m. 283. Montag, 9. December 1889. 108. Jahrgang. Mbllcher Zeitung. k"»u»«<,l»»„v»l»«l «tit v°ft»>t,,«°bnu«: ,»«l«h»l« ,. 1». hal»l«hll« sl. 7.«. I« « ° « pt»l': ««ine I'n,«»t« d « ,« 4 ^il.n »rr„ «röw' V^.^Uoi lr., b«i isst.l.n »»«».»onlnn«» v», i,l,Ie , „, Dl« „«»ldach» ji»it»nz" »rjchlin» täglich «i» «»»nal>»« b» «onn« nnb Yeielt»«« Die »»i»«st«,tt»« beswbtt fich 2oligies«platz ». bl» ««»rtl»» Vahnhofgasse »4. «prichstunben b« «ebaction tialich vo» 10 bl« i> Nhl vormttt«»». — Nnsl»nNn!te »»<«<» »nben nlchl «ngenonnleu nnb «annscrlptt »icht,»»»«,,«,llt Amtlicher Hheil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben dem "blichen Mitgliede des Herrenhauses des Reichsrathes. Akutenant im Dragonerregiment Albrecht Prinz von Mußen Nr. 6 Grafen Emil Vaworowskt und dem Lieutenant im Corpsartillerie«Regiment Nr. 10 ^afen Karl Kinsly die Kämmererswürde taxfrel ^rgniidigst zu verleihen geruht. y,^ Ee. k. und l. Apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 4. December d I. dem "lmstfrialrathe im Finanzministerium Karl KlelN-5°th in Anerkennung seiner vieljährigen und ausgezeich-^m Dienstleistung das Ritterkreuz des Leopold-Ordens '°lfrei allergnädigst zu verleihen geruht. «,„ Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit ^höchster Tntschließung vom 30. November d I. ^lerqnädiqst zu abstatten qcr.cht. das« dem nnt dem Titel ""d Eharalter eines Hofrathes bekleideten Negttrungs-Mr der Landesregierung in Troppau Johann Ritter ^ellwag von Carion anlMich der von chm ^etnlen Verschuna in den dauernden Ruhestand der ^druck der Allerhöchsten Zufriedenheit mit semer '^lährigen treuen und vorzüglichen Die.'ftlelstung be-^"gegeben weide______________________ Nichtamtlicher Hheil. Krainischer Landtag. Sechzehnte Sitzung am 22. November. (Fortsetzung.) Abq. ViZnikar referierte namens des Finanz-Schusses über die Umlegunq der Straße über deu "^ensberg. Bekanntlich hat der vom Landtage in der ?'Ucn Session gefasste Beschluss, betreffend die Auf. ^"9"ng drr Mit'el zur Umlegunq der Vezirlsstraße ",°" den Wagcnswa. die Allerhöchste Genehmigung ^! erhalten. Von dieser Ablehnung wurden die NMrahen.Nusschiisse Littai. Treffen und Sittich in'^'digt und selbe gleichzeitig aufgefordert, zu der 3 bleser Angelegenheit vom Landesausschusse auf den »i^ust l.I/angeordneten Verhandlung 'nL.ttai Kreter abzuordnen, um einerseits mit denselben w W ^ bezüglich der auf die einzelnen Eoncurrenzbezuke senden Beitraqsleistungen mündlich zu erörtern. anderseits die Art und Weise der Begebung des Straßenbaues klarzustellen. An der Verhandlung be-lheiligten sich seitens des Landesausschusses Referent Detela und Landesingcnieur Hräsk/, seitens des Straßenausschnsses Littai Wenzel Polan und Lucas Svetec, seitens des Straßenausschusses Treffen Julius Treo und Michael Schleipach und seitens des Straßen» ausschusses Sittich Anton Stepic. Belangend den ersten Punkt der Verhandlung bezüglich der Beitragslristungen der einzelnen Concurrenzbezirke zu den Umlegungs-kosten ist hervorzuheben, dass nur die beiden Vertreter des Littaier Slraßenausschusses mit dem auf ihren Bezirk entfallenden Beitrage sich einverstanden erklärten, während die Vertreter der beiden anderen Bezirke sich zu dieser Frage theilweise ablehnend verhielten, indem sie an den bezüglichen Umlegungskosten nur mit jenen Beträgen participieren wollten, die sie in der kraini-schen Sparcasse fruchtbringend angelegt haben, und zwar der Strahenbezirk Treffen mit dem Betrage von ungefähr 3000 Gulden, jener von Sittich aber mit dem Betrage von beiläufig 1560 Gulden. Zum Punkte 2 der Verhandlung wurde einhellig die Ansicht ausgesprochen, dass die Bauvergebung am ratio« nellsten in zwei Theilabschnitten, und zwar der erste bis Wl'geniberg. der zweite dagegen von da bis Pusti Iavor zu erfolgen hätte. Da diese Verhandlung nur einen informativen Zweck hatte, wurden die anwesenden Vertreter der A'zirksstraßen.Nuischüsse nach Widerlegung der zum Ausdrucke gebrachten Bedenken durch den Referenten Detela aufgefordert, im Gegenstände rechtsgiltige Be» schlusse der Ausschüsse zu provocieren und deren Resultat dem Landesausschusse mitzutheilen. Dieser Auf. forderung entsprechend, berichtete der Sttaßenausschuss Littai. dass in der Sitzung vom 3. August einhellig beschlossen wurde, für die Umlegung der Wagensberger Straße den vom Landtage anrepartierten Concurrent beitrag per 14.865 st. 72 kr zu übernehmen, hiezu den in der krainischen Sparcasse zu diesem Zwecke angelegten Betrag zu verwenden, den Rest aber durch Umlaa/n zu decken. Der Straßenausschuss Treffen berichtete, dass in der Sitzung vom 11. August für die fragliche Umlegung nur der in der lraiuischen Sparcasse angelegte Betrag per 2859 ft. 19 kr. bewilligt und jede weitere Veitragsleistung entschieden abgelehnt wurde, und zwar mit der Motivierung, dass der Bezirk an der Umlegung der Wagensberger Straße weder in mercantiler noch in anderer Hinsicht ein Interesse habe, indem der Bezirk beinahe mit seinem ganzen Verkehre nach Lichtenwald gravitiere. Der Straßenausschuss Sittich verhält sich laut des dem Landesausschllffe vorgelegten Sitzungsprotokolles vom 8. August ganz ablehnend und will zu den Umlegungs« kosten nicht einmal den zugesicherten, in der traini. schen Sparcasse angelegten Betrag von 1560 fl. beisteuern. Inzwischen sind das neue Straßengeseh vom 28sten Juli 1889 und das Gesetz vom 28. Juli 1889. betref. send die Kategorisierung von Landesstraßen, in Wirksamkeit getreten, und wurde mit dem letzteren Gesetze die Littai'Pluskavierstraße von Littai über St. Martin, Wagensberg nach Plusla als Landesftrahe kategorisiert! Nach den Bestimmungen der §§ 11 und 23 des neuen Strahengesetzes vom 28. Juli 1889 wird das Erfor» dernis für die Umlegung bestehender Landesstraßen durch die von Fall zu Fall festzusetzenden Beiträge de« Landes und der hiebei interessierten Bezirke bedeckt, wozu ein bloßer Landtagsbeschluss genügt. Bei der ablehnenden Haltung der Straßenausschüsse Tressen und Sittich in Absicht auf die Uebernahme der auf sie entfallenden Concurrenzbeiträge, wäre gegenüber denselben — soll es überhaupt zu diesem allgemein als drinqend anerkannten Straßenbaue kommen — im Grunde dieser gesetzlichen Bestimmungen die zwangsweise Auftheilung der bezüglichen Kosten in Nnwendung zu bringen. Dies sei umsomrhr zu empfehlen, als durch die zugedachten Beitragsleistungen den beiden Bezirken eine drückende Belastung nicht erwachsen würde, da dieselben für Straßenzwkcke verhältnismäßig sehr weniq in Anspruch genommen sind, indem der Bezirk Sittich gewöhnlich mit nur 3"/<, und der Bezirk Treffen gewöhnlich mit 6°/o Steuerumlaqe die Bedeckung für die jährlichen Strahenerfordrrnisse findet, während viele Bezirke in Kram mit 157«. 20°/<,. ja sogar mit 25"/, jährlicher Steuerumlage für Straßenerforderniss? belastet sind. Nach dem vom Landtage im vorigen I^hre geneh. migten Projecte beziffern sich die Kosten für die Um-legung der Wagensbergerstraße auf 47.300 fl. Die vom Lande und dem Bezirke Littai zu übernehmenden Veitragsleistungen per 38.515 fl. 72 kr. können nicht erhöht werden, da dieselben ohnehin schon das Maxi. mum dessen repräsentieren, was diesen Factoren für die gedachte Straßenmnlegunq zugemuthet werden darf. Gz wäre eine Ungerechtigkeit gegenüber den Steuerzahlern des Bezirkes Littai und auch gegenüber jenen des gan-zen Landes, die mittels der Landesumlage auch zu die- Feuilleton. Die deutsche Operette in Italien. Erinnerungen von «lsred Freund. I. ^ Immer dichtrr und dichter wurde die Zahl der th3""l'ch schwarzen Gondeln, die sich unter den elgen-li?^" Zurufen der Gondoliere gegen dasNl..?Ä" Andrang herrschte an den Cassen - mit Ntn ^°"e. es hatte allen Nnschnn. als ob ganz dHu gekommen wäre. um die erste Vorstellung der '^" OperettenOchllschaft zu sehen und zu hören. Nair N "bdem mächtige Placate und sämmtliche ^our< l"n 3n 3^'gs seit acht Tagen ankündigten, dass heute ^November 1880 «I.a l'"mu rkpl'^enl^l«^ ?icht ?.' stattfinden werde, schien es den damals noch "alie,,, dl'e «Tripelallianz, schwärmenden Ober. >Ni!'^"bezu unglaublich, ja wahnwitzig, dass aus ^"al'emschen Theater von deutsche" Kün tl n ^ bl.^'""a.en u,id heisch gesprochen werden jome ^ m7n " "ür aber nun einmal in den Kopf gesetzt 'ine ^N" Gesellschaft, mit welcher ich in.Tr.es ew ^ch ü^?"" reiche Saison absolvierte, eine Tournee ^cFallen zu machen! ^H w" von dem günstigen Erfolge meine« Vor-'° felsenfest überzeugt, dass ich die .übereifrigen- Warner in Trieft, die da meinten: «eine Vorstellung und nicht mehr!» — reden ließ; mein Ehrgeiz, etwas Großes, etwas Neuartiges zu creieren, war fo ausgeprägter Natur, meine Unternehmungslust durch die Erfolge der in Trieft aufgeführte« Operetten fo ge« stiegen, dass ich — ich war damals 23 Jahre alt — ohne Zögern Lustspiel und Posse der Operette unterordnete, alle «Liebhaber und Liebhaberinnen :c.» dem Chore assimilierte und den gefährlichen Zug nach Ita« lien unternahm. Venedig war selbstverständlich unsere erste Etappe. Das Theater bereits frühmorgens so gut als aus» verkauft. Suppe"s «Donna Iuanita» mit Lory Stubel in der Titelrolle war die Eröffmmgsoorstcllung. Ich zweifelte, wie gesagt, nicht einen Augenblick an einem entschiedenen Erfolge, doch beschlich mich ein eigenthümliches Gefühl, als ich bei einem Theile des in Scharen heranziehenden PMicums, fpcciell bei den Besuchern des Stchparterres und der Vallerie aus den weit wegstehendcn Rocktaschen etwas Gelbes, etwas Rllndes heroorlugen sah. das ich bei näherer Besichti» qung als Orangen erkmmte! «Soll es den in Venedig Mode sein, dass sich das Publicum als Erfrischungen Orangen in« Theater mitbringt?' fragte ich mich — oder waren diese allerdings schmackhaften Südfrüchte für ein kleines Bombardement auf meine ahnungslose Truppe bestimmt! Und so war es auch! Ein Theil des Publicums, absolut damit nicht einverstanden, dass Venedig wieder von deutschen Kerntruppen. wenn auch nur von lünst. krischen und gröhtentheils fefchen weiblichen Eroberern heimgesucht wrrde, hatte sich vorgenommen, die Vor- stellung nicht zu Ende spielen zu lassen, zu pfeifen, zu zifchen und — Orangen auf die «reäLßHi» z« wer-fen. «Na, guten Appetit!» dachte ich mir, gieng kalt« blutig, wie ich stets bei jeder Gefahr bin — es war eben acht Uhr — auf die Bühne und gab das Zeichen zum Anfang. Kapellmeister Pohl hob den Tactstock: «Tatarah tatarah!» setzten die Hörner und Trompeten ein, die kurze Introduction zu Sl,ppe"s glanzvoller Operette war beendet. Vorhang hoch — der Chor stimmt ein Pedrita (Fräulein Ida Vosft) sang ihren Antritts«' Bolero, und merkwürdig, schon nach demselben begann es sich zu regen — es fiel ein kräftiger Applaus! Welches Halloh. Gelächter und Geschrei aber begann als nach der Gesangsnummer die ersten deutschen Worte gesprochen wurden, ist nicht zu beschreiben; ein Mann mit einem großen Calabreserhut, der im Stehparterre stand, war schon im Begriffe eine trat, den Venctianern zeigte, was ein sogenannter «fescher Kerl» ist, da war die Schlacht gewonnen. Nach dem ersten Acte wurde viermal gerufen! Der Haupt« effect lag aber darin, dass sich in den Foyers ver- ikibachcr Zeitung str. ^83. 1030 9. December !M> _________ .,—-— sem Straßenbaue concurrieren, wenu die Vezirle Treffen und Sittich, in deren Interesse der projectierte Um« legungsbau liegt, zu demselben mit keiner speciellen Bei-tragsleistung herangezogen werden würden. Mit Rücksicht darauf empfahl der Referent namens des Ausschusses die bereits im vorigen Jahre vom Landtage festgesetzten Eoncurrenzbeiträge, und zwar für Treffen mit' 6081 fl. 37 kr., für Sittich aber 2702 fl. 91 kr. zur Annahme und stellte schließlich folgende Anträge: 1.) Die Straßenbauarbeiten siud in zwei Theil-abschnilten, von welchen der erste bis W.MNsberg, der zweite dagegen von da bis Pusti Iaoor reicht, im Wege einer Minuend^Licitation an diejenigen Bauunternehmer zu vergeben, welche dieselben um den Mindestanbot, jedoch ohne Ueberschreitung d?s Kosten« ruranschlages, übernehmen. 2.) Die Hälfte der auf 47.300 fl. veranschlagten Bautosten im Netrage von 23.650 fl. übernimmt das Land Kram, die andere Hälfte kommt auf die Bezirke Littai, Treffen, Sittich derart aufziltheilen. dass auf den Straßenausschuss Littai 14,865 fl. 72 kr., auf den Straßenausschuss Treffen 6081 fl. 37 kr., auf den Straßenausschuss Sittich 2702 fl. 91 kr. entfallen. 3.) Die Nauarbeiten sind ehethunlichst in Angriff zu nehmen, und wird der Landesausschuss ermächtigt, den für diesen Umlegungs-bau im Voranschläge des Landesfondes pro 1889 ein« gestellten Credit von 10.000 fl. im Jahre 1690 zu v rwenden. An der Debatte über diesen Gegenstand betheiligten sich die Abgeordneten Baron Wurzbach, Hitnik, Dr. Papez, Svetec und der Referent Viönikar. Abg. Baron Wurzbach wies darauf hin, dass der Verkehr auf dieser Straße schon jetzt kein bedeutender sei; komme aber der Bau der projectierten Unterkrainer Bahn zu< stailde — was nun doch wahrscheinlich geworden sei — so verliere die Straße nahezu jede Bedeutung. Redner stellte deshalb den Antrag, den Bau dieser Straße auf ein Jahr zu vertagen. Oegen diesen Antrag sprachen die Abgeordneten Hitnit, Dr. Papez und Svetec, welche die Nothwendigkeit der Umlegung dieser Straße hervorhoben und für die unverzügliche In» angriffnahme der Arbeiten eintraten. — Bei der Ab« stimmung wurde der Antrag Wurzbachs abgelehnt und sodann die Anträge des Referenten mit Majorität an-gtnommen. (Fortsetzung folgt.) Verhandlungen des Reichsrathes. Wien. 6. December. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses leistete Graf Kottulinsky die Angelobung. Landesverthei-digungsminister Vraf Welsersheimb beantwortete die Interpellation Kaiser wegen Vornahme der Assentie-rung in jedem Gerichtsbezirke dahin, dass dies schon mit Rücksicht auf die Einhaltung der gesetzlich fixierten Zeit immer durchführbar und wegen der Verschiedenheit und Ausdehnung der Vezirke nicht geboten erscheint. Auf die Interpellation Vergani, betreffend die Unterschriften auf Vlilitärurkunden, antwortete Graf Welsersheimb, dass bei den zum Gebrauche der Militärverwaltung dienenden Urkunden, wenn die Unterschrist des Ausstellers legalisiert ist, die Veiziehung von Solennitätszeugnifsen entbehrlich sei. Abg. Dr. Rieger legte einen Antrag wegen der Moldau-Regulierung vor. Abg. Hevera interpellierte die Regierung, ob sie nicht die Einfuhr und den Verschleiß von Saccharin verbieten wolle. Pernerstorser urgierte die Erledigung der Vörsensleuer. Dr. Smolk a erwiderte, er denle daran, diesen Gegenstand in bevorzugter Weise auf die Tagesordnung zu setzen, Dr. Fuß verlangte die baldige Behandlung des NusschussberichteS über die Erlassung einer Dienstpragmatit für Staatsbeamte, die dringender sei als der Uniformierungszwang. Dr. Smolla erwiderte, er werde den Gegenstand womöglich noch vor den Weihnachtsfericn, sonst im Jänner auf die Tagesordnung setzen. Dr. von Derschatta urgierte die Erledigung des Gesetzentwurfes über die Regelung der Baugewerbe. Smolka erklärte den Gegenstand auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung stellen zu wollen. Dr. Kaiser verlangte die Vornahme der ersten Lesung der Anträge wegen Einführung des direc» ten Wahlrechtes in den Landgemeinden. Dr. von Plencr erklärte, seine Partei sei gleichfalls für die directen Wahlen, jedoch mit der Erweiterung, dass nicht bloß die Ge« richtsorte, sondern jeder Ort mit über tausend Einwohnern ein Wahlort sein solle. Abg. Ziegmund begründele den Antrag, betref» fend den Schutz der Heilquellen. Gegenüber dem Auf« schwunge der Industrie sei die bisherige Wasserrechts' Gesetzgebung unzureichend. Der Antrag Siegmund wurde dem volkswirtschaftlichen Ausschusse zugewiesen. Doctor Reicher begründete den Antrag, betreffend den Ersatz der Verpflegskosten in Naturalverpflegsstationen. Der Redner führte aus, dass es sich bei diesen Kosten nicht um Almosen handle, denn man müsse zwischen öffent< licher und Privatwohlthätigkeit unterscheiden. Die Geltend-machung des Ersatzes uon Gemeinde zu Gemeinde wäre mit großen Schwierigleiten verbunden, daher empfehle sich der Ersah aus Landesmitteln. Durch den vorliegen» den Antrag werde ein Druck auf die Länder ausgeübt, welche bisher Verftflegsstellen nicht eingeführt hnben. Die Regierung sollte für die Verallgemeinerung dieser Institution sorgen und durch Einschränkung der Concessionen an Vettelmusikanten und Hausierer der Vaga-bundage steuern. Der Antrag Reicher wurde einem vier» undzwanziggliedrigen Sonderausschüsse zugewiesen. Der Gesehentwurf, betreffend die Festsetzung eine« Ndvocatentarifes im Verordnungswege, wurde mit einem Zusatzantrag Dr. Tonkli's angenommen. Es folgte die Berathung der neuen Seemannsordnung. Dr. Weeber begründete den Minoritätsantrag auf Ausscheidung der strafrechtlichen Bestimmungen. Hierauf wurde die Debatte abgebrochen. Der Ackerbauminister überreichte einen Gesetz« entwurf wegen Abänderung des Vruderladengesetzes. Graf Coronini beantragte die Gestattung der zollfreien Ein« fuhr des zur Bekämpfung der Peronospora dienenden Kupfervitriols. Vasaty beantragte eine Abänderung des Press« gesetzes. wornach die Nothwendigkeit einer Bewilligung zum Vlätterverschleiß seitens der politischen Behörde ent» fallen soll. Derselbe Abgeordnete interpellierte ferner über das Verschleißverbot gegen czechische Blätter. Abg. Luzatto interpellierte wegen billiger Fracht« sätze für den Zuckerexport ab Trieft, Dr. Kaiser wegen des Baues von Localbahnen in Schlesien, Vergani wegen Erhöhung der Pensionen der Staatsbeamten aus dem diesbezüglich bestandenen, 1859 zu Kriegszwecken eingezogenen Fond. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt. Politische Uebersicht. (Parlamentarisches.) Der Centrumsclub hat Freitag s.ine Berathungen über die Situation u>w seine eigene Stellung mit Rücksicht auf den Stand des clericalen Schnlantrages beendet. «Närodni LW' melden, der Club habe sich entschieden, vorlällfig "tt abwartende Haltung zu beobachten. I» den Con< ferenzen der Rechten und deren Subcomite'. lvelch>» seine Berathungen fortseht, wurde — nach der an' geführten Quelle — die vollständig Solidarität aller Angehörigen der Rechten constalttrt. «NärodM Listy. melden ferner, im Unterrichtsministerium p eine Novelle zum Congrua-Gesetz fertiggestellt worden, welche demnächst im Abgeorduetenhause zur Vorlage gelangt. Die Novelle besteht aus zwn Theiw'. Ver erste enthält Durchführungsbestimmungen zum Oe>eY mit Rücksicht auf die einschlägige Iudicatur des Ver-waltungsgerichtshofes. der zweite normiert eine Mlttlele Congrua' für Seelsorger, welche wohl die kirchliche, nicht aber die staatliche Bestätigung haben. Die neue Norm repräsentiert eine Aufbesserung der bisherigen Bezüge dieser Geistlichen. (Das Herrenhaus) dürfte sich in dem geam-wärtigen kurzen Sessionsabschnitte nur zu einer einzigen Sitzung versammeln, um das Budget-Provisorium zu votieren. In dieser Sitzung werden die durch Succesno" berufenen neuen Mitglieder des Hauseö das Gelöbnis ablegen. Da seit dem letzten Pairssch.ib wieder mehrere Mitglieder des Herrenhauses mit Tod abgegangm M. so ist kurz vor dem Wiederzusammcntritte des 9WH«" rathes im nächsten Jahre die Ernennung neuer lebens' länglicher Herrenhausmitglieder zu gewärtigen. (Der Vudget'Ausschuss) nahm Samstag die Iudemnitäts-Vorlage für das erste Quartal an. Vei Berathung der Regierungsvorlage betreffs «ln-kaufes von Waldgütern in Galizien entspann sich e"r längere Debatte. Die Redner der Linken wollen sw gestellt wissen, welche Vüter und zu welchem.P"'>^' » gekauft werden und verlangen die Genehmigungve Reichlralhes für die Kaufverträge. Der Ackerbau minister erklärte, die Vorlage von Details s i "nmog lich, man werde aber gewiss nicht schlechte Güter lau sen; die Verhandlung über solche Käufe habe Schw'eM leiten. Abg. Neuwirth beantragte Uebergang zur Tage» or^nuilg; die Regierung sei vielmehr aufzufordern, tresss der Propination' einen Betrag in den Sta" Voranschlag einzustellen, dagegen bezüglich "^^H, Wendung dichs Geldeinganges zum Ankaufe von ^>a gütern eine besondere Vorlage einzubringe». Der trag Neuwirths wurde mit 13 gegen 11 Stimmen n gelehnt und die Vorlage unverändert angenomn" -Abg. Neuwirth meldete ein Minoritätsvotum an. . (Zur Schweine.Einfuhr nach G°l zien.) Weqen des Ausbruche» der Maul-und Klau', seuche in Steinbruch erlieh die qalizisch^ Statthal^ eine Verordnung, wornach die Schweine-Einfntir Ungarn nach Galizien nur auf den Eisenbahnen " stattet ist und die Ausladung nur an den namya'i u machten 20 Stationen der Staatsbahn. 24 Ftatw der Karl.Ludwig.Nahn und 3 Stationen der Noroo^ stattzufinden hat. . hat (Die Vereinigte deutsche 2'Nle)" den bisherigen Vorstand, bestehend aus den "H.^f, neten Ritter v. Chlumecky. Dr. v. Plener^Dr^w^ schiedentliche Häufchen von Orangenschalen formierten — die guten Republikaner hatten ihre «Pomeranzen» bereits — aufgegessen. Die Gefahr also war beseitigt. Der zweite Act o/fiel noch mehr al« der erste, ich wurde nach dem Bacchanale zu wiederholtenmalen von dem begeisterten Publicum heroorgejubelt. der Erfolg war unbestritten, ich hatte mit meiner Idee also recht! behalten. Die deutsche Operette war an diesem Abende in Italien glanzvoll eingeführt! Wie viel Neider, Nergler und Verleumder hat mir diese kühne Idee geschaffen,! die consequente Energie, ein neues Terrain der deutschen' Kunst zu erobern. Die Missgunst hat sich seitdem an mrine Fersen geheftet und jeden Unglücksfall, der in der Folqe kam, zu einem Chimborasso aufgebauscht. Am nächsten Morgen wurde ich durch ein entsetzliches Trompeten und Lärmen unter meinem Fenster — ich wohnte im Hotel Bauer und Grünwald — aufglweckt; ich wusste die Suche nicht zu deuten und glaubte in meiner ersten Schlaftrunkenheit, die Trompeten und Posaunen des jüngsten Gerichtes zu hören, als ich meinen, allerdings verstümmelten Namen ver-nahm, es klang wie «Alfredo Friand», später aber in Neapel wurde ich «Fraundo» und in Sicilien gar Frchund — Fre Hund zu besonderem Gaudium meiner Mitglieder benamset. Als ich also nach und nach zu mir kam. mit einem Sahe aus dem breiten italic» nischen Doppelbette und zum Fenster sprang, da er» klickte ich den ganzm kleinen Platz, der vor dem Haupteingange zu dem .Hotel d'Ilalie» circa 20 Quadrat» meter einnimmt, mit einer Unzahl von Menschm be< sehi. danmter eine Gruppe: ein Trompeter, ein Po« säumst und ein alter Herr mit grauem Cylinder, die diesen wahnsinnigen Lärm verursachten. «Lvviva N bravo äirsttors 66Ü» compa^nia allömania 6'op6> retty, Ovviva ^llrL^o ^riana!» schrie der mit dem Cilinder, die zw^i Musikanten bliesen einen triuialen Tusch, und die ganze Menge heulte ihr «Euviva!» Cs kam mir wie der reine Hexensabbath vor. Ich begriff jedoch bald die edlen Motive der wohlgemeinten Ovation und ließ halb beschämt, halb erfreut, eine 25 Lire-Banknote zum Fenster Hinausstattern, welche der «graue Cilinder» mit sicherem Griff und frappierender Routine aufzufangen wusste. Beim Anblick der vergilbten Note — italienisches Geld ist meistm-theils alt, schmutzig, abgegriffen und vergilbt — erreichten die Evoivas ihren Culminationspunkt, die Menge entfernt? sich langsam, und der Graue mit semen musikalischen Begleitern schien sehr vergnügt. Wie ich später erfuhr, hat dieser Alte eine Art Pri-vilegium, berühmte Fremde oder Künstler, die irgend welchen Erfolg erringen, auszublasen. Don Carlos, der spanische Präteudrnt wurde einige Tage vor mir mit ^derselben Ovation bedacht. ! So also. als einer von den «Ausgeblasenen». betrat ich eine Stunde später den Marcusplatz. Welch ein prächtiger, grandioser Anblick. Welch ein Gewoge, welches Leben in den Procuratien, vor und in den verschiedenen kleinen netten Kaffeehäusern, allen voran das «Cafe' Qnadri», in welchem es sich bereits die meisten meiner Mitkämpfer für die gute Sache bequem gemacht hatten, Ta saß Pagay. der charakteristische Komiker (er ist heute eine Stütze des Berliner Nesiosuztheaters). mit seiner kleinen Fran, am Nebentische cim Gruppe meiner Schönheitsgallerie — ich war nämlich in der angenehmen Lage, eine solche stets mit sich zu führen, denn ich hatte einen Kranz wirklich hübscher Damen engagiert — Lieschen Fahnert. Nmelie ^ory. ^^ Kanih. Johanna von Hülsen und wie sie alley ^ die holden Pikanten, die so manches weUlM '^ höher schlagen ließen. Da kam, eine si^e « /^ Lory, die nach ihren gestrigen Triumphen ant g^ ^, fen zu haben schien. Kurzum, es entwickelte M ^,e nedig auf dem Marcnsplah im Cafs Quao zwnte Austage des Cafö Scheidl. .^^, ich Lori war mir wohl noch zugethan; i"! ^, jedoch in Trieft eine alte Freundin von 5"^ ^„ ren. als ich noch Schauspieler in Wien war. « A< Unternehmen fesselte, war das Thermometer ly ^^. fühle für meine Wenigkeit bereits sehr gesu"""' auf lend vor Vergnügen und lächelnd trat sie ' -^ickt mich zu und drückte mir die Hand. Es w" "^ A-Dankbarkeit, dass es mir eingefallen, i^ zu Htvär^ rühmtheit in Italien zu verhelfen. In der ^a" sr. Kopp. Dr. Hallwich, Dr. Tomaszczuk, Dr. herbst, Freiherr« v. Scharschmid, Dr. Heilsberg und Dr. Magg. wiedergewählt. Die Wahl eines eilften Vorstandsmitglieds an Stelle des früheren Abgeordneten Dr. Sturm wurde vorläufig in 8U5l)6N80 gelassen. (Der Wiener Gemeinderath) nahm die "nträge der Vororte-Commission an. wornach dir Li» nienwälle Wiens aufgehoben uud ein neues Verzeh-">ngzsteuergebiet gebildet werden soll, in welches alle Vororte einzubeziehen sind. (Ungarn.) Das Organ der ungarischen Un-"bhäugiaMs-Partei «Egyetertes» erklärt, dafs die Un« °bhängigkeits.Partei den Plan der Obstruction im Nb-geolonetenhause gänzlich fallen ließ. (Ans Agram.) Das regiernngsfreundlicheBürger, comits in Agram publiciert die Candidatenliste für die bevorstehenden Gemeinderaths.Wahlen, wobei hervor-schoben wird, dafs diefelben das für den Fortschritt Ar Stadt so nothwendige Einvernehmen zwischen der wgierung und dem Gemeinderathe wieder herzustellen ^eignet sind und das Wohl der Stadt auf culturellem und materiellem Gebiete fördern werden. , (Im deutschen Reichstage) wurde die Lage "n Kohlenrevier als bedrohlich bezeichnet. Hammacher ^te »ach Westphalen ab. um einen Ausgleich zwischen °en Zechenverwaltungen und den Bergleuten herbeizu« 'Uhren. Die Mitglieder der Regierung äußerten prl b?tlm. dass alles geschehen müsse, um den Msbruch ""es Ausstandes zn vermeiden. Die Grubendirectionen ^nd benachrichtigt, dass ihnen seitm« der Regierung °'e schwere Verantwortung zugeschrieben würde, fall« 'e berechtigten Wünschen der Bergleute fernerhin gründ-Iv5 widersprächen. (A u s Cet > uje) wird berichtet, dass die monte-"lglinische Regierung die Nothwendigkeit erkannt hat. Eiteren 2000 Personen, die der Huugersnoth preisgeben sind uud denen aus Staatsmitteln keine aus« Eichende Unterstützung geboten werden kann, zur Auswanderung nach Serbien zu verhelfen, Es werden bereits wilder Unterhandlungen mit der serbischen Regierung Mögen. io (Im Aundesbudget der Schweiz) für ^0. welches vorgestern der Nationalrath mit un-deutlichen Veränderungen genehmigte, sind die Ein« V"en mit 73 5.^2,300 Francs, die Ausgaben mit °b.006.300 Francs angesetzt. In den Ausgaben sind , "begriffen 5.734,000 Francs für Handfeuerwaffen "b 3.000.000 Francs für Munition, l. (Au« Massauah.) Deschak Seynm und De. Mk Eelchat, Häuptling der Provinz Agame. welchem ^ zwei Banden Eingeborener unter dem Befehle des ^ftltäns Bellini angeschlossen, brachten am 2. Decem« m" Vlanaascha nnd Ras Alula eine vollständige ^erläge' bei. Nach dieser Schlacht ist die gesummte «licht Streitmacht in der Provinz Tigre ver-, 3l«. Ein detaillierter Schlachtbericht wird noch Kartei. s. (Aus Paris) wird gemeldet, der Minister Con» ^ verlange die nachträgliche Bewilligung der von adrigen Deputiertenlammer bei Bewilligung des Bud-° ? für 1890 verweigerten 1.600.000 Francs Geheim-A^r. was zu lebhaften Erörterungen in der Kammer !^ss bieten dürfte. In den zur Prüfung der Nach- tragiforderungen eingesetzten Ausschuse der Kammer sind unter anderen auch fünf Mitglieder der Rechten gewählt worden. (Rus stand.) Der Ukaz über die Einführung der russischen Sprache in den Stadtbehörden in den baltische Provinzen sowie betreffs Entziehung des Wahlrechtes der Literaten bei städtischen Wahlen wurde nunmehr veröffentlicht. (Au« Rio de Janeiro) wird gemeldet, dass der Zusammentritt der brasilianischen Constituante, falls sämmtliche Provinzen des Reiches in dieser Versammlung ,'enreten erscheinen sullen, kaum vor Ablauf von vier bis fünf Monaten zu erwarten ist. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Brim» ner Zeitung» meldet, der Schulgemeinde Ranzern an> lässlich des Baues eines neuen Schulhauses 150 fl. zu fpeuden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Linzer Zeitung» meldet, dem KapcllenbaN'Eomite' zu Reindl-mühl 200 fl. zu spenden geruht. — (Eine erschütternde Nachricht) ist in« betreff Emin Paschas eingetroffen. Donnerstag wa» ren er und Stanley mit ihrer Karawane wohlbehal» ten, frisch und gesund in Bagamoyo. also am Ziele ihrer langen, gefährlichen Reise, am Meere, in einem unter sicherer Obhut stehenden Asyl eingetroffen, und Freitag sollte ein englischer Kreuzer die beiden Reisenden nach Zanzibar bringen. Emin Pascha stürzte aber abend« in-folge seiner Kurzsichtigkeit von einem Ballon zwanzig Fuß tief und verletzte sich lebensgefährlich. Sein rechtes Auge war geschlossen, und auS beiden Ohren quoll Blut, was auf eine sehr bedenkliche Gehirnerschütterung schließen lässt. Cs ist geradezu tragisch, zu sehen, wie ein Mann, der zahllosen Gefahren durch Jahrzehnte glücklich ent-rönnen, jetzt, am Ziele seiner halsbrecherischen Abenteuer, im sicheren Hafen angelangt, auf eine solche Weise ver» unglückte. Der Fall erinnert an Emins Vorläufer, Speke, der mit Burton die großen Centralseen Afrika's zuerst genauer untersucht, alle Gefahren seiner Forschungsreisen heil und gesund überstanden und dann kurz nach der Nücklehr in die Heimat auf dem Gütchen eines Ver-wandten unweit Bath durch zufällige Entladung seine« Gewehres auf der Rebhühnerjagd den Tod fand; er, der Löwen, Elefanten und Nilpferde zu jagen gewohnt war! — (Der Eiffelthurm für London) ist keine bloße Idee mehr, denn schon sind an Architekten und Ingenieure Einladungen zur Einlieferung von Entwürfen mit zwei Preisen von 500 und 250 Pfund Sterling ergangen. Der Thurm wird der «Watlin-Thurm» heißen, da der Director der Südostbahn, Sir E. Watlin, ihn angeregt hat. Ueber den Standort des Watlin-Thurmes verlautet vorläufig noch nichts. — (Ein blutiges Familiendrama.) Aus Brunn Wirb telegraphiert: Ein aufsehenerregendes Fa. miliendrama spielte sich heute hier ab. Der Schneider« gehilfe Franz Slezal benutzte die Abwesenheit seiner Gattin, um seinen bereits seit einigen Tagen gesassten Entschluss, sein Kind und sich zu todten, auszuführen. Nachdem er die Wohnung abgesperrt hatte, feuerte er auf sein im Bette liegendes fünf Monate altes Tüchterchen Marie einen Revolverschuss ab. Das Projectil drang dem Kinde in den rechten Unterkiefer. Das Kind blieb sofort todt. Hierauf brachte Slezak sich selbst drei Schüsse in die Halsgegend bei und stürzte heftig blutend zu Boden. Franz Slezal wurde der Landes'Kranlenanstalt zugeführt; er gab an, wegen schlechten Verdienstes und um sein Kind vor Noth und einem ähnlichen Schicksale zu bewahren, dic That verübt zu haben. — (Nach Gewicht.) In Italien ist es vielfach üblich, den Wein nach dem Gewichte zu trinken: dem Zecher wird ein mächtiger Fiasco von 10 bis 15 Litern, auf einer Holzlafette ruhend, vorgesetzt, nachdem er die Wage passiert hat, der Gast trinkt nach Belieben, lässt nachher die Flasche zurückwiegen und zahlt für die Differenz, Ein unternehmender Aanlee ^ Newyork hat auf diesem Grunde ein ganz neues System aufgebaut, das gewifs bei vielen Beifall finden wirb. Der speculative Gastwirt gibt in seinem Restaurant ganze Diners und Supers — nach dem Gewicht. Wohlbemerkt, nicht die Speisen werden gewogen, sondern der Gast vor und nach dem Mahle, und wer wird sich weigern, die Zunahme seines eigenen Ichs mit Gold aufzutragen? — (Die Sonnenblume als Oelftflanze.) In Russland wird die Sonnenblume zur Oelgewinnung in großem Maßstab gezogen. Sie liefert ein süßes, fettes Speiseöl, welche« auch zur Malerei, zu feiner Seife und auch als Vrennöl benützt wird. Mehr als 100.000 Centner solchen Oeles sollen alljährlich in Russland ge-wonnen werben. Bei uns hat sich der Sonnenblumen» Anbau, so sehr er auch empfohlen worden, meist nicht als nutzbringend genug gezeigt. — (Als zweiter Enoch Arven) lehrte jüngst ein Seemann Namens Parker nach England zurück, welcher vor dreißig Jahren im Meere ertrunlen sein sollte. Wochenlang bemühte er sich nach seiner Rücklehr, seine Frau ausfindig zu machen, bis er sie endlich in Greenwich fand. Die Frau hatte in dem Glauben, ihr Mann sei längst todt, wieder geheiratet und bereits erwachsene Kinder. Dennoch erkannte sie Parler, als derselbe ins Haus trat, sofort an der Stimme und dem Aeußeren wieder. Der Tobtgeglaubte ist jetzt ein vermögender Mann. — (Von der ewigen Stadt.) Die Seelen-zahl Roms beläuft sich auf 401.000, die Garnison und die Fremden abgerechnet, aus 359.000, also wenig über 100.000 mehr al« vor 20 Jahren im päpstlichen Rom. Die Zahl der leerstehenden Wohnungen und Zimmer wächst mit jedem Tage. Vor Porla Salara gehen die unvollendet gebliebenen Neubauten ihrem Verfalle entgegen. — (Eine gute Seele.) «Ich gratuliere von Herzen, dass Ihr Mann ins Abgeordnetenhaus gekommen ist.» — «Ja, mich freut's auch; da darf er doch wenigstens 'mal widersprechen.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Staatsbeamtentag in Wien.) Aus Wien wird uns unterm Gestrigen teelegraphisch berichtet: Heute um 4 Uhr nachmittags fand in der Vollshalle be« neuen Rllthhauses unter dem Vorsitze des Herrn Finanz- Nochbluck v«i»ot«. y Verschlungene Iäöen. °"»n ,u, d,m Englische von Hermine Kranlenpein. (92. Fortsetzung.) in, 'Auf wen würden di'felben übergehen, wenn Sie gegenwärtigen Augenblick stürben?» w,; '«uf meinen Neffen Otto, denn lch habe M ^r Heirat noch lein neues Testament gemacht, Hüne Sie wissen, macht eine Heirat alle früher ge- l'enen Verfügungen ungiltig.» lt,n -'^"n ist Ihr Neffe bei Ihrem Tode am nm- "'nteressiert?. . , ., h°5, >?"ler den bestehenden Umständen, ,a; aber lch der?'W gesagt, dass ich meine Frau zu meiner Um- '"erbm machen will.» ^ ,., tinem r>' 6e°po" furchte die Stirn; er fühlte s,ch .^.athsel gegenübergestellt. , .^ „ Ech«.^ Lynwood in ihrer holden, unschuldsvollen Wie?" "schien ihm von einem Verbrechen so fern, oft ^ H'""nel von der Hölle - und dennoch, nm ^elt?'rgt sich unter der schönsten Hülle die schwärzeste tzchlA°hllich. das bloße Nnssehen genügte nicht, um F ä" älehen. , ., . licher M^lwueniger erschien es ihm viel wahvscheln-n> certen, die Anspruch aus Künstlerschaft erbeben, jedoch nicht, zumal dann nicht, wenn ein im Discant gröv» lich verstimmtes Instrument die Schönheiten der Ton« dichtung zu vergegenwärtigen berufen ist. Mit dem Vortrage eines Clavier« Solostückes hätte man uns einen gröhern Gefallen erwiesen. Smetana's Werk übri< gens erhielten wir, sofern es an dem Interpreten lag. mit klappender Acuratesse vermittelt, und gebürt dem Spiele des Fräuleins K. Seunik und des Herrn von Ianuschowsly ehrende Hervorhebung. Herr Moser, dessen freundliche und liebliche Geigentöne uns schon wiederholt dankenswerten Genuss bereiteten, zeigte sich uns diesmal als schaffender Künstler, und zwar in zwei im größeren Stile angelegten Arbeiten: einer Suite für Violine mit Orchester und einer slavischen Rhapsodie, gleichfalls für Geige. Die Compositionen deuten zwar auf lein gottbegnadetes, aber immerhin auf ein Talent mit ganz refpectablen theoretischen Fähigleiten. Freilich kranken auch die Erstlingswerke des Herrn Moser an übermäßi« gem Anlehnen an berühmte Meister, die sich der junge Autor zum Vorbild genommen. Die Suite zum Exempel ist etwas gar zu stark mit Smetana und Wagner «gold« eingestaubt», und ist namentlich beim dritten Sah die Muse Wagners nicht zu verkennen. Originelle, hübsche Motive finden sich gewiss auch in Mosers Schöpfungen, allein künstlerisch noch unabgcllärt, vermögen sie sich nicht zu musitalisch »schönen Gebilden emporzuheben. In der Suite macht sich aufgeblasenes Pathos breit, viel Nccordenwucht wird dabei verbraucht, und mit den Doppelgriffen und sonstigen banalen Zieraten auf der Violine hätte der Componist besser haushallen sollen. Beide Solostücke hat sich Herr Moser sozusagen auf die Finger geschrieben, weshalb es ihm auch ein leichtes war, die dabei vor« kommenden technischen Erschwernisse mit fertiger Vravour seinem Instrumente zu entwinden. Mehrfache Hervorrufe lohnten des Künstlers Leistungen. Mit dem sichtlichen Vemühen, schön zu singen, trug die Opernsängerin Frau M. Bauer eine Arie aus dem «Trovatore» und drei Lieder vor, vermochte aber mit ihren geringen Otimm« mitteln nur einen Theil der Hörer zu Applausspenden zu bewegen. Pramatisch>lrä'ftig, empsindungsreich, je nach« dem es die betreffende Stelle des Gedichtes erforderte, sprach Hcrr Borstnil den aus dem Böhmischen von I. Gestrin ins Slovenische übertragenen «I'ovoäni mai» Erbens, wobei das verständnisvolle Spiel des Herrn von Ianuschowsly die Erzählung des Gedichtes in geistes« verwandtschaftlichen Tonfarben malte. Fibichs Musil zu dieser Dichtung ist wirklich congenial. Stellenweise hatten sich die beiden Vortragenden des Melodrams im Tempo überhastet. —i-. — (Aus der Laibacher Diöcese.) Herr I. Tomelj wurde am vergangenen Donnerstag auf die Pfarre Tschemschenik canonisch investiert. Uebersetzt wurden die Kapläne, und zwar: Herr Franz Pavlin von Kropp nach Steinbüchel, Herr Johann Volk von Tschemschenil nach Trebelno. — (Der Saaten stand.) Aus dem letzten offi« ciellen Ernteberichte pro 1689 entnehmen wir folgende Angaben: Mais in Steiermarl und Kärnten recht gut, in Krain und in den übrigen Alpen« und in den Karstländern minder gut; Buchweizen infolge der Septemberfröste schlecht; Kartoffel mittet schlecht; Rüben gut, in mehreren Ländern sehr gut; Kopflraut in den Alpen« ländern sehr gut; Flachs infolge von Frösten schlecht; Grummet ziemlich gut; Samenllee schlecht; Wein: in Nieberösterreich gebietsweise gut, sogar sehr gut, in Steiermark und Kram minder gut, gebietsweise schwach mittet. — (Kunst- und historische Denkmale.) In der jüngsten Sitzung der Centralcommission referierte Director Dr. Kenner über den Bericht des Correspon-denten Alfons Müllner in Laibach über die bei Anlage der Wasserleitung gemachten Funde von drei antiken Inschriften und hob hervor, dass seit langem in Laibach keine so wichtigen Inschriften gesunden wurden als dies«>; namentlich gilt dies von einem Inschrift-fragment, das in das zweite Decennium nach Christi Geburt zurückzureichen scheint. Conservator Franke be» richtete über einen an der Außenseite der Pfarrkirche zu Krainburg befindlichen Römer»Stein. Varthclmä Pecnil in Gurkfeld berichtete über neuerliche Funde zu Watsch in Krain. Conservator Rizzi erstattete Anzeige über den Fund von Nleiröhrenfragmenten in Pola, Resten einer römischen Wasserleitung. Correspondent Puschi über« sendete einen Bericht über den Fund einiger römischer Uncialassen bei Dutoule. — (Sloven isches Theater.) Im Saale der hiesigen Citalnica gelangten gestern das einactige Lust« spiel «vvs WZöi» und die bekannte Supft^sche Operette «Eannebas» zur Aufführung Ueber das Lustspiel kann nicht viel berichtet werden; es ist besser gesagt eine Posse ohne jeglichen künstlerischen Gehalt, lediglich auf den Lach-crfolg berechnet, der bei der flotten Darstellung auch nicht ausblieb. Die Operette «Cannebas» hingegen ist im Slo« venischen eine Novität und verdient als solche volle Beachtung. Das überaus zahlreiche Publicum lauschte mit sichtlichem Interesse den allerdings ziemlich bekannten, doch immer noch reizenden Melodien und belohnte die Darsteller mit reichem Beifall. Insbesondere sind die Lei« stungen der Damen Danes, Grbic und Nigrin sowie jene der Herren Pavset und Slavko hervorzuheben. Die sonstigen Darsteller trugen viel zu dem — wie wir gerne constatieren — schönen Erfolge bei. Der unermüdliche Dirigent Herr Grbic kann mit Befriedigung auf den gestrigen Abend zurückblicken, und wir wün» schen nur, dass er noch recht viele derartige Vorstellungen zu verzeichnen hätte. — (Ein treuer Dienstbote.) Im Schlosse Egg bei Lukowitz starb am 6, d. M. die Magd Ursula Loncar im Alter von 94 Jahren. Die Verblichene hat vom Jahre 1814 an, also 75 Jahre, bei einer und der» selben Familie gedient. — (Die Section «Krain») des deutschen und österreichischen Alpenvereines veranstaltet heute um 8 Uhr abends im Casino>Clubzimmer einen Vortrags« Abend. Auf dem Programm steht der Vortrag des Herrn Professors Wilhelm Halada: «Eine Ersteigung der Ojstrica in den Sannthaler Alpen.» — Gäste sind will« kommen. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) Am zweiten Verhandlungstage hatte sich der 31 Jahre alte Bahnarbeiter Johann Peternel des Verbrechens der versuchten Nothzucht zu verantworten. In geheimer Ver« Handlung wurde derselbe schuldig erkannt und zu einem Jahre schweren Kerkers mit einer Faste alle 14 Tage verurtheilt — Bei der zweiten Verhandlung war der 28 Jahre alte ledige Arbeiter Julius Hopla alia» Lapajne des Verbrechens des Raubes angellagt. Der« selbe hatte am 17. November d. I. im Hofe des Gasthauses «zum Sokol» an der Gruberstraße in Laibach bei einem Raufhandel mit dem Schlosser I. Millik diesem eine silberne Uhr sammt Kette (im Werte von 8 st.) entrissen und damit das Weite gesucht. Die Geschwornen verneinten die Frage auf Raub, spra« chen den Angeklagten jedoch des Diebstahls schuldig, und der Gerichtshof verurtheilte ihn auf Grund dieses Wahr« spruches zu 15 Monaten schweren Kerkers mit einer Faste monatlich. — Bei der dritten Verhandlung war der 44 Jahre alte Handelsmann Victor Scheich er dcS Verbrechens des Betruges angellagt, wurde jedoch — wie bereits gemeldet — mit 7 gegen 5 Stimmen frei« gesprochen. — (Petition der Postbeamten.) Im Nb-geordnetenhause erschien vorgestern eine Deputation der Postbeamten der letzten drei Rangsclassen, „m namens ihrer Wiener, Prager und Triester College« dem Ab« geordneten Dr. Mattus die Petition um Gehaltsaufbesserung, Gewährung eines Equipierungsbeitrages und Creierung von Ober-Officialsstellen zu überreichen. Diese Petition, welche 2231 Unterschriften zählt, wurde vom Abgeordneten Dr. MattuS mit dem Versprechen entgegen« genommen, die Wünsche der Postbeamten dem neuen General - Referenten für das Budget, Dr. Kathrein, zu eingehendster Würdigung zu empfehlen. Die Deputation wurde hierauf auch von Dr. Kathrein sowie vom Postreferenten Hofrath Lien bach er empfangen, welche derselben ihre Unterstützung zusagten. — (Prüfungen aus dem Hufbeschlag«.) Herr Dr. Karl v. Bleiweis, Leiter der hiesigen Huf< beschlagslehranstalt, wurde zum Vorsitzenden und Landes' thierarzt Herr Johann Wagner zum Mitgliede dtt Prüfungscommission für die Prüfungen aus dem Hm" beschlage ernannt. — (Gemeinde wähl.) Bei der Neuwahl be« Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Vutoraj >>" politischen Bezirle Tschernembl wurden gewählt, und zwar zum Gemeindevorsteher Johann Gasperic von Vutoraj. zu Gemeinderäthen Johann Klobucar von Lahina und Joses Pasic von Berdarce. — (Von der Süd bahn.) Von der Direction der Südbahn erhalten wir folgende Mittheilung: Am 7len d. M. ist auf allen durch Schneeverwehungen unterbreche-nen Linien der Südbahn der Gesammtverlehr in vollem Umfange wieder aufgenommen worden. — (Assicurazioni General!.) In der vorgestern abgehaltenen Verwaltungsrathssitzung wurde über Antrag der Direction beschlossen, das Hagel-Ver-sicherungsgejchäft aufzulassen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.' Wien, 8. December. Der Landespräsident der Vu-kouina, Freiherr v. Pino-Friedenthal, hat sich in Begleitung seiner Gemahlin Hieher nach Wien begeben, um wegen eines Augenleidens die hiesigen Specialisten zu consultieren. Da Baron Pino in Ezrrnowih den Auftrag hinterlassen hat. dass alle seine Einrichtungsstücke eingepackt werden, um infolge ertheilter MlsuNZ sofort nuf sein Vesihthum Kohlhof' bei Völkermalkt av-gesendet werden zn lönnen, so ist die Annahme nicy unbegründet, dass das Augenleiden Baron P'no« i" ernsten Befürchtungen Anlass M und dass Varo« Pino möglicherweise auf seinen Posten in die Bnlovuia nicht s» bald zurückl.hren werde. Die Leitung der Landesregierung hat Hofrath G>af Pace übeluommen. Budapest,' 7. December. Das Abgeordnetenhaus nahm das Budget des Ministeriums des Innern, da» R'tnlten-Lontingentsgesetz und den Geschentwurs ve-treffs der Ausdehnung der hauptstädtischen Polizel a"f Neupest und R^kos-Palota an. «, London, 8. December. Es verlautet, dass d,e ^ giernnq die Vermehrung der Londoner Polizeimacht u 1000 Mann genehmigt habe. ^ ., Manchester, 8. December. Infolge eines M» standes der Heizer der Gasanstalten sind viele Fab"" ohne Beleuchtung und unterbrachen die Arbeit. «5 Privathällsem werden Lampen und Kerzen benutzt- Lissabon, 8. December. Kaiser Dom Pedro vm Brasilien, dessen Familie und G folge sind nttt oe» Dampfer «Alagoas» hier eingetroffen. ^ Zanzibar, 7. December. Emin Pascha war z v Stunden bewusstlos. kann aber wieder sprechen hofft, in zehn Tagen übersiedeln zu lönnen. Verstorbene. Den 6. December. Charlotte Brandner, Majors""^ 54 I.. Franz. Josef. Straße 9, Marasmus. — «"'"" Z^ panciö, Amtsdieners. Tuchter, 14 Mon., Am Raw 1», berculose. Im Spitale: ^ I., Den 6. December. Franz Ianiar, Arbeiter, Tubeiculose. Lottoziehungen vom ?. December. Wien: 52 59 25 11 4. Graz: 21 12 4 20 66^^ Meteorologische Beobachtungen in^aibach^. ^lNiTM'741^0^5^^ H ?. 2.N. 7398 -36 NO. schwach betvöll SchM __ ^_^?_^ ^69' 7 —5 6 NW. schwach ^bew^n^^^ ', U. Mg^l 740 3^^ 7^4 NTschwach bcwöllt ^ 8.2.N. 7407-34 windstill bewö 9 . Ab. 741 5 ! -b-0 NO. jchwach bewol" ^ ^ Am 7. vormittags Schnerfall; nachinittasss trübe. 17 ^ratul trübe, ^ringer Schncefall. — Das Taaesmitlcl °er » ,^ »nl an den beiden Tagen -4-9'. um 53", beziehungo. 4 9° und 50" unter dcm Normale. __________-^"" Verantwortlicher stedacteur: I. Maßstab 1:75000. Preis per Vlatt 50 lr., '" ^"^ aus Leinwand gespannt 60 lr. ,,ABll Jg. n. klemmM Etlla<«Iolt , 250 fi. 132 75 183 25 ^"ö"/, . «anz, 5Wfi, 139-Ü« ,3U 7l. °3?" ' ' Fünftel 100 fi. l«4 - 145 - ""« Etllatelosc . . 10«fi. l?3 5N 174 — ^' » . . 50 fi, I78 5NIVi- ^««om.Mbr. il l»0fi, . , 15185 152 — ^est,«olbrintt, steuersrei , 108—108 20 ^"''n,N°tenrente, steuerfrei . 100 50 I"»«?'' ^»««tierte <5ilenb»h«. ««Ouldverschrelbunge». Mbtthblldn in «, steuerfrei , 122 75 I«» ?!. L"n»'I°Ieph'Uahn in Eilber . III. 5n 116 5.« »l«^"«" Vahn in Gilder lo2 »0 N)2 9<> Nb«I)b°h„ Wt> p. VV. . , 241 - "» - b^ PnM"dwe<« 2»X' fl. », W. 2l7 50 »l» - - ll«^"zb.°I,rol2W ss,ö, W, „,„...------ ^«thhahn für 2oo Marl , 112 - H» U° Wl UNO Marl 4»/» . . , li', «5 118 25 ^""»'IllleVHUlll,,',-L" llnl Z?"errenle 5«/. . , . 97-4» 97L,'. ^ fl.«.W.E, 114^" "4 S<> >!t°^°' cum» I, Stücke . . »5 "' «» 41 ^'^ >blll,n.Prl°ri»«trn , . 99 8" I0l) K, »!° «°°.°"'c>bl!yl>t, v,I, ,87« 112,i>, 1'S'- i>l°' !°^ "Vbent-Ubl.'ob, ,li<)50 .^°/n stcirische...... —-... —-— b°/n lroatische unb slaoonische . lNb — — — ö°/n Nebenbüraische .... 104 59 lNL lo 5°/^ lemeler »ana» .... —-.--------- 5°/, ungarische...... 8»-^ 85 ß« Andere össentl. Anlehen. Dm,llU'Mes,-Uose 5"/» 100 fl. . «9-, l»3^. bt°. Nl.leihe 1878 . . Itts'bu 107 üo «lnleben der Ltabt Vürz . . 115— — — Nnllhen b. Vtllblgemeinb« Wien 1N5 bn ine 2!» PräM'Nnl. d. Stadtgem, Wien t44 »u 145 — Völsenbau'Nnleheu verlo«, ^"/» 9S>. 97 — Pfandbriefe (sül lnn fi,), Vllbencr. all«. Ost. 4°/, V. , . il« 50 ll? !i<» bto. » 4'/,°/, . . . 1^N'«1 l«N'7N bto, » 4°/„ . , . »»-lk 886» bto. Präm.»Tchuldverschr. «°/« 108 25 108 75 Ocst. Hypothekenbank INj, 50°/, .-.- inz-> Oesl'una. Vanl verl. 4'/,»/, . loi 5^ 102 — delto » 4°/, . . 9?'8!» ll>0 3l> bettn 50jähr. » 4«/, . . »»'80 1<>0 3« Ptioritats-Obliglltionen (für l«0 ft.). Ferdinand« Norbbahn Em. I88S 99 b0 10« -»alizlsche Karl'Ludtoiz. Nahn «m. 1««1 »00 fl. 2. 4'/,°/, . », 3U »9 »v «eld Ware Oesteri. Noidweslbahn . . . 106 t.0 10? »n Elaatibahn.......193 - — — Südbahn k 3°/».....14i «0 14«'2U » i^ b°/,.....II? — l!8 - Un«.<8°liz. Nahn.....9» 90 100 4^ Diverfe Lofe (per Glück), «rebitlose 100 si...... 1N5 b« «86 - «laru llose 4« fi...... 59-.. ßl» — 4°/„ Donau-Dampfsch. 100 fl. . >«? - '28 — Lalbacher Präm.«AnIeh, »0 ft, ,4 zu 25 50 Osener Lose 40 fi..... k<^5 61 7» Palffy'llose 4V fl...... bS'bl, 57 il> «olden Kreuz, »st. «es. v., 10 fl. 19— ,»30 NudolphLose 10 st..... l9 '/5 e<> >>(, Lalm>Lose 4(1 fi...... gz-. gz>b<, Nl,.«enoi«.Uoss 4« fl. . . . 64 — «5 - Walbstei»-L°se »Ost..... 4l .. « - Wlnbilch-Vrah°«ole »0 fl. . . e,— ». . , «cw.'Ech. d.8°/„Präm.°Lchulb. versch b, Vobencrebilanstalt . ,7 — l8 — Vllnl - Nctien (per Etücl), Nn»lo°0esi, Vanl »00 fi, «u«/,«. 145 il» 145 5<» Uaillverein, Wiener 100 fl,. . 116 9« II? 3<> Vdncr..«Inst. «st, 200 fi, G. 4U°/, l«93 5>» 294 — ^ — '25 20!) 7ü Vöhm, Äordbahn 150 fl.. . . »,e — fl, «M. 184 25 184 7b Lemb.««zernow.»Iassy - Eisen» bahN'Vesellsch. 200 fi. L. . . 22» 75 »«0 75 Lloyd,«st.«ung.,Iriest5N0fl,«M. 3«? - 40»- Oefterr. Norbweftb. 200 fi. Ellb. 18» ^5 18« 75 bto. (Ut. L.) 200 fl. 3. . »14 Ü3 214 7ü Pra8-Duier Eisenb.150fl. Eilb. »» — 63 - Rubolph-Äahn 20« st. Silber .----------------- Ltaatleisenbahn 200 st. Silber 28« 25 23« 75 Süboahn 200 fi. Silber . . . l« »5 1»«»'7i Eüd.Norbb,Verb,°V.200st.— Ung. Nordostbahn 200 fi, Silber 187 bo l8»-— Un«,Westb.s«aab'<»raz)»O0fl.T. 19«, ^0 »91 — Illdultrie.Actieu (per Gtück), «aunes. «llg. vest. 100 fi, . »4bV 5!i« Eahbier Visen« unb Stahl'Ind. in Wien 100 fl...... 9l — »3 bU Visenbabnw'Üeihg, erste, 80 fi. —'-^ -'— «ltlbemuh!.. Papiers, u. »,-». S0'-- «1'-- Liesinger Brauerei 100 fl, . . V7'50 98 - Muntan. Gesell,, bsterr,»alpin? l»9 «l, 9»,. Prager Eisen.Inb'Ves, 2'»<> fi, 4l4 - t«6 — Salao-larj, Steinlohlen 80 fl, 4 137 — Irifaller »ohlen»,»«es. 70 fl. . 13« 5« 12»-— «afftns.<«.,Oest.inWlrn10»fl. 45,— 4«» — Waggon.Leihanst.. «ll«, ln Pest 80 fi......... 81 — »»-— Wr. Vaugesellschaft 100 fl. . . 8l — 83 — Uienerber«er Z««tl> 1»? «l Devisen. 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