LmtmchnMMtlma. ^^^, 1 ^ ss? Pränii lü^rationiipiei«: Im llomptoll ganzj. i. N. S.S». siilr die.^uNMung in« Hau« "* Valbj.5ulv. Äit bel Poft ssanu.sl.15. halbj.sl.?.5ü. Montag, «2. Juli Inlertl ousgebühr bis io geilen: lu'al eu li., -< ^^»F^ »m.«,!li..3m.ifl.;soi,fihr.Zl:ileim.»!ll.,:!m.»lr,, >^N»V - »m. la lr. u.s. w. Ollserlionosicmpe: jebelim. 3«ll. ^^^»v» Alntlicher Theil. Vc. k. und f. Apostolische Majestät geruhten an-lässig der vom commandircndcn General zu Ofen, General dcr Cavalcrie Friedrich Fürsten zn Liechtenstein crbctcncn llcbcrnahmc in dcn Ruhestand nachstehendes Allerhöchstes Handschreiben allcrgnädigst zn erlassen: lieber General der Caualcric Fürst Liechtenstein! Indem Ich Ihrer ans Gesundheitsrücksichten crbctcncn Vcrsctznng in dcn bleibenden Ruhestand willfahre schc Ich mit Bedauern in Ihncn cinm General ans Nlcincm Heere scheiden, der während seiner langen und thattnrcichcn Militärlaufbatm im Frieden und im Kriege Ausgc;cichnctcs gleistet und Mir wie dem Heere in chrcnvollcr Erinnerung bleiben wird. Als Zeichen dankbarer Anerkennung Ihrer vielen Verdm„te uerlc.lie Ich Ihnen bei diesem Anlasse taxfrei das Großkren; Mc.ucs St. Stephan-Ordens. Schonbruun, am 3. Inli 1800. <^ran) Joseph m. p. Der k. f. Finanzministcr hat dcn Fiuan;sccrctär oer mahnschcn FinauzlandcSdirection Rudolf Schwabe ^'m Hlnanzrath und FinauzbezirkSdirector in Olmü- su.,.,,^ Minister für Cultus und Unterricht hat die dn, ^!''^lcnten Matthäus V od u Set in Mar-,.^. ""d M an; K raöan in Görz zu wirklichen ^eh-"'u Gymnasium zu Krainburg ernannt. Nichtaültlicher Theil. Dic Ncvision des Hußproleficö. . Die ..Bohemia" schreibt: ..Der Gedanke, beim bestehenden Concil eine Revision des Processes des Magisters Johann Hnß anzusnchcn. ist der Gegenstand ocr verschiedensten Beurtheilung und der widersprechendsten Deutungen. Wir für nnsern Theil sind der Mci-"m,g. die Anregung dieses Rcuisiuns-Projectcs lasse sich ''echt leicht erklären. Von einer Seite wollte man in t»c,er Revision eine ..Großthat" des czcchischcn Volkes, eme entschiedene Demonstration gegen den Ultramonta-msmns erkennen. Das heißt die Sachlage gerade;,, a" ".^""cn. Richt gegen, sondern vielmehr in aus-ia)Ucl3!,chcm Interesse des katholischen Clcrns ist diese proccß-Revision gemeint. Bei Johannes ftuß kommen N" Momente in B.tracht; er ist Kämpfer für dic Maubcnsfreihcit. zugleich aber anch eifriger nationaler breiter. Insofcrne nun das nationale Moment ins Spiel kommt, und von dem religiösen Momente abgcschm wird. konnte und mochte der im czcchisch - nationalen ^agcr stehende katholische CleruS gan; gemüthlich die hnssitischcn Reminiscenzen gewähren lasscii. Ans Rücksicht ans dcn ClcruS wurde denn anch die religiöse Seite so wenig als möglich hervorgekehrt und immer vorzugsweise anf die nationale das Gewicht gelegt. Als Haw-liczck im 1848^r Jahre gefragt wurde, weshalb erden» deu kirchlichen Fragen so ausfallend ausweiche, erwiderte er. daß ihm Opvortuuitätsgründe in dieser Richtung Bchutsamkcit zur Pflicht machen - wir haben, sagte er. die eifrigsten Förderer unserer nationalen Sache unter der Geistlichkeit; die dürfen wir nicht vor dcn Kopf stoßen. — Dieselbe Rücksicht wnrde auch wieder beobachtet, als im jetzigen Deccuninm eine neue Zeit der Freiheit anbrach. Tic hnssitischcn Vellcitätcn bestanden längst uud wucherten reichlich fort. aber wo sie sich offcu kundgaben, da wurde doch möglichst AlleS ucrmicdcn, was den mit dcn Nationalen alliirtcn Clcrnö verletzen konnte. Erst in dcn letzten zwei, drei Jahren, als die nationale Opposition sich bereits für so gefestigt erachtete, daß sie der Stütze des ClcruS, sowie des Adels cntrathcn zu können glaubte, begann man auch die bis dahin beub-achtclcn Rücksichten fallen zu lassen. Bei dcn hussiti-schen Demonstrationen tauchte neben dem Morgenstern nud dem Dreschflegel, als den Symbolen des nationalen Kampfes, jetzt auch der Kelch, als das Sinnbild des kirchlichen Kampfes auf, und diese Demonstrationen kehrten ihre Spitze fortan ganz offen gegen Rom. Da-durck) gcricth nuu dcr katholische ClcruS im nationalen ^agcr in eine peinliche Situation voll Verlegenheiten. Vergeblich versuchte er gegen diese nunmehr offen im anti-kirchlichen Sinne auftretende Bewegung anznkämpfcn; sie wnchS ihm über den Kopf und der Wchcruf, dcu da neulich bei der Dcnkmalscuthüllnug in Auwal Herr Canonicuö Vradac auöstie^, war nur daS getreue Echo der Stimmung unter dem größten Theil der national-gesinnten Geistlichkeit. lind u!t< nun aus dieser peinlichen Situation einen! Ausweg zu finden, dürfte in irgend einem spcculatiucu! Kopfe eben jenes Project einer Revision des Processes des Johannes Hnß entsprungen sein. Wenn cS möglich wäre, von ^eite der Kirche einen Spruch zu erlangen, der das Conftnnzcr Urtheil abändern würde, so wäre mit Einem Schlage die Möglichkeit geboten, daß der katholische ClcruS wieder mit uugcthciltcm Herzen bei der czcchischen Partcisachc verbliebe. Schon der Umstand allein, daß man an das Concil appcllirt, nnd somit dic Autorität der Kirche in dieser Angelegenheit! anerkennt, würde die Stellung des katholischen Clcrns! wesentlich erleichtern. Und darnm irrt man wohl nicht, wenn mau annimmt, daß es nicht ein Schlag gegen Rom und dcu Clcrus sei, welcher mit der Revision des! Huß-Proccsscs beabsichtigt mcrdcn wollte, als vielmehr, im Gegentheil cinc Diversion zu Gunsten dcr nationalen! kalholischen Geistlichkeit. — Nicht ohne Interesse dürfte cS übrigens sein, hier daran zu erinnern, daß einer Revision des Huß-Proccsscs schon vor längerer Zeit auch von anderer Seite das Wort gesprochen wurde. Professor Höfler hat nämlich in dem von ihm herans-gegebcncn Werke ..Gcichichtsschrcibcr dcr hussitischen Bewegung in Böhmen" (Wien 1800) bemerkt, nachdem nunmehr alle historischen Aclcustückc über dcu Proceß wider Johauucs Huß dcr Ocsfcutlichkcit übcrgebcn seien, wäre cö von Interesse, wcnn ein Canonist cS untcr-nchii'cn wollte, auf Grund derselben zu prüfen, ob in diesem Processe dem damals geltenden Rechte gemäß vorgegangen worden sei oder nicht." Das Arlncc-Dnbget für 1tt?0. Die Beilage znm Voranschläge des gemeinsamen Staatshaushaltes im Jahre 1870. welche das Erforder« uiß des Heeres enthält, umfaßt 304 Seiten. Die Sum' maricn dcS ordentlichen uud des außerordentlichen Erfor-dcrnisscs haben wir nach dcn einzelnen Titeln schon früher mitgetheilt. An weiterem Detail entnehmen wir nach dcr „Wehr-Zcitung" dem Voranschläge Folgendes: Unter der Rubrik „Verschiedene Ausgaben" sind angesetzt für Militär-Gesaudschafts-Machl''s 35.741 fi., die „Militär-Zeitschrift" 11.094 fi., Subvention für den militär-wisscnschaftlichcn Verein 2000 fl.. Remunerationen und Unterstützungen 04.000 fl., Militärische Infolmationcn im Auslande 45.000 fl., NeiscanSlagen für Organe dcr Centrallcitung :c. :c. 20.000 fl.. Telegraphische Depeschen dcr Militärverwaltung 42.24! fl., ordinäre Maunschaftsgcbührcn für die im Truppcustande übcrcomplet zu führenden Schreiber uud Ordonnanzen 00.180 fl.; Snmme 280.856 fl. Dcr Stand der Trnftftcn beträgt 10.075 Officicre, 1004 Militär-Geistliche, Auditorc. Aerzte und Rech-uuugsführcr. 81 Militärbeamtc und Professoren, 2 Werkmeister. 27.251 streitbare, 5740 nicht streitbare Unteroffiziere, 152.043 streitbare. 10.074 nicht streitbare Soldaten, in Summe 211.890 Köpfe. Der gcsammtc Vcrvflcgsslano der Arime beträgt 273.985 Mann, 2502 Zöglinge 38.159 Pfcrdc. Dc» Kriegsminister ist in allen Beilagen unter dcr Rubrik „Fcldzeugmcister" angeführt. Als Eq n iftirnu g sbci trag für die zu Olier-officicrcn avancircndc Mannschaft wurde per Kopf angesetzt: bei dcn Infanterie-Truppen, dcr Festungs-Artillcrie, dcr Gcnic-, Pionnicr- nnd Sanitätötrnppc 120 fl., bei dcr Feld-Artillerie und dem Fnhrwesen 100 ft., bei dcn Uhlancn nud Dragonern 200 fl., bei dcn Hußaren 250 Gulden. Die Gagen siud folgendermaßen angesetzt: Oberst 3000 fi., Oberstlieutenant 2100 fi.. Major 1080, .fellilsl'tull. ^'"M S-chlachtfelde bei Sadoum. ^ .V ""^'6 ist unmöglich, vorzudringen."" ^ ",^"ucht °n Euerer Stelle bleiben." - ..„Äiajcstät. NMf „ leiere sind todt oder verwundet."" — „Ihr Nawitt ' "'^ Ue." — Und so jagte dcr König die rcn Tod"° '" ^" ^"^ i'uück' d. h. in dcn sichc- Die Qes.^^^^^ ^cn' die Schlacht noch mörderischer, alle Ncai>^^"' ^ic nicht vom Platze wichcu, niachtcn Stnndcn Ü^^ "'^"'' die sich ihncn näherten. Vier Die Preis- ^'^ Schlacht ohne cndgiltigeS Resultat. Punkt :u ^ ^ "'^^ ''" Slandc, cincu gewisse» linaen // "I^^eitcn. Höchstens lauu es ihncn gc-"U^>, ^cl) in den bereits eroberten Dorfschaftcn zu halten. Der König wird nurnhig. Herr von Bismarck blickt verstört auf dcu Gcueral von Molltc, dcn Einzigen, der seine Kaltblütigkeit bewahrt hat. Sckou mehrmals wollte Bismarck diesen befragen, abcr dcr General wußte daS Gespräch immer wieder ab;ubrcchcu. Bismarck macht ci„cu letzten Versuch, das Urtheil Multke'S nbcr dcn ^tand der Dinge zu erfahren, abcr cr bctommt kciuc Antwort. Wic wäre es möglich, dcn General endlich sprechen zu machen? Der Minister nähert sich ihm neuerdings, zieht seine Cigarrcutaschc uud sagt: „Sic ranchcu nicht. General, ist Ihnen cinc Eigarrc gefällig?" Molltc nimmt eine solche, ohne die Miene zu verziehen. Aber Plötzlich erheitern sich die Züge Herrn v. Bismarck's und cr eilt zum König mit dcn Worten: „Alles gcht gut, der General hat sich mit vieler Sorgfalt die beste meiner Cigarren ansgesucht." Dcr König abcr bleibt befangen. Vom Kronpriu;cn uud seiner Armee, von General Bunin — dcr mit dreißiglansciid Mann Chlnm angreifen soll — kcinc Spur. Sich sclbst überlassen. bleibt die crstc Armcc auf dcm Hchlachlfcldc. Es wird dcr preußischen Reserve Bcfchl gcgcbc", die gcfährlichc Position von Lippa aufzngcbcli, dcuu von dcn Anhöhcu hcrab dccimirt die österreichische Artillerie die Preußen. Die Bataillone setzen sich iu Bewegung... da ertönt anf dcr preußischen Linie ein Frcudcugcschrci — dic Ocstcrrcicher windcu ciuen Thcil ihrer 5kanoncn u»>, sic richten sie gcgcn ciucn anderen Pnnkt — — dcr Kroi'prinz von Preußen rückt au. Dic Avantgarde dcr zweiteu Armcc nimmt das Schlachtfeld ein und nimmt von Chlnm Besitz, während die Armee dcS Königs mit wallenden Bannern gcgcn Lipfta marschirt. Die Ocster-rcichcr schen sich von zwei Seiten angegriffen, General Vcncdct gibt sich verloren. Nur eine Hoffnung bleibt ihm: dic zweite Armee zu vcruichtcn. während dic erste in Vippl, beschäftigt ist. Dcr östcircichische Feldherr stellt sich an die Spitzc dcr Reserve und zicht dcm Kron< prinzcn cntgcgcn. dcr mit Entsetzen General Bonin sammt dessen 30.000 Mann vermißt. Die beiden Hccrc stoßen bci dcm von Preußen besetzten RoSbcritz aufeinander; das Handgemenge wird grüßlich. Sieben Male erobern die Ocstcrrcichcr dcn Ort, sieben Male müssen sic weichen. Bcnedck sicht ein, hier gclie es zn siegen oder zu sterben. Er spielt so zn sagen seinen letzten Trumps aus, wirft sich ein achtes Mal anf RoSberitz und verdrängt nun in dcr That die Preußen, die sich in Unordnung zurückgehen. Bcncdcl dringt auf sie ein, cr stcht im Begriffe, cinc gewaltige ^ückc in die feindliche Armee zu machen nnd die Prcnßcn auf deren Rückzug zu Grunde zu richten. Ein einfacher Lieutenant ändert die Sachlage. Graf Waldcrscc, Commandant eines flüchtigen Bataillons, bemächtigt sich der Fahne, macht Kchrtmu uud ruft dcn Soldaten zn: „Gut. ich werde allein sterben." Bci diesen Worten halten die Prcnßen stille und sam< mcln sich um ihn. Von diesem Beispiele ermuntert, 'nachcn alle Bataillone Halt. und Benedck sicht sich durch dcn zum Todc entschlossenen Feind aufgehalten. Auf beiden Seiten kämpft man mit gleicher Erbitterung, da rückt dcr — unvcgrcifiicherweise um fünf Stunden 1164 hauptmann I Kl. 1200 fl., Hauptmann 2Kl. 900 fl.. Oberlieutenaut 720 fl., Lieutenant 000 fl. In gleichem Ausmaße für dic äquiparirendcn Classen der Militär-Bcamte». An Fouragegebühr für eigene Pferde wurde angefetzt: liei den Infanterie-Truppen für den Oberste», für 3, für den Oberstlieutenant u»d Major für zwei Pferde; be^ der Cavalleric für den StabSofficicr für 4, für dcu Rilliucislcr für 3, für den Subaltern - Officicr für 1 Pferd; an Cavallcric - D i e nstes zu l ag c für die Subaltcrn-Officierc der Cavallerie 120 fl. jährlich. Zu den Wäffen übu ugen haben von den Ne-fervislen der Liuic»-I»fa»tcri> und Iägcrtruppc» durch 20 Tage rmschließlich der Chargen cinznrücke» 100 000 Mann, vou dcu technischen Truppen 1400 Pionnierc, uud 30l> Sappcure. Das Gesammt^Erforderniß hicfür beträgt 1 Mill 18.000 st. Für Cuuceutrirungs-Ausl>M siud summa-rifch 500.000 si. au^ctragc». Für die A>mrc°Schützcnschnlc sind 21.488, für sämmtliche Divisionsschulen 13.000 fl. augcscyl. In der Rubiit „B il d n n g s a n st a l t cn " siud angesetzt für die Uebcrsieoluüg der AltillericAtademic vou Weißtirchcn uud der Gcnic-Atadcmic vo» Kloster-druck nach Wicu 0000 si, d,n,u jür die Ucbeisiedlun^ dcr vier Al!illcrie-Scl)nlcompal,uicn vou Prag, Olmütz, Krakau uud ^icbcuau uach Weißfii'chcu in Mahre», behufs ihrer Verci»ig»»g zu tech»ischc» Schlilcoiupag nie,' l2,000 fl, für den ;u oraaaisireildeu Intcndauz-Lehrcuis sind pauschalitcr 10 000 fl. augelragcu. Mout u r-Dcvo t S werden 0 bestehen, u. z. : Nr. 1 in Brüuu, Nr. 2 zu Altofcu, N>. 3 zu Graz. Nr. 4 zu IcuoSlali. Ni. 5 zu KnrlSburg, '!)cr. 0 zu Wien sammt Piobeuausmillluua. und Iastruclioncschnle. In den Invalidcnhanscrn befinden sich 28 Hanvtlcute 1. El., 19 Hanvtleutc 2 Cl,. 33 Ober lieutc»a»ts, 43 LieiltrnalUs, zusammen 1ä3. Invalide Officicrc mit freier Wahl des DomicilS sind 12 Ha»p!-leute l. Cl,, 7 Hauptlente 2. Cl, 20 Ooerlieutenants, 38 Lieutenants, uisammeu 77. An Äiannschaft sind in den Invalidcnhäusclu iu Wien und Neulcrchcnfeld 470, in Pra.i 700, in Tyr-nau uud Lembera, 800, zusammeu 2030 Mann. Dcr Stand dcr Pensionisten ist folgender: Generale dcr Cavallcrie uud Feldzcugmeistcr 24, Feld. marschall^ic'.llenants 137, Gc»cralmajorc 178. Oberste 403, Obersllieuteu^nts 411, Majore 1410, Haupllcntc und Rittmeister 3907, Odcllicutcnants 1319, Lieute» uantö 1184, znsammcu 8973; ferner: MM'äipartcieu 1199, Beamte 050, Uute,Parteien 1135, Armcedicucr 55), Individuen mit Pensious-Ergänzung, im Civil-Staatsdienste befindliche Pensionisten, welche dcu Ossi-cicrscharatter abgelegt habe». 055, mit Pensionen bc-theilte Witwen und Waisen der Militärgrcuze 147, mit Gnadcugchalteu :c. bcthciltc Indioidncu 983, in Summa mit den 200 Invalidcn-Officicrcn 14.003. Znr Verbesscruug des GrcuzwescuS sind beantragt: für Errichtuug neuer Telegraphen 00.000 N., fürdicHcrstclluugvonSceleuchte» 12.000 fl., für die Verbcsscruug des Gr.nzschulwcsens 100.000 fl., für Aufstellung einer Grenzwache 500.000 fl., für An-fchaffung von Impressen für die Volkszählung 20.000 st., zufammcn 092.000 fi. Es folgt ein eingehender Auöwcis über die Ge> bahruug mit dcu ucrfchicdcncn Fonden. Vom Stell-vcrlrctc, Foud wurdcu aufgezahlt 3,080.080 st. 65'/2 kr. Mit Ende December 1808 ist dcr Stand dcr verspätete — General Bonin mit seinen 30.000 Mann an und überfällt die österreichische Reserve, während die Armee des Königs Äppa, jene deS Priuzcu Chlum uimmt. Pon da ist Äcncdet unwiderrustich verloren. Problus, wo die Sachscu mit bewundcrnöwcrthcm Mnthe gekämpft habeu, wird ciugenommen; auch Rosberitz ist in preußischen Häudcn; die Artillerie deS Kronprinzen langt auf der Höhe von Chlum an — die Niederlage dcr Oestcrrcich'cr ist vollendet. Hier geschieht uuu eiue Waffcnthat, die Oesterreichs Heer zu vollstem Ruhme gereicht. Die preußischen Escadronen folgen dem fliehenden Feinde. Von diesem ist die Cavalcric geblieben; diese — kaltblütig wie bei einem Manöver — stürzt sich auf die preußische Cava-lerie uud richtet uutcr dieser furchtbare Verheerungen an. Dieser Scene war um so bewnndernswcrther, als sie das Schicksal dcr österreichischen Armee nicht mehr ändern konnte. Aber was können die tapferen Männer gegen ein siegendes Heer ausrichten?! Vou den uahcu Anhöhen — durch preußische Soldaten besetzt — rcguct es Feuer uud Eisen, uud endlich müsscu die Cavalcristcu sich gleich den anderen Theilen dcr Armee zurückziehe». Dcr alte König vou Preußen, der seit 7 Uhr Morgens zu Pferde ist, wohnt dem tapferen Schlagen wie dem Rückzüge der österreichische» Cavalcric bei. uud — cutgegeu dcr Absicht seiner Generale, dic dcn Feind noch vcrfolgcu wollten — gibt er der Artillerie Befehl, das Feuer einzustellen, die Oestcrreichcr fliehen zu lassen. „Genug Blut/' ruft er, „genug Blut für einen Tag!" Stellvertreter verblieben, und zwar: 4025 Mann mit 8jährigcr Dicustuerpftichtuug, 3595 Manu mit 4jahri< gcr Dienstuerpftichtung. Oesterreich und Nom. Wicu, 8. Juli. DaS Duukel, welches die diplomatische Action des Grafen Bcust Nom uud dem Coucil gegenüber noch immer umhüllt und erst mit dcr Pnbli-nation des Rathbuches gelüftet werde» dürfte, macht es erklärlich, wcuu diesbezüglich dic vcrschicdeuartigstcu, mitunter abenteuerlichste!! Combinationen iu dcn öffentlichen Organen auftauchen. Unter die letztere Kategorie gehört auch die cincm uugarischeu Blatte von hier gemachte Mittheilung. Graf Bcust habe vom päpstlichen Nuutius iu Wicu, Msgr. Falcinclli, Eröffnungen über das Con-cilsprogramm uerlaugt, dicfcr jedoch jede Auskunft unter dem Vorwand verweigert, cr selbst sei über dic Details' zwecke dieser Kirchcuvcrsammluug nicht unterrichtet. Wie ich vcstimmt erfahre, wurde eine solche Anfrage des Grafen Bcnst an dcn päpstlichen Nuntius nicht gestellt und beschränkte sich unser Cabinet iu der Co»cilsaugclc-gcnheit in seine» bezüglichen officiellcu Kundgebungen darauf, in cincr au dcu österreichischen Gesandten in München, Grafen Ingclhcim, gerichteten Depesche, niclchc auch ins Nothbuch aufgcnommeu wurde, die Motive auseinanderzusetzen, aus denen unser Cabinet auf dcn Hohculohc'schen Vorschlag nicht eingehen könne, uud den vorläufig passivcu Stauopuult dcr österreichisch-»ngarischc» N^gicrnug in dieser Frage zu betoucu. Iu-dcssen ist, wie ich vcstimmt mittheilen lauu, iu dcu letzte» Tagcu eiue Depesche des Grafcu Bcust an den Grafen Trautmaunsdorff nach Nom expcoirt worden, die dcr C»ric über die Slumming i» Oesterreich und die Hoffnungen, welche dieselbe in rcactionärcr Beziehung noch immer au Oesterreich zu kuüpfc» scheiut, die nöthi-gcu Aufklärungen wohl schassen wird. Dic erwähnte Depesche — sie bildet dcu Glanz-l Punkt deS Rothbuchcs — ist cm sehr umfaugreiches, Actcnstück, iu welchem im Hinblick auf die jüngste Päpstliche Allocution uud die Haltung deS Bischofs Ruddier mit allem Nachdruck des Tones nnd in eingehendster Argumentation die Stcllnng des SlaatcS zur Kirche scharf präcisirt, die Uebcrgriffe dcr lchtercu zurückgewiesc» uud schließlich Rom cin ernstliches „^011 z»085muu.^ geradezu cntgcgengeoonncrt wird. Das erwähnte Actenstück ist cin neuer Beleg für die echt frcilicitlichcn Anschanungcu, welche dem Vorgehe» des Grafcu Acust zu Grunde licgcu, und im höchsten Grade darnach angethan, die ihm vou alle» Seiten cut-gcgciMbrachtcn Sympathien lebhaftes! zu fördern. Iu Rom wird man übcr dicsc Dcpcschc bittcrbös wcrdcu; wir in Oesterreich werden uns hierüber zu trösten wifscu. ________________Tr. Z.) Fürst Oohcnlohe über das Concil. Folgendes ist dcr Wortlaut dcr vom uaierischen Ministerpräsidenten Fürsten Ho heu lohe iu H)ctrcff dcö Concils erlassenen Circulardcpeschc: „Müuchcn, 9. April. Es läßt sich gegenwärtig mit Bestimmtheit auuchmcu, daß das von Sr. Heiligkeit dcm Papste Pius l.V. auSgejchricbcnc allgemciue Cou-cilium, wenn nicht unuorhcrgeschcne Ereignisse dazwischen ireten, wirklich im December stattfinden wird. Ohne Zweifel wird dasselbe vou cincr sehr großen Anzahl vou Bischöfe» aus all«u Wclttheilcu, uud zahlreicher dcsucht werde», als irgend ei» früheres, und wird also auch in dcr öffentlichen Meinung dcr katholischen Welt dic hohe Acdclltnug und das Anschcu, ivclchcs eincm ö'tl,-menischcn Concilium zukömmt, entschieden für sich und sciuc Beschlüsse iu Anspruch uchmcu. Daß das Concilium sich mit reinen Glaubens« fsügcu, mit Gegenstände» dcr reincn Theologie beschaff tigcu wcrdc, ist uicht zu vermuthen, denn derartige Frage», welche eine conciliarischc Erledigung erheische», liegen gegenwärtig nichl vor. Die einzige dogmatische Matcric, welche mau, wie ich aus sicherer Q»clle erfahre, iu Rom durch daS Ccmcilinm entschieden sehen möchte, und für welche gcgcnwäriig dic Jesuiten in Italien wie iu Deutschland und anderwärts ugitirc», ist die Frage von der Unfehlbarkeit des Papstes. Dicsc aber reicht weit über das rein rcli» giöse Gcbict hiuaus uud ist hochpolitischer Natur, da hicmit auch die Gewalt dcr Päpste über alle Finstc» u»d Völker (auch die getrennte») i» weltlichen Dingen entschieden uud zum Glaubenssatz crhobcu wäre. Ist nun schon diese höchst wichtige und folgenreiche Frage ganz gcciguct, dic Aufmcrtsamkcit allcr Rcgic^ ruugen, welche katholische Unterlhanen haben, auf das Co»cil zu lcntcu, so muß ihr Interesse, richtiger ihre Bcsorguiß, sich uoch steige!», wcun sic dic bcrcits im Gauge bcfiudlichcu Vorcrbcitcn und die Gliederung dcr für dicfc in Rom gebildete» Ausschüsse ins Auge fassen. Untcr dicscn Ausschüsscu ist uämlich cincr, welcher sich blos mit den st aa tskir ch l i ch cu Matc-rieu zu besass cu hat. Es ist also ohue Z'vcifcl die bestimmte Absicht des römischen Hofes, dnrch das Concilium wenigstcns einige Beschlüsse über kirchlich-politische Materien oder Fragen gemischter Nalnr feststellen zu lasscu. Hiezu kömmt, daß die von den römischen Jesuiten herausgegebene Zeilschrift, die „Civilta catolica," welcher Pius IX. i» ciucm eigenen Brcoe die Bedculul'g ciues ossiciöscu Organs dcr Curie zu' gesprochen hat, es crst kürzlich als ciuc dcm CouciliuM zugedachte Anfgabc bczeichuet hat, die Vcrdammuugs-Urtheile dcö päpstliche,. Syllabus vom 8. December 1804 in positive Beschlüsse oder conciliarischc Drtrete zu verwandeln. Da dicsc Artikel dcs Syllabus gcgcu mehrere wichtige Axiome dcs Staatölcbcns, wie cs sich bri allcn Culturvöllern gestaltet hat, gerichtet sind, so entsteht für dic RegieiNlMU dic ernste Frage: ob und in wclchcr Form sie theils die il>„c» mitcrgcbcnen Bischöfe, theils später das Concil selbst hmzmvciscu hätten auf di? bcdcullichcn Folgen, welche einc solche berechnete und plincipiellc Zerrüttung dcr bisherigen Beziehungen von Staat und Kirche'herbeiführe» müßte. Es cutslch! fciucr dic Frage.-- ob es uicht zweckmäßig erscheine, daß die Regierungen gemeinschaftlich, clwa dmch ihre i„ Rom dcfilidlichcn Vertreter, eine Verwahrung odcr Pr 0 t cst a lio » gcgcu solche B e schl üssc einlegten, welche einseitig ohneZuzic-hung der Vertreter dcr Staatsgewalt, ^ 0 h ll c j c d c v 0 r h e r g e h c» d c Ai i t t h c i l » u a ü b c r st acit skirch l! chc Fragen odcr Gcgcu st äude g eu, i s ch trr Natur von d c in Concil,» m g e« faßt werden möchten, Es erscheint mir »nmugänglich nöthig, daß die beihciligte» Rcssicrllngcn gc^cnseiligcZ Cinveiständniß ü!)er dilse cl-nste Angelegenheit zu erzicle» ocisuchcn. Ich hadc bisher gewartet, ob nicht von cincr odcr dcr anderen Seilc ci»c Anrcgmig ausgehe» wcrdc; nachdem dna aber »icht geschehen Und die Zeit dräugt, sehe ich mich veranlaßt, Ew. ... zu beauftrage», vorstchcudc Angelegenheit bei de»,- Negicrnng, bc! welcher Sie bc> glaubiut silld, zur Sprache zu bringe», um »bcr dcre» Gcsinnnngcn nnd Ansichlc» bezüglich dicscr wichtigen Sache Erkundigung ciuzuzichcn. Ew. . . . wolleu dabei der Erwägung vcu'gcdachter Regierung die Fra^e unterstellen: ob nicht ciuc gemeinsame, wen» auch nicht collective Maßnahm,- dcr cnro-Mschcu Staaten und eine mchr odcr »linder identische Form z» eigicifc» wäre. um dc» römischc» Huf iibcr die dem Coucil gcgcuübcr vou ihnen einzunehmende Haltnng i»l VorauS uichl im Ungewisse» z» lasse», und ob uicht clwa ciue Cunfcrc»z von Vertreter» säiuml-lichcr bctheiliglc» RegiclU»qc» als das gccignctste Mittel erachtet werdc» köil»tc, je»e gcmcinsaiue Halt»»g ci»cr ci»gehc»de» Bcrothni'g zn untcrziehcu, Ew. . . . wollen, wen» es gewünscht wild, Abschrift dieser Depesche i» dcn Hü»oc» dcö Her,» . . . zurücklassen und über dic Ausuahmc, wclchc dieselbe gc-sundcn l)at, baldigst berichte». Ich crgi-eifc :c. ^cz, F » r st uo :lH 0 hcul 0 h c," Die Auffindung der Uclmreste des Königs Kasimir des Vrosicn von Pulen. Am 24. Iuui d. I. gelangte an Se. Exc. dcn Präsidenten dcr k. t. Ccutralcoiumissiou für Baudcul-malc Frciherru v. Helfert cin Telegramm dcs Co>'re-spondcntcn dieser Centralcommissiou Professor Lcpkowsti in Krakau, woriu letzterer iu Abwcscuheit des durtigcu Conservators Anzeige von dcr zufälligen Auffinduug der Ucbcrreste KönigS Kasimir dcs Großen von Polcn uiachtc. Auf das übcr dicsc Anzeige vo»i Präsidenten dcr Centralcuiumission diesfallö gestellte Ersuchen cr-stattete Professor ^cptowsti uutcr»! 29. 0. M. weiteren Bericht uud schloß dcmselbcu vier auf dic crwähutc Auf^ fiuduug sich beziehende Documcntc in polnischem Urtexte bci, deren Uebcrsetzung der k. k. Mimstcrialsccrctär Frciherr v. Päumann, seitens dcr Centralcommission hierum angegangen, in bereitwilligster Weise lieferte. Dic Widcrbcisetznng der Ucbcrrcste dcs großen Königs Kasimir von Pole» in die Grufträumc, deucu dic-sclbcu für ciuc kurzc Zcit cutuommcu wcrdcu mußteu, foll am 8. d. M. vorgcnomulc» und i» feierlicher Weise > begaugcn wcrdcu. ^ Die ,.Wr. Ztg." brim,t dcn Wortlaut der obeu gedachte» Docunlcutc i» deutscher Ucbertragu»g. Wir bri»gc» im ^lachstchcudcn das Wesentlichste: Geschehe» am 15. Juni 1809 in dcr Sacristei dcr Domkirchc zu Kratau iu Gegenwart dcr Hcrrcu: Paul Popicl, Couscruator dcr Baudeutiuale, Iohauu Matcjlo, Iguaz Palyuski, Domvicar u»d Dr. Joseph Lcpkowski, Professor dcr Iagellomschcn Universität, wclch letzterer um 4 Uhr Nachmittags vou Paul Popiel zum Schriftführer ciugcladcu wurdc. Paul Popicl crösfnctc, cr habc sich am 14. d. M., Nachmittags, mit dciu Stciumetz-Meister Fabiau Hochstim uud dcsscu Gehilfen Karl Fryc i» dcu Dom begeben, um sich zu überzeuge», mwicwcit dic Gruudfcstcu dcs Monuments Kasimir dcs Großen im Sta»de ware», die daz» gehörigen Marmorplatle» zu tragcu, dic bestimmt siud, uach ihrer Herstellung an dcn alten Ort wieder eingefügt zu werde». Doch schon nach dc» ersten Hammcrschlägcn, wclchc gcgcu die östliche Wand dcs Dcnklualcs geführt wurdc», löstcu sich cin-zclnc Stciuchcn los, mit wclchcn dicsc Scitc dcö Dcnk> males zugemauert war, und cs zcigtc sich in der Wa»' dung ei» hohler Raum, bci dcsscu Vclcuchtuug ma» Gc-bciuc cntdccktc, wclchc sich unzwcifclhaft als die irdischen Ucbcrrcste Kasimir des Großen darstellten. Außer dcn Gcbciueu fand man eine Krone vol> vergoldetem Kupfer, ein kleines filberncs Scepter (und 1165 zwar^uur dcn obcrcn Theil desselben, da der nnlcre Theil des ^cptcrs oon Holz war lind daher vermodert sciu niochlc.) An der Spitze dcs Szepters bcfandeu sich drei ^intm.^Ferner fand man einen Ncichsapfcl vo» vergoldetem Silber nut einem Kreuze (jedoch ohne Edelsteine), emen goldenen 3ting mit Amethyst, Sporen von vergoldetem Kupfer, ;cl>n Stück silbcrnc Knöpfe von einem Gewände herrührend, Stoffstücke nnd Haarbüscheln; ei'dlich fand man Sargnägel und morsche Sargrcste. ^heile eines Eisenrostcs (Gitters), anf welchem der Sarg inmitten des Grabgewölbes gestanden haben mochte. Der Abt S. Grzybowski nahm min die Krone, das Scepter, dcn Reichsapfel; die Sporen, den Ring, die Knöpfe und die einzeln anfgefnndenen Edelsteine der Krone in Vcrwahrnug. welche sämmtliche Gegenstände in die WasacaMe übertragen wurden. Der Abt Nuslnowski besprengte ncnerdings dic in dcm Sarge gesammelten irdischen Ucbcrrestc, woranf der Sarg von der Erde gehoben nnd nnler Absingnng des Psalines : „I^mxUow^ lstcichfalls in die Wasacapcllc übertragen wurde. Den Sarg trng die Geistlichkeit zugleich init dcn in diesem Protokolle aufgeführten weltlichen Anwesenden: er wurde auf einem Katafalk aufgebahrt und mit Kirchenlichtern umgeben. Während das ,.8ulvl!r«^iuli," angestimmt wurde, durchzog man dcn Sarg mit Schnüre» nnd versah ihn mit dem Eonsislorialsicgel der Krakaner Diöccse, auch drückte Panl Popicl sein Eonscrvatorsiegcl darauf. Das Pcischaft des Eonsisioriums nahm der Abt Rnsinowski, jcneö der Eouuersators Herr Johann Ma-tejko in Verwahrung. Der Prälat GrybowM dagegen verschloß die Capcllc. Oesterreich. Wien, <> Juli. (Behufs Durchführung des ^andwchrgcsctzcs) für die westliche Neichs-halftc werden dcm Vernehmen nach in Kurzem ii!» Land-wchr-Evidcnzhaltnugcn. dic Hälfte der systcmisirtcn. in den Ergänzungsbezirks-Stationen des stehenden Heeres zur Aufstellung gelangen, und soll der GcsctzciUwurf über jene Aenderungen, welche an der Tiroler Landcs-^rthcidignugs-Ordnung vorzunehmen sind, um dieselbe dem ucncn Wchrgcfetzc anzupassen, bereits fertig sein und ^m Tiroler Landtage in dessen nächster Session zur ""'atlnmg vorgelegt werden. . ^lnz, <>. Iilli. (Professor Lorenz), welcher "l brutalen Ton dcs hiesigen clcricalcn Volksblattcs Illllllf vcllirthcilt hatte, veröffentlicht in diesem einen "»derruf. Seine Erklärnng sei ein Prodnct krankhafter "Usregnng gewesen. Bcdancrnd revocirc er. Pest. '.). Juli. (Das Uutcrtiaus) h^t dcn ^>st>^csctzcnlwurf iu der Spccialdcbattc, unwesentlich "°dific,tt, zum Beschluß erhobei,. Auch wuidc dci^ Gesetzentwurf über die Raab-Grazer Bayuliuie aeuch-Wigt. Uuslaud. «Paris, 9. Juli. (Wichtige Beschlüsse.) Wie der „Public" meldet, werden wichtige Beschlüsse der Nc-8'erung heute der Kammer mitgetheilt. Nach einer Mittheilung der ..Patrie" führten Besprechungen zwischen der Regierung und dcn hervorragenden Mitgliedern ^cr Kammer zu einer Verständigung. Die Ncaicrnng wird Mbst Reformen verwirklichen. Der Scncn foll sofort tuibellifcn werden, über cincn Senatnsconsult bcralhcn Und das Programm del Interpellation vcrwilllicht weiden. "^ Mehrere Journale '^rsichcrn, die Niinistcr halten ihre ^"Uasstmg gegeben nnd Ronher sci bcanflrant, das Ca-"l»ct, in welches vier Mitglieder der ThicrS-Partci cin-ll'eten winden, neuznbildcn. ^ 10. Juli. (In der Kammer) theilwcisc er-, legte Debatte. Pcllctan erhält cinen Ordnungsruf, weil er den 2. December als Verbrechen bezeichnet. Der Präsident beantragte dieKammcrconstituirnng am Montag. Lunduu. 10. Juli. (Im Untcrhausc) b^ Natlgt Otway die Fortdauer der Judcumißhaudlungcu 'n den Donaufülslcnthümcrn. Die britische Regierung machte deshalb Borslcllnngcn. Dnff versichert, das bis-licrige Vorgehen der Rnsscn in Ecutralasicu berechtige mcht zu Bcunrnhigungcn. die Berichte der indischen gei« tungcn seien übertrieben. <«,.. .^nn«jewatz. 8.'Juli. (Verfassung.) Die ""alyungcu im Plcnunl über dcn Vcrfassnngscnlwurf s. " l,is ^ 5:; vollendet. Ueber einige Paragraphc cut-A^ k "'"^ lebhafte Debatte. Die Wählbarkeit der leli,,l 3- ""b Beamten zu Abgeordneten wurde abge< l s^ «> ,'" ^mcndcmcnt. daß anch die Fürstin oricnta-, l',^el ^cligion scin müsse, wurde verworfen. Es wurde' d>, /. entschieden, ob die Functionärc dcr Slnpschtina s.l,? " Firsten ernannt oder dnrch die Skupschtina 'kwst gcwählt werden sollen. sass,.'"^ ^ ^"^- (Die Stupschtiua) hat dcu Verlag, gscntwnrf angenommen. j..,s,..,'^berlandpust. Mahomed Azim Khan und Ab-bul soll ' 3^"' ^'^ umcrlcgcncu Machthaber von Ea-sj,^' , .e? ^"sicn verlassen und sich inS Vager des rns-^ m"''!."' in Turkestan geflüchtet haben. Emir c^ «)sch ,'., i'^ '"'" ^ru.cc in Abtheilungen, so rasch ^i,^ .!.'"' "ach Eandahar. Der Fall von Herat wno neuerdings ^meldet und findet immer mehr Glau-orn. unter den Usbeken in Turkestan herrscht Aufregung. — Prinz Virindur Ailram Scwh. l. Prinz von Ne-paul. wird iu Benares vor Gericht gestellt, weil er Jemanden angestiftet haben soll. gegen die Rani Bodhkn-niari falsches Zeugniß abznicgcn, auf dessen Grnnd sie dcs Ehcbrnchcö hätte beschuldigt werden können. Tagesneuucheiten. — (Eiscnbahncongrcß.) Vei dem Eongresse dcr deutschen Eisenbahnen, welcher vom 19. d. M. ange-fangen in Wien tagen wird, werden Vertreter von den Eiscnbahnvcrwalnmge'n aus Aerlin, Karlsruhe, Darmstadt, Dresden, Frankfurt' a. M,, Hamburg. Köln, Leipzig, München, Stuttgart, Pest, Warschau, Prag, P""s, Brüssel, Aachen, Breslau, Brannschweig, Brombcrg, Elberfcld, Erfurt, Haag, Hannover, Kassel, Magdeburg. Mainz, Basel, Potsdam, Saarbrücken, Schwerin, Stettin, Utrecht, Wiesbaden, Turm uud Zürich laut dcn bereits erfolgten Anmeldungen anwesend sein. Ueber Ansuchen des Festausschusses hat das Ministerium des Innern die Abschlicßnna. des Gartens dcr Gartenbaugescllschaft vom 16. bis inclu swe 19. Juli gestattet, um die große» Vorbereituugm, welche das kiiuftlerische Arrangement des Laudschaftömalers Hcrrn Adolf Obermilller erfordert, möglich zu machen. Das Fest selbst wird bci günstiger Wittcrimg unmittelbar nach Schluß dcs Banketts beginnen nud, wie wir hören, wird der Wiener Mäuncrgcsaugvcreiu durch seine Milwirtuua, den Abend verherrlichen. — (Zur Reform dcr Strafanstalten.) Baron Pinzcr, der bekannte Humanist, hat dcr Regierung cin umfangreiches Elaborat vorgelegt, iu welchem er dcu Plau. nach welchem dic Strafanstalten am zweckmäßigsten in Besserungsanstalten verwandelt werdcn können, entwickelt. Das Justizministerium sott den Plan haben, dieses Elaborat dcm Reichsrathe mit dem Entwürfe dcs Strafgesetzes vorzulegen. — (Eiue Eaualcxvlosiou.) In Pest ließ in der Königsgassc ein Vnrsche eine Flasche, in welcher sich eine Maß Hoffmcmn'scher Tropfen befand, fallen, so daß die Flüssigkeit auf der Straße hernmfloß und auch in den Eanal rann. Ein muchwilliger Schusterjunge zündete jedoch , diese Flüssigkeit au, welche nun hoch aufloderte uud gleich feiner Feuerschlange durch das Gitter iu dcu Eaual drang. ,'In Folge dcssen entzündete sich auch im Eanal das Elick-gas, gleich darauf erfolgte eine unterirdische und ziemlich heftige Detonation. Das Straßcnpflaster wurde eine bedeutende Strecke laug aufgerissen. Ein weiterer Unfall ist glücklicher Weise uicht eingetreten. ^_ (Tod des letzten Verwundeten vou 18LL.) In der Nacht vom 2. zum 3. d. verstarb im Breslauer Garnison« - Nazareth dcr Musketier Zwicklmöty vom 7. ostvrcnßischen Infanterie-Regiment Nr. 44 an den Folgen einer bei Trcmtenan erhaltenen Schußwunde. — (Der Tod dcs Bischofs Lubicuöti.) Aus Warschau, 1. Juli, wird der „Kreuzztg." geschrieben: Ueber dcu Tod des auf dcr Reife uach Perm iu Nischnij-Nowgorod verstorbenen Grafen Lubienöti, Bischofs vou Augustowo, erfahre ich jetzt, nachdem sein vertrauter Kam-mcrdicnet, der von Kindheit an sein treuer und uuzer-treuulicher Begleiter gcweseu, dieser Tagc hierher zurück gekehrt ist, folgende Einzelhciteu, welche angesichts der anch bei dieser Gclegcuhcit wie gewöhnlich böswillig ausgestreuten falschen Gerüchte uicht ohne Interesse uud Wichtigkeit sind. Der Bischof, welcher von jeher cin Feind aller wärmeren Kleidung zu scin pflegte, ließ sich auch unterwegs, trotz dcr anhaltend kühlen Witterung, dnrch nichts bestimmen irgend eine warme Bedeckung umzunehmcn, sondern legte die ganze Rcise in seinem einfachen Priestcrklcid, seidenen Strümpfen und Schuhen, ohne Mantel oder Ober rock zurück. Bei dcr namentlich starken NachtMtc war, wenn auch im geschlossenen Eisenbahnwagen, eine Erlällnna, nicht zu vermeiden, welcher der Bischof auch dadnrch Vorschub leistete, daß cr fast nichts als Früchte genoß; so nutcv andenn au einem Ort (in Orel) neue Apfelsinen. Zil der äußeren Ertältnng trat nun in Folge dessen noch eine innere heftige Magencrtältung, und dem hieraus entstandenen Vciden glaubte der Reisende durch wiederholten Genuß von starkem Xereswein abznhelsen - - einem Getränk an das cr, ein überhaupt in seiner ganzen Bebens weise höchst enthaltsamer Mann, durchaus uicht gewöhnt war, und daS also in dem ohnehin durch die Erkältung geschwächten Magen eine Entzündung hervorrief. Ei» paar Eisenbahnstationen vor Nischnij - Nowgorod hatte sich dcr Zustand des Kranken bereits so verschlimmert, daß man gcr» seine Reise unterbrachen hätte; i» Ermangelung ärztlicher Hilfe jedoch mußte man vorziehen ihn »ach Rischnij zu bringe», wo sofort nach seiner Ankunft ei» Concilium von dreien der namhaftesten Aerzte dieser Etadt abgehalten wnrdc, wo aber bekanntlich der Kranke schon am dritten Tage nach der Ankunft seinen beiden erlag. Vor seinem Tode, welcher bei vollstem Bewußtsein erfolgte, genoß cr noch den Trost und geistlichen Beistand der örtlichen römisch katholischen Geistlichkeit. Das Kaiserfest in vlmiitz. Am 4, d. M. wurde die Gcdächtnißfeicr dcr im Jahre 1756 aufgehobenen Belagerung der Hauptstadt nnd Grenz-scstung Olmütz festlich begangen. Bürgermeister Dr. Echröt. ler hielt ans diesem Anlasse' eine Festrede. Darin sagte er: „Die preußische Heeresmacht, welche sich am l. Mai 175« vor Olnlütz lagerte nnd die Festung vollkommen einge-> schlössen hatte, wurde am 2. Juli desselben Jahres gebro» cheu. Nur der Entschlossenheit nnd dcm eisernen Muthe des damalige» Festungscommandanten, nur dcr Entschlossenheit und dem eisernen Muthe der Bürger und der Besatzung ist es gelungen, dcr Eroberung dcr Fcstnng während der hartnäckig geführten :l6tägigen Belagerung vorzubengen. Die große Kaiserin Maria Theresia erhob als Anerkennnng alle Rathsherren in den Adelstand und ertheilte dcr Bürgerschaft das Recht, jährlich am Gedächtnißtage ein Kaiserfest abzuhalten. Das rnhnwolle Benehmen, die ausharrende Treue nnd der ausgezeichnete Hcldcnmuth unserer Ahnen sind nns ein Vorbüd zur Nachahmung und Uebung der Tugenden des Gehorsams, dcr Ehrenhaftigkeit, der Achtung vor dcm Gesetze, der Pflichterfüllung, des Sinnes für Recht und Ordnung. Ee. Majestät unser erhabener Kaiser hat den Staatsbürgern ausgedehnte Rechte nnd Freiheiten verliehen. Nicht nur das politische ^cbeu, sondern anch die gesellschaftliche Ordnung hat eine ueue Gestaltuug erlangt. Die Garantien znr gedeihlichen Lösung der Staatsaufgaben sind geboten. Oesterreich hat unter dem Schutze dcr von Sr. Majestät verliehenen Freiheiten und der Verfassung wieder Ansehen, Macht und Wohlstand gewonnen. Mag immerhin die freiheitliche Ordnnng von feindlichen Elementen angekämpft werdcn, der besonnene Staatsbürger wird wissen, daß nur dnrch sorgsame Pflege des Forlfchrittes, dnrch unablässige Arbeit, dnrch rastloses Vorwärtöstrcben auf der gegebene» Bahn der Verfassung das hohe Ziel erreicht wird'. Die Olmützer Bürger, welche sich stets durch Patriotismus und Vicbc für Kaiser nnd Vaterland auszeichneten, werden treu und fest ausharren und jenen Weg betreten, dcr durch die freiheitliche Ordnung zur Wohlfahrt und znm Ruhme Oesterreichs führt. Hoch uuserem Kaiser Franz Joseph! Hoch Oesterreich!" Dieser Hochruf fand eiue enthusiastische Zustimmung. Der k. k. Etaathaltereirath Ritter v. Ehlumecki beantwortete die Festrede. -Locales. — (Ernennung.) Der Präsident des steierm.-karnt.-krain. Oberlandesgerichtes hat den Accessisten Michael G erbenz zum Official des k. k. Kreisgerichtes in Ru- dolfswerth ernannt. — (Fromme Legate.) Die verewigte Gräfin Blagay hat in ihrem Testamente unter anderem bestimmt: Für die Armen der Äillichgratzer Pfarre 1000 fl, so, daß die jährlichen Zinsen unter dieselben vertheilt werden; für die Pfarrkirche in Billichgratz 500 fl.; für die Kirchen in Schwarzcnberg, Horjnl und St. Iobst je 200 fl.; der Kathedralkirchc zu St. Nicolans »nd der Franziskanerkirche in Laibach jeder 1000 fl.; den E. E. Ursnlinerinnen 1000 Gulden; dem krainischen Invalidenfond 200 fl.; dcm Normalschulfond 50 fl. ; alle diese Legate ohne irgend einen Abzug oder Auslagen, welche der Universalcrbin Frau Gräfin Thcrese Ancrsperg obliegen. — (Bevorstehende Emissionen,) Die Ere-ditanstalt wird in nächster Zeit mit mehreren bedeutenden Emissionen hervortreten. Vorerst steht die Emission der Aclien der Laibach-Tarvis-Bahn bevor und später dürften in rafcher Aufeinanderfolge die Geldbeschaffung filr die Graz-Raabcr Bahn, fowie für die ungarifch - galizifchen Eifcnbahnvcrbindnngcn folgen. .__ (Ukrainische Landwirthc anf dcr Breslauer Ausstellung.) Vom '.>. bis 15. Mai fand in Breölau die 27. Wanderverfammlung deutscher Land- und Forstwirthe, statt, an welcher nahezu .'!000 Landwirt he aller Länder, darunter 100 Ocstcrrcichcr, sich bctheiligte». An der damit verbundenen Ausstellung bethciligten sich anch krainer Landwirthe. Von speciell krainer Erzeugnissen befanden sich dort von Graf Lanthieri zu Wippach mehrere Sorten Weine, von Baron Noschitz zu Emcrek bci Pösendorf diverse Sorten Buchweizen, weißer Frnhtukuruz, 5 Sorten Hirse, Wachsfisolen, Pferdebuhnen, Winter- und Tommerleinsamen, geschältes und nngcschältcs Pflanmen-Dörrobst, lraiucr Wcine, kraincr Slivovitz und Apfel-branntwcin, die Weiu-Dampfel zum Ärodbacken, Sirt» ruthenprodukte u. f. w., dann zwei Exemplare des Grot-lenfischeö (I'rowus uiissuiim«), welche lebend und munter auf dcr Ausstellung sich befanden, darauf dann in den Besitz dcs dorlige» 'zoologisch-bolcmischcn Gartens überginge». Für die vom kramcr Ha»del6l)ic»enstandc ausgestellten lrai' ncr Bienenvölker in Original-Transport- u»d Königin-zuchlkasten empfing Baron R. die silberne Medaille, iu Anerkennung seines Verdienstes um die Vcrbrcitnng dcr t'raiucv Biene. (Wie wir ver»ehme», er»annte der Pfälzer Verein dcn genannten Herrn zum Ehrcumitgliede uud empfing auch derselbe vor nicht langer Zeit ein Anerkennungsschreiben des Herr» t. t. Ackcrbauministcrinms.) — (Polizei bericht.» Einem Feldwebel der hiesigen Garnison wurden am ll. d. M. Abends 400 fl. und mehrere Effecten ans einer unverspcrrtcn Truhe entwendet. Die muthmaßlichen Thäter dieses Diebstahles, 2 Soldaten, wurden sammt dcr Barschaft pr. 400 fl. crnirt. — In einem hiesigen Gasthofe ist am l>. d. M' einer auf der Durchreise befindlichen Kanfmannsgattin ans ihrcr Handtasche eine goldene, im Etui befindliche Ankernhr abhanden gekommen. — Am 4. d. M. ist dem Geschäftsmanne L. V. sein Gehilfe L. P. ans der Arbeit entwichen, nachdem er demselben bctrügerischerwcise cincn Geldbetrag pr. 20 fl. zu entlocken wußte. Die geeigneten Nachforschungen wurden eingeleitet. — Am 10.' d.' M. Nachmittags wurde am Frcmzistancrplatze die Zimmermannsfrau H. Z. aus Stefans- 1186 dorf durch einen zweispcmnigen, leeren Wagen niedcrge-fahren. Der betreffende Kutscher wurde zur Verantwortung gezogen. — (Ein kleiner Stra ßenfcan da l) entstand gestern Abends nach 9 Uhr auf der Kothgasse dadurch, daß ein vom Bahnhofe her kommender Fiater und ein aus der Barmherzigengasse im Trabe in die Kothgasse einbiegender Biersichrer zusammenstießen, wobei der Comfortable einige leichte Beschädigungen erlitt. Jeder der beiden Nossclenker maß natürlich dem andern die Schuld bei. Der jedenfalls wirklich im Nechtc befindliche Fiater übte jedoch schnell entschlossen mit ein paar kräftigen Hieben Lynchjustiz und dann erst durste der kleinlaut gewordene Vierführer abziehen. — (K irchliche Nachrichte n.) Uebersetzt wurden die hochwürdigen Herren: Josef Boglar aus St. Ruprecht nach Et. Kantian bei Dobrava; i'orcnz Urbanija aus Gurkdorf nach St. Ruprecht; Peter Rezck aus Honig-stein nach Gurkdorf; Blas Iusti n aus Fara nach Hönig-stein. — Dem hochwürdigen Herrn Franz Aergant ist die Pfarre Billichberg verliehen worden. — Der hochwürdige Herr I. Bilc, bisher Hausgcistlicher der fürstlich Windischgrätz'schcn Familie erhält das Bcncsicium Lozice. — Die Priesterweihe findet heuer am 25»., 27. und 30sten d. M. statt. — Se. fürst bischöfliche Gnaden wird am 18ten Juli in Selzach, am 19. in Eisnern das Sakrament der Firmung austheilen. — (Schlnßverhandlungcn beim k. k. Landesgerichte Laibach.) Am 14. Juli. Alois Zalotar: Todtfchlag; Anton Petcrka: Diebstahl; Sebastian Breznik: Uebertretung des §477 St. G.; Johann Cebaäek und 2 Genossen: schwere körperliche Bcschädiguug. — Am 15ten ^luli. Martin Rento: öffentliche Gewaltthätigkeit; Josef Cerne: öffentliche Gewaltthätigkeit; Agnes Berbic: Vergehen gegen die Sicherheit des Lebens. — Am 1»>. Juli. Josef Korosiö: schwere körperliche Beschädigung; Jakob und Apollonia Prudi?: Vergehen gegen die Sicherheit des Lebens; Thomas Vcrec: schwere körperliche Beschädigung. Neuelle Post. Wien. 10. Juli. Der ungarische Landtag soll nächsten Mittwoch seine letzte Sitzung halten. Zur Verhandlung werden noch gelangen: Die Poswerträge, die galizischungarische Verliindmigsliahn und das uom Oderhause zurückgelangte Gesetz über Volkszählung. Die dritte Lesung des Gesetzentwurfes über die richterliche Gewalt fand heute statt, sodann ward dcr Gesetzentwurf dem Oberhause zugeschickt. Wcuu dies keiuc wesentlichen Modifikationen vornimmt, so kann eö die Vorlage bis Mittwoch erledigt haben — und nur iu diesem Falle Würde Mittwoch die letzte Sitzung abgchaltcu. Wien, 10. Juli. Hcutc fand dcr erste Prtßpro-ceß vor den Geschwornen statt. Der Wicucr Gemeinde-ralh hat die ..Debatte" gellagt, welche die Mitglieder desselben „Chinejrn" nannte. Die Geschwornen erkannten den Redacteur dcr „Debatte" einstimmig wegen Außerachtlassung dcr pflichtgemäßen Obsorge für schuldig; er wurde zu fünfzig Gulden Strafe und hundert Gulden CautionSverlust verurtheilt. Pcst. i>. Juli. (Unterhaussitzung.) DaS Referat der Ccntralscction über die galizisch - ungarische Verbindungsbahn, worin die Annahme dcr Linie Ujhcly-PrzemM empfohlen wird, wird verlefen und für Montag auf die Tagesordnung gesetzt. Die Inarticulirung dcr in der vorigen Scsfion angenommenen Handels- und Zolloerträgc wurde geschlossen, dcr Poslvertrag mit den Donaufürstenthümcrn angenommen. Dcr Gesetzentwurf über die Ausübung der richterlichen Gewalt wurde in dritter Lesung mit 184 gegen 109 Stimmen und der Gesetzentwurf über die Wrstlialm in dritter Lesung einstimmig angenommen. Die Petition vieler Bürger dcS Pcstcr Comitatcs gegen daö Verfahren der ComitatS-Commission bei Zusammcnschreibung dcr Wähler wird auf Vorschlag dcr Petitions-Commission nach langer Debatte dem Ministerium dcs Innern zugewiesen. Die Interpellation dcs Abgeordneten Vukovich über den Stand dcr Fiumamr Angelegenheit beantwortet dcr Minister-Präsident dahin, daß eine günstige Lösung derselben in Aussicht steht. Lemberg, 10. Juli. (Pr.) Dr. Florian Ziemial-lowsli veröffentlicht eine Erklärung an seine Wähler, daß cr scin Abgeordnetenmandat nach Schluß der Delc-gationssession niederlegt, weil er die schädliche Politik Smolta'S nicht unterstützen lann. Lemberg, 10. Juli. 1202 meist israelitische Lembcrger Wähler untelschlicben eiue Vettraucnöaolessc an Zicmiallowoli, Goluchowsti, DubS uud die Majorität dcr galizischcn Mitglieder dcr Rcichsiathsdelegulioi, ncbst einer Gegenerklärung wider die Beschlüsse der Wählerversammlung vom A7. Juni. Hicmialtowsti gc> denkt noch immer «ach Ablauf dcr Session dcr gcmciu samen Delegationen sein Landtags- und Ncich^raths-lliandat niederzulegen. Die hiesige Mittelpattei will einen Resolutionistcuclub bilden zur legalen Verfechtung l«r Rcsoluliou. — Die Karl-Ludwigs-Bahn kündigt die Eröffnung deö Betriebes bis Zloczoui und Brody auf den 12. d. M. an. Vrooy, 10. Juli. (Pr.) Heute um 3 Uhr fand die feierliche Eröffnung drr Lemdcrg-Orodycr-Eiscnbahu statt. Die zahlreichen Gäste wurden freudigst begrüßt und vom Präsidenten der Handelskammer und dem Bürgermeister Postcl empfangen. Es fand ein glänzendes Diner in den Balmlocalitäteu statt; Toaste auf Se. Majestät, dcu Gencraldircctor Herz, den Betriebs-director Ursprung und die Solidarität dcr galizischeu Bevölkerung wurden ausgebracht. Abends fand eine Soiree im Gemcindcralhssaalc statt. Paris, 10. Juli. Die Journale betrachten noch immcr wichtige liberale Eutschließuugcl!, welche iu dem heute Morgens unter dem Vorsitze dcs KaiscrS avgc» haltenen Minislerrathe berathen wurden, als nahe bevorstehend. Gestern fand eine allgemeine Versammlung der Freimaurer statt. Die Majorität der Bureaux nahm eine Resolution an, am 8. December eine außerordentliche Vcrsammluug in Paris abzuhalten, um auf die Beschlüsse des Concils zu antworten. Der Großmeister Mcllinet gestattete aber der Versammlung nicht, über diesen Antrag zu verhandeln und schloß die Sitzung. Brüssel, 10. Juli, Nachmittags. DaS französischbelgische Eisenbalmprotlltoll ist laut einer telegraphischen Meldung heute in Paris unterzeichnet worden. Brüssel. 10. Juli. (N. Fr. P.) DaS Echo du Parlcmcnt zeigt an, daß die Uutcrzcichuung des franco-belgischcn Vertrages gestern stattgefunden hat. Die Veröffentlichung desselben in den beiderseitigen Amtsblättern wird demnächst erfolgen. Zug. 10. Juli. AlleS prangt in festlichem Schmucke. Heute erfolgt die Ankunft der Fahne dcö Schweizer SchützenbundcS von Schwyz. Die Wiener treffen gleichfalls heute ein. Madrid, 10. Juli. Der „Impartial" schreibt: Die Unionisten und Demokraten sind über die Minister-frage einig. Man glaubt, beide Parteien werden sich dafür entscheiden, an dem neuen Ministerium thcilzu-nehmcn. Bukarest. 10. Juli. Der französische Agent Alexander Millinet ist heute nach Paris abgereist. Telegraphische Wechselcourse uom 10. Juli. 5perc. Metalliaue« 63.10. — 5pcrc. M.talliques m,t Mai- uud Novembcr-Ziufen 63.10, —överc^lational-Aulehm 71.3.'». — 1860er StaatSanleheu 105.50. — Vanlactien 762. — Lreditaclien 288 70. — London 125.-. — Silber 122.10. — K. l, Ducateu 5.92 Handel' und Golkswirthschastliches. Das Geschäftserssebnift der Nationalbank im ersten Hemester !«<»!) ist am 6. d. M. Pnblicirt worden. Daö Erträgnih per il,436.6!>i» fl. wird folgendermaßen vcrwrn-dct.' 5 Percent Zinsen drs BantcapitalS für ein halbes Jahr. 5 15 fl. Per Actie, mit 2,250.000 fl., Superoividende i< 6 fl. Per Aclic mit 900.000 fl.. Quote filr den Rescrvcfond N9.192 fl. OcwillU-Ucbcrtrag in das zweite Semester 1869 per 187.502 fl. Es wurde ferner verausgabt: Auf Steuer von den Acticn-Divi- denoen und Gebühren-Pauschale filr das Darlehensgeschäft 469.N6 Gulden, Abzug der Einkommensteuer bei den im ersten Temcstcr 1869 cincassirtcn Conpons 48.476 fl., RegieanSlagcn und Slew-pclgcbühr silr Bautaclien-Coupons 441949 fl.. NotcnfabricatioU 101,559 fl. Die Grsammteinnahme mit 4,517.798 fl. rcsnltirtc ans folgeoden Erträgnissen: Escomptegcschäft 1,448 74? fl., Darlehensgeschäft 1.019.0^6 fl,. Hypolheiar-Creditgeschäft 778753 si.. Bantanwcisnngs-Provision 32 379 fl.. Devisen-Erträgnisse 586.884 Gulden, Zinsen vom Slcucranlchen 13,200 fl., Einsen von drn Schuldverschreibungen der Äarl-i!udwig-Bahn I66?18l fl., Zinsen von den Effcclcn des Reservefonds 457.85)7 fl., Saldo-Vorlraa vom Jahre 1"68 14.768 ss. Die „Times" über den österreichischen Ttakl. Die „Timct<" schreibt: Vor zwei Jahren hat die österreichische Negiernng einige Proben von österreichischem >Hr Gegeud zwischen Elchen nud Anssce. in der Salzlager vorkommen sollen, zu nntcrsuchen, hat seine Arbeit bereits vollendet. Darnach ist das Salzvorkommen zwischen Liehen nnd Pürg ein derartiges, daß man ans ein abbauwürdiges Steinsalz zu kommen incht viele Hoffnung hat. Die Gegend bei Äilterndors entspricht in Bezug auf Formatiou und Salzvorkommen beiläufig dcr Hallstädler 5,'aa.e; nnr ist die räumliche Ausdehnung dcs Lagers cinc nicht sehr bedeutende. «aibach, 10. Inli. Nuf dem heutigen Marlie sind er- schicnen: 5 Wagen mit Getreide, 3 Wagen mit Heu n!,d Stroh (Heu 17 Etr 30 Pfd., Stroh 37 Etr. 5 Pfd.). 10 Wagen nnd 4 Schiffe (30 Klafter) mit Holz. Durchschnitts-Preise. Mtl.. Mgz.- "^ !l!tlt.^ Mgz.» st- lr. st. lr. fi. li. st. tr. Weizen pr. Mctzcn 4 60 5 U! Vnttcr pr. Psuud - 40------- Korn „ 2 90 3 20 Eier pr. Stück — 1;------ Gerste .. 2 40 3 — Milch pr. Maß - 10 - Hafer „ 2- 2— Rindfleisch pr, Psd, 22 — — Halbsrucht „ ------3 55 Kalbfleisch „ —22 — — Heiden „ 2 90 3 22 Schweinefleisch „ - 22------ Hirse „ 2 90 3 — Schöpsenfleisch „ — 15 - .- Kukurulj „ 2 80 3— Hähndel pr. slilll —35— — Erdäpfel „ 160------- Tauben ,. -14------- Lillseu „ :« —------- Heu pr. Zentner — 80 .. — l5rbscn „ 3 20 — — Stroh „ —70____ Fisolen „ 4------- Holz,hart.,prKlft. ------760 Rindöschmalz Psd, -47 — — — weiches, „ -------560 Schweineschmalz,, —44 — — Wein, rother, pr, Speck, frisch, „ —30------- Eimer - - 9 — — geräuchert „ — 42 — - — weißer ,. ------10 — ilottvzirhunss vom RO. Juli. Trieft: 68 30 23 6 55. .MelelirolliMlle NttohüMm^eil ill Llnliuch. 6U. Mg. 329.5.^ -l-15.« windstill " 'Ncb'el^" 10. 2 „ N. 328.21 ^ l 23.i- windstill Huheiinebel 0.,x. l0„ Ab. 329.3u -l^-^ windstill Höhennebel 6U. Mg. 329.,! n n, a i, r. TN^-s » '^l.4 Wie» 9 Inli Arbitrage Verkäufe Küudung von Depots uud Besitrchtnngen hinsichtlich bevorstehender Einschräntnngcn im ^ombardgescliäfte der Nalionalbank wirkten 2l1l>l!l.Nl1l)llMl. hrnle zusammen dic Conise zn drücken. Hauptsächlich wurden hiedurch die lungeren Bahnen beeinfluß«; besouders Elisabeth und Rndolf. Bautpaplcre blieben gut bchanplel, insbesondere die Wiener Bank, welche sogar bis 114 50 vorfchritt. Ill EscoMpte-AcUen lamm Schlüsse über 940 vor. Slaalöpapicre erlitten wenig Veränderung, nur 5,'osc von 1864 verloren beträchtlich. Silber erhöhte seinen Preis um '/. pCt., während Devise» amltiherud wie gestern notirten. _______ ^U. Allgemeine Staatsschuld. Für 100 fl. Geld Waare Einheitliche Staatsschuld zu 5 pEt.: iuNoteuvcrzillSl, Mai-November 63.- 63,10 „ „ „ Februar-Angnst 63.— K3.10 „ Silber „ Jänner-Juli . 71.15 71.25 .. „ „ Apnl-Oclober. 71.U» 71.25 Steueranlchrn rückzahlbar (Z) . 98.25 98.50 Lose v,I. 1839......252.-252.50 „ „ 1854 (4 °/„) zn 250 fl. 95.- 95,50 „ „ 1860 zu 500 fl. . . 105.50 105,70 „ „ 1860 zu 100 fl. . . 106.75 107.50 „ „ 1864 zu 100 fl. . . 124.30 124.50 Stallts-Domiilicu.'Pfaubbriefc zu 120 fl. ö W. i»l Silber . . 119.50 120.- U. Wrundentlastunas-Vbligationen. Filr 100 fl. Geld Waare Böhmen .... ,. 5pEt. 92.75 93.25 Oaliz.en......5 ,. 74.50 75.^ Nirder-Oesterreich. . „ 5 „ 93. 93.50 Ober-Oesterreich . . „ 5 „ 93.— 94.-Siebcubürqrn . , . „5„ 79,- 79.50 Stc,ermarl .....5 „ 92.75 93.25 Ungarn.....5« «^ «2.25 D. Actien von Transportunterneh' mungeu. Geld Waare Alsüld-Fillmancr Bahn . . . 173.75 174. - «c'hm. Wcstbahn.....20?.- 207.50 Earl-i!ndwig-Bahn.....233.75 234.25 Donau-Dampfschifff. Gesellsch. . 606,— 60«,— Elisabcth-Wrstbahn.....196.50 197.— Fcrdinands-Nordbahn . . . 2287.-22^2.— Füufllrchcn-Barcscr-Vahn . . 188. 188.50 Franz-Iosephs-Bahn .... 189.50 190.-Lemberg-Czern.-Iassyer-Bahn . 199.- 199.50 Lloyd, üsterr........329.- 331.— > Geld Waare Omuibus (erste Emission). . .270.-272.— Nudolfs-Vahn......17-l.-'.») 175. - Sirbcilbürger Vahu .... 175.50 176.- Staatsbahu.......378.- 379.— Südbahu........261.20 261.40 Sild nordd Verbind. Bahn . . 17l.- 171.50 ThcißVahil.......257 — 259.- Tramway........202.50 203.- «. Pfandbriefe (sür 100 fl,) Allg. öst. Boden- NapolconSd'or . . 10 „ 02 „ 10 ,. 03 -Vereinslhalcr ... 1 „ 83 „ 1 ,. 84 " Silber . . 122 „ 25 „ 122 .. 50 - Kraiuische Grnndenllaliuug«-Obligationen, P^ vlltnlltirung: 86.50 Gelb, 90 Waare