Nr. 287. Samstag, 15. Dezember 1906. 125. Jahrgang. Laibachel Zeitung P^»»»«»»»ion«p«!s 1U Uhl v«> Ullttagl. Unsraülierte Briefe werden nicht angenommen, Mauujtriple nicht zurüllgeftelll Amtlicher Teil. Der Justizminister hat den Kcmzleixrssistenten Heinrich Ubram in Laibach zum KanMvorsteher in Rudolfswert ernannt. Den 13. Dezember 1906 wurde in der l. l. Hof« und Staats-druckerei das XOV. Stück der slovenischen, das X0V1II. Stück der lroatischeu, das XLIX. Stück der rumänischen und das (I. Stück der italienischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 13. De» zember 1906 (Nr. L85) wurde die Weiterverbreitung folgender Preherzeuguisse verboten: Nr. 49 «Wiener Montags»geilung Groß «Österreich» vom 10. Dezember 1906, II. Jahrgang. 3tl. ? «ökn!^ 0d2ur» vom 7. Dezember 1906. Nichtamtlicher Ceil. Die Wahlreform. Die Beschlüsse der Herrenhnuskommission über die Wahlreform bilden fortgeseht den Gegenstand der Erörterung in den Blättern. In der „3?ellen Freien Presse" äußert sich Abgeordneter Dr. Sylvester dahin, daß seiner Ansicht nach weder die Plnralität, uocl> der uuiu<>rn» s-wu»u» Aussicht auf die Zustimmung des Abge-ordnetenhanses habe, das sich auch auf kein Kompromiß einlassen werde, da dort nach der Haltung des Herrenhauses in der Nahlreformfrage wenig Mneigtheit bestehen werde, die Macht der ersten Kammer- zu verstärken. Zudem werde das Abgeordnetenhaus wahrscheinlich gar nicht in die Lage kommen, im Laufe dieser Session, die am W. Jänner endet, über die Anträge des Herreuhauses definitiv schlüssig zu werdeu, da die Delegationen vor dein 14. Jänner mit ihrer Arbeit kaum fertig werden dürften und man mit der Obstnlktion im Abgeordnetenhause rechnen müsse. Das „Neue Wiener Tagblatt" plaidiert dafür, daß der numerus l:1au8u« vom Plenum des Herrenhauses aus den W che ist einfach und wuchtig und da. wo cs geboten ist, duftig und zart. Nndolf Greinz: ..Bergbauern". Neue, lustige Geschichten. Broschiert 3 M., gebunden 4 M. Rudolf Greinz zählt zu den beliebtesten Humoristen. Sein neuestes Buch: „Nergbauern". das z^Mf drollige Geschichten aus dein Tiroler Volksleben umfaßt, ent» fesselt von Seite zn Seite die schallende Heiterkeit des Lesers. Dabei steckt in diesen lustigen Geschichten so gar nichts Gewolltes und Gesuchtes. Das ist alles le-benswahre. echte nnd nngeschmintte Vergnatui, frische Hochlandslnst und unverfälschtes Volkstum. Ten bei den im gleia>n Verlage erschienenen lustigen Tiroler Büchern desselben Verfassers: „Das golden? Kegelspiel" und „Im Herrgottswinkel" reihen sich die „Bergbauern" würdig an. A. De Nora: „Totentanz". Zwölf kurze Geschichten. Broschiert 2 50 M.. gebunden 8'5l) M. * Alle hier angezeigten Bücher sind in der Buchhandlung Jg. von Kleinmayr K Fed. Vamberg in Laibach erhältlich. Eigenartig nnd packend behandelt der Ver-fasser der „Sensitiven Novellen" auch in diesem neuen Buche seine interessanten Stoffe. Stoffe, die trotz des Titels „Totentanz" nicht nmnvr tragisch enden, sondern über die nur manchmal halb scherzhaft, halb spöttisch der Tod seine Schatten wirft. Aber jede der zwölf Ge-schichten ist ein vollendetem Gemälde, nnter dessen tnapper Dm-stellnna.sfor!N sich eine bedeutende Tiefe, analytischer Seelenbeobachtung verbirgt. George Oh net: „Die zehnte Muse". Preis !i'50 M. Dieses Wert behandelt ein, litewrisch. geistiges Sujet: Eine hohe Aristokratin widmet sich mehr aus Egoismus als aus innerein Antriebe der literarischen Tätigkeit, »m sich einen Nmnoi zu nia cheii. Inmitten dieseo Milieus treten verschiedene Per sonen aiuf, die fich um dic geistreich sein wollende, sehr vermögende Dame gruppieren nnd in geistreicher Da» stellnng und Charakteristik dein Buche einen seltenen Neiz verleihen, Björnstjerne Björn son: „Mary", Roman. Preis geheftet 4 M.. in Originalleinenband 5-50 M. Fünfzehn Jahre lang war der Erzähler Björnson verstummt, und der Dramatiker hatte das Wort. Ieht endlich gibt der große norwegische Dichter wieder cineu Noman heraus. Es ist ein wundervoll zartes, warmes und oedentenöes Buch. In der Heldin des spannenden Romans, der schönen Mary Krog. hat Vjörnson dem Neigen der vielen, eigenartigen nnd lieblichen Mädchengestalten, die er geschaffen hat, vielleicht die schönste zugesellt: e.s liegt ein Duft der Persönlichkeit und ein Zauber über diesen« jungen Weibe, daß keiner ihr Bild wieder vergessen wird. der das Buch gelesen hat. Feöor von Zobeltitz: „Höhenluft." Tra° gikomischer Noman in fünf Wendungen. Preis bro-schiert 4 M.. elegant gebunden 5 M. „Höhenluft" ist wohl die reifste und vollendetste Arbeit Fedor von Zobcltitz'. Es sind leine Nomanfigurn:, die er uns vorführt, sondern mit außerordentlicher Weltkenntnis gezeichnete Menschen voll Leben und Wahrheit. Die Staffage für die eigentlicl>e Handlung bietet den, Verfasser das Getriebe an einem kleinen deutschen Hofe, das mit der feinsten Beobachtung geschildert wird. E. Krickebera: „Die Frau Professor". Roman. Preis broschiert 3 M., elegant gebunden 4 M. Unter den .Romanen, die das Necht der Frau txchan» deln. ragt „Die Frau Professor" weit hervor. Es ist die Geschichte einer Ehe, wie sie nicht sein soll nnd die Darstellung dos Kampfes nner Frau gegen, die erdrückende Autorität des Mannes. Die außerordentlich feilte Psychologie des Mannes, der, in seinem ernsten Bernfe ausgehend, vollständig vergißt, daß anch seine Frau an ihm und als Persönlichkeit Rechte besitzt, und der Frau, deren Stärke nicht in umveiblicher Enianzi» lxition, sondern gerade in ihrer echten Weiblichkeit liegt, verraten eine Erzählertnnst, die den Roman dem Besten an die Seit<: stellt. Euf. v. „Djava- h i l". ^ „Luzisers Trä n e". Zwei Novellen. Preis broschiert 8 M.. elegant gebnnden 4 M. Die elstc der beiden Novellen der berühmten Autorin zeichnet sich durch hohe Originalität der l^niildling. ourch spannend angelegte Handlung und durch einen präch» tigen Hnmor aus. Ein rätselhaftes, geheimnisvolles Vorkommnis in der internationalen Diplomatenw.'lt gibt der Verfasserin Gelegenheit, eine Fülle bemerkenswerter Gestalten aus dem Highlife in ein bunt« bewegtes Intrigenspiel zu bringen. Wie in „Djava-hir" so versteht es Euf. v. Adlersfeld Ballestrem auch in der Anarchistengeschichte „Ünzifns Träne" den Leser vom ersten Augenblick an in den Bann ihrer Phantasie zu ziehen. Laibacher Zeitung Nr. 287. 2708 15. Dezember 1906. In einer Betrachtung über die Ereignisse, die sich jcht in Frankreich abspieln:, führt die „Neue Freie Presse" alls, daß das ganze Verhalten der französisä)en Negierung den Velvets liefere, daß sie bereit gewesen ist, den Weg zur friedlichen Beilegung des Kirchenstreites zu bahnen. Die Kirche habe sich aber zum Kampfe entschlossen, zu einem Kampfe um die Macht, nicht um den Glauben. Ein Mmpf, wie er sich jetzt in Frankreich abspielen wird, hat in der modenien Geschichte wenig seinesgleichen. Wird er mit einem Siege der Republik enden? Man hört die mutigen und selbstbewußten Worte Cl6menceaus und zweifelt nicht mehr daran. Das „Fremdenblatt" weist darauf hin, daß die Kirche schon viele und schwere Feldzüge durchgemacht und doch oft genug schließlich einen so starken Rückhalt iu der Bevölkerung gefunden habe, daß sie die Konflikte unter günstigen Bedingungen beenden konnte. Die französische Regierung rechnet wiederum damit, daß das heutige Frank-reich in ganz anderer Atmosphäre lebt als irgend ein katholisches Land zu irgendwelcher Zeit. In diesem Gegensah liegt die tiefere Bedeutung des gegenwärtigen Kampfes. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" meint, die französischen Katholiken hätten jetzt Gelegenheit, zu erkennen, daß der Vatikan nur ein oberstes Prinzip hat: Macht, daß er den Frieden nicht will, sondern die Herrschaft. Politische Uebersicht. Laibach, 14. Dezember. Das „Neue Wiener Tagblatt" wendet sich ge gen die Absicht einiger ungarischer Politiker, den „Zwischenfall Marconi" zum Gegenstände einer De batte zu machen, um darzutun, wie sehr Freund sie den Italienern sind, und wie sie es mißbilligen, wenn zwischen Österreich-Ungarn und Italien — oder wahrscheinlich werden sie nur sagen: zwischen Ungarn und Italien - Mißhellig. keiten hervorgerufen werden. Die Herreu in Budapest mögen versichert sein, daß in Österreich die Go fühle gegenüber Italien zumindest eben so freundlich sind, wie jene iu Ungarn, und daß die österreichische Bevölkerung es unbegreiflich finden würde, wenn man ihr eineil Haß gegen Italien zumuten wollte, wozu ja gar kein Grund vorhanden ist. Ebenso wie das auswärtige Amt bestrebt ist, mit der italienischen Regierung korrekte und freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten, so ist auch die österreichische Bevölkerung zur Pflege eines gutfreundnachbarlichen und herzlichen Verhältnisses mit Italien geneigt. Die „Überlizitation" im Punkte der Freundschaft, die von Ungarn aus betrieben wird, ist also das überflüssigste Ding von der Welt. Das Ungar. Tcl.-Korr.-Bureau meldet: Das „Neue Wiener Journal" vom 12. d. brachte unter der Überschrift „Der Vernichtungskampf Pren-ßens gegen die Pole n" die Nachricht, der deut- che Botschafter sei beauftragt worden, der „österreichischen" Regierung neuerdings zu erklären, daß die deutsche Regierung jede, auch die freundschaft^ lichste Vorstellung zugunsten der Polen als einen unzulässigen Akt der Einmischnng in die inneren Angelegenheiten Preußens auffasse und zurückweise. Von kompetenter Seite sind wir zu der Erklärung ermächtigt, daß diese Nachricht frei erfunden ist, da eine Demarck)e des deutschen Botschafters bei dein k. und k. Ministerium des Äußeru, als der für ihn allein zuständigen Behörde, in der Polensrage niemals stattgefunden hat." Das englische Unterhaus nahm mit INl gegen 107 Stimmen eine Resolution der Regierung an, wonach die vom Oberhause au der U n -t e rrich ts v o rI a g e vorgenommenen Abänderungen vil dlo« abgelehnt werden. Diese außerordentlich große Mehrheit zugunsten des Ministeriums wurde mit langanhaltendem Veifalle be grüßt. Die Vorlage geht nunmehr mit allen abgelehnten Abänderungoanträ'gen an das Oberhaus zurück. Der Termin zur Veröffentlichung der Wählerlisten für die D u m a mußte, n>ie die Petersburger „Politische Korrespondenz" meldet, hinausgeschoben werden, da es sich nicht als möglich erwies, die Listen in so kurzer Zeit zu drucken. Gegenwärtig verlautet, daß der M. (23.) Dezember als letzter Termin in Aussicht genommen sei. Unterdessen ist die Wahlbewegung besondere in der Provinz lebhaft im Gange. So ist im ^cvschen Gouvernement, einem Zentrum der konservativen Parteien, wo sich aber bisher fast nur die Kadettenpartei betätigte, ein ganzes Nch von Provinzial-, Kreis' und Gemeindekomitees entstanden, welche für konservative Kandidaten Propaganda inachen. Die „Partei der friedlichen Erneuerung" will keine öffentlichen Versammlungen veranstalten, so lange Regienmgsmaß nahmen, die Versammlungsfreiheit anderer Par^ tcieu einschränken. Der Verband de5 17. Oktober, welcher, durch Zulassung von Mitgliedern anderer Parteien unliebsame Erfahrungen gemacht hatte, beschloß nun über die Teilnahme politisch anders Gesinnter zu seinen Versammlungen von Fall zu Fall zu entscheiden und in der Provinz die Entscheidung den örtlichen Abteilungen des Verbandes zu überlassen. Der Text der Urkunde, durch die Transvaal eine V e r fassun g verliehen wird, ist veröffentlicht worden. Danach besteht der Gesetzgel>ende Rat aus 15 Mitgliedern, die vom Gouverneur ernannt werden. Bis zur gesetzlichen Festlegung der Wahlen zum Rate soll dieser alle fünf Jahre neu zusammengesetzt werden. Die Gesetzgebende Versammlung besteht ans 69 gewählten Mitgliedern, bei deren Verhandlungen sowohl die englische wie auch die holländische Sprache gebraucht werden dürfen. Die Urkunde behält der kaiserlichen Regierung die Genehmigung von Gesetzen vor, durch die Personen westdeutscher Geburt oder Abstammung Beschränkungen auferlegt oder über die Einführung fremder Arbeiter Bestimmungen getroffen lverden. Tagesneuigleiten. — (Köpenick reformiert.) In der letzten Stadtverordneten sitzung »nachte Bürgermeister üan« gerbans bekannt, daß er eine Umgestaltung des gan-zen Polizeiweseus in Aussicht genomnien have, weil oie Polizei in den letzten Iabren etlvas vernachlässigt worden sei. Die Stadtverordnetenversamnilung bo> willigte dann drei neue Polize^Sergeanten. Weitere Änderungen im Polizeiwesen sollen folgen. DaInseln getragen. Da besteht das Gala» Unrecht Gut. Roman von V. Eorony. (19. Fortsetzung) (Nachdruck verboten.) „Mir liegt auch nichts ferner, als dir alberne Schmeicheleien zu sagen. Ich will im Gegenteil auf« richtig sein, aufrichtig bis zur Verleugnung jeder Höf° lichkeit, nur zugeben, daß Mädchen und Frauen hier sind, die mehr Anspruch auf klassische Schönheit zu erlaben haben. Aber nieiust du, diese regelmäßigen Züge, diese hübschell, weißen und roten Puppengesicht ter mit den weichen Linien und dem ausdruckslosen Blick vermögen einen Mann zu interessieren? Glaubst Hu, ich bekümmere mich um die niedlichen Gänschen, die heute auf den Marlt getrieben werden? — Kein Gedanke daran! 3lus deinen Augen leuchtet Intelli» genz, flammt eine heiße Seelc und deshalb sage ich: Du bist schöner als alle anderen hier Versammelten. Arsene, welche Schätze von Leidenschaft müssen in dir schlummern und desjenigen harren, der sie zu heben versteht!" Ihre Wangen brannter röter als oie Rosen in ihren! Gürtel. „Lasse uns dieses Gespräch abbreclien", bat sie. „Wenn du befiehlst, muß ich mich fügen. — Aber du schenkst mir eineil Tanz, nicht wahr? Den Walzer!" „Nein, Guido, Du mußt dich ganz und gar deu geladenen jungen Daiuen widmen." „Fällt nur nicht ein! Es sind ja noch genug an-dere Tänzer hier. Ich brachte ein halbes Dutzend mei> ner Kameraden mit, und Papa sorgt auch dafiir, daß es keine Mauerblümchen gibt. Wo ist deine Tanzkarte? Gib her! - So — also dieser Walzer gehört mir!" »Ja, ja, aber jetzt lasse mich. Ich habe noch so vieles für den Kotillon zu ordnen." Nar das, als die .Klänge eines Walzers ertönten, ein- wonniges Dahiuschwcben in Guidos Armen, fest an seine Brust gedrückt, Aug im Auge! Arsene hatte das Gefühl, als wären ihr Flügel augewachsen, die sie raschen Fluges cmportraaen müßten zu einer Welt endloser Freude und rückhaltlosen Genusses. „Schneller, schneller!" stieß sie hastig hervor. „Schneller!" rief Guido vorübergleitend dem Dirigenten der Musikkapelle zu. Das gemäßigte Tempo giug in ein wahr° haft rasendes über. Verschiedene Paare trateil aus. Fast taumelnd stützte sich Arsene auf des Tänzers Arm, als d»e letzten Akkorde verklungen waren und er sie wieder zu ihrem Platze geleitete. ,.Wa5 fällt nur dem Bruder ein?" sagte Klara ta° dolud. „So wild tanzt man in irgend einer Schenke, aber nicht in dein Salon eines vornehmen Gastgebers." Arsene antwortete nicht. Ihre Lippen bebten, ihr Busen wogte. Sic lehnte an diesem Abende alle wci-toren Aufforderungen zum Tanze ab und zog sich, als der letzte Gost gegangen war, rasch in ihr Zimmer-chen zurück, förmlich überwältigt von der Sehnsucht, allein zu scin mit den Gedanken, die unabweislich auf sie einstürmten. Welche Lichtflut hatte heute plötzlich ihr sonnen' loses Leben so hell gemacht, daß sie förmlich die Augen schließen mußte vor dem blendenden Glänze? — Mit hastigen, zitternden Fingern löste sie die Nosen aus Haar und Gürtel. Sie waren welk, strömten aber immer noch betäubenden, süßen Duft aus. Sie warf sich aufs Lager, drückte die kühlen, samtweichen Blätter an die Wange und Muud und versank endlich in einen ungemein süßen Halbschluinmer. Sechstes.Kapitel. Wenige Tage später ging Madeleine Frau^ois, jetzt Direktrice in eine ingroßen Konfektionsgeschäft, eilig durch eine sehr belebte Straße der Neustadt, als sich l>in eleganter, älterer Herr zu ihr gesellte, und sie höflich und sichtlich angenehm begrüßte. „Ja — irre ick) denn nicht? — Herr Baron de Noiseuil?" stammelte sie. „Ganz richtig! Wir haben uus seit 1870 nicht imchr gesehen!" ..Also seit fast 14 Jahren! — Wo wellten Sie unterdessen?" „Je nun. in Petersburg. London, iiberall. Als Sprachlehrer erwarb ich mir einen großen Schüler° kreis. Später kehrte ich nach Paris zurück." ..Ich habe mich schon lange hier niedergelassen." „Und Jean Bmncau machte sich, wie ich hörte, aus dem Staube? Verduftete sozusagen?" „Er starb als Bettler in Luisental." „Als Bettler? Ha, l>a, ba! Das glauben Sie wohl selbst nicht?" „WaH lveiß belln ich? — Ich sah nur. »velche elende Wirtschaft bei ihm gefühlt wurde." „Aber Sie sahen doch auch, wer aus und ein ging. Sollte eine so kluge Persoll niemals ein wenig ne-u^ gierig gewesen sein und gelauscht haben?" „Ich hatte wichtigere Dinge zu tun. Die Arbeit wuchs mir ohnedem über den Kopf." „Trotzdem ist man nicht blind> und taub." „Mir schien es auch kamn wahrscheinlich, daß er so arm, gelvesen sein konnte." „Das wollte er Ihnen vermutlich einreden?" „D new! Der Herr sprach nie über dergleichen Dinge. Ich hörte o von anderer, sehr glaubwürdiger Seite." (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 287. 2709 ______________________________________15. Dezember 1906. tostüm eines reichen Mannes bloß aus einer Brille. Nach diesem Musterkostüm wurden nach meinem Geschmack die besten Kleider im Mittelaltcr getragen; die hatten leuchtende Farben. Wenn ich im Theater alte Männer in abscheulichen Soireeanzügen sehe. muh ich immer an Gruppen von Raben denken. Ich sehe nicht ein, warum die Männer nicht in den düsteren Wintermonaten helle Kleider tragen sollten." - (Predigten reniger Verbrecher.) In der fashionablen protestantischen St. Nikolaus' kirche in der Fifth Avenue in New Jork bestiegen über Einladung des dortigen Pastors Sonntag abends mehrere renige Verbrecher die Kanzel und hielten kurze, auf ihre eigenen Erfahrungen basierte Pre-digten. So nxn'nte ein ehemaliger Dieb, welcher bereits 15 Jahre ZlMhaus abgesessen hatte, die anwe-senden reichen Finanziers vor waghalsigen, das Eigentum anderer gefährdenden S;>eknlationen. Zwei bekehrte Gewohnheitstrinker sprachen von d<'m schreck-lichen Laster, welchem sie einst anheim gefallen waren, und zlvci wegen zahlreicher Gewaltakte abgestrafte Männer erzählten, wie sie das Verkehrte ihrer früheren Anschauungen einzusehen gelernt hätten. Die Kirche war bis aus das letzte Plätzchen überfüllt. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Zn« Geschichte der Herrschaft WeitzenfelS im 18. Jahrhundert. Von Fr. Vomatar. (Fortsetzung.) Wre man ersieht, waren nur die Hannnerleute und Schmiede von der Entrichtung des zehnten Pfew nigs befreit' alle übrigen Untertanen hingegen mnß-ten sich einzeln wegen der Umschreibungen und wegen der dafür zu entnchtenden Gebühren beschweren. Wei-ters wa.r notwendig, daß oie Untertanen die angcbliciie Kaufrechtlichkeit der Gründe durch Verbriefungen bewiesen, die von der Grundobrigkeit ausgefertigt wur dm und in denen die Ausdrucke: „taufrechtlich", ..kaufrechtmäßig" ooer „eigentümlich" vorkamen. Es blieb aber, weil kein Untertan lveiter klagte, die Sachlage unentschieden unö der Herrschaftsinhaber fatierte zn Anfang der Rektifikation alle feine Untertanen mit Ausnahme, der .Hammerleute nnd der Schmiede im Markte Weißenfels, des Valentin Kury und Gregor Christan in Ratsckach, des Gregor Petrasch in Würzen lind oes Orpheo Buzeleny in AUing als Mietgerech-tigkeit. Endlich haben die Untertanen ans den Dörfern Kronan, Wald. Mitterberg, Alpen, Hohental, Aßling, Birnbaum und Bach durch ihren Gewaltsträger Josef Tfchop zu Aßling voni 9. Febnmr 1752 iiber alle Streitigkeiten lvegen der untertänigen Dienstbarkeiten mündlichen Vergleich verabredet, lvelchcr am 27., 28. und 29. Mai 17!>:i von inehreren Zeugen, darunter mich vom oamaligen Herrschaftsinhaber Josef von Segalla unterfertigt wurde. Dicfer Vergleich wurde indessen nicht beobachtet, infolgedessen blieben auch die Besitzungen cils Miet-gerechtigkeit satiert. Als jedoch die in dem Snpamte Aßling, Alpen nnd Hohental lvohneudon Untertanen laut der Konsensualverfahrung vom 9. Februar 1760 gemäß des oben erlvähnten Vergleiches die Abänderung der lnietrechtlichen Fatieruug in kanfrechtliche und schließlich die Aussolgung der ^tiftsbüchel vom Herrfchaftsiichaber verlangten, erklärte dieser in der Anhofsung, daß die Untei-tanen dei, Vergleich beobachten norden, ihrem Begehren zu willfahren, woranf diefe auf seine Erklärung augewiesen wurden. An demselben Tage stellten auch öic Untertanen ill dem Supamte Natschach, obgleich sie im Vergleiche nicht eingeschlossen waren nnd ihm nur Valentin Kovaler, Thomas Mörtl, Josef Wirtitsch, Micha Noschitz, Urban Znsner und Josef Plüsch beitraten, gleiches Begehren'. die Verbriefungen jed>xl>, lvodurch sie die Kausrechtlich" keit der im Besitze gehaltenen Realitäten zu erweisen imstande waren, legten sie nicht vor. So blieb der Ab-schied über die Hauptsache in »uulx>u«<>, zugleich aber wurden die klagenden Untertanen ans Natschach an» gewiesen, ihre Verbriefungen zum Beweise der Kauf rechtlichkeit dem Hcrrfchaftsinhaber ehestens mitzuteilen, was jedoch vou jenen nicht gesäxü). (Forts, folgt.) Neue Veziehungen der modernen Erdbebenforschnng zur Praxis des Lebens. Bon Wilhelm Krebs, Den „Hamburger Nachrichten" vom 12. d. M. entnehmen wir folgenden Artikel: Von dein Lüden-scheider Meteorologen Herrn Aßmann tomt die brief-liche Nachricht, daß die beiden Explosionen zu Annen mn Abend des 28. November in Lüdenscheid, auf fast !i5, ^kilometer Entfernung, als Erdbeben nxchrgenoM' men wurden. Besonders galt dies von der zweiten Er- plosion, die abends um 9 Uhr das Noburitlager betraf. Erdbeben datierten in Lüdenscheid bisher nicht über den 29. Juli 1846 hinaus. Die Teilnahme der Stadt an der Erschütterung von Annen erscheint deshalb bemerkenZlvert, weil sie etwa 350 Meter höher liegt als dieses. Mit dem Zerspringen der Fenster auf zehn Kilometer Entfernung (Dortmnnd) nnd der Erre-gnng des Seismographen in dem 180 Kilometer nach Osten gelegenen Göttingen zusammen, bildet die in Lüdenscheid direkt fühlbare Erschütterung eine ganz stattliche Dreizahl von Nebenwirknngen. Weiter reichten diese kaum. Von Auslösung eines wirklichen Erdbebens konnte bei der Erplosion an der Erdoberfläche nicht die Rede sein. Die Erdbebenwarte zu Laibach meldete, um nur ein Beispiel zu ueunen, auf ihrem 40., am W. November ausgegebenen Aviso für den 28. November zlvar ein Fernbeben, aber vom Vormittag, nicht vom Adend. Durch den Mangel einer Adendineldung hier darf man den Beweis erbracht finden, daß tatsächlich in Göttingen die Annener Explo» sionen nnd nicht etwa zufällig in denselben Abend-stunden stattfindende Fernbeben verzeichnet wurden. Die Explosionen vernrsachten demnach Schwingungen der Erdoberfläche in einem Umkreis von mehr als 180 Kilometern Halbmesser. Trotz der gewöhnlich sehr sorgfältigen Funoierung der wissenschaftlichen Meßapparate für Erdbeben sind jene solchen Erschütterungen meistens zugänglich. Die mehrere Meter tief auf gewachsenem Fels fundierte wiirttembergische Station zu Hohenheim wird in ge-radezn störender Weise von der in etwa Llilometer>-entfernung vorüberpassierenden Eisenbahn, 'einer mit Dampf betriebenen Adhäsionsbahn, beeinflußt. Auf der erwähnten Erdbebenwarte in Laibach, deren Apparate auf der Grundmauer eines massiven Gebäudes aufmontiert sind, wurden die Einflüsse sol-ckier künstlicl^n Störungen einer systematischen Unter-snchung unterworfen, iioer die der eilten internationa» len feismifchen Konferenz berichtet ist. Anf der Straße in lvenigen Metern Entfernung vorüberrollende Lasten veranlaßten stärkere Erschütterung nach verti-kaler, schwächere nach horizontaler Richtung. Die Ge schwinoigkeit des Rollens schien dabei von Einfluß zu fein. Denn vorüberfahrende Artillerie lieferte stärkere Erschütterungsbil.der als eine 4000 Kilogramm schlvere StraßeMvalze. Blinde Kanonenschüsse vom nahen Kastell brachten Erschütterungen wie von ganz schwachem Nahoeben hervor. Diese B<ü)enbilder waren schwächer als die von vorüberfahlen den Wagen, aber unverkennbar. Entgegen lürzlichen Mitteilungen dürfte deshalb anch die Infel Helgoland nicht ganz unerschüttert bleiben beim Feuern der auf ihr aufgestellten schweren Geschütze. Auch Sturmwind veranlaßt sehr kenntliche Sckpvingungsbildcr. Nach Erfahrungen vom Februar 1900 sclienien heftige Stürme und Seegang in Laibach sogar anf 40l) nnd mehr Kilometer Entfernung solche Schwingungen zn veranlassen. Doch kommen sie nicht so sehr auf Erdbebenstöße als auf eine etwas abwei elende Erscheinung hinaus, auf die sogenannte mikro-seismische Unruhe, die an enropäiscl)en Stationen be» sanders w den Herbst' und Wintermonaten die genane Feststellung registrierter Erdbeben an den Kurven oer MeWpParate zu erschweren pflegt. Es ist wohl keiu Zweifel, daß an den europäischen Küsten dieselben Wintermonate auch besonders stürmisch zu sein pflegen. Jedenfalls wurde am 19. November 1900 auf der Laibacl)er Erdlx'uenwarte, die Aufzeichnung eines Fernbevens durch die Einwirkung eines gleichzeitig mit Orkanstärke wütenden Sturmes bis zur Unkennt-lichfeit verdeckt. Auch i» anderer Beziehung ist diese Unruhe, die man als Sturmbeben bezeichnen darf, nicht ohne praktische Bedeutung. Schwingungen von ihrer Stärke brauchen zwar selbst nicht fühlbar zu sein. Sie vermögen al>er irgend wo im Boden vorhandene Span-» nnngen auszulösen, die dann zu wirtlichen Erdbeben, ferner aber anch zur verhängnisvollen Erschütterung ungenügend sicherer Hochbauten, und zu Griwenein-stürzen in Berglverken den Anlaß bieten. Sie können anch znr Entwicklung schlagender Wetter in Berg» loerken beitragen. Nach einer statistischen Untersuchung der Erdbeben sind diese erheblich häufiger in der winterlichen als in der sommerlichen Hälfte des Jahres. Der Autor Mon« tessns de Ballore selbst meint das darauf zurückzu» führen, daß in den gemäßigten Breiten, die natui> gemäß den größten Teil jener Statistik stellten, die Leute während des Winters mehr ruhig zu Hause als im Freien sino. Natürlicher erscheint ein anderer Zu» sainmenhang mit der stürmischeren, Natur der Winter, monate. Er würde hauptsächlich auf jene die Aus' löfung von Erdbeben vermittelnde Botenunruhe durch Sturmbeben zn deuten fein. Im Alpengebiet und an den schärfen- als die deutsche Nordf<>eküste gegen das Meer abgesetzten Ge- staden Englands, Frankreichs und der Ostfecländer waren mit den in den letzten Jahren besonders hä'ufi° gen schweren Sturmerscheinungen mehrmals Erde-r-schütternngen verknüpft. Vielleicht hing sogar die Aus» lösung des furchtbaren Vesuvausbruchs in der ersten Aprilwoche dieses Jahres mit kurz vorher im westlichen Mittelmeer wütenden Stnrm und schweremScc' gang zusammen. Das Grnbennnglü'ct bei Conrri^res vom 10. März 1906 durch schlagende Wetter ereignete sich zwischen zwei bor beipassieren den Sturmwirbeln, deren zweiter den Nordseeküsten die denkwürdig« Sturmflut vom 11. zum 12. März heranführte. Einstürze an ober- und unterirdischen Bauten, sind besonders deutlich als Folgeerscheinungen von Schwingungen von der Größe jener Bodenunruhe be> obachtet, die sich nicht so sehr im Gefolge von Stürmen als in dem von wirklichen Erdbeben einstellten. Joden« falls kommt auch für Tiefbaue die bloße Bodenunruhe in Betracht, da ihre Wirkung, ebenso wie diejenige der Erdbeben, in nur wenig abgeschwächter Weise bis zur Tiefe von 11M Metern an Apparaten beobachtet wurde, die die Wiener Akaoeinie in dem tiefsten Berg» werke d^r Welt, in den Silbergrnben von Przibram in Böhmen, hatte aufstellen lassen. Doch mnß in diesen für das Banen iiber und unter der Erde hochwichtigen Fragen crst noch eine breitere Grundlage der Erfahrungen gewonnen wn« den. Die Schriftleitnng der Fachzeitschrift „Erdbeben» nnrte" in Laibach erläßt daher im ersten Heft ihrer „Neuesten Erdbebeimachrichten" einen Aufruf an Fachleute des Hochbaues, des Bergbaues und des Eisenbahn bau es znr Mitteilung einschlägiger Beobachtungen und Beiträge. - (S ih u n g des t. k. La n des schul r a t e s fürKrain am 6. Dozembe r 1 9 l) 6.) Ernannt wurden, nnd zwar für Streklowitz znin Oberlehrer d?r definitive Lehrer Franz P i r c in Petersdoi"f und zur definitiven Lehrerin die Supplentin Franzistcl Pirc-Zey in Semiö; zu definitive'n Lehrerinnen die proviforifchen Lehrerinnen Ludmilla von Kapu s in Kropp und Lucia T r a m pukin Vrbovo auf ihren dermaligen Dienstposten. Versetzt wurden die Ober» lehrer Johann Bezeljatin Hotederschitz nach Sankt Veit bei Zirknitz nnd Johann Vuga in St. Mchael bei Nadaiijeselo als Lehrer nach Planina bei Wippach. — Die Oberlehrerin Ernestine Clarici in Gottschee wurde in den zeitweiligen Ruhestand versetzt. Meh» rere Disziplinarangelegenlhelten wnrden der Erledi,» gung zugeführt. Bewilligt wurde die Errichtung eilwr einklassigen Volksschule in Kertina und die Aktivie» rung einer provisorischen Parallelabteilung an der zweiklassigen Volksschule in Aich. - Entschieden wurde über einen Rekurs, betreffend die Beteiligung einer Schülerin an den religiösen Übungen. ^ Ve» schlüsse wurden gefaßt, betreffend die Vorrückung von Lehrperfonen ill die höheren Gehaltsklafscn mit erstem Jänner 1907, ferner betreffend die Bestellung von Be-zirksschulinspektoren für die neue Funktiousperiodo, betreffend die Ausdehnung des Osfentlichkeitsrechtes auf die zweite Klasse des fürstbischöflichen Privatgymnasiums in St. Veit bei Laibach uuo auf die sechste Klasse dei- Kommunalrealschule in Idria, ferner be» treffend einen Antrag auf Abschaffung der Hausarbeiten aus der italienifchen und französischen Sprache all der Staatsoberrealschule in ^aibach sowie betreffnid das Gesuch um Gestattung der Hospitieruna einer Privatistin am Staatsgymnasium in Kramburg. Cnt» schieden wurde über Schulgeldstundungsgesuche der Schüler am Staatsgymnasimn in Krainburg, Ru° dolfswert und Gottschee nnd am ersten und znx'iten Staatsgymnasium in Laibach. Schließlich wnrde die Ernennimg des Valthasar Väbler zum wirtlichen Lehrer an der Konmmnalrealschule in Idria bestätigt und der Religionslehrer Dr. Mchael Opeka im Lehramte definitiv bestätigt u,rd ihm der Titel Pro« fefsor zuerkannt. ^ (Portopflicht von Rekursent» fcheidu n gen,) Das k. k. Finanzministerium hat im Einvernehmen mit dem Handelsministerimn be» kanntgegeben, daß Entscheidungen über Rekurse jeder Art der Portopflicht unterliegen, da die bezügliche! Korrespondenz nicht im öffentlichen Interesse, son» dern im Privatintcresse der portopflichtigen Partei geführt wird. Dagegen erstreckt sich die Portopflichtig, keit nicht anch auf die Nekommanoations' und Nück» scheingebühr. Die in Artikel II, Absatz 1 und 2 d«K Gesetzes vom 2. Oktober 1865 angeführten Behörden nsw. sind von der Entrichtung der Nelominandations' gebühr nach Artikel IV dieses Gesetzes befreit, und diese Gebühr wird auch bei der Abgabe vom Empfän» ger nicht eingehoben. Die Vermittlung der von den Finanzbehörden ihren Dienstschreiben an Parteien beigegHenen eigenen Rückscheine erfolgt unentgeltlich. Laibacher Zeitung Nr. 287. 2710 15. Dezember 1906. — (Krainische Spartasse.) In dor ge-stern unter dem Vorsitze ihres Herrn Präsidenten Qttomar Bamberg abgehaltenen GeneralversanlNl-lung der Mitglieder des Vereines der Krainischen Sparkasse widniete zunächst der Herr Präsident dein verstorbenen Mitgliede Herrn Karl Luckmann einen warmen Nachruf. Die Versammlung ehrte das Andenken des Verstorbenen durchs Erheben von den Sitzen, Über Antrag der Direktion wurde der Markt» gemeinde Weißenfels zum Zwecke der Errichtung einer Haltestelle ein Veitrag von 5920 1< bewilligt. Der Erpeditor, Herr Anton Rudolph, wurde über sein Ansuchen tins Gesundheitsrücksichten unter Anerkennung seiner mehr als A(>jährigen vorzüglichen Dienstleistung und Zuerlennung der gegenwärtigen vollen Gchaltsbezüge in den danernden Ruhestand versetzt und die hiedurch frei gewordene Expeditorstelle dein gewordenen vierten Assistentenstelle wurde die Dirct--m er, verliehen, während die übrigen Beamten um je eine Stelle vorrücken, -jur Beschnug der dadurch frei gewordenen ersten Assistentenstelle wurde die Direk-lion ermächtigt. Zu neuen Vereinsmitgliedern wurden die Herren Dr. Edwin Ambrosits ch, Ottomar Bamberg jiln.. Josef Anton Graf Varbo, Leo» polü Bürger, Lambert Fridrich, Dr. Karl Ga 11 e, Dr. Heinrich Gartenauer. Josef Häuf. sen, Karl v. Kastl. Artur Mahr. Rudolf Graf Margheri, Emmerich Mauer jun.. Kanlillo Pammcr, Raimnnd Ranzinger jun., Dr. Julius Schuste r, Wilhelm Tönnies, Dr. Otto V a -l e ntschag, Dr, Mar von Wurzbach und Valen-tin Zeschko gelvählt. In die Dirckiion wurden folgende Herren entsendet: Ottomar Bamb e r g sen. als Präsident, Artnr Müh leisen als Vizepräsi-deirt, Dr. Emil Bock. Auton Ritter von Gari-boldi, Peter Lahnit nnd Heinrich M aurc r als Kuratoren und Dr. Ferdinand Eger, Johann Kosler, Anton Üuckman n. Josef L u ck m a n n, Hofrat Dr. Josef N a <- iö, Hofrat Dr. Neinhold von R ü l i n g, Viktor Schiffer und Albert Z e schto als Direktoren, Zu Rechnungsprüfern wurden die Herren Adolf .U o r d i n, Peter K o 5 ler nnd Franz Schnntel ernannt, worauf die Geueralversamm-lung nach erschöpfter Tagesordnung vom Vorsitzenden geschlossen wurde. — (Sti m m e aus de m Publilu m.) Wir erhalten folgende Zuschrift mit dem ErsuclM um deren Veröffentlichung: Sehr gechrte Schriftleituug! Sie bringen nicht selten sogenannte „Stimmen aus dem Publiknm". die zumeist Anregungen, Wünsche oder Beschwerden über kleinere hierortige l'lbelstände enthalten und gewiß schon in so manchen Fällen die gewünschte Abhilfe erzielt haben. Mit Rücksicht, darauf sind Sie vielleicht fo freundlich, auch meinen Zeilen als bescheidene „Stimme ans dem Publiknm" das Licht der Offeutlichteit zu gönnen. Wer weiß, vielleicht bleibt in diesem Falle auch ihnen ein kleiner Erfolg nicht vorenthalten, was sicherlich manchem Stadt-bewohuer erwünscht kommen dürfte. Wir haben seit einigen Tagen regelrechten Winter in Laibach, fürchten Sie also nicht, daß ich mich etlva über verschneite Triglao-Wege beschweren oder die für sonntägige Landausflüge dein einen oder dem anderen unzweck» mäßig erscheinende Fahrordnung der Züge besprechen will. Nein, etwas viel näher liegendes und uns Lai-bacher Spaziergäugern geradezu an den Hal5 gehendes möchte ich besprechen. Im meine nämlich den geradezu trostlosen Zustand unserer Haus» und Balkon-traufen, der namentlich an manchen Häusern unserer lieben Stadt zur bitterstell Beschwerde herausfordert. Ich will diesbezüglich, obwohl ich es leicht könnte, nicht viele Häufernamen nennen, mir nicht eine allzugroße Flut von Kosewortcn an den Hals zu laden. Em Bei-spiel für viele möge genügen, augenblicklich allerdings vielleicht das sprechendste in dieser Hinsicht. Betrachten Sie sich einmal das ueugebaute, bisher Dcghenghisckie Doppelhaus in der Dalmatingasse mit seinen nicht weniger als vier Balkönen nnd fragen Sie dann jeden unparteiischen Nichteigentümer desselben, wie er es wohl zuwege bringt, an dem Hause - nicht etwa bei Regenwetter, sondern selbst stundenlange nach dessen Aufhören — niit heiler oder doch trockener Haut vol> beizukommen? Mir wenigstens ist dieses Kunststück noch nicht gelnngen, so oft des Tages ich diese Strecke auch passieren muß. Geht man knapp am Hause, so wird man von der Dachrinne unbarmherzig betropft, mitten am Gehsteige desgleichen von den gar nicht versicherten Balkönen aus mit einem Sprühregen überschüttet nnd am äußeren Rande des Gehsteiges endlich stößt man auf den angesammelten Koth und Schnee der Straße. Noch weit ärger ist es jetzt, in den kalten Tagen, wo das bald frierende, bald tanende Wasser die ganze Wegstrecke daselbst uneben und spie^ gelglatt macht, so daß deren Passieren, namentlich in den Abendstunden, in hohem Grade sicherhcitsgefähr-lich ist nnd im Üanfe des Winters, wenn nicht alsbald Abhilfe geschieht, gewiß so manchen ^tnrz zur Folge haben dürfte. Gewiß foll es keinem Banlustigen ver-> wehrt sein. sein Haus uach Belieben mit Balkönen zu verzieren. Wenn sie auch sonst keinen Zweck haben und erfahrungsgemäß von Stadtparteien nahezu niemals benützt werden, so erfüllen sie für den Hauseigentümer doch die fchöne Aufgabe, daß er die betreffenden Woh» nungen um mindestens M) ^ im Iahresmietzmse höher halten kann, was gewiß eine sehr artige Ver« zinsung der darauf verlvendeten kleinen Mehrkosten bildet. Aber ill diesem Falle sollte auch die städtliche Bauordnung strenge eingehalten werden, die — dessen bin ich überzeugt, ohue sie ihrem Wortlaute uach zu kennen — sicherlich genau vorschreibt, daß die Abfallwässer der Balköne ebenso versichert, ohne die Passanten zu belästigen und zu gefährden, durch Abflußröhren in die Erde zu leiten sind wie jene oes Tachstn'hles. Eine etwas größere Fürsorge für die Laibacher Fußgänger und wo nötig - selbst rücksichtslose Strenge gegen säumige Hausherren wäre der städtischen Aufsichtsbehörde daher driugendst ans Herz zu legen. D^r hier angeführte Fall ist zwar, wie schon bemerkt, einer der ärgsten, aber durchaus nicht der einzige in unserer Stadt, ich bin daher überzeugt, oaß die vorstehende Anregnng gewiß so mancl>e Zustimmung finden dürfte. Daß dies aber auch seitens der zur Abhilfe in erster Linie berufeneil städtischen Bau^ behörde in gleichem Maße der Fall sein möge, wünscht in aller Bescheidenheit Ihr achtnugsvoll ergebenster —zip. * * (Vortrag Reime r s.) Der Hofschauspie-ler Georg Reimers, einer der liebenswüroigsten Künstler, erfreut sich in Laibach großer und verdienter Sympathien. Als Gast hat er das Publikum bisher nur durch seine Darstelluugskuu.st auf den weltbedcu-tenden Brettern erfreut, während ihm gestern die heikle Aufgabe zufiel, über Einladung deutscher Frauen, als Rezitator oder besser gesagt, „Vortrage tünstler" ohne Hilfe äußerer Mittel, ohne Bühnen-behelfe nnd Bühneneffekte, auf die Zuhörer zn wirken. Indeo dem Schauspieler die Aufgabe erwächst, die vom Dichter vorgezeichnetcn Gestalten, deren Sein und Fühleil glaubwürdig und natürlich zur Anschauung zn bringen, hat der Rezitator nur subjektiv zu wirken, nicht Empfindungen zu änßern. sie objektiv zu veran-schaulicheu. sondern Gefühle zn erwecken, diese zu Anschauungen zu verdichten mW dem Hörer die ideale Welt des Dichters begreiflich zu machen. Uni, das zu erzielen, muß sich der Vortragende nicht nur mit dem Dichter identifizieren, sondern er mnß auch den Geist des Zuhörers beherrschen, er wirkt suggestiv ourch seine Persönlichkeit, durch die Energie seines Fühleas und Wollens. Herr Re imer s erfüllt in hohem Maße all diese Bediugungeu. Er erttx'ckt durch seine Persönlichkeit scholl im vorans Sympathicu, verfügt über ein prächtigem, wohlklingendem und modulationsfähi-ges Organ, dao er vollkommen seinen Absichten im Geiste des Dichters unterordnet, Hiebci verfällt er nie in die Untugend, alo Stimmenimitator glänzeil zu wollen, begnügt sich vielmehr durch dynamische Schat-tierungen verschiedene >ilangfärbuugen zu erreichen lind erzielt damit überraschende Charakterisierung^ Wirkungen. Der Künstler trug mit Allsnahme des Prologs zu „Wallenstein" epische und lyrische und schließlich auch satirische Dichtungen von Grillparzer. Halm. Gilm, Wolf, Seidel, Brachvogel und Som° merstorff n. a. vor und man kann behauptcu, daß er durch die Glut des Empfindens den Hörer über den Staub der Alltäglichkeit emporhob, farbenfprühende Bilder, wie fie die Phantasie des Dichters geschallt, dem Auge vorzauberte, liebenswürdige Anmnt mit köstlichem Humor paarte, ja so manche der Gedichte und Gedichtchen eigentlich lveit über ihren Wert durch seine Kunst hob. Wie einfach'schlicht, naiv-natürlich, kindlich-rührend trug Neimero beispielsweise die ..Hundegcschichte" von Fürst zu Enlenburg vor. Welche innige Konzentration aller Geisteskräfte gehört dazu, damit das lautere Gold der Poesie sich von den Schlacken der Alltäglichkeit sondere. Begeisterter, inbelnder Beifall folgte jedem Vortragsstücke. Namens der deutschen Frauen und Mädchen überreichte Fräulein Edith Bock dem Künstler, der sich so bereitwillig i» den Dienst der edlen Sache — der Ertrag des Abcndes war der Unterstützung armer deutscher Fraueu gewidmet - gestellt hatte, mit einer kurzen, herzlichen Ansprache ein sinniges Angebinde. Der Vor-tragsabend war gut besucht und es beehrten ihn viele Honoratioren mit ihrem Besuche. ,?. ^ (Schloß Veldes.) Wie verlautet, Haben die Eigentümer d^'s landtäf lichen Gutes Vcldes, die Vrüder Felix und Julius Muhr, dem krainischen Landcsausschusse das Schloß Vcldes samt dein dazu gehörigen Grundbesitze im Ausmaße von 251 Hektar um den Betrag von 1,2M.lXX) l< znm .staufe angeboten. Der Landesausschuß wird demnächst eine besonn dero Schätzungskommission nach Veldes entsenden. — (Lokalbahn K rain burg — Neu-marktl.) Der Referent für dcrs Lokalbahnwesen im k. k. Eisenbahnministerium, Oberballrat Richard MusiI, hat vor einigen Tagen die Projektierte Linie der Lokalbahn Krainburg—Neumarktl besichtigt. Die Nauunternehmung Chicricci cne hlitte sich in ihrem ailogedehnten Nekanntentreise nngeteiltel- Hoch» achtnilg zn erfreuen; sie zeichnete sich dnrch seltene Herzensgute a^io und stand stets in der ersten Reihe, wenn es gemeinnützige und wohltätige Zwecke zu för-dern galt. Namentlich für Unter-KMa bedenket ihr Heimgang einen schweren Verlust. - Das Leichen begängnis findet morgen nachmittags um li Uhr vom Trauerhause aus auf den Friedhof zu St. Christoph statt. * (Der vierte Selbstmord.) Wie bereits berichtet, kamcn in den letzten Tageil drei Selbstmorde, durch Erhängen vor. Gesteril abends wurde mm der vierte Selbstmord verübt. Der 20jährige Nesitzerssohn und Bierbrauer Otto Koutny, wohnhaft Wienerstraße Nr. 52. kam gestern gegen 7 Uhr abends in das gegen-über seiller Wohuuug befindliche Gasthaus der Maria Schmied und bestellte ein Viertelliter Wein. Nach einer ^eit klagte er über Unwohlsein. lx>gab sich ills Extra« znmner und lehntc sich auf einen Kovfpolster. wo er mlscheinend schlafend dalag. Der Gastwirtin kam er indes verdächtig vor nnd sie verständigte daher die Polizei, woranf .Herr Polizciarzt Dr. Illner erschien. Dieser konstatierte, daß sich der Bursche mit Cyankali vergiftet hätte. In einem hinterlassenen Schreiben be« zeichnete er als Motiv der Tat ein nnheilsames Leiden und bat um ein anständiges Begräbnis. — (Die Laibacher Vereinskapelle) konzertiert heute im Hotel „Südbahnhof" (Seidl). Anfang um halb 8 Uhr, Eintritt frei. — Morgen abends 9 Uhr wird bei freiem Eintritt ein Konzert der gleichen Kapelle in der „Narodna kavarnn" statt» finden. (Zahnärztliche Nachricht.) Herr Med. Univ. Dr. Gustav Rodoschegg, seit 1W4 während der Erkrankung des verstorbenen Herrn Zahnarztes Anton Paichcl dessen Vertreter, hat ö.'ssen Prar.l'5 übernommen und ordiniert wie bisher Alter Markt Nr. 2, I. Stock, von 9 bis 12 und von 2 bis 5> Uhr. * (Abgängig.) Gestern früh ging der Iijäh» rige Schüler Josef Zaloinik, Sohn eines Eisenbahn-arbeiters, wohnhaft in der Cegnargasse, in die Schule. Er ist bis heute noch nicht zurückgekehrt. Laibacher Zeitung Nr. 287. 2711 15. Dezember 1906. — (Schlägerei.) Die Taglöhnei- Parch» Imnäus Mati^i^ aus Eibenschuh, Lorenz Midket aus 2iber5e, Anton Kadi!nik aus Plcüivica und Besitzers-söhn Ialob Goockar aus Laase zechten mu 2. o. M. im Gosthause des Franz üeskovec in Laze, Gerichte bezirk Loitsch, und gerieten daselbst in einen Wort Wechsel, der dann in eine Rauferei ausartete. AIs sie gegen 12 Uhr nachts aus dem Gasthause gingen, brachte plötzlich Matiöiö dein Govekar mit seinem Taschenmesser eine Verletzung an der einen Han5 dei. Darauf hin schlugen Kavönik unö Mivüef auf Matii!iö mit Holzknütteln los. Marios ergriff die Flucht, di,: beiden verfolgten ihn, holten ihn ein, und schlugen ihn zu Voden, daft er bewußtlos liegen blieb, hierauf begaben fie sich in das Gasthaus zum Lestovec zurück. Nach einer Weile ging Miuöer zu dem bewustlos m,f deni Boden liegenden Mati^is-, schleppt.' ihn uors Gafthauo und begann neuerdings mit einem Holzlnüttel auf ihn loszlischlageli. Eist alo ihn Leskovec aufforderte davon abzlllassen, lies; Miv-ßek den Matiöi^' in Ruhe, Der Verletzte wurde ins Landesfpital nach Laibach transportiert, Mwüek aber. der die Flucht in die Waldung ergriff, von der (^en-darmerie verfolgt, verlmflet und dem Bezirksgerichte in Loitsch eingeliefert. —l. ** (Deutsches W o h lt ä ti g kei ts fest.) Der Bruttoertrag des im Kasino veranstalteten Unter» haltungsabenöes zur Förderung deutscher Schulzwecke hat eine Einnahme von ^598 Iv 32 li ergöben. Theater, Kunst und Literatur. — (Aus der deutschen Theater, tanzlei.) Spielplan: Sonntag: „Die lustige Witwe"! Montag: „Die Vrunnennymphe"; Mittwoch: ..Die Fledermaus": Donnerstag: „Figaros Hochzeit"; Sainstag: „Der Abt von St. Bernhard". Ilu»iok »»or» in der Zornkirche. Sonntag, den 1 l>. Dezember (dritter Adventsonntag) um l() Uhr Hochamt: K1i««a „I'anin nuftl<'Iil!U«" von Friedrich ^loencn, Graduate ()ui «^ä^», Domino von Anton Förster, Offertorium it?ul?6ixi«tj, DoiuiiK» von Dr, Franz Witt. In der Stadtpfarrkirche Kt. Zakob. Sonntag, ocn Nl. Dezeniber (dritte:-Adventfonntag), um l) Uhr Hochamt: .Vlinnzl „<) l'l^nl^n«, <> iiitt" in I<"-lIui' von Dr. I. V. Benz, Gra-duale «, Doniinl' von Ant. Foerster, Offer, torium Ii^nc6ixi«ti, l>olnin<; von Dr. Franz Nitt. Telegramme les l. l. 3elegrW».smesMzenj-V«rttns. Die Trennung von Kirche und Staat in Frankreich Pari s, 14. Dezember. D^r heutige Ministerrat begann die Ausarbeitung der gesetzgeberischen Mah' nahmen, die er dem Parlament bezüglich der Durchführung deo Trennung5gesetzes vorlegen wird. Die Feststellung oec- Tertes wird morgen ersolgen. Minister des Äußern. Pichon, teilte mit, daß die Archive der ehemaligen französischen Botschaft beim Vatikan infolge dec' Ablebens dos Archivars nach Paris zurück-gebracht werden. Paris, 14. Dezember. Um der .Haltung des päpstlichen Stuhles entgegenzutr^en, beabsichtigt die Regierung, dem Parlamente einen Gesetzentwurf zu unterbreiten, der die Stellung der Kirche endgültig regeln und ihr die Möglichkeit bieten soll, den Kultuo gleichmäßig auszuüben. Die Kirche soll nicht mehr an der Begünstigung des Gesetzes vom Jahre 1905 teilnehmen. TaS Kircheneigentum wird den Gemein-den zurückgegeben werden unter dem Vorbehalte, daß sie weiter den Kultus pflegen. Die Strafbestimmun gen, betreffend die Bischöfe, die alo ausländische Funk tionäre angesehen werden, werden gegebenenfalls den Gegenstand einer besonderen Vorlage bilden. Auflösung des deutschen Reichstages. Berlin, 14. Dezember. Über die Auflösung deo Reichstages fchreibt die „Tä'gl. Nundfchau": Die Negierung hat ihre Schuldigkeit getan. Nun muß das Volk die seinige tun. Wie auch der Wahlwürfel fallen, ein Gewinn bleibt sicher, nämlich der, daß es mit der schleichenden Zentrnmsherrschaft und der heimlichen Nebenregierung des Ultramontanismns vorbei ist. Das „Berl. Tageblatt" schreibt: Die Parole „Los vom Zentrum" hat sich zum erstenmal bewährt. Jetzt heißt 'e>s, die Konsequenzen ziehen. P c t e r 5 b u r g, 14. Dezember. In einem Artikel über die Auflösung des deutschen Reichstages schreibt die „Petersburger Zeitung": Die Auflöfung des Reichstages taun auch für Rußland von großer Bedeutung sein. Sie lehi-t. daß eme weitsichtige Re- giernng unmöglich oie nationalen Güter aufgaben darf, lueil in der Volksvertretung die Parteien die Majorität haben, welä>e die allgemeinen nationalen Giiter unter ihr Parteiinteresse stellen. Berlin, 14. Dezember. Zum erstenmal wurde hente die drahtlose Telephonic über vierzig Kilometer von der Telefunlengesellschaft vor geladenen Gästen zwischen ihrem Gescha'ftshanse und der Station Nauen vorgeführt. Belgrad, 14. Dezember. Der Neffe des Königs, Prinz Paul, ist gestern Plötzlich an Blinddarm-entziinonng ertrankt. Die iin Laufe oer Nacht vor» genommene Operation verlief glücklich. Der König, der Kronprinz und Prinz Alexander besuchten nach Mitternacht den ertränkten Prinzen im Krankenhause. Nach dem heute früh ausgegebeneu Bulletin ist das Befinden ües Prinzen Paul ist ein befriedigendes. Die Uriachc oer Enlzünonng war ein im Blinddarm be» fivoucher Tattelkern. Tokio, 14. Dezember. General Nogi wurde heule bei einem Ritt vom Pferde abgeworfen nnd blieb bewußtlos liegen. Der Zustand des Generals flößt Besorgnis ein. Neuigkeiten vom Küchermarkte. Serie ux A.. Unter strenger Hand, li 3 60. — Schmidt, bonn W,, Der Heilöbringer, X 3 60. — Eschner M, Illustr. Einführung in die Gewerbeluude, gbd. li 6. Fuchs P. I . Etymologisches deutsches Wörterbuch, gbd. li 4 80. - Preis, jecler Äud., Die Frau im Hause, li 1 80. - Ettlinger I., Madame Rccamier, li 1 80. — Brachvogel C., ilathariua II. von Nuhland, li 1 80. — Lassar-Tohn, Prof. Dr., Arbeitsmethoden für organisch-chemische Laboratorien, li 13 20. Lipps Th., Die ästhetische Betrachtung und die bildende Kunst li 14 40. - Wcstlirch L. Kains Enlsühnung. gbd. li4 80. — drosch, li3 60. — Harpf, Dr. Ad.. Der vüllische Gedante. das aristokratische Prinzip unserer Ieit. li — 40. — Przy. byszewSli St.. Gelübde, li 2 40. — Hurst C., Im Zauber« reich der Berge, li 3-60. — Huch Ricard., Me Verteidigung Roms, li 6. — Ernst Nngust, Die Memoiren eines Staats-eiseubahnbeamten, li 3 60. — Ehrenstein Th,, Waren dir großen Denker des Abendlandes abstinent? li —80. — Müller A, Elementare Theorie der Entstehung der Gezeilen, li 2-88. — Wiedemann N., Altägyplische Sagen und Mär» chen. li 1 20. — Fischer. Dr. M.. «eilfaden der Pflanzen-lehre, li 3.60. — Drude. Dr. P.. Lehrbuch der Optik, li 14 40. — Reichet W., Kreuz und quer durch die Wett. li 3 60. — Lapponi, Prof. Dr., Hypnotism»« und Sfti' ritismus, li 4-80. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr KFed. Vambergin Laibach, Kongrehplatz 2. Angekommene Fremde. H,lel «lefant. Vom 10. bis 12. Dezember. Loebenstein.k.u.l.General« stabsarzt; Neumann, Wiltek. Me,, Graz. — Pregelj. k. u. l. Oberst, Schälding. — Notic, l. u.l Oberst, Klagenfurt. — Pirc, Landtags-abssevldneler, Krainburg. — Graf Veith, Gutsbesitzer, Wruber» Hof. — Martelanz, Vertreter, Fiume. — Weinlich. Vertreter, Ploßnitz. — Axmann, Architekt, s. Frau, Essek. — Zaniboni, Rangan, Kflte.; R. v. Galatli. Privat, Trieft. — Deutsch, Nfm.. (Hrohlanizsa. — Lehmann, Nfm., Agram. — Steinbrecher, Kfm,, Aussig. — Marinig, Kfm,. Görz, — Skale, Tierarzt, s. Frau. Rudolfswert. — Stare, Privat, Mannsburg. — Fischer, Fabri-lant. Znaim. - Slibar. ttfm., Selzach. — Schanda, ltfm., Pernitz. - Dr. Faber, Advokat; ttonz, jtfu,., Budapest. — Fasanelli, Kfm, Lossio. - Adler, Äfm,, Eipel. ^ Groß, Buch» halt«, Sissel. — Beruch, Privat, St. Peter. — Lenert. Diplo» mat. s. Frau, Trifail. — Grünwald. ltfm.; Rudolf, Selcher Agram. — Schall, Superintendent; Tischler, k. l. .«ommerzialrat! Wolf. Fanll. Dub. Kaiplus. Plattus, Bussich. Prenner, Steiner Sckollge, Klement, Fodör, Stark, Hermann, Hacker, Fink s. Frau Nsite., Wi.n. Verstorbene. Am 12. Dezember. Gabriela Rus, Arbeiten», 42 I, Karlstädterstraße 14, Lungenentzündung. Am 13, Dezember. Josef Marinko. Stadtarmer, 84 I. Iapeljgasse 2, Maiasmus. — Josef Otor». Aushilfsdiener 3^ I, Tiinlllleigasse 3, Selbstmord durch Erhängen. — Pete, Svigelj, Vesiherssohn, 20 I,, Stadtwaldstrahe 25, Selbstmorl durch Erhängen. Im Iivilspitale: Am 11. Dezember. Franz Ianus, Hilfsbeamter, 40 I "I'udoiciul. pulm. 2 S Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehiihe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^. zf W« ft Wind b^Vmel« ?"^ ,. L^llTslT" 721 9 0 0 S. schwach^ bewein "' 9 . «lb. 722 6 -12 windstill 15 l 7U.F. ! 725-4 j-3-1, NO schwach fast bewvllt j 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -10', No» male -1b'. Verantwortlicher Nedatteur: «nton Funtel. GEWÖHNLICHER LEBERTR9H int von so widerlichem Gerüche und Geschmack, 8o schwer verdaulich, daß er für Kinder und heikle Patienten oft gar nicht in Frage kommen kann. 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Sterbesakramenten, nach kurzem, schwerem uud schmerzvollem Leiden ruhig entschlafen ist. Das Leichenbegängnis der teuren Verblichenen findet Sonntag, den Iti. d. M., um 3 Uhr nachmittags vom Tvauechausc > in Unter-Oiska aus auf den Friedhof zum St. Christoph statt. Die hl.Seelenmessen werden in derPfarr kirche Maria Verkündigung gelesen werden Die teure Dahingeschiedene empfehlen wir freundlichem Andenken! , Unter-5i5la, am 14. Dezember 190 (5420) Laibacher Zeitung Nr. 287. 2712 15. Dezember 1906. unentbehrliche Zahn-Creme erhält die ZiUine rein, weis» und gesund. ^^ % M Natflrileh« «OalValOr Lithion Quells Mi Nieren- und Blasenleiden, Harnbeschwerden, Rheuma, Gicht und Zuckerharnruhr, »owie bei Ca- tarrhen der Athinunga- «nd Verdauungsorcane. Salvatorquelh-n- Direkt ion in Eperiex (Ungarn). Hanptnlederlagen In Lalbaoh: BKlohael Kastner, Feter Lassnlk. (2757) 22—a<) Tt. Paulnö Vier. 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Inoestltlunö,-«ente, stfr., »r, per »asje . »»/,"/» «« »' 90 (,.'> G»sm!>ll>,n.3«»°t»lch«l». »»lschlllbnngl». Vlllabelhbahn ,0U 4, «udulsbahn iü Nllmenwühiuiig, fteuersr, (dw. Et.) , 4"/„ l!9 4k> K,n 4' Vorarlberyer «ah», steuerfrei, 400 Kronen . . . 4°/« 894»ngtN «bgeftemPtUe zislnb»l,»>z>ktttn. «lifabetl,«, 8Wsl «M b'/<°/„ UUli 40« Kronen .... 482 ^ 4S8 b< belto Linz.Budwei« »00 y. «,W. N. b'/<"/«... «4bN4«5'i>< bett« Salzburg-Tirol »o« l. ö. W S. »"/„ ... >«?-. 48» k>< Geld Ware 0o« z>t»atl z»l I«hlnug ilbtl» no««en» Gislnblllin > Pllolltiit,' ßbli,ati»ntu. «0bm. Westbllhn. >Ii»abetl,bll!,n «00 und »0W V!. 4 ab »«",„......llü «>, >l« 8« Ellwbeldbahn 4«« und 2u00 M, 4",„........> . , 88-4b l<«! 4' («alizische «arl Ludwig Nahn ldiv, St.) Cilb, 4"/„ . , 99 4t> ,» ?! <«orarlbelgei Bahn 1>4 7< 4"/, uiig, Rente in Kronen nähr. Nwei per ka„e . . 95 t»i z»f>-^ 4°/„ detto per Ultimo 9i> >, betto p« Kassr . «< 95 pb 1,' llng. PlHmien.Anl. il 1UU fl. li<>8 b> »»« k>< detto k b0 fl. , 2U3 2-1 «> ö i>» ?k> >b5 7! "/« ungar. Grundentl.-Oblig L« 1^ »? l< 4"/u troat. u. flau. Grundentl. Oblig........SS- 97»! Nnbere öffentliche «nlehen. 0o«n. «an°e«.«nl, (dlv.) 4«/u , 94 9t Ul> 9, Zosn. herceg, Elsenb.-Üande«. Unlehei! >b!o.) 4'/,"/„ . , i<9 9N l0<> 9 ,'»"/« Noullu ^'eg..«nleihe l«7« lN5 5»» «on K Wiener Ver!ehr«-?luleihe 4°,« 9» 4b w« 4 dttto I8U0 4°/u !»9 4l> 100 4 «nlehen der Stadt Wien . . K'2 «b l<»3 ü detlo (S. ob. V.) . . .l«»W>.il9 dello (l«94) .... 97 7Ü 98?! detto (<«98) .... »9 l!> i(»c>, bett» (!««) .... 9» 8K lonK detto Inu.-«l.) 190« 9l» 8K ,<<> Zl örsebau-Anleben verlosb. 5«/« 9» - IW' i 98ü" i<öhm, Hupoihelenbanl verl. 4°/« »9 b5 l 5^ ,^f»,ral.Bi>b.'Kred. Äl..österr., 45I. vell, 4>.,"/o - - - 105— —'-Zentral Boo, Kred.^Bi., österr.. 8i I. Verl. 4°/« , , . 9« 8" lW »< »red. Inft..östrrr. s.Verl..Unt. u üttel»I.Arb.«a»,^vl.4",,, 88- 99-bandest), d, Kön, Vallzien und Uobom, K7',, I, ruclz. 4°/^ N?'.^ 98'b< Whc, Hnpotheleub. oerl 4"/« «9l0 lN« o.°> '1i,'östell, Lal!de«.Ht,p.'«nst.4''/« 9»'40 4»' dellu inll. 2"/^Pr. verl, 3'/,"/« 92' 93' detto »..Sckulosch. verl. 3'/,°/» 9l-?ü ft2?5 delto verl. 4°/<> 99'3<> l0U'2< l?sterr..unaar. Ban! bU Mr. veil, 4°/» 8. W..... gN-.'b la0 3N detto 4°/n Ki..... 9? Ui> ll>0 « övarl. 1. öst., 6U I. Verl. 4°/« loo 70 lUl 7< Eisenbahn.Prioritäts« Obligationen. ^erdinands.. »88« 99 b5 l0«-f>!, detto '.e< <> dsierr. Nordwrstb, <-<>(> -üdbahn i^ 2"/» Jänner »Juli 5U0 Fr. (per Ot.) , . . 314- ^<6 - Züdbahn k b°/u..... 124 Sl> l2b 6 Diverse Lose (per Et«ck>. Ptszin-liche fosl. <«/« Vodenlrebit.llose Tm. l«»0 «?? 25 287 81, detto Negullcrnngc- > Lose >oo fl, ü. W. ... «80-- 2«? - Zerb. Prüm,.»lnl. v.10«Fr.»°/l, lOi— ilU - ^ ß«>trlw»llch« Lose. b iwd.,p .Vnsillla (Dombau) b fl. »2 »" 84 .1, 5'lredillose Nil» fl...... 4b4'üU 4«4 ü> ' Clary.Losr 4« fl, K. Vt. . . 142'- 14s' l> Osener Lose 4<» fl..... 1«4 — !?<-- Palffy.iiole 40 fl. », W. . . 1?3" 183- '»ölen «reuz, öst. Ges. v., 10 fl. 47 ?5 4« » < Xoien Kreuz, ung. Ges. v., b fl. »8 bO 3» 5> «udolf.^ose in fl...... b4 - «,» -alM'Lvse 40 ll, K. M. Il'b - 2»4 - «eld Wllle Türt. E..»..«nl. Prüm..llbllg. 400 Fr. per Kasse . . . 162 — iS8 - detto per Vt. ... i«ü «c> l«3« Wiener Komm,.Lose v, I. 1874 bau — 51» -«ew.'Sch.d. 3°/»Pram..Schuldu, d. Vodenlr..Unst. «im. 1889 88 bi' 98 l>« Aktien. H«n^»»rt«Pnlernlh»l«g»n. «ussig.Tepl. Eisenb. 500 fl. . 2450 — 247N -!^SHm. Nordbahn 150 fl. . . 37N — 372-ittuschtiehrader Gisb.bW fl. KM, «d?3 — 2«7? -detto (lil «.) 2<»u fl, per Ull. »138 — 1^2 -Donau «Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l, l. prlv,, buo fl. 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