Laibacher Je ituna. .»."! R«8 Mittwoch am i«. Mai »^K« Die „Laibacher Zeitunq" erscheint, mit Ailsnahin, der Sonn. n,,d F.ilrtaqe. täqlich, u>w sottet sammt den Beilen im <5ou,l!itoir a a» ,iä s.-i,, ,« ^ s..!',.^ . „^7 Kreuzband im «m.n'toir qa«,jähriq l2 st.. halbjähriq ^^ «/^ lr. m.t frei qaniiäl>riq. unter Kr'nzl'ano »ud qcoruckter Adrcff. l5 st., h c>! b iä hri g 7 fl. .,l> lr. - Inserat.°.sq,eb.^^"m2^ A .' -^ ''"^'" -naliqc «insch.tun" II s>.. s'.r ,w.i»mliqc ^ kr., n.r dreimalige 5 sr. (5. Vl. In.'er.te bi- 12 ^eikn sossen < ss. s.^3 V^> 5« s s.,?2 M .. ^. ^. i m'! "' ^ .'/"' 3» diesen Oebührm ist nach w„ „vrovisorischen Gcsehe vom N. Ncven.l'er l. I. für Inftrtionsstä.nvel" noch <0 kr. fi.r ine jede-?.al q «m,A lwn^ n u z>. chm, ^zu.chalton. Amtlicher Theil. ^Ve. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom i>. Mai d. I., am Grost-wardeiner lateinischen Capitel zum Erzdechant von Mittel-Szolnok den Domherrn Emerich Körmöczy zu ernennen und demselben zngleich die Titular-Abtei )>. Il^nlüi allerguädigst zu verleihen gernht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 27. April d. I., zum Domherrn an dem Cathedralcapitel zu Trient den dortigen Haupt-schnldirector und Lehrer der Pädagogik, Andreas Garbari, allergnadigst zu ernennen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 24. April d. I., den k. k. StaatS-anwaltSsubstituten in Brunn, Dr. Alois Seuz, und den Referenten deS k. k. siebenbürgcu'scheu Eivil- nnd Militärgouvernements, Dr. Joseph Grimm, zu k. k. ordentlichen Professoren der Nechtsacademie zn Hcr-mannstadt, nnd zwar Ersteren für das österreichische Strasrecht nnd Gerichtsverfahren in und außer Streitsachen, und LeNteren für das österreichische Eivilrecht, ^nii das Handels- nnd Wcchselrecht zn ernennen geruht- Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließnng vom 14. März d. I., den von Ednard Lebreton erklärten Rücktritt von dem Posten des österreichischen Generalcousuls in Rio-Janeiro nud dessen Enthebung von den mit diesem Posten verbundenen Dienstesobliegenheiten allergnadigst zn genehmigen geruht. Heute wird das XXV. Stück, IV. Jahrgang 1862, des iiandesgesey- und Regierungsblattes für das Herzogthnm Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 147. Vorschrift der k. k. Ministerien des Innern, des Kriegswesens und der Finanzen vom 2!. April ^>'2, zur Ermittlnnq der zehnjährigen Militär, Unterkunft-Zinse und der Vergiunng für die Ein-richtnng. Nr. 14«. Verordnung des k. k. Ministeriums für LanoeScxltur und Bergwesen vom 24. April 1«.'i2, wodurch bestimmt wird. von wem künftighin die in den bestehenden Waldordnnngen begründete Maßregel der Auszcigung vou Holz und anderen Wald-producten vorzunehmen sey. Laibach, am 12. Mai 1 ««2. "'" k. k. Redactionsbureau des 5,'andeegesclMattes für Krain. K u n d m a ch u n g. Anlaß emes entstandenen Zweifels, wie geschlachtete Echwcme oder Kalber, welche., ein Schlegel abge-nom.nen «st. bel der Einfuhr i>, die rücksichtlich der Verzehrungsstener geschlossenen Städte zu versteuern seyen, Folgendes zu bestimmen befnnden: Die Steuersäye der Posten 11-1/j deo Tarifes od' ^'^. ^^ossenen Städte sind für ganze lebende ^ geschlachtete Thiere bestimmt, die Tarifpost U; "'gegen für einzelne Theile solcher Thiere. Nach der Anmerkung zur Tarifpost 16 sind aber als ganze Thiere auch jene zu betrachten, welchen einzelne Theile, z. V- Kopf und Füße fehlen, und zwar im Geiste deS Gesettes darum, weil sich im Allgemeinen nicht benrtheilen läßt, der wievielte Theil deS ganzen Thieres weggenommen ist, nnd der wievielte Theil der für das ganze Thier bemessenen Steuer abgenommen werden müßte, wenn eine Versteuerung von Theilen des Thierkörpers zugelassen werdeu sollte. Diese Unbestimmtheit fällt aber weg, wenn es sich um die Hälfte eines Thieres handelt, denn bei dem symetrischen Bau der Thierkörper läßt sich genau ermessen, ob ein vorliegender Theil eineS solchen der halbe Körper sey oder nicht. Es ergibt sich aus dem Gesagten, daß für verstümmelte Thiere, wenn ihnen weniger als eine Hälfte fehlt, die Steuer nach deu Tarifposten 11—15 wie für ganze Thiere, für halbe Thiere die Hälfte dieser Steuerte, für Theile vou Thieren aber, welche kleiner sind als eine Hälfte, die Steuer nach der Tarifpost 16 einzuheben ist. — Einzelne Theile, wenn sie auch zugleich mit dem Thiere, von welchem sie getrennt worden sind, eingeführt werden, können aber nicht mehr als Bestandtheile desselben angesehen werden, sie bilden für sich eben so ein steuerbares, nach Tarifpost 1« zu behandelndes Object, wie das verstümmelte Thier für sich und ohne Rücksicht darauf, ob der abgenommene Theil beiliegt oder nicht, ein steuerbares nach Tarifpost ^1 ^ zu behandelndes Object bildet. Was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Gray, am 29. April 1«li2. Von der k. k. steierisch-illyrischen Finanz -Landes-direction. Nichtamtlicher Theil. Eorrespondenzen. Trieft, 10. Mai. — ^ — Heute nnd gestern erhielten wir vermittelst der Dampfer „Africa" und „Orient" Nachrichten ans Persien, der Türkei und Griechenland, welche ich Ihnen knrz hier mittheile. Die wichtigste unter allen ist, daß anf der Insel Creta eine düstere Stimmnng herrscht, welche ArgeS befürchten läßt. Man spricht von einer nahen Revolution, welche in Folge der geheimen Ausschiffung einiger aus Griechenland angelangter Hetäristen ausbrechen sollte. An der Spifte der Verschwörer soll ein gewisser Eu-mis, Officier der griechischen Phalangen, der als einer der Häuptlinge der lcftten Empörung von El'-retis bekannt ist. stehen. Man behauptet. EumiS habe mit ein,-gen seiner Gefährten Creta verlassen, indessen seyen ein Paar Hetäristen dort geblieben, um ihre Machinationen vorzubereiten, und den günstigen Augenblick zu erwarten, um lbre Zwecke erreichen zu können. Freilich kann man diesen Gerüchten nicht vollen Glanben schenken, jedoch die Angst bemächtigte sich der Einwohner, wo ohuedieß ziemliche Unzufriedenheit herrscht, nnd die Regierung hat bereits 3 Kriegsschiffe, worunter einen Dampfer, dahin a/sch'ckt, nm im Nothfälle dem dortigen Gouverneur Hilfe leist-n zu können. AuS Aegypeen waren in Coustantinopel bis zum 1. d. M. gute Nachrichten über den türkisch-ägyptischen Vertrag angelangt, ohne daß etwas über die wahre Lösung der Frage im Publicum bekannt werden konnte. Der Sultan hielt leptens eine Prüfung unter den Zöglingen der Marine, welche dnrch ü Jahre in England erzogen worden waren, nnd bezeigte ihnen seine vollkommene Zufriedenheit. — Zwei griechische Mädchen aus Scio sind zur katholischen Religion übergetreten. Der katholische Bischof von (5onstautinopel hatte sich vor der Taufe der Mädchen mit der hohen Pforte und mit dem pie-montesischen Consul von Scio verständigt, welch' ächterer den Bischof bei der sardiuischen Gesandtschaft anempfohlen hatte. Die Taufe erfolgte erst, nachdem ein Brief des GroßvezirS die Erlaubniß dazu ertheilt hatte. Demungeachtet wurden die Griechen von Scio wüthend, und gingen in großer Zahl unter die Wohnung des katholischen Bischofs, wo sie einen unsäglichen ^ärm machten, und nicht nur gegen den bischöflichen Palast, sondern sogar auf vorübergehende ta-thollsche Priester Steine warfen. Der griechische Bischof ercommunicil te deßwegen alle Griechen, welche bei einem Katholiken im Dienste bleiben würden. Diese Angelegenheit wurde der hohen Pforte angezeigt, und die Behörden beschäftigen sich mit der Untersuchung. — Der englische Gesandte, Sir Stratford-banning, bereitete sich vor, Constantinopcl zu verlassen. Die türkische Regierung trifft energische Maßregeln, um die zahlreichen Heuschrecken zu vernichten, welch.' heuer die Ernte zu verzehren drohen. >— In Athen liefen noch immer Gerüchte über eine bevorstehende Mmistercrisis. Ob sie sich bestätigen werden, weiß man noch mcht? Gewiß ist, daß besonders der Finanzminister einen schweren Kampf zu bestehen hat. Das Budget für das Ministerium deS Innern wurde angenommen. Einige Deputlrte Athens wünschten, die Regierung möge die Gesandtschaften von London, Paris und St. Petersburg aufheben. Der Minister des Aeußern hat jedoch genügend dle Vortheile bewiesen, welche diese Ministerstellen ,n äußern Staaten dcm Königreiche gewähren. In Griechenland sprach man wieder von neuen Rauban-fallen. Ueber dle Verschwörungsgerüchte zanken noch immer die griechischen Blätter unter sich, ohne etwas Wahres beweisen zn sönnen. Oesterreich Gratz, A. Mai. Am 21. April 18^2 Vormittags hielt der steirisch-historische Verein unter dem Präsidium des Erzherzogs selbst seine allgemeine Versammlung, welche dießmal sehr zahlreich besucht ward. Der durchlauchtigste Präsident leitete mit bekannter Umsicht daS Ganze. Boten für die Zuhörer die früheren Simmgen dieses Vereins dnrch ausführliche Äoministrationeberichte meist wenig des Interessanten, so kann die diesijährige. vom wissenschaftlichen Staut», Puncte auS, nnd im Allgemeinen mit Recht als ihrem Zwecke entsprechend genannt werden. Sie wurde mit einer Rede des Vereinsdirectors eröffnet, in welcher kurz anch der politischen Zeitereignisse und des blshe« 'in/n Wirkens deS Vereins erwähnt ward; als der Redner aber mit ergreifenden Worten der überstan» denen Gefahr, die vor Kurzem Gesmldbeit uud Leben d>'s geliebten Präsidenten bedrohte, und den Dank für dessen Erhaltung zum Himmel anesp,ach, da erhob sich einhellig die ganze Versammlung und sprach kamit laut die allgemein herzlich? Theilnahme auS. Der Administl-atip" l'"^'t und der RechnungSauS- AOft weis über d^ls verflossene Jahr wurden den Mitgliedern gedruckt im Beginne der Sitzung mitgetheilt. Die Ausschußwahl fiel auf den bisherigen provisorischen Referenten im Ausschüsse, Casper Hart, und die Ersatzmänner auf Professor Tangl, rühmlich be-kannt durch seine historischen literarischen Arbeiten, und auf Hauptmann Pratobevera, provisorischer Archivar vom Ioanuaum, die des Secretars aber auf Doctor Göth, der die Geschäfte eines solchen auch seit Kurzem besorgte. Ebenso bestätigte die allgemeine Ver-sammlung die vom Ausschüsse vorgeschlagenen corre-spondirenden Ehrenmitglieder des Vereins: Stütz in St. Florian, Feil in Wien, Kaiblinger in Molk, Carara in Spalato und Klun in Laibach, als Namen von gutem Klänge in der literarischen Welt. Da zur dießmaligen Sitzung nicht nur alle Mitglieder, sondern auch die Bezirkscorrespou-denten eingeladen waren, von diesen auch schon Berichte vorlagen, so hoffte man vou diesen auch interessante Mittheilungen; leider erfreute sich die Versammlung einer einzigen solchen vom anwesenden D. Unger aus Florian über „die Hügelgraber im deutschen Boden," wovon ausgegrabene Auticaglien auch aufgestellt waren. Untcr den Vortragen der Mitglieder steht jener Baron Päumann's über die Mittel zur Erhaltung und ein Vorschlag znr „Auf-zeichnung der in Steiermark vorkommenden Alterthümer" (durch den bekannten Littraten Dr. Eduard Melly in Wien) in seiner Art obenan. Ihm folgte Prof. Stobitsch mit einer Erklärung mehrerer sehr interessanter und bedeutender Ausgrabungen bei Pols in Obersteiermark; hierauf las Hauptmann Pratobevera eine „biographische Skizze des berühmten Sig-mund Herberstein" vor, die sich ebenfalls der allgemeinen Theilnahme erfreute, sowie der Vortrag des Pfarrers Knobl über reine „Wachstafeln." Zum Schlüsse »nachte das Ausschußmitglied Hofrichter der Versammlung zwei wichtige Vorschläge, wovon der erste. „Die Wiedereinführung deS Stu -diums der st «irischen Geschichte und der öffentlichen Prüfungen aus derselben ein stimmig angenommen ") , der andere aber -.! „Die Verwendung des für Muchar's Grabstein bestimmten Geldbetrages zu einer Stipendien- oder Prä-, mienstiftuug für Geschichtsstudirende" abgelehnt wurde. Möge der Verein nur auf solche Weise rüstig vorwärts schreiten, die Theilnahme dürfte, wenn er auch das Gemein faßliche im Auge behält und seine Sitzungen stets' durch solch' interessante und lehrreiche Vorträge würzt, nicht erkalten, sondern in der Folge erst reiche Früchte tragen. (Wand.) Wien, «. Mai. Heute Mittags 12 Uhr faud im großen Saale des Handelsministeriums die Ver» theilung der Medaillen, welche österreichischen Industriellen an der AnSstellnng in London durch die Preisjury zuerkannt wurden, in feierlicher Weise dnrch Se. Ercellenz den Herrn Minister selbst Statt. Eine Mehrzahl der Preisgekrönten war zur Uebernahme der Medaillen persönlich erschienen, den nicht Anwesenden werden die Medaillen sogleich durch die k. k. Statchalterei zugesendet. Die sämmtlichen Mitglieder der Ausstellungecommission, so wie die höheren Beamten des Ministeriums, wohnten gleichfalls dieser Feierlichkeit bei. — Der vielfach genannte französische Gefängnißreformator, Herr Appert, welcher sich jetzt in Serbien befindet, kommt im nächsten Monate wieder nach Wie«. — Das hohe Ministerium des Unterrichts hat die Schul-Inspecoren beauftragt, periodische Berichte zu erstatten über alle aus der Erfahrung gesammelten, zur Verbesserung des Volksschulwesens dienenden Anhaltspuncte. — Die k. k. geologische Relchsanstalt beabsichtigt in jedem Kronlande «,««„ geologischen Verein in's Leben zu rufen, und hat dießfalls bereits vorbereitende Schritte gethan. *) Es wäre sicherlich höchst wünsch.n«werth, und ganz im Einklänge mit dem Wunsche dc« h. Unterr.chtSminnw riums . das Studium der vaterländischen Geschichte kräftigst zu fördern, wenn auch vom Üaibach« Ober-Gymnasium das Gtudium der Geschichte Krain« «inae-sührt würbe. (Die Vtebactio« der Laib. Ztg.) - Wie man vernimmt sind zwischen Oesterreich und Sicilieu Verhandluugen wegen Abschluß von Salzlieferungsverträgen im Zuge. Bis jent hat Sicilien einen Theil des Salzbedarfes durch England bezogen. - Für die k. k. Militärgränze wird an einer neuen Waldordnung gearbeitet. Wie man vernimmt, bleibt es in deu Hauptpuuccen bcl d, oder von unverdächtigen Augenzeugen in ihrer Gegenwart vorgekommene Ereignisse oder Leistungen ausgestellt siud. Fand die That auf offener See oder sonst unter Umständen Statt, wo nur die dabei betheiligte Schiffsmannschaft sie bezeugen kann, so ist die Veeiduug der dabei betheiligten Personen in der bei der Verklarung üblichen Weise zulassig, doch bleibt es der Commission überlassen zu beurtheilen, in wie weit dadurch der Beweis hergestellt ist oder sonst noch zu vervollständigen kommt. * Die „Pesther Zeitung" bringt in Nr. 1UK 26 kriegsrechtliche Contumazialurtheile. Es befiudeu sich daruuter mehrere hervorrageude Beförderer der ungarischen Insurrection, so z. B. der unheilvoll bekannte Puls; ky, Graf Aler. Teleky u. m. a. Die gefällten Urtheile lauten sämmtlich auf den Tod uud sollen die Namen der Verurtheilten an den Galgen geschlagen werden. D e u l sch la n d. Hamburg, «. Mai. Die Nachricht, daß zwischen der dänischeu Negieruug und den hamburg'schen Behörden eine Unterhandlung wegen Umtausches meh» rerer hamburg'scher Enclaven lm holstein'schen Gebiet im Gange wäre, entbehrt allen Grundes. S ch w e i.; Vern, A. Mai. Bern hat am 24. April ein schönes Fest gefeiert. Aus allen Theilen des Landes waren die Anhänger der Regierung herbeigeeilt, um sich an dem Fackelzug zu betheiligen, wclcher zu Ehren der neu bestätigten Behörde veranstaltet worden nnd dadurch ihre Hingebung für die bestehende Ordnnng auszudrückeu. Nahe an «00« Personen mögen den Zug gebildet haben, der sich vou der klemeu Schanze die Hauptstraße hinunter bewegte nach dem Mün-sterplatz, wo sich der Negierungsrath versammelt hatte. Männer in alten Schweizeltrachten, au 100 Fahnen, unter denen mehrere eidgenössische und viele sehr alte Zunftfahnen, sinnige Transparente, viele kleinere Musikcorps uud Trommeln belebten den imposanten Zug; eine eigene stattliche Grnppe bildeten die Metzger in der Tracht ihres Gewerbes. Der Münster war illuminirt; au der Spitze stammte ein eidgenössisches Kreuz. Die ganze Nacht hindurch ging es sehr heiter zu, ohne daß die Ruhe gestört wor-den ist. Der Abends znr Feier des Sieges der Conservative« angeordnete Fackelzug war einer der glänzendsten, die jemals in Bern und wohl in der ganzen Schweiz abgehalten worden sind. In der am nämlichen Tage (24.) gehaltenen Versammlnng der Abgeordneten der Berner Vereine trng das Centralcomit«'' darauf an, man möge in einer Petition dem großen Rath die Wünsche des Volks aussprechen. Als solche wurden bezeichnet: Anfhebuug der Hochschule nnd des Seminars, ein Preßgesetz, Verfassungsrevision, Erleichterung der Militärlasten , Herabsetzung aller Besoldungen, Anfhebuug aller unnöthigen Aemter, Vereinfachung des ganzen Staatshaushalts. Die Ansicht der Versamm-lung pflichtete anfangs dieser Meinung bei, bis Hr. Blösch in seiner ruhigen und klaren Weise die gegenwärtige Lage schilderte, welche durch eiue solche Petition verschlimmert werde, indem sie ein Mißtrauen gegen die Regierung ausspreche nnd ihr Ansehen schwäche. Man möchte die Behörde selbst die Initiative ergreifen lassen; sie werde das Vertranen des Volks rechtfertigen. Diese Rede, unterstützt von Hans Schnell, überzeugte die Mehrheit, und man ließ die Anträge des l5e„tralcomit«'s fallen. Die hiesige Legierung hat eine Proclamation an das Volk erlassen, in der sie das Ergebniß der Abstimmung anzeigt. Zuletzt heißt es in derselben: Gestärkt durch das Ergebniß der Abstimmung, werden wir fortfahren in der Verwaltung des Gemeinwesens und ans dem Grunde der bestehenden Verfassung uud Gesetze mit erneutem Muth anstreben und thun, was redlicher Wille und aufrichtige Vaterlandsliebe bei großen Schwierigkeiten mit menschlichen Kräften zu thun vermögen." Der hiesige Negiernngsrath hat beschlossen, den großen Rath für Montag deu l0. Mai einzuberufen. Vier Tage vorher werden sich sämmtliche Re> gierungsstatthalter zu einer Conferenz mit dem Re-gieruugsrath hier einfinden. Alle Wünsche der siegreichen Partei vereinigen sich vorläufig in folgenden zwei Hauptpuncten: eine christliche Volksschule uud Zügelung der Presse. Auf dem Gebiete deS Erziehungswesens werden die umfassendsten Maßregeln vorbereitet. Was den Schutz vor dem Preßunfug betrifft, so wird in einflußreichen conservativen Organen für ein zu erlassendes Preßgesetz folgende Grundlage beantragt: l) Hinterlegung einer bedeutenden Summe für jedes bestehende oder noch zu gründende Blatt; 2) Unterzeichnung aller räsonnirenden Artikel mit dem Namen des Verfassers; A) bedeutende Strafbestimmungeu gege" Preßvergehen, besonders gegen falsche Unterzeichn"«' gen uud gegen Angrisse auf persönliche Ehre und daS Familienleben; 4) schnelle Justiz gegen Preßvergehen; i!) Freigebung der Wahl des Geschwornenge' richts an den Kläger im ganzen Gebiet des Cantons, über welches erweiölichermaßen ein Blatt, folglich auch das Vergehen verbreitet worden ist. I r a n k r e i ch. Paris. 4. Mm. Das Grabmal Napoleons wird in der Mitte des prachtvollen, von Ludwig den > Großen errichteten Doms sich erheben und zn " H«1 merkwürdigsten Bauten der Neuzeit gehören. Ich will versuchen, Ihren Lesern davon eine Idee zu geben, indem mir heute Morgens vergönnt wurde, ausnahmsweise m den Dom zu dringen, wo der Ein-laß nur auf Vorzeigen einer schriftlichen Erlaubniß des Marschallö Jerome gestattet lst. Stellen Sie sich die Karlskirche auf der Wieden in Wien vor, mit der kühn gewölbten Kuppel. Im Centrum derselbeu eine etwa drei Klafter tiefe zirkel-förmige Versenkung des Bodens, mit einem Durchmesser vou fünfzehn Klaftern. In dieser Vertiefung wird das Grabmal Napoleons rnhen. Am obersten Rande derselben laust ein Brustgeläuder aus carrari-schem Marmor herum, um dem Zuschauer möglich zu machen, das Grabmal zn bewundern, ohne in die Tiefe herabzusteigen, wohin zwei breite Treppen, die zur Seite des Hauptaltars sich össneu, führen. Der frühere Hanptaltar ist abgetragen worden, und an die Stelle desselben einer aus schwarzem Marmor errichtet, dessen Säulen spiralförmig, wie in der Peterskirche zu Rom, sich erheben. In der Mitte des neuen Hochaltars breitet der Erlöser am Kreuze die Arme aus. Der Erlöser ist aus weißem Marmor meisterhaft gemeißelt; der Ausdruck des Kopfes kann nicht rührender gedacht werden. Wenn man von den Treppen des HanptaltarS weiter hernn ter steigt, tritt man in eine Art Vorhalle, wo an der Wand rcchts mid links zwei Kenotaphia sich befinde», welche bestimmt sind, die Asche des Generals Duroc und des Grosimarschatts Bertrand aufzunehmen. Durch eine eherne Grabpforte gelangt man zehn Stufen tiefer zu dem Grabe des Kaisers, welches, wie ich schon bemerkte, im Mittelpnnct einer zirkele förmigen Vertiefuug liegt, an deren Wänden zwölf gigantische Karyatiden, in einer Entfernuug vou drei Metres die eine von der andern, laufen. Diese Karyatiden, jede ans einem einzigen Blocke carra-rischen Marmors, sind vom berühmten Pradhier gemeißelt worden, und repräsentiren in verschiedenen Nuancen den Schmerz und die Trauer um den verblichenen gekrönten Helden. Zwischen den Karyatiden werden zehn Vasreliefs die Glanzpnncte der Kai-'"zeit und die merkwürdigsten Acte dieser Epoche dar-sleUen, z. B hj., Mschliesiung des Concordats, die Promulgation des Code Napoleon u. s. w. Die Hälfte dieser Basreliefs sind schon an Ort und Stelle und lassen ans die großartige Wirkung, welche das Ganze darbieten wird, schließen. Der Boden wird aus storcntinischer Mosaik bestehen, woran die ersten Künstler anS Italien seit mehreren Jahren arbeiten. Gleich, wenn man durch die eherne Grabpsorte herein tritt, bemerkt man am Boden das kaiscrl. Wappen Napoleons aus solcher Mosaik täuschend nachgeahmt. Vom Wappen aus und längs dem untersten Gestelle der Karyatiden schlangeln sich am Boden Lorber-"nd Eichenlaubgewinde um die Chiffer N., welche von der Kaisnkrone überstrahlt wird. Diese Mosaikarbcit i>7 so mühsam, daß, um eine Platte von drei Fnfi "nge und einem Fuß Breite zu vollenden, der geschickteste Künstler länger.als ein Jahr Zeit braucht. Das Grab selbst wird aus eiuem ungeheueren Vlock Granit aus Finnland, in der Form eims Parallelogrammes bestehen, dessen Hauptzicrde eine spiegelglatte Polirung seyn wird." Unter diesem Gra-uitblock werden die irdischen Ueberreste deS Kaisers ruhen. Die Schwere und die Härte deS Granitblockes sollen die Asche des großen Mannes vor jeder Störung oder Eutweihnng auf immerwährende Zeiten sicher stellen. Der Block wiegt «0 Tonnen. (Ll.) Paris, ll. Mai. Das große, anf nächsten Montag anberaumte Fest der Fahnenweihe zieht außer den officiellen Deputationen der französischen Truppenkörper und der oon ihren Regierungeu hier-hergesandten fremden Offizieren eine unglanbliche Menge Einwohner der Departemens und Ausländern «ach Parts. Man schlagt die Anzahl der Zuschauer, die am 10. Mai nach dem Marsfelde strömen werden, das schaulustige Publikum der Hauptstadt inbe-griffen, auf 300.000 und mehr an. Unter diesen Umständen ist die Ordnung der Festlichkeit eine ernste Aufgabe geworden, zu deren Lösung mel Tact, Ge- schicklichkeit und Erfahrung gehört. Auch sind die -^ >„________________________ officiellen Blätter schon seit mehreren Tagen mit der Aufzählnng der getroffenen Anstalten ausgefüllt, um das Publikum im VorauS damit bekannt zu machen. In der Mitte vor der Militärschnle, die daS Mars. feld lm Süden begränzt, werden sich die Tribünen des Prinz-Präsidenten, deS diplomatischen Corps und der großen Staatskörperschaften erheben. Die Tribüne deS Prinz-Präsidenten selbst wird auch die M>-uister, die in Paris anwesenden Gesandten, die Mar-schälle uud Admiräle, sowie seinen Hausstaat auf-nehmen. Die Mitglieder seiner Familie werden eine besondere kleine Tribüne neben der seinigen einnehmen. Auch für die Fremden, insbesondere für die in Uniform anwesenden ausländischen Officiere, ist eine besondere Tribüne von 1200 Pläpen bestimmt. Im Ganzen werden die officiellen Tribünen gegen zehn-tauseud Personen fassen können, also nur wenige Glückliche machen, da, wie aus dem heutigen „Mo-niteur" hervorgeht, nicht weniger als 150.000 Gesuche um Karten zu den Tribünen beim Grafen Bac-cioch«, dem Ordner und Ceremonienmcister des Festes, eingelaufen sind. Uebrigens sind anch durch Privat-spccnlanten erbaute Tribünen vom Kriegsminister au-torisirt worden, und die Pariser Gemeindebehörde hat, nm die Armee zn ehren, die Errichtung emer besonderen Tribüne für sich und ihre eigenen Kosten beschlossen. Was die Feierlichkeit selbst betrifft, so wird sie im Wesentlichen darin bestehen, daß jeder Regimentssührer die Stufen, die zur Tribüne des Prinz-Präsidenten führen, hinaufsteigt, dort aus dessen Händen die FalM nut dem Adler in Empfang nimmt und sich dann an den Fuß des Altars begibt, wo der Erzbischof von Paris mit seiner Geistlichkeit die Einsegnung vornimmt. Mehrere fremde Militärs, unter andern zwei russische Generale, der sardinlsche General Trotti u. s. w., sowie auch U arabische Häuptlinge sind schon angekommen, um dem 10. Mai beizuwohnen. — Der Seincpräfect gibt im Namen der Stadt Paris den Abgeordneten der sämmtlichen Truppenkörper, die zur Fahnenweihe hier siud, ein großes Festessen. Paris, 7. Mai. Die „Patrie" meldet, daß viele ansländische Ofsiciere bereits angekommen siud, um dem militärischen Feste vom 10. Mai beiznwohnen. England, Nußland, Oesterreich, die Türkei, Preußen, Schweden, Picmont, Neapel und der Kirchenstaat werden dabei vertreten seyn. Ueber daS militärische Fest vom 10. Mai lesen wir in, „Monitenr de l'Armee:" Der Altar wird sich der Tribüne des Prinz-Präsidenten gegenüber erheben, rrelche sich an die Facade der Militärschule anlehnt. Die Deputationen der verschiedenen Armeecorps werden in dem Ranme aufgestellt, welcher zwischen den Linien nnd der Militärschule frei bleibt. Stabs - und Platz-Officiere werden sie aufstellen. Der Prinz-Präsident wird Schlag 12 Uhr über die Ienabrücke kommen. 21 Kanonenschüsse werden seine Ankunft auf dem Marsfelde melden. Der Prinz wird sich linkshin gegen die Linie der aufgestelltcu Infanterie wenden, im Galopp längs der Linie hinaufreiten uud dann auf der rechten Seite längs der Linie der Cavallcrie hinabreiten, und in der Mitte des MarsfrldeS an der Artillerie vorüber, zur Estrade zu gelangen. Die Fahnen und Standarten werden hinter dem Prinzen angebracht seyn. Der Kriegsminister oder der Obergencral werden ihm eine nach der andern überreicbeu. Der erste Corpscommandant, am Fuße der Estrade steigt zum Prinzen hinauf, ihm folgen die andern nach, und jeder empfängt die entsprechende Fahne ans der Hand des Prinz-Präsidenten. Sie kehren hierauf alle wieder auf die rechte Seite zurück uud stellen sich auf, um die Worte zu vernehmen, welche der Präsident an sie richten wird. Auf ein gegebenes Zeichen begeben sie sich zum Altar und steigen die Stufen zu demselben hinan. Eine Kanonensalve wird den Anfang der Messe melden; ein zweiter die Wandlung. Iu diesem Augenblicke werden die Fanfaren der Kavallerie sich nnt dem Trommelwirbel der Infanterie mischen, alle Truppen präsentiren, und die Officiere ohne Commando entblößen ihre Häupter. Nach der Messe werden die Fahnen eingesegnet. 1l>0 Kanonenschüsse werden daS Zeichen geben, die Trommeln und Fanfaren ertönen wie bei der Wandlung. Der Obercommandant ordnet hierauf das Defil« e au, die CorvS commaudanten begeben sich znrück an die Spitze «hrer Truppen und Deputationen. Unmittelbar darauf besteigt der Präsident sein Pferd und das Define der Truppen beginnt- Unter den Personen, welche am 10. Mai auS den Händen Lonis Napoleon's das nene Ehrenkreuz erhalten werden, sind auch sieben Markentenderinnen, welche in den Iulltagen 184« bei der Mobilgarde aufopfernden Muth bewahrt. Spanien. Madrid. 29. April. Briefe aus Catalonien melden übereinstimmend, daß die Montemolinistische Partei eine Ruhestörung in jener mächtigen Provinz beabsichtigte. Don Carlos soll übrigens gegen jede Erhebung seyn, man sieht vielmehr einer Aussöhnung der beiden Linien entgegen. Anßer der Veränderung des Wahlgesetzes und der Verfassung soll daS Ministerium ernstlich daran denken, dem Senat und dem innern Reglement der Kammer eine neue Organisation zu geben. Die Iournaldirectoren haben definitiv beschlossen, ihre Veröffentlichungen einzustellen, da die Negierung das neue Preßgesey nicht modificiren will. Diese Einstel-luug des täglichen Erscheinens der Ionrnale, natürlich nur derjenigen, die zur Opposition gehören, wird drei Monate dauern. Vorher wird ein Comil«- ernannt werden, das die Mission hat, jedes Regierungsorgan verfolgen zu lassen, das nicht alle Bedingungen des strengen PreßgeseYcS erfüllt hat. Die Oppositions-journale werden am 4. Mai zn erscheinen aufhören. Großbritannien und Irland London, .'i. Mai. Iu der gestrigeu Unterhanssitzung wurde die Motion Cobdens, die Discussion über die Milizbill bis dahin auszusetzen, bis der Stand der Streitkräfte des Landes dem Hause mitgetheilt seyn werde — mit 21 tt gegen 85 Stimmen verworfen, worauf sich das Haus zur weiteren Erörterung der Milizfrage als Cvmit»' constituirte. Alle Redner, welche für die Bill günstig gestimmt sind, haben behauptet, daß ohne deren Annahme sich Eng, lcmd nicht sicher halten könne- Als Hr. Hume seine Ungläubigkeit in Betreff einer französischen Invasion ansdrückte, erwiderte Lord Palmerston, daß ihm der „Könia Louis Philipp nach drr Beilegung der Tahiti-Frage gesagt habe, seine Generäle hätten sich verpflichtet, im Falle eines Bruches binnen acht Tagen in London zu seyn." Diese Mittheilung verfehlte nicht einen tiefen Eindruck zu machen. — Im Oberhause schlug Lord Lyndhurst die Einbringung einer Bill vor, dahin gehend, die Strafen wegen der Eidverweigerung im Unterhause abznschaffen. Die Bill wnrde das erste Mal gelesen. Die Maßregel wurde durch die bekannte Angelegenheit des Alderman Salomons motivirt. Neneö nud Nettestes. Wien, 11. April. Ihre Majestäten der Kai, ser Franz Joseph und der Kaiser Nicolans bcsuchten vorgestern in Begleitung des H. Großfürsten Con-stantin und sämmtlicher H. Erzherzoge das Central-Equltations-Institnt am Nennwege und die dortigen Artillerie-EtablissementS. — Se. Maj. der Kaiser von Nußland begab sich vorgestern Vormittags in daS russische Gescmdtschafts-Hotel, und wohnte in der daselbst befindlichen Ca-pelle dem Gottesdienste bei. Im Gefolge Sr. Majestät befanden sich der General-Adjutant Graf von Orlow. GM. Fürst Menczykow, GM. Iasimovlcz, und die Flügel - Adjutanten Achmatow , Orlow und Gevbel. — Ihre Majestät die Kaiserin Mutter Augusta Carolina ist gestern nach Frodsdorf abgereist — Se. Majestät der Kaiser hat angeordnet, daß in >en Bataillonsschulen den Soldaten auch d,e Religionslehre vorzutragen sey. Telegraphische Depeschen. " Verlin. 8. Mai. Ihre Majestät die Kaiserin von Rußland ist hier eingetroffen. Turin, 6. Mai. Die Abgeordnetenkammer hat den 6. Artikel des Personal und Moblliarsteuer-gesetzes augenommen. Nächstens erscheint hier ein neues Blatt. „Patria" betitelt. Paris. 8. Mai. Renten 100.30-70,70. Nichts politisch Erhebliches. Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Fcdor Vamberg. Verantwortlicher Herausgeber: Ign. v. Kleinmayr. AnhmH Ml- Iai^aHer Zeitung Telegraphischer (lours. Bericht der Staatspapiere vom l I. Mai 1852. Etaatsschuldverschre, ,'ungen zu 5 p<5t. (in «Vl.) 9Z 1 ^/lN detto . 4 '/i . . 8513/16 Darlehen mit Verlosung v. I. 1839. für 250 N. 3N4N/l6 Neue« Anleheu Lütel^ ^.......... 9513/16 Vanf-Actien, vr. Stück 1276 st. ln E. M. Nctien der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu l»00 ss. E. M....... ,?25 s. r <<»« E!!lldeu«,lr., («„ld. 123 Vf. Uso. ssraufsurt a.M., ( f»r «2<»ft.si»2^ !/i N. Hu«, Gnld.) 122 Vf. 3 Monat, Hamburg, für l<»0 Thaler Banco. Ntt,!, 1^2 Bf. l Monat. Liuoruo, f»r 300 Toscanische Lire. Guld. 121 l Monat. London, snr 1 Pfil»o Sterling, O,ilfte>, 12» 19 3 Monat. Mailand, für 300 Oesterreich. Lire. G,lld. 123 2 Mon t. Marseille, snr :l0<) stransen. . W»ld, l^5 3/4Vf. 2 Monat. 'l,,. sin 3<»0Fnn,l.n . . Oilld. «46 Vf. 2 Mi'nN. Bukarest, für 1 Gulbcu , . . . 224 31 T. Gicht. Constantinopel, für 1 Gulden . vara 375 31 T. Sicht. Gold» '.md Silber»(5ourse vom 10. M ai 1852. Vrief. Weid. Kais. Münz l Ducaten Agio .... — 30 3/t detto Rand- dto .,....— 30 Napolconsd'ol'« ...... — 9.53 Goilvcrainsd'or's „ .... -- 17.15 Nuß. Imperial „ . . . . — 10.5 Fricbrichsd'or'S „ . . . . — 10.10 E»gl. Tovcraings „ . . . . — 12.21 Sill'>'raqio ....... — 221/^ Wiesenverpachtung. Am 17. Mai l. I.. Naä mittags, wird die, auf dem Moraste am Laibacher Flusse, nächst Lippe liegende Wiese, v^lkg /^onuiica, des Herrn Or. Franz Ruß, stückweise in Pacht ausgelassen. Pachtlustige wollen sich in loco der Wiese einfmden. Auskunft darüber ertheilt l)i. Kautschitsch. Laibach am I!. Mai l852 Z. 6,8. (2) Wohnungs - Veränderung. Gtsm,gte maä)t l)l»mit d,e ergebenste An-zeiqe, daß sie von jetzt an im Dr. Pas qua laschen Hiuse, Nr. Kl am Hauptplatzc, wohnt, und empfichlt sich daher auch ferners >m Moder^ nisiren der Str^hhute, im Farben grau und schwarz, im Aufputzen derselben, so wie auch dcr seidenen Hütte zu biUlgsten Preisen. Anna Avanza. 3. 642. (l) Anzeige Der gefertigte Zahnarzt bringt zur allgemei. nen Kenntniß, daß es ihm dusch den dirccten Be, zug seiner echt französischen und englischen Transparent Gmail« Zähne von 3, 4, 5 bis 6 Gulden (5 M., je nachdem sie in Platina oder lt> karatigem Golde gefaßt sind, sowie ganze Gebisse von «0 bis lift fl C. M. zu verfertigen, wobei er für Unkenntlichkeit. Daner, Zweckmäßigkeit und Tckmerzlosigkeit bürgt Auch werden von ihm Reparaturen an schon getragenen künstlichen Zähnen schnell und billig besorgt, und macht ferners auf sein zum Ausfül-len hohler Zähne (Blumbl'ren), ganz neues Emailliren aufmerksam, wodurch dieselben noch Jahre lang erhalten und zum Kauen verwendet w,rdcn können. Wie früher werden auch in Zukunft Zähne, so wie Wurzeln, welche unbrauchbar sind, mit oder ohne Norkose schonend herausgenommen, die Zähne vom Zahnstein ^Weinstein) gereiniget, und die zu eng siebenden Tchneidezähne, welche sehr leicht von der l>nri«» angegriffen werden, ausgefeilt, wo er allen Jenen, welche zu eng stehende, oder schon mit schwarzen Puncten begabte Zähne haben, anrathet, selbe ja gleich feilen zu lassen, weil dadurch die ganze vordere Schneidezahnreihe erhalten wird, was in Fallen, wo dieses nicht beach' tet wird, zu dem schnellen Verlust aller Zähne führt, wovon sich der Gefertigt» in seiner Praris leider täglich zu überzeugen die Geleqenbeit hat. Auch werden rheumatisch . nervöse Zahnschmerzen mit. telst Glectro Magnetismus geheilt, so wie in allen Mundkrankhtiten ordmirt, und Armen jede Hilfe unentgeltlich geleistet. Die Ordinations.Stunden des Gefertigten sind in semer Wohnung, Oestcrreiä>ischer Hof, rückwärts I. Stock, wozu der Aufnang von dcr Wassergasse ist, von «Uhr früh bis l2Uhr Mittags, und von 3 Uhr Nachmittags bis a Uhr Abends. Joseph Felflliaclicr, Zahnarzt. Z «1l. (3) An 5 e, ge Gebrüder Tanzer, Hopfenhand-ler auö Böhmen, empfehlen sich mit neuem Saazer u. Ll u scher, sowie lM9"und 1tt5l)" Hopfen, wo keretts wieder neue Sendungen angekommen und zu billlgsten Preisen ;u haben sind. Das Lager befindet fich in Laibach bei Joseph Mateusche, Haus-Nr. 42 in der Gradlscha - Vorstadt. Z. 28l. (2l) ^ Dampfschifffahrts ° Anzeige. Die unterzeichnete Agentie hat die Ehre anzuzeigen, daß uom 26. Februar angefangen, folgende reguläre Fahrten auf dcr Save Statt finden werden: I* a * * a ^ I <* r » r h I sse. Von Siss.'k nach St'mlin jeden' Mittwoch il Uhr Flül). Von Bemlin nach SM jeden Samstag ' saure, Yiries. und Sandbildung. 4. Der Serualorgane: Unregelmäßigkeit der weiblichen Periode ?c. Bei i!eidcn des Lymphe und DrusensysteMt" Scrophe ^ BlahhalZ :c. In rheumatischen und gichtischen D'skrasien. . ^ ^«r Iohannisbrunen ist ein vortreffliches Heilmittel als Nachcur für mehrere der bei der Constantinsquelle erwähnten Krankheiten, way"» er in anderen tzzuen, wo Eis.nwässer angezeigt sind, der kräftigen Klausner »Quelle zur Vorcur dient. . ^ ^i« MauSner' Quelle bietet ein erprobtes Heilmittel bei mangelhafter Bluterzeuqung, Bleichsucht, nach erschöpfenden Krankheiten zur ^, derung der Reconvalescenz bei herabgekommener Ernaherung — nach langwierigem mit Olutflüfsen verbundenem Wochenbett,, nach Typhust, protahirtem <^ " selsieber — gegen ssrotz^ Sameiiverlust^ gcgen verhaltene oder unterdrückte, mit Krampfen verbundene Reinigung, Hysterie. Unfruchtbarkeit ?c. ^ Das Wass«r der Eonstantinsquelle sowohl als auch des IohannisbrunnenS moussirt mit Wein gem>scht, gleich jenem von Moh«ti g zu Gleichenberg gemacht werden; Wohnungsbestellungen jedock ">l ^"^,,„ _^ ° Hc^^ Z.mmern und der bestimmten Z^lt des Eintreffe ssnh dirccte an die Brunüenoerw.ttun^ zu Gleichender" zu ao.essiren, unter Be.fchluß e.ner entfprecy Darangäbe. ' «»»»NU Vorbenannte Mineralwässer sind stetS von frischer Füllung in Laibach zu haben bei Herren ^. «5«-!»P0r und HO«»« Paul Suppanischitsch.