Nr. 2^1. Donnerstag, 9. Dezember 1909. 128. Jahrgang. Mlmcher Zeitung Pcanumcralioneprc«!: Mi! Postver«, nd»»«: ^lli!,ijä>>r^ uo !<, WdMr,« >ü li. Im Kontoi: „anzjähriss »2X. holbjül,siss il l<, »il!t lüglick, mil ^niumdmr c^r i5u„!,- »ü^d ssnerlllssf. Tie Ndminifillllil'n l,efind«< sich Viillllsiöstrafir Nr L0; dir Nitdaltio« MNlo«><'llroßr Vir, liü, >3vrett! der »üi'daüii,!, von X bit 1« M»i vormittag». Unsraxlierie Ärieie wrldei! »ich! angrnr'N'men, Hilniuilriplr nichl zurüclzelleU«. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Nichtamtlicher Heil'. Serbische Anleihe. Dir Verhandlung!! des Fiilanzausschusses der Stupi^tilla über die Gesetzvorlage, betreffend die neue Staatsanleihe, nchnlen, wie aus Belgrad berichtet wird, einen ziemlich glatten Verlauf. Schwierigkeiten verursacht die Aufteilung der Anleihe^ für die einzelnen Bestellinlgeil und die gellalle Festsetzung der Reihenfolge, in loelcher an die Vollendung, bezw. all den 'Ausbau der eiilzelnen Eisellbahnlinien geschritten lverden soll. Die einzelnen Abgeordneten sllchen die Regelung der Eisenbahn-ftage in erster Linie in ihren Wahlbezirken zu sichern. In dieser Hinsicht wird voraussichtlich das nachstehende Übereinkommen erzielt werden: zunächst Vollendung der im Bail befindlichen Linien; Umlausch der Eisenbahnschienen und Verstärkung der Streckenobjctte (Vrücken, Durchlässe usw.) auf der Hauptlinie Velgrad-Earibroo, wodurch dieselbe die Eignung für den Verkehr von schweren Lokomotiven erlangen soll. Der Nachteil dieser Linie,, der südlich Belgrads befindliche große Tunnel bei Ralja, soll durch den Bau einer Zweigbahn Belgrad-Semendria behoben werden (von Semendria führt bereits eine Linie zur Hauptstrecke bei Vclika Plana). Die Umgehung des Tunnels bei Ralja ist auch von strategischem Standpunkte von großer Bedeutung, da durch eine natürliche oder gewaltsame Zerstörung desselben der ganze Verkehr zwischen Belgrad und dein Inlande unterbrochen würde. Nach Vollendung dieser Arbeiten soll eine Zweigbahn <''a5et-Gornji Milanovac-Lajkovac und hieraus der serbische Teil der Donau-Adriabahn, von welcher sich gegenwärtig nur die Linie Radujevae-Zaj^ar im Bau befindet, ausgebaut werden, insofcrnc von der gegenwärtigen Anleihe, bczw. von dcr für den Eisenbahnbau bestimmten Quote von 5»l!,W0.000 Dinars, Geldbeträge noch zur Verfügung stehen soll-len. In Regierungskrisen gibt man sich der Erwartung hin, daß die Anleihevorlage schon im Laufe der Woche vor das Plenum der Skupktina werde gelangen können. Die Altersversorgung in Frankreich. Nach mehrwöchigen Verhandlungen hat der französische Senat die allgemeine Beratung über die Altersversorgung beendet und den ersten Artikel der Kommissionsvorlage mit der Mehrheit von 21-1 gegen (»tt Stimmen angenommen. Dieser Artikel lantct: „Die Lohnangestelilen beiderlei Geschlechtes in der Industrie, dem Handel, den freien Berufen und der Landwirtschaft sowie auch die Dienstboten auf Lohn haben unter den durch das vorliegende Gesetz bestimmten Bedingungen das Anrecht auf eine Altersversorgung, die aus den Pflichtbeiträgen und den freiwilligen Beiträgen der Beteiligten und den Zuschüssen des Staates gebildet wird. Sie erhalten außerdem eine jährliche lebenslängliche Zuwendung l>1 locution v'iil^,-(;), die aus Beiträgen der Arbeitgeber und einem ergänzenden Zuschuß des Staates gebildet wird. Die Lohnangc-stellten, deren Iahrcslohn 'M)0 franken übersteigt, sind den Verpflichtungen des vorliegenden Gesetzes nicht unterworfen. Lohnangestcllte, deren Iahrcs-lohn auf ?5()0l) franken steigt, hören damit auf, der Liste der Versicherten anzugehören, behalten aber ihre erworbenen Rechte." Der Artikel stellt also die gesetzliche Zwangsversorgung auf. Das ist zunächst der wesentliche Grundsatz, den der Senat mit dcr großen Mehrheit von 14li Stimmen gegen jene angenommen hat, die der freien Versorgung den Vorzug geben wollten. Dcr zweite Punkt, den der erste Artikel entscheidet, ist die Feststellung des Umsanges der Versorgungspslicht, die auf alle Lohnangestellten beiderlei Geschlechtes der Industrie, des Handels, der freien Berufe, der Landwirtschaft und im häuslichen Betriebe, d. h. auf eine Menge von M,iM).W0 erwachsenen Staatsangehörigen,- also auf mehr als ein Viertel der Gesamtbevölterung Frankreichs, erstreckt wird. Die Zahl genügt, um die Reform als ein Wert zu kennzeichnen, dessen sozial-Politische Tragweite einer Umwälzung gleichkommt. Nach der „K. Z." dürfte sich nunmehr der Senat auch angelegen sein lassen, für die weiteren Einzelheiten der -Versorgung zwischen der ihm von der Kommission unterbreiteten Vorluge und jener der Regierung eine gangbare Lösung zu finden. Politische Ucderftcht. Laib ach, 7. Tczember. Die „Rcichspost" spricht die Erwartung aus, daß der im Laufe dieser Woche beginnende Prozeß der Abgeordneten der serbiscl>kroa'tischen Koalition gegen den Historiker Dr. Heinrich Fricdjung und gegen die Redaktion der „Rcichspost" von guter Wirkung in bezug auf die Betrachtung dcr siidslavi-schcn Dinge in Österreich sein werde. Man werde sich vielleicht von der Wichtigkeit überzeugen, daß man sich in Österreich mehr um die südslavischen Angelegenheiten kümmere und nicht in politischer Interesselosigkeit an den Geschicken von Ländern der Monarchie vorübergehe, die auch in der Zukunft sowohl für unferc innere, wie für die äußere Politik cine sehr wichtige Rolle spielen werden. Die Balkan-Politik lind die damit zusammenhängenden Fragen ds Süoslaventums werden noch geraume Zeit für unsere auswärtigen Beziehungen und den europäischen Frieden von größter Bedeutung sein. LeuMewn. Heim zum Glück! Novelle von I. Dutten. (Fortsehnn«.) Im ersten Augenblick stieg nur in ihr eine heftige Entrüstung gegen den Schreiber auf, der seine gemeinen Gedanken auch bei anderen voraussetzte, aber je länger sie über die Anklage nachdachte, um so unheimlicher wurde ihr zumute. Vielleicht war die Bertha Wiehler ein sehr gilt aussehendes Mädchen, und wie empfänglich ihr Mann für Schönheit war, wußte sie selbst. Ganz ohne Grund tonnte doch diese Eisersncht nicht entstanden sein. Nenn wirklich die Sinne — nicht das Herz, das gehörte ihr und den bindern — Lorenz zur Untreue versührt hätten, zur Untreue gegen sie, gegen das Mädchen, das sich in seiner Gewalt befand, liegen den Bräutigam — es war nicht auszudenken, dns Furchtbare. Maria gebot der Zofe, niemand zu ihr hereinzulassen, da sie Kopfschmerzen habe uud sich niederlegeil »volle. Sie mußte allein fein nut ihren Gedanken, dem Ehaos in ihrer Seele. Sie verdunkelte das Zimmer, weil die Helle ihr weh tat, legte sich aber nicht hin, sondern ging grübelnd m,f und nieder. Es war ganz still um sie, da die linder noch in der Schule waren, und die Gedanken 'kamen und gingen in ihrem aufgeregten Hirn. Wenn es wahr wäre, wenn Lorcnz ihr untreu geworden, wofür dann ihre ganze Lebensarbeit? Wofür die Vernachlässigung'ihrer linder und ihres besseren Selbst? Das Elternhaus stand vor ihrem inneren Auge; das Haus voll Stille und Frieden, das so warm und reich gewesen ohne jede Zerstreuung, in dem jeder Gast'mit Liebe empfangen worden und das doch keines Gastes bedurst hatte, um iedem das Gefühl voller Befriedigung zu bereiten. Wäre es nicht ihre Pflicht gewesen, so auch ihr eigenes Heim zu gestalten? Und wenn Lorenz der Sinn für diese Art mangelte, wäre es nicht immer noch besser gewesen, sich von ihm zu trennen, als sich zu seiner Dirne zu machen? Sie schleuderte sich das Wort selbst zu in der Wollust derSelbstcrniedrigung, so verächtlich, so gedemütigt erschien sie sich und konnte doch im nächsten Augenblick selbst nicht glauben, daß er ihr das angetan. Noch war keine Klarheit in ihr, als sie die Kinder heimkehren hörte. Nun würde auch er bald erscheinen. Sie kühlte ihr Gesicht in it Wasser und übte ihre so oft erprobte Selbstbeherrschung. Sie wollte mit Ruhe ihm gegenüber! ret en, um' zu beobachten, nicht vorschnell ihn zu verdammen, uud sie wollte die Kinder nichts von ihrer Qual merken lassen. Der schlimmste Teil ihrer Aufgabe wurde ihr aber fürs erste noch erspart, denn Steinhammer schickte ihr ein Billett des Inhaltes, er könne heut zu Mittag nicht nach Hause kommen, werde nur flüchtig in einem Restaurant in der Nähe der Klinik speisen, hoffe aber, bis Abend fertig zu sein. Solitc er um 7 Uhr noch nicht daheim sein, so möge sie nur ruhig ins Theater fahren, wohin er ihr dann später nachkommen wolle. Empfand Maria die Botschaft einesteils als Erleichterung, so gab sie doch auch anderseits ihrem Mißtrauen neue Nahrung. Es war nicht das erste Mal, daß ihr Mann mittags an der Heimkehr verhindert wurde, dcnn seine Klinik lag ziemlich weit entfernt, aber daß es gerade heute geschah, erschien ihr fast wie eine Bestätigung der gegen ihn erhobenen Anklage. Nachmittags ging sie wieder in ihr Zimmer zurück, in wahrer Angst vor dem Augenblick, wenn ihr Gatte heimkehren würde. Aber Stunde alls Stunde verging, ohne daß er kam. Dagegen wurde ihr der Besuch Veronis gemeldet. Sie wollte ihn, schon um der Kinder willen, nicht abweisen lassen, und vielleicht war es auch für sie cmt, wcnn ihr cine Ablenkung von ihrem furchtbaren Gedanken zuteil wurde. Obgleich sie sich bemühte, die Spuren ihrer Aufregung zu verwischen, schien Veroni ihre Blässe aufzufallen, denn er blickte ihr forschend ins Gesicht, wagte jedoch leine Frage. Herbert ließ sich nur einmal sehen, um den Gast zu begrüßen: Willy und Herta aber waren in höchst ausgelassener Laune und veranlaßten den,Künstler, ein paar musikalische Scherze, die er ihnen einmal vorgespielt, wieder zum Besten zu geben. Maria fühlte bci dem munteren Treiben eine Erleichterung ihres Gemütes, als sich aber 7 Uhr näherte, und die Kinder sie ans Theater erinnerten, erklärte sie, sich nicht frisch genug dafür zu fühlen. Da kam Hcrta eine Idee. „Laß mich mit Willy ins Theater fahren, Mütterchen. Er kann sich ja, wenn Vater kommt, einen Stehplatz nehmen." Da „Lohengrin" ausgeführt wurde und Steinhammer, wcnn er seine Frau nicht im Theater vorfand, wohl kaum Lust zu weiteren Unternehmungen haben würde, gab Maria ihre Einwilligung, und Herta flog davon, um Toilette zu machen. Nachdem auch Willy sich zu diesem Zweck entfernt hatte, meinte Vcroni: „Dann bin wohl auch ich entlassen, gnädige Frau?" Ihr graute vor dem Alleinsein, und sie sagte daher mit mattem Lächeln: „Wenn Sie mit dem Imbiß, den ich um der Kinder willen gleich auftragen lassen werde, vorlieb nehmen und mir dann noch ein Stündchen Gesellschaft leisten wollen, würde ich Ihnen sehr dankbar scin." Hcrta war viel zu aufgeregt vor Freude, um ihren gewöhnlichen gesunden Appetit zu entwickeln, und neckte ungeduldig Willy, dcr herzhaft zuqriff Als endlich die beiden abgefahren waren, und Her' bert um die Erlaubnis gebeten hatte, sich zu seiner Arbeit zurückziehen zu dürfen, führte Maria ihren Gast ms Musitzunmer. ^ Üaibacher Zeitung Nr. 281. 2552 9. Dezember 1909. Das „Frcmdenblatt" führt in einer Vetrach-tung über die ungarische Krise aus, es wäre absurd, wenn man Ungarn wirklich in einen Ex lex-Zustand hineintreiben wolle. Daß politische Gegensätze nicht auf Kosten der staatlichen Ordnung ausgetragen werden dürfen, sei ein Aziom des geltenden öffentlichen Nechtes in aller Herren Ländern. Sehr lehrreich seien dafür die jüngsten Ereignisse in England gewesen. Dort sei auch der Ex lex-Zustand eingetreten, weil sich die Regierung weigerte, eine Vorlage zu dem früheren Steuersatze einzubringen; aber niemand würde es verstehen, daß daraus Praktische Konsequenzen gezogen werden. Gerade der große konservative Besitz werde im englischen Ex lex ohne Zweifel eine Ehre dreiusetzen, seine Steuern zu zahlen und zu verhüten, daß Unordnung im Staatshaushalt eintrete. Ill Ländern, in denen der Parlamentarismus vom Parlament selbst geachtet wird, ist die Politik unbekannt, die in Ungarn mit dem Ex lcx-Zustand droht: die Politik der Parteien gegen den Staat. Die „Neue Freie Presse" veröffentlicht Äußerungen einer mit den Anschauungen der türtischen Regierung vertrautenPersönlichteit über denBalkan-bund. Letztere erklärte, die Türkei habe leinen Anlaß, sich einer austrophoben Politik hinzugeben. Die türkischen Staatsmänner müssen sich vor allem fragen, welchen Zwecken der Bund dienen, wem er nützen soll. Eine Vereinigung sämtlicher Valkan-staäten auf Grund des Gedankens der Verteidigung des Status quo könnte allerdings in nähere Erwägung gezogen werden, doch stehen der Verwirklichung eines solchen Planes aus politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Gründen fast unübcr-windbare Schwierigkeiten gegenüber- einer Föderation mit offensiver Tendenz würde die Türkei unter keiner Bedingung beitreten. Die Türkei wünscht keinerlei Erweiterung ihres gegenwärtigen Territorialstandcs und ist der Ansicht, daß der Bund nur serbischen Aspirationen einen Rückhalt bieten soll. Auch Bulgarien werde sich nicht an den Wagen serbischer Hoffnungen spannen lassen und sich nicht in Gegensatz zu Österreich-Ungarn begeben. Rumänien werde sicher den Veitritt zu einer Föderation mit versteckten Zielen ablehnen. Bleiben also Serbien und Montenegro, die untereinander zerworfen sind. Man könne also ruhig behaupten, daß der Valkandund, wenn ihm jene Zwecke zugrunde gelegt werden, die von interessierter Seite erstrebt werden, nie zustande kommen wird. Das „Neue Wiener Tagblatt" konstatiert in einem Pariser Briefe, daß die vom Kaiser Wilhelm in seiner Thronrede gebrauchten Worte das stärkste Lob enthalten, das man dem Übereinkommen vom Februar 1909 zollen kann, das anfangs bekanntlich mit einem gewissen Skeptizismus aufgenommen worden war. Die Objekte, die zu einem deutsch-französischen Konflikte führen könnten, werden immer mehr eingeschränkt und diese Begrenzung erscheine für beide Staaten, ebenso wie für Europa, als ein Pfand der Sicherheit. Zur englischen Verfassungstrise führt Sidney Low in der „Neuen Freien Presse" aus, die wahre Stärke der Position der Lords bestehe darin, daß die konservativen Einflüsse der Nation mit ihnen seien und daß die Lords immer eine starke Minderheit der Wähler, die jederzeit eine Mehrheit werden kann, hinter sich haben. Das konservative Element, das sie vertreten, sei Permanent, während die wählende Demokratie unbeständig und veränderlich ist. Es gebe eine Menge gemäßigter Liberaler, die sofort zu den Lords übergehen würden, wenn wirtlich ein ernsthafter Versuch gemacht würde, Großbritannien in eine Eiulammerdemokratie zu verwandeln. Der Wiener portugiesischen Gesandtschaft ist aus Lissabon eine amtliche Mitteilung folgenden Inhalts zugegangen: Der König, der von der ihm in Spanien, Großbritannien und Frankreich bereiteten Aufnahme die angenehmsten Eindrücke bewahrt, ist bei der Rückkehr in Portugal mit Loyalität und Enthusiasmus empfangen worden. Während der Reise durch das Land wurde der König iiberall, wo der Zug hielt, von der Bevölkerung, den Gemeindebehörden und der studierenden Jugend aufs wärmste begrüßt. In Lissabon wurden dein Herrscher im Bahnhöfe sowie in den Straßen bei der Fahrt nach dem Palais lebhafte Ovationen dargebracht. Tagesneuigleiten. — Mne Frau als .Ärieg5l»erichtcrstatter.j Unter den vielen ausländischen Kriegslorrespondeuteu, die in Melilla dem Niffeldzug der Spauier beiwohnten, ist Frau C. N. Miller, die Vertreterin vou „Leslie's Weekly", oie, einzige Dame gewesen. Man hatte sich lange geweigert, ihr einen Paß auszustellen; erst als sie versprach, sich nicht in Gefahr begeben zu wollen, gestattete man ihr den dauernden Ausenthalt in Melilla. Doch trotz des Versprechens war ^rau Miller ständig in der Nähe der dämpfe. Denn dun ihrem Hotel aus tonnte sie, sehen, »vie die spanischen Truppen zum An» griff vorgingen, sie konnte das Feuern der Artillerie, beobachten und sich viele Einzelheiten der Kämpse notieren. Im Hotel war sie neben zwei spanischen Ans» Wartefrauen das einzige weibliche Wesen, wie sie über» Haupt die einzige sreiude Frau in Melilla war. Sehr betlagt sich Frau Miller in ihren Berichten über den Staub der dortigen (Aegeno. fußhoch lag er auf deu Straßen und Wegen des Lagers, und wenn Artillerie auffuhr, war alles in eine Staubwolke gehüllt. Über» Haupt ließ die Reinlichkeit der Stadt vieles zu wünschen übrig. Aber die Bewohner waren eben nicht ans mili° lärische Einquartierung in solchem Maße eingerichtet. Das; das Versprechen, sich nicht in Gefahr begeben zu wollen, doch auch einen großen Sinn halte, beweist das Erlebnis eines englischen Kriegslurrespondeiileu, der an einem ruhigen Tage sich nur wenige Meter von den spanischen Vorposten entfernte, aber dabei sofort tion oen Marottanern angegriffen wurde und sich nur ver» wundet und unter Verlust seiues Pferdes retten tonnic. In die Tätigkeit der Kranlenhäuser, in denen spanische .^rantenschwestern aufopfernd pflegten, konnte Hrau Miller manchen Vlick wersen. l'Iber die spanischen Sol-daten ist sie des Lobes voll. Nur einmal ist ihr ein betrunkener Soldat begegnet, und als dieser, der am spanisch.ameritanischen kriege teilgenommen hatte, hörte, daß sie englisch sprach, führte er sie durch das Laqer, zeigte ihr viele, Eiuzelheileu und ließ sich dann mit ihr photographieren. Und das war sicher das Schönste. — Mbt es ein lyeqenqift qca.cn (5yantalium?j Die Giftmordgeschichten in Wien und Verdun veranlassen den „Gaulois" eine Frage auszuweisen, die jedermann von voruehereiu zu verneinen geneigt ist' Gibt es ein Gegengift gegen Cyanl'alium? Cycmsalium wirll selbst i» qeriuaeu Mengen so rasch, daß jede Hilfe vergeblich scheint. Der „Gaulois" führt nun die merkwürdige" Versnche zur Widerlegung dieser Ansicht au, die früher einmal Claude Bernhard au Hunden gemacht haben soll. Elande Bernhard wollie beweisen, daß das Cyanlalinm teine anatomischen Veränderungen hervorruft, sondern uur eine vollständige (5rschlasung aller Uebensiäligleile» herbeiführt. Er vergiftete ai>o einige Hunde mit Blau» sänre und ließ dann einen elektrischen Strom aus die anscheinend toten Tiere einwirlen. Die Hunde sollen nach wenigen Augenblicken die Augen wieder geöffnet haben, dann sollen Herzschlac,, Atmung und Körper-bewcquugen wieder erwacht sein, turz, die Toten waren wieder erwacht und fraßen nach zwei Stunden so ver. gnligt, als ob nichts vorgefallen sei. Diese Versnche sind der Nachprüfung wert: Allerdings dürfte es sich empsehlen, die Versuche nicht an Menschen anzustellen! — Dine Spur Andrees.j Der Deutschen <.kabel< gesellschast wird aus Montreal getadelt: Über Spuren, die vielleicht aus deu Polarforscher Andree hindeuten, wird unter Vorbehalt folgendes gemeldet: «Hin talho-lischer Missionär soll an seineu Vischos berichtet haben, er habe ans einer Expedition im Norden Kanadas einen Eskimostnmm angetroffen, dessen Männer ihm erzählt hätten, daß vor Jahren „ein weißes Haus mit zwei halbverhungerten Weißen aus der Lust herab-gekommen sei." Die Weißen, die jetzt tot seien, halten sich voit Renntieren und Karabons ernährt. Aus dem weißen Hause hätten die lHstimos eine Art Vorrats« tammer sür Seile gemacht. Der Missionär will den Estimoslamm demnächst nochmals aufsuchen und wc-i-lere Erhebungen anstellen. -- sWaqcmutiqc Frauen qcsucht.j In Chicago ».'erden zehntausend wagemutige Granen verlaugl. Eine Anzahl Frauen der „windigen Stadt" hat den festen Entschluß yefaßt, das anrüchige Viertel Chicagos zu säubern. Die Frauen haben zu diesem Zweck einen be. sonderen Feldzuqsplan entworsen. Allabendlich soll ein .^eer von zehnlausend Frauen in das Viertel eindringen, ^edes öffentliche Hans soll von Frauen nmzingell und jede Person verhindert werden, es zu betreten. Jedes Mittel außer physischer Gewalt soll hierbei angewandt werden lönnen. Das weibliche Heer wird von eincr weißhaarigen Frau angeführt. -- sTranöfusion.j Vor kurzem, so liesl man in dem in Newyorl er>cheinenden „Araldo Ilaliano", ließ der Newyorler Arzt Dr. David .^alinsli nachstehende An-nonce in die Zeitungen setzen: „Gesucht wird ein Mann im Alter von 20 bis zu Al) Jahren mil mehr als 15l, Pfund Körpergewicht, der bereit wäre, Blul aus „Sie sehen blaß aus," sagte er dort teilnehmend. „Ich fürchte. Sie sind leidender, als Sie zugestehen wollen." „Ich bin aufgeregt und hoffte von Ihnen, day Sie mit Ihrer Musik mciu Gemüt zur Ruhe wiegen würden." „Wenn nur das gelänge!" sagte er voll warmen Eifers und griff nach Willys Instrument. „Haben Sie besondere Wünsche, gnädige Frau?" „Nein, spielen Sie, was Ihnen durch den Kopf geht, und lassen Sie mich dabei ausruhen." Anfangs entquollen der Geige ganz linde und sanfte Melodien, die sich weich auf Marias Herz legten, dann wurdcu die Töne heißer, berauschender, voller Glut und Leidenschaft. Sie taten ihr fast weh, aber sie hatte nicht den Mut, Einhalt zu gebieten. Immer besser, dieser traumhafte Schmerz, als das klare, nüchterne Denken, das den ganzen Tag ausgefüllt haitc. Plötzlich brach der Spieler mit einer harten Dissonanz ab und näherte sich der auffahrenden Maria. „Lassen Sie mich gehen, gnädige Frau. Sie verstehen die Sprache meiner Töne nicht, und ich lann es nicht ertragen, während ich mit meinem Herzblut spiele, Sie von dem Manne träumen zu sehen, der solcher Treue und Hingebung gewiß gar nicht wert ist." Sie sah ihn mit großen Augen an und sagte tonlos: „Ja, gehen Sie, es ist besser so." „Habe ich Sie verletzt, gnädige Frau? Das wollte ich nicht, gewiß nicht. Verzeihen Sie mir! Wenn Sie wüßten, wie ich leide." Sie hatte ihre volle Beherrschung wiedergewonnen. „Ich will es nicht wissen, gehen Sie. Oder soll lch Herbert rufen, daß er uns'Gesellschaft leiste?" Er schüttelte traurig den Kopf. „Wollen Sie mich noch tiefer tränken? Aber von Ihnen und für Sie kann ich alles ertragen. Wenn ich Sie nur glücklich wüßte!" Sie autwortete nicht, sondern winttc ihm nur, sich zu entfernen. Da zog er ihre widerstrebende Hand an seine heißen Lippen und verließ dann schnell das Zimmer. Als er fort war, schlug Maria die Hände vors Gesicht. War es wirtlich fo weit gekommen, pfiffen es schon die Spatzen von allen Dächern, daß sie eine verratene, betrogene Frau sei? O, der Pein und Schande! War nicht das ganze Leben eine lächerliche Farce? Da bettelte ein Mann um ihre Liebe, für deu sie nichts empfand, der nur durch seine Kunst auf sie wirkte, und er, dein ihr ganzes Herz gehörte, dem sie mehr geopfert, als sie durfte, schritt achtlos über all die treue Ergebenheit hinweg. Sie versuchte sich der bitteren Gedanken zu erwehren, aber dies Mitleid Vcronis zusammen mit dem Briefe des eifersüchtigen Bräutigams wirkten zu entmutigend, und mit Schrecken fühlte sie, daß ein volles, schrankenloses Vertrauen zu dem Gatten doch nicht in ihrer Seele gelebt haben konnte. Tat sie ihm unrecht damit? Oft hatte sie sich fchon bei Anwandlungen von Eifersucht gefragt, ob nicht nur die Kenntnis seiner Lebensweise vor der Ehe sie mißtrauisch mache, und hatte sich dessen geschämt, wenn sie ihm ins Auge geblickt, seine immer gleiche Wärme und Herzlichkeit gefühlt hatte. Und doch war sie nicht zu rechter Nuhe gekommen, in dem Bewußtsein, daß er in ihr immer mehr die Geliebte, als die Gefährtin sehe. Darum schmückte er sie so gern, freute sich ihrer Schönheit, war stolz auf ihre gesellschaftlichen Erfolge. Jetzt stand das alles vor ihrer Seele als eine schwere Anklage gegen ihn, gegen sich selbst. «Iortscchunq folqt.) Christoph Schutzes Brautschau. Eine heitere Geschichte mit ernstem Hinternruude uml G. Fischer.Markarasf. («. Fortsetzung.) («achdrxcl »erboten.) Aus diesem Grunde war es begreiflich, daß es Frau Langerhanns kalt überlief, als sie den beginnenden ,^ampf zwischen dem Vierfüßler und ihrem jüngsten Töchterchen gewahrte. „Toni!" rief sie scharf herüber. Das Mädchen erschrak. Höhne machte einen Satz, er berührte den Teller, dieser stürzte, im nächsten Augenblick hatte sie, zum starren Staunen der Tischgesellschaft, Fleisch und Gemüse als wüstes Ehaos auf ihrem Schoße. „Laura, itzt zur Statue enttörpert, itzt entgeistert steh' ich da," deklamierte Heinz, als sich seine Lachmuskcln etwas beruhigt hatten. Kathi wurde rot und verabreichte der Schwester einen Katzenkopf. Diese, wütend, faßte die Zipfel ihres Schürz-chcns und schoß zur Tür hinaus, um eine frische umzubinden. Sie revanchierte sich dadurch, daß sie einen Brummer mit hereinbrachte und diesen verstohlen in den viereckigen Halsausschnitt von Kathis Bluse gleiten ließ, so daß diese ihre Unterhaltung mit Herrn Amthor über Ibsens „Brand" abbrechen und hinausgehen mußte. Aber sie schwur blutige Rache. Nach dem Abendessen ging man ein wenig im Garten auf und nieder. Herr Amthor hatte sich empfohlen. Tante Adelheid ließ sich von Tag zu Tag die Zeitung vorlesen, was gewöhnlich Gelegenheit zu zahllosen Reibereien gab. Heinz hatte Tante Ncsi den Arm geboten und führte sie vor der Veranda auf und nieder, soweit der Lichtschein aus dem Garten reichte. An seiller 5^ibacher geitimq Nr. 281. 2553 9. Dezember 1909. seinem Körper in den Körper eines blutarnieil Patien» ten überleiten zu lassen. Es wird eine Entschädigung gezahlt." Am folgenden Tage erfchienen im Sprech. ziminer des Arztes zwanzig Männer. Dr. Kalmski sagte ihnen, das; er nnr Blut eines ganz gesnndel, Menschen braucht'!, lönne und dafür fünfzig Dollar znhlel, wollr, w.'r nicht ohne jedes Bedenken bereit wäre, sein Blut zu opfern, solle wieder nach Hause stehen. Kein einziger von den zwanzig rührte sich, mehrere erklärten sogar, das; sie sich auch für weniger Geld das Blut abzapfen lasseu würden. Alle sagten auf Befragen, das; sie sich wegen Arbeitslosigkeit in der größten Not befänden, und jeder bat den Doktor, das; er ihm den Vorzug geben möge. Dr. Kalinsli wählte einen früheren Slraszenbahnschaffner, der ihm das meiste Blut zu haben schien. Die Bluttransfusion in die Adern des Patienten wurde dann in der von dem Arzt geleiteten Klinik ausgeführt. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Hygienische Franc«. (Fortsetzung.) Das Leben gründet sich auf einen beständigen Wechsel des Stoffes! neuer wird eingenommen, aller unbrauchbarer ausgeschiedeil. Der Stossersatz kann nnr in der gesteigerten Ernährung während des Schlafes stattfinden. Daher ist vollkommener uud ordentlicher Schlaf das kräftigste Erhallnngsmiltel der Gesundheit und des Lebens.'Denn ohne Schlaf würde sich das Leben von sich selbst aufreiben und vernichten. Die nächste Ursache des Schlafes ist die perio-dische Erschöpfung der Erregbarkeit der Sinne. Hört nun zugleich ein Teil der äußeren Neize zu wirken auf uud schwindet der mächtigste von allen, das Tageslicht, so erlischt auch um so schneller die Erregbarkeit der Sinne. Also ist die uächsle Ursache des Schlafes das Sinken der Lebenskräfte, der Sinne oder eine Ver-Minderung der Fähigkeit dieser Organe zur Empfindung uud Bewegung. Entfernte oder veranlassende Ursache des Schlafes kann alles das werden, was entweder die Neizempsindlichkeit des Menschen abstumpft, oder was ihm die gewöhnlichen, zur Lebensäußeruug notwendigen Neize entzieht. Bei der Erzeugung des natürlichen Schlafes wirken gewöhnlich beide Veranlassungen zusammen. Denn durch die 12 bis lti Stunden lang fort-gesetzte Anstrengung der geistigen und körperlichen fräste, wird die Empfänglichkeit für Neize gemmderl, durch die Stille der Nacht aber werden dem Menfchen die vorzüglichsten so mäcbtig aus seine Sinne wirkenden Neize, Licht und Geräusch^ entzogen. Der Menscb sann sich einige, Zeit des Schlafes erwehren, aber oie Erregung der Sinne, die dazu er» forderlich wird, mus; ihm um so schwerer fallen, je weniger sie von den äußeren Neizen unterstützt wird. Daher schläft man auch an einem dnnllen ruhigen Ort Viel eher ein. Jede Art vou direkter durch Mangel an Reiz und indirekter Schwäche durch Überreizung bringt in einem gewissen Grade Neignng zum Schlafe hervor. Daher erzeugen im ersteren ssalle Verlust von Blut und anderen Säften des Körpers, stärkere Kälte, Dunkel-heit, Untätigkeit, Langeweile, die Stille der Um-gebunq usw.' Schlaf, indem sie der Lebenskraft Neize entziehen, die zu ihrer Aufregung nötig sind. Daher ver-anlaht im anderen Falle große Hitze, Anstrengung des Körpers und des Geistes, eine gute Mahlzeit, Be» rauschung usw. Schlaf, weil fie durch Überreizung die Empfänglichkeit für Neize abstumpfen. Wenn anch schon vollkommene Ruhe den Schlaf befördert, so ist dies oft noch mehr der Fall, wenn zugleich die Nerven dabei auf eine gleichförmige Art asfiziert werden. Bekannt ist das Einschlafen beim gleichförmigen Nauschen eines Baches, bei einer monotonen Nede, beim gleichförmigen Streichen der Körperoberfläche usw. Der herannahende Schlaf gibt fich durch die Zu» fälle der Ermüdung zu erkennen. Die Sinne werden immer stumpfer und gleichgültiger gegen die durch die» selben ihr zugeführlen Eindrücke. Das Gehör scheint am längsten von allen Sinnen wach zu bleibe»; mail hört noch einschlafend die Töne, die aus der Nähe lom» men, doch scheinen sie aus einer großen Ferne zu uns zn gelange», bis der Zustand des liefen Schlafes ein» tritt, wo Bewußtsein, Empfindung, willkürliche Ne» wegnng auf einige Zeit vollkommen ruhen. Je weniger der Schlaf durch äußere Neize gestört werden taun, desto erquickender ist er. Ein traumvoller, unruhiger und leicht zn unterbrechender Schlaf ist nicht natürlich, nicht gesnnd zu nennen. Der gesunde Schläfer bleibt fest auf der Stelle liegen; er erwacht fo, wie er sich niedergelegt hat. Hat sich während des Schlafes dnrch den verstärk» ten Vegetalionsprozeß der erschöpfte Organismus gesam» melt, so erfolgt das Erwachen entweder von selbst oder durch die Einwirkung der äußeren Neize. Denn obgleich im ersten festen Schlafe die Erregbarkeit des Körpers so vermindert ist, daß sie auch für starke Neize wenig empfindlich ist und der Schläfer dadurch nicht geweckt werden kann, so erhöht sich doch die Neizempsänglichkeit immer mehr, je mehr sich die Lebenskräfte gesammelt haben. Wann soll man zu Nette gehen? Durch die Umdrehungen der Erde um ihre eigeue Achse Herfällt der 24stündlge Tag in vier Abteilungen; diese s,nd der Morgen von 5 bis 10 Uhr, der Mittag von U» bis 3 Uhr,'der Abend von 3 b,s N» Uhr, die Nacht vou M bis 5 Uhr. In diesen vier Zeiten des Tages erleidet die die Erde umgebende Atmosphäre dnrch die stärkere, geringere oder ganz fehlende Einwirkung der Sonne eine bedeutende Veränderung. Da aus der Atmosphäre alles organische Leben die Nahrung schöpft, so muß auch das Befinden des Menschen, sein täliges und fein ruhendes Leben durch fie bestimmt werden. Unsere Stimmung, unser körperliches und gei. stiges Befinden hängen viel vou den Tageszeilen und den durch sie erfolgten Veränderungen ab. Bei dem Kranken, der den äuszeren Einwirkungen weniger Wider« stand entgegensetzen kann, gibt sich der Einfluß der Tageszeit noch deutlicher durch die Zunahme des Fiebers und der Krankheit gegen Abend und in der Nacht und deren Nachlaß gegen Morgen zu erkennen. Des Morgens, wenn die Strahlen der ausgehenden Sonne den Erdkreis zn erleuchten beginnen, entwickeln die Pflanzen Sauerstoff, denjenigen Bestandteil der atmosphärischen Luft, der Menschen uud Tieren zum Leben so unentbehrlich ist. Diese Sanerstofsei'twicklnng durch die Pflanzen dauert, solange die Sonne über dem Horizonte steht, fort; das Einatmen dieser Lust ist kräftigend und macht die Menschen zu einem tätigen und bewegten Leben geschickter und geneigter. Bei Nacht ist aber die Atmosphäre ärmer an Sauerstoff. In dem ersten Viertel des Tages, dem Morgen, verjüngt und anderen Seite ging der Onkel, der seine Meinung über die verschiedensten politischen Streitfragen forderte, sich die Antworten jedoch gewöhnlich selbst Nab. , ^ , Der junge Mann war nur halb bei der Sache. Vor ihm gingen .^lhi und Christoph in lebhaftem Gespräch. ' _. Heinz machte ein verwundertes Gesicht: Der Dicke "war wie ausgetauscht, so lebendig hatte er ihn noch nie gesehen, und .ttathi schien ihm m,t wirklichem Interesse zuzuhören. Das; dich - da hatte er vielleicht ein gutes Werk gestiftet, als er den freund mit hierher nahm, es war zum Lachen -Er lachte auch wirtlich, doch war es ein unangenehmes Gcsühl, das ihm die Kehle bei dem Gedanken zusammenschnürte, daß das Lachen so gar nicht recht frei aus dem Herzen herauskam. . Er wandle das Ohr dem Onkel zu, der semen linken Arm ergriffen hatte: „Du, wecht du, lieber Neffe," raunte' er ihn, mit dem ihm eigenen, aufgeregten Flüstern ins Ohr, „der da mag ,a ein ganz netter 5ierl sein und hier, w,c ich gehört habe, cr machte eine bezeichnende Gebärde mit dem Daumen und Zeigefinger, „ff", aber für Käthe ist das nichts - der reine Töppermeester." Heinz kannte die Art und Weise deo Onkels, der jeden,, an dem er etwas auszusetzen hatte, und da« waren nicht wenige, diesen schmeichelhaften Ehrentitel zuteil werden ließ. Der alte Oberamtmann war ein sehr rechthaberischer Herr, der in der ganzen Umgegend wenig freunde hatte, und durch sein ewiges, allerdings nichts bös gemeintes Nörgeln den Seinen das Haus "fl zu einem rechl unangenehmen Aufenthalt machte. „Weißt du, Heinz," flüsterte die Tante an seiner rechten Seite, „ich wäre recht froh, wenn die ^lathi sich recht bald verheiraten wollte." Heinz machte ein unbehagliches Geficht: „So—o—o?" Das mutete so laiig an wie der Tag vor Iohanni. „Warum denn?" „Gott, ich denke, sie wird dann an« Ende wieder 'mal froh werden. Das sitzt immer vor sich hin, das lacht nicht, das ißt und trinkt, als wcnn's damit eine schwere Pflicht erfüllte, das ist immer unzufrieden mit sich und der Welt . . ." „Das fag' ich ja, das fag' ich hundertmal," fiel der Oberanitmann ein, „nun hör' 'mal, lieber Neffe, geht unserem Mädel etwas ab? Hier —" — er machte eine bezeichnende Handbcwegung — „schönes Haus, schöner, großer Garten, Reitpferd, Toiletten nach Wunsch, leine Arbeit. Ih, da müßte das Midel doch den ganzen Tag singen und springen, daß es eine Lust wäre ..." Heinz nickte zustimmend; sein Auge hing an der schlanken Gestalt, die mit langsamem, müdem Schritt neben dein Freunde herging, und eben, als sie sich knapp vor ihm umwandte, streifte ihr Blick aus den hnlbgcschlossencn Lidern sein Gesicht. (5r fchrak zusammen, wie auf einem Verbrechen ertappt, und versuchte die gespannte Miene, mit der er sie beobachtet hatte, in eine gleichgültige zu verwandeln. Aber er war ärgerlich auf sich selbst. Was mochte das dumme Mädel denken, das sich, wer weiß was, einbildete? Die Tante hatte unterdessen fortgefprochen, ohne daß fein Ohr die Worte aufgefangen. „Wie meinst du?" fragte er jetzt, „ach verzeih!" „Ich sagte, sie war schon lange so wunderlich," fuhr die Tante, augenscheinlich nicht empfindlich, fort, „schon daß sie nach Leipzig wollte, um einen Lateinlursus durchzumachen, war so ganz anders." „Verrückte Idee," warf der Oberamtmann ein. „Ganz schlimm ist es aber geworden, seit sie hier ihre Jugendfreundin Frau von Neuhoff-Brussa auf BllMli wiedergefunden . . ." (Fortsetzung folgt.) erneuert fich die ganze Natur durch den Einfluß der aufgehenden Sonne und der Einwirkung einer schärfe» ren Luft. Je höher sich die Sonne über den Horizont erhebt, desto mächtiger wirken ihre Strahlen, desto größer ist die Kraft des Lichtes und der Wärme. Hat die Sonne den höchsten Standpunkt erreicht, fo ist die Atmosphäre am wärmste», und sowohl dies als auch die gehabten Anstrengungen in den Stunden des Mor» gens erwecken bei den meisten Geschöpfen eine Sehnsucht nach Nuhe. In dem dritten Teil des Tages, in den Stunden des Nachmittages uud des Abends, senll sich die Sonne allmählich, die Atmosphäre verliert ihre rei» zende Kraft immer mehr, die Dünste steigen aus der Oberfläche der Erde empor. Wenn sich nun die Sonne unseren Blicken entzogen hat und die Nacht eingebrochen ist, so wird mit zunehmender Finsternis die Nacht ärmer an Sauerstoff, sie wird kälter, feuchter. Der nächtlichen Atmosphäre fehlen daher alle die guten Eigenschaften, die sie am Tage so zuträglich und wohl» tälig für alle Menschen und Tiere machen. Hieraus erhellt, daß die Nacht dem täligen Leben des Menschen nicht günstig ist, dan die Nacht die Zeit der Ruhe des äußereu Lebens, die Zeit des Schlafens sein mus;. Wer in diesem Punkte die Aliordnungen der Natur nicht beachtet, die Nacht durchwacht, den Tag durchschläft, der wird die üblen Folgen davon an seiner (Gesundheit er. fahren. Wenn aber alle Einrichtungen der Natur darauf hinweisen, daß die Nacht znm Schlafe bestimmt ist, so zeigen sie auch an, daß der Schlaf vor Mitternacht vor. züglich erauickt. Denn wenn die Sonne unter unseren Füßen steht, wenn die Bewohner der anderen Halb» lngel Mittag haben, dann ist der Schlaf gewiß am nötigsten und besten. So wie sich die Stunden des Morgens, nach Aufgang der Sonne, vorzüglich zu ersten Geschäften, zu anstrengenden Arbeiten des Geistes und des Körpers eignen, so find die ihnen entgegengesehen Slnnden, die Stunden vor Mitternacht, die zuiräglich. sten znm Nnhen nnd Schlafen. Eigentlich sollte daher auch der Anfang der Nacht der Ansang des Schlafes sein: aber wenn auch unsere sozialen Verhältnisse dies nicht zulassen, so sollte man doch weder die Arbeit noch das Vergnügen bis zur Mitternachtstunde ausdehnen. Aus dem angeführten ergibt sich die Wahrheit der Ve. hauplung, daß zwei Stunden vor Mitter, nacht zu schlafen besfer fei als das doppelle nach Mitternacht oder bei Tage. Daher soll man früh zu Velte gehen. Der Morgen ist die Jugendzeit des Tages,- wer diese nicht der nützlichen Tätigkeit widmet, dem wird der beste Teil des Tages wie des Lebens unbenutzt dahin gehen. Ein langes Ansbleiben bis spät in die Nacht gibt anch Gelegenheit zn reichlichem Allo. hol. und Nilotingenuß, welcl)e beiden Gifte, in größerer Menge genossen, unbedingt zerstörend Nils den mensch, lichen Organismus, namentlich aus das Herz einwirken. Wie viele unruhige, schloflose Nächte haben wir diesem Mißbrauche zuzuschreibeu! Das quälende Gefühl der Herzangst, unregelmäßige Tätigkeit des Herzens, Schwindel, Appetitlosigkeit, frühzeitige Tchwächezu. stände würden gewiß nicht so oft die Menschen belästi. gen und ihnen die Freude am Dasein verderben, wenn sie früher schlafen gingen und den Alkohol, und den Nilotingennß, welche beide Herzgifte sind, einschräns. ten. Tie Menschen cssen, trinken und rauchen im großen und ganzen viel zu viel. Namentlich am Abend vor dem Schlafengehen soll man sich i» diesem Gennsse Mäßi-guiig auferlegen. Aus diesem Grunde sind die Bestre. bungen einer rationellen, nicht überspannlen Abstinenz, bcwegung nur mit Freuden zu begrüßen. Althergebrachte Gewohnheiten kann man nicht momentan ausrotten. Durch vernünftige Vorstellungen und Versuche an sich selbst oen Alkohol, nnd den Nikotingenuß einzuschrän» len, frühzeitig zu Bette zu gehen, werden bald an dem eigenen Wohlbefinden und der heiteren Stimmung kenntlich sein. Es gehört nur ein bißchen guter Wille dazu, fich von der althergebrachten Gewohnheit luszu. machen. ' (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Gemeinberat. — Der Laibacher wemeinderat trat vorgestern abends unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Hri. bar zu einer ordentlichen Plenarsitzung zusammen, an welcher 21 Gemeinderäle teilnahmen. Als Negierungs» Vertreter fungierte k. l. Lnndesregierungsrat Nre» men^el. Zu Verifilaltiren des Sitmngsprotololles wurden die Gemeinderäte Knez und Lenöe nomi. niert. Zu Beginn der Sitzung machte Bürgermeister Hribar die Mitteilung' daß ein ungenannt sein wollender Wohltäter für den städtischen' Armensonds in Obligationen den Betrag von 226<» l< gespendet habe. Die Mitteilung wnrde unter lebhaften Vrcwo. rufen zur Kenntnis genommen, desgleichen die Huschrist des Gemeinderates Nöthel, der namens der „Gemein, niitzigen Wohnungsbaugenossenschaft" dem Gemeinde» rate zur Kenntnis brachte, daß die Genossenschaft die auf ihrem Baugründe in Gradi^e zutage geförderten nutilen Funde dem projektierten städtischen Museum widme. Der unlängst in 5i5la verstorbene Kondukteur i. M. Franz N n n't hat für die städtifchcn Armen den Betrag von 2i)l! K testiert. Gemeinderat Len<'<> lenkte die Aufmerlfanlleit dei Gemeindevertretung auf den Umstand, das; die anläßlich der Erdbebenkatastrophe gesetzlich newäbr. für Neu- und'Umbauten in Lalbach au, 2. ^ul. 19U> abläuft. Ta die ^olaen der Ka.astrovhe noch nicht behoben s!'ien und u' b chte" stehe, daß dle Vautatlglett nach den, erwähnten Termin Laibacher Zeitung Nr. 281. 2554 9. Dezember 1909. starke Einbuße erleiden werde, beantrage er eine Reso» lution, daß die anläßlich der Erdbebenkatastrophe nn Jahre 1895 gewährteu Stenerbegünftignngen wenigstens noch für zwei Jahre verlängert »vl'irdeil; Bürgermeister und Reichsratsabgeordneter Hribar aber sei zu ersuchen, für die Verlängernng dieser Begünstignng bei der Zentralregierung geeignete Schrille zu unternehmen. Die Resolution wurde einstimmig angenommen, nach' dem noch Bürgermeister Hribar erklärt hatte, daß er selbst schon in dieser Angelegenheit die erforder» lichen Schritte zu unternehmen beabsichtigt habe und gerne bereit sei, dem an ihn gestellten Ansuchen Folge zu leisten. Gemeinderat Dr. 6 v i g e, l j wies darauf hin, daß das städtische Psandamt, welches am 1. Dezember seine Tätigkeit aufgenommen hat, einen größeren Betrieb-Verlag benötige und sich daher einschlössen habe, bei der Laibächer Kreditbank ein Darlehen im Betrage von 100.000 X zu kontrahieren. Der Beschluß sei' jedoch an die Genehmigung seitens des Gemeinderates ge» bunden. Der Gemeinderat möge daher seine Zustimmung erteilen, daß bei der Kreditbank dem städtischen Pfandamt ein Kontokorrent bis znm Höchstbetrage von 100.000 X eröffnet werde. Der Antrag wnrde ohne Widerrede genehmigt. Sodann wurde zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Als Referent der Personal» und Rechts» scltion fungierte Gemcinderat Dr. kvigelj. über dessen Antrag wurde dein Ansuchen des Besitzers Mat» thias Z a I ar um Verleihung des Bürgerrechtes gegeu Entrichtung der üblichen Taxe im Betrage von 300 X Folge gegeben. Dem ans Slavonien gebürtigen Handels« reisenden Nikola Webe r wnrde die Aufnahme in den Gcmeindeverband nnler der Voraussetzung zugesichert, daß er die österreichische Staatsbürgerschaft erwerbe. Dem Ansuchen des Besitzers Ivan B e n k o v i <"- um Zustimmung zur Böschung der im Jahre 1852 gründ» bücherlich sichergestellten Servilnt der Tongewinnnng Zugunsten der Stadlgemeinde wurde ohne Widerrede Folge gegeben. Namens der Finanzsektion berichtete Gemeinderat Knez. Das Ansuchen des Vereines zur Förderung der Morastkultur, betreffend die Anschaffung von Traht-Baumschntzvorrichtungen für die vom Vereine an der nach Schwarzdorf führenden Straße gesetzten Obst-bäume, wurde mit Rücksicht auf die bedeutenden An» schaffungskoften s1200 X) abschlägig beschiedeni der Stadtmagistrat wnrde jedoch beauftragt, die Näumchen gegen Hasenfraß durch Umwicklung der Baumstämme mit Strohgeflecht zu schützen. Bei diesem Anlasse konsta-tiVrte der Bürgermeister mit Bedauern, daß in den letzten Tagcn eine Anzahl dieser Obstbünmchen mnl. willig beschädigt worden war. Es wäre zu wünschen, daß die dortige Bevölkerung sich für die Vaumanlage mehr interessiere und ihr erhöhten Schlitz angedeihen ließe. Der in der jüngsten Gemcindcratssitzung gefaßte Beschlnß, betreffend den Vertanf der Bauparzelle Nr. II auf der ehemals Gestrinschen Realität an ocr Poljanastraße an Frau Thercse Kubelka, wurde mit Rücksicht darauf, daß eine Zufahrtstraße derzeit nicht errichtet werdeu könne, einhellig revozicrt. Dein heimatlichen Schriftsteller und Historiker Peter von Radi es wnrde für fein jüngst erschienenes epochales Werk über den krainischen Historiographen Johann Weikhard Freiherrn von Valvasor der Betrag von 200 X als die ihm dnrch einen Beschlnß aus dem Jahre 1399 für den Fall der Drucklegung in Aussicht gestellte Subvention bewilligt. Der Rekurs des Hausbesitzers Ivan K r e g a r gegen die Entscheidung des Stadlmagi-strates, betreffend die Bewilligung zur Errichtung einer Veranda im Hofe des Medieschen Hauses in der Eli' sabcthstraße, wurde über Antrag des Gemeinderates Turk aus den Gründen der angefochtenen Entschci-dung abschlägig beschieden. Gemeinderat Dr. Oraxen berichtete über die Eingabe der Fiatergenossenschaft in Laibach nm Ände» rung der Marktordnnng ill dem Sinne, daß auch hin» sichtlich der Flitter» und Strenmittel der Vorkanf im Bereiche der Stadtgemeindc unter Strafe verboten werde. Der Antrag des Berichterstatters auf diesbezüg-liche Andcrnng des H 4 der Marktordnung für Laibach wurde ohne Debatte angenommen nnd der Stadt» Magistrat beauftragt, für diese Änderung die Geneh» mignng der k. k. Landesregierung zu erwirken. Der Bericht des Sladtmagistrates. betreffend die Medika» mentenrechnung für die städtischen Armen pro 1908, im Betrage von 3936 X 49 l,, wurde genehmigend zur Kenntnis genommen und den Ärzten^ welche' die, Armcnbehandlung unentgeltlich besorgten, der Dank des Gcmeinderates ausgesprochen. Der' Bericht über die Kassaskontrierung im städtischen Schlachthausc sowie in der städtischen Arbeitsvermittlunasanstalt wurde geneh» miaend zur Kenntnis genommen, desgleichen der Jahresbericht der slovcnischen Handelsschule in Laibach. Das Pauschale für die Reinigung der Schullukalitäten an der Volksschule auf dem Karolincngruude wurde über Antrag des Gemeinderates Likozar von 240 auf 360 X'erhöht. Vizcbürgermcister Dr. Tav 5 ar berichtete namens des Schlachthausdirektoriums in eingehender Weise über die Verkehrsverhältnisse im städtischen Schlacht» hause im abgelaufenen Jahre. Die Anzahl der geschlach» tcten Ochsen hat sich im Vergleiche znm Vorjahre um ^ vermehrt, während die Anzahl der geschlachteten ^",^""d Stiere um 44 sich vermindert hat. Die ftch somn ni^'?' ^arlle gebrachten Rindfleisches hat schlack ^ "^"'- Im städtischen ttt 4^63 OMc' l?""' a^'lauscnen Jahre geschlach. lei. 4^ ^ch,en <225 mehr als im Vor ahre) 9807 Schweine s—18), 9255 Kälber l> 1412), 2077 Schafe uud Böcke l"!'142), 2388 Lämmer und Kitze (—193) und 17 Pferde s—35). Das Fleischergewerbc wurde von 25 Fleischhauern ausgeübt. In betreff der Ge» schäftsführuug des städtischen Schlachthauses wnrdcn in der letzten Zeit einige Reformen eingeführt. So z. V. werden von Neujahr ab Iungochsc-n nnd Jungkühe, welche bisher noch zn den Kalbern gezählt wnrden, in eiuem besonderen Protokoll verzeichnet werden und wird von diesem Zeitpunkte au von dieser Gattung die Schlachtgebühr von 4 X sbisher nur 1 X) eingehoben werden. Anch soll künftighin der Provenienz der ge» schlachteten Schweine größere Aufmerksamkeit gewidmet werdeil, da — wie der informative Bericht des Schlacht» Hausverwalters Slivnik hervorhebt — aus anderen Ländern eingeführte Schweine wohl viel und vortrcfs-liches Fett, dagegen minderwertiges Fleisch liefern. Hinsichtlich der Schlachtung der Schweine, Kälber nno anderen Kleinviehes wurde angeordnet, daß die Tiere vorerst mit einem Hammer belänbt werden müssen und dann erst mit dem Messer abgeschlachtet werden dürfen, wie dies auch in anderen modernen Schlachthäusern üblich ist. Hinsichtlich der Fleifchbeschan anf dem Lanoe und insbesondere ill der Umgebung Laibachs wnrde die k. k. Landesregierung ersucht, darauf zu dringen, daß die Fleischbeschall Fachleuten anvertraut werde. Ins» besondere in Waitsch und Iexica, wo sich Salami» fabriken befinden, deren Erzengniffe haufttfächlich in Laibach Absatz finden, sei die derzeitige, von Laien be» sorgte Fleischbeschau dnrchans ungenügend. Der Bericht des Schlachthausvcrwalters befaßt sich weitcrs mit dem Projette der Einführung einer so> genannten Freibank, welche sowohl im Interesse der Fleischhauer, als auch im Interesse der minder bemittelten Vevölternngskrcise gelegen sei. Anf der Freibank würde das Fleifch von verunglückten oder in» folge Krankheit geschlachteten Tieren zum Verlaufe ge» langen. Ein solches Fleisch sei der Gesundheit nicht ab» lräglich und wird als genießbar angesehen, doch könne nicht gestattet werden, daß es zn Preisen verkansl weroe, wie das Fleifch von gemästeten gesunden Tieren. Auf der Freibank würde solches Fleiscl) zu bedeutend er» mäßigten, vielleicht zu halben Preisen feilgeboten wer» den. Mit der Beaufsichtigung der Freibank wäre der Marklinspektor zu betrauen. Gleichzeitig mit der Ein» führung der Freibank aber müßte auch ein Slerilisatur eingerichtet werden, mittelst dessen konfisziertes Fleisch dadurch gennßsähig gemacht würde, daß die Erreger der Kranlheit darin vernichtet würden. Die Kosten für die Anschaffung eines Sterilisators würden sich alls rund 1500 X belaufen. Bei der Abstimmung wurde der Alitrag betreffs Errichtung einer Freibank nnd An» schasfung eines Sterilisators angenommen und beschlossen, daß der erforderliche Kredit von 1500 X in den Voranschlag pro 1910 eingestellt werde. Der Gemeinderat hat weiters im Prinzipe be» schlössen, im Schlachlhause an Stelle des derzeitigen unzulänglichen Eiskellers eine Kühlanlage zu errichteu-das städtische Bauamt wnrde beauftragt, die erfurder» lichen Pläne ehestens auszuarbeiten. Für die Vergrö« ßerung der Schweinestallungen im Schlachlhanse wurde eiil Kredit von 26.458 X bewilligt. Durch diese Ver» größerung wird ein bedeuteud größerer Import von Schweinen ermöglicht nnd die Approvisation der Stadt Laibach mit Schweinefleisch sichergestellt werden. Behufs intensiverer Aufsicht im Schlachthause soll ein Aufseher mit einer Entlohnung von 900 X jährlich bestellt werden. Der Schlachthaustassieriu Fräuleiu A. Zupanc und dem langjährigen Knechte KIemenprnch. i-. — lTodcsfall.) Gestern um I Uhr nach Mitte» nacht ift ill Unter.ki^ka Herr Peter Ker^i«'-, Fabrils» und Hausbesitzer, Gastwirt, Gemeinderat, Obmannstellvertreler der Fencrwehr usw., nach lang» wieriger, schwerer Kranlheit im 45. Lebensjahre ver» schieden. Das Leichenbegängnis wird heule um 3 Uhr nachmittags vom Trauerhause Nr. 64 an der Kaiser Franz Josefsstraßc aus nach dem Friedhose in Dravlje stattfinden. <». — sTobcssall.j Man schreibt uns aus Bischoflack i Die Wirtin im Kivlapaß, Maria Ma^ek, verschied eines plötzlichen Todes. Unter ihrem eigentlichen Namen war sie wühl den wenigsteil bekannt- „X«>,novl,, i»!vmn" hieß sie im Vulksmnnde. Anläßlich des bosnischen Felo< zuges taufte ein Hauplmann das fensterlose Gewölbe „Klpkapaß" und diese gelungene Vezeichnnng griff der Vollsmnnd anf. Die Kernuvla, eine schmächtige, kleine Frau, zählte 92 Jahre, befleißigte sich der ein» fachsten Lebensweise und lebte nur von Kaffee uud Suppe. Noch 13 Stunden vor ihrem Tode bediente sie ihre treuen vier Stammgäste, die zusammen das respeltable Alter von 296 fahren ansmachen. Alt war die Wirtshanseinrichtung; alte Stühle und Tische ans Kirschholz behaupteten durch mehr als ein Jahrhundert nnvcrstellt ihre Plätze im Lokale. In diesem herrschte eine peinliche Sauberkeit und Reinlichkeit; die besten Unlerlrainer Weine ans der Gegend von Hl. Kreuz und die schmackhaftesten Hauswürste kamen anf den Tisch, Brot wnrde jedem nmsonsl serviert. Die Kcrnovla ver. stand sehr angenehm zn plandern, trotz ihres unglaub» lich großen Gedächtnisses wnßte sie aber nie über die zwischen den Gästen geführten Gespräche Auslunsl zu erteilen. Am 8. d. M. gab eine große Menschenmenge dieser musterhaften Wirtin und stillen Wohltäterin das letzte Geleite. Die Stammgäste legten einen prächtigen Kranz an ihrer Bahre nieder, die Sänger verabschie-deten sich von ihr, die den Gesang liebte, mit einem ergreifenden Tranerchor. v. — ^ sVortrag.) Heute abends wird Herr Rudolf 6 ega auf Ansuchen des Allgemeinen Arbeilerver» baildes „Vzajemnust" in Laibach im großen Saale des „Meslni Dom" einen populär»wissenschastlichen Vor» trag über das Thema „Kartellwcscn und die Arbeiter» schäft" halten. Beginn präzise um 8 Uhr. — sVolkstiimlichc Fortbilbunqslursc.j Heule nm 6 Uhr abeilds wird Herr Professur' Karl Schrautzer im Physilsaale der k. k. Staatsrealschule seinen ersten Vurtrag über die Elektrotechnik des täglichen Lebens halten. — Mne internationale Ninqkampf-Kontnrrenzj wird hellte abends im Hotel „Union" ihren Anfang nehmen. Näheres ist aus der heutigen Annonce er» sichtlich. — sDirekte Verbindung Nerlin'Abbazia.) Eine für die Entwicklung der österreichischen Riviera wichtige Ver» bcsserung in den bestehenden Zugsverbindungen soll vom 1. Mai nächsten Jahres eingeführt werdeil, indem eine neue Verbindung von Berlin über Salzburg.Aßling« Laibach.Fiume geschaffen wird. — lDcr Wasserstand der Gewässer im Lande ilrainj ist infolge anhaltender, reichlicher Niederschlage ein derartiger, daß die tiefer gelegenen Landstriche bereits nnler Wasfer stehen. Der Laibachfluß hat eine helier noch nicht beobachtete Höhe erreicht. Die auf dem Moore gelegenen Vororte Laibachs, Schwarzdorf, Karolinengruud, Hauptmauca und Iloviea, find bereits stellenwclse mnndiert. Bei anhaltend regnerischer Wit» ternng ist für diese Vororte eine llberschivemnmngs' gefahr zu befürchten. Ks—'. Laibacher Zeitung Nr. 281. 2555 Z. Dezember 1909. — sVermehrunss der Vögelsammlung am wymua» sium in Aludolsowcrt.1 Las' natnrhistorifche Kabinett des Nudolsswerter Gymnasiums erhielt im Henriken Herbste eine Vermehrnna. durch drei seltene Vocn'l» ezemplare, durch eineil Kutteugeier ^vu1<,rr inon-u'In^), burch ciueu Polartancher sc^I^mdn« nr^tion«) und durch einen Nordseetancher <n,^ «(i^tcmti-ionuli,^). Der Kultena.eier, der nur am Valkan, in Kleinasien und in Afrika vorkommt und sich zumeist von Aas nährt, wurde auf dem Äerqe Verdun bei Töplil) anl 9. Oktober vom Iäqer V e q qescbosfen und voil der ttymnasialdireklion um 80 X erworben. Er ist ein selten schönes Exemplar mit ciner ^lnaweite von 2,92 Metern. Der Polar° taucher wurde vom Herrn Vl. Vojsla aus Nndolss» wert an der Gnrk bei Silberau am 8. November qe. schössen und dem Rndolsswerler Gymnasinin qeschentl. ^3 ist ein selten a,ros;es Exemplar mit prächlia,er ^eich» nnnq am stücken. Der Nordseetancher lvnrde vonl Herrn I. ?s u r aus Mötllin^ an der .^nlpa ^efchosseil und dein Nudolsswerter (Gymnasium als (Gescheut gewidmet. Auch dieses Er.emplar zeichnet sich durch seine (Yrös;e und schöne ^eichnnnq des Gefieders ans. * sZur Volksbewegung in ttrain.j Im politischen Bezirke Stein (40.089 Einwohner) fanden im dritten Quartale des lansenden Jahres lN Tranun^en statt. Die Zahl der Geborenen belies sich ans 339, die der Verstorbenen auf 250, darunter 125 Äinder im Alter von der Geburl bis zu 5 Jahren. Ein Aller von ',!» bis zu 70 Jahren erreichten 38, von über 70 Jahren 45 Personen. An Tuberkulose starben 28, an Lnnqen» entzünduna. 5, au Diphlheritis I, an Tyfthns 3, durch zufällige tödliche Neschädiqunq 5, dnrch Selbstmord 2 und durch Mord nnd Tolschlaq ! Person' alle übrigen au sonstigen verschiedenen .^ranlheilen. —>-. " ^Selbstmord eines Soldaten.j ^u dieser am Dienstag gebrachten Notiz wird nns mitgeteilt, das; der Verpslegssoldal Karl Vollmer nicht ertrunken ist. ^ sZnsammcnstosl mit der Elektrischen.) Dienstag nachmittags lenkte ein Knecht seinen Lastwagen fo nn» vorsichtig ans einem Hofe an der Zaloger Strafte, das; er mit einem Wagen der elektrischen Straßenbahn zn. sammenslies;. Veim Straßenbahinuagen nmrde die Wand beschädigt und die vordere elektrische Lampe zertriim» mert. " sUnfall.j Diesertage war der Magazinsarbeiter Johann Ile^ec mit dein Abladen voller Weinfässer beschäftigt. Plötzlich rollte ein Faß so rasch ge^en ihn, dcch es ihn ail eine Kiste drückte nnd ihm am lmken Ober» schenke! eine bedeillende Quetschwunde beibrachte. Nach Anlegung eines Notverbandes wnrde der Verletzte aus sein Ansuchen in seine Wohnung gebracht. " lSchcucö Pfcrd.j Vorgestern vormittags lies; ein Hleischerlehrling einen bespannten Wagen vlir dem Fleischerladen in der Pre^erengasse ohne Änssichl stehen, worauf das Pferd vor einem vorbeifahrenden elektri-schen Slraßenbahiuoagen scheute und über den Marien» Plai; aus die Pelersstraße rannte, wo es vor dem Hotel „Lluvd" stehen blieb. " jVin qcwnlttntiqcr Fuhrmann.) Der 25iährige Knecht Franz Schachmann ans Navne in Untersteier, mark ließ unlängst seine vor einen Lastwagen gespannten Pferde zügellos auf der Wiener Straße dahingehen, während er, auf dem Fuhrwerke stehend, mit der Peitsche schnalzte. Ein Sicherheilswachmann machte ihn anf die Straszenpolizeivurschristen anfmerlsam. Der Knecht schnalzte sohin absichtlich noch stärker und wollte auch trot/, wiederholter Aufforderung des Sicherheitswach. Mannes sein Nationale nicht angeben. Es kam noch ein Sicherhcitswachmann herbei, woraus der rabiate Knecht vom Wagen geholl und verhaftet wnrde. Vei der An» legung der Schließletten stieß er beide Wachleute von sich und ergriff einen im Gesichte, den anderen an den Armen, um sie zu Boden zn reißen. Nur unter An» Wendung der äußersten Gewalt konnte er geschlossen nnd in die polizeilichen Arreste gebracht werden. Vorgestern nachmittags lieferte ihn die'Polizei dem Landesgerichte ein. " (l V c> <1! 1< l, ? i i' n n !, 7-.) In der hiesigeil „Katoli«ka Nulvarna" ist eine sünfallige Tra» gödie voil Anton ?N e d v e d erschienen, die Katzianers Glück nnd Ende zum Gegenstande hat. Preis broschiert 1 X 40 1>, gebnnden 2 X 40 ?,. Wir kommen anf dieses Trauerspiel demnächst zurück. — Mn auftcrordcnilichcs Vermächtnis.j Das Metropolitan.Museum zu Newyork hat wieder ein außerordentliches Vermächtnis durch die Stiftung eines Mr. Kennedy erhalten: Die Summe von 25 Mil» liouen Mark, deren Zinseil für den Ankauf vou Ge» mälden verwendet werden sollen. Also eine jährliche Beisteuer zu den bisherigen Einnahmen von etwa 1 Million Mark, das heißt etwa so viel, als alle enro. Päischen Gemäldegalerien zusammen für ihre Ankäufe verwenden können. Von demselben Wohltäter haben die Bibliothek von Newport und ein Hospital daselbst je dieselbe Summe von 25 Millionen Mark legiert bekommen. Telegramme des k. k. Telegiaphen-Korrespondenz-Nuleaus. ätimig Leopold. Nriisscl, 8. Dezember. König Leopold leidet seit einigen Tagen infolge des feuchten Wetters an Muskel» rheumatismus, wodurch ihm das Gehen fast unmöglich ist. Gegenüber den unwahren Nachrichlen wird jedoch von unterrichteter Seile nach Informationen aus guter Quelle festgestellt, daß das Allgemeinbefinden' des Königs so gut ist, daß er heule mil seinen Ministern stundenlang konferieren konnte. Alle alarmierenden Nachrichten sind übertrieben. Troh des hohen Alters des Königs besteht sür den Augenblick leine ernste Gefahr. Der Gesundheitszustand dcr Zarin. Darmstadt, 8. Dezember. Entgegen andcrslanten-den Meldungen teilt die amtliche „Darmstädter Zei» tung" mit, daß die Kaiserin von Rußland sich nach einer Nachricht ans Livadia znr Zeit einer so vor» züglichen Gesundheit erfreut wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Serbien. Velgrab, 8. Dezember. „Dnevni List" erfährt, daß bei der Durchreise des Königs von Bulgarien, der sich im Laufe dieser Woche nach Wien begäbe, Krön» prinz Alexander den König im Belgrader Bahnhöfe begrüßen werde. Nach den bisherigen Dispositionen wird König Ferdinand seine Ncise am Samstag antreten. Kein russischer Vertrag mit dem Dalai-Lama. Petersburg, 8. Dezember. Die Petersburger Tele-graphen-Agenlur erklärt, daß die in der Ansla'ndspresse verbreitete Meldung aus Schanghai über einen angeb» lich von der russischen Negierung mit dem Dalai-Lama abgeschlossenen Geheimvertrag vollständig auf Ersin» dung beruht. Brand dcr Hamburger Gaswerke. Hamburg, 7. Dezember. In den Gaswerken im Freihasen brach heute nachmittags, angeblich durch Ent« zündung von Gasen nnter dem Dache des alten Gaso» Nieters, ein großes Fener aus. Dieser alte Gasometer steht in Flammen, ein zweiter soll gefährdet sein. Hamburg, 8. Dezember. Visher sind 7 von ben in das Krankenhaus gebrachten Verletzten gestorben, so daß die Zahl der Opfer 13 beträgt. In dem Kranken» hause liegen noch 16 Schwerverletzte. Dr. Coot. Kopenhagen, 8. Dezember. Heule vormittags ist Dr. Eooks Privatselrelär Lansdale hier eingetroffen. Er überbringt die Papiere über Dr. Eools Nordpol» fahrt, die für die hiesige Universität bestimmt sind. Die Papiere sind bei der Landmannsbank deponiert worden. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. \ China-Wein mit Eisen • Hygienlsohe Ausstellung Wien 1006: \ Staatspreis und Ehrendiplom zur goldenen Medaille. : ¦¦ Appetitanregendes, nerven- ¦ ^H stärkendes und blutverbes-\ ^H serndes Mittel für f ^^^ Rekonvaleszenten == ¦ ^j^^^^ "' uncl Blutarme • |§PHH|A von ärztlichen Autoritäten : ¦fl0Kgn|V bestens empfohlen. : tt^viBI Vorzüglicher Geschmack. wwaiiuM^^a Vielfach prämiiert. *~ "^ Über 6000 ärztllohe Gutachten. . J. SERRAVALLO, k.u.k. Hoflieferant, Trieste. Marktpreise in Laibach im November 1909. Weizen.....c, X28 - Roggen , . . » » 5!l 50 Gerste.....» . 16 - Hafer.....» » 1« 80 Mais.....» » 18 - Weizenmehl Nr. 0 » » 4tt f,0 Rossgcmnehl . . » » ?i2 — Weizenmehl Nr. 2 » » 45 - . 3 . . 44 - Maismehl . . . » .20'- Weizenbrot, . . » » —-52 Roggenbrot. . . » » — 4" Gemischtes Brot, » » — 44 Reis.....kk » —56 werstc.....» . - -4<> Gr!eß...... ' 5« Fisolen.....» . - 36 Linsen.....» » —48 Erbsen.....» » — — Ailsgcsch, Erbsen, » »-56 Hirse.....» , .^24 Heiden.....» » — 44 Türken Mehl . . » . — — Kartoffeln . . . <, » 4'70 Gemüse (Kraut, Rüben usw.) nach Bestellnna. Sauerkraut. . . Ilss X— 20 Saure Rüben. . » » —-20 Kaffee...... . 2-80 Tee......» , 10 — Kakao.....» » 6 — Zucker...... .— 80 Salz.....» . — 24 Pfeffer...... . 2 — Paprika. . . . il« l< 3 20 Kümmel .... » 1 — Wein.....l . —-80 Vier...... . -40 Bramltwein. , » . 1 60 Rum...... . 3-20 Kognal, , , . » . 9' — Mg.....' ' - li0 Tafelöl. .... 1-12 Schweine . , , q »130' — Kälber . . , , » » 108 — Riuofleisch . , » » 140-— Schafflsisch .... 102- — Scbweiliesleisch. . »168 — Ziegenfleisch, , » » 102' — Kalbfleisch . . . .140- — Geselchtes Fleisch . » 150 - Salami. . . . » » 340' — And trock. Würste >, .240 — Speck ..... . 168 — Schweinefett. , » » 172 — Butter . . . . lcß » 2 60 Käse...... . I 80 Heu.....q » 10 — ituluruzgrieß . » »28» — jllee...... . 12 — Stroh ....»» 8- — hartes Holz . .in' » 11- — weiches Holz. . » » 9- — Steinkohle . . «, . 3 20 Kohle .... 9- — Kots...... . b 60 Petroleum . . k? » —'28 Vrennöl ... » » -^'96 Unsere Abonnenten maohen wir darauf aufmerksam, daß unsere diesjährige vorzügliche WeihnaohtBprämi*, so lange der Vorrat reicht Die besten Seeromane für Erwachsene und für die lugend -------- von Kapitän Marryat -------- Neue illustrierte Pracht -AuBgahe in zwei oleganten Prachtbänden zum außergewöhnlich billigen Preise von K 5'— in unserer Haupt-Expedition , Filialen und bei unseren Austrägern erhältlich ist. — Die Werke sind überall mit großem Beifall aufgenommen. In unserer Hanpt-Eipedition lieft ein Exemplar zur insiclit aus. Buohhandlung (4177) 5 lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Lalbaoh, Kongreßplatz Nr. 2. Laibacher Zeitung Nr. 281. 2556 9. Dezember 1909. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 6, Dezember. Baron Anfallen,, l. k. Kämmerer, samt Gemahlin, Kreuz. — Lacknrr, Hotelbesitzer, samt Familie, Nbbazia. — Luzzato, Tireltor; Clwvaneh, Adjunkt; Moline, Priv., s. Familie, Trieft, — Sirca, Besitzer. Saloch. — Kohn, Vlühweiß, Rsde,; Bullatty Priv., s. Mntter, Fiume. — Cizel, Ing., Stein. — Schwarz, Priv,, Littai. — Hollinsly, Priv., f. Cousine, Prag, — Homann, Prw, s. Frau, Radinannsdorf. — Rosendaum,' ksm,, München. — Baron Rechbach, Gutsbes., Rodolendorf. — Plmnnöel, Priu., s. Frau, Sefana, — Einzel, l. u. t. Hauptmann, Graz. — Mulley, Besitzer, Oberlaibach. — Liebich, Kim,. Klagenftlit. — Verschal, Kfm., CM. — Bock, Priv.; Plautus. Lutz, Meiwald. Singer, Austerlih, Ritter, Holovsty, Pereles. Kflte., Wien. Grand Hotel Union. Am 6. Dezember. Schäffer, Oberingenieur; Geiger, Landau, Kflte.; Male, Fabrikant; Baar, Spielmann, Deutsch. Wesscly, Schadeck, Weiner, Güns, Rsde.; Seifert, Bauleiter. Wien. — Cantoni, Baumeister; Seeger, Bli'chwciß, Maleck, Fürst. Rsde., Graz. — Ehrlich, Besitzer, Sanitz. — Dr, Ehrlich Lambert; Zeh. Rsdr,. Klagenfurt. — Powse, Pfarrer, Radna. — Pfeiffer, Impresario, Udine. — Schwarz, Direktor; Geller, Rsdr,, Budapest. — Schwarz, Rsdr., Brunn. — Penzias, Rsdr., München. — Lubinsly, Kfm., Agram. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ___Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ___ l ^z k^ Z3 «^ >«. 7U. F. 730 2 0 2 NO. schwach ! Nebel , «. 2U.N. 727-8 3 3 SO. schwach Regen 4 b 9 U. Ab. 728 1 2-0 O. mäßig teilw. heiter! 9> 7 U. F !i?31 7, 17 windstill ! Nebel > 13-4 Das Tagesmittel der Temperatur vom Dienstag beträgt 7 6», Normale -0 6°, vom Mittwoch 18«, Normale-0 7°. Seismische Berichte und Bcobachtnugcu der Laibacher Erdbebenwarte NN!»bl't «oil der Nrai», Lvarlassc 1«97), sOrt: Gebäude der k. l. Swats-Oberrealschule.) Lage: Nörbl. Breite 4«« M'; Östl. Länge «oil Greenwich 14« IN'. Bebenberichte: Am 3. Dezember gegen 4 Uhr 3«) Mi° nuten ein Stoß II. Grades in Pieuzo (Tiena); gegen 14 Uhr* 30 Minuteu und 20 Uhr 30 Minuten Stöße III, Grades und gegen 20 Uhr 45 Minuten ein solcher IV. Grades in Messina; gegen 15 Uhr 45 Minuten am selben Tage ein Stoß IV. Grades in Po rgo Pace (Pesaro). — Am 4. Dezember gegen 3 Uhr 4b Minuten ein Stoß IV. Grades in Messina; um 4 Uhr 15 Minuten ein Stoß in Garfagnaua und gegen 17 Uhr 30 Mmnten Stoß !H. Grades in Norgo Pace. Vobetikttrühe: Mäßig start, zunehmend. <> L!e .^eiwxgabe» b<^!eh<>>! sich >ms „liüelfinopilüche >i>'ud n»>Nen »«!, Mitterxach! bi« Mlücnnich! a »tu Iiis 24 »dr ae^ililt Deželno gledalisèe v IJubljani. St. 48. Ncpar. V öetrtek, dne 9. deoembra 1909. Fetiè: Muzikalna drama s predigro iu v dveh dejanjih. Besedilo po drami A.Guimerespesnil Jtud. Lothar. Poslovenil M.Pugelj. Uglasbil Eugen d' Albert. Zaèetek ob pol 8. Konec po 10. I" W id lit in lüitiTI I W~ r%J«mn- O Vages. ~^p| I IJeute, Donnerstag Den 9. Dezember 1909: —=== Beginn der großen -------— um die Siegesprämie von 2000 Kronen. Gemeldet sind eine Anzahl nur erstklassiger Ringer, darunter Gambier, Frankreich, Weltmeister, der Iiiesen-Kosako Snlmanoff, BaiÖevlö, Weltmeister u. s. w. LPreise der Plätze: Reserviert K 2-, I.Platz K 1.-, Galeri« 60 h. I Anfang 8 Uhr. Die Direktion. J Hinweis. Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage) liegt ein Pro« spelt über das soeben vollständig gewordene Prachtwerl „Der Siegeslauf der Hechnil" bei; das Werl ist in Laibach in der Vuchhandlnilg Jg. v. Kleinmahr ck Fed. Vamberg vorrätig und wird auch gegen bequeme monatliche Teil« zahlungen abgegeben. Willlommenstes Weihnachtsgeschenk. Als solches darf zur Zeit ein guter photographischer Apparat gelten, da es wohl leine anregendere Erholungsbeschaftigunn für jeden gebildeten, ob Dame oder Herr, gibt, als die Photo« graphic, welche, dank dem jetzigen vereinfachten Verfahren, von jedermaun leicht aussscübt werden kann. Nls Bezugsquelle au» erkannt verläßlicher Apparate für Momcntbilder empfehlen wir die seit 1854 bestehende Spezialnieberlage von A. Moll, k. u. t. Hoflieferant, Wien, 1., Tuchlaubeu 9, welche ihre reich« illustrierte Preisliste allen Interessenten gratis zusendet. (2b'^5) 3 Unsere Weilmachtsprainie! Rapt. Mairyat's Werke l*"16 Neue illustrierte Pracht-Ausgabe Aus dem Inhalt hclicn wir nur einiges hervor: Jakob Khrlich Peter Simpel — Der Pirat — 1Mb GespenstorKchisf — Drei Kutter Wilddieb. Reichhaltiger, hochinteressanter Inhalt 2 eleg. Prachl-Biindo ßroßes Format 2*X17Va cm Beide Bände zu dem MBBM |# Ra billigen Preise von "lli" "^ » — Kk ist das ersto Mal, daß dio hochinteressanten Schriften Kapt ¦arryat's in einer billigen gutrm Pracht - Ausgabe erscheinen. Kür jnng nnd alt glüich Kpanncnd und als (iuschenk vorzüglich g(!(!ignot. Die besinn Schriften wind für dieso Ausgabe gewühlt und in nouer Bearbeitung vnn P.iul Hörner /.UKammongestellt. Als I'Htmle, no Ihiik« «'¦"•" Vorrat relclil, erhältlich in unserer Haupt-Expedition, In den Filialen und bei den Trägern. Vorsand nach auswärts gegen VoroinKcndg. zuzügl. i'i h Porto. Gdnard Kristan gibt allen Verwandten, Freunden und Bekannten die tiefbetrübeodeNachricht von dem Hinscheiden seiner innigstgeliebten Gattin, bezw. Schwester, Schwägerin und Tante, der Frau Bm Alstlln K Inglil welche nach langem schweren Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, in ihrem 46. Lebens« jähre gestern den 8. Dezember um 2 Uhr morgens selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet heule den 9. De» zember nachmittags nm '/', 3 Uhr vom Trauerhause Gerichtsgasse 9 aus, auf den Friedhvf zu Heil. Kreuz statt. Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarr» lirche Maria Verlündiguug gelesen. Um stilles Beileid wird gebeten. Laib ach, am !). Dezember 1W9. Kranzspenden werden dankend abgelehnt. Kurse an der Wiener Korse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 7. Dezember 1909. Die notierten Kurse »erflehen sick in Kronenwäbruna Lüe Notier.mg Mmtlicher «Mien und der „?>^trIuli) per Kasse 9b 2« »b <<> »»<>/, «. W. Noten (F ff. 4°/„ :?i ?l, l?k ?e l8»4ei „ 100 ft. . . 32» b« A34 b!> l8»4er ., zo sl. , . 3?» l>« H»4 b^ D°«.«f»ndbl. k «o sl. »«/„,»,-2!>l-- «taatsschuld d. i. Reichs. rate vertretene» König» «iche «nv Linder. ^)fterr. Goldrente fteuerfr., V old per Nasse .... 4°/„ «i? «>N7 ?b Ofterr. Ne»t« in Kronen», stfr., per Kasse.....4"/, 95 »b 9b 45 detto per Ultimo . . , 4°/n 9b »5 »b-4K dst, Iiweslitio»« siente, stfr., ftr. per Kasse . . 5'/,°/^ «so 8», 80 zis,»b°hn.zlllat,lchnl». verschreib«»« en. »lifaoeth-Ällhn i. «., ftluerli., zu !0,ono st.....V/^ —-— —»- Ztdnz Io!fpv-«ahn in «Zilber . (div. St,) . . , . z>/z°/° 115 75 >i»-?b «lliz. Karl ÄUdwig Nahn (M. Slilcle) Kronen . . . 4°/, 94 »» 85s5 ckvdolf-Vllhn in Kroneüwühr. . fteuerfr. (div.Vt.) . .«7« »^" «" Vvrarlberger Vahn. stfr., 400 und «XX» Kronen . . 4°/„ 9b — »« - « >l»»^schuld»ersäirlib»n«n> »»,»ftt«,tlle G»s»n»»!>n.DklK» Mlabrth-V. »NU fl. KM, i'/."^ von 400 Kr.....4l><7ü«4?l> detto i»in» Budweis »00 fl. . », N. V, Ü'/«/. . . . .427 b» 4««-- vtttl» Galjb«ig.Lir°l L«0 f>, ^». «. K. f^/, . . . 42N - 4»«-— ^»m«al°Va>,n «u« u. 2 üb«» no»»«»l G>ltnb»HN'Pii»rtlät»° Gbllglltlonen. «öhm. Westbahn, Em, 18Sb, 4«N,2N0 75117 75 Ferbinands-Nordbahn Em. 1886 97 b<> 9» zc detto Vm. 1904 9«-^a 9? 2h Franz Ioseph-Äalm 97!!». Galizische Karl Ludwig - Nah, (diu. Et.) Lilb. 4°/«. . . 95ll> 9e-ik Una.-aaliz. Vahn llU« fl. N. ü°/„ ,04 7t, »05 ?l> drtto 400 u, 50«o Kr.»'/,"/« «e ,«, 8? ,,, «orarlberger Nahn ) 92 «0 4"/, bettu per Ultimo »<> 4« 92 «c, 5>/,°/n detto per «asse 82'bo «2 ?o Ungar, Prämien,«nl. k 10« fl. 2,5- 2lil-detto b. 5« fl 214 .. ,«<, - ThelkNeg.-Loje 4"/« . . . . ,H3 25 94 10 4°/« lroat. u. jlav. Grbentl. Odl, 94- 9b- Andere »ffeutlichr «ulehen. Vo«N, Lunbet-Unl. (dlv.) 4°/^ 92 75 93 75 «o«n..her«g Usenb. -Lande«- Anlehen ^d«,,^ 4>/,°/„ . . W 45 >00'4.°> 5"/„ DonauNeg, Anlclhc 1«7» io«-- - - Wiener Verlchr«A»l. . , 4°/„ 9^- 9«' detto lWN 4<>,<> 95 05 9« N5 Anlehen der Gtadl Wien . .io,ls,!0L i5 drtte '(B. över V.) l8'.4 120 ,5 ,21 «« bett» («84). ^ . , . 93 l»o 94 »0 detto ««-« dettv c«leltr.) v, I. i»oo ^-^ 97^ detto lInv..«,)v.I,i'.»<» »«4n »?^u Vörsebau-Nnlehcn verlo«b. 4"/^ »e-zz^ »7 z»t> RiMche Etaattllnl. v. I. 190« f. 100 Kr. p. K, . . 5»/s> - - ---detto per Ultimo . . 5"/« 101 55102'»! Vulg, Staat«.Hypothekar Änl. 18««......6«/» 21 35> 22 3Ü Geld Ware Vulg. Etaat« - Golbanleihe 1807 f. 100 Kr. . . 4'/»°/n 93 - 94 — Pfandbriefe nsw. «obenlr.,allg,üst.i,üc»I.vl.4°/„ 95- 9«-Nühm, Hupolhelenb, vcrl, 4°/s, »?-— 27.70 Ze»tral-B°b. Nrcd.-Bl., üsterr., 45 I, verl.....4'/,"/» ,02-^b lt>«i- detto 65 I. veil. . . , 4"/„ ««75 97.75, Kreb..Inst.,üsteii..s.Verl.Unt, u. iiffentl. ?Irl,, Kat. ^. 4"/„ 94 15 95.^5, Landclb, d. K«n. Valizlen »nd Lodom, 5?>/, I. ruclz. 4"/s, 94 - 9b'- Mähr. Hypotheken», nerl, 4°/„ 9«-,5 97 gz N.-ljsterr, iiande»-Hl,p,-Ul,st.4"/, 9ß-Ls, 97.5 delto inll. 2"/n Pr, verl. 3>/,"/n «?b0 8»b0 detto lt,-2chuldich.verl.3',,«/n 87 bo »8-5c detto verl......4"/n 9«'- 97» Österr.-ungar. V»nl 50 Jahre verl. 4°/n ü. N.....98-50 9»'b0 detto 4"/« Kr......98 50 9!) öc Eparl., Grste«ft.,S«I.!,trl.4°/« b9-5l> 100 ü^ Eisenbahn-Prioritäts' Obligationen. Österr. Ätordwestb. «0« fl. O. . in» 80 104-80 Ltaatsbah» 5 ssr..... »9^' —> Vlibbahn k »"/„ Jänner-Juli 500 ssr. (per St.) . . - «?»-»<, 2?b 50 NüdbllhN ^ 5°/, »00 sl. S. 0. O, 119-75 120-75 Diverse Lose. Ptrzin»lichl fos». 3«/<> Vodenlrebit-Lose Em. 188« L8S'- 292 - detto 5«/n Donau Regul.-liofe 10a fl. «57'25 2«3'25 Gerb. Präm.-Nnl.p 100 ssr, 2°/o 100 5l> ,o Vubllp.-Nasilifa (Vombau) 5 fl. L4 - «8-. 'ltredUl°!c 100 fl...... 534 5« 544 50 Clary-Lole 4» fl. »M. . . . 196 — »»3 - Ofrner vofe »« sl......—— --'— Palffy-Lofe 40 fl. «M. . . . ««'^ -- Noten Kreuz, üst. Ves, v. 10 fl. 63'b« «7 5», «oten lrreuz, ung. Gel. v. 5 fl, 3«?5 40-75 Nudolf-Lole 10 ft......70'- ?«'- Lalm-Loft 40 fl. KM . . . «74- «„<-Türl, sse . . . L19>/5 «2l'7b detto per Medio . . . 220 »5> illi'25 «eld «U,re Wleuer Ko.,!!!.-Lott>»nngtn. «»ssiß-Iepliyer Elfeiib, 500 fl. 2115'- 2125" Böhmisch? Norbliah» 150 fl. . —'— '— «u!cht>rhrader Ei!b 500 fl.«M, 257U - 2s00>- detto Nit. ll) 200 fl. per Ult. 942 - 84k'— Don»« - Tanipflchissahrt« - Ges., I., 1, l. prw., 50« fl, KM, 1N33-- 1043 Dul-Vodrnliacher E. V. 400 Kr, 585-— 589'- ,>eid<,iand«.N°rbb, 1000 fl, ttM, 5380» - 5420'-Kascha» - Oderberger »ilrnbah» 200 US....... 362 bo »S3'- Lemb. - «lzern,- Iassy-Tisenbahn- Gesclllchllfl. 200fl. O, , . b55'— 557 3" loyd. dst,. Trieft. 5<»0fl., KM. b39'- 04«'- Österr, Nordwestbahn 200 sl. S. — - ___ detto (üt. il) 200 sl, E.p. Ult, —- —- 1jrag-D»i.crGise»b, inosl.abgst, LL»>5c «27-5« 2!aat«ci!enb. 200 fl,L, per Ult. 74^^ 74H-50 Zlidbahn !iO0 fl, Silber per Ult. !23'>1 1«4'üs> Lübnorbdeutsche Nerblndungsb. 200fl NM...... —>- —>. transport-Ges,, intern., N.-V. 200 Kr........ »b- ,15 — Ungar, westbahn (Naab-Graz) 200 fl. S....... 404 75 405 7b Wr. Lolalb.-Mllen Gel. »OO fl. «9- 230- »anle«. Änglo-Österr. Vanl, I20fl. . 314 35 315 »5 Hanlverein, Wiener per Kasse — — —' - betto per Ultimo 54Ü'— 047 - Vodenlr.Anst. »st., »00 Kr, . «1»8 - ,«4»- Hentr.-Vod.-Kredbl. öst , «00 fl. 573 - 5?b'-nreditanstall für Handel und Vewerbe. 320 Kr., her Kasse — .. —-- detto per Ultimo »702z 6712b Kreditbank, ung. aliss,, 20« sl. 781 85 78» »5 Depositenbank, alln., M« fl. . 4«ö'. 4«N -Gskompte - Gesellschaft, nieder- österr., 400«r..... 64l> — «4551 Giro- u. Kassendereln, Wiener, 200 fl........ 4«3- - 4S5--, Hhpothcktubllnl. öst. 20«Ki. 5"/„ »,?-- »Iß-eäilberb»»!, üsterr,, 200 fl., per Kasse....... --- --'-, detlo per Ultimo 501- d"b-„Mertnr", Wechsels»nb.-M,u fl. . . . «»»'- «»?'- Österr..ungar. «anl 14«« «lr. 1772-^ 1782— Ve'd Wn,e Unlonban! 20« fl...... 5«»- 584 — Uniliübanl, böhmische 10» sl. . «48 bO 24»«» «crlchlibanl, allg. 140 sl,. , 35! - 353 — Hn»«str»«-D»t!«ttz«un,tN. AaiiaeseNsch,, allg. öst., 100 sl. »0» .- «0» l»0 Vrii^rrkuhlenberfib. N?l, lonsl. 75».. 7s»y 50 Eissübahlwerlehr«. Anstalt, bst., '00 fl........ 45l- 4b4 — Tisenbahnw,-lleihg., erst», 100 sl. loß-— 20» — ,,Elbemal,l". Papiers, u. V.-V. 100 sl........ 1«8— <»,' — «tleltr.Oes. allg, österr., 200 »l. 394— z»S' — Eleltr.Gesellsch. Intern. »00 - »9» - «leltr.Gtscllsch., Nr. in Uiqu. «4«- «4b'>-Hirtrnberger Patr.-, Mndh. u. Met-ssabril 4«N«r. . . 1I14-— ><«a — Kissinger Brauerei 100 sl. . . 201-^ »^b — Moniau-Aes., öst. alpine 100 fl. ?!iö-- ?»» — ..Poldi-Htttte". 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Laibacher Zeitung Nr. 281. _______________________2557__________________________________________9. Dezember 1909. Anzeigebl'att. pr~ ergo ~i I 16 kerzigen Kohlenfadenlampon gogcnflber M H I 60 Heller Strompreis in 1000 Standern H I Ä4 Kronen. I I Beste ¦ I Metallfadenlampe I ^^^ J ffir alle Spannnngon und Kerzenstärken. ¦ ^^^^ ^^fl^K ¦ =_- Spezlalit&t ^= ¦ ^ff^V 1 Mil 1OOO HK LampeM ¦ I OU 1 J Jik, I I nlR KrRRty- fOr Bn^nlicht- ¦ I jc, I I mm \ I WDlfram-Lampen-DEnEraluErtriBb | I f|]T] 1 2 SII Wolfram- L»mpe ¦ S L1 Oesterreichisch-ungarische Bank. Boi der am 4. Dezember 1909 vorgenommenen Verlosung wurden ausgelost: an 4% 'g°n> 50jährigen, auf Gulden lautenden Pfandbriefen K 1,891.000 und an 4°/oigeni 50 jährigen, auf Kronen lautenden Pfandbriefen K 469.000. Die am 4. Dezember 1S)Ü9 gezogenen Pfandbriefe werden vom 1. April 1910 an sowohl bei der Hypothekarkrcditskasse in Wien als auch bei allen Bankanstalten ausbezahlt. Das Nummernverzeichnis der am 4. Dezember 1. J. gezogenen, dann der aus früheren Ziehungen noch unbehobenen 4 % igen Pfandbriefe wird von der genannten Kasse und von allen Bankanstalten auf Verlangen unentgeltlich ausgefolgt. Die Verzinsung verloster Pfandbriefe erlischt mit dem der betreffenden Verlosung zunächst folgenden Coupontermine, daher bezüglich der am 4. Dezember 1. J. verlosten Pfandbriefe am 1. April 1910. Wien, am 4. Dezember 1909. OESTERREICHISCH-UNGARISCHE BANK. (4218) Popovics (iouvorneur. Schreiber Pranger General rat. (ierieralsekrctür. ills Uleihnachtsgeschenke empfehlen wir für die «fugend folgende 3Beit;fiJ«?lmM-ir*oam* Für jüngere Knaben und Mädchen : Für unaere Kleinen ........ jährlich 12 Hefte, K 3-60 ÖBterrelohs deutsohe Jugend .... jährlich 12 Hefte, k 4 80 Für Knaben: Der gute Kamerad, wöchentlich eine Nummer, Prois viertelj. K 2-40 JugendpoBt wöchentlich oino Nummer, Prois vierteljährlich K 2-28 Deutsohlands Jugend, wöchentlich eine Nummer, Preis viortelj. K 150 Für Mädchen : (4229) 3-1 Das Kränzohen, wöchentlich oino Nummer, Preis vierteljährlich K 240 Probenummern werden bereitwilligst verabfolgt. lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Buchhandlung in Laibach, Hongreßplatz Nr. Z. INDRA- MditioB Akpisiteiire, Reisenfle it Vertreter für den Vertrieb eines Kredit-Informationsbuohes der südlichen Provinzen Üßter-reiclis werden ff•-»*wi«?lm*» (-Jell. Anträge unter: „Litorale 1923" befördert Rudolf MoBse, Wien, I. (4227) r ¦*"*¦ w ^v "-^v '^^- ^^v "^v -^*- ^^v -^v ^^v -^r -^r ^v "^v -** ^v w^ -**^ ^yv ^v w- ^v ^v i Zaloga moke i \ MAJDIÈ ] ^ Peter Jz±ir±*^ x \ U Ljubljani: Emonska cesta l\. 2. V Sièki: ]ernejeva ulica ct. 231. \ Naroèila se sprejemajo v obeh skladišeih in tudi v Ljubljani, * \ Dunajßka cesta 32, Telefon St. 165. (4192) 30-4^ | Karel I*«. j ^ Zu beziehen von 5 ^ lg. von Kleinmayr & Fed. Bamberg ' l . Buohhandlung in Laibaoh. (4130) 13-7 ! . __________.^^^^^^^^^ Nnr echt, wenn J,e(l« ¦ J II9S 9% % I iff^^^r^^V^^^^^^H aaaHHBaB^^B_aaMaa, hcnnciitol MOII X O Ifl IsV^a tlfi Tfj-ftM und jede« Pulver \. NoDn ITIVII >^Vimy^^^»Ji|^jJJ Schutzmarke unclUnter.schiist —-^^^* trägt. ; MoH'm NeUlllt'/^l'alvrr hhkI liir Mugenleidende ein unübertrefflichen Mittel, von einer dtm Magen kräftigenden und die VerdfiuungsUitigkeit Hteigorndon Wirkung und mIh milde auflönendcm Mittel boi StiihlvorMtojifung allun drastineben PurgativH, Pillen, HitterwasHorn etc. vorzuziehen. — IVcIn «l«r Ori^fiiitl-Nchacktel K a-—. jO§~ Falsifikate werden gerichtlich verfolgt. -fW ¦PHHIH^hh-----¦------. _._ . ,\ IVnr erhi, wcn" icdü ' IT n IQ arTTiLJ Tiaiifu/^in ,,\o 17 — ^»^ , tilVllK^UW^lfnZlMQMl^wW Will UiWfllfai a. n«»ll'M Schutzmarke trügt und HBHBHBMBM^_i____J mj{ Hlciplombu vcrHclilosBen iat. ' IVfollN Fraiizl»r»niitweiii uimI Salz ist oin namens,- . ' lieh als schmerswtillende Einreibung bei Olieilarreiöen jQ ^¦^Franlhrlmilwi« und den anderen Folgen von Erkältungen bastbukanntc-H V\ SSf^JHl'i ^a'1 VolkHinif.tol von munkd- und noi-v(«nkr;iftig«ti(l«r Wirkung. I j \L>»JttÖ^k. PreiN dt-r plonil». OrlKinnl-FlwHche K 2'—. j—j tJlO^k Hauptversand durch Apotheker A. Moll, k. u. k. t4 J'MB&k Hoflieferant, Wien, I., Tuclilauben 9. _^^r.i wi____________________________ Drucl und Verlag von Jg. v. Kleinmayi ck Fed. Bamberg.