnik genannten Inventar war nur die Lanze erhalten. Das Bruchstiick eines Messers sowie der Vierkantstift bleiben uner- wahnt. Grab 17/15 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 17/16 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,30 m tief. Inventar nach Pečnik: TongefaB, Eisen- fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Einschleifige Bogenfibel aus Eisen. L = = 8,7 cm. H = ca. 5,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66439) (Taf. 30: 14) Bemerkungen: Das von Pečnik genannte TongefaB war nicht mehr erhalten. Grab 17/17 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Kelt, zwei Fibeln. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand. - Bronzene Certosafibel, ahnlich Typ VI, aber mit Armbrustkonstruktion. L = 8,8 cm. B = = 3,6 cm. H = 2,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66440) (Taf. 32: 2) - FuB- und Biigelbruchstiick einer bronzenen Certosafibel (Typ unbestimmbar). Bugel: L = = 5,8cm. B = 0,6cm. FuB: L = 3,2cm. B = 0,7cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66441) (Taf. 32: 1) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein. Lediglich der Kelt war nicht mehr auffindbar. Grab 17/18 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei GefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Konisch ansteigender Hals mit ausgestell- tem, deutlich abgesetztem Rand. Hellbrauner Ton, auBen Reste schwarzer und roter Bema- lung (dazu sechs entsprechende Wandscher- ben). MDm = 17,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66442) (Taf. 32: 3) Bemerkungen: Pečnik nannte zwei GefaBe, es waren jedoch nur mehr Reste von einem erhalten. • Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein GefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 17/20 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, Messer, Ei- senring, Spinnwirtel, TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) In einer zweiten Beschreibung der Funde dieses Grabes nannte Pečnik noch eine Lanze. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 11. 1897). Vorhandener Fundbestand. - Spinnwirtel aus braunem Ton. H = 2,9 cm. Dm = 3,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66443) (Taf. 32: 11) - Hohle zweischleifige Bogenfibel aus Bron- zeblech, der Biigel war mit Fischgratenmu- stern verziert. L = 9,0 cm. Dm = 3,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66444) (Taf. 32: 4) - Bruchstiick eines stark korrodierten Eisen- messers. L = 7,6 cm. B = 2,3cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66447) (Taf. 32: 9) - Eisenring. Dm = 2,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66448) (Taf. 32: 8) - Stark beschadigte und korrodierte Eisen- lanzenspitze. L=14,2cm. B = l,8cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66445) (Taf. 32: 5) - Bruchstiick eines stark korrodiertes Eisen- messers. L = 9,1 cm, B = 2,2cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66447) (Taf. 32: 7) - Eisenfragment, stark korrodiert. L = 8,1 cm- B = 2,9cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66447) (Taf. 32: 9) - Eisenmesser mit Griffdorn. L = 15,3 cm. B = 2,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66446) (Taf. 32: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt weitge- hend mit den Angaben Pečniks iiberein. Das TongefaB war nicht mehr erhalten. Pečnik nannte nur ein Messer, obwohl Reste von mindestens dreien vorliegen. Hugel 18 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide des Dorfes Dobrava. Er wurde im Oktober 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 18/1-18/36 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 20 m, Breite = 12 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hofmuseum vom 6., 7. und 22. 11. 1897.) Grab 18/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Spinnwirtel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaBoberteil mit kurz^m abgesetztem Rand, der leicht ausbiegt. Hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 17,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66449) (Taf. 32: 12) - Schulterscherbe (und weitere Wandscher- ben), mit vertikalen Reihen von halbbogenfor- migen Eindrticken verziert. Heller Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66449) (Taf. 32: 13) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 18/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 0,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand. ~ GefaBoberteil mit ausschwingendem Rand, hellbrauner rotlicher Ton. MDm = 16,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66451) (Taf. 33: 1) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 18/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,8 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Rand einer Einzugsschale aus hellem Ton mit schwarzem Uberzug. MDm = 20,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66453) (Taf. 32: 14) - Bodenteil mit leichtem Omphalos aus hel- lem Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. BDm = 6,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66453) (Taf. 32: 15) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 18/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Drei TongefaBe, Fi- bel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Massive Bronzebogenfibel, der Biigel ist am FuBende gerippt; der nicht ganz vollstandige Nadelhalter besitzt sanduhrformige Gestalt. Eisenreste am Kopfende deuten auf eine eiser- ne Nadelkonstruktion hin. L =10,5 cm. H = = 7,5 cm. B = 1,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66455) (Taf. 33: 2) - Mit Einstichen verziertes Bronzeblech mit viereckigem Loch in der Mitte. L = 2,7 cm. B = 2,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66456) (Taf. 33: 3) - Einzugsschale mit Knubben am Umbruch, aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 22,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66454) (Taf. 33: 4) Bemerkungen: Von den bei Pečnik genannten TongefaBen war nur mehr eines erhalten. Grab 18/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,70 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Fibeln, zwei TongefaBe, romische Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zwei bronzene Certosafibeln mit bandfor- migem, rippenverziertem Biigel (Typ II) und hochstehendem FuBknopf. L = 6,8 cm, 6,5 cm. H = 2,4 cm, 2,4 cm. B = 0,8cm, 0,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66459) (Taf. 33: 6-7) - Bronzene Rollkopfnadel. L = 11,5 cm. D = = 0,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66461) (Taf. 33: 8) - Elf Bernsteinperlen. Dm = ca. 1,0 cm. H = 0,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66462) (Taf 33: 5) - Spinnwirtel aus braunem Ton, mit kleinen Kerben am Umbruch. Dm = 3,5 cm. H = 3,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66457) (Taf. 33: 10) - Offener Bronzering mit rhombischem Querschnitt. Dm = 3,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66460) (Taf. 33: 9) - Kaiserzeitliche romische Bronzefibel (Alm- gren 69). L = 5,1 cm. H =1,6 cm. B = 2,4cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66458) (Taf. 33: 11) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nur teil- weise mit den Angaben Pečniks iiberein. Es fehlen zwei TongefaBe, dagegen fiihrte er we- der die Rollkopfnadel noch den Spinnwirtel auf. Die dritte, bereits von Pečnik als romisch erkannte Fibel gehort nicht zum Inventar. Grab 18/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - DrehscheibengefaB mit kurzem Hals und ausbiegendem Rand sowie fein horizontal ge- rillter Schulter. Hellgrauer Ton. MDm = 25,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56490) (Taf. 33: 12) Bemerkungen: Von den beiden bei Pečnik genannten GefaBen war nur mehr eines erhalten, das zu einer vermutlich kaiserzeitlichen Nachbestattung gehčrt, ebenso wie die Fibel Almgren 69 aus Grab 18/7 (Taf. 33: 11). Grab 18/9 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) dunklem Uberzug. MDm = 21,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56452) (Taf. 34: 2) - GefaBoberteil mit ausschwingendem Rand. Hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56453) (Taf. 34: 4) - Steil ansteigender Topf mit nach auBen verdicktem Rand und einer halbbogenformi- gen Leiste auf der AuBenseite. Hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm =15,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66463) (Taf. 34: 1) - Hohler StandfuB aus hellem Ton mit Resten schwarzer Bemalung. BDm = 8,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56453) (Taf. 34: 5) - Bodenfragment mit Standring aus hell- braunem Ton. BDm =10,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56452) (Taf. 34: 3) Bemerkungen: Wahrend Pečnik nur zwei TongefaBe nannte, waren Reste von mindestens drei bis vier vorhanden. Grab 18/10 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Schulterstiick und Bodenfragment (sowie acht weitere Wandscherben) eines HohlfuBge- faBes aus rotbraunem Ton mit Resten schwar- zer und roter Bemalung in horizontalen Strei- fen. BDm =11,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr- 56454) (Taf. 33: 13-14) - GefaBunterteil mit abgesetztem Boden aus hellbraunem Ton. BDm = 8,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56455) (Taf. 33: 15) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks iiberein. Grab 18/11 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,7 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, vernichteter Eisenring. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: . Von diesem Inventar war nichts mehr erha1' ten. Grab 18/12 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden- Das Grab lag 0,6 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaB' zwei Bleiarmringe (vfillig vernichtet). (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/13 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, zwei zerstorte Perlenohrgehange. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/14 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ohrgehange (zer- stort), TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/15 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Fibel, zwei Blei- armringe (zerstort). (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ Hohle Bogenfibel aus Bronzeblech mit ei- serner Nadelkonstruktion. Biigel: L = 11,5cm. ? = 1,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66464) (Taf. 34: 6) Bemerkungen: "er vorhandene Fundbestand stimmt mit den Ogaben Pečniks uberein. Grab 18/16 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,6 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) y Bemerkungen: to°n diesem Inventar war nichts mehr erhal- Grab 18/17 Inventar nach Pečnik: TongefaB, Arm- band, Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bugelbruchstuck einer Schlangenfibel aus Bronze. L = 4,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr 66465) (Taf. 34: 7) - Massiver gerippter Bronzering mit D-for- migem Querschnitt und weit uberlappenden Enden. Dm = 3,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr 66466) (Taf. 34: 8) - Offener Bronzering mit D-formigem Quer- schnitt. Dm = 3,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr 66466) (Taf. 34: 9) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nur teil- weise mit den Angaben Pečniks uberein. Das bei ihm aufgefiihrte TongefaB war nicht mehr auffindbar. Dagegen fanden sich zwei Ringe, wahrend er nur einen nannte. Grab 18/18 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhalten. Grab 18/19 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,9 m tief. Inventar nach Pečnik: Messer, zerstorter Bronzering. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/20 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Vom diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/21 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Standringboden und eine Schulterscherbe, mit Buckeln, Einstichen und Rillen verziert, sowie 13 weitere Scherben, wahrscheinlich vom gleichen GefaB, das aber nicht mehr genau rekonstruiert werden kann. Hellbrau- ner Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. BDm =12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56456) (Taf. 34: 10-11) Bemerkungen: Pečnik nannte zwei GefaBe, doch waren nur mehr Reste von einem erhalten. Grab 18/22 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/23 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaBoberteil mit abgesetztem, sehr kur- zem Hals und ausbiegendem Rand. Rot- schwarz geschichteter Ton, auBen Reste schwarzen Uberzuges. MDm = 22,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66468) (Taf. 34: 12) Bemerkungen: Pečnik fiihrte zwei TongefaBe auf, doch waren nur mehr Reste von einem erhalten. Grab 18/24 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Fibel, Messer, drei Perlen. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Massive rundstabige Bogenfibel aus Bron- ze. Die Nadelkonstruktion war nicht mehr vollstandig erhalten. L = 6,3 cm. H = 3,8 cm. B = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66470) (Taf. 35: 6) - Kugelformiger, massiver Bronzeanh&nger. L = 3,1 cm. D = 1,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66471) (Taf. 35: 5) - Bronzeperle. H =1,2 cm. Dm = 2,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66472) (Taf. 35: 4) - Bernsteinperle. H = 1,8 cm. Dm = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66474) (Taf. 35: 3) - Zwei blaue GlasfluBperlen. H = 0,9 cm, 1,3 cm. Dm = 1,1 cm, 1,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66473) (Taf. 35: 1-2) Bemerkungen: Die von Pečnik genannten beiden TongefaBe und das Messer waren nicht mehr erhalten. Grab 18/25 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Einzugsschale mit einem kleinen Henkel am Umbruch. Rotlicher Ton mit dunklem Uberzug. MDm =17,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66476) (Taf. 35: 9.) - GefaBoberteil mit ausbiegendem Rand und Knubben am Hals sowie HohlfuB (und funt weitere Wandscherben) von einem GefaB aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug- MDm = 18,0 cm. BDm = 13,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66490) (Taf. 35: 7-8) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 18/26 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: . Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/27 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten- Das Grab lag 0,7 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaB Ohrgehfinge. , (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Ho* museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: , - Konische Tasse mit groBem BandhenKe • Hellbrauner Ton. MDm = 11,2 cm. H = 10J.C,7; BDm = 7,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56«» ' (Taf. 35: 10) Bemerkungen: . „ Gegentiber der Beschreibung Pečniks te"' ein TongefaB und das Ohrgehange. Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Bleiarmringe, Bronzefibel, zwei Spinnwirtel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zwei konische Spinnwirtel aus braunem Ton. H = 3,7 cm, 3,4 cm. Dm = 3,7 cm, 3,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66477) (Taf. 35: 11-12) Bemerkungen: Von den beiden bei Pečnik aufgefiihrten Blei- armringen und der Bronzefibel war nichts mehr erhalten, es blieben nur die beiden Spinnwirtel. Grab 18/29 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 18/30 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: TongefaB, Spinn- wirtel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ Runder Spinnwirtel aus braunem Ton. "m = 3,7 cm. H = 2,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66480) (Taf. 35: 13) ~ HohlfuB aus rotlichem Ton mit dunklem Uberzug. BDm =12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66479) (Taf. 35: 14) Bemerkungen: "er vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 18/31 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ Ausbiegender Rand aus braun-rdtlichem ion (dazu vier Wandscherben). MDm =16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66481) (Taf. 35: 16) ~ GefaBoberteil mit abgesetztem, nach innen Serichtetem Rand aus hellbraunem Ton mit schwarz-glanzendem Uberzug. MDm = 14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56459) (Taf. 35: 15) - Einzugsschale aus hellbraunen Ton. MDm = = 20,0 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 56548) (Taf. 35: 17) - Flacher Boden mit Knubben an der konisch ansteigenden Wandung. Hellbrauner Ton. BDm = 9,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56548) (Taf. 35: 18) Bemerkungen: Pečnik nannte nur zwei Topfe, tatsachlich waren aber Reste von drei bis vier GefaBen erhalten. Grab 18/32 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Einzugsschale mit abgesetztem, flachem Boden aus hellbraunem Ton, auBen Reste schwarzer Farbe. MDm = 22,0 cm. H = 8,2 cm. BDm = 6,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66482) (Taf. 35: 19) Bemerkungen: Das zweite GefaB war nicht mehr auffindbar. Grab 18/33 Skelettgrab mit dem Kopf nach Stiden. Das Grab lag 1,50 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, zwei Fibeln, zwei Armbander aus Blei, mehre- re eiserne Perlen. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Leicht beschadigte Zweiknopffibel mit ei- ner einseitigen Spirale aus zwei Windungen. L = 6,9 cm. B = 1,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66486) (Taf. 36: 2) - Zweischleifige Vačer Knotenfibel mit Ei- senkern und eiserner Nadelkonstruktion. Bii- gel: L = 10,0 cm. H = 5,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66485) (Taf. 36: 1) - Ausbiegender Rand aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66483) (Taf. 36: 4) - Profiliertes Randstiick, nach innen gerich- tet und am Ende ausgebogen, schwarzer Ton, auBen schwarzglanzender Uberzug. (Taf. 36: 3) - Leicht fazettierte Einzugsschale aus hell- braunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66484) (Taf. 36: 5) 37 Arheololkl vi-atnik 577 Bemerkungen: Die bei Pečnik aufgeftihrten Bleiarmbander und Eisenperlen waren nicht mehr erhalten. Statt zwei GefaBen fanden sich aber Reste von mindestens deren drei. Grab 18/34 Skelettgrab mit dem Kopf nach Suden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Schulterbruchstiick und HohlfuB (sowie vier weitere Wandscherben) von einem GefaB aus dunklem Ton, leicht geschmaucht. BDm = = 11,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66487) (Taf. 36: 8-9) - Fazettierte Einzugsschale mit flachem Bo- den, hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 18,0 cm. H = 6,8 cm. BDm = 6,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66488) (Taf. 36: 7) - GroBe Kahnfibel aus Bronze mit ritzver- ziertem Biigel und Resten der eisernen Nadel- konstruktion. L = 10,5 cm H =5,8 cm. B = = 2,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66489) (Taf. 36: 8) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 18/35 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Spinnwirtel aus braunem Ton. H = 4,0 cm. Dm = 3,9 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56461) (Taf. 36: 10) - Einzugsschale mit leichtem Omphalosbo- den und kleinem Henkel am Umbruch. Hell- brauner Ton mit Resten eines roten Uberzuges (Bemalung?). MDm = 20,1 cm. H = 8,3 cm. BDm = 8,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56460) (Taf. 36: 11) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nicht ganz mit den Angaben Pečniks iiberein. Es war nur ein GefaB erhalten; Pečnik erwShnt keinen Spinnwirtel. Grab 18/36 Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, zerstorte Schiissel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Hohes zylindrisches GefaB mit Knubben auf der Wandung. Der Rand war nicht mehr erhalten. Dunkelbrauner Ton. BDm = 10,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56463) (Taf. 37: 1) Bemerkungen: Es war nur mehr ein GefaB erhalten. Hiigel 19 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide des Dorfes Dobrava. Der Hiigel wurde im Oktober 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 19/1 - 19/20 freilegte. Nachgrabungen im November des gleiches Jahres deckten die Bestattungen 19/21 - 19/30 auf. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6., 7., 21. und 22. 11. 1897.) Grab 19/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zwei Bruchstiicke eines massiven gerippten Bronzearmringes mit D-formigem Quer- schnitt. L = 6,1 cm, 4,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66491) (Taf. 36: 12-13) - Unverzierter Bronzering mit D-formigem Querschnitt und weit iiberlappenden Enden. Dm = 3,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66492) (Taf. 36: 14) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt nicht mit den Anga- ben Pečniks iiberein. Grab 19/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897). Vorhandener Fundbestand: - GefSB mit flachem Boden, konkavem Un- terteil, mit vertikalen Leisten verzierter Schulter, abgesetztem Hals und ausbiegen- dem Rand. MDm = 15,0cm. H = 20,6cm BDm = 8,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56464) (Taf. 37: 2) - Einzugsschale aus hellbraunem Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 20,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66493) (Taf. 37: 3) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 19/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Kurzer Zylinderhals, dunkelbrauner Ton. MDm = 18,0cm. (Taf. 37: 4) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 19/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Vačer Knotenfibel mit Eisenkern und Re- sten einer eisernen Nadelkonstruktion. L = = 8,5cm. H = 5,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66495) (Taf. 38: 1) - Rundes Bronzescheibchen mit einem Loch in der Mitte. Dm = 2,0 cm. H = 0,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66496) (Taf. 38: 2) Bemerkungen: Von den beiden bei Pečnik aufgefuhrten Ton- gefaBen war nichts mehr erhalten. Grab 19/5 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: TongefaB, Spinwir- tel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 19/6 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Spinnwirtel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 19/7 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei GefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 19/8 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,8 m tief. Keine Angaben zum Inventar. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Grab 19/9 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,5 m tief. Nach Pečnik keine Beigaben, (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Grab 19/10 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Keine Angaben zum Inventar. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Grab 19/11 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,2 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Schale, Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Schale mit senkrechtem Rand, hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 24,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66499) (Taf. 37: 9.) - S-formig profilierte Schale mit Resten rot- -schwarzer Streifenbemalung. MDm = 21,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56468) (Taf. 37: 10) - Zwei GefaBoberteile, gerade mit ausbiegen- dem Rand, hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm=19,0cm, bzw. 18,5cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66500) (Taf. 37: 7-8) - Flacher Boden aus dunkelbraunem Ton. BDm= 11,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66498) (Taf. 37: 12) - DreifuBnapf (mit abgebrochenen FiiBen) aus hellbraunem Ton. MDm= 11,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56465) (Taf. 37: 6) - Tasse mit iiberhohtem Bandhenkel, spitzem Umbruch und leicht ausgestelltem Rand. Hellbrauner Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. MDm = 8,0 cm. H = 4,7 cm. BDm = = 2,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56466) (Taf. 37: 5) - Mit roten und schwarzen horizontalen Streifen bemalte Scherbe eines GefaBunter- teils, hellbrauner Ton. (NHM Wien, Inv. Nr. 56467) (Taf. 37: 11) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nicht mit den Angaben Pečniks uberein. Die Fibel war nicht auffindbar. Statt der bei Pečnik genannten drei Topfe fanden sich Reste von mindestens sieben GefaBen. Grab 19/12 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Schale mit senkrechtem Rand aus rotlichem Ton mit dunklem Uberzug. MDm =18,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66501) (Taf. 38: 3) Bemerkungen: Von dem zweiten GefaB war nichts mehr erhalten. Grab 19/13 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,6 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei Armringe, Fi- bel, Perlen. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Strichverzierter, offener Bronzearmring mit D-formigem Querschnitt. Dm = 6,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66503) (Taf. 38: 15) - Strichverzierter Bronzearmring mit D-for- migem Querschnitt und weit uberlappendcn Enden. Dm = 6,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66503) (Taf. 38: 16) - Bronzene Certosafibel (Typ II) mit bandfor- migem, geripptem Biigel, kreisaugenverzierter FuBplatte und hochstehendem FuBknopf. L = = 6,4 cm. H = 2,5 cm. B= 1,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66505) (Taf. 38: 14) - Bruchstiick einer bronzenen Certosafibel (?). L = 4,2 cm. H = 2,3 cm. B = 0,4cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66502) (Taf. 38: 13) - 13 blaue GlasfluBperlen. Dm = ca. 1,0 cm. H = ca. 0,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66508) (Taf. 38: 9) - Bruchstiicke von horizontal gerippten Bronzeblechohrringen. (NHM Wien, Inv. Nr. 66506) (Taf. 38: 10-12) -Zwei blaue GlasfluBperlen. Dm = 2,0cm, 1,8 cm. H =1,5 cm, 1,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66507) (Taf. 38: 4-5) - Zwei dunkelbraune GlasfluBperlen mit weifier Verzierung. Dm = ca. 0,9 cm. H = ca. 0,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66509) (Taf. 38: 7-8) - Bernsteinperle. Dm = 1,1 cm. H = 0,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66510) (Taf. 38: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt nur z. T. mit den Angaben Pečniks uberein; die Ohr- ringreste und die zweite Fibel erwahnte er nicht. Grab 19/14 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,4 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Topf mit gerundeter Wandung und einer Knubbe auf der Schulter. Dunkelbrauner Ton. MDm =11,3cm. H = U,2cm. BDm = 8,3cm- (NHM Wien, Inv. Nr. 56469) (Taf. 38: 17) Bemerkungen: Von dem zweiten TongefaB war nichts mehr erhalten. Grab 19/15 Skelettgrab mit dem Kopf nach Suden. Das Grab lag 2,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 19/16 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hot- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 19/17 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,5 m tief. Nach Pečnik ohne Beigaben. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Grab 19/18 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 19/19 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Nach Pečnik keine Beigaben. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Grab 19/20 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Messer, Spitze, Bronzering. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) " Vorhandener Fundbestand: - Stark korrodiertes Eisenmesser. L = 8,8 cm. B= 1,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66513) (Taf. 38: 21) - Vierkantpfriem aus Eisen. L = 7,7 cm. D = 0,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66514) (Taf. 38: 20) ~ Bruchstiick einer bronzenen Schlangen- oder Bandfibel. (NHM Wien, Inv. Nr. 66511) (Taf. 38: 18) - Stark korrodiertes Eisenstuck. L = 4,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66513) (Taf. 38: 22) ~ Bronzeringchen. Dm = 2,5 cm. (NHM Wien, tov. Nr. 66512) (Taf. 38: 19) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt im we- sentlichen mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 19/21 Inventar nach Pečnik: Fibel, Bleiarmban- der, zwei zerstorte GefaBe, einige Perlen. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zweischleifige Vačer Bogenfibel mit Eisen- kern und eiserner Nadelkonstruktion. Biigel: L = 9,4 cm. H = 4,9 cm. FuB: L = 5,7 cm. H = 3,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66517) (Taf. 38: 23) - GlasfluBperle und Bruchstucke (gelb). Dm = ca. 1,0 cm. H = ca. 0,5 cm. (NHM Wien Inv. Nr. 66518) (Taf. 38: 24-25) - GefaBhals mit ausbiegendem Rand aus rot- braunem Ton. MDm =18,0 cm. (NHM Wien Inv. Nr. 66516) (Taf. 38: 26) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt weitge- hend mit den Angaben Pečniks uberein. Ledig- lich die Bleiarmringe waren nicht erhalten. Grab 19/22 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen Das Grab lag 0,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - HohlfuB, dunkelbrauner Ton. BDm = 9 5 cm (Taf. 39: 1) Bemerkungen: Ein GefaB fehlt. Grab 19/23 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei GefaBe, groBe Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Zweischleifige Bogenfibel, hohl, aus dim- nem Bronzeblech. L = 12,7 cm. B =1,1 cm. H = 9,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66520) (Taf 39: 3) Bemerkungen: Die beiden GefaBe waren nicht mehr auf- findbar. Grab 19/24 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Ohrgehange, Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Biigel einer groBen bronzenen Kahnfibel mit Ritzverzierung und Resten einer eisernen Nadelkonstruktion. L = 7,0 cm. H = 4,6 cm. B = 2,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66521) (Taf. 39: 4) Bemerkungen: Von den beiden GefaBen und dem Ohrgehange war nichts mehr erhalten. Grab 19/25 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Perlen. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - 27 Bernsteinperlen. Dm = 0,6-1,6 cm. H = 0,3-1,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66522) (Taf. 39: 5) Bemerkungen: Die beiden TongefaBe waren nicht mehr auf- findbar. Grab 19/26 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 0,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaBoberteil mit ausbiegendem Rand und Knubben sowie vertikalen Leisten auf der Schulter. Hellbrauner Ton mit schwarzglan- zendem Uberzug. MDm = 17,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66523) (Taf. 39: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 19/27 Brandgrab. Nach Pečnik lagen die verbrannten Knochen auf einem Haufen, vermischt mit den Pfeil- spitzen. Daneben stand das GefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Sieben eiserne und eine bronzene (z. T. fragmentarisch erhaltene) Pfeilspitze. Die ei- sernen waren zwei-, die bronzene dreifliigelig. Eisenpf eilspitzen: L = zwischen 2,5 und 5,0 cm. Bronzepfeilspitze: L =1,4 cm. B = = 0,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66524) (Taf. 39: 7-13) - HohlfuB aus hellbraunem Ton mit Resten roter und schwarzer streifenformiger Bema- lung (dazu 18 Wandscherben). BDm = 10,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56470) (Taf. 39: 14) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 19/28 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Fazettierte Einzugsschale aus dunkelbrau- nem Ton. MDm =17,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66525) (Taf. 40: 2) - Flacher Boden aus hellbraunem Ton. BDm = 8,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56472) (Taf. 40: 3) - Bruchstiicke eines HohlfuBgefaBes, dessen Form ungefahr rekonstruiert werden kann. Hellbrauner Ton. BDm =13,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56471) (Taf. 40: 4) - Drehscheibenschale mit verdickter Rand- lippe, aus grauem Ton. MDm = 16,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56491) (Taf. 40: 1) Bemerkungen: Anstatt der von Pečnik genannten zwei Ge- faBe fanden sich Reste von deren drei. Die Drehscheibenware aus grauem Ton gehort nicht zu dem hallstattzeitlichen Inventar und ist sicher spater (wahrscheinlich kaiserzeit- lich, vgl. mit dem GefaB aus Grab 18/8 (Taf. 33: 12], das ebenfalls auf der Scheibe herge- stellt und aus dem gleichen grauen Ton ge- fertigt war). Grab 19/29 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: GefaB, Fibel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) In einem spateren Verzeichnis ftigte Peč- nik noch einen Spinnwirtel hinzu. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 12. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Konischer Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,7 cm. H = 3,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66526) (Taf. 39: 16) - Bogenfibel mit verziertem Biigel, langem FuB und SchluBknopf, Bronze. L = 7,3 cm. B = 0,9cm. H = 2,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66527) (Taf. 39: 15) Bemerkungen: Von dem GefaB war nichts mehr vorzufinden. Grab 19/30 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 0,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Bruchstiick eines StandfuBes aus dunkel- braunem Ton. (NHM Wien, Inv. Nr. 56475) (Taf. 39: 19) - Tasse mit iiberhohtem Henkel, Omphalos- boden, spitzem Umbruch, abgesetztem, nach innen gerichtetem Rand. Dunkelbrauner Ton. MDm = 5,8 cm. H = 3,9 cm. BDm = 3,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56473) (Taf. 39: 17) - Bodenfragment, dunkelbrauner Ton. BDm = = 10,0 cm. (Taf. 39: 18) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Hiigel 20 Der Hiigel lag im Walde des Dorfes Reva. Er wurde im Oktober 1897 von Pečnik gegra- ben, der Grab 20/1 freilegte. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 25. 10., 6., 7. und 11. 11. 1897.) Grab 20/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 3,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Vier TongefaBe, 13 Pfeilspitzen. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - GefaB mit konischem HohlfuB, kugelformi- gem GefaBkorper, abgesetztem Hals und aus- schwingendem Rand. Die Schulter tragt Knubben. Dunkelbrauner Ton. MDm = = 23,2 cm. H = 30,9 cm. BDm = 12,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56477) (Taf. 41: 17) - GefaB mit flachem Boden, annahernd ku- gelformigem Korper, abgesetztem Hals und fast horizontal ausgestelltem Rand. Die Schulter tragt Gruppen von vier parallelen Ritzlinien, die schrag verlaufen. Hellbrauner Ton. MDm = 23,4 cm. H = 28,4 cm. BDm = = 12,4cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56476) (Taf. 41: 16) - Tasse mit iiberhohtem Bandhenkel, Om- phalosboden, spitzem Umbruch und abgesetz- tem, senkrechtem Rand. Dunkelbrauner Ton. MDm = 7,7 cm. H =5,2 cm. BDm = 3,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56478) (Taf. 41: 14) - Fazettierte Einzugsschale aus dunkelbrau- nem Ton. MDm = 22,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66528) (Taf. 41: 15) - 13 zweifliigelige Bronzepfeilspitzen. L = = 1,8—4,7 cm. B = 0,8-1,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66529) (Taf. 41: 1-13) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Hiigel 21 Der Hiigel lag auf der Hutweide des Dor- fes Dobrava. Er wurde im Oktober 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 21/1 - 21/4 freilegte. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 29. 10. und 6. 11. 1897.) Grab 21/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Drei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Konischer Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,8 cm. H = 3,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr 66531) (Taf. 40: 8) - Konischer Hals mit ausgestelltem Rand. Dunkelbrauner Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. MDm =17,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66530) (Taf. 40: 7) - Mit Einstichen und Rillen verziertes Schul- terfragment aus dunkelbraunem Ton mit schwarzglanzendem Uberzug, das (zusammen mit acht weiteren Wandscherben) wohl zu obigem Randstiick gehoren diirfte. (NHM Wien, Inv. Nr. 66530) (Taf. 40: 5) - Einzugsschale mit schrag angebrachten Kerben und einer Knubbe. Dunkelbrauner Ton. MDm = 15,5 cm. H = 5,4 cm. BDm = = 3,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56479) (Taf. 40: 6) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt im we- sentlichen mit den Angaben Pečniks uberein. Den Spinnwirtel fiihrte er nicht auf. Grab 21/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 21/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr er- halten. Grab 21/4 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 0,3 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 6. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr er- halten. Hugel 22 Der Hiigel lag im Wald des Dorfes Reva. Er wurde im November 1897 von Pečnik ge- graben, der das Grab 22/1 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 12 m, Breite = 12 m, Hohe = 3 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 11., 13. und 21. 11. 1897.) Grab 22/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Westen. Das Grab lag 3,0 m tief. Nach Pečnik: »In der Mitte des Hiigels, mit vielen Steinen umlegt. Am Ende der Fiisse Pferdegeschirrschmuck, beim Kopfe zwei Tongefafie (ein ungewohnliches griechisches Sistem) und beim Kopfe auf der linken Seite zwei grofie Lanzen. In so grofiem Hiigel aber nur in der Mitte ein Skelettgrab eines Krie- gers.« (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Vier bronzene Riemenkreuzungen. L = = 3,7 cm, 3,9 cm, 3,4 cm, 3,5 cm. B = 3,4cm, 3,1 cm, 3,4cm, 2,5cm. H = l,6cm, l,6cm, 1,5 cm, 1,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66533) (Taf. 42: 12-15) - Pferdetrense aus Eisen, stark korrodiert. L= 10,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66534) (Taf. 42: 16) - Eisenring bzw. Bruchstiicke davon. Dm des Rings = 9,6 cm. (NMH Wien, Inv. Nr. 66534). (Taf. 42: 23-27) - Bronze- und Eisenstifte, mit kleinen Eisen- ringen verbunden. H = 4,0 cm, 4,2 cm. B = 2,4 cm, 3,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66534) (Taf. 42: 19-21) - Bronzeringchen. (NHM Wien, Inv. Nr. 66535) (Taf. 42: 9-11) - Profilierter kugelformiger Nadelkopf aus Bronze mit Schaftansatz. L = 2,0 cm. Dm = = 1,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66539) (Taf. 42: 4) - Runder kugelformiger Nadelkopf mit Fort- satz aus Bronze und mit Schaftansatz. L = = 2,6 cm. Dm = 2,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66539) (Taf. 42: 3) - Nadelschaft mit rundem Querschnitt aus Bronze. L = 6,0 cm. D = 0,25 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66539) (Taf. 42: 5) - Bronzeblechtutulus. Dm = 2,0 cm. H = = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66534) (Taf. 42: 8) - Neun Bronzeperlen. Dm = ca. 1,5 cm. H = = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66537) (Taf. 42: 2) - 19 Bronzeperlen. Dm = ca. 1,1 cm. H = ca. 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66538) (Taf. 42: 1) - Zwei Bronzeringchen. Dm = 3,7 cm, 3,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66536) (Taf. 42: 6-7) - Apulischer Krater. Kurzer HohlfuB, kugel- formiger Korper, und ausgestellter Rand sowie zwei Bandhenkel mit tellerformigen Aufsatzen. Gelblicher Ton mit schwarzer Be- malung. Die Schulter tragt vorwiegend ver- schieden breite, schwarze Streifen, Henkel- ansicht, - aufsicht und Innenseite des Randes sind mit geometrischen Mustern wie Drei- ecken, Linien und Kreuzen usw. bemalt. MDm = 31,4cm. H = 37,0cm. BDm = 13.5cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 75735) (Taf. 43: 2) - Lokale Imitation eines apulischen Kraters. Kurzer HohlfuB, kugelformiger Korper und kurzer ausgestellter Rand. Hellbrauner Ton. MDm = 18,7 cm. H = 19,8 cm. BDm = 9,7 cm- •(NHM Wien, Inv. Nr. 56480) (Taf. 43: 1) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt im we- sentlichen mit den Angaben Pečniks iiberein. Lediglich die beiden von ihm genannten Lan- zenspitzen waren nicht mehr erhalten. Der bemalte apulische Krater (Taf. 43: 2) war bisher fSlschlicherweise als Einzelfund aus Reva inventarisiert und so des čfteren auch in der Literatur zitiert (z. B. Frey, 1969). Die Recherchen in den Unterlagen des NHM Wie" ergaben jedoch, daB es sich dabei um das von Pečnik genannte »griechische Sistem« aus dem Hiigel 22/Grab 1 bei Reva handeln muB. Hiigel 23 Der Hiigel lag im Walde des Dorfes Reva. Er wurde im November 1897 von Pečnik ge- graben, der das Grab 23/1 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 12 m, Breite = 12 m, Hohe = 4 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 13. und 21. 11. 1897). Grab 23/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 4,0 m tief. Nach Pečnik: »Beim Kopfe zwei Lanzen, zwei TongefajSe. Grab mit Steinen umlegt, wieder in einem so grojSen Hiigel nur ein Grab eines Kriegers. (So waren beim Dorfe Reva drei grojie Hiigel und in jedem nur ein Grab eines Kriegers, sehr ungewdhnlich).« (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) In einem zweiten Fundverzeichnis nennt Pečnik zusatzlich noch ein Messer und eine Spitze. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 12. 1897.) Vorhandener Fundbestand: ~ Zwei Eisenlanzenspitzen mit rhombischem olatt, leicht beschadigt. L = 21,3 cm, 23,6 cm, B= 2,4 cm, 2,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66540) (Taf. 44: 5-6) ~ Bruchstucke eines stark korrodierten Ei- senmessers. (NHM Wien, Inv. Nr. 66541) (Taf. 44: 1-2) Zwei stark korrodierte Eisenpfrieme. L = ~10,5 cm, 4,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66542) (Taf. 44: 3-4) Bemerkungen: er vorhandene Fundbestand entspricht im ^esentlichen den Angaben Pečniks. Lediglich ,le beiden TongefaBe waren nicht mehr er- halten. Hiigel 24 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide des Dorfes Dobrava. Er wurde im November 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber - 24/3 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hu- 8els: Lange = 8 m, Breite = 8 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897). Grab 24/1 Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr erhal- ten. Grab 24/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 0,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Ein TongefaB. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr er- halten. Grab 24/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: TongefaB, Arm- band, Spinnwirtel, Ohrgehange. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 21. 11. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Massiver Bronzearmring mit Strichgrup- penverzierung, D-formigem Querschnitt und weit liberlappenden Enden. Dm = 5,4 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66546) (Taf. 40: 9) - Konischer Spinnwirtel aus braunem Ton. Dm = 3,5 cm. H = 3,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66545) (Taf. 40: 11) - Bruchstuck eines GefaBes mit einer mit vertikalen Leisten verzierten Schulter. Dun- kelbrauner Ton mit schwarzglanzendem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 66544) (Taf. 40: 10) Bemerkungen: Das Ohrgehange war nicht mehr erhalten. Hiigel 25 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide des Dorfes Korita (ehem. auch Trogern). Er wurde im November 1897 von Pečnik gegra- ben, der ein Grab freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 6 m, Breite = 6 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 12. 1897.) Grab Ein Grab in der Mitte des Hiigels, mit Steinen umlegt, ohne Beigaben. (Siehe Peč- niks Schreiben an das k. k. Hofmuseum Wien vom 20. 12. 1897.) Hiigel 26 Der Hiigel befand sich im Wald des Dorfes Reva. Er wurde im November 1897 von Pečnik gegraben, der ein Grab freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 10 m, Breite = 10 m, Hohe = 3 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 12. 1897.) Grab Ein Grab in der Mitte des Hiigels, beiga- benlos. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 12. 1897.) Hugel 27 Der Hiigel befand sich auf der Hutweide des Dorfes Dobrava. Er wurde im November 1897 von Pečnik gegraben, der die Graber 27/1 und 27/2 freilegte. AusmaBe des Hiigels nach Pečnik: Lan- ge = 6 m, Breite = 4 m, Hohe = 1,5 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 12. 1897.) Grab 27/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 12. 1897.) Vorhandener Fundbestand: - Steil ansteigender Hals mit ausgebogenem Rand und HohlfuB. Evtl. von einem GefaB. Hellbrauner Ton mit dunklem Uberzug. MDm = 20,0 cm. BDm = 12,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66547) (Taf. 40: 12-13). Bemerkungen: Die noch verbliebenen Scherben lassen sich nicht sicher auf zwei GefaBe verteilen. Grab 27/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Siiden. Das Grab lag 1,0 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei GefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 20. 12. 1897.) Bemerkungen: Von diesem Inventar war nichts mehr er- halten. Hiigel 28 Der Hiigel befand sich beim Dorfe Dobra- va. Er wurde von Pečnik gegraben, der die Graber 28/1 - 28/3 freilegte. Von Pečnik festgestellte AusmaBe des Hii- gels: Lange = 5 m, Breite = 5 m, Hohe = 2 m. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 18. 5. 1898.) Grab 28/1 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,80 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe, Fibel, Armband, zwei Spinnwirtel. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum Wien vom 18. 5. 1898.) Vorhandener Fundbestand: - Stark beschadigte groBe Kahnfibel aus Bronze mit ritzverziertem Biigel. L = 5,9 cm. B = 1,8 cm. H = 3,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56484) (Taf. 44: 7) - Offener Bronzearmring mit D-formigem Querschnitt. Dm = 4,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56485) (Taf. 44: 8) - Zwei Spinnwirtel aus braunem Ton. H = 3,5 cm, 3,0 cm. Dm = 3,8 cm, 3,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56486) (Taf. 44: 9-10) - Tasse mit sehr niedrigem Umbruch und ausbiegendem Rand sowie annahernd rund- stabigem Henkel. Dunkelbrauner Ton. MDm = 6,6 cm. H = 4,9 cm. BDm = 5,6 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56481) (Taf. 44: 11) - Bruchstiick eines flachen Bodens. Hellbrau- ner Ton mit schwarzglanzendem Uberzug- BDm = 9,0 cm. (NHM, Wien, Inv. Nr. 56482) Wohl zum gleichen GefaB gehorig: acht weite- re Wandscherben, z. T. mit einer langlichen Knubbe. Hellbrauner Ton mit schwarzglan- zendem Uberzug. (NHM Wien, Inv. Nr. 56482) (Taf. 44: 12-13) Bemerkungen: Der vorhandene Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 28/2 Skelettgrab mit dem Kopf nach Norden. Das Grab lag 1,5 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 18. 5. 1898.) Vorhandener Fundbestand: - Einzugsschale aus hellem Ton mit rotlichem Uberzug. MDm = 14,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56487) (Taf. 44: 15) - Einzugsschale aus dunkelbraunem Ton; nur Fragmente erhalten (Taf. 44: 14) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Grab 28/3 Skelettgrab mit dem Kopf nach Osten. Das Grab lag 1,2 m tief. Inventar nach Pečnik: Zwei TongefaBe. (Siehe Schreiben Pečniks an das k. k. Hof- museum vom 18. 5. 1898.) Vorhandener Fundbestand: - Flacher Boden aus hellem Ton mit rotli- chem Uberzug. BDm = 8,0 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 56488) (Taf. 44: 17) - HohlfuBfragment, dunkelbrauner Ton. BDm =12,5 cm. (Taf. 44: 16) Bemerkungen: Der Fundbestand stimmt mit den Angaben Pečniks uberein. Ohne Grabzusammenhang - Hohler StandfuB, hellbrauner Ton mit Re- sten schwarzer Streifenbemalung. BDm = = 11,9. (NHM Wien, Inv. Nr. 56489) (Taf. 45: 13) - Gurtelblech (sowie Bruchstiicke) aus Bron- ze, unverziert. L = 20,5 cm. B = 5,lcm. (NI?M Wien, Inv. Nr. 66549) (Taf. 45: 1-3) - Bruchstucke von Eisenlanzenspitzen: Blatt- fragment: L = 8,5 cm. B = 3,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66550) (Taf. 45: 11) Tiillenf ragment: L = 5,0 cm. Dm = 2,2 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66550) (Taf. 45: 12) Spitze: L = 3,7 cm. B = 2,0cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66550) (Taf. 45: 10) Blattfragment: L = 7,2 cm. B = 1,1 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66550) (Taf. 45: 9) - Stark korrodiertes Bruchstiick eines Eisen- messers mit Griffdorn. L = 8,3 cm. B = 1,5 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66551) (Taf. 45: 7) - Stark korrodierter Vierkantpfriem. L = = 6,1 cm. B = 1,3 cm. (NHM Wien, Inv. Nr 66551) (Taf. 45: 8) - Blaue GlasfluBperle. Dm = 1,2 cm. H = = 0,8 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66552) (Taf. 45: 6) - Bronzeperle. Dm = 2,2 cm. H = 1,4 cm (NHM Wien, Inv. Nr. 66548) (Taf. 45: 4) - Bernsteinperlen Dm =1,0 und 0,9 cm. H = = 0,8 und 0,7 cm. (NHM Wien, Inv. Nr. 66552) (Taf. 45: 5) 1 V. Stare, Arh. vest. 24, 1973, 763. 2 Im Oktober 1983 konnte ich die Lokalitat unter Fuhrung von Prof. Dr. S. Gabrovec und Dr. J. Dular besichtigen, wofiir ihnen an die- ser Stelle herzlich gedankt sei. 3 V. Stare (Anm. 1) Abb. 2. 4 Ibid., 754 Taf. 12: 5-6. 5 Siehe Schreiben Pečniks an J. Szombathy vom 18.3.1897, das heute im Naturhistori- schen Museum Wien (Prahistorische Abtei- lung) verwahrt wird; K. Deschmann, Fiihrer 'lurch das Krainische Landes-Museum Rudol- finum (1888) 91 f.; V. Stare (Anm. 1) Taf. 1-7. 6 Siehe Schreiben Pečniks an J. Szombathy vom 20.12.1897. Vergleiche auch Deschmann (Anm. 5) 91. 7 S. Rutar, Izv. Muz. dr. Kranjsko 9, 1899, 48; T. Knez, in: Arheološka najdišča Slovenije (1975) 211. Siehe auch Schreiben Pečniks an J- Szombathy vom 25.10. (Hiigel 20), 11.11. (Hiigel 22), 13.11. (Hiigel 22 und 23) und 20.12.1897 (Hiigel 26). " Ibid., 210. " Pečniks Berichte und Fundlisten werden 'm NHM Wien verwahrt. 10 V. Stare (Anm. 1) 759 ff. Taf. 8-12. " Ibid., 744 ff. Taf. 13-14. 12 F. Prean, Dobrava, ein hallstattzeitliches Hiigelgraberfeld (Diss. Innsbruck 1969, unver- offentlicht). 13 V. Stare (Anm. 1) 744 ff. 14 Herrn Hofrat Dr. W. Angeli sei herzlichst gedankt fur die Erlaubnis zur Aufnahme der im NHM Wien befindlichen Funde und die Publikationsgenehmigung. Herrn Dr. F.-E. Barth danke ich fiir zahlreiche Hilfen bei der Aufnahme. 15 Der Fundplatz wurde im Oktober 1983 vom Verfasser besucht. 16 Prean (Anm. 12) 65 ff. Kombinationsta- belle. 17 S. Gabrovec, Germania 44, 1966, Iff. 18 Gabrovec, Arh. vest. 24, 1973, 338ff.; B. Teržan, Arh. vest. 27, 1976, 317 ff. 19 Gabrovec (Anm. 18) 338 ff. 20 Ibid., 338 ff. 21 B. Teržan u. N. Trampuž, Arh. vest. 24 1973, 416 ff. 420 ff. 22 Gabrovec (Anm. 18) 338ff.; M. Guštin, Arh. vest. 24, 1973, 469 ff. Abb. 2. 23 Gabrovec (Anm. 18) Tabelle. 24 J. Dular, Arh. vest. 34, 1983, 219 ff. Taf 1-5. 25 Gabrovec (Anm. 17) Abb. 10-13. 26 M. Urleb, Križna gora pri Ložu. Halštat- ska nekropola. Kat. in monogr. 11 (1974) Taf. 19 12—13. 2'7 Gabrovec (Anin. 17) Abb. 6, 17-26. 28 Gabrovec (Anm. 17) Abb. 4-7; Gabrovec, Situla 1, 1960, 27 ff. 29 G. Spitzer, Arh. vest. 24, 1973, 780 ff. Taf. 14, 6; Dular (Anm. 24) Taf. 7, 5. 30 Teržan (Anm. 18) 317 ff. 31 Ibid., 344 ff. 32 H. Parzinger, Chronologie der Spathall- statt- und Friihlatčnezeit. Studien zu Fund- gruppen zwischen Mosel und Save. Quellen und Forschungen zur prahistorischen und provinzialromischen Archaologie 4 (1989). 33 Plan aus: S. Gabrovec u. D. Svoljšak, Most na Soči (S. Lucia) I. Kat. in monogr. 22 (1983). 34 Gabrovec (Anm. 17) Abb. 6, 17-26. 35 Gabrovec, Arh. vest. 13-14, 1962-63, 293 ff. Taf. 12-16. 36 Parzinger (Anm. 32). 37 Teržan (Anm. 18) 353 ff. 38 T. Knez, Novo mesto I. Halštatski grobo- vi. Carniola Archaeologica 1 (1986). 39 Gabrovec, in: Symposium zu Problemen der jungeren Hallstattzeit in Mitteleuropa (1974) 163 ff. 40 Prean (Anm. 12) 303. 41 Gabrovec, Godiš. Cent. balkanol. ispit. 8, 1970, 5 ff. Karte 11. 42 Spitzer (Anm. 29) Taf. 5, 13; 14, 6; 16, 6. 8; Dular (Anm. 24) Taf. 7, 5. 43 Dular (Anm. 24) 219 ff. Taf. 1-5. 44 Guštin, Situla 14-15, 1974, 77 ff. Karte. 45 Guštin (Anm. 22) Abb. 2, 34. 46 G. Kossack, Graberfelder der Hallstatt- zeit an Main und frankischer Saale. Math. bayer. Vorgesch. 24 (1970) 155 ff. 47 Gabrovec (Anm. 35) Taf. 17-18. 48 Gabrovec (Anm. 28) Taf. 5-9; ders. (Anm. 17) Abb. 4-7; ders., Zgod. časop. 19-20, 1965- 66, 81 ff. Taf. 1-2; ders., Arh. vest. 19, 1968, 157 ff.; K. Kromer u. Gabrovec, Inv. Arch. Jug. 5, Y 41-46 (1962). 49 Teržan (Anm. 18) Taf. 11-12; H. Miiller- Karpe, Germania 29, 1951, 34 ff. Taf. 1; Ga- brovec (Anm. 17) Abb. 15-17; O.-H. Frey, Die Entstehung der Situlenkunst. Rom.-Germ. Forsch. 31 (1969) Nr. 87. 88. 99 u.v.a. HALŠTATSKE GOMILE PRI DOBRNIČU Povzetek Na pol pota med Žužemberkom in Trebnjim se nahaja južno od Dobrniča starejšeželezno- dobna poselitvena celota, ki jo sestavljajo dve višinski naselbini, Cvinger1-3 in še ena manjša severno od njega, ter tri gomilna grobišča (si. 1). Prvo leži pri Dobravi jugozahodno od Cvingerja, drugo pri Revi severovzhodno in tretje pri Koritih vzhodno od njega. V naselbini Cvinger sta bila najdena glinasto vretence in železna tulasta sekira, ki ju hrani Narodni muzej v Ljubljani,4 načrtno pa niti v njej niti v manjši naselbini ni še nihče raziskoval. I Prve gomile je izkopal že 1. 1884 J. Pečnik pri Dobravi. Najdbe, ki so prišle v takratni Deželni muzej v Ljubljani, je objavila V. Stare.5 Po naročilu J. Szombathyja je Pečnik v letih 1897 in 1898 odprl še 28 gomil; večino od teh pri Dobravi, eno pri Koritih6 in štiri pri Revi (si. 1; 2). To gradivo, ki je prišlo v Naravoslovni muzej na Dunaju,9 je obdelala F. Prean v disertaciji z naslovom Dobrava, ein hallstattzeitliches Hiigelgrtiberfeld, ki jo je napisala 1. 1969 v Innsbrucku.12 L. 1898 je kopal pri Dobravi še F. Schulz; tudi najdbe z njegovih izkopavanj je objavila V. Stare.10 Ker disertacija F. Preanove ni bila objavljena, smo se odločili, da ponovno narišemo in objavimo celotno gradivo, ki ga hranijo na Dunaju.14 II V Naravoslovnem muzeju na Dunaju je shranjena obsežna korespondenca med J. Pečnikom in J. Szombathyjem, v kateri je tudi Pečnikov seznam vseh najdb iz Dobrniča, ki jih je poslal na Dunaj. Primerjava tega seznama z ohranjenim gradivom je pokazala, da je od skupno 234 grobnih celot le še 94 popolnih; 71 je pomanjkljivih, od 51 ni nič ohranjeno, pri 9 pa je prišlo do zamenjav (7/4, 7/9, 9/5, 10/11, 11/1, 13/5, 15/3, 18/7, 19/1). Pečnik je nekatere gomile prekopal v celoti, nekatere pa le načel bodisi z jarkom od strani ali z lijakastim vkopom od zgoraj.15 Diagram, v katerem se primerja takratna velikost gomile s številom v njej odkritih grobov (si. 3), nazorno kaže, da je iz nekaterih gomil znanega mnogo manj gradiva, kot bi ga glede na njihovo velikost smeli pričakovati. Zaradi tega, ker je bil izkopan le majhen del vseh grobov v gomilah, je možno, da so določene časovne stopnje nadpovprečno močno zastopane oziroma da maloštevilni grobovi, ki jih je mogoče zanesljivo datirati, pripadajo daljšemu obdobju, v posamezno stopnjo pa jih lahko uvrstimo le majhno število. Vendar pa se s podobnimi težavami soočamo pri večini jugovzhodnoalpskih halštatskih grobišč, saj ni niti eno v celoti raziskano. III Časovna razvrstitev grobov zadeva na vrsto težav. Ker ni ustreznih načrtov, ni možno preučevanje vodoravne in navpične plastovitosti. Ker je število grobov z več kronološko pomembnimi predmeti premajhno, ni mogoče izvesti kombinacijsko-statističnih analiz. Če se torej želimo dokopati do predstave o zaporedju pokopavanja in starosti gradiva, moramo na dobrniške najdbe prenesti drugod pridobljena kronološka spoznanja. Pri današnjem stanju raziskav razdelitev, ki jo je napravila F. Preanova,16 ne zadovoljuje več. Najstarejša dobrniška najdba, igla z gobasto glavico iz groba 9/5 (t. 13: 1), sodi v pozno žarnogrobiščno dobo (Ljubljana II a).19 Z grobom 17/16, ki vsebuje železno enozankasto ločno fibulo (t. 30: 14), se začenja železnodobno pokopavanje. Grob sodi v čas Sveta Lucija Ib / Ljubljana lib20"22 in nakazuje obstoj začetne stopnje pokopavanja v gomilah pri Dobrniču (Dobrnič I). Vaške vozlaste fibule so mlajše (Ljubljana III a / Podzemelj 2)23 in označujejo stopnjo Dobrnič II, v katero lahko postavimo grobove 10/9, 14/23, 17/3, 19/4 in 19/21, ki pa poleg vaških vozlastih fibul ne vsebujejo nobenih drugih kronološko izpovednih pridatkov. Zdi se, da v stopnji Dobrnič III prevladujejo velike, z vrezi okrašene čolničaste fibule. Deloma imajo še železno peresovino in iglo (t. 36: 6; 39: 4). Najdene so bile v grobovih 3/1 (t. 3: 10-14), 7/9 (t. 8: 13-15), 7/8 (t. 9: 1-5), 13/7 (t. 19: 12-14), 18/34 (t. 36: 6-9), 19/24 (t. 39: 4) in 28/1 (t. 44: 7-13), v katerih se deloma družijo z zapestnicami s presegajočima koncema, okrašenimi s snopi prečnih vrezov (t. 9: 2-3), kožicami (t. 3: 11) in fasetiranimi latvicami (t. 36: 7). Vodilne oblike stopnje Dobrnič IV so majhne čolničaste fibule z vzdolžnimi rebri (t. 2: 5), dvo- in trortaste fibule (t. 5: 3; 36: 2), protocertoške (t. 9: 6) in kačaste fibule s pestičema in rozetama (t. 15: 3-4). Nahajajo se v grobovih 1/9 (t. 2: 2-12), 4/3 (t. 5: 2-7), 7/10 (t. 9: 6-14) in 18/33 (t. 36: 1-5). V rabi so še posamezne starejše oblike (t. 5: 2; 15: 1). V to stopnjo sodijo tudi votle dvozankaste ločne fibule, ki so po loku običajno okrašene z vrezi v obliki ribje kosti (t. 17: 2, 3, 7; 32: 4; 34: 6; 39: 3), čeprav v nobenem grobu niso skupaj s kronološko pomembnimi pridatki. Pač pa se okras vrezov v obliki ribje kosti pojavlja na trakastih obročih, ki jih na podlagi groba 10/8 z gotovostjo postavljamo v stopnjo Dobrnič IV (t. 15: 1-11). Tako datacijo teh fibul potrjuje tudi vodoravna plastovitost grobišča na Križni gori, kjer železnim eno- in dvozankastim ločnim fibulam sledijo očitno mlajše polmesečaste fibule, medtem ko so protocer- toške fibule in votle dvozankaste ločne fibule v najmlajših grobovih (si. 4).26 Delitev na stopnji III in IV temelji zlasti na fibulah in obročastem nakitu, zato velja predvsem za ženske grobove. Bogatejših moških grobov 20/1 (t. 41) in 22/1 (t. 42-43) pa nasprotno ni mogoče tako natančno datirati. Vseeno pa dvokrilne puščične osti iz groba 20/1, ki imajo vzporednice v grobu z oklepom iz Stične,27 nakazujejo sočasnost teh dveh grobov. V grobu 22/1 pa je bil najden slikan apulski krater (t. 43: 2), katerega primerjave iz Dragatuša in Črnomlja29 sodijo v stopnjo Stična 1 po Gabrovcu. Za naslednjo stopnjo Dobrnič V so značilne razvite kačaste fibule in narebrene zapestnice (t. 34: 7-9), medtem ko drugi pridatki niso kronološko pomembni. Značilnost mlajših stopenj so certoške fibule, ki jih je B. Teržan prepričljivo tipološko razčlenila.30 Starejšo certoško stopnjo določajo po njenem fibule II. in V. vrste.31 Vendar pa kaže vodoravna plastovitost grobišča na Mostu na Soči, ki jo avtor izčrpneje analizira na drugem mestu,32 da ti dve vrsti nista sočasni, čeprav sta bili morda kratek čas tudi hkrati v uporabi. Ko smo namreč kartirali te fibule na delu grobišča na Mostu na Soči,33 se je pokazalo, da so trakaste fibule in certoške fibule II. vrste enakomerno razprostranjene po tem delu, fibule V. vrste pa le na njegovem obrobju (si. 5). V samem Dobrniču pa za časovno oddelitev trakastih fibul in certoških fibul II. vrste (Dobrnič VI) od certoških fibul V. vrste (Dobrnič VII) nimamo še nobenih dokazov. Moški grob 19/27 vsebuje številne puščične osti, med njimi bronasto trirobo ost (t. 39: 7-13). Ta ima primerjave v grobovih 11/38 in 11/13 z Magdalenske gore,35 ki ju zaradi dvogrebenastih čelad in skitskim podobnih aplik datiramo na prehod stopenj Dobrnič VII in VIII. Istočasen je grob 7/5 z dvogrebenasto čelado, certoško fibulo XIII. vrste, pašnimi obročki in posodo s širokom ustjem in nagubanim ramenom (t. 7: 3-11). Gotovo pa sodijo v stopnjo Dobrnič VIII certoške fibule XIII. vrste z okrepljeno samostrelno peresovino iz groba 15/1 (t. 28: 1-4) in certoške fibule VI. (t. 32: 1-2) ter VII. vrste (t. 31: 1-3).36"37 Na sam konec pokopavanja na tem grobišču (Dobrnič IX) sodi grob 14/11 s certoškima fibulama X. vrste in profilirano svinčeno zapestnico (t. 22: 4-6). Najdbe iz Dobrniča nakazujejo torej devet stopenj pokopavanja, ki obsegajo čas od poznega 8. do poznega 5.st. pr. n. š. Dejstvo, da lahko posameznim stopnjam pripišemo le malo grobov, ne govori nujno proti naši razdelitvi, ampak je le posledica tega, da grobišče ni bilo v celoti odkopano, saj je Pečnik nekatere gomile le načel (si. 3), zaradi česar imamo opravka z naključnim izborom gradiva. Ne vselej zadostno število kombinacij tipov sicer otežuje oprede- litev in razmejitev stopenj, vendar ne govori proti njihovemu obstoju, še zlasti zato ne, ker na drugih grobiščih, ki so bila bolje izkopana, prihajamo do podobnih izsledkov (si. 4; 5). IV Nepopolnost grobnih celot in pomanjkanje dokumentacije otežkočata kronološko razdelitev najdb in onemogočata analizo načina pokopavanja, ustroja grobov ali posebnosti noše. Ugotovi- mo lahko samo, da prevladuje pokop trupla in da so bili štirje grobovi žgani. Pomanjkljiva izkopavanja vplivajo negativno tudi na poskus, da bi ugotovili mesto, ki ga zavzema tipni spekter Dobrniča v okviru jugovzhodnoalpske halštatske kulture. Kljub temu se v najdbah kažejo daljnosežne povezave,41 saj leži Dobrnič na stičišču zahodne in vzhodne Dolenjske, pa tudi od Bele krajine in Notranjske ni zelo oddaljen. Močneje kot marsikako drugo dolenjsko grobišče je Dobrnič povezan z jugom in zahodom (votle dvozankaste ločne fibule, krivi meči, apulski kraterji in njihovi posnetki itd.).42-45 Nekaj izjemnega predstavljajo gomile 20, 22, 23 in 26, ki so bile izkopane blizu vasi Reva severno od Cvingerja. Že Pečniku je padlo v oči, da je v treh od njih (20, 22 in 23) našel v sredini ležeč grob s pokopom bojevnika. Česa podobnega v gomilah pri Dobravi ni bilo. Morda pa skupinica gomil pri Revi predstavlja »ločeno pokopališče« bojevniškega sloja, kakršna poznamo ponekod severno od Alp?46 Odgovore na ta pomembna vprašanja bodo lahko dala šele nova izkopavanja, saj je še danes prav dobro vidno, da gomile v dobršni meri še niso v celoti izkopane. Žaradi nepopolno izkopanih gomil, nezanesljivih grobnih celot in pomanjkljive dokumen- tacije z gradivom iz Dobrniča seveda ni mogoče reševati glavnih vprašanj jugovzhodnoalpske halštatske kulture. Stopnje pokopavanja lahko samo domnevamo, oprte so le na različno starost določenih predmetov, ne pa na ponavljajoče se kombinacije najdb, ki jih je v Dobrniču premalo. Navsezadnje zastavlja Dobrnič več vprašanj, kot pa daje odgovorov. ' Kljub temu je treba poudariti, da poznamo pri Dobrniču tako halštatski naselbini kot njima pripadajoča grobišča, da je velikost vseh teh obvladljiva in da so predmeti sorazmerno dobro ohranjeni. Zaradi tega se ta poselitvena celota naravnost ponuja kot tista poselitvena celota dolenjske halštatske kulture, ki naj bi postala predmet sistematičnih in celovitih raziskovanj. To je namreč kljub dolgoletnim izkopavanjem v Stični in na drugih najdiščih še vedno deziderat slovenske prazgodovinske arheologije.