5^N »». »84«^ ^amstag den l2. December. An das wohlthätige Publikum dor Provinzialhanptstadt Laibach. «^on heute angefangen können die Erlaßkartcn fur die Enthebung von den Glückwünschen zum neuen Jahre «84«, und wieder besondere Erlaßkarten für die Enthebung von den Glückwünschen zu Gebnrts- und Namens-Festen, in. der Schnittwaren-Handlung des Herrn Joseph Aichholzer, am Hauptplatze Haus- Rr.237s von Denjenigen crhobcn werden, die sich durch den Erlag dieser, oder auch emer höhern Summe zum Be» fien des Almeninstitutes von den obgedachcen Glückwünschen lossagen wollen. Die Namen derjenigen, welche durch Abnahme dieser Erlaßkanen von den erstern, oder lctztern Gratulationen, oder von bciden zugleich sich losgesagt hadcn werdrn, sollen mittelst abgesonderter Berzcichniffe durch die Laibacher Zeitung, wie in. den vorangegangent» Jahren, zur öffentlichen Kenntniß dankbarst gebracht werden. Von der Armcninstituts? Commission Laibacb am »V. December R84tt A l I v r i e n. Älachdem Se. k. e. Majestät über d!e Bitt« tis Stadimagistlsts mit a. H. Entschließung vom 2». October d. I. allergnadiijst zu gestatten g«ruhet hüden, baj) den sicbtl, wtidlichen Individuen, wtlche um die NewiUiguüg v«n Reisepässe», auf dit Dauer ein,S Jahres, nach München angesucht haben, um sich in dem dortigen Mutterhause der baimhtrzigtn Schwestttn zum Eintritle in das skr Laibach b sind,heule Morgens zu dem crwahlnen Zweck» die Candidalinn»n unter Begleitung tiner Frau dahin abgereiset. — Der Sladtwagistral denützt diese Gelegenheit, allen I«, nen, welche durch freiwillig ong,bol,n< Gaben zur Förderung dieses in seinen Folgen wohlthätig wer: t>e,nden Instituts beigetragen haben, seinen wälmsim Dank adzustalten, und zu erinnern, daß feinere Beiträge zur Bildung des benöthigten FondeS durch bs<» Hoch<»llri»/ge Psatlge/siilchke/l übernomme» wer, den. — Magistrat Laidach am 9. December ^L^V. Triest, 6. December. Dssschoi, am i». l. M. erwartete Dampfbooc „Conte Kolowral" kounte we-gen des seit sechs Tagen herrschend«« Nordosts ^Bora) erst heule früh um 8 Uhr, da der W nd sich elwaS ßtlegt hat, in unserem Hafen einlaufen. Mtt dem Vorbehalte, die mitgebrachten Briefe in uns«r,m nächsten Blatte vollständig zu geben, ld^le» wir ber Kürze wegen, heule bloß daS Wicht'üste derselben mit. Die Berichte, die orientalische Ftage bttreffend, »Vidllsprechen einander so sehr, daß sich durchaus „och immer nicht bestimmen läßt, wie bald wir eilie Ves» strung des so sehr geläbml'n Handels mit der Levante hoffen dürfen. — AuS Alexandrien (l6. v. M.) schtiibt man, daß der Beginn der strengen Blokade zwar dessni'^o f" , d,n Zl. v^ M. angesagt sey, man aber dir Hoffnung hege, sie werde noch auf weiter hinausgeschobln werden. In Constants 463 nopel (20. v. M.) haben die far die Psor« günstigen Ereignisse in Syrien auf den Handel einen überaus vortheilhaften Eindruck gemacht; der Specu-lationsgeist fängt bereit« wilder an sich zu regen, uno eS würde ein lebhafter Verkehr Statt haben, wenn er nicht anderseits wieder durch das in Circulation gesetzte neue Papiergeld gelähmt würbe, »»el-cbes allein an Zahlungsstalt gegeben wird, das man ader nur mit 5"/^ Verlust anzubringen im Stande ist. — Briefe aus Ancona vom 7. December melden, daß in Folg? einer seit fünf Monaten anhalten» den Dürre ein so großer Wassermangel entstand«« ist, daß man k.ium den nothwendigsten Bedarf zu befriedigen vermag. (Oest. Lloyd.) TN i e n. Samstag, den 28. November d. I., hat brr zum Präsidenten der k. e. allgemeinen Hofkammer ernannte bisherige Präsident deS k. k. General. Nechnunqs - Direktoriums, Carl Freiherr v. Kübek, in seiner neuen Eigenschaft den Diensteid in Gegen» wart deS k. k. Ersten Obersthofmeisters, Fürsten zu Colloredo - Mannsfeld, bei Hofe in die Hände Sr. k. e. Apostol. Majestät abgelegt. Hierauf ist c-erselbe von dem Fürsien Colloredo mN dem herkömmlichen Gepränge bei der k. k. allgemeinen Hofkamrner eingeführt und daselbst dern ge> sammln, Personale dieser Hofstelle feierlich als Chef vorgestellt worden. Montag, den 20. November d. I. erfolgte die Beeidigung des zum Präsidenten des k. k. General« RechnungS-Directoriums ernannten bisherigen zwei» len Präsidenten der k. k. allgemeinen Hoftammer, Friedrich Grafen von Wiltzek, zu Handen Sr. k. k. Apostol. Majestät, und unmittelbar darauf ginz dessen feierliche Installirung bei dem k. k. General-Nechnungs - Director!«!« durch den k. k. Ersten Obersthofmeister, Fürsten Colloredo, vor sich. (W. Z.) GraVbritannien. London, 24. November. Wie man sagt, sind in Paris Depeschen aus Alexandrien «ingelaufen mit der Nachricht, Mehemed Ali sey durch die Hiobs, dolschaflen aus Syrien so niedergeschlagen, daß Hr. '. Walcwski die größte Mühe von der Welt hatte, ihn von seiner Unterwerfung unter die vom Sulran und dessen Verbündecen ihm gestellten Bedingungen abzuhalten. — W,e>vohl die vorige französische Ne. giccung ihren Einfluß anwandte, um Mehenud All zum hartnäckigen Widerstand gegen di, Fordttung der großen Mächte aufzumuntern, so slnd wir doch vollkommen überzeugt, daß Hr. Guizot di« Alliircen in ihren Bemühungen um schnell» Beendigung des Kriegs im Orient unterstützen wird. Wir glauben versichern zu dürfen, daß Hr. Guizot eS übernom» men hat, mittelst seines Einflusses den Pascha zur Annahme der ihm gestellten Bedingungen zu bewegen, und Hr. Guijot hat sein Wort imme» heilig ÜthalllN. (M. Chronic!,.) AuS Woolwich erfährt wan, daß dort fünf gemiethete Schiff?, vier VriggK und ein Schoon.r mit Bombenladmigen aus der Gießerei auf dem A » fenaliVlsfce eingetroffen sind. Seit langer Zeil erinnert man sich keiner so großen Zufuhr auf einmal. Ein mit Kinonen, Haubitzen, Kugeln und Bomben beladentr Schooner soll in Kurzem nach Malta ab« gehen i ein anderes Schiff hat bi» Munition fur 5500 Schüsse au5 Zweiunddreißigpflindern an Bord genommen, um ebenfalls direct nach Malta abzusegeln, wohin der Schooner „Sophia" mit lt großen Acktundsechzigpfündern und einer gewalligen Ladung von Kugeln und Munition bereits unter Seg«l g,< gangen ist. Man sieht hieraus, daß die Rüstungen noch immer »lnstlich fortdauern. Im Brighton-Heralb liest man: Während wir die glücklich» Zuversicht hab«n, daß kein Kri,g mit Frankreich Statt finden werd», gereicht «S unS doch zur Genugthuung, zu erfahren, daß die Negierung vollkommen vorbe» reitet ist, ben Seestädten unseres Landes j«dwed«n Schutz zu Theil werden zu lassen. Wir können versichern, daß wir dieß sehr aus guter Qu«Ile wissen. (O.st. V.) Am .9. November segelten die Britannia vo» 420 Kanonen, Capilän Drake, welche die Flagg« deS Conlreadmirals Sir I. Ommannep führt, und der Howe, ebenfalls von 1!^0 Kanonen, Capilän Sie W. O. Pell, mit 400 Mann Marinesoldaten an Bord, auö dem Hafen von Portsmouth nach dem Miltelmeere ab. Man vernimmt noch immer von Unglucksfällen zur See. welche die letzten Stürme verursacht haben. Im St. Gcorgscanal scheiterte am 2l.Nou. die HandelS-brigg Grecian, und keine Teele an Bord wurde gerettet. Auf den sandigen Untiefen längs dem Gesia-de von Essex und Suffole gingen am 22. Morgens acht Küstenfahrzeuge verloren. Nach einem Anlcll'g in Lloyd's, der auf einem Bericht des englisch"! Consuls in Cagliari (Insel Sardinien) beruht, ist am 26. October die Brigg Supcrb mit einer rcich.n 463 L«bung auf der H5H< von Porto PalwaS unterge. gangen^ die Mannschaft wurde gerettet. (Allg. Z.) >ei versetzt, machen «hn gänzlich unfähig, die Nolle eiurs erträglichen Regenten oder Administra- tors zu übernehmen. Viele sind endlich dtt Me!nung, Mehemed Ali werde sich den neuesten Vorschlägen nicht fügen, und so indirect am besten für Aeßyp-tenö Wohlfahr't sorgen. Die neuesten Berichte aus Constanlinopel vom l8. November melden: «Am 13. d. M. halte der k. k. Internnntius, Freiherr von Stürmer, die Ehre, dem Sultan in einer ihm von Sr. Hoheit ertheilten Audienz den Commandanten des k. k. KliegsdampfbootS Marianna, Schiffslieutenant Ma-nefsi, welcher die Nachricht von der Einnahm« von Saint Jean d'Acre Hieher überbrachte, vorzustellen, und Höchstdemselben zugleich sein« Glückwünsche aus Anlaß dieses erfreulichen Ereignisses darzubrmg«n. Se. Hoheit nahmen dieselbe mit vielem Wohlwollen auf, äußerten ein besonderes Vergnügen, sie auS dem Mund« des Repräsentanten eines Hofes zu vernehmen, welcher zu dem glänzenden Erfolge der Operationen in Syrien so thätig mitgewirkt, und sprachen namentlich mil größtem Lobe und wahrhafter Erkenntlichkeit von dem tapfern und ruhmvollen Benehmen Sr. k. k. Hoheit des Erzherzogs Friedrich, auf welchen die österreichische Marine stolz zu seyn Ursache habe. Bei diesem Anlasse halte der k. k. Herr Internunlius auch die Ehre Sr. Hoheit den k k. Oberstlieutenant von Philippovich, den k. k. Major vom Generalquartiermeisterstabe von Pott, den k. k. Major im IngeniemcorpS von TraltnetN, und den k. k. Haupcmann in demselben Corps, Ritter von Platzer, den vor Kurzem aus Syrien zurückgekehrten Commandanten des k. k. Briggs Montecuccolli, Hrn. von Kudriafskv, so wie den t. k. Generalconsul in Aler.mdrien, Hrn. Laurin vor» zustellen, über dessen geleistete Dienste sich der Groß-Herr in den schmeichelhaftesten Ausdrücken zu äußern, und ihm, in Anerkennung derselben, ben ottoman-nischen Orden N'schani,'Iftihar zu verleihm geruhte. Der Commandant des k. k. KricgsdampfboolS Ma-rianna erhielt von Sr. Hoheit «ine reich mit Bill» lanten verziert« Dose zum Geschenk. Zur Feier der Einnahme von Saint Jean d'Acre wurden am 12. d. M. von den Batterien der Hauptstadt und des Vosphors fünfmalige Salven gegeben und am Abend zuvor eine allgemeine Ve, leuchlung veranstaltet. In der Nacht vom <«- <"lf den ,5. d, M. brach in Therapia Feuer aus. Es wehte ein so starker Südwind, daß di, Flammen sick schnell al'Sbrei-teten. und trotz a"en «"gewandten Bcmüdungen denselben erst nach Ad!"uf von 10 Stunden Einhalt gethan werden konnle. Hundert mid si.nfz'g Häuser, 470 die ungefähr zwei Dritlheile des Dorfes ausmacht«, und darunter ein zum königlich grossbrilanni'chen NolschaflShotel gehöriger Kiosk, wurden in Asche gelegt. Die erstgeborne Tochter des Sultans,, Prinzessinn Mewhioe^ ist ill diesen Tagen., gcstolbcn. Am l5 d. M., hallen, der M.uquiZ von Londonderry und. Lord Canning,, Sohn d«s berühmten Ministers, eine Audienz bei Sr. Hoheit. Nach unlängst eingelaufenen Berichten dtS Statthalters von Diarbeeir, Zekecia Pascha, halte sich derselbe mit den unter feinem Commando stehenden Truppen gegen Al.?ppo in Marsch gesell, in welcher Stadt, nur, eine schwache ägyptische Besatzung sich befand., Auf der ganzen Straße von Vir, nach Al,p-po waren die Aegyptier von den bis an die Thore letzterer Stadt streifenden Beduinen zurückgedrängt, worden. Der öffentliche Gesundheitszustand in derHaupt» siadt ist fortwährend befriedigend. N. S, So eben vor Abgang der Post einlau« fende Nachrichten melden, daß Aleppo bereits von den, Aegyptiern geräumt worden ist. Den, neuesten aus Damaskus eingelaufenen Nachrichten zufolge, erwartete man daselbst mit Ungeduld den Augenblick, das ägyptische Joch abzuschütteln. Izzet Mehemed Pascha meldet der Pforte, daß Jus. suf Zadik Bei, «lrier der einflußreichsten Männer dieser Stadt, im Hauptquartier von Neirut. angekommen sey, um seine Unterwerfung anzubieten, und den Seriasker zu benachrichtigen, daß Damaskus bereit sey, seine Thore den Truppen des Sultans zu offnen, und daß er sich anheischig mache, dahin zurückzukehren, und alles zur Uebergabe vorzubereiten-, wenn Iz^t Pascha einige Waffen liefern, und ihn mit Befehlen für die Scheichs der im Aufstand ge. g Zara, 53. November. Die Montenegriner zeigen sich neueldings unruhig und es scheint, daß der Wessier der Herzegowina, Ali Pascha, im verflossenen October Nachrichten ü5cr Vorbereitungen erhalten hatt?, welche man in Montenegro zu einer Expedition, deren Richtung man nicht kannte, lref« fcha soll nun, wie versichert wirb, Willens seyn, die Gränz« zu überschreiten, und die Montenegriner in ihrem G«-' biet anzugreifen, »in Unternehmen, das ihm viele Leute kosten würde und kein Resultat verspräche. (Allg^Z.) N e 5 v V t e n. Di, Briefe auS Alexandrien vom 7. No< vember melden: „Die französische Fregatte „l'Em-buscade" und die Corvette „Bougainville" sind am 31. v. M. in dem allen Hafen von Alerandrieu angekommen. Die Ankunft dieser Schiffe hall« den Freunden Mehemed- Ali'S e'mizeö Vertrauen «ing»« fiößl; allein vier Tage spater «rfuhr man di» Abfahrt der französischen Flotte nach Toulon und feil« dein vermindert sich der Enthusiasmus von Tag zu Tag dergestalt, daß Mehemed Ali auf dem Punkt« steht, von den meisten seiner Freunde verlassen zu werden. Er spricht noch von feiner Absicht, mit «feiner Flotte auszulauftn, aber Niemand glaubt daran. Da, dieses Mittel, daS Volk ruhig zu erhalten, ab« genützt ist, so sucht er die öffentliche Meinung durch allerlei falsche Nachrichten irr»«, zu leiten, wozu er die Ankunft tines jeden Reisenden benutzt, von d»n»n einige selbst solche Nachrichten ausstreuen, anderen selbe untergeschoben, werdenv — Mittlerweile fangt die von dem Großherrn gegen Mehemed Ali ver« hangle Absetzung, an, «inen s«hr übl«n Eindruck auf das Volk zu machen. Man< schreit ihr den durch die Überschwemmungen des Nils angerichteten Schaden, die Krankheiten der Armee in Syrien, die N!«-detlagen, di» Deflationen ic. zu. — Der Relif (das Aufgebot) erklärt laut. daß er sich in keinem Falle gegen die Truppen des Sultans schlagen werde. (Oest. V) Telegraphisch« Depesche. Toulon, 25. Nov. q Uhr Ab.nds. (Am 26. in Paris erhallen.) Ale-xandria, ll. Nov. Der .Generalconsul an den Conseilpräsidenlen. Die Festung St. Jean d'Acre ward am 2. nach der Explosion tines Pulvermagazins genommen, Ibrahim hat von seinen Vater denVe fehl e r h al l e n, sich mi t allen s« i' nen Truppen zurückzuz iehen. (Monit) Toulon, 25. Nov. Das Dampfboot Euphrat ist hier eingelaufen. Es hat Alexandrien aw l2. 0. verlassen, und bringt sonach um füns Tage fp'u«r«