Nr. 2»3. Freitast, 11. December 1891. 11U. Jahrgang. kaibllcher Zeitung. ^»^«^NSN'«^^ Die «llalbach« Zeitunz» erl>ch,!H." ^berinspector der Generalinspectioi, der öster. !«liw. ^"bahnen Gustav Ritt" von Vrüne-ll'i M,, " Titel und Charakter eines hofrathe« tax. "gnädigst zu verleihen geruht. Vacquehem m. p. Aichtamtlichel Hheil, Die neuen Handelsverträge. s ^ Wien. 6. December. !'^ ?i Arlamenten der beiden Reich«hälsten sind ^ »vel^ "Abels' und Zollverträge vorgelegt wor« "Al?^ wichen Oesterreich.Ungarn einerseits und >nn!' ^°l,en und Belgien anderseits vereinbart l>l '^"d und nun der Sanction der Vertretung«. ^t ^, ."chzugsgebiet bildet, so bleibt es doch noch ^tet?'°us uns« größter Abnehmer und unser >ty" zehn ^^^ ^^ ^^^ ^ mit diesem ^ ; wvo^ragendsten Geschäftsfreunde Handel«. > Ir ^"^n, anderen Vertragsverhältuisse. als m ^^Meistbegünstigung: wir dursten de.'tche Mh"cht schlechter behandeln als andere. Deutsch->Ni ^bltselbe Verpflichtung gegenüber Oesterreich. >t>el^'""ar die einzige Schranke, welched,? ^, Von Eduard Rübiger. >H° regelmäßige Ebbe und Flut des Schlafens Hns. ^»as Leben unterworfen, bildet em ll d)ks Geheimnis, das« jeder gebildete Mensch >ba/.° cht'mgen ""d Betrachtungen über die ^sch/7 Vorgänge angezogen fühlt. Wer ha e >? > Emschlafen eines Müden mit V r. l? wäre nicht über den «lnbl ck Z^i X """den Kinde« zu Gedanken über den ! >'chs^'"l" Bruder Tob angeregt worden. wr >Z bem ^wachen eines Schläfer«, der stch aus X ,.^ umhüllten Bewusstseins losrlngt. mit . N^ksehen? ... r l' m "'^ Olafen ja die meisten Thie« auch. !> >°..deren Wesen hat die Natur in so hohem L>'t ^/ttt. s'ch innerhalb der Schranken .hrer G' ' H" 3re.hei. ^bewegen, als dem Mensch >ch ^ °"ch er der Noth.oendiake.t dass l >n Stärke und VoUlomm n^ i?Udeh«en "«'s wie eine gerade Lm.e, o" ' ^^" ""!'"nd °bschauleln muss; aber w A >d^e Mlllür ist ihm "icht mnerhalb des '^«t ^h's erlaubt, wie manmgfach sinde« "chen/ ^"lchen geartet in VeM °"f Schl°! und Tagwacher. 2ang< und Kurz-'M Einzelne, die sich die 3l«he mehrere Nächte hindurch ganz entziehen können, andere, d,e sich durch künstliche M'ttel in scheintodtartigen Schlaf ver« sehen Die meisten schlafen nur im stillen Raum, andere nur bei gewissen Geräuschen ruhig und fest. Manche lölmen willkürlich zu festen Zeitpunkten erwachen. Ein. zelne vermögen im Sitzen erquicklich zu schlummern, Militärs können zuweilen sogar während des Gehens schlafen Viele schlafen fest und tief wie Ratten, andere leicht wie Hasen. Manche liegen im Schlaf starr und steif wie Mumien, manche Kmder dagegen machen fast fortwährend automatifche Bewegungen, einzelne athmen im Schlummer unhörbar leise, andere schnarchen wie die Bassgeigen. So mannigfaltig aber auch der Schlaf bei den einzelnen Menschen auftritt, fo sind doch eine Reihe seiner Erscheinungen bei allen gemeinsam. Und diese muss man besonders beachten, um zum Verständnisse des wunderbaren Lebensvorganges zu kommen. Der erste Act des geheimnisvollen Vorganges besteht in den eine Katastrophe des Lebens andeutenden Vorgefühlen, die man Schläfrigkeit nennt. Sie äußert sich zuerst im Auge. dem edelsten Sinne. Der Blick verliert an Gianz und Lebhaftigkeit, in der Bindehaut entsteht das Gefühl der Trockenheit, die Lider beginnen zu blinzeln, vou Heit zu Ait erfolgt durch eine krampfhafte Entladung eine Ergießung von Thränen. Das obere L>d d,s Auges, ssransenoorhai'g. wie Shakespeare sagt. sinkt, ost trotz unseres Gegenbefehles, herab. Auch in den Athembewegungen treten unwilltür. liche Störungen ein; eine plötzliche, meist unbesiegbare Nöthigung zwingt uns zu einzelnen tiefen und schweren Tin< und Ausathmungen. dem Gähnen. Die Sinnes« wahrnchmungen werden stumpfer. Versucht ein Schlaf, riger zu lesen, so erblickt er die einzelnen Wörter oder Buchstaben wie durch einen trüben Flor. ohn? Zu-sammenhang und in gebrochenen Colonnen, wie ein fliehendes Heer. endlich verschwimmt alles in Nebel» grau. Auch das Ohr versagt den Dienst. Er hört vom Gespräch seiner Umgebung nur abgerissene Laute oder sinnloses Summen. Von einer Musik vernimmt er nur einzelne Stöße, der Faden der Melodie scheint ihm an vielen Stellen zerrissen, zuletzt vermengen sich alle Töne zu einem chaotischen Brausen und Klingen. Gleichzeitig verliert der Schläfrige mehr und mehr die Kraft der willkürlichen Bewegung. Der Gang eines Schläfrigen wird schleppend und unsicher, selbst taumelnd. Die Nclckenmllsleln, die das Haupt tragen, erschlaffen, der Kl)pf nickt nach vorn, und diese Haltung ist so bezeichnend für den Schläfrigen, dass wir «Ein. nicken» für gleichbedeutend mit Einschlafen gebrauchen. Wie eine Gruppe von Muskeln nach der anderen er» schläfst und dienstunfähig wird. sieht man am besten an M,nschen, die über körperlicher Arbeit einschlafen. Der müden Spmnerin fallen die Lider zu, der Kopf nickt vor. so dass er fast die Spindel berührt, aber noch zieht die Hand Fäden aus dem Rocken, noch he. wegt der Fuß das Rad; bald erlahmt jedoch die Hand und sinkt in den Schoß, zuletzt werden auch die Be-wegungm des Fußes unregelmäßig und gerathen ins Stocken, und der eben noch in bewusster Thätigkeit und begone Mensch gleicht emem todten Aeb.lde. und zro°r nicht einmal eine ^Macher Zeitnnn Nr. 283. 2380 N. Dcttlnbtt l^. Der Vertrag mit Italien erleichtert dem verbündeten Staate die Einfuhr seiner speciellen Product« nach Oesterreich«Ungarn und gewährt auch einigen unserer Industrie« und Waldproducte wesentliche Vortheile, lässt aber zugleich erkennen, dass Italien bestrebt ist, gewisse Groß-Industrien bei sich einzubürgern. Im ganzen treten die drei Reiche in das neue Verhältnis in einer Weise ein, welche ihren wirtschaftlichen An« loge«, und Haliptbestrebungen entspricht. Wie in der Politik, so wollen sie auch in der Volkswirtschaft einander ergänzen und einander beistehen, und gemeinsam wollen sie die Gefahren des Abschließungssystem« bekämpfen, welches Frankreich, Russland und die Vereinigten Staaten von No damerika in so scharfer Weise ausgebildet haben. Diese drei Reiche und die Staaten, die sich ihnen anschließen — und hoffentlich wird es an solchen Anschlüssen auch im Südosten Europas nicht fehlen — um« fassen ein Gebiet, das jedem handelspolitisch geeinigten Territorium zum mindesten an Volkszahl weit überlegen ist. Wenn dieses Gebiet auch nicht eine wirtschaftliche Gemeinschaft bildet, sondern selbst wieder von Zollinien durchzogen ist. sv gewinnt es doch dadurch, dass es von inneren Zollkämpfen verschont bleibt und sich im Innern einer wohlthätigen Stabilität erfreut, ein natürliches Uebergewicht, das die Abwehr der von außen kommen» den Uebel ganz hervorragend erleichtert. Was wir jetzt in der Mitte Europas haben wer« den, ist nicht der Freihandel, aber die Befreiung des Verkehrs von der Unsicherheit wechselnder Tarife und die Erleichterung des Austausches in seinen natürlichen Richtungen. Die gewerbliche Grohproduction Deutsch« lands, der Reichthum Oesterreich-Ungarns an Urpro« ducten. an Eisen und Geweben und seine Fertigkeit in der Kunstindustrie, dann was Italien seinem süd« lichen Klima verdankt, all dies wird größeren Spiel« räum gewinnen, wird besser zur Geltung kommen als bisher. Einzelne Kreise werden leiden, aber die Gesammtheit wird besser gedeihen, wie immer, wenn das Verkehrsgcbiet erweitert wird. Wie der Reichthum ge« stiegen ist. seit die Zollschranken zwischen den Pro« vinzen gefallen sind, so wird er steigen, weil die Zollschranken zwischen den Reichen erniedrigt werden. Wir sind überzeugt, man wird mit Dank auf die umfassende Action zurückblicken, welche, ohne Veispiel in der Geschichte der Handelspolitik, mit einem Zuge einen so mächtigen Fortschritt herbeiführt, und man wird die Männer loben, deren geduldiges, fleißiges und intelligente« Wirten diesen Fortschritt geschaffen hat. An den Parlamenten ist el jetzt, zu sprechen, und gewiss werden sie die Arbeit, die ihnen unterbreitet ist, glücklich vollenden, denn die Stimme der Völker ist es, welche die große Reform gewünscht hat. Verhandlungen des Reichsrathes. — Wien, 9. December. Iu Beginn der heutigen Sitzung des Abgeordneten« Hauses beantwortete Ackerbauminister Graf Falken« hayn die Interpellation, betreffend die Fleischtheuerung in Wien, und erklärte, nach Vervollständigung der eingeleiteten Erhebungen werde der Minister im Ein« vernehmen mit den anderen bctheiligten Ministern die zur Behebung des Uebelstandes erforderlichen Schritte ein« leiten. Die Berathung dei Budgets des Ackerbau« Ministeriums wurde sodann fortgesetzt. z Abg. Nrzoräd tadelte die Unterlassung einer Hilfsaclion für die Nothleidenden Böhmens. Der Statt« Halter Graf Thun wolle die Unglücklichen für ihre politische Gesinnung büßen lassen. Der Redner beantragte dann die Streichung der höheren Posten filr Wettrenn, pieise und verlangte die Entlastung des Bauernstandes. Abg. Freiherr v. Morsey hob die Bedeutung der Landwirte hervor, welche die Kerntruppen für die Armee des Kaisers stellen und sür die Ernährung Oesterreichs sorgen. Sie tragen wesentlich zur activen Handelsbilanz bei, und bei der Valuta«Regulierung werde die Land» wirtschaft das Geld aus dem Auslande hereinbringen. Die gegenwärtige Ereditwirtschast passe nicht sür die Landwirte. Der Grundbesitz sei lein Warenlager, das ein gescheiter Kaufmann viermal im Jahre mit Nutzen um« setzen könne. Eine Entschuldung des Grundbesitzes müsste stattfinden, und es sei an der Zeit, das Vchuldbuch zu schließen. Mit allgemeinen Gesehen, die filr die Kaufleute ebenso gelten sollen wie für die Landwirte, sei den letzteren nicht geholfen. Redner fordert de» Minister auf, bei seinem Plane einer speciellen Gesetzgebung für den Bauernstand zu verharren. Redner erörterte hierauf specielle Wünsche der Steiermarl, besonders in Rücksichl des Obstbaues und der Einführung der modernen Keller» wirtschaft, und dankte dem Minister sür seine Vlhandlung der Frage der Weideservituten in den ärarischen Forsten. I Während früher die Wünsche der Brvölle»unff ungehört verhallten, finden sie jetzt wohlwollende Berücksichtigung bei der Regierung. Redner forderte schließlich die Er-! richtung eines Seuchenhofes auf d^m Eentraluiebmarlte in , Wien und verlangte noch die Schonung der Singvögel und die Vermehrung der Kurschmiede. Abg. Telly be« ^ sprach die schwere Gelastung der Bauerngüter in Böhmen, , Mähren und Schlesien mit Hypothelarschulden. Dieselben betragen 858'/, Millionen Gulden, was, wenn man den ^Wert der Güter mit 1650 Millionen anseht, 52 Procent , des Wertes beträgt. Redner erwartet, das« die Regierung ihre Versprechen, die Hypolhekarschulden zu conv^rtieren und agrarische Creditgenossenschaften zu bildrn, bald er« füllen werde. ^ Ackerbauminifter Graf Fallenhayn bemerkte, er wolle nicht allen einzelnen Rednern antworten, sondern die vorgebrachten Punkte gruppenweise erörtern und zu» nächst die Schädlinge der Landwirtschaft besprechen. Was die wahrhaft schwere Calamität der Reblaus betreffe, so seien die diesbezüglich gegen die Regierung erhobenen Angriffe nicht begründet. Es sei nicht richtig, dass die Regierung die Noth der Meinhauer benutze, um Geschäfte mit dem Verlaufe der Schnitlreben zu machen, deren 'Preis von 2 auf 3 fl. erhöht worden sei. Der Minister habe sofort wegen dieser Behauptung Erhebungen an« stellen lassen, und es habe sich ergeben, dass die ganze Geschichte nur auf einem «Tratsch» beruhe, denn anders l lönne man das nicht nennen. Ebenso unbegründet sei die ! Behauptung, dass die Regierung schlechte Reben vertheile ^und dass es an den nöthigen Belehrungen fehle. Der Regierung stehen gegenwärtig eine Million Rüben zur ! Disposition. Was die wegen der Schädigungen durch ^Phylloxera bewilligten Unterstützungen betreffe, so seien dieselben nicht sehr bedeutend, aber man müsse mit dem, was erreicht werden konnt,, zufrieden sein, wenn nur jedes Jahr etwas Nehnliches gfscheh:. Jedenfalls sei es doch ein Schrit vorwärts. Der Minister erörterte nun die Fragen der Peronospora, der verschiedenen Pilz< und der Nonne, theilte aus den verschiedenen Ländern die Berichte über die Bekämpfung der Nonne mit und findet, dass die. I selben zufriedenstellend seien. Was die Subventionen betreffe, so sei es nicht richtig, dass dieselben beim alten blieben. Von 339.000 fl. wurden sie vielmehr auf 618.000 fl. erhöht, es wurde ein Meliorationsfond von ^ '^gg geschaffen und für agrarische Operationen °" ^ vo:, 52.000 fl. verwendet. Wenn die Abgeo">"' ^ Böhmen Klage fähren, das« für dieses «""" '^Ml Meliorationen durchgeführt wurden, fo >"°^. " ^ darauf aufmerksam. dafs. wenn einmal d" ^^, Euparegulierung, über welche jetzt noch die Kely ^^ fortdauern, in Angriff genommen werde, oucy ^^ seinen genügenden «„theil am Melioration«^^,^ werd?. Der Minister erklärt herauf die ^'" u»' der Regierung, für den Obstbau Sorge zu " » ^. den Obstweinvlrein zu unterstützen, eb"'° ^ ^. anftalten zu fördern. Der Minister dankte '^ ^. erkennung, welche seine Bemühungen ^tresss ^ habung der Forstgesehe gesunden haben. ^a« ^ Forstorganen erster Instanz leinen Vorwur, m« ^ ,^ si? die Vorschriften strenge handhaben, denn o ^,^ Pflicht, Wer sich benachtheiligt glaube, habe ° ^^. den Rerursweg zu betreten. Die Förderung ^,^ zucht durch den Staat geschehe, erstens: "'^^be l>"' Materiale im eigenen Lande sür alle ^ . yD zuschaffen; zweiten«: um die Armee "«aM «^. ^ Auslande mit Pferde zn versorgen, und " ^i, B einen lucrative» gweck der Landwirtschaft i". ^,e!, die Concurrenzsähigleit zu erhalten. ^" "./' ion ^ den Antrag auf Streichung der StaaMü°v ^ 60,000 st. nicht anzunehmen, da dies ^e ° , .^ „il Art sei, die Pferdezucht zu heben, ^r s" ^ Ungarn treffe nicht zu, denn bort berühmtes Gestüt, das viel g'ößcre Koste« "> ^.^ hier beantragt werden. Der Minister empfteyl ^ die ungeänberte Annahme seines Voranschlag"' Beifall.) ^ .mltt n>e<^ Abg. D ötz klagte über die Missende, »" ^« die Weidenbesitzer in den Alpenländern infolge ^ ^ Handhabung des Thierseuchengesehes lew". ^D Mangel an Thierärzten auf dem stachen ^ano ^c viele Nachtheile für die ländliche Vevöllerunu^^. trat weiter sür die directe Lieferung der V ^. ^^hl nisse durch die Landwirte ein. Abg. Salvao ° ^^c der Regierung, den Vogelfang zu gestatten. ^ ^ Vogelgotlungen schädigen die Culturen un° ^s Pflanzungen. Es sprächen viele Gründe '^ , < 5^" des Vogelfanges; im Trentino werden M"^ ^ Vögel gefangen, wodurch dem Lande e.n ^d« 30.000 fl. erwachse. Abg. Hompesch '^"^Si^ die Vollblutzucht ohne Rennen nicht mögllch '" ^a, der Ausfuhr von Stuten behufs Hebung 0" ^ wäre wünschenswert. troche"' ^ Die Verhandlung wurde hier °bg" ^^M" Dr. Plener beantragle als dringl'ch, ° -^ u^ ^. träge einem 36gliedrigen Ausschüsse 5"^"" 8^ ,, selben als öffentlich zu erklären, «bg Vr. ' ^M merkte, die Regierung thue nicht gut d°"" ^lt>e""', zu zwingen, dass es die Handelsverträge °"p alla"" . beschleunigt erledige. Es sei überhaupt m a" ^leg«" tanschen Körperschaften Mode, die w.chtt«'' heiten ohne eingehende Erörterung i" """" . A Haudelsmmister Marquis Vacquey il> Ven.äge am 1. Februar in Kraft treten ' ^ d, der Regierung ein beschleunigtes VerMen^ ^M dabei die meritorische Gründlichkeit lelve, ^chs^, sein. In allen anderen Parlamenten W"» ^ ^ ^ größtmögliche Beschleunigung eintreten « y zahl der Parlamente wird die Behandlung ^ «!"" vertrage früher istattfinden. als bel uns ^ Pklier wurde hierauf Bildsäule, sondern einer zusammensinkenden unschönen Gliederpuppe. Eine auffallende Veränderung zeigt die Miene des Einschlafenden. So schön das Gesicht mancher ruhig! Schlummernden in seiner milden Ruhe und Leidenschaftslosigkeit erscheint, einen so unschönen, mehr klag» lichtn als komischen Eindruck macht das Gesicht des^ Einschlafenden, namentlich dann, wenn er vergebens! strebt, die Oberhand über seine rebellischen Glieder zu behaupten. Der Gesichtsausdruck wird schlaff, nichts«! sagend, geistlos, und einen noch unangenehmeren Ein« druck macht es, wenn ein sehr Schläfriger zu sprechen versucht. Befördert wird der Uebergang zum Schlafe durch sehr hohe oder niedrige Temperatur, durch Ermüdung, durch wringeisthaltige Getränke, durch narkotische Stoffe. Aber auch andere Umstände, dle nicht unmittelbar in d»n Stoffw chsrl des Körpers eingreifen, vermögen ein« schläferod zu wirken. Durch Entziehung des Lichte«, durch fortgesetzte Aufnahme gleichmäßiger Sinne?« eindrück,'. seien sie mm plätschernde Regentropfen oder der Klang leerer Worte und hohler Verse, entsteht das unbehaglich.' Gefühl der Langweile, Schläfrigleit und Schlaf. Verwert und erschwert wird das Emfchlafen dnrch den Genus« von Kaffee und Thee. kalte Füße. lörper» NHe Schmerzen, wenn letztere auch so gering sind. dass ^"?./°V^ "^ i" unserer Thätigkeit stören. 3««.! » ^""^" °"l da« Einschlafen ungewohnte Smnesm,drucke Da« Geräusch einer nagenden Mau« ann uns gewaltig hemmen, selbst ein fremdes Schlaf. zimmer verzögert das Einschlafen gar oft. Noch schlafwidriger wirkt geistige Aufregung, rühre sie nun her von gemüthlichen Eindrücken oder wissenschaftlichen oder künstlerischen Gedanken, die werdelustig wie die Flocken eines Schneesturmes durcheinander sausen. Die natürliche Schlafzeit für den Menschen ist die Nacht. Der Sch-.ff/r, der in Polargegenden einen «achtlosen Sommer verbringt, wird völlig wirr in seiner Lebensweise und sehnt sich nach den Ländern zurück, wo die alltäglich eintretende Dunkelheit den Rhythmus seines Lebens regelt. Großstädter und einzelne Sonder-lmge kehtcn wohl die Ordnung der Natur um. aber nie ungestraft. Eher zu rechtfertigen sind die Bewohner der heißen Länder, wenn sie den glutigen Tag über schlafen und die kühle Nacht zum wahren Leben vor« ziehen. Um erquickend zu schlummern, muss der Mensch sich so lea/n. dass die Muskeln ruhen können. Die meisten Schläfer liegen auf d^r Seite, davon heißt der Seitelitheil des Hauptes, mit dem man auf dem Kissen ruht, die Schläfe. Manche gesunde Menschen behaupten, nur auf einer tnstimmten Seite oder nur auf dem Rücken schlafen zu länmn. Bei gewissen Kranken ist eine solch, Lagerung leicht verständlich, bei Gesunden gehört si»' zu den unerklärlichen Gewohnheiten. Kinder nehmen oft im Schlafe die wunderlichsten Lagen an. manche kleine Schläfer vollbringen im Bette wahre Tquilibristen.KuMtück''. Im Sitzen zu schlafen ist wohl möglich, aber unbeqllem und nicht erquicklich, außer bei einer kurzen Tagessiesta im wohlgebauten Lehnstuhle. Die Ruh^^lche''dVr'Schlaf be" ^^ hH Thätigkeit angegriffenen Organen brmg. Olied" "^ sächlich den willkürlichen Muskeln zug "- M und Rumpf liegen in '«lasser^^ Muskeln, welche der Miene chren "gen^ jm M^ druck geben, sind weniger Da« Gesicht des leise schlafenden ^e> ^ c'^ etwas Mildes. Friedliches, das ,"s rhk't. d^ ^. dagegen zuweilen eine Härte und V zg^oM ^^ fast wie eine Todtenmaske erschr^'. s^ni"- F muthig erscheint da« Antlitz 'a"^ M^" Kinder, zumal wenn es von nmoer ^ "'"«uch die inneren unwillkü^'./^l^ lassen an Energie nach. Der Herzsch^ ^. a«^ gesunden Schläfers ist Wachen war, da« Athmen erfolqt " tiefewI siF leisem Schlummer fast mimerll.ch. "^ MP"^hl schwer und hörbar. Die Eigenwürmr „ y. l, um ein Geringes; besonders geg"' " Aet " V' ein Schläfer, der ein warmha en^ ^chtel, g deutliches Schauern auch in "l "t l Och < jl^ Dauer de« zum Leben nothwend '^^,l>ott^,^ hauptsächlich vom Nwr °b- A5 dA ^ verschläft den größten The.l seme " „ ^Zt< rig bedarf wenigstens ^wölf Slu^n ^ g V wachsene brauchen im Durchschn' ^..sH- « Schlafzeit. Einzelne, geistig sehr rege ^ ^ße, ft" sich mit kürzerem Schlafe. F"ednchH ^h « ,e-und viele Gelehrte gönnten M/Atise '" Stunden zum N»srut>n. «"" ^Wl Zeitung Nr. 283. 2381 11. December l8tti. M ^"cäl ersuchte um die Beschleunigung der «ft! ., Pressausschusses. Abg. M ü l l e r interpel-^. " b'l czechischen Ausfertigungen seitens der l'tzlw " deutsch, böhmischen Bezirken. - Nächste j Politische Ueberficht. !itt^" Nbgeordnetenhause)theilte vorgestern ^lMent den Dank des Kaisers für die Beileids. Hz °U"g anlässlich des Ablebens des Erzherzogs ^und der Baronin Waideck mit. d!ld .. «e "euen Handelsverträge.)AusParls l^.z v^leyraphisch gemeldet: Das «Journal des l^ >?gt. der Zweck der internationalen Handels-i^^ >el Frankreichs Isolierung. «Siecle» befürchtet ^e^^uen Gruppierung, die wirtschaftliche Suvre-!^ "°"'chlands. Die Lage Europa's sei gründllch ! "Wften Frankreichs geändert, ^"arntner handwerlertag.) Vorgestern iü E. °" ."ste Kärntner Handwerkertag, mähig besucht. A°. eröffnet. Es wurde eine Resolution vor-<^, M. worin für die Revision der Gewerbeordnung b°usi^".""d insbesondere die Einschränkung des !hG^°noels. das Verbot dcr Wanderlager, die Ab« ^2.." Strafhausarbeit, der Befähigungsnachweis planten verlangt wird. 'llt^Uament arisch es.) Die dem Abgeord. ^>2«c zugekommene Vorlage bezüglich der den !'>>'N n w erster Instanz zua/wiesmen Anlegen, ^en . ^"assmschafts-.Vormundfchafts- und Cmatel-«r M"nmt. dass die bis nun den Gerichtshöfen !^n m «a zugewiesenen Verlafsmschafts. Avhand. l^ ' -""mundschafts- und curatelsbehördlichen «e-?n n. !""a der Handelsverträge. Beim vorgeftr.gen '^""'Wen Diner wies Reichskanzler Caprwl '»>. " berühmten Weihnachtsbrief vom Jahre 1878 '^l?" Fürst Bismarck die Schutzzoll-Aera ein->üe »n^be. worauf Eaprivi hinzufügte, er sn stcher. 'tden !> chtilaabe werde freudiger aufgenommen ^. ns. ? Äbgeoidnetenhause weiß man nichts S,« '^ l,w 3ürst Bismarck zur ersten Lesung der Ver-,t^"Men wird. Dagegen ist es zweifellos, dass ?t<"6t hiefür nicht nur gchchert. sondern sogar Het, "end sein wird. Fürst Bismarck werde stch ^ ll>. .""er sicheren Niederlage aussehen. !^H/deleve7trag mit Serbien. D.e l Her Korrespondenz, meldet: Das Minister.um ^ ,"" hat die serbische Regierung nunmehr ein->t,i>'^ ben Vertragsvrrhandlungen, die jetzt sofort ^ ^en werden können, ihre Bevollmächtigten nach ><^tsenden. Es unterliegt keinem Zweifel, dass die Kommissäre der serbischen Regierung dieser Ein« ladung zufolge schon in den nächsten Tagen in Wien eintreffen w?rden. An diefen Verhandlungen mit den serbischen Regierungsoertretern werden die Commissure der deutschen Regierung nicht theilnehmen. (Aus der französischen Kammer.) In der vorgestrigen Kammersihung beantragte der social!» stische Deputierte Lafargue die Amnestie für die wegen politischer Vergehen oder Streikaugelegenheiten Ver> urtheilten und hielt eine socialistische Rrde. die leb» hafte Protestrufe veranlasste. Ministerpräsident Freycinet bekämpfte den Antrag Lafargue's. der mit 298 gegen 113 Stimmen verworfen wurde. (China) Den neuesten aus Peking eingetrof. fenen Depeschen zufolge marfchierten die Truppen nach einem siegreichen Gefechte in Tsien-Tschang nach dem Districte'Tschalig.Yang. Die Niederlage der Insur. genten wird als sicher betrachtet, da dieselben von allen Seiten umringt sind. (In Washington) ist am ersten Montag des December, dem von der Bundesverfassung be-stimmten Termine, der Congrefs der Vereinigten Staaten zusammengetreten. Tagesnemgleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der .Bote für Tirol und Vorarlberg» meldet, der Gemeinde Besenello zum Kirchenbau 300 fl. zu spenden geruht. — (Dom Pedro f) Aus Paris. 9. December, wird telegraphiert: Der Leichenzug Dom Pedro's, welcher mit militärischen Ehren abgehalten wurde, war großartig. Eine glotze Volksmenge wohnte demselben bei. Die Madeleimkirche war gedrängt voll. Mitglieder der brasilianischen Kaiserfamilie, das diplomatische Corps in Uu«stellung statt, welche 7 Gruppen: 1.) Mittel zur Verhütung von Bränden, 2.) Apparate zu deren Entdeckung, 3) Lösch» Vorrichtungen. 4.) Rettungswerlzeuge. erste Hilfeleistung bei Verwundungen, 5.) Transport der Pompiers und ihre Löschvorrichtungen. 6.) Organisation und Ausrüstung der Pompiers. 7.) Statistik und Literatur — umfasst. Die Ausstellung wird Mitte April eröffnet und dauert mindestens einen Monat, gu dieser Ausstellung werden auch Auslänber, jedoch bloß dor« o°°oour« zugelassen werden. Anfragen und Anmeldungen sln° an da« Comiti der Feuerwehr. Aufstellung in Zt. Petersburg. PanteltZ-monllaia Nr. 2, zu adressieren. '^(Mordversuch und Selbstmord.) Aus Lemesvar wird berichtet: Der gewesene Gendarm und jetzige Gerichtsschreiber in Weihlirchen Namens Vasvary choss nach einer heftigen Familienscene seiner Schwieger, mutter. Frau Fleischmann, eine Kugel durch die Brust; er erschoss sich dann selbst und blieb auf der Stelle Wh!, sssllu Fleischmann dürfte schwe^ch^de^morglgen ^ Tag erleben. Die Frau des Selbstmörders entfloh nach dem blutigen Ereignisse. — (Aus Turin) wirb telegraphisch gemeldet: Unbekannte Diebe drangen in das Palais des Grafen Grande in Modane ein und raubten 227.000 Lire in Wertpapieren. — Per Priester Marchetti würd? in Novara im Beichtstühle von einem unbekannten Individuum durch zwei Schnitte mit einrm Rasiermesser tödlich verletzt. — In Pisa ist ein Diener der «Vanca Toscnna» mit eincassierten 150.000 Lire verschwunden. — (DieEzernowiher gollaffaire.) Außer den in dieser Affaire bereits genannten Beschuldigten wurden dem Czernowiher Lanbesgerichte noch die Kauf» leute Albrecht und Goldstein sowie der Amtsleiter Wlo-szynowicz eingeliefert. Der ehemalige Finanzdirestor Hofrath Trzcicniecli überreichte bei der Wiener Rathstammer den Einspruch gegen seine Verhaftung. — (Vorlefungen fürS Voll.) Der unga. rifche Handeleminister Vaross hat für den 3. Jänner eine große Conferenz einberufen, die über die Mlttel und Wege zu berathen haben wirb, durch welche es ermöglicht würde, dafs für die Fabrits» und commerciellen Angestellten «m den Sonntag«Nachmittagen im ganzen Lande Vorlesungen gehalten werden. — (Vrennendes Schiff.) «m Samstag ist in Venua ein Dampfer aus Südamerika eingetroffen, auf dem schon seit acht Tagen ein Brand wüthete. Es wurde selbstverständlich sofort mit den Löscharbeiten begonnen. — (Sturmwind.) In Wien herrschte vorgestern den ganzen Tag über ein schr heftiger Sturmwind, der an vielen Orten der Stadt Schaben anrichtete und in den Straßen zahlreiche Personen zu Boden warf. — (Durchschaut.) «Sieh' nur. liebe« Weibchen, heut' habe ich Glück gehabt, ich bringe vier Hasen heim.» — «Nicht möglich! Der Wilbvrelhändler hat wohl Aus« verlauf?» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Allerhöchste Danksagung.) Für die anlässlich des erschütternden Trauerfalles im Allerhöchsten Kaiferhause vom lrainischen LanbeSausfchusse, vom Lai« bacher Gemeinderathe und von der hiesigen Handels- und Gewerbelammer im Wege des k. k. Landespräsidiums dargebrachten Veileibskundgebungen haben Seine Majestät der Ka if er den ge annten Korporationen Allerhöchst» ihre» Dank für die warme Anlheilnahme bekanntzugeben geruht. — (Aus dem Reichsralhe.) Im Abg/orb-netenhaufe des Reichsrathes wurden gestern der Handels, vertrag mit der Schweiz, ferner die Begründung und die statistische,. Materialien zu den Handels« und Zoll« vertrügen mit Deutschland, Italien, Belgien und der Schweiz vorgelegt. Die Berathung des Voranschlages des Ackeibauministeriums wurde fortgesetzt. Abg. Dr. Fer< janöic trat für die Entsumftsung des Laibacher Moores und die Wildbachoerbauung im Wippacher Thale ein, beklagte die schlechten Lohnoerhältmsse im Staatsberg. werle von Idria und beantragte die Einstellung einer Summe zur Regelung der unterirdischen Wasserläufe in Krain. — Nächste Sitzung heute. * (Pas sinn sspiel.) Die allbaiensche Passions. > gefellschasl unter Direction be« Herrn Eduard Allesch ! brachte gestern abend« im großen Saale der hiesigen ! «Tonhalle» ihr Passionsspiel zum erstenmale zur Aus-l führung. Die Gefellfchaft stellt die Leben«, und Leiorns. ^tt'^ngl' Die gänzliche Entbehrung des Schlafes > ,,°hte hindurch scheint von Frauen leichter er-XpF werden, als von Männern. Die Mutterllebe ^H^t °" herrlichsten über die Zwingherrschaft ^°?^wachen "«s dem ungestört verlaufende', 7 « ?t bei den verschiedenen Menschen ver ch - ) ^ Dleamatiker macht erst mancherw An auf V^den. Mir, reibt sich die Auge... swck «" f,ch. bis er sich aus den Flornetzen de« ^losgemacht. Ein Sanguiniker fpnugt mt «^ irisch^b froh wie ein "wachender Voge. lglHK" hinein. Der beste Mcker ist tmsOhr. «'K'lt'ge Worte, die man an einen Schlaf <^°cht er übrigens weniger leicht, als wenn > ^kn ot>„ einen bedeutungsvollen guru v > > H^end man durch eine plötzliche Uu er ". l>Uch^'lle in der Regel vom Schlaf erweck wrd ^llsH7« h'nwiederum das Aufhören einrs a.'nwyuten »"ichl selten die Ruhe. Der "er m "'l»t. ^l wachen auf. wenn die Mühle oder der Wagen !H ""würdige Thatsache ist der Einfluss dm >hkN "u das Erwacken ausübt. Der wm Z >e K^^'' am besten auf irgend e.ne Nr 'au 3>v^?b' zu einer bestimmten Stunde u tt. lft. Hlt selten seinen Zweck. Es »ewahrt d m ! <> ft °bacht,^ d^ ^ ^^i< Schmerz °«s F^ >^n" °ls den Geist, nicht g"'»'«e .^H ^'. ^/N'was dessen Wille vermag. ^"N " erB ^tl»r ^"lsch ist Unterthan, aber mcht Sclave Der erste Meridian. Von Leopold Kompert. (Fortsetzung.) Eine« Tages nämlich, es war im Hochsommer, die Leute befanden sich grühtenthrils auf den Feldern, auch die Eltern unferes Alois, ja sogar der «Herr Lehrer», der eine kleine Wirtschaft nebenbei betrieb. Da geschah mit dem Alois ein großes Unglück. Die alte Schule war an diesem Tage geschlossen; dennoch muitte sich jemand, auf den man nicht geachtet, in die, besonders heute, dunkle Schulstube geschlichen haben. Denn Plötzlich hörte die alte Magd Crescenz, die die jünatten Kinder des «Fuchsbauern» zu hause hüten musste, einen durchdringenden Schrei, unmittelbar aus dem Schulhaufe ... Da sie aber weiter nichts ver. nahm und die Kinder ihrer Aufsicht nicht entrathen tonnten, beruhigte sie sich dabei und blieb. Spät gegen Übend kehrte der «Herr Lehrer» vom Felde heim. Da fand er den armen Alois, aus einer tiefen Kopfwunde blutend, mitten in der großen Schulstube unfern des aroßen Kastens, worin die «Utensilien» der Schüler aufbewahrt wuidm, entfeelt liegeu . . . M>t vieler Mühe brachte der Lehrer den Knaben foweit zum Lehrn, dass er ihn feinen entsetzten Eltern nach Hause liringkn konnte . . . Seit jener Zeit musste die arme Mutter des Knaben all' ihrcn Träumen und Hoffnungen von der künftigen Größe und Pracht, von «Primiz» und «goldlmr Hochzeit, für immer entsagen. Der Alois litt seither «am Kopfe». Über noch manches Jahr nachher sann man dem Unglücke des armen Knaben wie einem schweren Räthfel nach. zu dessen Lösung, der Schlüssel verloren wurde. Wie und warum war der Alois so heimlich in die Schulswbe gelangt? Was mochte ihn so erschreckt und m Fa^le gebracht haben? Was mochte ihn so gewaltlhätiq wie ein Räuber angefasst haben, dass er vom Schrecken so gar nicht mehr zu sich selbst kam? Derjenige, der die beste Auskunft ertheilt hätte — schwieg. Der Alois wusste von gar nichts. Er haUe alles vergessen! Hö-te man den «Herrn, Lehrer, so sprach neben allem Mitleid ein gewisser Groll, eine gewisse Vitl>tte. (Fortsetzung folgt/ ^ioacher Zeitung Nr. 283. 2382 1l. Decembers. geschichte unseres Erlösers in 17 theils mimisch-plastischen, theils lebenden Vildern dar. Die letzteren sind den Vilderr berühmter Meister nachgeahmt, so ist namentlich das heilige Abendmahl, das dem bekannten Gemälde Leonardc da Vinci's nachgebildet ist, von geradezu wunderbar« Eharlllteristil der einzelnen Figuren wie auch der ganzen Zusammenstellung; ferner die Kreuzabnahme nach Rubens und die Scene, wo der todte Heiland im Schoße seiner Mutter ruht, nach der Marmorgruppe von Achter« mann in Rom, beides Bilder, deren sich sicherlich, wa« die Plastik anbelangt, das Oberammergauer Passionsspiel nicht hätte zu schämen brauchen. Ein Vild rührender Lieb« lichkeit bildet jene Scene, welche die Kindheit Jesu dar« stellt, die heilige Familie in der Werkstube zu Nazareth. Verfügt die Gesellschaft auch nicht über die Mittel, wie ein Passionsspiel zu Oberammergau, welchem Hunderte von Personen zugebote stehen, so versteht sie es doch, bei Scenen, wo es auf Entfaltung von Voltsmengen an« lommt, mit der verhältnismäßig geringen Personenanzahl ganz Vorzügliches zu leisten, so namentlich beim Einzug in Jerusalem, bei der Gefangennahme Christi im Garten Gethsemane lc. Die Hauptpersonen, Christus und Maria, entwickeln ein dem heiligen Gegenstande angemessenes würdiges Spiel; ebenso sind auch die Costume sehr schön. Freunden religiöser Kunst können wir den Vesuch dieses Passionsspieles nur rathen. Zur Bequemlichkeit des auswärtigen Publicums und für Schüler findet Sonntag nachmittags 4 Uhr eine Cxtravorftellung statt. — (Aus Assling) berichtet man uns: Die Ortsgruppe «Oberkrain» des Vereines ^ ^°"? ^ ««"et, während die am anderen «. !dät erm°^ '"°^ 50;^ Theresia Tu set u spat erwachte um durch die Thür ins Freie zu ge-langen, .ndem das Vorhans bereit« ganz in Flammen stand. , Sie versuchte durchs Fenster zu kriechen, da aber dasselbe > zu klein war, konnte sie nur den Kopf und einen Arm > Hinaussirecken, und es gelang selbst ihrem mittlerweile » herbeigelommenen Sohne nicht, sie aus diefer Lage zu ! befreien: er musste sie wegen immer mehr zudringender ! Flammen in ihrer furchtbaren Lage belassen, wo sie auch l den Tod fand. — tagsverhandlungen für jeyt dringend abgeraiy ^ ^ London, 10. December. Nach einer Md" 9 ^>> ^Rmter'schei, B.ireau aus Rio de Janeiro wuror^ ^ 5 bei dem bei Campos im Staat.! Rio de - M< ! folgten Zusammenstoß? der feindlichen Par"^^. Personen getödtet und eine größere AnM " ^z Newyork, 10. December. Emer MelMH^i, > Louisville zufolge ist dortselbst in der a°n ^ ,Nacht eine größere Anzahl Häuser medergev "" ^ ^. , Vernehmen nach sind hiebei sechzehn P^ j gekommen. _______--^" ! Verstorbene. ^ ' Den 9. December. Kathariua NosM, ^B' Schwester, 2? I., Kuhchal N. Tuberculose.-Mw> Privatier, 72 I., Gradaschzagassc 1«, Mersschwa^^^ Lottoziehung vom 9. December. Brunn: 85 10 88 3? ^^- ! Meteorologische 7 U. Mg 736 b 1 0' windstill °^^ ^" 10. 2. N. 736 5 7 0 NO. ««"»§ ^iB ^ , 9 . Ab. 736-8 62 NO. schwach "' ^"B Vormittags geringkr Regen, gegen ^ ' schein, dann trübe. — Das TageSnnttcl der "«l um b-3° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. slagli^^ M^ Verlage. ^M ^ Der heutigen «iiaibacher Zeitung' ist "" empfehlenswerter ^ literarischer Fest-Gesch"'" beigelegt, und sind sämmtliche Werle durch 'g Ig v. Aleinmayr k Fed. D"" ^ Buchhandlung in Laibach l zu beziehen. — Depot der k. k. Generalstabs-Karte» Maßstab 1: 75000. Preis per Blatt 50"., auf «einwand gespannt 60 ^ ^"l Jg. n. klkmmayr H Fell. «amberg» »" > »r. «Uhe.« «.°bc., "S^Zi > W gibt im ciaenen sowie m, Namen ie" h V" » W hann Klebet, Ado°ca Hinscheiden seiner innigstgeliebtcn M" » > Anna Mbcl «eb. MP", > > Faliritsbeamtens-Witwe ^ ^ ^^ ^h » W welche am 10. December 1^91 u"H selig "" > W nach lurzem Leiden im l.5. Level'", ^, ^ W Herrn entschlasen ist. h<.n ^ .^ha^ W > Die Verblichene wild Samstag. ° Tr°<^, » W ber 1891, um 2 Uhr nachm'ttasss ' ^ » > Ledererstasse Nr. 14 einges^uet unv ^^ttcl ^n » W Hofe zu St.Nil°,ai zur '"!«" '«l'h VZ.n'a^ge.' » W " Das heilinc Seelenamt "lrd °^N d" h'" » » 14. December, um 9 Uhr vorn"ttag5 » M Pfarrlirche gelesen. ^gi. D > Villach am 10. December > Statt jeder besonderen^H^^^ ^^cherZeitnng Nr. 283. 2383 1l.?December l891. Course an der Wiener Börse vom 10. December 1891. «a« d^ officienen Couisbl°tte l,. . Veld Ware >.^"t''snlthtn. «^cht«^mN°,tj.''M»ftrl IUU l, 147- 14«-. ' "uuiose . . Il«i l ^z,.^ 179^ ^«!,,,«l^ - . 50 fi, 178— 179- VHb',°nte. steuerfrei Il.8. . INK 20 «,,««..' ' 10195 102 25 "2-.. 1,?,". '15.75 Hi! 75 ^lN^ N8 - 227 -öpN^^.7^^ ^btlzeV V'^ 1W4 . W- 9S75 ,^ «»I,w<)ftg W^ III. 8(1 l 17 A. ! ^b«hn.P„"'!'" Stücke 97 80 98 30 t«« ""l^W0fl,V,W, 1»L 50 137 50 ^'Wl^, <^'st. «,W, i»k^> 18« 5', ^/ >° »"/» l«> fl. ,, W. 1,9,5 l«9,50 «XI Ware Grundtntl.'VbligallantN (für 10« fi, CM,). 5«/„ glllizische...... '04 Ü0 105 10 5"/„ mährische......—'^ —'^ 5°/„ »rain unb Küstenland. . —'— — — 5°/„ »itberöslerreichilche . . . 109 50 UN'- 5°/, steirllchc......^ — —'— 5°/n lroalijchc und slavonische . 104 50 105 50 5"/„ sicbenbüraische .... —'— — — 5"/„ Temeje: Ganat .... —'— —-— ü"/„ ungarische......»»25 91 85 Andere 'össenll. Anlehen D°nau'Mea..ll°se 5"/„ 1NN st, . 12l'b(' 122 5',< dto, Anleihe 1878 , , 1O.v, bt«. 4°/, . . . 96-25 9U75 dw, Prüm.°Vchuldverschr. 3°/» 10«'- Is,925 Oest, Hypolhelenbanl 10j, 50°/« 98 « 9910 ocst.olug. Vanl verl, 4'/,°/° - - - ------- detto » 4°/o . . 99 l.0 1N0- detto 50jähr. . 4°/o , . 99 50 100— (für 1W fs), fftrdlnanbe-Norbbahn «m, 1886 99— 100'— Galizische Karl' Ludwig' «ahn » — SÜbbahn il 3°/„..... 143-7K 14475 » k 5°/„..... 118 5U II»'- Uns.-«»«,. Vahn..... 11,0 25 10135 Diverse Kost (per Stück). «kreditlose 100 st...... l8b 5l> 187 50 VlarnLllse 40 fi...... 51 75 5L/t. 4«/« Donau.Pampfsch. 1N0 fl. , «1— 123 — Laibachei Prüm,'«lnleh. 20 st. 20 50 21 50 Osener Lose 40 fl..... bi 5" 52-50 Plllffn-L°se 40 fl....., 52— »3 - Rothen Kreuz, «st. Ges. v.. 10 fi. " ?» l7 ^ Rudolph-Lose in fl..... i»'ü" Lc.5n Kalm-Lose 4n fl...... 6 ü,. «2 bo St, Gen°i«Lose 40 fl. . . . «l— S3 - WalbsleinLose 20 fl..... «5-75 »b 5N Winbisch-Gräh'Lose 20 fl, . . "'- — — Vew,-Sch. b. 3"/„ Prüm,-Schuld- verschr,derBobencrebitanstalt «^" ^" Dank'Aciien (per Stück), ylnalll-üst, BllNl80Nfl,k0<>/.«. . 15L^5 152-75 Bantvercin, Wiener. 10» fi. , 1«!'< SO 10020 «drr.«?li>s», Ost,. 200 fi, S, 4U°/<. 35<,— 352 - Lidt.-Anstf, Hand, u,O, ISNfi. 279— L79'5" «reditbanl, «Ng, ung,. 20« fi. . 323 - 32» 5» Depositenbank. «ll„,. 200 fl. . I99-- - »«'1 — ««conlptr-Ge!,, Nbrüst., 500 fi. ßlO- - 62« — »lio.u.Illssenv., Wiener200fl, 2>,5-5>i » Westbllhl! 200 fi, , . 845 11S5 bto, (lit. L.) 200 fi. . 4S7 — 4«8 50 Donau' Dampfschiffsahrt» Ves., Oesterr. 50» fi. VVi. . . . 3"7— 3^9 - Drau-ltis, (V,-Db,°Z,)200fl, S, 195 50 LN(,— Dui-«obenb,°V Izernow. - Iassy»Visen» bllhN'Vesellsch. 200 fl, S. , . «40 — 241- Lloyd,0st.^ Daluten. Ducaten........ b «u sez« 2N»Francl-Ttücke . , . . ; 9 l»5, 9 8? Deutsche «rlchsbanlnoten . . 57 97. 5» 0ü Papiei'Nubel...... ^l l4.^ I l»^ Italienisch« Vantnoten (100 2.) 455