Nl. 41. Montag, 21. Februar 1898. Jahrgang 117. Laibacher Zeitung. ^"««eraNonSyfeiK: ^z Postversenbung: ssanzjahrig fl. 15, halbjährig N. 7 5«. Im Tomptoir: "'M^g ft. ,^ halbjährig fl. 5'b0. Fllr die stustellung ins Hau« gailzjährig fl. l. — Inseittonsßebür: Für ""nc Insciatc bi« zu 4 Ztilen »5 li,, grüße« per Zelle 6 lr.i bei Kfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. Di« »Laib. Ztg,» erscheint täglich, mit Nuinahme der Ton«' und Feiertag«, Die Nb«t»lftr«. Natürlich erstreckt sich das Wirken der Bacterien die s^^ ""5 ^ Gegenwart. Sie haben Einfluss auf H> Gestaltung der Erdoberfläche, seitdem organische iu^ ""5 der Erde existieren können. Die Unter-^ungen von Bernard Renault haben das Vor-ben n^" von vollkommen erkennbaren Batterien in ^devonischen bis zu den oberen Tertiärschichten geben. Man findet sie in mikroskopischen Präparaten, Un!> ' "'"" ""6 vcrkieselten Schiefern angefertigt hat, seil 11^ erstaunt, dass auch die zarten Decken dieser ^ "rzeiten conservierten Mikroben sich für die Ver-^lnerung eignen konnten. Man findet sie sowohl in ^ier, wie Pflanzenresten. In den Koprulithen findet entb. ^"len von Thieren, die eine Menge Batterien Men. In den Farnen des oberen Steinkohlen-^uges ist hauptsächlich der L^llu» o2oä6ii8 vcr-ders^ Sie finden sich hier in großer Zahl und mit Unk deutlichen Struttur wie in den verkicsclten M kalkten Schichten. Sie zerstören die verschiedenen m'^äeligewebe wie die Parenchymzellen und die ive?UM' selbst die Oberhaut. Daher findet man bcr? ls ^ ^^ Vegetation in der Kohle und statt die w ""k '"ehr homogene Masse. Offenbar spielten Noll !^" ".l bi^m Zeitabschnitte schon eine große st,.," ' ^enn die Kohle ist mit den Organisations-'^en derselben übervölkert. Auch zu Gesteinsbildung tragen sie nicht selten bei. In vielen Schieferarten, z. B. im Departement 8a5n6 «t I^oiro bei Autun, finden sich kieselartige Concretioncn, die ausschließlich von größeren oder kleineren Bactcriensphärolithen von meist dunkelbrauner Farbe gebildet sind. Nicht nur den Kohlenstoff und den Stickstoff abgestorbener und absterbender Organismen machen sie uns wieder dienstbar, sondern auch den freien, elementaren Stickstoff der Atmosphäre führen sie uns in organische, eiweißartige Verbindungen über, wie die Entdeckungen von Hellriegel und Noobe unlängst gezeigt haben, welche die Assimilation von atmosphärischem Stickstoff durch die Wurzclbatterien der Legumi-nosen entdeckten und auch bei anderen Pflanzen beobachtet haben. Dicfe Afsimilation des atmosphärischen Stickstoffs wird jetzt in einem neu aufkommenden Verfahren durch Impfung des zum Bau von Hülfenfrüchten bestimmten Bodens mit den entsprechenden Wurzelbatterien gesichert und verspricht große Erfolge für die Production von Eiwcißnahrung. Es war wohl schon a priori anzunehmen, dass es irgend einen Vorgang in der Natur gäbe, durch den atmosphärischer Stickstoff in organische Verbindungen eingeführt wird, da auf anderer Seite eine Menge stickstoffhaltiger Materien eine derartige Zersetzung erfahren, durch die deren Stickstoff iu elementarer Form der Atmosphäre zugeführt wird, und die, wenn es wne Gegenreattion gäbe, mit der Zeit "mmsblcl bl.ch sämmtlichen in organische Vcrblndnngcn .n alt.mn Sickstoss der Atmosphäre zuführen und dmmt ^dc« fernere organische Leben unmöglich machen wurden. Die Wurzelbatterien schützen die Pflanzen- und Thierwelt vor dieser Eventualität. Auch die Erhaltung des Individuums ist an die Thätigkeit der Batterien möglich. Die Verdauung der Cellulose im Darm der Pflanzenfresser ist nur unter Mitwirkung von Bacterien gebunden Diese tragen auch schon bei Zubereitung von Nahrungsmitteln für Menfchen und Thiere dazu bei, dieselben besser verdaulich zu machen. Die Herstellung des Sauerkrautes, des Sauerhcues, des Braunheues, des Sühpressfutters ist an die Entwickelung von Bacterien geknüpft, welche in den betreffenden Pflanzenstoffen eine Milchsäuregährung einleiten. Bei der Flachsuno Hanfröste und der Wcizenstärkefabrication wird der die Cellulose, respective die Stärke begleitende Kleber durch Batterien zerstört, bei der Indigo-fabrication werden die den Indigo liefernden Verbindungen (Glycoside) durch Batterien zersetzt- ähnlich wirken sie bei der Blauhulzfermcntatiun und bei dev Tabatfermentation, wobei durch ihre Mithilft cme Verbesserung des Blattes herbeigeführt wird. In der Gerberei wirken sie beim Enthaare,, der .yaute durch das «Schwitzen» mit. . . ^ ^. c- >> Die Gährmia des Arotteiges erfolgt durch sie, und von der quten Beschaffenheit des Sauertelges und der H,fe häugt ebenso wesentlich der Wohlgeschmack des Gebäckes ab, wie von der Qualität des Mehles, dn allen Gährungsgewerben spielen d.e Batterien eine wichtige Nolle. Wein, Äier, Arantwem, Num, Aral. Essig'u. s. w. können nur unter ihrer Mitwirkung erzeugt werden. Von den bei der Herstellung diescv Getränke mitwirkenden Arten von Mikroben hängt wesentlich deren Wohlgeschmack ab. Seitdem man dies erkannt hat, ist man auch darauf bedacht, die dazu geeignetsten Arten der Bacterien in Reinculwren zu erhalten und cmZschliehlich znr Wirkung zu bringen. Laibacher Zeiwng Nr. 41. 314 21. Februar 1898. dem Kaiser eine Huldigungsadresse zu unterbreiten und für die Deputation rechtzeitig eine Audienz zu erwirken. Der Antrag nebst Adresse wurde durch Erheben von den Sitzen einstimmig angenommen. (Lebhafter Beifall.) Nächste Sitzung morgen. Im stcier märkischen Landtage wurde heute ein von sämmtlichen anwesenden Abgeordneten unterzeichneter Antrag eingebracht, welcher dahingeht, es sei anlässlich des Regierungs-Iubiläums Seiner Majestät des Kaisers eine künstlerisch ausgestattete Beglückwünschuugs-Adresse durch den Landeshauptmann Seiner Majestät zu überreichen. Der m ährische Landtag nahm einen von sämmtlichen anwesenden Abgeordneten uuterzeichneteu Antrag auf Entsendung einer Huldigungs-Deputation an Seine Majestät den Kaiser anlässlich des fünfzigjährigen Regieruugs - Jubiläums einstimmig unter stürmischen Hochrufeu au. Im Istrianer Landtage waren tne Abgeordneten der Minorität abwesend. Abg. Thomasi und Genossen interpellierten wegen Rcvocierung der im Vorjahre verfügten Entwaffnung der Stadtbevölkeruug des Bezirkes Parenzo, der Abg. Zambichio wegen gerechter Vertheilung der Nothstandsgelder im Bezirke Mittcrburg; hierauf wurde die Wahl von vier Mitgliedern in die Erwerbstcuer-Landcscommifsion und von acht Mitglieder» in die Berufungs-Commission für die Personal-Einkommensteuer vorgenommen. Der Rechnungsabschluss des Landesfonds pro 1890 wnrdc ohne Debatte genehmigt. Abg. Dr. Constantini referierte, unter heftigen Ausfällen gegen die slavische Geistlichkeit in Istrien, über den Antrag des Abg. Trinajstic auf Beglückwünfchung des Papstes; über den Antrag des Abg. Ehersich ergeht an den Landesausschuss die Aufforderung, in der nächsten Seffion einen Gesetzentwurf, betreffend die Theilung der Gemeinde Eastua, ein» zubringen. Nächste Sitzung morgen. Der Landeshauptmann wurde beauftragt, den Papst anlässlich des sechzigjährigen Priester-Jubiläums namens der Provinz telegraphisch zu beglückwünschen. Politische Uelierficht. Laibach, 1i). Februar. Einig sind die Landtage in erhebenden Kundgebungen der Liebe und Verehrung gegen den erlauchten Herrscher anlässlich der Adressdebatte. In der Treue und Hingebung zur Dynastie finden sich trotz aller politischen Meinungsunterschiede jederzeit die Völker der Monarchie. In der letzten Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses erklärte gegenüber den Behauptungen des Abg. Rohonczy Abg. Kossuth, seine Partei hatte nie eine Parteicasse für Wahlzweckc. Abg. Rohonczy repliciert, er habe darunter nur vollständig constitutions und gesetzliche Ausgabeu verstanden. Abg. Kossuth hält seiue Erklärung ausrecht. Miuisterpräsident Baron Nanffy sagt, er könne heute wie im Jahre 1896 ganz entschieden und offen erklären, dass keinerlei Auszeichnung, Rang- und Standcs-erhöhungen mit Geldopfern seitens der Ausgezeichneten in Zusammenhang gebracht werden können. Die Regierung habe stets um das Land verdiente Persönlichkeiten vorgeschlagen. Geldopfer für Parteien, sofern sie konstitutionellen, gesetzlichen Zwecken dienen, können nicht getadelt werden, ebensowenig, wenn hervorragende Personen direct für eiue Parteicafse Opfer bringen, doch habe die Regierung solchen Parteicassen keinerlei aus unerlaubten Quellen stammende Gelder zur Verfügung gestellt. Abg. Rohonezy erklärt, seine Ausführungen wären vom gesellschaftlichen Standpunkte verfehlt, doch stehe er für das Gesagte ein. Das ungarische Telegraphe n-Cor re spondenzbureau meldet aus N y i r e g y - H a z a: In der Ortschaft Ajak wurden ein Vice-Staatsauwalt und ein Untersuchungsrichter, welche zur Untersuchung dahin entsendet waren, von Bewohnern angegriffeil und zur Flucht genöthigt; es wurde aus Nyiregy-Haza Gendarmerie als Verstärkung verlangt. Der deutsche Reichstag berieth gestern den Militäretat. Abg. Vebel brachte wieder Beschwerden über Soldatenmisshaudluugen vor und empfahl das Milizsystem. Kriegsminister von Gohler widerlegte die Ausführungen des Vorredners und bezeichnete das Milizsystem als für Deutschland unbrauchbar, weil es zu einer sofortigen Operation unfähig fei. Nach einer längeren Debatte wurde die Weiterberathung auf heute vertagt. Auf der Tagesordnung für heute steht auch die Subventionierung der Postdampfer. Auf eine Eingabe des evangelischen Bundes an den deutschen Reichskanzler, bezüglich des Verhaltens des Gesandten beim päpstlichen Stuhle, von Aülow, bei der von den deutschen Katholiken veranstalteten Feier des Geburtstages des Kaisers Wilhelm, ist am 17. d. M. im Auftrage des Kaisers durch den Staatssecretär v. Bülow die Antwort ergangen, welche von der «Nordd. Allg. Ztg.» veröffentlicht wurde. In dem Antwortschreiben heißt es: Der Kaiser hat sein ernstes Missfallen über die Eingabe ausgefprochen. Die Vorwürfe gegen den Gesandten sind nach jeder Hinsicht unbegründet. Dem Papste ist für seine Person die Souveränetät zuerkannt; es wäre also ein grober Verstoß gegen den diplomatischen Brauch, wenn es der preußische Gesandte unterlassen würde, ihm die einem Souverän ge-bürenden Ehren zu bezeigen. In dem vorliegenden Falle ist aber nicht einmal, wie es sonst zu geschehen pflegt, der Trintjpruch auf den Papst dem Trint-spruche auf den Kaiser vorangegangen; vielmehr gipfelte der Toast in dem Rufe: «Seine Majestät Kaiser Wilhelm uud Seine Heiligkeit der Papst leben hoch!» Der Trintspruch auf irgend einen anderen Souverän wäre bei diesem Anlasse nicht am Platze gewesen. Das Antwortschreiben hebt dann hervor, dass der deutsche Botschafter in Rom stets bei Festen der deutschen Culonie ein Hoch auf den König Humbert ausbrachte. Bei den maßgebenden italienischen Stellen ist der Vorgang bei der Feier der deutscheu Katholiken nicht einen Augenblick einer falschen Beurtheilung begegnet. Die dank der Loyalität der Politik des Kaisers so wohlbegründete Ueberzeugung, dass wir an dem Bündnisse mit Italien mit deutscher Treue festhalten, ist in allen entscheidenden Kreisen der italienischen Bevölkerung viel zu tief gewurzelt, als dass dieselbe durch eine irrige Auffafsung in Rom wohl bekannter und wohl verstandener Verhältnisse erschüttert werden könnte. Nach einer aus Belgrad zugehenden Meldung erklärt das halbamtliche Abendblatt der ufficicllen «Srpske Novine» in einer Polemik gegen den oppositionellen «Odjek', dass das Programm des Cabinets Gjorgjevic in seinen wesentlichen Zügen von dem des radicalen Cabinets Simic nicht abweiche. Der Unterschied zwischen der vorigen und der gegenwärtigen Regierung bestehe nur darin, dass erstere es bei bloßen Worten bewenden lieh, während letztere zu TtM schreite. Das Cabinet Gjorgjevtt sei bestrebt, zur ^ Haltung des Friedens auf der Balkanhalbinsel bel/ zutragen, wobei natürlich vorausgesetzt werde, dassol vitaleu Interessen Serbiens nicht beeinträchtigt werdet Die Pflege guter Beziehungen zu allen auswärtig^ Staaten bilde das Bestreben des Cabinets, das cM dings gleichzeitig entschlossen sei, für die berechtig^ Ansprüche des Königreiches mit allen ihm zu Oew stehenden Mitteln einzutreten. Was speciell die M' rüstung der Armee mit modernen und wirtsa»^ Waffen betrifft, so ser man früher über den bloße" Plan nicht hinausgekommen, während das ge^ wärtige Cabinet schon an dessen Durchführung ^era^ trete. . Wie man aus Constantin opel berichtet, y" vor kurzem ein Austausch von Schreiben zwischen d^ König Alexander von Serbien und dem ^ meni Estcrhazy: «Ich habe vor allem eine Erklärung " zugeben. (Bewegung.) Meine Herren Geschworenen! ^ auch mir den Schatten eines Beweises zu liefern, klag mich dieser elende Mathieu Dreyfus an, das VerbreA seines Bruders begangen zu haben. Ich wurde von nM^ Standesgenosseu abgeurtheilt und freigesprochen. H^ citierte man mich als Zeugen hiehcr, um mich noch>^ anzuklagen, mich, der ich hier ohne Berather bin und oh > Advocaten, um mich zu vertheidigen. Ich bin bereit, " alle Fragen zu antworten, die es Ihnen beliebt, mil 5 stellen, meine Herren Geschworenen, aber was diese ^^ betrifft (sich zu Zola und den Adoocatcn wendend), > antworte ich ihnen nicht.» (Lebhafter Beifall.) .^ Präsident (zu Labori): «Haben Sie an den ^ Esterhazy Fragen zu stellen?» Labori: «Ich a^W So gelingt es selbst mit Hilfe von Weinhefeculturen aus Gctrcidcmaische vollständig wcinartige Getränke herzustellen. Bactcricn wirken nicht nur bei Herstellung uon Kefir mit, sondern auch bei der Rahmsäueruug der Milch zur Herstellung von Butter und bei der Fabrication von Käse. Auch der Wohlgeschmack dieser Fabricate hängt wesentlich uon der Beschaffenheit der letzteren ab. Daher muss Arbeiten mit Reinculturen besonders geeigneter Arten auch hier das erstrebenswerte Ziel der Betriebe sein. Die ostasiatischen Völker gehen in der Verwendung von Batterien zur Herstellung ihrer Nahrungsmittel noch weiter wie wir. Sie lassen nicht nnr die Mikroben aus dem Reis ihr Nationalgetränk, den Sake, herstellen, sondern auch die Eiwcihstoffe der sehr nahrhaften, aber schwer verdaulichen Sojabohne durch Batterien in eine leicht verdauliche und lösliche Form überführen, peptonisiercn, wodurch sie die Tao-Au, die Sojasauce und den Tao-tjiung, den Sojakäse, erhalten, zwei für die Voltsernährung dieser Länder sehr wichtige Nahrungsmittel. Wir sehen, je näher wir diese neue Welt der Batterien uud ihr Wirken kennen lernen, umso mehr sind nicht nur unsere Hygieniker und unsere Mediciner in der Lage, uns gegen Schädigungen durch dieselben zu schützen, sundern umsomehr erkennen auch Landwirte uud Industrielle deren Mitwirkung bei Herstellung ihrer Producte, und umsomehr sind sie imstande, durch ihre richtige Benützung eine Vermehrung und Verbesserung ihrer Fabrikate zu erzielen. Unr seinetwillen Roman von Vl. Lichtend erg. (32. Fortsetzung.) Dem zündenden Blitzstrahl gleich entflammten diese Worte des Grafen Steinfels den nimmer ruhenden Argwohn des Barons; doch war er klug genug, seine Eifersucht nicht zu zeigen, sondern antwortete, scheinbar harmlos scherzend: «Ei, Bruno, du musst ja ein ganz bedeutender Psychologe sein, dass du alle diese prächtigen Eigeu-schafteu meiner Frau vom Gesicht abzulesen vermagst. Denn», fuhr er mit lauerndem Blicke fort, «soviel ich weiß, warst du während ihres Aufenthaltes im Hause deines Vaters auf Neiscn und hattest also keine Gelegenheit mit Seraphine zu verkehren.» «Du irrst», erwiderte Graf Steinfels, völlig ahnungslos, welch einen wilden Sturm der Gefühle seine harmlosen Worte in der Brust seines Vetters erweckten, «ich kehrte kurze Zeit vor der Operation meines Vaters nach Hause zurück, während du eben wegen des großen Brandes auf deine Güter in Obcr-stcicrmark gerufen worden warst und erst den Tag vor meines Vaters Tode von dort zurückkehrtest. Damals also, am Krankenbette meines Vaters, sah ich Seraphine häusig, und wenn wir auch nur sehr wenig zusammen sprachen und unser ganzes Interesse sich auf den geliebten Kranken concentrierte, so erkannte ich doch, dass Seraphine ein Engel an Güte und Liebe ist!» «Das sind eben Meinungsverschiedenheiteil' brach Baron Landsberg, offenbar fehr gern, "^ Gespräch kurz ab, als er das Herannahen mehrel Herren bemerkte. «Doch du erlaubst, Bruno, . kommt der junge Abensberg auf uns zu, welcy darauf breunt, mit dir feine Äekanntfchaft von fll" zu erueucrn!» ^ Sein ungezwungener Ton ließ nicht errath^ welche Ueberwindung es ihn kostete, ruhig zu ^ fcheineu, während doch gleichsam ein Orkan in sell" ^ Innern raste. Denn wie Schuppen war es ihM . den Worten Brunos von den Augen gefallen "c, eine allen Grimm, der in ihm lohte, wild ^ stachelnde Möglichkeit gewann urplötzlich für ^ ^ greifbare Gestalt. Wie, wenn das der Grund ". Seraphincs eisiger Kälte war? Wenn es ihm dal". nicht gelingen wollte, ihre Liebe zu erringen, l" sie — Bruno liebte? b. Capitel. , Zwei Monate waren seit dem Ballabende ^ strichen, welcher die erste Wiederbcgegnung M,^ ^ Seraphine und Bruno gebracht hatte. Noch "">'" weilte das junge gräfliche Steiufcls'sche Paar in 2^ ' denn Mercedes hatte darauf bestanden, den liarlie" in der Kaiscrstadt an der Donan mitmachen zu wollk' in deren Hofzirkeln sie sogar bald durch ihre ^ fallende Schönheit und ihren fprühenden Geist eine " gesuchtesten Festesköniginnen geworden war. . ^ ! Zwischen Seraphine und Mercedes herrschte s kühle, cvlwentionelle Freundschaft, wie die nahe "^ Laibacher^Zeitung Nr. 41. 315 21. Februar 1898. leht an ineinen Anträgen. Ich werde meine Fragen erst Men, nachdem der Gerichtshof über meine Anträge beschlossen haben wird.' Präsident: «Stellen Sie Ihre Anträge sofort oder Sie werden sie gar nicht mehr Men.» (Lärm.) Labori: «Jetzt habe ich nichts mehr zu sagen, aber ich protestiere gegen dieses Vorgehen.» Präsident (zu Esterhazy): < Nehmen Sie also Platz.» Alerhazy zieht sich unter anhaltendem Beifall in den Hintergrund des Saales zurück. T>er Präsident lässt den nächsten Zeugen rufen, ^er Huissier ruft jedoch vergeblich die folgenden Zeugen, ^ieinllnd antwortet, und er kündigt dem Gerichtshofe an, ^ss sich im Zeugenzimmer niemand mehr befindet. Man Mt dann eine Stmune — es ist die des Generals Pellieux — welcher den Präsidenten fragt: «Wollen Sie Nnr erlauben, zum Schranken vorzutreten? Hier ist eine "arte, die ich dem Gerichtshofe übergeben werde; sie ^Ügt den Namen Bouton, ich kenne den Namen nicht. 76 scheint, dass er vom Untersuchungsrichter Äertulus über Geldanerbietungen, die ihm gemacht wurden, ein" ^Niommen wurde, Wenn Sie ihn vernehmen wollen, ^ lässt er Ihnen durch mich sagen, dass er dem Gerichts" W zur Verfügung steht.» Der Präsident erwidert nicht ^nd unterbricht die Sitzung, um Labori zur Ausarbeitung seiner Anträge Zeit zu geben. Es herrscht außerordentliche Bewegung im Saale. "Ehrend der Unterbrechung der Sitzung discuticren Zola und seine Advocaten mit lebhaften Bewegungen. Sie Minen darüber zu berathen, welche Haltung sie serner-M gegenüber dem Entschlüsse dcs Präsidenten eiunehmeu ^en, der offenbar ein längeres Hinausziehen der Ver-Mldlung verhindern will. Im Saal wird lärmend ^balliert. Es herrscht ein unbeschreibliches Durch-kMander. Jeder gibt seiner Meinung Ausdruck. Jemand ^2t, das könnte man eine nia,nu milituii abgeurtheilte ^ache nennen. Die Verhandlung wird nach anderthalbstünoiger Unterbrechung wieder aufgenommen. Labori unterbreitet l^ne Anträge im Hinblicke auf die Weigerung des Präsidenten, die Stellung einer Frage an den General ^visdeffre zuzulassen, ohne diese Frage selbst zu kennen. ^ Protestiert gegen die Rcchtsverweigernng, indem man kr Vertheidigung verwehre, Zu sprechen. Er verlangt Mchlich, es mögen Boisdcffrc, Pellicux und Esterhazy ^gerufen werden. Der Gencraladuocat erinnert daran, ^ habe verlangt, dass man nicht über die Affaire /"^sus spreche; das übrige iiberlasse er den« Gerichts-?^e. Labori entgegnet, die Generale kommen Hieher, um ^ Uniform, mit ihren Auszeichnungen geschmückt, hier A plaidieren. (Protestrnfe.) Man wirft uns vor, die ^Vision herbeiführen zu wollen. Die Generale sind es, ^ eine Gegcnrevision herbeiführen. Der Vertheidiger ^ hinzu: «Esterhazy wurde freigesprochen. Mögen seine lchter dafür die Verantwortung tragen.» (Tumult "^ 5iarm.) 2» Laburi spricht von dem Manne, der auf der . kuselsinsel leidet und der deshalb zweifellos für jene ,?" Interesse bietet, die im Hintergründe des Saales s^wen. Labori schließt, indem er den Gerichtshof be-IWürt, sich über das Gemurmel des Publicums hinwcg-A^en, welches nicht wisse, warum es manifestiert. Mchenrufe.) ^ndtschaft und das bewegte Leben in denselben .-AWchaftskreisen sie bedingte; von wahrer Freund- ^?ft tonnte bei den so grundverschiedenen Lebens- ^Ichauungen der beiden jungen Frauen indes keine k"k sein. , Baron Landsberg hatte seit jener Unterredung s." seinem Cousin am ersten Ballabcndc mit der ^Mrfen Divinationsgabo der Eifersucht ganz richtig ,^then. dass Graf Bruno, vielleicht ohne es selbst z. wissen, durch jenes häufige Beisammensein am . ^ntenlllger des älteren Grafen Steinfels Seraphinens an?^ '^^ö so völlig gewonnen habe, dass sie keinen beren Mann mehr zu lieben vermochte. ^ Weshalb Scraphine aber dann ihm den Vorzug ihr k- ^""llch geliebten Manne gegeben hatte, da sai^ ^"^ freistand, war uud blieb ihin ein un-^bares Räthsel. Doch hoffte er. dieses Geheimnis Uv^ ^ längerem Aufenthalte noch zu ergründen, M' ^^luss deshalb, seine Eisersucht aus das sorg-h/M zu verbergen. Galt es doch. üi seinen Augen ^ "Wens, sein kaltherziges Weib von ihrer Schuld zu s^Mren, um sie dann desto härter dafür zu bc-, "sen. Das beste Mittel dazu erschien ihm, Seraphiuc ^,^'^eren Zufalmnenhang mit Bruno zu bringen, dics gelang ihm bei seinen improvisierten Festcn "l allzuwohl.' ^ Graf Steinfels hatte feinem Cousin in einer n,it m ^ Vertrauens mitgetheilt, dass seine Heirat ^7.Mercedes cinzi^ cine ill verblendeter Leidenschaft der!n ^" Vnbindulig sci ulld dass er sich, nachdem 5, bausch verflogen, jetzt tief unglücklich an der Seite herzlosen, schonen Weibes fühle. L Eines Abends wurden im Palais des Barons ^ilosderg lebende Bilder gestellt, deren Arrangement ^ -Hausherr mit künstlerischem Geschmack zu treffen '""d. (FoUsttzun« solgt.) Er sagt weiter: «Achten Sie nicht, meine Herren Geschworenen, auf die Erregung eines irregeleiteten Landes. Bedenken Sie, dass wir vielleicht an einem Wendepunkte der Gefchichte stehen und dass Ihr Beschluss Folgen habeu wird, welche heute niemand ermessen kann.» (Anhaltende Bewegung.) Der Gerichtshof zieht sich hierauf zur Beurthei-luug zurück. Nach Wiederaufnahme der Sitzung verliest der Präsident den Beschluss, wonach der Gerichtshof er« klärt, dass dem Vertheidiger, der die Generale Boisdeffre und Pcllieux über den Procefs Dreyfus befragen wollte, das Wort mit Recht verweigert wurde. Der Beschluss sagt, dass Esterhazy wieder vorgerufen werden wird, wenn es nothwendig sein sollte. Die Vertheidiguug verlangt die Vernehmung der Viadame Boulancy und Schutz für diese, da sie für ihre Sicherheit fürchtet. Der Generalaovocat sagt, Madame Boulancy werde denselben Schutz genießen, wie alle übrigen. Sie können Sie kommen lassen, die Vertheidigung kündigt an, dass Madame Boulancy erst morgen erscheinen werde. Picquart, der wieder vorgerufen wird, sagt in Erwideruug auf die Anfrage der Verthei-diguug, dafs ill dem Momente, da Esterhazy ansieng verdächtig zu werden, an das Kriegsminifterium ein Document kam, geeignet, ihn zu entlasten. Dieses Document kann als gefälscht angesehen werden, es ist jenes, von dem Pellicux gestern gesprochen hat. Hierauf wurde General Oonsc wieder vorgerufen, der die Echtheit des Documentes, von dein Pellieux gesprochen hat, bestätigt, aber hinzufügt: «Mehr kann ich nicht sagen.» Esterhazy wird sodann neuerlich vor die Schranken gerufen. (Bewegung.) Labori stellt zwei oder drei Fragen, auf welche Esterhazy jedesmal erwidert, er werde nicht antworten. Im Hintergründe dcs Saales wird aus Leibeskräften applaudiert. Labori sagt, er erfahre foebcn, dass man in den Fond des Saales nicht eintreten könne, ohne sich als Officier zu legitimieren. (Lärm.) Hierauf richtet Clemeuceau mehrere Fragen an Estcrhazy, der aber, angelehnt an die Zeugenschrauten, in absolutem Stillschweigen verharrt. Während der Unterbrechung der Sitzung im Processe Zola wurde zu Ehren Pellieux' in der Galleric Harlay eine imposante, fünf Minnten andauernde Kundgebung veranstaltet. Eine Menge von Advocaten und anderen anwesenden Personen umringte den General und brach ill frenetische Nnfe «Hoch die Armee!» aus. Pellicux sagte, die Kundgebung erwidernd: »Ich kann nicht anders antworten, als mit dem Rufe «Hoch Frankreich!» Ein Individuum, welches «Hoch Zola!» rief, wurde miss« handelt und gezwungen, sich in das Zeugeuzimmer zu flüchten. In den Couloirs ereignete sich ein Zwischenfall zwischen einein Polizeicommissär nnd dem Herzog von Montcbello, welcher Hochrufe auf die Armee ausbrachte. Der Commissar forderte ihn auf, hinauszugehen, wenn er manifestieren wolle, worauf der Herzog erwiderte: «Niemand wird mich hindern, meiner Bewegung und dem Unwillen, den ich empfinde, Ausdruck zu geben.» — (Das Mausoleum einesMillionärs.) Das prachtvolle Mausoleum, das der kalifornische Mil" lionär John W. Mackay zum Andenken an seinen Sohn, der vor zwei Jahren bei einem Unfälle in Paris um-kam, im Grcenwood-Friedhof von Newyork errichten lieh, ist nunmehr bald fertiggestellt. Das Mausoleum wird wohl die prachtvollste Ruhestätte für Todte sein, die je errichtet worden ist. Es bedeckt eine Oberfläche von 35 Fuß in Quadrat und ist in der Form eines Malteser-Kreuzes gebaut, mit einer 60 Fuß in die Lüfte ragenden Kuppel, die durch eine gewaltige Granitplatte abgeschlossen ist. Letztere kann fast als das Merkwürdigste an dem Grabdenkmal betrachtet werden. Sie ist nämlich über 20 Fuß im Quadrat und wiegt mehr als 50 Tonnen. Die Aufgabe, fie in die richtige Lage zn bringen, war eine der schwierigste», die dic Erbauer zu bewältigen hatten, und es nahm nicht weniger als zehn volle Tage in Anspruch, den riesigen Stein an Ort und Stelle zn schaffen. Die vier Ecken des Mausoleums werden durch vier in München hergestellte überlebensgroße Gruppen verziert. Das Innere wird mit Marmor ausgekleidet uud der Fußboden ist mosaikartig. Die elektrische Heizungsund Aclenchtungsanlage wird so angelegt, dass keine Drähte sichtbar sind. Die Kosten des Banwerkes werden auf eine Million Mark geschätzt. — (Ein fünfeinhalb Jährt ans ende alter Gichtkranker.) Bei den Ausgrabungen cgypti-scher Königsgräbcr im vorigen Winter siel dem Leiter dieser Arbeiten die eigenthümliche Stellung auf, in der fich eiue der Mnmicn befand, cr schickte sie daher an einen bedeutenden englischen Arzt zur Untersuchung. Das Skelett stammte nach den« Urtheile der Sachkundigen aus der Zeit der fünften egyptifcheu Dynastie uud hat demnach heute ein Alter von ruud 5500 Jahren. Das Ge-rippc zeigte bei der Untermchung an den Gelenken sammt-licher Knocheu Veränderungen, deren Entstehung dem Arzte nicht zweifelhaft sein tonnte; eben die Reste eines Gichtkranken. ^0 hatte d^ Kl r-gelent einen auf das Doppelte "rgroftcrten Gc cnk opf, ferner zeigten sich am Rande der Gelclchlachcn Uneben-hciten und nach außen hin knotige Knochenauswüchse. Die Wirbel erschienen abgeflacht und der Knochen war überall sehr porös. Auf diese Weise waren sämmtliche Gelenke theils verkrümmt, theils mit Auswüchsen behaftet. Auffallend war der Fund einer sogenannten «'Klauen-Hand" auf der linken Seite; diese Krümmung der Hand hicng augenscheinlich mit einem Bruch des Speichenbeines am Unterarm zusammen. Merkwürdigerweise hat man an diesen uralten Resten noch nach Nacterien gesucht, die den krankhaften Zustand des alten Egypters auf dem Gewissen haben follten. In der That fand man durch geeignete Färbemittel bacillenartige Gebilde, ob diese aber wirtliche Batterien sind, muss wohl sehr bezweifelt werden. ! Ucberfall.) Aus Charkow wird gemeldet: Am 1?. d. Hi. nachts brachen bewaffnete Räuber in das Comptoir des Bergwerkes Berestowsty ein, um die Casse zu berauben. Die Wächter leisteten Widerstand. Von beiden Seiten wurden Schüsse abgegeben. Bergwerks-director Cienmalowsky eilte, durch die Schüsse geweckt, bewaffnet herbei, wurde aber von den Räubern erschossen. Als schließlich sämmtliche Hausbewohner alarmiert waren, ergriffen die Einbrecher die Flucht. Local- und Provinzial-Nachrichten. * Ausschreitungen. Unsere wohlgemeinten Ermahnnngcn, geringfügige Vorfälle nicht gewaltsam zu Ereignissen aufzubauschen, die in keinem Verhältnisse zu ihrer Veranlassung stehen, die in ihren weiteren Folgen den guten Ruf der sonst so friedliebenden Bevölkerung und das Ansehen der Stadt schädigen, sind leider nicht allseitig genügend gewürdigt worden. Es hieße allerdings dem überwiegend ruhigen, anständigen Theile der Einwohnerschaft unrecht thun, wenn man ihn für die gestrigen, höchst bedauerlichen Ausschreitungen verantwortlich machte, denn die johlende Menge, die das Casino förmlich belagerte, bestand fast durchwegs aus unreifen Gassenjungen und Krakehlern der niedersten Volksschichten, denen jeder Anlass zum Spectakel-machen willkommen ist, und wir müssen insbesondere betonen, dass die slooenischen Hochschülcr sich von diesen Demonstrationen fernhielten. Als sehr bedauerlich muss es aber bezeichnet werden, dass zahlreiche Neugierige dem Pöbel unfreiwillig Staffage abgeben und dadurch das Einfchreiten der Sicherheitsorgane wesentlich erschweren. Eine schwere Verantwortung trifft jedoch zweifellos diejenigen, die bernfen wären, beruhigend und belehrend einzuwirken, jedoch fubversive Tendenzen verfolgend, gerade das Gegentheil thun. Die eingeleitete strenge Untersuchung lvird hoffentlich Licht auf die gewissenlose Aufhetzung werfen, die durch Verbreitung falscher Nachrichten, so u. a. vom Zuzüge deutscher Couleurstudenten aus Wien und Graz, durch Vertheilung und Maueranschlag gedruckter Zettel, die zur Ansammlung in der Sternallee aufforderten, in Scene gesetzt wurde. Zum gestrigen Excesse war nach den Erhebungen gar leine Veranlassung, denn kein besonnen Denkender wird in der friedlichen Versammlung von deutschen Couleurstudenten in ihrem Kneiplocale eine Provocation erblicken. Hiebei kommt jedoch zu bedenken, dass sich nicht nur die deutschen Hochschülcr, sondern auch die übrigen deutschen Bewohner der Stadt, die bisher in Frieden und Eintracht mit ihren slovenischen Mitbürgern lebten, die ja die furchtbare Erdbebenkatastrophe, deren Folgen noch heute nicht verwunden sind, einander menschlich näher gebracht hat, in hohem Grade durch die Vorgänge der letzten Tage beunruhigt fühlen. Die städtische Polizei hat gestern ihre Schuldigkeit nach Möglichkeit gethan und der Herr Bürgermeister hat auch persönlich möglichst beruhigcud einzuwirken sich bemüht. Erst als alle Anstrengungen fruchtlos blieben, trat Gendarmerie in Action und säuberte den Platz. Leider tonnte nicht verhindert werben, dass drei große Spiegelscheiben beim Casino'Rcstaurationslocale und Kaffeehause durch Stcinwürfc zertrümmert wurden. Auch das Auslage» fcnster der Tabakhaupttrasil wurde eingeworfen. Wir fordern nochmals die gcsammte Einwohnerschaft der Stadt in ihrem eigcusten Interesse dringcndst auf, jede» Aulass zu meiden, der Ausschreitungen zur Folge haben könnte. Jedem Staatsbürger gewährleistet das Gesetz die Sicherheit der Person und des Eigenthums und nicht allein die öfftutlichcn Organe, jeder anständige Bürger muss Hüter dcs Gcsctzes sein. demselben Geltung ver-schaffen ulld jene Elemente, dcncn der Sinn oder das Verständnis hiefür abgeht, alls den richtigen W^ Welsen. ^m Nachstehenden wollen wir in gedrängter tturz.' die Vorfälle deö gestrigen Tages, insofern, wir s.e mcht bereits «mgedeutct haben, schildern, Geaen !0 Uhr vormittags ,ainmelten jlch in ocr Zternallee Abtheilungen von unreifen Burschen, die von der Polizei zerstreut wurden. Gegen halb l i Uhr traf Verstärkung von verschiedenen Seiten ein, hiezu kamen noch zahlreiche Kirchengänger und Neugierige, so dass die Menschenmenge in der Stcrnallec auf 500 bis «00 Personen angewachsen war. Der Pöbel, dessen Zusammensetzung wir bereits eingangs geschildert, lärmte, schrie und versuchte gegen das Casino vorzudringen, in dessen Re-staurationslocalitäten sich viele Gäste und auch die Mitglieder der Fenalveromd»mg «Carniola» eingesunden Laibacher Zeitung Nr. 41. 316 21. Februar 1898. hatten. Die Polizei bemühte sich, unter Leitung des städtischen Polizcicommifsärs Podgoriet die Excedenten vom Casino fernzuhalten. Gegen 11 Uhr erschien Herr Bürgermeister Hribar, der von der Volksmenge lebhaft acclamiert wurde und versuchte durch gütliches Zureden, dieselbe zum Aus' einandergehen zu bewegen. Ein großer Theil entfernte sich nun in geschlossenen Reihen und durchzog lärmend die Stadt, wobei zwei Spiegelfenster des Casino-Casts und ein Auslagefenster der Haupttrafit eingeworfen, beziehungsweise eingedrückt wurden und kehrte schließlich wieder in die Sternallee zurück, um die anfänglichen Demonstrationen gegen das Casino fortzusetzen. Durch einen Steinwurf wurde ein Fenster der Casino-Restauration eingeworfen. Da die Vermittlungsversuche des Herrn Bürgermeisters und das Einschreiten der städtischen Sicherheitswache, die mehrere Verhaftungen vornahm, sich fruchtlos erwiesen, die Volksmenge eine immer drohendere Haltung annahm und ins Casino einzudringen versuchte, musste Gendarmerie requiriert werden. Es trafen bald zehn Gendarmen ein, die in kürzester Zeit den Platz säuberten und die Menge zerstreuten. Auf dem Heimwege wurden zwei deutsche Hoch' schüler, trotzdem sie leine Farben trugen, von einer Horde in der Hilschergasse überfallen, der eine seines Hutes und Stockes beraubt und misshandclt, während es dem andern gelang, zu entkommen. Zwei des Ueberfalls bezichtigte Individuen wurden später verhaftet. Das Casino wurde weiterhin durch Gendarmen und Sicherheitswachmänner bewacht, und es verliefen die Nachmittagsstunden verhältnismäßig in Ruhe. Oesterreichs Bergwerkobetrieb. Dem «Statistischen Jahrbuche des k. k. Ackerbau. Ministeriums» für das Jahr 1U96 ist über die Berg« werti-Production Oesterreichs Folgendes zu entnehmen: Im bezeichneten Jahre wurden in ganz Oesterreich 4160 14 Metercentner (-^- 3120'U3 Metercentner gegen 1895) Golderze im Werte von 48.412 ft. (-j- U415 fl.) zu einem Mittelpreise von li sl. «4 tr. (— 2ö fl. 66 tr.) per Metercentner erzeugt. An Silbererzen wurden 167.0OU-5 Meterccntncr ^ 56753 Meterceutner) im Werte von 1,921.533 fl. (— 372.5106 fl.) bei einem Durchschnittspreise von 10 fl. 26 tr. (— 2 fl. 38 kr.) per Metcrcentner gewonnen. Die gesammtc Production entfiel, wie im Vorjahre, äuf ärarische Bergbaue. Die Gvlderzeugung belief fich im ganzen auf 69'7975 Kilogramm (— 52935 Kilogramm) im Werte von 96.913 fl. (— 17.640 st.) und die Silbererzeugung auf 39.904036 Kilogramm (— 170740 Kilogramm) im Werte von 2,140.913 fl. (— 364.060 fl.). Das Aerar war an der Goldproduction mit 16015 Kilogramm (-j- 1 0635 Kilogramm) bethciligt, während auf dasselbe von der gesammlcu Sübcrproduction 39 653 7^0 Kilo-grämn, ^6 060 Kilogramm) entfielen. Der Durchschnittspreis per Kilogramm stellte sich beim Gold auf 1417 fl. 14 kr. (— 13? st. 66 kr.) und beim Silber auf 53 fl. 65 kr. (— 9 fl. 35 tr.). Bei dcn Goldcrzbcrgbaum und bei der Goldgewinnung waren 163 (-j- 58), bei den Silbererzbergbauen 4370 (-j- 17) und bei der Silber-erzeugung 436 (—) Arbeiter beschäftigt. Queckfilbcrcrzc wurden von 1140 Personen (—67) 833.045 Mctr. (— 33.787 Mctr.) im Werte von 776.455 st. (— 18.763 st.) bei einem Mittelpreisc von 93 fl. 45 tr. (-j- 1 st. 48 kr.) per Metercentner erzeugt. Von dieser Erzeugung entfallen 762.736 Mctr. oder 93.96 M. auf das ärarische Wert in Idria und der Nest von 50.309 Mctr. oder 6 04 pCt. auf das Werk St. Anna bei Neumarttl. Die Verfchmel-zung der Erze erfolgte in den eigenen Oefen. Die Gcsammtproduction an Kupfcr-Erzeu belief sich aus 68.226 Metercentncr (— 6121 Mctr.) im Werte von 273.269 fl. (— 13.628 fl.) zu einem Mittelpreise von 4 st. 1 tr. (-j- 15 tr) per Mctr.; das Aerar war an dieser Production mit 6561 Mctr.( — 1767 Mctr.) bethciligt. An Kupfer wurden 10.013 Mctr. (-^- 1363 Mctercentncr) im Werte von 552.954 fl. (-s- 92.054 Gulden) bei einem Durchschnittspreise von 55 fl. 22 tr. (-j- 1 ft. 94 tr.) per Meterccntner erzeugt. Im Jahre 1696 bestanden 186 (-j- 1) Unternehmungen auf Eifenerze, von welchen 37 (— 2) im Betriebe waren. Bei sämmtlichen Unternehmungen waren 4629 (-^- 327) Personen beschäftigt. Die Gcsammt-erzeugung an Eisenerzen, welche auch im Berichtsjahre ausschließlich auf Privatbergbaue beschränkt war, betrug 14,486.148 Mctr. (-j- 637.037 Mctr.) im Werte von 3,446.479 fl. (-s- 475.095 fl.) zu einem Mittel-prcise von 23-79 tr. (-j- 2 33 tr.) per Metercentner. Zur Erzeugung von Roheisen bestanden 64 (— 6) Unternehmungen; hicvon waren 40 (— 2) im Betriebe, welche 6260 (-j- 10) Personen beschäftigten. Die Zahl der bei sämmtlichen Unternehmungen befindlichen Hochöfen betrug 91 (— 6), von welchen 56 (— 2) während 2463 (— 134) Wochen betrieben wurden. Tie Production belief sich auf 6,931.883 Mctr. (-j- 326.366 Mctr.) Frischroheisen im Werte von 23,737.250 fl. (-j- 679.013 fl.) und 1,237.766 Mctr. (-^ 58.177 Mctr. oder 4'93 pCt.) Gussroheisen im Werte von b.043.626 fl. (-j- 130.156 fl.), sonach im ganzen anf 8,169.669 Mctr. (-^- 384.565 Mctr.) Roheisen im Werte von 28,780.676 fl. (-j- 1,009.169 fl.). Der Mittelpreis per Metercentner betrug für Frischroheisen 3 fl. 42 lr. (— 4 tr.) und für Gnssroheisen 4 fl. 7 kr. (— 10 kr.). — (Ernennung.) Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung voni 16. Februar d. I. den Vicepräsidenten des Landes-gcrichtes in Laibach Albert Levicnit zum Landes" gerichts-Präsidenten daselbst allergnädigst zn ernennen geruht. — (Standeserhöhung im k. u. I. Heere.) Mittelst Circular - Verordnung Sr. Excellenz des Herrn Reichs-Kriegsministers G. d, C. Edlen von Wrieghammcr wird kundgemacht, dass mit Allerhöchster Genehmignng der Stand des Regimentsstabes der bosnisch-hercegovini-schen Infauterieregimenter mit I.Mai 189« um einen Stabsofficier (Oberstlieutenant) und einen Hauptmann erster Classe für besondere Verwendungen, einen Over» lieutenant als Pionnier ^ Officier, einen Negimentsarzt erster Classe, einen Rcchnungs - Hilfsarbeiter (Corporal), einen berittenen Regimcntshornisten (Feldwebel), welcher gleichzeitig als Meldereiter zu verwenden ist, nnd vier OsficierMener erhöht wird. Ferner wird mit Allerhöchster Genehmigung im Laufe des Jahres 1898 der Friedens-stand der Traiutruppe erhöht um 8 Oberlieutenants, 7 Lieutenants, 29 Trainsoldaten, 15 Officiersdicner, 15 Officicrs-Reitpferde, 30 Unterosficiers-Reitpferde und 12 Zugspferde. — (Eisenbahnwesen.) Der Herr Eisenbahnminister hat an sämmtliche Staatsbahndirectionen einen Erlass gerichtet, in welchem zur Vermeidung von Un-fällen und Störnngen im Eisenbahnbetriebe eine Periodische Untersuchung der einzelnen Theile der Locomotive» und der Tender angeordnet wird. Die Bahn Verwaltungen haben die Untersuchung in Zeitränmcl!, welche zwischen einem Monate und zwei Jahren variieren, durch fachmännisch gebildete Organe vornehmen zn lassen. Die vollzogene Durchführung ist auf Neuisionstafc-ln, welche an der Maschine angebracht sind, ersichtlich zil machen. *(Aus dem Polizeirapporte.) Vom 18. aus den 19. d. M. wurden sieben Verhaftnngen vorgenommen, und zwar drei wegen Herumstrcifcns, zwei wegen Unter-standslosigteit, eine wegen Excesses, nnd eine wegen Bettelns. Vom 19. auf den 20. d. M. wurden zehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Vacierens, zwei wegen Excesses, vier wegen verbotener Rückkehr in die Stadt, eine wegen Bcttelns nnd eine wegen Vergehens nach H 8 des Strafgesetzes und 8 45 des Wehrgesetzes. Der Stellungspflichtige Michael Zabkar aus Zupecavas, Bczirtshauptmannschaft Gurtfeld, wurde wegen beabsichtigter Auswanderung nach Amerika vor Erfüllung der Militärpflicht am Südbahnhofe verhaftet. — Am 17. d. M. wurden in Laibach mehrere falsche Gulden und Kroncnstücke von einem circa 40 Jahre alten, starken, großen Mann verausgabt; dieser Mann ist nach den Erhebungen am 17. d. M. in der Nacht nach Krainburg abgefahren; derselbe gab vor, dass er am 16. o. M. nach Stein gehen werde. Die Gendarmerie wurde hieuon verständigt. —i'. — (Erdbeben.) Die Erdbeben - Beobachtungsstation an der t. k. Oberrealschule berichtet uns Folgendes: Am 16. d. M. um 5 Uhr 50 Min. nachmittags Beginn einer sehr schwachen Wcllenbewcgnug dcr Erde, die nur am Mitroseismographen zn verfolgen ist, bis 6 Uhr 20 Minuten. Diese für Menschen nicht wahrnehmbare Bewegung des Bodens rührt her von einem sehr weit entfernten Erdbebenherde. Entfernung über 16.000 icin. Am 20. Februar erfolgte eine starte Bewegung, von einem nahen Epicentrum kommend, um 5 Uhr 56 Minuten srüh. Derselben sind eine Stunde früher mitroseismische Bewegungen vorangegangen. Einige Bewohner von Laibach geben an, vor 5 Uhr srüh ein eigenthümliches Getöse vernommen zu haben, welches lange Zeit andauerte. Das Beben, welches eine 'Richtung von >Vb!VV—050 hatte, wurde von sehr wenigen Personen als leichtes Wiegen verspürt. Dcr Ursftrnngsort rechnet sich auf 60 kin. Am gleichen Tage ist auf dem Mitrojeismographen eine leichte Bewegung um 8 Uhr 45 Minuteu früh verzeichnet worden. Die Haupt-bcwegung des nahen Ursprungsortes wurde auch vom Seismographen sehr deutlich aufgenommen. Eine Drahtnachricht aus Padua meldet übereinstimmende Beobachtnngcn. Heute sind uns folgende Drahtnachrichten zugekommen: Gradiska. Gestern morgens 6 Uhr wurden hier zwei aufeinanderfolgende heftige Erdstöße verspürt. Udine, 20. Februar. Heute früh wurde hier ein starkes Erdbeben wahrgenommen. In Cividalc, wo gleichfalls ein fehr heftiger Erdstoß verspürt wnrde, wurden Häuser leicht beschädigt. * (Deutsche Bühne.) Die am Samstag auf-geführte Lustsftielneuhcit «Der Liquidator» ver-mochte nicht die besondere Autheilnahme des Publicums zu wecken. Das Stück fetzt nicht übel an, hat anch einige wirksalne Scenen, verflacht jedoch immer mehr, um in einer an den Haaren herbeigezogenen Schlussscene gänzlich unterzugehen. Dafs ein Theil der Kritik diefes Wert über die Jugendfreunde von Fulda gestellt hat, ist schwer zn begreifen! Die Darstellung war recht matt, die Stim-muna. des Publicums nicht minder. Ihren Aufgaben wurden die Herren Held und Trebisch, die Damen Frau Schlcsingc-r und v. Schweickhardt gerecht, während Herr Hesse possenhaft übertrieb, Fräulein Luy ihre hübsche Rolle höchst langweilig darstellte und Fräulein Zinner aus ihrer Partie nichts zu machen wusste. Das Hans war mittelgut besucht, ^ — (Aus der Theatcrtanzlei,) Heute geht die lnstige Ansstattungsposse «Eine tolle Nacht' in Scene, für die sich das regste Interesse kundgibt. Der Beginn der heutigen Vorstellung ist wie gewöhnlich um halb 8 Uhr abends. Am Mittwoch gelangt Oskar Blumenthals actuelles Schauspiel < Ein Tropfen Gift» mit den Herren Held, Engel, Muratori, Mahr, Weil, Trebisch, Hesse, Göttler und Netzl sowie den Damen Schlcsinger, Reinhardt und Lny in den Hauptrollen zur Aufführung/ Ausweis über den Stand der Thierseuchen in Krain für die geit vom 10. bis 17. Februar 1888. Es ist herrschend: die Gchweinepest im Bezirke Gurtfelo iu der Gemeinde Zirlle (' H.) ________________________________ Neueste Nachrichten. Landtage. Prag, 19. Februar. Am Schlüsse der Landtags' sitzung wurde der Dringlichkeitsantrag des Abgeordnete« Dr. Lippert auf Entsendung einer Huloigungs-deputation an Se. Majestät den Kmser verhandelt. Der Antragsteller betont, die Deutschen können del» von der anderen Seite eingebrachten Antrage nicht beistimmen, weil derselbe von der Commission aus dein Jahre 1895 stamme, aus welcher die deutschen Abgeordneten ausgetreten seien. Abg. Graf BuquoY begrüßt freudig den mentorischen Inhalt des Antrages, welcher darthue, dass in der Huldigung für Seine Majestät zwischen den Völkern Oesterreichs keine Memungsverschiedmheit bestehe, sprichtlich jedoch gegell die Dringlichkeit aus, ebenso spricht Abg. Dr. Engel gegen die Dringlichkeit. Dieselbe wird gegen die Stimmen der Deutschen abgelehnt. Brunn, 19. Februar. Der Landtag schloss die Session. Process Zola. lopl) Schinmeyer, ft. — 96. — >. 1'chrl, Kurzer Aoriss einer Geschichte der Phusil, fi. 1 20. junger, Entwicklungsgeschichte des Voltsschullesebuches, ^ a. Ivlles, Die mue Ädvocatenpraxis, 2. Aufl, fl. 2 —. »,^kbser, Leitfaden zum Selstunterricht im Spitzenllöppeln, ,,^ ^ 90. — Sacher.Masoch, Jüdisches «elien in Wort »üi ^o ^ieue billige Äusgave), 1. Lfg., ft. — 30. — Fe^er, " °rm thrsfllllfchen Feldzug der Türlci 1897, geb. ft. 3-30, I^uhll's sämmtliche Werte, 6. Ad. (der Kampf um Rom, z,^,), fl. 2 40. - Falle, Erbsünde, st. 2 40. — Pressler, ^l'chc Cubierungs.Tafeln, 11. Auflage, st. 2 10. — Neck. h ^pltel über Vollzugsverordnungen zu den österr. Civil» zugesehen, ft,— 60. — Vcllamy, Gleichheit, 3. Auslage, hü?' ^ Heitler, Ooids Verbannung, ft.— 60. — Con-i^tr zu Bach's Matthäus-Passion. fi. —-06. — Fitzga, ^Natürliche Methode des Rechenunierrichtes in der Volts» und h^ichulr, I. Theil, geb. st. 2-20; II. Theil, geb. fl. 1-20. — ^- °nn, Ethische Studien, fi. 3-—. — Zacher, Die ^ eilei-Versicherung ,m Auslande, 1. Heft: Dänemark, fl. —-60. ^°"°th,g m Jg. v. Kleinmaur ' ^^' Weiler, Zug, Mais, Danenmann, Kflte.; Flach, ^Niler, Wieu. — Kanto, Kfm., ,Landstrllh. — Dr. Tuma, i- — Dr. Schiftrer, Reifnitz. — Perhovc, Kfm., Senofctsch. ^lm 17, Februar. Exner, Profesfor und l. u. k. Hofrath, I,.. Am 1 9. Fevruar. Pros, Exiler, k. u. t. Hofraih; Ro. !,r>'l u t. Marine-Adjunct, s. Gemahlin; Jaeger, Private, ^uli, Vjet>!^. Schräm, Mrdiciner; Pcschinger, Pranner, Einfuhr, ^?er, Deckmann, Wayer, Kflte., Wien. — Baron Duta, ^!«ouig. _ Smutny, Beamter, Graz, — Terüel, Töpfer, ^ ? ^lnz. — Schuenfeld, Kfm,, Budapest. — Schmieger, H°">chet, Kflte., Prag. — Scalettari, Kfm.: Verweger, Banquier, tz!^'s. Adel, Hecke, Fuchs, Fischer, Epstein und Frankfurter U'', Wien. — Woiljchach. Kfm., Leipzig. — Schwarz, Kfm., ^lch-Ostrau. — Millus. Kfm., Görz. — Zelert. Kfm.. Linz. i, vavlls, Nfu,., Groß-Kanizfa. — B. v, Scheill, Kfm., Heidcl» ^5 ^ Schmidt, Architettensgatlin; Sohn, Fabritantensgattin ^ "lonfuh, Architekt, Budapest, — Smbini, Verlchreinspector, V "" ^juzzi. Director, Radein. — Mally. Fabriksbesiher, h"Nwrltl. — Friedländer, Privat, Prag. — Zupanöic, Kfm., tz^nwalb, — Velec: Priester, St. Martin. — Graöic, Priester, ßH">/ — Szabados. Priester, All»Kanizfa. — Altar, Kfm. Hute! Stadt Wien ji^ ^lm 16. Februar. Schaffer,!. u. l. Oberstlieutenant; Hafel» ^l, Bildhauer; Neumann, Kfm., Graz. — Dr. Svoboda, k. l. Notar, Krainburg. — Bvhm, Kfm., Brllnn .— Pasch, Kahn, Kühler, Ditrich, Weill. Palda, Reiter, Bach, Gaspari und Theu-mann, s. Frau und Tochter, Kflte, Wien. Am 17. Februar. Ncinloffer, Director, Trieft. — Fei» gerle, Oberforstmeister, Neumarltl. — Pirz, Beamtensgattin und Eler, Private, Mittcrdorf. — Reiner, Engel, Gerber, Leitner, Aichholzer, Vufchal und Virenz, Kftte., Wien. — Frank, Kfm,, Hermannstadt. Verstorbene. Im Civilspitale. Am 14. Februar. JohannaSamnil, Arbeiterin, 46 I., Vitiurn eoräi8. — Johann Sitar, Kaischler, 80 I., ?^e!one-ptiriti». Am 15. Februa r. Melhior Maly, Vesißcr, 60 I., Vltium corcil8. Am 1 7. Februar. Angela Ocepel, Verzehrungsstenei> Aufseherstochter, 9 Mon., Karolinengrund 21, Bronchitis, — Johanna Urh, barmherzige Schwester, 26 I., RadelMstraße 11, Tuberculose. Am 18. Februar. Maria Schweitzer, Nahnrevisors» Witwe, 68 I., Barmherzigergasse 1, Marasmus. Im livilspitale. Am 15. Februar. Maria Uraniö, Inwohnerin, 60 I., Herzfehler. — Franz Stare, Arbeiter, 52 I., Gehirnblutung. Im Elisabeth-Kinder-Spitale. Am 1 7. Fcbruar. Maria Tertnil, Privatbeamtenö-tochter, 7 Mon., Tnberculose. Lottozichung vom 19. Februar. Graz: 14 45 78 52 49. Wien: 23 49 60 76 35. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. 3 "3 ^.3^ 8." ! > Ansicht 2«.8 « ^3 DZ^ ff" ! W'"b , be« Himmel« d^V ____^.^.^I^ _"_._________________27. i^ 2U.K7 727 5 28 OSO. schwllch'thellwT^elter " 9 , Ab. 728 6 -0 8 NW. mäßig j heiter ' 7 Ü. Mg. 728 6 ! -2 8 NQ schwach halb bewöllt! 20. 2 » N. 7276 36 NO. schwach fast bcwdllt ?j!1 9 » Ab.^ 726 1 0^8 SO. fchwach , halb bewöllt 21. > 7UlMg. s?28'0 , -0 3 > W. schwach ^ bewölkt j 0-0' Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag und Sonntag 1 - 0" und 05°, beziehungsweise um 0 - 8 ° und 02° über dem Normale. Sonntag 5 Uhr 50 Minuten früh schwaches, schaukelndes Beben. Dauer drei Secunden. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsty Ritter von Wissehrad. Eine Reflistrier Geschäfts Controlcassa fast neu (von Grimme Natalia & Co., Braunschweig) ist billig abzugeben. (640)3 Anzufragen bei Adolf Hauptmann, Lalbaoh, 8t. Petersatraaae. Fclnöesthectter in Anfang 8 Uhr. €ntree 40 kr. \ V J Dienstvermittelungs Bureau Wienerstrasse Nr. 7 empfiehlt mehrere feine Köohinnen, guto Kellnerinnen' Mädohen für alles, Küohenmädchen, brave Wirt-aohafterlnnen, tnit guten Jalireszeuguissen, ferner Schank-, Oeaohäfts- und Laufburaohen in genügender Auswahl. Auch mache ich die geehrten Damen aufmerksam, dass ich stets gesunde, kräftige Ammen in Vormerkung habe. Bitte, das mir bisher geschenkte Vertrauen mir auch noch fernerinn bewahren zu wollen, und werde ich stets bestrebt sein, die Aufträge nach Wunsch zu effectuieren. Hochachtungsvoll (641) 5—8_________________Therese Novotny. Herrn Apotheker Pioooll in Laibach. Theile Ihnen mit, dass ich mit Ihrer Glycerin - Creme sehr zufrieden bin, da sie die Hände wunderbar weiß und glatt maoht. Der Dame, welche mir die Crßme empfohlen hat, werde ich nicht genug dankbar sein. Ihre letzte Sendung bestätige ich mit Heutigem dankend. Wien, 16. Mai 1897. Ootavie Laurent III. B., Landstraße, Hauptstraße 33. (460) 10-2 ^6) G. Z. VI. 376/96 I. Edict. Am 5. März 1898, Mittags von 10 bi« 11 Uhr. findet 'k zweite Realseiibietung drr d»m Iosel -^W,,__________________________ Eik aus Brinje Nr. 24, gehörigen Realität Einl. Z. 44 der Catasiralsemeinde Landol auch unter dem Schätzungswerte beim gefertigten t. k. Bsziiksgerichte statt. K. k. Bezirksgericht Senosetsch am 5. Februar 1896. Eine Dame, mit der Bahn in Dailmch eingetroffen, sagt zu einem Dienstmanne: «Führen Sie mich in das Erste Dienstvermittelunsss»Bureau!» «Ja, Gnädige, in welches Erste, nachdem seit neuester Zeit zwei Erste derlei Bureaux hier sind?» »Also Sie haben Locallenntnisse, geben Sie mir einen Rath!» «Ich bitte, Gnädige, ich gebe ihnen meinen guten Rath. nachdem die zwei Ersten Bureaux das nothwendige Dienstpersonal in der Regel erst durch die Zeitungen suchen, und sich daher das Honorar hiesür auch bedeutend erhöht, so gehen Sie in das vom hohen l. l. Ministerium bewilligte Dienstuermittelungs- Bureau auf der Wienerstraße Nr. ?, woselbst Dienstpersonal aller Kategorien mit vorzüglichen Zeugnissen in größter Auswahl stets in Vormerkung steht, daher in dieser Beziehung jedermann auf das wünschenswerteste bedient wird.» »Nun gut, so führen Sie mich direct dorthin!» (672) 3-1 Course an der Wiener Sörse vom 19. Februar 1898. Nach dem o^nen Cours^e ^-^»^_______________ bllll'Meln. Staatsschuld. «"' "°" it^Ullche Rente ln «oten lllr'«»n»st 102 NO 102 «0 . "'"« veiz, Iänner.Inll 10li 5N,lU^'70 '^f .'!> " April Ocw^r iN2 4b^N fl. 143 7ü 144 75. >»«,,. A» .. Fmislel I"N N. 1N1^5 if.ü '^, d,o ^'»»lslole . . 10» fl. iua-7üiiÄl 75 /'l>n« '/ -- 50 fl. 190 75!19, 7l> ^""l'Pllliidbr. k 120 st. 153 »5,«54 «5 z», . --------- <°/°Uktt,Euidre,,»e.ste»erfrel 122.8N 122 N« "eu^i^'."^"' Nione»wäl,r., >,,„'">!ür^»<,5'vestitiu!i«°Re»te «W Kl»»«» ^ium. . . S3«> 93'?o ""bahn-Stantsschlilbver. ^^, schlllbuugt». .lN"Z°hn in«., steuelfrel ilr«,,. ^')' l»r 100 fi, V, 4"/, 121 2U 122 .z« »ldid'Z°'°V«hn lu Slider »>Uboi!«,^^ <-100 fl, Nom, 5'///° 128 45 129 4d fleuÄ^»' 4> ln kc°..enw. ""ur,b,/. '.......100-10101-10 lleu r,- "b°l»' 4°/„ i. «lM,e.»V, "^"lom......9S 70 100 70 »«n^". W. l»«, Z«I,-»^°'t't, 200 ll, ü. W. l.«/, 821'- 233- """«udw.V »aafl.«n». 2,3',» blo. bto, per Ultimo , . . . 121 9<»^u l<> dto. Rente in Kruncmuähr., 4°/,, steuerfrei für Äw Krime» ««m. 99 Zz! 9g, 55 4°/„ lito, dto, pcr Uliimo . , 99-351 995') dto. St, EAl, G°ld1N0,l,, 4'///, 120-,!U'i!il'!;o dto. dto, Silber 100 fl,, 4>/,"/« i«o 80!ioi-«c> dtu, LlaatS Oblig, (Ung, Ostb.) v. I. 1876. 5"/n..... 122-10 lil^IO bto.4>/, Böliebau'Änlehen, verlo>>b, 5"/, I00'?ü iui 7b 4«/, «rawer Landes'Unlehm . 8» 30 »» un Velb Na« Psandbrltft , >. bto, dto, »'/<" ll,»tm. ,^,7. ^^^, N -östcrr, U<,ndes'Hyp,'A"st. 4°/« <,g«y ^ ,^ Oest.-ung, Van! Verl. 4"/„ . . lou-20 iui 2l, bto. bto, 50lähr, ,, 4°/„ . . inn »(, 101 .>,> Sparcasse. 1. »st., «0I. b'/.°/° °l. ^^.^ ^.^' VriolitatL'ybligatlonen (ftl 100 fl.). sserblnanbs'Noibbahn Vm, 1«W 100 70 10170 Oestcrr, Nordwestbnhn . . . 111-35 N2.^!> Staatöbal,» 3"/„ !l ^rc«,500 P.St. 228- —,22« 5ü Südbahn U"/n tl ssrcs, 500 p. St. i85üo,i86 ^, dto, 5fl. ^U» — 2«6- H,p°t>,cll>.,0est,.z!«<^l^°/°«. «5- «7- Lnl, Vest.. 200 fl. - . 2lU25 2I«-5U Oes!err,.im°llr, »°nl, S«> ft. . 82«-— S3!) - Unioübaül L0U fl. - -«' ' 30(il>0 30150 Verlehr«banl. «ll«,. »« fi. . 17h __^78 - V«lb Ware Hrtien von HransPorl« Unternehmungen (per Ttllck). Nüssig-Tepl, Eisenb. 300 ft. . I63Z 1837 Uohm. Nordbahn 150 fl. . . 262— 263 — Äülchtiehrabrr Vs. 500 fl, CM. 1572 1580 dto, dto, (>it. N) 200 fl, . b69-__5?l'^ Donau »Damftflchisfahrte . Ges., Oestrrr,, 5"0 sl, CM. . . 450- 452 — Dnx Aobe!!bllchcrE,-V,200fl,S. 71— 7110 Ferdinands Nurbb, 1000fl,!3M. 3455- 346U-Lemb.'Czernow.« Iasfn Tlseilb.' Gefellschaft 200 fl. S, , . 299 — 301 -Lloyb. Ocst,. Trieft. 500 fl,CM. 430 _ 431 — llesterr. «ordwestb, 200 fl. 3. ^z«, — 351 ... bto, bto, Mt. U) 200 fl, S. L61-50 262-PranHnxer E 97 — Zlaalöciseübnlj» 200 fl, V. . 33U-75 33? 25 Hüddahn 200 fl. S.....79-25 80 25 Zübnordd, «erb-V. 200 fl. LM. 2li 50 212— TrllMwaY>Gef„Wr,.170fl,ö,W.---------------- dw, Ein, 18»7. 200 fl, , . 502 - 505- — TramwaU Ges,, Ncne Wr,. Prio« ritäts Actie» ION fl. , , . 13325 l33 75 Una -aaliz, Eiseub.20Nll, S,Ib« 2,2 50 2l»-75 Il!iN-Westb.(»l°ab'Oraz)2!>"fl,3. 211-25 212 — Wiener Lal-albahnrn Act, (»«>. — — —'— Industrie-Aclien (per Stücl), «aüdler E Wie,l l"0 fl, - ..' »i — 84-50 Gi enbal>nw,^ihg. Erste, »aft- 133'50 135--Ell'emühl", Papierf, u^ «->». »»-- 100'-izieslimer V>ll,ic«l 100 fl. - . !,46'— 14«50 Muülnil.VcieMch , llest, .alpine i,4« 75 149 25 Prc»^r lHIse» O"d,>!st., «llg,, inPeft, «» fl....... . 557- 5S«-- Wr. Vauacsellschaft «00 fl, . Hl?b 112-^5 Wienerberaer Ziege! Actien^Ges. 327 — 3^N — Diverse Kose (per Stück), Äubapest.Baslllca (Domban) . 6 90 7-10 Ereditluse 100 II...... '»950 2N0-25 Clar»-U°fe 40 sl, CM. , , . Ni'25 «225 ^/,,Duna»-2>aml>ssch, "«ft,««. 1«?-j -- Ofener Lose l<> f,, , , - » S550 6« 5« Va!ff»Luse 4» f!, CM, - - > «^ — «45» Ml,»,.-» K«„z, !>,',a Ges. »., »fl. 10-^0 11 - Zl ^M°i^ Lose 4" fl, !,,''...... 58 >'d ^»90 Lmidui,........ 12015 20 25 Varis ........ " ^ «N0 Vt. Petersburg . . . » » —- - —-— Valutel». Ducaten........ 588 ü?U LO.ssrancsTtücle.....gzz 9-54 Deutsch«,' NciäManlnottN . . hz 77 zß-^z> Italienische Vanlnuttn . . . 45.45 ^z.^ Plpler Nubll . . . : . i> ,.27, ,.,7^