Nr. 28s». Samstag, 13. Drzcmbci l902. 121. Mlgang. ikaibllcher O Mum. >ul,>s«g!jz, x I,ai>>iä!»>n li li, ssiir dir ^.iliell»»» >>,K Hau« ^„»^lüisin l» X. — Inssrlio«c»r: ,^ür lii-me Tit «tiaibachel ^cilung» fsschri»! lü^Iul,. mit «, ' ' ^ ^ia^ Di« »tz»i»i»r««»» ^ft«d«< sich Koilgreuvlciv Hil. !i, bis Nrdnltion I»!,,,» ^i »^dnNion vim » b<» « Nh» vlnmillaqe, Untran'is! >s <^»!s w<" »>t» mcht z»rüt. 2lnUlicl)er Teil. Seine f. und f. Apostolische Majestät baben mit -lllorhöchster Entschließung vom 7. Dezember d. I, ^ln init der Leitung der Bezirkshauptinannschaft in ^örz betrauten Statthaltereirate Heinrich Grafen ^ ^ t e,n s den Titel nnd Eharakter eines Hofrates mit -"lichsicht der Tare allergnädigst zu verleihen geruht. Koerber „l. p. . ^)l'!l 1!, Dezember l!1<»^ w!ll!)e in dl't s. l. Hl's' U!I> 3>an!t!» ^»ctklsi das c?XV, Stück des Ncichssscscpblalles in deutschet "»sgal'e ai!< ^.'i 284) wurde die Weitelv'ldintulia solaeudc: ^lekfiz. „ssllisse ver! olrn: Nr. 3154 «1^ 'llil»un.l. ddto. Nom, I. Dezember I90L. 3lr. ^!6 «ß,jll,)l- vom l,i!l)» vom 4. Dezember 1l>i>2. i>ir. »9 «I^»!,«^.! I>,ou(15 Nr. 2.^'.» «Oil»» vom l Dezember 1902. Nr, 4!» «öl»»!«»!» vom Z>». November >!)l)2. Nr. i >XuI<^»!5, vom 1. Dezember ü 92. Nichtamtlicher Teil. Scrbien Von serbischer Seite wird der „Pol. Korr." ans ^'llNao geschrieben: , Das vor einigen Tagen Verlautbarte Programm ^ neuen serbischen Negierung widerlegt die aus 'MM, Ovpositionot'reisen in der Oeffentlichleit der- ''"tele Ansicht, da5 Kabinett Zinzar-Martodic- hättc Mitc' ^ili^cros zu tun, als die bisherige auszere uno ''"'ere Politit Serbiens aus dm Angeln zu heben, ^'l t>^ ^t l)at man an maßgebender Stelle lrim'N '"Vnblick daran gedacht. Der Aufschub des Emv-Nge^ j^, «.lö'nig^Paarrs in Livadia uiag an hoh?r > ^sl^' „j^j. ,-,z^^,^'h,,, berührt haben: die Zumutung . "ch, Wnig Alexander beabsichtige infolgedessen . seiner nllowärtigei^ Politil eine dem großeil rnsfi' l,^^ ^lnserreiche unfreundliche und unter deu gege->lon Vl',,-l,älilnssen von vorneherein unpassende Hal" ^,"l! einzunehmen, war doch zu start und mußte im ^ s'^ auf die bekannte Besonnenheit und Umsicht 5^l^-bischl>i, Herrschers sofort als ungerechtfertigt er' , scheinen. Das Programm der Negierung hat sich denn lauch in dicfer Beziehung vorbehaltlos auf den Stan^ ! Punkt des bekannten Balkanabtommens aus dem Jahre 1897 gestellt. „Mit Nücksicht auf diefes Ab> kommen — schreibt das Negierungsorgan ,Sloga' — hat leine der beiden Großmächte, wie dies von mm> gebei,der Seite in Wien nnd St. Petersburg wieder» holt betont wurde, die Absicht oder das Bedürfnis ein Neberwiegen ihres Einflusses in dein einen oder dem anderen Baltanstaate anzustreben. Eben deshalb haben es Rücksichten der politischen Klugheit der 3ie< gierung zur Pflicht gemacht, gleichzeitig mit der Ec> Haltung nnd Förderung aufrichtiger Beziehungen zum stammverwandten Nußland alles aufzubieten, um unsei- Verhältnis zur benachbarten österreichisch.un' garischen Monarchie nicht nur korrekt zu gestalten, sondern die bestehenden gnten Beziehungen, insoferne dies in unferer Macht liegt, ernsthaft zu Pflegen und zu befestigen." Die neue serbische Negierung huldig! also teineowegs dem bekannten Wahne gewisser erul-tierter Ballanpolitiker, daß e5 von Serbiens ode: Vulgariei^s Gutdünken abhänge, welä)c Haltung dic am Balkan beteiligten Großmächte in den zur Ent-scheidung heranreifenden Balkanfragen einnehmen werden. Das ist zweifellos ein fortschritt in de,: An> schauungen der serbisäM Staatslenker. Was den die innere Politil berührenden Pro-grammpunkt anbelangt, so kann gegen denselben, da er strenge ^erfassnng5 und Gesetzmäßigkeit bei Au'^ rechterbaltung strammer Ordnnng ilu Lande verkündet, gewiß nichts eingewendet werden. Eine heikle ^rage bleibt dagegen, wie man die angekündigten Verfassungsänderungen durchzuführen gedenkt, fall-.-der >to'nig nicht von dem Gesichtspunkte anogeht, daß diese Aenderungen genau so oktroyiert werden können, wie die Verfassung selbst, so ist zur betreffenden Be-' schlnßfassnng eine Zweidrittelmehrheit aller Skup-schtina-Abgeordneten und Senatoren erforderlich. Nun dürfte sich dieselbe, wao die Aufhebung des höchst un» volkstümlichen Senats anbelangt, sehr leicht finden-, dagegen würde beifpielsweife eine Abänderung des bestehenden geheimen Wahlsystems voraussichtlich nur von einer Skupschtina gutgeheißen werden, in welcher die Nadilalen aller, derzeitig vier, Nuancen in der Minderheit wären. Mit dci' jetzigen Skupschtina kann also der Versuch nicht angestellt werken. Batilan. Man schreibt der „Pol. Korr." aus Rom: Vor etwa zwei Iahrm hat der neapolitanische Jesuit 1^. de Mandato einen Verein zur „Erhaltung deH Glaubens" gegründet, der sich die Aufgabe stellte, dn prolestantisciM Propaganda in Nom entgegenzu-Wirten. Da die bisherigen Erfolge dieses Vereines je, !doch den Heiligen Stuhl nicht befriedigt haben, sah fich der Papst veranlaßt, eine aus den Kardinälen Cretoni, Mnrtinelli, Vives und ! bestehmde Kom mission einznsetzen, welche ___^ .erein zu beanssichti- gen und zu leiten hat. Das ölotu propi-io, mit welchen, Papst Leo XIII. die Einsetzung dieser Kon> mission anordnete, begegnet jedoch mancherlei Ein^ Wendungen. Es hat den Anschein, als ob der Papit den Protestanten die freie Neligionsübung verwehren wolle, indem er es offen beklagt, dcch fie in Rom Schulen und slirchen eröffnen konnten In den 5ircl,> lichen kreisen, in denen man mit der vom Papst er-grifsenen Initiative einverstanden ist, führt man zur Erklärung derselben an, da,^ dein Vatikan mehr daran gelegen sei, das Proseiytenmacl)en der Protestantischen Sekten unter den ärmeren Klassen der Bevölkerung durch Eröffnung unentgeltlicher evana.elifä)er Betfäle, Schulen, Asyle, Vereine zu mißbilligen, als fich gegen die Anoübung des protestantifcl)en Gottesdienstes zu wenden. Von anderer Veite wird jedoch, wenn mmi auch die Beschwerden doo Vatikans al ' ^f anerkennt, geltend gemacht, daß das Psi > von der Ansübung einer jeden Religion untrennbar sei und daß mmi dasselbe ebensowenig verbieten könne !wie die Neligionoübung selbst. Es gebe daher nur ein Mittel für die Katholiken, um in Nom das protestor tische Proselytenmaä>en zu bekämpfen, und zwar, in^ dem fie sich aus denselben Boden stellen, dem protestnn» tischen Werte ihr Wert entgegensetzen, nnd üoeral!, nw zum Beispiel ein protestantisches Asyl oder ein Verein zu unentgeltlicher Benützung errichtet wird, ein katholisches Asyl oder einen Verein nebenan er^ richten. Das ist denn auch die Aufgabe tx>3 Vereines zur „Erhaltung des Glcrubeno", den nunmehr Pap^t Leo XIII. amtlich bestätigt hat. politische Urverllcht. Laibach, 12. Dtztmbtl. Dem „Piccolo" wird aus Wien telegraphiert' Der Abgeordnete Vasevi hatte ein Gespräch mit einer Feuilleton. Philharmonische Gesellschaft. Zweites Mitglieder. Konzert am 7. Dezember 1902. ^ ^,','it c>iner Vortragsordnung, die durch ihre Neich-lrit ? '^ ^'"" lwl' ihrem End<» die Anfnahmsfähig. l,cis„""e5 Teiles der Hörer erschöpfte, setzte die Phil-^itn,""^^^ ^ch'llschaft die erfolgreiche Neihe ihrer ^'Uiedei^lonzerte fort. Ein kluger Gedanke war'5 "üa^"^" ^"^ ^ Lied<>rvorträge des Herrn 1>,k is^' "" ""-' 6ude des Progrnnnnes zu stelle« z» ,^.'^" "ie Vrahmsscl^' i. Symphonie vorangehe:, ^)>>w! da sl^nsi leicht o e bekannte und gefürchtete >Nif, ,.^'uisch^' flucht" manchen Zuhörer um den Ge- ''n^s herrlichen Werkes gebracht hätte. ^>''ll der vierten Symphonie in N-m<»1! l<>i». !>^ t>^r ^, ^ lN'oßen deutschen Meisters wnrde de^- Neige»i l los/" 'hre unsterbliche Tongebilde für anspruchs- ^ ^sch^/s '^"'^uuienten und verständnislose Zuhörer ^>st(>,- )"'^ D"- Besuch von ernsien Konzerten setzt in ">iie .^unstverstand und dmnit veredelten Ge> schmarl voraus: die ihn nicht besitzen, werden natürlich über eine gewisse Grenze der Auffassung nicht hinaus-tommen und den eigentlichen Wert des Tonwnke? nicht zu beurteilen vermögen. Nun, unsere vortresf-Iich'n Aufbau, verbunden mit dem reichsten thematifclien Leben, die Vorzüge aller sym-plioniscliei, Werke des Meisters, finden wir auch in seiner Vierten ausgeprägt, die in ihrer strengereu ^orm, ihrer Plastischen Abgeklärtheit ans Bach hin weist- Besonders interessant ist der letzte Satz, eine Eiaconna, deren erfchütternden Höhepunkt ein Ehoral von Pofanne. Fagott und Hörnern in !V2-Talt bildet. Die Aufführung des fchwierigen Werkes zeugte von dem fegensreichen Einflüsse straminer musilali-! scher Zllcht: es war große Präzision und reichhaltige Abtönnng zu bemerken, ein Verdienst der Energie uno de5 Talentes von Musikdirektor Zöhrer, der kein ^reimd der sogenannten Nuancenjagd ist. Eine metro nomisch abN'ägende Kritit tonnte vielleicht hinsichtlich der Tempinahme anderer Meinung sein, insbesondere den vermeintlichen Ausrecknngen motivisckier Gebilde das Wort reden. Direktor Zöhrer versteht es nun. das Haupttempo rechtzeitig zurückzuhalten, und bringt dadurch auch wirkliche Steigerungen hervor. Ob jedock bei lx»r L^rahmssäM Symphonie ein ei nigtereo Zeitmaß des ersten nnd letzte, , angezeigt gewesm lväre, ist eine ^rage, deren Be> anttt'ortung natürlich Geschnuutö- und Ansichis» sache ist. Daß es siir den Zuhörer möglich wäre. beim ein-maligen Anhören der Symphonie ein endgültiges llrteil zn sälle!^, ist säst ausgeschlossen. Hür ihren We<.! spricht jedenfalls die Tntsache, daß sich Das Werk, so. wie die anderen drei Symphonien Brahms', nut den wiederholten Aufführungen stets weitere freunde er worben hat. und wir hosfen. daß das auch in LaibaH der ^all sein wird. An der Spitze des Programmes standen dir Variationen über ein Thema aus der vierhäntngen Klavwrsonnte in «6n,>, oz>. !6(» ^ranz Schubert von Nichard Heuberger, ein Werk voll anmutigen Geistek., reizvoller Mannigsaltigfeit, feiner kontra-Pllnttifa^ und orä>est»aler Arbeit, kurz eine ent-zückende Schöpfung. Das anmutig-scljiichte, ecl)t T ' wird in der ersten Variation in , I gelöstt. von den Saiteninstrumenten zart Pizzicato be> gleitet' die zux'ite Variation bringt den Gearnjah. die dritte Nummer wirkungsvoll die Melodie in dei Bässen. Einer reizend feinen Ziseliernrlx-it gleicht oi>e Variation 4, die sordinierten ersten l^«^nm halte., durch die ganze Nunmier eine Seck igur fesl, indes die zweiten Geigen das l> :e Themo spielen. Wunl>erschön bebt die fünfte Variation in'! Laibacher sseitung Nr. 286._____________________________________ 2380_____________________________________________13. Dezember 1902. politischen Persönlichkeit aus Berlin, die ihm ver« sicherte, daß lueder Deutschland noch Oesterreich-Un-gärn an die Kündigung der Handelsverträge am meinsame Vorgehen Englands und Deutschlands gegen. Venezuela werde die südamerilanischen Negierungen belehren, daß Europa start genug sei, die Züchtigung vorzunehmen und daß :>ioroamerita nichts dagegen einwende, wenn die klc^ neren Republiken gezwungen würden, ihre Verpflicht tungell gegenüber dem Auslande zu erfüllen. — „Die Zeit" spricht die Ueberzeugung aus, diesmal werde es ocm Präsidenten von Venezuela nicht gelingen, die Zahlungen hinauszuschieben. Die Deutschen in Süd» amerila aber werden es ihrer Regierung Dank wisseil, daß sie endlich durch die Entsendung einer stattlichen Zahl von Kriegsschiffen das Ansehen der Neichsflagge wahrt und den Rechten ihrer Bürger mit Waffen-gewalt (Geltung verschafft. - Tie „Deutsche Zeitung" konstatiert, es ergebe sich aus der vom Grafen Bülow dem deutscheu Reichstage vorgelegten. Denkschrift klar und deutlich, daß die deutschen Forderungen vollauf berechtig! sind, scnme, daß Deutschland nichts weiter erstrebt als die begründete Sühne für Rechtsverletzun« gen. -- Das „Deutfche Volksblatt" betont, Präsident Castro habe sich in der Erwartung, daß die Vereinigten , Staaten eine Flottendemonstration Deutschlands und! Englands als eine Verletzung der Monroe>Doltrin be» ^ trachten und mit einem feierlichen Proteste beantwor- > icn würden, getäuscht. Er täte am klügsten, wenn er den Forderungen Deutschlands und Englcnrds leinen weiteren Widerstand entgegensetzen würde. Tagesneuigleiten. — (Frau Ajörnson 6 Ht, r o n e.) Njöinson hatte i>: seinem unerschütterlichen Glauben an die Iutunft der norwegischen Dichttunst seiner Frau, als er sie im Jahre 1868 heimführte, versprochen, iyr jedesmal eine itrone zu schenkn, wenn ein norwegisches Dichterlverl seine Anerlen ! nung sänbe. Aber der erhoffte Goldregen blieb lange aus. Endlich erschien, wie die „Münchn. N. Nachr." mitteilen, ein junger Student, itristoffer Ianfon, bet Äjornson und ' bat um die Erlaubnis, sein Opus „Freiluftgesänge" vorlesen zu dürfen. Er begann mit der Vorlesung, während Vjörnscn auf dem Sofa lag und mit dem lleinen Björn spielte. Als! bic Vorlesung vorbei war, sprang Vjörnson vom Sofa auf, ^ legte den Knaben in die Wiege und — lief nach der ötüche! Ianson sah da wie zerschlagen! Die Wirlung hatte er bei aller Bescheidenheit denn doch nicht erwartet. Aber bald tam Vjörnson wieder, seine junge Frau an der Hand führend: „ilomm, Karoline, du sollst eine Krone haben!" Und mit diesem Kompliment fand auf der Stelle die erste Auszahlung an seine Gattin statt. Björnson aber wollte doch auch seinem Gaste etwas bieten, ?r nahm sein neuestes Manu-stript vom Schreibtische und las „Arne" vor. Ianson war entzüctt. „Was meinen Sie dazu?" fragte Vjörnson, als er fertig war. Der junge Student war verlegen, er suchte nach enthusiastischen Ausdrücken, die er nicht fand, bis es unwillkürlich aus ihm hervorbrach: „Mir scheint, Frau Njörnson sollte noch eine Krone haben!" Der Dichter lachte und — zahlte. — (Von der schrecllichenLage in Guatemala), wo, wie bereits mitgeteilt, Vullanausbrüche furcht' lares Unheil anrichteten, Tausenden von Personen den Tod brachten und auch zahlreiche Ansiedelungen zerstörten, geht dem „Ä. L.-A." folgende Schilderung zu, die ein junger Berliner aus Retalhulen an seine Angehörigen in die Hei. mat gelangen lieh: „Guatemala steht im Begriffe, das Schick sal von Martinique zu te, nicht mehr zu haben, da alles Wasser trübe und schmutzig ist. Während ich dies schreibe, hört man von ferne ein fürchterliches Getöse und wir glauben, daß unsere letzt? Stunde gelommcn ist. Fast alle Bewohner sind total be-trunlen, oder habeil den itopf vollständig verloren. In den Straßen entsteht nach ^cbem Erdstöße cine furchtbare Panil, Fort von hier tonnen wir nur sehr schwer, da alle Wege ver? schüttet sind und nach drin Innern des Landes zu, eben niemand mehr existieren lann. Das ganze Vieh, alle Vogel, turz allcs, was atmet, ist dort umgekommen. Hier wird jcoe5 Stück Rindvieh sofort geschlachtet, da lein Futter mehr vorhanden ist. Seit drei Tagen leben wir nur von Konserven und Wein; alle bis an die Zähne bewaffnet, da Räuberbanden die Stadt durchziehen. Des Nachts schlafen »oir im Freien- da das Dach unter der Last der Asche zusammenzustürzen droht. Das Meer ist in furchtbarem Aufruhr, und wir lönnen infolgedessen leine Hilfe von auswärts erhalten Was man schon seit Monaten fürchtete und prophezeite, scheint nun wirtlich einzutreffen — nämlich der Untergang von Guatemala oder ganz Zentialamcrila. Hoffentlich g^ langt dieser Brief noch in eure Hände, da dieses die letzte Post nach der Küste ist . . ." — (Was eine Eierschale a u s h ä l t.) Es ist eine bekannte Tatsache, dah es auch einem sehr kräftigen Manne nicht gelingt, ein rohes Ei durch einen Druck gegen die beiden Spitzen zu zerbrechen. Neuerdings ist die Widerstandsfähigkeit einer Eierschale nach drei Richtungen hin g<' prüft worden, gegen einen mechanischen Druck zwischen den beiden Polen des Eies, gegen einen hydraulischen Druck «m Innern und einen hydraulischen Druck von außen her. Für die Versuche mit mechanischem Druck wurde das Ei vorher durch eine tleine Oeffnung seines Inhaltes entleert, dann auf eine Platte gelegt und von oben her mit Gewichten beschwert. Einige Versuche mit nicht entleerten Eiern hatten gezeigt, dah das Vorhandensein der lleinen Oeffnung die Widerstandsfähigkeit nicht wesentlich beeinträchtigt. Im Durchschnitte zerbrach die Schale bei diesen Versuchen, wenn bic Belastung Mischen Itt und A4 Kilogramm betrug. Au'' fallend war auch die Art, wie das Ei zerbrach. Der Sprung bildete sich entweder längs eines größten Kreises oder das ^ zerbrach über einen großen Teil der Oberfläche in lleine Stücke, niemals aber an den Enden. Es wurde auch zu bestimmen versucht, ob die Eierschale unter dem Drucke vor dem Zerbrechen eine Veränderung der Gestalt erleidet, aber eo war unmöglich, eine solche nachzuweisen. — (Die Unzertrennliche n.) In ihren in der „Rcvue de Paris' veröffentlichten Erinnerungen gibt IudltY Gautier, die Tochter Thdophile Gauticrs, eine amüsante Schilderung eines Besuches der Brüder Goncourt: Die UN-zertrennlichen Brüder lamen immer zusammen; der junges elegant korrekt, blond; der andere brünett, vierschrötig, w> lciuerndem Blick, mit der ..Miene eines Musketiers, der immer auf der Hut ist". Nachdem sie sich kaum gesetzt hatte^ begann Jules das Gespräch über irgendeinen literalism Gegenstand; wenn er Atem holte, sehte es Edmond fort- ^' sprachen genau dasselbe, nur daß Edmond „wir" sagte u Jules immer „ich". Als sie weg waren, fragte mich w" Vater: „Was hälft du von den Goncourts?" — „Von ly« Person ober von ihrem Talent?" — „Von beidem." —" " sind vornehme Leute, aber ich fmdc sie zu aufmerksam, W<^ sie da sind. sieht man sie gern, aber man fühlt sich doch l behaglich; man sitzt wie in der Schule und fürchtet, daß DummlM» sagen tonnte. Du selbst bist nicht wie !"^ wenn sie da sind, cs geniert dich etwas." - „Ja, ichbml^ einer erschütternden Klage an, die sich leidenschaftlich steigert und dann wieder zart aushauchend verklingt. Edel und ausdrucksvoll erscheint das ^6u,8i'« der sechsten Variation, denl sodann in der siebenten ein frisches ^Vll^ro ^u^r^icu folgt. Nach dem zarten, duftigen ^VQ»1u.ut,^ der achten Numiner überrascht uns ein neckisches ^ll^ro, nut feinem Humor geistvoll figuriert, das schließlich in das ^iuule I^reutu über-a>ht, das mit einem aus dem Thema gebildeten tarantellartigen Motiv beginnt. Im weiteren Verlause vernehmen wir ein fesselndes Zwiegespräch zwiscl>en Streichern und Bläsern; das wiederholt auf der glei-äMl Tonstufe gebrachte interessante Achtelmotiv wird nach der Wiederholung des ersten Teiles vom Finale plötzlich abgebrochen, und nach einer Generalpause arbeitet der Komponist das Motiv in Omull weiter zu einer K^taktigen Periode aus, um sodann in einer wirksamen Steigerung ins frühere I>r6uto zurüclzu» kehren. Einem glanzvollen Triuinphmarsche gleicht der rauschende Abschluß des Werkes, das die Aufmerksam« teit vom Anfange bis zum Ende in der größten Spannung erhält, fich würdig den Variatioilen voll Brahms beigesellt und vor allem durch feine frifche Liebe,u>lvürdigteit bestrickt. , Im Jahre 1879 komponiert, kam es in Graz^ unter der perfönliäM Leitung des Komponisten zur Erstaufführung. 1880 führte es Richter in einen: philharmonischen Konzerte in Wien auf, im vorigen Jahre wiederholten es die Wiener Philharmonie mit großem Erfolge, der den Variationen auch im Gewmldhause, wo sie wiederholt gespielt wurden, treu blieb: sie haben seitdem ihren Weg auch in andere Länder und über den Ozean gemacht, überall mit Freude aufgenommen. Von Heubergers Orchesterwerken wurde bisher seitens der Philharmonischen Gesellschaft vor einigen Jahren nur die Suite up. 25 für Orchester erfolgreich aufgeführt und wir find daher für die Vermittlung oer BetanntsäM mit den Variationen umso dank-barer, als sie vom liebenswürdigen Komponisten per-sönlicl) dirigiert wurden. Der feinfühlige, tempera-mentuolleTirigenl hatte rasch die geistige Fühlung mit dein Oralster gefunden, das, inspiriert dnrch di^ Schönheiten des Werkes und die Interpretation des-selben, eine glänzende Leistung bot. Wir hoffen die anmutige, geistvolle Komposition, der das begeisterte Publikum einen stürmiscl)en Er-sola bereitete, recht bald wieder zu hören. Die bereite beobachteten und empfundenen Schönheiten derselben werden dann mit der Kraft der Ueberzeugung aufs neue Wirten. Jedenfalls darf die Komposition zu den besteil gezählt werden, die im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte von einem der modernen lebenden Ton-dichter geschaffen wurden. Herr Hen berger wurdc , durch rausclMden Beifall und ungezählte Hervorrufe ^ geehrt. Das Orchester bewies ferner unter Musikdirektor Zöhrers Leitung in der Begleitung des L»-e!N ^. llange, vortrefflich geschult, und vereinigt sich ^^ »^ durchdachter Auffassung, verständnisvollem ^"" ^ echter Herzenswärme und feiner Empfindung <5." .^. ^, großen künstlerischen Wirkung. Ill dein f"nful)N^ Pianisten Herrn Dr. .Heinrich PotPetschn ^ 6 6 „ sitzt der Künstler einen kongenialen Partner, »-l, Komponisten in geistvoller Weise interpretiert. ^,„ Am schönsten traten nach unserer Empfind!"'"^, künstlerisclM Eigenschaften Herrn Jägers m Balladen voll Lö>ve zutage. Die tiefe I>'"^ / der geinntvolle, naive Humor tamen vollen^ ^ Ausdrucke. Die zarte Lyrik und das innige ^"t^rd zeigteil sich insbesondere in den Liedern ^^^„^'' Strauß und in den „Träumeil" von Richard ^ ,,„^ Schnde, daß Hugo Wolf nicht auf dem ^"5'i ge»' stand, doch ist Aussicht vorhanden, daß Herr "' ^to das Versäumte demnächst in einen, eigenen',,^ nachholen wird. Der Künstler wurde mU y"z Peifallsäußerungen förmlich überschüttet. ^ ^^ol'- Wie wir bereits kurz berichteten, war ^ she'll gldrängt voll-. Seine Exzellenz Herr Landes; ^. Baron Hein samt Gemahlin sowie "e" ^ ^n' tioren aus Zivil- und Militärkreisen woh'" .7. selben an. Laibacher Zeitung Nr. 286.________________________________ 2381_____________________________________________13. Dezember 1902. den Augenblick wirtlich unruhig. Sie hören mit so gespannter Aufmerlsamleit zu, mit so augenscheinlicher Absicht, aus wendig zu lernen, was sie hören, bah ich ganz befangen werde. Ich werde linkisch und geziert wie vor dem Photo-graphcnlasten . . . Sie haben für mich die größte Hochachtung übrig, aber sie sind so in Realismus verrannt, daß sie irgendeine Eselei, die mir entführe, lieber als alles ander», für bic Nachwelt aufzeichneten . . . Wenn man sie nicht ansieht, machen sie sicher Notizen auf Manschetten . . ." Lolal- und Prouinzial-Nachrichten. * (Allerhöchster Dant.) Dem Verbände der Gewerbegenossenschaften in Kram wurde für das am 8. b. M. an Seine l. und l. Apostolische Majestät gerichtete Huldi-gungstelegramm der Allerhöchste Danl belannt gegeben. — (Pe r sona l nachriHt.) In dem Befinden Sr. Durchlaucht des greisen Fürsten Hugo zu Windisch-Graetz ist eine erfreuliche Besserung eingetreten. — (Militärisches.) Ernannt wird zum Assistenzärzte im nichtattiven Stande der nichtaltive Assistenzarzt stellvertreter Dr. Johann Robida des llandwehr-Infan-teiieregiments Laibach Nr. 27. — (Veränderungen im Stande der P ost l> e a m t e n u n d Die ne r.) Die Postelftedientensteue m Nidem bei Gutenfelo wurde der l. l. Postexpedientin in Quisca, Maria Feigl, verliehen; der Postamtsdiener Josef Vali5 wurde von Üaibach nach Trieft verseht. Ja den Ruhestand trat der Postmeister II. Klasse Ludwig ^evar in Ralel. —o. — (K. l. Vrüfungs-ttommission für St a a t s rc ch n u n gs wi sse n schaf i.) Die Anmeldungen zu den Prüfungen auö der Staatsrechnungswissen- , schaft im Jänner-Termine 1303 werben innerhalb der Z?-i vom 7. bis inklusive 10. Jänner 1W3 im Rechnungsdeparle-ment der l. t. nicdeiösterreichischen Statthalterei entgegengenommen, Neginn der Prüfungen: 15. Jänner. Die vorschriftsmäßig instruierten Gesuche um Nachsicht vom Besuche bei öffentlichen Vorlesungen sind bis längstens 31 d. M. bei ler l, l. niedeiösteireichischen Statthalterei einzureichen. — (Arzneitaxe für das Jahr 1903.) Nie bereits lurz berichtet, hat das Ministerium des Innern für daö kommende Jahr eine neue. mit 1. Jänner 1903 in Will-samlcit tretende Arzneiiaxc erlassen. Dieselbe unterscheidet sich im wesentlichen nicht viel von jener vergangener Jahre, Die Preisberechnungen der Arzneiwaren haben bei 19 Artileln höhere, bei 39 niederere Preisansätze ergeben; in der Arbeits-laze für Rezcpturarbeiten ist eine einzige Höhcrbewertung der pharmazeutischen Arbeit für Dispenfation und Adjustierung ärztlich verschriebener Medikamente — mit aus-brücllichcr Ausnahme jener auf Rechnung der Krankenkassen und öffentlichen Fonds — um 10 k erfolgt, ferner ist d'c Führung des Diphtherieheilserums in allen Apotheken in Dosen zu 1000 Antitoxin-Einheiten obligatorisch geworben: es wurde eine bindende Taxe für die einzelnen Sorten von Diphthericheilserum aus dem staatlichen, serothcrapeutischcn Institute verlauibart, wobei die bisherigen Preise um 25 A, ermäßigt worden sind. Auch von der Festsetzung einer Nacht-taze mußte abgesehen werden. Das Ministerium veröffentlicht eine Tabelle, aus welcher hervorgeht, daß in Oesterreich bie Taxpreise für Materialien und die Arbeitstaxe weitaus billiger sind, als in den allermeisten Ländern, und teilt ferner mit, baß die Errichtung einer besonderen Arzneita/i für große Kranlenlassenverbände ins Auge gesaßt wurde. — (Wichtig für Brautleute) Anläßlich der Klage einer Tochter gegen ihren Vater auf Zahlung der versprochenen Mitgift entschied der Oberste Gerichtshof, bah b>e Forderung einer Mitgift aus Ehepakten im Sinne des 8 1217 a. b. G. B. abgeleitet werde, die zu ihrer Gültig-tt't der Existenz eines Notariatsaltes bedürfen. Da in bem konkreten Falle ein Notariatsalt nicht aufgenommen wurde, muhte die ttlage abgewiesen werben. — (Wohltätigleiis-Kon zeit.) Das Wohl-tätigleits-Konzert zu Gunsten des Kaiserin Elisabeth K i n be rspit ales beginnt morgen präzise um l/^5 Uhr nachmittags. Die Nachfrage nach Karten ist einc sehr lebhafte, und es zeigt sich bei dieser Gelegenheit wiebrr das liebenswürdige, menschenfreudliche Entgegenkommen unserer Bevölkerung im schönsten Lichte. Der Sonntagsruhe halber findet der Kartenverkauf für das Konzert morgen von 10 bis 12 Uhr vormittags im Vorhause der Tonhalle der Philharmonischen Gesellschaft statt. — (Transformations-Voistellung.) In der Arena des „Narobni Dom" findet heute abends eine Transformations-Vorstellung des Ehepaares Gavrilo-Vi6 statt, wobei das kroatische VoltsstüÄ Graniöari in Szene gehen soll. Wie wir den uns vorliegenden kroatischen Blättern entnehmen, ist das Künstlerpaar Gavriloviö in verschiedenen Städten mit schönem Erfolge aufgetreten. Die Transformation besteht dann, baß ein und dieselbe Person die Rollen von zwei. drei oder mehreren Personen spielt, wobei die Verwandlung in unglaublich kurzer Zeit dor sick geht und die Künstler in einer anderen Rolle, in einem anderen Kostüme auf der Bühne erscheinen. Die ..Agramer Zeitung" bezeichnet die Wiedergabe des Vollsslücles „Gra« niöari" durch vier Personen (im Grunde eigentlich nur zwei Personen) als ein jedenfalls interessantes Unikum und faxt dann weiter „Es werben nicht ohne Geschick die Hauptszen ^anlllisieiunAsaibeiten durchgeführt. «^. — (Ge me i n deratssi tzung.) De, Laibacher Gemeinderat hält Dienstaz, den 16. o. M., um 5 Uhr nachmittags im Rathaussaale eine cmhelorbentliche öffentliche Sitzung ab. ». -^ (Infektionskrankheiten im Nezirle Gurlfelb im November.) Sporadisch sind aufzet«. ten: Abdominaltyphus und Masern, ersterer in den Gemeinde» Nassenfuß und St. Margareten, letztere in der Gemein« Arch. Nachdem die von der Vorperiode zurückgebliebenen zwei Abdominaltyphuslranlen in dcr Gemeinde St. Margareten genesen sind und seit 25. Olt. leine Aeuerlranlungen gemeldet wurden, ist anzunehmen, datz die auf zwei Ortschaften viestl Gemeinde sich beschränkende Typhusepibemie erloschen ist un» mit Genesung aller 10 eilrantien Individuen geendigt Hal. In dem Markte Nassenfuh ist ein 53jahrige5 Weib an Äbdo-minaltypyu» erkrankt und nach 14tägigem Krantenlagei gestorben, — Masernerlranlungen wurden nur von der G'-mcinde Arch fünf Fälle in vier Ortschaften gemeldet; all? fünf Fälle haben mit Genesung geendigt. Dagegen ist vie seit )5. Oktober in der Gemeinde St. Kantian andauernde Keuch-hustenepideinic noch nicht erloschen; sie wurde vielmehr von da in die benachbarten Gemeinden Arch. Bu6la von Santt Margareten eingeschleppt. Im Lause des Monates sind in der Gemeinde Arch 2, Bu6la 14, St. Kantian 8 und Santt Margareten 9, zusammen 33 Kinder an minder schwerem Keuchhusten erkrankt, so daß nach Hinzurechnung der von der Vorperiode verbliebenen 52 Kranken sich der Krantenftand auf 85 belief. Von diesen sind 50 genesen, 6 gestorben und 21 verbleiben weiter in Behandlung. Die einzelnen Erkrankungen sind minder schweren Grades und endigen binnin 2 bis 4 Wochen mit Genesung. —c. — (Kianlenbewegung.) Ins hiesige Landes» Krankenhaus wurden im Monate November 385 männliche und 2^8 weibliche, zusammen (»53 Kranke aufgenommen und baiin mit den von früher verbliebenen 1036 Kranke behan« belt. Von dirsen verließen die Anstalt 347 in geheiltem, 174 in gebessertem und 45 in ung:hciltem Zustande. Transferiert wurden 24, gestorben sind 40 — 22 männliche und 18 weibliche — demnach verblieben zu Beginn dieses Monates noch 40tt Kranke in der Spitalsbehandlung. —v. — (Reblaus.) Wie man uns mitteilt, wurde in ein« zelnen Weingärten der Ortögcmeinde Sturja. Gerichlsbezirl Nippach, das Vorhandensein der Reblaus amtlich tonftatielt. Infolgedessen hat die l. l. Blzirlshauptmannschofl Adels-berg nach den diesbezüglichen gesetzlichen Bestimmungen die ^nannte Oltsgemeinde als itblaussruchenverdächtig erklärt und hat aus derselben die Ausfuhr von Reben, Reben-PIanz» teilen und anderen Gegenständen, die als Träger dieses Insektes belannt sind, verboten. —o. — (Beim Holzfällen verunglückt.) Am 4 d. M. war der 52jährige Besitzer Franz Oulajne aus Mi-hovo mit seinem 15jährigen Sohne sowie einem Nesitzeib-sohne aus Mihovo. Gemeinde St. Narthelmä, im Gorjanz-berge in der sogenannten Waldung „Kobile" mit der Zubereitung von Brennholz beschäftigt. Hiebei fiel ein gefällter Baum so unglücklich auf ihn, daß er mehrere Schädel- und Knochenbrüche erlitt und auf der Stelle tot blieb. —«. — (Krantenbewegung im Kaiser Franz Josef-Spitale in G u r l f e l d.) Der mit End« Oktober verbliebene Krankenstand betrug 8 männliche und N weibliche, zusammen 19 Personen. Im November sind 2L männlich« und 9 weibliche, zusammen 35 Personen zu- Die Stickerin von Main;. Historische Erzählung von Hermann Hirschfeld. (5. Fortsetzung.) Josefs Worte trugen unstreitig den Stempel der Wahrheit und doch schwächte das Bewußtsein des» salben, s^m den Damen gegebenes Versprechen nicht hnlten ,zu tonnen, das sich in Miene und Ton des jun-^ Mmiiles äußerte, dt-n günstigen Eindrillt seiner ^rllänmg. Als er zu Ende war, znckte der Kommissär di>. Achseln. „Was Sie da vorbringen, klingt nicht unwahr» '"Mnlich", meinle er, „aber die Wahrheit Ihrer An-Uulieil mm; erwiesen werden. Ter sonderbare Vorfa'l ^ ohne Zweifel Zeugen gehabt. Vielleicht kennen ^ie rinen der jungen keilte, die den beiden Damen ""l Weg versperrten?" ^osef schüttelte dcn Kopf. ..Sie sind mir völlig fremd, und die Strafze war l'u-nschniioor", antwortete er. „Der ganze Hergang inerte nur ein paar Minuten." ..Das ist schlimm! So muh die behördliche Nach» '^schuug in diese dunkle Saä>e Licht bringen!" ineinte ^" Kommissär. „Von selber werden sich freilich di> Annen kaum melden, noch weniger die übermütigen ^"rsäx>n". suhr der Beamte fort. „Es ist also einrichtigt werden. Und wenn sonst eine Hilfe nötig--------" Mit einer Handbewegung schnitt Josef die Worte des Juweliers ab. „Ich wcih, dah Sie im Rechte sind, Herr Markus", sagte er, „und habe keine Ursache, Ihnen zu zürnen, wenn ich cinch meine. Sie hätten mir, ohne sich selbem zu schaden, diese furchtbaren Allgenblicke erspar.'n können. Ich danke Ihnen für Ihre Güte, aber ich kann fie nicht anm'hmen. Wollen Sie mir einc Vergünsti. gung erweisen, so gestatten Sie mir, hier meine Schwester von dem furchtbaren Schlage, der unsere kleine ssamilie trifft, zu benachrichtigen. Erführe nieine schwerkranke Mntter nur eine Andeutung davon, so könnte es ihren Tod bedeuten!" Auf den zustimmenden Wink des Nemnkm b> scrgte der Juwelier das Nötige. Es war bnld ge-schehen. Als der Kommissär sein«- Pflicht gemäh d!^? wenigen Zeilen durchlas, ging ein leichtes Zucken durch das gebräunte Antlitz des Mannes. „Ich werde dafür sorgen, dah Sie mit aller Scho-nung behandelt nx>rden, Josef Hellbach", sagte er dann. „Auch wird ohne Zweifel gestattet werden, daij Ihre Schwester Sie morgen besuchen darf; ein Grund für Ihre Abwesenheit ist Ihrer Mutter gegenüber wohl nicht allzuschwer zu finden". lieber Iofefs Antlitz zog ein schwaches Lächeln der Dankbarkeit. „Sie sind gut, Herr Kommissär", sagte er, „und ich will, ohne zu klagen, tragen, was das Schicksal mir auferlegt. Der liebe Gott wird mein Schützer sein!" Auf ein Zeiäien des Beamten war der Begleiter desselben, ein Polizist, aus dein Nebenzimmer an de.i jungen Mann herangetreten. „Komlnen Sie!" sagte er. „Unser Gang ist nicht weit; die Strahen sind leer und ich iverde sorgen, d?.h jede Auffälligkeit vermiede:: wird. Aber vergessen Tie nicht, dah mein Auge und meine Hand auf Ihnen ruht!" Schweigend erhob sich der Sohn der Witwe. Er nahm seine ganze Kraft Zusammen, damit er nicht schwankte. Langsam sä>ritt er dem ihm um eini^? Schritte zurück folgenden Wächter des Gesetzes voraa. (5r kannte das Ziel, nach dem num ihn führte. Es wir das Gefängnis. IV. Etwa zwanzig Perfonen, bornehmlich l^anen, waren es, dir aus den sammetbezogl-nen Bänken emeb grohen Saales im Nesidenzschlosse der Majestäten ehr. surchtsvoll des Augenblickes harrte,:, in lvelchem die Flügeltür des anstoßenden Raumes sich öffnen und der diensttuende Kammerherr dm Beginn der «udien. zen Ihrer MajeM, der Kaiserin Josefs, vertunden würde. (Fortsetzung folgt.) Lmbacher Zeitung Nr. 266. 2382_________________________________________13. Dezember 1902. gewachsen. Die Summe der behandelten Kranken betrug somit 34 männliche und 20 weibliche, zusammen 54 Per sonen. Hievon wurden im Laufe des Monates 24 Personen ^ als geheilt und 5 Personen als gebessert entlassen. Mit Ende , November verblieben 17 männliche und 8 weibliche, zu sammen 25 Personen in der Behandlung. Die Summe aller Verpflegstage war 627, die durchschnittliche Verpflegsdauer für einen Kranken 11 Tage. —o. — (Rettungs- und Erziehungsinstitul derSalesianer in Schloß Kroissenecl.) In der vorigen Woche beehrte der hochwiirdigste Herr Fürstbischof »on Laibach, Dr. I e g l i u, die Anstalt der Salesianer mit seinem Besuche, um den neu gebauten Trakt einzuweihen. Vei diesem Anlasse hielt Seine sürstbischöfliche Gnaden an die Zöglinge eine Ansprache, in welcher dessen Liebe zu den, verlassenen Kindern so recht zutage trat. Nachdem sich der ho'A' Gast über die Verhältnisse der Anstalt, vor allem über d':c Erziehungsmethode sowie über die Lehrkräfte genau erkundigt hatte, sprach er der Direktion gegenüber seine volle Zufrieden' heit aus und äußerte seine besondere Freude über das rasche Gedeihen des lediglich an die christliche Charitas angewiesenen Institutes. Der Herr Fürstbischof spendete der Anstalt einige Paramente, ein Ziborium und einen Kelch und gestattete zugleich, dah in der Institutslapelle wöchentlich zwei hl. Messen gelesen werden dürfen, für deren Intention milde Gaben von einer Krone in Empfang genommen werben dürfen. — (C h riftbaumfeier.) Sonntag, den 21. d. M., veranstaltet der hiesige Wohltätigleitsverein der Buchdrucker in der Arena des „Narodni Dom" für die Waisen und N'^ wen verstorbener Mitglieder sowie für seine Mitglieder und deren Angehörige eine Christbaumfeier. Zutritt haben auch durch Mitglieder eingeführte Gäste. Für die Unterhaltung wirb außer anderem auch eine Abteilung der Laibacher Vereinstapelle sorgen. Beginn um 4 Uhr nachmittags. — (V e re i n s we se n.) Der slovenische Leseverein '.n Littai hält heute abends um 8 Uhr im Gasthaus« „Fortuna" in Littai seine ordentliche Generalversammlung ab. —ik. * (Versammlung.) Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen in der l. l. Tabalhauptfabril hält heute nachmittags um ^5 Uhr im Weiserschen Gasthause an wr Triesterstrahe eine Versammlung ab. "(Vom Eislaufvereine.) Wenn die Witterung günstig bleibt und nicht Tauwetter eintritt, findet Sonntag um 3 Uhr nachmittags auf dem Eislaufplatze unter Tivoii ein Promenadelonzert statt. Der Eislaufplah erfreut sich großen Zuspruches, und es entwickelt sich auf demselben em ungemein reges Leben, das auch dem Zuschauer ein ai',^ mutiges, fesselndes Bild bietet. '— (Opfer stocldiebstahl.) In der Zeit vom 30. November bis 5. d. M. wurde in der Pfarrkirche in Sanlt Martin in Untertuchein, Gerichtsbezirl Stein, der beim Altar befindliche, verschlossene Opferstock durch unbekannte Täter erbrochen und seines Geldinhaltes im Netrage von ungefähr 16 bis 20 1< beraubt. Tatverdachtig ist der steckbrieflich verfolgte und bereits eingelieferte Alois Oull aus Gomilslo, Gemeinde St. Georgen in Steiermarl. weil er im Geschäfts lokale des Konsumvereines in Obertuchein Kleingeld gegen eine Zehnlronen-Note und gegen fünf Silbergulden um getauscht hat. Er steht auch im Verdachte, in Oberloitsch einei; Opferstock erbrochen und ausgeleert zu haben. —1. — (Der Gesangstomiler Josef Steidler samt Gesellschaft) gibt heute und morgen im Hotel Elefant zwei Gastvorstellungen. — (Ein Konzert der Laibacher Vereins-lapelle) findet heute in der „Narobna Kavarna" statt, Anfang um 9 Uhr abends. Entree frei. — Morgen von 6 Uhr nachmittags bis ^11 Uhr abends findet ein Konzert in Koslers Vierhalle statt. Entree frei. * (Plötzlich gestorbe n.) Die Trödlerin Theresia Vidmar. Ialobslai Nr. 19, fiel heute nachts aus dem Bette und erlitt eine solche innere Erschütterung, daß sie bald darauf verschieb. — In der Floriansgasse Nr. 15 verschied qe-stfrn abends Plötzlich die Fabrilsarbeiterin Maria Kona«^. * (Mit Steinen beworfen.) Heute nachts gerieten in der Geiichtsgasse zwei Väckergehilfen mit einem Fcldwebel und dessen Begleiterin in einen Wortwechsel. Die Väckergehilfen bewarfen dann die beiden mit Steinen. Hiebe! wurden sie von einem Sicherheitswachmanne betreten und rerhaftet. Tlieater, Kunst und Meratur. — (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) Heute findet eine Wiederholung der erfolgreich gegebenen Oper „Margarete" (Faust) in der bekannten Besetzung statl. Montag wird. da die Operette „Eine Nacht in Venedig" noch nicht genügend vorbereitet lst, die Operette „Die Landstreicher" wiederholt werden. — Weiteres Repertoire: Mittwoch: „Der Pfarrer von Kirchfeld", Freitag: „Kean", zweimaliges Gastspiel des t. l. Hofschauspielers Georg 3tei< m e r s. Sonntag: „Eine Nacht in Venedig". 2lu»lo» »»orb Sonntag, den 14. Dezember (dritter Advent-sonntag). Hochamt um 10 Uhr: Ni»aa, Ounidnrt mit Qrge! von Panlraz Rampis, Gradual« Hui «eä^Z, vniuinn von Anton Foerster, Offertorium Veneäixiuti, Domino von Dr. Franz Witt. In dev Ktadtpfavrkirch, St. ZaNoO Sonntag, den 14. Dezember (dritter Adventsonntag), um 9 Uhr Hochamt: Preismesse 8a!vo N«^in« l m N-clu? von G. E. Stehle, Graduate Hui »«ä«», vominn! vcn Anton Foerster, Offertorium Vouoäixisti, vomins ^ von Dr. Fr. Witt. ! Landwirtschaftliches. — (D i e P f l e g e d e r F e r t e l i m W i n t e r.) Die Aufzucht der jungen Ferkel erfordert eine sehr sorgsame Pflege und Wartung und ist im Winter mit mancherlei Schwierigleiten verbunden. Eine Hauptbebingung der guten Aufzucht ist eine tüchtige, zuverlässige Person, welche dic Tiere mit Lust und Liebe pflegt. Wo die Hausfrau selbst dic Wartung nicht übernehmen kann, wie dies auf den größeren Besitzen meist der Fall ist, dort sorge man dafür, daß die Leute ein Interesse daran haben, möglichst viel Ferkel groß zu bekommen. Das läßt sich am besten dadurch erreichen, daß man denselben außer ihrem Lohne eine Tantieme gewährt, die für jedes Ferkel, welches am Leben bleibt, etwa 20 K oder mehr betragen soll. Diese verhältnismäßig kleine Ausgabe macht sich gewöhnlich gut bezahlt. Wer den Ferkeln nicht du nötige Sorgfalt und Pflege angcdeihen lassen kann. der befasse sich lieber nicht mit der Aufzucht; unachtfame und nach^ lässige Wärter verursachen viel Aerger und losten eine Men^e Geld. — Eine weitere Bedingung für ein gedeihliches Aufziehen der jungen Ferkel im Winter ist ein genügend warme: und trockener Stall. Ist der Schweinestall für die Winter ferlelung zu kalt. so soll die Ferlelsau in den Kuhstall ge bracht werden. Die Temperatur des Stalles soll für Ferkel saue nicht unter 11 Grad 1i herabsinlen. da sich sonst die Neugeborenen leicht erkälten und eingehen. Auch das weiter.' Gedeihen der Feilelchen ist ganz wesentlich von der Beschaffenheit und Wärme des Stalles abhängig. In kalten und überdies noch nassen Ställen können die Ferkel nicht groß gezogen werden und gehen zumeist ein. Auch der Fußboden soll nicht zu kalt sein; ist derselbe aus Zement, so muß mit Holzpritschen für eine genügende Wärme und Trockenheit desselben gesorgt weiden. Außer gegen Kälte und Nässe sind die kleinen Ferkel auch gegen Zugluft außerordentlich empfindlich. Daß sich diese Empfindlichkeit bei veredelten Schweinen in noch größerem Maße zeigt als bei den robusten und widerstandsfähigeren Landschwcinen. braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Wo man für die Wintcrferlclung leine passenden Schweinestallungen hat, verlege man die Feilelzelt lieber aufs Frühjahr (März) und Herbst (September), damit die Ferkel nicht zu sehr vor Kälte zu leiben haben. — Eine weitere wichtige Bedingung für das Gedeihen der Fertelchen ist auch eine genügende Reinlichkeit in allem und jedem. Man sorge für reichliche Einstreu, für ein warmes, trockenes und reines Lager. Die Koben sind täglich gründlich auszumisten und all? Mist- und Harnreste hinauszuschaffen. Die Streu soll kurz sein, um das Totdrücken der Ferlelchen, welches am leichtesten in den ersten Lebenstagcn stattfindet, zu vermeiden. Die Futtertröge sind auch peinlich rein zu halten und wöchentlich ein- bis zweimal mit .Kalkmilch auszustreichen. Die Futterreste sollen nach jeder Mahlzeit aus dem Troge entfernt werden. Auf diese Weise sowie mit einer rationellen Fütterung der Muttertiere soll weiters für eine gute Milchabsonderung und gesunde Milch gesorgt werden. Jeder rasche und eingreifende Futterwechsel ist lxi der Muttersau während der Säugczeit hintanzuhalten; man sorge für ein möglichst gleichmäßiges und milchförderndetz Futter, welches unbedingt in einem gesunden und unverdor^ benen Zustande verabreicht werden muß. Zu einer gedeih' licheren Entwickelung der Ferkel trägt das Wühle n ganz wesentlich bei. Nachdem das im Winter nicht außerhalb des Stalles geschehen kann. bringe man, wenn die Ferkel einmal zehn Tage alt sind, womöglich täglich etwas lose Erde. Sand. Mauerschutt, Asche oder Torf in den Stall. Die Ferkel lauen gerne daran und verzehren auch teilweise solche Substanzen, Wie uns die Erfahrung lehrt, kann man bei einer derartigen Wartung die Ferkel sehr leicht vor Erkältung. Durchfall :c. bewahren und die Aufzucht auch im Winter mit Erfolg betreiben. R. Geschaslszritunl! — (Holzlieferungsausschreibung.) Das l. l. Handelsministerium teilt der Handels- und Gewerbe-tammer in Laibach mit. daß die lapländischen Regierungsbahnen die Lieferung von 181.400 Stück diverser Bauhölzer ausgeschrieben haben. Gesiegelte Offerte sind in einfacher Ausfertigung, von außen mit „I^näoi- foi- liinkor" bezeichnet, bis zum 23. Jänner 1903 mittags an den Kontroller and Auditor-General in Kapstadt zu richten. — Offertformularien, Lieferungsbedingungen und alle anderen Details sind bei den Eisenbahnmagazinen in Kapstadt. Port Elisabeth und East London erhältlich. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom 3. bis 10. Dezember 1902, Etz herrscht: der «otlauf bei Schweinen im Bezirke Littai in den Ge« meinden Schalna (1 weh.), Mulau (l Weh.); die Schweinepest im Vezirke Oottschee in den Gemeinden Dane (1 Weh), Nieoeidorf (3 Gel,,), Reifnih (1 weh.); im Nezirke Laibach Umgebung. St. Marein (1 Geh); im Bezirke Loitsch iu der Gemeinde Altenmarlt ( antragt, den Passus, wonach der Handelsminister solche Er-laubnis nach Anhörung der Handels- und Gelverbelammern jener Gebiete, in welchen ein solcher Hausierhandel gestattet werden soll, erteilen soll, zu streichen, weil der Handelt! minister sonst die Bewilligung von der Anhörung aller Handelskammern abhängig machen mühte, wenn einem Hausierer ble Hausierbewilligung für alle Kronländer erteilt »verbe. Die H8 14 und 15 werden sodann in der Ausschußfassuux angenommen, — Nächste Sitzung Montag nachmittags. Die Notlage der Industrie. Wien. 12. Dezember. Der „Parlamentarischen Korrespondenz" zufolge erschien vormittags eine Deputation vts Zentralverbandes der Industriellen und der Zentralstelle zur Wahrung der land- und forstwirtschaftlichen Interessen im Abgeordnetenhaus^ um beim Ministerpräsidenten, Dr. von Ko eiber, und den Parteiführern vorzusprechen. Sie erschien zuerst beim Obmanne des Czechenllubs Dr. Pacil, welcher erklärte, die czechischen Abgeordneten wollen gerne zul Beseitigung des unleugbaren Notstandes beitragen, doch möge zunächst den berechtigten Ansprüchen des czechischen Volles ein Entgegenkommen gezeigt werden. Die Deputation möge sich daher bei der Negierung dafür einsetzen. Die czechischen Abgeordneten werden gewiß alles tun. was von ihnen ge' wünscht wird. Dr. Pacul verwies ferner auf die bevorstehe»'-den Verhandlungen zwischen den Vertretern beider Volli^ stamme. Hierauf wurde die Deputation von den Abgeordneten aller Parteien, darunter Kint, Varon D'Elvert, Derschatta Viari. Malfatti. Kaftan. Tambosi, Hauä, Elbersch und Axmann und vom Ministerpräsidenten Dr. v. Koerber emp-fangen. Wien. 12. Dezember. Den Abendblättern zufolge er klärte der Ministerpräsident Dr. v. Koerber der bei ihn» erschienenen Abordnung von Vertretern aller Parteien des Abgeordnetenhauses, nachdem der Führer der Deputation, Abg. K i n l, in einer Ansprache auf die Notloendigleit der Einleitung einer Notstandsaltion zur Bekämpfung des Still' stanbes, namentlich in den Eisen verarbeitenden Industrien, hingewiesen hatte, er sei bereit, alles, was in seinen Krafts« steht, zu tun, um den Notstand zu mildern. Er wies darauf hin, dah sein und seiner Kollegen Nestreben immer daraus gerichtet sei. die Industrie, den Handel und das Gewerbe zu unterstützen und zu festigen. Was die noch nicht aufgebraucht ten Kredite in den einzelnen Ressorts anbelangt, sei er lin Augenblicke über die Ziffern nicht genau unterrichtet! el werde aber Erhebungen pflegen lassen und bestrebt sein. ^e Hindernisse, welche sich der Verwendung dieser Kredite w den Weg stellen, zu beseitigen. — Jedenfalls habe in dieser Frage die Politik nie mitgespielt. Die Regierung habe immer alles mögliche getan, um die wirtschaftlichen Interessen ä" fördern. — Die Vorgänge in Venezuela. LaGuayra. 12. Dezember. Alle strategischen P""^ in den Bergen hinter der Stadt sind von den Venezuelan's^ ' Ncgierungstruppen besetzt. Die Vorbereitungen zum ^'^ . stände dauern fort. Drei Venezuelanische Fahrzeuge wur bei La Guayra von der verbündeten Flotte beschlagnay'' und ein weiteres Fahrzeug unbrauchbar gemacht. ... Caracas, 12. Dezember. Die Regierung h" ' zwangsweise Aushebung aller Männer vom Is. bis s 50. Lebensjahre zur Miliz angeordnet. .>> Berlin, 12. Dezember. Von der „Vossischen 3«.'""^ wirb die Londoner Meldung, daß die Verbündeten die fongennahme Castros planen, als unrichtig bezeichne»' gcnze Altion werde auf die Küste beschränkt bleiben. ^ Washington, 12. Dezember. Eine Depesche ^ amerikanischen Konsuls in Caracas meldet, baß Mobilisierungsfahigleit erhalten werben. Der VerM)"^ ,„, wurde beauftragt, sich mit dem Mariueminister ^?". .^tats folge dieser Beschlüsse geänderten Ziffern des Man> ^, M verständigen. Man glaubt, daß der MarinemMw ,^ Beschlüsse der Budgetkommission ohne besondere »°? leit annehmen wird. ^Laibacher Zeitung Nr. 2N6.____________________________________2583 ____________________ 13 Dezember 1902. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 12. Dezember. Nittrr von ßliriboldi. l, u. l. Leutnant, Marburg. — Landsthaller, ÄlilM,, Iügl-nicure. «laqensurt. — Weisl.in, jtsm.; Viola. Reisender. Tncii. — wiajdic Privat. Krainl'urss. — Taussiy. NiUlner. llsite,; Hirsch ^b, Nelut'era.er, Echün. Redei. Leugel. Prassan. Re>sendr. "lien. — itunst.l. Nsu,., Oli.'ilawach. — Viuler, Nrisender. «odrnbach. — küwenstein, Reisender. Orob'Naüi^a. — Sh pfcr. ^ch, Beamte. Graz. — Turnschcl. Wrundbesihor, W^ands-°"g. — Twmicelj. Klm., St P,ler. Vetstorbcne. ^ Nm 10. Dezember. Martin Smerajc, Dienstm, 64 I., ^lnonaftraßc 33. Her^lähmung. — Franz Indof, M^u-er. °^ I-, hrad.tzlydorf b, Wassersucht. . Am 11. Dezember. Moisia Kalis. Dicnslvirmitllunqs. °urellm>chabcrSi!atMl, 46 I., Iuriiiplatz 3, GcbarmutierlrcbS. Im gioilspitale: Nm 6. Dezember. Agatha Merkl, Näherin, 20 I.. tuberlulose. Handestyeater in A<^ibcTch. ^3. Vorstellung. Ungerader Ta». Ocutc Samstag, den 13. Dezember. Margarethe lFaust). Glohe l);^ i„ fli„s ?ilttn. nach Wo« the, von Iulet Vaibier und Michel Cairi. - Musil wn Charles Gounod ^°n^ halb 8 Uhr. Lude nach IN Uhr, Meteorologische Beobachtungen in Laibnch. Teehöhe 306 2 m. Miitl, i.'us>dr>.:cl ?W 0 ^n.. ^i ^ z«^ ^_____ ..^- ill^^Ä , ?4?« "-3« schwach ' ^ilri "', ^ ^^^. l^4«^ti -6 4 SO. mcihist ^ lewüllt j^ ' l ^^F^ '^47^ "^7 Li SW/mähig' bcwdll» "" s 0 0 Das Taszeewittel t>?r <,estriqen Tcmperalur -b 0", Nr « "nil: -I»»« .^ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funiel. BCdtel Elefant, (49:m<' Samstag, den 13., und Sonntag, den 14. Dezember Gastvorstellung des beliibten Gesangskomiktr* Josef* Steidler a"s Danzers Orpheum in Wien samt Goaelliohaft. Anf«n0 8 Uhr. ElntrittsgebQhr 50 kr. Kaum ssibt es ein so Praktisches Festgcschent für junge Frauen, Bräute oder für erwachseue Miidcheu, als das Kochbuch „Die Süddeutsche Küche" vou Kathariua Prato. Tasselbe hat, uubehiudert durch den Wettlauf der zahlreicheu uuausssesetzt erscheiueudeu neueu Kochbücher, stets den ersten Rang behalten, so daß bereits eine Viertelmillion E ll-sen. Die dariü a'os>!d>l!li!sn Bliese hocherfreuter Elirrn und anilsehrn.,- Oelchrtsn liesiiiiia/n "nslimmiff. dah es l.in a.rdiegs»ne' und zustle-ch hall barere Zpirl« und Neschaitissunq-miitel ssibt, al<- die Anfe^Vtrmban. l,'stsn und A>,Il>r'Vrncll'nlaste,i; liü aug^elruer Schvei'el Pädllssoqe insst wüitlich l «si? ersehen ein qan^s Spislwarenlaqe's» und schließt m t den W rten: «Hmen, mit ih»eil i» jldcs vails, in dem nlilclüch«' Elter» wohne»!» Wir d^nlen, e^ lohn! sich schnii. eine ilorxjp^n^en^rte dala» zu wenten, »>m voti dl>r ss,rma ,> ),> N ch!« K T c,. lönigl. Hof. ,,»d ttammel' lirkrantl'u in Wien. 1., Openigasje 16. die Preisliste franlo zuzesaüdt ?,u rr,!>!lic'. 3>l, die neue Ausgabe a„ch eine au^ 21> HEINRICH KENDA Laibach, Rathausplatz 17, Mein n^nrn I>Hin»'U- Modehut-JournnT für Herbut [ und Winter 1VO2 IDOJt i*t erschienen und wird auf i Verlangen gratis mul franko verschickt. (.'jyC(J. 11-K Uner r l, lü-gen N.miliü-r (lV's-'.ul'aüsl,,^) l>c,, ^l Weilinachtsalmannch au? dem Verlage I. F. Echreil'rr i» Cijlinsze.'! und München bei und sind dir llNjMe^icn gliche, zu beuchen v0>, Iss. v. Klcillmayr ^ l^cd. Vambergö Buchhalldlilua Orientrelsen über Ungarn. Das Fabrkartenbureau in Budapest arraDgiert im Jahre 1903 mehrere Gesellschaftsreisen nach dem Orient, auf wekhe wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Programme sind dort gralis zu haben. (4734) 8-3 Ei« gnie« Hausmiilel. Unler den Huusmilleln, die nls schmerzstillende und ableitende Einreibung be> (tilä'llungeil ü, s. w angewendet zu werden pieken, nimmt da? in dem ^a^omtorium b.r Nichter!ch n Apothele zu Pr'y eräugte !,!l,ime^t, sv'p^lcl p, «Anler» die erste Stell«' eiu, D^r P^eis ist billig: 80 k, li 1 40 und li — die Flasche-. j,de Flasche befiudlt sich in eleganter Schachtel und ift lautlich an dein bekannten Anler. (AV6-i) 4-ii : B * § I? ? SB ® È5* • n 3- * [K SL 3 ill! h Hl!61 ! ts?-f 8 I 3 1° i Kawrrbt der CuTtwe«« t ^Mnt«. \ Robitscber fV J mI Erleichterung nnd*a. ^mmJ ^^fcl^^ Bei Kinderkrankheiten, welche ro häusig säuretilgende Mittel ei fordern, wird von ärztlicher Keite als wegen seiner milden Wirkung hiesür besonders geeignet: «^ —-----' SMJERBKUNH mit Vorliebe verordnet bei MageiiHäur«. Hkro* pheln, Rhnrbitif», DrÜMunan.schwellun^en usw., ebenso bei Katarrhen der I^uflröhre und beiKencb-hnnten. (Hofrat von Löschnere Monographie über Giesshübl-Sauerbrunn.) (4826) Niederlage l>ci den Herren Uiohasl Zuian und P»t«r Launlk In Laibaoh. jlursr an der Wiener Börse von, 12. Dezember lW2. «»..,. °nv.°«»«»..«.. Dnw "b"P, K. 4 ,->/„. , .l>/« ,n, lo ,.,,»(> '»«^ «»°««I°sl »«, i Y5 ,^a,>, dt, ., tW l, . X48-—2Ü« - ^««.^, ^V ^" ll. . »4< —»nll — VMNbbl, k lLU sl b°/» , «9s 4« 3U0 4<» H''"'«ld w ,m Kelch.. "°»«relentnßanl,«ich» 0fn °"b zänd»l. dt?^''"r°»enwzl,r,.ft,l.. ^°d»° ^'......4°/« ,NN 50 IN«, 70 ^1,^.° dl« per Ulllmo . 4°/, ,30 bO ,l^ 7l» "°Nt .... «,,.«/, ,« ^ gz.z„ ^°.'"'-«l»<'<»lch»lb. en«n, ^"" «rontn . . 4<", N8-— — -^(d,Z Z°'"^h,. l„ Kllbt? »»,V^ Eli , . 4«/» 9»'45 ,00-4!, ,"°"V."^'" »Mi»/.''/. Vom St»»te z«r Zahlung übtrnlnnmcns (fise»b.»Ps<»r. Oblig«»to»c». VaÜzllchr Karl «ubwlz.Vahn j (div. Ll.1 3llb 4°/« . . . S9 4U,4(, «olorlbergei Vahn. lk«. l8«4 (blv. Vt) LUb. 4«/, . . . »«S'»l00<>o ztaateschnld d»l zlndtt d»l ungarischen Iron». 4"/„ ung. Vlildrrnle per Kasse . i»o »b ««4» d!o. t>to. per UMmo ... ,»« «b >»!<) 4b 4"/» blo.»««!», 4"/, bto. d«o. dto per Ulttmo . 97 «b »» Ul> Ung. K>, E11,'«»I «old llx» fl. - - — - dlo. dlo, S!lbel l<« ll. . . . — — — -dto. Swals Obli«. (Ung. vstb.) 0, I, l»?N....... —>— — - dlo. Ochanlregal, «l»>öl'Vbliss. —-— — — bto. Präm.'«, ll llw ». -- MX' li «00 — !^0l! - dlo, dlo, k bn sl.-<«>»( <»8->l^ lyell, Ma «c>>s 4"/, . . , . ,b»b<>'i>«üs' 4"/„ un««l. ^lundriül, - vblig, li?ll> !<>«?>« d!c>. dlo, ssiibsl od.Golb) l«» »ü ><^ 2f> bto. d!°, <1t!t»4). . . . »?— U? l«> dto. b!l>, ,««»«>. . . . «»'- 10I.v<-ll.4»/° S»— 9,,_ N. öftsll.ji«nde« » PlllißlliillntN. steld!na„b« Noldbahn ltm- l8<» ,««^ ?s> ,<>i 7<, bestell stoldweftblchn . - - w« «, ,„9 z., K«aat«bahn . . - «^ ,: ^" ^ 4 ^ ?.'. dtii, b d«/° . . - - l» — i»2 Uno.'««!'/» Vllhn..... ln»—Is,8 9l, 4 „ Un!,lt»!lil,er «adnen . »9 «>,«»- Divers» z«ft lptl Ttüil). «erzlnslicht liose. 3°/, vodcntred!! v°Ie »m. l8w „4 — ,<« _ 4°/° I>o»llu Dnmpüch <"' !>' - —'— ^ l»"/» I>on!i».i«e8»l. iiujt . - - »»s'— ,«ß ^ Nnl»cr»ln»llcht «»se. «udap.il asilic» (Dombau) b sl. ,»50 ,9^, «lledilloir l«U s!...... 435 - 4»8 - Claly Lo!e 4« »!. — Otenel L°l, 40 f>, . . ,«» — «.,»- Palssl, Lu!e 40 ,l s!......7U'— 7.°,-. 5 nlmLoie 40 sl...... «4» — »4« - z.».°GsN0''Ll>!r "> sl. . . . »45 — ^5> Mcliel C»inm..liole v. I. l»?4 4i!» — 4»» — «ewahn >/4<>N dlo bto, lül, ll) »(«»fl. 9?ü — WO - Dona» Damp!!ch!!Iahl««°Ve!rU. ! Oesteri,, 5<«» ll »Ä>i, , . . «?.'.- «77 - Dü» il^t'iül'^chel «^' - ,;e,d!!i>>.>de ^ioldb «!XX»fl.itM. l,49»' bblb Le,»b, ow, Ias!y «kijenb.» «n.llschafl l«X» <,, 3, ... ü«3-— KN4-50 Ortterr. Äioldwestbalin »NN f!. 3. 44z— <4d — dtu. bto. (lit. U)«0«lltiN l>lX) ll. G. , . !ß?» -,z S79 7l, 3ut!Nl)lt>d Verb,-H, «'»<» !l lVt. 4«« — 4<,h-. tiumw^lj lilr<., 3le>»eWr./4>ll«> rilätK «llien lU!» fl, . . . ,47 — ,« - llng,l,a!!, >ti>!'!!!' U!X! f>, silver 48l' 453—! Unfl.,l, !yiaz»z«»<>ll.T. 441-— 44z — Wienl-r ^„lnlb<>!«'l!, V!ll Gss. . —-— —-.. ! zanken. Äüssli! Ossl, Vanl 1»o sl. . .,»««> ?6» .. Vllülvciein, W>e„er. «NO ll. . 4<« — 44Ü - «odtl,««ft , vest., »0U fl.3. . 908 - 9,4 — «rdl.-«ns> f Hand. u.V. i<«,ft. — — — dlo, dto, ver lUlimn . , !««5 bn«!»5>> Dr: ">0 fl. . 4,»., 4,» _ 2<> 4UN fl. 4«? 50 4«« 5l) V»^ ,^. >ci»<)<>fl. 43l» - 439 — Hvpochtll,., 0«»l., XiX»ll.»U°/«». ,94 — ,9S — Lündeibanl. s.eN., «X> fl. . , Orslsi-r.ungac. Vanl, St«» ll. , Ul!lll!,^ai!l XvX> ll..... ,«,, 5.0 .^7 ^0 Ueslevr«banl, «ll«., »4« ll »44 hl» »4? « Zndullrle.Dnlel- »»hlNUNg»«. »augel., «llg Oft.. lOO fl. . . l«c> — »« ^ «aHtter »lien und Stahl.Ind. in Men ux» sl..... ,9l» — ,»?-— »!!enbahnw.>Ufl> — ,w — l'issmael Vrnuels< l<»l» fl, . . »ll»'— ,,»,.' M'„,il,!, cn,!sl^.t! , 0tft.'»lp!ne ,»,! lib 3«l »l» ^ »,! !«X) ll, ,4.',<,- ,44U' ' .Men i — nleri »« — >-r<. u,«.«. ,«,— »6» — ' «elell, ?l» N. .,«b - >« — ^»,,.„ >» ,^ ,,i i»Men.l00fl. ,>»? l» «9» «1 «U»««on.«eih«n>«.,«ll«.. in!»est, 400 «........ »9" — <»5'- »»ienel » N, . ,« — ,l>4 — W!nie^bn^r/i!s<,el'«ltlen.«,l. »7, —«7b — Devisen. Kurze Vichlrn, ! «mfleldain....... ,<" "> «»" ?^ Deutich» Vlü»»...... "> Pari«...... . . «« »0 »b Gt. Peiel«dul«..... —'— - - Halulen Dulaten ..... 1, '« l» Xi ^».^lant» 3cke , . x ,»l, Diuilche Rrichebnüinote»! - '?,"? 2« Italienilch, ««nlnxten , . 55 !«»j 9» <^ «ubel'Nole»......> « b3 « « n Kruteu, l*ri»nr«-n, frlorll««*», Ahtl*», (lo, l-«»in t>lr., l>««>popit8) VkiIdiuii vii Bar-EtiliiM !¦ OfRti-Girrist nl «*f Blrt-Ciit*.