!¥»• 13. 1841. Mittheil n nge rr D e s historische» Vereins für Kram. LAIBACH, DEN 1. DECEMBER. Anh a n g zu dem, Jahrgang L, Blatt Nr. 6 beginnenden Aufsätze, mit der Aufschrift: Würdigung eines in Pesth erschienenen Werkes, betitelt: »Urgeschichte der Slaven u. s. to.” (Stilu S.) O a v u s. S. H y gr is und Thyssagelae. Olbiopolis ober 01 bi a liegt gegen 200 Stadien aufwärts von der Mündung des Borysthenes. Es gab mehrere Städte dieses Namens, so z. B. in Pamphilie», in Gallia Narboneiisis. Vilnius drückt sich so aus: »Kt. a Tyra centum vigiuti M. passuum Humen B o v y-s then es, lacusque et gens eodem nomine, et oppi-duin a mari recedens quitidecim M. pass'uum. Olbiopolis et Mile topol is, antiquis riominibus. IV.” — Sonach stellt sich alS irrig heraus, waS sich über Olbia in Schütz's Erdk. 35. 27, S. 134 findet: »Ungefähr zwei Meilen ooii Nikolajem, unweit des Dorfes Po rutino, am Bog, erkennt man die Ruinen von Olbiopolis ')• Ober entstand wegen der Vermischung der Simone eine scheinbare Abweichung? Panticapes, — entspringt in Skythien aus einem See und fließt von Norden herab, strömt gegen Hy--läa zu, daselbst in den Lima n des Dnieper.” Melp. 54 . . . To tum eum (den Dromos Acbilleos und die Km (tengegenben) Taurici Scythae et Sarmatae teneut. lade sylvestris regio, Hyiaeum ma re, quo allui-tur, cognominavit, Enaecadloae vocautur itiQolae. 1) „Einer milcsiftieii golonie /' heißt es weiter, wo die Nachgrabungen eine erstaunliche Menge von Münzen und andern Atterthü-tttcni geliefert haben. Der Platz, auf welchem diese alle griechische Stadt gestanden hat, wird jetzt der H u n d e r t - G r a b e r p 1 a tz ge- Ultra Panticapes ainnis, qui JVomadas et Georges distermiiiat, mox Acesinus. Quidam Panticapen c o n fl u e r e i n fr a 01 b i a m cum Borysthenelr a-dunt, diligenti ores Hy p a n i n: ta n to er r ore e or um, qui ilium in A s i a e p arte p r o d i d e r e. Ipse Buges (ein Ser, der bur d) einen künstlichen Graben hinter der Stadt Catchte seinen Abfluß ins Meer hat) ... recipit amnes Bug ein, Ge rr b u in , Hy p anin, ex diverse veiiieiiles tractu, Nam G err bus — (ganz He-rodot'sche Darstellung) — B a s i I i d a s etNomadas separat, Hypaiiis per N o m a d a s et II y I a e o s Unit, manu facto alveo in Bugen, natural! in Core tum. Regio Scythiae Sendica nominatur. Sed a Carcinite Taurica incipit u. s. tu. Ueberbiefj wird die Verwirrung nur »och größer, da der Hypauis (Bog) sich wirklich mit dem Borystheues vereiniget, aber nicht durch die nomadischen und hyläi scheu Skythen seinen Laus nehmen konnte, mithin der hiergenannte Hypauis ein ganz neuer Fluß seyn müßte, während der Hypakyris verschwindet. Daher vermuthe id;, bop Hypauis in ber Stelle . . . recipit ti. s. f. eine falsche Leseart sey, anstatt Hypacyris. —■ Endlich, daß man auch einen Hypauis (Atiliceila) in Asien kannte, ist aus der Karte zu ersehe». — Der unter betn Artikel Gerrlius ausgesprochene Zweifel findet auch in dieser Stelle seine Rechtfertigung Wenn doch aber Vilnius uns die Mündung des Panticapes angegeben hätte! Auch Strabo hat den Panticapes nicht. Vergl. Gerrlius und Scythae Georgi. V e u c bn i. Zu Alexanders des Großen Zeiten gehörte die Insel Pence den Tr i b aller » a).— Marnoma, bcr noch der Menge der dorauf umher zerstreuten Gröber diesen Namen erhalten hat." — 2) Alexander prutlnus supe-i-ato jugo, per H a *e m u m moniern inTr ihallos ad lliimeii L y-gium profectus est, Syrmus Triballortim rex erat: in cognito Anmerkung. In ber diese Aufsätze begleitenden Karte bitte ich die verehrten tiefer folgende Gtorrectm-cii anzubringen: Das Wort R h o x o 1 a n i ist einmal von NW. nach NO. zu schreiben, dergestalt, d. ß der Buchstabe R an seiner Stelle verbleibt, bas ganze Wort aber duich 23 hindurchgeht und etwas über 21 hinausreievt: dann act ist dasselbe Wort unter dein ersteren von W. nach O. auszuschreiben, so daß es bei dem Buchstaben D (in Dnieper) durch Nr. 21. gegen den Don gerichtet ist. Beide Warte sind in den meisten Karten ans Verstoß 111 der Richtung von S. nach N. verzeichnet. Ursprünglich hatten sie ihre Richtung von W. nach O. Da es sich zeigte, daß bei den unternommenen (Eorrcctuven wegen ber chemischen Mo wer die Buchstaben nicht deutlich l;ervovttcteii, |o hat man die etwa vorkvm-nienben weiteren Schreibfehler unberlchtiget gelassen. I. 21. lies: Lebedjön (wie in Nr. 16); in 17 : @ e dp 6 m 0= nat - Schläfer, in 18; Tanais; in 26: Poltawa, unten Daci, statt Taci. — S.' ust überall Scythae , statt Sci-tae u. dgl. — Noch ist ein Flüßchen 2 sset (heut zu Tage so benannt, s. den Artikel Isscdones) in nokdöstl. Richtung über dem Worte Isscdones, jedoch jenseits der Uralkette einzutragen. In einigen Exemplaren findet sich'-. t i a I i s nennt sie (VII. 68.) „G e lit'a Pence.” Pl i-ii i ti 6 rechnet bi e P e» c i n e r und Bust» mer zn dem fünften germanischen Geschlechte (IV. i4.) S. 73, Sp I, Nete. P h a I a c. r i. S. Argippaei. P liana gori a. Zwischen diesem Orte und Pantica-paeiiin friert die Meerenge so zu, das; man mit Wagen darüber fahrt; Strabo: ja daß sich daselbst ein ordentlicher Weg bildet und sogar Koth entsteht. S. Rlioxolani Note 4. Noch heut zu Tage besteht die lieberfahrt von Phan ago r i a oder wahrscheinlicher Coro, c o n d a m e n (Taman) nach der Krim. S. S. 66, Nr. 52. P i t y u n t. S. dies. Jahrg. S. 9, Note 1. P V r c t o s, P r u t h Die Skythen nenne» ihn Po-r a s. Er ist einer von den fünf in S k y t h i e u e » t s p r i n-gejiben Flüssen. Die übrigen vier sind: bev T i a r a n-tus, Ara ros, N a p ar is mid Or d es s us, die sämmtlich in die Donau fallen Melp. 43. R hip ha ei oder Rhipaei monies. Ural. Vielleicht von (usti/ (pisTTsö) der Schwung , z. B. yrnr/ avtiicav der Schwung der Winde, auch Wind selbst, wofür wieder QiTtri allein. Also das Rhipäische Gebirge gleichsam das Windgebirge. S3 war ja daselbst der Hauptsitz des Aqnilo, der sich von dort gegen den Süden hiuschwang. Und die Sitze der Hyperboreer werden als jenseits des Rhi-phäischen Gebirges und zugleich jenseits deS Aqnilo befindlich angegeben S. Hyperboreer. Die Etymologie wird auch durch die Form ihtzt/ (daher R h ipäi sches und Rhiphäi-fcheS Gebirg) gerechtfertiget. Merkwürdig ist eine Stelle auS Plutarch Camillus. Ein Theil (der Gallier) zog über daS Rhiphäische Gebirge »ach dem nördlichen Meere. — H h oxol an i. „Es wohnen aber ober (b. i. östl. v ) dem Boryst he » c S 3) die ä u ß ersten R h o x o l a n e n , die zu den letzten uns bekannten Skythen gehören und südlicher liegen, alS die oberhalb Britan nie» wohnenden Völker, von denen wir Kenntniß haben. Denn waS noch höher liegt, macht die Kälte unbewohnbar. — Von diesen (den Nho.rolaneu) südlicher und ober dem MäotiS wohnen die Sa uro mate n und Skythe», bis zu den östlichen Skythe».” 4) Strabo II. —■ »Die R h o r o la n e n” schreibt derselbe Schriftsteller, nachdem er die S i d o n e r, P e u ci »er auf der Insel Pence angeführt — „wohnen am nördlichsten, auf den Ebenen zwischen dem Do» und Dnieper. Denn Alexandri adventu uxores ac pueros ceteramque imbellem tur-]>am ad Danubium in insulam F e u c a in confestim misit, quo et T h r a c e s T i1 i b a 11 i s finitimi sc receperant. JNec lnullo post et ipse Syrmus codein sugit. Beliqua Triballoruin multitude ad alteram insulam se contulerat eo in loco, ex quo pri die Alexander nioverat, sitam. Alexander Triballos repetens, hostes ex silvis in aperta provocatos superat 3ooo caesis.“ J u-stin. 11. — 3) So weil er besannt ist- — 4) Den asiatischen b(s ans Oftmeer. — o) „Die Zelle der Nomaden," fahrt ©trabe fort, „werden mittelst Pfählen auf Wagen befestiget, auf welchen sie leben. Um diese Zelte herum ist das Dich, deren Milch, Käse und Fleisch ihnen den Lebensunterhalt gewähret." Sie folgen den Weiden , indem sie nach und nach die GraSebenen einnehmen, (bergt. 0, ;o *), im Winter in den Sumpfwiesen am Melons, im Som-, was wir nördlich von Germanien bis zum kafpische» Meere kennen, ist ebenes Land. Die Rho rola neu aber haben auch gegen die Feldherren des MithridateS E tipat or gekämpft, zum Anführer TasiuS habend; sie kamen aber als Bundesgenossen deS PalakuS, des Silurus Sohn. Man hielt sie für ein streitbares Volk, aber gegen einen ordnungsmäßigen und wohl bewaffneten Phalanx richtet eine jede barbarische Nation und eine leicht bewaffnete Schaar wenig aus. Die Rho.rolauen, also 50.000 an der Zahl . . . wurden größtentheilS getödtet. Sie bedienen sich aber der Helme von rohen Rinderhäuten — und der Brustharnische, tragen Schilde (ytöoocfonoi') een Weiden geflochten. Als Waffen haben sie eine Lanze {loy/oi), Schwert und Bogen. So sind auch die meisten anderen beschaffen 5). — X II — S. S. 67, Sp. 2. Vergl. Jahrg. I , S. 54, Sp. 2, Note 39 (zu S. 55 gehörig) ii. Sp. 2. II. und S. 10, Sp. 2. In Konstant. Porphyrog. findet sich die Benennung R h o-rolaueu nicht S. S. 73, Sp. 1, Note: „Eo audentius Rlioxolani” tt. s. f. Vergl. Egnat. p. 597 (Rhoxolani et Patzinaces Scythica ge n s.” —■ Tacilus: „Rhox. Sann at. gens.” —) Sahire ». S. S. 9, Note I. Vergl. Sarmatia. S a s p i r e n. Melp. 37 u 49. Sarmatia n. Sannatae, Sauromatae fij. „Germania liinc — (von Norden)— ripis ejus (Rheni) usque ad Alpes, a meridie ipsis Alpibus, ah Oriente Sarma tica rtim coulinis gentium, qua seplemtrio-nein speelat, ocean ico lit tore ohducta est.” — Mela 111. 3. (Vergl. Jahrg. 1,, S. 69, 2.) Und weiterhin: Sarmatia intus, quam ad mare , latior ah his , quae sequunlur, Vistula 7) ainue discreta , qua retro ahit usque ad I s t r u m fl um e n i m m i 11 i L u r. Gens liahilii armisque Parlhicae proxima... Non se urhihus te-nent, et ne stalls quidem sedihus ... semper castra habitant... hellatrix, libera iudomita, ut femi-nae etiarn cum viris hella iiieant: atque ut habiles sint, natis stalim dexira aduritur mamma u. ff. Mela 111.4. Am Schluß f'erire hos lein adultarum Stipendium est: adeo ut non percussisse pro llagitio liaheatur, sitque eis poenae virginitas ” Ganz nach H e r o do t'S Erzählung von den Sauromatiinieu. (Vergl. Marceli, im 4. Jahrh.) — Die S a u r o m a t en wohnen am tiefsten Einbug deS MäotiS angefangen 15 Tagreisen weit am linken. Ufer des Don aufwärts in einer ganz kahlen, von Frucht - wie mev auch in Sen Flächen; denn die ganze Gegend ist sehr kalt bis zu den Gestaden zwischen dem Dnieper und der Mündung des Mäotis." — . . . Und obgleich sie (die Nomaden) die Ebenen bewohnen, so finden sich doch viele Kennzeichen der Kälte. Denn sie (die Nomaden) ziehen keine Esel, da Diese Thiere die Kälte nicht vertragen, und unter den dortigen Rindern haben einige keine Hörner, anderen sägt man sie ab, da dieser Theil leicht durch die Kalte leider." „Wie heftig aber die Kälte sey, kann man hauptsächlich daraus abnehmen, was an der Meerenge des A'zow'schen Meeres geschieht. Die Ueberfahrt von PH an a gori a nach P antska p ä u m trägt (im Winter) Lastwagen, so das; daselbst ein ordentlicher Weg und sogar Koth entsteht." — Vergl- S. 63, Sp. 2 und S. 71, Sp. i- — 6) Die Sarma ten werden von den Griechen Sau ro malen genannt. Sarma tae a Graecis Sauromatae (sc. dieti) IV. 12. Plin. — 7) Yi s till us sive Y i- eon andern Baumen entblößten Gegend. Ober ihnen nehmen den zweiten Landstrich die Budine» ein. Melp, 21. — 93on der Entstehung der Sarinarcn wird Folgendes erzählt. Als die Hellenen mit den A mažo n en —- welche letzteren von den Skythen Oiorpatae, d. i. auf helle-II i f chV? ä n n e r tödt er (S. dies. Jahrg. S. 32, Note 20), genannt werden, kämpften, — da sollen die ersteren, nachdem sie in der Schlacht am Thermodon Sieger geblieben waren, abgesegelt seyn, indem sie auf drei Fahrzeugen Amazonen mit sich führten, so vieler sie habhaft werden konnten. Die Amazone» erschlugen aber die Männer (ihre Wächter) auf der See. Allein, da sie des Schiffens unkundig waren , iveder das Steuerruder zn fuhren, »och die Ruder zu gebrauchen ivnsiten, sollen sie nach Ermordung der Männer nach dem Wellen- und Windzug Hingetrieben, in den Mäotis hineingerarhen seyn, ivo sie bei Kremni an das Land stiegen, welches den königlichen Skythen gehörte, worauf sie immer weiter anfivärts zogen, bis die von den königlichen Skythen gegen sie mit dem Auftrage, keine zu todten, sondern nur gefangen einzubringen, abgeschickten jungen Leute von ihren Reizen gefesselt, sich bereden ließen, mit ihnen über den Ta na is (an das linke User) zu gehen und dort eine von den Vätern getrennte Wirthschaft anzufangen, da sie selbst (die Amazonen) vermög ihrer von dem Gebrauche der Skythinnen ganz verschiedenen Lebensweise sich mit diesen nicht vertragen zu könne» glaubten. Die jungen Skythen gingen also über den Don, legten eine Strecke von drei Tagreisen gegen Osten vom Don entfernt und eben so weit vom Mäotis zurück, und in dieser Gegend angelangt, »ivo sie noch gegenwärtig wohnen," singen sie an dieselbe zu zu bewohne». Die Weiber beobachten »och jetzt die Weise der S a n r o m a t e n , geh e » in i t d e n M a n -n e r n it n b a u ch allein zu Pferd auf die Jagd und in den Krieg, und tragen sich wie Männer. — Die Sanromatcn haben die skythische Sprache aber von Alters her voll Solöcisme», da sie die Amazonen nicht am besten erlernt haben. ... In Betreff der Heira-then wird es bei ihnen so gehalten: es hei rath et keine Jungfrau, bevor sie einen Feind erlegt hat, einige derselben sterben daher als Jungfrauen ohne zu heirarhen, iveil sie die Bedingung nicht erfüllen konnten." — Melp. 12 und l 10 bis J17 incl — Mela erzählt (I. 19) so: »Oram quae a Bo sporo ad Tanain usque delleclitur, Maeotiei incolunt, Torre ta e, A v re chi, Pliicores el ostio iluminis proxi-ini J ax a in at a e. Apud eos easdeni art es fein i n a e , q u a s viri exercent, a d e o u t n e militia q uide m v a c e n t. Viri pedibus merent, sagitlis depugnant; illae equestre proeliurn ineunt, nee ferro s tul a. Plin. IV. iZp — 8) „Incl e la c us ipse Maeotis T a-Ir a i n a m nem ex IX i p h a e i s m o n t i b u s defluenlem accipiens, novissiinuin inter E ur op am Asiamcjue smem . . . Plin. IV. 12. — 9) D. i. die Dev Weivev sich Bemächtigenden. S. oben.— 10) Quem mihi nunc animum dir a regione jaoeri inter Sa uroma las esse G e t a s q u e putas ?“ Ovid 1II. 3. —Sa u r omatae cin g mit Je r a gens, Bessique Getaeque, dum aura te pet m e d i o defend im ur Istro At... nitet in d uto Candida barb a gelu . . . In vehi tur celeri barb a rus hostis eqiio. Trist. III. 10. „Inter Sar- diinicant; sed quos laqiieis. intercepere, traliendo confidant. Nubiint tarnen: verum ut nuhiles haberentur non in aetate modus e.st; nisi quae h ostem i n lerem e re, virgin.es mail ent.” Die Sache hat sich also zu Mela's wie z» H e r o d o t's Zeiten verhalten, wenn anders der Römer dem Griechen nicht blindlings nachgeschrieben hat. — Weiterhin heißt es: Ipse Tanais ex Jtlii-paeo monte dejectus 8) adeo praeceps mit, ut cum vidna llumina, tum Maeotis et Bosporus, dun I’oiiti aliqua brumali rigore durentur... Ripas ejus Sauromatae et ripis baerenlia possident: unagens, aliquot populi et aliquot nomina Primi Maeotidae yvraixoy.Qurov[i evoi (Gynaicocratumeni fl) regna Amazon um, feciindos pabula ad alia steriles nu-dosque eampos tenent. Budini iirbern ligneam ball ent. Juxla Thy ssagetae , Jyrcaeque (am Ir-g is) vastas silvas occupant, aliinturque vena lici o. 'Pum coni in ui s r up ib us late a sp er a e t deserta regio ad A rim p ha e os usque permiltitur. II is justissimi mores; nem o ra pro d ornih us ali-menta baccae, et feminis et maribus n u d a suirt capita. (S. Phalacri ) S a eri Itaque haben tur adeoque i p s o s nemo de tam seri s g e n t i b u s v solat u t a I i i s q u o q u e a d eos c o n f’ u g i 's s e pro a s y 1 o sit. Ultra surgit mons Rhipaeus (Ural) ul-traque eum jacet o ra, quae special oceanum. Hier ist, wenige Zusammenjiehuiigen und 7lnsläffnngen abgerechnet, eine fast wörtliche Uebersetznng der cc. 21, 22 u. 23 ans Melp. nicht zu verkennen. »Ibi Arjmphaeos quosdam ac-eepimus, band dissimilem Hyper boreis gentem. Sedeš illis nem ora alimenla baccae, capillus j uxta feminis v iris q u e in probro existimatur, ritus dementis. Itaque sacros baberi narr ant, in violatospue esse, e t i a m f e r i s accolarum populiš: n ec ipsos modo, sed illos e ti am, qui ad eos perfugerunt." — Plinius VT. 13. S. Argippaei und Hyperborei. — 7lber auch im heutigen Ungarn und am Jster fanden sich zu Mela's Zeiten Sar-n.iaren, und iiod) früher. Ovid gedenkt ihrer oft, und noch frühere Schriftsteller ,0). PliniuS schreibt: Aversa ejus (Haemi) in Istrum devexa Massagetae, A o t i, Gaugdae, Clariaeque: Sub iis Carrei, Sarina-tae, quos Areatas vocant, Scythaeque, et circa Ppnti littora Mori sense, Sitboniique Or pire i vatis genitores obtinent. 1 ta finit Ister a septen-trioiie. Vergl. Scylbae : „Ceterum Seytbarmn gens" a. s. f. 71 u d) eine sar m a ti sche Insel kennt PliniuS: Priinum ostium n) Istri Pences, m ox ipsa Pence malicaš umbras.“ — Nec ut ante per Istrum strici ul a S a uroma la s plaustra bub ulcus agil.“ Trist. III. i2- — „Janine d o-m u s Seythi co Naso n is in orb e est? . . . Non vacat, in qua sint posili regione T o in i t a e , qua er ere lini tirno v ix loco nota Ge ta e, aut quid S arm a ta e iaciant, quid Jazyges. De Ponto 3. — Ovid klagt viel über Torni, und doch schrieb PliniuS Namque Tbraciae allere latere a Politico btto re incipiens, ubi Ister a m n i s i m inergitur, vel puleberrimas in ea parte tubes habet Istropolin Milesiorum, Tomos Calatiii q ue? IV. n. — if) (fv spricht von den fünf Denaumündungrn. — 12)Soll insula, a quo proximus alveus appellatus XIX. M. pass, magna palude sorbetur. Ex eodem alveo et super Is trop oli n , lacus gignitur Ixiij M passurn ambitus, Halmirin vocanl. Secundum ostium Naraclistoma appellator. Tertimn Calostoma juxta insulam Sa r matica m. IV. 12.— Der obige» Stelle oušiMela (»Orani, quae a Ho sp or o’') setze ich noch eine aus Vilnius (VI. 7.) zur Seite; Dein Tanain amtiern gemino ore intluentem incolnnt Jaxamatae, Medorum (ul lernn t) soboles : Et ipsi in mul ta genera di vi si. Primo Šauromatae G y n a i c o c r a t u m eni, n n d e A m a z o n n m c o n n u b i a. Dein Euazae .. . T li u s s a-getae, T u r c a e l2) usque ad solitudinem saxis con'v a Hi b us a s p e r a S 13J, ultra quos Arim-p h a e i ,4j, ipii a d Ripbaeos pertinent. T a n a i n ipsum Scythae S y I i n vocant, M a e o I i n Tem e rinila*, quod significat m a t r e m mar is. —- Ge>vi>; ist der Vergleich dieser mit der obigen iLtelle aus M e 1 a ungemein interessant. Beide Stellen enthalten übrigens treue Ueber,setzniigen des Herodot Man steht endlich: auch zu Plinius Zeiten ist »och keine Spur von s l a v isch e m Elemente im Skythischon zu finden. Vergt. dies. Jahrg. iL'. 31, Sp. I, Z. 1 n. s. f., dann S. 32, Note 16. — All einer andern Stelle im Plinius stehen die Äöorte: Sapra maritima ejus (des Cyrus jylnssrs •— Kur) U d in or unique gentern Sarma tae U t'i d o rsi A ro ter es prae-tendiintiir jam A m a z o n e s Sauromatides VI. 3. -— Im Suetonius heißt es (Tiber 41.) Armenian! a Par this occupari , M o es i a m a Dacis, S a r-matisque. . . Expeditionis partim spoute suscepit partim uecessario. Spouse in C altos, necessario unam in Sarma t as legione cum legato simul caesa” . . . (I)omit.) ,5) — Prokopius erzählt (S. dies. Jahrg. S. 9, Note I): „dort (an den Pässen Tschur mid Kaspia des Kaukasus) wohnen die Hunnen, die sogenannten Sabin: n (A(ußiQot) und einige andere hunnische Völkerschaften. Von dort sotten die Amazonen aufgebrochen seyn. S. Amazones. Auch spricht hier Prokopius seine eigene Meinung über die Amazonen (die Mütter der L) a r m a t e n) ans. — Bei Lucanus (II. 21. 386 n 22. 408. III 7. 56. findet man llutlieui und Sarinatae. Plinius führt li. u t li e n ! in Agnitannien an: Kursus Narboneii-sis provinciae centermini Rntheni.” IV. 19. Dieselben III 4. Die Sarma ten kommen oft als eigene Völkerschaft vor, wie oben im Sueton , oft als eine Nation „Delude rursiis Gallia est, longe et a nostris littoribiis liujus-que permissa. Ab ea Germani ad Sarm a las porri-gi tur, ills ad Asian» 1G). Mela I. 3. Sarma lici monies sind bei Jornandes, die Karpathen. S. Jahrg. 1. S. 54, Note 12. Die Polen wurde» von den wohl gelesen werden • „Jnrcae,“ wenn nicht etwa darunter die abgetrennten königlichen Skythen zu verstehen sind. — i3j Diest ware das Land mit rauhem Veden ober den abgetrennten königlichen Skythen, bevor man zu den Argyppaern kömmt. — ,4) Die Argyppäer vermuthlich. — iS) Datier und Sarmaten stellt auch Plinius bei einer anderen Gelegenheit zusammen : .... spätern Bizantinern ©annaten genannt, woraus jedoch nicht folgt, daß die alten Sarmaten Polen waren, wie man bisweilen die Russen mit dem Namen Skythen belegt. Da die Russen nach und nach das Herodot'sche Skythien einnahmen, so konnten sie der Benennung Skythen nicht entgehen. Sarinatae J a z y g e s. ©trab» S. 203. S. Jahrg. 1. Bl. Nr. 12, S. I, Z. 9 von unten. Die heutigen Iaszy (Jaseyger), s. dies. Jahrg. S. 10, ©p. 1 ii, 2, wo der Unterschied zwischen Jazyges u. Sarma-tae ; auch ©.II, Sp. I. — Jazyges . ./lay.ovi Dio-Cas-sius ©. 1105 (1 i 65 ?) tt. 1181 Sarinatae Aorsi, ©. Jahrg. I. S. 44, [Rote 11; dann dies. Jahrg. ©. 30, @p. 2 u. s f. ©. 29, Note 4. Diodor-Sic. XX. 422 u. 155 neni äs rear JZxvÖcov u. s. w. Just. IX. 2, 3. S a r m a t a e Aors i. ©. dies. Jahrg. S. 10, ©p. 2. Sey tliae. S. Jahrg. I. S. 44, Note 11; dann dies. Jahrg, S. 30, Sp. 2 n. s. f., ©. 29, Note 4. Diod. Sic. 422 u. 155 nsni rtor —y.vOaii’ u. s. iv. Just. IX. 2. 3. „Seytliae regionem ca m p estre m et ser ti lem occupaverunt; graves adbuc accolae. Sedeš haben t et in Europa et in Asia; qui supra Bo sp h or mn colunt, adseri-bunlur A s iae; et qui in Europa sunt, a laevo Thra-ciae latere ad Borys Ihenem alqiie inde ad Tana im aliimi amtiern, nata plaga attiueut. Tainais Euro-p am et Asia m medi us i n te r sl uit IT). JNee dubi-tatur , quin Sey tliae, qui Part bos con d id ere, non a K os p bor o sed ex regioue Europae perietra-vermit. Curtins VI. 2. — Curtins erklärt auch an einer andern Stelle die Parther für ans dem Vaterlande vertriebene Skythen: ... quas nunc Partlii Scythia profecti leneiil.” — Und Justinus schreibt XLI. 1. 2. Der ilinnie P a r t h e r bedeute in skyt h i sch e r Sprache Verbannte (exules ,s): „Ilis (Parthis) inter Scythi-nuin Medicumque medius ct ex utrisque mixliis” ... „In relatione rcriini ab Sey tin's gestarum , quae satis am p 1 a e m a g n i ficae q u e liierimt, princip, ah o r i g i n e repelain. N o n eni m ni i n u s ill us tria iui-tia, quam imperium habuere : .... Quippe cum ipsi Par th os B a c t r i a n o s q u e, sem in a e anteni eorutn A mažo nuiii reg n a c o n d i d e r u u t I9). Und in iVI e I a (VII. 7.) : B a c t r i a n o s Tanais ab Scy- this, (]iios Europaeos vocant, dividit. Idem Asian», et Europam finis interlliiit. Cete rum Sey Ibar um gens baud procul Thracia sita ab Oriente ad S c- p t e n t r i o n e m verti t Sarma ta r u m q u e , ut quidam credidere , non lini ti m a, sed pars est. Recta delude regionem e ti a m ultra Is trum jacentem colit (Neu - Kleiiiscythien): ultima Asian , qua Bactra sunt, slringit. Quae Sep ten t ri o n i proxiina sunt, proliindae inde silvae vastaeque solitudine excipiunt. Kurs its quae ad T a n a i m et B a c t r a spectant, hu- „etlam apud D a c o s Sarmatasque corpora sua ins cri hunt.“ XXI. i. — 16) „Milio Campania gaudet praecipue, pultemque candidam ex eo sack. Fit et panis praedulcis. Sarm a tar urn quoque gentes hac maxhne pulte (Hirsebrei) a lun tur.“ Plin. XVIII. 11. — 17) Vergl. Nete 8. — >8) P e r s e r ---- F r e m d e. Plutarch im Arisiid. 9' und 10. — 19) Es ist diest ein guter Com- mano cultu liaml dispavia sunt. Scylhae gens autiquis-sima semper hah i ta, quamquam inter Sey tli a s et Aegvptios diu contenlio de generis vetiistate ... II. 1.......armen ta et pecora semper pascentihus .. . in plaustris ... invicti 20) II. 2. .. . invictos Scy-thas esse crediderant, quibus fractis, nullam geniern Mace don um armis pa rem fore conütebantur.” Curtins VIL 9: »Sey this non, ut ceteris Barbaris rud is et inconditus seiisus est... e Legans Scylha-r u m oratio.” (Curl. VII. 8. -'). Sem M e l a gefallt die Erklärung des Ursprunges der königliche» S k y-the» --) vom Herkules und von der Schlange II. 1. »Basilidis ab Hercule et Echidna generis princi-pia sunt, mores regii, arma tantiun sagitlae.” Das ganze Kapitel (li. 1.) enthält eine Uebersctzuug des Herodot: Me la rcccnftrc die sk yt-h isch e n und andere Völker, die er jedoch von den ersteren nicht unterscheidet, und er erzählt ganz dasselbe von ihnen, ivaS H e r o dot. Wie dieser führt er uns (der doch in das Jahr 41 n. Chr. gehöre vor: die u o m a d i sche n Skythe», die Georgen, die E s s e d oue u (Jssed.), die A n c h r o p o p h a gen, Gela n e n, M e l a u ch I a n e » , N e u r e u 23. A der auch A t i a k e r »qui furari quid sit ignorant.” — »Diese wohnen am Flusse Axiaces , der zwischen den C alIi p > d en und den A p i a-keru stießt 24). Diese werden von de» J st r ier u durch den Du i e st er getrennt. Dieser entspringt bei den 9a euren.” — Also sind die Neureu »och immer am D n i e-ste r wie zu Her odor's Zeiten. S c y t h a e arö teres, Pflug s'k yt hc ii. Sie säen Getreide nicht zu eigenem Gebrauche — (wie ihre Nachbarn , die A la z o ne »)— sondern zum Verkaufe. S c y t h a e Georgi. A ck erb a n er», zwischen dem Bory st h e u e s und P a » t i k a pe s. S. Gerrhus Panticapes, Callipidae. Vergl. Melp. 18, 19 u. 54, wo Herodot bed im mt sagt, daß die Georgen zwischen dem B ory st heueS und Panticapes wohnen. Selbst Plini us wußte für seine Zeit nichts anderes zu sagen: »Ultra Panticapes, qui Nomadas et Georges distermiuat,” — abermals nichts, als eine freie Ueberfetzniig deS Herodot. ■— »Quidam Panlieapin coiilluere infra Olhiam cum Borysthene traduiil.” Es ist zu verwundern, daß P l i-iiins nicht den Herodot als einen der „Qiiidäui’s” genannt hat. Uebrigens geht er selbst wie der Hahn über die glühenden Kohheu, — er laßt den P a n t i k a p es sich ergießen, wohin es diesem beliebt. — Das Hypanis — oder vielmehr Hypacyris — also nicht der Bog, per i\'o-madas et Hylaeos finit, findet sich im Herodot (Melp. 54), in folgenden Worten: „sstSidot de eg zr/v 'Tlairj.v 7iaQafj.ei.ipafj.evog de zccvzijv,“ mit dem darangeschloffenen mentar zu mancher Stelle über die Parlher, als ein Mischlingsvolk der S k i) t b e n u n d Med e r. — 20) Wie auch Herodot sagt, das; sie unbesiegt geblieben und dies; als einen besondern Umstand bei der Schilderung der Nation hervorhebt. S. unten Sky t h i e n. — 21) Cuvtius führt ein Beispiel einer skythischen Nede an, — darin ihr Hauptreichthum jugum ho um, aratrum, sagitta, et patera. — Zn Alexanders Zeiten. Herodot hinterbringt, was die S k y- „tim Boovadevet“ ist Plinius nicht einverstanden. ©. Panticapes. S c y t h a e Metanastae, die sich bei einer Uneinigfeit von den Königlichen getrennt und ober den Thys-sageten ihre Wohnsitze genommen haben. Bis zu diesen @ip--then ist der Boden flach und hat eine tiefe Erdschichte (ßa-Ovyerag). Von da a» ist er steinig und rauh. (©. oben 0. 36, Note 53.) Weiterhin wohnen die Argippäer. Melp. 23. 0. auch Argippaei. Scylhae JNomades. Diese säen nicht, bauen kein Getreide, das ganze Land ist kahl und ganz und gar von Bäumen entblößt mit Ausnahme von Hylä a. Durch die Mitte ihres Landes fließt der Hypakyris u5). Er fließt aus einem See und ergießt sich, H ylä a zur rechten lastend und den Achillas dromus, bei der Stadt Carciuis in das Meer. Melp. 20. Vergl. dies. Jahrg. S. 30. S c y t h a e It e g i i (auch B a s i I i d a e und Basil! i) der edelste und za hlrei ch ste 0 kyt h e n st am m. Sie halten d i e ii b r i g e n Skythen für ihre Sclave n. Melp. 20. — Sie haben ihren Wohnsitz jenseits des Gerrhus der sie auch von den N o m a d e „ s kyt h e n trennt und sich in den Hypakyris ergießt Melp. 56, 22, 100. Vergl-Jahrg. I. 0.. 44 , Note 11 , auch Hypacyris, Gerrhos und Scylhae Georgi. Wagenskpthen (Strabo 7, S. 204, Aldi 203.) S. Jahrg. 1, S. 51, 0p. 2. Auch diesen Jahrg. 0.20,. Note 25. Interessant ist die Erzählung von dem mißlungenen Zug des Sarins gegen die Skythen, denen er überall nachgehen mußte, ohne sie zu finden. Eine Abtheilung setzte über den Tanais nach einer klugen Verabredung der verschiedenen Stamme. Sarins folgt ihnen durch die Sau-rom a t e n und Budine», deren Stadt er verbrannt. In der Einöde Nr. 51 (iv. v. d. Gelon.) angelangt, hält er Rast, schlägt ein Lager am O a r u s (den ich für den Orel, die W o-ro na oder W o r o n e sch halten möchte, weil dieß mit den übrigen Angaben über den Zug, mit den Entfernungen ti. s. f. am beste» übereinstimmt), und erbaut hier acht Verschan-z u n g e » pier/ea ereile) in gleichen Entfernniigen von nahe an 60 Stadien, »wovon noch zu meiner Zeit”— sagt Herodot — »die Trümmer {epeinia) übrig waren ” — Während aber Sarins hier beschäftiget war, umgingen ihn die Skythen oberhalb und kehrten auf der anderen Seite nach Skythien zurück. Als sie nun verschwunden waren, verließ Sarins das halbvollendete Werk und zog gegen We-st e n in der Meinung , daß die daselbst wohnenden Völker lauter Skythen wären. Er brach fast gleichzeitig mit den Skythen in dem Lande der 93? eland; 1 ä--n e n , A n d r o p h a g e n und 9? euren ein , indem er unreine Tagreise von ihnen entfernt war. Melp. 134. — Sie then erzählen,,es seyen (unter Leipox is, Aepoxais und Ko--laxais, S. So.) diese goldenen Gebilde vom Himmel herabgefallen: ein 'Pflug, ein Joch für ein Gespann, eine Streitaxt (oder zweischneidiges Messer —) und eine S cd a le." Melp. 5. — 22) Der Beisatz „königlich" deutet auf den herrschenden Gramm. G. auch königl. Skythen -Hunnen. S. Jahrg. 1. G- 44' N. 12—28) Curtins führt keine Quelle an. — 2^) Htwa der 3 »9 ul?..™ 25) Pici- 2 Agathyrsen allein verwehrten den Skythen den Eingang. (S. anch die ff. Kap.) Die Skythen hatten früher zu den n i ch r sky r h i sch en Völkerschaften Boten entsendet. Die Könige dieser Völker versammelten sich zu einer Berathung, nämlich die derTanrier, Agathyrsen, Retire n , A n d r o p h a g e n, M e l a n ch l ä n e n , Gelen e n, Budine n und Sa n roma ten. Rur die G e l o n e n , Budine« n n d S a »romate n sagten den Skythen Hilfe jit; von den andern ward ihnen eine abschlägige Antwort gegeben, ungeachtet ihrer klugen Vorstellung, daß Darin? nach ihrer Ueberwindung, wie schon aus seiner Behandlung der Geten zu sehen war, über sie herfallen werde. Die Ursache zum Kriege mit den Skythen hatte Darius iii ihrem einstigen Einfalle in Medien gefunden. S. 29, Sp.r. Run meinten die Nachbarvölker der Skythen, sie gehe die Sache nichts an; denn sie hätten die Perser und Meder nicht beleidiget und die Skythen sollten nur ihre Keckheit büßen. Skythien. »Der P o n t u S E u r i » it S, daS Ziel der verunglückten Epvedicion deS Darius, hat unter allen Gegenden die unwissendsten Völker, mit AuSnahme der Skythen; denn wir haben kein Volk innerhalb des P onruS (an der Nordseite desselben) anzuführen wegen der Weisheit, und kennen keinen weisen Mann, außer den Skythen und ihrem An a charsi ?." — Melp. 46. — „Da sie weder Städte, noch feste Plätze (re,/e«) haben, sondern alle ihre Wohnungen mit sich fuhren (cpeotoiy.ot), indem sie Bogenschützen zu Pferde sind und nicht vom Ackerbau, sondern von Viehheeiden leben, ihre Häuser auf Wagen haben (env. sevyetov), wie sollten sie nicht u n bekämpfbar, unangreifbar seyn, und unerreichbar für Feindeshand?" Melp. 46. S. oben daS „invieti" deS Jii-stinus und Note 20. — Skythien als ein Quadrat dargestellt, Skythien reicht vom schwarzen Meere (von der südlichen Spitze von Taurien) 20 Tagreisen weit in’5 Land (bis zu den M el a n ch lä n e n ); 10 Tagreise» sind vom Jster (Ausfluß) bis zum B o ry st he u es ; eben so viel vom Borysthenes bis zum M actis (bis zum BoSpor); denn daS ist die Linie, in der sich Skythien bogenförmig um das schwarze Meer herumzieht. Herodot. — Daher: »Dein va-stum inare, Pontu s Euxinus, qui quondam Axi-IIus longe refugientes occupat terras, magnoque Iitto-riim Ile xu retro ciirvatur in cornua, ah Ins utrinque porrigitur, ut sit plane arcus Scythici forma. Medio flexu jungitur ostio Maeotici lacus, Cimmerius Bospliorus id os ii. j. M. d. passuum latitudine.” Plin. IV. 2. Und »Scythia in orientem porrecta includi-tur, ah uno latere Pon to et ah alteio m on ti h us Ripaeis, in tergo Asia et P h asi llumine.” — »Einige behaupten, daS keltische Land erstrecke sich vom äußeren Meere und dem nördlichen Himmelsstriche ostriš soll na* Du sc au und Quad et im Plini,iS stehe» , und diest der Kanikseliak ft,,». - „Garci nis“ bei P t o l o m ä I, s. — 261 Von, t b ra c i sch e n B o s p h 0 r bis zum ki n, »I e r i sch e n sind im gcra-raden Laufe nach Polybius d. m. passuum. Der Umfang deS ganzen PontuS betragt nach Darre vieles semet quinquaginta M. und so auch nach den meisten Anderen. IN'ep. Corn, gibt CCCMI dazu. anist? gegen die mäotische See hin und stoße an da? vonrische Skythien; — von da wären diese Schaaren, ein Gemisch mehrerer Stämme, nicht in einem Zuge noch ununterbrochen ausgegangen, sondern alle Jahre im Frühlinge ait? - und fortgerückt. Daher K e l t o s k y t h e n." Plutarch im Mariu?. E? gleicht die Linie -G) um da? schwarze Meer (die jedoch nicht für die ganze Ausdehnung Skythien? von W. nach O. zu nehmen ist) der Linie von der Süd-svitze Taurien?, und wenn man diese Linie zur Seite eines Quadrate? nimmt, so schließt diese? den Landstrich Skythien? ein, der sich von W. nach O. um da? schwarze Meer in einer gleichen Breite, nämlich 20 Tagreisen landeinwärts (gegen N.) herumzieht. So ist meine? Erachten? Melp. 101 zu verstehen. Diese ?l ii ficht wird auch durch Melp. 99 noch mehr gerechtferkiger, wo e? heißt: „?ln Skythien stößt, längs dem schivarzen Meere, Thrakien. Wo nämlich da? Land eine» Busen bildet, da fängt Skythien an, und der Jster ergießt sich in dasselbe (in da? Land Skythien) seine Mündung gegen Osten gewendet -7). Wa? aber Skythien vom Jster angefangen, am Meere hin anbelangt, so ivill ich de? Laude? AuSmaß angeben." — Es ist demnach hier keineswegs die Rede von ganz Skythien. Vergl. Melp. 100. Der ganze Umfang Skythien? findet sich in der Karre durch eine D o p p e l l i ti i e angezeigt. Zugleich bemerke ich hier, daß alle dießzeitige Benennungen mit einer Linie unterzogen sind. »Von dem Jster angefangen wird da? aufwärt? in das Land hinein sich erstreckende Gebiet der Skythe» abgeschlossen, zuerst von den Agathyrsen, dann von den N euren, hierauf von den Androphagen, endlich von den Melan-chlänen (Schwarzmänteln.)" — Die acht Flüsse (Hauptflüsse) Skythien? sind : die Donau, der D n i e st e r, Bog, Dnieper, P a n t i k a p e?, H y p a k y r i s, G e r-r h u ? und Don. Prokop i u ? ist der Meinung , daß die Vandalen, V i s i g o t h e n, Gothen, T e t r a r i t e n n. a. in frühern Zeiten Skythen 2S) genannt worden seyen u. f. iv. S. dies. Jahrg. S. 10, Sv. I, Note I. Meines Erachtens aber hat sich eine solche Verwirrung erst später ein-geschlichen. S. dies. Jahrg. S. 29, Note 11. Vergl. Note 24 und Alazones; überdies; Jahrg. I., S. 53, Note 20 und S. 10, Sp. 1, Note 1, S. 47, Sp. I. Haben doch die Gothen auch eine ganz andere Sprache gesprochen, al? die eigentlichen Skythe». — E? gab zwei Klein- und ein Großskythien. Neu - K l e i n sky t h i e n. S. Jahrg. I. S. 47, Note 50, und dies. Jahrg. S. 34. »Die Skythen überschritten den Dniester und Jster, und nachdem sie sich da niedergelassen hatten, wurde kein kleiner Theil diese? römischen Gebiete? K l e i u sk y t h i e n genannt. Die Thrakier überließen e?, theil? iveil sie nicht zu ividerstehe» vermochten, theil? iveil da? Land ohnehin voll Sümpfe war, den Ein-diinglingen. Allein ganz ander? verhält e? sich mit dem Boden de? alte» Klei »skythien. Hier herrscht große Frucht- Arlcmiclorus vici qs novi es XIXM facit u. f. w. Plin. IV 12- — 27) „Ultra Tan aim usque ad Thraciam colimus“ laßt Gurtius einen Skythenköniq zu Alexander dem Großen sagen. Thraciae Macedonian! conjunetam esse farna e s t* YII. 8. — 28) „A 1 a n o r u m autem natio, quod qui dem Sey thae sunt, juxta fl umen Tanain et Maeot. paludem sedes habentes u. s. f. Joseph« Fla- barkeit” ti. s. f. S ti' a b o. — „Rex Scythanim, cujus Inm 29; ultra Tanaim Imperium erat 39ratiis earn nrbem, quam in ripa amnis (Tanais) Macedones con-diderant, suis imposilum esse cervicibus, fratrein Cartas im nomine cum magna equitum manu misit ad di-ruendam earn, proeulque amrie submovendas Macedo-nurn copias." — Curtins VII. 7. Sid ones. 8 i n d i. Die Küstenbewohner habe» Kähne für 25 — 30 Menschen; „diese Kähne, Kamaras genannt, kaffe» sich (eid;t ans den Schultern von einem Orte ;um andern hintragen." (Strabo mit) Tacitus.) W. 73, Note: „Quin barbari.” T a n a i s (Don.) „Er flieht von oben (Norden) aus einem großen See, und ergießt sich in den M ä o t i 3. In den Don ergießt sich der Hygris." Melp. 58. — Er ist einer von den vier Flüssen, die von den Thyssageten herabströmen. — In Du fan und Quad et wird Hygris u n b ezwe i felt für den Do netz genommen, welche Annahme aber sehr zu bezweifeln ist, da sie den beneid)nete» Wohnplätzen der Thyssageten widerspricht, es müßte denn die Eingabe, daß der Hygris von den Thyssageten komme, falsch seyn. Vergl. Hygris imb Tbyssagetae. — Vom Don sagt Strabo, seine Quellen seyen, so wie die des Nil, unbekannt. Doch kenne man vom Nil einen großen Theil, da die Landschaft, durch die er fließt, zugänglich sey; „die Mündungen de-s Don kennen wir zwar; es sind ihrer zwei, 70 Stadien von einander entfernt 3I). Aber was ober den Mündungen ist, davon ist uns ein kleiner Theil bekannt. Ursachen hievon sind: die «älte und Unbegnemlichkeiten der Gegend, welche wohl die Eingebornen ertragen können . . . aber »ichi die Fremden." Vergl. S. 34. N euren, u. S. I. — Wir haben jedoch oben gesehen, daß Plinius und Mela wissen , der Don entspringe in den Rhiphäischen Gebirgen. Ihr Wissen hat Strabo zu einem Nichtiviffe» gestempelt. — Selbst Prokopiys läßt ihn in den Rhiphäischen Bergen entspringen . .. „und der T a n a i 5 , in Europa entspringend , ergießt sich in den Mäotischen See ... überdies, entspringt der Fluß Tanais in dem sogenannten Rhipäi-s ch e n Gebirge, welches ti c d; i » E n ropa lieg t, worin die, diesen Gegenstand schon vor Alters (z. B. zu Plinius, zu Mela's Zeiten) behandelnden Schriftsteller selbst übereinstimmen." Prokop, m. G. Kr. IV. 6. — Prokopius hätte sich lieber auf Herodot oder Strabo verlassen sollen, wenn er die Sache nicht selbst genauer untersuchen konnte. Ta uv tea. Bei den Sauriern sind Menschenopfer gebräuchlich. Melp. 103. Ihre Sitze, Melp. 99. „Die Grenzen Skythiens 32) laufen in doppelter Richtung gegen das Meer, die eine gegen Mittag (wie der Gebirgszug), der vius VII. 27. — 29) Zu Alexander des Großen Zeiten- — 3o) Verschiedene Skythen stamme hatten ihre eigenen Könige. —3,) Schon hieraus ließe sieb das st r a b o nische Stadium bestimmen. — 82) (5s ist hier von dem Lande der königlichen Skythen die Rede, und zwar von jenem Theile, den sie in Taurien bewohnen. — 33) 3» sofern die Taurier in Skythien wohnten, konnte man sie auch Skythen nennen, wenn man sich überhaupt um die Verivirrung der Begriffe nicht viel scheren mochte. Vergl. Note 21. — 34) Jurc a e, etwa von 3 ^ g is, tvie 3 ss e d o n en von 3 ssed. — andere gegen Osten, wie es bei Attika der Fall ist, und die Saurier bewohnen eben so Skythien, wie wenn in Attika ein anderes Volk und nicht die A t h en i e n ser den Snnisd)en Meerbusen beivohnen möchten" u. s. w. Melp. 99. — Noch erläutert Herodot das Gesagte durch eine Vergleichung mit der J a pyg i s ch e n Halbinsel, und zwar mit mehr Analogie. Strabo nennt die Saurier gleichfalls ein sky thisches Volk 33). Vergl. Skythen ii. s. Prokop.— Zur Zeit des Strabo ward es von einem durch die Römer eingesetzten b o s p o r a n i s ch e n König regiert. — „Est locus in Scythia , Tauros dixere priores, qui Celica longe .. . distal burno." Ovid, de P. III. 2. Tbyssagetae wohnen etwas nordöstlich von der Einöde in Nr. 51, sind ein zahlreiches Volk und leben von der Jagd. Mit ihnen stoßen die Jurca e 34) in dem nämlichen Landstriche zusammen, die gleichfalls von der Jagd leben 35). Melp. 22. -— Und Melp. 123. „Ober der Einöde, die sich über den Budine» ausbreitet, wohnen die Thyssageten. Von diesen kommen vier Flüsse her, die durch) die Mao ten 36) strömen. Sie heißen Lycus (Kahnius), Oa-r u s (nach Dufau und Quadet Donetz), Tanais (Don), Hygris.” Man sieht, wie nnbezweifelt der Hygris, nach Dufau und Quadet's Wörterbuch der Fluß Do netz ist, da die Verfasser hier wieder den Oarus als Done tz aufführen. S. Tanais n. Budini Note 17. — Eben weil die Thyssageten etwas höher und östlicher wohnten, kam Darius nicht in ihren Bereich. Tyr a g e tae sind fast Germ a n e n, Strabo 7, S. 212. Tyr as, Dniester. „Einer von den Flüssen, die den Skythen angehören, ist der Jster. Nach diesem der Dniester, welcher im Norden aus einem großen See entspringt, der Skythien von Nenrien trennt. An seiner Mündung wohnen Hellenen, ivelche Sprite» heißen." Melp. 51. Tyritae. S. Tyras. Uturgure n. S Cuturguren. —- Ihr mnthmaß-lid)cr Rückweg in die Heimat, in iveld)e sie and) die t et rarst tischen Gothen mitnahmen, ist durch die Linie b bezeichnet. di e f u t t st t aus den gepflogenen Untersuchungen. Betradyten mir die Karte I, so finden mir daselbst kein e Spur von Slaven. Die Moldau, Bessara-bien, O st galizi e n, ein Theil der Wallachei, P o-d o l i e n, Cherson, Kiew, Polta w a, Slobod skaja U k r a st n s k a j a, J e k a t e r i n o s l a w , Taurien, das Land der d o n i s ch e n Kosaken (57 , 50, 54 37), 56 3S), 28, 23 , 27, 26, 21, 22 , 51) sehen wir von Skythen beivohnt, einer eigenen Nation, deren Name 35) „Die Jurcae jagen zu Pferde und zwar folgenderweise: Der 3äger steigt auf einen Baum und lauert. Die Bäume finden sich aber in der ganzen Gegend sehr häufig. 3eder 3u rk e hat ein Pferd, welches abgerichtet ist, sich auf den Bauet) niederzuducken- Auch ein Hund ist zur Seite. Ersieht der 3äger ein Mild, so schießt er darnach, wirft sich auf's Pferd, verfolgt es und der Hund nimmt es in Empfang." — Melp. 22. — 36) S- Maeotis. — 87) Auf der Karte mit 56 statt 54 bezeichnet. — 38) Auf der Karte mit 54 statt 56 be- erst mehrere Jahrhunderte »ach Herodot angefangen hat, ans viele andere Skylheustämme, wofern sie nur n o m a-b i f cf> oder n omab e n a r t i g lebten, ihre Wohnungen auf Wage» aufschlugen ober herumführten, — ausgedehnt zu werden, wie nicht minder die Benennung Sarm a reu (Sauroinateii), welche Abkömmlinge der Skythen waren (S. Sauromate»), woher steh der vermischte Gebrauch beider Beuenunngen um so leichter erklären lästr (S. 83A— Daher kommt es, das, z. B. die R li o xo I a n i bald ei» sky-thifches, bald ein s a r m atif ch es Volk genannt wurden. Dieß lief auf Lins hinaus. 0tf ab o nennt sie ein skythi-sches, Tacitus ein farmatifches Volk. Nicht darf es beirren, wenn man lieft: Säur o m a t en und Skythen f0. 78.) — 53 a ft am er und R ho r oIa n en oder andere Wagend e w o h n e r hei sic es bei Scrado () um den Rhoxolanen eine slavische Abkunft mit Erfolg abzustreiten. — 23, 24, 49, 59 in Je ka terin osl a w, CH er so n, betn nördliche» Theil des Gonvern. Tanrien, in ber Moldau unb ttieffavabien. — Nach Porphyrogenitus haben zu seiner Zeit die P atzi n a ker (Pe t sch e» e ger) in Nr. 49. 28, am S e r e t h , P r u t h u. s. f. gewohnt, sich gegen J e kateri n osla w östlich hinbehnenb, unb nördlich von der Zahl 28 über ben Bog gegen Kiew zu; die C h a z a r en um Tlle r a n d rows k (Nr. 22 Jekaterinoslaw) gegen bie 'Samara zn, wo beiläufig Sa reel lag; mit ihnen die K a-baren. (S Note 19.) Die klz en am D o netz, da, wo 2 eb ed j ä n (Nr. 21, in Slobobskaja kl k r a i n s k aj a); die Russen in 27 u. 25, b. t. in Kiew unb Tscher-n i 9 o iu; die B u lg aren, von der Wolga, Bolya, Bovl-•/«, herabgekommen, nach Nicephoros Gregorius, wogegen itn T h e o p h a n e s bie alten Bulgarensitze, c. 318 n. Chr., am Kiiphis, Kuban, als Stammgenoffen ber Uturguren und (Xutiirguren, befriedigender bezeichnet werben) — an beiden Seiten des unteren Jster (Nr. 5 7) in der Moldau unb dem Herobot'schen K l ei n sky t h i e n. —- Die P a tz i n a k e n wohnten etwas nordöstlich von ben Ungarn (vergl. Iahrg. I., S. 43, Sp. 2, Note 1,3.6 von unten.) In früherer Zeit saßen die P a tz i n a k en in ber Nähe der kl z e n 4ti) unb Ma z a r e n am Don, die Ungarn batten ihre Sitze da, wo Sebedjän (Nr. 21), S. dies. Iahrg. S. 19, S. 2, ben 2. Absatz u. s. f,, vergl. S. 19, Note 19 und S. 20, Note 25. Noch heut zu Tage gibt es sogenannte petschenegische Dörfer in der slobod. Ukraine bei Tschiigujew (Nr. 21). Nun wollen mir bem Strabo und Tacitus nachgehen, die uns vom Rhein an nach der Küste der Nordsee und durch ganz ©ermanien führen. Strabo, der vom nordöstlichen Europa nichts gewußt hat, (S. 67, Sp. 2, Z. 7), beginnt seine Schilderung Germaniens am rechten Ufer des Rhein, von dessen Quellen bis zu seinem Ausflüsse; er recenfirt (S. 70, Note *) die Anwohner dieses Stromes, so wie die Völkerschaften zwischen dem R h e i n und der Elbe, wobei er kurz angibt, daß Drnsus Germ ani kus auf dem Emsflusse bie 25 uE-terer (25 r u E t e r e r) besiegt hat. Dann zählt er bie Völkerschaften auf, die innerhalb unb außerhalb des hercyni-schen Waldes 47) wohnen — meist suevifchen Stammes, darunter bie Co n gebärden (AayxoaaQyot') und Hermon-buren (Hv/ioväogoi), welch e beiden letzteren a u cs) a in recht e n Elbenfer (diese im nördlichen Böhmen, jene in Sachse n) ihre Wohnsitze haben. Nach Strabo wohnen also bie suevischen Völker theils in, theils außer dem hercynischen Walde, bis an bie Goten reichend (S. 70, 46) 253fr ftnben noch heut zu Tuge die Benennung Uzen in Nr. 22. Die Patzinaken, einst auch Kanka.r genannt, d. i. Edle, Tapfere, (Porphyrogen v. d. Vwlt. d. R. c. 38) wurden von den Uzen und Chazaren aus ihren alten Sitzen hinausaeworfen, und so wohnten die Uzen zur Zeit des Kaisers da, wo früher die Patzin aken. Die Uzen müssen also in der Nahe der Wolga ihre Sitze gehabt haben- „Vor ihnen müssen die Patzinaken und Chazaren auf der Huth seyn.4' — 4?) Der hercynische Wald schließt einen für Wohnsitze vortrefflich geeigneten grossen Kreis ein. Nahe an dieser Gegend sind die Quellen der D o n a u und des N h e i n ; zwischen den Quellen dieser beiden Ströme breitet sich ein See sder Bodensee) aus, 300 Stadien im Umfang messend, wo die Ueberfahrt 20 Stadien. Im See liegt eine 3 Sp. 2, Note *.) M a r b o d (mt sich auch sogar einen großen Snevenstamin unterworfen, ten der Semiionen (xrtj. toov JSurjßaiv si««v fieycc e&v'og Usjivorag,) — die außerhalb des h e r c y » i sch en Waldes wohnten, wie deutlich zu erkennen ist. Aus dieser Stelle läßt sich schließen, daß Strabo die Lygier, oder ivie er sie nennt, die Suit’r (yhii'ug to fjeya köiop) nicht für Sueven gehalten hat, welche er überhaupt mir zwischen dem Rhein und der Elbe findet, nämlich von den Quellen des letzteren Fluges stromabwärts gerechnet; dann südlich von den Quellen der Elbe reichten die S ueven bis an die Dacier. „Sehr groß ist das Volk der Sueven; denn es reicht vom R h e i n bis zur Elbe, ein Theil aber derselben wohnt sogar jenseits der Elbe, wie die Hermonduren und die L o n-gobarden; nun haben sich auch diese aus ihren Sitzen noch weiter hiiigeflüchter." Scrabo \ II.) „Den südlichen Theil Germaniens aber, ivas nämlich davon jenseits der Elbe liegt, besitzen in ununterbrochener Folge die Sueven. Dann ist gleich das Land der Geten , anfangs zwar schmal, in wie weit es sich südlich an der Donau hin erstreckt, und auf der andern Seite gegen den hercyn. Wald zu, auch Gebirgsgegenden begreifend" u f. f. Die genannten Völker sind es, die n o m a d e n a r t i g lebe» (nicht gänzlich Nomaden sind). ■— Scrabo kömmt nun auf andere kleinere bekannte germanische Völkerschaften, als die C h e r u s k e r, Chatten (Kacteu, Hessen) u. f. f. Er verlaßt uns also, nachdem er uns in den hercynischen Wald hineingeführt, und uns von den suevischen Völkerschaften nur die K old ulen innerhalb und die Semnonen außerhalb, — diese östlich — genannt hat, dazu die Hermonduren und L o n g o b a r d e n. Man betrachte nur, in welcher Verbindung Alles steht. Die Ko l-duler werden als suevische Nation in den hercynischen Wald versetzt. Diese und die M a r k o m a n neu, seine Landsleute unterjocht Marbod (S..70 *), so wie die Luier u. f. f., ja sogar der Sueven großen Stamm, die Sem-n o n 6» 4S); „denn einige suevische Völkerschaften ivoh-nen, wie ich gesagt habe u. f. f. Strabo nennt also jetzt die außerhalb des hercynischen WaldeS wohnenden Sueven stamme, und beginnt mit den Semnonen, die es eben muchmaßlich sind, welche an die Dacier reichen *9). Hier abbrechend wendet sich Strabo wieder zu den kleinen Völkerschaften dießseits der Elbe bis zum Ocean hin, wo er die Cimbern nennt. Er erzählt uns, daß Stiff!, die betn Tiberius bei einem Treffen mit den S3 in bei i-ciern auf eben diesem See gedient hat. Sie liegt tiefer als die Quellen der Donau, so wie der h e rcyn ische Wald (welches letztere allerdings unrichtig ist, Strabo mü6te . bcnn noch einen andern von Kufstein ziemlich parallel mit dem Inn auf der westlichen Seite über M ü h l d o r f gegen P a s s a u hinziehenden Hohenzug auch noch zum bertynischen Walde rechnen. Oder ist die Stelle corrumpirt?) — Man muß also, sagt Strabo, wenn man von Gallien aus gegen den hercynischen Wald reiset, nämlich vom südlichen Gallien aus), zuerst über den See setzen, dann über den Ister; dann gelangt man erst durch die Ebenen zu dem hercynischen Walde, welcher in SW. mit betn Böhmerwalde anfing. Die Quellen der Donau sah Tiberius. Er hatte bis dahin eine Tagreise zurückzulegen. Die Rhätier (in Tirol und den anstoßenden Gegenden der Schweiz) berührt nur ein kleiner Theil des Sees, ein größerer die Helvetier und Vin-brliciei (in Südbaiern); dann folgen tie verlassenen Sitze der Bojer DrIIfils nicht nur die Völker am Ocean (Nordsee) besiegt, sondern auch im Vorbeischiffen die daselbst liegenden Inseln genommen, (wie z B. Burchana.) Da fingen jene Völker an bekannt zu werden, die besiegt wieder abfielen, ihre Sitze ändernd. Man hätte leicht mehrere Völker kennen gelernt, wenn Augustus feinen Soldaten erlaubt hätte, über die Elbe zu gehen und die Abtrüniiigeii (die sich nämlich über die Elbe gefiüchtet) z» verfolgen. Doch es ivollte Augustus die Völker jenseits der Elbe nicht reizen" ti. s. f. — Alle ober den Longobardeu (im heutigen Sachsen) am rechten Elbeufer nördlicher liegenden Länder iva-ren unserm Strabo u n b e k a u n t. Cr sagt es sogar ausdrücklich. „Die nördlichen Germanen breiten sich am Gestade des Ocean aus, und sind von der Mündung des Rhein bis an die Elbe b e k a n n t. Am bekanntesten sind die Sicambrer und die Cimbern. Die Völker jenseits der E l b e s i n b u u 5 gän zli ch u n b e-i a n n t. Alfo we d e r v o n N o r d d e u c s ch l a » d jenseits der Elbe, n o ch a u ch ti b e r h a u p c v o n d e n m cite r t m 9? o r d e u gel e g e n e n Lände r n iv e i ß m a n etwa s. Die mittäglichen Länder Germaniens, die jenseits der Elbe liegen, nehme» sogleich und ununlerbrochc» die S u e-o e n ein. — Die letzte östliche Nation in Norddeutschlaud am Ocean, die Strabo kennt, sind die Cimbern in der Gegend deS heutigen Lübeck. Verfolgen wir die Darstellung des Tacitus, so möchte sich uns leicht die Ansicht aufdringen, als habe der große Zeichner des Charakters und der Sitten der Germanen , die Länder an der Ostseite der Elbe in großer Ausdehnung nach Osten hin gekannt. Doch eine recht genaue Prüfung aller Stellen, und Vergleichung dieser mit einander und mit andern berichtiget diese Ansicht dahin, daß er von noch ein Paar kleinern Völkerschaften o st- und sü d o st-wärts von den Cimbern Wissenschaft gehabt habe. — Es hat gleichfalls nach Tacitus D r u sus G e r m a u i k u s die friesischen Seen S0), (Lagunen, Dollarte) befahren, ja auch versucht im Ocean weiter ostwärts vorzudringen, — aber vergebens. „Der Ocean wehrte die ihm und dem Herkules zugedachte Unteisuchung ab (S. 71, Sp. 2, Note, Z. 2 von unten: „Ipsurri quin" u. s. f.) — TacituS kennt Groß-und KI ei n f r i t fe n , die längs dem Rhein (an den Rhein-armen als Nachbarn der Bataver) an der Küste der Nordsee ihre Sitze haben (S. 71, Note: „st. fronts"). Nachdem mm (gegen den hercynischen Wald zn und an der Donau, — deserta Bojo rum) , die bis zu Den Pannoniern reichen. Die Rh ä tier und Noriker bewohnen auch die höchsten Flächen der Alpen gegen Italien zu und einige reichen an die Jnsubrer (im Mailändischen), andere an die Karner und die Völkerschaften um AquiIeja. „9toch gibt es einen anderen Wald Gabretta," was wohl auf C a p o r c 11 o , K a r-freit, hinweiset. — „Dann sind die Sitze der Sueven. dann der hercyn. Wald, den gleichfalls die Sueven inne haben." — /,8) Vergl. was Tacitus von den Semnonen sagt. — ^9) Weickerr sagt in seiner Ausgabe des Tacitus: „ste-(Die Semnonen) werden von Strabo, V e l l e j u s P a t e r c u l u S , Tacitus und P t o l o-mäus einstimmig (?), an Die O st s e i t e der Elbe in die Gegenden der Oder, Havel und Spree in das heutige Brandenburgische gesetzt/' — „Semnones in centum pagis. Tac. — 5o) Z u 1) d e r s ee u. a- — 5i) „Haclen'us in Occidentern (bis zu Friesen) Germaniam novimus. ln septemtrionem ingenti ilexu re- Tacitus bit Lauder zwischen betn N h e i u und der Ems rtmijivt hat, wobei er alle Völker zwischen den Friesen tmb Cimbern übergeht, führt er uns wieder in einer Furchen-weuduug vom Ocean landeinwärts zurück bis an die Cherusker zwischen der Weser und Elbe 5I), von dieser übermal in einer dritten Furche an den Ocean, worauf er mit den Worten schließt: „Kündern German iae s i-nuin proximi Oceane Cimbri lenen t.” — Nachdem Tacitus gezeigt, daß die Römer es mit den Germ a -II e n schon seit dem Einbruch der Cimbern (113 v. Chr. Geb.) zu thu» hatten („Taimliu Germania vincitur”), übergeht er zu den ©neuen, deren Haupt die Semno-n e n, von denen er, ohne die Wohnsitze zu bezeichnen, sagt, daß sie in hundert Gauen wohnen. Die Longobarden find ein an Zahl geringer aber tapferer Suevcnzweig; ober ihnen (nördlicher) die Heudigni, ober diesen die Aviones und Angli (?l n gel n), die Varini (W a r n e r), E u d uses (E n tine r), die Suardones (Schweriner, Schwartiner) tmb Nuillio-nes; vergl. Hel mol das. Nun alle diese Völkerschaften waren ?lnwohner der Elbe, theils des linken, theils des rechten Ufers bis zur Nordsee hin. Zivischen der S a a l e und Elbe im Zerbstischen iß die Nuthe, welche den Na-meti für die N n i t h o n e n hergeben mochte. Die Angli, Varini, Kudoses und Suardones wohnten in der Nähe der Cimbern. Uebrigens darf man sich alle diese Völkerschaften nicht als große Massen vorstellen; ein Flüßchen, vielleicht ein Bach reichte hin, einer Hand voll Mensche» einen eigenen Namen zu geben. — Und abermals müssen wir unserm Tacicns nach dem Süden folgen, jedoch in einem Sprunge. „Dieser Theil Sneviens (mo die Snardories u. s. f.) erstreckt sich schon in die e n t l e g c n e r e n Gegenden Germaniens. — Näher (proprior, nt, quo modo paullo ante Uh e n um, sic nunc Dann bi um sequar) . . . liegt der Staat der Hermunduren" u. s. f. Vergl. Jahrg. I. S. 56, Sp. 1, II. und S. 72, Sp. I, Note „Pro-pior" n. I". f.) Nun macht der Historiker den Gang wieder durch alle snevischen Völker, welche von der Donau gegen Norden liegen, und sich längs der vorhin recensirten, gleichsam in einem neuen, etwas östlicheren Streife gegen den Ocean hi» ausdehnen Dieß sind also die Hermunduren, bei denen die Elbe entspringt und die Naiisker, also im heutigen nordöstliche» Böhme», auch in’s Bäurische gegen Sndw. streifend, die Ä? a r k o m ä n n e » im südwestlichen Böhmen , an und im B ö h m e r >v a l de, auch in einem Theile von Baiern, welche die verlassene» Sitze der alten Bojer eingenommen hatten (S. 72, vergl. 71 *); im südöstlichen Theile von Böhmen, einem Theile von Mähren und Oesterreich, die O. »oben. — Diese Völker bilde» gleichsam die Fronte vor Germanien gegen das röm. Reich dil. Ac pri mo slatini Chaucoruin gens, quam qua m in cipi at a Friši is ac partem littoris oceupet, omnium, quas exposui gentium (b c v westlichen) obtcnditur, donee in Cattos (gegen den hercynischen Wald v. 9i. herab) usque sinuetur. Tam immensum terrarum spati urn non tenent tantum , Gliauci, sed et imp lent; popvdus inter Germ an os nobilissimus.“ c. 35. —, „In latere Chau-corum Cattorumque G h e r u s c i . . . T racti ruin a F o s i, con termina gciitis“ ... c- 36. — „Eundem German iae sinam (an der Nordsee, neben den daselbst beginnenden Sitzen der Kalten) (S. 72 , Sp. 2). — Also diesen Landstrich kann man als die Basis der Fläche eines Dreieckes ansehen, welches mit einem Scheitel an die Nordsee stieß, und zwar östlich von den Cimbern, beiläufig in der Gegend der Insel Rügen 52). Die westliche Seite dieses Dreieckes bilden die obengenannten Völker, die Longobarden u. s. f. Hinter de» A? a r k o m a n n e n und Quad e n , etwas nordöstlich von jenen, also zwischen den M a r k o m a n » e n und Hermnndn-ren (vergl Jahrg. I. S. 56, II.) saßen bie Marsigni, G oIhini, 0si, 13urii, und zwar im Ri e se n g eb irg e und in den Sudeten. Diese stießen jedoch schon an sar-matische Völkerschaften (an der Nordseite der K a r p a th e n). Indessen sind die Got hin en und Osen 53) feine G e r-in o u e n, sondern jene der Sprache nach Gallier, diese auch der Sp r a ch e nach P a n n o n i e r. Im Norden des Riesengebirges und der Sudeten, ivohnen in »reiten Räumen die Lyg i er 5*t, —hinter ihnen (immer weiter gegen den Ocean zn) die Go tonen und gleich ober diesen am Ocean die Rugier und 8 eine vier Hierauf folgen im Ocean selbst — (weil nämlich Skandinavien für eine Insel angesehen wurde. (S. 69, Sp. 2, Z. 2 von unten im Texte), die Suiones (Schweden) — in welchem Worce der Name Sweno (Swino) ausgeprägt ist, — die also auch Sn even sind. Von da (von Schiveden aus) übersetzt Taci tu s über den botanischen Meerbusen, den er eben deßhalb das snevische Meer-nennt, weil die Snionen gleichfalls. Sn even sind, und gelangt so zu den am rechten Gestade des snevischen Meeres (Ostsee) wohnenden Esthen: „Ergo jam dextro Sue vici man's littore Ae sty or uni gentos alluunlur (S. 73, Sp. 1, Note; vergl. Jahrg. I. S. 56, Sp. 2 und Note 42). Noch werden die S i t o n e s als den Snionen (wieder in Skandinavien) die Hand reichend genannt, tmb dann geschloffen: „Hier (bei den Sicone» , schon nahe am Eismeer) ist S n e-viens Ende. Der Umstand, daß die Esthen Bern stein sammeln, möchte wohl darauf schließen lassen, daß sie sich auch etwas »reitet nach Süden bis gegen das k it r i s cl; e Haff gebogen haben dürften. Bemerkenswerth ist, daß die Esthen den Bernstein, Glesnm genannt haben. Glas bedeutet ursprünglich einen jeden glänzenden (gleißenden) Körper. „Die alte» Schweden," sagt Adelung, „nannten das Gold Gliis, Gläs, BargläseS . . . Auch' das lat. G1 acies gehört hsicher. Im Deutschen kömmt diese Bedeutung nur in den Zusammen setzniigen G la s k o p f, Glas-erz, Spießglas n. s. f. vor, wo es so viel als Glanz bedeutet ... Im Engl. Glaß, im Dän. GlaS, im An-gelsä ch s. Glaes." —- Daraus dürfte sich die Bemerkung des Tacicns rechtfertigen lassen, wenn er jagt: daß zwar die Gebräuche und äußere Gestalt der Esthen s n e v i s ch proximi oceano Cimbri tenent. — Ü2) Die Insel, die als besonderes Sitz deS Herthagottesdienstes (Verehrung der Erde) bezeichnet wird, mochte schwerlich die Insel Rügen seyn, sondern wohl eine etwas westlicher gelegene. — 53- S. 3'i sind die Q s i Ger m anen, S. 62 sind sie k e i n e G e r m anen. Tacitus meint aiso nur, sie seyen ein tu Germanien wohnendes Volk; indessen möchte dieß doch auf eine gewisse Unschlüssigkeit bei dieser Darstellung hindeuten. — Die Ösen müssen übrigens östlicher gesessen seyn, weil sie an die S a r-ma ten stosien. — 54) S. 72, Sp. 2, Note. Naharvalen an der sey, die Sprache aber der britannischen naher stehe. S. 73, Note.) Die in diesem Zuge bis zu den Rugiern 5ä) angeführten Völker wohnten, dieß kann man bei Berüeksichci-gmig aller Umstände mit der höchsten Wahrscheinlichkeit annehmen, zwischen der Elbe und Oder. Jeder weiteren Ausdehnung über den letzteren Fluß hinüber, oder gar bis an die Weichsel, widerspricht das ganze Gemälde. Tacitus nennt nichr einmal die Oder, noch viel weniger die W e i cf) s e l. Da fand er also keine Germanen mehr. Er, der die Völker Germaniens nach den bedeutenderen Flüssen verzeichnet, der da sagt: „Propior, (nt quo m odo p au II o ante Rh e n um, sic nunc Dann bi um s e q II a r”) ti. s. s. würde es doch nicht unterlassen haben, die Ode i' oder Weich s e l bei der dargebotenen Gelegenheit zu nennen, wenn sich ihm Germanien noch zwischen diesen Flüsse» ausgedehnt hätte. — Wollen wir dem Tacitus getreu folgen, so finden wir Germanien zwischen dem Rhein und der Oder, jedoch in einer unbestimmten Ferne von diesem Strome seine Gränzlinie erreichend. Die Lygier müssen wir nicht minder für Sucoen (nach Scrabo und Tacitus zusammen für Germanen halten, als die übrigen. Waren sie Slaven, so hatten sie eine andere als die germanische Sprache. In diesem Falle aber würde uns Tacicus die Verschiedenheit in der Sprache nicht unbemerkt gelassen haben. Von den kleineren unbedeutenden, tributären Völkerschaften, den Ose» und Gochineu sollte er angegeben haben, daß sie keine germanische Sprache reden, und von den so zahlreichen Lygiern, die in mehrere Zweige sich getheilt, sollte er die Bemerkung unterlassen haben? Tacicus kennt und bezeichnet die Sprache der so entfern cen E st hen, und die Sprache der nahen Lygier sollte er nicht gekannt, nicht bezeichnet haben, falls sie sogar nichr germanisch war? wobei eben noch in Anschlag zu bringen, daß der Unterschied des slavischen und germanischen Idioms doch viel auffallender erscheinen müßte, als der zwischen der esthischen und suevischen Sprache 3C). Berücksichtigen wir alle diese Umstände, so können wir dem gelehrten Anrou nicht beistimmen, wen» er die Lygier für Slaven hält. (S. 72, Sp. 2, Nore X.) — Nehmen mir nun noch die ersten Zeilen des I. Kapitels vom ganzen Werke zu Hilfe, so finder das über die Ausdehnung Germaniens nach Oste» hin Gesagte seine Bestätigung. »Ganz Germanien wird von den Galliern, R hätte rn und Pan no niern durch den Rhein- und Doit a u st r o tu , von den S a r m a r e n und D a c i e r n entweder durch gegenseitige Furcht oder Berge geschieden. Das Rahe?— 55) Rugier am 2 st er vor Alters wohnend. S. Prokop. — 56) Hier ein Muster der esthlaudischen, finnischen , alten slav on.. Uch., lech. Sprache unserer Zeit: esthl. lssa me'ie, kess sa oiled taevass, pyhilsetoud sago sinili ni mini ! sinn. Isse meid ene, ioka ul eie, ta'iva'iga, pyliilelty olkone sinoim ni mess! altslav. O telic n a che, ij e gessi na nebagakli, da swaititsa imia tvoie i lith. Tevie mougou, koursai essi darmgouose, chvennskis vardas lavo! lett- Mougov tells, debbessiss, swaitits lac top-lavs yards ! deutsch: Vater unser, der du bist in dem Himmel, geheiliget werde dein Old nie! — Die Finnen hatten weniger Cultur als dieEsthen, sie klebrige umfließt der Ocean, der breite Meerbusen und unermeßliche Inseln (z. B. Skandinavien) begreift." — Germanien wird also (um in de» Ausdrücken unserer Geographie zu reden) von F r a n k r e i ch und von Tirol dttrch den Rhein geschieden, von Oe st er re ich V. O. tu 11. d. WW. und 11 it g a r ti (Kreis jenseits der Donau — am rechten Ufer) durch die Donau, von Polen, Galizien, (gleich an den Karpathen) und dem Theil Ungarns, der sich bis Siebenbürgen (Dacien) erstreckt, durch gegenseitige Furcht oder Gebirge. — Nach T a c i c u s reichen sonach die Germanen bis nach Ungarn und Siebenbürgen, — bis an die Dacier; aber auch Srrabo sagt ein Gleiches: „Die S u e v e n reichen bis an die Geren. S. oben. ■—-Wir sehen aber auf der Karte II (Nr. 55 an der Maro sch), daß die Geren — Datier (S. Gelae) 57). Tacirus nennt auch am Eingänge seines Werkes keinen Grenzfluß im Osten, und übergeht sogleich zum Ocean (Nordsee). — Die Gothinen und Ösen zahlen Tribut. Er wird ihnen als Fremdlingen theils von den Sarm a ten, theils von de» O. uaden auferlegt, ivorauS eben ersichtlich ist, daß sie am östlichsten wohnten, obgleich auch durch keinen Fluß geschieden. Sie bewohnten nur iveni-gen Landes in der Ebene, indem sie sich meistens im Waldgebirge, auf den Gipfeln und Abhängen der Berge niedergelassen hatten. Bis jetzt haben wir in der That noch keine Spur von Slaven gefunden, — und schon stehen wir beim letzten Kapitel des Werkes: „de mori bus Germani ae.” —Tacitus Hat seine Abhandlung über Germanien geschloffen. Als Anhang Nigrer hinzu: „Ich weiß nicht, ob ich die Nation der Peu einer, der Vene den und Fennen (Finnen) zu den Germanen oder Sarma ten rechnen soll, obgleich die Peuciner, welche Einige Bast ante r nennen, an S p r ache, Lebe n s tu e i s e, S itz und Wohnungen, de» Germanen ganz gleich kommen - — Schmutz ist Allen, starre Trägheit den Großen des Volkes eigen; da bei ihnen Heirathen mit Fremden gebräuchlich find, so schlägt durch diese Vermischung ihre Gestalt zu ihrem Nachtheil in's S a r m a ti s ch e. Die V e n e d e n hingegen haben wieder Vieles von den Sitten der Sarma reu äuge nominell. Denn alle Wälder und Berge, die sich ti ti r z iv i sch e n d e n Peuciner n it n d F i n n e n a u s-breiten u n d e r h e b e n, durchirren sie in Raub; ü-g c tu Doch reiht man sie lieber unter die Germanen ein, iveil sie H ä u se r bauen, Schild e führen, s ch n e l l f ü ß i g sind und hurtigen Körpers, was durch geh ends bei den S a r m a r e n sich anders verhält, welche nur aus dem Wagen und Rosse leben." waren am weitesten gegen Norden. — 5;) Dieß beweiset jedoch wie-der niet)t, daß die Gelen keine germanische Sprache gesprochen haben, keine Germanen gewesen sind. Die Peuciner wohnten auch nicht in Germanien, und gehörten doch zur germanischen Zunge. Genug, die Römer nannten einmal nur das „Germania ,u was Stra-bo und Tacitus als solches schildern- Hatte uns Tnritus nebenbei , — d e n n a u f seinem Wege lag es nicht — das Nationale der Geten angegeben, so wie er cs mit den Peucinern und Bastarnern gethan, so würden wir es ihm Dank wissen. Schuldig- D a hätten wir doch endlich einmal unsere Slaven. — Die Penciner, auch Bastarner genannt (S. Bastarnae und Bencin i) finden mir ans unserer Karte Nr. II. in Nr. 28 u. 49 nach Strabo verzeichnet. Der Finnen (Fennen) Wohnsitze sind gleichfalls bekannt, so wie ihre Lebensweise. Nun sagt Tacitus: »So wie die Peuciner (zwischen dem Dniester und Prnth) was ihr Aeußeres anbelangt, Vieles von den Sarmaten haben, weil sie sich mit ihnen vermischen, —- so haben hinwieder die Veneden in anderer Beziehung, nämlich was ihre Lebensweise anbelangt, etwas von diesen, d. i. von den Sarmaten angenommen. So wie die Sarmaten räuberisch hin - und herziehen, so lhmi es t h e i l - und z ei t-meist ihnen nachahmend auch die Veneden, obgleich sie feste Wohnsitze haben." —■ Die Behendigkeit der Slavinen haben wir aus Prokopius kennen gelernt (S. 4, Sp. I, II, 3, vergl. Sp. 2, Note2). Daß sie keine Sarmaten waren , ist hier deutlich ausgedrückt. Die Sarmaten sind ja ganz anders beschaffen, als die Veneden: sie sind schwerfällig u. f. w. Wie wenig diese V e n e d i Sarm a-te n der Abkunft und Lebensart nach gewesen sind, erhellet auch daraus, daß sie TacituS zu den Germanen rechnet, »weil sie gleichfalls Häuser bauen, wie die Germanen, Schilde tragen, wie diese u. f. w. Mithin n i ch t der Sprache nach zahlt er sie zu den Ger m a-nen, so wie die Peuciner, sondern bloß weil sie Häuser bauen u. s. iu. Die Schwerfälligkeit der Sarma ten wird auch geschildert in: »eo audentius Rhoxo-lani" u. f. f. »Sarmatae adempta equorum pernicilate velut vincti caedebantur." (S. oben.) -— Und wenn Tacitus sagt: „et (quia) scuta gestaut,” so findet sich dazu der Gegensatz in ... »levi gladio in er me m Sar-matam (neque enim de send i scuto mos est.”) ... S. 73, Sp. 2, Note. Wenn sich also Slaven hie und da unter den Sarmaten befunden haben, so waren sie doch nicht ihres Stammes; es waren z. 23. nicht die Ja-zyges Sarma tae des Plinius — die Slov enen. Die Veneden — später unter verschiedenen Benennungen auftretend (S. Jahrg. I. S. 56, S. 2, und dies. Jahrg. S. 11) nahmen also zu Tacitus Zeiten, und nach desselben Darstellung ein: den ganzen Landstrich vom heutigen Finnland (beiläufig) um die Esthen herum (Nr. 35, 36, 37, Kurland, Liefland, E st si- la n d) bis zum Dniester (wo die Herodot'schen Neuren saßen) und Pruth, mithin in Nr. 1 (znm Theil auch in Nr. 35, 36, 35), 6, 31 , 30, 32 , 34, 33, 29, 28 (Petersburg, Pleskow, Witebsk, Mo hi lew, Minsk, W i l n a , G r o d n o, Volhyiiien,Podolie n.) Nun fragt sich, welches war die Ost-, welches die West-grenze. Gegen Südosten mochten sie zu dieser Zeit an die Rhopola neu stoßen, gegen Osten und Nordosten in un-- krit war es von seiner Seite nicht. — 58) Burchana, bei Strabo jbvoyavig, auch Fab aria (von Faba) von den röm. Soldaten genannt und Glessaria (wegen des Bernsteins, Glesum bei Tacitus , s. oben. Dieß war ohne Zweifel die Insel Borkum im Für-1 stenthum Ost fries land (in Hannover). „Unter den benachbarten! Inseln," heißt es in einem geogr. Lehrbuche, „ist Borkum mit| bestimmter Ausdehnung, überall ziemlich vereinzelt — daher ZnoQot. genannt, wie Prokopius sagt (S. 5, N. 8); sie reichten ja von den Finnen bis zu den Peucinern. Dieß läßt auch das Klima erwarten, weßhalb zu vermuthen, daß sie sich weniger nach einer Ausbreitung in nordöstlicher Richtung gesehnt haben werden. Was die Westgrenze für die Veneden anbelangt, so hat T a c i t us nichts darüber gesagt, woraus zu schließen, daß er auch nichts davon gewußt hat. Denn ein Tacitus hätte wohl weder ab-sichclich, noch aus Nachlässigkeit über die Ausdehnung der Veneden von O. nach W. geschwiegen, da er doch einmal von diesem Volke gesprochen und seine Ausdehnung von Norden nach Süden angegeben hat. Wir können also, ohne Besorgnis;, einen Irrthum zu begehen, ihnen den Landstrich an beiden Seiten der Weichsel bis gegen die Oder zu anweisen. Eine so zahlreiche Nation konnte unmöglich in einem schmalen Streif zusammengedrängt seyn. Und da es einmal einerseits gewiß ist, daß ein Volk bessere Wohnsitze sucht, wenn es nicht auf unübersteigliche Hindernisse stößt, anderseits von keinen germanischen Nationen an den beiden Seiten der Weichsel zu lesen ist: so möchte die ausgesprochene Behauptung wohl Geltung finden, um so mehr, da die späteren Schriftsteller uns dießfalls deutliche Fingerzeige geben. (»Rhoxolanoriim infida gens" u. f. f. S. Jahrg. I. S. 56, Sp. 1, II, Z. 32.) Allein wir haben auch einen Gewährsmann, der, wenn nicht originel, dennoch hier große Beachtung verdient. Es ist Plinius. — Im Bl. Nr. 10 S. 69, Sp. 1 ist die Stelle angeführt, woraus wir schöpfen können, wie weit sich die Veneden gegen Westen hingezogen haben. »Deinde est" u. s. f. Nachdem Plinius auch vom Eismeere gesprochen, von der Insel BaItia ober Basilia (wohl Seeland, wofür der große und kleine Belt ein Wort einlegen möge), von den Eierinseln u. a. weniger bekannten, wendet er sich wieder zur Küste der Nordsee und sagt: „Auf dieser Seite (inde) nun kommen wir zu einem bekannteren Volke, den J n g ä v o n e n, welches das erste hier ist. — Auf der andern Seite (gegenüber i n d e) ist der Sevo (Kiölen), er bildet einen ungeheuern Meerbusen , der sich bis znm Vorgebirge der Ci mb er n hin erstreckt, und Covlanu s (Ka ltegat heißt, mit Inseln angefüllt, darunter Scandinavia von unerforschter Größe, davon nur einen Theil das Volk der Ilillevionen in Gauen bewohnr; ein Volk, welches ihn den andern Erdtheil nennt. Nicht kleiner ist der Meinung nach „Enitigia." —Hierauf wendet sich Plinius von Skandinavien aus abermals der Küste der Nordsee zu, wo die Cimbern wohnen, die ein Theil der J n g ä v o n e n sind: „Dieser ganze Busen soll CI y I i p e u u s heißen, an seiner Mündung eine Insel La-triä haben, und alles dieses bis zur Weichsel von Sarmaten, Veneden," — oder „sarmatischen Vene- eincm Lcuchtkhukmc, und Norderney mit einem Scebadr," Die Inselbewohner sprechen die eilte angelsächsische oder altfriesische Sprache. Sic gehören zur Landdrosiei Au rich. — Es dürfte also dies; gerade eine von den Inseln gewesen seyn, woher die Griechen zu Herodot's Zeiten auch den Bernstein bezogen, da sich dies: ziemlich damit vereiniget, dast Herodot den Bernstein aus der Gegend 4 den" — „von Scyrren, Hyrren bewohnt seyn. — Westlich von diesem Meerbusen, Clylipenus genannt, und >vöstlich von der Insel La tris, und zugleich u'estlich, an die C im been stoßend, ein anderer Meerbusen, der La gnus heißt. Von den Ci m been also ostwärts hin wären nach Plinius auch V e n e den zu finden, woraus sich nun der Ausdruck M o r i m a rušam (-0. 69 u. 70, 0p. 2, Z. 9) erkläre» ließe 5S). Nehmen wir Sarmatae Veneiii Sarma-tae ober Sarmatae Venedi als s a r m at i s ch e Veneden, so würde dieß darauf hindeuten, daß diese Veneden auf sar-matische Art leben; die Leseart: Sarmatae, Venedi, gebe ein Volk mehr, dessen Eigennamen jedoch unbekannt wäre. Also alle diese Landstriche am Meerbusen Clylipenus, beiläufig von den Cimbern an bis zur Weichsel hin, wurden auch von Veneden bewohnt, „wie Einige sagen." — Und jetzt können wir das Bild des Landes, wo die Veneden zur Zeit des Tacitus saßen, ergänzen. Die Veneden hatten damals die Landstriche in ne, — wenn sie dieselben auch nicht ausfüllten, — welche von Finnland an sich um den finnischen Meerbusen um Esthland, Liefland und Samogitie» herumziehen, ferner die Landstriche an der südlichen Küste der Ostsee bis Rügen hin, dann südwärts zwischen der Oder und Weichsel, auch über die Oder hinüberstreifend in Preußen, Posen, an beiden Seiten der Weichsel in Pole» und Galizien, bis gegen den Dniester und Dnieper. Der Druck der Slaven war gegen Westen, Süden und Südosten am meisten fühlbar. Die meisten drängten sich bis gegen Lübeck vor, dann vorzüglich durch den Abzug der Langobarden u. a. begünstiget, über die Oder und obere Elbe hinüber, und an diesem Flusse herauf nach Böhmen 59). Dann zogen sie immer weiter gegen die untere Donau zu um die Karpathen bogenförmig herum. Ein Theil besetzte von der Elbe, Oder und Weichsel aus Böhmen und Mähren, ein anderer Theil (die Anten) dehnte sich überden Dnieper bis zum schivarzen Meere aus; sie Überschrittenden Jster bei seinem Ausflusse in's schwarze Meer und ergossen sich auf diese Art nach und nach in die griechischen Provinzen, nach Dalmatien streifend, dieses Land, überhaupt Illy rik um verheerend, obgleich noch nicht zum bleibenden Sitze erobert. (N. 8, Sp. 2, N. 6.). Man kann sich die Veneden als einen Strom denken, der sich später auf der Nordseite der Karpathen, die einen obn'ohl nid;t ganz haltbaren Damm bilderen, in mehrfache Arme theilt, deren einer in der Richtung nach dem mittlern Dnieper Hinschießl, der andere über die Donau stürzt, sich in den illyrischen Provinzen ausbreitet, noch ein anderer nach Böhmen und Mähren einbricht, und von da weiter nach Ungarn, Servien, Croacien und die anderen südslavischen Länder sein Element in kleineren Armen entsendet. Es läßt sich nach der Darstellung des Tacitus er- g. bed Rbeinausflusses (Eridanus) kommen laßt, obwohl er den Rhein für einen fabelhaften Fluß hält. Plinius spricht von mehre, re n Bernfteinin seln (Glessariae), s. oben. S. 70. Vergl. S. 66, Sp. i im letzten Absätze, auch Iahrg. L). Daß Scandia (Dumna) Berges und Norigon, als Inseln genannt werden, da Scandia und JNerigon doch = Scandinavia, möchte der Ungenauigkeit in der klären , was Jörn a »des von Er man rich sagt, — daß er die Esthen und Veneden unter seiner Botmäßigkeit hatte, ivelche letzteren aber noch armis disperiti waren. (S. Iahrg. I. S. 56, Sp. 1, II. 60). — Wir finden die Vene-de» zur Zeit des Jo r na »des und P r o k o p i u s fest an der Weichsel, am Dniester und Dnieper, und sie hatten wahrscheinlich schon damals angefangen mit den Rho-volanen zu verkehren. Wie sie in den Elbegegenden schon damals ausgebreitet seyn mußten, erhellet unter andern aus Prokopius (S. 4, N. 1.) Ihre Einbrüche im alten Illy-rien und Dalmatien (S. Iahrg. I. S. 47, Sp. I u. 2, Iahrg. II. S. 4 bis 13 in de» Noten), so wie von der Zeit und Gelegenheit, da sie bleibende Sitze in Servien Jllyrien, Croatie», Dalmatien, überhaupt in den Ländern genommen, die unter den Römern und Grieche» zu Jlly-rikum gerechnet wurden. (S. 17, 18,19,20.)—Mit den R h o p ola n e n vermischt, zum Theil diesen tributär (S. 20, Sp. 1) bildeten sie später einen Theil der nachmaligen Rhos (oi P'cos, Russen), der Byzantiner, wie wir in den früheren Blättern gesehen haben. S. 81, Sp. I, vergl. S. 10, Sp. 2 und Iahrg. I. S. 32), wo es heißt: die Klein rus-f e ti nennen sich selbst M a l o r o s si a n i, oder schlechtweg Rossiani, worin wohl jedes Aug und Ohr viel natürlicher das Rhoxolani erkennen wird, als in Ruri k. — Warum hätte der Kaiser Constaiicius Porphyrogenitus aus Rurik lllios gebildet, und warum sind die Russe» selbst dem Rhos treu geblieben mit Nichtbeachtung des: „R u-r i k." Uebrigens haben die Veneden , eben, wie augenscheinlich, neben ihren Nachbarn, den Germanen, zu früher Gesittung gelangt, — ihre Ueber,nacht in dieser Beziehung bei den Rhorolanen geltend gemacht. Auf die frühzeitige Ausdehnung und Ausbreitung der Slaven selbst über die Oder und Elbe weisen die unzähligen slavischen Benennungen, wie wir noch heuc zu Tage finden, deutlich genug hin, — auch H elm old us (S. 29.) Man nehme nur z. B. im Mecklenburg'schen: Lübeck, Srrelitz, Rostock, Güstrow, Lubz; auf Bernholm: Swanike; im B r a n d e n b u r g i s ch e n : K y r i tz , Z e h d e n i k, S ror-choiv, Prenjlow, Trebbni, Stargard; in P o m-mern (noch viel häufiger): Woll in, Nemitz, Pinow, Naugard, Pyritz, Cölln ow; in Schlesien: Mu ska, Jauer, Breslau (PHbislawa), Rakibor; in Sach-sen: Leipzig, 25 iibiffin (Bautzen), Chemnitz, Roch-litz, Staduchitz (vergl. S. 29, Uebersicht der wen-d i s ch e n Völker von H e I m o I d u s c. 1150 n. Chr. Geb.) Zieht man eine Linie von Lübeck über Leipzig an die Grenze Böhmens, so wird man in Deutschland das slavische Element ostwärts davon finden, obgleich schwächer; zieht man sie von Lübeck »ach der Elbequelle, so zeigt es sich in großer Stärke. — Eben die Nachbarschaft der Germanen mag die Veneden veranlaßt haben, diese Darstellung zuzuschreiben seyn. Toto autem hoc mari (d. i. von den C i ln been angefangen) ad Scaldin (Schelde) usque Ger-ma'niae accolunt geutes. In jedem Falle sind mir durch das: „Quidam liaec u. f. w. gesichert. — 5g) Was jedoch dein S. 2i über die Serbien (Serben) Gesagten nicht widerspricht. — 60) Wo es heisien soll Ostsee stakt Nordsee. — Ci) Wir können im Bau if)ver Wohnungen nachzuahmen. Wie die Germanen hatten auch die Vene den keine Städte, sondern nur einzelne Höfe, wie uns Prokopius berichtet {Znoooi.) Nun frägt es sich nur noch, wo mögen die Slaven zu He robot's Zeiten gewohnt haben? Wann sind sie aus Asien, der Wiege der Menschheit herübergekommen? Auf welchem Wege? Die zivei letzten Fragen werden für alle wandelnden Menschenkinder unbeantwortet bleiben müssen. Die Alte» pflegten jederzeit, wenn sich die Herkunft und die Einwanderung eines Volkes auf keine Arc nachweisen ließ, zu sagen: das sind Autochthonen, I n-digenä. Und in diesem Sinne möchte man dieVeneden zu Herodot's Zeiten auch schon Indigenae nennen und auf sie die den Ursprung der Germanen bezeichnenden Worte des Tacitus anwenden dürfen : „Ipsos .. . indigenas crediderim minimeque aliariim gentium adventilms et, hospitiis mixtos.° Das „quia nec terra olim, sed elassibus ad-veliebantur, qui imilare sedes quaerebant” u. s. f. dürfte überhaupt unbrauchbar seyn. Ein jeder Schriftsteller half sich wie er konnte, tinb wie er nach seiner Ansicht durchzuschlüpfen hoffte. So sagt Floras : „Hi (Galli) quondam ab ul tim is terra rum oris, cum cingerentur omnia oceano, ingenti agmine pro fee ti, (vom Eismeer her, vielleicht aus Skandinavien), cum jam media vas lassen t, positis inter Alpes et Pad um sedibns, ne his quidem con lenti, per Italian, vagabanlur. I. 13. Der Raum dieser Blätter gestattet keine weitere Ausführung der Sache; indessen glaube ich, daß die gütigen Leser, wen» sie diese Aufsätze, deren Hauptaufgabe war, den Fäden des Horval'schen GewebeS nachzugehen und ihre Unhaltbarkeit nachzuweisen, nebenbei die alte» Sitze der Slaven in Europa aufzusuchen, — noch einer prüfenden Durchsicht würdigen wollen, sich ihnen die etwaige» Lücken in der Zusammenstellung für die Schlußfolgerung von selbst ausfüllen werden. — nur die Byzantiner als wahre brauchbare Quellen ansehen, wenn es sich um die östlichen Slaven handelt. Denn wer hat sonst über sie geschrieben? — Vergl. auch, was über den russischen Quellenschriftsteller Nestor bemerkt worden ist. (S>. Iahrg.S. 37, Sp 2. — 62) Daß man die Ursitze der Slaven irrigerweise im alten Illy-ri e n zu finden geglaubt hat, ist schon Iahrg. I-S. 4? bemerktworden. Nahrung hat diesem Irrthum auch das vorgeblich in C o n st a n t i-«opel aufgefundene Diplom Alexanders des Großen gewährt. Es lautet: Nos Alexander, Philippi Regis, Mace d on um silius, Ar-chos Monärchiae siguratus, Graecorum imperii inchoator, magni Jovis silius per Anachtahanum Regem Aegypti annuntiatus , ßrag-in an or um et A rah um , Mundique ab prtu Solis, usque ad occa-sum, ed a meri die usque ad Septentrionem Dominus , Persarum et Medorum Regnator, Solis et Lunae conculcator, Nobili genti Slavo rum, et eorum linguae gratjam, et Salutem a Nobis, et a nostris Posteris , qui in Mundi succedant Imperium Quoniam semper Nobis constantes in side, an im osi in armis , et st re n ui adjutores j bellicosi atque rob usti milites Nostri fui-stis , damus vokis et donamus plena liber täte in jierpe-tuum omnem plag am terrae ab Aquilone usque ad ultimos sines meridiem versus, ea conditione, u t nulla alia gens et n a-t i o ibidem r esidere, in babi'tare aut p o s s i d e r e , quid quam au de at, nisi vestrates. Et s i quis alius inventus sue rit, ibi babitans, sit veste r ser v us, et post e r i e j us sint s e r v i p os te rum vest r o rum. Datum in civitate nova nostrae sundationis, Alexandria, in magni Nili ripa, Anno duodecimo Regnorum nostrorum , arridentibus mag- Uebngens streitet die Geschichte der Slaven, so iveit wir sie aus reinen Quellen, aus den Byzantinern 8I) schöpfen können, sieghaft gegen die Annahme, als seyen die alten Illyrier Slaven gewesen 6"). Nirgends lieft man, weder von einer theilweisen, uoch von einer allgemeinen AuS-ivanderung der alten Illyrier nach dem Norden oder an-derSwohin. Schon in den frühesten Zeiten den Römern und Griechen bekannt, bleiben sie fortwährend im Lande consta-stirt und so zu sagen conscribirt. Wann härte» denn die Illyrier ihr Land verlassen, und durch welche Völker wären sie denn unbemerkt durchgeivischt, um später unter anderen Namen zurückzukehren? Oder waren die alten Illyrier Slaven, die aber ihr Land nie verlassen harten? Was erzählen uns also die Byzantiner, — und auch Andere — für Fabeln von den Slaven und Auren? Was erzählt uns Consta» lins P 0 r phyr oge n i t u s so Lügenhaftes von der Einwanderung der Slaven unter Heraklius (S. dies. Jahrg. S. 17)1 von der festen Besitznahme — illyrischer Länder? wie die Slaven »ach Dalmarien kamen, sich dort festsetzend? von der Zeit und Gelegenheit, wo eS geschah? — Wie hält uns TheophaneS (circa SIO n. Chr. Geb.) zum Besten? Jndeffen, daß hier ein Theil des illyrischen, dort ein Theil des thracischen Blutes u. s. w. in das slavische geflossen, läßt sich nicht in Abrede stellen. Eine solche Mischung >var ja überhaupt unvermeidlich, und gab zugleich ein Element her, zu körperlichen wie zu geistigen Charakter : Varietäten. — Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Bisthums von Triest, mit theilweiser Rücksicht auf das Patriarchat von Aquileja, auf das übrige österr. Küstenland und auf Krain. Von intern ItUouschek. (For t s etzu ng-) 10. Johann I., ein Triester, (um das Jahr 759) wurde nach dem Tode des Vica lian ns Patriarch zu nis.Diis, Jove, Marte, Plutone et Minerva. Testes hujus donationis sunt, Nobilis Athleta Thcsaurarius Noster, et duodecim Principes Nostri, quos decedentibus Nobis absque prole Haeredes et totius Orbis Dominos constituimus. — Entnommen aus dem Werke: Razgovor Ugodni Naroda Slovinskoga. ... Po Fra And ri i G a c i c h i u 1780. — „Diploma hoc heistt es daseist, inventum est in Bibliotheca Constantinopolitana ut Orbinus, et Schönleb docent, Joan. Minelli ; Cromerus , et Gre-gorgius Petheo ; omnes isti Auctores in Historiis suis referunt boe diploma : praeter bos Auctores Joan. Takmardii, sie vir no-Di lita te, et erudition e clarissimus, ita de Rcpublica tam Illyrica, quam Hungarica meritissimus hoc habet initium suum poema: Ilia ego Slavonia *) ac jam dieta Croatiae teli us, Pars quondam lllyrii, Pannoniique soli: Ädstiii Alexandro per bclla Monarcbica Magno, Gen tem esiam indultis extulit i He meam. Allein auf den ersten Blick erkennt man das angeführte Diplom als eine reine Erfindung in der ungeschicktesten Manier ausgeführt. *) Ich kann mich nicht enthalten, als Beweis zu meiner Ansicht ü b e r d i e Entstehung der Benennung Slaven (S. 14/ Sp. 2.), die Namen der acht Söhne des Radoslav anzuführen, wie sie S. 3q des oben citirten Werkes angegeben sind: Immade Radoslav osam Sinova : Branislava, Gradisslava, G o s 1 a v a, D o-b ros lava, Stanislava. Nur bei dreien feiner Söhne endigt der Name nicht in Slava, ©rabo. — Er roar ein frommer, rechtgläubiger uiib gelehrter Mann, und iiiachre sich die beiden Dogen jii Venedig, Johann und Mauritius GalbajuS, dadurch zu Feinden, das; er einen Grieche», Namens Christoph, den er für einen Heuchler, und sonst für uimüirbig erkannte, nicht nur in dem BiSthume von Venedig nicht bestätigen wollte, sondern ihn sogar in de» Vanu that, und den beiden hierüber erbitterten Dogen ebenfalls mit dem Banne drohete, worauf ihn im Jahre 802 M a urit i u 5 G albaj u S, auf Anordnung seines Vaters Johann, zu ©rabo von einem hohen Thurme herunter stürzen lief;. Ihm fuccebirte in ©rabo sein Vetter gor tuna tu 5, bishi» Bischof zu Triest. 11. M anriet u S, um das Jahr 766, treu der römischen Kirche ergeben, wurde von den Griechen, deren Kirchenge-bräuche er verwarf, geblendet und getobter. Im Jahre 774 machte der fränkische König und uach-niafigc Kaiser Carl der Große, nach der Gefaugeuneh-inting des longobardischeu Königs DesideriuS, dem lon-gobardischeu Reiche, mit welchem bereits feit dem Jahre 752 das Erarchat von Ravenna vereiniget roar, ein Ende. Er bestätigte und erweiterte während der Osterfeier zu Rom die Schenkungen seines Vaters, Pi pin des Kurzen, an den apostolische» Stuhl und erklärte die Bischöfe JstrieuS alS Suffragaue deS Patriarchen von Aguileja. Seit dem I. 777 war daS Herzog thun; griaul in mehrere Grafschaften getheilt, deren Grafen sich zu llbine in den Cvmitien, unter dem Vorsitze deS Pauli-nuS II., Patriarchen von Aguileja, zu gewissen Zeiten versammeln mussten , welches die erste Grundlage zu der n a ch h e r i g e u M a ch t der Patriarchen von A g u i-leja war. 12. gortunatuS, ein geborener Triester, Neffe des getöbteten Bischofes Johann I., Bruder deS Valerius An ten or, Dogen von Venedig, Bischof von Triest um daS Jahr 800; erwarb steh große Zuneigung bei Kaiser Carl dem Großen, welcher im Jahre 800 nach Triest gekommen war; er wurde nach dem Tode Johann'S I. im Jahre 802 Patriarch von ©rabo und bekam daS Pallium vom Papste Lev III. am 21. März 803. Vom ve-netianischeu Dogen Johannes aus Grade vertrieben, begab er sich nach graukreich zu Kaiser Carl dem Großen, der ihn im Jahre 803 wieder einsetzte, und starb zu Rouen in graukreich im Jahre 825. PaulinuS II., Patriarch von Aguileja, erhält im Jahre 794 in dem National-Concilium z u g r a n t-furt am Mai», wo der fränkische König Carl der Große zugegen war, den ersten Platz unter den Kirchen-Prälaten, und den ersten Rang tiach dem Papste; er starb am 11. Jänner 802. Sein Nachfolger hieß Urban AIS im Jahre 798 die Avareu griaul bedrohten, setzte Carl der Große den grauten Erich ober Heinrich zum Herzoge von griaul ein , welcher sich mit einer großen Macht Ärain , Kärnten und einen Theil von Steiermark unterwarf. Herzog Erich besiegte die Hunnen in Pannonien, als er aber schon im Jahre 799 bei Ser factum in einer Schlacht gegen die Slaven gefallen war, so eilte Carl, welcher die Nachricht davon zu Aachen erhalten hatte, mit einer grossen Macht herbei, eroberte int Jahre 800 Tersactum lind zerstörte eS. Nun erklärte er auch den Patriarchen von Agui-leja von allen Steuern und Abgaben frei und überlief; beut dortigen Capitel d a. S Wahlrecht. Die geistliche Gerichtsbarkeit der Patriarchen von Aguileja sticht nur über Ärain, sondern über alles windische Land bis an die Drau, schreibt sich urkundlich auS den Zeiten Kaisers Carl deS Großen her. Denn alS zu 71» sän ge deS 9. JahrhuuderteS der sei. ?(r » o, erster Erzbischof zu Salzburg, mit PaulinuS II., Patriarchen von Aguileja, dann mit dessen Nachfolger Urban I., den auch einige UrsuS I. nennen, in Kärnten über die beiderseitige D i ö c e s a n - G r a n ze in Streit gerathen roar, so wurde dieser zu Aachen vom Kaiser Carl deut Großen am 14. Juni 810 und ant 14. Mai 811 *), und vom Kaiser Lud-tu i g I. zu Aachen ant 27. December 820 dahin entschieden, daß der Draufluß die beiden Diocesen scheiden, der nördliche Theil von Kärnten nach Salzburg, der südliche aber nach Aguileja getheilt werden solle, übrigens sollen die Kirchen an beiden Ufern der Drau int ruhigen Besitze ihrer Güter bleiben. Diese Gerichtsbarkeit ist seitdem nicht bestritten worden, alle Kirchen deS heutigen KrainS erkennen Mguiteja alS ihre Mutterkirche, selbst daS heutige BiSthum Laibach ivar vordem Jahre 1463 ein von Aguileja abhängiges Archidiacvnat, unter welchem die übrigen Pfarren deS Landes, tuie Krain-btirg, Gurkfeld, Landstraß, Reifniz (unstreitig die ältesten) standen. In betn vom Papste E u g e n i u S II. im Jahre 826 nach Mantua zusammenberufeiien Concilium wurde der Patriarchalkirche von Aguileja der Vorzug vor der zu ©rabo zuerkannt. Die Sarazenen verwüsten im Jahre 830 daS Gebiet von Triest und Istrien. 13. Johann II., ein Triester, Bischof im Jahre 840, bekam am 8. August 848 vom Kaiser Lothar I. die Stadt Triest, nebst beut umliegenden Gebiete von 3 Meilen, zum Geschenke. Durch diese Scheitkuug wurde er unabhängiger Regent der Stadt Triest und beten Gebietes. Kaiser Ludwig II. (im Jahre 873) und sein Nachfolger Kaiser Carl II. erklärten die Insel Gradv alS abhängig von Aguileja; letzterer ernannte den Berengar, Sohn Eberhard'S, zum Herzoge von griaul. — In den nach dem Tode Kaisers Carl III., deS Dicken, um die Krone Jta-lieuS zwischen Berengar, Herzoge von griaul, und Guido, Herzoge von Spvleto, entstandenen Thrvnstreitigkeiten erhielt Berengar Italien , g r i e d r i ch, Patriarch von 71g ui--leja, aber daS Herzogthum griaul. Letzterer schlug die bantalS in griaul zum ersten Male eingedrungenen Ungarn tapfer zurück, und starb int Jahre 896. Die Ungarn wurden bei ihrem abermaligen Eindringen nach Italien im Jahre 903 von Berengar I., welcher nach dem Tode Lambert'S seit betn Jahre 898 alS König über Italien herrschte, zurückgetrieben. Doch wiederholten sie *) Causa cognita sinem liti Carolus imposuit, Dravo amne utri usque Dioeceseos limite constitute. De Rubeis, pag. io§. noch häufig aus Osten, so wie die Franken aus Westen ihre Einfalle nach Italien, bis sie vom Kaiser Otto I. vollkommene Niederlagen erlitten. 14. Taurin u s, um das Jahr 909, erhielt zu Pavia am 27. Juni 911 von Berengar >., Könige von Italien, das Schloß Vermes, unweit Parenzo, zum Geschenke- — Nach dem Tode des Patriarchen Friedrich erhielt auch dessen Nachfolger, den einige Leo, andere Lupus nennen, das Herzogthuni Friaul; — da er und fein Nachfolger von den Kaisern bestätiget wurden, so verblieb allmalig die herzogliche Würde von Friaul mir der Parriarcheuwürdc von Aquileja verbunden. 15. Rod aldus, im Jahre 929 (wird gewöhnlich ausgelassen) bekam zu Pavia am 7. August 929 von Hugo, Könige von Italien, Umago und mehrere andere Orte zum Geschenke. 16. I ohanu III., um das Jahr 948, übergab, weil er sich zur Vertheidigung der Scadc Triest und derselben Gegend wider die Einfälle und Streifereien der Ungarn und Kärntner, die von seinen Vorfahrern übcrkouimenen Schulden zu vergrößern genöthigec sah, zur Tilgung derselben, mit Uebereinstimmung des Domcapitels, feine bisherige weltliche Oberherrschaft über die Stadt Triest am 21. Februar 949 um 500 Mark käuflich der ganzen Gemeinde. Er befand sich im Jahre 961 bei der Einweihung der Cathcdral-kirche zu Parenzo und lebte noch im Jahre 986. In der gedachten, am 2f. Februar 949 geschlossenen Kaufs- und Verkaufs-Urkunde haben sich der Bischof und das Douicapire! vorbehalte» : 1. die geistliche Gerichtsbarkeit über alle Orte und Beivoh-ner der verkauften Stadt und ihres Territoriums; 2. alle Weingärten, Felder , Wiesen und Häuser, welche sie in und außer der Stadt und ihrem Territerio besitzen und besitzen werden; 3. den nach der Gewohnheit zu bezahlctiden Zehent, mit Ausnahme der Rechte derjenigen, welche ihn zu Lehen trugen; 4. die Lehenzinse und die Lehen selbst mit ihren Grundstücken , Dörfern und Einwohnern, welche auf diesen Grundstücken und in diesen Dörfern existircn, sammt allem ih-rcin Hab und Guc, Rechten und Nutznießungen. Der Gemeinde, als Känferinn, wurden zugestanden: 1. Eine immerwährende Freiheit; 2. alle Gerechtsame, Privilegien, Gerichtsbarkeiten, Ansprüche und rechtliche Forderungen, wie sie der Bischof und das Eapirel hatten und besaßen; 3. alle Urkunden, welche sie bisher in Bezug auf die Stadt, ihr Territorium, ihre Bevölkerung und ihr Eigenthum, sey es dllrch Privilegien der römischen Kaiser, der Könige, des Herzogs von Kärnten und anderer, sey es durch Gcivohuheit, Gebrauch, oder aus was immer für einem Vertrag besessen harten, oder besessen haben konnten; 4. jener Antheil an dem Rechte, Münzen zu prägen, welches Recht der Bischof und daS Capitel besaßen, und dasaus eine solche Art an die Gemeinde überging, als ob sie das ganze Recht allein besäße. Endlich verband sich der Bischof als Verkäufer: 1. Der Gemeinde jedes Recht oder Privilegium, was er von den Kaisern, Königen und Herzogen über die Stadt und ihr Gebier erhalten dürfte, künftig so oft und zu ihrem Nutzen und zu ihrer Last zu überlassen, als sie ihm dafür die Unkosten ersetzt; 2. es auf jedesmaliges Verlangen der Gemeinde bei jenen zu betreiben, Damit die Gemeinde die Bestätigung der Privilegien erhalte; 3. der Scadt und ihren Bewohnern in allen, nach Kräfte» zu helfen, wenn er darum ersucht iverde» würde. Vitalis IV., Patriarch von Grado, verlegte tin I. 978 feinen Sitz nach Venedig. Kaiser Otto II. schenkte auf dem Reichstage zu Verona im Jahre 983 dem Rodoaldus, Patriarchen von Aguileja, nebst mehreren andern bedeutenden Besitzungen auch die Stadt Udine mit ihrem Gebiete. Um das Jahr 1000 hatte das Bisthnm Triest einen Flächenraum von 34, das von Parenzo von 19, das von Pola von 21 und das von Capo d'Jstria von 5 deutschen □ Meilen. Kaiser Otto III. bestätigte im Jahre 1001 alle 6c--i't’i'ö von seinen Vorgängern, den Patriarchen von ?lqiii-leja, verliehene Gerechtsame und schenkte dem Patriarchen Johann III. Besitzungen bei Görz. 17. Johann Rudolph, auch Ricolphus genannt, war Bischof um das Jahr 1006. Er befand sich bei dem Concilium zu Frankfurt und unterschrieb it» Jahre 1015 zu Aquileja eine Urkunde , gemäß welcher der Patriarch Johann 111. dem Capitel des heil. Stephan bei Aquileja mehrere Realitäten und Zehente schenkte, Johann III., Patriarch von Aquileja, erhielt im Jahre 1015 vom Kaiser Heinrich II. Peden a und daS Schloß zu Mitterburg in Istrien zum Geschenke. Poppo, nach dem Tode J o h a n »'s 111., seit dem Jahre 1016. Patriarch von Aquileja, von Geburt ein Deutscher, und vormals oberster Kanzler Kaiser Heinrich II., überfiel nach langwierigen Streitigkeiten mit großer Macht den 11 r J u 5, Patriarchen von Grado, und ließ mit päpstlicher Genehmigung die dort vorgefundenen Reliquien, Kirchenschätze rc. nach Aquileja abführen. Ihm und dem Triester Bischöfe Johann Rudolph verlieh Kaiser Conrad II. am 12. September 1028 das M ün z r e gale *), In demselben Jahre erlangte er auch vom Papste J o h a n n *) 3n App e re Repertorium zur Münzkunde des Mitteln,ters und der neueren Zeiten, I. Bande, ist das Münzivesen der Patriarchen von Aquileja (Seite 108—1,4,. und das der Triester Bischöfe (Seite 492 —494) 9',»# ausführlich behandelt. Hieraus ist zu entnehmen, dag die Patriarchen von Aquileja und die Bischöfe pen Triest, ungeachtet des denselben schon seit dem Jahre 1028 zugestandenen Münj-regals, erst im Anfange des dreizehnten ZahrhünderteS, so viel bekannt ist, zuerst Geld prägen liegen. Die Patriarchen von Aquileja, welche zu Folge Appel's Repertorium Sildermünzen im Gewichte von 8—22 Gran prägen liegen , waren: Yolcherius oder Walther von Ellenbrechtskirchcn, erw. im Juni 1204; starb 1218. Bertbold, Graj von Andechs, Bruder des Bamberger Bischofs Ek-dert, 1218; starb 1261. Gregor de Montelungo, 1261 ; starb 1269, Rainumd a Tune, oder della Torre, ein Mailänder, 1278; st. 1298. 5 __no —- XIX. das Privilegium, daß, wie es scheu im Jahre 826 durch die Synode von Maurua ausgesprochen war, dem Pa- Pctrus II., de Genu , ernannt von« P. Vonifaz VIII. 1299; starb zu UDine am io. gebr. i3ot- Ottobonus de Razzis, aebi'trtU aus Piacenza tSoz; starb i3i5. Poganus a Turne, 131S ; starb im 3* 1333. Bertrand de St. Genuesio, ein Franzose, ; starb i3f>o. ISicolaus, Sehn Johann's, Königs von Böhme», Bruder Kaisers gart IV., i35o; starb i358. Ludwi" I a Turne, vorher Bischof von Triest, ern. i3f>8; st. >36.,. Manquard von -»anbei, feit >343 Bischof zu Augsburg, ernannt >366; starb i38i. Philipp von Alencou, Bruder Philipp's VI., Königs von Frankreich, ernannt .38. , wurde Cardinal und restgnirte int Jahre .388 ; begab sich anfangs nach Avignon, dann nach Rom, wo er .897 starb. Johann de Moravia, aus dem Stamme der Markgrafen von Mäh. rett, cm. >338, ermordet zu Udine >3g6. Anton 1., Cajetanus, ein Römer, erwählt >396, wurde tm Jahre ,/l0, Cardinal und ©rofjptSiiitentiar, worauf er restgnirte; -starb zu Rom it. Jänner >412- Anton II. de Portugruario, Pair. t!-o2, wurde Cardinal und resig-nirte tät t; starb zu Rom 3. Juli tHZt' Ludwig II , Herzog von Tech , ein Ungar , Pair. 1912; starb in .Rah reu i435. ,ar Ludwig 111. Scanampüs de Medianotta, ein Paditaner, Pair. ,43a. auch Cardinal; starb zu Rom 27. März tlj66. Auf den Aversseiten der von den Patriarchen vom 3. i2i8-i334 geprägte» Münzen befindet sich nebst dem Namen des betreffenden Patriarchen: der Patriarch sitzend mit dem Kreuzstabe in der rechte» und dem Buche in der linken Hand. Die Reversseiten der wahrend dieses Zeitraumes geprägten, gewöhnlich mit „Aqniteja" oder „Aqutle-gensiS" bezeichneten Münzen sind verschieden. Die Averssetten der Münzen der folgenden Patriarchen sind wieder verschiedenartig be. zeichnet, so j' B. befindet sich auf denen Bertrand's, die heil. Malta sitzen» mit den, Kinde am linke» Arme; - des Nicolaus, ein aufrecht stehender, gekrönter Löwe; - des Ludwig a Turne, der h. Hermagoras mit dem Scheine um das Haupt, int bischöfliche» Ornate, auf einem mit Löwenköpfe» verzierten Armstuhle sitzend, die rechte Hand zum Segen aufhebend, und in der linken einen Kreuz-stab haltend , oder zwei kreuzweise gelegte Liltenscepter; - des Mar-quard von Randek, ein stehender einfacher Löwe, oder eine Roletw; — des Philipp von Alenaon. das französische Wappen; — des 30-hann de Moravia, ein Adler mit Schlachtfeldern; - des Anton Ca-jetanuS, — und des Anton de Portugruario, das Samtlienwappen ; -CCS Ludwig Herzogs von Tech, das Wappenschild mit Wecken - und »es Ludwig Scaranipus de Mediarotta, das Brustbild von der rech- mi ^2m Allgemeinen wird noch in Betreff der ReverSseitet, der Münzen dieser Patriarchen bemerkt, da« auf jenen der gamtlte Turre gewöhnlich ein Thurm, auf denen der ander» Patriarchen aber häufig ein stehender einfacher Adler, Lilien, Rosen und andere Bezeichnungen vorkommen. - Sehr selten sind die Münzen deS Patriarchen tSregor de Montelimgo, auf deren Reversseiten »» nebst Ser Aufschrift: Aq.ui-legia, eine schöne Lilie mit vier Rosetten geziert, befindet. 3hr Geivicht ist zu iS Gran. Der historische Prov. Verein für Ärain besitzt Münzen von folgende» Patriarchen: BertholS, Gregorius, Raimund a Turne, njetruä von tSerra, Ott-bonuS, PaganuS. Ludwig della Torre, gjlarqttar» von Randek, Anton de Portogruario und Ludwig II. v. Tech. -Lon »et, Triester Bischöfen tieften prägen: Gebhard, Conrad, Dolrieus, Leonhard II., Arlongus und Rudolph I. lauf de» Münzen RedulphuS genannt.) Auf der Aversfeite befindet sich nebst dem Name» deS betreffenden Bischofes und dem Beisatze: Ep., - der 58,= feftef in, Ornate sitzend, in der rechten Hand den Krummftab, in der linken ein Buch haltend, - auf der Reversseite aber die Aufschrift: Civitas a Trieste, -der Civitas Tcrgestum, oder Civitas Tergesti-num oder Civitas Terges oder Tergcstiuus. Die übrige Bezeichnung Cer Reversseiten ist bei jedem Bischöfe anders. Bas Gewicht dieser Münzen beträgt 12-20 Gran. Auf den-übrigens seltenen - Münzen Rudolph'S steht, zum Unterschiede der Münzen seiner Vorführer, die Aufschrift Tergcstiuus, was die Vermuthung herbeiführt, dast'ihm allein daS Münzregale ausschließlich zustand, und da« zu seiner Zeit die Stadtgemeinde von Triest nicht mehr, wie noch zu den Zeiten seiner Vorgänger, daran Theil nahm. triarchen von Aguileja der Vorzug vor allen Bischöfen Italiens, ja sogar der erste Slang nach dein Papste gebühre *). Ihm, als Metropoliten, ivurden suffragan erklärt: die Bischöfe von Triest, Aemonia oder Cittanuova, Pola, Pedena, Capo d'Jstria, Concordia, Ceneda, Felcre, Belluno, Padua, Vicenza, Verona, Trieur, Mantua und Como. Ferners wurde ihm, Poppo, die Regierung über-das Herzogthum Friaul und die Markgrafschafr Istrien für sich und für seine Nachfolger feierlich übergebe», wodurch eS geschah, dag der Patriarch von Aguileja den mächtigeren Fürsten Deutschlands beigezählt wurde. Patriarch Poppo ließ auch die Domkirche in Ag ui leja aufbauen, und weihte dieselbe im Jahre 1031 , in Gegenwart deS PapsteS Johann XIX., deS Kaisers Conrad II., der Cardinäle Johann und Dodo, der Bischöfe Aistulph von Padua, 116 a U rid; (oder Ulfi d; II.) von Trieur, A z z o von Cittanuova, Vol dar ich von Pedena, Ro char i S von Treviso, Rud-berr von Concordia, Hermann von Bellnno, Regizo von Felcre, Elminger von Ceneda, Johannes von Pola, und AdalgernS von Triest,—zur Ehre der Mutcer Gocces und der heil. HermagoraS und Fortnna-tus; — die Zahl der Domherren vermehrte er aber auf 50. Im Jahre 1041 bestätigte ihm Kaiser Heinrich 111. alle Privilegien und ernannte den Grafen von Görz zum Schutz-herr» der Kirche von Aguileja: — er starb im Jahre 1042 und hatte zu seinem Nachfolger den Eberhard. 18. AdalgeruS, oder AldogaruS, zwischen 1031 und 1041 ; — erhielt alS Freund des Patriarchen Poppo und des kaiserlichen Kanzlers C a d oläu S, vom Kaiser H e i ii-rich III. zn Regensburg, am 30. December 1040, die Bestätigung aller feinen Vorfahrern gemachten Schenkungen. Kaiser Heinrich IV. schenkte, auf Verwendung H a n » o'S II., ErzbischofeS von Köln , zu Augsburg am 25. November I 062, dem Ellen hard, Bischöfe von Freistngen, Besitzungen bei Pirano in Istrien; — er schenkte fernerS zu Nürnberg im Jahre 1070 dem Sieghard Grafen von P leien, welcher vormals sein Kanzler lind seit dem Jahre 1068 Patriarch von Aguileja war, die March Krain, im Jahre 1076 aber die Grafschaft Friaul und bestätigte diese Schenkungen zu Pavia im Jahre 1077 **). 19. H eribertuS, im Jahre 1082 Bischof von Triest und Capo d'Jstria. 20. H e r i n i ciuS oder Eri iiitiuS, im Jahre 1106. Ulrich 1., auch VolricuS oder VoldaricuS genannt, Sohn Marguard's, Bruder Lnirpold'S, Her- ') Hierüber drückt sich der Papst Johann XIX. in seinem Briefe an den Patriarchen Poppo mit folgenden merkwürdigen Worten aus: „Con-fivmanus Vobis, vestrisque Successoribus Patviarchatum sanctae Aquilejensis Ecclesiae fore caput et metropol im super oinnes Ita-liae Ecclesias, quia ante oinnes constitutam , et in üde Christi fun da tam esse cognovimus- Atque volumus sedem Aquilejensem in cunctis fidei rebus peculiarem, vicariam et secundam esse, post banc aim am Romanam sedem, sicut dim a beato Petro Apostolo concessam fuisse videtur.“ "-) Damals scheint jedoch der Patriarch noch nicht zum Besitze der krain. March gelangt zu seyn. und eine abermalige Schenkung erfolgte durch den Kaiser Heinrich IV, im Jahre 1091 an den Patriarchen Ulrich I- — Ill — jogs von Kärnten, Grafen von Mürzthal und Aflenz, vormals Abt von St. Gallen, war im Jahre 1085 Patriarch von Aqui-leja. Er begleitete im Jahre 1111 mit vielen andern Prälaten und Fürsten Deutschlands den Kaiser Heinrich V7. nach Rom und erhielt von diesem als Belohnung für die dabei geleisteten Dienste das Schloß Portole in Istrien. Er hatte auch den vom Kaiser Heinrich V. gefangenen Papst P aschalis II. und 4 Eardinäle so lange in seiner Geivahrsame, bis zwischen dein gedachten Kaiser und dem Papste der Friede zu Stande kam, — er starb im Jahre 1122. 21. Hartuicns oder Ha rtaci ns (auch Harteri-c u s), Bischof im Jahre 1114, veranlaßte durch die am 4. Juni 1114 dem Abte St. Georgii zu Venedig gemgchte Schenkung der Kirche der heil. Blutzeugen außer der Stadt, nebst Schmälerung der bischöflichen Einkünfte, auch mehrjährige Streitigkeiten zwischen de» Venetianer» und dem Triester Domeapitel. 22. D i e t h in a r oder D e t h e m ar, um das Jahr 1135, ein ausgezeichneter Mann, sowohl vom Peregrin I., Patriarchen von Aquileja, als von den Kaisern Lochar II. und Conrad III., wie auch vom P. J n » o c e n z II. sehr hoch geachtet, daher gewöhnlich der Held, Heros genannt, starb im Jahre 1141. Er unterschrieb am 7. April 1140 als Zeuge die Urkunde, gemäß welcher Peregrin I., Patriarch vonAquileja, der edle D i e p o l d von C h a g e r und seine Gemahlin» Dejta oder Truta aus den Allodialgücern Diepold's, das Beti e d i c t i n e r k l o st e r O b e r b u rg in Uncersteiermark stifteten, welche Stiftung Kaiser Conrad III. am 13. Februar 1147 bestätigte und P. Gregor IX. am 15. März 1226 in seinen besondern Schutz »ahm. In der Folge wurde» die Besitzungen von Oberburg immer bedeutender und dienten zur Dotation des durch Kaiser Friedrich IV. am 6. December 1461 gestifteten Laibacher Bisthums. — Vom Patriarchen Peregrin I. wird ferners bemerkt, daß er im Jahre li 36 den Kaiser Lothar II. auf seinem zweiten Feldzuge nach Italien begleitete, den folgenden Kaiser Conrad III. im Jahre 1139 zu Aquileja bewirthete, sich im Jahre 1155 zu Pavia bei der Krönung Kaisers Friedrich I. befand und bei dem von diesem Kaiser auf den 5. Februar i 160 nach Pavia zusammenberufenen Conciliabuluiii den Vorsitz führte, ivo man den Victor IV. als Gegenpapst A l e-pander's III. anerkannte; — er starb im Jahre 1161, sein Nachfolger war Ulrich II., Graf von Görz. 23. Bernhard I., im Jahre 1141, intervenirte im Jahre 1150 als Schiedsrichter in den Streitigkeiten zwischen den Patriarchen von Aquileja und de» Grafen von Görz. 24. Werner, oder auch Veneraiidiis genannt, war Bischof um das Jahr 1151. Ulrich II., Graf von Görz, feit dem Jahre 1161 Patriarch von Aquileja, ein eifriger Anhänger des Gegenpapstes Victor IV., gegen den rechtmäßigen Papst Alexander III., eroberte im Jahre 1162 die Stadt Grado, wurde aber auf betn Zuge nach Aquileja nebst 12 Domherren und 70 Edelleuten von den Venetianern überfallen, nach Venedig in die Gefangenschaft abgeführt, und im folgenden Jahre unter der schimpflichen Bedingung entlassen, daß er jährlich an die Venetianer I Ochsen und 12 Schweine als Lösegeld für sich und die 12 Domherren entrichten sollte. In der Folge erhielt er vom Kaiser Friedrich I. die Bestätigung in dem Besitze aller Güter und Privilegien, mürbe von demselben im Jahre 1779 zum Vicarius in Deutschland, und vom Papste zu seinem Legaten ernannt; starb 1182. Im Jahre 1 170 wurden die schon seit mehr als 500 Jahren zwischen den Patriarchen von Aquileja und Grado bestandenen Rangstreitigkeiren gütlich beigelegt, indem H e i n-ri ch, Patriarch von Grado, dem Ulrich II., Patriarchen von Aquileja, alle seine Metropolitanrechte über die Bischöfe Istriens und über das Bisthum Zara abtrat und für die Kirche von Grado bloß das Mecropolitanrecht über die Bischöfe des venetianischen Küstengebietes und das fernere Be-zugsrechc des Weines aus Istrien vorbehielt. Sonach waren Suffraga ne des Patriarchates von Aquileja die Bischöfe: von Triest, Como, Mancua, Verona, Vicenza, Padua, Treviso, Trienc, Belluno, Felcre, Ceneda, Concordia, Capo d'Jstria, Parenzo, Pola und Aemonia oder Ciccanuova. (Fortsetzung folgt.) Diploiiiatariuiii Cariitolicuin. Aus den Archivsmaterialien des historischen Vereins für Krain. (Fortsetzung.) 15. Stiftungs-Urkunde des Cistercieuser - Klosters Maria-Brunn bei Landstraß in Krain, ausgefertigt von Bernhard, Herzoge von Kärncen, am 7. Mai 1249. (S ch l u fj.) Adicimus etiam quod si (orte causa vecture, vel aliarum neeessitatiim eiusdem ecelesie, nuncios eins res aliquas vel vendere, vel emero continent, de hoc nul-lus eos impediat vel coartet, et de tali venditione vel emptione, ut dictum est nulla solvant Thelonia neque miilas. Item iiemus iuxta monaslerium ipsum situm, quod suit Nobilis viri nomine l’ris , similiter Monaste-rio ipsi damns libere possidenduin usque ad ripam, que Nychawa vulgariler dici solet, ut eo imperpetuum uta-tur libere, tarn in colendis, seu facieiidis novalibus, quam in habeiidis quibuslibet aliis usibus seu utilitati-bus, que ipsi ecclesie, quam suis hominibus fuerint prosu Iura, lnsuper ipsi Monasterio tot redditus conqui-remus, ex quibus tria milia Caseorum sex sovmas olei et duodecim soumas salis, habere voleant annuatim. Ipsam autem plantationern nostram novellam sepe su-perius repetitarn, videlicet Fontem sancte Marie, cum omnibus suis possessionibus, tarn habitis, quam haben-dis, super altare beale virginis in Victoria, Cistercien-sis ordinis ofl'erendam duximus et legandam in Matri-cem ipsius, eandem ecclesiam eligentes secundum ip-sius ordinis instituta, ut exinde sibi provideatur imper-petuuin in regularibus disciplinis, iuxta ordinis eins normam. Freieren sciri debet, quod cum a principio ipsum Monasterium fiindassemus anno dni M.C.C.XXXI1I10 super libertate a iuribns, sen possesionibus ipsins eccle-sie antedictis šibi privilegitmi confici fecimus, et con-scribi, quod aliquaiitulum improvide suit scriptmn. Cuius causa ncgligentie et etiani quia post datain (sie) eius-dem privilegii ipsi Monasterio maiorem fecimus gratiam, tam in ampliations suorum iurium quam bonorum, el quia sigilium nostrum nos postea contigit renovare, ip-sum priviiegium tune conscriplum, preselili pagina du-ximus renovandum, quam in eiusdem facti testimonium et cautelam, et etiam ne super ipsa tundatione nosi ra, sen donationibus memoratis, per heredes vel successo-res nostros, vel alios quoslibet, aliqua contradictio vel calumpnia imposterum orialur , vei aliquis ipsi monasterio possit infringers iura sua, Sigilli noslri muni-mine duximus roborandam Promiltimus insuper tpiod decimas prediclarum villarum, quilms decime superius sunt astricte, ab Aquilegiensi ecclesia, a qua ipsas habemus in phevfdo, ipsi Monasterio aquiramus. In fine apponimus quod scire volumus uni versos, Capellam in predicto foro nostro Landesf°st, in qua jus patronat us habere dinoscimur, cum eodem iure ipsi Monasterio similiter nos dedisse, ita quot ipse couventus populo ibidem provideat indivinis per Clericum secularein, sicut expedierit et sit iustum. Cuius rei testes sunt. Philippus filius n os ter, qui post datum primum priviiegium, in Salzburgensem arcbiepiscopum es I electus, et Cl-ricus filius nos ter senior. Vlricus preposilus de Vol-chenmarchet. Livtoldus plebarms de Clirich. Nobilis puer de Owersperch Wicliardus et Henricus fratres de Charlesperch. Hertwicus dapifer de Clirich Wilchalrnus de Clirich. Gundacharus et Swikerus fra I res de Vro-wenslain. Chuno et Jacobus de Vriberch. Keinlierus princernes de Osterwiz. Bertlioldus de Graednik. Vlricus et Reinberus fra I res de Aichelberg. Ariioldus et Vlricus de Ilavenaerburch. Chunradus et Oslo fratres de Hymelberch. Chunradus de Paradise. Fridericus de Valchenberch. Gerloclius de Ilertenberch- Vlricus, Hen ricus el Chunradus fratres de Landest°st. Vlricus Got-fridtis de Prisekke, Meinhardus de Preitenowe. Berch-toldus de Gurkevelde. Weriandus de Arclia, Wolzlimus de Nassenfuss, Fridericus de Winekke, Herbordus & Meinhalmus de Owersperch, Thomas plebanus de Sle-ruie; Otto plebanus de Nazzenfuz, Bertlioldus plebanus de sar. Bartholomeo. Engelbertus de Landest°st, Otto, Off’o fratres de Landest°st, Otto Vranco, Henri-ens, Fridericus notarii nosin'. Cui facto Ego Berthol-dus Frisacensis canonicus scriptor presentis interim & testimonium perhibeo vertikali. Acta sunt hec anno gr M.C.C.XLV11I10 Indictione VII. VIII0 Idus May solicitor nunc et semper Amen. Das anhangende, sehr schwere, ans rothem Wachs be-stehende und zierlich gearbeitete Sigill H. Bernhards, stellt ihn nach del. Nr. 3 dar. Gegensigill: Madonna mit dem Kinde, (oval.) (Fortsetzung folgt)- VERZEICHNISS der »um historischen Provinzial - Vereine für Krain im Lanse des Jahres 1847 erworbene» Gegen st and e. (Schluß.) dir. 56. DurchAnkauf erworbene Silbermiinzen: A. Von folgenden Patriarchen von Aquileja: a—c) Von Gregor de Monteluiigo (1251 — I 269) 3 St. von verschiedenen Prägen. d—i) Von Raimund a Turre. (1273 — 1298), 6 St. von verschiedenen Prägen. k, 1) Von Petrus de Gerra. (1299 — 1301), 2 St. in—q) Von Ottobomis de Razzis. (1302 — 1315), 5 St. von zweierlei Prägen. r) Von Paganus a Turre. (1318 — 1333.) B. Vom Bisthume Triest i 8) Vom Bischose Volricns. (1230—I 235.) t—y) Vom Bischöfe ?lrlonguS. (i254—!282), 6 St von verschiedenen Prägen. C. Von der Grafschaft Gorz. z, aa) Ar..- Albertus Comes. Ein Lowe. Rer.: Goricie de Lvonze, Eine Rose. — Vom Grafen ?llbm II. (1258 —1304), 2 Solidi. Selten, bb) Ar.: Ilaiiric. Comes. Goric. Herzförmiges.Wappenschild. Rar.: Moneta de Lvonze. Eine Rose. — Vom Grafen Heinrich II. (1304 — 1323). Ei» Solidus. Sei-t e n. cc) A r.: Albertu’ Comes Goricie Herzförmiges Wappenschild. Rer.: * De *—* Lv *—* on *—* ze. Langes Kreuz, in dessen vier Winkeln Stern und Halbmond wechselnd. — Vom Grafen Albert IV. (1327—1374.) Ein Solidus. Nr. 57. Vom Herrn Kn ton Iellouschek, k. f. Proviiizial-Staatsbuchhaltungs-Acceffisten in Laibach, folgende Silbermiinzen: a) Ein Hamburger 8 Schilling - oder Halb-Mark-Stück. Current. Geleit. 1 728. b) Ein 4 Schilling Stück, Hamburger Current. 1727. c) Ein Sechsiing oder Halbschilling-Stück. 1841. d) Ein Dreiling oder '/4 Schilling-Stück. 1841. e) Ein Drei-Pfennig -- Stück vom Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin. 1841. f) 12 einen Thaler von Ernst August, König von Hannover. 1845. g) 2 [la Silbergroschen von Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen. 1842. h) Ein Silbergroschen von dto. 1847. i) Ein Halb-Silbergroschen von dto. 1844. k) Ein 5 Neugroschen - Stück von Friedrich ölugust, König von Sachsen. 1 846. l) Zwei Neugroschen oder 20 Pfennig-Stück; fön. sächsische Scheidemünze. 1847. m) Einhalb Guldeustück von Ludwig I., König von Baiein. 1846. it) Ein 6 fr. Stück vom Königreich Baiern. 1847. o) Ein Kreuzer von dto. 1847. p) Ein dto. von der freien Stadt Franffurt. 1847. q) Ein Groschen von ."Staffer Ferdinand I. 1560, und r) ein Pfennig vom Herzogthume Anhalt - Bernburg. 1839. Sämmtliche Münze» sind von dem für die Dereinszweckc so eisri-flcn Herrn Gcsmcnkgcber aus einer Steift in Norddeutschland für den Verein eingewechselt worden. Nr. 58. Von einem Laibacher Bürger: a) Wiener Zeitung vom 23. und 28. Mai 1832, mit der Beschreibung des damalige» Aufenthaltes Ihrer k. k. Majestäten in Laibach. b) Journal des osten-. Lloyd vom 7., 11., 14., 18., 21. und 25. Sept. 1844; mit der Beschreibung des Aufenthaltes Ihrer k. k. Majestäten in Triest im Sept. 1844 — und der damaligen Industrie-Ausstellung in Laibach. c) Standes-Ausweis des bürget!. Grenadier-Corps in Laibach vom 17. Juni 1802. d) Življenje gospoda Janeza N ep. Hradeckita. Nr. 59. Vom Herrn Johann Ogrin z, k. k. Bezirkscommissär und Richter in Treffen: a) Steiermärkische Zeitschrift. Neue Folge. I. und II. Jahrgang. 8. Grätz. 1834 ii 1835. b) Schematismen des Laibacher Gouvernements im Königreiche Jllyrien für die Jahre 1836, 1837 ti. 1838. c) Joh. Friedr. Faselius gerichtliche Arzeney-Gelahrtheit. 8. Leipzig und Budisti». 1768. d) Pflichten gegen Thiere, von J. I. Zagler, und Jahresbericht des Münchner Vereins gegen Thierguälerei für das Jahr 1843, erstattet vom Hofrach Dr. Per-»er. 8. München 1844. e) Kaufbrief, ausgefertigt von Franz Grafen und Freiherrn von Thur» und zum Creuz, obersten Erbland-Hofmeifler etc., ddo. 15. Jänner 1551, beti essend ein zu Cronau gelegenes HauS sammt Acker und Wies-mahd. Original. f) Zwei Pläne, das freiherrl. von Zois'sche Bergwerk Jauerburg in Oberkrai» betreffend. Vom Jahre 1782. genier g) ein versilbertes österr. 7 kr. Stück vom Jahre 1802. h) Eine unkenntliche venetianische Silbermünze. i) Eine eherne Münze vom Kaiser Hadrian. k) Eine kleine Kupfermünze vom Kaiser Constantin dem Großen. l) Eine Kupfermünze des Kaisers Tiberius, geprägt zu Antiochia. 14—37 n. Chr. Selten. m) Eine Kupfermünze der Stadt Venedig, und n) eine kleine Kupfermünze vom Dogen Dominicas Con-tarenus. 1659—1675. Nr. 60. Vom Herrn Dr. Julius Edlen von Vest, k. k. Kreisarzt zu Neustadt!: Gedächtniß-Medaille von Bronce auf die Versammlung der Naturforscher in Wien im September 1832. Nr. 61. Vom löblichen Voigtlän di schen alcer-t h u m sfors ch ende n Vereine zu Hohenleuben: 20-ster und 21ster Jahresbericht dieses Vereines. Herausgegeben von Friedrich Alberti. 8. Gera. Nr. 62. Vom Herrn Gustav Heimann, Handelsmann in Laibach: Ein 30 8oIs-Stück von Ludwig XVI., König von Frankreich. L’ an 5 dela liberte. 1793. Nr. 63. Von der löblichen B a u F euerlösch --u n d S c a d tv e rsch ö » e r u n g s - C o m m i ss i v n in Laibach : Ein Exemplar der neuen Bau - und Feuerlösch-Ordiiuiig für die Provinzial-Hauptstadt Laibach. Nr. 64. Vom löblichen historischen Vereine f ii r N i e d e r b a i e r n z u P a s s a u : a) „Verhandlungen" dieses Vereines. I tes Heft. 8. Lands-Hut 1846. b) Statuten dieses Vereines. Nr. 65. Vom löblichen historischen Vereine für das G r o ß h e r z o g t h n m Hessen zu Darmstadt: a) Archiv für hessische Geschichte und Alterthumskunde. Herausgegeben aus den Schriften des Vereines von Ludwig Baur. V. Band. 2tes Heft. 8. Darmstadt. 1847. b) Regesten der bis jetzt gedruckten Urkunden zur Landes-»ud Orts-Geschichte des Großherzogthumes Hessen. Gesammelt und bearbeitet von Dr. Heinrich Eduard Scriba. Erste Abtheilung. 4. Darmstadt. 1847. c) Nr. 3,4,5 und 6 von den periodischen Blättern für die Mitglieder dieses Vereines. Nr. 66. Vom löblichen historischen Vereine für den Regierungsbezirk von Schwaben und N ei, bürg zu Augsburg : Zwölfter Jahresbericht dieses Vereines für 1846. Verfaßt von Dr. Ritter von Raiser, Vorstand desselben. 4. Augsburg. 1847. Nr. 67. Folgende Werke: a) Geschichte Oesterreichs, seiner Völker und Länder und der Entwickelung seines Staatenvereines, von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten. Von Dr. Hermann Meyuert. Mit Stahlstichen, Karte» und Tabellen. 6 Bände. 8. Pesth. 1847. b) Das Herzogthnm Steiermark; geographisch-statistischtopographisch dargestellt und mit geschichtlichen Erläuterungen versehen von Georg Goch. 2 Bände. 8. Wien. 1840. Nr. 68. Vom löblichen Vereine zur Erfor-s ch n n g der rheinischen G e s ch i ch t e und A l t e r c h ü-mer zu Mainz: Zeitschrift dieses Vereines. I. Band. ices und 2ies Heft. 8. Mainz 1845 und 1846. Nr. 69. Vom Herrn Matthäus Pichs, k. k. Camera! - Verwalter und Bezirkscommissär in Sittich: a) Uebergabsbrief, ausgefertigt von der Priori» deS Klosters Michelstätten, Rosina Obereggerinn, am 27. October 1655 , bezüglich einer Hube. Original. b) Vergleich zwischen Marcus Khobilschekh und seinem Bruder Michael Khobilschekh, Cooperator zu Sagor, hinsichtlich der dem Letzteren gebührende» väterlichen und mütterlichen Erbsentfertiguiig, ausgefertigt von der Priorin» zu Michelstärten, Martha Ballin, am 8. Februar. 1693. Original. c) Schuldbrief ddo. Ponovitsch am 1. Mai 1726 über cin betn Franz Anton Oblak dargeliehenes Capital der Filialkirche St. Florian bei Watsch. Original. d) Prozeßacten von den Jahren 1658—1662, betreffend die Rechtssache der Kirche Sc. Udalrici zu Savogli gegen Jerne Flescher, wegen verweigerter jährlicher Ga-beiieiltrichtling von der Wiese Petrouez. e) Ei» Packet Acten älterer Zeitperiode, welche jedoch bloß von individuellem Interesse sind. Nr. 70. Vom Herrn Michael P o t o t sch n i ü, Hofkaplan in Laibach: a) Ein 6 kr. Stück von Maximilian Joseph, König von Baier». 1807. Landmünze. b,c) Zwei 3 kr. Stücke von dto. 1823 und 1824. Land-münze. d) Ein versilbertes 12 kr. Stück. K. K. erbländische Scheidemünze. 1795. e) Eine unkenntliche spanische Silbermünze von der Größe eines 5 kr. Stückes. Wahrscheinlich ans dem 17te» Jahrhunderte. 9(i". 71. 93 o n bei" löblichen Gesellschaft fur Frankfurts Geschichte n n d Kunst zu Frankfurt a. M.: „Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst." IV. Heft. 8. Frankfurt a. M. 1847. 9?r. 72. Vom löblichen W Ü r t e m b e r g's ch e n Filter th» ms-Vereine j 11 Stuttgart: a) Jahreshefte und Rechenschaftsberichte dieses Vereines für die Jahre 1844, 1845 u. 1846. 3 Hefte. Fol. Stuttgart 1844—1846. Mit Abbildungen. b) Die Heioengräber am Lapsen (bei Oberflacht.) AuS Auftrag deS Vereines geöffnet und beschrieben von dem k. ivfirt. Hauptmann von Dürrich und Dr. Wolfgang Menzel. 4. Stuttgart 1847. Nr. 73. Vom löblichen Vereine für Hessische Geschichte und Landeskunde zn Kassel: a) Zeitschrift dieses Vereines. 4 Bande in 15 Heften. 8. Kassel 1837—1847. b) Die Ritter-Gesellschaften in Hessen während deS 14ten und löte» Jahrhunderts, von G. Landau. Mit einem Urkundenbuche 8. Kassel. 1840. c) Periodische Blätter für die Mitglieder deS Vereines. 9h". 1. 4 E.rempl. Nr. 74. Vom Herrn V. Wut sch er in Laibach: „Menschenrechte dießseitS und senseitS des Rheins," Rede eines FeldkaplanS auf dem Marsch gegen Frankreich. 8. Klagen-fürt und Laibach 1792. Nr. 75. Vom löblichen historischen Vereine für mecklenburg'sche Geschichte und AlterthumS-künde zu Schwerin: a) Jahrbücher und Jahresberichte deS Vereines. Herausgegeben von dessen Secretaren G. C. F. Lisch, A. Bartsch und F. C. Wep. I. bis XI. Jahrgang. 11 Bände. 8. Schwerin 1836—1846 b) Register über die ersten fünf Jahrgänge der Jahrbücher und Jahresberichte desselben. 8. Schwerin 1844. c) Mecklenburg'sche Urkunden. Gesammelt und bearbeitet und mit Unterstützung deS Vereines herausgegeben von G. C. F. Lisch. 3 Bände. 8. Schwerin 1837—1841. d) Andeutungen über die altgermanischen und slavischen Grabalterthümer Mecklenburgs und die norddeutschen Grabalterthümer anS der vorchristlichen Zeit überhaupt, von G. C. F. Lisch. 8. Schwerin 1837. e) Instruction für die Ausgrabungen vorchristlicher Grabdenkmäler in Mecklenburg. 8. Schwerin 1837. 1) Erster Bericht über die dem großherzogl. Mecklenburg scheu Antiquarium zu Schwerin in den Jahren 1834 biS 1844 gewordenen Vermehrungen. Von G. C. F. Lijch. 8. Schwerin 1844. g) Statuten deS Vereines. 9h". 76. Vom Herrn Fra »z Metelko, Weltpriester und Professor der slovenischen Literatur in Laibach: .Serze ali sposnänje in sböljshanje zhloveshkiga ferzä. 8. V Ljubljani 1847. DikscS vom Herrn Verfasser und Geschenkgebcr zun, Besten der ka-tbol. Missionäre in Amerika herauSgcqcbene Andachtsbnch ist anS der Rosalia Este r'schen Gub.Buchdruckerci in Laibach hervorgegangen und verdien, in typographischer Beziehung alle Anerkennung. 9h". 77. Vom Herrn Ferdinand Höllinger, k, k. Oberlieutenant-Auditor in Mailand: a) Die Kaiser in Heidelberg. Von Fr. Dittenberger. 8. Heidelberg 1815. b) Charakteristische Darstellung des Lebens und der Thaten des Johann Carl, Kronprinzen von Schweden (Bernadette), 8. Berlin 1813. c) lieber die künftige Gränze zwischen Frankreich und Deutschland. 4. Manheim 1815. d) DaS Jahr 1813, oder: Warum haben wir Krieg? 8. 1813. e) Rückblick auf daS denkwürdige Jahr 1813. 8. Wien. 1) Deutschland. 8. Germanien. g) DaS Wort von 1814 und daS Wort von 1815 über die Franzosen von E. M. Arndt. 8. 1815. h) Getreue Darstellnng des AuflaufeS, welchen die fran-zöstlche Botschaft durch AuShängnng einer dreifarbigen Fahne den 13. April 1798 in Wien veranlaßt hat. 8. 1798. i) Merkwürdige Urkunden, die Abdankung deS Königs von Holland betreffend. Mit einer geschichtl. Einleitung von Friedrich Buchholz. 8. Deutschland 1814. k) Patriotische Phantasie über Deutschlands künftige politische Gestaltung. 8. Leipzig 1814. l) Darstellung der Ereignisse in Hamburg während der ersten sechs Monate deS JahreS 1813. Von Hanibal EvanS Lloyd ESq 8. Leipzig 18 I 4. in) Welches ist die echte und natürliche Gränze zwischen Deutschland und Frankreich? 8. 1814. 2 E.rempl. n) Ueber daS Verhältniß Englands zn Europa. Von E. M. Arndt. 8. Berlin 1814. o) Ueber Dijon nach Paris. 8. Dresden 1814. p) Sendschreiben deS alten Weltbürgers Sprach an Frankreichs Nationalconvent. 8. Sarmatien 1795. q) Johann Jacob Rousseau'S Schreiben an Christophen von Beaumont, Erzbischof von Paris. 8. Riga 1768. r) Grundlinien einer deutschen KriegSordnung von E. M. Arndt. 8. 1814. s) Deutschlands Verfassung. 8. Leipzig 1814. t) Sündenregister der Franzosen in Deutschland. 8. Germanien. ii) Ueber Deutschland. 8. Germanien 1813. v) Ueber daS Continentalsystem und den Einfluß desselben auf Schwede». 8. Stockholm 1813. w) Ueber die Unterdrückung und Wiederbefreiung Euro-pa'S. Von Anselm von Feuerbach. 8 München 1814. x) Der Wiener Congreß. Von Dr. Alexander LipS. 8. Erlangen 1814. y) Germanien; oder MiScellen und Denkwürdigkeiten für daS wiederbefreire Deutschland. 8. Leipzig 1814. z) Geschichte der Revolutionen. 8. (Titelblatt fehlt.) aa) Bemerkungen über die Constitutionen der freien deutschen Reichsstädte. 8. 1815. bb) L' occiipazione del trono di Francia fatta dalla dinastia dei llorboiii. 8 Mendrisiov 1817. cc) FriedenS-Tractat zwischen Oesterreich und Frankreich, geschlossen zu Wien am 14. October 1809. 4. dd; Convention zwischen Oesterreich und Frankreich, geschlossen zu Paris den 30. August 1810. 4. ee) Circular - Rescript der Kaiserinn Maria Theresia an die Minister an auswärtigen Höfen, betreffend die Verheerung Böhmens und der dazu gehörigen Länder durch die preußischen Truppen. Fol. Wien 1759. ff) Neutralitäts-Vertrag und VereinigungS-, FreundjchaftS-und VertheidigungS-Büiidniß, geschlossen zwischen Oesterreich und Frankreich am I. Mai 1756. 4. gg) Vier Broschüren vom Jahre 1756, betreffend die feindlichen Verhältnisse zivischen Oesterreich und Preußen beim Beginne deS siebenjährigen Krieges. Fol. 9h". 78. Vom Herrn Anton Ritter v. Wider-khern, Gutsbesitzer und brain, ständ. Ausschußratb, durch Verwendung des Vereins - MaudatarS Herrn Matthäus PichS, k. k. Cameral - Verwalter und BezirkScommissär in Sittich: a) Adelsbrief des Georg Fiernpfeil vom 31. Juli 1583, ausgefertiget von Ernst, Erzbischöfe in Köln. Original. b) Adelsbrief der Gebrüder Maria, Rudolph, Ferdinand, Ernst, Ludwig und Franz Andlau vom 16. März >676, ausgefertiget vom Kaiser Leopold I. Original. c) Adelsbrief des Johann Fiernpfeil ddo. 14. October 1631, ausgehend voni Kaiser Ferdinand II, O r i-g i n a l. d) Adelsbrief der Brüder Corbinian und Sigmund Fiernpfeil ddo. 5. Februar 1649, ausgefertiget vom Kaiser Ferdinand III. Original. e) Genealogische Tabelle der 32 auf einander folgenden Ahnen des Franz Christoph Prokop Freiherr» von Raczin. f) Genealogie der Maria Anna Gräfinn v. Lichtenberg. g) Genealogie des Peter Grafen v. Petazzi. ■Bič Dereins-Directio» fleht sich veranlaßt. Dem Herrn Geschenkgi-tcr für Diese erwünschten Geschenke beseiiDers zu Danke». Nr 79. Vom löbliche,: köttigl. sächs. Vereine für Erforschung und Erhaltung d e r v a t e r l ä n d i-sch e n A l t e r c h ü in er zu Dresden: „Mittheilungen» desselben. 4 Hefte. 8. Dresden. 1835 —1847. Nr. SO. Von: Herrn Dr. Anton Füster, k. k. Professor der Religionswissenschaft an der Universitär zu Wie» : a) Scisma lstriano. 4. (Giornale 1' Istria, 1847. Nr. 3—6.) b) Difficile condizione dei vescovi d’ Istria dopo Io scisma lstriano lino al 1180. 8. Trieste 1847. Nr. 81. Von der löbliche» k ön i gl. Schleswig-Holstein - L a ti e n b u r g's ch e n Gesellschaft für v a-t e r l ä n d i s ch e Geschichte zu Kiel: a) Archiv für Staats - und Kirchengeschichte der Herzog-thümer Schleswig, Holstein, Lauenburg und der an-gränzenden Länder und Städte. Herausgegeben von der Gesellschaft. 5 Bände. 8. Altona 1833 —1843. b) „Nordalbingische Studien.» Neues Archiv dieser Gesellschaft. 4 Bände in 7 Heften. 8. Kiel. 1844 —1847. Nr. 82. Vom Herrn Johann Benegalia, Kanzlei - Practikant der k. k. illyr. Kammerprocuratur in Laibach: a) Zoll-Ordnung, erlassen von der Kaiserinn Maria Theresia am 15. Juli 1775. Fol. Wien. b) Instruction für die deutsch -- erbländischen Zollämter. Fol. c) Taxa medicamentornm der Kaiserinn Maria Theresia vom 25. November 1775. Fol. d) Patent Kaiser Carl VI. ddo. Wien am 25. Febr. 1739, wodurch bei dem Ausbruche des damaligen Tür-kenkriegeS eine allgemeine Steuer ausgeschrieben wurde. Original. e) Waldordnung für das Herzogrhnm Krain, de intim. 23. November 1771. f) Salz-Patent der Kais. Maria Theresia de intim. 17. Mai 1771. g) Patent de intim. 25. Mai 1770 , über die Bestrafung von Räubern. h) Patent der Kais. Maria Theresia vom 23. Dec. 1752, wider die Wilddieberei. i) Robot-Patent Kaiser Joseph II. de intim. 16. Aug. 1782. k) Patent Kaiser Joseph II. vom I. Sept. 1781, betreffend das Verhältniß der Unterthanen gegen ihre Grundobrigkeiten. l) Stämpel - Patent Kaiser Joseph II. vom 5. Juni 1784. m) Parent Kaiser Joseph II. ddo. 12. Dec. 1786, betreffend die Einhebung des Zehents. n) Patent Kaiser Joseph II. ddo. 13. Sept. 1787, betreffend die Gerichcspflege über politische Verbrecher. 0) Gesinde - Ordnung Kaiser Joseph II. vom 1. Dec. 1784. p) Uebersiedliings-Pareiit für die Hauptstadt Laibach vom Kaiser Franz II. ddo. 4. April 1794. q) Patent Kaiser Franz II. ddo. 2. Jänner 1795, betreffend de» Hochverrats). v) Wucher-Patent Kaiser Franz II. ddo. 2. Dec. 1803. s) Patent Kaiser Franz II. vom 1. Sept. 1798, betreffend die Grund - und Gaben - Ablösungen der Unterthanen. t) Verordnung der Laiideshauptmannschafc in Ärain vom 12. Nov. 1773, betreffend die Erbsteuer - Entrichtung. n) Verordnung der Landeshauptmannschaft in Krain vom 16. Jänner 1781, betreffend die Schifffahrt auf der Save. v) Patent der Landeshauptmannschaft in Krain vom 26. Juni 1792, betreffend die Pachtung des Weindazge-sälleS. w) Extract der von der k. E. Landeshauptmannschaft im Herzogrhume Krain im III. Quartale 1768 publici'rten Generalien. x) Verzeichnisse der Casino-Mitglieder in Laibach von den Jahren 1812, 1817 und 1825. y) Zwei Gelegenheitsgedichte. Nr. 83. Von der löblichen Vorstehung der l. f. Stadt K r a i n b u r g sind dem hist. Prov. Vereine mit Zuschrift vom 27. August 1847 , Z. 83, folgende Urkunden zur Benützung und fortwährenden Aufbewahrung übergeben worden: a) Urkunde ddo. Neustadt am Samstag nach St. Philipps- und Jacobstag 1422, laut welcher Herzog Ernst der Eiserne dem damaligen Landeshauptmanne in Krain — seinem Oheim, dem Grafen Heinrich von Görtz — befiehlt, darauf zu sehen, daß die „Statt leyde» in Ärainburg ihre Häuser mit Steinen bauen sollen. Original. b) Urkunde ddo. Laybach am Montag vor dem Aschermittwoch 1423, verniög welcher Herzog Ernst der Eiserne der Stadt Krainbnrg die Wahl ihres Stadtrichters überläßt. Original. c) Urkunde ddo. Speyer am Freitag nach St. Pauli-Bekehrung 1487, mit welcher Kaiser Friedrich IV. der Stadt Krainbnrg das Befugnis; einer Mauth an der Savebrücke ertheilt und zugleich die Maukhgebühren für verschiedene Artikel, welche über diese Brücke geführt werde», bestimmt hat. Original. d) Urkunde ddo. Linz am Samstag vor dem Sonntag Misericordia 1493, mit welcher Kaiser Friedrich IV. der Stadt Krainbnrg das Privilegium zweier Jahrmärkte bestätiget. Original. e) Urkunde ddo. Grätz am 5. Sept. 1609, mit welcher der Erzherzog und nachmaliger Kaiser Ferdinand II. der Stadt Krainburg zur Wiederherstellung der durch vielfältige Kriegseinbrüche beschädigten Festungswerke eine Niederlag oder „Fürfartambt» bewilliget, welche von jedem Wage» einen Petagge» und von einem „©am zween schwärzt Pfeiiiiig" abnehmen durfte. Original, t) Urkunde ddo. Laybach am Donnerstag vor dem ©cnn-tag Oculi in der Fasten 1414, vermog welcher Herzog Ernst der Eiserne der Stadt Kraiuburg die früheren Privilegien confirmirt. Original. g) Urkunde ddo. Wie» am St. Aiitoiiicag 1494, mit welcher Kaiser Mar I. der Stadt die von Kais. Friedrich IV. erhaltenen Rechte, insbesondere jene der Manch über die Save, bestätiget. Original. h) Urkunde ddo. 11. April 1524, mit welcher der Erzherzog von Oesterreich und nachmaliger Kaiser Ferdinand I., der Stadt die von den frühern Kaisern erhaltenen Rechte bestätiget. Original. i) Urkunde ddo. Wien am 23. November 1637, mit welcher Kais. Ferdinand 111. der Stadt ihre früher» Rechte bestätiget. Original. k) Urkunde ddo. Wien am 12. März 1661, laut welcher Kais. Leopold I. der Stadt ihre frühern Rechte confirmirt. Original. l) Confirmation Kais. Joseph I. über die Rechte der Stadt, ddo. Wien am 24. gebe. 1706. Original. in) Confirmation Kaiser Carl VI. über die Rechte der Stadt, ddo, Wien am 23. Sept. 1719. Original, n) Urkunde ddo. Wien am 12. Juni 1784, mit welcher Kais. Joseph II. der Stadt ihre frühern Rechte gegen betn bestätiget, daß er solche nach Wohlgefallen und Erfordernis; der Zeiten und Unistände mehre», mindern oder gar aufheben könne. Original. Die gefertigte Der, ins - Direction siebt sick angenehm verpflichtet, der löst. Siadivorstehung für Cie Mittheilung dieser historisch-interessanten Sedimente ihren Dank öffentlich mit belli Wunsche nuszusprechen, bgsi bg[D auch andere Korporationen, tic derlei Sedimente besitzen, tiefem lobenswerthen Beispiele nachfolgen mögen. Nr. 84. 93cm Herr» Martin Kuralt, k. k. pens. Landrail) und Herrschaftsinhaber: a) Stiftungs-Urkunde der Bruderschaft der allerheil. Dreifaltigkeit zu Linz, ausgefertigt von Maria Elisabetha Theresia Gräfinn zu Fürstenberg rc., ddo. Linz am 31. Dec. 1704 und confirmirt vom Paffauer Fürstbischöfe und Cardinal Johann Philipp Grafen von Lamberg, ddo Pafsan am 15. Mai 1705. Original, h) Stiftnngs-Urkunde des Heinrich, Probstes des Colle-giat'StifteS Spittal am Pyhr», zu Gunsten dieses Spitals und der Bruderschaft der allerheil. Dreifaltigkeit zu Linz, ddo. Spittal am Pyhr» am 31. Dec. 1704, und confirmirt vom obgedachten Cardinal und Fürstbischöfe zu Paffau am 15. Mai 1705. Original. c) Lehenbrief des Gundackher Freiherr» zu Polhaimb rc., ddo. Wien 18. Sept. 1626, an die Frau Johanna von Eckh, betreffend einen Weinzehent rc. Original. <]) Diplom ddo. Wien am 28. November 1796, über die dem nachmaligen k. k. Hofrarhe rc., Thomas Dollinar, verliehene juridische DoctorS-Würde. O r i g i» a !, mit der eigenhändigen Unterschrift des berühnrten Staatsmannes, k. k. Hofrathes rc.. Dr. Joseph v. Sonnenfels, und des Edmund Grafen v Arz, Weihbischofes in Wien und Universitäts-Kanzlers. Nr. 85. Nom Herrn Johann Nep Schäber, Handlungs-Buchhalter in Laibach: a) Plan der Schlacht bei Aspern am 21. und 22. Mai 1809, in 3 Blättern. b) Plan der «chlacht bei Wagram am 6. Juli 1809, in 3 Blättern. c) Postkarte des Erzherzogthums Oesterreich, von Ignaz Heymann. d) Postkarte der Lombardei, von dro. 6) Karte von Deutschland. Augsburg 1795. k) Weltkarte. Augsburg 1782. g) Karte von Europa. Wien 1816. h) Karte von Asien. Venedig. i) Karte von Afrika Venedig. k) Karte von Amerika. Venedig. l) Atlas noviis, oder neue Weltbeschreibung von Johann Janšo». I, und III. Theil. Fol. Amsterdam 1642. Mit Karten. in) Gesetzbuch über das rechtliche Verfahren in Eivtlsachen. Ans betn Französischen von Daniels. 8. Köln 1809. tl) Oesterr,tchisches Geschäften - Lericon. 2 Bände. 8. Wien 1795. o) Kern der Geographie von M. J I. Schätzen. 8 Frank-furt und Leipzig I 770. p) Kurze Anleitung zur Rechenkunst, zum Gebrauche der Laybache,Ischen Schulen. 8. Laybach 1765. q) Gründliche Vertheidigung der Laybachertschen Luft. Von Med. Dr. Marx Gerbez. 8. Laibach 1710. r) Der vortreffliche große Wasser - Strom der Rhein. Mit Knvfer». 8. Augsburg 1689. s) Allgemeines Post - und Reisebuch, nebst einer richtigen Anzeige über die in Europa gangbaren Münzsorren, Gewichte und OJiaiie. 8. Wien. Ohne Jahrszahl. t) L’ Indispensable. Almanacco geografko — storieo — polilico. Per 1’ anno 1809. 16. Firence. u) Prospeito geografko — statistko degli StaEitu-ropei. q8. Milano. 1820. v) AbrichtungSvorsch,ift für die iimerösterr. Landwehre. 8. Grätz 1808. w) Auszug der vorzüg'ichsten für die Dorfgemeinden bestehenden Polizei Verordnungen. 8- Grätz 1805. X) Verordnung über die Ltäiiipel- Eoiitributton vom 24. Jult 1811. 8. Laibach. y) Reduction aller Münzsorcen in den illyr. Provinzen. Von Jos. V. Bollaffio. 8‘. Triest 1811. z Organtsirung von Jllyrien durch Napoleon, ddo. Paris am 1 5. April I 811. aa) Verzeichnis; der Hausinhabei in Laibach. 8. 1805. bb) Circulare der k. k Landesstelle in Kram ddo. 28. Jänner 1795, betreffend die allgemeine Kriegssteuer pro 1795. cc) Summarien der 4 O-Uartalausweise des Hauptarnien-institutes zu Laibach pro 1796. dd) Circulare der vereinten k. k. Landesstelle von Stain und Görz über die Repunzirung aller Gold - und Silberge-räthschaiten rc. , ddo. 21 August 1806. Nr. 86. Vom Herrn Heinrich Costa, Oberamts. Director des k. k. Hauprzoll- und Gefällen- Oberamtes zu Laibach rc.: »Srain tint die Hohenwarte?' Hiistorisches Manuscript des Herrn Gescheiikg,bers, nach angegebenen Quellen und mit eigenhändigen Bemerkungen des verstorbenen Herrn Franz Joseph Graten von Hohenwart, k. k. wirk!. Kämmerer, Gubernialrarh >c. — Von der Direction des historischen Provinzial-Vereins für Krain. Laibach, am 30. November 1847. Druck von Ignaz Alois Edlen v. Kleinmayr. ' K. xM, V..